Krzysztof Penderecki: A Guide to the Operas

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    11-Mar-2016

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Detailed descriptions of Penderecki's four operas "The Devils of Loudon", "The Black Mask", "Paradise Lost" and "Ubu Rex" plus biography and complete performance history. In German and English.

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Krzysztof PenderecKiEin Fhrer zu den Bhnenwerken A Guide to the Operas2Die Auffhrungsmateriale zu den Opern dieses Verzeichnisses stellen wir Ihnen leihweise nach Vereinbarung zur Verfgung. Bitte richten Sie Ihre Bestellung per e-Mail an com.hire@schott-music.com oder an den fr Ihr Liefergebiet zustndigen Vertreter bzw. die zustndige Schott-Niederlassung. Alle Ausgaben mit Bestellnum-mern erhalten Sie im Musikalienhandel oder ber unseren Online-Shop. Kostenloses Informationsmaterial zu allen Werken knnen Sie per e-Mail (infoservice@schott-music.com) anfordern. Dieser Katalog wurde im Oktober 2008 abgeschlossen. Alle Zeitangaben sind approximativ. Performing material is available on hire unless otherwise stated. Please send your email order to com.hire@schott-music.com or contact the agent responsible for your territory or your local Schott offi ce. All editions with edition numbers are available from music shops or via our online shop. Free info material on all works can be requested by e-mail at infoservice@schott-music.com.This catalogue was completed in October 2008. All durations are approximate.Schott Music GmbH & Co. KG, MainzWeihergarten 5, 55116 Mainz/Germany,Postfach 3640, 55026 Mainz/GermanyGeschftszeit: Montag bis Donnerstagvon 8.00 bis 12.30 und 13.30 bis 17.00 UhrFreitag von 8.00 bis 12.30 und 13.30 bis 16.00 UhrTelefon +49-6131-2 46-0Telefax +49-6131-24 62 11E-Mail: infoservice@schott-music.comInternet: www.schott-music.comSchott Music Ltd. London48, Great Marlborough Street,London W1F 7BB/Great BritainTelephone +44-20-7534 0750,Telefax +44-20-7534 0759E-Mail: promotions@schott-music.comSchott Music S.L. MadridAlcal 70, 28009 Madrid/SpainTelephone +34-1-57 707 51,Telefax +34-1-5 75 76 45E-Mail: seemsa@seemsa.comTitel / Cover: Paradise Lost, Opera Dolnslaska Wroclaw 2008Texte / Texts: S. / p. 4-7, 13: Reinhard Schulz. Erstverffentlicht in: Programmheft der Mnchner Philharmo-niker, November 1997. S. / p. 9: Wolfram Schwinger Alle weiteren Texte sind Originalbeitrge. / All other texts are original contributions.Redaktion / Editor: Rainer SchochowLayout und Satz / Layout and Typo: Christopher PeterHergestellt / Printed in GermanyKAT 88-99Schott Music Corp. New YorkEAMDLLC(European American Music Distributors LLC)254 West 31st Street, New York NY 10001-6212/USATelephone +1-212 461-6940Telefax +1-212-8 10 45 65E-Mail: ny@schott-music.comSchott Music S.A. Paris175, rue Saint-Honor, 75040 Paris cedex 01/FranceTlphone +33-1-42 96 89 11Tlcopie +33-1-42 86 02 83E-Mail: paris@schott-music.comSchott Music Panton s.i.o. PragRadlick 99/2487, 15000 Praha 5/Czech RepublicTelephon +4 20-2-5155 39 52Telefax: +4 20-2-5155 59 94E-Mail: panton@panton.czSchott Music TokyoKasuga Bldg., 2-9-3 Iidabashi, Chiyoda-Ku,Tokyo 102-0072/JapanTelephone +81-3-32 63 65 30Telefax +81-3-32 63 66 72E-Mail: info@schottjapan.cominternational contactsinHALt / contentsEinfhrung von Reinhard Schulz / Introduction by Reinhard Schulz ............2Die Teufel von Loudun / The Devils of Loudun ..............................................6Paradise Lost / Das verlorene Paradies .........................................................8Die schwarze Maske / The Black Mask .......................................................10Ubu Rex ...................................................................................................12Biographie / Biography ............................................................................14Auffhrungsgeschichte / Performance History ..........................................174dAs MAteriAL und der stoffZu Krzysztof Pendereckis bisherigem Opernschaffenungewhnliche Spieltechniken, aber auch durch Ein-beziehung neuartiger Instrumente (Pfeifen, Sgen, Metalle, Hlzer etc.) ausgebaut wurde, sowie eine differenziert gehandhabte Clustertechnik. Wenn auch Penderecki den Cluster primr als stationre Flche sah (hier im Unterschied etwa zu Gyrgy Ligeti, der Cluster meist mittels dichter kontrapunktischer Webe-muster aus Einzelstimmen erstellte), unterschied er sie dennoch in Gruppen unterschiedlicher Auenwirkung. Es kommen zum Beispiel divergente Dichtegrade vor, also etwa diatonische, chromatische oder auch Vier-teltonschichtungen, dann experimentierte Penderecki mit Clustern, die im Innern bewegt sind (die Musiker spielen im Umfang des Clusters ungeordnet verschiede-ne Tne oder durchmessen ihn mit nicht untereinander abgestimmten Glissandobewegungen). Schlielich gibt es verschiedene Formen des Auf- bzw. Abbaus (vom Einzelton bis zum Geruschband und zurck) oder auch sich in der Lage verschiebende Cluster (zum Beispiel: jedes einzelne Instrument macht einen Schritt oder ein Glissando nach oben, wodurch auch der ganze Komplex nach oben verschoben wird).Die 1968/69 komponierten Teufel von Loudun bewie-sen nachdrcklich, wie wirkungssicher Penderecki in der Wahl des Sujets vorzugehen in der Lage war. Der Text stammt von Aldous Huxley, der nach eingehender Recherchearbeit in Prozessakten und zeitgenssischen Berichten den Fall aus dem Jahr 1634 zu rekonstruieren trachtete. John Whiting hatte den Text dramatisiert, der dann von Erich Fried ins Deutsche bertragen wurde. Obwohl das Sujet durchaus Bereiche der individuel-Als Penderecki 1969 mit dem Musiktheater-werk Die Teufel von Loudun die Opernbhne betrat, fand er eine in Sachen zeitgenssischer Opernkunst weitgehend verwaiste Landschaft vor. Die musikalische Avantgarde schrieb damals keine Opern, Luigi Nonos Intolleranza fhrte bei der Urauffhrung im Teatro La Fenice in Venedig zu einem Debakel, das die Warnungen vor den Brettern des Gesamtkunstwer-kes zu rechtfertigen schien. Den nach Italien vor dieser Avantgarde ausgewichenen Hans Werner Henze, der mit einem Werk wie Der junge Lord Regionen der leich-teren Muse streifte, wollte man nicht zu den Kreisen sthetischer Progression zhlen. So blieb fast als einzi-ges Werk die Oper Die Soldaten von Bernd Alois Zim-mermann, das sich real als unbestritten modernes Werk Anerkennung auf der Bhne zu verschaffen wusste.In dieser Zeit also begab sich Penderecki, der mit sei-ner 1966 uraufgefhrten Lukaspassion auch schon die Pforten der Kirche neutnerisch zu strmen gewusst hatte, auf die Suche nach Opernsujets, die den expe-rimentell erarbeiteten musikalischen Sprachmitteln ein Pendant liefern konnten. Diese Sprachmittel waren in erster Linie ein breiter Geruschkomplex, der durch 5Krzysztof Penderecki 1969len Charakterisierung ermglichte, liegt dennoch das Hauptgewicht auf drastischen Massenschilderungen, vi-sionren Gesichten und Formen des kollektiven Wahns. Es ist ein Gemisch aus klerikalem Dunst, Schmerz und Blut, besessenem Gesthn und Geschrei. Der Cluster in seiner zhen Beweglichkeit, im Verschwinden des indi-viduellen Tons in der Masse, in seiner nach auen ge-richteten rden Kraft entspricht inhaltlich weitgehend den in der Oper geschilderten Prozessen. Schon 1933 hatte der Psychologe Wilhelm Reich im dnischen Exil mit seinem Buch Massenpsychologie des Faschismus Wirkungsmechanismen beschrieben, die denen in den Teufeln von Loudun vergleichbar sind. Ins musikalische Material bersetzt sind es gerade die Clustertechni-ken, die hiervon ein Abbild herzustellen vermgen. Es nimmt nicht wunder, da Penderecki diese Mittel auch in dezidiert antifaschistischen Arbeiten, wie