Ram Puthli 60 Jahre

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    06-Jul-2016

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Ram Puthli 60 JahreAm 4. April 2004 beging Professor Dr.Eur.-Ing. Ram Puthli in Karlsruhe sei-nen 60. Geburtstag.Ram Puthli wurde in 1944 in Ka-kinada in Indien geboren. Sein Studiumam Indian Institute of Technology inKharagpur hat er im Jahr 1964 mit Aus-zeichnung abgeschlossen. Nach seinemBakkalaureat und nach einer zweijhri-gen Ttigkeit als Projektingenieur beiKillick, Nixon and Co, Ltd, Bombay,einem Ingenieurburo fr Spanbeton-bauwerke, ging er nach Grobritannien,um dort weiter zu studieren, wo er ander Universitt von Manchester 1967sein Diplom ablegte. Danach hatte er verschiedene Stel-len inne, um seine Erfahrungen auf demGebiet des Bauwesens zu erweitern. AmAnfang war er bei Matthews andMumby Ltd in Manchester als Projektin-genieur fr Betonbauwerke und beiLummus Company Ltd. in London alsProjektingenieur im Chemieanlagenbauttig. Im Anschlu daran war er von1969 bis 1978 bei der South EasternRoad Construction Unit in Surrey, zu-erst als Bauleiter und spter als Abtei-lungsleiter fr Brckenbau und Compu-teranwendungen beschftigt. Zeitweisewar er in dieser Zeit auch schon als For-schungsingenieur fr das Transport andRoad Research Laboratory in Crowth-orne delegiert. In dieser Zeit lagen seineArbeitsschwerpunkte auf dem Versagenvon sthlernen Kastentrgerbrckendurch rtliches Beulen, auf der Model-lierung von Computer-Programmen zurnichtlinearen FE-Berechnung und aufder Bemessungsphilosophie von Plat-ten- und Kastentrgern.In der Zwischenzeit erhielt er 1973die Ernennung zum Chartered Inge-nieur (C.Eng.) als Mitglied der Institu-tion of Civil Engineers (M.I.C.E.) undfing neben seiner beruflichen Ttigkeitan, an seiner Doktorarbeit an der Uni-versitt von Surrey zu arbeiten.Ein sehr wichtiger Meilenstein war1977 seine Promotion im Bauingenieur-wesen an der Universitt von Surrey beiden beiden Referenten Prof. Dr. W. J.Supple und Prof. Dr. P. J. Dowling mit derDissertation Berechnungen zum Versa-444RubrikenStahlbau 73 (2004), Heft 6gen dnnwandiger Stahlkonstruktionen.Unmittelbar im Anschlu daran wurde ernoch ein Jahr als Senior Research Fellowmit weiteren Untersuchungen an derUniversitt von Surrey betraut.1978 siedelte er in die Niederlandeum, wo er zunchst bei R. J. Brown andAssociates in Rijswijk auf dem Gebietvon Offshore-Anlagen, Rohrleitungenund angewandten Technologien im Un-terwasserbereich ttig war. 1979 begaber sich als Senior-Forscher bei TNO (Niederlndische Organisation fr an-gewandte Naturwissenschaftliche For-schung) wieder auf das Gebiet der Erfor-schung von Stahlkonstruktionen. Hierwar er ttig als unabhngiger Berater frStahlbauwerke, wie z. B. Stahlbrcken inIndonesien, die Sturmflutbarrieren in derOosterschelde und die SturmflutbarriereNieuwe Waterweg. Darber hinaus hat erviele Forschungsprogramme auf dem Ge-biet des Trag- und Ermdungsverhaltensvon Hohlprofilverbindungen, des Ent-wurfs von Offshore-Deckkonstruktionen,des Stabilittsverhaltens von ausgesteif-ten Platten, hochfesten Sthlen, usw.durchgefhrt und koordiniertWie ein richtiger Weltbrger wurdeer erst als Fellow der Institution of CivilEngineers (FICE), UK, gefhrt und er-hielt danach im Jahr 1989 das PrdikatEuropaingenieur (Eur.-Ing.). Auf Grundseiner hohen wissenschaftlichen Qua-litten und Leistungen und auf Grundseiner groen Erfahrungen auf dem Ge-biet von FE-Berechnungen fr Stahl-konstruktionen wurde er 1987 von War-denier gebeten, in Zusammenarbeit mitTNO teilweise am Lehrstuhl fr Stahl-und Holzbau ttig zu sein. So war er von1987 bis 1993 neben seiner Arbeit alsForschungskoordinator bei TNO zu50 % seiner Zeit als Senior-Dozent/Se-nior-Forscher an der Technischen Uni-versitt Delft beschftigt, wo er auf eineausgezeichnete Weise Studenten undPromovendi betreute und die For-schungsarbeiten auf dem Gebiet derHohlprofilkonstruktionen koordinierte.Viele Studenten und Promovendi habenauch spter noch von seinen Erfahrun-gen und Kenntnissen Gebrauch gemacht.Auf Grund seiner hervorragendenwissenschaftlichen Leistungen im Be-reich Stahlkonstruktionen wurde er imJahre 1993 als Professor fr Stahl- undLeichtmetallbau an die Universitt Karls-ruhe berufen.Neben seinen sehr gut vorbereite-ten und ausgezeichneten Vorlesungensind viele Untersuchungen