• Aus clem Iustitut fur Haustiel-fiilterung der Lnndzc. Hochschule Schwedeus, Uppsala Fntterverbrauch nnd Wachstum der Mastschweine Von J OEI, A s s r , s s o ~ Mit 3 Abbzldungeiz Versuche mit wechselnden lengen von Tagesfutter an Schweine Da13 das Wachstumsvermogen der Schweine erblich bedingt ist, laritber sind Eich wohl alle einig. Sol1 diese Anlage zum Ausdruck kommen, so ist indessen Futter erforderlich. Wechseln Menge und Be- schaff enheit desselben, so wird das Wachstumsvermogen der Schweine in verschiedenem Grad ausgenutzt. Hierbei kann das Futter zuweilen btarker als die erblichen Faktoren das je Zeiteinheit erhaltene Wachstuma- ergebnis beeinflussen. Gleichzeitig kann jedoch gewohnlich festgestellt werden, daB das Wachstum je Einheit Futter oder je Einheit einer ge- wissen Substanz im Futter abnimmt. Dies bedeutet, da13 hierbei eine erhohte Futter- oder Substanzmenge je Kilogramm Zunahme erforder- lich ist. Als Beispiel hierfur konnen die von ELLIS und ZELLER (8) ausgefiihrten Vermche dienen. In diesen wurde eine Futtermenge gepruft, die 2, 3 bzw. 4 O i o des Lebendgewichtes der Tiere betrug. Wenn die Futtermenge von 2 auf 30/0 des genannten Gewichtes oder um 500/0 erhijht w d e , btieg die Zunahme im Mittel von 314 auf 448 g je Tier und Tag oder urn 134 g. Wurde die F'uttermenge verdoppelt, wobei sie also von 2 auf 4 "/a rles Gewichtes erhoht wurde, so stieg die Zunahme im Mittel auf 542 g oder um 288 g. Durch eine Erhohung der Futtermenge von 3 auf 4 O/o des Gewichtes der Tiere, d. h. um 33 "/a, stieg die tiigliche Zunahme der Tiere \-on 448 auf 542 g oder um nur 94 g. Der letzte Futterzuschul3 hatte dem- nach eine erheblich geringere Wirkung d s der erhte. Da die Futterung der Tiere individuell erfolgte, konnte das AusmaB der Veriinderung an jedem einzelnen Tier studiert werden. Hierbei lid3 sich feststellen, daJ3 die Variation des Wachstums mit erhohter Futtermenge stark abnahm. Die schwihhste Futterung bedingte also eine starkere Differenzierung im Wachstum als die reichlichste. Die gleiche Erscheinung kann auch durch einen von EDIN und Mit- iirbeitern (7) in Svalov 1927-1928 ausgefiihrten Versuch veranschaulicht werden. Wahrend das Futter fur die verschiedenen Gruppen ungefahr gleiche Zusammensetzung hatte, wechselte die Menge. Diese wurde in Prozent der bei der Schweinestammkontrolle benutzten Futterzuteilung 10 *
  • 141 A X E L S S O N Gruppo I I Gruppc I1 Gruppe I11 Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . . . . . F’rodulitionsfutter je kg Znnalime. fs . . . . Zunahme je Tier und Tag, g . . . . . . . Verdauliches Protein je fe, g . . . . . . . 2,58 ‘ 2,76 1 3,08 2,63 1 67(3 2,79 3,12 94 94 94 704 639 Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . . . . Ziinahme je Tier und Tag, g . . . . . . . Produktionsfutter je kg Zunahme, fe . . . . Verdaaliches Protein je fe, g . . . . . . . 3,17 1 2,41 1 2,64 , 2,69 2,94 2,74 2,62 2,66 88 98 106 i 114 474 1 596 1 706 i 710
  • F u t t e r v e r b ra u c h 11 n d FV.a c hs t urn de r Mas t s c h w e i n c 145 Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . I 2,17 1 9325 1 2,41 1 2.61 Zunahme j e Tier nnd Tag, g . . .I 501 Produktionsfutter je kg Zunahme, fe 2,70 2,67 2,63 2,75 Verdauliches Protein j e fe, g . . . 90 91 94 1 540 1 607 1 647 Erliiihung zutage trat. Walirscheinlich spielte in diesem Versuch der erhohte Proteingehalt auch eine Rolle. Die Schweine besa8en indessen off enbar eine verhaltnismiifiig grol3e Schnellwiichkigkeit, was vor allem verursacht haben durfte, da8 die Wirkung des Produktionsfutters ver- bessert worden ist, bis die eben genannte Futtermenge erreicht worden war. Das Ergebnis hebt die Bedeutung der Frage hervor, die Futtermenge gut an die erblich bedingte Schnellwuchsigkeit der Schweine anzupassen. In einem anderen danischen Vervuch von JESPERSEN (11) rnit Kohl- ruben wurden hiermit ubereinstimmende Ergebnisse erhalten, trotzdem der Proteingehalt des F'utters ziemlich unabhangig von seiner Menge gewesen ist. Die Ergebnisse rnit den verschiedenen Doppelgruppen gehen ails folgenden Angaben hervor: ~ _ _ ~~ ~- __- I Gruppe I I Gruppe I1 I Gnippe 111 I Gruppc IV 1 Gruppc 2,84 2.78 97 726 I I I I I I I Gruppe I Griippo I1 Gruppe 111 ' I Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . . . . Verdauliches Protein je fe, g . . . . . . . Zunahme je Tier und Tag, g . . . . . , , Produktionsfutter j e kg Zunahme, fe . . . . I 2,15 ' 2,37 1 2,53 91 1 94 97 486 1 577 1 645 2,84 2,77 2,72 Die t%gliche Futtermenge betrug in diesen Versuchen im Mittel h6chstens 2,53 fe. Infolgedessen verbesserte sich die Aumutzung des Produktionsfutters bis zu dieser Futtermenge. In diesem Fall konnte die verschlechterte Ausnutzung bei besonders groBer Futtermenge nicht be- leuchtet werden, diese w&e namlich erst dann eingetreten, wenn die t@- Iiche Futtermenge tiber 2,6 fe erhoht worden ware.
  • 146 A X E L S S O N Urn uber die vorstehend besprochenen Versuchsergebnisse eine bessere Ubersicht zu erhalten, sind nach durchgefiihrter Klasseneinteilung ge- wogene Mittelwerte berechnet worden. Bei wechselnder Tagesmenge an Gesamtfutter sind folgende Mittelwerte fur die tgliche Zunahme und ftir die Menge Produktiondutter erhalten worden: ~-~ - ~ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Gruppe I 1 Gruppe I1 ~ Gruppo 111 I Gruppe IV i Gruppe V I Tigliche Futtermenge je Tier, fe(s) . 2,l'i 2,39 2,61 2,81 3708 Zunahme je Tier und Tag, g . . .I 489 I 586 1 679 1 710 I 704 Produktionsfutter je lig Zunahme, fets) 2.84 2,75 2,68 2,78 3.12 Die Werte der tglichen Zunahme sind in den oberen Teil der Abb. 1 cingetragen und durch eine dick auagezogene Linie graphisch ausgeglichen, die demnach auch die Linien ausgleicht, welche die Ergebnisse der e h - 7elnen Versuche oder Versuchsgruppen reprbentieren. Die Werte des ProduktionsEutters sind in den mittleren Teil der Abbildung eingetragen und durch eine dick ausgezogene Linie ausgeglichen, die daher auch die feingezogenen Linien ausgleicht, die den Ergebnissen der einzelnen Versuche oder Versuchsgruppen entsprechen. D i e 1 e t z t e r e L i n i e z e i g t , d a S b e i e i n e r t g g l i c h e n F u t t e r m e n g e v o n 2,5 f e d i e j e K i l o g r a m m Z u n a h m e v e r b r a u c h t e M e n g e P r o - d u k t i o n s f u t t e r a m k l e i n s t e n w a r . Dieses Ergebnis gilt d s Mittelwert fur das Interval1 25-90 kg Lebendgewicht und fur das zu den Abb. 1. Der obero Teil der Abbildung zeigt die Upliche Veriiudoivng des Zu- wachsos der Tiere, der mittlere Toil die Verilnderung dos je kg Zuwachs crforder- lichen Produktioesfutters ond der untere Toil die entspmhende VerHnderung des Gesnmtfuttors. in allen drci Fallen boi steigciider Menge Gosnmtfutter jo Tag
  • F 11 t t c r v e r b r a II c h n n d W a L' h s t u m de r Mas ts c h w e in e 3 47 - Gesamtfutter je Tier und Tag, fe Zunahme je Tier und Tag, g Gesamtfutter je kg Zunahme, fe Prod.-Futter jekg Zanahme. fe ~ ~ - .__ ~ - 2,20 2,30 2,40 2.50 2,60 2.70 2,8@ 2,901 3,OO 4.44 4.28, 4,09 3.97 3-93 3,96, 4,03 4,121 4,24 2,83 2,iYl 2,73 2,70 2.721 2,79 2.88 2.991 3,11 495 1537 1586 1630 662 1682 1695 '708 Uleiche Mcnge Futter bci wechselndam WachstumsvermUgen Laut Vorstehendem bedingen wechselnde Mengen an T a g e s f u t h bei Tieren mit gleichem erblichen Wachstumsvermogen verschiedene Zu-
