• XlII. Aus DER K. K. CHIRURGISCHEN UNIVERSITATS-KLINIK GRAZ (WmLaND HOFnAT Paor. DR. C. NICOLADONI). Zwei seltene Verletzungen im Bereiche der Handwurzel. Von Dr. Arnold Wittek, orthopiidis~her Assistent der Klinik. Mit 5 Abbildungen. I, Fraktur des vo laren Ge lenkrandes des Rad ius und der Proc. styl. rad i i et ulnae. Die zahlreichen Arbeiten, die seit Entdeckung der RSntgenstrahlen fiber die Frakturen am unteren Ende des Radius erschienen sind, haben ge- zeigt, dass diese Frakturen mancherlei Variationen beziiglich Bruchstelle, Verlauf der Bruchlinie, Dislokation der Fragmente etc. unterworfen sin& Die Untersuchungen yon K ah 1 e y s s und 0 b er st aus dem Kranken- Muse ,Bergmannstrost" in Halle a. d. Saale bringen in iibersichtlicher Weise die verschiedenen Bruchformen im RSntgenbilde. Wit" wollen hier nur inso- weir auf die Arbeiten der genannten Autoren eingehen, als es fiir den an unserer Klinik beobachteten Fall yon Wichtigkeit erscheint. K ah leyss unterscheidet beztiglich der Anatomie der Frakturen am unteren Ende des Radius: 1. EpiphysenlSsungen. 2. Unvollst~ndige Briiche (Fissuren, sog. typische Contusiones radii). 3. Vollst~Lndige Briiche. Diese letzteren werden wieder eingeteilt in: a) solche, welche die gauze Breite und Dicke des Knoehens dureh- dringen, b) in solehe Briiche, die nicht durch die ganze Breite und Dicke des Knochens gehen.
  • 102 Arnold Wittek. Schliesslich zerfallen die unter b genannten wieder in: a) Abbruch des dorsalen Teiles der Gelenkfl~che, fl) Briiche des Processus styl. radii. Eine derartige partielle Fraktur hat als erster J. Rhea Bar ton ira Jahre 1838 im I. Band des Philadelphia Medicinal Examiner beschrieben, und zwar den Abbruch des dorsalen Gelenkrandes des unteren Radius-Endes. Den zweiten bekannten Fall beobachtete Leno i r (Archives g~n6rales de medecine). Er diagnostizierte am Lebenden eine Luxation der Hand nach dem Dorsum und land aber bei der Obduktion, dass es sich um einen isolierten Bruch des dorsalen Gelenkrandes mit Dislokation desselben nach hinten oben handelte~ was am Lebenden eine Luxation vorget~uscht hatte. Bei Bardenheuer finden wir die MSglichkeit des i so l ie r tenAbbruches des vorderen oder h in teren Gelenkran- des ausgesprochen. B[ ihr sagt: ,Es gibt bei Fall auf die Handfliiche Briiche, welche nur eine Ab- sprengung des dorsalen u repr/isen- tieren. Ich babe selbst solche gesehen, ebenso wie ieh einen Fall sah, in welehem nach Fall auf den Handrtieken ein Abbrechen des volaren Vorsprunges angenom- Fig. 1. men werden musste." Kahleyss verfiigt fiber zwei Beobachtungen bei welchen der Abbruch des dorsalen Gelenkrandes mit gleichzeitiger Fraktur des Proc. styl. radii kombiniert war. Obers t bringt zwei sehr schSne einschl~tgige F~lle zur hbbildung, wo- yon besonders der eine (Fig. 86 seines Atlas der Frakturen und Luxationen) die schon yon L e n o i r beobachtete Dislokation in ausgesprochenem Masse zeigt. Ferner vermutet Rosenbach eine gleichartige Verletzung bei einem Kranken, bei welchem er die Diagnose auf epiphys~ren Radius-Bruch mit Luxation der Handwurzel gestellt hatte. Diese wenigen in der Literatur verzeichneten Fiille zeigen wie selten partielle Frakturen der Gelenkri~nder des unteren Radiusendes sind. An unserer Klinik kam nun folgender Fall zur Beobachtung:
