Kreativitätstechniken in 4 Schritten

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    01-Jul-2015

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Der Vortrag stellt mehrere Kreativittstechniken vor und zeigt, wie man sie einsetzt

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<ul><li> 1. Kreativittstechniken in 4 Schrittenvon Dr. Georg Bayerteam babel AG</li></ul> <p> 2. Kreativittstechniken in 4 Schritten1. Umreien der Themenstellung Hintergrund der Fragestellung kurz erklren(warum sind wir hier) Ziele des Workshop-Moduls erklren Vorgehensmethode und Spielregeln erklren Themenstellung grob umreien(was ist inhaltlich gefragt, was eher nicht) ggf. Leitfragen vorgeben2. Sammeln von Ideen Kreativittstechnik: typischerweiseBrainwriting oder Brainstorming- auch in mehreren Runden mglich Leitfragen zum In-Gang-Setzen desDenkprozesses gezielt einsteuern Ablauf und Spielregeln strikt moderieren Ideen visualisieren (Flipchart oder Post-its)3. Sortieren, strukturieren, konkretisieren Ideen nach Themen-Gruppen sortieren /zusammenfassen -&gt; Ideen-Pakete schnren Ggf. Themen-Pakete strukturieren: z.B. nachKomplexitt / Realisierungsaufwand vs.(vermutlichem) Nutzeneffekt / Signalwirkung Ggf. Themen-Pakete konkretisieren: z.B.anhand weniger vorgegebener Merkmale(z.B. IST-Situation / SOLL-Zustand)4. Festlegen der weiteren Bearbeitung Nchste Schritte Liste 3. Zum Sammeln von Ideen knnen verschiedeneBrainstormingtechniken genutzt werdenBrainstormingtechniken:BrainstormingVarianteBrainwritingVarianteMethode6-3-5Das Brainstorming ist eine Form gemeinsamerIdeenfindung zu einer Fragestellung alleTeilnehmer tragen offen ihre Gedanken beiDas Brainwriting ist eine schriftliche Form derIdeenfindung zu einer Fragestellung dieTeilnehmer schreiben Ideen auf Karten o..Bei der Methode 6-3-5 schreiben 6 Teilnehmerreihum jeweils 3 Ideen in Zeitabschnitten von5 Minuten niederQuantitt vor Qualitt:Entscheidend ist zunchst die Erarbeitung einer Vielzahl von Ideen 4. Die Kreativittstechnik Brainstorming ist zurGenerierung von Ideen geeignet Brainstorming ist eine Form gemeinsamen Nachdenkens und gemeinsamerIdeenfindung ber eine FragestellungSchritt Beschreibung1. Vorbereitungdurch denModerator Brainstorming-Regeln erklren Quantitt geht vor Qualitt Jede Idee sofort ausrufen Ideen verknpfen, weiterfhren Keine Grenzen der Phantasie, Spinnen ist erlaubt Kritik, Diskussion und Killerphrasen sind NICHT erlaubt Leitfragen fr alle sichtbar aufschreiben, z.B. auf Flipchart Zurufe aufschreiben, z.B. auf Flipchart Flauten berwinden durch Leitfragen des Moderators2. Ideen sammeln imTeam3. Ideen sortieren,priorisieren undkonkretisieren Durchsprache jeder Idee zum Verstndnis, dabeiZusammenfassen und / oder Ergnzen der Ideen Ideen sortieren (z.B. durch Bilden von Gruppen) Ideen priorisieren (z.B. durch Vergabe von Punkten durch Teilnehmer) Ideen konkretisieren (z.B. durch nhere Beschreibung der wichtigsten) Nchste Schritte vereinbaren 5. Brainwriting baut auf Brainstorming auf,involviert aber die Teilnehmer gleichmiger Brainwriting ist die schriftliche Form der Ideenfindung zu einerFragestellung im TeamSchritt Beschreibung1. Vorbereitungdurch denModerator Brainwriting-Regeln erklren Quantitt geht vor Qualitt Keine Grenzen der Phantasie, Spinnen ist erlaubt Fr jede Idee eine eigene Karte Deutlich, leserlich schreiben Schlagworte und Kurzstze Krtchen an die Teilnehmer verteilen Leitfragen fr alle sichtbar aufschreiben, z.B. auf Flipchart Teilnehmer in Ruhe schreiben lassen (jeder fr sich) Krtchen einsammeln und fr alle sichtbar aufhngen2. Ideen sammeln imTeam3. Kartenbearbei-tung:Ideensortieren,priorisieren undkonkretisieren Jedes Krtchen vorlesen, Durchsprache jeder Idee zum Verstndnis Gegebenfalls ergnzende Ideen auf weitere Karten schreiben Ideen sortieren (z.B. durch Bilden von Gruppen) Ideen priorisieren (z.B. durch Vergabe von Punkten durch Teilnehmer) Ideen konkretisieren (z.B. durch nhere Beschreibung der wichtigsten) Nchste Schritte vereinbaren 6. Bei der Methode 6-3-5 schreiben 6 Teilnehmerjeweils 3 Ideen im 5 Minuten Abstand nieder 6-3-5 ist eine Methode zur Erarbeitung von Ideen, die aufeinander aufbauenSchritt Beschreibung1. Vorbereitungdurch denModerator 6-3-5 Regeln erklren Formbltter an die Teilnehmer