Fanstory - Unbekannt - Das todliche Spiel

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    10-Jan-2017

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  • 2003 by T. 1 presented by rocky-beach.com

    Die drei ???und das tdliche Spiel

    Just und Bob sind geschockt: Peter wird nach einem Sportunfall insKrankenhaus gebracht und kmpft um sein Leben. Was brachte denzweiten Detektiv in diese Lage? Fr seine beiden Freunde ist klar, damehr dahinter stecken mu als ein simpler Unfall. Natrlich ist esEhrensache fr die beiden, den Fall aufzuklren...

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    An Peter ging das Spiel immer mehr vorbei; sein Kopf drhnte, seinHals brannte, die Arme erschienen ihm schwer und das grhlendePublikum, da ihn sonst immer wieder motivierte, htte er am liebstenum Ruhe gebeten. Nur noch sechs Minuten dann wrde der Schieds-richter endlich abpfeifen und er knnte sich ausruhen. Peter konnte annichts anderes denken als an diese sechs Minuten; hatte er doch schonlngs um Auswechselung gebeten, aber der Trainer schien ihn selbstin der momentanen Verfassung als den entscheidenen Spieler einzu-schtzen, anders konnte sich Peter nicht erklren, das er noch auf demSpielfeld stand auer vielleicht durch den sinnlosen Sardismus einesin seinem Leben unausgefllten Menschen, der zu Hause von seinerFrau unterdrckt wird und nun seine Aggressionen an seinen Spielernauslassen durfte... Weiter kam Peter mit seinen Gedanken nicht: derGegner war in Ballbesitz gekommen und strmte auf den Korb zu,Peter joggte ein wenig rckwrts, wartete den passenden Moment abund sprang zeitgleich mit dem ballfhrenden Spieler hoch. Er schafftees den Wurf abzublocken und kam in Besitz des Balles: keiner seinerMannschaftskameraden war ungedeckt und so blieb Peter nichts ande-res brig als seine letzte Kraft zusammen zunehmen und in die gegne-rische Hlfte zu dribbeln. Im Augenwinkel sah er, da die Auswahlaus New York die Deckung kurz vernachligte: er nutze diesen Mo-ment fr einen wenig spektakulren Pa, um dann keuchend in Rich-tung Trainerbank zu schwanken, er wollte sich nur noch setzen, allesandere war ihm egal, nur setzen... da sein Pa zu einem erfolgreichenAngriffes der Juniormannschaft Kaliforniens fhrte, und so schlielichzu dem wenig schillernden, aber hart erarbeitetem Sieg von 73: 65gegen New York, bekam er nicht mehr mit....

    Das Erste, was Peter sprte war ein angenehm khles Gefhl auf sei-ner Stirn und in seinem Nacken, whrend sein Gesicht zu glhenschien. Er ffnete die Augen und sah in das besorgte Gesicht des Phy-siotherapeuten, der gerade den kalten Waschlappen auf Peters Kopfwendete: Mein Gott, Junge, Dich hat es ja schlimmer erwischt, alswir dachten. Geht es wieder?Peter versuchte irgendwie die gesagten Worte mit seinen Erinnerun-gen in Kontext zu bringen: seit letztem Monat liefen die Ausschei-dungsspiele der Juniorenmeisterschaften im Basketball und Kaliforni-

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    en kmpfte heute fr das Erreichen der Endrunde, die dann in L.A.stattfinden sollte.Keine Ahnung, ob es gereicht hatte, er wute nicht mal, zu welchemSpielstand er das Feld verlassen hatte... eigentlich wute er auch nichtgenau, wie er das Feld verlassen hatte. Jetzt befand er sich auf jedenFall auf einer Liege im Sanittszimmer der Sportanlage, nur leisehrte er die feiernden Stimmen aus den Umkleiderumen, die sichweiter unten im Gang befanden. Von wem sie wohl kamen... Er wolltefragen, aber er brachte nur ein heiseres Krchzen hervor... Marc, derihm mittlerweile auch die Waden kalt einwickelte, lchelte und griffnach einem Glas mit orangener Flssigkeit: Hier meine Junge, trinkdas hier erst mal, dann geht es Dir sicher schon wieder etwas besser.Peter tat wie ihm gehieen, schlielich fhlte er sich fr Wiederspruchzu schwach und an diese stndigen Eiwei- und Vitamindrinks hatteer sich schon fast gewhnt. Tatschlich erfllte ihn die kalte Flssig-keit mit neuen Lebensgeistern und er machte einen neuen Ansatz, umseine Frage nach Sieg oder Niederlage zu stellen naja, zumindest frein fragendes Und? reichte es. Marc nickte lchelnd, whrend erPeter mit einer Wolldecke einbettete Aber feiern ist heute nicht frdich! Der Doc kommt gleich, damit Du auch beim Finale noch dabeibist; schlielich kannst Du uns nicht bis an die Endrunde fhren unddann mit ner kleinen Grippe aussteigen!Peter htte schreien knnen: kleine Grippe!? Er fhlte sich wie eingeprgelter Hund, der immer wieder gerade so lange gepflegt wurde,bis er wieder auf die Jagd geschickt werden konnte.... Aber stattdessenschloss er die Augen und genoss die Khle auf seiner Stirn; das An-kommen des Arztes verschlief er genauso, wie den Transport ins Ho-tel.

    Bob und Justus warteten gespannt am Flughafen. Nach vier Wochensollten sie endlich ihren zweiten Detektiv wiedertreffen, der hoffent-lich mal ein wenig Bewegung in die mittlerweile langweilig geworde-nen Ferien bringen konnte, denn bisher hatte Justus nur so wahnsinnigspannende Vorschlge, wie das Ordnen alter Akten, gemacht, und aufBobs Idee, mal die musikalische Alternativszene in Rocky Beach ab-zuklappern, hatte Just wenig begeistert reagiert ber weitere Diskus-

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    sionen bezglich der Tagesplanung, waren die beiden dann meistTante Mathilda in die Arme gefallen, die immer sehr genau wute,womit man sich die Zeit vertreiben konnte.Aber Bob hatte wenig Hoffnung, da Peter mit seiner Unterneh-mungslust tatschlich Abhilfe finden knnte, denn sicher wrde ersehr eingebunden sein in das Training und die letzten Spiele. Gesternhatte er noch einen Artikel ber den Drill in amerikanischen Sport-mannschaften gelesen; kaum zu glauben, da man sowas freiweilligmacht. Mit einem Seitenblick auf den eher bequem veranlagten erstenDetektiv, dessen Buchlein Ausdruck seiner Lebensphilosophie war,welche lautete: nie mehr Bewegung als notwendig und nie wenigerEssen als mglich denn wer wei, was kommt! stellte sich Bob denErsten im Trainingsdrill vor, er mute schmunzeln.Hier ist ne ganze Menge los! wurde er von Just aus den Gedankengerissen. Die werden richtig wie Stars gefeiert, oder meinst Du, dasind nur die Familien der Spieler, die sich freuen, mal nicht nur in denNachichten von ihren Shnen zu hren?Naja, vielleicht ist der ein oder andere Fan schon dabei, schlielichhat Kalfornien ja nicht ganz erwartet die Endrunde erreicht und dasauch nur Dank unseres Zweiten und seiner bisher berzeugenden Lei-stung... Schau mal, da kommen sie... Just folgte Bobs Handbewegungund tatschlich betraten gerade eine ganze Menge groer Menschendie Wartehalle zu viele als, da es ein Zufall gewesen sein knnte.Es handelte sich um die Juniorenmanschafft und unter Ihnen auchPeter, der fast ein wenig zierlich wirkte unter all den Zwei-Meter-Jungen. Er strahlte ber das ganze Gesicht, als er seine beiden Freun-de erkannte und ging zgig auf sie zu: Toll, da ihr hier seid, dachteschon ich mte gleich alleine ins Hotel fahren, whrend alle anderenmit ihren Familien Wiedersehen feiern!Na, bevor Du als Sohn einer nach Europa verreisten Mutter und einesbereifrig arbeitenden Vater alleine im Hotel vereinsamst, hat uns dasWaisenheim vermittelt, um Dich ein wenig aufzumuntern entgegneteJust grinsend und handelte sich auch einen Seitenhieb von Bob ein.Quatsch, klar kommen wir Dich abholen, wozu sind wir denn da!Sollen wir noch auf Dein Gepck warten? Peter schttelte den KopfNe, das geht direkt ins Hotel. La gleich fahren, sonst ist der nach-mittag so kurz und es ist der erste freie seit Beginn der Vorrunde

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    Oh, dann aber mal los, lachte Bob, und dachte nachdenklich an denArtikel, den er gelesen hatte. Er schaute Peter von der Seite an, erwirkte bla und abgekmpft, nicht wie sonst als typischer Sunnyboy,der auch als Model in smtlichen Surfmagazins htte abgebildet seinknnen. Sicher hatte er auch abgenommen. Der freie Nachmittag wr-de wohl kaum reichen, um ihn wieder zum sportlichen, sonneng-brunten Mdchenschwarm herzustellen.

    Zunchst fuhren die drei auf den Schrottplatz, um dort Tante Ma-thildas berchtigten Kirschkuchen einzupacken und auf PetersWunsch hin, ans Meer zu fahren. Dort verging der Nachmittag wie imFlug und Bob wunderte sich, da er zvor nicht mit Just schon mal anden Strand gefahren war, schlielich war das Wetter schon eine ganzeWeile so schn. Er schttelte bei sich den Kopf; nach und nach hatteunter den drei Freunden jeder seine Aufgaben bernommen, und dabeiwar Peter der jenige, der immer wieder ne neue Idee hatte, was manunternehmen knnte; Just war mittlerweile fr derart praktische Sa-chen zu vergeistigt und er selbst schien sich immer mehr in Spe-zialinteressen zu verlieren er beschlo, da sich das sofort ndernwrde und schlug der bung halber vor, heute abend noch inNicks Eisdiele zu gehen und dort den Sonnenuntergang anzusehenund noch ein wenig zu quatschen; schlielich hatte Peter schon er-zhlt, da er die nchten zwei Wochen wohl auch wieder trainierenderWeise verbringen wrde und nicht viel Zeit haben werden, da Hotelzu verlassen.Der Vorschlag wurde von allen angenommen und auch die Mdels,die mittler Weile dazu gestoen waren, stimmten zu, wenn auch Kellywahrscheinlich den einen abend lieber mit Peter alleine verbrachthtte, aber streiten wollte sie jetzt auch nicht. Schlielich schien sichgerade Peter darber zu freuen, seine Freunde wieder zu sehen undmal etwas anderes als Basketball als Gesprchsthema zu haben. Erwich sogar weitesgehend aus, wenn man etwas ber die Verhltnisseim Trainingslager wissen wollte. Erst am abend konnten sie ihn einwenig zum Reden bringen: Er erzhlte vom harten Training und denstndigen rztlichen Untersuchungen, die dazu dienten durch Laktat-tests den jeweiligen Fitnesstand der Spieler zu ermitteln.Auf Kellys Frage, ob es ihm gut ginge, er she ein wenig krank aus,erwhnte er seine Grippe, die er schon seit fast zwei Wochen habe und

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    seinen Zusammenbruch beim letzten Spiel. Kelly schauderte; man sahihr an, da sie sich Sorgen machte, aber man merkte auch, da es Pe-ter unangenehm war, weiter zu reden; er schaute verstohlen auf dieUhr: Schade, ich denke ich werde langsam gehen mssen. Bis halbzehn sollen wir zurck im Hotel sein. Knnt ihr mich bringen? Erschaute schchtern in die Runde, was normalerweise auch nicht gera-de seine Art war.Bob reagierte am schnellsten und rief fast ein wenig zu laut, dass erihn gerne rausfahren werde. Er wollte gerne noch mal mit Peter alleinesein, um ihn auf den Wahrheitsgehaltes des Zeitungsartikel anzuspre-chen. Sie verabschiedeten sich und gingen gemeinsam zu Bobs altemKfer, den sie nicht weit entfernt von der Eisdiele entfernt geparkthatten. Als Bob das Auto aufschlieen wollte, rief er auf und Schlugsich gegen den Kopf Ich Idiot! Ich habe meine Jacke mit demSchlssel vergessen, warte, ich bin gleich wieder da.... Er wollte ge-rade losrennen, als er Peters gequlten Gesichtsausdruck sah. Ist allesin Ordnung? fragte er vorsichtig. Ja, ich bin nur ein wenig mde,habe ja gesagt, da ich zur Zeit nicht so ganz fit bin.Bob nickte und versprach sich zu beeilen. Als er mit Jacke undSchlssel wiederkam, hatte Peter sich ans Auto geleht und war fastwei im Gesicht. Irgend etwas stimmte nicht mit ihm, da war sich Bobsicher, nur wute er nicht so genau was und wie er es herausfindenknnten. Whrend der Fahrt schwiegen beide nachdenkleich und jederschien zu ahnen, was der andere dachte und traute ihn nicht daraufanzusprechen.Das Hotel lag weit ab von Los Angeles an einer groen Sporthalle.Bob hielt direkt davor. Er fate sich schlielich ein Herz und fragtePeter, ob wirklich alles in Ordnung sei. Peter schaute seinen Freundan.In seinen braunen Augen lag ein Mischung aus Mdigeit und Hilflo-sigkeit, er atmete tief ein und sagte: Hr zu Bob, jeder in dieserMannschaft ist ein Einzelgnger und will zeigen, was er kann, ohnegro an die Mannschaft zu denken. Die meisten wittern den Sprung indie Profikarriere. Da ich spielen darf, obwohl ich nicht ganz fit bin,macht mir nicht gerade Freunde und da ich ich nicht fit bin, machtmir Angst: manchmal fhle ich mich, als ob ich ins Bett gehre unddann bin ich wieder topfit und knnte Bume ausreien, wahrschein-lich ist das alles nur der Stre, aber es ist ganz schn anstrengend. Ich

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    bin froh, wenn es vorbei ist Dann lchelte er und zwinkerte mit ei-nem Auge Und dann schlafe ich drei Tage durch: tags am Strand undnachts im Bett und ihr mt mit jeden Tag Tante Mathildas Kuchenbringen! Er stieg aus, schlo die Autotr und sagte noch durchs Fen-ster: So, jetzt sieh mich nicht so besorgt an, sondern beruhige liebermal Just und Kelly, die haben ich auch angeschaut, als ob ich morgenhingerichtet werde. Kommt lieber zu den Spielen und feuert uns an,wir habens ntig! Er lchelte, drehte sich um und ging zum Hote-leingang. Er blickt noch mal zurck und rief: Kannst Dich ja auchals Reporter ausgeben und beim Training zuschauenen. Bob konntesich des Eindruckes nicht verwehren, da Peters Stimme bittendklang.

    Justus, Kelly und Elisabeth schauten den beiden nachdenklich hinter-her. Erst als Sie das Lokal verlassen ahtten, platze Kelly der Kragen:Wie knnt ihr so ruhig hier sitzen. Da mu man doch was unterneh-men. Die richten ihn doch zu Grunde. Schaut euch doch an wie Peteraussieht. Das ist doch nicht normal...Sie wurde immer erregte, whrend Justus ein wenig zwischen Belusti-gung ber ihre wilden Haarstrhnen in ihrem roten Gesicht und Be-troffenheit darber, da sie recht haben knnte, schwankte.Er entschied sich, den Versuch zu starten sie zu beruhigen Peter hatdie Grippe erwischt, da htte ihm hier genauso gut passieren kn-nen...Und warum rennt er dann bers Spielfeld bis er zusammenklappt undliegt nicht im Bett, wie er es hier tte unterbrach ihn Kelly wtend.Justus fiel nicht weiter ein, auch er machte sich Sorgen.

    Bob konnte nicht schlafen, ihm ging Peter einfach nicht aus demKopf: Wie er dort ans Auto gelehnt gestanden hatte, als Bob seineJacke gehohlt hatte. Kalkwei im Gesicht, als ob er sich kaum nochauf den Beinen halten knnte. Bob hoffte, da Peter wirklich nur einwenig angeschlagen war, was bei Leistungssportlern ja schon malvorkam, aber ihn lie da bse Gefhl nicht los, da Peter mehr be-

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    drckte. Er konnte auch nicht vergessen, was Peter ihm noch im Autogesagt hatte. Hatte der zeite Detektiv ihm etwas mitteilen wollen.Aber warum hatte er es dann nicht schon vorher gesagt, und warumhat es es dann nicht deutlich und in klaren Worten gesagt, sondern esbei diesen Andeutungen belassen. War er sich nicht sicher und wollteniemanden zu Unrecht anschuldigen. Bob beschlo, morgen ein wenigRecherche zu betreiben. Das konnte ja niemanden schaden. Er muteschmunzelen, da Peter ihnen solche Abwechslung bringen wrde,hatte er nicht gedacht.Am nchten morgen wurde er vom schrillen Klingeln des Telefonsgeweckt. Bob konnte sich schon denken, wer das sein knnte. Undtatschlich war der Erste Detektiv am anderen Ende der Leitung, dernach reiflichen berlegungen zu der Auffassung gekommen sei, daman der momentan bedenklich stimmenden Verfassung ihres Freun-des nachgehen msse.Just Art zu sagen, da auch er sich aus Sorge um Peter die Nacht umdie Ohren geschagen habe. Bob erzhlte von seinem Vorhaben, bersInternet an Informationen ber die Mannschaft zu kommen und Justwar sofort begeistert. Leider kme er aber bis heute mittag nicht vomSchrottplatz weg, da Onkel Titus heute eine groe Ladung Antiquit-ten, wie er sie selbst nennt, erwartete und auf Justus Hilfe angewiesensei.

