Ueber das Reinigen achromatischer Objective, und das Wiederhineinmachen derselben in ihre Fassungen

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    05-Jun-2016

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Nr. 50. I88 D a s OIJjecliv w i r d miltelst drey Sclirgul)ohcn, v - e ~ c ~ i u a w Kantle der Passung siiid, in derselbcu fcsigelial~eit. lntleiii 11i;tii (lie Scliriiubclien losschraubt, katili dciiiitacli tlas 01,- jectiv aus scincr niessingeueii Fassuitg gciiortiriieii wt.rdc11. 1)ie beyden Objec~ivlinsen Iiegeii so aufeiiiniitlcr , ( I& die inehr e r h a h n c Seite des Crownylases, gegen die liuhle Seitc dcs lliiilglases gekchrt ist (das F1iiil;lns h a t i iur cine holile s t i l e j die zweyle Seite des~elberi is1 erhabeti). L)a bey derjenigen Construclion der Objeciive, bey welcher alle AbwcicLungen so klein ale niijglicli sirid, die uiiwit- i e l l a r zusaruiuenyelegteii Flaclicn cler Linsen sicli iii c ler N i t t e beriihreii wiirden, unil dadurch ein farbiger I:lccken i1u3 schHdliclie Biegung der Gliiser enlslelieii liiii&le, so sind am fiantlc drey geiiaii gleicldicke Staniulbliittchen in solchcn Eiitfcrnungen zwisclieli das Crown - uiid Flint- glas gelcgt , dafs sie 120' vcjiieittaiider abslelien. Diese Bi;ittcheii l i l c l x i i gewiihnlicli ail den GlasflSclien, und man nut's sic am fiiiiiclc des Ohicctives etwils n a b lnaclieit , UUI die Linscli leiclit auseinandcr iielittteti zii 1;iiiiiieii. J h i i t h u t gut, \veiiii iiiilti vor tletii Suseitiaiillei.iieknien d c r Liiiseii sich diesellxn am Hande huzeiclinet, daiiiit sic nach deiii Reiiiigeii wieder eheii so zusaiiirucngelegt werden, \veil eiiie ver:iiillcrle Lage maricliiiial eitieii kleineii Unter- sctied in dcr Wirkung dcs Objectives trervorbriirgen kanii. Uic Gli ixr werdeii zuerst u i t IYeiiiSeist iind einem Leineii- Tuth pcpittzt nitclilier mit Kreitlc- Waaser iind eincni in Kreide-Wasser gen-asclienen uncl getrockneten Leinen-Tuch, ve tches dciuriacl , d e r Kreitle w e p i , e t w a s slaubi , TVO- (lurch dcr S ~ l i i i i ~ l z a m sichersten weggenominen zvird. Iler SIaul) w i l d a!&itii iiiit eiiieiu rcinrii CiaaryinseI a h - gehelirt, i t r i d die IAiii+eii wied2r geliiirig aufcinancler geiegt. 3 I n n bczeiclinct sicli ~ i i i n i i i i i I:aiitlc iles Ohjvrlives tlrcy Yittikte, w-elche zienilirlt gonail 120 O voiieitiandcr etiifertlt airid, d. i. man tlieilt ilie l'criplieric in drey gleiclte Thcile, iiiid IJritigt 'mi .diesen Piiriktcii iieiit: geliiiii gleichdicke SlaiiiulblCtLcheii zwischeii die beycleii Litisen. D i e altcii Ll l~t tchen ltiinrien iiicht wieder geLraucht werdeii. ILCUOIL Blattcheii b e c ~ i ~ c ~ i i zwisclicri itget1 zii 1riitlnc.n Uin die gifjt m a n ilinen am bclsfeii die Form ah. Jlilti hericizl das Rlittclten etwas weiiigts init i i i 7Vii"er a t i fgrliisI C ~ U a rctlii: c l ~ e i i C; u1u itii , u d scliiclit den vordcrn Theil dcssellwn, a c , iti- deiii mati ilie GlEscr etwas liiftet, l i s c z w i - sclien dieselhen, driickt darin an dieser Slclfe zirrtiiitli stark auf tlas Objecliv, so dd's das Eliitlelien sich au beyde 112clieii genau aitscllierst, iinll sclineitlet zulclzl, nacticleiu alle drey lXiltcfieli zsvisclieii gelrgt siiitl , dcii 'I'heil C L Ini t einciii sc la l fc i i N e - s e r EO w e g , dafs aui Hatitle iiichts VOII dc i i i SIanioI vorsielit. Es vt:i.:teht sicii voii E ~ I I E I , dais aile drey Blfttclieii glrit:liiief zwisclieli das Ol)ji!e:if gelcgt wertleri niiisseit, ~ I i i i i ~ ~ f ~ I i r SO vie1 i11s dic UreiIe der -4uflage der Objcctjvfassung IjetrsSt. Kucli n . A i r e ~ i d der Giiiiiiiii feticht ist , iiiufs das OlJjucliv in seine F a w i n g fe.itSesc1iraiilJt vertleii. N a n iiiufs r ich stl ir in x l i t uchiueir, cIaL dns OlijecIiv nicltt verlcclirt 111 seine Fassong ~ e ~ e g t w i r t l ; tlas Crownglils n i u ~ iiiiiiliili gegcn den Gegciisl;litd gekkrlirt seyii. Ein I r r l l iuin ist a u s d e n Grunde leiclit miiglicli , \veil das F1iritgl;is ebeo so \vie das Crosvnglas ail der lusscren Seite convex ist, unit w i l i i , w e i i i i das Olijcctiv in seiner F a s u n s liegt, nicLt leicht erkennt , nvclches das Crownglas ist. - Das 01,- jecliv ber i i l r t die ~41ifllrge seiner I'itsstang n u r a n drcy Stellen deren Mitten 1200 voneinander entfcriit sind ; dcr iihrige