  • Zwei seltene Verletzungen im Bereiche der Handwurzel. 103 Ein 63j/s Postkondukteur war nachts in Ausiibung seines Dienstes beim Absteigen vom Postpaketwagen, am Trittbrett desselben~ ausgeglitten und auf das Strassenpflaster gefallen~ wobei er mit den vorgestreckten Hand- fl~chen den Boden beriihrte. Hierbei empfand er im linken Handgelenke einen heftigen Schmerz, der sich im Laufe der l~acht bei gleichzeitig auf- tretender bedeutender Schwellung steigerte und den Verletzten veranlasste im Laufe des n~chsten Tages die Klinik aufzusuehen. Es fand sich dem ganzen Bereiche der linken Handwurzel und dem untersten Teile des Vorderarmes entsprechend eine m~chtige~Schwellung. Die Hand war etwas nach der radialen Seite abgewichen. Alle Bewegungen werden wegen der Schmerzhaftigkeit ~ingstlich vermieden. Druckschmerz besteht sowohl iiber dem Gelenk selbst als auch am unteren Ende des Radius. Absolutes Fehlen abnormer Beweg- lichkeit, sowie yon Krepitatlon. Die RSntgen-Photographie ergibt eine partielle Fraktur am unteren Radius- ende. Das RSntgenbild (Fig. 1), welches bei pronierter Hand aufgenommen wurde, zeigt vor allem eine starke radiale Verschiebung der Hand, so dass die verl~ngerte Achse des Vor- derarmes durch den ~:ierten Finger geht. Der Carpus ist infolge bier- Yon ganz in das Bereich des Radius ~ersehoben~ so dass auch der Schatten des Os triquetrum und pisiforme nur mehr ganz wenig yon der Yerl/~nge- rung der Ulna getroffen werden. Gleichzeitig ist die Handwurzel mit Fig 2. einem abgebrochenen Stfick des Radius zentralwErts verschoben, wobei aber der dorsale Rand der Radius- gelenkflEche s0weit unverletzt geblieben ist, dass sein Schatten bis in jenen des Os scaphoideum verfolgt werden kann. Dort fehlt der Proc. styl. radii, welcher mit dem abgebrochenen Stfick zentripetal verschoben wurde. Als Mit- verletzung bemerken wit den Abriss des Proc. styl. ulnae. ' (Kah leyss land ihn in 78~ aller Radiusfrakturen). Weiters sieht man eine 3 Fingerbreit fiber dem Gelenke beginnende Verdickung der Ulna, wie sie R U b in s t ei n hEufig bei Radiusverletzungen getroffen hat und die meist eine dort befindliche Fissur zur Ursache hat. Das zweite RSntgenbild (Fig. 2), bei auf der Platte aufliegender Klein- fingerseite der Hand, zeigt sehr schSn den erhaltenen dorsalen Gelenkrand
  • 104 Arnold Wit~ek. des Radius bei gleichzeitigem Abbruch des volaren Randes und Ver- schiebung des letzteren gemeinsam mit der Handwurzel auf der Beugeseite naeh oben. Es handelt sich sonach in unserem Falle um jene seltene Verletzung des unteren Radiusendes, wobei nur der volare Gelenkrand desselben abge- brochen erscheint. Eine sichere Diagnose eines derartigen Falles gestiitzt auf ein RSntgenbild der Fraktur, liegt bis heute nich~ vor und die oben er- w~hnten F~lle yon B a r d e n- h e u e r und B ~ h r werden yon ihnen selbst ais Vermutungen angesprochen. Bei der Behandlung unseres Falles gelang es trotz aller Be- mfihungen nicht die Dislokation der Bruchstiicke auszug]eichen und heilte die Fraktur in der fehlerhaften Stellung aus, wie wir aus vorgenommenen Kon- trollaufnahmen ersehenkonnten. Fig. S. Hierbei zeigte sich auch, dass der Abriss des Proc. styl. ulnae noeh nach einem Jahre unvereinigt bestand, wie dies auch mehrfaeh yon Ka h 1 e y s s beobachtet wurde. Nach Zuriiekgehen jedweder Schwellung zeigte die Hand ~usserlich das Aussehen, wie es die beigegebenen Abbildungen (Fig. 3 und 4) darstellen. Figur 3 bringt die radiale Ab- weichung der Hand zur Be- obachtung. Welters zeigt die punktierte Linie die sicht- und tastbaren Konturen des Proc. styl. ulnae, sowie den dorsalen Rand des Radius bis zum Fehlen des