    Als Bob am spten Nachmittag mit dem Fahrrad auf den Schrottplatzeinbog, war Justus noch am schuften. Da Bob zunchst keine An-stalten machte ihm dabei zu helfen, sondern nur belustigt zu sah wieder behbige erste Detektiv auf der Ladeflche des Kleinlasters her-umbalancierte, gefiel diesem gar nicht. Als er Luft holte, um Bob mit-zuteilen, lenkte dieser schnell ein: Ich stelle nur eben den Drucker an,habe uns alle Zeitungsartikel ber die Meisterschaften per Email ge-schickt; das alles am Computer zu lesen dauert aber zu lange. Dannhelfe ich Dir.Just nickte zufrieden und in der Tat war der Rest Arbeit schnell getanund beide verzogen sich zgigst in den alten Wohnwagen, der ihnenseit geraumer Zeit als Zentrale diente. So vermieden sie es, TanteMathilda zu begegnen, der sicher wieder eine neue Aufgabe eingefal-len wre. Sie nahmen sich etwas zu Trinken aus dem Khlschrank und

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    die brig gebliebenen Stcke des gestrigen Kirschkuchens, um dabeidie mittlerweile ausgedruckten Zeitungsartikel zu studieren. Die mei-sten waren voll des Lobes fr die Kalifornische Mannschaft, der zu-nchst keiner viel zu getraut hatte, da die einzelnen Spieler sich kaumkannten und vorher nie zusammen trainiert hatten. Eine solche Ju-gendmannschaft aus einer Auswahl der besten Highschoolspieler hattees hier bisher nicht gegeben. Auch hatte der zustndige Trainer nichteinfach eine erfolgreiche Highschoolmannschaft um einige Spieleraufgestockt, um so wenigstens auf ein aufeinandereingespieltes Teamzurckgreifen zu knnen.In den ersten Spielen hatte man den Zeitungsberichten zu Folge wohlauch noch von den Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft ge-sprt, aber das schien sich schnell zu regeln, allerdings verbunden mithrtesten Trainingsbedingungen und wenig Freizeit fr die Spieler,was zunehmend Punkt allgemeiner Kritik wurde.Immer wieder wurden einzelne Spieler krank und das Teamschrumpfte auf einen harten, aber erfolreichen Kern, der durch Aus-dauer und Schnelligkeit die anderen Auswahlmannschaften zuneh-mend schwindelig spielte. Hier wurde jetzt hufiger Peter Shaw alsaufflligster Spieler mit katzenartiger Schnelligkeit und Wendigkeiterwhnt, wurde sogar als Regisseur des Teams bezeichnet, der ma-geblich an dem Erfolg der Auswahl beteiligt ist. Einige Reporter gin-gen sogar soweit, zu behaupten, da Kalifornien ohne Peter erst garnicht soweit gekommen sei.Hey, Just zog Luft durch die Zhne ein, hier ist der Artikel desletzten Spieles. Peter hat das ja ein wenig heruntergespielt. Hier steht,da ein Groteil der Mannschaft krank im Hotel bleiben mute, was ich zitiere: doch Zweifel an den unerbitterlichen und militrischenTrainingsmethoden von Trainer Johnsen aufwerfe.Auerdem scheint das Spiel zunchst eher ausgeglichen gewesen zuseinbis Johnsen den ebenenfalls angeschlagenen Peter Shaw ins Spielbracht, der mit schier unerklrlichem Elan die Mannschaft voran triebund zum Sieg fhrte. Erst kurz vor Ende merkte man dem Energie-bndel, der bis dahin die Abwehr New Yorks schwindelig spielte, dieauch ihn heimsuchende Grippe an und nach einer heldenhaften Ab-wehraktions des nur 1,90m groen Angriffspielers, sackte dieser leb-los zusammen und mute vom Platz getragen und in medizinsche Be-handlung gebracht werden.

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    Nach seinem Ausscheiden schien das Spiel wieder offen, doch die vonShaw herausgespielte Fhrung konnte Jack Miller, der fr den Er-krankten eingwechselt worden war, aufrecht erhalten und Kaliforniensiegte 73 : 65 gegen ein unerbitterlich kmpfendes New Yorker Team.Bleibt die Frage, ob ein solcher Sieg die Gesundheit der jungen Spie-ler wert ist. Denn trotz aller Beteuerungen, da es ihm wieder gut gin-ge und es sich bei dem gestrigen Zusammenbruch lediglich um einenkleinen Schwcheanfall auf Grund einer leichten, aber hartnckigenGrippe gehandelt habe, sieht man Peter Shaw die Strapazen der letztenWochen deutlich an. Und auch andere Mannschaftmitglieder stehenauf Grund unterschiedlicher Erkrankungen kurz vor dem Austritt ausder Mannschaft. Wenn Du mich fragst Bob, beunruhigt mich dasalles noch mehr, und Peter sah echt schlecht aus gestern. Selbst TanteMathilda hat sich nach ihm erkundigt. Sie meinte, er sei mager ge-worden. Sie htte sich gar nicht getraut zu fragen, ob wir ihr kurz hel-fen knnten.Bob lchelte geqult Na dann hatte das ganze ja fast was Gutes. Peterwrde wahrscheinlich lachen, wenn er das hren wrde.Auch Justus mute bei diesen Gedanken grinsen, wurde aber sofortwieder ernst: Nachdem was Peter gestern gesagt hat, sollte man ei-gentlich annehmen, da es auch innerhalb der Mannschaft hufiger zuStreitereien kommt; aber gelesen habe ich noch nichts davon.Nein, das kommt wohl echt nicht an die ffentlichkeit, nur in einemder Artikel stand da so eine Andeutung... Moment, ich habe ihngleich... eifrig suchte Bob in den Ausducken Ah, hier.....keineHarmonie beim letzten Training des neuen Kalifornischen Dream-teams. Es kam zu lautstarken Auseinandersetzungen zwischenStammspieler Mike Stromwell und des Reservespielers Jack Millers,der sich zu Unrecht auf der Bank sieht, und sich nun dem Vorwurfgegenber sieht, im Training bertrieben hart zu spielen. Ein ent-schieden dazwischen gehender Eve Johnsen unterband den Streit adhoc und setzte das Training fort. Er lie keinerlei Zweifel an seinerAutoritt und an seiner Entscheidung, den kleineren Peter Shaw denVorzug anstelle Millers zu geben...Das wohl noch ein Artikel aus der Zeit der ersten Spiele, in denenPeter seine Position noch nicht so eindeutig bekrftigt hatte mut-mate Just; Bob nickte: Morgen ist doch das Viertelfinale, la dortmal gemeinsam hingehen. Die Mdels habe sicher Lust.

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    Gute Idee, Dritter, aber ich schlage vor, wir erwhnen unsere kleineRecherche nicht vor Kelly und Beth, sonst machen sie sich auch nochSorgen und es reicht ja erst mal, wenn wir das tuen.Bob nickte wieder nachdenklich, ja Sorgen machte er sich wirklich, erhatte noch immer nicht Peters weies Gesicht vergessen. Ob daswirklich eine einfach Grippe war...

    Sie traffen sich zu viert etwas abseits vom Eingang der Sporthalle, wobereits ein Riesentummel herrschte. Man merkte, da Californien hierein Heimspiel hatte. Jeder, der jemanden aus der Mannschaft kannte,wollte nun fr gute Stimmung sorgen, um so das Team und Finale zutreiben. Dementsprechen laut war es dann auch in der Halle. Einrichtger Hexenkessel: es wurde getrommelt, manche Fans hatten Tr-ten mit.Justus hatte fast ein wenig Mitleid mit dem Gegner dessen Fans garnicht vorhaden zu sein schienen. Wahrscheinlich waren auer ein paarwenigen Familienangehrigen auch keine da, und diese wrde sich beidieser Stimmung wohl auch lieber nicht kenntlich machten.Der Hallensprecher kndigte nun die einzelnen Spieler mit vornamenan, die Nachnamen wurde laut vom Publikum gerufen.Auch Peter war dabei hoffentlich in besserer Verfassung als nochvor zwei Tagen. Just hoffte dies aus zweierlei Grnden. Erstens wollteer natrlich, da es Peter bald besser ging, und zweitens wute ernicht, ob er Kelly davon abhalten knnte, aufs Feld zu strmen, umIhren Freund hchstpersnlich zum Arzt zu bringen.Er hatte Glck, Peter sah ein wenig besser aus, und schon zu Spielbe-ginn war klar, da er in Bestform war. Aber nicht nur Peter spielte wienicht von dieser Welt, das ganze Team schien wie ausgewechselt. Vonder Verbissenheit des letzten Spieles war nichts mehr zu spren. Dertexanische Gegner hatte keine Chance, Californien spielte ihn mit ab-soluter Leichtigkeit in Grund und Boden. Die kochende Atmosphreunterdrckte jedes mgliche Aufkeimen von Selbstbewutsein bei denTexanern und holte gleichzeitig alles aus dem californischen Teamheraus.Justus beobachte derweil weniger das Spiel, als den auf der Bank sit-zenden Jack Miller. Er sa dort mit versteinerter Miene. Es mute

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    wirklich schwer sein, wegen eines gut 20 cm kleineren und 40 kiloleichteren Spielers auf die Bank verdrngt zu worden sein, besonders,wenn man in seiner eigenen Highschoolmannschaft der unangegriffe-ne Star ist. Und die hier herrschende Stimmung lie wohl das Herzeines jeden Sportlers bluten, der hier nichts zum Sieg beitragen konn-te.Erst in den letzten 7 Minuten durfte Jack fr Peter, der sich vllig ver-ausgabt hatte, aber zu Kellys Beruhigung immer noch guter Dingewar, spielen. Er spielte nicht schlecht, sehr hart und hufig an derGrenze der Fairness, aber fleiig und mit enormen Drang zum gegne-rischen Korb, aber ihm fehlte Peters bersicht. Hufig versuchte erselber zu punkten, wenn andere besser zum Korb standen. Auch warer nicht so flink und wendig wie Peter, der nach Justus Meinung ganzzu recht spielte, auch wenn man das wegen des ueren Erschei-nungsbild nicht erwartet htte.Als das Spiel abgepfiffen wurde, stand es 102 : 57 fr Californien unddie Mannschaft lie sich entsprechend feiern, whrend die texanischeAuswahl mit gesenktem Kopf die Halle verlie. Damit, da sie soabgezogen wrden, hatten sie nicht gerechnet.Bob hatte gehofft, noch kurz mit Peter ein paar Worte wechseln zuknnen, aber die Mannschafft wurde von Trainer Johnsen verhltnis-mig schnell und vllig abgeschirmten Katakomben gelotst. Jetzt nochan die Spieler herankommen zu wollen, war ein hoffnungsloses Unter-fangen, da muten auch die unzhligen Reporter einsehen, die ver-suchten das ein oder andere Interview mit den Spielern fhren zu dr-fen. Es hie, da dies nur whrend der Pressekonferenz mglich sei,die in den nchsten Tagen stattfinden werde. Mit einem Ohr hrte BobKellys Begeisterungsstrmen zu. So gut habe sie Peter noch nie spie-len sehen, und er wre vorgestern sicher nur erschpft gewesen, sonsthtte er heute den Gegner niemals so vorfhren knnen.....Sie setzte ihre Lobeshymne unbegrenzt fort, ohne da neue Informa-tionen zum bereits Gesagten hinzutraten, aber das war typisch Kelly man sollte nur nicht denken, da man sie dann irgendwann unterbre-chen drfte. Nein, man sollte sie einfach reden lassen, irgendwannwollte sie dann etwas trinken gehen und Bob spekulierte darauf, dadies wegen der warmen Luft in der Halle diesmal etwas frher ge-schehe. Er selbst war noch nicht so leicht zufrieden zu stellen wieKelly, aber sie hatte auch nicht sein weies Gesicht gesehen...

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    Er schttelte die Erinnerung daran ab und stimmte erfreut ber dieAnfrage Kellys zu, etwas trinken zu gehen.... Dort redeten die Md-chen noch weiter ber den berwltigten Erfolg der Mannschaft undspekulierten ber die nchsten Gegner. Auch Justus beteiligte sich einwenig daran, aber Bob lie das ungute Gefhl nicht los, da hinterdem heutigen Erfolg mehr steckte.

    Bob brachte die Mdchen nach Hause und setzte auch Just vormSchrottplatz ab. Beide saen jetzt wie wenige Tage zuvor Peter undBob in dem alten Kfer. Diesmal war es Just, der sich an Bob wendeteSag mal, glaubst Du auch, da jetzt alles wieder seine Bahnen geht?Bob schttelte den Kopf Es ging Peter doch richtig schlecht, erkonnte sich kaum auf den Beinen halten das ist keine zwei Tage herund beim letzten Spiel war er zusammengebrochen wann sollte ersich ohne Pause regenerieren knnen. Oder sollten das die unglaubli-chen Motivationsknste Trainer Johnsens sein?Just knibbelte an seiner Unterlippe und wiegte langsam den Kopf hinund her Hast Du ihn auf der Bank, nach der Auswechselung beob-achtet?Der dritte Detektiv schttelte den Kopf, Justus holte schon tief Luft,um seine Antwort in gewohnter epischer Breite auszuweiten, aber alser Bobs gequlten Gesichtsausdruck sah, mute er ihm eingestehen,da es hier bei nicht um eine gewhnliche Beobachtung ging, sondernum ihren guten Freund, und so versuchte er sich kurz zu fassen: Erkonnte absolut nicht ruhig sitzen: erst hat er fast die ganze FlascheWasser getrunken und dann mute er sich die Hnde festhalten, damitsie nicht zittererten; bei jedem anderen htte ich auf Nervsitt ge-tippt, aber sonst ist Peter doch auch immer relaxter gewesen auchbei knapperen Spielen. Vielleicht hatte er Angst um seinen Stamm-platz?Ach, da glaubst Du doch selber nicht dran...Bob sah ein, da Peter wirklich auffllig unruhig gewesen ist. Auchwhrend des Spiels schien er alles ein Spur schneller zu machen alsfrher... die Hand des Trainers? Bob beschlo sich morgen das Trai-ning von Johnsens anzusehen, danach wrde er weitere Informationenber den Trainer auswindig machen.Ich wede morgen zum offenen Training gehen, dannach knnen wiruns ja wieder auf dem Schrottplatz treffen Justus berlegte kurz, ob

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    er mitgehen sollte, entschied sich aber dagegen... er hatte etwas ande-res vor.

    Morgens um 9h begann das Training, Zuschauer waren wieder Er-warten wenige da. Wahrscheinlich kamen die meisten erst zumNachmittagtraining, nach dem auch die Pressekonferenz stattfindensollte, dachte Bob bei sich. Eigentlich besser so, denn dann wrde dasTraining nicht zu sehr aufs Publikum zugeschnitten zu sein. Er sah ichzunchst die anderen vier Zuschauer an, die sich auch hierhin verirrthatten. Drei standen zusammen und schienen Sponsoren zu sein, siewaren auffallend gut bekleidet, unterhielten sich mit wichtiger Mieneund gingen nach einer halben Stunde wieder. Der vierte sa alleineetwas weiter unten als Bob, er beobachtete genau das Training. Wahrscheinlich ein Sichter, der neue Talente suchte, mutmate Bob.Das Training selbst begann relativ locker und wurde zunehmend hr-ter: Am Anfang wurde Ausdauer trainiert und der Muskelkater vomgestrigen Spiel abgelaufen, wobei alle auch Peter - noch ein wenigverschlafen wirkten. Peter schaute nicht zu Bob hoch, auch wenn erihn entdeckt haben mte. Wahrscheinlich forderte Johnsen auchbeim Einlaufen hchste Konzentration, schlieich fiel whrend derganzen Zeit kein Worte, nur die kurzen Befehle des Trainers halltendurch die Halle.Inzwischen wurde Schnelligkeit trainiert und die Spieler wechselten jenach Veranlagung die Gesichtsfarbe zwischen hochrot und gefhrlichwei mit roten Flecken, sie alle schwitzten und keuchten, da Bobsich kaum vorstellen konnte, da das Training noch lange dauernknnte.In der Tat hrten bereits einige auf, um sich zu dehnen, als TrainerJohnsen im barschen Ton an die Blle rief. Bob bekam richtig Mitleidmit den Spieler, von denen einge sichtlich hrter als andere range-nommen wurde, welche sich immer mal eine etwas lngere Pausegnnen durften, um zu trinken. Bob sah besorgt nach Peter, der geradeeinen Verteidiger elegant ausspielte und einen klassischen Korblegerhinlegte, um sich dann am Korb hngen zu lassen, was ihm gleicheinen bissigen Kommentar des Trainers einbrachte, da man sich sol-che Showeinlagen sparen knnte und sich lieber auf das Wesentlichekonzentrieren solle.