etwa dem Auschwitz-Oratorium Dies irae integrierte.Nach den Exzessen dieser Oper strebte die persnliche Entwicklung Pendereckis in Richtung einer geluterten, individuell durchreflektierten Ausdrucksgestaltung. Der musikalische Stil wurde scheinbar vereinfacht, Linien und Melos, durchhrbar kontrapunktische Fhrungen traten in den Vordergrund. Dem entspricht denn auch der Stoff der zweiten, zwi-schen 1976 und 1978 entstandenen Oper Paradise Lost nach John Milton. Philosophische Erwgungen schieben sich als regulierende Ebene ber die Handlung. Und so bezeichnet Penderecki dieses zweite Opernwerk (nach einer Librettofassung durch Christopher Fry) denn auch als Sacra Rappresentazione, also als geistliche Dar-stellung. Das Moment spekulativer, errternder Be-trachtung legt sich ber das Szenario. ber weite Stre-cken wird der Ton stiller und introvertierter, er erobert damit auch Regionen der kommentierenden, ja bis hin zur lakonischen Distanz. Nicht auer Acht gelassen werden sollte auch der Aspekt der versuchten Befreiung von einer naturalistischen Deckungsgleichheit zwischen Musik und Inhalt, die sich bei den radikal klangmale-rischen Techniken immer wieder in den Vordergrund des rezeptiven Begreifens schob. Penderecki sah den Rckgang mageblich als Ablsung von zumindest fr seine Person verbrauchten Sprachmitteln, wobei das Wissen um sie immer noch auf den kompositorischen Prozess einwirkte.Die schwarze Maske, die nchste Oper, fr die Pende-recki 1982 von den Salzburger Festspielen den Auftrag erhielt, steht wieder auf anderer Ebene. Zum ersten Mal lst Penderecki sich von einer vom christlichen Glauben dominierten Handlung. Sie rckt in frhbrgerliches Milieu, in das Spannungsfeld aus Glaubensrichtungen, freigeistigen Strmungen, kleinbrgerlichem Ordnungs-denken und ber die Person der schwarzen Maske, dem schwarzen Sklavensohn Johnson archaischer Sin-nenhaftigkeit. Es ist ein Prospekt aus heterogenen Cha-rakteren, die schicksalhaft zufllig im Brgermeisterhaus aufeinander treffen. Drauen wtet die Pest, doch die versammelte unheile Gesellschaft grbt sich ihr eigenes Grab, das sie letztlich malstromartig verschlingt. Pende-recki richtete zusammen mit dem Urauffhrungsregis-seur Harry Kupfer die Hauptmann-Vorlage selbst ein. Die schwarze Maske entstand zwischen 1984 und 1986 und erweist sich als Zusammendenken der in den bei-den Opernvorgngern erarbeiteten dramatischen Tech-niken. Reflektive Distanz und drastische Nhe reichen sich die Hand, es entstand ein weithin beachtetes, auch von der Kritik auerordentlich gewrdigtes und breit debattiertes Opernwerk.Ubu Rex, die bisher letzte Opernarbeit von Krzysztof Penderecki, wurde fr die Mnchner Staatsoper ge-schrieben. Es ist kennzeichnend fr Pendereckis Ent-wicklung, da das Vorangehen eng verknpft ist mit Begriffen des bereits Erarbeiteten und damit ad acta Gelegten. Nicht zweimal dasselbe zu machen scheint fr ihn wichtiger schpferischer Impuls. Im Opernschaffen 6The work The Devils of Loudun composed in 1968/69 proved emphatically Pendereckis sure sense of impres-sion in the choice of his subjects. The text is by Aldous Huxley who tried to reconstruct the case of 1634 after thorough research work, using court records and con-temporary reports. John Whiting dramatised the text which was then translated into German by Erich Fried. Though the subject facilitated individual characterisa-tions, the main emphasis was placed on crudely explicit descriptions of crowd scenes, visionary faces and forms of mass hysteria. It is a mixture of clerical fumes, pain and blood, possessed groaning and screaming. The slow-moving cluster, the disappearance of individual tones in the mass and the clusters rude power directed towards the outside correspond, as regards content, Krzysztof Penderecki, Dr. Ernst Haeusserman (Direk-torium Salzburg Festival) in Salzburg, 1982bedeutet es nicht nur die Selbstverstndlichkeit eines immer neuen Sujets, es heit auch die Techniken der Darstellung auszutauschen. So wird mit der Opera buffa nach dem frhdadaistischen Stck Ubu Roi von Alf-red Jarry in der Gnze Neuland beschritten. Penderecki spielt mit der Buffo-Gattung selbst, ihr Regelwerk, ihre Wirkungsmechanismen werden aufgegriffen und in ein verzerrtes, wenig rund laufendes Rderwerk gesetzt. Ihr Gegenstand war schon immer die berdehnung, und die Vorlage von Jarry, ein meisterlicher Streich zwischen Pubertt und Genie, wie er wohl nur in Frankreich nach Rimbaud sich ausbilden konnte, bot hierfr reichlich Raum. Das Unernste ist das Ernste, und nur wenige neben Penderecki wagten sich mit dem Vokabular der Moderne auf dieses ebenso schillernde wie gefhrliche Glatteis der Ironie.ated cluster technique. Though Penderecki regarded the cluster primarily as a stationary area (in contrast to Gyrgy Ligeti, for example, who formed clusters from individual parts mostly by means of dense con-trapuntal woven patterns), he distinguished several groups of different external effects. There are, for ex-ample, divergent densities such as diatonic, chromatic or even quarter-tone superimposition; then Penderecki experimented with clusters that move inside (the mu-sicians play randomly various tones within the compass of the cluster or traverse it with inconsistent glissando movements). Finally, there are various forms of compo-sition and de-composition (from an individual tone to a sequence of sounds and vice versa) or even shifting clusters (for example, each individual instrument takes a step or a glissando upwards, thus shifting the whole complex upwards, too).tHe MAteriAL And tHe subjectKrzysztof Pendereckis hitherto operasWhen entering the operatic stage with the music-theatre work The Devils of Loudun in 1969, Penderecki found an almost deserted scene with regard to contemporary operatic art. At that time, the musical avant-garde did not write any operas; the first performance of Luigi Nonos Intolleranza at the Teatro La Fenice in Venice was a fiasco that seemed to justify the warnings about staging a Gesamtkunstwerk [unified work of art]. The composer Hans Werner Henze who had moved to Italy to avoid this avant-garde and who touched upon light musical entertainment with works such as Der junge Lord, was not counted among the circles of aesthetic progression. The only opera left was the opera Die Soldaten by Bernd Alois Zimmermann which actually achieved recognition on the stage as an undisputedly modern work.At that time, Penderecki, who had been able to force his way into the church with his St. Lukes Passion pre-miered in 1966, started searching for opera subjects which could provide the counterparts of the experi-mentally developed means of musical language. These means consisted mainly of a vast complex of sounds which was extended both by means of unusual playing techniques and by including novel instruments (pipes, saws, metals, woods, etc.) as well as by a differenti-7Hauptmann work himself. Created between 1984 and 1986, Die schwarze Maske proves to be a fusion of all the dramatic techniques developed in the two previ-ous operas. Reflective distance and drastic closeness go hand in hand with each other, the result being a widely noted opera work which is also greatly recognized and largely debated by the critics.August Everding, Krzysztof Penderecki in Munich, 1991Ubu Rex, the last opera by Krzysztof Penderecki up to now, was written for the Munich State Opera. It is characteristic of Pendereckis development that his pro-gress is closely linked with concepts of previous works, of works already shelved. To him, the creative stimulus not to make the same things twice seems to be very important. For the composition of operas, this amounts not only to the natural choice