  • 148 A X E L S S O N nahmen je Tier und Tag. Gleichzeitig hiermit wird der Effekt des Pro- duktionsfutters verandert, also auch die Anzahl fe je Kilogramm Zunahme. Man mu8 also damit rechnen, da8, wenn Tiere von verschiedenem Wachs- tumsvermbgen innerhalb eines gewissen Gewichtsintervdls die gleiche Tagesmenge Futter erhalten, das Produktionsfutter verschieden ausgenutzt wird. Tiere von schwachem Wachstumsvermogen erhalten namlich hier- hei eine verhaltnismaSig groDere Futtermenge als besonders rasch- wuchsige, das Produktionsfutter bedingt demnach bei ersteren eincln anderen Effekt als bei letzteren. Diese Erscheinung ist bereits friiher von BERGE (6) am Material der norwegischen Schweinestammkontrolle beleuchtet worden. E r f a n d , d a 8 d e r E f f e k t d e s F u t t e r s b e i d e n a m l a n g s a m s t e n w a c h s e n d e n S c h w e i n e n n u r 8 5 0 / 0 d e s E f f e k t e s b e i d e n a.m s t 8 ; r k s t e n w a c h s e n d e n e r r e i c h t e . Hierbei ist der Unter- schied im Bedarf an Erhaltungsfutter beriicksichtigt worden. Die Ursachc rlieses mit vermindertem Wachstumsvermogen einhergehenden geringeren Eff ektes des Produktionsfutters konnte nicht entschieden werden. BERGE erachtete es als fur die Praxis geniigend zu wissen, dab Tiere mit geringem Wachstumsvermiigen das Futter schlechter ausnutzen als solche mit guteni Wachetumsvermogen. Diese Auffassung setzt voraus, daD eine bestimmte Futternorni befolgt werden soll und daW diese Norm so hoch gehalten werden soll, daki die Futtermenge fur die am schnellsten wachsenden Schweine ini Optimum liegt. Bei intensiver Schweinezucht durfte dies gewiihn1ic.h der Fall sein. Wenn dagegen das verfugbme f i t t e r voii gerjngerer Qualitat ist, so da8 im Zusammenhang hiermit der Futter- verbrauch vcrh%ltnism%Big gering wird, so ist es nicht immer sicher, dal3 die am schiiellsten wachsenden Schweine das Futter am besten ausnutzen. Wie im Vorstehenden gezeigt wurde, konnen diese Tiere dann sehr wohl eine so kleine Futtermenge erhalten, daki die Ausnutzung des Produktions - futters nicht maximal wird. Um einen Ciberblick iiber diese Verhaltnisse in der schwedischen Schweinestammkontrolle zu erhalten, sind fur die Jahre 1939-1941, also fur 3 aufeinanderfolgende Kalenderjahre, die Ergebnisse der ab- gegangenen, also der geschlachteten Gruppen bearbeitet worden. Das Primarmaterial wurde den Vierteljahresberichten, die von BENGTSSON (5 ) in der Svenska Svinavelsforeningens Tidskrift veroff entlicht wurden, ent- nommen. Die der Kontrolle unterworfenen beiden Rassen sind getrennt bearbeitet worden. Die Gesamtanzahl Gruppen betrug fur die groDe wei8e englische Rasse 404, fur die veredelte Landrasse 607. Das Material ist demnach fur eine statistische Bearbeitung geniigend groD. Bei der Kontrolle iat der Nahrwert des Futters in skandinavischen fe angegeben, was von der im Vorstehenden verwendeten Futtereinheit abweicht ; dies beruht vor allem darauf, da8 die Magermilch vom energetischen Gesichts- punkt iiterschatzt worden ist. Eine Umrechnung des Futternahrwertes ist jedoch nicht ausgeflihrt worden, da der Fehler sich fur samtliche Schweine gleich stark geltend macht. Bei der Bearbeitung des Materials ist fur das bei dieser Kontrolle nunmehr in Frage kommende Gewichtsintervdl von 20-88 kg damit gerechnet worden, daI3 im Mittel 0,75 fe als tlgliches Erhaltungsfutter erforderlich sind. Diese Menge ist daher yon dem je Tier und Tag mitgeteilten Futterverbrauch abgezogen worden. Das hier- bei erhaltene tQliche Produktionsfutter ist dann durch die je Tag durch- schnittlich erhaltene Zunahme dividiert worden, also die Menge Roduk- tionsfutter je Kilogramm Zunahme errechnet. Darauf wurde der Zu-
  • F u t t e r v e r b r a u c h u n d W a c h s t u m d e r N a s t s c h w e i n e 149 sammenliang zwischen dieser Menge und der Zunahme des Tieres sowie geaissen anderen kontrollierten Eigenschaften untersucht. DaB das Erhaltungsfutter im Mittel mit 0,75 fe je Tag fur die ganze Periode angegeben worden ist, beruht darauf, daB diese Menge mit der im Vorstehenden verwendeten ubereinstimmt, wenn auf die Unterschiede im Qewicht wiihrend der Periode Rucksicht genommen wird. Nach EDIN und Mitarbeiter (7) sollte jedoch das Erhaltungsfutter etwas griiljer sein. In- dessen wird das Ergebnis hiervon nur in sehr geringem Grad beeinflufit, was durch das folgende Beispiel veranschaulicht wird, das sich auf die beiden extremsten Gruppen in der Kontrolle stutzt. Die eine von diesen xeigtc eine tagliche Zunahme von 687 g und verbrauchte 1,95 fe im Tages- futter, wahrend die andere eine Zunahme von 596 g hatte und 2,33 fe ver- brauchte. Wenn mit 0,75 fe je Tag fiir die Erhaltung in dem einen Fall und mit 0,90 Ee im anderen gerechnet wird, so werden folgende Resultate erhal ten : I. E r h a l t n n g m i t O,T5 fe Produktionsfutter je Tag, fe . . . . . . . Produktionsfutter je lig Zunahme, fe . . . . Relative Mengen Produktionsfutter . . . . . 11. E r h a l t u n g m i t 0,90 fe Produktionsfutter je Tag, fe . . . . . . . Produktionsfutter je kg Zunahme, fe . . . . Relative Mengen Produktionsfutter . . . . . Berto Gruppc 1,20 1.75 100 1105 1,53 100 1,58 2.65 151 1,43 2,40 157 Dcr Unterscliied zwischen den1 bereclineten t5glichen Produktions- futter der beiden Gruppen ist demnach von der (...ri>Be des Erhaltunps- futters unabhangig. Eine geringere Abweichung sntsteht dagegen fur die je Kilogramm Zunahme berechnete Menge Produktionsfutter. Die Ab- weichung ist jedoch so gering, da8 sie fur den hier in Frage stehenden Zweck ohne Bedeutung ist. Die Mittelwerte fur die Zunalime je Tier und Tag sowie das I’ro- dnktionsIutter je Kilogramm Zunahme waren far beide Ramen folgcnde: CrroDo weiflo 1 Verodelto 1 Rasse I Landrflsse 657 f 2,08 1 2 3 5 0,008 Zunahme je Tier und Tag, g . 646 1.82 Produktionsfutter je kg Zunahme, fe . ’ . . I 2,27+0.006 Wie hekannt, hat die veredelte Landrasse in der Kontrolle eine etwas grPBere tiigliche Zunahme gezeigt als die grolje weiBe englische Rasse. Diese Erscheinung wird auch durch die hier mitgeteilten Zahlen bestatigt. Gleiclizeitig ist dzts Produktionsfutter je Kilogramm Zunahme etwas kleiner gewesen, obgleich der Tinterschied in diesem Fall nicht vollkommen ge- sichert ist. Die Menge an Produktionsfutter war fur beide Rassen gering, deshalb ist das Futter gut ausgenutzt worden. Obwohl das F’utter Mager- milch enthielt und die Anzahl fe im Zusammenhang hiermit g r 6 h r ist, als wenn das Futter analog der in der ersten Abteilung dieser Arbeit bewertet worden ware, so ist das Produktionsfutter doch betrachtlich geringer ge- wesen. So lag das Minimum in den praktischen Versuchen bei 2,70 fe(s)
  • 150 A X E L S S O N j e Kilogramni Zunahme, wiihrend es fur die Kontrollgruppen im Mittel nur 2,26 fe(sk) erreichte. Die besten Gruppen zeigten naturlich einen erheb- lich geringeren Futterverbrauch je Kilogramm Zunahme. Dieser Unterschied durfte mehrere Ursachen haben. Vor allem er- scheint er dadurch bedingt, daI3 die Schweine in der Kontrolle magerer gewesen sind als in den fruher behandelten Versuchen. So betrug die Dicke des Ruckenspeckes in den Versuchen durchschnittlich 4,3 cm, aber nur 3,3 cm in den Kontrollgruppen. Der Unterschied war also bedeutend. AuDerdem durfte die verschiedene Schnellwuchsigkeit des Tiermaterials in gewissem Grade einen EinfluD gehabt haben. Wichtiger scheint jedoch z u sein, dalj das Futter in der Kontrolle einheitlicher und besser zu- sammengesetzt war als in den besprochenen Versuchen. Als Ausdruck fur den Zusammenhang zwischen den beiden Eigenschaften wurde fur die groSe weiSe englische Rasse erhalten r == - 0,562 4 0,0278 und fur die veredelte Landrasse r = - 0,678 4- 0,0269. Da diese Werte im Verh%ltnis zu ihren mittleren Fehlern be- &tend sind, zeigen sie, daI3 mit steigender tilglicher Zunahme immer weniger Produktionsfutter je Kilogramrn Zunahme erforderlich war. Die beiden Kassen verhielten sich in dieser Hinsicht gleich, obgleich der Koeffizient den numerisch gesehen hochsten Wert fur die Landrasse auf- weist. Der Unterschied zwischen den Werten betragt 0,116 k 0,0387. Ob dieser Unterschied als signifikant aufzufassen ist oder nicht, diirfte schwer zu entscheiden sein. Ausgeschlossen erscheint es jedoch nicht, daB die Zunahme bei der Landrasse die F’utterausnutzung in hoherem Grade be- einfluljt hat als bei der groI3en weiI3en englischen Rasse. In diesem Falle hatte die erste Rasse auf Abb. 2. Prodnktionafutter in fe (sk) je kg Zowachs bei steigendem Zuwachs je Tier und Tag in der schwedischen Schweineetarumkontrolle eine Uberfiittemng un- @instiger reagiert als die letztere. Aber auch wenn man den Unterschied fur gesichert hUt, so ist er doch verhUtnismMig ge- ring, seine praktische Bedeutung dennoch un- erheblich. In Abb. 2 sind die fur den Futterverbrauch je Kilogramm Zunahme in den verschiedenen Wachstumsklassen erhal- tenen Mittelwerte graphisch fur beide Rassen dargestellt. Diese Mittel- werte konnen laut Vorstehendem kaum durch gerade Linien ausgeglichen werden. Zur Feststellung einer krummen Linie war das Material jedoch zu gering, weshalb die Ausgleichung geradlinig erfolgte, wobei sich folpende Regressionsgleichungen ergaben: G r o h weiBe englische Rasse y = 3,48 - 0,00187 x Veredelte Landrasse . . . y-3,87-O70O246 x In diesen Gleichungen bedeutet x die tagliche Zunahme der Schweine in Gramm w%hrend dee hier behandelten Teils der Wachstumsperiode und y das Produktionsfutter in fe(sk) je Kilogramm Zunahme. Wie aus der Abbildung hervorgeht, hat sich die Zunahme der Schweine zwischen 440 und 800 g je Tag gehalten. Die Variation der Zunahme ist demnach be- deutend gewesen. Hierbei hat das Produktionsfutter je Kilogramm Zu-
