Europa in der Jacob-und-Wilhelm-Schule Erfurt ? Kommunikation und Interaktion. Fr die Jacob-und-Wilhelm-Grimm-

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    17-Sep-2018

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  • "Europa in der Jacob-und-Wilhelm-Schule Erfurt"

    Ich freue mich ber die Mglichkeit, hier in Wien anlsslich des Internationalen Kolloquiums ber das Thema "Europa in der Jacob-und-Wilhelm-Schule Erfurt" sprechen zu drfen. Erfurt ist die Stadt der geografischen Mitte Deutschlands und die Landeshauptstadt Thringens. Europa ist nicht nur ein geografischer Begriff. Das Europabild ist wesentlich geprgt durch das historische Erbe und eine gemeinsame kulturelle Tradition. Ein friedliches Zusammenleben der Menschen in einem Europa, in dem nationale, kulturelle und sprachliche Grenzen nicht mehr trennen, muss erlernt werden, denn die Zukunft Europas wird in groem Mae davon abhngen, wie sich im gemeinsamen Europa Bildung und Erziehung entwickeln. Die Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Schule mchte ihre Kinder auf das Leben in einem vereinten Europa vorbereiten. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, den Schlern europisches Bewusstsein und europische Identitt in einem Schulklima zu vermitteln, das von Liberalitt, Weltoffenheit und sozialer Verantwortung geprgt ist und versucht, diese Ziele stets inhaltlich neu zu bestimmen, indem Schler, Lehrer und Eltern den Weg der Grundschule mitgestalten. Fr die Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Schule bedeutet eine Orientierung an Europa, die Sprache und die Kultur anderer Lnder schulisch zu frdern. Dieser europaorientierte Schulalltag soll auch zum Abbau der Gewalt und des Fremdenhasses beitragen. An unserer Schule lernen 450 Kinder in den Klassen 1 bis 4, darunter auch Schler aus anderen Lndern. Seit 1993 werden verstrkt europaorientierte, interkulturelle Inhalte in den einzelnen Fchern und Lernbereichen, im fcherbergreifenden und fcherverbindenden Unterricht sowie in zustzlichen Angeboten und Projekten zu einem Schulkonzept "Wir lernen fr Europa" verbunden.

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    Dazu gehrt auch, dass alle Schler bereits ab Klasse 3 mindestens eine Fremdsprache lernen. Denn ein friedliches Zusammenleben innerhalb Europas setzt immer voraus, dass Menschen sprachlich aufeinander zugehen knnen. Fremdsprachliche Kompetenz und der Wille zur Verstndigung mit anderen Vlkern sind eine notwendige Bedingung. Dafr kann der mglichst frhzeitige Lernbeginn von Fremdsprachen einen Beitrag leisten. Alle Kinder der 3. und 4. Klasse lernen im Rahmen des Ergnzungsunterrichts 2 Stunden Englisch. Zustzlich werden Franzsisch, Italienisch und Russisch angeboten. Fremdspra-chenassistenten geben wertvolle Untersttzung. Es sei aber an dieser Stelle ausdrcklich darauf verwiesen, dass den Grundschulkindern neben den Sprachen auch andere Angebote gemacht werden, um ihren vielfltigen Interessen und Neigungen zu entsprechen. An der Schule werden zum Beispiel Chor, Instrumentalunterricht, klassischer Tanz, knstlerisches Gestalten, Laienspiel, Seidenmalerei, Sport und Tpfern angeboten. Seit 1994 ist die Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Schule "Versuchsschule" des Landes Thringen. Der Schulversuch "Frhenglisch ab Klasse 1" wird vom Thringer Kultusministerium, Schulamt und Schulverwaltungsamt Erfurt untersttzt, von der Pdagogischen Hochschule Erfurt wissenschaftlich betreut und folgt dem didaktisch-methodischen Konzept der

    ausschlielich mndlichen Sprach-arbeit unter Beachtung der spezifischen Lerndispositionen der 1. und 2. Klasse und der Aneignung der Fremdsprache als Mittel der Kommunikation und Interaktion. Fr die Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Schule ergibt sich das frhe Fremdsprachenlernen ab Klasse 1 zum einen aus erfolgreicher Arbeit im Bereich des fremdsprachlichen Unterrichts in Klasse 3 und 4, die uns notwendige didaktische Erfahrung fr den Englischunterricht in Klasse 1 und 2 gebracht hat, zum anderen aus der pdagogischen Zielsetzung der Schule, um dem interkulturellen Lernen und der Erziehung zur Mehrsprachigkeit einen breiten Raum zu geben. Den Schlern der 1. und 2. Klassen, die nicht in den Schulversuch eingebunden sind, bieten wir einen allgemeinbildenden Ergnzungsunterricht an. In diesen Ergnzungsstunden wollen wir den Kindern altersgemes Wissen ber Europa nherbringen. Diese Unterrichtsstunden stehen in unserer Schule unter dem Motto "Wir und die Anderen - unsere Nachbarn und wir". Getreu unserem Schulnamen "Jacob und Wilhelm Grimm" erfolgt der Einstieg in den Ergnzungsunterricht fr unsere Schulfnger ber die Mrchen. Die weiteren Themenbereiche ergeben sich aus den Lndern, deren Sprache wir in unserer Schule ab Klasse 3 anbieten, nmlich Frankreich, Grobritannien, Italien, Ruland.

  • Wir versuchen, unseren Schulan-fngern das Leben und Lernen der Kinder in diesen Lndern durch Behandlung folgender Themen nahezubringen:

    typische Spielzeuge Feste und Bruche in den Lndern Sehenswrdigkeiten erste fremdsprachliche Bege-

    gnung in spielerischer Form mit Liedern und Reimen

    In Klasse 2 werden die Kenntnisse ber die genannten Lnder erweitert, das heisst erstes Anbahnen einer geografischen Einordnung, Kennenlernen der Hauptstdte, wichtiger Sehenswrdigkeiten und Besonderheiten der Lnder. Die Kinder lernen die Fahnen, Whrungen, landestypische Kinderliteratur sowie Feste, Sitten und Bruche kennen. Die ersten Sprachkenntnisse werden wiederholt und behutsam erweitert. Dies erfolgt wiederum ber Spiele, Reime und optische Reize, alles selbstverstndlich nur im mndlichen Bereich. In den Unterricht beziehen wir die Erfahrungen von Urlaubsreisen der Kinder stndig mit ein und werten sie aus. Bei den Schlern werden durch diese Ergnzungsstunden das Interesse und die Freude geweckt, in Klasse 3 und 4 Fremdsprachen zu erlernen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kinder durch diesen Unterricht mehr Verstndnis fr das ihnen Unbekannte aufbringen und sich dadurch toleranter gegenber der Lebensweise anderer Menschen verhalten.

    Fr eine Europaorientierung wurden an unserer Grundschule bereits trag-fhige Grundlagen geschaffen: 1. Durch Projekte, wie: das jhrlich stattfindende

    Europafest mit einem viersprachigenProgramm

    "Weihnachten bei uns und in anderen Lndern", das mit dem Domkonzert unter dem Thema "Lichter der Freude und Hoffnung" seinen Hhepunkt findet

    Anlegen und Pflegen eines Europagartens mit Pflanzen anderer Lnder

    Mitarbeit am Europischen Projekt "Landwirtschaft und Grundschule"

    2. Durch Informationen zur Kultur und

    Lebensweise wie: das Vermitteln von Kenntnissen

    ber das Europasymbol das Kennenlernen aller Namen der

    europischen Lnder, deren Kleidung, Speisen, Getrnke und Lebensgewohnheiten

    die Beschftigung mit Mrchen, Gedichten und Liedern.

    3. Durch gezielte Partnerschaften zur

    Europaschule Wien, Europaschule Gladenbach, Scuola Zafferana, Goetheschule St. Petersburg, Grundschule Maidstone.

    Seit 1996 bearbeitet die Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Schule das Projekt "Kinder Europas spielen, lernen, singen und feiern miteinander" mit groer Freude und sie erhlt durch das Europische Gemeinschafts-programm SOKRATES wertvolle Untersttzung im Bereich der allgemeinen Bildung. Dadurch haben wir die Mglichkeit, Grenzen zu berschreiten, und Horizonte zu erweitern.

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    Das Besondere an unserer Schule ist, dass die Damen und Herren des Lehrerteams eine groe Bereitschaft zeigen, sich stndig weiterzubilden und auch lngerfristige intensive Sprachstudiengnge absolvieren. Als sehr wertvoll erachten wir die enge Zusammenarbeit und den Schleraustausch mit der Europaschule Wien. Der engagierten Direktorin Frau Ilse Henner und ihrem tchtigen Lehrerteam sei an dieser Stelle Dank gesagt. In unserem Schulkonzept versuchen wir auch neue pdagogische Erkenntnisse durch Formen der ffnung von Schule und Unterricht im Sinne reformpdagogischer Ideen in die Praxis umzusetzen. Fcherbergreifendes Lernen soll Themen und Inhalte nher an die Lebenswelt der Kinder anbinden. Durch die Initiative der Eltern erhielt das Schulhaus mit Untersttzung des Schulverwaltungsamtes einen Anstrich in den Europafarben, d. h. hellgelbe Flure und europablaue Tren. Der Europagarten, die Europa-bibliothek, eine Europastrae, das Europakabinett und die Europakche sind Beweis dafr, dass der Europische Gedanke nicht nur in der Theorie oder zu besonderen Feierlichkeiten hervorgehoben, sondern in der tglichen Arbeit gelebt wird. Alle Projekte werden auch in der Hortbetreuung am Nachmittag fortgefhrt und intensiviert. Unser Grundschulhort betreut tglich bis

    17.00 Uhr ca. 240 Kinder im Rahmen der offenen Hortarbeit. Die Kinder knnen ihre Freizeit selbst gestalten, das bedeutet, jeder bettigt sich am Nachmittag seinen Fhigkeiten, Fertigkeiten und Interessen entsprechend. Dafr stehen Funktionsrume und Angebote seitens der Erzieher zur Verfgung. Auf spielerische Art lernen die Kinder jeden Monat ein anderes europisches Land kennen. Sie feiern in diesem Land Geburtstag und vertiefen so Sprache, Spiele und Traditionen. Die wichtigsten Informationen werden auf einem Stern festgehalten und auf einer Europakarte im Hortbereich angebracht. Wir freuen uns, dass wir durch den Aufruf des Thringer Kultusministeriums die Mglichkeit haben, um den Titel "Europaschule" zu kmpfen und stellen uns sehr gern dieser Herausforderung. Die intensiven Anstrengungen und die mit viel Liebe und Sorgfalt durchgefhrten Projekte fnden in der Titelverleihung ihren Hhepunkt. Lassen Sie uns gemeinsam an dem lebendigen Haus eines friedvollen Europas bauen.