Proc. styl. desselben. Figur 4 zeigt die Hand im Pro- ill, yon der Kleinfingerseite her Fig. 4. gesehen. Dabei ist eine Sub- luxationsstellung der Hand auf- fallend, ~hnlich jener wie sie Th iem und Vogt nach Madelun g als pro- fessionelle Deviation bei Tuchwalkern, Druckern etc. beschreiben. Wenden wir uns endlich der Frage des Entstehungsmechanismus zu, so finden wir, dass die Radiusfraktur im allgemeinen betreffend, der yon Lecomte aufgestellte Typus der Rissfraktur vielfach und mit Erfo]g bek~mpft wurde, so dass LSbker , B~hr , Kah leyss und ihnen sich anschliessend Destot und Ga l lo i s sowie Rosenbach und andere die typische Radiusfraktur ebensosehr als Resultat der Wirkung yon Stoss und Gegenstoss als der
  • Zwei serene Vorletzungen im Bereiche der Handwurzel. 105 Spannung des volaren Band-Apparates (Fall auf die dorsal-flektierte Hand vorausgese~zt) ansehen. Ober den Abriss eines Teiles des Gelenkrandes ~ussern sich beziiglich des Entstehungsmechanismus die Autoren ziemlich auseinandergehend. B~hr sagt an einer Stelle: ,,Reine Rissfrakturen bei Dorsalflexion kSnnen im wesentlichen nur Briiche des volaren Randes sein", weiter unten aber bemerkt er: ,,Durch den Aufprall des unteren Radiusendes auf die obere Carpalreihe werden auch alle Unterarten tier Bruchform in geniigender Weise erkl~rt, was fiir die Annahme der Rissfraktur allein eine UnmSglich- keit ist." Auch Kah leyss tritt fiir die Druckwirkung tier Handwurzel- knochen auf den Radius ein, wofiir besonders die Mitverletzung des Os naviculare spricht, wobei der Ver lauf der Bruch] in ie desse lben eine For tsetzung der F raktur des Rad ius bedeutet . Auf diese Mitverletzung der Handwurzelknochen m5chte ich besonderes Gewicht fiir die Erkl~rung des Mechanismus legen. Wir finden bei Beck erw~hnt, dass er in 13 F~llen gleichzeitig einen Querbruch des Os scaph0ideum beobachtet babe, und erkli~rt denselben m i t d e n au f dem Bogen des genannten Knochens fo r tgesetz ten Druck . Auch 0 b e r s t beobachtete bei Radiusverletzungen gleichzeitige Frakturen des Kahnbeines. Lo i s Oh erw~hnt ebenfalls die Mitverletzung der Handwurzelknochen und spr icht s i ch fi ir die Kompress ions f raktur aus. Hiernach kSnnte aber noch immer der Bruch der Carpalia als etwas sekund~ires hingestellt werden, das heisst, das Zerpresstwerden derselben erst als dem bereits eingetretenen Radiusbruch folgend angesehen werden. Nun haben aber in den letzten zwei Jahren HSf l iger , Kaufmann und d e Q u e r v a i n isolierte Frakturen des Kahnbeines ohne gleichzeitige Ver- letzung des Radius bei Fall auf die dorsalflektierte Hand zu stande kommen ge- sehen und dieselben als typische Kompressionsfrakturen beschrieben. Diese un- zweifelhaften fiir das Zustandekommen yon Druckerscheinungen im Carpus sprechenden Verletzungen, ]assen wohl ohne Zwang an die MSglichkeit denken, dass gegebenen Falles bei intakt bleibenden Handwurzelknochen, Absprengungen am unteren Radiusende durch Aufstemmen auf die Carpalia eintreten k5nnen. Ich mSchte daher auch unseren Fall als direkte Stanch- oder Kom- pressionsfraktur ansprechen. Die Fraktur des Proc. styl. ulnae ist dabei al s nach der Radiusfraktur eingetretene Abrissfraktur durch das Lig. laterale ulnare anzusehen. II. F raktur des Os t r iquet rum bei g le ichze i t igem Abr i ss des Proc. styl . u lnae. Die Frakturen der Handwurzelknochen sind nach Obers t sehr seltene Verletzungen; er land unter 1750 Briichen nur sechsmal solche der Hand- wurzelknochen.