  • F u t t e r v e r b r a u c h u n d W n c h s t u m d e r M a s t s c h w e i n e 151 naliiiie fur die grol3e weiDe englische Rssse zwischen 2,68 und 1,98 fe(sk) gewechselt und fur die veredelte Landrasse zwischen 2,78 und 1,90 fe(sk). Diese Untersuchung ergibt also einen engen Zusammenhang zwischen der taglichen mittleren Zunahme der Gruppen und der Ausnutzung des Produktionsfutters. Wenn man von den extremsten Ffllen absieht, zeigt die Untersuchung eine Zunahme des Futterverbrauches von 2,O auf 2,6 fe, also um 30°/o, wenn die tiigliche Zunahme der Schweine von 760 aiif 480 g gesunken ist. Es fragt sich nun, ob diese schlechtere Ausnutzug nur auf eine Uberfutterung zuruckzufuliren ist, die mit einem immer langsamcr werdenden Wachatumsvermogen der Schweine bestandig stieg. Eine exakte Antwort auf diese Frage durfte mit Hilfe des hier behandelten Materials kaum gegeben werden konnen. E s k a n n h i e r n u r e r - w a h n t w e r d e n , da13 d a s E r g e b n i s d e r v o r s t e h e n d e n C n t e r s u c h u n g n i c h t a u s s c h 1 i e 13 t , daD d i e g a n z e m i t a b n e h m e n d e m W a c h s t u m s v e r - m o g e n d e r S c h w e i n e f e s t g e s t e l l t e s c h l e c h t e r e A u s - n u t z u n g d e s F u t t e r s a u f U b e r f u t t e r u n g b e r u h t . Da13 die langsamere Zunahme direkt die schlechtere Futterausnutzung beein- fluat hat, erscheint also nicht klargelegt, wenn es auch nicht ganz aus- geschlossen ist. So wie die Futterung bei der Scliweinestammkontrolle durchgefuhrt wird, ist es demnach offenbar, daD das Waclistumsvermogen der Schweine die Ausnutzung des Futters und damit den in der Kontrolle erhaltenen Nutzungswert stark beeinfldt. AuDerdem scheint hervorzugehen, daD die Futtermenge aucli fur die schnellwuchsigsten Schweine vollkommen ge- nugt. Ob sie nuch fur diese uber dem Optimum liegt, hat nicht entschieden werden konnen. Wenn inan indessen in der Praxis seine Schweine schwacher futtert, als e:3 in der Schweinestammkontrolle geschieht, so ist es nicht sicher, daI3 be- sonders gof ie Schnellwuchsigkeit einen Vorteil bedeutet, weshalb die llilEe der Kontrolle bei der Schweinezucht in solchen Fallen von ziemlich geringem Wert sein wurde. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man in der Praxis gezwungen ist, den Schweinen eine verhaltnisma13ig grol3e Menge Ballastfutter zu geben. Die Kontrollresultate sollten daher die heste Leitung fur die intensiv betriebene Schweinezucht bilden. Damit sollte folgen, da13 in dem MaDe, wie die lntensitat in diesem Erwerbszweig mahrend der letzten Jahrzehnte zugenommen hat, wodurch groBere An- spriiche an die Schnellwuclisigkeit der Schweine gestellt worden sind, die Ergebnisse der Kontrolle an Bedeiitung zugenommen ha.ben sollten. d i e M o g l i c h k e i t Verlnderung der Sehnellwlic*hsigkcit in den kontrollierten Stammen Von Interesse ist es zu untersuchen, in welchem MalS eine Entwick- lung in Richtung nach groDerer Schnellwiichsigkeit in den Stammen wahr- zunehmen ist, aus denen Schweine zur Kontrolle eingesandt werden. Da die schnellwuchsigsten Schweine die hochste Punktbewertung erhalten, sollten die Voraussetzungen fur eine Auslese in Richtung nach erhohter Schnellwuchsigkeit innerhalb dieser Stamme gegeben sein. Um hieruber einen Uberblick zu erhalten, sind die seit Beginn der Kontrolle von I~ANSSON und BENQTSSON (9) sowie von BENGTSSON (3, 4) jahrlich veroffent- lichten Mittelwerte graphisch in Abb. 3 dargestellt und die drei Jahrea- mittelwerte in dcr folgenden Tabelle zusammengestellt. Hier sind auDer - dem die Mittelwerte fur das Gewicht der Tiere bei Beendigung der Kon-
  • 152 A X E L S S O N trolle sowie fur die Menge Yroduktionsfutter je Kilogramm Zunahme auf- genommen. SchlieBlich sind Angaben uber die Dicke des Rucken- und Bauchspeckes sowie die Korperlange der Schweine Gewicht bei Schlul der Kontrolle, lig: grole weil3e englische Hasse . . . veredelte Landrasse . . . . . . Zunahme je Tier und Tag g: grole weile englische Rasse . . . veredelte Landrase . . . . . . Produktionsfutter je lig Zunahme fe (sli): grole wsirje englische Rase . . . veredelte Landrasse . . . . . . Dicke des Ruckenspecks in cm: grol3e a e i l e englische Rasse . . . veredelte Landrasse . . . . . . groIe weile englische Rasse . . . veredelte Landrasse . . . . . . grole weile englischs Rasse . . . veredelto Landrasse . . . . . . Dicke des Bauchspeclis in cm: Korperlange in cm: - - ______ 1921/26 - 92,9 92,6 619 627 2,31 2;26 4,06 4,14 3,40 3,29 92.5 92,4 91,o 90,9 625 650 2,45 2,33 3,95 3,90 3,42 3,37 94,3 94,O 8876 88.8 653 670 2,36 2,31 3,73 3,92 3,35 3:28 93,4 91,8 remacht. - - 62 6 651 2.24 2,20 3,?T 3.64 332 3,23 94,O 93.2 1936JS - - 639 660 2.25 2,20 3,33 3,52 3,46 3,39 - 1%39/41 - - -. 642 658 2.26 2.22 3,27 337 3.34 3,33 95:0 91,G 94,6 94,l Zu Beginn der Kontrolle wurde in den Jahresberichten das Lebend- gewicht der Schweine bei der Schlachtung mitgeteilt, weshalb dieses bis einschliefilich 1932 angegeben werden konnte. Diese Angaben zeigen, daB gegen Ende der 192Oer und zu Beginn der l930er Jahre ein Ubergang zur Abb. 3. Yittelwerte des Zuwachses je Tier und Tag (oben), Produktions- futter in fe (sk) je kg Zuwachs (in der Mitte) und Dicke den Rucken- SpeCkQS (unteo) in der schwedischen Schwcinestammkontrolle wiihrend dor Jahre 1924-41 Schlachtung in ehem fruheren Entwicklungs- stadium stattgefunden hat. Wahrend der Jahre nach 1932 durfte das Gewicht bei derschlach- tung ungefahr dasselbe gewesen sein wie wah- rend der Jahre .1930 bis 1932. Dieser Um- stand ist von Bedeu- tung, da mit fruherer Schlachtung eine etwas kleinere tiigliche Zu- nahme wahrend der Wachstumsperiode ein- hergeht. Ein nennens- wertes Absinken d i e m Zunahme als Folge fru- herer Schlachtung kann daher seit Beginn der 1930er Jahre kaum stattgefunden haben. Aus den Zahlen der Tabelle geht ferner her- vor, daD wahrend der ersten Jahre der Kon-
  • F u t t e r v e r b r a u c h u n d W a c h s t u m d e r M a s t s c h w e i n e 153 trolle die tiigliche Zunahme der Schweine ziemlich sohnell gestiegen ist. In gewissem MaBe diirfte dies auf eine Verbesserung der Fiitte- rung zuriickzufuhren sein, wie ein Studium der Jahresberichte zeigt. AuSerdem durfte die Zunahme des Wachstums mit der Auswahl der 4 eingesandten Ferkel des betreff enden Wurfes zusammenhangen. DaD auch ein Ubergang zu schnellwuchsigeren Typen sich geltend gemacht liaben kann, ist naturlich moglich, obgleich dies weniger wahrscheinlicli scheint, da walirend der Jahre nach 1930 die Zunalime nicht nur zu steigen aufgehort hat, sondern sich sogar eine, wenn auch etwas unrege1m%I3ige7 Neigung zum Sinken geltend machte, und zwar innerhalb beider Rassen. AuBerdem zeigt die Tabelle, daI3 das Produktionsfutter je Kilogramni Zunahme wiihrend der ersten Jahre nach 1930 schnell sank, wahrend in den darauf folgenden Jahren keine weitere Abnahme zu beobachten war. Wahrend der allerletzten Jahre konnte eher eine Andeutung zur Zunahme verspiirt werden, trotzdem der Ruckenspeck weiter an Dicke abgenommen hat. Da also die Schweine bis zum letzten Jahr offenbar magerer ge- worden sind, sollte bei unverbderter Ausnutzung des Futters ein ge- ringerer Verbrauch an Produktionsfutter die Folge gewesen sein, wenn nicht ein ungiinstig wirkender Faktor in hoherem Grad sich geltend ge- macht hat. Dies ist indessen offenbar der Fall gewesen, wenn den bei der K ontrolle erhaltenen Ergebnissen Beweiskraft zuerkannt werden soll. Diese Tendenz zur Verschlechterung kann kaum auf rein zufidligen T'erhdtnissen beruhen. Vielleicht h a g t sie mit dem Ubergang zu dem ausgesprochenen Racontypus zusammen, der in unseren kontrollierten Stbmmen wahrend der 1930er Jahre aufgetreten ist. Diese Zuchtanderung hat eine griil3ere Korperlange und diinneren Ruckenspeck der kon- trollierten Schweine mit sich gebracht. So ist der Mittelwert f i i r die Kiirperlange wahrend der letzteren Jahre groI3er gewesen als friiher. Die Angahen scheinen anzudeuten, daI3 das Maximum fur die beiden Rassen wshreiid der Jahre 1936-1938 erreicht worden ist. Die Dicke des Ruckenspecks hat jedoch, namentlich bei der groI3en weiDen englischen llasse, aucli wahrend der allerletzten Jahre weiter abgenommen. Ein Zusammenhang zwischen der Korperlange der Schweine und der tiiglichen Zunahme derselben hat indessen fiir das hier behandelte Material nic;ht nachgewiesen werden konnen. Ein solcher Zusammenhang bestand nuch in einem vom Verf. (2) friiher untersuchten anderen Material nickit. 