  • Europische Dimension an der Europaschule Gladenbach

    Europa in der Grundschule Interkulturelle Erziehung darf kein neues Fach oder gar nur ein Thema in der Grundschule sein, sondern vielmehr ein fcherbergreifender Grundsatz mit praktischen Konsequenzen im Alltag von Lehrern, Erziehern, Kindern und Eltern. Kontakte mit auslndischen Familien drfen sich nicht auf ein paar multikulturelle Hhepunkte im Jahr beschrnken oder auf eine eher folkloristische Form der Vlkerverstndigung festgelegt werden. Folgende Bereiche erscheinen besonders geeignet, bei deutschen Grundschlern, Offenheit und Neugierde gegenber anderen Kulturen zu entwickeln und gleichzeitig Auslnderkinder in der Entwicklung einer positiven ethnischen Identitt zu untersttzen:

    Kinderliteratur aus dem europischen Ausland Interkulturelle Religionskunde Frhe Begegnung mit anderen Sprachen Spiele, Lieder und Tnze Erste geographische Vorstellungen von Europa und landeskundliche

    Aspekte einzelner Lnder. Mrchen und andere Erzhlungen aus dem europischen Ausland Thesen:

    Kultur ist etwas, das im Alltag der Kinder greifbar sein mu - Geschichten gehren in diesem Alter zum Alltag.

    Deutsche Kinder knnen eine selbstverstndliche Neugierde und Offenheit gegenber einer anderen Sprache und Kultur entwicklen.

    Migrantenkinder erleben in der Schule, dass eine Geschichte aus dem Herkunftsland ihrer Familie vorgelesen wird. Sprache und Kultur der verschiedenen Minoritten in der BRD knnen auf diese Weise aufgewertet werden.

    Kinderliteratur ist eine Mglichkeit eines positiven kulturspezifischen Angebots. Ihre Einbeziehung trgt dazu bei, zu verhindern, dass im Zusammenhang mit der Frderung von Migrantenkindern vor allem ihre Probleme und Defizite wahrgenommen werden und Mittelpunkt ihres Unterrichts sind.

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  • In der Begegnung zweier Kulturen lernen die Kinder das Anderssein zu akzeptieren und zu respektieren, whrend zugleich ein selbst-verstndlicher Kulturaustausch stattfindet .

    Die Einbeziehung auslndischer Kinderliteratur erweitert die Mglichkeiten

    der Migrantenkinder die deutsche Sprache zu erlernen. Geschichten, noch dazu, wenn sie in der Muttersprache vielleicht bekannt sind, erleichtern das Lernen der Sprache im Kontext und tragen zu einem Klima des Akzeptiertwerdens bei, das fr den Erwerb einer neuen Sprache unbedingt notwendig ist.

    Hinweise fr den Unterricht

    Kennenlernen landestypischer Figuren der jeweiligen Kinderliteratur Beispiele: Nasreddin Hodscha ( Trkei)

    Don Quichote (Spanien) Pinocchio (Italien)

    Kennenlernen von Geschichten/Mrchen, die in vielen Lndern der Welt

    berliefert sind. Beispiele: Das Mrchen Rotkppchen ist nicht nur in Deutschland

    bekannt, sondern u. a. auch in Jugoslawien, der Trkei, Griechenland, Spanien, Italien. Ein weiteres Beispiel wre Pinocchio.

    Hier bieten sich Vergleiche an: Was ist in allen Mrchen gleich? Wo sind die Unterschiede? Warum gibt es wohl diese Unterschiede?

    Kennenlernen und vergleichen verschiedenster Geschichten und Mrchen

    aus europischen Lndern.

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    Literaturhinweise Geschichten-, Mrchensammlungen M. Ullrich / P. Oberhuemer Es war einmal, es war einmal ... Ein multikulturelles Lese- und Arbeitsbuch Beltz Praxis Weinheim / Basel 1985 Das Mrchenbuch der Welt Eugen Diederichs Verlag Dsseldorf/Kln 1969 Hrsg. W. Singer / M. Arndt Reisekutsche Verlag Luchterhand, Neuwied/Berlin Ffm 1991

    Hrsg. G. Dietz Die Hexe wei das Zauberwort Elefanten Press, Berlin 1989 Hrsg. Lutz Adler Die gelbe Lokomotive (Geschichten aus vielen Lndern) Georg Bitter Verlag, Recklinghausen1975

  • Die Erarbeitung im Unterricht knnte unter folgenden Gesichtspunkten geschehen: a) Erarbeitung des Aufbaus/der Struktur einer Geschichte, z.B.

    Welche Leitmotive hat die Geschichte? Welchen Weg nimmt die Hauptfigur ? Welche Gefahren, Verlockungen, Sicherheiten gibt es? Werden Gegenstze in der Geschichte aufgebaut? Wie ist die Geschichte aufgebaut?

    b) Frage nach den Figuren in den Geschichten, Mrchen:

    Hexen, Zauberer, Feen, Zwerge Knige, Sultane Bauern, Kaufleute usw.

    c) Was erfahren wir in den Geschichte/ Mrchen ber das jeweilige Land/die

    jeweilige Kultur? Z.B.:

    das Leben im Alltag Gebruche Arbeit Familienstrukturen Wohnverhltnisse Arbeit Tiere Essgewohnheiten usw.

    Literaturhinweis (Mrchen und andere Erzhlungen) K. Gndisch Weit hinter den Wldern Beltz und Gelberg

    P. Montaufier Ferien bei Gromutter G. Hicyilmaz Gegen den Strom Verlag Dressler

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  • Interkulturelle Religionskunde Thesen:

    In der Grundschule ist ein Eingehen auf Glaubensfragen kaum mglich. Information ber die anderen Religionen mte im Vordergrund stehen.

    z.B. im Begleitheft zum Schnberger Heft 4/89 Interkultureller Religionsunterricht sollte in einer bergreifenden Unterrichtsreihe

    (DEU, SU, KU, MU und REL) durchgefhrt werden. Unterrichtsbeispiele knnten sein:

    verschiedene Gebetshaltungen verschiedene Rume (Kirchen, Moscheen,...) unterschiedliche Riten des Gottesdienstes (Funktion der Glocken, Muezzin) sakrale Musik religise Feste und Gebruche

    z.B. gemeinsames Klassenfest am Ende des Ramadan / Zuckerfest verschiedene Essgewohnheiten (Judentum, Islam) und Friedhfe

    vgl. dazu Berger, Grohenning, Schirmer: Von Ramadan bis Aschermittwoch, Beltz Praxis Inform. Allgemein: Schnberger Hefte / Sonderheft 1984 Auf dem Weg zum Dialog mit dem Islam

    Spiel, Lied und Tanz als wichtiger Bestandteil interkulturell orientierter Erziehung Thesen:

    Spiele, Lieder und Tnze leisten einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Verstndigung von Schulanfang an.

    Fr auslndische Kinder ist eine mndliche Sprachfrderung durch spielorientierte Aktivitten besonders erfolgversprechend.

    Auslndische Kinder finden eher Identifikationsmglichkeiten mit der deutschen Kultur, wenn diese Spielangebote bereit hlt, die ihnen aus ihrer Heimat und in ihrer Muttersprache bekannt sind.

    Deutsche Kinder lernen durch fremdsprachige Versionen ihnen vertrauter oder auch unbekannter Lieder, Tnze und Spiele etwas von der Muttersprache und dem kulturellen Hintergrund ihrer auslndischen Mitschler kennen. Beides drfte das gegenseitige Verstndnis und Vertrauen zwischen deutschen und auslndischen Kindern frdern helfen.

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    Anregungen fr Lieder aus verschiedenen Lndern in: Schalmei - unser Liederbuch Praktische Beispiele fr: Kennenlernspiele, Mitmachspiele, Interaktionsspiele Wir knnen immer besser Deutsch im Rahmen interkultureller kommunikations-forderung in: NAEGELE /HAARMANN: Darf ich mitspielen? Beltz 1986

    KASSETTEN: Der Elefant (F. Vahle) Paule Puhmanns Paddelboot Kawuras - Der Krebs aus: Anne Kaffeekanne (F. Vahle) Kinder, lat uns Kollo tanzen (Klaus W. Hoffmann) Als der Hahn Krakowiak tanzte (Klaus W. Hoffmann) Schau dir nur die Ayse an. Don Bosco, Mnchen 1984

  • Die frhe Begegnung mit Sprachen in der Grundschule Vor dem Hintergrund eines zusammenwachsenden Europas bekommt die Erziehung zu Mehrsprachigkeit eine erhhte Bedeutung. Der frhe Fremdsprachenunterricht fordert das Auseinandersetzen mit dem Leben in anderen Lndern und deren Menschen, und ermglicht es, die Schler zu einer aufgeschlossenen Haltung gegenber anderen Nationen hinzufhren. Die Schler sollten Gelegenheit bekommen, die Fremdsprache ber den Unterricht hinaus bei Begegnungen mit Menschen praktisch und einsichtig anzuwenden.