von ihm ini-tiiert und unter seiner Verantwortungausgefhrt worden, z. B. auf dem Gebietder rumlichen Knoten, der Reparatur-und Verstrkungstechniken fr Off-shore-Plattformen, dem Tragverhaltenvon ringversteiften Hohlprofilknotenund dem wirtschaftlichen Bauen vonStraen- und Eisenbahnbrcken ausHohlprofilen.Seine Qualitten, seine groe Er-fahrung und seine Persnlichkeit lassenihn in vielen internationalen Gremienttig sein. So ist oder war er Mitgliedoder Vorsitzender von verschiedenenArbeitsgruppen in CIDECT (CommiteInternational pour le Dveloppement etltude de la Construction Tubulaire),Subkommission XV-E des IIW (Inter-national Institute of Welding), ECCS(European Convention for Constructio-nal Steelwork) Kommissionen 8 und10, the International Ship and OffshoreStructures Technical Design Commit-tee, ISOPE (International Society ofOffshore and Polar Engineers). Weiterist er Mitglied von verschiedenen Edi-torial Boards verschiedener internatio-naler wissenschaftlicher Zeitschriften.Auch als Autor, Reviewer oder Vorsit-zender auf Konferenzen ist sein Nameinternational sehr bekannt.Das Engagement und die interna-tionale Orientierung von Professor RamPuthli bezieht sich auf viele Gebiete; erkombiniert seine breite Erfahrung mitForschung und spricht dabei viele Spra-chen. Unter seiner Fhrung ist im Jahr2001 das International Symposium onTubular Structures in Dsseldorf orga-nisiert worden. Dieses Symposium hater kombiniert mit einer speziellen Ver-anstaltung fr Architekten, um so dasVerstndnis zwischen Konstrukteurenund Architekten zu frdern. Alle Teil-nehmer des Symposiums waren begei-stert ber das hervorragende Programmund die perfekte Organisation.Im Namen seiner vielen internatio-nalen Freunde und Kollegen sei RamPuthli zu seinem 60. Geburtstag herzlichgratuliert. Alle wnschen ihm weiterhineine gute Gesundheit und da er seinegroe Vitalitt noch lange behalten mge.Frans Bijlaard und Jaap WardenierRyszard Dabrowski verstorbenIm heutigen Weiruland am 3. Januar1924 geboren und in der Vlkerwande-rung von 1945 nach Gdansk bersiedelt,studierte Dabrowski von 1945 bis 1949Bauingenieurwesen an der PolitechnikaGdanska. Unmittelbar nach dem Stu-dium holte ihn der Vater der modernenpolnischen Baumechanik, ProfessorWitold Nowacki, an seinen Lehrstuhl,wo er 1957 zum Thema Stabilitt derEinzeltrgerbrcke promovierte. 1958wurde er Dozent und 1973 Professor. DasJahr 1963 verbrachte er in den Vereinig-ten Staaten, wo er an der Columbia Uni-versity in New York ttig war. 1991 lieer sich in den Ruhestand versetzen.In der Lehre hielt Dabrowski Vor-trge zur Baustatik, -dynamik und sta-bilitt; Festigkeitslehre; Elastizitts- undPlastizittstheorie; Platten- und Schal-entheorie; Flchentragwerke.Persnliches445RubrikenStahlbau 73 (2004), Heft 6Seine wissenschaftlichen Interessenlagen insbesondere auf dem Gebiet dnn-wandiger Konstruktionen jeglicher Art.Dabrowski war Verfasser wertvollerBcher und Abhandlungen von interna-tionalem Rang: hierzu sei auf seine zahl-reichen Verffentlichungen im englisch-und deutschsprachigen Raum verwiesen.Was die zweitgenannten betrifft, drftehier vor allem sein Buch Gekrmmtednnwandige Brcken (Springer-Verlag1968) hervorgehoben werden. Er hatmanches auch im Stahlbau (4/1960,12/1961, 4/1962, 12/1964, 5/1965, 7/1965,8/1976), im Bauingenieur (5/1960,12/1962, 11/1965), in der Bautechnik(8/1989) und in Beton- und Stahlbeton-bau (1/1963) verffentlicht. Schlielichsei hier ebenfalls auf seine bersetzungdes Buches Flchentragwerke von KarlGirkmann ins Polnische hingewiesen.Dabrowski war in Polen eine un-umstrittene Autoritt auf dem Gebietder Theorie der Baukonstruktionen. Inwissenschaftlichen Diskussionen war erimmer prinzipiell und unnachgiebig.Dies frderte nicht gerade die Anzahlseiner Freunde, aber so seine Kolle-gen, wie auch die eng mit ihm Verbun-denen waren stets beeindruckt vonseinem tiefen und vielseitigen Wissen.Dabrowski war ein strenger Hochschul-lehrer: Eine Prfung bei ihm zu beste-hen war nicht leicht, gleichwohl erin-nern sich ehemalige Studenten mit vielSympathie an ihn; sie sind heute nochvon der Klarheit und Ungezwungenheitseiner Vortrge, sowie seiner groenGerechtigkeit in der Beurteilung ihrerKenntnisse, tief beeindruckt.Professor Ryszard Dabrowski ver-starb am 17. April 2004 in Gdansk.Zbigniew Cywinski und Jerzy Zil/ko,Politechnika Gdanska