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    Bob mute lcheln, Peter schien es wirklich besser zu gehen, zumin-dest legte er wieder fr sich typsche Charaktereigenschaften an derTag .... Aber auch die Krfte des zweite Detektiv neigten sich demEnde zu: seine Hnde zitterten und er wurde langsam bedrohlich blaim Gesicht.Zum Glck dauerte das Training nicht mehr lange, jetzt folgte nurnach ein kurzes Abschluspiel. Da alle gleichermaer erschpft wa-ren, gestaltete es sich etwas trge, aber nach kurzem, rgerlichem Zu-rufen des Trainers schienen alle zu versuchen, das letzte aus sich her-auszuholen.Wie beim Militr, dachte Bob bei sich und erinnerte sich wieder anden Artikel ber den Drill beim Leistungssport, der nach Bobs jetzti-gem Kenntnisstand eher untertrieben, als bertrieben hatte.Bob wurde durch ein erschrockendes Rufen aus seinen Gedanken ge-holt, der andere Zuschauer war aufgesprungen und rannte auf dasSpielfeld. Bob folgte ihm mit Blicken und fuhr zusammen.Peter lag am Boden und versuchte sich aufzurichten, er blutete auseiner Platzwunde an der Stirn, hielt sich mit einer Hand die Rippen. Erzitterte am ganzen Krper. Bob sprang auf, rannte zu seinem Freundhinunter, der es auch mit Hilfe eines Mannschaftskollegen nichtschaffte sich hinzusetzen. Als Bob bei ihm ankam, hatte sich eineMenschenansammlung aus Spielern und Betreuer um Peter gebildet,der in sich zusammensackend endgltig das Bewutsein verlor.Ein harscher Ton zweifelsohne aus Mr. Johnsens Mund verwiesdie Spieler zum Auslaufen in die andere Hlfte des Halle, ein zweiterveranlate, da die medizinische Betreuung geholt werden sollte.In der Zwischenzeit hatte der unbekannte Zuschauer Peter mitschnellen Handgriffen in die stabile Seitenlage gebracht und Bob einHandy in die Hand gedrckt, damit dieser einen Rettungswagen be-stelle; den Protest Johnsens, da dies nicht notwendig, sogar bertrie-ben sei, fr wen er sich denn hielte, und was er sich einbilde, ignorie-rend kmmerte sich der Mann, der weniger Sichter als Arzt zu seinschien, weiter um den reglosen Peter, der kalkwei im Gesicht warund kaum zu atmen schien.Bob fhlte sich wie im schlimmsten Alptraum, nur entfernt nahm erden keifenden Trainer war und mit dem Sanitter in der Notrufzentralesprach er wie in Trance. Bob konnte den Blick nicht von seinemFreund lassen, der in einer Lache Blut lag.

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    Mittlerweile waren auch die medizinischen Betreuer der Mannschaftbei Peter angelangt. Sie gaben dem behandelndem Zuschauer, was erverlangte; er schien Ahnung zu haben und auf ein Kompetenzgerangelwollte sich bei Anblick des leblosen Jungen keiner einlassen.Die Kopfwunde war schnell versorgt und Peter wurde eine Infusionangelegt. Bob wurde angewiesen diese zu halten, was er mit weichenKnien und zitternen Armen tat, froh wenigstens das Gefhl zu haben,etwas fr Peter tuen zu knnen. Ohne da der dritte Detektiv denGrund dafr erkennen konnte, brach pltzlich, zeitgleich mit dem An-kommen des Rettungswagen, Hektik aus und Bob erlebte, wie seinschlimmster Alptraum mhelos noch schlimmer wurde: Peter wurdeaus der Seitenlage gerissen, der Unbekannte schlug ihm mit vollsterWucht auf den Brustkorb, whrend ihm einer der Sanitter eineSauserstoffmaske in Gesicht prete. Der anscheinende Arzt begannmit der Herzmassage, ein Sanitter steckte Peter in Windeseile Elek-tronen eines EKGs an, - Bob war wie erstarrt, alles erschien ihm wiein Zeitlupe, vollkommen irreal endlich hielt der Arzt inne, er fhlteden Puls und nickte, woraufhin die Sauerstoffmaske mit wenigenschnellen Handgriffen gegen einen Schlauch ausgetauscht, der nochimmer vllig leblose zweite Detektiv auf eine Liege verlagert und nunvon den Sanittern aus der Halle getragen wurde.Bob, der ja immer noch die Infusionsflasche trug, dackelte, so gut esging die Flasche hochhaltend, hinter her. Als Peter in den Rettungs-wagen transportiert wurde, nahm man Bob seine letzte ihm sinnvollerscheinende Aufgabe ab, indem ein Sanitter im vorsichtig die Infu-sionsflasche aus der Hand nahm. Wahrscheinlich wre Bob regungs-los auf dem Parkplatz stehn geblieben, htte der Arzt ihn nicht an derSchulter gepackt, an die Vordertr des Rettungswagen gefhrt, woBob noch immer wie in Betubung einstieg.

    Whrend Bob langsam realisierte, da dieser Alptraum Wirklichkeitwar und er tatschlich gerade einen seiner besten Freunde mit Blau-licht ins Krankenhaus begleitete, war Just von einer Idee besessen, dieihn nicht mehr loslie, seit dem er Peters Unruhe bemerkt hatte: Do-ping. Die drei Detektive hatten schon einmal mit einem solchen Fallzu tuen gehabt, daher wute Just noch ein wenig, um die Mglichkei-ten, die sich boten, um seine Leistung durch chemische Hilfsmittel zuverbessern.

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    Ob Peter sowas bewut tat... Just konnte sich das eigentlich nicht vor-stellen, aber der Leistungsdruck schien enorm zu sein. Der erste De-tektiv stellte diese Frage zunchst in den Hintergrund, denn zur Zeitkonnte er dies bezglich nur spekulieren und damit war niemandemgeholfen. Just beschlo, sich zunchst bei einem Arzt, ber die neu-sten Errungenschaften in Sachen Doping zu erkundigen, und um zuerfahren, wie diese sich auf einen durchtrainierten Jungen wie Peterauswirkten. Vielleicht stand ja die ominse Grippe damit in Zusam-menhang.Just beschloss zum Hausarzt der Familie Shaw zu fahren. Er hatte sichschon einen genauen Plan zurecht gelegt, um nicht vor der MauerDatenschutz stehen. Er wrde sich als Reporter der Schlerzeitungausgeben, der einen Artikel ber Drogen im Sport schreiben wollte.Um die genauen Folgen des Mibrauchs verstehen zu knnen, wrdeer eine fiktive Person beschreiben unter der sich der Arzt einfach ei-nen Jungen wie Peter vorstellen mute.Aber der perfekte Plan scheiterte an einer nicht bercksichtigten Tat-sache: der Arzt war gerade auer Haus; er hatte einen dringendenHausbesuch zu machen und die Sprechstundenhilfe erzhlte, da siebereits alle Termine fr heute morgen habe absagen mssen. Wahr-scheinlich wrde es noch dauern bis Dr.Wisbert wiederkme, zumal erheute nachmittag im Krankenhaus arbeite und vielleicht direkt dorthinfahren wrde.Just beschloss allerdings, nicht vllig unverricheter Dinge zurckzu-kehren, schlielich ging es ja um einen Artikel in der Schlerzeitung.Mitten in den Ferien eine besonders glaubhafte Idee.. Just schttelteber sich selber den Kopf. Glcklicher Weise fiel diese kleine Unge-reimtheit der Sekretrin nicht auf.Wissen sie denn vielleicht, ob es hufiger vorkommt, da sich bereitsJugendliche fr den Sport dopen wrden. Die angesprochene Frausah irritiert auf Nein, hufig haben wir solche Flle nicht, hufigerbrauchen Jungs eine Bescheinung fr den Sportverein, da alle Testauf Dogen negativ seien, das kme alle ein bis zwei Wochen vor.Klar, die meisten sind sann negativ, sonst wrden die Jungs ja nichtkommen sie gehen dann direkt zu anderen rzten, die etwas freiz-giger mit Ihren Unterschriften sind, wenn Du verstehst, was ich mei-ne. Sie guckte Just ber den Rand Ihrer Brille herausfordernd an, als

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    ob sie unterstreichen wolle, da das hier eine serise Praxis sei, wosowas unvorstellbar sei.Just berlegte sich die nchste Frage gut: Kommt es denn vor dasSpieler gegen ihren Wissen Dopingmittel schlucken? Die Sprech-stundenhilfe legte den Kopf schief Hufig sicher nicht sagte sienachdenklich, aber der Doc habe erst gestern davon gesprochen, daes doch immer mal wieder vorkme; Richtig aufgebracht war er! Just wollte den nchsten Zug gut abwgen, denn er hatte das Gefhlhier fast durch Zufall auf der richtigen Spur zu sein zu sein. Das Tele-fon unterbrach die in seinem Kopf kreisenden Gedanken. Just hrteaufmerksam zu, ohne dabei auffllig wirken zu wollen.Ja, Dr. Wisbert.... Ja, ich werde es ihr Frau ausrichten... Nein, ichhabe alle Termine verlegen knnen... auch die von heute abend absa-gen? Wird gemacht. Soll ich ihrer Frau sagen, da es auch heuteabend spt werden kann?... Ja, werde ich tuen... Ja, Bis morgen.Die Spechstundenhilfe machte sich einige Notizen und wandte sichan Just: Das war Dr.Wisbert, er hatte einen Notfall und ist jetzt schonim Krankenhaus. Heute wirst Du ihn nicht mehr sprechen knnen, undmorgen ist hier sicher ne Menge los. Ruf lieber an, falls Du ihn nochsprechen mchtest.Just nickte, so wirklich viel hatte er ja nicht herausfinden knnen.Wahrscheinlich hatte er sich an die falschsche Adresse gewandt. Odernur den falschen Zeitpunkt.... Just beschloss die Zeit bis er sich mitBob in der Zentrale treffen wrde, das Internet nach Dopingfllen inJugendmannschaften zu durchforsten.

    Bob versuchte derweil Fassung zu bewahren. Man hatte Peter direkt ineinen Behandlungsraum gebracht und Bob hilflos im Gang zurckge-lassen, wo er fassungslos die Hektik betrachtete, die hier herrschte.Immer wieder wurde die Tr des Zimmers aufgestoen, in dem Peterverschwunden war; neue Menschen in weien Kittel und blauen Klei-der rannten herein, riefen etwas, kamen wieder heraus. Bob kam dasalles wie ein Ameisenhaufen vor. Er stand mitten im Gang, wurde zurSeite geschubst er prete sich an die Wand und konnte nur hoffen,da alles bald vorber war.Langsam kam in Bob die Sorge um Peter hoch: er sah ihn wieder mitdem weien Gesicht an sein Auto gelehnt, dann auf dem Boden derTurnhalle, der ngstliche Blick Peters bevor er bewutlos wurde, der

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    Schlag auf den Brustkorb des reglosen Jungen. Bob wurde schwinde-lig, alles drehte sich, seine Beine gehorchten ihm nicht mehr.

    Also Bob die Augen ffnete, sah er als erstes seine Fe: er befandsich in Schocklage auf dem Krankenhausboden. Neben ihm hockte derunbekannte Zuschauer aus der Sporthalle. Mittlerweile hatte er seineschwarze Jacke gegen einen weien Kittel ausgetauscht, an seinemHals baumelte ein Stethoskop.Na, Junge, das ist alles viel fr Dich. Entschuldige, da ich erst jetztzu Dir komme. Geht es wieder? Bob nickte verdattert und richtetesich auf und stotterte: Geht schon wieder, es ist nur so, so ... naja vielhalt und naja.... Was ist denn eigentlich passiert?Der Arzt legte ihm seine Hand auf die Schulter und lchelte Kommwir gehen an einen etwas ruhigeren Ort, nicht hier auf dem Flur. Dagibt es auch frischen Kaffee, oder zumindest etwas was sich sonennt?Bob fhlte sich direkt ein wenig besser, der Arzt strahlte eine enormeRuhe aus und trotzdem eine gewisse Autoritt, auerdem schien ereine gewisse Routine darin zu haben Angrige und Patienten in Kran-kenhausfluren aufzusammeln. Bob folgte ihn in einen Art Kche mitSchlafgelegenheit. Der Arzt bot ihm einen Stuhl an und fragte Bob, ober etwas trinken wolle. Bob schttelte den Kopf, dennoch stellte derMann ihm eine Tasse mit dampfendem Kaffee hin und setzte sichebenfalls an den kleinen Tisch.Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, sagte der Arzt in dem sel-ben ruhigen Tonfall wie zuvor auf dem Flur, Ich bin Dr. Wisbert.Peter war gestern abend bei mir. Er war nicht gut zurecht, ich hatte einungutes Gefhl bei der Sache, deshalb wollte ich heute nach ihm se-hen. Wer bist Du?Bob starrte den Arzt mit offenem Mund an, Peter war gestern noch beiseinem Hausarzt - den Bob bisher nur dem Namen nach kannte - ge-wesen, weil es ihm nicht gut ging... Nach dem Spiel...?! Bob verstandgar nichts mehr... mechanisch griff er nach der Tasse trank einenSchuck und erzhlte, da Peter sein Freund sei und sie noch vor dreiTagen zusammen gewesen seien, Peter aber so angeschlagen wirkte...Bob erzhlte die ganze Geschichte und Dr. Wisbert hrte aufmerksamzu, bis der dritte Detektiv endete.

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    Mmmh, Ihr habt euch zurecht Sorgen gemacht. Mit Peter stimmtetwas nicht, aber was wissen wir zur Zeit auch nicht. Sein Kreislaufspielt vllig verrckt, er hat immer wieder Aussetzer, die sich mitHerzrasen abwechseln. Die rzte versuchen ihn weitesgehend stabilzu halten, mehr kann ich Dir leider noch nicht sagen.Und die Verletzungen? Sein Kopf?Nichts Schlimmes eine Platzwunde, ne Gehirnerschtterung undzwei gebrochene Rippen ein dummes Foul, aber nichts, was Peter indiese Lage gebracht htte. Da steckt etwas anderes hinter. NimmtDein Freund Drogen?Bob zuckte zusammen:Nein! sagte er dann entschieden, dann z-gerte er Bisher nicht. Ich kann es mir auch nicht vorstellen, aber erwirkte so unruhig gestern.Deshalb war er bei mir im Notdienst. Der Junge war total erschpft,aber auch nicht zur Ruhe zu bringen. Ich habe ihm Blut abgenommenund nach Medikamenten gefragt. Er bekam wohl etwas gegen seineGrippe, was er mir heute geben wollte. Aber dazu ist es ja nicht ge-kommen. Ansonsten scheinen in der Mannschaft sogenannte Nah-rungsergnzungsmittel zu jeder Mahlzeit die Regel zu sein. Mehrkonnte er mir nicht sagen.Und was ist mit der Blutprobe?Die Schnelltests waren negativ, die endgltigen Ergebnisse bekommeich erst morgen frh. Bob schaute hoch und sah Dr.Wisbert in dieAugen Darf ich zu Peter?Dr. Wisbert schttelte den Kopf Noch nicht. Aber knntest Du ver-suchen Mr.Shaw zu erreichen? Ich hatte bisher kein Glck, auch seineMutter scheint nicht zu Hause zu sein. Mrs. Shaw ist zur Zeit in Europa und besucht Ihre Schwester, Mr.Shaw ist mal wieder in Sachen Dienstreise unterwegs, aber ich habeseine Handynummer.. Bob sah fragend den Arzt an, als ob dieser ihmmitteilen knnte, was Bob Mr. Shaw sagen sollte.Soll ich das fr Dich bernehmen fragte der Arzt einfhlsam; Bobschttelte den Kopf, er wollte es machen, er wute nur noch nichtwie....

    Justus war gerade in der Zentrale angekommen und wollte den Com-puter hochfahren, als er entdeckte, da mehrere Nachrichten auf demAB gespeichert waren. Alles Nummern, die er nicht kannte. Der erste

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    Anrufer hatte direkt wieder aufgelegt und erst beim zweiten Anrufeine Nachricht hinterlassen: Hallo, ich mu Euch treffen heute abend21h am Brunnen im Hotelgarten. Es geht um Peter. Justus konnte dieStimme keiner ihm bekannten Person zu ordnen, wahrscheinlich eineraus dem Basketballteam.Mit Hilfe des Telefonbuches konnte Just die Nummer dem Hotel, indem die Spieler untergebracht waren zuteilen. Der Anruf war von 10Minuten vor Neun Uhr , also kurz vor Trainingsbeginn. Der ersteDetektiv grbelte, was sollte denn so dringendes sein und woher hatteder Anrufe ihre Nummer aus der Zentrale. Peter knnte vielleicht vonBob und ihm erzhlt haben, aber warum sollte er gleich die Telefon-nummer weitergeben, sehr unwahrscheinlich.Der dritte und letzte Anruf war von Bob und noch keine halbe Stundeher: Just, komm bitte ins St.Angelas Krankenhaus. Peter ist hier DieStimme des dritten Detektivs bebte ein wenig und Just hatte alles an-dere als ein gutes Gefhl.Er rannte ins Haus, wurde dort von Tante Mathilda empfangen, dieihm mitteilte, das Bob auch hier angerufen habe Was ist denn? Stecktihr wieder in Schwierigkeiten?Nein, doch,... ach was wei ich, habe doch Bob noch nicht gespro-chen, entgegnete Just entnervt. Brauchst Du das Auto heute noch?Als Tante Mathilda den Kopf schttelte, kam sie nicht dazu, weiter zufragen, denn Just griff nach den Autoschlsseln und strmte heraus.Das ergibt doch alles keinen Sinn, erst die Anrufe aus dem Hotel undjetzt war Peter im Krankenhaus, ob das vielleicht ein grerer Fall ist?Alles schien darauf hinzuweisen, da sie erst an der Spitze des Eisber-ges standen Justus merkte, da er nicht weiter kam, er mute mit Bobund Peter reden!

    Als Justus endlich einen Parkplatz vorm Krankenhaus gefunden hatteund die Notfallambulanz betrat, drehte sich sein Magen um. Er hateKrankenhuser, der Geruch nach Desinfektionsmitteln, die Anonymi-tt einer Grostadt auf kleinsten Raum geballt.Er entdeckte die Anmeldung, ging darauf zu und wollte gerade nachPeter Shaw fragen, als er einen in sich zusammengesunkenen drittenDetektiv auf einem der Wartesitze entdeckte. Bob Justus erschrakals dieser aufblickte. Bob sah erschpft aus und reichlich bla um dieNase Was ist denn passiert?