of a new subject for each new work but also to the exchange of the techniques of representation. This opera buffa, for example, after the early Dadaistic piece Ubu Roi by Alfred Jarry breaks completely new ground. Penderecki is playing with the buffo genre itself; its rules and working mechanisms are taken up and put into a distorted, hardly smoothly running machinery. Its subject matter has always been overstretching for which Jarrys model, a master-stroke between puberty and genius as could only be deve-loped in post-Rimbaud France, was offering enough room. The unserious is the serious, and only a few other composers apart from Penderecki dared to skate on the brilliant though dangerous ice of irony, using the voca-bulary of modern times.to a large extent to the proceedings described in the opera. In 1933, the psychologist William Reich, living in exile in Denmark, described in his book Massenpsy-chologie des Faschismus [Mass psychology of fascism] modes of action that are comparable to those in The Devils of Loudun. Put to music, it is just the cluster tech-niques that can reproduce them. It is no wonder that Penderecki also incorporated these means in definitely anti-fascist works such as the Auschwitz oratorio Dies Irae.After the excesses of this opera, the personal develop-ment of Penderecki took a direction towards a purified, individually reverberated form of expression. The mu-sical style was apparently simplified, lines and melos, thinning contrapuntal textures came to the fore. This also applied to the subject of the second opera Paradise Lost created between 1976 and 1978 after John Milton. Philosophical considerations are placed above the plot on a regulating level. This is why Pende-recki calls this second opera (after a libretto version by Christopher Fry) Sacra Rappresentazione, i.e. sacred re-presentation. The element of speculative consideration blankets the whole scenario. There are long passages in which the tone is getting quieter and more introverted, thus conquering also regions of commenting, even la-conic distance. It should also be paid attention to the aspect of attempted release from a naturalistic con-gruence between music and content which, with the totally imitative techniques of sound, always pushed itself to the front of receptive comprehension. Pendere-cki regarded the decline to a large extent as a removal from at least for his part exhausted linguistic means, while the knowledge of them still had an influence in the compositional process.Die schwarze Maske, the next opera, commissioned by the Salzburg Festival in 1982, is on a totally different level. For the first time, Penderecki breaks away from a plot dominated by Christian faith. The world of the early middle classes, the field of tension created by reli-gious beliefs, free-thinking movements, petit-bourgeois ways of thinking and in the person of the black mask Johnson, the son of black slaves archaic sensitivity form the background of this opera. It is a prospect of heterogeneous characters who meet at the mayors house by fateful coincidence. Though the plague is raging outside, the fateful group of people gathered there digs its own grave which finally swallows them like a maelstrom. Together with the director of the first performance, Harry Kupfer, Penderecki arranged the 8die teufel von LoudunOper in drei Akten (1968/69)Libretto vom Komponisten nach The Devils Of Loudun von Aldous Huxley in der Dramatisie-rung von John Whiting Unter Benutzung der deutschen bertragung des Dramas von Erich FriedKompositionsauftrag der Hamburgischen Staatsoper / Commissioned by the Hamburg State OperaPersonen / Cast: Jeanne, Priorin des Ursulinenordens dramatischer Sopran Claire, Schwester des Ur-sulinenordens Mezzosopran Gabrielle, Schwester des Ursulinenordens Sopran Louise, Schwester des Ursulinenordens Alt Philippe, ein junges Mdchen Sopran Ninon, eine junge Witwe Alt Grandier, Pfarrer von St. Peter Bariton Vater Barr, Vikar von Chinon Bass Baron de Laubarde-mont, Kommissar des Knigs Tenor Vater Rangier tiefer Bass Vater Mignon, Beichtvater der Ursulinen Tenor Adam, Apotheker Tenor Mannoury, Chirurg Bariton dArmagnac, Brgermei-ster Sprechstimme de Cerisay, Stadtrichter Sprechstimme Prinz Henri de Cond, Gesandter des Knigs Bariton Vater Ambroise, ein alter Priester Bass Bontemps, Kerkermeister Bass-Bariton Gerichtsvorsteher Sprechstimme Ursulinen, Karmeliter, Volk, Kinder, Wachen, Soldaten Chor, StatisterieOrchester / Orchestra: 4 (auch 2 Picc. u. Altfl.) 0 2 Engl. Hr. Klar. in Es Kb.-Klar. 2 Altsax. 2 Baritonsax. 3 Kfg. 6 4 (auch 1 Trp. in D) 4 2 P. S. (Trgl. 2 Gongs javanischer Gong 2 Rhrengl. 6 hg. Beck. 2 Tamt. Mil. Tr. Reibtr. gr. Tr. Beck 5 Hbl. Ratsche Peitsche Guiro Messglckchen Kirchengl. Sapo cubana ca. 30 versch. Metallrohre ohne bestimmte Tonhhe Sge Flexaton) Hfe. Klav. Org. Harm. elektr. Bassgit. Str. (20 0 8 8 6)110Studienpartitur / Study Score (d./e.) ED 6225 Libretto (d.) BN 3645-50 Libretto (e.) BN 3646-30Urauffhrung / First Performance: 20. Juni 1969, Hamburgische Staatsoper Dirigent / Conductor: Henryk Czyz Inszenierung / Director: Konrad Swinarski Ausstattung / Stage and Costume Design: Lidia und Jerzy Skarzynski Chre / Chorus: Gnter Schmidt-Bohlnder Pantomime: Elmar Gehlen89Die franzsische Stadt Loudun war in den Jah-ren 1633-64 Schauplatz von Vorfllen, die in ganz Europa Aufsehen erregten und um-fnglich dokumentiert wurden. Urbain Grandier, der Ortsgeistliche von Loudun, wurde 1633 beschuldigt, die Nonnen des neugegrndeten Ursulinenklosters, allen voran die Priorin Jeanne, verhext zu haben. Un-ter der Folter bereute er seinen lockeren Lebenswan-del, weigerte sich aber trotz vorgelegter Beweise, ein Gestndnis ber sein Teufelswerk abzulegen. Im Sommer 1634 wurde er auf dem Scheiterhaufen ver-brannt. Noch lange beschftigte die Besessenheit der Nonnen Exorzisten und rzte; ihr Ende fanden die Ereignisse erst, als Kardinal Richelieu die finanzielle Untersttzung des Klosters einstellte.Der Prozess gegen Urbain Grandier wurde von Fran-ois de Pitaval in seine Sammlung berhmter Krimi-nalflle aufgenommen; diese Quelle sowie die Auto-biographie der Priorin Jeanne aus dem Jahr 1644 und zwei 1634 und 1693 erschienene Berichte ber den Prozess standen Aldous Huxley zur Verfgung, als er sich 1952 in The Devils Of Loudun mit dem Thema auseinandersetzte. Acht Jahre spter dramatisierte John Whiting Huxleys Dokumentation. Diese Fassung in der deutschen bersetzung von Erich Fried war fr Penderecki Ausgangspunkt fr sein Libretto, in dem er die politische Ebene und das Problem von Toleranz und Intoleranz akzentuiert. 9The French town of Loudun was, in the years of 1633-34, the showplace for occurrences that gained renown throughout Europe, being ex-tensively documented. Urbain Grandier, the village priest of Loudun, was accused in 1633 of having be-witched the nuns, above all Prioress Jeanne, of the newly founded Ursuline-Cloister. Under torture he ad-mitted to regretting his lapsed lifestyle, refused, how-ever, to confess to his Devils Work despite proofs of the same. In the summer of 1634 he was burned at the stake. Long afterwards the nuns obsessions oc-cupied doctors and exorcists, the events ending only as Cardinal Richelieu withdrew his financial support of the cloister.The trial against Urban Grandier was included in Fran-ois de Pitavals collection of famous criminal cases. This source, along with the autobiography of Prioress Jeanne from 1644, and two reports of the trial from 1634 and 1693, was available to Aldous Huxley as he expounded on this theme in 1952 for the produc-tion of his The Devils of Loudun. Eight years later, John Whiting dramatised Huxleys writings; the German version of which, by Erich Fried, being the starting point for Pendereckis libretto. In it the composer sets the accent on the political level and on the problem of tolerance and intolerance. Die Teufel von Loudun Teatro Reggio di Torino 2000, photo: Ramella & Giannese10Paradise LostSacra Rappresentazione in zwei Akten (1976/78)Libretto nach John Milton von Christopher FryDeutsche Nachdichtung von Hans WollschlgerFr die Lyric Opera of Chicago in Auftrag gegeben von James C. Hemhill / Commissioned for the Lyric Opera of Chicago by James C. HemhillPersonen / Cast: Milton Sprechrolle Adam lyrischer Bariton Eva lyrischer Sopran Satan dra-matischer Bariton Beelzebub Tenor Moloch tiefer Bass Belial Tenor Christus tiefer Bass Mammon Bariton Stimme Gottes Sprechrolle Tod Kontratenor Snde Mezzosopran Ithuri-el, Raphael Kontratenor Zephon Koloratursopran Gabriel Tenor Messias Bariton Michael Tenor gemischter Chor KinderchorOrchester / Orchestra: 4 Okarinen (S,A,T,B) 3 (2. auch Altfl., 3. auch Picc. u. Bassfl.) 