    Folgende Mglichkeiten bieten sich an: Schul- und Klassenpartnerschaften mit auslndischen Schulen Briefkontakte Einsatz von native speakers im Unterricht

    Die Vernachlssigung aller anderen weniger bedeutenden Sprachen kme einer geistigen Verarmung Europas gleich. Ein vereintes Europa wird nur sein, wenn es uns gelingt, die bereits vorhandene Sprachvielfalt in unserer Schule durch Migrantenkinder zum Anlass zu nehmen, Sprachen kennenzulernen, sprachliche Neugierde bei Schlern zu wecken und ihre sprachlichen Erfahrungen zu erweitern.

    Beispiele fr mgliches sprachliches Handeln in der Grundschule knnten sein: Schler lernen ihre Vornamen in den verschiedenen Sprachen kennen und

    versuchen, die fremde Aussprache lautgetreu wiederzugeben. Schler sammeln Begriffe, die wir von anderen Sprachen bernommen haben

    (Computer, Spaghetti, Portemonnaie). Schler suchen in einem mehrsprachigen Bilderwrterbuch Gegenstnde, die in

    verschiedenen Sprachen hnliche Bezeichnungen haben und geben auch hier die Aussprache lautgetreu wieder (il sandalo, sandala, la sandalia sandal,...).

    Spiele zum Hrverstndnis (Wrter werden der jeweiligen Sprache zugeordnet). Schler lernen sich in verschiedenen Sprachen zu begren und dabei die

    entsprechenden Gesten anzuwenden. Schler lernen die Zahlen von 1-10 in anderen Sprachen und geben sie in

    Spielen lautgetreu wieder ( Fischernetz, le bret, Bingo... ). Schler erkennen unterschiedliche Schriftzeichen. Auslndische Schler knnen dabei die Erfahrung machen, dass sie als Experten fr Ausknfte ber ihre Muttersprache auftreten knnen. Sie erleben so eine Aufwertung ihrer Sprache und ihrer sprachlichen Praxis.

    Literaturhinweis Die Grundschulzeitschrift 43/ 1991 Die Bilderschule in 5 Sprachen Carlsen Verlag

    Nudeln auf Italienisch aus: Peter Hrtling Sofie macht Geschichten

    Beltz & Gelberg, Winheim 1980

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    Erste geographische Vorstellungen von Europa und landeskundliche Aspekte einzelner Lnder 1. Lernziele: (nach paper Jacobs) 2. Themenvorschlge fr die Klassen 1 bis 4, Literaturhinweise 1. Schuljahr:

    a) Auslndische Kinder erzhlen von ihren Heimatlndern b) Kindgeme Literatur ber und aus diesen Lndern

    (z. B. Mrchen, Sagen, Kinderliteratur u. a.) c) Was in diesen Lndern gegessen wird (evtl. auch Zubereitung kleiner

    landesblicher Gerichte) 2. Schuljahr: 2. Hlfte des Schuljahres

    a) Urlaubszeit, Reisezeit: Wo wir Urlaub machen b) Was uns dort erwartet oder was wir schon ber unser Urlaubsland

    wissen (Sprache, Gewohnheiten, Landschaft, Essen, Geld,....) c) Arbeitsauftrge: Wir bringen einiges aus dem Urlaub mit in die Schule

    (vorbereiten) Literatur zur Vorbereitung / fr die Kinder: Kinderatlas, Prospekte, Fotobnde, Kinderreisefhrer verschiedener Lnder 3. Schuljahr: (im Anschluss an die Ferienzeit)

    a) Lnder, in denen wir Urlaub machten (Auswertung der Arbeits-auftrge, Erstellen einer Wandzeitung ber die besuchten Lnder / Ausstellung der Souvenirs, etc...

    b) Einfhrung der Europakarte / Arbeit an der Karte u. a. Kennzeichnen

    der besuchten europ. Lnder) Literaturhinweis: Bnde aus der Tessloff-Reihe: das neue Buch der Erde Fahnen und Flaggen Bnde aus der Reihe dtv junior Ferienbuch Das Reisebuch fr kleine Entdecker

  • 4.Schuljahr: Wir leben in Europa

    a) Globalbersicht b) Wir legen eine Klassenkartei fr die einzelnen Lnder an. (Inhalt: z. B.

    wie man hinkommt / Grundschule dort / Landschaft / Hauptstadt / Gter, die wir aus diesen Lndern in den Geschften und auf unseren Tischen finden / Tiere und Pflanzen / Geld / Essen und Trinken.

    Literaturhinweis: siehe 3. Schuljahr Materialteile der pd. Zeitschriften fr die Grundschule (Grundschule, Praxis Grundschule, Die Grundschule) Bergedorfer Kopiervorlagen Kble / Kullen: Projekt Europa in der Primarstufe Kaspar / Kullen: Europakartei (Dieck Verlag)

    Fremdsprachenlernen in der Grundschule Bei der Neugestaltung des Frhen Fremdsprachenlernens spielen die Kontakte zu Kindern anderer Sprachgemeinschaften eine wichtige Rolle. Die Klassenkorrespondenzen bieten Gelegenheit fr vielfltige interkulturelle Vergleiche. Dabei entdecken die Schler nicht nur Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Alltagskultur beider Lnder, sondern sie lernen auch sich selbst und ihre Umgebung mit anderen Augen zu sehen. Die fremde Sprache wird als Brcke zum anderen erfahren. Neben langjhrigen Klassenpartnerschaften mit Klassen der amerikanischen Grundschule in Giessen gelang es in den letzten Jahren, weitere Briefpartnerschaften mit Klassen in England, Italien, Tschechien, Russland, Finnland und den USA aufzubauen. Die Briefkontakte mit Nicht-Muttersprachlern haben unter dem Aspekt des interkulturellen Lernens einen besonderen Wert. Durch sie wird ein Brckenschlag zu solchen Lndern mglich, mit denen die Schler normalerweise seltener in Berhrung kommen.

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    Europa deckt uns den Tisch

    eine Unterrichtseinheit fr das 3./4. Schuljahr Ziele der Unterrichtseinheit:

    Erkennen, dass wir tglich vieles essen, was aus verschiedenen Lndern Europas kommt.

    Die Erzeugnisse der verschiedenen Lnder kennenlernen Lernen, welche Nahrungsmittel aus welchen Lndern kommen. Erkennen, dass es viele Nahrungsmittel auf unserem Tisch nicht geben

    wrde, wenn wir keine Esswaren aus dem Ausland bekmen. Erkunden, wie unser Speisezettel (vor allem im Winter) ohne Importe

    aussehen wrde. Vorurteile gegenber auslndischen Nahrungsmitteln abbauen. Zusammenhnge zwischen Land, Klima und Wachstum von

    Nahrungsmitteln erkennen. Erkennen, warum manche Nahrungsmittel bei uns nicht wachsen (speziell

    bestimmte Obst- und Gemsesorten). Etwas ber bestimmte Nahrungsmittel erfahren (z. B. wie wachsen Ananas,

    Bananen usw...). Mgliche Unterrichtssituationen, -inhalte

    Verschiedene Supermrkte/Einkaufszentren aufsuchen Verkufer/innen befragen Beobachtungen/Befragungsergebnisse notieren Etiketten/Verpackungen/Prospekte sammeln event. Fotos machen Ergebnisse sammeln, sichten und in der Klasse ausstellen (Pinnwand,

    Collagen u. .). Produkte und Herkunftslnder zuordnen Herkunftslnder auf der Karte aufsuchen/markieren Bedingungen der Herstellung erkunden (z. B. Klima, Besonderheiten des

    Landes) eine Bildkarte der Produkte und ihrer Herkunftslnder anfertigen Bild erstellen: Was wrde es bei uns im Winter ohne Importe geben? (am

    Beispiel Obst - Gemse). etwas aus der Geschichte hren (z. B.: Was hat man frher gegessen?