  • 106 Arnold Wittek. Wir wollen kurz einen yon uns beobachteten Fall im folgenden be- schreiben. Ein 28j/ihriger Schlosser war durch ein auf ihn fallendes schweres Gusstiick zu Boden geworfen, wobei er auf die dorsalflektierte rechte Hand fiel. Die gleichzeitig an verschiedenen KSrperstellen erlittenen Kontussionen liessen ihn erst an eine Verletzung der Hand denken, als eine betriicht- liche Sehwellung der rechten Handgelenksgegend eintrat. Er stand deshalb iange Zeit in ~irztlieher Behandlung, doch wollten die Beschwerden bei Be- wegungen der Hand nicht weichen. Mehrere Monate nach der Verletzung begab er sich zu Untersu- chungszwecken an die Klinik. Es fand sich bei der RSntgen- untersuchung (Fig. 5) eine Ab- rissfraktur des Proc. styl. ulnae sowie ein isolierter schmaler Knochens(:hatten zwischen Os lunatum und tri- quetrum, welcher zweifellos eine schalige Absprengung yore letztgenannten Knochen dar- stellte. Die Diagnose der Ver- letzung des Handwurzelkno- chens war erst durch die RSntgenphotographie mSglich, da bei der Palpation nichts yon dem abgebrochenen St~ick zu fiihlen war. Die Frakturen der Handwurzelknochen sind erst seit Einfiihrung des RSnt- genverfahrens h~ufiger be- schrieben worden. Vordem Fig. 5. waren sie fast nur aus Ob- duktionen oder bei kompli- zierten "Verletzungen bekannt. Bardenheuer hat zuerst einen Fall am Lebenden bei gleichzeitiger Radiusfraktur beobaehtet; es handelte sich um die Mitverletzung des Os capitatum. Hof fa beschreibt in seinem Lehrbuch einen Fall yon de For tunet . Dabei war nach einem Sturz aus der HShe vor dem unverletzt gebliebenen Proe. styl. radii Krepitation zu fiihlen. Nach ErSffnung des Handgelenkes land man das Os naviculare in mehrere Stiicke gesprengt. Nach Verwendung der RSntgenphotographie werden die durch dieselbe diagnostizierten Frakturen der Carpalia h~ufiger. So fand G ocht 2mal alas Os na~,iculare, S ick imal denselben Knochen gebrochen. Beck land 13real das Naviculare bei Radiusfrakturen mitverletzt. Endlich Lo ison bei
  • Zwei seltene Verletzungen im Bereiche der Handwurzel. 107 Verletzungen der Vorderarmknochen 7mal das Naviculare, mehrmals kom- biniert mitLuxation des Os lunatum. Go leb iewsk i land 2mal das Navi- culare zerbrochen. HSf l iger , Kaufmann und de Querva in haben imganzen 16 F~tlle yon isolierten Frakturen der Carpalia beobachtet, darunter 12 Falle, wobei nur das Os naviculare allein zerbrochen war. Obers t sah 3mal das Os naviculare, 2mal das Lunatum und 1real das Os triquetrum zerbrochen. Diese letzte Verletzung war dutch direkte Gewalt entstanden, wobei gleichzeitig das Os lunatum luxiert war. Wir sehen also, dass nur ein Fall yon Fraktur des Os triquetrum be- kannt ist, und unserer der erste, tier dutch Sturz auf die dorsalflektierte Hand entstanden ist. Die Funktion der Hand war noch nach einem halben Jahre nach der Verletzung keine normale geworden. Dabei bestand immer eine leichte Schwellung und Schmerzhaftigkeit des Handgelenkes vor dem Proc. styl. ulnae. Diese langdauernden Beschwerden sind fiir die Unfallbegutachtung jedenfalls yon Wichtigkeit. Go leb iewsk i berichtet fiber einen Fall, wo noch 4 Jatire nach Bruch des Os naviculare Schwellung, Schmerzen, Schw/iche der Hand und Unf~thigkeit, fiir l~ngere Zeit Gegenstgnde festzuhalten, bestand. Die guten Resultate, die de Qu e r va in bei Bruch des Kahnbeines dutch opera- tire Entfernung erzielte, lassen den schlechten Resultaten der konservativen Behandlung gegeniiber, die Operation derartig verletzter Handwurzelknochen empfehlenswert erscheinen. L i te ra tur . B~ihr, Centralblatt f. Chirurgie. 1894. Nr. 36. Bardenheuer , Deutsche Chirurgie. Lief. 63b. 1888. Beck , Archly f. klin. Chirurgie. Bd. 63. p. 155. D e r s el be, RSntgenstrahlen im Dienste der Chirurgie. Bei Seitz & Schauer, Mtinchen 1902. Desto t u. Ga l lo i s , Revue de chirurgie. Bd. XVIII. Nr. 10. 1898. Go leb iowsk i , Atlas und Grundriss der Unfaliheilkunde. Bei Lehmann, M~nchen 1900. HSf l iger , Korrespondenzblatt der Schweizer _~rzte. 1901. Nr. 10. H o f f a, Lehrbuch der Frakturen und Luxationen. Kah leyss , Deutsche Zeitschrift f. Chirurgie. Bd. 45. p. 532. Kaufmann, Korrespondenzblatt der Schweizer ~rzte. !902. Nr. 9. K t immel , Berlin. kiln. Woehenschrift. Bd. 88. 1901. Heft 1 u. 2. Leeomte , Schmidts Jahrbticher. 1861. Bd. 111. L i ibker , Deutsche reed. Wochenschrift. 1885. Nr. 27. Lo i son , Revue d'orthop4die. 1901. Nr. 5. Obers t , Frakturen und Luxationen. Bei Lukas Gr~fe u. Si]lem, Hamburg 1901. d o Q u e r v a i n, :Monatsschrift f. Unfallheilkunde und Invalidenwesen. 1902. Nr. 3. Central- blatt f. Chirurgie. 1902. Nr. 41. Roaenbaeh, Archiv f. klin. Chirurgie. Bd. 66. p. 993. Rub ins te in , Archly f. klin. Chirurgie. Bd. 61. p. 857. T h iem, Unfallerkrankungen, Deutsche Chirurgie, Lief. 67, 1898. Vogt , Deutsche Chirurgie, Lief. 64, 1881.
