Ein Austauschschler an Ihrer Schule

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    22-Jul-2016

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Diese Informationsbroschre der gemeinntzigen Organisation Youth For Understanding (YFU) richtet sich an Schulen, die einen Austauschschler an ihrer Schule aufnehmen mchten.

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  • Ein Austauschschler an Ihrer SchuleHandbuch fr Lehrer und Schulleiter

  • Ein Austauschschler an Ihrer Schule 4

    Was bedeutet Austausch fr Ihre Schule?

    Die Welt zu Gast so bereichern Austauschschler das Schulleben

    Was YFU von Ihrer Schule erwartet und was nicht

    Austausch mit YFU gut begleitet durch das Jahr 8

    Ablauf des Austauschjahres

    Das YFU-Betreuungsnetzwerk

    Aller Anfang ist schwer Orientierung im Schulalltag

    Organisatorisches 12

    YFU stellt sich vor 15

    Weitere YFU-Angebote fr Ihre Schule 16

    Anhang 17

    Beispiel-Schulbescheinigung

    Vorlage Schulbescheinigung

    Apostille Infoblatt

    Mustervertrag zwischen Schule und Schler

    Impressum 23

    INHALT

    Schnell finden:

    Hier finden Sie die Antworten auf die hufigsten Fragen:

    Einstufung in den Jahrgang Seite 13

    Hausaufgaben, Klausuren und Noten Seite 13

    Stundenplan Seite 13

    Kosten Seite 14

    Versicherung Seite 14

    Zeugnis oder Teilnahmebescheinigung

    Seite 14

    Auch wenn in der Regel die Mehrheit der am Austausch teilnehmenden Jugendlichen und der YFU-Mitarbeitenden Mdchen und Frauen sind, verwenden wir im Text zum Teil aus Grnden der besseren Lesbarkeit nur die mnnliche Form. Wir bitten dafr um Verstndnis.

  • 3Um den Austausch fr alle Beteiligten so bereichernd und gleichzeitig so einfach wie mglich zu gestalten, haben wir in dieser Broschre Informationen fr deutsche Gastschu-len zusammengetragen. Sie richtet sich in erster Linie an die Lehrerinnen und Lehrer, die als Kontaktpersonen fr unsere Austauschschler zustndig sind, und soll Ihnen bei Alltags-fragen und problematischen Situationen Hilfestellung leisten. Bei Fragen steht Ihnen YFU selbstverstndlich gern zur Ver-fgung.Wir hoffen, dass der Austausch fr Sie und Ihre Schule eine wertvolle Bereicherung sein wird!

    Vorwort

    Knut Mller,YFU-Geschftsfhrer

    Marcus von Garen,YFU-Vorstandsvorsitzender

    VorwortWir freuen uns, dass Sie erwgen, eine Austauschschlerin oder einen Austauschschler von YFU an Ihrer Schule aufzu-nehmen! Der Schulbesuch ist ein wichtiger Bestandteil unse-rer Programme und gibt den Jugendlichen aus dem Ausland die Chance, Deutschland aus der Sicht ihrer Altersgenossen zu erleben. Wir sind dankbar, dass jedes Jahr viele Schulen diese Gelegenheit schaffen.

    Jedes Jahr verbringen rund 1.200 Schlerinnen und Sch-ler aus Deutschland mit YFU ein Jahr im Ausland und werden dort an Gastschulen herzlich aufgenommen. In umgekehrter Richtung kommen jhrlich rund 600 junge Menschen aus ber 50 Lndern fr ein Jahr nach Deutschland, um unsere Kultur kennenzulernen. Dazu gehrt es natrlich auch, das hiesige Schulsystem mitzuerleben und sich in eine Schulge-meinschaft einzugliedern. Hierbei bentigen wir Ihre Unter-sttzung.

    Die Anwesenheit der drei Austauschschler von YFU war ein Gewinn fr unser Gymnasium und auch fr die Stadt Wittstock. So lernen die deutschen Schler andere Kulturen kennen, und manche von ihnen gehen auch selbst fr ein Jahr ins Ausland.