3 (3. auch Engl. Hr.) 3 (3. auch Bassklar.) Es-Klar. Kb.-Klar. in B Sopransax. 3 (3. auch Kfg.) 5 (3. u. 4. auch Wag-nertuba in B, 5. auch Wagnertuba in F) 3 4 (4. auch Kb.-Pos.) 1 P.S. (Trgl.-Baum Schellenbaum hg. Beck. 3 Tamt. [h./m./t.] 5 Crotales 2 Gongs 2 gr. Tr. 2 Mil. Tr. Schellentr. 2 Holztr. 3 Holz-bl. 2 Tempelbl. Claves Vibraslap Bin-sasara Ratsche Peitsche Rhrengl. Metallpl. Xyl. Glspl.)(5 Spieler) Hfe. Cel. Org. Generator Str. (24 0 8 8 6)180Libretto (d.) BN 3649-80 Libretto (e.) BN 3648-10Urauffhrung / First Performance: 29. November 1978 Chicago, Lyric Opera Dirigent / Conductor: Bruno Bar-toletti Inszenierung / Director: Igal Perry Bhnenbild und Kostme / Stage and Costume Design: Ezio Frigerio Choreographie / Choreography: John Butler Chre / Chorus: Robert Page1011Einen Reigen biblischer Geschichten lsst Chris-topher Fry, der Librettist von Pendereckis zwei-ter Oper, vor dem inneren Auge des blinden Dichters John Milton vorbeiziehen. Er spannt sich von der Erschaffung des ersten Menschenpaares und der Verfhrung Evas durch Satan, der seine Gefolgschaft gefallener Engel zum Kampf gegen den Himmel und Gottes Schpfung anfhrt, bis zum Sndenfall und der Vertreibung aus dem Paradies, mit der Krieg, Bruder-mord, Krankheit und Tod ihren Anfang nehmen. Das Werk schliet mit der Ermutigung des vertriebenen Paares durch die Worte des Erzengels Michael: Seid stark im Glauben, in Hoffnung und Liebe, die strker ist als alles, dann werdet ihr ohne Angst aus dem Pa-radies von dannen ziehen und euch dafr ein Paradies in euch selbst gewinnen.Frys Werk ist mehr als nur eine Transformation und Kompilation des 1665 vollendeten, monumentalen Versepos Paradise Lost von John Milton. Fry setzt neue Akzente, indem er die Figur der Eva entschei-dend aufwertet und im Schlussgesang des Erzengels Michael die Macht der Liebe als Urgrund aller Hoff-nung betont.Mit der Bezeichnung Sacra Rappresentazione knpft Penderecki bewusst an die Tradition der im 15. und 16. Jahrhundert vorzugsweise in Florenz aufgefhrten allegorischen und biblischen Legenden an Ausdruck seiner Verwurzelung in geistesgeschichtlichen Tradi-tionen, die fr sein kompositorisches Schaffen dieser Jahre immer bestimmender werden.A series of biblical stories is paraded by Christo-pher Fry, the librettist of Pendereckis second opera, within the inner eye of the blind poet, John Milton. It starts with the creation of the first human pair and the temptation of Eve by Satan, who leads his following of fallen angels in the fight against heaven and Gods creation, to the fall from grace and the expulsion from paradise, with which war, fratrici-de, illness and death begin. The work ends with the encouragement of the exiled pair through the words of the Archangel Michael: Be strong in faith, in hope and love, which is stronger than all, then you will be able to leave paradise without anxiety and win paradise in yourselves.Frys work is more than simply a transformation and compilation of the 1665 completed monumental verse epos Paradise Lost by John Milton. Fry creates new accents in strengthening the figure of Eve and in emphasising the power of love as the initiator of all hope in the Archangel Michaels finale.With the notation Sacra Rappresentazione Pen-derecki succeeds deliberately in the tradition of the allegorical and biblical legends that were principally performed in the 15th and 16th century in Florence - an expression of his spiritually historical tradition, that has over the years become increasingly determi-nant for his compositorial creativity.11Paradise Lost, Opera Dolnslaska Wroclaw 200812die schwarze MaskeOper in einem Akt (1984/86)Text von Harry Kupfer und Krzysztof Penderecki, nach dem gleichnamigen Schauspiel von Gerhart Hauptmann Auftragswerk der Salzburger Festspiele / Commissioned by the Salzburg FestivalPersonen / Cast: Silvanus Schuller, Brgermeister von Bolkenhain Tenor Benigna, seine Frau Sopran Arabella, eine junge Mulattin jugendl. Sopran Rosa Sacchi, Benignas Vertraute und Hausdame Mezzosopran Jedidja Potter, Jansenist, Diener im Hause des Brgermeisters Cha-raktertenor Franois Tortebat, Hugenotte, Grtner ebenda Bass Daga, Magd Sopran Lwel Perl, Kaufmann, Freund des Brgermeisters Bariton Robert Dedo, Frstabt von Hohen-waldau Bass-Bariton Plebanus Wendt, Pastor in Bolkenhain Bass Hadank, Organist ebenda lyrischer Tenor Graf Ebbo Httenwchter Bass-Buffo Grfin Laura Httenwchter Alt Schedel, Stadtrat in Bolkenhain Tenor Doktor Knoblochzer, Stadtrat in Bolkenhain Bass Engel tiefer Alt Johnson, ein Halbneger Sprechrolle Ein Maskentnzer stumme Rolle kl. ChorOrchester / Orchestra: 3 (3. auch Picc.) 2 Engl. Hr. 3 Bassklar. Sopransax. 2 Altsax. 2 Kfg. 4 3 3 1 P.S. (gr.Tr. Mil.Tr. Rhrtr. Tamb. 6 Timb. Rototom 6 Tomt. hg. Beck. Beckenpaar Trgl.Set Glspl. Rhrengl. Kirchengl. Bell tree 3 Tamt. 2 Gongs Xyl. Vibr. Marimb. Guiro Flex. Sge Lotosfl. Kast. Crotales Schellen Peitsche Vibra slap)(2 Spieler) Cel. Org. Str.Bhnenmusik / Music on stage: 2 Picc. SAT Blfl. 2 Es-Klar. 0 3 3 0 S. (kl. Tr. Rhrtr. 2 Mil.Tr. 2 Ratschen Kast. Schellen Timb. Tamb. Holzbl. Vibraslap) Cemb. Vc.100Klavierauszug / Vocal Score ED 7614 Libretto (d.) BN 3651-10Urauffhrung / First Performance: 15. August 1986 Salzburger Festspiele Dirigent / Conductor: Wol-demar Nelsson Inszenierung / Director: Harry Kupfer Bhnenbild / Stage Design: Hans Schavernoch Kostme / Costume Design: Reinhard Heinrich Chre / Chorus: Walter Hagen-Groll1213Silvanus Schuller, Brgermeister von Bolkenhain, hat zum Karneval des Jahres 1662 eine seltsa-me Gesellschaft eingeladen. Scheinbar unbe-rhrt von Tod und Pest, die drauen herrschen das Elend 14 Jahre nach Ende des Dreiigjhrigen Krieg scheint die Mauern des Hauses nicht zu durchdrin-gen treffen sich 13 Menschen zum Festgelage, deren Schicksale sich im Verlauf des Geschehens unlsbar miteinander verwoben erweisen. Alle werden hinein-gezogen in diesen Totentanz, alle werden sterben bis auf Lwel Perl, der als einziger unbeschadet den Ort des Grauens verlassen wird. Das Stdtchen Bolkenhain liegt unweit des Ober-Salz-brunn, dem Geburtsort von Gerhart Hauptmann. Im Speisesaal des am Markt gelegenen Eckhauses spielt sein Drama Die schwarze Maske, das 1928 zusammen mit dem Einakter Der Hexenritt als Spuk verffentlicht wurde. Ein Jahr spter wurde es am Burgtheater Wien uraufgefhrt und diente Harry Kupfer und Krzysztof Penderecki als Vorlage fr das Libretto zu Pendereckis dritter Oper.Wie ein Brennspiegel bannt das Haus des Brger-meisters zeitlich fern liegende Ereignisse zusammen und polarisiert sie ber die versammelten Charaktere. Es sind Vertreter von Weltanschauungen, von privat aufgebauten Lebensweisheiten. Sie