1;s 1st dalier wahrscheinlich, daD die Neigung zu verminderter Zunahme auf andere Verhatnisse als auf den Ubergang zu einem ausgepreeren Bacontypus zuruckzufiihren ist. Da sie nicht auf einer Verschlechterung der Futterung beruhen kann, ist es mijglich, daI3 sich eine verminderte Iietcrosiswirkung geltend gemacht hat, verursacht durch Gleichrichtung in der Zuchtungsarbeit. In dem M a e , wie eine Abnahme im Wachatum als signifikativ betrachtet werden kann, kann sie, wenn die genannte Ver- mutung richtig ist, durch Kreuzung der beiden Rassen aufgehoben werden. Diese Msthode darf jedoch nur in den Gebrauchsherden befolgt werden. E'iir die Ziichtungsbetriebe ist man auf andere Wege angewiesen, vor allein nuf Import, von aderhalb, da es im Lande wohl kaum moglich ist, solche Tiere ausfindig zu maclien, die sich zur Hervorrufung der Heterosis- wirkung innerhalb der an der Schweinestammkontrolle teilnehmenden Be- etande elgnen. Bei der Erorterung der Ursache der leistungsmindernden Tendenzen soll die ilufmerksamkeit auch auf das in letzter Zeit haufigere Vorkommen von ansteckenden Krankheiten in unseren Schweinebestanden gelenkt
  • i54 A X E L S S O N werden. Laut BENGTSSON (4) ist im Zusammenhang hiermit die Sterblicli- keit unter den kontrollierten Tieren wahrend den letzten Jahren sehr gestiegen. lllerdurch konnen natiirlich die uberlebenden Schweine un- giinstig beeinfldt worden sein, wodurch Wachstum und Ausnutzung des Futters versclilechtert xorden sind. Diese Erscheinung durfte neben derii eben erwtihnten Inzuchteffekt besondere Beachtung verdienen, wenn man versuchen will, Niiglichkeiten fur eine schnellere Zunahme und, damit einhergehend, bessere Ausnutzung des Futters innerhalb unserer beeteh SchweinePtiinime z 1 schaff en. Arbeiten in dieser ltichtung sind fur die Zukunft unserer Schweino- zucht zweifellos von groI3er Bedeutung. Sol1 die Intensitat in der Futte- rung, fur die wir w2hrend der letzten Jahre eingetreten sind, mit guter Ukonomie verlcniipft sein, so ist nlimlich eine erhohte Lebenskraft der Tiere erforderlich. €arallel hiermit ware auch eine bessere Anpassung der Fiitterung an die ubrigen vorhandenen Faktoren in Betracht zu ziehen. Es konnen ofyenbar goBe Verluste entstehen, wenn die Schweine uber- Fitttert werden, d. h. wenn man durch besonders intensive Fiitterung eine Entwicklungsgeschwindigkeit der Schweine zu erreichen anstrebt, die das fur eine maximale Ausbeute erforderliche Futter betrachtlich ubersteigt. Zuoammenfassende Besichtspunkte Die vorliegende Untersuchung bezweckt, die gegenseitigen Verhalt- nisss zwischen dem Wachstum der Schweine und der Ausnutzung des Futters im Gewichtsintervall 25-90 kg zu beleuchten. Mit Hilfe von Material aus schwedischen und danischen Futterungsversuchen wird ge- zeigt, daI3 bei zunehmendem Energiegehalt des taglichen Futters bis zu einer gewissen Grenze das Wachstum der Schweine so stark ansteigt, daS das Produktionsfutter je Kilogranim Zumahme abnimmt. S t e i g t d i e F u t t e r a u f n a h m e u n d d a m i t a u c h d i e E n e r g i e a u f - n a h n i e u b e r d i e s e G r e n z e h i n a u s , s o k o m m t e s z x t i i n e r i m m e r l a n g s a m e r e n G e w i c h t s z u n a h m e u n d c > * l e i c h z e i t i g w i r d i m m e r m e h r P r o d u k t i o n s f u t t e r j e h- h i l o g r a m m Z u n a h m e e r f o r d e r l i c h . Fiir das in Rede stehende Tiermaterial und die FutterqualitLt wurde das giinstigste Ergeb- nis erzielt, wenn die Gesamtmenge Tagesfutter etwa 2,5 fe(s) betrug, wobei das Produktionsfutter etwa 1,7 fe ausmachte. Hierbei wurden j e Iiilogramm Zunahme ungefahr 2,70 fe Produktionsfutter verbraucht, wo- hei die Tiere gleichzeitig je Tag etwa 630 g an Gewicht zunahmen. AuSerdem wird gezeigt, daI3 in der schwedischen Schweinestamm- liontrolle, bei der die Tiere im Gewichtsintervall von 20-88 kg bei gleichem Gewicht trotz wechselnden Wachstumsvermbgens die gleiche k’uttermenge erhalten. das je Kilogramm Zunahme verbrauchte Pro- duktionsfutter mit kleiner werdender taglicher Zunahme betrgchtlich steigt. Die Futtermenge durfte fur die am starksten wachsenden Schweine maximale oder fast maximale Ausbeute geben, weshalb die groI3e Mehr- mhl der Tiere in der Kontrolle, wenn auch in wechselndem Grad, uber- fiittert wird. Hieraus Mgte, daI3 die Ergebnisse der Kontrolle vor allem fiir Stamwe init groSer Schnellwuch~igkeit und intensiver Fiitterung von Wert sind. AuSerdem scheint in den kontrollierten Stammen das Wachs- turn der Schweine nach 1930 eine abnehmende Tendenz aufzuweisen. Gleichzeitig hiermit verschlechtert sich die Ausnutzung des Produktions- futters. l)ieser Ruclrschritt diirfte mit abnehmender Heterosiswirkung als
  • F 11 t t e r v e rbrn 11 ch un d W a c h s t urn de r Mas t s c hw e i ne 155 Folge der Gleichrichtung der Zuchtung sowie mit hadgerem Auftreten von ansteckenden Kiankheiten unter den Tieren in Zusammenhang ge- bracht werden konnen. Mafinahmen zur Erhohung der Lebenskraft der Tiere unserer besten Schweinestamme erscheinen daher von Bedeutung. AuBerdem ist eine bessere Anpassung des Futters an das naturliche Wachstumsvermogen der Schweine als bisher erforderlich, um das bestmirgliche Resultat in der Zucht zu erreichen. Fur das Versuchswesen ist zu beachten, dafi der Gehalt des Futters an Nettoenergien stark von der Anpassung der Futter- ration an das Wachstumsvermogen der Schweine abhBlngig ist. Dies gilt auch, wenn die Ausnutzung der Nahrung in Stoffwechselversuchen mit Schweinen studiert wird. Sehrifttolu I. AXELSSON, JOEL, Svinens utfodring och skotsel. Teil I und 11. Stockholni 1039. - 2. AXELSSON, JOEL, Einige Resultate der Schweinemastkontrolle in Malmiihus Ian. Z. f. Zuchtung B, Bd. 28, H. 2, 1933. - 3. BENGTSSON, SVEN, Verksamheten vid fiirsiiksstationerna for avkastningskontroll inom svinaveln under k e n 1932-1997. Medd. nr. 437, 445. 458, 169, 478 och 487 frln Centralanstalten for fSrsbksv&nsendot p% jordbruksomrldet. - 4. BENGTSSON, SVEN, Svinstamkontrollen 1938-1941. Hug- rljursforeoksanstaltens medd. nr. 1, 3, 4 och 10. - 5. BENGTSSON, SVEN, Kvartalsvis fijr svinstamkontrollen uppnldda resultat. Sv. Svinave1sfiir:s Tidskrift 1%9-41. - 6 BERGE, S. Avkastningskontroll med Svin. Meldinger fra Norges Land- bruksheiskole '1936. - ?. EDIN, H., och HELLEDAY, T., UndersSkningar ang%ende hconsvinets nettoenergibehov. Medd. nr. 449 fr%n Centralanstaltm for f6rsiiks- vasendet p% jordbruksomr6det. -- 8. ELLIS, N. R., and EELLER, J. H., Effect of nuantity and kinds of feed on economy of gains and body composition of hog9. 1:. S. Dept. of Agr. Techn. Bul. No. 413, 1934. - 9. HANSSON, NILS, och BENGTSSON, SVEN, Verksamheten vid forsoksstationen for avkastningskontroll inom svinaveln under h e n 1924-1931. Medd. nr. 289, 306, 322, 339, 363, 381, 402 och 414 f r h ('entralanstalten for forsoksvlsendet p l jordbruksomrldet. - 10. JESPERSEN, Jom., F o r s 0 ~ med Skummetmaelk. 128de Ber. fra Forsegslaboratoriet. - 11. JESPERSEN, .JOEIS., Forseg med Sukkerroer og Kaalroer. 129de Ber. fra Forsegslaboratoriet. - 12. JESPERSEN, JOHS., Forseg med Sukkerroer + Tilskud af proteinrige Kraftfoder- midler. 137te Ber. fra Forsegslaboratoriet.
Please download to view
All materials on our website are shared by users. If you have any questions about copyright issues, please report us to resolve them. We are always happy to assist you.
...

