Mitschriften Vo Bilanzierung Neu Formatiert

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    25-Nov-2015

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VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 1 Prfung 90 Punkte Hlfte: Theorie Hlfte: Beispiele (aus der VO) Verstndnisbeispiele WICHTIG: Den ganzen Paragraphen 6 EstG kopieren und das wichtige anstreichen!!! Zur Klausur mitnehmen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 2 Bilanzierung: Systematik Der Name deutet auf das Ergebnis, auf die Bilanz hin. Die Bilanz ist untrennbar mit der Gewinn- und Verlustrechnung verbunden. Fr die GUV ist erforderlich, dass man alle Geschftsflle laufend verbucht. Man hat die Zahlen doppelt verpackt Soll und Haben. Bei der Verbuchung haben wir unterschiedliche Kontenklassen. Diese gehen von 1-9. Es gibt Bestandskonten (0, 1, 2, 3, 9) und Aufwands- und Ertragskonten (4, 5, 6, 7, 8). Am Ende der Periode werden die einzelnen Konten zusammengefhrt und es wird geschaut, welche Summe heraus kommt. Das was aus den Bestandskonten heraus kommt, wird in die Bilanz gegeben. Das was aus den Aufwands- und Ertragskonten herauskommt, wird in der GUV ausgewie-sen. Man kann den Gewinn direkt ablesen, wenn man die GUV anschaut. Ich habe den Gewinn auch in der Bilanz ausgewiesen. Der Gewinn zeigt sich in den Bestandskonten durch die Vernderung des Eigenkapitals. Man muss bei jedem Buchungssatz sofort wissen, um welche Buchung es sich handelt (Be-standskonto, Erfolgskonto, Aufwandskonto,...). Anlagevermgen kaufen 100.000,- und es wird geliefert -> Bilanz (0, 3 Bestandskonten) das Ergebnis hat sich nicht verndert Aktiva: AV wird mehr, Passiva: Verbindlichkeiten werden auch mehr 0.. AV/3.. Verbindlichkeiten 100.000 Abschreibung von Anlagevermgen -> Aufwandsbuchung = gewinnvermindernd (7 Aufwandskonto) Aktiva: AV wird weniger, Passiva: Aufwand in der GUV produziert 7.. AfA/0.. AV 4.000,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 3 Rckzahlung einer Verbindlichkeit (z.B.: flliger Bankkredit) -> Bilanz (2, 3 Bestandskonten) Aktiva: Bank wird weniger, Passiva: Verbindlichkeiten werden weniger = Bilanzverkr-zung 3.. Verbindlichkeiten/2.. Bankkonto 5.000,- Verkauf von Umlaufvermgen (Produktionsunternehmen, Handelsunternehmen) -> Ertragsbuchung Aktiva: Forderungen werden hher, Passiva: Ertrge nehmen zu 2.. Kassa, Bank, Forderungen/4.. Umstze, Erlse 20.000,- Um wie viel habe ich das UV eingekauft? Um 10.000,- eingekauft, um 20.000,- verkauft Wenn ich Waren verkauft habe, habe ich auch Waren eingesetzt und das gebe ich in den Wareeinsatz -> Aufwandsbuchung Aktiva: Waren werden weniger 5.. Wareneinsatz/1.. Waren 10.000,- Neue Ware wird angeliefert -> Bilanz Aktiva: Waren nehmen zu, Bank wird weniger = AKtivtausch 1.. Waren/2.. Kassa, Bank, Verbindlichkeiten 2.000,- Buchungsstze, die das Ergebnis nicht verndern, sind neutral. Sobald in einem Buchungssatz, 4, 5, 6, 7, 8 irgendwo involviert sind, hat diese Buchung Auswirkung auf den Gewinn. Werden 4, 5, 6, 7, 8 im Soll verwendet, ist es eine Aufwandsbuchung. Werden 4, 5, 6, 7, 8 im Haben verwendet, ist es eine Ertragsbuchung. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 4 Gleistete Vorauszahlung am 1.3. fr die Miete fr ein Jahr 01.03. 7.. Miete/2.. Bank 12.000,- = Aufwandsbuchung Es muss das, was ins neue Jahr fllt, abgegrenzt werden das sind 2.000,- 31.12. 290 ARA/7.. Miete 2.000,- = Ertragsbuchung 10.000,- verbleiben mir in dieser Periode als Aufwand. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 5 Zusammenhang Bilanz und GUV Es muss geschaut werde, wofr die Mittel verwendet werden, ob AV oder UV. Anlagevermgen = AV = langfristiges Vermgen z.B.: Maschinen, Grundstcke, Fuhrpark, Beteiligungen, Finanzanlagen,... Umlaufvermgen = UV = kurzfristiges Vermgen z.B.: Waren, Rohstoffe,... Aktive Rechnungsabgrenzung (ARA) ARA setzten eine geleistete Vorauszahlung voraus und es muss am 31.12. zu einer Abgren-zung kommen. Passive Rechnungsabgrenzung (= PRA) PRA setzen eine fremde Vorauszahlung voraus und es muss am 31.12. zu einer Abgren-zung kommen. Beispiel: Ich bekomme eine Vorauszahlung (Miete fr ein Jahr) 01.02. 2.. Bank/4.. Mieterlse 12.000,- Der Unternehmer muss dann am 31.12. eine Abgrenzung machen. 31.12. 4.. Mieterlse/390 PRA 2.000,- Die Aktivseite hat immer einen Anspruch, eine Vermgensposition. Die Passivseite zeigt immer eine Schuld, eine Verpflichtung an. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 6 Die Passivseite zeigt die Mittelherkunft an: Wie ich meine Vorauszahlungen,... finanziert ha-be. Fremdkapital: Rckstellungen (ist noch unklar z.B.: ob man Abfertigungen,... zahlen muss) und Verbind-lichkeiten (hier wei ich genau, wem ich was wann zu zahlen hab). Eigenkapital: Nennkapital wird von den Gesellschaften aufgebracht, fr die Grndung der Kapitalgesell-schaft. Kapitalrcklagen kommen von auen, von den Gesellschaftern. Gewinnrcklagen stammen aus Vorperioden, aus den Gewinnen, die das Unternehmen aus den Vorperioden gemacht haben, die aber nicht ausgeschttet wurden und im Unternehmen geblieben sind. GUV Die GUV hat eine genaues Gliederungsschema. Betriebserfolg: was hat das Unternehmen fr einen Gewinn aus der Geschftsttigkeit gemacht? Finanzerfolg: Hat das Unternehmen Aktien verkauft und gute Ergebnisse erwirtschaftet? Verschmlert wird der Finanzerfolg durch die Zinsen, die das Unternehmen zahlen muss. EGG = Betriebserfolg und Finanzerfolg Ao. Ergebnis: Wenn das Unternehmen einen Bilanzverlust hat und dieser ist durch auerordendlichen Ver-hltnisse entstanden, dann werden diese unter dem auerordentlichen Ergebnis ausgewie-sen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 7 Rcklagennderungen: Die sagen nichts ber den Erfolg des Unternehmens aus. Diese Rcklagen kommen von auen, von den Gesellschaftern. Man kann im plus sein, da Rcklagen von den Gesellschaftern aufgelst wurden. Es kann sein, dass das Unternehmen einen Verlust gemacht hat, aber dass dafr die Rck-lagen nach oben gestiegen sind. Rechtsgrundlagen der bilanziellen Gewinnermittlung UGB = Unternehmergesetzbuch Dieses ist der Nachfolger vom Handelsgesetzbuch. Das UGB ist ein besonderes Gesetz fr Unternehmer. Es gliedert sich ich unterschiedliche Abschnitte. Wir nehmen nur einen Teilbereich heraus und zwar das, was sich mit den Rechnungsle-gungsvorschriften beschftigt. Da stehen viele Bestimmungen drinnen. z.B.: Wer berhaupt verbuchen muss, wie verbucht werden muss, wie die Bilanz ausschau-en muss,... UGB ist die Rechtsgrundlage der Bilanzierung. Das UGB ist das einzige rechtliche Gesetz, das auch die Unternehmer anwenden mssen. Da findet man formelle und materielle Vorschriften. Hier hngt sich das Steuerrecht dazu. Das Steuerrecht geht teilweise eigenstndige Wege und hngt sich nicht komplett an das UGB an. Die Basis ist das UGB und somit auch die Rechtsgrundlage. Im EStG findet man auch Bestimmungen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 8 Gewinnermittlungsarten im StR Rechnungspflichtige Unternehmen Das UGB mssen die rechnungspflichtigen Unternehmer anwenden. Mit dem Bilanzgewinn, den man heraus bekommt, muss man eine Gewinnermittlung durch-fhren. Nur dann, wenn das Steuerrecht etwas anderes zwingend vorsieht, muss man das machen. Es gibt Bereiche, wo das Steuerrecht Abweichungen zum UGB haben und die muss man dann mit der Mehr-Wenigen-Rechnung rechnen. Nicht rechnungslegungspflichtigen Unternehmen Die nicht rechnungslegungspflichtigen Unternehmen brauchen nicht Buchen. Sie mssen die Einnahmen aufzeichnen und ziehen davon dann die Ausgaben ab und was da heraus kommt, ist der Gewinn. Die brauchen auch keinen Bilanz und keine GUV-Rechnung. Die Zahlungsflsse werden durch die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung dokumentiert. Fr die Land- und Forstwirte Die Finanz sagt, dass die nur fr steuerpflichtige Zwecke buchen mssen. Die mssen ihre Geschftsflle verbuchen (Bilanz und GUV-Rechnung). VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 9 Verknpfung Unternehmensrecht und Steuerrecht Warum geht die Finanz her und weist auf Abweichungen hin, die zu bercksichtigen sind? Die Abweichungen gibt es aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen. Das UGB hat als Zielsetzung: Glubigerschutz. Wenn man rechnungspflichtig ist, braucht man ein System, einen Buchhalter,... Bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung braucht man nur die Finanzflsse auflisten. Dem Glubigerschutz mchte man insofern dienen, dass der Unternehmer selbst verpflichtet ist, da einmal hinein zu schauen. z.B.: berlegen, ob die Einkaufspolitik in Ordnung ist,... Wenn der Unternehmer sich die Bilanz anschaut, sollte ihm auffallen, dass z.B.: die Forde-rungen immer grer werden. Der Unternehmer soll die GUV-Auflistung her nehmen und auch die Bilanz anschauen und Gegenmanahmen unternehmen. Die Glubiger sind in erster Linie die Banken. Denn sie mssen entscheiden, ob jemand einen Kredit bekommt, oder nicht. Die Banken knnen anhand der Bilanzen entscheiden. Alle Glubiger des Unternehmens, das geht bis hin zum Staat, sollen in gewisser Weise ge-schtzt werden. Sie sollen in einem Staat, wie sterreich, ein Instrument haben, wie das Unternehmen steht und das ist der Glubigerschutz. Die Finanz des Steuerrecht hat eine andere Zielsetzung: Gleichmige Gewinnermittlung Die Gewinnermittlung soll so gleichmig wie mglich sein. Die Steuern braucht man ja, da man ffentliche Aufgaben zu erledigen hat. Aufgrund der Zielsetzungen gibt es auch Verknpfungen zwischen dem UGB und dem Steu-errecht. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 10 UGB ist im Bereich der Aufwendungen grozgig bei der Auflsung vom Gewinn. Mindert zwar den Gewinn, sind aber hinsichtlich des Glubigerschutz sehr vorsichtig. Das Steuerrecht mchte, dass der Gewinn nicht sofort aufgelst wird, sondern dass er gleichmig verteilt wird. Anwendungsbereich der ur. Rechnungslegungsvorschriften Kapitalgesellschaften Alle Kapitalgesellschaften sind rechnungslegungspflichtig. Kapitalgesellschaften = GmbH und die Ag (= Aktiengesellschaft) Da ist jede rechnungspflichtig, unabhngig von den Ttigkeiten und den Umstzen. Auch Rechtsanwlte knnen sich zu einer GmbH zusammenschlieen und dann sind diese Rechnungslegungspflichtig. Kapitalgesellschaften sind nur beschrnkt haftend und daher ist der Glubigerschutz sehr wichtig. Unternehmerisch ttige Personengesellschaften GsmbH und CoKG Gewerbliche Unternehmer Einzelunternehmer und Personengesellschaften sind nur dann rechnungslegungspflichtig, wenn sie gewerblich sind und einen Umsatz von 400.000,- haben. Land- und Forstwirtschaft Freiberufler (Selbststndige): rzte, Notare, Unternehmensberater, Steuerberater,... Bei der einmaligen berschreitung der Grenze, heit es noch nicht, dass man rechnungsle-gungspflichtig ist ist extra gesondert. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 11 Systematik der ur. Rechnungslegungsvorschriften I Bilanzierung der Hhe nach Was sind Anschaffungskosten, wie schaut es mit der Abschreibung aus,... Der Unternehmensgesetzgeber gibt ganz spezielle Regelungen vor. Der Gesetzgeber sagt ganz genau, wie sich die Anschaffungskosten, die Herstellungskos-ten,... zusammensetzen und was man in der Bilanz nicht ansetzen darf,... Gewisse Positionen werden ganz genau geregelt. Andere werden durch Grundstze ordnungsmiger Buchfhrung und Bilanzierung (= GoB) geregelt. Das ist ein schwammiger Begriff. Systematik der ur. Rechnungslegungsvorschriften II Spezielle Regelungen fr die Kapitalgesellschaften werden in dieser LV ausgeklammert wir schauen nur die allgemeinen Vorschriften an. Ganz groe Aktiengesellschaften mssen ihre Ergebnisse in der Zeitung verffentlichen. Es gibt im Anhang einen Lagebericht. Der Anhang ist zur Bilanz, zur GUV dazu gegeben. Im Lagebericht steht drinnen, wie das Unternehmen in der Vergangenheit und auch in der Zukunft arbeiten wird und auch Informationen ber zuknftige Entwicklungen stehen da drin-nen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 12 Formelle Pflichten Die Buchhaltung muss in einer lebendigen Sprache,... gehalten werden. Diese Pflichten werden bei der Prfung nicht abgeprft, da sie vom Verstand her gelst wer-den knnten. Inventar und Inventur Ich werde ein Inventar bei der Erffnung des Betriebs erstellen und dann am Schluss eines jeden Geschftsjahres. Im Inventar mssen alle Vermgensgegenstnde,... aufgezeichnet werden, wenn man rech-nungslegungspflichtig ist. Wenn ich eine Bilanz erffnen muss, brauche ich ein Inventar dazu. Aktiva: AV und UV Passiva: EK und FK Die Inventur macht man in der Regel krperlich, indem ich es durchzhle, abwiege, abmes-se,... Gewisse Dinge muss man buchmig machen, da man die Aktien oder Forderungen nicht abzhlen kann. Auch Gegenstnde, die in einer groen Menge vorhanden sind, mssen stichprobenartig berprft werden. Auch der Unternehmer hat Interesse an der Inventur. Denn man mchte wissen, ob das, was auf Lager sein msste, auch im Lager ist, oder nicht. Dieses Inventur ist fr das Unternehmen wichtig, denn so kann man auf Fehler oder Dieb-sthle aufmerksam gemacht werden. Die Inventur sollte zu einem bestimmten Zeitpunkt gemacht werden. Ich soll auf den Wert aber bis zum 31.12. schlieen knnen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 13 Zusammenfassung der letzten LV Damit zu einer Bilanz/GuV kommt, muss man alle Geschftsflle doppelt verbuchen. Die doppelte Buchhaltung bedeutet, dass man jeden Betrag einmal im Soll und einmal im Haben verbuchen muss. Durch diese Systematik bekommt man den Gewinn doppelt ermittelt. Einmal kann man direkt nachschauen (GuV) und einmal indirekt durch nachschauen, wie sich das Eigenkapital bei der Bilanz verndert. Alle Kapitalgesellschaften ist zur doppelten Buchhaltung wichtig. Die KGs haben eine beschrnkte Haftung und daher ist es sinnvoll, dass sie rechnungsle-gungspflichtig sind. Warum werden Unternehmen gezwungen, eine doppelte Buchhaltung, GuV, Bilanz,... zu machen? Das ist zum Zweck des Glubigerschutz. Bilanz Die Bilanz ist oft eine Grundlage fr weitere Schritte. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 14 Bilanzaufstellung ( 193 UGB) Erffnungsbilanz (= EB) Wenn man ein rechnungspflichtiger Unternehmer ist, muss man eine Erffnungsbilanz erstel-len. AV (Analagevermgen) / EK (Eigenkapital) UV (Umlaufvermgen) / FK (Fremdkapital) Umlaufvermgen = z.B.: Kassa, Bank Schlussbilanz (= SB)/Jahresabschluss Am Schluss eines jeden Geschftsjahres, macht man die Schlussbilanz. Ein Geschftsjahr darf nicht lnger dauern als 12 Monate. Man muss aber nicht den 31.12. als Bilanzstichtag whlen. Der Jahresabschluss besteht immer aus der Bilanz und der GuV. Bilanz und GuV sind untrennbar miteinander verbunden. Alle Unternehmer mssen den Jahresabschluss unterschreiben, doch das bedeutet, dass man auch dafr haftet, dass die GuV und die Bilanz richtig ist. Generalnorm des 195 UGB Im UGB findet man nicht nur gesetzliche Regelung bzw. Bestimmung. Es gibt kritische Flle, wo man nicht wei, ob es so und nicht anders verbucht werden soll. Grundstze ordnungsmiger Buchfhrung GoB (1) Die GoBs werden in der Prfung nicht abgefragt werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 15 Grundstze ordnungsmiger Buchfhrung GoB (2) Grundsatz der Bilanzrichtigkeit/-wahrheit Es geht aus dem GoB ein wesentlicher Grundsatz heraus und zwar die wirtschaftliche Be-trachtungsweise. Auch das Steuerrecht schliet sich dieser wirtschaftlichen Betrachtungsweise an. Grundsatz der Bilanzklarheit Dieser steht nirgends ganz konkret drinnen. Wir haben in sterreich ein Saldierungsverbot, da es hier wieder um den getreuen Einblick geht. Man muss Rckstellungen sehen,... Grundstze ordnungsmiger Buchfhrung GoB (3) Grundsatz der Vollstndigkeit Man muss alle Rckstellungen aufnehmen, man muss alle Schulden ausweisen,...VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 16 Grundstze ordnungsmiger Buchfhrung GoB (3) Grundsatz der Wesentlichkeit Das mit der geringfgigen Abschreibung kommt ursprnglich aus dem Steuerrecht, wird aber aufgrund der Wesentlichkeit gilt das auch im UGB fr die Bilanz/GuV. Grundsatz der Periodizitt = der Hauptgrundsatz Bei der Bilanz geht es nicht darum, dass man Ausgaben und Einnahmen gegenber stellt, sondern Aufwnde und Ertrge. Das sind periodisierte Ausgaben bzw. Einnahmen. Die Abschreibungen sind Aufwendungen und das sind periodisierte Ausgaben. Aber im UGB gibt es keine fixe Regelung, wie man periodisiert. Daher muss man das wirtschaftlich machen. Pro rata temporis = zeitproportional Bei der AFA gibt es eine Ausnahme, denn diese rechnet man nicht monatsmig ab, son-dern halbjhrlich. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 17 Vermgensgegenstnde Kriterien fr den Ansatz dem Grunde nach Was ist ein Vermgensgegenstand? Es gibt im Gesetz keine Definition ber einen Vermgensgegenstand. Aber mit dieser Problematik hat sich die Rechtssprechung intensiv beschftigt und die sagt, dass der Vermgensgegenstand einzeln veruerbar ist. Das wre beim Laptop ganz eindeutig der Fall, bei der Marketingstudie allerdings nicht. Betriebs- und Privatvermgen Nur Betriebsvermgen sollte in die Bilanz aufgenommen werden. Das Privatvermgen hat da nichts zu tun. Betriebsvermgen dient dem Betrieb, Privatvermgen dient dem privaten Bereich. Betriebsvermgen muss in der Bilanz ausgewiesen werden. Gewillkrtes Betriebsvermgen Gewillkrtes Betriebsvermgen ist objektiv nicht genau trennbar zwischen dem Privat- und dem Betriebsvermgen. Dieses Vermgen ist fr das Unternehmen nicht unbedingt notwendig. Nur die rechnungspflichtigen Unternehmen drfen ein solches gewillkrtes Betriebsverm-gen ausweisen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 18 Ansatzverbote gem. 197 UGB Abs.1 z.B.: Rechtsanwaltskosten, Firmbenbucheintragung,... Wie teuer immer die Brseneinfhrung kommt, drfen diese Kosten nicht aktiviert werden. Abs. 2 D.h. es wird in voller Hher als Aufwand verrechnet. Immaterielle Werte sind Werte, Patente, Kundenstock, Software in einem Unternehmen,... Wenn man so einen immateriellen Gegenstand erwirbt, kann man ihn abschreiben, wenn ich ihn aber selbst schaffe, habe ich diese Mglichkeit nicht. Diese immateriellen Gegenstnde sind nicht greifbar und daher werden sie als unsichere Werte eingestuft. Aufgrund des Glubigerschutzes sollen diese Gegenstnde nur dann in der Bilanz stehen, wenn wir sie nicht selbst hergestellt haben. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 19 Ansatzwahlrechte gem. 198 UGB Das sind spezielle Aufwendungen, wenn man ein Unternehmen in Gang bringt durch Perso-nalsuche,... Abs. 7: Damnum/Disagio Man nimmt einen Kredit auf von 100.000,- und man bekommt aber ein bisschen weniger aufgrund von Vertragsgebhren, Eintragungsgebhren,... Dieses Damnum/Disagio behlt sich die Bank ein. Man spricht hierbei auch von einer Vorwegverzinsung. Wenn man hohe Sicherheiten vorweisen kann, dann wird das Disagio gering sein. Wenn man aber keine guten Sicherheiten hat und von der Bank als riskant eingestuft wird, wird das Damnum/Disagio umso hher sein. Kreditaufnahme 2.. Bank 95.000,- /3.. Verbindlichkeiten Bank 100.000,- 290 ARA Damnum 5.000,- / Dieses Damnum ist eindeutig ein Aufwand. Wenn ich sage, dass ich den Kredit in 5 Jahren zurckzahlen mchte, muss ich dieses Damnum jhrlich abbuchen, daher 1.000,- jhrlich. 8.. Finanzaufwand / 290 ARA Damnum 1.000,- ODER 2.. Bank 95.000,- / 3.. Verbindlichkeiten 100.000,- 8.. Finanzaufwand 5.000,- / Wovon hngt es ab, ob ich das Wahlrecht ausnutze oder nicht? Wenn ich einen hheren Gewinn ausweisen mchte, dann aktiviere ich das Damnum. Es hngt von der Gewinnmaximierung bzw. Gewinnminimierung ab, ob ich das Damnum aktiviere, oder nicht. 2.. Bank 97.000,- / 3. Verbindlichkeiten 100.000,- 7 ... Spesen des Geldverkehrs 3.000,- / VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 20 Struktur der GuV Es gibt das Gesamtkosten- und das Umsatzkostenverfahren. Nur bis zum Betriebserfolg unterscheiden sich die beiden Verfahren. Gesamtkostenverfahren In sterreich findet man immer das Gesamtkostenverfahren Umatzerlse: = verkaufte Stckzahl zu einem bestimmten Preis Bestandsvernderungen: Hier verndert sich im Lager die Zahl. Es gibt positive (lege hier etwas aufs Lager) und negative (wenn ich etwas vom Lager neh-me) Bestandsvernderungen. Beispiel: 1000 Stck produziert 800 Stck abgesetzt 200 Stck auf Lager Aufwendungen 6,-/Stck Verkaufspreis 10,- (netto) Umsatzerlse: 800 Stck x 10,- = 8.000,- Bestandskosten: 200 x 6,- = 1.200,- (Ich darf hier nicht so tun, als ob ich die Ware schon verkauft habe und daher muss ich die 200 Stck mit den Aufwendungen multiplizieren). - Aufwendungen: 1.000 x 6.000,- = 6.000,- Betriebserfolg 3.200,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 21 Umsatzkostenverfahren Erinnert uns sehr stark an die Kostenrechnung. Beispiel: 1000 Stck produziert 800 Stck abgesetzt 200 Stck auf Lager Aufwendungen 6,-/Stck Verkaufspreis 10,- (netto) Erlse 8.000,- - HK 800 x 6,- 4.800,- Betriebserfolg 3.200,- Struktur der GuV Eine kontinuierliche Ausschttungspolitik ist bei den greren Unternehmen schon er-wnscht. Hier kann man mit den Rcklagen jonglieren. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 22 Die Verbindung zum Steuerrecht ber die Gewinnermittlung gem. 5 EStG Die rechnungslegungspflichtigen Unternehmen mssen Unterschiede zwischen UGB und dem Steuerrecht in einer Mehr-Weniger-Rechnung behandeln. Unterschiede zwischen UGB und Steuerrecht Abschreibungen Rckstellungen Herstellungskosten Anschaffungskosten beim PKW Im UGB ist es egal, wie teuer die Anschaffung eines PKWs ist. Das Steuerrecht sagt, dass wenn man einen PKW mit hohen Anschaffungskosten kauft, das mehr als 40.000,- kostet, ist es Privatvergngen und darf nur bist 40.000,- abgeschrieben sein. Warum gibt es diese Unterschiede? UGB ist von einer sehr vorsichtigen Gewinnermittlung geprgt. Glubigerschutz ist die primre Zielsetzung beim UGB. Das Ergebnis ist sehr vorsichtig. Ertrge spt, Aufwnde sehr frh. Steuerrecht: gleichmige Gewinnermittlung Hier steht die Gerechtigkeit im Mittelpunkt (es ist nicht fair, ein teures Auto abzuschreiben). Dem Steuerrecht geht es um die gleichmige Besteuerung. Da beide Zielsetzungen nicht immer konform sind, gibt es Unterschiede zwischen dem UGB und dem Steuerrecht. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 23 Wenn wir nicht wissen, wie wir verbuchen sollen, mssen wir im UGB nachschauen. Wir mssen nicht alles auswendig wissen, wir mssen nur wissen, wo wir nachschlagen knnen. Im UGB gibt es ein eigenes Buch (Rechnungslegungsvorschriften) und beginnt mit dem Pa-ragraph 189. Hier findet man allgemeine UGBs drinnen. Die allgemeinen UGBs sind nicht so leicht zu handhaben. Fr uns sind die ganz konkreten Rechnungslegungsvorschriften viel einfacher hand zu ha-ben. Warum gibt es die ganzen Vorschriften? Anlegerschutz Glubigerschutz (Banken, Lieferanten, Arbeitnehmer,...) Unternehmer werden gezwungen die Vorschriften einzuhalten. In der unternehmerischen Praxis wird man kaum Unternehmen finden, die bei greren Geschften direkt zum Geschft kommt. Sie schauen in Firmenbucheintrge nach, bevor sie eine Geschftsbeziehung eingehen. Wer muss diese Vorschriften bercksichtigen? Bei den gewerblichen Unternehmen und Personengesellschaften gibt es eine Umsatzgrenze, wenn man 400.000,- berschreitet ist man rechnungslegungspflichtig. Man muss allerdings zwei mal hintereinander die Umsatzgrenze berschreiten, dass man rechnungslegungspflichtig wird. Kapitalgesellschaften und verdeckte Kapitalgesellschaften sind unabhngig von den Ttig-keiten und unabhngig vom Umsatz rechnungslegungspflichtig. Kapitalgesellschaften haften beschrnkt. Sobald das Steuerrecht eine andere Vorschrift als das UGB beinhaltet, muss man diese mit einer Mehr-Weniger-Rechnung erfassen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 24 Mehr-Weniger-Rechnung Die Mehr-Weniger-Rechnung ist aufzustellen, wen das Steuerrecht eine zwingend andere Vorschrift als das UGB vorsieht. Voraussetzung: Erfolgswirksame Buchung: Erfolgsunwirksame Buchungen haben keinen Einfluss. Man muss bei einem Buchungssatz gleich ableiten knnen, ob diese Buchung den Gewinn erhht oder verringert. Die Kontenklassen 4, 5, 6, 7, 8 sind hierfr relevant. Wenn der unternehmensrechtliche Aufwand hher als der steuerrechtliche Aufwand ist Ur. AFA 100,- Strl. AFA 80,- 7... AFA / 0.. AV 100,- damit geht man dann zum Finanzamt Dieser unternehmensrechtliche Buchungssatz fliet in das unternehmensrechtliche Ergebnis ein. Mehr-Weniger-Rechnung: Differenz zwischen der um. Aufwand und dem strl. Aufwand. Hier sind es 20,- MWR + 20,- Unternehmensrechtliches Ergebnis +/- Mehr-Weniger-Rechnung = Steuerliches Ergebnis VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 25 Wenn der unternehmensrechtliche Aufwand niedriger als der steuerrechtliche Auf-wand ist Ur. AFA 0,- Strl. AFA 80,- Im Unternehmensrecht muss man keinen Buchungssatz aufstellen und somit ist auch nichts in das unternehmensrechtliche Ergebnis eingeflossen. Im Steuerrecht habe ich aber noch eine Abschreibung von 80,-. MWR - 80,- Da ich im Steuerrecht noch eine Abschreibung habe, wird das steuerliche Ergebnis niedriger sein Wenn der unternehmensrechtliche Verkaufserls (= Ertrag) hher als der steuerrecht-liche Verkaufserls (= Ertrag) ist Ur. VE 150,- Strl. VE 100,- 2.. / 4.. 150,- MWR: - 50,- Im Steuerrecht ist der Erls niedriger und deswegen ist das steuerliche Ergebnis niedriger. Wenn der unternehmensrechtliche Verkaufserls (= Ertrag) niedriger als der steuer-rechtliche Verkaufserls (= Ertrag) ist Ur. Aktivierte Eigenleistung 200,- Strl. aktivierte Eigenleistung 280,- 0.. AV / 4.. aktivierte Eigenleistung 200,- MWR: + 80,- Ich habe im Steuerrecht ein hheren Ertrag und daher ist die MWR positiv. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 26 Anwendungsbereiche der MWR Abschreibungen Abschreibungsverlauf: Bei den Abschreibungen gibt es hufig eine Mehr-Weniger-Rechnung. Im UGB sind smtliche MWR zulssig. Man kann im UGB z.B. degressiv, progressiv, leistungsbezogen abschreiben. Im Steuerrecht darf man nur linear abschreiben. Um mit dem Steuerrecht konform zu gehen, ist es teilweise sinnvoll, auch im UGB linear ab-zuschreiben. Nutzungsdauer: Im Steuerrecht sind gewisse Nutzungsdauern vorgegeben. Nutzungsdauer vom PKW ist vorgeschrieben: 8 Jahre. Wir stark die Abnutzung ist, ist im UGB egal. Rckstellungen Diese sind mit einem unsicheren Moment verbunden. Die Zukunft ist ungewiss. Im UGB ist eine grozgigen Rckstellungsbildung vorhanden. Im Steuerrecht gibt es keine Pauschal-Rckstellung. Damnum Das Damnum ist ein Unterschiedsbetrag zwischen der Verbindlichkeit gegenber der Bank und dem Auszahlungsbetrag, den ich bekomme. 