    Gab es vor 20/30 Jahren hier schon Spaghetti oder Pizza?) Unbekanntere Nahrungsmittel ausprobieren, die woanders viel gegessen

    werden. Einzelne Gerichte zubereiten, die bei uns nicht so bekannt sind. Frhstck z. B. bei uns und anderswo

  • Wir machen eine Reise durch Europa . eine Unterrichtseinheit fr das 4. Schuljahr

    Folgende Lnder bieten sich an: England, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Schweden, Italien, Spanien, Griechenland, Trkei, Polen, Russland, sterreich (Es knnen natrlich jederzeit andere Lnder - aus denen eventuell auch Kinder in der Klasse sind - hinzugenommen werden.) Folgendes sollte/kann ber die einzelnen Lnder herausgefunden werden: (als eine Art Stippvisite durch das Land)

    den Umriss des Landes erkennen Was wchst Besonderes in diesem Land? Besonderheiten des Landes kennenlernen landestypische Gerichte kennenlernen Etwas von der Sprache des Landes erfahren (z. B. Begrung, Zahlen,

    Namen oder hnliches). die Hauptstadt des Landes kennenlernen das Autokennzeichen die Flagge des Landes die Whrung des Landes Briefmarken des Landes besondere Sehenswrdigkeiten des Landes Folgende Mglichkeiten der Erarbeitung bieten sich an (Beispiele)

    Arbeit mit Bildatlanten Postkarten aus den einzelnen Lndern sammeln (Ansichtskarten) Prospekte ber die Lnder sammeln bei einer Bank nach der Whrung fragen Briefmarken sammeln Flaggen im Flaggenbuch suchen von Urlaubsreisen berichten auslndische Kinder/Kinder aus der Klasse berichten von ihrem Land (oder

    stellen Bilder und andere Materialien zur Verfgung). Rezepte sammeln (Kochbcher)

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  • Die herausgefundenen Ergebnisse sollten (auch wenn in Gruppenarbeit gearbeitet wurde) fr alle verfgbar gemacht werden. Beispiel:

    groe Wandposter ber die einzelnen Lnder herstellen ein Buch Reise durch Europa herstellen ein Spiel Reise durch Europa basteln (andere Mglichkeiten sind denkbar) Texte zur Ergnzung Reise durch Europa

    Ich wohne jetzt in Griechenland. Dein Name ist ein trkischer Name . Hakan Niki und der trkische Junge Kasim erzhlt aus seiner Heimat. Die Kinder von Kautokeine Nudeln auf italienisch

    Ergnzende Literatur (auch fr selbstndiges Arbeiten der Schler geeignet)

    dtv junior Ferienbuch Italien dtv junior Ferienbuch England Frankreich fr Kinder ars edition Kinder entdecken Sehenswrdigkeiten der Welt Fahnen und Flaggen Verschiedene Bildbnde

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    Englisch ab Klasse 1 - ein Schulversuch Fr die Grundschule in Gladenbach ergab sich der Schulversuch nahezu zwangslufig . Zum einen aus der jahrelangen erfolgreichen Arbeit im Bereich des Grundschulenglisch ab Klasse 3 ( seit mehr als 25 Jahren ), die uns die notwendigen methodisch - didaktischen Erfahrungen gebracht hat . Zum anderen aus unserer pdagogischen Zielsetzung , dem interkulturellen Lernen und der Erziehung zur Mehrsprachigkeit breiten Raum zu geben . Das Stundenma fr das Englischlernen in den Klassen 1 und 2 ist mit mit einer Wochenstunde veranschlagt , die jede Klasse zustzlich erhlt und die im ersten Durchgang des Schulversuches in enger Zusammenarbeit von Klassenlehrerin und Fachlehrerin erteilt wird. Der Englischunterricht in den Klassen 3 und 4 wird wie bisher im Umfang von 2 Wochenstunden als fester Bestandteil des Stundenplans angeboten. Er wird entweder von der fremdsprachlich vorgebildeten und interessierten Klassenlehrerin oder von Grundschullehrerinnen mit dem Ausbildungsfach Englisch erteilt.

  • Fremdsprachliche Kompetenz - vorrangiges Ziel bei der Entwicklung der Europischen Dimension Bei der Neugestaltung des Frhen Fremdsprachenlernens an der Europaschule Gladenbach spielen die Kontakte zu Kindern anderer Sprachgemeinschaften eine wichtige Rolle. Die besonderen methodischen Mglichkeiten einer Briefpartnerschaft oder einer Begegnung ergeben sich zunchst aus der Tatsache, dass ein Teil des Unterrichts konkreten Vorbereitungen fr eine echte Kommunikation gewidmet ist . Die Klassenkorrespondenzen bieten darber hinaus Gelegenheit fr vielfltige interkulturelle Vergleiche . Dabei entdecken die Schler nicht nur Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Alltagskultur beider Lnder, sondern sie lernen auch, sich selbst und ihre Umgebung mit anderen Augen zu sehen . Die fremde Sprache wird als Brcke zum anderen erfahren. Neben langjhrigen Klassenpartnerschaften mit Klassen der amerikanischen Grundschule in Gieen gelang es, in den letzten Jahren weitere Briefpartnerschaften mit Klassen in England, Italien, Tschechien, Russland, Finnland und den USA aufzubauen. Die Briefkontakte mit Nicht - Muttersprachlern haben unter dem Aspekt des interkulturellen Lernens einen besonderen Wert . Durch sie wird ein Brckenschlag zu solchen Lndern mglich, mit denen die Schler normalerweise seltener in Berhrung kommen .

    Europa in der Grundschule in meinem Land - Mittelfranken Vorbemerkung In diesem Beitrag bezieht sich die Aussage in meinem Land auf Beispiele aus Mittelfranken, einem der sieben Regierungsbezirke Bayerns. Bayern ist flchenmig das grte Land Deutschlands. Mit 11,8 Mill. Einwohnern hat es die zweitgrte Bevlkerung nach Nordrhein-Westfalen. Die Landeshauptstadt ist Mnchen. Mittelfranken ist mit ca 7200 km2 ein relativ kleiner Regierungsbezirk. Er hat aber mit ca 1.667.000 Einwohnern unter den sieben Regierungsbezirken die hchste Bevlkerungsdichte aufzuweisen und den zweithchsten Auslnderanteil mit ca 10,5%. Die Bezirksverwaltung ist in Ansbach. Die Grundschule in Bayern Das gegliederte Schulwesen in Bayern umfasst die Grundschule (Jahrgangsstufen 1 bis 4), die Hauptschule (Jahrgangsstufen 5 bis 9), die Realschule (Jahrgangsstufen 7 bis 10) und das Gymnasium (Jahrgangsstufen 5 bis 13).

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    Die Grundschule bildet zusammen mit der Hauptschule die Volksschule. Der Besuch der Grundschule ist fr alle Kinder Pflicht, die das 6. Lebensjahr vollendet haben. Jede Klasse wird berwiegend von einer Lehrkraft, dem Klassenlehrer unterrichtet, um die Einheit von Erziehung und Unterricht zu gewhrleisten. Die Grundschule will die vielseitige Entfaltung der kindlichen Persnlichkeit frdern, grundlegende Inhalte fr das sptere Lernen vermitteln, die Eigenart und Lebenssituation dieser Kinder bercksichtigen, vielseitige Interessen wecken und die Lernfreude strken. Die Stundentafel der Grundschule umfasst die Fcher Religion, Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachkunde, Musik bzw. Musik / Bewegungs-erziehung, Textilarbeit/Werken, Sport, Frderunterricht. In den Jahrgangs-stufen 1 und 2 werden die Fcher Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachkunde, Musik / Bewegungserziehung und Kunsterziehung zum grundlegenden Unterricht mit 16 Unterrichtsstunden zusammengefasst. Die Lehrkrfte orientieren sich in der Sequenzplanung der Unterrichtsinhalte am Prinzip der Ganzheitlichkeit und der Aufnahmefhigkeit der Kinder. Das Thema Europa ist im geographischen Lernbereich der Heimat- und Sachkunde nicht explizit ausgewiesen. Im Fach Musik wird als Lerninhalt auslndisches Liedgut aufgefhrt. Unter Bercksichtigung der oben genannten Prinzipien und einer sachgerechten, fcherbergreifenden Unterrichtsgestaltung lassen sich deshalb viele Mglichkeiten finden, den europischen Gedanken bereits in der Grundschule berzeugend aufzugreifen. Aus der Vielzahl der Umsetzungsmglichkeiten in einzelnen Jahrgangsstufen, werden die beiden folgenden ausgewhlt, da sie im Rahmen von COMENIUS Projekten realisiert wurden bzw. werden. Beispiel 1: Grundschule Bauernfeind, Bauernfeindstrae 24, 90471

    Nrnberg mit dem Projekt Mit Europa aufwachsen Seit September 1997 korrespondieren zwei vierte Jahrgangsstufen der Grundschule Bauernfeindstrae mit vier Klassen aus den Gemeinden Steinbrcken und Mnnerich aus Luxemburg und mit zwei Klassen aus Lttich in Belgien. Durch den Schriftwechsel knnen die Schler identische europische Lebensformen erfahren und werden angeregt, intensiver ber Toleranz nachzudenken. Bereits nach dem Austausch der ersten Steckbriefe stand fr die Kinder fest: Auch wenn die Kinder in einem anderen Land wohnen und vieles anders ist, so sind sie doch fast wie wir, weil sie genauso gern Pizza und Spaghetti essen! Der Austausch ber die Essgewohnheiten bot die Einstiegsphase, doch bald wurden weitere Inhalte thematisiert und bewusst nach den Unterschieden gefragt.