  • 2003 by T. 22 presented by rocky-beach.com

    Bob schttelte den Kopf Viel, viel zu viel, aber was genaues wei ichauch nicht.Das heit?!Peter hatte einen Unfall beim Training und kurz darauf einen Kreis-laufkollaps, seitdem kmpfen die rzte hier um sein Leben. Dr. Wis-bert war da und kmmert sich auch jetzt um ihn. Es war schrecklich!Nein, es ist immernoch schrecklich!... Ich kann Peters Vater nicht er-reichen. Ich htte es vorher sehen mssen, er war so bla letztenDienstag...Ich....Ach Bob war vllig aufgelst und rieb mit den Hn-den sein Gesicht. Just konnte es gut nachvollziehen, auch er fhltesich hilflos und Bob war schon eine ganze Weile hier, ohne etwas vonPeter zu erfahren. Der erste Detektiv machte sich Vorwrfe, er httemit zum Training fahren sollen, aber gendert htte das auch nichtviel. Bob tat ihm leid, er mute durch die Hlle gegangen sein.Gerade als er sich setzten wollte, kam ein sportlicher Arzt mit grau-melierten Haaren und groen grauen Augen auf sie zu, auf seinemNamensschild stand etwas, was man aus der Entfernung gut alsDr.Wisbert deuten knnte, er sprach Bob an: Du kannst jetzt zu Dei-nem Freund, er ist zwar noch nicht auer Lebensgefahr, aber so weitman sagen kann, stabil. Ich denke, es ist in Ordnung, wenn Du reingehst, auch wenn es nicht ganz den Vorschriften entspricht.Dann sah er fragend zu Just. Bevor dieser Luft holen konnte, sagtebereits Bob, da sie zusammen gehrten. Dr. Wisbert schien zu z-gern, hielt Just aber nicht davon ab, mit zukommen. Der Arzt fhrtesie auf die Intensivstation, wo man durch groe Fenster von der Flur-seite in die Krankenzimmer blicken konnte. Sie blieben vor einemRaum stehen, der ein wenig abgedunkelt war. berall in dem Zimmerschienen Maschinen zu stehen; Schluche und Leitungen fhrten vondiesen zu dem in der Mitte des Raumes stehendem Bett und hieltenden dort liegenden Patienten am Leben.Justus wurde ganz flau im Magen: Peter hatte ein dickes Heftpflasteran der Schlfe ber das die schweinaen Haare in Strhnen hingen.Seine Hautfarbe entsprach in etwa der der Bettwsche: wei-grulich.Sein Brustkorb hob sich gleichmig im Takt des pumpenden Geru-sches der Beatmungsmaschiene, eine mehr oder weniger gleichmi-ges Piepsen ensprach dem Rhythmus seines Herzschlages.

  • 2003 by T. 23 presented by rocky-beach.com

    Er schafft es! Er brauch noch ein, zwei Tage, dann ist er bermBerg! Dr. Wisberts Worte hatten etwas beschwrendes an sich, siehallte in Justus Kopf noch lange nach.Justus und Bob berlieen es dem Arzt Mr.Shaw zu benachrichtigen,der bisher das Handy ausgestellt zu haben schien, beide waren jetzt zuaufgewhlt und Dr.Wisbert war gut mit Peters Vater befreundet, erwrde ihm auch gleich genauer sagen, was eigentlich passiert war.Just und Bob beschlossen den Heimweg anzutreten, hier konnten sienichts mehr tuen und Dr. Wisbert versprach sich morgen abend Zeitfr die beiden und Ihre Fragen zu nehmen.

    Just schaute auf die Uhr, fnf Uhr nachmittags. Ihm viel der seltsameAnruf vom Hotel wieder ein, sollte er Bob jetzt davon erzhlen; viel-leicht wrde ihn das auf andere Gedanken bringen. Er entschied sichfr Ja. Sein Freund fuhr sich durch die Haare Die haben ihm fast um-gebracht und jetzt will da jemand auch noch Spielchen spielen dasist doch Wahnsinn. Aber ich will wissen, was der Typ uns zu sagenhat.Just nickte, in der Tat, es wurde Zeit dem ganzen Theater auf denGrund zu gehen. Als sie das Krankenhaus verlieen, kamen ihnenMr.Johnsen und Jack Miller. Sie schienen zu streiten. Just konnte nurein paar Wortfetzen auffangen, anscheinend hatte Jack Peter gefoultund Mr.Johnson machte ihm deswegen Vorwrfe, wohl weniger ausSorge um einen seiner Spieler, als wegen der nun geringeren Chancenauf das Erreichen des Finales.Bob schttelte den Kopf Wahnsinn, sechs Stunden nach dem Unfallschaffen die es sich mal Peter zu erkundigen MenschenschinderJustus gab Bob insgeheim recht, wollte aber lieber nicht auffallen, undhoffte, da die beiden nicht auf sie aufmerksam geworden waren, abersie wirkten zu gestret dafr, sie hatten mutmalich nichtmals Bobwiedererkannt. Vielleicht wrde es ihnen noch zu gute kommen. Justhatte schon eine Idee, aber die sollte erst noch ein wenig ausreifen.

    Weder Bob noch Just wollten jetzt allein sein. Sie beschlossen ge-meinsam in die Zentrale zu gehen. Dort wartete die nchste berra-schung: eine erneute Mitteilung auf dem Anrufbeantworter: Es tutmir leid. Das wollte ich nicht, aber vielleicht war es noch das beste...

  • 2003 by T. 24 presented by rocky-beach.com

    Die Stimme war die gleiche, wie bei den Anrufen zuvor, wieder wur-de vom Hotel aus telefoniert.Jetzt reicht es mir aber, verlor der Erste Detektiv die Fassung, Pe-ter liegt im Koma und die schaffen nichts mehr, als dmliche Andeu-tungen zu machen; das ist doch kein Teamgeist, das ist kriminell,das... das.. Just fehlten die Worte und das kam wirklich nich hufigvor.Bob fhlte sich noch immer berfordert, er setzte sich hin und warteteeinfach ab, bis Just sich wieder beruhigte.So, ist es jetzt wieder gut.Nichts ist gut, aber Du hast recht, so kommen wir nicht weiter.Auch Just lie sich auf das alte Sofa fallen: Ist Dir die Stimme be-kannt vorgekommen?Bob schttelte resigniert den Kopf.Ich denke, ich habe sie heute gehrt und Du auch: Jack Miller Justsah Bob eindringlich an, bis dieser den Kopf wiegend Zustimmunguerte: Ja, das knnte passen. Jetzt wird es langsam verworren. Binja gespannt, was heute noch so passiert...Sie beschlossen, etwa eine halbe Stunde vorm angegebenem Zeitpunktam Hotel zu sein. Bis dahin sammelten sie weitere Zeitungsartikelber Trainer Johnson und die alles andere, was sie sonst noch zu denMeisterschaften im Internet finden konnten.Trainer Johnsen war frher Profitrainer in San Francisco gewesen, alssein Team drei Spiele in Folge verlor wurde er gefeuert, und arbeiteteseit dem als Scout, bis man ihn als Trainer im Jugendbereich in Maineengagierte. Hier galt er als wahrer Schinder, aber auch als berauserfolgreicher Trainer. Als es whrend des Trainings zu einem tragi-schen Zwischenfall kam, bei dem ein 16 Jahre Alter Junge einenschweren Asthmaanfall erlitt, legte er , auch wenn ihn keinerleiSchuld traff, seine mter nieder und erschien erst jetzt wieder in Kali-fornien.Hier war er als harter Trainer fr jeden guten Spieler eine Herausfor-derung, aber auch eine Karrierechance. Dopingskandale gab es an-scheinend nicht unter ihm; im Gegenteil: es hie, da er besondersstringent gegen Spieler vorgehen wrde, welche versuchen wrdenihre Leistung durch Medikamente oder Drogen zu verbessern.Justus schttelte nachdenklich den Kopf. Irgendwie glaube ich kaum,da der Trainer viel mit der Sache zu tun hat. Da mu etwas anderes

  • 2003 by T. 25 presented by rocky-beach.com

    hinterstecken.Ich habe nur keine Ahnung, wer oder was. Bob lenkteden Blick nicht vom Bildschirm und murmelte, da jeder, dem eswichtig sei, dieses Spiel zu gewinnen, Interesse daran haben knnte,Spieler zu Hchstleistungen zu bringen.Der erste Detektiv stutzte: Wiso geht es dann nur Peter so schlecht?Das macht doch keinen Sinn!Bob zuckte mit den Schultern; er wirkte mde und hatte nicht die ge-ringste Lust zu diskutieren. Peter ist der entscheidende Spieler imTeam, ohne ihn haben sie weniger Chancen das Finale zu erreichen.Und was ist so wichtig daran? Just konnte sich nicht vorstellen, daes jemandem so wichtig war in einem Sportevent das Finale zu errei-chen, da er das Leben anderer riskierte: Vielleicht sehen wir auchGespenster, wo keine sind und Peter ist einfach nur krank?Bob sah Just angriffslustig an: Punkt eins: die Meisterschaften sinddas Karrieresprungbrett schlechthin, die meisten erhoffen sich einenProfivertrag. Punkt 2: Ich habe Dir erzhlt, was der Arzt gesagt hat!Wenn Du anderer Meinung bist, kannst Du ja gerne ins Krankenhausfahren und Dir Peter ansehen; das kann keine einfache Grippe sein!Justus schwieg, was sollte er auch sagen; er hatte das Gefhl berfor-dert zu sein. Vielleicht wrde der Abend Aufschlu bieten.

    Als Bob und Just um halb neun am Hotel ankamen, dmmerte es be-reits, der Park wirkte wie ausgestorben, das Hotel selbst konnte mannicht sehen, es wurde von den Bumen des Gartens verdeckt. Bob warsich nicht sicher, ob Jack noch kommen wrde, er konnte sich auchnicht vorstellen, was Jack ihnen sagen wollte.Justus sah sich derweil um, ihm war der Gedanke gekommen, da erwohl besser sei, von keinem der Manschaftsmitglieder in Erscheinungzu treten, fr seinen Plan war das wahrscheinlich besser. Er stie Boban und flsterte: Ich verstecke mich hinter den Bschen dort. Dumut alleine mit Jack reden, ich denke, es ist besser, wenn mich erstmal keiner kennt, das kann ja nicht schaden...Bob war zwar nicht gerade begeistert, aber Just hatte recht; es konntenicht schaden. So spazierte der dritte Detektiv scheinbar lssig inRichtung Brunnen. Als er sich gerade hinsetze, sah er eine groe krf-tige Gestalt den Weg zwischen den Bumen entlang schleichen. Boberkannte Jack, der merklich zgerte, als er den Dritten Detektiv ent-deckte. Dennoch kam er nher und sprach Bob an: Ich wollte gar

  • 2003 by T. 26 presented by rocky-beach.com

    nicht mehr kommen, aber nachdem ich heute im Krankenhaus war,dachte ich, es sei besser so.Bob nickte schweigend und sah den groen Jungen herausfordend an.Dieser sah sich schchtern um: Wo ist denn der dritte aus eurerGruppe?Hatte keine Zeit!, erwiderte Bob kurz angebunden, Was wolltestDu uns sagen?Jack schien zwar ein wenig verunsichert, fate aber seinen Mut zu-sammen: Ich wollte Peter nicht so schwer verletzen, er sollte nurnicht mehr spielen knnen, sonst htten sie ihn umgebracht.Bob verstand gar nichts mehr, er mute auch so ausgesehen haben,denn Jack begann zu erlutern, was er gerade gesagt hatte.Ich hatte gestern nach dem Spiel gehrt, wie sich zwei Mnner imSanittsraum der Halle unterhalten haben. Es ging dabei um Peter; siestritten darum, ob er pausieren sollte, oder ob sie ihn spielen lassen.Einer der Mnner sagte, da man die Dosis nicht beliebig steigernknne und es zu gefhrlich sei, Peter bis ins Finale zu pushen. Er sag-te, da Peter dabei sterben knnte und er das Finale niemals spielenknnte. Es schien nur niemanden zu stren, deshalb ....na ja, ichdachte ich .... ach, wahrscheinlich habe ich gar nicht gedacht, mir gingnur die Sache nicht aus dem Kopf. Erst war ich sauer, schlielich sitzeich wegen Peter auf der Ersatzbank, aber im Grunde kann er ja nichtsdafr. Er spielt halt besser und von den Medikamenten wute er wohlnichts... und dann habe ich mir Sorgen gemacht: schlielich war erschon mal zusammengebrochen. Es sieht vielleicht so aus, als ob ichihn nur aus dem Weg haben wollte, um selbst zu spielen und so dieMglichkeit auf ein Stipendium oder einen Profivertrag zu bekom-men. Aber das wollte ich nicht, wirklich! Ich dachte nur, da er mitverknicksten Fu oder so nicht spielen knnte und ihn dann auch kei-ner mehr mit Medikamenten vollstopfen wrde.Und da hast Du ihn einfach gefoult?Naja, ich vergesse immer wieder wie zierlich er ist.Bob konnte sich ein Lcheln nicht verkneifen, Peter und zierlich, nawenn der das wte! Aber in Relation zu Jack war da etwas Wahresdran.Ich wollte ihn einfach nur leicht schubsen, dabei habe ich ihn leiderzu fest getroffen und er ist wie ein Stein zu Boden gefallen und mit

  • 2003 by T. 27 presented by rocky-beach.com

    dem Kopf aufgeprallt. Was dannach passiert ist, verstehe ich nicht!fuhr Jack fort.Bob bekam ein wenig Mitleid mit dem etwas unbeholfenen Spieler, erschien tatschlich nur versucht zu haben, da Richtige zu tun, auf sei-ne Art und Weise halt.... Wahrscheinlich hatte er schon eine heftigeStandpauke von Trainer Johnsen bekommen und war deshalb auchheute nachmittag mit im Krankenhaus.Weit Du denn, wer da gesprochen hat. Hast Du vielleicht eineStimme erkannt?Jack schttelte den Kopf: Nein, einer kam mir was bekannter vor,aber zu ordnen knnte ich sie nicht. Die Stimmen waren kaum zu h-ren, da es in der Halle so laut war. Auerdem kenne ich nur die Mann-schaft und den Trainer genauer; vielleicht noch den Hausmeister derHalle, das ganze Bimborium mit Physiotherapie und medizinischerBetreuung steht eigentlich eher den Stammspielern und Verletzten zurVerfgung .Bob berlegte; jetzt stand es fest, da hinter Peters Unfall eine grereSache stand, aber viel weiter waren sie noch nicht. Sag mal Jack, werprofitiert davon, wenn ihr die Meisterschaften gewinnen solltet?Letztendlich das ganze Team, die Sponsoren auch... Du da kommtwer.. ich hau ab... und grt Peter von mir, wenn es ihm besser geht.Jack verschwand in den Bumen und eilte mit fr seine Gre er-staunlicher Wendigkeit und noch viel bemerkenswerter Lautlosigkeitaufs Hotel zu.Bob der mit einem solch abrupten Ende nicht gerechnet hatte, suchteeilig nach einer Mglichkeit sich zu verstecken, aber es war schon zuspt, die beiden Gestalten, die sich vom Parkplatz der Sporthalle denPark durchquerend dem Hotel nherten, schienen ihn schon entdecktzu haben, denn unterbrachen ihr Gesprch und schauten prfend inseine Richtung.Bob blieb nichts anderes brig, als die Konfrontation zu suchen. Erging auf die Mnner zu und brllte mit leicht verhaltener Stimme:Nero, Nero .... komm sofort bei Fu. Nero,verdammt noch mal!Als die Mnner auf gleicher Hhe waren, sprach er sie an: Entschul-digung, haben sie vielleicht einen rotbraunen Mischlingshund gese-hen, etwa kniehoch?Nee, Du. Tut mir leid, aber dahinten im Gebsch hat was geraschelt,vielleicht steckt er da., entgegnete der Jngere von beiden freundlich

  • 2003 by T. 28 presented by rocky-beach.com

    und zeigte zielsicher in die Ecke des Parkes, in der sich Justus ver-steckt hatte. Der andere murmelte etwas unwirsch, da der Hund an-geleint sein mte und hier Privatgelnde sei. Bob tat so, als habe erdies berhrt und ging nach dem fiktiven Nero brllend weiter inRichtung Parkplatz. Er freute sich darber, da die beiden MnnerJack nicht gesehen haben zu schienen; allerdings lie in auch der Ge-danke nicht los, da er den lteren, schicker gekleideten Mann schonmal gesehen hatte.