2.. Zahlungsmittelkonto 180,- /3.. Verbindlichkeiten 200,- 290 ARA 20,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 27 Das Damnum ist eine Vorwegverzinsung und eine gewisse Sicherung fr die Bank. Je besser man als Kunde da steht, desto geringer ist das Damnum und umgekehrt. Im UR im Paragraph 198 (7) ist ein Aktivierungswahlrecht vorgeschrieben!!! Dann wir dieses Damnum in der Laufzeit des Kredits aufgelst. Wenn ich zum Beispiel 4 Jahre Kreditlaufzeit habe, dann sieht die Rechnung folgenderma-en aus: 20,-/4 Jahre = 5,- jhrlich 8.. Zinsaufwand / 290 ARA 5,- Das Steuerrecht sieht vor, dass das Damnum auf die Laufzeit verteilt werden muss und dass es aktiviert werden muss. ODER (andere Variante: Damnum) Im UGB gibt es ein Aktivierungswahlrecht, daher gibt es auch noch eine andere Variante. Wenn ich das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch nehme, sieht die Buchung folgender-maen aus: 2.. ZMK 180,- / 3.. 200,- 8.. Zinsaufwand 20,- Der 6 Z. 3 EStG schreibt vor, dass das Damnum aktiviert und auf die Laufzeit verteilt wer-den!!! VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 28 Steuerrecht: 20,- / 4 Jahre = 5,- 1. Jahr: Ur. Aufwand 20,- Strl. Aufwand 5,- MWR: + 15,- 2. Jahr: Ur. Aufwand 0,- Strl. Aufwand 5,- MWR: - 5,- 3. Jahr: Ur. Aufwand 0,- Strl. Aufwand 5,- MWR: - 5,- 4. Jahr: Ur. Aufwand 0,- Strl. Aufwand 5,- MWR: - 5,- Geldbeschaffungskosten Hier kommt es immer zu einer MWR. Sie treten im Zuge eine Kreditaufnahme an. Irgendwelche Spesen oder Provisionen. Das sind Spesen des Geldverkehrs. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 29 Das UGB sagt, dass es hier ein Aktivierungsverbot gibt, d.h. sie mssen gleich in voller Hhe als Aufwand verbucht werden. Das Steuerrecht sagt, dass diese Geldbeschaffungskosten aktiviert werden mssen und so-mit kommt es immer zu einer Mehr-Weniger-Rechnung. Die Verzinsung muss auch bercksichtigt werden, doch da gibt es keine Mehr-Weniger-Rechnung. Beispiel zur MWR Steuerrecht: 1. JAHR: 3.000,- / 3 Jahre / 12 Monate * 3 = 250,- MWR: 3.000,- - 250,- = + 2.750,- 2. JAHR: 3.000,- / 3 Jahre = 1.000,- MWR: 0,- - 1.000,- = - 1.000,- 3. JAHR: 3.000,- / 3 Jahre = 1.000,- MWR: 0,- - 1.000,- = - 1.000,- 4. JAHR: 3.000,- / 3 Jahre / 12 Monate * 9 Monate = 750,- MWR: 0,- - 750,- = - 750,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 30 Die (steuerbilanzielle) Gewinnermittlung gem. 5 Abs. 1 versus 4 Abs. 1 EStG Beim 5er ist Grund und Boden zu bercksichtigen, beim 4er nicht. Erstmalige Wertanstze Anlagevermgen/Umlaufvermgen Hier geht es darum, wie wir die Anschaffungs- und die Herstellungskosten ermitteln. Ich muss den Ursprungswert/Eingangswert ermitteln. Anschaffung- Anschaffungskosten Hier ist wichtig, dass wir in der Bilanzierung immer nur entweder eine Anschaffung oder eine Herstellung kennen. Mischungen gibt es in unserem Bereich nicht. Anschaffung: Hier wechselt nur der Eigentmer, der Gegenstand bleibt gleich. Herstellung: Hier entsteht ein neuer Gegenstand. Der Anschaffungsvorgang und seine Kostenkomponenten Der Anschaffungskostenzeitraum beginnt dann, sobald wir uns ganz konkret fr einen be-stimmten Gegenstand entschieden haben. Dieser Zeitraum endet dann, wenn er in einem betriebsbereiten Zustand ist. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 31 Hhe der Anschaffungskosten Anschaffungspreis Wird immer netto in die Anschaffungskosten eingerechnet und zwar dann, wenn wir dann die Vorsteuer wieder bekommen. Rechnung: 100,- + 20,- (USt) 120,- 0.. AV 100,- / 3... Verb. 120,- 250 Vst. 20,- Innerhalb von 8 Tagen 2 % Skonto Wenn ich mir den Zahlungsbetrag errechne, ziehe ich die 2 % Skonto vom Bruttobertrag 120,- ab. 117,60 berweise ich jetzt von meinem Zahlungsmittelkonto. 3. Verbindlichkeit 120,- / 2.. Zahlungsmittelkonto 117,60 / 0.. AV 2,- (= Netto) / 250 VSt. 0,40 Der Skonto ist als Anschaffungspreisminderung anzusehen. Der Skonto reduziert die Anschaffungskosten, daher muss ich im Haben das 0er Konto wie-der verwenden. Da mir 0,4 ber bleiben, handelt es sich um eine Vorsteuerkorrektur. Wenn ich das ganze erst nach 8 Tagen bezahle, habe ich kein Recht auf Skontoabzug. 3.. Verbindlichkeit 120,- / Zahlungsmittelkonto 120,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 32 Sonderfall PKW: Beim PKW steht mir kein Vorsteuerabzug zu. 30.000,- + 6.000,- 36.000,- Hier werde ich die 36.000,- abschreiben. Beim PKW werden immer die Bruttobetrge aktiviert. Taxiunternehmer und Fahrschulen drfen Vorsteuer abziehen. Auch bei den Treibstoffrechnungen, Reparaturen,... darf die Vorsteuer abgezogen werden. Ein Viskal-PKW gibt uns den Vorsteuerabzug. Das ist schon ein Kleinbus oder Klein-LKW. Vom Finanzamt gibt es da genau eine Liste, die immer wieder aktualisiert wird. Diese Autotypen mssen aber in der Vorschrift nachgelesen werden. Auch im Bereich des Leasings habe ich fr normale PKWs keine Vorsteuerabzugsberechti-gung. Sonderfall Grundstcke: Die Veruerung von Grundstcken ist unecht steuerbefreit. Beim PKW bekomme ich eine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt, darf sie aber nicht abzie-hen. Bei den Grundstcken bekomme ich gar keine Umsatzsteuer in Rechnung gestellt. Anschaffungsnebenkosten Anschaffungsnebenkosten mssen ausschlielich mit der Anschaffung des Gegenstandes zu tun haben. Die Grundsteuer ist als laufender Aufwand zu verbuchen, da man ihn immer bezahlt. Die Grunderwerbssteuer zahlt man nur einmal, daher Anschaffungsnebenkosten. Treibstoffe zahlt man immer, ist daher laufender Aufwand. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 33 Reparaturen zahlt man immer, ist daher ein laufender Aufwand. Grundbucheintragungsgebhr zahlt man einmal, daher Anschaffungsnebenkosten. Man muss darauf schauen, ob die Kosten permanent anfallen, oder nur einmal im Zuge des Erwerbs anfallen. Der Anschaffungsvorgang beginnt erst mit dem Erwerbsentschluss. Wenn man sich ber Produkte informiert und eine Rechnung dafr bekommt, ist es als Auf-wand zu verbuchen und nicht als Anschaffungsnebenkosten, da man sich hierbei noch nicht fr ein Produkt entschieden hat. Transport, Monate, Fundamentierung werden auf das 0er Konto gebucht. Wann werden die Anschaffungsnebenkosten zum Aufwand? ber die Abschreibung oder durch das Ausbuchen. Anschaffung eines PKWs Vignette, Versicherungen und Treibstoffe sind laufende Aufwnde. Auch der Taxiunternehmer hat fr Treibstoffe eine Vorsteuerabzugsberechtigung. Als normaler Unternehmer muss man den PKW brutto aktivieren und auch die Kosten der Anmeldung. Als vorsteuerabzugsberechtigter Unternehmer verbucht man 24.150. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 34 Die Anschaffungskosten im StR Es gibt wenige Wirtschaftsgter, wo es zu einer Angemessenheitsprfung kommt z.B. Anti-quitten, teure Teppiche im Bro, Jacht,... Es gibt beim PKW eine Angemessenheitsgrenze, die steuerlich mit 40.000, begrenzt ist. Alles was ber diesen Preis liegt, ist Privatvergngen. Das gilt aber nur fr die normalen PKWs und nicht fr die Taxiunternehmen,... Beispiel zu den Anschaffungskosten 40.000,- (PKW) 8.000,- (Ust) 48.000,- Wir aktivieren dien PKW mit 48.000,- - wir haben keinen Vorsteuerabzug. 0... PKW / 2... Zahlungsmittelkonto 48.000,- 48.000 / 8 Jahre = 6.000,- = AFA 7... AFA / 0... PKW 6.000,- Wertabhngige Aufwendungen: 2.000,- 7... laufende Aufwendungen / 2... Zahlungsmittelkonto 2.000,- Wertunabhngige Aufwendung: 1.500,- 7.. laufende Aufwendungen / 2... Zahlungsmittelkonto 1.500,- Laut dem Steuerrecht muss man ausrechnen, wie hoch die angemessene Komponente ist. 40.000,- / 48.000,- = 83,3 % Strl. AFA 40.000,- / 8 Jahre = 5.000,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 35 Un. AFA 6.000,- steuerliche AFA 5.000,- MWR + 1.000,- Der erste Buchungssatz passt fr uns. Den zweiten Buchungssatz haben wir mit der MWR bercksichtigt. Den dritten Buchungssatz mssen wir noch richtig stellen. Strl. Aufwendungen 2.000,- * 83,3 % = 1.666,70 1.666,70 sind anerkannt. Die 333,30 kommen in die MWR und das steuerliche Ergebnis muss erhht werden. MWR + 333,30 Der vierte Buchungssatz stimmt ohne MWR. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 36 Zusammenfassung Der wesentlichste Bereich bei den Anschaffungskosten ist der Anschaffungspreis. Hier muss man aufpassen, ob dieser netto oder brutto ist. Beim normalen PKW erfolgt eine Bruttoaktivierung und automatisch auch alle Aufwendungen (Treibstoff,...), die mit dem PKW zusammenhngen, sind brutto zu verbuchen. Wenn ein PKW zu 80 % als Taxi, PKWs des Umlaufvermgens, Fahrschulen,... verwendet wird, dann hat man den Umsatzsteuerabzug. Anschaffungspreisminderungen sind z.B.: Skonto Anschaffungsnebenkosten sind laufende Aufwendungen, die unmittelbar mit der Herstel-lung zusammenhngen. Der Anschaffungsprozess muss hierbei aber schon begonnen haben. Aufstellungskosten, Fundamentierung, Montagekosten,... sind typische Anschaffungsneben-kosten. Die Grunderwerbssteuer ist nur einmalig, daher Anschaffungsnebenkosten. Alle Anschaffungsnebenkosten mssen aktiviert werden und dann wir es ber die AFA als Aufwand verbucht. Laufender Aufwand: Grundsteuer,... diese zahlt man immer wieder. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 37 Sonderflle der AK-Ermittlung bernommene Verbindlichkeiten Wenn wir einen Gegenstand erwerben und auf diesen eine Verbindlichkeit haftet. Die Verbindlichkeit ist im Wert von 100.000,- z.B.: Ich kaufe ein Grundstck und ich erwebe dieses mit einer Hypothek belastetes Grund-stck. 0... Grundstck 300.000,- / 2... ZMK 200.000,- / 3... Verbindlichkeit 100.000,- Fremdwhrungsgeschfte Wenn wir den Gegenstand einbucht, dann mssen wir uns mit dem Euro auseinandersetzen. Zum Zeitpunkt der Lieferung und sofern wir der wirtschaftliche Eigentmer des Gutes sind, buchen wir den Vermgensgegenstand ein. Dann rechnet man die auslndische Whrung in Euro um, damit man die Fremdwhrungs-verbindlichkeit in Euro ausgewiesen haben. Wenn man die Fremdwhrungsverbindlichkeit mit 143,- eingebucht hat, dann muss man die auch mit 143,- wieder ausbuchen. Wenn der Dollar weiter gesunken ist und wir nur 140,- bezahlen mssen, dann haben wir einen Kursgewinn. Wenn man die Fremdwhrungsverbindlichkeit bezahlt, bucht man folgendes: 3... Fremdwhrungsverbindlichkeit 143,- / 2... Kassa/Bank 140,- / 4... Kursgewinn 3,- Wenn der Dollar gestiegen ist, dann haben wir einen Kursverlust: 3... Fremdwhrungsverbindlichkeit 143,- / 2... ZMK 150,- 7... Kursverlust 7,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 38 Opfertheorie FALL 1: Wir kaufen ein Grundstck und auf diesem Grundstck ist ein vllig bauflliges Gebude darauf. Mit diesem Gebude knnen wir nichts anfangen wir mssen es abtragen lassen. Das Abbruchunternehmen wird uns eine Rechnung fr den Abriss stellen. Die Abbruchkosten gehren zu den Anschaffungskosten des Grundstcks dazu. 0... Grundstcke / 2... Zahlungsmittelkonto 180.000,- 0.. Grundstcke 7 / 2... Zahlungsmittelkonto 40.000,- Dementsprechend hat uns das Grundstck 220.000,- gekostet. FALL 2: Wir kaufen ein Grundstck und auf diesem Grundstck ist ein noch funktionsfhiges Gebu-de. Das bebaute Grundstck kostet 180.000,- Man muss schon im Kaufvertrag festlegen, wie teuer der Grund und wie teuer das Gebude ist. Grund 140.000,- Gebude 40.000,- 0... Grundstck 140.000,- / 2... Zahlungsmittelkonto 180.000,- 0... Gebude 40.000,- Die Rechnung vom Abrissunternehmen kommt: 0... Gebude neu / 2... Zahlungsmittelkonto 60.000,- 0... Gebude neue / 4... aktivierte Eigenleistung 200.000,- Das alte Gebude muss ausscheiden. Der Buchwert des alten Gebude gehrt zu den Anschaffungskosten des neuen Gebude. 0... Gebude neu / 0... Gebude alt 40.000,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 39 Das neue Gebude steht jetzt mit 300.000,- drinnen. Ohne Opfertheorie htten wir die 40.000,- und 60.000,- als Aufwand verbucht. Die Opfertheorie wird angewandt, wenn wir ein Grundstck kaufen und wir das darauf ste-hende Gebude sofort abreien lassen. Es gibt keine Zeitspanne fr die Opfertheorie. Die Zeitspanne ist nicht festgelegt. Wenn das alte Gebude nie verwendet wurde, dann gilt mit Sicherheit die Opfertheorie. Vom steuerpflichtigen her, mchte man versuchen aus der Opertheorie heraus zu kommen. Stundungs- bzw. Ratengeschfte Ratenzahlung Die Anschaffungskosten sind unabhngig davon zu ermitteln, wie man den Gegenstand fi-nanziert hat. Es ist egal, ob man ihn mit Eigen- oder Fremdkapital finanziert hat. Die Kreditaufnahme und die Anschaffung werden getrennt. Es gibt ein Problem und zwar, wenn man einen Gegenstand ankauft und ihn stundet oder per Ratenzahlung begleicht. Wenn man den Gegenstand erst nach 3 Jahren bezahlt, dann bezahlt man viel mehr, als wenn man ihn gleich bezahlt. Sofort 100,- Nach 3 Jahren 300,- Im Bereich der Bilanzierung geht es um die wirtschaftliche Verursachung. Die Zinsen muss man ber den ganzen Zeitraum (hier: 3 Jahre) verteilen und das macht man ber eine aktive Rechnungsabgrenzung. Bei der Stundung verteile ich die Zinsen auch auf die 3 Jahre. Mit welchem Wert werde ich den Gegenstand aktivieren? Mit den 100,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 40 0... 100,- / 3... Verbindlichkeit 130,- 290 ARA 30,- 8... Finanzaufwand / 290 ARA 10,- 8... Finanzaufwand / 290 ARA 10,- 8... Finanzaufwand / 290 ARA 10,- 3... Verbindlichkeit / 2... Kassa/Bank 130,- Die zweite Variante fhren wir hier und auch im PS nicht genauer aus, aber wir sollen wis-sen, dass es mehrere Varianten gibt. Stundung: Jahr 1: 110,- Jahr 2: 110,- Jahr 3: 110,- Wir mssen hier die Zinsen heraus rechnen. 0... Vermgensgegenstand 300,- / 3... Verbindlichkeiten 330,- 290 ARA 30,- Die Zinsen von 30,- werden unproportional verteilt. Die Zinsen sind z.B.: am Anfang hher, als spter. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 41 Beispiele: Wir spezialisieren uns auf die Option I. Wird auch in der Praxis bevorzugt angewandt! Herstellung - Herstellungskosten Hier entsteht ein neuer Gegenstand. Reine Lagerung kann als Herstellungsvorgang bezeichnet werden. z.B.: wenn der Wein gelagert werden muss, bis er reif ist, dann ist das auch ein Herstel-lungsvorgang. Wir haben die Unterscheidung zwischen Anschaffung und Herstellung. Fertigungsmaterial = die Grundstoffe, die in diesen Gegenstand eingehen. Fertigungsmaterial, Fertigungslhne und die Sonderkosten der Fertigung mssen zwingend in die Herstellungskosten einbezogen werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 42 Charakteristika des Herstellungsvorganges Wir beschftigen uns mit der klassischen Herstellung im Umlaufvermgen und im Anlage-vermgen. Anschaffungskosten - Anschaffungsminderungen + Anschaffungsnebenkosten = Anschaffungspreis Herstellung (Anlagevermgen) Wenn man Anlagevermgen selbst herstellt: 0... Anlagevermgen / 4... aktivierte Eigenleistungen Das bucht man, wenn das Gebude hergestellt ist, wenn man mit der Herstellung fertig ist. Auch zum Bilanzstichtag wird das gebucht (in Bau befindliche Anlage). 4... aktivierte Eigenleistung ist eindeutig ein Ertrag. Diesen Ertrag muss man auf die Gewinn- und Verlustrechnung bertragen. Ist die Herstellung tatschlich ein Ertrag? Nein, denn es sind mir auch viele Aufwendungen angefallen. Dieser Ertrag ist mit den Aufwendungen verknpft. Das Gebude wird dann mit der AFA abgeschrieben. Bei den Herstellungskosten gibt es einen Mindest- und einen Hchstansatz. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 43 Mindestansatz (MA): In Summe sind mit einer Herstellungen Aufwendungen in einer Hhe von 180.000,- ange-fallen. Wir whlen den Mindestansatz und dieser macht z.B. nur 100.000,- aus. 0... AV /4... aktivierte Eigenleistung 100.000,- Somit haben wir nur 100.000,- neutralisiert, 80.000,- bleiben als laufende Auftrge drin-nen. Hier nehmen wir nicht die ganzen 180.000,-, sondern nur 100.000,- Hchstansatz (HA): Hier rechnet man alle Aufwendungen in die Herstellungskosten ein. 0... AV / 4... aktivierte Eigenleistungen 180.000,- Alle Aufwendungen, die mit den Herstellungskosten verknpft sind, werden neutralisiert, da-fr hat man das Gebude mit 180.000,- in der Bilanz drinnen und als aktivierter Gegen-stand wird das Gebude mit 180.000,- abgeschrieben. Herstellung (Umlaufvermgen): Hier stellt man das Umlaufvermgen selbst her. Man beschftigt sich damit in der Bilanz, am Bilanzstichtag. Am Bilanzstichtag hat man die fertigen bzw. halbfertigen Fabrikate und man muss schauen, ob mehr oder weniger geworden ist. GuV Umlaufvermgen Aufwendungen 1.000 Stck Umstze von 800 Stck VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 44 Was passiert mit den fehlenden 200 Stck? Diese 200 Stck mssen jetzt bei den Fertigfabrikate in der Bilanz stehen. Mit welcher Buchung bringe ich die 200 fehlenden Stck in die Bilanz? 1... Fertigfabrikate / 4... Bestandsvernderung Die Klasse 4 Bestandsvernderung ist ein eindeutiger Ertrag und diese 200 Stck gebe ich somit in die Gewinn- und Verlustrechnung. Wie sieht die Situation nchstes Jahr aus? GuV Aufwnde 600 Stck Umstze 800 Stck Bestandsvernderung 200 Stck Das kann nur eintreten, wenn ich 200 Stck vom Lager genommen habe. 4... Bestandsvernderung / 1... Fertigfabrikate Damit habe ich aus meiner Bilanz die Fertigfabrikate herausgeschmissen. Die Frage ist, wie hoch die Bestandsvernderungen sind und da muss ich mich fr den Min-dest- oder den Hchstansatz entscheiden. = Neutralisierung der Herstellkosten VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 45 Neutralisierungsfunktion der HK-Buchung Beim Umlaufvermgen habe ich bilanziell mit den Aufwendungen nur am Bilanzstichtag zu tun. Am Bilanzstichtag muss ich schauen, ob ich einen Lageraufbau oder -abbau habe. Das ist eine stckbezogene Rechnung. Lagerabbau: Da muss ich zu den zu hohen Erlsen eine Bestandsvernderung zu den Aufwendungen dazu geben. Komponenten der HK Es steht im Gesetz fest, was man in die HK einrechnen darf. Von den Wahlrechten macht man in der Bilanzierung nur teilweise Gebrauch, da der Kosten-rechner den Bilanzierern alles bekannt geben muss. Fertigungsgemeinkosten sind z.B.: Strom, Energie,... Fremdkapitalzinsen: fr den Herstellungszeitraum darf ich auch die Zinsen einrechnen,... Egal was man herstellt, der Mindest- und Hchstansatz ist fr alle Herstellungen ident. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 46 Nicht aktivierungsfhige Aufwendungen Das sind alle Verwaltungs- und Vertriebskosten. Diese darf man nicht in die Herstellung einrechnen, da hier die Herstellungen ja schon abge-schlossen sind. Steuern vom Gewinn, Eigenkapitalkosten,... knnen auch nicht in die Herstellungskosten einflieen. Es gibt Ausnahmen: Wenn man Umlaufvermgen ber lange Zeit herstellt, dann fallen hier hohe Verwaltungs- und Vertriebskosten an. z.B. Eurofighter-, Schiffherstellung,... VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 47 Ermittlung der HK Die Verwaltungs- und Vertriebskosten interessieren und in der Bilanzierung nicht wir schmeien sie raus. Die Kostenrechnung arbeitet mit kalkulatorischen Abschreibungen. Wir in der Bilanzierung mit den buchhalterischen Zinsen. Kalkulatorische Wagnisse hat man, wenn man keine Schadensversicherung abgeschlossen hat. Man rechnet in der Kostenrechnung mit einem Schnitt an Schadensflle. Wir in der Bilanzierung knnen nur dann einen Schaden verbuchen, wenn dieser angefallen ist. Wenn wir Versicherungen haben, dann gibt es gar keinen Unterschied. Kalkulatorischer Unternehmerlohn, das ist der Gewinn. In der Buchhaltung haben wird das nicht. In der Kostenrechnung rechnen wir eine Gewinnkomponente mit hinein. Das + darf niemals hher sein, als das ausgeschiedene -. Das + darf niemals hher sein, als das beim Kalkulatorischen. Das ist wichtig, damit die + in der Bilanz niemals zu hoch sind. Das hat mit dem Vorsichtsvorsatz zu tun. Bei diesem Bereich arbeitet die Bilanzierung eng mit der Kostenrechnung zusammen. Wir bernehmen aus der Kostenrechnung das, was wir brauchen. Wenn uns die Kostenrechnung irgendwelche Verwaltungs- oder Vertriebskosten bekannt gibt, brauchen wir diese nicht, da sie nicht in der Herstellungskosten eingerechnet werden. Die Kalkulatorischen Kosten mssen wir aus buchhalterischer Sicht ausscheiden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 48 Unterbeschftigungsklausel Sie steht so im Gesetz drinnen. Hier geht es um einen pltzlichen, massiven Produktionsrckgang. Die Unterbeschftigungsklausel ist nur bei Produktionsunternehmen und auch nur beim Um-laufvermgen mglich. Wenn wir einen nicht vernachlssigbaren Produktionsrckgang haben, welche Kosten werden sich nicht automatisch anpassen? Die fixen Kosten. Wenn ich weniger produziere, werden sich die variablen Kosten (Strom,...) sofort und auto-matisch anpassen, nur die fixen Kosten bleiben einmal unverndert. z.B.: Miete fr eine Lagerhalle: Wenn ich weniger produziere, muss ich trotzdem die ganze Miete bezahlen. Wenn man einen Produktionsrckgang haben, dann mssen wir die fixen Kosten anpassen und drfen sie nicht unverndert hinein rechnen. Beispiel: Fertigungsmaterial 50.000,- verbraucht (= variable Kosten) Materialgemeinkosten 5.000,- (= variable und fixe Kosten) Fertigungslhne 200.000,- (= variable Kosten) Fertigungsgemeinkosten 300.000,- (Abschreibungen, Strom, Energie,... = variable und fixe Kosten) Variabel Fix 50.000,- 3.000,- 2.000,- 200.000,- 100.000,- 200.000,- 353.000,- 202.000,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 49 Wenn ein massiver Produktionsrckgang vorliegt, muss man die Fixkosten anpassen. Wenn man z.B.: eine Unterbeschftigung von 60% hat, dann muss man die Fixkosten an-passen, indem man 60% von den 202.000,- in die Herstellkosten einrechnet. Von den 353.000,- werden 100% in die Herstellkosten eingerechnet. Was passiert mit den fehlenden 40%? Die 40% bleiben als Aufwand in der GuV drinnen. Die Herstellungskosten im Steuerrecht Im Steuerrecht mssen die Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 50 Beispiel zu den Herstellungskosten a) Mindestansatz Mindestansatz (MA): UR 200.000,- Fertigungsmaterial (FM) 100.000,- Fertigungslhne (FL) - Sondereinzelkosten der Fertigung (SEK) 300.000,- 0... Halle/4... aktivierte Eigenleistung 300.000,- = Ertragsbuchung Ich habe einen Ertrag von 300.000,- aber das Steuerrecht sagt, dass wir einen Ertrag von 475.000,- ansetzen mssen. Steuerrecht 6 Z 2 Est: Man muss auch die Fertigungs- und Materialkosten in die Herstel-lungskosten einrechnen. 300.000,- + MGK + 60.000,- - 10.000,- (Kalkulatorische Kosten) + 5.000,- (buchhalterische Aufwandsposition) + FGK 120.000,- - 30.000,- (kalkulatorische AFA) + 30.000,- (ich darf nicht + 40.000,- rechnen, da das + dann hher als das wre) 475.000,- = Steuerlicher Mindestansatz Wir mssen im Steuerrecht einen Ertrag haben, der um 175.000,- hher ist. UR 300.000,- StR 475.000,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 51 Die Unternehmen versuchen in der Praxis den unterschiedlichen Wertansatz zu vermeiden, da sie sonst immer eine Mehr-Weniger-Rechnung machen mssen. b) Hchstansatz Hchstansatz (HA): Unternehmensrecht (UR) = Steuerrecht (StR) Fertigungsmaterial (FM) 200.000,- Materialgemeinkosten (MGK) 60.000,- - 10.000,- (kalkulatorische Kosten) + 5.000,- (buchhalterische Aufwendungen) Fertigungslhne (FL) 100.000,- Fertigungsgemeinkosten (FGK) Anteilige Fremdkapitalzinsen (FKi) 10.000,- 485.000,- 0... Halle/4... aktivierte Eigenleistung 485.000,- Bewertung von Aktiva I Anlagevermgen Hier muss man in abnutzbares und nicht abnutzbares Vermgen unterscheiden. Abnutzbares Anlagevermgen Hier gibt es die ganz normale Abschreibung z.B.: Auto, Maschine,... Man kann die Nutzung schon im Voraus planen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 52 Allgemeine Bewertungsgrundstze i.S.d. 201 UGB Fr die Bewertung muss ich von einer bestimmten Stetigkeit ausgehen. Wenn man die produzierten Erzeugnisse heuer mit dem Mindestansatz ansetzt, dann kann man sie nchstes Jahr nicht mit dem Hchstansatz ansetzen, da keine Vergleichbarkeit vor-handen ist. Man muss immer stetig bewerten. Es gibt auch hier wieder Ausnahmen von dieser Stetigkeit. Der Buchwert ist nicht der Liquidationswert, das ist nicht der Wert, um den wir das Unter-nehmen verkaufen knnten. Alle Vermgensgegenstnde mssen einzeln bewertet werden. Stichtagsprinzip ( 201 (2) Z. 3 und Z. 4 lit. b UGB) Nur dann, wenn das Ereignis in der 2. Hlfte passiert ist, dann darf das nicht mehr in die Bi-lanz hinein gerechnet werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 53 Allgemeine Bewertungsgrundstze i.S.d. 201 UGB Prinzip der Vorsicht = das schlagende Bewertungsprinzip, wenn man nicht wei, ob man abwerten soll, oder nicht. Realisationsprinzip Das sagt, dass Gewinne nur dann ausgewiesen werden drfen, wenn sie realisiert sind. Man darf den Gewinn vorher nicht ausweisen. Anschaffungswertprinzip Wir haben in der Bilanz Anschaffungs- oder Herstellkosten drinnen, die niemals berschritten werden drfen. Ich habe in der Bilanz niemals die aktuellen Werte drinnen. Auch bei den Rckstellungen kommt das Realisationsprinzip zum Tragen. Imparittsprinzip Verluste mssen sofort bilanziell ausgewiesen werden, sobald sie erkennbar oder absehbar sind. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 54 Die Bewertung von nicht abnutzbarem AV im UGB z.B.: bloer Grund und Boden; Lizenzen; Finanzanlagevermgen: Aktien, Beteiligungen,... Es ist nicht mglich, ein nicht abnutzbares AV herzustellen, daher kann es sich hierbei nur um Anschaffungskosten handeln. Man muss dem Buchwert einem Vergleichswert gegenberstellen. Der Vergleichswert ist jener Wert, den ich zum Stichtag fr das nicht abnutzbare AV bezah-len wrde. Bei Grundstcken wird meist ein Immobilienmakler den Vergleichswert (= Wiederbeschaf-fungswert) erstellen. Am Bilanzstichtag: Buchwert (BW) 100.000,- Vergleichswert 140.000,- Dieser schlummernde Gewinn darf in der Bilanz nirgends ausgewiesen werden. Die 40.000,- nennt man stille Reserven, da sie in der Bilanz nicht aufscheinen drfen. ODER Vergleichswert 60.000,- Man muss sich dann einmal berlegen, warum wir eine Wertminderung haben z.B.: durch Lrmbelstigung durch Bauarbeiten am Nachbargrund. Wenn die Wertminderung nur vorbergehend ist, darf sie nicht ausgewiesen werden, wenn sie aber langfristig ist, dann muss sie bercksichtigt werden. Langfristige Wertminderung wre z.B. neben meinem Grundstck wurde eine Mllhalle ge-baut. 7... auergewhnliche AFA/0... 40.000,- Man kann es oft gar nicht sagen, ob die Wertminderung dauerhaft oder vorbergehend ist. Bei einer dauernden Wertminderung muss man zwingend immer abwerten. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 55 Die Bewertung von abnutzbarem AV im UGB Am Anfang macht man immer die normale planmige AFA (Abschreibung). Beispiel: AK/HK 100.000, Dann schaue ich, wie lange die planmige AFA wre. Angenommen sie ist 10 Jahre. 