Unsere Sinne sind beschrnkt! Dinge, die kleiner als 1/10 mm sind, sehen wir nicht, aber mit einer Lupe knnen wir alles 10 mal grer sehen, mit dem Lichtmikroskop.

  • Published on
    05-Apr-2015

  • View
    105

  • Download
    2

Transcript

Folie 1 Unsere Sinne sind beschrnkt! Dinge, die kleiner als 1/10 mm sind, sehen wir nicht, aber mit einer Lupe knnen wir alles 10 mal grer sehen, mit dem Lichtmikroskop sehen wir noch 100 Mal besser! Bacillus subtilis, kleine Zellen werden sichtbar Folie 2 Solche Zellen sind vollstndige Lebewesen! Sie bewegen sich, atmen, fressen, verdauen, scheiden die Reste aus, vermehren sich durch Zellteilung oder durch Austausch von Erbmaterial. Folie 3 Die Ambe ist der grte lebende Einzeller, sie wird bis zu 0,5 mm gro und man kann sie mit dem bloen Auge sehen! Sie bewegt sich mit Hilfe von Ausstlpungen und frit indem sie die Beute mit ihren Armen umschliet! Diatomeen sind auch Einzeller und sie bauen wie die Korallen ein Auenskelett aus Kalk auf. Die Formen dieser Skelette sind wahre Kunstwerke und zeigen wie viele Unterarten es gibt! Folie 4 Radiolaren oder Rdertierchen sind einfache Lebewesen, welche aus ein paar Hundert Zellen bestehen. Wie sie bestehen alle Lebwesen bestehen aus Zellen, jede Zelle bernimmt eine andere Aufgabe und sieht auch anders aus; Die Zellen in einem Stck Kork Einige Zellen halten das Tierchen am Substrat (Boden) fest, bilden den Stiel, die Hrchen der Mund- ffnung, den Mund, den Verdau- ungstrakt. Der Mensch Folie 5 Der Mensch besteht wie alle Lebewesen aus Zellen. Allerdings ist der Mensch ein sehr kompliziertes Lebewesen. Die Zellen in seinem Krper haben sehr unterschiedliche Aufga- ben. Manche, wie die Muskelzellen mssen sich ausdehnen und zusammenziehen; andere wie die Nervenzellen sind Stromleiter und bilden selbststndig komplizierte Stromkreise! Muskeln und Gehirn bezeichnet man als Organe! Folie 6 Das Blut des Menschen ist ein ganz besonderer Saft! Es erfllt viele Aufgaben und enthlt deshalb viele unterschiedliche Zellen. Die roten Blutkrperchen, die Erythrozyten, sorgen fr den Gasaustausch. Trombozyten sorgen fr die Blutgerinnung. Rote B. Verschiedene Typen von Granulozyten, eine Unterart der Leukozyten Trombozyten Leukozyt Erythrozyt Leukozyten sind fr die Abwehr von Krankheiten zustndig. Blut ist ein kom- pliziertes Organ! Folie 7 Wie der Mensch, so werden auch Zellen alt und ster- ben. Diese Zellen mssen durch neue Zellen ersetzt werden, daher finden in unserem Krper immer wie- der Zellteilungen statt. Die Schlacken der abge- storbene Zellen werden aus dem Weg gerumt und wiederverwendet! Der Stoffumsatz in unserem Krper ist enorm. 10 Millionen Zellen sterben pro Sekunde und werden durch die selbe Zahl neuer Zellen ersetzt. Nach etwa drei Monaten sind alle Stoffe in unserem Krper ein- oder mehrere Male ausgetauscht worden. Trotzdem ist das System Mensch whrend oft mehr als 70 Jahren stabil, ein wahres Wunder; trotzdem luft manchmal etwas schief! Manche Zellen sterben nicht mehr, sondern vermehren sich ungehemmt: ein Tumor, eine Geschwulst, entsteht! Zellteilung Folie 8 Manche dieser Zellen erfllen ihre ursprnglichen Aufgaben nicht mehr, sie entarten, sie unterscheiden sich auch rein aerlich von den normalen Zellen! Die Zellen aus einem Gehirntumor z.B. bilden kaum noch Fortstze! Gesundes Gewebe Krebszellen Entartete Gehirnzellen Folie 9 Ein gutartiger Tumor wchst zwar und kann durch seine Gre gefhrlich wer- den, er vermehrt sich aber nur lokal. Zudem ist der Tumor rumlich gut begrenzt. Gutartiger Tumor Bsartiger Hautkrebs: Melanom Ein bsartiger, maligner Tumor