    Wolfgang Mielhahn, Stellvertretender Schulleiter in Brandenburg

  • Ein Austauschschler an Ihrer SchuleImmer mehr Austauschschler aus der ganzen Welt entschei-den sich fr ein Austauschjahr in Deutschland. Sie mchten die deutsche Sprache erlernen und Land und Leute ganz persnlich entdecken eine Erfahrung, die sie ebenso berei-chert wie ihre Gastgeber. Dazu zhlen die YFU-Gastfamilien, die die Jugendlichen unentgeltlich bei sich aufnehmen, sowie natrlich die Schulen, die ihnen den Schulbesuch whrend ihres Austauschjahres ermglichen.

    Ein internationaler Gast an Ihrer Schule bedeutet mehr Vielfalt im Schulalltag und erffnet neue Lernperspektiven fr Ihre Schler. Diese haben die Chance, durch den tglichen Umgang mit ihrem neuen Mitschler Vorurteile abzubauen

    und ihre interkulturelle Kompetenz zu strken. Mit der Auf-nahme eines Austauschschlers wecken Sie die Neugierde Ihrer Schler auf andere Kulturen und schrfen gleichzeitig das internationale Profil Ihrer Schule.

    Dabei kann es zu Beginn des Austauschjahres sein, dass die Austauschschler Ihre Untersttzung bei der Eingewh-nung bentigen. Doch schon nach wenigen Wochen integrie-ren sie sich in aller Regel und nehmen ganz normal am Schul-leben teil. Was es bedeutet, einen YFU-Austauschschler an Ihrer Schule willkommen zu heien und wie er das Schulleben bereichern kann, mchten wir Ihnen auf den folgenden Seiten erlutern.

  • 5Austauschschler an Ihrer Schule

    Was bedeutet Austausch fr Ihre SchuleDie wichtigsten Fakten auf einen Blick

    Die Welt zu Gast

    So bereichern Austauschschler das Schulleben

    DIE AuSTAuScHScHLEr:Austauschschler bei YFU sind 15 bis 18 Jahre alt und blei-ben in der Regel fr ein Schuljahr in Deutschland. Sie kom-men aus rund 50 Lndern weltweit und mchten die deut-sche Sprache und Kultur kennenlernen.

    uNTErrIcHTSTEILNAHmE: Alle Jugendlichen haben sich bei der Aufnahme in unser Programm zum regelmigen Schulbesuch verpflichtet. Ihre Schulerfahrung whrend des Austauschjahres sollte der ih-rer deutschen Altersgenossen hneln. Sie sollten so schnell wie mglich am regulren Schulleben teilnehmen das heit Hausaufgaben erledigen und Klassenarbeiten mitschreiben. Dabei brauchen die Schler keine eigens konzipierten Klas-senarbeiten wir bitten Sie nur, bei der Bewertung die jewei-ligen Deutschkenntnisse zu bercksichtigen. Ein individueller Stundenplan, nach dem die Schler zum Beispiel im Fach Deutsch jngere Jahrgangsstufen besuchen, kann den Lern-prozess beschleunigen.

    JAHrgANgSSTufE: Die meisten YFU-Austauschschler besuchen die 10. oder 11. Klasse eines Gymnasiums, die Oberstufe einer Gesamtschule oder eine Realschule. Die Entscheidung ber die Einstufung sollte die Schule je nach Alter, Sprach- und Fachkenntnissen des Schlers in Absprache mit der Gastfamilie treffen.

    DEuTScHKENNTNISSE:Die Deutschkenntnisse der Austauschschler sind sehr unter-schiedlich. Viele besitzen schon Grundkenntnisse und einige beherrschen die Sprache fast flieend. Manche sprechen bei ihrer Ankunft in Deutschland aber auch noch kein Wort Deutsch und erwerben unmittelbar nach ihrer Anreise erste Kenntnisse auf einem Orientierungs- und Sprachkurs von YFU. Nach etwa drei Monaten knnen sich die meisten Aus-tauschschler gut verstndigen und am Ende des Jahres sprechen fast alle flieend Deutsch.

    Ein internationaler Gast an Ihrer Schule mag zu Beginn des Schuljahres etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Gleich-zeitig bedeutet er aber eine groe Bereicherung fr Ihre Sch-ler sowie fr Ihre Schule.

    INTErKuLTurELLE KompETENZ uND ToLErANZEin Austauschschler an Ihrer Schule erffnet seinen deut-schen Mitschlern die Mglichkeit, interkulturelle Lernerfah-rungen zu sammeln. Vorurteile werden durch die persnliche Begegnung zwischen den Jugendlichen abgebaut und Tole-ranz durch den Umgang miteinander gefrdert.