100.000 - 10.000,- = 90.000,- 90.000,- = fortgeschrittene AK/HK Die Nutzung von bestimmten Gegenstnden wird nicht ewig sein. Man muss einen AFA-Plan machen (nach welcher Methode wird der Gegenstand abge-schrieben?). Im Unternehmensrecht kann man die unterschiedlichen Abschreibungsmethoden anwenden und auch unterschiedliche Methoden miteinander kombinieren. Unternehmensrechtlich macht man das nicht, da es im Steuerrecht andere Regelungen gibt. Wenn man es gleich so macht, wie es im Steuerrecht vorgesehen ist, spart man sich die Mehr-Weniger-Rechnung. Aber im Unternehmensrecht sind die unterschiedlichen Abschreibungsmethoden erlaubt. Mit der AFA beginnen wir immer mit der Aktivierung (z.B. Gebude) bzw. bei der Inbetrieb-nahme (die Inbetriebnahme wird immer der Anschaffung oder der Herstellung folgen). All diese Aspekte muss man in einem Abschreibungsplan eingeben. Der Buchwert wird mit einem Vergleichswert versehen. Wenn der Vergleichswert hher ist, dann bedeutet es, dass keine Bercksichtigung notwen-dig ist. Ist der Vergleichswert allerdings gesunken, dann muss man folgendes buchen: VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 56 Vergleichswert = 40.000,- Deswegen muss ich die Maschine jetzt um 50.000,- abschreiben, wenn es sich um eine dauerhafte Wertminderung handelt. In der Folgeperiode muss ich die 40.000,- auf die Restnutzungsdauer abschreiben. Die Frage ist dann, ob ich sie noch 9 Jahre nutze, oder ob ich sie nur mehr 4-5 Jahre nutzen werde. Im Fall kann sich auch die Restnutzungsdauer ndern und so werden wir die planmige AFA fr die Folgeperioden berechnen. Die Mhe einer auerplanmigen AFA mache ich nur beim abnutzbaren AV. Problem: In der Praxis ist die Ermittlung von Vergleichswerte sehr schwierig. Planmig und nicht planmiges AV muss am Bilanzstichtag angeschaut werden und wenn ntig verbucht werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 57 Die Bewertung abnutzbarem Anlagevermgen im Steuerrecht Das UGB schreibt nicht vor, wie man abschreiben muss. Das Steuerrecht ist bei der Abschreibung um einiges genauer. Im Paragraph 7 steht drinnen, dass nur die lineare Abschreibung zulssig ist. Es gibt im Steuerrecht einige Wirtschaftsgter. Wir schauen uns jetzt nur den PKW und das Gebude an, die ber einen bestimmten Zeit-raum abgeschrieben werden mssen. Ganz streng ist man beim PKW ( 8 EStG). Er muss auf 8 Jahre abgeschrieben werden, egal wofr man den PKW verwendet. Wie viele Kilometer damit gefahren werden, ist fr die AFA vllig egal. Taxis,... knnen auch auf einen krzeren Zeitraum abgeschrieben werden. Wenn die normale Abnutzungsdauer des PKWs mit 4 Jahre angesetzt wird, mssen wir ei-nen Mehr-Weniger-Rechnung machen, da das Steuerrecht 8 Jahre vorsieht. Nicht so streng ist das Steuerrecht beim Gebude nicht. 8 Absatz 1 EStG. Das Gebude schreibt man mit 3 % ab. Gebude, die fr Verwaltungszwecke verwendet werden, sind mit 2 % abzuschreiben, die ohne weiteren Nachweis anzusetzen sind. Bei Banken und Versicherungen gibt es gesonderte Regelungen, die wir hier aber nicht ge-nau wissen mssen. Normale Abschreibungsbuchung: 7... AFA/0... Diese normale Abschreibungsbuchung ist mit einer Mehr-Weniger-Rechnung versehen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 58 Grundstze der Bewertung von Anlagevermgen im Steuerrecht Das Steuerrecht sagt, dass wenn der Teilwert niedriger als der Buchwert ist, dass man ab-werten kann. Wir sind daran interessiert, da es fr uns aus steuerlicher Sicht besser ist. Zuschreibungen beim AV Die Zuschreibung bedeutet, was ist, wenn wieder eine Werterholung statt findet. Es gibt 3 Varianten: Auerplanmige AFA Wert sinkt weiterhin ( 60,- -> 40.000,-) Hier muss ich wieder abwerten. 7... auerplanmige AFA/0... Anlagevermgen Auerplanmige AFA Werterholung ( 40,- -> 100,-) Ich kann hier aufwerten, muss aber nicht. 0... Anlagenvermgen/4... Ertrge aus Zuschreibungen 60.000,- Auerplanmige AFA Wert ist gestiegen ( 40,- -> 120,-) Beteiligungen MUSS ich laut dem Steuerrecht aufwerten. Laut dem Steuerrecht kann ich alles andere aufwerten, was ich aber nie machen soll, da ich sonst meinen Gewinn erhhe. PKW: Im UGB haben wir eine planmige Abschreibung. Im Steuerrecht mssen wir die 8 Jahre verwenden. Daher muss man meistens eine Mehr-Weniger-Rechnung machen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 59 Gebude: Im UGB haben wir eine planmige Abschreibung. Wenn es unmittelbar der Betriebsausbung dient, muss man im Steuerrecht eine Nutzungs-dauer von 3 % verwenden. Es gibt eine auerplanmige Abschreibung. Es gibt abnutzbare und abnutzbare Anlagevermgen. Auerplanmige Abschreibung Hier muss ich die Niederstwertmodell anwenden. Wenn der Vergleichswert hher als der Buchwert ist, dann passiert nichts. Man darf niemals auf einen hheren Vergleichswert hinauf gehen. Ist das fr smtliche Stichtage so? Unter welcher Voraussetzung darf man eine Zu-schreibung machen? Eine vorangegangene planmige Abschreibung. Bei den Beteiligungen muss man zuschreiben. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 60 Die Bewertung von UV im UGB Bevor das UV bewertet wird, muss man den Buchwert erst einmal ermitteln. Halb- bzw. Fertigfabrikate Zum Jahresanfang fang ich mit dem Anfangsbestand an, unter dem Jahr mache ich damit nichts. Zum Stichtag muss ich schauen, wie viel noch da ist und dann muss ich den Endbestand ermitteln. Am Schluss mache ich die Verstandsvernderungsbuchung. Erst dann habe ich den richtigen Wert ausgewiesen. Kassa und Bank Bei der Kassa und bei der Bank kann man sich jegliche Bewertungsverfahren sparen. Alle anderen Positionen: Forderungen, Waren, Rohstoffe,... muss man am Bilanzstichtag einer Bewertung unterziehen. Dem Buchwert wird ein Vergleichswert gegenber gestellt. Ich muss schauen, was das fr ein Umlaufvermgen ist und so komme ich auf den Ver-gleichswert. Forderungen Man macht pauschale Gruppen von Bewertungen z.B.: bei den Forderungen. Wenn man an gewisse Unternehmen in bestimmten Branchen denkt, dann sind die Forde-rungen sehr essentiell z.B. bei den Banken. Man muss dann die auenstehenden Menschen bewerten. Man muss den Forderungsbestand genau durch berlegen. Waren Im Bereich der Waren, die dem unmittelbaren Verkauf dienen, werde ich den Vergleichswert retrograd herunter rechnen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 61 Rohstoffe Bei den Rohstoffen ist es problematisch, vom Absatzmarkt auszugehen. Hier schaut man, was die Wiederbeschaffung kostet. Ich werde so kalkulieren, dass der Vergleichswert hher ist, als der Buchwert. Doch diesen schlummernden Gewinn werde ich nicht ausweisen, sondern erst dann, wenn ich die Ware verkauft habe. Ich darf das Umlaufvermgen nicht aufwerten. In manchen Bereichen wird der Vergleichswert nicht hher sein, wie z.B.: bei den Forderun-gen. Bei den Forderungen kann es nur nach unten gehen, aber nicht nach oben. Wenn der Vergleichswert sinkt Wenn der Buchwert 500,- ist und der Vergleichswert 300,- ist. Der Vergleichswert ist um 200,- gesunken. Hier muss ich abwerten. Beim Anlagevermgen muss man berlegen, ob die Wertminderung von Dauer ist, oder nicht. Beim Umlaufvermgen kommt das Strenges Niederstwertprinzip und man MUSS abwerten. 7... Wertberichtigung / 1.. UV 200,- Die Grnde, ob es kurz- oder langfristig ist, ist egal. Es zhlt nur das, wie die Situation am Bilanzstichtag ist. Der Bereich des UV und deren Bewertung ist einer der schwierigsten Bereichen, die wir hier lernen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 62 Die Bewertung von UV im StR Im Bereich der Bewertung vom UV sind wir mit dem Niederstwertprinzip unterwegs und spa-ren uns dadurch eine Mehr-Weniger-Rechnung. Zuschreibungen Im Bereich des UV gibt es nur sehr selten die Situation, dass es nach einer Senkung, wieder steigt. Wenn das UV eine Wertminderung von 200,- gehabt hat, dann kann man sich sicher sein, dass wenn das, was vermindert wurde, noch zum nchsten Bilanzstichtag da ist, wird es sich noch einmal um eine Wertminderung handeln. Wenn der Wert noch einmal um 100,- sinken, dann muss man das gleich verbuchen. 7... Wertberichtigung/ 1.. UV 100,- Wenn sich der Wert aber wieder erholen sollte (wieder auf 500,- steigen), dann kann ich es wieder erhhen, aber in der Praxis macht man das in der Regel nicht. 1.. UV / 4.. 200,- Denn diese Buchung ist immer mit dem Steuerrecht verbunden (ich muss dann auf die 200,- Steuern zahlen), daher wird man das in der Praxis nicht machen. Wenn der Wert wieder gestiegen ist, aber nicht auf die ursprnglichen 500,-, sondern auf 700,-, dann kann man eine Zuschreibung machen, aber nur bis zu den Anschaffungskosten, d.h. es ist nur bis 500,- mglich. 1.. UV / 4.. 200,- Die Zuschreibungen werden sich nur auf die Beteiligungen beziehen, da man das bei diesen machen MUSS. Alles was auf der Aktivseite in der Bilanz ist, setze ich mit dem Niederstwertprinzip an. Auf der Aktivseite finde ich immer die niedersten Werte, aber nie die aktuellen. Auch den Bereich des UV muss ich immer korrekt abwerten. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 63 Die Rcklage gem. 12 EStG Jetzt befinden wir uns auf der Passivseite (= Mittelherkunft). Es gibt auf der Passivseite das Eigenkapital und das Fremdkapital. Eigenkapital Wir bezeichnen das Eigenkapital als Residualgre, als Restposten. Fremdkapital Beim Fremdkapital haben wir zwei groe Bereiche: Rckstellungen und Verbindlichkeiten. Unversteuerte Rcklagen Das ist eine Mischposition aus dem Eigen- und dem Fremdkapital. Im Notfall kann es zur Versteuerung kommen. Es gibt verschiedene Arten von den unversteuerten Rcklagen. Die Unversteuerte Rcklage steht im 12 EStG. Woher kommt diese Rcklage? Ich muss Anlagevermgen veruern. (Beim UV kommt es nie zu einer unversteuerten Rcklage.) Wenn in einem Unternehmen AV veruert wird, macht man das regelmig, um eine neue Investition machen zu knnen. Regelmig werden AV verkaufen, um neue Investitionen anzuschaffen. Wenn man AV verkauft, hat man einen Restbuchwert: 7.. Restbuchwert / 0.. AV 80,- Wenn ich das AV verkaufe: 2.. Bank / 4.. Erls 120,- Da bekommen wir einen Gewinn heraus und zwar in Hhe von 40,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 64 Wenn man AV verkauft, um neues AV anzuschaffen, kann man den aus dem Verkauf der alten Anlage entstehenden Gewinn steuerfrei verwenden. Man bildet die Rcklage wie folgt: 8.. Dotierung unversteuerte Rcklage / 9... bertragungsrcklage gem. 12 40,- Diese Buchung ist eine Aufwandsbuchung. Hier hat man die gesamte Veruerung erfolgsneutral gestellt. Man muss jetzt aber ein neues AV kaufen: 0.. AV / ... 500,- 12 EStG: Die bertragung der 12 Rcklage mindert die Anschaffungskosten der neuen Investition. Dann muss man die neue Investition ins Haben tun: 9.. RL gem. 12 Rcklage / 0.. AV 40,- AV 500,- - 40,- = 460,- 460/10 = 46,- 7... AFA / 0.. AV 46,- Das alles steht im 12 EStG drinnen. Man muss schauen, wie das UGB damit umgeht: UGB akzeptiert die ganze Regelung, bis auf einen Punkt. Im UGB muss man die RL ber eine Bewertungsreserve verbuchen. 9... RL gem. 12 / 9... Bewertungsreserve zu AV 40,- Die Bewertungsreserve befindet sich auch auf der Passivseite der Bilanz. 500,- / 10 Jahre = 50,- 7.. AFA / 0.. AV 50,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 65 Bewertungsreserve 40/10 = 4,- 9... Bewertungsreserve / 8... Ertr. Aufl. BWR 4,- In diesem Bereich haben wir keine Mehr-Weniger-Rechnung. Wir haben eine steuerliche Afa von 46,-. Wir haben eine unternehmensrechtliche Afa von 50,-. Diese 46,- ist eine Ertragsbuchung. Die 50,- - 4,- ist eine Aufwandsbuchung. Laut dem Unternehmensrecht haben wir auch einen Aufwand von 46,- und somit ist es gleich. Es muss eine erfolgswirksame Veruerung des AVs sein und auch die Behaltefristen muss man bercksichtigen. Auer, wenn das AV aufgrund einer hheren Gewalt ausscheidet. Die Rcklage wird dann dotiert. Diese Buchung ist eine Aufwandsbuchung. Wie lange darf die Rcklage bestehen bleiben, bis zur nchste Investition? Man hat 12 Monate Zeit, um eine Ersatzinvestition zu ttigen. Man hat 24 Monate Zeit, wenn das AV aufgrund einer hheren Gewalt ausgeschieden ist. Man hat auch 24 Monate Zeit, im Falle einer Gebudeherstellung. Dann muss die Nachfolgeinvestition gettigt werden. Das UGB ist anderer Meinung. Im UGB muss man das ganze ber die Bewertungsreserve machen (= indirekte Verbuchung) und die gehrt immer zu einer Buchung auf der Aktivseite dazu. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 66 Wirtschaftsgter Unkrperlich Wirtschaftsgter sind Lizensen, Patente... Krperliche Wirtschaftsgter sind Maschinen,... (alles, was man angreifen kann) Krperliche knnen nur auf krperliche bertragen werden, sowie auch unkrperliche nur auf unkrperliche bertragen werden knnen. Auf Grund und Boden darf man die RL nur bertragen, wenn sie aus der Veruerung aus Grund und Boden kommt. Wenn die Fristen nicht erfllt sind, mssen die Rcklagen aufgelst werden. 9... RL / 8... Auflsung der unversteuerten Rcklage Wie wirkt die Rcklage gem. 12 EStG? Das ist ein geschenkter Aufwand. Dieser Aufwand mindert die Steuerbemessungsgrundlage. Wir haben hier nur eine Steuerstundung und keine Steuerersparnis. Der Gesetzgeber holt sich den geschenkten Aufwand ber die Laufzeit der neuen Investition wieder zurck. Was ist, wenn mehrere Investitionen zur Verfgung stehen? Gibt es eine Reihenfolge, die man einhalten muss? Gibt es irgendwelche steuerlichen Vorteilhaftigkeiten? Je lnger die Laufzeit, desto besser. Wenn nicht abnutzbar, dann ist es das beste fr mich. Wenn man eine 12 Rcklage auf einen reinen Grund und Boden bertragt, dann ist das das beste berhaupt. Voraussetzung aber ist, dass vorher auch Grund und Boden war. ... / 9... RL -> GuB 0... 