zeigt ausgefranste Rnder und besonders gefhrlich, Zellen oder Zellverbnde verlassen den Ursprungsort und kn- nen sich im ganzen Krper ansiedeln: Metastasen. Folie 10 Die Leukmie ist eine Erkrankung des blutbildenden Systems. Leukmien zeichnen sich durch stark vermehrte Bildung von weien Blutkrperchen (Leukozyten) und vor allem ihrer funk- tionsuntchtigen Vorstufen aus. Diese Leukmiezellen breiten sich im Kno- chenmark aus, verdrngen dort die b- liche Blutbildung und treten in der Re- gel auch stark vermehrt im Blut auf. Sie knnen Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe infiltrieren und dadurch ihre Funktion beeintrchtigen. Durch die Strung der Blutbildung kommt es zur Verminderung der normalen Blut- bestandteile. Es entsteht eine Anmie durch Mangel an Sauerstoff transpor- tierenden roten Blutkrperchen (Ery- throzyten), ein Mangel an blutungs- stillenden Blutplttchen (Thrombozy- ten) und ein Mangel an funktions- tchtigen weien Blutkrperchen (Leu- kozyten). Folie 11 Man unterscheidet die chronische Leukmie, welche nur durch eine Zu- nahme der weien Blutkrperchen charakterisiert ist und daher oft lange unentdeckt bleibt und einer akuten Leukmie, bei welcher die Leukozyten ihre Funktion nicht mehr vollstndig erfllen. Lymphdrsenkrebs, auch Morbus Hodgkin ist eine seltene Krebsart, die das Lymphsystem befllt. Typischerweise findet man bei Lymphdrsen- krebs vergrerte, schmerzlose Lymphknoten. Lymphom ist ein Sammelbegriff fr Vergrerungen der Lymphknoten beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumoren des Lymphge- webes, gleichgltig ob gutartig oder bsartig. Gutartige Lymphome: Eine gutartige, benigne Vergrerung der Lymph- knoten entsteht bei Infektionskrankheiten durch Entzndung als Aus- druck ihrer Abwehrttigkeit. Ursachen knnen sowohl harmlose Erkran- kungen wie beispielsweise eine Erkltung oder entzndliche Prozesse der Zhne, als auch ernstere virale Infektionen (Mononukleose, HIV-Infektion) sein. Als Ursache kommen auch bakterielle Erkrankungen, wie eine Borrelieninfektion (Borreliose) in Folge eines Zeckenbisses oder eine (Lymphknoten-)Tuberkulose in Frage. Eine auf Parasiten beruhende Lymphknotenerkrankung ist die Toxoplasmose. Folie 12 Krebs bei Kindern Folie 13 Anzeichen einer Erkrankung: Symptome Symptome, die fr eine Leukmieerkrankung typisch sind, gibt es nicht. Es gibt jedoch eine Reihe von Warnsignalen oder Beschwerden, die auf eine Leukmieerkrankung hinweisen knnen. Sie knnen je nach Leukmieart variieren oder verschieden stark ausgeprgt sein. Allgemein gilt, dass Beschwerden bei akuten Leukmien meist unvermittelt, das heit aus scheinbar vlliger Gesundheit heraus, auf- treten. In der Regel gehen akute Leukmien mit schweren Krankheits- symptomen und Fieber einher. Chronische Leukmien beginnen dagegen immer schleichend. Der Betroffene bemerkt oft lange Zeit nichts und fhlt sich in seinem Alltag gar nicht oder nur wenig gestrt. Oft werden chronische Leukmieformen nur zufllig bei einer Routine- untersuchung festgestellt. Folie 14 Folgende Beschwerden knnen Anzeichen einer Leukmie sein: Auffllige Hautblsse Schweres Krankheitsgefhl, Fieber, hufig mit einer hartnckigen Infektion einhergehend (vor allem bei akuten Leukmien) Blutungsneigung, z.B. in Form von Nasen- oder Zahnfleischbluten, Blutergssen und blauen Flecken, Anmie (Blutarmut); infolgedessen Leistungsabfall, Mdigkeit/Abgeschlagenheit Atemnot auch bei nur miger krperlicher Belastung Schwindel, Nachtschwei Knochenschmerzen Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust Blutungen, die sich schwer stillen lassen (z.B. nach Zahnarztbesuch) oder