Futterverbrauch und Wachstum der Mastschweine

by joel-axelsson

on

Report

Category:

Documents

Download: 0

Comment: 0

212

views

Comments

Description

Download Futterverbrauch und Wachstum der Mastschweine

Transcript

  • Aus clem Iustitut fur Haustiel-fiilterung der Lnndzc. Hochschule Schwedeus, Uppsala Fntterverbrauch nnd Wachstum der Mastschweine Von J OEI, A s s r , s s o ~ Mit 3 Abbzldungeiz Versuche mit wechselnden lengen von Tagesfutter an Schweine Da13 das Wachstumsvermogen der Schweine erblich bedingt ist, laritber sind Eich wohl alle einig. Sol1 diese Anlage zum Ausdruck kommen, so ist indessen Futter erforderlich. Wechseln Menge und Be- schaff enheit desselben, so wird das Wachstumsvermogen der Schweine in verschiedenem Grad ausgenutzt. Hierbei kann das Futter zuweilen btarker als die erblichen Faktoren das je Zeiteinheit erhaltene Wachstuma- ergebnis beeinflussen. Gleichzeitig kann jedoch gewohnlich festgestellt werden, daB das Wachstum je Einheit Futter oder je Einheit einer ge- wissen Substanz im Futter abnimmt. Dies bedeutet, da13 hierbei eine erhohte Futter- oder Substanzmenge je Kilogramm Zunahme erforder- lich ist. Als Beispiel hierfur konnen die von ELLIS und ZELLER (8) ausgefiihrten Vermche dienen. In diesen wurde eine Futtermenge gepruft, die 2, 3 bzw. 4 O i o des Lebendgewichtes der Tiere betrug. Wenn die Futtermenge von 2 auf 30/0 des genannten Gewichtes oder um 500/0 erhijht w d e , btieg die Zunahme im Mittel von 314 auf 448 g je Tier und Tag oder urn 134 g. Wurde die F'uttermenge verdoppelt, wobei sie also von 2 auf 4 "/a rles Gewichtes erhoht wurde, so stieg die Zunahme im Mittel auf 542 g oder um 288 g. Durch eine Erhohung der Futtermenge von 3 auf 4 O/o des Gewichtes der Tiere, d. h. um 33 "/a, stieg die tiigliche Zunahme der Tiere \-on 448 auf 542 g oder um nur 94 g. Der letzte Futterzuschul3 hatte dem- nach eine erheblich geringere Wirkung d s der erhte. Da die Futterung der Tiere individuell erfolgte, konnte das AusmaB der Veriinderung an jedem einzelnen Tier studiert werden. Hierbei lid3 sich feststellen, daJ3 die Variation des Wachstums mit erhohter Futtermenge stark abnahm. Die schwihhste Futterung bedingte also eine starkere Differenzierung im Wachstum als die reichlichste. Die gleiche Erscheinung kann auch durch einen von EDIN und Mit- iirbeitern (7) in Svalov 1927-1928 ausgefiihrten Versuch veranschaulicht werden. Wahrend das Futter fur die verschiedenen Gruppen ungefahr gleiche Zusammensetzung hatte, wechselte die Menge. Diese wurde in Prozent der bei der Schweinestammkontrolle benutzten Futterzuteilung 10 *
  • 141 A X E L S S O N Gruppo I I Gruppc I1 Gruppe I11 Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . . . . . F’rodulitionsfutter je kg Znnalime. fs . . . . Zunahme je Tier und Tag, g . . . . . . . Verdauliches Protein je fe, g . . . . . . . 2,58 ‘ 2,76 1 3,08 2,63 1 67(3 2,79 3,12 94 94 94 704 639 Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . . . . Ziinahme je Tier und Tag, g . . . . . . . Produktionsfutter je kg Zunahme, fe . . . . Verdaaliches Protein je fe, g . . . . . . . 3,17 1 2,41 1 2,64 , 2,69 2,94 2,74 2,62 2,66 88 98 106 i 114 474 1 596 1 706 i 710
  • F u t t e r v e r b ra u c h 11 n d FV.a c hs t urn de r Mas t s c h w e i n c 145 Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . I 2,17 1 9325 1 2,41 1 2.61 Zunahme j e Tier nnd Tag, g . . .I 501 Produktionsfutter je kg Zunahme, fe 2,70 2,67 2,63 2,75 Verdauliches Protein j e fe, g . . . 90 91 94 1 540 1 607 1 647 Erliiihung zutage trat. Walirscheinlich spielte in diesem Versuch der erhohte Proteingehalt auch eine Rolle. Die Schweine besa8en indessen off enbar eine verhaltnismiifiig grol3e Schnellwiichkigkeit, was vor allem verursacht haben durfte, da8 die Wirkung des Produktionsfutters ver- bessert worden ist, bis die eben genannte Futtermenge erreicht worden war. Das Ergebnis hebt die Bedeutung der Frage hervor, die Futtermenge gut an die erblich bedingte Schnellwuchsigkeit der Schweine anzupassen. In einem anderen danischen Vervuch von JESPERSEN (11) rnit Kohl- ruben wurden hiermit ubereinstimmende Ergebnisse erhalten, trotzdem der Proteingehalt des F'utters ziemlich unabhangig von seiner Menge gewesen ist. Die Ergebnisse rnit den verschiedenen Doppelgruppen gehen ails folgenden Angaben hervor: ~ _ _ ~~ ~- __- I Gruppe I I Gruppe I1 I Gnippe 111 I Gruppc IV 1 Gruppc 2,84 2.78 97 726 I I I I I I I Gruppe I Griippo I1 Gruppe 111 ' I Futter je Tier und Tag, fe(s) . . . . . . Verdauliches Protein je fe, g . . . . . . . Zunahme je Tier und Tag, g . . . . . , , Produktionsfutter j e kg Zunahme, fe . . . . I 2,15 ' 2,37 1 2,53 91 1 94 97 486 1 577 1 645 2,84 2,77 2,72 Die t%gliche Futtermenge betrug in diesen Versuchen im Mittel h6chstens 2,53 fe. Infolgedessen verbesserte sich die Aumutzung des Produktionsfutters bis zu dieser Futtermenge. In diesem Fall konnte die verschlechterte Ausnutzung bei besonders groBer Futtermenge nicht be- leuchtet werden, diese w&e namlich erst dann eingetreten, wenn die t@- Iiche Futtermenge tiber 2,6 fe erhoht worden ware.
  • 146 A X E L S S O N Urn uber die vorstehend besprochenen Versuchsergebnisse eine bessere Ubersicht zu erhalten, sind nach durchgefiihrter Klasseneinteilung ge- wogene Mittelwerte berechnet worden. Bei wechselnder Tagesmenge an Gesamtfutter sind folgende Mittelwerte fur die tgliche Zunahme und ftir die Menge Produktiondutter erhalten worden: ~-~ - ~ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Gruppe I 1 Gruppe I1 ~ Gruppo 111 I Gruppe IV i Gruppe V I Tigliche Futtermenge je Tier, fe(s) . 2,l'i 2,39 2,61 2,81 3708 Zunahme je Tier und Tag, g . . .I 489 I 586 1 679 1 710 I 704 Produktionsfutter je lig Zunahme, fets) 2.84 2,75 2,68 2,78 3.12 Die Werte der tglichen Zunahme sind in den oberen Teil der Abb. 1 cingetragen und durch eine dick auagezogene Linie graphisch ausgeglichen, die demnach auch die Linien ausgleicht, welche die Ergebnisse der e h - 7elnen Versuche oder Versuchsgruppen reprbentieren. Die Werte des ProduktionsEutters sind in den mittleren Teil der Abbildung eingetragen und durch eine dick ausgezogene Linie ausgeglichen, die daher auch die feingezogenen Linien ausgleicht, die den Ergebnissen der einzelnen Versuche oder Versuchsgruppen entsprechen. D i e 1 e t z t e r e L i n i e z e i g t , d a S b e i e i n e r t g g l i c h e n F u t t e r m e n g e v o n 2,5 f e d i e j e K i l o g r a m m Z u n a h m e v e r b r a u c h t e M e n g e P r o - d u k t i o n s f u t t e r a m k l e i n s t e n w a r . Dieses Ergebnis gilt d s Mittelwert fur das Interval1 25-90 kg Lebendgewicht und fur das zu den Abb. 1. Der obero Teil der Abbildung zeigt die Upliche Veriiudoivng des Zu- wachsos der Tiere, der mittlere Toil die Verilnderung dos je kg Zuwachs crforder- lichen Produktioesfutters ond der untere Toil die entspmhende VerHnderung des Gesnmtfuttors. in allen drci Fallen boi steigciider Menge Gosnmtfutter jo Tag
  • F 11 t t c r v e r b r a II c h n n d W a L' h s t u m de r Mas ts c h w e in e 3 47 - Gesamtfutter je Tier und Tag, fe Zunahme je Tier und Tag, g Gesamtfutter je kg Zunahme, fe Prod.-Futter jekg Zanahme. fe ~ ~ - .__ ~ - 2,20 2,30 2,40 2.50 2,60 2.70 2,8@ 2,901 3,OO 4.44 4.28, 4,09 3.97 3-93 3,96, 4,03 4,121 4,24 2,83 2,iYl 2,73 2,70 2.721 2,79 2.88 2.991 3,11 495 1537 1586 1630 662 1682 1695 '708 Uleiche Mcnge Futter bci wechselndam WachstumsvermUgen Laut Vorstehendem bedingen wechselnde Mengen an T a g e s f u t h bei Tieren mit gleichem erblichen Wachstumsvermogen verschiedene Zu-