    DEN uNTErrIcHT bErEIcHErN uND ErgNZENDer Austauschschler kann zum Unterricht beitragen, indem er zum Beispiel Vortrge ber sein Herkunftsland, die eigene Kultur oder das Schulsystem hlt. Das kann in unterschiedli-chen Fchern wie Sprachunterricht, Geographie oder Politik und gerade auch fr jngere Jahrgangsstufen interessant sein. Auch auerschulische Angebote kann der Austausch-schler bereichern beispielsweise durch Sprach-AGs, Bei-trge in der Schlerzeitung oder Kochkurse.

    NEugIErDE wEcKENEin internationaler Gast weckt die Neugierde Ihrer Schler auf die Welt und steigert die Motivation, selbst Auslandserfahrun-gen zu sammeln. Diese strken die persnliche Entwicklung der Jugendlichen und werden darber hinaus in der heutigen Berufswelt immer wichtiger.

    NEuE pErSpEKTIVEN Auf DEN ALLTAgDie Jugendlichen reisen aus Lndern an, in denen der Schul-alltag oft ganz anders abluft als in Deutschland. Sie betrach-ten Ihre Schule daher aus einer vllig neuen Perspektive und knnen so wertvolle Impulse fr das Schulleben und die Un-terrichtsgestaltung geben.

    VIELfALT frDErNAustauschschler aus aller Welt machen das Schulleben bunter und erffnen neue Lernperspektiven fr Ihre Schler und deren Eltern. Mit der Aufnahme eines Austauschschlers schrfen Sie somit auch das internationale Profil Ihrer Schule.

  • Was YFU von Ihrer Schule erwartet und was nicht Die Schule bietet fr Austauschschler neben der Gastfamilie das wichtigste Umfeld, um die deutsche Kultur kennenzuler-nen und sich zu integrieren. Dies bedeutet natrlich auch eine Verantwortung, soll aber gleichzeitig nicht zu einer zu groen Belastung fr den Schulbetrieb fhren. Daher haben wir in diesem Abschnitt fr Sie aufgelistet, was YFU von Ihrer Schule als Beitrag zum Schleraustausch erwartet und was nicht.

    Yfu ErwArTET VoN IHrEr ScHuLE:

    den Austauschschler bei der Integration in den Schul- alltag zu untersttzen. Sie knnen dem Schler mit verschiedenen Manahmen bei der Integration in das Schulleben helfen. Zum Beispiel, indem Sie ihm einen Mitschler oder Vertrauenslehrer als Paten zur Seite stellen oder ihn am Deutschunterricht einer jngeren Jahrgangsstufe teilnehmen lassen (siehe Seite 13).

    ber Einstufung und Stundenplan des Austauschsch-lers im Einzelfall zu entscheiden.Da die Austauschschler von Alter und Herkunft sehr unterschiedlich sind, knnen wir keine pauschale Empfehlung fr ihre Einstufung in eine bestimmte Klassenstufe geben. Wir bitten Sie daher, die Entschei- dung ber die Einstufung des Schlers oder der Schlerin in Absprache mit uns oder der Gastfamilie individuell zu fllen (siehe Seite 13).

    eine Teilnahmebescheinigung auszustellen.Manche Austauschschler bentigen eine Bescheinigung des Schulbesuchs, damit ihr Austauschjahr im Heimatland anerkannt wird (siehe Seite 14). Deshalb bitten wir Sie, dem Schler am Ende des Schulbesuchs eine aussage-krftige Teilnahmebescheinigung ber den Zeitraum des Besuchs und die belegten Fcher auszustellen.

    geduld fr die Austauschschler aufzubringen.Gerade in den ersten Wochen prasseln viele Eindrcke auf die Austauschschler ein. Die Jugendlichen mssen sich in der neuen Sprache und in ihrem neuen Alltag erst einmal zurechtfinden. Daher kann es sein, dass die Schler Zeit brauchen, um aktiv am Unterricht teilzunehmen. Wir bitten Sie daher gerade in der ersten Zeit um Geduld mit Ihren Austauschschlern.