100,- 9... RL / 9 BWR 10,- Die Rcklage ist im 12 EStG drinnen, darf aber nur von natrlichen Personen, aber nicht mehr von Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 67 Gemischt genutzte Wirtschaftsgter Diese werden sowohl privat und unternehmerisch genutzt: PKW Computer (Gebude: unten die Verkaufsrumlichkeiten, oben wohnt der Unternehmer fr private Zwecke) Das unbewegliche Vermgen wird von uns nicht nher besprochen. Somit schlieen wir hier das Gebude aus. Grenze beachten Fr alle beweglichen Vermgensgegenstnde muss einen 50 % Grenze beachtet werden. Wenn der Vermgensgegenstand unter 50 % fr das Unternehmen genutzt wird, zhlt er nicht zum Betriebsvermgen. Wenn man er ber 50 % betrieblich genutzt wird, muss er zu 100 % eingebucht werden. Dieser PKW wird auch Folgeaufwendungen haben: 7... AFA 7... Treibstoffe 7... Reparaturen 7... Versicherungen 7... Reifenkauf Auch diese sind Aufwendungen sind VOLL einzubuchen. Buchungen Unter dem Jahr bucht man alles zu 100 % ein. Am Ende des Jahres werden die Aufzeichnungen ausgewertet und man schaut, wie viel man privat nutzt. Angenommen: 30%ige private Nutzung, dann nimmt man alle Aufwendungen her und davon scheidet man 30 % aus. Das macht man mit der Eigenverbrauchsbuchung. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 68 9... Privat / 4... Eigenverbrauch (30 % der Aufwendungen werden hier neutralisiert) Diese Buchung ist eine Ertragsbuchung. Wir haben einen 70%igen Aufwand. EStG und UGB Hier geht es um die 12 EStG Rcklage. Wenn man Wirtschaftsgter verkauft, hat man Interesse, ein neues Anlagevermgen zu kau-fen (Folgeinvestitionen). Wenn ich Anlagevermgen verkaufe, kommt es sehr oft zu einem Gewinn. Denn beim Anlagevermgen habe ich das Mindestwertprinzip zu bercksichtigen. Aus diesem Mindestwertprinzip wird sehr hufig bei der Veruerung von Gtern zu Gewin-nen kommen und wir haben dann weniger Kapital zur Verfgung aufgrund der STuern. Aus diesem Grund sagt das Steuerrecht, dass man das als Rcklage verbuchen darf und nach einer bestimmten Zeit muss die Rcklage bertragen werden. Krperlich auf krperlich, unkrperlich auf unkrperlich,... Hier muss ich aufpassen, wie das buchungstechnisch aussieht. Das Steuerrecht sagt, dass man das direkt von den Anschaffungskosten abziehen kann. Das UGB sagt, dass man die Rcklage ber eine Bewertungsreserve bertragen muss. Die Bewertungsreserve auf der Passivseite. Die Bewertungsreserve ist ein negativer Korrekturposten und ist sukzessive aufzulsen. Steuerstundung Zuerst bekommt man einen Aufwand geschenkt, dann muss man die Rcklage bertragen, indem man die Bewertungsreserve auflst. Das ist nur eine Steuerstundung und keine Steuerersparnis. Gterbeschaffung Wenn man auf mehrere Gter anschaffen will, dann muss man jenes Gut nehmen, das nicht abnutzbar ist, und dann das, was die lngste Nutzungsdauer hat. Wie das alles aussieht, steht im 12 EStG drinnen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 69 Private Nutzung von Wirtschaftsgter Im Unternehmen gibt es Wirtschaftsgter, wo eine private Nutzung blich ist. Z.B.: PKW Wenn man einen PKW hat, ist es sehr nahe liegend, ihn auch privat zu nutzen. Beim LKW ist dies nicht der Fall. Auch das Gebude wird sehr oft privat genutzt. Unten z.B.: die Geschftsrumlichkeiten und oben sind die privaten Bereiche. Somit wird es wirtschaftlich und privat genutzt. In dieser LV wird der Gebudefall nicht durchgemacht, da es hier ganz spezielle Bestim-mungen gibt. Bewegliche Wirtschaftsgter Wir beschftigen uns hier auf die beweglichen Wirtschaftsgter. PKW, Computer, Telefon,... Wenn ich diese Wirtschaftsgter wirtschaftlich und privat benutze, stelle ich mir die Frage, ob ich es einbuchen muss, oder nicht. Betriebliche Nutzung > 50 % Hier hat man eine 50 % Grenze. Es muss im Vorhinein abgewogen werden, ob man das Wirtschaftsgut berwiegend wirt-schaftlich nutzt, wenn ja, dann muss es in voller Hhe eingebucht werden. Auch alle Aufwendungen mssen in voller Hhe eingebucht werden (auch die AFA). D.h. 100% einbuchen und am Ende des Jahres schaue ich meine Aufzeichnungen an und korrigiere die Aufwendungen. Es wre auch mglich, dass ich die private Benutzung gleich immer abrechne, doch das macht man in der Regel nicht, da man ja nicht voraussagen kann, wie viel man mit dem PKW privat fahren wird. Daher macht man das immer am Ende des Jahres. Betriebliche Nutzung < 50 % Hier benutzt man den PKW vorwiegend privat und ist somit Privatvermgen und wird NICHT als Betriebsvermgen eingebucht. Hier schreibe ich alles zusammen und zahle zuerst alles privat. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 70 Dann am Ende des Jahres schaue ich, wie viel Prozent ich den PKW wirtschaftlich genutzt habe und dann buche ich die 10 % oder 20 % (je nach dem) als Aufwendungen ein. Umsatzsteuer: Betriebliche Nutzung > 50 % Wenn die betriebliche Nutzung ber 50 % ist, sofern der VSt-Abzug zusteht, so werden wir diesen auch in voller Hhe vornehmen (private Nutzung hier noch nicht bercksichtigen). Die laufenden Aufwendungen auch in voller Hhe verbuchen. Dann kommt umsatzsteuerlich eine Korrektur. Wenn der Unternehmer immer die ganze Vorsteuer abgezogen hat, dann muss er der Fi-nanz einen gewissen Teil zurck bezahlen. Fr die private Nutzung bekommt man keine Vorsteuer zurck. Die Rckzahlung macht man im Umsatzsteuergesetz durch eine Umsatzbesteuerung des Eigenverbrauchs. Der Eigenverbrauch korrigiert die private Nutzung. Bei den Aufwendungen mit Vorsteuerabzug muss auch die Aufwendung mit der Umsatz-steuer beglichen werden. Bei den Versicherungen gibt es keine Vorsteuer. Beispiel Bei der Abschreibung ist die Zuordnung etwas komplizierter bzgl. Vorsteuerabzug. Die Anschaffungskosten werden durch die AFA zum Aufwand. Dadurch muss man die Anschaffungskosten anschauen und deswegen gehrt die AFA mit in die Aufwendungen mit Vorsteuerabzug. In diesem Fall sind nur die 7 mit der 20%ige Ust zu begleichen. Diese 20 % muss man an die Finanz zurck zahlen, da ich mir zuerst berall die Vorstern geholt habe, und jetzt muss ich die private Nutzung des Wirtschaftsgutes wieder zurck be-zahlen. Alles, was ich auf dem 7ener Konto (Aufwandskonto) eingebucht habe, muss ich begleichen und nicht Konten wie Kassa oder Bank!!! VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 71 Beispiel: PKW AFA, Betriebsaufwand und Versicherungen: hier habe ich nirgends einen Vorsteuerabzug geltend gemacht. So habe ich hier umsatzsteuerlich die private Nutzung nicht zu begleichen. Wir buchen hier nur den Eigenverbrauch von 11,4 ein. Aber hier mssen wir der Finanz keine Umsatzsteuer zurckzahlen, da wir hier auch keinen Vorsteuerabzug geltend gemacht haben. Umsatzsteuer: betriebliche Nutzung < 50 % Fr die Grundanschaffung bekommt man die Ust. Hier hat man anteilig den Vorsteuerabzug. Beispiel Wenn ein Wirtschaftsgut berwiegend privat genutzt wird, gilt es dann als Privatvermgen und darf nicht eingebucht werden. Es gibt einen Vorsteuerabzug, aber nur in Hhe der betrieblichen Nutzung. Fr diesen Anteil darf ich die Vorsteuer von der Finanz zurckholen (hier 3 Vst). Diese folgende Buchung darf dann gettigt werden und ist somit gewinnmindernd. 250... / 9... Privat 33 Beispiel Es gibt auch die Variante, wo es keinen Vorsteuerabzug gibt. Da es hier keinen Vorsteuerabzug gibt, darf ich nur die betriebliche Nutzung einbuchen. Diese Bereiche sind in der Praxis eher selten. Denn in den meisten Fllen berwiegt die betriebliche Nutzung. Die Finanz achtet darauf, dass die private Nutzung schon angegeben wird. Wichtig ist, dass alle Aufwendungen ber den Eigenverbrauch korrigiert werden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 72 Bewertung von Passiva Das Eigenkapital wird hier als Restposten angesehen. Auf das Eigenkapital gehen wir erst in der Spezialisierung nher ein. Passivposten Bei den Passivposten gibt es die Rckstellungen und Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sorgen nicht fr groe Probleme. Die Rckstellungen sorgen schon mehr fr Schwierigkeiten. Aufgrund der Unsicherheit/Ungewissheit gibt es bei den Rckstellungen mehr Probleme. Die Bewertung von Verbindlichkeiten im UGB Beispiel: Buchwert von 100,- Unterjhrig haben wir eine Buchung gemacht: 0... Anlagevermgen / 3... Verbindlichkeiten 100,- Wir knnen entweder Anlagevermgen, Umlaufvermgen oder irgendwelche Aufwendungen gebucht, aber noch nicht bezahlt haben und somit hat man eine Verbindlichkeit offen. Wenn wir eine Verbindlichkeit mit 100,- haben, dann haben wir auch einen Vergleichswert in Hhe von 100,-. Fremdwhrungsverbindlichkeiten Bei Fremdwhrungsverbindlichkeiten kann es sehr wohl zu Vernderungen kommen. Wenn ich Umlaufvermgen, Anlagevermgen vom Ausland her transportiert habe und ich eine Rechnung in nicht Eurobetrgen habe, dann muss ich das auf Euro umrechnen. Dann kann es sehr wohl dazu kommen, dass ich am Bilanzstichtag eine nderung habe. Ich muss schauen, wie sich der Kurs zum Bilanzstichtag verndert hat, um die Verbindlich-keit zu tilgen. Hier haben wir das Hchstwertprinzip!!! D.h. wir mssen nur bei der Erhhung der Verbindlichkeit etwas buchen, bei einem mgli-chen Gewinn nicht! VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 73 Angenommen ich muss jetzt 80,- bezahlen (satt 100,-) Auf den ersten Blick schaut es einmal gut aus. Doch jetzt bezahle ich die Verbindlichkeit ja noch nicht tatschlich zurck. Ich darf die Verbindlichkeit jetzt nicht bercksichtigen und verkleinern. Dass es jetzt gut aussieht, sagt nichts aus, denn wer wei, wie es dann bei der Zurckzah-lung aussieht, wei man nicht. Man hat das Realisationsprinzip (= vorsichtige Bewertung) zu beachten und die sieht keine Vernderung vor. Angenommen ich muss jetzt 110,- bezahlen (statt 100,-) Nach dem Realisationsprinzip muss man aber Risiken,... bercksichtigen. Da der drohende Verlust fr uns negativ ist, mssen wir den mglichen Verlust bercksichti-gen. Wir buchen: 7... Aufwertung Verbindlichkeit / 3... Verbindlichkeit 10,- Diese Aufwertung muss man am 31.12. verbuchen. Durch diesen Buchungssatz werten wir die Verbindlichkeit auf. Es gibt am 31.12. keine Kursgewinnbuchung, auch bei den Forderungen nicht!!! Erst dann, wenn die Forderung zu einem Kassaeingang fhrt, darf ich Gewinne/Verluste ausweisen. Am 31.12. habe ich bei der Bewertung der Forderungen/Verbindlichkeiten immer nur eine Verlustbercksichtigung, aber nie eine Gewinnbercksichtigung. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 74 Die Bewertung von Verbindlichkeiten im StR Der, der nur fr steuerliche Zwecke bilanziert, wird eine Aufwertung machen, da das ge-winnmindernd ist. Die Verbindlichkeiten werden immer unter dem Jahr eingebucht und am Bilanzstichtag ms-sen wir die Fremdwhrungsverbindlichkeiten herausnehmen und diese bewerten. Rckstellungsarten Rckstellungen vs. Rcklagen. Rckstellungen sind Fremdkapital. Rcklagen gehren dem Unternehmer und zeigen Eigenkapital an. 3 Arten von Rckstellungen Verbindlichkeitsrckstellungen oder Rckstellungen fr ungewisse Verbindlichkeiten Das sind die Rckstellungen, die am hufigsten vorkommen. Aufwandsrckstellungen Kommen selten vor. Drohverlustrckstellungen Kommen selten vor. Rckstellungen fr ungewisse Verbindlichkeiten Hier sind sehr viele Rckstellungen mglich. Hier spielt die Unsicherheit eine groe Rolle, denn wenn jemand selbst kndigt, dann hat er keinen Anspruch auf Abfertigung oder wenn jemand verfrht stirbt, dann brauch ich diesem keine Pension auszahlen. Abfertigungsrckstellungen Angenommen wir machen Rckstellungen fr Abfertigungen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 75 Diese Abfertigung ist schon bis heute zum Teil verursacht. Das ist die Verursachung der knftigen Ausgabe. Wenn der Mitarbeiter angenommen 30 Jahre im Unternehmen bleibt, dann muss ich diese Rckstellung ber 30 Jahre ansammeln. Pensionsrckstellungen Whrend der Zeit, wo der Mitarbeiter im Unternehmen ist, sammeln wir die Rckstellungen. Prozesskostenrckstellungen Ich spare jetzt schon fr mgliche Prozesse an. Aufwandsrckstellungen Hier knnte ich mir die knftigen Ausgabe entziehen. Das sind freiwillige Prfungskosten, Umweltschutzmanahmen, die angestrebt werden,... Die Aufwandsrckstellungen kommen eher selten vor. Drohverlustrckstellungen Die Unternehmen nach UGB sind verpflichtet, alle schwebende Geschfte zu berprfen und zu schauen, ob es drohende Verluste gibt. Schwebende Geschfte stehen nicht in der Bilanz drinnen. Diese sind zwar zivilrechtlich relevant, aber da sie noch von keiner Seite erfllt wurden, ste-hen sie auch nicht in der Bilanz. Schwebende Gerechte haben nichts in der Bilanz zu tun. Aufgrund der Vorsicht muss man aber diese berprfen. Angenommen ich habe mich verpflichtet Waren um 15,- zu verkaufen, aber jetzt sind die Kosten am Beschaffungsmarkt in die Hhe gegangen und ich muss sie selbst um 20,- ein-kaufen und somit drohen Verluste. Im Normalfall kommt das in der Praxis nicht so oft vor, denn ich kalkuliere ja immer einen Gewinnspanne mit ein. Auch wenn es in der Praxis selten vor kommt, kann es aber vorkommen. Wenn ein Verlust droht, dann muss ich ihn bercksichtigen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 76 Der Ansatz von Rckstellungen im StR Laut dem EStG sind die Rckstellungen nicht anerkannt. Aus diesem Grund erspart man sich das in der Praxis und so bucht man Aufwandsrckstel-lungen laut dem UGB nur sehr selten. Pauschalrckstellungen Im EStG sind diese nicht erlaubt, im UGB schon. Auch Rckstellungen fr ein Firmenjubilum sind laut dem EStG nicht erlaubt. Daher sind immer Mehr-Weniger-Rechnungen zu machen.. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 77 Die Bewertung von Rckstellungen im UGB Verbindlichkeitsrckstellungen Hier wird der Erfllungsbetrag verwendet. Abfertigungsrckstellung Ab 1.1.2003 geschlossener Dienstverhltnisse gibt es die Abfertigung neu. Hier hebt man einen bestimmten Betrag an Lohnnebenkosten ein. Die Abfertigungszahlungen bekommt man nicht direkt vom Unternehmer, sondern von einer Abfertigungskassa. Dass das jetzt ber eine Abfertigungskassa vorgenommen wird, hat den Grund, dass frher nicht immer fr die Liquiditt der Abfertigungen gesorgt wurde. Daher hat der Gesetzgeber ein anderes System geschafft und das macht man jetzt mit der Vorsorgekassa. Der Unternehmer bezahlt jetzt nur mehr die Beitrge, aber die Auszahlung unternimmt jetzt die Kassa. Die Verzinsung wird mitbercksichtigt. Das mache ich mit einer finanzmathematischen Bewertung. Man kann Abfertigungsrckstellungen auch versicherungsmathematisch berechnen lassen. Bei der Abfertigung neu bekommt man sogar bei der Selbstkndigung die Abfertigung aus-bezahlt. Doch bei der Selbstkndigung bekomme ich die Auszahlung erst, wenn ich gekndigt werde, oder wenn ich in Pension gehe. Die Auszahlung kann auf einmal erfolgen oder zur Pension etappenweise ausbezahlt wer-den. Mit der Abfertigung neu kommt man aber NIE auf so hohe Betrge, wie bei der Abfertigung alt. Daher habe Mitarbeiter, die lange schon im Unternehmen gewesen sind, nicht auf die Abfer-tigung neu gewechselt, um die hohen Betrge nicht zu verlieren. Es gab auch die Mglichkeit, die Abfertigung alt einzufrieren und auf neu umzusteigen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 78 Unternehmensrechtlich muss ich fr alle, die in Rckstellung alt drinnen sind, Rckstellungen machen und diese immer wieder zum Bilanzstichtag neu bewerten. Pensionsrckstellungen Diese mssen von einem Versicherungsmathematiker berechnet werden und auch Unsi-cherheiten,... mssen hier eingerechnet werden. Die Bewertung von Rckstellungen im UGB Verbindlichkeitsrckstellungen Eine Rckstellung muss mit dem Erfllungswert angesetzt werden. Beim Erfllungswert haben wir einen Spielraum drinnen, da wir diesen Erfllungswert nur schtzen knnen. Abfertigungsrckstellungen Die sind nur fr die alten Abfertigungen zu bilden. Bei Abfertigung neu braucht man keine Abfertigungen mehr bilden. Die finanzmathematische Berechnung erfolgt in der Regel im Unternehmen direkt. Das erfolgt anhand von Programmen, wo man Werte eintrgt. Dort sieht man dann, ob man noch Abfertigungsrckstellungen bilden, oder auflsen muss. Bei dieser Berechnung hat man wenige Probleme, da eh genau die Berechnung vorgibt, mit welchen Werten wir Rckstellungen bilden sollen. Oder man macht das mit einem externen Gutachter. Man muss nicht jedes Jahr ein Gutachten einholen. Es werden z.B.: fr 3 Jahren die Rckstellungen errechnet bzw. fr die kommenden Jahren prognostiziert. Aufwandsrckstellungen Auch im UGB werden nur sehr selten Aufwandsrckstellungen gebildet. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 79 Die Bewertung von Rckstellungen im StR Verbindlichkeitsrckstellungen Im Steuerrecht gibt es eine Einschrnkung: Wenn die Restlaufzeit ber ein Jahr hinausgeht, darf man nur 80 % der Kosten rckstellen. z.B.: Prozessrckstellungen Abfertigungsrckstellung 45 % der fiktiven Ansprche darf man rckstellen. Drohverlustrckstellungen Der drohende Verlust ist rckzustellen. Sollte die Restlaufzeit lnger als 12 Monate dauern, dann sind nur 80 % der Kosten rck zu stellen. Die Bewertung von Rckstellungen im UGB und StR !!! Im Gesetzestext anstreichen!!! Die Rckstellungen im Steuerrecht Wir buchen alles laut Vorschriften des UBG und gleichen dann die Unterschiede mit der Mehr-Weniger-Rechnung aus. Es gibt einige Rckstellungen, wo Mehr-Weniger-Rechnungen aufzustellen sind. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 80 Drohverlustrckstellung versus Lagerbewertung Beide Kategorien sind darauf zurckzufhren, dass das vorsichtige Bewerten vorzunehmen ist. Wenn ein Verlust erwartet wird, muss dieser ausgewiesen werden. Voraussetzung: Drohverlustrckstellung In dem Moment, wo die Bestellung abgegeben wird wo der Kaufvertrag unterschrieben wird, haben wir nur ein schwebendes Geschft und es wird nicht in die Buchhaltung aufge-nommen. So lange ein schwebendes Geschft ist, passiert gar nichts. Am Bilanzstichtag mssen alle schwebenden Geschfte berprft werden und geschaut werden, ob ein drohender Verlust vorhanden ist. Laut dem Beispiel haben wir einen drohenden Verlust zu je 2,- Im Jahr 1 haben wir einen Aufwand von 100,- zu bercksichtigen. Im Folgejahr (Jahr 2) muss ich die Drohverlustrckstellung auflsen, da das Geschft reali-siert wurde. Ich lse die Rckstellung mit 3 an 4 auf. Ich habe einen Verlust von 100,- Dieser Verlust soll nicht erst dann ausgewiesen werden, wenn es ber die Bhne gebracht wird, sonder dann, wenn er erkennbar wird. Und das war bei uns im Jahr 1. Deswegen haben wir im Jahr 1 mit der Rckstellung vorgesorgt. Im Jahr 2 hat sich dann dieses verlustbringende Geschft realisiert und die haben wir dann durch die Rckstellungsauflsung neutralisiert. Lagerbewertung Hier ist charakteristisch, dass eine Lieferung erfolgt. Denn ich kann nichts bewerten, was nicht da ist. Ich brauche zuerst eine Lieferung, bevor ich eine Lagerbewertung machen kann. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 81 Ich werde demnach noch im alten Jahr die 500,- einbuchen. Am Bilanzstichtag muss ich mein Lager bewerten (UV Aktiva der Bilanz strenges Nie-derstwertprinzip). Dann mach ich eine Lagerbewertung im Wert von 100,- Dann schaue ich ins Jahr 2. Dort habe ich die Waren im Wert von 400,- verkauft. Achtung: Der HW-Einsatz ist im Jahr 2 nur mehr 400,- Ich kann sie nur mit dem Wert ausbuchen, wie sie in den Bchern stehen und das ist in un-serem Fall 400,- Die Lieferung 1 an 2 ist erfolgsneutral. Wo wir die Wertberichtigung am Bilanzstichtag vornehmen, handelt es sich um eine Auf-wandsbuchung. Demnach haben wir einen Aufwand von 100,- im alten Jahr. Im 2. Jahr haben wir ein plus von 400,- (Umsatzerlse) dem steht ein Verbrauch von 400,- gegenber und demnach haben wir 0,- Die Gewinn- und Verlustrechnung machen wir hier in der LV nicht mehr geht sich nicht aus VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 82 Der unternehmensrechtliche Jahresabschluss Dieser Jahresabschluss ist das einzige verpflichtende Instrumentarium fr Unternehmen. Was kann ich mit einem Jahresabschluss noch anfangen? Dieser Abschluss liefert die Basis fr die Gewinn- und Verlustrechnung. Der Bilanzgewinn, den wir herausbekommen, ist der Indikator, wie gro die Ausschttungen sind. Wenn wir in einem Unternehmen sind, werden wir nicht immer alles ausschtten, sondern einen Teil im Unternehmen lassen. Als Entscheidungsverantwortlicher knnen wir sagen, dass wir eine kontinuierliche Ausscht-tung haben wollen. Denn unregelmige Ausschttungen wrden die Aktien stark schwanken lassen. Deswegen ist es in unserem Interesse, dafr zu sorgen, dass die Ausschttung regelmig ist. Die Offenlegung der Abschlsse ist verpflichtend. Sehr viele machen eine Firmenbuchabfrage, um zu schauen, ob man mit dem Unternehmen xy Geschfte machen mchte, oder nicht. Im Geschftsverkehr ist es sehr hufig, dass man in die Abschlsse hineinschaut und so kann man abschtzen, wie das Unternehmen da steht. Wenn da irgendetwas nicht passt, wird man auch keine Geschfte mit dem Unternehmen machen. Liefert die Basis fr die Mehr-Weniger Rechnung. Bestimmt die Steuerbelastung Liefert die Daten zur Bilanzanalyse. Da gibt es die Finanzierung: Man berechnet sich die Finanzierungsbeitrge aus der Bilanz heraus. Aus dieser Bilanz kann ich sehen, ob der Bestand immer grer wird und dann muss ich entscheiden, ob das fr mich so passt, oder ob ich da etwas ndern muss. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 83 Gewinn-/Verlustverteilung OG/KG Einzelunternehmen Der Einzelunternehmen bekommt keine Vorgaben. Er kann entnehmen, was er will und kann auch mehr entnehmen, als der Gewinn ist. Er muss nur darauf achten, dass die Liquiditt im Unternehmen gewhrleistet ist. Personengesellschaften Bei den Personengesellschaften gibt es einen Paragraphen im UGB ber Der Geschftsfhrer bekommt als erstes und dann sind die Gewinne je nach den Einlagen zu verteilen. KG Hier gibt es den Komplementr, der unbeschrnkt haftet und der bekommte vorab auch ei-nen Betrag dafr, dass er unbeschrnkt haftet. Erst dann bekommen die anderen einen Gewinnanteil. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 84 Gewinn-/Verlustverteilung GmbH/AG Gesetzliche Gewinnrcklage Wenn sie einen Gewinn produzieren, mssen sie einen Teil des Gewinns in eine Ge-winnrcklage einstellen und zwar 10 % des Stammkapitals. Das ist eine Verstrkung des Eigenkapitals. Eigenkapital ist Risikokapital. Satzungsmige und freie Gewinnrcklagen Hier kann drinnen stehen, dass 30 % des Stammkapitals eingestellt werden sollten. Das kann beliebig ausgemacht werden. Im Fall als Vorstand muss man sich mit der freien Gewinnrcklage beschftigen. In der Regel muss man fr eine gleichmige Gewinnausschttung sorgen. Der Gewinn, der nach der Rcklage noch ber bleibt, wird ausgeschttet oder kann auch ins nchste Jahr mitgenommen werden. GsmbH Die GsmbH ist in der Regel ein kleineres Unternehmen, wo die Gesellschafter viel mehr Mit-spracherecht haben. Bzgl. Gewinnrcklagen oder Gewinnausschttung entscheiden die Gesellschafter. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 85 Gesetzliche Pulbizittspflicht Bevor diese Bilanzen verffentlicht werden, mssen diese geprft werden. Die Abschlussprfung bzw. Wirtschaftsprfung ist ein heikler Bereich. Als Unternehmen kann man den Prfer immer irgendwie tuschen. Da der Prfer nur eine bestimmte Zeit zur Prfung haben, knnen auch Dinge bersehen werden. Die Abschlussprfung wird von den Wirtschaftsprfung vorgenommen und das sind zustzli-che Steuerberater. Die Besteuerung von Einzelunternehmen Fr groe Land- und Forstwirte ist die Gewinnermittlung 4 Absatz 1 verpflichtend. Die Besteuerung von Mitunternehmerschaften (OG/KG) Groe Unternehmen werden im Steuerrecht laut 5 zu Ermittlung verpflichtet. Personengesellschaften Mitunternehmerschaften mssen ein Ergebnis ermitteln, aber dieses Ergebnis werden nicht versteuert. Sie haben nichts mit einer Krperschaftssteuer zu tun. Dann wird das Ergebnis auf die Gesellschafter aufgeteilt. Fr besondere Leistungen bekommen sie einen Vorabteil. In der Regel bekommt derjenige einen Vorabteil, der die Geschftsfhrer ist. z.B.: Gesellschafter A (2/3) Gesellschafter B (1/3) Demnach bekommt der Gesellschafter A einen Vorabteil und der Gesellschafter B nicht. In der Praxis arbeiten nicht alle mit, sondern manche liefern nur das Kapital. Angenommen wir haben 120,- als steuerliches Ergebnis. Als Vorabteil bekommt der Gesellschafter A 30,- Dann haben wir noch 90,- Dann werden diese 90,- anteilsmig aufgeteilt. Demnach bekommt der Gesellschafter A 60,- und der Gesellschafter B 30,- Somit hat der Gesellschafter A einen Gewinn von 90,- und der Gesellschafter B einen Ge-winn von 30,- Im UGB wird das ganze ganz normal ber einen Personalaufwand gebucht. Im UGB sind solche Rechtsverhltnisse anerkannt. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 86 Besteuerung von Kapitalgesellschaften Bei den Kapitalgesellschaften haben wir ein vlliges Trennungsprinzip zu beachten. Es gibt die Gesellschaft und davon getrennt den Gesellschafter. Das sind zwei unterschiedliche Steuersubjekte. Die Kapitalgesellschaft ist immer rechnungslegungspflichtig. Wir haben jetzt bei der Kapitalgesellschaft ein steuerliches Ergebnis zu ermitteln und das wird dann auf der Ebene der Kapitalgesellschaft mit der Krperschaftssteuer von 25 % be-legt. Dann gehts weiter mit der Besteuerung. Die zustndigen Organe werden dann nach dem Kst-Abzug informiert. Der Vorstand, der sich das vom Aufsichtsrat absegnen lassen muss, muss dann entschei-den, wie viel Gewinn ausgeschttet wird und wie viel Gewinn im Unternehmen bleibt. Dann ist die Ausschttung fr die Gesellschafter zu bercksichtigen. Diese Ausschttung muss der Gesellschafter der Kapitalgesellschafter mit einer speziellen Einkommenssteuer mit einer 25%igen Kest (Kapitalertragssteuer) belasten. Die 25 % der Kst bekommt das Finanzamt. Die 75 % von der Ausschttung muss man nirgends mehr besteuern. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 87 Grundlagen der Bilanzanalyse Wenn wir Kennzahlen rechnen, nehmen wir einen fertigen Abschluss (frhestens im Febru-ar/Mrz fertig) her und knnen da die Kennzahlen heraus rechnen. z.B.: die Liquiditt werden wir nicht mit dem alten Abschluss rechnen, da uns das nichts bringen wird. Wir knnen auch die Einzahlungen planen und die Auszahlungen abziehen und somit Kenn-zahlen errechnen. Wir knnen mit konkreten Zahlen aus dem Abschluss rechnen. Gliederungszahlen Wir nehmen einen Teil heraus und setzen es im Vergleich zu anderen Zahlen in Relation. Beziehungszahlen Hier setzen wir bestimmte Zahlen mit anderen Bereichen in Verbindung. z.B.: Rentabilitten Vernderungszahlen Hier schaue ich, wie sich z.B.: meine Forderungen, meine Vorrte,... in den letzten Jahren entwickelt haben. Die Frage stellt sich immer, mit welchen Zahlen ich die aktuellen Zahlen vergleiche. Fr gewisse Bereiche ist der Abschluss sinnvoll, fr andere wieder nicht. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 88 Vermgensanalyse Anlageintensitt In der Bilanz: Aktiva. Wenn wir sagen, dass wir auf einen Bilanzsumme auf 1.000,- kommen, dann schauen wir, wie viel von diesem Vermgen aus AV besteht. Wir rechnen das AV durch das Gesamtvermgen und somit errechnen wir uns die Anlagen-intensitt. Das AV ist nicht besonders flexibel, d.h. es ist nicht liquide. Lagerintensitt In der Bilanz: Aktiva. Die Lagerintensitt bedeutet, dass wir aus dem UV eine Position und zwar das Lager heraus und stellen dieses in Relation zum gesamten UV. Wenn wir zu hohe Lagerintensitten haben, bindet es Kapital, bindet es Platz,... und das ist nicht gut. Forderungsintensitt In der Bilanz: Aktiva. Auch im UV sind die Forderungen drinnen. Wir stellen dann die Forderungen in Relation zum UV. Umso niedriger die Forderungsintensitt ist, desto besser ist es fr uns. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 89 Finanzanalyse Vertikale Finanzierungsregeln: Die Finanzanalyse haben wir auf der Passivseite. Hier schaut man sich das Verhltnis von Eigen- und Fremdkapital an. Wenn das Fremdkapital berwiegt, dann wird der Fremdeinfluss immer grer. Horizontale Finanzierungsregeln: Die Finanzierungsregeln mssen lngerfristig eingehalten werden. Deckungsgrad 1: Hier schaut man, wie viel AV man mit dem EK finanziert hat. Wenn ein Wert ber 100 herauskommt, bedeutet es, dass das ganze AV mit Eigenkapital finanziert wurde und dass man sogar noch Eigenkapital ber hat. Wenn ber 100 herauskommt, brauchen wir nicht mehr weiterrechnen, da das EK langfristig ist und das super ist. Wenn unter 100 heraus kommt, muss ich auch noch den Deckungsgrad 2 rechnen. Deckungsgrad 2: Nicht nur das EK, sondern auch das FK kann langfristig sein. Wenn ich da jetzt ber 100 % komme, dann passt es trotzdem noch, denn dann ist die Fi-nanzierung gesichert. Wenn hier unter 100 herauskommt, dann muss ich auch noch den Deckungsgrad 3 rechnen. Deckungsgrad 3: Wenn der eiserne Bestand nicht ganz unerheblich ist, dann wird man diesen auch noch in den Bereich der Finanzierung hineinrechnen. Wenn diese Finanzierungsregeln nicht bercksichtigt werden, dann kann es beim Unterneh-men langfristig gesehen zu Problemen kommen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 90 Wiederholung Es nutzen uns die tollsten Kennzahlen nichts, wenn wir nicht wissen, was hinter den Positio-nen in der Bilanz steht. Denn ohne Aussage ist das ganze relativ eingeschrnkt. Es ist wichtig zu wissen, wie man zu den Werten in der Bilanz kommt. Finanzierungsregeln soll bzw. muss man einhalten. Je nach dem, in welcher Branche sich das Unternehmen befindet, werden wir Positionen herausnehmen und anschauen. Erfolgsanalyse Aufwandsstrukturkennzahlen Diese kann man in unterschiedlichen Bereichen oder zu unterschiedlichen Zeitabschnitten miteinander vergleichen. Sollten wir einmal mit der Kennzahlenanalyse zu tun haben, so mssen wir schauen, was dem Vorstand, Aufsichtsrat,... interessiert und die werden wir dann ausrechnen. Rentabilittsanalyse Man rechnet die Eigenkapitalrentabilitt und die Gesamtkapitalrentabilitt vorwiegend aus dem EGT. Das setzte ich dann in Relation zum Eigenkapital und da bekomme ich dann einen Zinssatz heraus. EGT = Ergebnis der gewhnlichen Geschftsttigkeit Je hher das Risiko, desto einen hheren Zinssatz veranlagen bzw. erwarten wir. Wir knnen aber auch immer eine sichere Variante nehmen z.B.: Sparbuch, Anleihen,... VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 91 Gesamtkapitalrentabilitt Das ist einen Kennzahl, die man in erster Linie mit dem Fremdkapital vergleicht. Das Fremdkapital erwirtschaftet 5 % und wir mssen z.B.: 7 % zurck zahlen. Das kann man nur mit weiteren Fremdkapitalaufnahmen schaffen. Diese Kennzahl ist eine sehr wichtige Kennzahl. Cashflow-Analyse Auch das ist eine Position, eine Gre, die wir in anderen LVs detailliert besprechen werden. Das ist nicht nur eine Kennzahl, wo wir mit vergangen Danten rechen, sondern wir werden sie auch immer mit Plandaten fr die Zukunft ermitteln um somit einen zuknftigen Finanz-mittelberschuss oder Finanzmittelbedarf feststellen. Gewinn = Ertrge (periodisierte Einzahlungen) Aufwendungen (periodisierte Auszahlun-gen) Der Gewinn, den ich erwirtschafte, ist nicht mit dem Betrag, den wir in der Kassa drinnen haben, gleich zu setzen. Der Gewinn und der Cashflow sind zwei verschiedene Dinge. Der Gewinn ist eine gewisse Verteilung der Zahlungsstrme nach wirtschaftlichen Gesichts-punkten. Ein jeder Gewinn wird frher oder spter ein Cashflow. Cashflow-Ermittlung Jahresberschuss Die ganzen Rcklagenbewegungen lasse ich auer Acht. Da ist ja nichts geflossen und daher ist das nicht bar. Abschreibung und Dotierung Abschreibung von Anlagevermgen und Dotierung der langfristigen Rckstellungen zhle ich wieder dazu, da sie zu keinem Abfluss gesorgt haben. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 92 Auflsung von Rckstellungen Der Ertrag, durch die Auflsung von Rckstellungen hat nicht zu einem Zufluss gefhrt und deswegen muss ich sie bei der Ermittlung abziehen. Bei der Cashflow-Analyse sehe ich genau die Vernderungen. Cashflow-Verwendung Wenn ich rechnen: Tilgungen/Cashflow, kommt heraus, wie viel ich verwendet habe, um Tilgungen zurckzu-zahlen. Die Ausgaben sollte man Cash finanzieren. Wenn ich die Ausschttungen nicht mit dem Cash finanzieren kann, muss ich Fremdkapital aufnehmen, um z.B.: die Anteile auszahlen zu knnen. Wir machen hier die Cashflow-Analyse nach der Praktikermethode. Die Gewinnermittlung Das ist ein steuerliches Verfahren, um den Gewinn zu ermitteln. Es gibt bestimmte Formulare bei der Finanz, die man ausfllen muss im Prinzip ist das eine Gewinnermittlung. Sobald ich eine Bilanz mache, wei man, dass das ganze sehr aufwendig ist (Buchhalter, ich brauche jemanden, der sich mit der Bilanzierung,... auskennt,...). 4 Abs.1 Das ist nur eine sehr kleine Gruppe, Land- und Forstwirte. Wenn ich nicht zur Bilanzierung verpflichtet bin, gibt es eine vereinfachte Gewinnermittlung. Als Unterform der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung gibt es eine pauschalierte Gewinnermitt-lung. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 93 Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Die Einnahmen werden im Zeitraum des Zuflusses und die Ausgaben im Zeitraum des Ab-flusses erfasst. Das mache ich fr das vergangene Jahr. Dazu kann ich die Kontoauszge heranziehen. Ausnahmen Die Ausnahmen sind ganz bedeutsam, da sie nach Bilanzierungsvorgaben zu behandeln sind. Bei den Positionen, wo es wirklich um groe Summen geht, da schlieen wir uns an die Vor-gaben der Bilanzierung an. Auch im Bereich der Fremdkapitalaufnahme ist gar nichts und die Zurckzahlung hat nur hinsichtlich der Zinsen Auswirkungen. Anwendungsbereich der E-A-R Einknfte aus Land- und Forstwirtschaft In der Praxis nehmen die Land- und Forstwirte meist eine Pauschalierung vor. Eher selten machen diese eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Einknfte aus selbststndiger Arbeit Dazu zhlen die ganzen Freiberufler. Das ist die groe Gruppe der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Die Freiberufler sind niemals zur Bilanzierung verpflichtet, egal wie viel sie verdienen. Egal ob man hauptberuflich oder nebenberuflich selbststndig ttig ist, muss man eine Ein-nahmen-Ausgaben-Rechnung machen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 94 Besonderheiten der E-A-R Wenn man kein Kassabuch hat, dann schaut man das Konto an und ermittelt, welche Ein- und Ausgaben wir im letzten Jahr gehabt haben. Betriebsausgaben Personal (inkl. LNK = Lohnnebenkosten) Betriebsversicherungen z.B.: Maschinenversicherung,... Fremdkapitalzinsen: Auszge der Bank anschauen (1/4jhrlich werden die Zinsen verrech-net) Sozialversicherungsbeitrge fr die Unternehmer selbst zhlen auch zu den Betriebsausga-ben. Ausnahmen Der Bereich des Anlagevermgen muss gesondert angeschaut werden. Abnutzbares Anlagevermgen Im Bereich des abnutzbaren Analagevermgens wird man ein Anlagenverzeichnis erstellen. Anlagenverzeichnis (AV) beinhaltet: Anschaffungsdatum (AD): 14.05.2008 Anschaffungsgegenstand: Ultraschallgert Anschaffungskosten (AK): 5.000,- Nutzungsdauer (ND): 5 Jahre AFA 2008: 1.000,- Restbuchwert (RB) 2008: 4.000,- AFA 2009: 1.000,- Restbuchwert (RB) 2009: 3.000,- So ein Anlagenverzeichnis muss man fr jeden Gegenstand machen. Beim abnutzbaren Anlagevermgen darf man nur die AFA als Betriebsausgaben ausweisen und nicht die gesamten Anschaffungskosten. Den Restbuchwert werden wir dann auch als Betriebsausgabe ausscheiden. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 95 Der PC/Laptop ist abnutzbares Anlagevermgen und wird fr 3 Jahre ND anerkannt. Fr die ND gibt es Richtwerte, die fr die ND-Festlegung herangezogen werden. Fremdkapitalaufnahme Wenn ich den Kredit aufnehme, passiert nichts, wenn ich ihn zurck bezahlen, sind nur die Zinsen zu bercksichtigen. Abfertigungsrckstellungen Hier muss man eine Abfertigungsrckstellung nach steuerlichen Grundstzen ansparen. Man muss hier schauen, wie hoch die fiktiven Ansprche sind und davon 45 %. Die fiktiven Ansprche knnen sich von Jahr zu Jahr ndern, davon 45 % ist die Rckstel-lung. Dann schaut man, wie hoch die Rckstellung war und dementsprechend haben wir eine Ausgabe, oder eine Einnahme, falls es zu einer Auszahlung kommt. Vorauszahlungen Diese kommen in der Praxis sehr selten vor, da man fr eine lange Vorauszahlung nur sehr selten ganz gute Konditionen bekommt. Wenn wir eine atypisch lange Vorauszahlung leisten, dann drfen wir nicht die gesamte Vo-rauszahlung als minus kodieren, sondern mssen diese periodisieren. Regelmig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben Das ist eine Regelung, wo es um eine kurze Zeit nach Beendigung oder vor einem neuen Wirtschaftsjahr. Diese Zeit ist festgelegt: 15.Dezember 15. Jnner. Hier muss man einen Zufluss oder Abfluss gehabt haben. Wenn wir z.B.: die Lhne immer mit Ablauf des Monats bezahlen, aber den Dezemberlohn aufgrund von Weihnachten erst am 3. Jnner des Folgejahres bezahlt haben, dann werden wir den Dezemberlohn unabhngig vom Zahlungsdatum im alten Jahr bercksichtigen. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 96 Wenn wir z.B.: die Miete immer zu Beginn des Monats bezahlen, wir aber die Jnnermiete schon am 20. Dezember bezahlt haben, so ist die Jnnermiete trotzdem fr den Jnner zu bercksichtigen und nicht fr den Dezember. Das sind periodisch immer wiederkehrende Zahlungen (alle Monate, alle 3 Monate, alle 5 Monate,...). z.B.: Miete, Telefon,... Sonstige Charakteristika Anschaffungsherstellungskosten ermittelt sich nach steuerlichen Grundstzen. z.B.: PKW ist hier auch auf 3 Jahre abzuschreiben und auch hier beim 4-3-Ermittler hat man keinen Vorsteuerabzug. Herstellungskosten sind beim 4-3-Ermitteler eher selten. Der 4-3-Ermittler bewertet auch sein Lager mit. Sachentnahme: Hier werden wir, wenn wir eine Jeans entnehmen, den Einkaufspreis zahlen. Ein fiktiver Gewinn wird hier nicht hineingerechnet. VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 97 Formen der E-A-R Es gibt 2 Formen: Netto- oder Bruttorechnung. Nettorechnung: Im Normalfall werden die Einnahmen und Ausgaben Netto ermittelt. Einnahmen: 200.000,- netto Ausgaben: - 80.000,- netto AFA: - 4.000,- netto 116.000,- AFA: netto: 20.000,- / 5 Jahre ND AFA: 4.000,- Die Finanz gibt eigene Einnahmen-Ausgabenvorgaben vor. Bruttorechnung: Einnahmen: 240.000,- (mit 20 % Ust) brutto Ausgaben: - 96.000,- (mit 20 % Ust) brutto BA an FA: - 20.000,- AFA: - 4.000,- Vst auf Investitionen: - 4.000,- 116.000,- Man muss sowohl bei der Netto- als auch bei der Bruttorechnung auf das gleiche Ergebnis kommen. Finanz: - 40.000,- (von den Einnahmen muss ich der Finanz bezahlen) + 16.000,- (von den Ausgaben darf ich mir von der Finanz zurckfordern) + 4.000,- (von den Anschaffungskosten habe 24.000,- bezahlt bekomme ich 4.000,- zurck.) VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 98 Beispiel zur E-A-R Einnahmen (bar) + 200.000,- netto Forderungen 0,- (sind zu bercksichtigen, wo sie eingehen) Einkauf (bar) - 100.000,- netto Offener (unbarer) Einkauf 0,- Anfangsbestand, Endbestand 0,- Lhne und Gehlter - 25.000,- netto Miete - 12.000,- netto PKW Betriebsausgaben (70%) - 3.446,22,- netto Forderungs-AFA 0,- Barentnahme 0,- Sachentnahme + 2.000,- netto Gewinn PKW PKW: Steuerlich darf ich nur 40.000,- bercksichtigen. PKW: Steuerliche AFA 40.000,-/8 Jahre/2 (Halbjahres-AFA) = - 2.500,- - 1.800,- 40.000,-/ 45.000,- = 88,8 % -> x 700 = - 622,22 - 2.500,- - 1.800,- - 622,22 - 4.922,22 30% Privatanteil von den 4.922,22 = 1.476,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 99 Forderung Ein Kunde ist in Konkurs gegangen und um 90 % bin ich umgefallen. Hier darf man keine Forderungs-AFA ansetzen. Hier kann ich nichts dafr, dass ich statt 100 % nur 90 % bekommen habe. Diese 90 % ist ein Forderungsverzicht aus betrieblichen Grnden und deswegen ist kein plus anzusetzen. Sachentnahme Immer nur einen fiktiven Wert nehmen und nicht den Verkaufswert, denn wir drfen bei uns ja keinen Gewinn mit einrechnen. AB 10.000,- Zukufe 100.000,- Zukufe 30.000,- EB - 15.000,- WES - 125.000,- Der ganze PKW-Bereich ist auch beim Bilanzierer mit 3.446,22 drinnen. Die Forderungsabschreibung ist beim Bilanzierer natrlich zu bercksichtigen mit 90 %. 2.. Forderungen 600,- / 4.. Erlse 500,- 3.. Ust. 100,- 2... Bank / 2... Forderungen 60,- Forderungen: 600,- - 60,- 540,- 90 % AFA 500,- -> 90 % = 450,- 7.. AFA 450,- / 2.. Forderung 540,- 350 Ust-Korrektur 90,- VO Grundlagen der Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung Seite 100 Klausur Die Bewertung und der Jahresabschluss kommt zur Klausur immer in Form von Beispielen. Rckstellungen werden auch anhand von Beispielen abgefragt. Es kommt auch immer eine Frage, die spezielle steuerlich ist. Beispiel: E-A-R Besteuerung der Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften Nennen Sie Bereiche wo es zu Unterschieden zwischen dem UGB und dem Steuerrecht kommt und verdeutlichen Sie das durch ein selbst gewhltes Beispiel. GUBs nicht auswendig lernen, sondern erklren knnen, was das ist.

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