  • 148 A X E L S S O N nahmen je Tier und Tag. Gleichzeitig hiermit wird der Effekt des Pro- duktionsfutters verandert, also auch die Anzahl fe je Kilogramm Zunahme. Man mu8 also damit rechnen, da8, wenn Tiere von verschiedenem Wachs- tumsvermbgen innerhalb eines gewissen Gewichtsintervdls die gleiche Tagesmenge Futter erhalten, das Produktionsfutter verschieden ausgenutzt wird. Tiere von schwachem Wachstumsvermogen erhalten namlich hier- hei eine verhaltnismaSig groDere Futtermenge als besonders rasch- wuchsige, das Produktionsfutter bedingt demnach bei ersteren eincln anderen Effekt als bei letzteren. Diese Erscheinung ist bereits friiher von BERGE (6) am Material der norwegischen Schweinestammkontrolle beleuchtet worden. E r f a n d , d a 8 d e r E f f e k t d e s F u t t e r s b e i d e n a m l a n g s a m s t e n w a c h s e n d e n S c h w e i n e n n u r 8 5 0 / 0 d e s E f f e k t e s b e i d e n a.m s t 8 ; r k s t e n w a c h s e n d e n e r r e i c h t e . Hierbei ist der Unter- schied im Bedarf an Erhaltungsfutter beriicksichtigt worden. Die Ursachc rlieses mit vermindertem Wachstumsvermogen einhergehenden geringeren Eff ektes des Produktionsfutters konnte nicht entschieden werden. BERGE erachtete es als fur die Praxis geniigend zu wissen, dab Tiere mit geringem Wachstumsvermiigen das Futter schlechter ausnutzen als solche mit guteni Wachetumsvermogen. Diese Auffassung setzt voraus, daD eine bestimmte Futternorni befolgt werden soll und daW diese Norm so hoch gehalten werden soll, daki die Futtermenge fur die am schnellsten wachsenden Schweine ini Optimum liegt. Bei intensiver Schweinezucht durfte dies gewiihn1ic.h der Fall sein. Wenn dagegen das verfugbme f i t t e r voii gerjngerer Qualitat ist, so da8 im Zusammenhang hiermit der Futter- verbrauch vcrh%ltnism%Big gering wird, so ist es nicht immer sicher, dal3 die am schiiellsten wachsenden Schweine das Futter am besten ausnutzen. Wie im Vorstehenden gezeigt wurde, konnen diese Tiere dann sehr wohl eine so kleine Futtermenge erhalten, daki die Ausnutzung des Produktions - futters nicht maximal wird. Um einen Ciberblick iiber diese Verhaltnisse in der schwedischen Schweinestammkontrolle zu erhalten, sind fur die Jahre 1939-1941, also fur 3 aufeinanderfolgende Kalenderjahre, die Ergebnisse der ab- gegangenen, also der geschlachteten Gruppen bearbeitet worden. Das Primarmaterial wurde den Vierteljahresberichten, die von BENGTSSON (5 ) in der Svenska Svinavelsforeningens Tidskrift veroff entlicht wurden, ent- nommen. Die der Kontrolle unterworfenen beiden Rassen sind getrennt bearbeitet worden. Die Gesamtanzahl Gruppen betrug fur die groDe wei8e englische Rasse 404, fur die veredelte Landrasse 607. Das Material ist demnach fur eine statistische Bearbeitung geniigend groD. Bei der Kontrolle iat der Nahrwert des Futters in skandinavischen fe angegeben, was von der im Vorstehenden verwendeten Futtereinheit abweicht ; dies beruht vor allem darauf, da8 die Magermilch vom energetischen Gesichts- punkt iiterschatzt worden ist. Eine Umrechnung des Futternahrwertes ist jedoch nicht ausgeflihrt worden, da der Fehler sich fur samtliche Schweine gleich stark geltend macht. Bei der Bearbeitung des Materials ist fur das bei dieser Kontrolle nunmehr in Frage kommende Gewichtsintervdl von 20-88 kg damit gerechnet worden, daI3 im Mittel 0,75 fe als tlgliches Erhaltungsfutter erforderlich sind. Diese Menge ist daher yon dem je Tier und Tag mitgeteilten Futterverbrauch abgezogen worden. Das hier- bei erhaltene tQliche Produktionsfutter ist dann durch die je Tag durch- schnittlich erhaltene Zunahme dividiert worden, also die Menge Roduk- tionsfutter je Kilogramm Zunahme errechnet. Darauf wurde der Zu-
  • F u t t e r v e r b r a u c h u n d W a c h s t u m d e r N a s t s c h w e i n e 149 sammenliang zwischen dieser Menge und der Zunahme des Tieres sowie geaissen anderen kontrollierten Eigenschaften untersucht. DaB das Erhaltungsfutter im Mittel mit 0,75 fe je Tag fur die ganze Periode angegeben worden ist, beruht darauf, daB diese Menge mit der im Vorstehenden verwendeten ubereinstimmt, wenn auf die Unterschiede im Qewicht wiihrend der Periode Rucksicht genommen wird. Nach EDIN und Mitarbeiter (7) sollte jedoch das Erhaltungsfutter etwas griiljer sein. In- dessen wird das Ergebnis hiervon nur in sehr geringem Grad beeinflufit, was durch das folgende Beispiel veranschaulicht wird, das sich auf die beiden extremsten Gruppen in der Kontrolle stutzt. Die eine von diesen xeigtc eine tagliche Zunahme von 687 g und verbrauchte 1,95 fe im Tages- futter, wahrend die andere eine Zunahme von 596 g hatte und 2,33 fe ver- brauchte. Wenn mit 0,75 fe je Tag fiir die Erhaltung in dem einen Fall und mit 0,90 Ee im anderen gerechnet wird, so werden folgende Resultate erhal ten : I. E r h a l t n n g m i t O,T5 fe Produktionsfutter je Tag, fe . . . . . . . Produktionsfutter je lig Zunahme, fe . . . . Relative Mengen Produktionsfutter . . . . . 11. E r h a l t u n g m i t 0,90 fe Produktionsfutter je Tag, fe . . . . . . . Produktionsfutter je kg Zunahme, fe . . . . Relative Mengen Produktionsfutter . . . . . Berto Gruppc 1,20 1.75 100 1105 1,53 100 1,58 2.65 151 1,43 2,40 157 Dcr Unterscliied zwischen den1 bereclineten t5glichen Produktions- futter der beiden Gruppen ist demnach von der (...ri>Be des Erhaltunps- futters unabhangig. Eine geringere Abweichung sntsteht dagegen fur die je Kilogramm Zunahme berechnete Menge Produktionsfutter. Die Ab- weichung ist jedoch so gering, da8 sie fur den hier in Frage stehenden Zweck ohne Bedeutung ist. Die Mittelwerte fur die Zunalime je Tier und Tag sowie das I’ro- dnktionsIutter je Kilogramm Zunahme waren far beide Ramen folgcnde: CrroDo weiflo 1 Verodelto 1 Rasse I Landrflsse 657 f 2,08 1 2 3 5 0,008 Zunahme je Tier und Tag, g . 646 1.82 Produktionsfutter je kg Zunahme, fe . ’ . . I 2,27+0.006 Wie hekannt, hat die veredelte Landrasse in der Kontrolle eine etwas grPBere tiigliche Zunahme gezeigt als die grolje weiBe englische Rasse. Diese Erscheinung wird auch durch die hier mitgeteilten Zahlen bestatigt. Gleiclizeitig ist dzts Produktionsfutter je Kilogramm Zunahme etwas kleiner gewesen, obgleich der Tinterschied in diesem Fall nicht vollkommen ge- sichert ist. Die Menge an Produktionsfutter war fur beide Rassen gering, deshalb ist das Futter gut ausgenutzt worden. Obwohl das F’utter Mager- milch enthielt und die Anzahl fe im Zusammenhang hiermit g r 6 h r ist, als wenn das Futter analog der in der ersten Abteilung dieser Arbeit bewertet worden ware, so ist das Produktionsfutter doch betrachtlich geringer ge- wesen. So lag das Minimum in den praktischen Versuchen bei 2,70 fe(s)
  • 150 A X E L S S O N j e Kilogramni Zunahme, wiihrend es fur die Kontrollgruppen im Mittel nur 2,26 fe(sk) erreichte. Die besten Gruppen zeigten naturlich einen erheb- lich geringeren Futterverbrauch je Kilogramm Zunahme. Dieser Unterschied durfte mehrere Ursachen haben. Vor allem er- scheint er dadurch bedingt, daI3 die Schweine in der Kontrolle magerer gewesen sind als in den fruher behandelten Versuchen. So betrug die Dicke des Ruckenspeckes in den Versuchen durchschnittlich 4,3 cm, aber nur 3,3 cm in den Kontrollgruppen. Der Unterschied war also bedeutend. AuDerdem durfte die verschiedene Schnellwuchsigkeit des Tiermaterials in gewissem Grade einen EinfluD gehabt haben. Wichtiger scheint jedoch z u sein, dalj das Futter in der Kontrolle einheitlicher und besser zu- sammengesetzt war als in den besprochenen Versuchen. Als Ausdruck fur den Zusammenhang zwischen den beiden Eigenschaften wurde fur die groSe weiSe englische Rasse erhalten r == - 0,562 4 0,0278 und fur die veredelte Landrasse r = - 0,678 4- 0,0269. Da diese Werte im Verh%ltnis zu ihren mittleren Fehlern be- &tend sind, zeigen sie, daI3 mit steigender tilglicher Zunahme immer weniger Produktionsfutter je Kilogramrn Zunahme erforderlich war. Die beiden Kassen verhielten sich in dieser Hinsicht gleich, obgleich der Koeffizient den numerisch gesehen hochsten Wert fur die Landrasse auf- weist. Der Unterschied zwischen den Werten betragt 0,116 k 0,0387. Ob dieser Unterschied als signifikant aufzufassen ist oder nicht, diirfte schwer zu entscheiden sein. Ausgeschlossen erscheint es jedoch nicht, daB die Zunahme bei der Landrasse die F’utterausnutzung in hoherem Grade be- einfluljt hat als bei der groI3en weiI3en englischen Rasse. In diesem Falle hatte die erste Rasse auf Abb. 2. Prodnktionafutter in fe (sk) je kg Zowachs bei steigendem Zuwachs je Tier und Tag in der schwedischen Schweineetarumkontrolle eine Uberfiittemng un- @instiger reagiert als die letztere. Aber auch wenn man den Unterschied fur gesichert hUt, so ist er doch verhUtnismMig ge- ring, seine praktische Bedeutung dennoch un- erheblich. In Abb. 2 sind die fur den Futterverbrauch je Kilogramm Zunahme in den verschiedenen Wachstumsklassen erhal- tenen Mittelwerte graphisch fur beide Rassen dargestellt. Diese Mittel- werte konnen laut Vorstehendem kaum durch gerade Linien ausgeglichen werden. Zur Feststellung einer krummen Linie war das Material jedoch zu gering, weshalb die Ausgleichung geradlinig erfolgte, wobei sich folpende Regressionsgleichungen ergaben: G r o h weiBe englische Rasse y = 3,48 - 0,00187 x Veredelte Landrasse . . . y-3,87-O70O246 x In diesen Gleichungen bedeutet x die tagliche Zunahme der Schweine in Gramm w%hrend dee hier behandelten Teils der Wachstumsperiode und y das Produktionsfutter in fe(sk) je Kilogramm Zunahme. Wie aus der Abbildung hervorgeht, hat sich die Zunahme der Schweine zwischen 440 und 800 g je Tag gehalten. Die Variation der Zunahme ist demnach be- deutend gewesen. Hierbei hat das Produktionsfutter je Kilogramm Zu-