reprsentieren Typen; im Stck aber werden nicht ihre Differenzen ausgetragen oder Parteibildungen ins Auge gefasst. Vielmehr werden sie allesamt dem Fatum von Angst und Vernichtung unterworfen. Am Schluss steht die Gleichheit innerhalb der zerstrten Welt.13Silvanus Schuller, mayor of the village of Bolken-hain, has invited an unusual set of guests to the carnival in 1662. Seemingly untouched by the death and pestilence that ravage outside - this misery, 14 years after the end of the Thirty Years war, appears incapable of penetrating the walls of the house - 13 people meet for a feast, their destinies, as it turns out, inseparably entangled in another. All are included in this death-dance, all are about to die - all except L-wel Perl, who alone will leave unscathed the scene of horror.The village of Bolkenhain is located in the immediate vicinity of Ober-Salzbrunn, the birth-place of Gerhart Hauptmann. The dining-room of a market-place cor-ner-house is the setting for his play The Black Mask, which in 1928 was published together with the one act play The Witchride as Ghost. It was premiered a year later in the Burgtheater in Vienna and served Harry Kupfer and Krzysztof Penderecki as the inspira-tion for the libretto to Pendereckis third opera.Like a mirror of the times the Mayors house brings together events that lie outside the current continu-um and polarises them via the collected characters. These are the representatives of world-views, of pri-vately developed wisdoms. They deputize types; in the piece however, it is not their differences that are expanded upon or the fraction building which is em-phasised. Instead it is the fate of fear and destruction to which they must all yield. In the end all are equal in a destroyed world.Die schwarze Maske Internationale Maifestspiele Wiesbaden 1988, photo: Joachim Gandras14ubu rexOpera buffa in zwei Akten (1990/91)Libretto von Jerzy Jarocki und Krzysztof Penderecki nach dem Schauspiel Ubu Roi von Alfred Jarry Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper Mnchen / Commissioned by the Bavarian State Opera MunichPersonen / Cast: Vater Ubu Charakter-Tenor Mutter Ubu Koloraturmezzosopran Knig Wenzel Bass-Buffo Knigin Rosamunde Sopran Boleslaus, Sohn des Knigs Sopran Ladislaus, Sohn des Knigs Sopran Bougrelas, Sohn des Knigs Tenor Zar (Doppelrolle) 2 Bsse Bordure Bass-Buffo General Lascy Bass Stanislaw Leczinski, ein Bauer Bass 7 Rpel (polnische Armee, Bo-jaren, 2 Gste): Pile (1. Rpel) Sopran Cotice (2. Rpel) Tenor Giron (3. Rpel) Bass 4 Rpel 1 Tenor, 3 Bsse Russische Armee (Bojaren, 3 Bauern) 3 Tenre, 4 Bsse 3 Richter, 3 Finanzverwal-ter, 4 Adlige, ein Bote, Michael Fedorowitsch, das Volk SprechrollenOrchester / Orchestra: Picc. 2 (2. auch Picc.) 2 (2. auch Engl. Hr.) Es-Klar. 2 Bassklar. 2 (2. auch Kfg.) 2 2 2 1 P.S. (Mil.Tr. Rhrtr. Schellentr. gr. Tr. m. Beck. Beckenpaar 6 hg. Beck. Trgl.-Baum 2 Tamt. 5 Tomt. 5 Timb. Schellen Crotalenbaum Tempelbl. Rhrengl. Kirchengl. Peitsche Guiro Sge Windmaschine Glspl. Marimb. Xyl.)(4 Spieler) Cel. Str.Bhnenmusik / Music on stage: 2 (beide auch Picc.) 2 Klar. 2 Hr. 2 Flgelhr. Tenorhr. 2 Trp. 2 Pos. Bariton Helikon [oder Sousaphon] S. (gr. Tr. m. Beck. Mil.Tr. Rhrtr. Beckenpaar Lyra)Im Saal / In the auditory: 2 Trp.120Libretto (d.) BN 3652-80Urauffhrung / World Premiere: 6. Juli 1991 Mnchen, Bayerische Staatsoper Dirigent / Conductor: Michael Boder Inszenierung / Director: August Everding Ausstattung / Stage and Costume Design: Roland Topor1415Vater Ubu, unfhig, aber machthungrig, wird von seiner Frau aufgehetzt, Knig Wenzel von Polen umzubringen und den Thron zu usurpieren. Der Staatsstreich gelingt, nachdem Ubu Hauptmann Bordure auf seine Seite zieht. Wenzel wird ermordet, seine Frau Rosamunde und ihr Sohn Bougrelas fliehen; das Volk jubelt seinem neuen Herr-scher Knig Ubu zu. Der jedoch dankt seinen Gehil-fen schlecht: Bordure lsst er einkerkern, die Adligen enteignet und vernichtet er, Jurisdiktion und Finanz-verwaltung werden eliminiert und das Volk durch un-geheure Steuern ausgepresst. Bordure hat sich auf die Seite des Zaren geschlagen. Es kommt zum Krieg; Bordure wird bei der Entschei-dungsschlacht zwar von Knig Ubu erschlagen, aber die zaristischen Truppen siegen. Ubu flieht mit sei-nen Rpeln, Mutter Ubu bemchtigt sich des Staats-schatzes. Beide besteigen gemeinsam mit den Rpeln ein Schiff und begeben sich auf die Suche nach dem nchsten Land, das ihrer wrdig ist.Plne zu einer Oper nach dem Schauspiel von Alfred Jarry (1874-1907) ergaben sich Ende der 60er Jahre in Gesprchen zwischen Penderecki und dem Inten-danten der Bayerischen Staatsoper Gnther Rennert. Sein Tod 1978 lie das Projekt ruhen. Die Idee, das Werk Ende der 70er Jahre fr die Schwetzinger Fest-spiele und den Sddeutschen Rundfunk zu schreiben, wurde durch die politischen Entwicklungen in Polen (Verhngung des Kriegsrechtes) zunichte gemacht: anstelle einer Opera buffa schrieb Penderecki das Pol-nische Requiem. Nur das mit Jerzy Jarocki erarbeitete Libretto blieb von diesen Vorstufen brig und bildete die Grundlage fr die auf Anregung von August Ever-ding 1990/91 entstandene Opera buffa Ubu Rex.15Father Ubu, incapable, never-the-less a megaloma-niac, is encouraged by his wife to kill King Wen-zel of Poland and thereby to usurp to the throne. He draws Captain Bordure to his side and succeeds in overthrowing the crown. Wenzel is murdered, his wife Rosamunde and her son Bougrelas manage to flee, and the people celebrate their new ruler, King Ubu. He, however, rewards his allies badly: Bordure is incarcera-ted; the nobility are expropriated and decimated; the judicial system and finance ministry are eliminated; and the people are squeezed dry by exorbitant taxes.Bordure has changed sides to that of the Tsars. A war is the result, Bordure is killed by Ubu in the deciding battle, but the Tsars gain the victory. Ubu flees with his henchmen; Mother Ubu takes control of the treasury. Both board a ship with the henchmen and sail to the next land which is worthy of them. Plans for an opera based on the play by Alfred Jarry (1874-1907) developed at the end of the 1960s in dis-cussions with Penderecki and Gnther Rennert, director of the Bavarian State Opera. His death in 1978 caused a break in the project. The intention of having the work finished by the end of the 1970s for the Schwetzin-ger Festival in cooperation with South German Radio, were nullified by the political developments in Poland (declaration of martial law): instead of an Opera Buffa Penderecki wrote the Polish Requiem. Only the libretto, worked on together with Jerzy Jarocki, remained from these initial stages, building the basis for the Opera Buf-fa Ubu Rex that was completed upon August Everdings suggestion in 1990/91.Ubu Rex Lithuanian National Opera Vilnius 200416Krzysztof Penderecki biographie 1933 Geboren am 23. November in Debica (Polen)Born at Debica (Poland) on November 23 1958 Diplomabschluss an der Krakauer Musik- hochschule; dort ProfessurGraduated from the Cracow Academy of Music; professorship at this Academy1959 1., 2. und 3. Preis des II. Wettbewerbs Junger Polnischer Komponisten des Polnischen Komponistenverbandes fr die Werke "Strophen", "Emanationen" und "Aus den Psalmen Davids"Awarded 1st, 2nd und 3rd prize in the 2nd Competition of Young Polish Composers organized by the Polish Composers Asso-ciation for his works "Strophes", "Emana-tions" and "From the Psalms of David"1961 Preis der Unesco fr "Threnos" UNESCO award for "Threnos" 1966 Urauffhrung der Lukas-Passion in MnsterWorld Premire of St. Lukes Passion in Mnster (D)Groer Kunstpreis des Landes Nordrhein- Westfalen fr "Lukas-Passion"Groer Kunstpreis von Nordrhein-Westfa- len