Urostealith, ein neuer Krper als Harnstein

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    06-Jun-2016

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  • 70 Urostealith, ein neuer Korper als Earnstein.

    bestand aus concentrischen Lagen. Ein Kern fand sich nicht. Der ganze Slein wog 16,950 Grm., das spec. Gewicht war 4,875. Die Analyse gab:

    Phosphorsaurcn Kalk ........... 56,19 Kohlensaiiren Kallr ............. 3,OI Kohlensawe Magnesia .......... 1 , l O Satid ......................... 4,76 Alkalische Salze und lijsliclie orga-

    nische Diaterien .............. 1,9i Unl6sliche organische Dlrterien. .. 13,OO Wasser . . . . . . . . . . . . . . . 20,OO -

    100,oo. fJourn. de China. mtd. 1815. - Pharmac. Centrbl. No. 3.

    Urostealith, ein neuer Kiirper als Harnstein.

    Dr, 'Ch H e l l e r belegt mit ohigem Namen eine Sub- stanz, wc:lche als Harnstein bei einem Manne vorkam, in kohlensaurem Natron auflbslich war, iind durch selbiges entfernt wurde. Der Harn enthielt 965,800 Th. Wasser und 34,200 Th. feste Stoffe, diese bestanden aus: Harnstoff 12,631, E'ett 0,320, extractive Stoffe und Salmiak 8,509, feuerbest andige Salze 12,680 darunter 2,040 Erdphosphate 0,163 Kochsalz, 2,296 schwefels. Kali, 8,181 basischphos- phors. Natron und Eisenoxyd. Im Sediment gin% ein Stein von Urostealith ab. Um diesen Stoff aus dern Harne ab- zuscheidm, ward derselbe abgedampft, mit etwas Schwe- felsiiure versetzt und mit kochendcm Aether ausgezogen. Der Aether gab beini Abdunaten eincn violetten Ruckstand von Urosleakth. Diescr Stoff lasst sicb am leichtesten durch Erhitzen und Verbrennen nachweisen. (?) Wird ein Sluckchen auf Platinblech erhitit, so hleibt es ziemlich lange fest, fan t an zu schmelzen, zerfliesst dabei aber nicht, soiidern %aht sich sogieicli stark auf und verbrei- tet gleich Anfangs einen ziemlich starken Rauch und einen hochst cigenthumlichen angenehmen Geruch, der am meisten an Schellack und Benzoe erinnert. Der Geruch ist so stark, dass das kleinste Stuck hinreicht, um ihn in hinlanglicher Starke wahrnelimen zu lassen. Bei starkerer Hitze entzundet sich das Ihosteulith und brennt mit hell elber Flamme. Nach dem Einaschern der voluminosen Kohle, % leibt ein geringer alkalischer Ruckstand. - Mit Wasser gekocht, wird das Urostealilh weich, schwillt etwas auf, Ibisst sich zusammendrucken und zerbrockeln. Alkohol lost es in der Warine auf, jedoch ziemlich schwer, wird der Alkohol

  • Unterauchungen uber die Gallc. 71

    vsrdampft und der Ruckstand verbrannt, so ist der oben be- schriebene angenehme Geruch wahrzunehmen. Aether lost den Sloff leicht auf; beim Verdampfen bleibt derselbe amorph zurbck; bei weiter gelindem Erwarmen farbt er sich stark violett, Aetzalkali lost ihn in der Warme leicht auf, mit braungelber Farbe, aus der Losunq scheiden sich braune Flocken aus. Kohlens. Kali und Natron wirken wie Aetzkali, nur langsamer. Ammoniak zeigt nur schwa- clie Einwirkung. Salpetersaure lost das Urostealzth beim Erwarrnen auf. (Archiv ur physiolog. u. patholog. Chemie 11. Mikrosk. 1845. S. I l l . / B.

    Untersuchungen uber die Galle. Dr. P l a t t n e r bemerkt in Mullers Archiv 1844 Th. 5,

    dass er nach seinen fortgesetzten Untersuchun en uher

    Galle einen von dieser verschiedcnen Jorper wahrgenom- men habe, ein gelbbraunes, syrupartiges Fluidum. leicht ein Zersetzungsproduct, das besonders den Ga len- farbestof zu enthalten scheint?)

    Der hauptsachlichste Bestandtheil der Galle ist sonach in Uebereinstimmung mit dem vom Verfasser fruher Mit- getheilten eine Verbindun von Natron mit einem eigen- thiimlichen organischcn forper, welchen der Verfasser Natroncholin genannt hat, und nicht, wie L i e b i g, gallen- saures Natron, weil ihrn noch nicht bewiesen scheint, dass jener organische Theil eine Siinre ist. - Es geht aus der Beobachtung ferner hervor, dass die L i e hi gsche Formel fur die Gallensiiure falsch ist, da immer jenes Fluidum mit analysirt wurde, und dass G m e I i n mit Recht behaup- tet, dass durch Metallsalze verschiedene Niederschlage entstehen konnen, was Lieb ig in Abrede stellt. (Medzz. Centr.-Zed. 37. St . 1845.)

    die krystallinische Darstellune; der Hau tbestandt !I eile der

    Tiel-

    J. Mlr.

    Uesaehe iler Farbung der Stuhlentleerungen beim

    Hieriiber schrieb B e r z e l i u s an Prof. K e r s t e n in Freiber Folgendes :

    eisenhaltigen Wasser, dieses mag schwefelsaure Salze ent- hallen oder nicht. so auch beim Gehrauche von Eisen- praparaten der Fall. B e r z e 1 iu s vermuthete aber auch

    Gebrauch der Marienbader Mineralwasser.

    Im A1 7 gemeinen ist das beim Gebrauche von jedem

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