  • Aus den Briefkontakten entwickelten sich Schlerbesuche und im Oktober 1998 sogar ein gemeinsamer Schullandheimaufenthalt. Hier konnten sich die Schler aus Luxemburg mit den deutschen Schlern bei Spiel, Sport, Lernen, Wandern, Singen, Tanzen, Basteln, Essen, Zeichnen und Gesprchen nher kennenlernen. Neben den gemeinsamen Bildberichten der Klassen wollen nun die Kinder ganz private Briefe mit ihrem Briefpartner austauschen. Die Lehrkrfte berichten begeistert, wie durch die gemeinsam zu bewltigenden Aufgaben die Schler aufeinander zugingen, sich ausfragten und miteinander spielten. Daraus entwickelte sich der fr alle interessante Inhalt Wie wir spielen, der nun langfristig zwischen den Klassen ausgetauscht werden soll. Beispiel 2: Grundschule Wieseth, Hauptstrasse 67, 91632 Wieseth

    mit dem Projekt Kultur und Abfall Das Besondere an diesem Beispiel ist, dass sich die gesamte Grundschule seit 1997 an dem Projekt beteiligt. Es wurde ein Thema gewhlt, das im bayerischen Lehrplan verankert ist und jahrgangsspezifisch von den einzelnen Klassen bearbeitet werden konnte bzw. kann. Die Klassen kooperieren mit einer Grundschule in Kurhila bei Lahti (Finnland), mit der Cootehall Primary School in Roscommon (Irland) und mit einer Grundschule in Lnemaa (in Estland). Nach den ersten Kontakten zum Kennenlernen und dem Austausch ber die Gestaltung des ersten Schultages wurden die folgenden Inhalte an allen Schulen konkret in die Tat umgesetzt: Bau einer Wetterstation bermittlung der Daten in die Partnerlnder Briefwechsel mit Zeichnungen und Postkarten Umfragen zur Abfall- und Mlltrennung zu Hause und in der Schule Umfragen und Berichte zur Abfallverwertung in der Schule Berichte zur Verrottbarkeit von verschiedenen Abfllen Untersuchen von Verpackungsmaterial von verschiedenen Lebensmitteln Vorschlge zur Vermeidung von Abfllen Bastelarbeiten aus Naturmaterialien mit Austausch der Bastelanleitungen Dazu kam der Austausch von Programmen ber Schulveranstaltungen mit Liedern, Spielen und Sketchen. Nach diesem Kulturaustausch und Recycling sind bereits ein Wasserprojekt und der Austausch von traditionellen Mrchen und Sagen geplant. Mit diesen Inhalten wird grundschulgem fcherbergreifendes und ganzheitliches Arbeiten berzeugend realisiert. Altersstufengem werden dabei wesentliche Erkenntnisse ber die Lebensbedingungen, geographische und historische Gegebenheiten der Partnerlnder gewonnen und der europische Gedanke verwurzelt. Mit groem Interesse wurde u.a. von den Schlern ein Brief der Kurhila Schule diskutiert, in dem zu lesen war: Mit der Arbeit in der Kurhila Schule wollen wir nicht nur den Inhalt des Lehrplans erfllen, sondern die Kinder auch dahingehend erziehen, dass sie sich gut benehmen knnen...

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    Rckblickend wird von den Lehrkrften die Anbahnung der Schulpatenschaften bereits im Grundschulalter ausgesprochen positiv bewertet: Fachlich interessant war es u.a., die Wetterbeobachtungen zwischen den Schulen per Fax auszutauschen und die Temperaturdiagramme zu vergleichen. Da die Berichte ber die Wetterbeobachtungen anfangs sehr unterschiedlich gefertigt und schwierig zu vergleichen waren, wurde von allen eine gemeinsame Vereinbarung fr die Diagramme als notwendig erkannt und daran gearbeitet. Vom Erziehlichen her gelang es hervorragend, den Grundstein fr eine positive sptere Einstellung zu legen, die Neugier auf authentische Informationen aus anderen Lndern zu wecken und die Achtung vor anderen Kulturen, vor dem Fremden anzubahnen. Dadurch konnte der Europagedanke sehr frh gefrdert werden. Das anfangs gegebene Sprachproblem wurde durch vermehrt eingesetzte optische Darstellungen stark reduziert. Lehrkrfte und Eltern engagierten sich zunehmend als bersetzer und regten dadurch bei vielen Grundschlern den Wunsch an, mglichst bald eine Fremdsprache zu erlernen. Resmee Die beiden ausfhrlich dargestellten Projekte zeigen, dass bereits Grundschler durch kindgeme Aufgabenstellungen fr Europa begeistert werden knnen. Wesentlich ist es, Inhalte auszuwhlen, die sich an der kindlichen Interessenlage orientieren und damit das Brckenbauen dauerhaft gelingen lassen. Eher nebenbei werden dabei geographisches Wissen vermittelt und die Bedeutung des europischen Binnenmarktes erahnt. Durch die Inhalte und die Begeisterung der Schlerinnen und Schler angespornt, ffnen sich die Lehrkrfte spontaner fr alternative methodische Lernformen und frdern konsequenter das selbstndige Lernen in den Klassen. Die Aufnahme und Umsetzung des europischen Gedankens in der Grundschule erweitern somit nicht nur das Blickfeld der Schlerinnen und Schler, sondern erlauben auch den Lehrkrften einen Blick ber den Zaun auf das didaktische und methodische Repertoire der Kolleginnen und Kollegen im europischen Partnerland zu werfen. Ansbach, November 1998

  • Europa in der Schule - Aspekte zum Entwicklungsstand an den Grundschulen

    Mecklenburg-Vorpommerns

    In den Empfehlungen der "Stndigen Konferenz der Kultusminister der Lnder der Bundesrepublik Deutschland" zur Arbeit in der Grundschule wird in der novellierten Fassung vom Mai 1994 ausdrcklich die besondere Bedeutung des Europagedankens als Kennzeichen grundlegender Bildung herausgestellt. Darauf unmittelbar folgend wurde als erster offizieller Schritt auf dem Wege der Verwirklichung des Bildungs- und Erziehungsauftrages von Schule 1994, noch vor Inkrafttreten des Schulgesetzes, in einem Erlass "Europa im Unterricht", auch in Mecklenburg-Vorpommern, der Europagedanke als pdagogischer Auftrag festgeschrieben. Dieser Erlass erffnete den Lehrkrften des Landes die Mglichkeit, durch unterschiedliche Herangehensweisen und Aktivitten im schulischen und auerschulischen Bereich europisches Bewusstsein bei Schlern zu entwickeln und den Ausbau und die Intensivierung der "Europischen Dimension" im Unterricht und damit in der Bildung und Erziehung in unserem Lande gezielt voranzutreiben. Die Einbeziehung des Europagedankens erfolgt bereits in der Grundschule. Hierzu bieten sich in jedem Unterrichtsfach vielfltige Mglichkeiten der Erschlieung und Umsetzung: durch das Erlernen einer Fremdsprache in der Grundschule durch das Einbeziehen aktueller Ereignisse und Erfahrungen aus dem eigenen Erlebnisbereich durch gemeinsame pdagogische Projekte mit Schulen europischer

    Nachbarlnder durch Schulpartnerschaften u.a.m. Voraussetzung hierbei ist die Verbesserung der Motivation von Lehrern und Schlern in Bezug auf das sich strkere Befassen mit europischen Fragen und Themen und die Entwicklung von Akzeptanz und Toleranz gegenber Vlkern und deren Verhaltensweisen. Eine wichtige Rolle bernehmen in diesem Zusammenhang die Lehrer-fortbildung sowie der Lehreraustausch. Das im Sommer 1996 in Kraft getretene Schulgesetz fr das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstreicht im 5 Absatz 4 die Wichtigkeit der Aufgabenbereiche "interkulturelle Erziehung" und "Europaerziehung" als Bestandteile des Unterrichts und der auerunterrichtlichen Arbeit.

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    Aus Anlass des Europischen Jahres der Bildung 1996 machte es sich das Kultusministerium zur Verpflichtung, in Mecklenburg-Vorpommern den Europagedanken bei den Lernenden durch das Einrichten von Europaschulen ganz gezielt zu frdern. Auf der Grundlage des Erlasses "Europa im Unterricht" haben auch Grundschulen Konzeptionen erarbeitet und Antrge gestellt, mit dem Ziel, den europischen Gedanken strker als bisher in das schulische Leben einzubeziehen, um die Ehrenbezeichnung "Europaschule" fhren zu knnen. In festlichem Rahmen wurde der 9.GS Neubrandenburg als erster und bisher einziger Grundschule der Titel "Europaschule" verliehen und dadurch die Verdienste der Schule um die Frderung und Verbreitung des Europagedankens in besonderer Weise gewrdigt. Eine weitere Neubrandenburger Grundschule befindet sich im Genehmigungsverfahren. An zwei anderen Grundschulen des Landes laufen im Rahmen der Initiative "Schulen ans Netz" Europaprojekte. Die Grundschule 2 Pasewalk, Landkreis Uecker-Randow, bearbeitet das Projekt "Pasewalk-Kreisstadt in der Europa-Region -Pomerania-", die Grundschule 1 Neubrandenburg verfolgt das Projekt "Sitten-Bruche-Traditionen-Sport- und Kinderspiele in europischen Lndern". Im Schulgesetz festgeschrieben und fr die Grundschule des Landes von besonderer Bedeutung ist das bereits ab Jahrgangsstufe 3 mgliche Erlernen einer Fremdsprache. In der 1998 erschienenen Verwaltungsvorschrift "Arbeit in der Grundschule" heit es u.a.: Die Fremdsprache wird mit den Zielen unterrichtet, den Kindern erste Kenntnisse ber ein anderes Land zu vermitteln, ihnen eine altersgeme mndliche fremdsprachliche Kommunikation zu

    ermglichen, Toleranz und Aufgeschlossenheit Fremden gegenber zu entwickeln und die europische Dimension der Bildung und Erziehung zu verstrken. Die Fremdsprachenvermittlung erfolgt in grundschulgemen Lern- und Arbeitsformen sowie durch enge Verzahnung mit den Inhalten und Methoden des brigen Unterrichts, beispielsweise des Deutsch-, des Musik- oder des Sachunterrichts. Dadurch wird eine fachbergreifende oder fcher-verbindende Integration der Fremdsprache mglich. Trotz Elternwunsches kann der frhbeginnende Fremdsprachenunterricht gegenwrtig nicht flchendeckend an allen derzeit 485 Grundschulen angeboten werden, da das Land nicht ber die erforderliche Zahl von Lehrkrften verfgt, die ein Zertifikat zur Erteilung dieses Unterrichts besitzen.