  • F u t t e r v e r b r a u c h u n d W n c h s t u m d e r M a s t s c h w e i n e 151 naliiiie fur die grol3e weiDe englische Rssse zwischen 2,68 und 1,98 fe(sk) gewechselt und fur die veredelte Landrasse zwischen 2,78 und 1,90 fe(sk). Diese Untersuchung ergibt also einen engen Zusammenhang zwischen der taglichen mittleren Zunahme der Gruppen und der Ausnutzung des Produktionsfutters. Wenn man von den extremsten Ffllen absieht, zeigt die Untersuchung eine Zunahme des Futterverbrauches von 2,O auf 2,6 fe, also um 30°/o, wenn die tiigliche Zunahme der Schweine von 760 aiif 480 g gesunken ist. Es fragt sich nun, ob diese schlechtere Ausnutzug nur auf eine Uberfutterung zuruckzufuliren ist, die mit einem immer langsamcr werdenden Wachatumsvermogen der Schweine bestandig stieg. Eine exakte Antwort auf diese Frage durfte mit Hilfe des hier behandelten Materials kaum gegeben werden konnen. E s k a n n h i e r n u r e r - w a h n t w e r d e n , da13 d a s E r g e b n i s d e r v o r s t e h e n d e n C n t e r s u c h u n g n i c h t a u s s c h 1 i e 13 t , daD d i e g a n z e m i t a b n e h m e n d e m W a c h s t u m s v e r - m o g e n d e r S c h w e i n e f e s t g e s t e l l t e s c h l e c h t e r e A u s - n u t z u n g d e s F u t t e r s a u f U b e r f u t t e r u n g b e r u h t . Da13 die langsamere Zunahme direkt die schlechtere Futterausnutzung beein- fluat hat, erscheint also nicht klargelegt, wenn es auch nicht ganz aus- geschlossen ist. So wie die Futterung bei der Scliweinestammkontrolle durchgefuhrt wird, ist es demnach offenbar, daD das Waclistumsvermogen der Schweine die Ausnutzung des Futters und damit den in der Kontrolle erhaltenen Nutzungswert stark beeinfldt. AuDerdem scheint hervorzugehen, daD die Futtermenge aucli fur die schnellwuchsigsten Schweine vollkommen ge- nugt. Ob sie nuch fur diese uber dem Optimum liegt, hat nicht entschieden werden konnen. Wenn inan indessen in der Praxis seine Schweine schwacher futtert, als e:3 in der Schweinestammkontrolle geschieht, so ist es nicht sicher, daI3 be- sonders gof ie Schnellwuchsigkeit einen Vorteil bedeutet, weshalb die llilEe der Kontrolle bei der Schweinezucht in solchen Fallen von ziemlich geringem Wert sein wurde. Dies ist besonders dann der Fall, wenn man in der Praxis gezwungen ist, den Schweinen eine verhaltnisma13ig grol3e Menge Ballastfutter zu geben. Die Kontrollresultate sollten daher die heste Leitung fur die intensiv betriebene Schweinezucht bilden. Damit sollte folgen, da13 in dem MaDe, wie die lntensitat in diesem Erwerbszweig mahrend der letzten Jahrzehnte zugenommen hat, wodurch groBere An- spriiche an die Schnellwuclisigkeit der Schweine gestellt worden sind, die Ergebnisse der Kontrolle an Bedeiitung zugenommen ha.ben sollten. d i e M o g l i c h k e i t Verlnderung der Sehnellwlic*hsigkcit in den kontrollierten Stammen Von Interesse ist es zu untersuchen, in welchem MalS eine Entwick- lung in Richtung nach groDerer Schnellwiichsigkeit in den Stammen wahr- zunehmen ist, aus denen Schweine zur Kontrolle eingesandt werden. Da die schnellwuchsigsten Schweine die hochste Punktbewertung erhalten, sollten die Voraussetzungen fur eine Auslese in Richtung nach erhohter Schnellwuchsigkeit innerhalb dieser Stamme gegeben sein. Um hieruber einen Uberblick zu erhalten, sind die seit Beginn der Kontrolle von I~ANSSON und BENQTSSON (9) sowie von BENGTSSON (3, 4) jahrlich veroffent- lichten Mittelwerte graphisch in Abb. 3 dargestellt und die drei Jahrea- mittelwerte in dcr folgenden Tabelle zusammengestellt. Hier sind auDer - dem die Mittelwerte fur das Gewicht der Tiere bei Beendigung der Kon-
  • 152 A X E L S S O N trolle sowie fur die Menge Yroduktionsfutter je Kilogramm Zunahme auf- genommen. SchlieBlich sind Angaben uber die Dicke des Rucken- und Bauchspeckes sowie die Korperlange der Schweine Gewicht bei Schlul der Kontrolle, lig: grole weil3e englische Hasse . . . veredelte Landrasse . . . . . . Zunahme je Tier und Tag g: grole weile englische Rasse . . . veredelte Landrase . . . . . . Produktionsfutter je lig Zunahme fe (sli): grole wsirje englische Rase . . . veredelte Landrasse . . . . . . Dicke des Ruckenspecks in cm: grol3e a e i l e englische Rasse . . . veredelte Landrasse . . . . . . groIe weile englische Rasse . . . veredelte Landrasse . . . . . . grole weile englischs Rasse . . . veredelto Landrasse . . . . . . Dicke des Bauchspeclis in cm: Korperlange in cm: - - ______ 1921/26 - 92,9 92,6 619 627 2,31 2;26 4,06 4,14 3,40 3,29 92.5 92,4 91,o 90,9 625 650 2,45 2,33 3,95 3,90 3,42 3,37 94,3 94,O 8876 88.8 653 670 2,36 2,31 3,73 3,92 3,35 3:28 93,4 91,8 remacht. - - 62 6 651 2.24 2,20 3,?T 3.64 332 3,23 94,O 93.2 1936JS - - 639 660 2.25 2,20 3,33 3,52 3,46 3,39 - 1%39/41 - - -. 642 658 2.26 2.22 3,27 337 3.34 3,33 95:0 91,G 94,6 94,l Zu Beginn der Kontrolle wurde in den Jahresberichten das Lebend- gewicht der Schweine bei der Schlachtung mitgeteilt, weshalb dieses bis einschliefilich 1932 angegeben werden konnte. Diese Angaben zeigen, daB gegen Ende der 192Oer und zu Beginn der l930er Jahre ein Ubergang zur Abb. 3. Yittelwerte des Zuwachses je Tier und Tag (oben), Produktions- futter in fe (sk) je kg Zuwachs (in der Mitte) und Dicke den Rucken- SpeCkQS (unteo) in der schwedischen Schwcinestammkontrolle wiihrend dor Jahre 1924-41 Schlachtung in ehem fruheren Entwicklungs- stadium stattgefunden hat. Wahrend der Jahre nach 1932 durfte das Gewicht bei derschlach- tung ungefahr dasselbe gewesen sein wie wah- rend der Jahre .1930 bis 1932. Dieser Um- stand ist von Bedeu- tung, da mit fruherer Schlachtung eine etwas kleinere tiigliche Zu- nahme wahrend der Wachstumsperiode ein- hergeht. Ein nennens- wertes Absinken d i e m Zunahme als Folge fru- herer Schlachtung kann daher seit Beginn der 1930er Jahre kaum stattgefunden haben. Aus den Zahlen der Tabelle geht ferner her- vor, daD wahrend der ersten Jahre der Kon-
  • F u t t e r v e r b r a u c h u n d W a c h s t u m d e r M a s t s c h w e i n e 153 trolle die tiigliche Zunahme der Schweine ziemlich sohnell gestiegen ist. In gewissem MaBe diirfte dies auf eine Verbesserung der Fiitte- rung zuriickzufuhren sein, wie ein Studium der Jahresberichte zeigt. AuSerdem durfte die Zunahme des Wachstums mit der Auswahl der 4 eingesandten Ferkel des betreff enden Wurfes zusammenhangen. DaD auch ein Ubergang zu schnellwuchsigeren Typen sich geltend gemacht liaben kann, ist naturlich moglich, obgleich dies weniger wahrscheinlicli scheint, da walirend der Jahre nach 1930 die Zunalime nicht nur zu steigen aufgehort hat, sondern sich sogar eine, wenn auch etwas unrege1m%I3ige7 Neigung zum Sinken geltend machte, und zwar innerhalb beider Rassen. AuBerdem zeigt die Tabelle, daI3 das Produktionsfutter je Kilogramni Zunahme wiihrend der ersten Jahre nach 1930 schnell sank, wahrend in den darauf folgenden Jahren keine weitere Abnahme zu beobachten war. Wahrend der allerletzten Jahre konnte eher eine Andeutung zur Zunahme verspiirt werden, trotzdem der Ruckenspeck weiter an Dicke abgenommen hat. Da also die Schweine bis zum letzten Jahr offenbar magerer ge- worden sind, sollte bei unverbderter Ausnutzung des Futters ein ge- ringerer Verbrauch an Produktionsfutter die Folge gewesen sein, wenn nicht ein ungiinstig wirkender Faktor in hoherem Grad sich geltend ge- macht hat. Dies ist indessen offenbar der Fall gewesen, wenn den bei der K ontrolle erhaltenen Ergebnissen Beweiskraft zuerkannt werden soll. Diese Tendenz zur Verschlechterung kann kaum auf rein zufidligen T'erhdtnissen beruhen. Vielleicht h a g t sie mit dem Ubergang zu dem ausgesprochenen Racontypus zusammen, der in unseren kontrollierten Stbmmen wahrend der 1930er Jahre aufgetreten ist. Diese Zuchtanderung hat eine griil3ere Korperlange und diinneren Ruckenspeck der kon- trollierten Schweine mit sich gebracht. So ist der Mittelwert f i i r die Kiirperlange wahrend der letzteren Jahre groI3er gewesen als friiher. Die Angahen scheinen anzudeuten, daI3 das Maximum fur die beiden Rassen wshreiid der Jahre 1936-1938 erreicht worden ist. Die Dicke des Ruckenspecks hat jedoch, namentlich bei der groI3en weiDen englischen llasse, aucli wahrend der allerletzten Jahre weiter abgenommen. Ein Zusammenhang zwischen der Korperlange der Schweine und der tiiglichen Zunahme derselben hat indessen fiir das hier behandelte Material nic;ht nachgewiesen werden konnen. Ein solcher Zusammenhang bestand nuch in einem vom Verf. (2) friiher untersuchten anderen Material nickit. 