    Schon kurz nachdem der erste Detektiv es sich ,so gut es ging, imdichten Gebsch gemtlich gemacht hatte, hrte er die wohl bekannteStimme vom Anrufbeantworter. Nun war er sich sicher; es handeltesich um Jack. Er klang ein wenig aufgeregt und schien auer Atem.Wahrscheinlich kam er gerade vom Abendtraining. Bob und Jackschienen direkt an Just vorbei zu schlendern, denn ihre Stimmen wur-den immer leiser, schlielich konnte der erste Detektiv sie kaum nochverstehen. Dfr hrte er bald andere Stimmen aus Richtung Parkplatz,sie kamen nher....Wir waren so knapp dran, verdammt noch mal, ein Spiel und eswre egal gewesen! Vielleicht gehts ja doch noch, wir men nurnoch sehen, wer der Gegner sein wird und mit ewas Glck geht dieRechnung doch noch aufEgal, was passiert, die Quote wird um einiges schlechter sein, wirsind nicht mehr die absoluten Favoriten. Das kostet uns einiges! Jetztsollten wir den Schaden begrenzen. Meinen sie, es kommt uns je-mand auf die Schliche?Kaum, die denken sicher, der Junge htte sich selber zu gedrhnt.Und die Polizei hat ne Menge zu tun, die kmmern sich ja nicht umjeden kranken Leistungssportler, der sich verausgabt hat, zumal er esja berlebt hat... was war das?Just mute sich Mhe geben nicht aus der Hocke umzukippen, dennlangsam schmerzten ihm die Knie. Bei einem Balanceversuch, war erauf einen Ast getreten. Das Knacks ging ihm durch Mark und Bein,als der Mann auch noch in seinen Redeflu innehielt, sprte Justfrmlich wie der Mann auf das Gebsch zu trat.In dem Moment hrte er Bobs Rufen Nero... Der Mann wandte sichfluchend ab... Der erste Detektiv wartete noch das Gesprch zwischenBob und den beiden Kerlen ab, um dann, als er seinen Mut wieder

  • 2003 by T. 29 presented by rocky-beach.com

    beisammen hatte, langsam sein Versteck zu verlassen und Bob inRichtung Parkplatz zu folgen.Von dort fuhren die beiden nach Hause, wobei Bob die Mglichkeitwahrnahm seinen alten Kfer, der seit heute morgen hier stand, mitzu-nehmen. Sie beschlossen ihre Erlebnisse heute abend am Telefon au-zutauschen, denn hier an der Halle zu bleiben, erschien beiden als zuriskant.

    Als Bob am nchsten morgen in der Zentrale auftauchte, war Justschon hell wach und voller Tatendrang. Na Dritter, wie gehts?Bob schttelte nur den Kopf. Er hatte miserabel geschlafen; immerwieder gingen ihm die Bilder von Peter durch den Kopf. Er hatteschon berlegt heute morgen im Krankenhaus anzurufen, um sichnach ihm zu erkundigen, hatte dann aber doch beschlossen gleich vor-beizufahren. Schielich wollte Dr. Wisbert auch noch mit ihm undJust reden.Der erste Detektiv schien Bobs Gedanken erraten zu haben und sagte:Wir sollen so um zehn im Krankenhaus sein, ich habe Dr.Wisbertschon angerufen. Peter hat zwar heute nacht dafr gesorgt, da demIntensivpersonal nicht langweilig wurde, erholt sich aber langsam.Auerdem ist Mr.Shaw seit gestern abend bei ihm.Bob nickte ein wenig erleichtert und hrte nun Justus Plnen zu: Erhatte heute morgen die Physiotherapiepraxis auswindig gemacht, diefr die Jugendauswahlbetreuung zustndig ist, und sich dort fr einSportmedizinpraktikum beworben. Und tatschlich durfte er ab heutenachmittag einem gewissen Marc bei der Arbeit zusehen.Auerdem hatte er sich erkundigt, auf was alles Wetten abgeschlossenwerden: Bob, Du wirst es kaum glauben; man kann auf alles wetten,nur aufs Wetter noch nicht; selbst auf die Highschoolteams werdengar nicht so niedrige Geldbetrge gesetzt. Bei den Meisterschaftengeht es schon in den 10.000 Dollar-Bereich, und rate mal auf wen diemeisten setzten?Bob hielt den Kopf schief: Kalifornien.Der Erste nickte: Deshalb sollten sie auch nur noch ein Spiel gewin-nen, nach dem Halbfinale wre es egal gewesen, was mit Peter pas-siert. Hauptsache der Auenseiter gewinnt die Meisterschaft, denn dasbringt dann richtig Kohle. Nach Peters Unfall verliert unser Team

  • 2003 by T. 30 presented by rocky-beach.com

    allerdings die Favoritenrolle; Jack hat denen ganz schn dazwischengefunkt. Wrde mich ja mal interessieren, wie die den Schaden wiederbegrenzen wollenJust, auch wenn es ein Zitat ist, knntest Du Peters Lage vielleichtnicht als Schaden bezeichnen? Du warst ja nicht dabei, als er zusam-mengebrochen ist. Das steckt mir echt in den Knochen.Justus htte sich auf die Zunge beien knnen, er wute, da Bob einwenig sensibler als er war und gestern ne Menge durchgemacht hatte.Er nickte Tschuldige, ich mache mir auch Sorgen. Ich versuche sienur durch Arbeit zu verdrngen. Fahren wir? Vielleicht knnen wirunseren Zweiten noch besuchen.

    Im Krankenhaus lie man sie erst nach etlicher Telefoniererei undFragerei auf die Intensivstation, und auch das nur mit der Anweisung,im Flur zu bleiben. Von dort aus sahen sie Mr.Shaw, der reichlichbernchtig in einem blauen berhngemantel am Bett seines Sohnessa und diesen nachdenklich ansah. Peter wurde mittlerweile nichtmehr beatmet, war aber auch nicht bei Besinnung, vielleicht schlief er.Seine rotbraunen Haare waren nageschwizt, sein Gesichtsfarbe nochgenauso wei wie gestern, seine Lippen waren fast lila; er hatte dunkleRinge unter den Augen. An seinem Bett hingen etliche Infusionen, derEKG-Monitor piebste noch immer.Als Justus seinen Freund so sah, wurde ihm richtig bel, ob Geldwirklich alles war, was dahinter steckte? Wie kalt mute man sein, umdeswegen mit einem solchen Risiko zu spielen. Peter htte auch totsein knnen. Wahrscheinlich verdankte er Jacks etwas unkonventio-nellem Eingreifen das Leben.Am liebsten htte Just geheult, in dem Moment entdeckte sieMr.Shaw. Er lchelte und wunk ihnen durch das Fenster zu. Er waranscheinend erleichtert, nicht mehr alleine zu sein. Er verlie denRaum und strich Peter zum Abschied ber den Kopf.Na ihr beiden, wie gehts euch? Habt Euch sicher erschrocken.Es geht wieder, Mr.Shaw antwortete Just und bewunderete PetersVater fr dessen ruhiges, gefates Auftreten, dabei mute er dochkrank vor Sorge sein.Bei Dir auch, Bob? Ben, ehm ich meine Dr.Wisbert, hatte mir er-zhlt, da Du ganz schn gelitten hast.

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    Bob starrte an dem hochgewachsenen Mr.Shaw vorbei zu Peter undzuckte mit dem Schultern. Schafft er es? Er sieht so krank aus.Peters Vater mute mit dem Trnen kmpfen und nun sah man ihman, da er mit seiner Fassung ring. Er drehte sich um und sah zu sei-nem Sohn.Er mu einfach! Ben sagt, da Peter jung und stark ist. Aber dieletzte Nacht war grauenvoll. Erst seit vier, fnf Uhr heute morgen ister stabiler und atmet auch wieder von selber stark genug. Ich wei garnicht, wie ich es Kathrin sagen soll. Sie wird Ihre Europareise sichergleich abbrechen. Er schttelte verzweifelt den Kopf.Bob tat es leid, so direkt gefragt zu haben, aber vielleicht tat esMr.Shaw auch gut, jemandem seine Sorgen mitteilen zu knnen. DennPeters Mutter war ja noch in Frankreich bei ihrer Schwester undschien noch gar nichts zu wissen, sie wrde frhestens Morgen abendin Rocky Beach sein knnen.Ich gehe mal wieder zu ihm ins Zimmer, vielleicht sprt er es ja. Benmeint es wre schn wenn Peter nicht alleine sei, wenn er wieder zusich kommt. Er wollte auch noch mit Euch beiden reden. Ich habe ihmgesagt, da er seine Schweigepflicht auf Euch als Quasi-Familienmitglieder ausweiten drfte. Peter hat sicher nichts dagegen.Ihr findet ihn eine Etage tiefer im Arztzimmer. Und Bob.. Mr.Shawsah den dritten Detektiv eindringlich an: Peter schafft es; sptestensmorgen frh will er wieder joggen er zwinkerte und verschwandwieder im Krankenzimmer.Bob warf noch einen Blick zu Peter; zierlich, ja wenn man ihn so daliegen sah, wirkte er wirklich zierlich und zerbrechlich, wie vor vorein paar Jahren als Peter nach einem miglckten Surfversuch beidoch etwas klterem Wetter mit einer Lungenentzdung das Bett h-ten mute und seine Freunde ihm abwechselnd die Hausaufgaben vor-beibrachten, was damals jegliche Freude ber ihren Besuch verdarb.Der dritte Detektiv mute lcheln bei der Erinnerung daran, wie Peterber die Schulaufgaben gejammert hatte und ihnen immer wieder vonden tollen Wellen erzhlte, trotz Hustens und Fieber ohne jeglichenSchimmer des Bereuens.Diesmal war es ernster. Bob wurde durch Justs Zerren aus den Gedan-ken gerissen. Komm. Mr.Shaw hat recht. Unsren Zweiten haut dochnix um! La uns zu Dr.Wisbert gehen

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    Dieser bat die beiden Freunde auf ihr Klopfen hin in sein Zimmer undnickte ihnen begrend zu. Setzt Euch. Ihr wollt sicher wissen, wasmit Peter genau los ist. Sein Vater hat mir Euer detektivisches Interes-se bereits angekundigt. Durch den Zusammenprall mit seinem Mann-schaftskollegen, der brigens gestern auch noch hier war, hat Peterzwei Rippen gebrochen und eine Gehirnerschtterung. Das hat wohlletztendlich den Ansto fr einen vlligen Kreislaufzusammenbruchgegeben. Dafr sind aber mehrere Faktoren verantwortlich und sichernicht die verhltnismig leichten Verletzungen: Zum einen hatte ereine heftige Virusgrippe, die sicher zum Teil verschleppt worden istund erst jetzt richtig ausbricht, wehalb er jetzt so hohes Fieber hat.Wenn wir Glck haben, ist sein Herz nicht mit befallen. Das wrdedann heien, da die Medikamente hauptschlich Schuld sind. Erhatte zum einen relativ harmlose Stoffe, wie ein Antigrippemittel,Kopfschmerztabletten, Fiebersenker, Koffein und Vitamiprparate imBlut, was den langsamen und schweren Verlauf der Grippe erklrt.Andererseits fanden sich hohe Dosen vom Amphetaminen, allerdingsnicht den typischen, die mittlerweile gut nachweisbar sind, sondernsolche, die erst bei Spezialtest, die normalerweise nicht durchgefhrtwerden, auffallen. Diese wiederum erklren seinen desolaten Kreis-laufzustand. Wenn sie abgebaut sind, wird er sich sicher erholen. Solangsam verbessert sich ja schon sein Zustand.Just und Bob waren ein wenig erschlagen ob der geballten Informati-on. Just fragte trotzdem nach: Htte Peter eine noch hhere Dosis anDopingmitteln vertragen?Du meinst die Amphetamine? Es war jetzt schon zu viel: er hat dieganze Nacht auf der Kippe gestanden; etwas mehr, und wir httennicht mehr viel tun knnen. Auch ohne Grippe und die restlichen Me-dikamente wre es womglich tdlich ausgegangen.Just merkte, da Bob immer blaer wurde und nahezu in sich zusam-mensackte, aber irgendwie mute Just ja an Informationen kommen.Wie nimmt man die Amphetamine zu sich?Naja, man kann sie spritzen, was ein schnelles Einsetzten der Wir-kung zur Folge hat das wre Peter aufgefallen, auerdem hatte erkeine Einspritzwunden, auer ein, zwei, die wohl von Vitaminspritzenkamen - durchaus blich im Leistungssport. Ich denke eher, da mandie Stoffe in den Getrnken aufgelst hat, .... und natrlich als Nasen-spray. Peter hatte mir gestern die vom Mannschaftsarzt verschriebe-

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    nen Tabletten geben wollen, leider ist er nicht mehr dazu gekommen.Kommt ihr an seine Sachen ran? Die mten noch im Hotel sein? Dankann ich euch vielleicht mehr ber die Dopingmittel dagen.Just nickte. Wir werden es versuchen. ,versprach er. Ehm,Dr.Wisbert, wie kommt man an solche Mittel?Das meist ist in der Apotheke erhltlich, bei den Amphetaminen istdas ein gute Frage; sehr gut sogar. In der Regel werden die herkmm-lichen Mittel entweder in illegalen Laboren produziert, hnlich wieDrogen. Oder sie werden aus Krankenhusern, Apotheken oder direktvon Pharmafirmen gestohlen. Gelegentlich verkaufen auch Patientendie Medikamente, die ihnen verschrieben worden sind, zu berteurer-ten Preisen. Aber bei Peter handelte es sich ber ein vllig neues Pr-parat; Doping der neuen Generation, sozusagen.Dann bleibt praktisch nur noch illegales Labor und Pharmafirma alsMglichkeit, folgerte Just. Der Arzt nickte bedchtig.Bob , der bisher geschwiegen hatte, hob den Kopf und setzte ein:Meinen sie, da Peter etwas gewut hat?Dr. Wisbert rusperte sich: Eine durchaus verstndliche Frage, Bob.Aber ich denke nicht. Die Mittelchen gegen die Grippe gibt es in jederDrogerie, und wenn ich Peter richtig verstanden habe, hat er nur einMedikament bekommen. Das heit, das Zeug wurde vorher gemischt.Bleibt die Frage, ob da bereits das illegale Mittel drin war. Bewut hater es meiner Meinung nach auf keinen Fall genommen, sonst wre erja nicht zu mir gekommen. Weshalb war er denn genau gekom-men?Ihr macht eurem Ruf als Detektive wirklich alle Ehre, lchelteDr.Wisbert Kopf schttelnd, Eigentlich mit der selben Fragestellungwie ihr. Er war unruhig, die Hnde zitterte, er konnte sich kaum kon-zentrieren. Man knnte zusammendfassend sagen: er stand unterStrom. Er kam zu mir, da er zu einem auenstehendem Arzt wollte.Ich fand das etwas seltsam, aber ich kenne Peter schon, seit er kleinwar. Er ist sicher nicht das, was man als ausgeglichen bezeichnenknnte, aber so nervs und unruhig wie an diesem Abend hatte ich ihnnoch nie gesehen. Er hatte fast Angst vor sich selber.Just nickte, fr ihn stand fest, da man Peter benutzt hatte und nungalt es herauszufinden, wer dahinter steckte. Dr.Wisbert schien dieGedanken des ersten Detektives zu spren. Ich verstehe Euch, ihrseid nicht unerfahren und wahrscheinlich kann Euch eh keiner davon

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    abhalten. Aber wer dahinter steckt, ist eiskalt und geht ber Men-schenleben. Peter htte es fast das seinige gekostet.Just sah den Arzt fest in die Augen: Aber er wird nicht der einzigebleiben, wenn den Kerlen nicht das Handwerk gelegt wird.

    Die beiden Jungs verlieen mit Dr. Wisbert das Arztzimmer, siewollte sich noch von Mr.Shaw verabschieden und fragen, ob sie etwasfr ihn tuen knnten. Er sa noch immer an Peters Bett und hielt demJungen die Hand. Peter wirkte vllig apathisch, aber er schien langsamzu Bewutsein zu kommen.Dr.Wisbert betrat das Krankenzimmer, legte Mr.Shaw die Hand aufdie Schulter und wechselte einige Worte mit ihm. Dann warf er einenBlick auf die Armaturen der unterschiedlichen Gerte, kontrollierteden Verband am Kopf und am Brustkorb des Jungens. Peter zucktedabei ein wenig zusammen und versuchte sich wegzudrehen.Dr.Wisbert strich ihm ber die Stirn und redete beruhigend auf Peterein. Er sprach kurz mit Mr.Shaw, der nickend zu hrte, und verliedann das Zimmer.Peter geht es immer besser, er kommt jetzt langsam zu sich, fiebertallerdings noch stark. Er wird wohl morgen frh auf Normalstationverlegt werden knnen, vielleicht sogar schon heute abend; dann drftihr ihn auch besuchen. Mr.Shaw hatte mich noch gebeten, Euch aus-zurichten, da ihr auf Euch aufpassen sollt. Ihm wre es am liebsteneinfach die Polizei einzuschalten. Bisher haben die sich noch nichtsehr engagert gezeigt. Jugendliche Doper kommen schlielich stndigvor!, um mal den Offizer zu zitieren. Also, seid vorsichtig, so vieleBetten haben wir hier nicht frei, er lchelte, Auerdem meinte er,es wre nett, wenn ihr Peters Freundin Bescheid sagt. Sie macht sichsicher auch Sorgen.Just und Bob nickten. Sie hatten Kelly vllig vergessen, und keinervon ihnen freute sich darauf, es ihr mitzuteilen. Zum Glck wrdensie ihr wenigstens sagen knnen, da keine Lebensgefahr mehr be-stand und Peter nicht mehr lange auf der Intensivstation liegen sollte.

    Sie beschlossen, zunchst zu Kelly zu fahren, von dort wrde Just mitdem Rad zu Physioterapiepraxis fahren. Als die beiden Jungs klingel-ten, ffnete Kelly ihnen mit der Zeitung in der Hand die Tr.