  • Im Schuljahr 1997/98 wurde an der Mehrzahl der Grundschulen, in ca. 1000 3. und 4. Klassen Fremdsprachenunterricht erteilt. Mit einem beraus hohen Engagement stellen sich viele Grundschul-lehrkrfte des Landes der notwendigen Qualifikation. Im Rahmen viersemestriger bzw. sechssemestriger Lehrerfortbildungskurse wurden bzw. werden fortlaufend Lehrkrfte fr den Einsatz in der Grundschule in Englisch bzw. Franzsisch qualifiziert. Bis zum Jahre 2000 werden ca. 550 Lehrkrfte ein Zertifikat (Unterrichtsberechtigung) besitzen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass in absehbarer Zeit der frhbeginnende Fremdsprachenunterricht vorrangig in Englisch, lokal auch in Franzsisch, flchendeckend erteilt werden kann. Neben den fachbezogenen Rahmenplnen fr die Grundschule bietet die seit dem Schuljahr 1996/97 vorhandene Handreichung zum frhbeginnenden Fremdsprachenunterricht den Lehrkrften eine Flle von Hinweisen und Gestaltungsvorschlgen fr ihren Unterricht und zur altersangemessenen Verwirklichung des Europagedankens. Einen besonderen Stellenwert haben auch Schulversuche, die neue Wege und Verfahrensweisen der Fremdsprachenbildung und -erziehung in der Grundschule erproben. So wurde ein vor 6 Jahren an 8 Grundschulen begonnener Schulversuch "Frhbeginnender systematischer Fremdsprachen-Unterricht" mit wichtigen Erkenntnissen im Hinblick auf Inhalte, Formen und Gestaltung des Fremdsprachenfrhbeginns erfolgreich abgeschlossen. Neue Sichtweisen des Erteilens einer Fremdsprache werden auch vom Schulversuch "Franzsisch und Englisch fr Minis" erwartet, durch den ab dem Schuljahr 1997/98 an 4 Schulen des Landes das Erlernen einer Fremdsprache ab Jahrgangsstufe 1 erprobt wird. Durch fcherintegriertes Fremdsprachenlernen von Anfang an soll einerseits die Fremdsprachenkompetenz, andererseits die allgemeine Ausdrucks- und Kommunikationsfhigkeit der Schler nachhaltig gefrdert werden. Auch hierbei wird bereits ab Klasse 1 der Europagedanke einflieen. Abschlieend sei die zunehmende Zahl von Schulpartnerschaften vieler Grundschulen mit Schulen europischer Lnder erwhnt. Derzeit gibt es solche wechselseitigen Beziehungen zu Schulen in Grobritannien, Polen, Dnemark, Schweden, Norwegen, Italien, Frankreich, Finnland, Griechenland, sterreich, Irland, Russland, Holland, Litauen, Tschechien und zu Schulen in bersee. Ein weiterer Ausbau ist zu erwarten und wird von vielen Schulen erwnscht und angestrebt. Die Auseinandersetzung mit den Fragen Europas ist somit bereits im Primarbereich der Schulen Mecklenburg-Vorpommerns verpflichtender Bestandteil des Unterrichts und hat sich darber hinaus zum wichtigen Element der auerschulischen Arbeit entwickelt. RD Heinz Nickel Referatsleiter Schulaufsicht-Grundschulen

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  • Europische Entwicklung des Fremdsprachenlernens in der

    Thringer Grundschule

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    1. Fremdsprachenunterricht in den Klassen 3 und 4 an der Polytechnischen Oberschule der DDR Zum Verstndnis der Problematik der Einfhrung des frhen Fremdsprachenlernens an der Thringer Grundschule ist es notwendig und hilfreich, kurz auf das Erlernen einer Fremdsprache in den Klassen 1-4 an der Polytechnischen Oberschule (POS) der DDR einzugehen. Der in der DDR praktizierte frhe Fremdsprachenbeginn (ausschlielich Russisch) basierte auf der Bildung von Leistungsklassen. Die Auswahl der Schler erfolgte am Ende der Klasse 2. Grundlage dafr waren vor allem Leistungskriterien bzw. vermutete "Sprachenbegabung" des einzelnen Schlers. Das pdagogische Konzept der Leistungsklassen beruhte auf einem vorverlegten Fremdsprachenunterricht, der kontinuierlich mit dem Ziel weitergefhrt wurde, die Schler zu befhigen, in Klasse 10 das Sprachabitur abzulegen. Der fr den Fremdsprachenunterricht bentigte Zeitrahmen (5 Wochenstunden) wurde durch die Erhhung der Stundentafel und durch Reduzierungen in Deutsch und Musik geschaffen. Die Bewertung der erbrachten Schlerleistungen erfolgte in Form von Noten. Auf Grund des hohen Leistungsniveaus standen die Eltern einem Wechsel ihrer Kinder in diese besonderen Klassen eher positiv gegenber. Mit der Verabschiedung des Vorlufigen Bildungsgesetzes (VBiG) durch den Thringer Landtag am 25. Mrz 1991 wurde fr Thringen die Grundschule eine eigenstndige Schulart. Das (VBiG) traf zwar zum frhen Fremdsprachenunterricht noch keine Aussagen, die Vorlufige Grundschulordnung erffnete jedoch die Mglichkeit, im Rahmen der Ergnzungsstunden den frhen Fremdsprachenunterricht einzufhren. Vor dem Hintergrund der Zielstellung des Fremdsprachenunterrichts in den Klassen 3 und 4 der POS war es erforderlich, die inhaltliche Konzeption des frhen Fremdsprachenunterrichts neu zu bestimmen und die fremdsprachliche Arbeit in den Bildungsauftrag der Thringer Grundschule einzuordnen. Hierzu bestand erheblicher Klrungsbedarf zur Frage: "Was kann und soll der Fremdsprachenunterricht in der Thringer Grundschule leisten?"

  • Nach zahlreichen Errterungen konnte Einvernehmen zu folgenden Schwerpunktsetzungen hergestellt werden: Der Fremdsprachenunterricht soll positive Einstellungen und

    Lernbereitschaft zur anderen Sprachen entwickeln, indem er auf Erfahrungen eingeht, die die Kinder der Grundschule im tglichen Leben in vielfltiger Form machen (z.B. durch Kontakt mit Auslndern, durch die Medien, durch Musik, Spiele...).

    Er soll in besonderer Weise die Fremdsprache als Verstndigungsmittel nutzen, indem er solche altersspezifischen Besonderheiten, wie Aufgeschlossenheit, Imitations- und Sprechfreudigkeit, gesteigertes Bedrfnis nach sozialem Lernen, Handlungsdrang und eine niedrige Hemmschwelle ausnutzt. So wird dem Kind die Notwendigkeit einer Sprache eindrucksvoll nher gebracht und eine wertvolle Grundlage geschaffen fr die Motivation zum Lernen.

    Er soll Sicherheit und Freude am Verwenden der Sprache herausbilden, durch das berwiegend mndliche Vorgehen und das Einbetten in spielerische und alltgliche, fr das Kind fassbare Situationen.

    Er soll allen Schlern der Grundschule durch Ablehnung eines leistungsorientierten Vorgehens zu Lernerfolgen verhelfen. Mit einer sanften Steigerung der Anforderungen wird dem Kind Zeit gegeben, eine fremde Sprache kennenzulernen, individuelle Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren.

    Er soll lern- und verhaltensfrdernde Potenzen im besonderen Mae nutzen, da durch das grundschulspezifische und weitgehend handlungsorientierte Herangehen, durch das enge Verknpfen mit den anderen Lernbereichen alle Sinne angesprochen werden.

    Mit dieser Schwerpunktsetzung wurde auch deutlich, dass das Lernen einer Fremdsprache in der Thringer Grundschule ein eigenstndiger Bereich sein wird, der zunchst keine linear chronologische Fortsetzung in der Sekundarstufe erfahren muss. Fr das Schulljahr 1991/92 erlie das TKM die erste Verwaltungsvorschrift zur fremdsprachlichen Arbeit in der Grundschule. Die folgenden Beispiele daraus sollen verdeutlichen, dass es zunchst darum ging, grundstzliche Positionen zu benennen: Das Fremdsprachenangebot richtet sich an alle Kinder der Klassenstufe

    3/4 der Grundschule. Im Rahmen der fremdsprachlichen Arbeit erfolgt keine uere

    Differenzierung in Leistungsklassen. Der Fremdsprachenunterricht in der Grundschule erfolgt in spielerischer

    Form, um einen Beitrag zur Frderung und Entwicklung der Gesamtpersnlichkeit des Kindes zu leisten.

    Es erfolgt keine Notenbewertung.