    Yfu ErwArTET NIcHT:

    ein Zeugnis mit beurteilungen auszustellen.Austauschschler haben keinen Anspruch auf ein benote-tes Schulzeugnis und unterschreiben vor ihrem Austausch-jahr eine entsprechende Erklrung von YFU. Selbstver-stndlich freuen wir uns, wenn es Ihnen abhngig von den schulischen Leistungen dennoch mglich ist, dem Austauschschler als Anerkennung fr sein Bemhen auch Noten zu geben.

    Sonderregelungen fr Austauschschler zu treffen. Fr Austauschschler gelten die gleichen Regeln und Pflichten wie fr ihre Mitschler das gilt vom Handyver-bot im Unterricht bis zur Einhaltung der Schulpflicht. Bei letzterer bilden YFU-Seminare die einzige Ausnahme, fr die wir Sie um die Freistellung Ihres Schlers bzw. Ihrer Schlerin bitten (siehe Seite 9).

    fr entstehende Kosten aufzukommen. Verpflegungskosten und die Teilnahme an Klassenfahrten und -ausflgen sowie Fahrtkosten sofern in Ihrem Land-kreis keine Fahrtkostenbefreiung erwirkt werden kann trgt der Schler selbst. In Einzelfllen kann YFU Mittel zur Verfgung stellen.

    eventuell auftretende probleme allein zu lsen.Ganz im Gegenteil mchten wir Sie bitten, sich bei Schwie-rigkeiten mglichst schnell an uns zu wenden. Informieren Sie die Gastfamilie und YFU, wenn Sie Aufflligkeiten oder sogar Schwnzen bemerken.

    6 Austauschschler an Ihrer Schule

    Bitte melden Sie sich frhzeitig bei YFU, wenn Sie Fehlverhalten bei einem Austauschschler feststellen. Gerade im Fall von Schwierigkeiten ist uns eine enge Zusammenarbeit mit Ihrer Schule besonders wichtig. Sie erreichen uns zwischen 9:00 und 16:00 Uhr telefonisch unter 040-227002-0 oder per E-Mail: aufnahmeprogramm@yfu.de. Vielen Dank!

  • Es war sehr leicht, in Deutschland und an der Schule Freunde zu finden, denn alle sind sehr offen. Aber natrlich liegt es auch immer an einem selbst, offen fr andere zu sein.

    Zolboo aus der Mongolei

    Ich arbeite mit, so gut ich kann, und versuche neue Dinge zu lernen. Meine Klassenkameraden helfen mir mit Voka-beln und Fchern, die ich nicht verstehe.

    Julio aus Mexiko

  • Austausch mit YFU gut begleitet durch das JahrAuf den folgenden Seiten mchten wir Ihnen den Ablauf des Austauschjahres bei YFU erlutern. Wir verstehen unsere Aus-tauschprogramme als Bildungsprogramme. Daher ist es uns wichtig, das Austauschjahr der teilnehmenden Schler mit re-gelmigen Seminaren zu begleiten, die Raum fr Reflexion und politische Bildung geben.

    Whrend des gesamten Jahres stehen dem Austausch-schler, seiner Gastfamilie und Ihrer Schule persnliche Be-treuer von YFU zur Seite, die bei Fragen und Schwierigkeiten gern weiterhelfen. Natrlich sind auch die erfahrenen Mitar-beiter der YFU-Geschftsstelle als Ansprechpartner fr Sie da.

    Gerade die ersten Wochen des Schuljahres knnen heraus-fordernd sein fr die Schule wie fr den Schler selbst. Die-ser ist oft ganz andere Unterrichts- und Umgangsformen aus seinem Heimatland gewohnt, woraus Raum fr Missverstnd-nisse entsteht. Die grten Unterschiede und Umstellungen fr den Schler sowie Hilfestellungen, um ihm den Start zu erleichtern, mchten wir Ihnen in diesem Kapitel vorstellen.