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    Sie sah ziemlich durcheinander aus: Gut, da ihr kommt. Ich hatteschon versucht euch zu erreichen, Peters Eltern sind beide nicht daund er ist doch verletzt... sie hielt den beiden den Zeitungsartikelunter die Nase... Just konnte sich ein la sehen nicht verkneifen,wofr er von Bob einen bitterbsen Blick bekam.Der dritte Detektiv beschloss es zu seiner Aufgabe zu machen Kellymitzuteilen, was passiert war. Just wrde sicher nicht die richtigenWorte finden. Entgegen seinen Vermutungen reagierte Kelly rechtgefat und war auch nicht sauer, erst jetzt von den Geschehnissen inKenntnis gesetzt zu werden. Allerdings bestand sie darauf, sofort insKrankenhaus zu fahren, um dort Mr. Shaw zu untersttzen, derschlielich schon seit gestern Abend dort war. Bob versprach ihr siedorthin zu bringen.Justus studierte derzeit den Zeitungsartikel, der erklrte, die Presse-konferenz sei am gestrigen nachmittag auf Grund eines schweren Un-falls, bei dem sich Starspieler Peter Shaw verletzte, abgesagt worden.Der Spieler befnde sich zur Zeit in intensivmedizinischer Behand-lung, weitere Informationen seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht be-kannt.Mmh, die halten echt dicht eine Indiz mehr, was dafr spricht, dada was nicht stimmt, murmelte Just. Bis jetzt hatten sie allerdingsnoch nicht rausgefunden, auer, da anscheinend illegale Wetten aufdie Spiele liefen, und da Peter ohne sein Wissen gedopt worden war,und zwar mit Mitteln, die man nicht an jeder Straenecke bekam.Nicht viel, aber immerhin ein Ansatzpunkt.

    Die Physiotherapiepraxis war modern eingerichtet: im Wartezimmerstanden viele grne Pflanzen kombiniert mit schwarzen Lederstlen.An der Tren zu den einzelnen Kabinen waren Nummern angebracht.Just ging zielstrebig zu der Theke im Eingangsbereich hinter der einejunge, athletische Frau stand, die ihm freundlich anwies, sich hinzu-setzen. Marc, der einzige Physiotherapeut, der zu Zeit eine Sport-mannschaft betreute hatte noch einen Patienten, wrde aber gleichfertig sein und Just mit zur Sporthalle nehmen.Just nahm im Wartezimmer Platz und sah sich die dort hngendenPhotos der Sportler an, die hier Kunde waren. Durchaus bekannte Ge-sichter waren dabei und eigentlich erschien es unwahrscheinlich, daim Moment nur die Jugendauswahl betreut werden sollte. Aber wahr-

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    scheinlich wrde die Privatssphre der Stars durch Praktikanten ge-strt werden knnen.Just wurde durch einen braungebrannten jungen Mann mit blonden,strubeligen Haaren aus seinen Gedanken gerissen. Hallo, ich binMarc. Du bist sicher der Schulpraktikant, oder? Just nickte Ja, ichbin Robert Smith von der Highschool in Rocky Beach. Dem erstenDetektiv war gerade noch rechtzeitig eingefallen, da er nicht wute,was die einzelnen Leute, die mit der Mannschaft in Kontakt standenber Peter wuten. Es wre zu gefhrlich gewesen, seinen echten Na-men anzugeben, vielleicht hatte ja Peter mal von seinen Freunden er-zhlt. Just zuckte innerlich zusammen. Woher hatte Jack die Nummervon der Zentrale gehabt, warum wute er, da sie zu dritt arbeiteten?Dem mute unbedingt nachgegangen werden. Hey, Du Trumer, Dumut schon aufgeweckter sein, wenn Du hier, was lernen mchtest.Dumm rumstehen kannst Du auch daheim, da brauch man kein Prak-tikum zu.Just spurte sich, dem Therapeuten zu folgen, der bereits in der trstand. So, wir werden jetzt zu der Basketball-Juniorenmannschaftfahren, die trainieren zur zeit in der Halle am Hamington Forest etwasauerhalb von Rocky Beach. Vielleicht hast Du ja davon gehrt?Justus nickte: Ja. Ein Junge von meiner Schule spielt da mit. PeterShaw. Hat sich aber wohl verletzt. Justus sprte den bohrenden Blickvon Marc, er versuchte so harmlos wie mglich auszusehen.Kennst Du den gut?Justus schttelte den Kopf Nee, der ist haltder Kpten unserer Bas-ketballmannschaft. Wohl ein netter Kerl, aber hngt mehr mit seinenFreunden zusammen.Der Therapeut musterte den ersten Detektiv von der Seite Und Dugehrst da nicht zu.Der Kerl war Just unsympathisch; als ob er nur wegen seines nichtgerade sportlichen Aussehens nicht mit Typen wie Peter mithaltenknnte. Manchmal knnte Just richtig wtend darber sein, immersofort in die Pummelschublade gesteckt zu werden, doch meistenskonnte er sich damit trsten eben andere Qualitten zu haben. Abereinfach war es leider nicht. Darum ging es allerdings jetzt nicht, alsolie sich Just nichts anmerken. Er entschied sich, sich noch ein wenigdmmer zu stellen, als er bisher schon anscheinend wirkte.Ist er denn frs nchste Spiel wieder fit?

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    Nee, Du, der hat sich rausgeklingt.So schwer verletzt?Jo, liegt sogar im Krankenhaus. Hat ne Gehirnerschtterung undnoch was an den Rippen. Da hat der noch ein zwei Wochen Freudedran.Just schttelte sich innerlich, es konnte doch nicht sein, da da alle nurdamit beschftigt waren, Peters Zustand derart runterzuspielen. Naja,sind ja viele gute Spieler dabei, da wird er ja nicht der Entscheidenesein.Marc wiegte den Kopf: So ganz unwichtig war er nicht, aber da istnicht meine Aufgabe zu beurteilen. Hier geht es nur darum, die Spie-ler fit frs nchste Spiel zu machen.Sie waren mittlerweile bei Marcs Auto angekommen. Ein roterSportwagen. Just staunte nicht schlecht. Wahrscheinlich verdienteman doch ne Menge als Therapeut, oder er hatte seine Prioritten rechteinseitig ausgelegt. Allerdings lie die Kleidung, die er trug daraufschlieen, da er wirklich etwas mehr Geld zur Verfgung hatte. Undpltzlich fiel es dem ersten Detektiv wie Schuppen von den Augen:die Stimme hatte er schon mal gehrt, der leicht aggressive Grundton,und auch die Art sich zu bewegen, ein wenig zu cool. Er war gesternAbend im Park gewesen mit dem lteren Mann. Just schluckte dasging ja schnell. Mal sehen, was er noch so herausfinden knnte.

    Die Fahrt zur Halle dauerte gerade mal 20 Minuten. Marc stellte Justne Menge Fragen; man merkte, da er sich nicht sicher war, ob er sichber die Begleitung freuen sollte, zudem schien es ihm nicht recht zusein, da der Praktikant Peter kannte. Aber Just spielte geschickt, dennur geringfgig medizinisch interessierten, dem der Sport vllig egal,der letztendlich eher gezwungener Weise ein Praktikum absolvierte,um so ein paar Punkte fr Schulkurse zu bekommen. Er folgte Marcso unauffllig wie mglich hinterher und seine Rechnung ging auf:Der Krankengymnast verga praktisch Just.Sie gingen durch die engen Gnge der Halle zu einem kargen Raum,in dem auer zwei Liegen nur ein groer weier Tisch und ein Metall-schrank mit Vorhngeschlo standen. Marc stellte die zwei Koffer, dieer aus der Praxis mitgebracht hatte, auf den Tisch.Dann sagte er zu Just: So, Robert, jetzt gehts los. Wir gehen erst indie Halle, um dort das Auslaufen zu koordinieren. Danach kommen

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    die, die ein wenig angeschlagen sind, mit in den Sanittsraum. Dortwird dann ein wenig massiert und Wrmepacks, oder auch was zumKhlen, verteilt. Das ist das Programm zum Mittagstraining, washeute sehr locker abluft. Normaler Weise ist doch ein wenig mehr zutun, aber der Trainer kommt erst heute abend wieder. So wirst Dudann beim Spttraining das volle Programm mitbekommen.bermorgen ist doch schon das Halbfinale, warum ist Johnsen dannnicht bei beiden Trainingseinheiten? Just war wirklich erstaunt.Mmmh, ich denke, er wird ins Krankenhaus gefahren sein. Er hat jaschon die Verantwortung. Auch wenn Jack Miller Peter in absoluterRambomanier niedergeschlagen hat wahrscheinlich war er einfachein wenig entnervt immer nur die zweite Geige zu spielen. Aber sowasmu der Trainer natrlich auch unter Kontrolle haben.Just dachte bei sich, da das irgendwie anders klang, als das was Jackerzhlt hatte.Jetzt aber mal ran, genug geschwatzt! unterbrach Marc seine Ge-danken.

    Bob brachte Kelly ins Krankenhaus. So langsam hatte er sich an dencharakterischen Geruch gewhnt, auch die Hektik strte ihn kaumnoch schlielich wute er sehr genau, wo er hin wollte. Aber ermerkte auch, da sich Kelly praktisch an ihn klammerte.Als sie gerade die Intesivstation betreten wollten, kam ihnen ein er-bost blickender lterer Mann entgegen. Bob erstarrte: es war der Mannaus dem Park. Was hatte der denn hier zu suchen? Bob senkte denBlick nach unten und hofft instndig nicht wieder erkannt zu werden.Er hatte Glck der Mann regte sich viel zu sehr darber auf, daman ihm nicht der erwnschte Auskunft geben konnte oder wollte.Bob htte ihn gerne verfolgt. Schlielich war es nicht ganz unwichtigherauszufinden, wer der Mann war. Aber er konnte Kelly ja auch nichtalleine lassen. Bob entschied sich, mglichst schnell wieder zu gehen vielleicht versuchte der Mann ja noch mit Dr.Wisbert Kontakt auf-zunehmen. Dann knnte Bob ihn vielleicht doch noch einholen.Er fhrte Kelly weiter zu Peters Zimmer. Durch das Fenster konnteman sehen, da Peter unruhig schlief und sich immer tiefer in dasKopfkissen drckte. Kelly zuckte zusammen, Bob war eher beruhigt,da langsam wieder Leben in den zweiten Detektiv kam. Aber Kellyhatte ihn halt vorher nicht gesehen. Bob sprte eine schwere Hand auf

  • 2003 by T. 39 presented by rocky-beach.com

    seiner Schulter. Mr.Shaw hatte sich unbemerkt hinter sie gestellt. Erfiebert nur noch. Die Grippe. Aber sein Kreislauf ist im Groen undGanzen stabil. Heute Nacht bleibt er wohl noch hier, dann kommt erauf die Station eine Etage tiefer. Dann knnt ihr ihn auch besuchen.Kelly rusperte sich: Mr.Shaw, wollen sie vielleicht nach hause undsich ein wenig ausruhen. Ich wrde solange bei Peter bleiben.Mr.Shaw zgerte, sah aber ein, da er auch ein wenig Schlaf bruchteund Peter zwar immer nur kurz bei Bewutsein war, aber immerhin zuwissen schien, wo er war. Auerdem war Kelly ja auch keine Unbe-kannte fr seinen Sohn, wahrscheinlich war das Ganze eine gute Idee.Er nickte Danke, Kell. Du hast wohl recht. Aber ruf an, wenn Dir eshier zu viel wird, denn gut geht es ihm noch nicht. Er hat Schttelfrostund phantasiert immer mal wieder. Wre schn, wenn Du ihn beruhi-gen knntest... man merkte, da es Mr.Shaw schwer fiel zu gehenund Peter zurck zulassen. Aber man sah ihm an, da er auch an sei-nen Krften zerrte schlielich war er fast schon anderthalb Tage imKrankenhaus und hatte sicher noch lnger nicht geschlafen.Bob nutzte die Gelegenheit sich abzukoppeln und mit Mr.Shaw inRichtung Ausgang zu gehen, er wollte doch endlich wissen, was esmit dem elegant gekleideten Mann auf sich hatte. Doch er ging nichtohne zuvor Mr.Shaw noch die Frage zu stellen, wer denn sonst nochhier war, um sich nach Peter zu erkundigen.Mmmh, der Trainer war da. Er macht sich wirklich Sorgen. Ist zwarein harter Brocken, aber das mit meinem Sohn ging ihm nahe. Naja,dann war da noch einer von den Sponsoren, der wollte nur mit Bensprechen. Seltsamer Typ.Bob schlug sich gegen die Stirn, jetzt wute er, woher er den Mannkannte. Er war auch beim Training gewesen mit zwei anderen Mn-nern. Langsam wurde es interessant, aber auch irgendwie kompliziert.Ist er schon weg?Mrs.Shaw lachte: Woher soll ich das wissen, ich habe gerade andereSachen im Kopf. Aber ich glaube, er wollte noch auf Ben warten. Undda der ihn auch nicht leiden kann, dauert es sicher auch ein wenig ln-ger. Habt ihr eine Spur? Mr.Shaw sah Bob ernst an: Hr zu, meinJunge. Ich verstehe nicht in geringster Weise, was hier eigentlich losist. Ich will nur, da Peter wieder gesund wird. Wenn irgend jemanddafr verantwortlich ist, will ich durchaus, da er zur Verantwortung.Aber das hat Zeit, erst mal mu Peter wieder auf die Beine kommen.

  • 2003 by T. 40 presented by rocky-beach.com

    Ich will nicht, da Euch deswegen, was passiert. O.K.? Bitte pat aufEuch auf und riskiert nichts. Bitte!Bob nickte, er hatte Mitleid mit Peters Vater. Er wirkte vllig er-schpft. Bob versprach ihm, nichts zu riskieren und nur ein wenig zurecherchieren.Und Bob; Danke, da Du bei Ihm warst.Bob sah Mr.Shaw nachdenklich nach. Wie wrden wohl seine Elternreagieren, falls er so krank werden sollte. Bob beschlo, demnchstbesser auf sich Acht zu geben.Er setzte sich auf eine Bank in der Eingangshalle und wartete, da deromninse ltere Mann wieder auftauchte. Vielleicht mal eine Spur, dieweiterhelfen knnte.

    Justus lernte derweil die einzelnen Spieler der Mannschaft kennen,denn die meisten hatten kleinere Blessuren wie Muskelverspannun-gen, andere hingegen hatten strkere Schwellungen, Zerrungen oderauch Erkltungen, Husten, Grippe.Marc schien hier Mdchen fr alles zu sein. Er massierte, baute dieSpieler auf, wusch ihnen den Kopf, sollten sie sich nicht ordentlichaufgewrmt oder die Gelenke nicht richtig getapt haben. Zwischen-durch erklrte er Just immer mal wieder, weshalb er dies oder jenestat, oder warum gewisse Verletzungen hufiger vorkamen so lang-sam verlor er sein Mitrauen Just gegenber und gefiel sich sogar inder Rolle des Mentors.Da so viele Spieler erkltet waren, erklrte Marc einerseits mit demStre und den Anstrengungen, denen die Spieler ausgesetzt waren,aber auch der Nhe, die sie zueinander hatten.Manchmal reicht, es sie einfach mit einer bersosis Vitaminen undein paar Kopfschmerztabletten einen Tag ins Bett zu legen. Gelegent-lich spritzen wir auch Vitamin B, damit die Spieler schneller wiederfit werden, meist ist das aber nicht ntig.Just nickte und berlegte, da es bis jetzt wirklich alles nicht nachGefhrdung der Spieler klang, er entschied sich trotzdem nochmal zufragen, ob dadurch auch eine Grippe verschleppt werden knnte.Marc wiegte den Kopf: Nein eigentlich nicht, wer richtig krank ist,der darf hier auch nicht spielen. Da drfte nichts dergleichen passie-ren, es sei denn der Spieler berschtzt sich selber.

  • 2003 by T. 41 presented by rocky-beach.com

    Der Trainer bt da keinen Druck aus, da die Spieler mglichstschnell wieder spielen? Mmh, klar, der will gewinnen, aber norma-ler Weise hat der Hemmungen jemanden einzusetzten, der nicht voll-kommen fit ist. Nur manchmal gehen im die Pferde durch. Im letztenGruppenspiel hat er alles auf eine Karte gesetzt, da gab es ne Mengefr uns zu tun. Den Jungen von Deiner Schule hatte es sogar umge-hauen, der ist kurz vor Spielende zusammengeklappt.War der auch krank?stellte sich Just dumm.Ach, der hatte schon was lnger immer mal wieder etwas gekrnkelt,nichts Dramatisches, aber an dem Tag hatte er sich einfach veraus-gabt. Heftig was die Jungs manchmal aus sich rausholen, da ber-schreiten sie auch schon mal ihre Grenzen. Aber nach ein, zwei Tagengehts dann immer wieder Dank unserer Sponsoren, die uns prak-tisch mit Fitnessdrinks zu schtten.Just wurde hellhrig: Wer sponsort das Ganze denn hier?Ach so ne Pharmafirma aus L.A., die produzieren unter anderemMineral- und Eiweidrinks, da ist das ja schon ne Riesenwerbung frdie. Das Geschft lohnt sich. Meinst Du ich knnte mal so einenDrink ausprobieren?Klar, nimm Dir einfach was aus dem Khlschrank, aber nur die Un-beschrifteten; warte ich gib Dir mal zwei mitMarc griff in den Klschrank und reichte Just zwei kleine Plastikfla-schen. Just versuchte einen Blick auf die anderen Dosen und Flsch-chen zu erhaschen, viel konnte er nicht sehen, aber er meinte, erkanntzu haben, da im oberen Teil des Khlschrank Trinkflaschen mit dennamen der Spieler satnden. Irgendwie mte man an Peters Getrnkkommen.