for his work "St. Lukes Passion"1966-68 Dozent an der Folkwang-Hochschule in EssenLecturer at the Folkwang Academy in Essen1967 Prix Italia fr "Lukas-Passion" Prix Italia for his "St. Lukes Passion" Sibelius Gold Medal Sibelius Gold Medal 1968 Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in BerlinScholarship to Berlin from the Deutscher Akademischer AustauschdienstPrix Italia fr "Dies Irae" Prix Italia for "Dies Irae" 1970 Preis des Polnischen Komponistenverbandes Award of the Polish Compsers Association 1972-87 Rektor der Musikhochschule in Krakau Principal of the Cracow Academy of Music 1973 Urauffhrung der 1. Sinfonie in Peter- borough (GB)World Premire of the 1 st Symphony in Peterborough (GB)1973-78 Professur an der Yale University, New HavenProfessorship at Yale University, New HavenPrix Arthur Honegger fr "Magnificat" Prix Arthur Honegger for "Magnificat" 1981 Mdaille de la Ville de Paris Mdaille de la Ville de Paris 1983 Sibelius Prize of the Wihouri Foundation Sibelius Prize of the Wihouri Foundation Polnischer Staatspreis Polish National Award 1985 Premio Lorenzo Magnfico Premio Lorenzo Magnfico 1986 Stefania Niekrasz Medal Stefania Niekrasz Medal 1987 Karl-Wolf-Preis (Kunstpreis der Israelischen Wolf-Stiftung)Karl-Wolf-Award (Art prize of the Israeli Wolf Foundation)1988 Grammy Award fr das "Concerto per violoncello ed orchestra no.2"Grammy Award for the "Concerto per violoncello ed orchestra no.2"Principal Guest Conductor beim NDR- Sinfonieorchester HamburgPrincipal Guest Conductor of the NDR- Sinfonieorchester Hamburg1989 Manuel de Falla Gold Medaille der Acca- demia de Bellas Artes, GranandaManuel de Falla Gold Medaille from Acca- demia de Bellas Artes, Grananda biography 171990 Groes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bunderrepublik DeutschlandCommanders Cross of the Order of Merit on the Federal Republic of GermanyChevalier de Saint Georges Chevalier de Saint Georges 1991 Goldmedaille des Denkmalschutzes War- schau fr den Wiederaufbau von LuslawiceGold Medal of the Protection of Historic Monuments of Warshaw for the rebuilding of Luslawice1992 sterreichisches Ehrenzeichen fr Wissen- schaft und KunstAustrian Decoration for Science and Art University of Louisville Grawemeyer Award for Music Composition fr "Adagio4. Sinfonie fr groes Orchester"University of Louisville Grawemeyer Award of Music Composition for "Adagio 4. Symphony for large orchestra"1992-2001 Musikalischer Direktor des Casals Festivals in Puerto RicoMusic Director of the Casals Festival in Puerto Rico1993 Distinguished Citizen Fellowship des Institute for Advanced Study at Indiana University BloomingtonDistinguished Citizen Fellowship of the Institute for Advanced Study at Indiana University BloomingtonPreis des internationalen Musikrates/ UNESCO fr MusicPrize of the International Music Council/ UNESCO for MusicTrger des kulturellen Verdienstordens des Frstentums MonacoOfficier of the Order of Cultural Merit of the Principality of Monaco1995 Uruaffhrung des Violinkonzerts Nr. 2 Metamorphosen in LeipzigWorld Premire of the 2 nd Violin Concerto Metamorphosen in Leipzig (D)1996 Primetime Emmy Award of the Academy of Televivion Arts & SciencesPrimetime Emmy Award of the Academy of Televivion Arts & Sciences1997 Urauffhrung von Seven Gates of Jerusa- lem in JerusalemWorld Premire of Seven Gates of Jerusa- lem in JerusalemSchirmherr der Festspiele Europische Wochen PassauPatron of the Festival "Europische Wo- chen Passau"Ehrenprofessor des Moskauer Tschaikows- ky-KonservatoriumsHonorary Professor of the Moscow Tchai- kovsky ConservatoryKnstlerischer Berater des Musik Festival PekingArtistic Advisor at the Beijing Music Festival1998 Foreign Honorary Member der American Academy of Arts and LettersForeign Honorary Member of the Ameri- can Academy of Arts and LettersKorrespondierendes Mitglied der Baye- rischen Akademie der Schnen Knste, MnchenCorresponding member of the Bayerische Akademie der Schnen Knste, MnchenPreis fr Komposition der Frdergemein- schaft der europischen Wirtschaft, verliehen am 10. September anlsslich des Penderecki-Festivals in KrakauComposition Award of the Promotion Asso- ciation of the European Industry and Trade, conferred on 10 September on the occasi-on of the Penderecki Festival in KrakowEhren-Professor des Beijing Konservato- riumsHonorary Professor of the Beijing Conser- vatoireOrden des Grande Duke Gediminas Vilnius Medal of the Grand Duke Gedimas Vilnius Business Centre Club Special Award WarschauSpecial Award of the Business Center Club (Warshaw);18"Four Hundred Years or Warshaws Muni- cipality" Medal"Four Hundred Years of Warshaws Muni- cipality" Medal1999 Grammy Award fr "Metamorphosen-Con- certo per violino ed orchestra no.2"Grammy Award for "Metamorphosen-Con- certo per violino ed orchestra no.2"AFIM Indie Award for the "Credo" recor- ding on Hussler labelAFIM Indie Award for the "Credo" recor- ding on Hussler ClassicHonorary Board des Vilnius Festival Honorary Board of the Vilnius Festival 2000 Cannes Classical Award als "Living Compo- ser of the Year"Cannes Classical Award as "Living Compo- ser of the Year"Urauffhrung Sextett in Wien World Premire of Sextet in Vienna Ordine Al Merito della Republica Italiana Ordine Al Merito della Republica Italiana Ehrenstaatsbrger von Puerto Rico Honorary Citizen of Puerto Rico 2001 Prinz von Asturien-Preis in der Sparte KnstePrince of Asturias Award for the Arts CategoryGrammy Award "Best Choral Composition" fr "Credo"Grammy Award "Best Choral Composition" for "Credo"2002 Romano Guardini Preis der Katholischen Akademie in BayernRomano Guardini Prize of the Catholic Academy in Bavaria2003 Ehrenbrger der Stadt Debica,Polen Honorary Citizen of the City of Debica, PolandEhren-Direktor des Chors der Prinz von Asturien-StiftungHonorary Director of the Principe de Astu- rias Foundation ChoirEduardo M. Torner-Medaille des "Concer- vatorio de Musica del Principado Asturias"Eduardo M. Torner-Medal of the "Conser- vatorio de Musica del Principado Asturias"Ehren-Prsident der "Apayo a la Creacin Musical, Ovideo"Honorary President of the "Apayo a la Creacon Musical, Ovideo"2004 Premium Imperiale Praemium Imperiale 2005 Order of the White Eagle Order of the White Eagle Urauffhrung der 8. Sinfonie Lieder der Vergnglichkeit in LuxembourgWorld Premire 8 th Symphony Lieder der Vergnglichkeit in Luxembourg2006 Commander of the Three Star Order, Riga, LatviaCommander of the Three Star Order, Riga, Latvia2008 Ehrendoktorwrde des Komitas State Conservatory YerevanDiploma of Honorary Professor of Yerevan, Komitas State ConservatoryGoldmedaille des Armenischen Kulturmi- nisteriumsGold Medal of the Minister of Culture of Armeniaehrendoktorwrden / Honorary doctoratesUniversities of Rochester, Bordeaux, Leuwen, Belgrad, Madrid, Poznn, Lucerne, Leipzig, St. Petersburg, Yale, Seoul, St. Olaf College Northfield/MN, Georgetown University Washington, D.C., Duquesne University Pittsburgh. ehrenmitgliedschaften / Honorary MembershipsRoyal Academy of Music, Accademia Nazionale di Santa Cecilia, der Kungl. Musikaliska Akademien, der Akademie der Knste Berlin, Academia Nacional de Bellas Artes Bueos Aires, Gesellschaft der Musikfreunde, Hong Kong Akademy for Performing Arts19AuffhrungsgeschichtePerformance Historydie teufel von Loudun20. Juni 1969 Hamburgische StaatsoperDirigent / Conductor: Henryk CzyzInszenierung / Director: Konrad SwinarskiAusstattung / Stage and Costume Design: Li-dia und Jerzy SkarzynskiChre / Chorus: Gnter Schmidt-Bohlnder Pantomime: Elmar Gehlen22. Juni 1969 Stuttgart, Wrttembergisches StaatstheaterDirigent / Conductor: Janos KulkaInszenierung / Director: Gnther Rennert14. August 1969 Santa Fe, Santa Fe OperaAmerikanische ErstauffhrungDirigent / Conductor: Stanislaw SkrowaczewskiInszenierung / Director: Konrad Swinarski23./24. Februar 1970 Mnchen, Bayerische StaatsoperGastspiel der Produktion des Wrttembergischen Staatstheaters Stuttgart28. Februar 1970 Wuppertal, Wuppertaler BhnenDirigent / Conductor: Janos KulkaInszenierung / Director: Kurt Horres2./4./6. April 1970 Berlin, Deutsche OperGastspiel der Produktion des Wrttembergischen Staatstheaters Stuttgart20. Juni 1970 Wiesbaden, Hessisches StaatstheaterDirigent / Conductor: Marek JanowskiInszenierung / Director: Werner Kelch8. Oktober 1971 Graz, Vereinigte Bhnen Graz-Steiermarksterreichische Erstauffhrung im Rahmen des Festi-vals Steirischer HerbstDirigent / Conductor: Berlislav KlobcarInszenierung / Director: Reinhold Schubert4./6. Februar 1972 Marseille, Opra de MarseilleFranzsische ErstauffhrungDirigent / Conductor: Reynald GiovanettiInszenierung / Director: Margherita Wallmann27.