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    Im Verlaufe der Errterungen zum Thringer Schulgesetz wurden erneut Fragen der Zielstellung des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule und seine Notwendigkeit thematisiert. Die positiven Wertungen des bis zu diesem Zeitpunkt realisierten Fremdsprachenunterrichts in der Thringer Grundschule fhrten dazu, den frhen Fremdsprachenunterricht im Thringer Schulgesetz (ThrSchulG) vom 6. August 1993 festzuschreiben. 5 Absatz 3 ThrSchulG "Im Rahmen der an der Schule gegebenen schlichen und personellen Mglichkeiten kann ab Klassenstufe 3 eine Fremdsprache angeboten werden. Die Klassenbildung bleibt davon unberhrt. Die Schlerleistung ist nicht zu benoten." In der Anlage 1 zu 44 Absatz 1 Thringer Schulordnung (ThrSchulO) ist dazu ergnzend angefhrt. "Ergnzungsstunden knnen fr die Durchfhrung von Projekten, spezielle Frdermanahmen, die Gestaltung des Schullebens, die Entwicklung eines eigenstndigen Profils usw. genutzt werden. In den Klassenstufen 1-4 ist eine Ergnzungsstunde fr alle Schler verpflichtend. Werden die Ergnzungsstunden der Klassen 3 und 4 zum Fremdsprachenunterricht genutzt, ist in beiden Ergnzungsstunden Fremdsprachenunterricht zu erteilen, und beide Ergnzungsstunden sind fr die entsprechenden Schler verpflichtend." 2. Zur inhaltlichen Gestaltung des Fremdsprachenunterrichts an

    Thringer Grundschulen Im Frhjahr 1992 wurde der Arbeitskreis "Fremdsprache in der Grundschule" gegrndet, der durch das ThILLM betreut und vom Institut fr Anglistik der Friedrich-Schiller-Universitt Jena wissenschaftlich begleitet wurde. Mitglieder dieses Arbeitskreises waren engagierte Grundschullehrer, deren Aufgabe darin bestand, das Fremdsprachenkonzept der Thringer Grundschule weiterzuentwickeln, didaktisch-methodische Impulse und sprachliche Anregungen zu geben sowie Multiplikatorenttigkeit innerhalb der regionalen Fortbildung auszufhren. Der Arbeitskreis verffentlichte im Schuljahr 1993/94 die Broschre "Empfehlungen fr den Englischunterricht in der Grundschule", in den Folgejahren auch Broschren fr den Russisch- und Franzsischunterricht in der Grundschule. Diese Verffentlichungen enthalten allgemeine Anregungen, Hinweise und Hilfen fr die Erteilung des frhen Fremdsprachenunterrichts an der Thringer Grundschule erweitert durch fachspezifische Ergnzungen.

  • 3. Qualifizierung der Lehrer Voraussetzung fr die Einfhrung des frhen Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule war die Qualifizierung der Grundschullehrer. Um vor allem die sprachliche Qualifikation der unterrichtenden Lehrer, gleichzeitig aber auch ein grundschulspezifisches methodisches Vorgehen im Unterricht zu sichern, legte das Thringer Kultusministerium fest, dass Lehrer, die frhen Fremdsprachenunterricht erteilen, in einem vom Thringer Kultusministerium festgesetzten Umfang eine fremdsprachliche sowie eine fachdidaktisch - methodische Qualifizierung absolvieren mssen. Bedingt durch die eingeschrnkten Mglichkeiten des Lernens einer Fremdsprache in der schulischen Ausbildung der DDR verfgten die Thringer Grundschullehrer ber sehr differenzierte sprachliche Voraussetzungen. Deshalb war die Vorgabe fr eine einheitliche Qualifizierung der Lehrer auch nicht zweckmig. Die folgenden Angaben benennen unter Bercksichtigung der differenzierten Ausgangslagen die Mindestanforderungen an die Qualifizierung der Lehrer: Englisch

    Zertifikat der Volkshochschule und eine Qualifizierung ber das ThILLM fr Neueinsteiger seit Schuljahr 1998/99, Ergnzungsstudiengang an der Pdagogischen Hochschule Erfurt

    Russisch

    Fortbildung im Rahmen einer festen Arbeitsgruppe des ThILLM Franzsisch

    Ergnzungsstudiengang an der Pdagogischen Hochschule Erfurt und Fortbildung im Rahmen einer festen Arbeitsgruppe des ThILLM

    Italienisch

    Organisierter Sprachkurs in Italien Fortbildung im Rahmen einer festen Arbeitsgruppe des ThILLM

    Im Schuljahr 1993/94 berief das Thringer Kultusministerium erstmals fr jeden Schulamtsbereich Fachberater fr den frhen Fremdsprachenunterricht. Dreizehn Fachberater leisten in den regionalen Fortbildungen zur Qualittssicherung des frhen Fremdsprachenunterrichts einen erheblichen Beitrag.

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  • 4. Statistische Angaben zum Fremdsprachenunterricht an Thringer Grundschulen An Thringer Grundschulen werden die Fremdsprachen Englisch, Russisch, Franzsisch und Italienisch angeboten. Seit 1994 luft an einer Erfurter Grundschule (Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Schule) ein Schulversuch unter wissenschaftlicher Begleitung des ThILLM, in dessen Rahmen Fremdsprachenunterricht ab der Klassenstufe 1 erteilt wird. Anzahl der Schler, die am Fremdsprachenunterricht teilnehmen:

    Schul-jahr

    Ges. Schler 3.-4.Kl

    Engl.

    Franz.

    Russ.

    Ital.

    Gesamt

    %iger Anteil

    92/93 93/94 94/95 95/96 96/97 97/98

    67266 66309 65907 64246 62687 60095

    5656 12269 19003 22729 28940 31723

    145 105 466 435 302 193

    144 198 176 102 59 67

    0 0 0 0 46 38

    5945 12572 19645 23266 29347 32021

    8,84 18,96 29,81 36,21 46,82 53,28

    Statistische Angaben zur Problematik des frhen Fremdsprachenunterrichts liegen erst seit dem Schuljahr 1992/93 vor.

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    Der prozentuelle Anteil der Schler der 3. und 4. Klassen, die am Fremdsprachenunterricht teilnehmen, ist im Zeitraum vom Schuljahr 1992/93 bis Schuljahr 1997/98 kontinuierlich von 8,84 % auf 53,33 % gestiegen. Mit der Qualifizierung der Grundschullehrer wurden schrittweise die Bedingungen fr die Einfhrung des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule geschaffen. Die Entwicklung von 1992 bis 1998 belegt auch, dass es verantwortungsbewusst und richtig war, den Fremdsprachenunterricht zunchst noch nicht in den verbindlichen Fcherkanon der Thringer Grundschule aufzunehmen, weil dafr kaum qualifizierte Lehrer zur Verfgung standen. Die zunehmende Zahl von Kindern, die am Fremdsprachenunterricht teilnehmen, ist auch Indiz dafr, dass das pdagogische Konzept des Fremdsprachenunterrichts und seine Umsetzung an den Thringer Grundschulen erfolgreich ist.

  • 5. Europa in der Thringer Grundschule In Zusammenhang mit der Einfhrung des frhen Fremdsprachenunterrichtes ist es auch interessant zu eruieren, wie sich der europische Gedanke in der Thringer Grundschule widerspiegelt. An den Programmen der Europischen Union SOKRATES und COMENIUS sind auch Thringer Grundschulen beteiligt. SOKRATES soll vor allem die interkulturelle Dimension des Bildungswesens entwickeln; es beinhaltet eine breite Palette transnationaler Manahmen wie den Aufbau von Netzen, Partnerschaften und Vereinigungen. Die ffnung der Thringer Grundschule fr Europa zeigt sich u.a. auch in der deutlichen Zunahme der internationalen Schulpartnerschaften. Diese wurden vor allem durch das Engagement interessierter Lehrer und Schulleiter von 11 Partnerschaften 1995 auf 163 Partnerschaften 1998 vervielfacht. Bemerkenswert ist auch die steigende Teilnahme von Thringer Grundschulen am Programmteil COMENIUS Aktion 1. Im Jahre 1996 beteiligten sich zwei Grundschulen an diesem Projekt, 1997 waren es bereits 28 und in diesem Schuljahr ist fr dreizehn weitere Grundschulen das Antragsverfahren noch nicht abgeschlossen. Da die Teilnahme an diesem Programmteil immer eine Zusammenarbeit mehrerer Schulen aus unterschiedlichen europischen Lndern voraussetzt, spielt die Verstndigung untereinander eine wesentliche Rolle. In der Regel mssen sich die Schulen auf eine Arbeitssprache einigen. Diese Tatsache hat auch Einfluss auf die Bedeutung und die Motivation fr den Fremdsprachenunterricht in der Grundschule. Die Notwendigkeit des Erlernens bzw. Auffrischens einer Fremdsprache ist fr die beteiligten Lehrer und Erzieher eine weitere positive Folge der genannten Programme. Im Schuljahr 1998/99 knnen sich erstmals Thringer Schulen um die Verleihung des Namenszusatzes "Europa- Schule" bewerben. Dieser Namenszusatz soll Schulen verliehen werden, die ein europaorientiertes interkulturelles Bildungsprofil haben, dieses Gedankengut schon in einigen Projekten und Manahmen zum Ausdruck brachten und damit diesen Weg der Schulentwicklung besonders frdern. Die Verleihung des Namenszusatzes erfolgt jhrlich zum Europatag fr einen Zeitraum von drei Jahren. Danach mssen diese Schulen den Titel "Europa- Schule" verteidigen und nachweisen, dass in ihrem schulischen Leben der europische Gedanke einen besonderen Stellenwert hat.

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  • European Networking Tannenbergschule - Seeheim

    Title of Network: European Child Growing together Co-ordinating Country: C. P. Evaristo Valle, Gijon, Spanien Partner Countries: Ernst- Moritz Schule, Stralsund, Deutschland Tannenbergschule, Seeheim, Deutschland Bawburgh Primary School, Norwich, England Kardinal de Jong School, Alkmaar, Niederlande 2nd School of Eretria, Griechenland Target group: 4- 11 jhrige Kinder Supported by the European Union YES Under the programme: Sokrates, Comenius Aktion 1

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    Was bisher geschah und die geplanten Ziele: Das Projekt und die damit verbundenen Aktivitten begannen am 1.09. 1998. Bei einem Vorbereitungsbesuch in Gijon im Januar 1998 wurde endgltig der Titel des Projektes und die einzelnen Unterthemen fr die kommenden drei Jahre, so lange soll das Projekt dauern, festgelegt. Auerdem wurden die Themen mit den regionalen Rahmenrichtlinien abgestimmt. Im September 1998 trafen sich erneut die Koordinatoren und Kollegen in Eretria Griechenland, um den Ablauf des ersten Projektjahres zu besprechen, und um die griechische Schule und die Lehrerkollegen kennenzulernen.