1;s 1st dalier wahrscheinlich, daD die Neigung zu verminderter Zunahme auf andere Verhatnisse als auf den Ubergang zu einem ausgepreeren Bacontypus zuruckzufiihren ist. Da sie nicht auf einer Verschlechterung der Futterung beruhen kann, ist es mijglich, daI3 sich eine verminderte Iietcrosiswirkung geltend gemacht hat, verursacht durch Gleichrichtung in der Zuchtungsarbeit. In dem M a e , wie eine Abnahme im Wachatum als signifikativ betrachtet werden kann, kann sie, wenn die genannte Ver- mutung richtig ist, durch Kreuzung der beiden Rassen aufgehoben werden. Diese Msthode darf jedoch nur in den Gebrauchsherden befolgt werden. E'iir die Ziichtungsbetriebe ist man auf andere Wege angewiesen, vor allein nuf Import, von aderhalb, da es im Lande wohl kaum moglich ist, solche Tiere ausfindig zu maclien, die sich zur Hervorrufung der Heterosis- wirkung innerhalb der an der Schweinestammkontrolle teilnehmenden Be- etande elgnen. Bei der Erorterung der Ursache der leistungsmindernden Tendenzen soll die ilufmerksamkeit auch auf das in letzter Zeit haufigere Vorkommen von ansteckenden Krankheiten in unseren Schweinebestanden gelenkt
  • i54 A X E L S S O N werden. Laut BENGTSSON (4) ist im Zusammenhang hiermit die Sterblicli- keit unter den kontrollierten Tieren wahrend den letzten Jahren sehr gestiegen. lllerdurch konnen natiirlich die uberlebenden Schweine un- giinstig beeinfldt worden sein, wodurch Wachstum und Ausnutzung des Futters versclilechtert xorden sind. Diese Erscheinung durfte neben derii eben erwtihnten Inzuchteffekt besondere Beachtung verdienen, wenn man versuchen will, Niiglichkeiten fur eine schnellere Zunahme und, damit einhergehend, bessere Ausnutzung des Futters innerhalb unserer beeteh SchweinePtiinime z 1 schaff en. Arbeiten in dieser ltichtung sind fur die Zukunft unserer Schweino- zucht zweifellos von groI3er Bedeutung. Sol1 die Intensitat in der Futte- rung, fur die wir w2hrend der letzten Jahre eingetreten sind, mit guter Ukonomie verlcniipft sein, so ist nlimlich eine erhohte Lebenskraft der Tiere erforderlich. €arallel hiermit ware auch eine bessere Anpassung der Fiitterung an die ubrigen vorhandenen Faktoren in Betracht zu ziehen. Es konnen ofyenbar goBe Verluste entstehen, wenn die Schweine uber- Fitttert werden, d. h. wenn man durch besonders intensive Fiitterung eine Entwicklungsgeschwindigkeit der Schweine zu erreichen anstrebt, die das fur eine maximale Ausbeute erforderliche Futter betrachtlich ubersteigt. Zuoammenfassende Besichtspunkte Die vorliegende Untersuchung bezweckt, die gegenseitigen Verhalt- nisss zwischen dem Wachstum der Schweine und der Ausnutzung des Futters im Gewichtsintervall 25-90 kg zu beleuchten. Mit Hilfe von Material aus schwedischen und danischen Futterungsversuchen wird ge- zeigt, daI3 bei zunehmendem Energiegehalt des taglichen Futters bis zu einer gewissen Grenze das Wachstum der Schweine so stark ansteigt, daS das Produktionsfutter je Kilogranim Zumahme abnimmt. S t e i g t d i e F u t t e r a u f n a h m e u n d d a m i t a u c h d i e E n e r g i e a u f - n a h n i e u b e r d i e s e G r e n z e h i n a u s , s o k o m m t e s z x t i i n e r i m m e r l a n g s a m e r e n G e w i c h t s z u n a h m e u n d c > * l e i c h z e i t i g w i r d i m m e r m e h r P r o d u k t i o n s f u t t e r j e h- h i l o g r a m m Z u n a h m e e r f o r d e r l i c h . Fiir das in Rede stehende Tiermaterial und die FutterqualitLt wurde das giinstigste Ergeb- nis erzielt, wenn die Gesamtmenge Tagesfutter etwa 2,5 fe(s) betrug, wobei das Produktionsfutter etwa 1,7 fe ausmachte. Hierbei wurden j e Iiilogramm Zunahme ungefahr 2,70 fe Produktionsfutter verbraucht, wo- hei die Tiere gleichzeitig je Tag etwa 630 g an Gewicht zunahmen. AuSerdem wird gezeigt, daI3 in der schwedischen Schweinestamm- liontrolle, bei der die Tiere im Gewichtsintervall von 20-88 kg bei gleichem Gewicht trotz wechselnden Wachstumsvermbgens die gleiche k’uttermenge erhalten. das je Kilogramm Zunahme verbrauchte Pro- duktionsfutter mit kleiner werdender taglicher Zunahme betrgchtlich steigt. Die Futtermenge durfte fur die am starksten wachsenden Schweine maximale oder fast maximale Ausbeute geben, weshalb die groI3e Mehr- mhl der Tiere in der Kontrolle, wenn auch in wechselndem Grad, uber- fiittert wird. Hieraus Mgte, daI3 die Ergebnisse der Kontrolle vor allem fiir Stamwe init groSer Schnellwuch~igkeit und intensiver Fiitterung von Wert sind. AuSerdem scheint in den kontrollierten Stammen das Wachs- turn der Schweine nach 1930 eine abnehmende Tendenz aufzuweisen. Gleichzeitig hiermit verschlechtert sich die Ausnutzung des Produktions- futters. l)ieser Ruclrschritt diirfte mit abnehmender Heterosiswirkung als
  • F 11 t t e r v e rbrn 11 ch un d W a c h s t urn de r Mas t s c hw e i ne 155 Folge der Gleichrichtung der Zuchtung sowie mit hadgerem Auftreten von ansteckenden Kiankheiten unter den Tieren in Zusammenhang ge- bracht werden konnen. Mafinahmen zur Erhohung der Lebenskraft der Tiere unserer besten Schweinestamme erscheinen daher von Bedeutung. AuBerdem ist eine bessere Anpassung des Futters an das naturliche Wachstumsvermogen der Schweine als bisher erforderlich, um das bestmirgliche Resultat in der Zucht zu erreichen. Fur das Versuchswesen ist zu beachten, dafi der Gehalt des Futters an Nettoenergien stark von der Anpassung der Futter- ration an das Wachstumsvermogen der Schweine abhBlngig ist. Dies gilt auch, wenn die Ausnutzung der Nahrung in Stoffwechselversuchen mit Schweinen studiert wird. Sehrifttolu I. AXELSSON, JOEL, Svinens utfodring och skotsel. Teil I und 11. Stockholni 1039. - 2. AXELSSON, JOEL, Einige Resultate der Schweinemastkontrolle in Malmiihus Ian. Z. f. Zuchtung B, Bd. 28, H. 2, 1933. - 3. BENGTSSON, SVEN, Verksamheten vid fiirsiiksstationerna for avkastningskontroll inom svinaveln under k e n 1932-1997. Medd. nr. 437, 445. 458, 169, 478 och 487 frln Centralanstalten for fSrsbksv&nsendot p% jordbruksomrldet. - 4. BENGTSSON, SVEN, Svinstamkontrollen 1938-1941. Hug- rljursforeoksanstaltens medd. nr. 1, 3, 4 och 10. - 5. BENGTSSON, SVEN, Kvartalsvis fijr svinstamkontrollen uppnldda resultat. Sv. Svinave1sfiir:s Tidskrift 1%9-41. - 6 BERGE, S. Avkastningskontroll med Svin. Meldinger fra Norges Land- bruksheiskole '1936. - ?. EDIN, H., och HELLEDAY, T., UndersSkningar ang%ende hconsvinets nettoenergibehov. Medd. nr. 449 fr%n Centralanstaltm for f6rsiiks- vasendet p% jordbruksomr6det. -- 8. ELLIS, N. R., and EELLER, J. H., Effect of nuantity and kinds of feed on economy of gains and body composition of hog9. 1:. S. Dept. of Agr. Techn. Bul. No. 413, 1934. - 9. HANSSON, NILS, och BENGTSSON, SVEN, Verksamheten vid forsoksstationen for avkastningskontroll inom svinaveln under h e n 1924-1931. Medd. nr. 289, 306, 322, 339, 363, 381, 402 och 414 f r h ('entralanstalten for forsoksvlsendet p l jordbruksomrldet. - 10. JESPERSEN, Jom., F o r s 0 ~ med Skummetmaelk. 128de Ber. fra Forsegslaboratoriet. - 11. JESPERSEN, .JOEIS., Forseg med Sukkerroer og Kaalroer. 129de Ber. fra Forsegslaboratoriet. - 12. JESPERSEN, JOHS., Forseg med Sukkerroer + Tilskud af proteinrige Kraftfoder- midler. 137te Ber. fra Forsegslaboratoriet.
Fly UP