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  • 102 Arnold Wittek. Schliesslich zerfallen die unter b genannten wieder in: a) Abbruch des dorsalen Teiles der Gelenkfl~che, fl) Briiche des Processus styl. radii. Eine derartige partielle Fraktur hat als erster J. Rhea Bar ton ira Jahre 1838 im I. Band des Philadelphia Medicinal Examiner beschrieben, und zwar den Abbruch des dorsalen Gelenkrandes des unteren Radius-Endes. Den zweiten bekannten Fall beobachtete Leno i r (Archives g~n6rales de medecine). Er diagnostizierte am Lebenden eine Luxation der Hand nach dem Dorsum und land aber bei der Obduktion, dass es sich um einen isolierten Bruch des dorsalen Gelenkrandes mit Dislokation desselben nach hinten oben handelte~ was am Lebenden eine Luxation vorget~uscht hatte. Bei Bardenheuer finden wir die MSglichkeit des i so l ie r tenAbbruches des vorderen oder h in teren Gelenkran- des ausgesprochen. B[ ihr sagt: ,Es gibt bei Fall auf die Handfliiche Briiche, welche nur eine Ab- sprengung des dorsalen u repr/isen- tieren. Ich babe selbst solche gesehen, ebenso wie ieh einen Fall sah, in welehem nach Fall auf den Handrtieken ein Abbrechen des volaren Vorsprunges angenom- Fig. 1. men werden musste." Kahleyss verfiigt fiber zwei Beobachtungen bei welchen der Abbruch des dorsalen Gelenkrandes mit gleichzeitiger Fraktur des Proc. styl. radii kombiniert war. Obers t bringt zwei sehr schSne einschl~tgige F~lle zur hbbildung, wo- yon besonders der eine (Fig. 86 seines Atlas der Frakturen und Luxationen) die schon yon L e n o i r beobachtete Dislokation in ausgesprochenem Masse zeigt. Ferner vermutet Rosenbach eine gleichartige Verletzung bei einem Kranken, bei welchem er die Diagnose auf epiphys~ren Radius-Bruch mit Luxation der Handwurzel gestellt hatte. Diese wenigen in der Literatur verzeichneten Fiille zeigen wie selten partielle Frakturen der Gelenkri~nder des unteren Radiusendes sind. An unserer Klinik kam nun folgender Fall zur Beobachtung:
  • Zwei seltene Verletzungen im Bereiche der Handwurzel. 103 Ein 63j/s Postkondukteur war nachts in Ausiibung seines Dienstes beim Absteigen vom Postpaketwagen, am Trittbrett desselben~ ausgeglitten und auf das Strassenpflaster gefallen~ wobei er mit den vorgestreckten Hand- fl~chen den Boden beriihrte. Hierbei empfand er im linken Handgelenke einen heftigen Schmerz, der sich im Laufe der l~acht bei gleichzeitig auf- tretender bedeutender Schwellung steigerte und den Verletzten veranlasste im Laufe des n~chsten Tages die Klinik aufzusuehen. Es fand sich dem ganzen Bereiche der linken Handwurzel und dem untersten Teile des Vorderarmes entsprechend eine m~chtige~Schwellung. Die Hand war etwas nach der radialen Seite abgewichen. Alle Bewegungen werden wegen der Schmerzhaftigkeit ~ingstlich vermieden. Druckschmerz besteht sowohl iiber dem Gelenk selbst als auch am unteren Ende des Radius. Absolutes Fehlen abnormer Beweg- lichkeit, sowie yon Krepitatlon. Die RSntgen-Photographie ergibt eine partielle Fraktur am unteren Radius- ende. Das RSntgenbild (Fig. 1), welches bei pronierter Hand aufgenommen wurde, zeigt vor allem eine starke radiale Verschiebung der Hand, so dass die verl~ngerte Achse des Vor- derarmes durch den ~:ierten Finger geht. Der Carpus ist infolge bier- Yon ganz in das Bereich des Radius ~ersehoben~ so dass auch der Schatten des Os triquetrum und pisiforme nur mehr ganz wenig yon der Yerl/~nge- rung der Ulna getroffen werden. Gleichzeitig ist die Handwurzel mit Fig 2. einem abgebrochenen Stfick