  • Das Projekt hat den Titel:

    The European Child - Growing together.

    Fr das erste Jahr whlten wir das Thema:

    All about myself Dieses untergliedert sich in folgende Bereiche: 1st Term: Myself, my family, my friends and my home. 2nd Term: My day, my week. A clean Rubbish Bin 3rd Term: My spare time

    Fr das zweite Jahr whlten wir das Thema:

    All about my school Dieses untergliedert sich in folgende Bereiche: 1st Term: Description of my school, people in my school, my school books. 2nd Term: School Celebrations 3rd Term: Games I play in school.

    Fr das dritte Jahr whlten wir das Thema:

    All about my Community

    Das Ziel dieses Projektes ist es, ber einen Zeitraum von drei Jahren

    einen Schulaustausch zwischen Schulen verschiedener europischer

    Lnder zu organisieren. Schler und Lehrer sollen in Kontakt treten

    und ihr Wissen ber unterschiedliche Traditionen, Lebens-

    gewohnheiten und Sprachen erweitern. Es sollen Wege fr ein

    gegenseitiges Verstehen in Europa geffnet werden.

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    Praktische Durchfhrung dieses Projektes am Beispiel der

    Tannenbergschule Seeheim Deutschland: (Koordinatorin: Petra Wieshoff)

    In einer Konferenz zu Beginn des Schuljahres 1998/99 wurde das Projekt (Ablauf, Inhalt) den Kollegen und Kolleginnen vorgestellt. Dabei konnten sich einige Kolleginnen rasch dafr erwrmen und mittlerweile arbeiten 7 Kolleginnen und ca. 165 Schler und Schlerinnen mit. Anhand von Photos, Bildern und Erzhlungen wurden die Kinder mit den europischen Lndern, die an diesem Projekt mitwirken, bekannt gemacht und bekamen somit einen ersten Eindruck vermittelt. Da wir uns am Anfang des Schuljahres befanden, konnten wir die Thematik Myself ,my family, friends and home sehr gut in den allgemeinen Unterrichtsablauf (Deutsch und Sachunterricht) einbinden. Die Kinder des 3. Schuljahres malten begeistert Portraits mit Wasserfarben von sich und ihren Familien. Die Erstklssler bastelten ein All about Myself Mobile. Die Schler und Schlerinnen des 2. Schuljahres entwarfen Kleidungsstcke aus Stoff, die sie den einzelnen gemalten Familienmitgliedern anzogen und die Viertklsser erstellten tolle Skizzen von ihren Husern oder Wohnungen. Besonders fasziniernd empfanden die Kinder die Aussicht, dass ihre Arbeiten in verschiedene Lnder geschickt werden sollten. Nachdem die Aktivitten fr den ersten Term erfolgreich abgeschlossen waren, wurde alles verpackt und abgeschickt. Hierbei sollte unbedingt erwhnt werden, dass beim Erstellen der Arbeiten mglichst darauf zu achten ist, verpackungsfreundliche Dinge zu entwerfen, denn ansonsten sind die Portokosten immens. Da Anfang November 1998 sich die Rektoren der einzelnen Lnder zu einem Treffen in Eretria- Griechenland eingefunden hatten, wurden dort zum Teil die Arbeiten ausgetauscht, andere kamen auf dem Postweg. Im Lehrerzimmer der Tannenbergschule fand dann eine kleine Ausstellung mit den Materialien statt und jede Klasse hatte die Mglichkeit, sich die Arbeiten aus Spanien, England, Griechenland, Deutschland und Holland anzuschauen. Dies wurde auch rege genutzt. Ende November stand dann die Aktion Christmas Cards auf dem Programm. Es war vereinbart worden, dass jede Schule Weihnachtskarten bastelt und in der jeweiligen Landessprache Weihnachtsgre verfat. Die Schler bastelten, klebten und schrieben mit Begeisterung und als dann die Karten aus den anderen Lndern eintrafen, wurden sie in der Halle der Schule ausgestellt. Somit hatten die Kinder und ihre Eltern die Mglichkeit, sich die Vielfalt der Weihnachtskarten anzuschauen.

  • Im Dezember 1998 besuchte uns dann der griechische Lehrer und Koordinator Antonios Patousias aus Eretria fr eine Woche. Dies war fr die Schler und Schlerinnen ein besonderes Erlebnis, zumal Antonios sehr gut Deutsch spricht und viele Fragen zum Schulalltag in Griechenland beantworten konnte. Auerdem hatte er auch einiges anschauliches Material (Zweige von Oliven-und Zitronenbumen, Muscheln und griechische Schulbcher) mitgebracht. Der Bezug zu den Partnerschulen wurde fr die Kinder nun immer enger. Jetzt sind wir mit den letzten Vorbereitungen fr den zweiten Term beschftigt. Ende Februar/Anfang Mrz soll der zweite Austausch der Arbeiten stattfinden. Auerdem regten die Englnder an, das Thema A clean rubbish bin in unser Projekt einflieen zu lassen. Die Idee hierbei ist, sauberen Abfall (z. B.: Mehltten etc.) in die verschiedenen Lnder zu schicken. Die Kinder sollen dann erraten, worum es sich bei den einzelnen Verpackungen handelt, daraus soll dann jede Schule ein Europisches Mllmonster daraus basteln. Soweit zu unseren bisherigen, durchwegs positiven Erfahrungen mit dem Projekt Comenius Aktion 1.

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  • PROJECT PLANS

    Project Plan 1 My community and I

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    Members of the working group: Gisela Kissel, Haslochbergschule, Gro-Bieberau Brigitte Bagda, Andersen-Schule Petra Wieshoff, HeLP Subject areas/fields of learning: Social Education Language, Creative Writing Living in a world of thoughts and

    feelings Arts and Crafts Physical Education Target group: 6-8 year old children Time allocated: 5 x 45 minutes

    Objectives: Allow the children to introduce

    themselves orally and encourage them to the concept that each person plays many roles in life.

    The pupils learn more about their feelings and the feelings of other pupils.

    The children read the book `SOMETHING ELSE. The pupils describe themselves and try to explain too why they are different.

    The pupils draw pictures of themselves

    The pupils create a book about their characteristics and learn that everybody is unique.

  • Practical implementation: In a UK classroom (in detail) Step-by-Step approach The teacher presents the purpose. The children can read only the title, they

    should guess the meaning. The teacher starts reading the book to the pupils by using teaching aids such as

    overlays and the book itself. The teacher and pupils also discuss and talk about the pictures.

    Then the teacher asks the pupils to write about themselves. Title: Im different, too. The pupils present their own texts to the class by reading them out loud. Next step: The teacher asks the pupils to draw pictures of themselves in different

    situations (e.g. reading a book, eating breakfast)

    Project Plan 2

    Letters from Felix, a little rabbit who goes around the world

    Members of the working group: Margit Rippert Anja Jger Gabriele Dierig Kristiane Klockenbring Katharina Sauer Objectives: The pupils get to know basic facts about foreign countries such as England, France, Italy, Kenia, Egypt, U:S:A: The pupils learn words of welcome spoken in the above mentioned countries, information about typical sights, habits, food, money, songs, dances, letters, clothes and things of general interest.

    Target group: 8-11 year old children Time allocated: 6 to 8 weeks Subject areas/fields of learning: Living in a world of thoughts, ideas

    and dreams Living in harmony with people

    around us Living in a world of communication Looking at the world around us German, English, Geography, Social

    Studies, Mathematics, Music, Dance, Arts & Crafts, Physical Education, Foreign Languages

    Practical implementation: In a UK classroom (in detail) Step-by-Step approach - Introduction of the book and puppet - Information about the country, capital, food, habits, daily routine, money - The same for each country - The children answer the letters from Felix - The pupils learn how to address letters - The pupils print small reports about the capitals of each country - Making a `Felix book with flags, sights, print maps, letters - Printing the names of the class in Egyptian hieroglyphs - Making a world map showing the places that Felix has been to. - Demonstrating a belly dance - Geometry: shape of pyramid, map of a secret pyramid - Zoo animals `We are going to the zoo

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  • Project Plan 3 Travelling through Europe

    Members of the working group:

    Dorothea Schachtsiek Isabelle Pantling Heide Andr Target group: 11-12 year old children Subject areas/fields of learning: Social Studies, Art, German, History, Language studies, Geography

    Time allocated: 10 weeks Objectives: Getting to know different countries and customs within Europe

    Practical implementation In a UK classroom (in detail) Step-by-Step approach - Divide Europe into several parts. - Groups of children choose one part where they would like to go to. - They get a box with material about that region. (ADAC-materials!) - They are to send four letters from their trips. - No.1 about the means to get there (price, time, means of transport) - No.2 about sights, first impressions - No.3 about the people, their customs, their food, their music, their habits, their languages - No.4 about something special they would like to report There is a letter-box in the classroom. The flag shows if there is a letter in the box. During their work, they are to create a wall newspaper with the outlines of their area, pictures and typical things (flags, special information) At the end of the project, there is a big reunion party. They tell the others about their journey, show their souvenirs and - if possible bring some typical food.

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