    Bob sah den Mann gerade noch rechtzeitig, um ihm den Rcken zuzudrehen. Er beobachtete in welches Auto der Mann stieg. Dannrannte Bob zu seinem Kfer und nahm die Verfolgung auf. Sein altesAuto war zwar nicht der unaufflligste Wagen, um jemandem nachzu-fahren, aber Bob war gebt darin und achtete darauf, da immer min-destens ein Auto zwischen ihm und dem Verfolgten war.Der Mann fuhr vom Krankenhaus in ein Gewerbegebiet und parkteauf dem Firmenparkpltz eines groen Gebudes mit der Aufschrift,Alphapharm. Bob fuhr zunchst an der Einfahrt vorbei und parkteetwas abseits von dem Gebude auf dem Seitenstreifen. Dann beeilte

  • 2003 by T. 42 presented by rocky-beach.com

    er sich, den Mann einzuholen. Dieser war bereits im Gebude ver-schwunden, aber er wartete noch auf den Aufzug.Der dritte Detektiv wollte so lig und souvern wie mglich ausse-hen, und ging dem Verfolgten langsam hinterher. Hey, Junge, wowillst Du denn hin.Bob fuhr zusammen, sein Auftritt war nicht berzeugend genug gewe-sen, um am Portier vorbeizukommen. Nur die Nerven bewahren, nurdie Nerven bewahren beschwrte Bob sich selber. Im Umdrehenkonnte er einen Namen auf dem Schild mit den Etagen und jeweiligenAbteilungen erkennen. Er setzte alles auf eine Karte, selbstbewutschritt er zum Portier, der hinter einer Glastr direkt am Eingang sa:Oh, entschuldigen sie mich bitte. Ich hatte nicht gedacht, da ichmich anmelden mte. Ich wollte zu meinem Onkel, Ray Jamond. Ermeinte ich knnte heute nachmittag einfach vorbei kommen.Na so geht das aber nicht, eigentlich mu man mir mitteilen, wennman Besuch erwartet, sonst kann hier ja jeder reinmaschieren.Er wid es sicher vergessen haben, wollen sie ihn anrufen? Bob ver-suchte so ruhig wie mglich zu klingen und hoffte darauf, da derPortier sich nicht mehr Umstnde als mglich machte. Seine Rech-nung ging auf:Naja, dein Onkel war bis gestern auf Dienstreise. Er hat sicher nichtdaran gedacht. Hier dein Besucherausweis, ohne den geht hier nichts.Und sag Deinem Onkel nochmal, da er mir bitte in solchen FlleBescheid geben soll.Bob nahm Gott fr sein Glck dankend die grne Ansteckplakettean, nickte freundlich und ging zum Aufzug. Der elegant gekleideteMann war bereits verschwunden, aber das Licht, das anzeigte, wo derAufzug hielt, leuchtete noch bei der Etage, an dem der Mann ausge-stiegen sein mte. Bob stieg in den zweiten Aufzug ein, drckte ein-mal die Etage, in der sein vermeintlicher Onkel arbeitete, damit seineTarnung nicht wegen so einer Kleinigkeit aufflog und gab dann dieEtagennummer ein, die der Mann bebutzt hatte. Dort stieg Bob aus,von dem Mann war keine Spur mehr, also beschlo der dritte Detektivsich einfach so umzuschauen.Hier waren nur wenige Brorume, dafr etliche Laboratorien, die mitGlaswnden vom Flur abgetrennt waren, vermutlich damit versucheauch vor Puplikum durchgefhrt werden konnten. Den einzelnenSchildern an den Tren war zu entnehmen, da hier Psychoharmaka

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    wie Antidepressiva und Neuroleptika, sowie andere antriebssteigerndeMedikamente sythetisiert wurden.Was wollte der Mann nur hier? Bob erinnerte sich an die AussageDr.Wisberts, da Peter vollgestopft war mit Amphetaminen der neue-sten Generation. Lag hier der Zusammenhang? Bob ging weiter denGang entlang, im letzten Labor des Flures entdeckte er den Mannwieder. Er redete angeregt mit einem Wissenschaftler, den Bob eben-falls von dem offenen Training her kannte. Stimmte das Schild an derTre, knnte es sich um Dr.Smith handeln.Bob versuchte so nah wie mglich an die Tre heranzukommen, umso den ein oder anderen Wortfetzten aufgreifen zu knnen. Der dritteDetektiv hoffte, da niemand den Flur entlang gehen wollte, denn eineErklrung fr seine Lauschposition viel ihm sicher nicht so schnellein....das Zeug wirkt gut und ist tatschlich nicht nachweisbar in dennormalen Dopingtests. Und was hat den Jungen jetzt ins Kranken-haus gebracht? Den anderen geht es doch gut.Du bist der Arzt. Hier ich habe die Blutwerte aus dem Krankenhausmitgebracht. Haben sich ganz schn angestellt, gut da wir den Ver-trag ber die rztlichen Untersuchungen abgeschlossen haben.Der vermutliche Dr.Smith nahm dem anderen mann die Unterlagenab, die dieser ihm hinhielt. Er warf einen Blick darauf und runzelte dieStirn: Das darf doch nicht war sein. Der hat ja fast das dreifache vondem bekommen, was er sollte. Der Arzt schrie fast Ich war vonAnfang an dagegen, den Kerl trotz Erkltung in der Studie zu lassen,aber ihr konntet ja den Hals nicht voll bekommen. Und was soll dasjetzt. Habt ihr da munter selber dosiert? Ihr seid doch wahnsinnig...Hier geht es nicht um irgendwelche Hausmittelchen.... Psst. Nichtso laut. Ja, wir haben viel riskiert, aber wir habe uns an Deine Dosie-rungsvorschlge gehalten. Keiner wollte, da der vorher schlappmacht. Beruhige Dich wieder. Ist ja nichts passiert.Nichts passiert!? Ganz abgesehen davon, da der arme Junge fastzum herzkranken Krppel gedopt worden wre, meinst Du nicht, davielleicht mal jemand nachfragt, woher er das Zeug hat. Das gibtsnicht an jeder Ecke. Und nachgewiesen haben die es auch schon, dassollte schlielich vermieden werden! Wir sind so gut wie aufgeflogen,George!

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    Ruhe, jetzt oder soll uns jeder hren! Wir knnen es nicht rckgngigmachen.Wir schieben die ganze Sache jemand anderm in die Schuhe.Melde Du einfach einen Einbruch ins Labor, und la mich mal ma-chen. Wetten man kann uns nacher nicht nachweisen!Bob hatte so angespannt zugehrt, da er nicht mitbekommen hatte,da die Aufzugstr erneut aufgesprungen war und zwei Sicherheits-leute den Flur betraten. Erst als einer von ihnen rief, merkte der dritteDetektiv, da seine Tarnung anscheinend keinen Bestand mehr hatte.Er mute die Flucht ergreifen, nur leider war ihm die gnstigsteRichtung nicht bewut. Er folgte einfach den Notausgangschildern in gewisser Weise war es ja auch ein Notfall. Bob rannte so schnell erkonnte, ffnete die dicke Metalltre, die ihn zu einer engen Steintrep-pe fhrte. Den schrillen Alarm, den er durch Benutzen der feuerfestenTre ausgelst hatte, ignorierend sprintete Bob die Stufen hinunterund versuchte den Gedanken zu vertreiben, was passieren wrde,wenn bereits unten Wachmnner warteten.Doch kurz vor Erreichen des Ausgangs kam Bob eine Idee. Er ffnetezwar die Tr ins freie, rannte dann aber doch weiter in den Keller.Dort war keine Tre mehr, die einen Alarm htte auslsen knnen,sondern es begann sofort ein Keller, mit vielen Rohren und Kartons eine Mischung aus Lagerraum und Heizungskeller, wie es Bob schien.Der dritte Detektiv versteckte sich und plante den weiteren Verlaufseiner Aktion, die bisher fr seinen Geschmack zu viele spontaneWendungen genommen hatte.

    Kelly sa an Peters Bett legte dem fiebernden Jungen immer wiedereinen khlen Waschlappen auf die Stirn und sprach ihm beruhigendzu, wenn Krmpfe in seinen Beinen und Rcken einsetzten. Es schienkaum einen Effekt zu haben, aber so hatte sie wenigstens das Gefhl,ihn nicht alleine zu lassen. Manchmal ffnete Peter die Augen, wlztesich hin und her. Kelly litt mit, aber sie konnte nicht mehr fr IhrenFreund tuen.In dem Moment trat Just ein.Hey, Du darfst doch gar nicht hier rein.Dr.Wisbert hat es mir erlaubt, schlielich bin ich doch so was wie einfast Verwandter. Wie geht es ihm? Schlft er?Du siehst ja selber. Ich habe Angst um ihn. Sie sah Just flehentlichan, als ob er ihr etwas Trstendes sagen knnte.

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    Ich wei, aber er hat das Schlimmste hinter sich, ganz sicher!Kelly nickte Hoffen wirs! Sie lchelte, und Just schien sie zumersten Mal richtig zu mgen. Bisher hatte er sie immer fr schwierig,dominant und zickig gehalten, was sie sicher auch war. Peter stand beiihr ganz schn unter dem Pantoffel. Aber so zrtlich und frsorglich,wie sie sich jetzt um ihn kmmerte, wurde deutlich, da sie mehr war,als nur ein Energiebdel mit Dickkopf. brigens Eigenschaften, diedurchaus erklrten, da sie zu Peter pate.Weit Du, wo Bob ist? fragte Just.Kelly schttelte den Kopf: Nein, er ist mit Mr.Shaw vor drei Stundengegangen. Ich bin seit dem hier und wahrscheinlich die letzte, die et-was von dem erfhrt, was drauen passiert. Solltest Du nicht in derHalle spionieren?, fragte sie zwinkernd.Jo,habe jetzt aber zwei Stunden Mittagspause. Marc, der Physiothra-peut, hatte mich an der Bushaltestelle abgesetzt. Da dachte ich, es w-re eine gute Idee, mich mal mit Bob kurz zu schalten, aber der ist wievom Erdboden verschluckt. Ich erreiche ihn auch bers Handy nicht.Aber ich kann auch heute abend noch mit ihm reden.Der wird sicher auch irgendeine Spur verfolgen. Ich mu ja ehrlichsagen, den berblick verloren zu haben.Ach, Kelly, das macht doch nicht. Bist doch ein Mdchen... zog Justsie auf und erntete einen leichten, aber gezielten Futritt gegen dasSchienenbein.Du, Kelly, ich habe noch eine andere Bitte an Dich.Nur zu.Knntest Du vielleicht heute abend Peters Sachen aus dem Hotel undder Halle holen. Klar, aber ich kann hier erst weg, wenn Peters El-tern wieder da sind. Ich habe es Mr.Shaw versprochen.Klar, wre nur gut, wenn es heute noch klappen wrde. Wir knnenuns dann ja in der Zentrale treffen.Mit Peters Sachen, ich wei nichtEs geht nur um Getrnkeflaschen und Medikamente, wie Tropfenund Nasenspay.Kelly nickte, sie blickte nachdenklich auf Peter, der mit seinem wei-en, magerem Gesicht ein Schatten seiner selbst war. Seid ihr sicher,da ihm das jemand angetan hat?

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    Es scheint so, als ob da ne Menge hintersteckt. In Just wechseltensich bei Peters Anblick Hilflosigkeit und Verzweiflung ab. Er muteherausbekommen, was seinem Freund genau zu gestoen war.Ich komme dann so zwischen 10 und 11 Uhr in die Zentrale, wurdeer von Kelly aus den Gedanken geholt. Just nickte und verabschiedetesich, schlielich wurde er zur Vorbereitung des Abendtrainings er-wartet.

    Justus wute gar nicht, wo ihm der Kopf stand. Marc gab ihm klareAnweisungen, aber es war viel zu tun und das schnell. Die Spielerwurden getaped, der ein oder andere erbat ein Schmerzmittel, und Justwurde bewut, da zwischen Doping und legalen Mittelchen ein rechtkleiner Schritt lag. Vitaminbrausetabletten und Eiweiriegel wurdenrumgereicht, und der erste Detektiv, vemite irgendwie die gute alteBanane anscheinend verlie man sich mehr auf sythetische Nahrung,nur wenige hatten tatschlich einfache Msliriegel und Obst in denTrainingstaschen.Mit Trainigsbeginn schleppten er und Marc eine Getrnketasche mitzum Spielfeld, in der sich die mit Namen der einzelnen Spieler be-schrifteten Flaschen befanden. Just hatte sich eigentlich vorgestellt,da die Getrnke von Marc angerhrt werden, und er dann auch frdiese verantwortlich sei, aber dem war anscheinend nicht so.Warum sind die Flaschen beschriftet? Bekommt jeder etwas ande-res?Keine Ahnung, die werden uns so geliefert. Da sind die Sponsorenetwas eigen. Aber da sie den Einflu der Drinks auf Ausdauer undSchnelligkeit untersuchen und ne Menge investiert haben, mu mandas wohl so hinnehmen.Im Rahmen gerade dieser Untersuchungen wurden nach dem Auf-wrmen zunchst die Laktatwerte mittels einer kleinen Nadel aus derFingerbeere abgenommen, dannach wurde die Schnelligkeit der Spie-ler auf einer bestimmten Strecke bestimmt. Als das getan war, wurdendie Werte fein suberlich in eine Tabelle eingetragen, in der am Endedes Trainings auch Noten fr die jeweilige Leistung nachgetragenwurde.Dazwischen hatte Just ein wenig Zeit sich die einzelnen bungen an-zusehen. Es war ein uerst diszipliniertes Training, keiner redete undtanzte aus der Reihe. Es hnelte ein wenig der Raubtiervorstellung im

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    Zirkus. Im abschlieenden Traingsspiel wurden die Spieler lebhafter,feuerten sich gegenseitig an und forderten von sich und den anderenHchstleistungen. Besonders ein Spieler stachelte die anderen immerwieder an, sich zu motivieren. Just fragte nach dem Namen des Spie-lers: Mike Stromwell, laut Mark war dieser seit Peters Ausscheidenauffllig nervs. Der war am Boden zerstrt, als er gehrt hat, daPeter fr die nchsten Spiele ausfllt. Glaubt halt nicht dran, da esauch den klappen knnte. Wer wei, worum es bei dem geht. Vielestehen hier enorm unter Erfolgsdruck brauchen halt ein Stipendiumoder sowas. So, jetzt aber mal ran, wir mssen unten im Saniraumalles vorbereiten. Wie heute vormittag. Klar?Just eilte mit Mark nach unten, deckte die Liegen ab und erwartetenun die Spieler die bald eintrudeln mte. Als Marc kurz dem Raumverlie, um eine Zigarette zu rauchen, nutzte Just die Gelegenheit undnahm zwei der vier brig gebliebenen Getrnkeflaschen, eine davonwar mit Peters namen beschriftet, aus dem Khlschrank und lie sie inseinem Rucksack verschwinden.Danach lief tatschlich alles wie am Morgen und Just war froh, als ernach hause entlassen wurde, aber ging nicht, bevor er Marc die Fragegestellt hatte, was fr Chancen er dem Team in der Meisterschaft gab.Der Physiotherapeut zuckte mit den Schulter: Mit Peter ist eigentlichdas Zugpferd der Mannschaft ausgeschieden, mit dem wre das Halb-finale sicher gewesen.Das Finale nicht?Marcs Augen blitzen kurz auf, dann sagte er lapidar: Wei nicht,kommt eh immer alles anders, als man denkt.

    In der Zentrale angekommen versuchte Just zuncht einmal alles berMike Stromwell herauszufinden, aber viel gab es da nicht. Er war einguter Spieler, der sich mehr durch sein Intelligenz und bersicht aus-zeichnete, als durch Wendigkeit und Technik. Er schien mit Peter eingutes Team gebildet zu haben und ein Zeitungsartikel schrieb sogar,da alleine Peters bersicht und gut plazierte Pe, Mike immer wie-der die Mglichkeit gaben zu punkten. Das wrde seine Nervsitterklren, er war von Peter abhngig.Als nchstes wollte der erste Detektiv etwas ber die Sponsorenfirmaauswindeg machen: Alphapharm. Aber dies erschien ein relativ lang-weiliges Unterfangen zu werden. Es war eine vllig normale Pharma-

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    firma ohne Skandale. Sie wollte sich primr auf die Produktion vonNahrungsergnzungsmittel fr Sportler spezialisieren, beabsichtigtedazu aber zunchst die Wirkung und Rentabilitt zu prfen, weshalbdie Firma einen Vertrag mit den Verantwortlichen der Jugendauswahlabgeschlossen hatte, der Sponsoring und medizinische Tests beinhal-tete. Soweit schien alles legal zu sein; Just war gespannt, wasDr.Wisbert in den Proben aus den Getrnkeflaschen finden wrde.Der erste Detektiv schaute auf die Uhr. Wo Bob wohl solange bliebohne sich zu melden?! Just hrte ein Gerusch und freute sich schondarauf seinem Freund ausfragen zu knnen, was er heute so getriebenhabe, aber es war Kelly nicht Bob, die in die Zentrale strmte.Sie hatte eine kleine Plastiktte in der Hand, in der sich eine Medika-mentenflasche und ein Nasenspray befanden. Ich habe es nicht fertiggebracht in Peters Sachen herumzuschnffeln, sagte sie entschuldi-gend. Sie war mit Peters Vater zum Hotel gefahren und hatte dort dieTaschen abgeholt, und nur die Medikamente herausgenommen, denRest Mr.Shaw mitgegeben.Und wer ist jetzt bei Peter?Seine Mutter. Sie ist seit heute Nachmittag in Rocky Beach.Wie geht es ihr denn? Ist sie sehr geschockt?Ach, sie hat Peter gro gezogen; da schockt sie nichts mehr, Kellylchelte, Aber im Ernst: sie macht sich Sorgen, allerdings geht esPeter mittlerweile wirklich besser. Sie haben ihn heute abend nochvon der Intesivstation verlegt.Ist er denn bei Bewutsein?Er schlft ne Menge, aber wenn er wach ist, ist er zwar ein wenigverwirrt, aber durchaus orientiert, um mal die Krankenschwester zuzitieren. Er jammert sogar schon ein wenig, Kelly zwinkerte ver-schmitzt. Was hast Du denn herausgefunden?Nicht gerade die komplette Lsung des Falles, aber sicher das einoder andere Puzzleteil; aber la uns warten bis Bob auftaucht, wennder Herr sich mal bequemt.