  • Nach dem ersten Halbjahr: mITTELSEmINArE VoN YfuIn der zweiten Hlfte des Austauschjahres zwischen Anfang Februar und Mitte Mrz laden wir alle Austauschschler zu einem Mittelseminar ein. Diese Seminare dauern eine Woche und bringen jeweils eine multinationale Schlergruppe in ei-ner groen deutschen Stadt zusammen. Das Mittelseminar ist ein wertvoller Bestandteil der Austauscherfahrung. Es er-ffnet den Austauschschlern eine einzigartige Mglichkeit zum gemeinsamen interkulturellen Lernen und Erleben. Ne-ben Einheiten zu Theorie und Praxis interkulturellen Lebens und der Reflexion der eigenen Erfahrungen bearbeiten die Jugendlichen ein Extrathema aus den Bereichen Kultur, Ge-schichte oder Gesellschaft.

    Zum Ende des Schuljahres: rcKKEHr-SEmINArEDas Rckkehr-Seminar (auch "Re-Entry-Seminar") ist die letz-te YFU-Tagung fr Jugendliche whrend des Austauschjahres in Deutschland und wird von Ehrenamtlichen in der Region organisiert. Das Seminar findet normalerweise an einem Wo-chenende im Mai oder Juni statt. Nach einem Rckblick auf das Jahr richtet sich der Fokus in diesem Seminar auf die letz-ten Wochen des Austauschjahres und auf den Abschied. Vor allem aber wird die Zeit direkt nach der Rckkehr und der da-mit verbundene Prozess der Wiedereingliederung in die neue alte Heimat betrachtet.

    9Schleraustausch mit YFU

    Ablauf des AustauschjahresDie allermeisten der rund 600 Austauschschler aus dem Ausland kommen im August/September an und bleiben fr ein Schuljahr in Deutschland. Wir bitten Sie um Verstndnis, dass die Ankunft der Austauschschler nicht immer parallel zum Schulbeginn erfolgen kann. Dies ist aufgrund der je nach Bundesland unterschiedlichen Termine leider nicht mglich. Zudem kann es vorkommen, dass Austauschschler whrend des Austauschjahres die Gastfamilie wechseln und dabei nicht selten auch den Wohnort und die Schule. Auch in die-sen Fllen sind wir auf Ihre Flexibilitt fr die Aufnahme eines Austauschschlers angewiesen.

    Die Terminangaben im Folgenden beziehen sich auf den normalen Ablauf des Austauschjahres fr die im Sommer an-reisende Schlergruppe, abweichende Termine finden Sie auf der folgenden Seite. Den genauen An- und Abreisetermin er-fahren Sie mit der Bitte um Anmeldung des Schlers an Ihrer Schule.

    Vor dem Schulstart: orIENTIEruNgSSEmINArE fr AuSTAuScHScHLEr Alle Austauschschler nehmen an einem YFU-Orientierungs-seminar in Deutschland teil, bevor sie in ihre Gastfamilien reisen und eine Schule vor Ort besuchen. Auf dem Seminar erhalten sie Hilfestellungen fr das Leben in Deutschland. Es geht um Landeskunde, Politik und Geschichte, aber auch um Familienleben, Schule, Freizeit und ganz praktische Fragen im Alltag.

    Je nach Deutsch-Vorkenntnissen gibt es zwei unterschied-liche Formen von Orientierungsseminaren: Der dreiwchige Orientierungs- und Sprachkurs (OSK) ist die Orientierungs-veranstaltung fr Jugendliche, die nur wenig oder keinen Deutschunterricht in ihrer Heimat hatten. Im OSK werden ihnen neben dem Orientierungsunterricht intensiv grund-legende Deutschkenntnisse vermittelt. Schler mit ausrei-chenden Deutschkenntnissen erhalten nach ihrer Ankunft keinen Sprachunterricht, sondern werden auf einer Orien-tierungswoche (OWO) fr das Leben in einer fremden Kultur sensibilisiert.

    Die mittelseminare finden whrend der Schulzeit statt. Das lsst sich aufgrund der Vielzahl der Seminare und der je nach Bundesland unterschiedlichen Ferientermi-ne leider nicht anders organisieren. Wir bitten Sie, dem Austauschschler die Teilnahme an diesem wichtigen Seminar zu ermglichen und ihn ausnahmsweise vom Unterricht freizustellen.

  • 10

    Jahres begleiten. Mehr als 1.000 unserer Ehrenamtlichen en-gagieren sich deutschlandweit in der Betreuung. Sie haben als Gasteltern Erfahrung mit Schleraustausch gesammelt oder waren selbst mit YFU fr ein Jahr im Ausland. Bei YFU-Seminaren werden sie auf ihre Aufgaben vorbereitet und re-gelmig fortgebildet.

