Stress - 7 28 923704B757 185 1567 258 Stress Stress wird persnlich meistens als Belastung empfunden. Tatschlich sind die Krpervorgnge bei Stress

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    06-Feb-2018

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    Adrenalin Cortisol

    Muskel

    Leber

    Herz

    Sympathicus

    Bronchien

    Neben-niere

    Niere

    Stress

    Normalerweise halten sich die Energie be ntigenden und Energie bereitstellenden Vorgnge unseres Krpers die Waage. Wenn wir Angst haben oder wtend sind, werden unsere Muskeln verstrkt mit Glucose ver sorgt. Die Atmung wird schneller und der Herzschlag beschleunigt, weil der Krper mehr Energie fr Flucht oder Verteidigung bentigt. Diese Reaktionen des Krpers werden als Stress bezeichnet. Stresssymptome treten auch bei emotional belastenden Situationen, wie bei schulischen Prfungen, auf. Stresssymptome fhren zu einer erhhten Leistungsfhigkeit. Lang andauernder Stress ist dagegen schdlich und macht krank.

    Alarmhormon AdrenalinFhlen wir uns bedroht, beispielsweise durch einen Angriff, werden die Nervenzellen des Sympathicus erregt. Die Erregungen breiten sich ber Synapsen auch in die Nebenniere aus. Im Mark der Nebenniere kommt es dann zur Ausschttung des Hormons Adrenalin. Adrenalin wird ber

    das Blut im Krper verteilt und erreicht so die Muskel und Leberzellen. Auf diesen Zielzellen befinden sich Rezeptoren fr das Adrenalinmolekl. Bindet Adrenalin nach dem Schlssel-Schloss-Prinzip daran, bauen die Zellen Glykogen ab. Muskelzellen verwenden das Abbauprodukt Glucose fr die Zellatmung. Leberzellen geben Glucose an das Blut ab, der Glucosenachschub fr die Muskelzellen ist dadurch gesichert. Adrenalinrezeptoren befinden sich auch auf den Muskelzellen von Bronchien und Herz. Herzmuskelzellen ziehen sich schneller zusammen, wenn Adrenalin an ihre Rezeptoren bindet. Die Bronchien weiten sich.

    CortisolAngeregt durch Adrenalin wird auch die Ausschttung des Hormons Cortisol gesteigert. Cortisol wird in der Nebennierenrinde gebildet. Es bewirkt in Muskelzellen einen Proteinabbau, die Abbauprodukte knnen in Glucose umgewandelt werden. Cortisol frdert also wie Adrenalin die Bereitstellung von Glucose und ermglicht in Stresssituationen eine gesteigerte Zellatmung. Langfristig hohe Cortisolkonzentrationen im Blut fhren jedoch durch den Proteinabbau zur Verringerung der Muskelmasse.

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    1 Erstelle eine Tabelle nach dem oben gezeigten Muster, aus der die Wirkung von Adrenalin deutlich wird.

    2 Vergleiche die Wirkung von Cortisol und Glucagon (s. Seite 182).

    3 Erlutere am Beispiel Stress das Zusammenspiel von Nervenzellen und Hormonen (Abb. 1).

    Zellen mit Adrenalinrezeptoren

    Binden der Adrenalinmolekle

    Muskelzelle Glykogenabbau, Glucosebildung

    1 Stressreaktion

    (Organe nicht im exakten Grenverhltnis)

  • 185Erkennen und Reagieren

    MaterialStress

    Stress wird persnlich meistens als Belastung empfunden. Tatschlich sind die Krpervorgnge bei Stressreaktionen jedoch eine Anpassung an Situationen, die eine besondere Leistungsfhigkeit erfordern.

    AUFGABEN >>

    1 Beschreibe die Hormonwirkung auf Leberzellen.

    2 Erlutere, fr welche Situationen die schematisch dargestellten Vorgnge hilfreich sind.

    3 Treten zwei Hormone als Gegenspieler auf, fhrt das hufig dazu, dass eine Gre konstant gehalten wird. Beurteile, ob das fr das Paar Glucagon und Adrenalin gilt.

    AUFGABEN >>

    4 Stelle die in Abb. 2 gegebenen Daten in einem geeigneten Diagramm dar.

    5 Prfe, ob Stressreaktionen zur Bewltigung der schulischen Anforderungen beitragen. Verwende dabei dein Diagramm und Abb. 3.

    Ist Stress schlecht?

    Adrenalin und Glucagon

    Stressreaktionen knnen berlebenswichtig bei der Bewltigung besonderer Anforderungen sein. Allerdings zeichnen Aussprche wie: Das finde ich echt zu stressig! ein eher negatives Bild von Stress.

    2 Ergebnis einer Schlerbefragung (Werte in Prozent)

    hufigStress

    gelegentlichStress

    seltenStress

    nieStress

    Schler bis 12 Jahre

    17 21 22 38

    Schler von 12 bis 18 Jahre

    24 25 25 25

    3 Angaben zu Stress bei Schlern

    Hu

    figk

    eit

    (%)

    0

    10

    20

    30

    40

    50

    60

    hufigesKranksein

    Kopf- und Bauchschmerzen

    eingeschrnktesLeistungs-vermgen

    Traurig-sein

    Hormone beeinflussen viele wichtige Bedingungen im Krper, wie den Blutglucosegehalt. Wirken sie gegenstzlich, wie Insulin und Glucagon, so spricht man von Gegenspielern.

    1 Hormonwirkungen auf Leberzellen

    Glucagon

    GlucoseGlykogen (Glucose-speicher)

    Vorgang 2Vorgang 1 Vorgang 3

    Leberzelle

    AdrenalinRezeptoren

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