Tlieil tler Auflage ist ausgeschniiten, so dd's e,r die Glasfliiche nicht lmi i l i ren kanp, und dns Ohjectiv niir an deli genaniiten drey Stellen aufliegt. Es mu15 das Objectiv SO i n die Passiiiig gebraclit werderi, d a b die SlanioiGIPIt- clieii gerlau ilahiii zu s t e l i e n koriiniert , \vo J ie drey Aitf- lagen sirid. l)er Ring, i n welclietii die drey SchrPiibchen ilir Gewinde lialmi, utiltelst wclclier das Objectiv iii s t iner E'assiing -feslgchalten wircl , (der Federr ing) ist so ausge- feilt, da% er das OLjcctiv ehcnfidls nur an drey Stelleii R'r. 59. I 90' beriilirl, und z m a r ebentla, \YO die BlPltchen licgen. D i e I,iiclicr, w d c h e fiir die Sclirliubchen durch die Objectiv- fassung gehen, sind etwas IBt~glich, u n d haben ihren O r t iruiner in dcr BIitte z m i x h e n zwey Bl2ttclicn. M a n driickt a n der Stellc, wo citi Schriiul)clien ist , a u f den Federring, u n d schraubt , wvltirend des Driickens, das Schr~ul ic l ien fcst ; classellie gesctiietit auch 1x3- den atidcren Schriiubchen, SO d a b das Objecliv init deniselbrn U r u c k e in der Fassung feslgehalten n i r t l , init n ~ l c l i e i n l i i an anf die genannten Stellen gedriickt h a t . Daniit eiti ungleiclier Druclr an den (!reg verscliiedencn Orten auegegliclien wcrde, so wie- derhol t inan diese Arbeit, nachdeiu sclion alle dreg Scltriiuh- chen ft!st sind, nocli ein Mal, aBer immer mil oIingc!'liIir gleiclicin Drtic1;e. D? dcinnach die vortlere Pliiclie dcs Crownglases an denselBen drey Stellen aufliegt , n-o init- telst dcr StaniolbIBtIclicn die beyden Linsen sich I)eriitiren, ulld a n ellen diesen Stellen dcr Fetlerring auf die iiussere PlSche dcs Plinlglases driickt ; so ltann das OlJjectiv, bey Eeaclitung der nuthigen Vorsicht, niclit ~ c l i ~ d l i c l i gebogen werden , w i e fest e s auch in seiner Fassung geschrauht w e r d e n mag. S e h r nachthciligen Einflnl's h a t es auf das dentliche Sehen, menn die drey zwischen die Linsen gelegten Sta- niolbllttchen auch n u r sehr weiiig i n ilirer Dicke ver- schieden sind. Diese BlBltclien haben , selhst wcnn inan sic yon einem und deinselhen Slaniolstreifen nebeneinander herabzchneidet, iinluer sehr ungleiche Diclre. M a n ist aiich nicht irn Stande, sic durcll Schleifen elc. genau gleichdick zu machen. Daliel: I I I U ~ S man sic11 imiuer eitie grBfsere Anzahl zusche ideu u n d sie dann Eorliren, d. i. die gleiclitlirkcn Iieraussuchen. Das nI tswn der Uiclie der versohiedenen Bliittclien lrann, \vie es sich Y o n seihst verstelit, niclit init einem Dickzirkel 1 1 . t l g. in d e n niitlii- gen Grad genau geschelien. Has Bcste zuin Vcrgleiclicn drr Dicken ist das Objectiv selbst. E i n Ohjecliv Yon dieser Construction g i l ~ t , w e n n die sich Iieriilireiideii 1;l;iclic.n gnnz rein sintl, i n der blitte einen ails Farlmtringcn lxe le - Iicnden Fleclren. Bin Rande stelten clann tliese zwcg F19- chen soweit voneinmitlcr ab , als die Diffcrenz tles Sinits- versus ilirer KriitnniunSen betrggI. Lrgt inan a m IEantle zwischen die bcytlen Linscn ein RlBttclien, dcssen Diclre. grijl'ser ist als die gcnnnnte Differenz, so w i i d der farbige l jecl ien ails dcr blitle vcrriiclit, i i n t l i i l icrl iaupt uiii 30 wciter voni RI~iIfrlieil entfernt seyn, je dicker es is[. M a n d a r f dalier nitr c1ie.e Enifernung bey jedem z m i d e n (lie Litisen gelegten I ~ l ~ t t c h e i i getiaii ines'scn, so fintlct inan lciclit und i n ltohem Grade gennu, welche UIEttchrn von glciclier Diclie sind. Man I I I I I ~ S daliey auf (lie obere Linct., zv iscben dein Blatlclien und den farhisen Flccken, r l w a 9 niederdrucken, damit das Bl i t tchen beytlc Fliiclicn grnau beriihrt. R'ur dcr Thei l a c mird beyin Vergleiclien, zwischen die G l S e r Selegt; w e i l inan n u r die I l ickc dicscs Tlieiles kcnnen soll. D e r T h e i l a c jedcs BlEltcliens wirtl, elier man denselben ~nifst, zlvischen zwey ebencn aher etwas rauhen har ten FlEclten z. B. zwischen zwey nialten GIasflBcIien, e lwas gerielien, damit die grafseren Unebenheitcn des Staniols und seine Kriimrnung etc. sich verlieren. Frcrunho fer. - F o r t s e t zuu g d er L a n ge n L c s t i 111 111 u 11 g e n a u s Mo 11 d s cul m in a t i o 11 e 11. von Leipzig 1823 31:' drz 20 A p r i l 19 Ju l i 21 Dec. 17 21 - - I

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