-30. Mrz 1973 WienGastspiel der Produktion des Wrttembergischen Staatstheaters Stuttgart1. November 1973 London, Sadlers Wells Opera at the London Coliseum Britische ErstauffhrungDirigent / Conductor: Nicholas BraithwaiteInszenierung / Director: John Dexter6. Februar 1974 Triest, Teatro Comunale Giuseppe VerdiItalienische ErstauffhrungDirigent / Conductor: Piero BellugiInszenierung / Director: Margherita Wallmann14. Mai 1975 Mnchengladbach, Stdtische Bhnen Krefeld-MnchengladbachDirigent / Conductor: Robert SatanowskiInszenierung / Director: Paul Hager8. Juni 1975 Warschau, Teatr Wielki Polnische ErstauffhrungDirigent / Conductor: Mieczyslaw NowakowskiInszenierung / Director: Kazimierz Dejmek4. Oktober 1975 Berlin, Deutsche StaatsoperDDR-Erstauffhrung(WA 23. November 1978, 31. Januar 1982)Dirigent / Conductor: Wolfgang Rennert (ab dem 31. Januar 1982 Gert Bahner)Inszenierung / Director: Erhard Fischer5./6. Mai 1976 Madrid, 13. Opernfestival Madrid Spanische ErstauffhrungGastspiel der Oper Warschau16. Juni 1977 Mannheim, NationaltheaterDirigent / Conductor: Hans WallatInszenierung / Director: Friedrich Meyer-Oertel201. September 1978 Stuttgart, Wrttembergisches Staatstheater Stuttgart(WA 8. Mai 1979)Neueinstudierung der Produktion von 1969 in neuer BesetzungDirigent / Conductor: Janos KulkaInszenierung / Director: Gnther Rennert25./27./30. Januar, 3./5. Februar 1979 Genf, Grand Thtre de GenveGastspiel der Produktion des Wrttembergischen Staatstheaters StuttgartOrchester: Orchestre de la Suisse Romande20. November 1979 Rom, Teatro dellOperaDirigent / Conductor: Piero BellugiInszenierung / Director: Pier Luigi Pizzi3. Februar 1980 Kln, Oper der Stadt KlnDirigent / Conductor: Wolfgang RennertInszenierung / Director: Hans Neugebauer18. Mai 1980 Wiesbaden, Hessisches StaatstheaterGastspiel des Teatr Wielki Warschau bei den Interna-tionalen Maifestspielen WiesbadenDirigent / Conductor: Mieczyslaw NowakowskiInszenierung / Director: Kazimierz Dejmek6. Mrz 1982 Kopenhagen, Det Kongelige Teater, Gamle Scene Dnische Erstauffhrung(WA: 5. Februar 1983)Dirigent / Conductor: Poul BorumInszenierung / Director: Hans Neugebauer13. Juni 1982 Kiel, Bhnen der LandeshauptstadtDirigent / Conductor: Klaus WeiseInszenierung / Director: John Dew18. Januar 1985 Lttich, Opra de WallonieBelgische Erstauffhrung(WA: 21. Februar 1992)Dirigent / Conductor: Robert SatanowskiInszenierung / Director: Albert-Andr Lheureux2. Dezember 1989 Dsseldorf/ Duisburg, Deutsche Oper am Rhein Dirigent / Conductor: Janos KulkaInszenierung / Director: Gnter Krmer16. Mai 1992 Warschau, Teatr WielkiProduktion im Rahmen der IGNM World Music DaysDirigent / Conductor: Andrzej Straszynski(diese Produktion gastierte 1993 in Ludwigshafen, Theater im Pfalzbau)20. Februar 1993 Opera Theatre (Music Arts Center)Bloomington, Indiana UniversityDirigent / Conductor: Thomas BaldnerInszenierung / Director: James Lucas25. Januar 1995 Wien, JugendstiltheaterDirigent / Conductor: Andreas MitisekInszenierung / Director: Michael Sturminger(Produktion des Wiener Operntheaters)24. Mai 1998 Posen, Teatr Wielki w PoznaniuKrakw 2000, Festival 98(WA 14. November 1998)Dirigent / Conductor: Andrzej StraszynskiInszenierung /Director: Marek Weiss-Grzesinski(diese Inszenierung gastierte am 15. und 16. Novem-ber 2003 im Kleist Forum in Frankfurt / Oder)28. Januar 2000 Turin, Teatro Regio Torino(in deutscher Sprache, mit italienischen Untertiteln)Dirigent / Conductor: Yoram DavidInszenierung / Director: Jos Carlos Plaza16. Mai 2002 Dresden, Semperoper(WA: 7. Oktober 2003)Dirigent / Conductor: Rainer MhlbachInszenierung / Director: Harry Kupfer15. Mrz 2008 Freiburg, Theater FreiburgDirigent / Conductor: Lutz RademacherInszenierung / Director: Marcus LobbesParadise Lost29. November 1978 Chicago, Lyric OperaDirigent / Conductor: Bruno BartolettiInszenierung / Director: Igal PerryBhnenbild und Kostme / Stage and Costume De-sign: Ezio FrigerioChoreographie / Choreography: John ButlerChre / Chorus: Robert Page2122. Januar 1979 Mailand, Teatro alla ScalaEuropische Erstauffhrung und Italienische Erstauf-fhrungals Koproduktion mit der Lyric Opera of ChicagoDirigent / Conductor: Krzysztof PendereckiInszenierung / Director: Igal Perry8. Februar 1979 RomKonzertante Auffhrung des 2. Aktes durch das En-semble des Teatro alla Scala in Rom, in Anwesenheit des Heiligen Vaters, Johannes Paul II.Dirigent / Conductor: Krzysztof Penderecki28. April 1979 Stuttgart, Wrttembergisches StaatstheaterDeutsche Erstauffhrung anlsslich der Penderecki-Tage vom 28. April 9. Mai 1979(WA 21. September 1980)Dirigent / Conductor: Janos KulkaInszenierung / Director: August Everding(Diese Produktion gastierte am 10. und 11. Juli 1979 bei den Mnchner Opern-Festspielen und am 21. September 1979 beim Warschauer Herbst.)27. Juni 1980 NrnbergKonzertante Auffhrung von Teilen der Oper im Rah-men der Internationalen OrgelwochePhilharmonisches Orchester NrnbergDirigent / Conductor: Hans Gierster14. Juni 1985 Bytom (Beuthen), Teatr Bytom(Angaben ber Dirigent und Regisseur liegen nicht vor / no details about conductor and director available) 16. Juni 1988 Warschau im Rahmen des Penderecki-Musik-FestivalsNational Symphony Orchestra Kattowitz, Philharmo-nic Choir Warschau17. Juni 1988 KattowitzNational Symphony Orchestra Katowice, National Philharmonic Choir WarsawKonzertante Auffhrungen in englischer SpracheDirigent / Conductor: Antoni Wit11. September 1998 Warschau, St. Maria Magdalena Kathedrale konzertante Auffhrung von Ausschnitten im Rahmen des 33. International Wratislavia Festival Cantans National Philharmonic Choir WarsawPolish Radio Symphony Orchestra KatowiceDirigent / Conductor: Antoni Wit6. Oktober 2001 Mnster, Stdtische Bhnen Dirigent / Conductor: Will HumburgInszenierung / Director: Peter Beat Wyrsch10.05.2008 Wroclaw, Opera DolnslaskaDirigent / Conductor: Andrzej StraszynskiInszenierung / Director: Waldemar Zawodzinskidie schwarze Maske15. August 1986 Salzburger FestspieleDirigent / Conductor: Woldemar NelssonInszenierung / Director: Harry KupferBhnenbild / Stage Design: Hans SchavernochKostme / Costume Design: Reinhard HeinrichChre / Chorus: Walter Hagen-Groll12. September 1986 Wien, Staatsoper(als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen)Dirigent / Conductor: Woldemar NelssonInszenierung / Director: Harry Kupfer25. Oktober 1987 Poznn, Teatr WielkiPolnische Erstauffhrung (in deutscher Sprache)Dirigent / Conductor: Mieczysaw DondajewskiInszenierung / Director: Ryszard PerytGastspiele dieser Produktion: konzertant:11. Januar 1988 Berlin, Groer Sendesaal des SFB [konzertante Deutsche Erstauffhrung]28. Oktober 1988 Nrnberg, Meistersingerhalle szenisch:21./23. April 1988 Moskau27./28. April 1988 Leningrad28. Mai 1988 Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, im Rahmen der Internationalen Wiesbadener Maifest-spiele [szenische Deutsche Erstauffhrung]14. Juni 1988 Krakau, im Rahmen des Penderecki Musik Festival Krakau21. September 1988 Warschau, im Rahmen des War-schauer Herbstes14.