verteilen mit 18 Feldern (3 Spalten, 6 Zeilen) Leitfrage fr alle sichtbar aufschreiben, z.B. auf Flipchart In die oberste Zeile trgt jeder Teilnehmer 3 Ideen ein Nach 5 min. wird das Blatt im Uhrzeigersinn weitergegeben2. Ideen sammeln(1. Durchgang)3. Ideen sammeln(Folge-durchgnge) In die jeweilige Zeile darunter werden zu jedemVorschlag anknpfende Ideen eingetragen Lsungsvorschlge knnen weiterentwickelt undverndert werden, aber auch vllig neue Ideen sind ok Der Vorgang wiederholt sich, bis das Formblatt voll ist Ergebnis: idealerweise 108 Ideen in 30 Minuten4. Kartenbearbei-tung Einsammeln und Ergebnisse vorlesen Ideen sortieren, priorisieren, konkretisieren Nchste Schritte vereinbaren 7. Die einzelnen Kreativittstechniken sindsituationsbedingt einsetzbarVorteileBrainstorming Schnell und relativumkompliziert durch-fhrbar Weiterentwicklung vonIdeenanstzen im TeamBrainwriting Einbringung der Ideenaller Teilnehmer Bei RckfragenZuordnung der Ideen zuTeilnehmern mglich Einfache und sicherereMethode6-3-5 Methode Einbringung der Ideenaller Teilnehmer Weiterentwicklung vonIdeenanstzenNachteile Gefahr der Dominanzeinzelner Teilnehmerund geringer Beteiligunganderer Sptere Zuordnung: Ideezu Teilnehmer schwierig MglicherweiseeingeschrnkteGruppendynamik Formulierung der Ideenggf. nicht eindeutig /verstndlich fr Dritte Lesbarkeit der Schriften Komplexitt der Methode Gruppierung der Ideenerst nach erneutemAufschreiben mglich 8. Ideen werden am Flipchart, auf Karten odermittels der 6-3-5 Erfassungsbltter visualisiertBrainstorming Brainwriting Methode 6-3-5IdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdee Idee Idee Idee Idee123Fr eine grere Gruppe bietet sich anstelle des Flipcharts die Verwendungeiner Metaplan-Wand an. 9. Die gesammelten Ideen mssen auf jeden Fallzuerst sortiert werdenGruppe 1Idee IdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeGruppe 2 Gruppe 3Sortieren dient dazu, Dopplungen auszusortieren und hnliche Ideen, dieals Gruppe zusammenpassen, zu verbinden 10. Die sortierten Ideen knnen sofort, mssenaber nicht weiter strukturiert werden Beispiel: Strukturieren nach Komplexitt / Realisierungsaufwand vs.(vermutlichem) Nutzeneffekt / Signalwirkunggering mittel groNutzeneffekt /SignalwirkungKomplexitt /Realisierungsaufwandgering mittel groIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeIdeeWeitere Strukturierung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn soforteine Entscheidung / Auswahl getroffen werden soll 11. Die Ideen knnen bei Bedarf nach einemeinfachen Raster weiter konkretisiert werdenNr. Titel / Thema Bemerkungen1Ist-Situation Soll-ZustandIdeeIdeeIdeeDieses Raster kann z.B. helfen, die KVP Masterliste mit konkreterenAngaben zu fllen (fr Kollegen, die nicht dabei waren) 12. Wichtige Punkte zur Vorbereitung fr denModerator (I von II) Die Mechanik fr das Kreativittsmodul muss vor dem Workshopgenauestens festgelegt werden z.B. einstufige vs. mehrstufige Anwendung der Kreativittstechniken (Beispiel fr letzteres:zuerst eine Runde Brainwriting, dann fr ausgewhlte Themen-Gruppenein zustzliches Brainstorming) z.B. gibt es eine Logik nach der Krtchen hingepinnt werden, etwa kleine Ideen links,groe Ideen rechts z.B. kann der Moderator weitere Notizen auf den Krtchen machen z.B. wie werden Gruppen gebildet Krtchen umhngen (mit oder ohne eigene Gruppen-Krtchen zur Titulierung der Gruppe) z.B. bei Verwendung zustzlicher Sortierungs- oder Konkretisierungs-Plots:werden die bestehenden Krtchen auf diese Plots transferiert, oder werdendie Themen auf den Plots neu hingeschrieben 13. Wichtige Punkte zur Vorbereitung fr denModerator (I von II) Teilnehmer und deren Vorwissen bzw. bereits vorhandene Ideenspeicher Wie kann man Themenstellung grob umreien(was ist inhaltlich gefragt, was eher nicht) z.B. festlegen ob eher groe oder kleine Ideen gefragt sind, sowie ob dieAnstze eher im eigenen Bereich oder auerhalb zu suchen sind(wir mssen uns ndern vs. die anderen mssen sich ndern) kann auch eine grobe Prozessdarstellung sein, Daten wie eine Fehlerstatistikoder eine Beschreibung von Teilaspekten des Problems in Stichworten Welche Leitfragen fliegen, welche eher nicht Genaue Vorgehensmethode und Ablauf Notwendige Hilfsmittel (z.B. Flipchart, Metaplan, Karten, Digicam) </p>