des Radius zentralwErts verschoben, wobei aber der dorsale Rand der Radius- gelenkflEche s0weit unverletzt geblieben ist, dass sein Schatten bis in jenen des Os scaphoideum verfolgt werden kann. Dort fehlt der Proc. styl. radii, welcher mit dem abgebrochenen Stfick zentripetal verschoben wurde. Als Mit- verletzung bemerken wit den Abriss des Proc. styl. ulnae. ' (Kah leyss land ihn in 78~ aller Radiusfrakturen). Weiters sieht man eine 3 Fingerbreit fiber dem Gelenke beginnende Verdickung der Ulna, wie sie R U b in s t ei n hEufig bei Radiusverletzungen getroffen hat und die meist eine dort befindliche Fissur zur Ursache hat. Das zweite RSntgenbild (Fig. 2), bei auf der Platte aufliegender Klein- fingerseite der Hand, zeigt sehr schSn den erhaltenen dorsalen Gelenkrand
  • 104 Arnold Wit~ek. des Radius bei gleichzeitigem Abbruch des volaren Randes und Ver- schiebung des letzteren gemeinsam mit der Handwurzel auf der Beugeseite naeh oben. Es handelt sich sonach in unserem Falle um jene seltene Verletzung des unteren Radiusendes, wobei nur der volare Gelenkrand desselben abge- brochen erscheint. Eine sichere Diagnose eines derartigen Falles gestiitzt auf ein RSntgenbild der Fraktur, liegt bis heute nich~ vor und die oben er- w~hnten F~lle yon B a r d e n- h e u e r und B ~ h r werden yon ihnen selbst ais Vermutungen angesprochen. Bei der Behandlung unseres Falles gelang es trotz aller Be- mfihungen nicht die Dislokation der Bruchstiicke auszug]eichen und heilte die Fraktur in der fehlerhaften Stellung aus, wie wir aus vorgenommenen Kon- trollaufnahmen ersehenkonnten. Fig. S. Hierbei zeigte sich auch, dass der Abriss des Proc. styl. ulnae noeh nach einem Jahre unvereinigt bestand, wie dies auch mehrfaeh yon Ka h 1 e y s s beobachtet wurde. Nach Zuriiekgehen jedweder Schwellung zeigte die Hand ~usserlich das Aussehen, wie es die beigegebenen Abbildungen (Fig. 3 und 4) darstellen. Figur 3 bringt die radiale Ab- weichung der Hand zur Be- obachtung. Welters zeigt die punktierte Linie die sicht- und tastbaren Konturen des Proc. styl. ulnae, sowie den dorsalen Rand des Radius bis zum Fehlen des Proc. styl. desselben. Figur 4 zeigt die Hand im Pro- ill, yon der Kleinfingerseite her Fig. 4. gesehen. Dabei ist eine Sub- luxationsstellung der Hand auf- fallend, ~hnlich jener wie sie Th iem und Vogt nach Madelun g als pro- fessionelle Deviation bei Tuchwalkern, Druckern etc. beschreiben. Wenden wir uns endlich der Frage des Entstehungsmechanismus zu, so finden wir, dass die Radiusfraktur im allgemeinen betreffend, der yon Lecomte aufgestellte Typus der Rissfraktur vielfach und mit Erfo]g bek~mpft wurde, so dass LSbker , B~hr , Kah leyss und ihnen sich anschliessend Destot und Ga l lo i s sowie Rosenbach und andere die typische Radiusfraktur ebensosehr als Resultat der Wirkung yon Stoss und Gegenstoss als der
  • Zwei serene Vorletzungen im Bereiche der Handwurzel. 105 Spannung des volaren Band-Apparates (Fall auf die dorsal-flektierte Hand vorausgese~zt) ansehen. Ober den Abriss eines Teiles des Gelenkrandes ~ussern sich beziiglich des Entstehungsmechanismus die Autoren ziemlich auseinandergehend. B~hr sagt an einer Stelle: ,,Reine Rissfrakturen bei Dorsalflexion kSnnen im wesentlichen nur Briiche des volaren Randes sein", weiter unten aber bemerkt er: ,,Durch den Aufprall des unteren Radiusendes auf die obere Carpalreihe werden auch alle Unterarten tier Bruchform in geniigender Weise erkl~rt, was fiir die Annahme der Rissfraktur allein eine UnmSglich- keit