    Bob hatte sich hinter einigen Kisten im Keller versteckt, er wollte bisnach Feierabend warten und dann noch mal einen Versuch starten, insLabor zu kommen. Der dritte Detektiv hatte jetzt fast sieben Stundengewartet. Auf seiner Armbanduhr war es jetzt 9h abends. Durchauseinen Versuch wert. Er hoffte, da die Versuchsrume nicht extra ab-

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    geschlossen waren. Aber zunchst mute er zurck auf die Etage, vonwo aus er seine berstrzte Flucht gestartet hatte. Den selben Wegzunehmen empfand er als zu riskant, denn wahrscheinlich wrde erdurch ffnen der Notfalltre wieder einen Alarm auslsen. Also be-schloss er, erst einmal den Keller zu erkunden.Er tastete sich den Weg durch herumstehende Kisten und Kartons, biser auf einen Flur kam. An dessen Ende lag tatschlich ein Aufzug.Den zu benutzen, wre dem Portier allerdings sicher aufgefallen, aberirgendwo in dessen Nhe mute doch das regulre Treppenhaus lie-gen. Und das tat es tatschlich. Bob merkte, da er nevs wurde, aberjetzt hatte er sich so weit getraut, nun wrde er es auch durchziehen.Als er oben angekommen war, schlich er sich vorsichtig auf denGang. Er war nur schlecht beleuchtet. Bob schlich weiter zu dem La-bor, in dem er heute nachmittag die beiden Mnner belauscht hatte.Dort schien alles ruhig und verlassen. Bob betrat den Raum und ver-suchte sich zu orientieren. Hier war alles in sterilster Art und Weiseaufgerumt. Die Schrnke, in denen Bob Ordner und andere Schriftenvermutete, waren abgeschlossen. Eigentlich ein Job fr Peter dachteBob an dessen berchtigte Fhigkeiten Schlsser zu knacken.Aber da der ja im Krankenhaus rumlungert, bleibt mir wohl nichtsanderes brig, als es zu versuchen. Er brauchte mehrer Anstze, undder zweite Detektiv htte sich sicher schlapp gelacht, aber immerhinwar sein Gefummel von Erfolg gekrnt.In dem Schrank waren etliche fein suberlich beschriftete Ordner. Bobgriff nach dem, auf dessen Rcken Versuchsreihe Protein pur, Cali-fornien Jugend stand. Bob bltterte ein wenig darin, und nahm dieBltter heraus, die Peters Werte enthielten.Als er den Ordner zurchstellte und den Schrank schlieen wollte,entdeckte er im untersten Fach des Schrankes eine schwarze un-scheinbare Mappe, auf der einige Namen der Mannschaft standen,unter andere auch Peters.Der dritte Detektiv wollte die Mappe gerade ffnen, als er das Klin-geln des Aufzuges und sich nhernde Stimmen hrte. Bob berlegte:Flucht nach vorn, oder wieder verstecken... Fr einen Moment war erwie gelhmt, dann wagte er einen Blick auf den Flur: Der George ge-nannte Mann kam mit einem groen, sportlichen Jungen den Gangentlang. Jetzt oder nie: Bob sprintete los. Sich erneut irgendwo zuverstecken wre zu riskant gewesen, zumal sich in dem Labor kein

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    richtiges Versteck anbot; und spter zu flchten wre sicher ungnsti-ger.Bob blickte sich nicht um, er raste auf den Notausgang zu, sprang je-weils drei Stufen aufeinmal hinunter und nahm diesmal die Tr imErdgescho ins Freie.Hinter sich hrte er bereits das Poltern seines Verfolgers. Der dritteDetektiv entschied sich dafr, sich auf keine Verfolgungsjagd einzu-lassen, er rannte nicht zur Vorderseite des Gebudes, sondern in dieentgegengesetzte Richtung und versteckte sich dort im dichten Ge-bsch, die Fluche ber die wuchenden Brennesseln herunterschluk-kend. Seine Rechnung ging auf, der Junge rannte zum Firmenpark-platz, sah Bob nicht und kehrte unverrichteter Dinge zurck ins Trep-penhaus.Der dritte Detektv verharrte noch einige Minuten, bis er im Laufschrittdas Firmengelnde verlie und zu seinem Kfer eilte.

    Just begann langsam sich Sorgen zu machen. Es war schon kurz vorMitternacht, als er endlich das wohlbekannte Knattern von Bobs altemWagen hrte. Just stie Kelly, die auf dem Sofa vor sich hindste an.Beide waren neugierig auf das, was Bob zu berichten hatte und siewurden nicht entuscht, als dieser Detail getreu seinen Alleingangschilderte.Der erste Detektiv schaute sich interessiert die Unterlagen an, die Bobhatte mitbringen knnen. Er pfiff erstaunt durch die Zhne: Leute,die haben systematisch Amphetamine in die Proteindrinks gegeben,und so deren Wirkung getestet.Bob sah Just ernst an, und erzhlte, da Peter allerdings hhere Kon-zentrationen des Mittels im Blut hatte, als der betreuende Arzt,Dr.Smith, erwartet hatte, was Anla zum Streit gegeben habe.Irgendjemand mu seine Dosis erhht haben, fragt sich nur wer? Der Unbekannte, Marc oder der Junge, der heute im Labor war ichnehme an einer der Spieler aus der Mannschaft; jemand anderes wredoch unwahrscheinlich, mutmate Bob.Sie entschieden sich, zunchst die noch fehlenden Namen herauszu-finden. Dazu brauchten sie nichts weiter als die Mitarbeiterbeschrei-bung von Alphapharm, in der die Angestellten mitsamt Foto auf derHomepage der Firma verffentlich waren. Der unbekannte ltereMann hie George Stetson.

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    Der Basketballspieler lie sich dank eines Mannschaftsphotos als Mi-ke Cromwell identifizieren.So langsam schliet sich ja der Kreis, meinte Just an seiner Unter-lippe knetend.Bob wute, da sein Freund gerade eine Theorie aufstellte, aber erwute noch nicht, ob er dem ersten Detektiv wirklich die Freude ma-chen sollte, ihn nach dieser zu fragen. In Anbetracht des fortgeschrit-tenen Abends war es aber wohl besser den zeitsparenderen Weg zunehmen: Was denkst Du, Just?Ich glaube unser George spielt ein doppeltes Spiel. - Du hattest malerwhnt, da drei Sponsoren bei dem Schautraining gewesen seien.Wrdest Du den dritten auch noch erkennen, Bob?Der dritte Detektiv nickte und setzte sich hinter den Computer, umsich erneut die Mitarbeiterphotos anzusehen: Der hier war es, glaubeich zumindest: Ralph Jakes. Projektleiter und Wissenschaftler fr denBereich der Nahrungsmitelergnzung. Pat zumindest in die Gruppe.Ja, und zwar richtig gut. Aber wir sollten jetzt erst mal schlafen ge-hen, schlielich mssen wir morgen frh ins Krankenhaus, umDr.Wisbert die Proben zu geben. Ehm, Kelly, weit Du mit wem Peterein Zimmer geteilt hat?Mit Mike Stromwell!

    Justus und Bob beschlossen, nachdem sie Dr.Wisbert die Proben ge-geben hatten, bei Peter vorbeizuschauen. Dieser schlief, wachte aberbei ffnen der Tr auf.Hey, schon wach. Sollst Dich doch ausruhen!Ich denke, das habe ich in den letzten Tagen schon etwas mehr ge-tan. entgegnete Peter heiser und verschlafen auf Bobs Ausruf.Naja, Du siehst aus, als ob Du noch ein wenig Schlaf gebrauchenknntest.Werde noch Gelegenheit dazu haben...mindestens noch zwei Wo-chen. Was treibt ihr denn so? Mir erzhlt ja keiner was... Peter ver-suchte sich ein wenig aufzurichten, brach dieses Unterfangen aber mitdem Gefhl, da sich alles drehte, zurcksackend ab.Bob schttelte lachend den Kopf: Du solltest Dich wirklich erst malerholenPeter nickte, er fhlte sich viel zu schlapp, um weiter nachzufragen;Justs Vortrgen konnte er zur Zeit eh noch nicht folgen.

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    Sag mal Peter, warum bist du am Tag des Viertelfinales zuDr.Wisbert gefahren?Peter berlegte, es viel ihm schwer sich zu erinnern und noch schwe-rer sich zu konzentrieren: sein Kopf begann wieder zu drhnen. Ichwar total hibbelig und nervs; ich stell mir vor, da man sich so aufnem Kokstrip fhlt. Ich dachte, ich htte, die Medikamente oder sonicht vertragen, und bin zum Trainer gegangen. Der hat mich dann zumeinem Hausarzt gefahren. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja, hatmir zumindest der Doc erzhlt, antwortete Peter erschpft. Der erste Detektiv beschlo, ihm lieber keine Fragen mehr zu stellen.Er wollte nur noch wissen, wie Jack an die Telefonnummer der dreiFragezeichen kam. Peter lchelte: Wohl eine Art innerer Eingebung.Er vermutete, ich wrde mich dopen, war daher ein wenig - oder viel-leicht auch etwas strker - sauer auf mich. Wir stritten, und am Endewar klar, da er nicht nur eiferschtig auf meinen Stammplatz war,sondern sich auch Sorgen machte. Da habe ich ihm eure Nummer frden Notfall gegeben.Sie unterhielten sich noch ein wenig, aber man merkte, da es Peternoch sehr anstrengte. Er sprach immer leiser und man kommte prak-tisch dabei zusehen, wie er blaer wurde. Als Just und Bob gingen,war er schon wieder eingeschlafen.Im Flur begegneten sie Dr.Wisbert: Ah, Jungs, zu Euch wollte ich.Sowohl in der Getrnkeflasche, als auch im Grippemittel waren Auf-putschmittel untergemischt. Im Medikament sogar ne ganze Menge.Justus reichte dem Azt die Unterlagen, die sie von Alphapharm nunsagen wir: entwendet hatten. Dr.Wisbert warf einen Blick in die Ak-ten, schaute dann die Detektive prfend an und bat sie mit in sein B-ro zu kommen. Dort ging er die Bltter Schritt fr Schritt durch, undverglich sie mit seinen eigenen Unterlagen.Das hier ist eigentlich ein Dokument ber Krperverletzung. DenProteinen wurden Amphetamine zugesetzt, um so deren Wirkung zuverbessern. Wahrscheinlich, um so die Wirkung und den Absatz frNahrungsergnzung zu verbessern. Zumindest sieht es in einem Teilder Unterlagen danach aus; die schwarze Mappe scheint Tests ber dieWirkung der Drogen zu enthalten. Anscheinend wurden sie an derganzen Mannschaft ausgetestet. Ich wei gar nicht, ob ich wissenmchte, wie ihr daran gekommen seid.Von Alphapharm...nun ja .. besorgt, gab Bob kleinlaut zu.

  • 2003 by T. 53 presented by rocky-beach.com

    Ach, einer von Euch war also ein nchtlicher Einbrecher, stand heutein der Zeitung, bis jetzt verdchtigen sie einen Spieler der Jugendaus-wahl. Habt ihr auch die Amphetamine dabei, die ihr habt mitgehenlassen?Whrend Bob verwirrt den Kopf schttelte, erstarrte Just. Er no-cheinmal alles durch, was ihm gestern der dritte Detektiv erzhlt hatte.Los, wir mssen zur Halle, bevor noch mehr passiert. Die Sache mitPeter reicht!

    Whrend der Fahrt lie sich Justus kein Wort entlocken. Er wrdewohl nie seinen Sinn fr groe Auftritte verlieren,mute Bobschmunzeln.Was Dr.Wisbert wohl davon hielt. Aber ihn schien dasgar nicht zu stren, er verlie sich vllig auf Justs Gefhl und fragtenicht nach.An der Halle angekommen, eilte Just zielstrebig zum Saniraum. Dadort George Stetson gerade das Zimmer verlassen wollte, berraschtebeide gleicher Mae.Ach sie an, auf frischer Tat erwischt, knnte man meinen!Was meinst Du Junge? Wer bist Du eigentlich! La mich durch!Der Mann veruchte Just wegzuschubsen, aber ein harscher Ruf hieltihn davon ab. Trainer Johnson kam gerade rechtzeitig den Flur ent-lang.Was ist hier los?Das solltest sie den Jungen fragen? herrschte Stetson den Traineran.Tue ich auch gleich, aber ich wollte ihnen die Mglichkeit geben, zuerklren, was sie hier machen, entgegnete dieser mit slichem Un-terton.Ich kann es ihnen aber auch gerne sagen, mischte sich Just ein: Erhat gerade die Getrnkeflasche von Mike Stromwell mit Amphetami-nen angereichert, um so den Verdacht zu erhrten, dieser sei gestern inihrer Firma eingebrochen! Sie wollten ihn so umbringen, damit ernicht mehr gegen sie aussagen an. Schlielich hatten sie ihn und sei-nen Ehrgeiz vorher benutzt, um Peter trotz Erkrankung bis ins Halbfi-nale zu bringen und wenigstens dieses noch zu gewinnen, ohne Petereher ein unrealistisches Ziel. Um ihn vom Finale abzuhalten, wreihnen schon was eingefallen. Jack Miller hat ihnen einen Strich durchdie Rechnung gemacht

  • 2003 by T. 54 presented by rocky-beach.com

    Der Junge spinnt doch! Was soll das? Das ist Verleumdung! Rufensie die Polizei, Mr.Johnson. Stetson echauffierte sich mit durchausglaubhaftem Elan, aber Just lie sich das Ruder nicht mehr aus derHand nehmen.Sie haben Wetten abgeschlossen, und zwar gegen einen Sieg unseresTeams im Finale lukrativer als man meinen knnte, nicht wahr? Denarmen, vom Erfolg der Mannschaft abhngigen Mike Stromwell ha-ben sie mit einer Profikarriere erpret, damit er Peters Medikamentpuncht. Der glaubte, so die Mannschaft zum sicheren Sieg zu fhren. Eine fast perfekte Sache, wre Peters Zusammenbruch nicht pas-siert.Ansonsten hatte allerdings jeder aus ihrem Dreier-Sponsoren-Gespannandere Grnde, die Mannschaft zu dopen, sei es nun die Verbesserungder Proteindrinkwirkung, die Testung der Amphetamine oder dieWetterei; nur haben sie die klteste Schnauze und haben bewut dasLeben der Spieler eingesetzt.Stetson war wei vor Wut, er schrie mit schrillster Stimme, da ihmsowas keiner beweisen knne; aber Just hatte recht, eine einfacheAnalyse von Mikes Getrnkeflasche bewies den Mordversuch undveranlate den Spieler gegen Stetson auszusagen. Auch Marc, dervom Doping wirklich nichts wute und alleine auf Peters Grippe ge-zhlt hatte, um eine Niederlage im Finale zu bewirken, war bereit ge-gen ihn auszusagen und die illegale Wetterei, an der er auch selbstbeteiligt war, zu bezeugen.

    ...im Rahmen einer Razzia in der Firma Alphapharm wurden unter-schiedlichste Arten von Doping- und Aufputschmitteln beschlag-nahmt, die an den Spielern der Californischen Junioren Mannschaftohne deren Wissen getestet worden sind. Sie Verantwortlichen sindnoch am gestrigen Tag festgenommen und wegen Krperverletzungsowie Drogenhandels angeklagt worden. Auch wenn die Unschuldder Spieler und des Trainers bewiesen werden konnte, wurde dieMannschaft wegen Verletzung der Wettkampfsgleichheit zum Bedau-ern unserer Region disqualifiziert. ...Bob klappte die Zeitung zu, er sah Peter an, der aufmerksam zugehrthatte: Ist besser so. Was?

  • 2003 by T. 55 presented by rocky-beach.com

    Naja, das wir nicht spielen ohne mich htten wir eh keine Chance,Peter zwinkerte und lchelte.Dir sind die Drogen wohl doch zu Kopf gestiegen, flachste Justus,und griff nach einem Stck von Tante Mathildas Kirschkuchen, densie extra fr den noch mit Bettruhe im Krankenhaus liegenden zweitenDetektiv gebacken hatte, da der aber nur an seinen Zwieback mm-melte, war Just der Meinung, sich das ein oder andere Stck mehrverdient zu haben.Es klopfte an der Tr, und ein schchterner Jack Miller kam hereinGuten Morgen, Peter! Schn, da Du wieder auf die Beine kommst.Wie lange dauert es noch, bis Du nach hause darfst?Mindestens noch zwei Wochen, aber wenigstens mit vollen Rehabi-litationschancen. Dank, Dir, sonst htte ich frher oder spter eineHerzmuskelentzndung bekommen, und was das bedeutet, will ich garnicht wissen. Mir reicht es so auch schon.Tut mir trotzdem leid, da ich Dich so hart erwischt habe.Peter lchelte: Ja, wre schon nett, wenn wir das nchste mal sowasverbal klren knnten, aber effektiv war Dein Eingreifen ja!Trainer Johnsen wnscht Dir brigens gute Besserung. Wird heuteauch noch kommen. Jetzt ist er gerade vor Gericht und sagt aus. Derwar ganz schn sauer, wahrscheinlich wird er nie wieder irgendeineArt von nicht-vollbiologischer Speise in seinen Mannschaften dul-den.Just lachte: Zu guter letzt hat also doch noch die Good-Old-Bananegesiegt!