-19. Mai 1989 Prag, Nationaltheater [Tschechi-sche Erstauffhrung], im Rahmen des Prager Frh-lings 13./13. November 1989 Sindelfingen, Stadthalle15. November 1989 Friedrichshafen, Graf-Zeppelin-Haus222. Oktober 1990 Berlin, Staatsoper unter den Lin-den, im Rahmen der Berliner Festtage 28. September 1990 Dresden, Semperoper, im Rah-men der 4. Dresdner Tage der zeitgenssischen Mu-sik 15./18. Mai 1990 Brighton, The Dome, im Rahmen des 1990 Brighton Festival [Britische Erstauffhrung]15.-17. Mrz 1991 Frth, Theater Frth8. August 1991 Santander, Santander Festival [Spanische Erstauffhrung] 30. Juli 1988 Santa Fe, The Santa Fe OperaAmerikanische Erstauffhrung (in englischer Sprache; bersetzung: Michael Feingold)Dirigent / Conductor: George ManahanInszenierung / Director: Alfred Kirchner18. September 1988 Warschau, Teatr Wielki W WarszawieErstauffhrung in polnischer Sprache (Polnische ber-setzung: Antoni Libera, Janusz Szpotanski)Dirigent / Conductor: Robert SatanowskiInszenierung / Director: Albert-Andr Lheureux17. Februar 1989 Paris, Thtre du ChteletFranzsische Erstauffhrung [konzertant] als Ko-Pro-duktion mit Radio FranceDirigent / Conductor: Krzysztof Penderecki1. Februar 1991 Karlsruhe, Badisches StaatstheaterErste deutsche InszenierungDirigent / Conductor: Robert SatanowskiInszenierung / Director: Albert-Andr Lheureux22. Februar 1991 Strasbourg, Opra du RhinSzenische Franzsische Erstauffhrung (Gastspiel des Badischen Staatstheaters Karlsruhe)Dirigent / Conductor: Robert SatanowskiInszenierung / Director: Albert-Andr Lheureux13. /14. Juni 1993 Hamburg, Laiszhalle [konzertant]Chor und Sinfonieorchester des NDRDirigent / Conductor: Krzysztof Penderecki14.-18. November 1997 Mnchen, Richard-Strauss-Konservatorium [konzertant]Chor und Orchester der Mnchner PhilharmonikerDirigent / Conductor: Krzysztof Penderecki20. September 1998 Krakau, Opera i Operetka w Krakowie, Krakw 2000 Festival 98Dirigent / Conductor: Kai BumannInszenierung / Director: Krzysztof Nazarubu rex6. Juli 1991 Mnchen, Bayerische StaatsoperDirigent / Conductor: Michael BoderInszenierung / Director: August EverdingAusstattung / Stage and Costume Design: Roland To-por6. November 1993 Lodz, Teatr Wielki W LodzPolnische ErstauffhrungDirigent / Conductor: Antoni WicherekInszenierung / Director: Lech MajewskiOktober 1993 Mnchen, Bayerische StaatsoperWiederaufnahme der UrauffhrungsproduktionDirigent / Conductor: Michael BoderInszenierung / Director: August Everding24. November 1993 Krakau, Opera I Operetka W Krakowie(WA 22. Mai 1994)Dirigent / Conductor: Ewa MichnikInszenierung / Director: Krzysztof Nazar8.-17. u. 19.-22. April 1994 Heilbronn, TheaterGastspiel des Teatr Wielki W LodzDirigent / Conductor: Antoni WicherekInszenierung / Director: Lech Majewski10. Oktober 1995 Dresden, KulturpalastGastspiel der Oper Krakau, im Rahmen der Dresdner Tage der zeitgenssischen MusikDirigent / Conductor: Ewa MichnikInszenierung / Director: Krzysztof Nazar2. Oktober 2003 Warschau, Ottpera NarodowaKoproduktion mit der Litauischen Nationaloper, VilniusDirigent / Conductor: Jacek Kaspszyk (bei der WA am 4. Dezember 2004: Iwona Sowinska)Inszenierung / Director: Krzysztof WarlikowskiFordern Sie unseren Katalog an. Please ask for our catalog.WERGO Postfach 36 40 55026 Mainz GermanyE-Mail: service@wergo.de Internet: www.wergo.deMusica da CameraSilesian String Quartet Konstanty Andrzej Kulka Waldemar Malicki, Szbolcs Esztnyi AleksanderRomanski Artur Paciorkiewicz Ivan Monighetti ausgezeichnet gespielte Kammermusik (Dissonanz)WER 62582Per CoroNationaler Philharmonischer Chor Warschau Natio-nalphilharmonie Warschau Krzysztof Penderecki osteuropische Chortradition at its best (Neue Zeitschrift fr Musik)WER 626122. Sinfonie Adagio (4. Sinfonie)NDR-Sinfonieorchester Krzysztof Penderecki gelungene Live-Mitschnitte (Fono Forum)WER 62702Concerto per viola ed orchestra Capriccio Strophen Intermezzo Drei Stcke im alten StilTabea Zimmermann Mariusz Pedzial/ek OlgaSzwajgier Amadeus Kammerorchester Posen Agnieszka Duczmal hohes interpretatorisches Niveau (Fono Forum)WER 60172-50KRZYSZTOF PENDERECKIWERGOSeven Gates of JerusalemSymphony No. 7 for five soloists, speaker, threemixed choirs and orchestra Bozena Harasimowicz-Haas, Sopran IzabellaKl/osinska, Sopran Jadwiga Rapp, Alt Wiesl/awOchman, Tenor Romuald Tesarowicz, Bass BorisCarmeli, Sprecher Nationaler PhilharmonischerChor Warschau Nationalphilharmonie Warschau Leitung: Kazimierz KordPizzicato-Excellentia! Diese Sinfonie ist ein Werk,das als eine der zentralen und grandiosesten Musik-schpfungen der Jahrhundertwende unbedingt insRepertoire gehrt! (Pizzicato)WER 66472 (CD + 76-seitiges Textheft im Schuber)WER292_Penderecki_A5_4c 25.08.2008 12:52 Uhr Seite 123Fordern Sie unseren Katalog an. Please ask for our catalog.WERGO Postfach 36 40 55026 Mainz GermanyE-Mail: service@wergo.de Internet: www.wergo.deMusica da CameraSilesian String Quartet Konstanty Andrzej Kulka Waldemar Malicki, Szbolcs Esztnyi AleksanderRomanski Artur Paciorkiewicz Ivan Monighetti ausgezeichnet gespielte Kammermusik (Dissonanz)WER 62582Per CoroNationaler Philharmonischer Chor Warschau Natio-nalphilharmonie Warschau Krzysztof Penderecki osteuropische Chortradition at its best (Neue Zeitschrift fr Musik)WER 626122. Sinfonie Adagio (4. Sinfonie)NDR-Sinfonieorchester Krzysztof Penderecki gelungene Live-Mitschnitte (Fono Forum)WER 62702Concerto per viola ed orchestra Capriccio Strophen Intermezzo Drei Stcke im alten StilTabea Zimmermann Mariusz Pedzial/ek OlgaSzwajgier Amadeus Kammerorchester Posen Agnieszka Duczmal hohes interpretatorisches Niveau (Fono Forum)WER 60172-50KRZYSZTOF PENDERECKIWERGOSeven Gates of JerusalemSymphony No. 7 for five soloists, speaker, threemixed choirs and orchestra Bozena Harasimowicz-Haas, Sopran IzabellaKl/osinska, Sopran Jadwiga Rapp, Alt Wiesl/awOchman, Tenor Romuald Tesarowicz, Bass BorisCarmeli, Sprecher Nationaler PhilharmonischerChor Warschau Nationalphilharmonie Warschau Leitung: Kazimierz KordPizzicato-Excellentia! Diese Sinfonie ist ein Werk,das als eine der zentralen und grandiosesten Musik-schpfungen der Jahrhundertwende unbedingt insRepertoire gehrt! (Pizzicato)WER 66472 (CD + 76-seitiges Textheft im Schuber)WER292_Penderecki_A5_4c 25.08.2008 12:52 Uhr Seite 1KAT 88-99 Printed in GermanyDer Rang Krzysztof Pendereckis im gegen-wrtigen Musikleben ist unbestritten. Wolf-ram Schwinger, eng befreundet mit dem Komponisten, lsst den Leser im ersten Teil des Buches auf sehr persnliche Wei-se am Leben und Schaffen Pendereckis teilnehmen, fhrt ihm den Alltag eines Knstlers vor Augen, der aus der Beanspru-chung durch Verpflichtungen in aller Welt Anregung und schpferische Kraft emp-fngt.Im zweiten Teil des Buches setzt sich der Autor ausfhrlich mit den einzelnen Werken Pendereckis auseinander. Er vermittelt damit dem Fachmann interessante Einblicke in die Werkstatt des Komponisten und erffnet dem interessierten Laien neue Zugnge zu dessen Schaffen. Dabei werden die Verbin- dungen von Pendereckis Kompositionen zur musikgeschichtlichen Tradition ebenso deut- lich wie seine Neuerungen hinsichtlich der Klangerzeugung und Kompositionstechnik.Wolfram schwinger: Penderecki - Leben und WerkBegegnungen - Lebensdaten - Werkkommentaredeutsch, 378 Seiten HardcoverISBN: 978-3-7957-0265-6Bestell-Nr.: ED 8133 39,95 / sFr 68,00** sFr: unverbindliche PreisempfehlungAnzeige

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