ist." Auch Kah leyss tritt fiir die Druckwirkung tier Handwurzel- knochen auf den Radius ein, wofiir besonders die Mitverletzung des Os naviculare spricht, wobei der Ver lauf der Bruch] in ie desse lben eine For tsetzung der F raktur des Rad ius bedeutet . Auf diese Mitverletzung der Handwurzelknochen m5chte ich besonderes Gewicht fiir die Erkl~rung des Mechanismus legen. Wir finden bei Beck erw~hnt, dass er in 13 F~llen gleichzeitig einen Querbruch des Os scaph0ideum beobachtet babe, und erkli~rt denselben m i t d e n au f dem Bogen des genannten Knochens fo r tgesetz ten Druck . Auch 0 b e r s t beobachtete bei Radiusverletzungen gleichzeitige Frakturen des Kahnbeines. Lo i s Oh erw~hnt ebenfalls die Mitverletzung der Handwurzelknochen und spr icht s i ch fi ir die Kompress ions f raktur aus. Hiernach kSnnte aber noch immer der Bruch der Carpalia als etwas sekund~ires hingestellt werden, das heisst, das Zerpresstwerden derselben erst als dem bereits eingetretenen Radiusbruch folgend angesehen werden. Nun haben aber in den letzten zwei Jahren HSf l iger , Kaufmann und d e Q u e r v a i n isolierte Frakturen des Kahnbeines ohne gleichzeitige Ver- letzung des Radius bei Fall auf die dorsalflektierte Hand zu stande kommen ge- sehen und dieselben als typische Kompressionsfrakturen beschrieben. Diese un- zweifelhaften fiir das Zustandekommen yon Druckerscheinungen im Carpus sprechenden Verletzungen, ]assen wohl ohne Zwang an die MSglichkeit denken, dass gegebenen Falles bei intakt bleibenden Handwurzelknochen, Absprengungen am unteren Radiusende durch Aufstemmen auf die Carpalia eintreten k5nnen. Ich mSchte daher auch unseren Fall als direkte Stanch- oder Kom- pressionsfraktur ansprechen. Die Fraktur des Proc. styl. ulnae ist dabei al s nach der Radiusfraktur eingetretene Abrissfraktur durch das Lig. laterale ulnare anzusehen. II. F raktur des Os t r iquet rum bei g le ichze i t igem Abr i ss des Proc. styl . u lnae. Die Frakturen der Handwurzelknochen sind nach Obers t sehr seltene Verletzungen; er land unter 1750 Briichen nur sechsmal solche der Hand- wurzelknochen.
  • 106 Arnold Wittek. Wir wollen kurz einen yon uns beobachteten Fall im folgenden be- schreiben. Ein 28j/ihriger Schlosser war durch ein auf ihn fallendes schweres Gusstiick zu Boden geworfen, wobei er auf die dorsalflektierte rechte Hand fiel. Die gleichzeitig an verschiedenen KSrperstellen erlittenen Kontussionen liessen ihn erst an eine Verletzung der Hand denken, als eine betriicht- liche Sehwellung der rechten Handgelenksgegend eintrat. Er stand deshalb iange Zeit in ~irztlieher Behandlung, doch wollten die Beschwerden bei Be- wegungen der Hand nicht weichen. Mehrere Monate nach der Verletzung begab er sich zu Untersu- chungszwecken an die Klinik. Es fand sich bei der RSntgen- untersuchung (Fig. 5) eine Ab- rissfraktur des Proc. styl. ulnae sowie ein isolierter schmaler Knochens(:hatten zwischen Os lunatum und tri- quetrum, welcher zweifellos eine schalige Absprengung yore letztgenannten Knochen dar- stellte. Die Diagnose der Ver- letzung des Handwurzelkno- chens war erst durch die RSntgenphotographie mSglich, da bei der Palpation nichts yon dem abgebrochenen St~ick zu fiihlen war. Die Frakturen der Handwurzelknochen sind erst seit Einfiihrung des RSnt- genverfahrens h~ufiger be- schrieben worden. Vordem Fig. 5. waren sie fast nur aus Ob- duktionen oder bei kompli- zierten "Verletzungen bekannt. Bardenheuer hat zuerst einen Fall am Lebenden bei gleichzeitiger Radiusfraktur