winzige punktartige Blutungen, vor allem an Armen und Beinen Erhhte Infektneigung Hautvernderungen bis hin zu Ausschlgen Geschwollene Lymphknoten, etwa am Hals, in den Achselhhlen oder in der Leiste Vergrerte Milz (Arzt) Vergrerte Leber (Arzt) Folie 15 Wenn Sie eines oder mehrere der beschriebenen Symptome an sich beobachten, heit das noch nicht, dass Sie an einer Leukmie leiden! Alle Symptome treten auch bei harmlosen Erkrankungen auf, die nichts mit Leukmie zu tun haben. Dennoch sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache Ihrer Beschwerden zu klren. Bedenken Sie: Je frher eine Leukmie diagnostiziert wird, umso wirkungs- voller kann man sie behandeln. Die rztliche Untersuchung Besteht der Verdacht auf eine Leukmie, so mssen zur Kl- rung Untersuchungen des Blutes und des Knochenmarks er- folgen. Die Blutentnahme erfolgt bei einem Arztbesuch aus der Armvene; auch eine Knochenmarkpunktion wird meist ambulant durchgefhrt, obwohl sie etwas aufwendiger als eine Blutabnahme ist. Bei Verdacht kann die feingewebliche Untersuchung eines mit einem kleinen Schnitt entnommenen Lymphknotens wichtige Anhaltspunkte geben. Folie 16 Die Behandlung Zellwachstumshemmenden Medikamente (Zytostatika), die eingesetzt werden, um Leukmien und andere Krebserkrankungen zu behandeln, schdigen nicht nur Tumorzellen, sondern auch normale Zellen, die sich hufig und schnell teilen. Dies lsst sich leider kaum vermeiden, wenn eine Therapie wirken soll, und fhrt zu einigen typischen Begleiterscheinungen einer Leukmiebehandlung. Schnell wachsend wie die Leukmiezellen sind die Zellen der Schleimhute von Magen und Darm, der Haarwurzeln und des blutbildenden Systems. Daraus erklren sich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie belkeit, Erbrechen, Haarausfall sowie die weitere Verschlechterung der bei Leukmien ohnehin beeintrchtigten normalen Blutbildung mit Infektionsgefhrdung und Blutungs- neigung. Die Nebenwirkungen an Mund, Magen und Darm sind in der Regel auf die Zeit der Chemotherapie begrenzt, sie treten also nur whrend der Gabe der Zyto- statika oder unmittelbar danach auf. Vorkommen knnen allgemeine Symptome der Schleimhautschdigung wie wundes Gefhl, Empfindlichkeit gegenber Be- rhrung oder bei der Nahrungsaufnahme, Durchflle und hnliches, aber auch die Infektionsgefahr ist grer. belkeit und Erbrechen lassen sich durch die Gabe von Medikamenten, sogenannten Antiemetika, heute in den meisten Fllen deutlich mildern oder ganz vermeiden. Wichtig ist dabei, dass die Medikamente bereits vorbeugend verabreicht werden und nicht erst dann, wenn die belkeit einsetzt. Folie 17 Blutbildung und Immunsystem Das Knochenmark erholt sich nach normalen Chemotherapien innerhalb von etwa drei bis vier Wochen meist von selbst wieder weitgehend. Insbesondere nach intensiven Chemotherapien und nach einer Knochen- mark- oder Stammzelltransplantation kann diese Erholung mit Wachstums- faktoren der Blutbildung medikaments untersttzt werden. Hier gehren viele Manahmen von vornherein als untersttzende Behand- lung zur Leukmie-Therapie dazu. Sie helfen auch gegen die besondere Form von Mdigkeit, die bei einer mangelnder Zahl von Blutkrperchen auftreten kann. Nach Knochenmarktransplantationen kommt es bei einigen Patienten sofort oder nach lngerer Zeit zu Immunreaktionen, bei denen sich die bertragenen Abwehrzellen des Spenders gegen Organe und Gewebe des Empfngers richten und diese schdigen. Die Immunreaktion muss durch Medikamente unterdrckt werden. Fiebersenkende und schmerzlindernden Medikamente knnen die Neben- wirkungen abschwchen.

Recommended

View more >