    Ein Betreuer von YFU ist auch der lokale Ansprechpartner fr Ihre Schule. In der Regel wird er Ihre Schule einige Wo-chen nach Ankunft des Austauschschlers besuchen, um zu erfahren, wie sich der Austauschschler eingelebt hat. Wir hoffen, dass ein persnliches Treffen zwischen dem Betreuer von YFU und dem Ansprechpartner fr Schleraustausch an Ihrer Schule oder dem Klassenlehrer des Austauschschlers zustande kommen kann.

    weitere AnsprechpartnerNeben den regionalen Betreuern knnen Sie das Team des Aufnahmeprogramms in der Hamburger YFU-Geschftsstelle bei Fragen und Problemen ansprechen. Dort kmmern sich unsere erfahrenen Mitarbeiter um die Betreuung und um die organisatorischen Ablufe.

    Sie erreichen unser Team von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 16:00 Uhr telefonisch unter 040 227002-0 oder per E-Mail: aufnahmeprogramm@yfu.de.

    Schleraustausch mit YFU

    Besonderheiten im Ablauf des Austausch-jahres fr bestimmte Schlergruppen:

    wINTErprogrAmmNicht nur im Sptsommer, auch im Januar/Februar reist eine Gruppe von Schlern nach Deutschland und bleibt bis Anfang Januar des Folgejahres. Alle genannten Termine verschie-ben sich fr diese Schlergruppe um etwa ein halbes Jahr, so findet das Mittelseminar beispielsweise im August statt. Wir bitten Sie um Verstndnis fr diese antizyklische Anreise mancher Austauschschler, was mit dem Schulsystem in den jeweiligen Heimatlndern zusammenhngt.

    SEmESTErprogrAmmAus einzelnen Lndern kommen auch Austauschschler fr ein Semester nach Deutschland. Sie nehmen an den gleichen Orientierungsseminaren und an einem Rckkehr-Seminar teil, nicht jedoch an den Mittelseminaren.

    EuropIScHE AuSTAuScHScHLErAm Ende des Austauschjahres, Ende Juni oder Anfang Juli, veranstaltet YFU fr alle Schler im innereuropischen Aus-tausch eine besondere Tagung: das Young Europeans' Semi-nar (YES). Rund 500 europische Jugendliche treffen sich fr fnf Tage am Werbellinsee in Brandenburg, um sich mit ei-nem aktuellen Thema aus Politik, Gesellschaft oder Kultur zu beschftigen. Uns ist es wichtig, dass sich die Jugendlichen ihrer europischen Identitt bewusst werden und erkennen, welche Verantwortung sie fr interkulturelle Verstndigung in Europa bernehmen knnen. Das YES ermglicht es, ein europisches Miteinander zu (er-)leben und ist fr viele Aus-tauschschler ein unvergessliches Ereignis.

    Das YFU-BetreuungsnetzwerkDie Betreuung unserer Austauschschler und Gastfamilien ist fr YFU eine der wichtigsten Aufgaben im Schleraustausch. Dabei legen wir groen Wert auf persnlichen Kontakt zu al-len unseren Teilnehmern. Natrlich sind wir auch jederzeit ansprechbar fr die Schulen, die YFU-Schler bei sich will-kommen heien.

    persnliche betreuung Fr alle Jugendlichen und Gastfamilien sind persnliche Be-treuer zustndig. Diese sind YFU-Ehrenamtliche, die in der Nhe der Gastfamilie wohnen und sie whrend des gesamten

  • 11Schleraustausch mit YFU

    Aller Anfang ist schwer Orientierung im Schulalltag

    Sich in einem fremden Schulalltag zurechtzufinden, braucht natrlich etwas Zeit. Austauschschler mssen erst einmal begreifen, wie Schule in Deutschland funktioniert und sich an die Unterschiede zu ihrem Heimatland gewhnen. Folgende Punkte sind dabei besonders hufig ungewohnt fr sie:

    Liberaler umgang mit TabuthemenFr viele Jugendliche ist der liberale Schulalltag in Deutsch-land sehr ungewohnt. Bestimmte Themen wie Politik und Se-xualitt gelten in ihren Heimatlndern als Tabuthemen und werden nicht so offen besprochen wie in deutschen Schulen.