beobaehtet; es handelte sich um die Mitverletzung des Os capitatum. Hof fa beschreibt in seinem Lehrbuch einen Fall yon de For tunet . Dabei war nach einem Sturz aus der HShe vor dem unverletzt gebliebenen Proe. styl. radii Krepitation zu fiihlen. Nach ErSffnung des Handgelenkes land man das Os naviculare in mehrere Stiicke gesprengt. Nach Verwendung der RSntgenphotographie werden die durch dieselbe diagnostizierten Frakturen der Carpalia h~ufiger. So fand G ocht 2mal alas Os na~,iculare, S ick imal denselben Knochen gebrochen. Beck land 13real das Naviculare bei Radiusfrakturen mitverletzt. Endlich Lo ison bei
  • Zwei seltene Verletzungen im Bereiche der Handwurzel. 107 Verletzungen der Vorderarmknochen 7mal das Naviculare, mehrmals kom- biniert mitLuxation des Os lunatum. Go leb iewsk i land 2mal das Navi- culare zerbrochen. HSf l iger , Kaufmann und de Querva in haben imganzen 16 F~tlle yon isolierten Frakturen der Carpalia beobachtet, darunter 12 Falle, wobei nur das Os naviculare allein zerbrochen war. Obers t sah 3mal das Os naviculare, 2mal das Lunatum und 1real das Os triquetrum zerbrochen. Diese letzte Verletzung war dutch direkte Gewalt entstanden, wobei gleichzeitig das Os lunatum luxiert war. Wir sehen also, dass nur ein Fall yon Fraktur des Os triquetrum be- kannt ist, und unserer der erste, tier dutch Sturz auf die dorsalflektierte Hand entstanden ist. Die Funktion der Hand war noch nach einem halben Jahre nach der Verletzung keine normale geworden. Dabei bestand immer eine leichte Schwellung und Schmerzhaftigkeit des Handgelenkes vor dem Proc. styl. ulnae. Diese langdauernden Beschwerden sind fiir die Unfallbegutachtung jedenfalls yon Wichtigkeit. Go leb iewsk i berichtet fiber einen Fall, wo noch 4 Jatire nach Bruch des Os naviculare Schwellung, Schmerzen, Schw/iche der Hand und Unf~thigkeit, fiir l~ngere Zeit Gegenstgnde festzuhalten, bestand. Die guten Resultate, die de Qu e r va in bei Bruch des Kahnbeines dutch opera- tire Entfernung erzielte, lassen den schlechten Resultaten der konservativen Behandlung gegeniiber, die Operation derartig verletzter Handwurzelknochen empfehlenswert erscheinen. L i te ra tur . B~ihr, Centralblatt f. Chirurgie. 1894. Nr. 36. Bardenheuer , Deutsche Chirurgie. Lief. 63b. 1888. Beck , Archly f. klin. Chirurgie. Bd. 63. p. 155. D e r s el be, RSntgenstrahlen im Dienste der Chirurgie. Bei Seitz & Schauer, Mtinchen 1902. Desto t u. Ga l lo i s , Revue de chirurgie. Bd. XVIII. Nr. 10. 1898. Go leb iowsk i , Atlas und Grundriss der Unfaliheilkunde. Bei Lehmann, M~nchen 1900. HSf l iger , Korrespondenzblatt der Schweizer _~rzte. 1901. Nr. 10. H o f f a, Lehrbuch der Frakturen und Luxationen. Kah leyss , Deutsche Zeitschrift f. Chirurgie. Bd. 45. p. 532. Kaufmann, Korrespondenzblatt der Schweizer ~rzte. !902. Nr. 9. K t immel , Berlin. kiln. Woehenschrift. Bd. 88. 1901. Heft 1 u. 2. Leeomte , Schmidts Jahrbticher. 1861. Bd. 111. L i ibker , Deutsche reed. Wochenschrift. 1885. Nr. 27. Lo i son , Revue d'orthop4die. 1901. Nr. 5. Obers t , Frakturen und Luxationen. Bei Lukas Gr~fe u. Si]lem, Hamburg 1901. d o Q u e r v a i n, :Monatsschrift f. Unfallheilkunde und Invalidenwesen. 1902. Nr. 3. Central- blatt f. Chirurgie. 1902. Nr. 41. Roaenbaeh, Archiv f. klin. Chirurgie. Bd. 66. p. 993. Rub ins te in , Archly f. klin. Chirurgie. Bd. 61. p. 857. T h iem, Unfallerkrankungen, Deutsche Chirurgie, Lief. 67, 1898. Vogt , Deutsche Chirurgie, Lief. 64, 1881.
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