    Diskussion und eigene meinungIn vielen anderen Lndern ist es nicht blich, dass Schler sich aktiv am Unterricht beteiligen, diskutieren und sich eine eigene Meinung bilden sollen.

    Arbeitsgruppen und SchlergremienIn Arbeitsgruppen aktiv zu sein und sich in demokratisch ge-whlten Schlergremien zu engagieren ist fr Austauschsch-ler nicht immer selbstverstndlich.

    Anderes Lehrer-Schler-VerhltnisIn anderen Lndern ist das Lehrer-Schler-Verhltnis oftmals enger und freundschaftlicher oder aber deutlich distanzierter als in Deutschland.

    Selbststndigkeit und eigenverantwortliches LernenUm Dinge selbststndig regeln zu knnen und eigenverant-wortlich zu lernen, brauchen viele Jugendliche Hilfestellun-gen, da sie das aus ihrem Kulturkreis oftmals nicht kennen.

    Motivation und IntegrationAustauschschler haben als Voraussetzung fr ihre Teilnah-me am YFU-Programm in der Regel gute Schulleistungen nachgewiesen. Umso berraschender ist es, wenn sie in der deutschen Schule manchmal betont lustlos wirken. Aus unse-rer Erfahrung gibt es dafr zwei besonders hufige Grnde:

    ungewohnter misserfolgDie meisten Austauschschler haben in der Schule bisher hauptschlich Erfolg gehabt. In Deutschland erleben sie sich

    selbst pltzlich trotz aller Anstrengungen als Versager, wenn sie zum ersten Mal schlechte Leistungen erbringen. Auf diese ungewohnte, bedrckende Situation reagieren manche Austauschschler mit Distanzierung und Verweigerung.

    Konzentration auf soziale KontakteAustauschschler erleben ihre Klassenkameraden in Deutschland in vielen Fllen als skeptisch und wenig offen fr sie als Neuzugang. Sie sehen sich vielfach manchmal auch zu Unrecht mit einer sehr distanzierten oder sogar unfreundlichen Einstellung ihrer Mitschler konfrontiert. Um Anschluss zu finden, konzentrieren sich manche Schler da-her zunchst hauptschlich auf den Aufbau sozialer Kontak-te und vernachlssigen in dieser Zeit unter Umstnden ihre schulischen Leistungen.

    So knnen Sie Austauschschler untersttzenSie knnen Austauschschlern bei der Integration in den Schulalltag helfen, indem Sie zum Beispiel einen oder auch mehrere von Fach zu Fach verschiedene persnliche An-sprechpartner benennen. Dabei kann es sich um Klassen- oder Vertrauenslehrer oder auch um Mitschler als Paten handeln. Eine solche Vertrauensperson knnte auch dabei helfen, Lehr- und Lernmaterial (zum Beispiel Lehrerkopien oder gebrauchte Lehrbuchexemplare) zu beschaffen. Beson-ders bietet es sich an, dafr ehemalige deutsche Austausch-schler Ihrer Schule anzusprechen erfahrungsgem jedoch nicht die Gastgeschwister der Austauschschler, da diese oftmals bereits zu Hause in hnliche Aufgaben einge-bunden sind.

    Es ist ebenfalls hilfreich, Ihr Kollegium ber die Aufnahme der Austauschschler zu informieren, insbesondere dieje-nigen Lehrer, die sie unterrichten werden. Wir begren es, wenn Sie die Austauschschler ihren Klassenkameraden und Lehrern am Schuljahresbeginn offiziell vorstellen.

    Es kann den Schlern bei der Vorbereitung auf den Unter-richt zudem helfen, wenn ihnen kurze schriftliche Darstellun-gen des laufenden Unterrichtsstoffes zur Verfgung gestellt werden. In einzelnen Fchern wie zum Beispiel Deutsch eine jngere Jahrgangsstufe fr sie auszuwhlen, kann den Integrationsprozess ebenfalls beschleunigen (siehe Seite 13).

  • OrganisatorischesDurch Rckmeldungen von Schulen, Gastfamilien und den Schlern selbst wissen wir, dass sich einige Fragen und The-men immer wieder stellen. In diesem Kapitel haben wir daher einige der wichtigsten organisatorischen Informationen und

    Tipps rund um den Aufenthalt eines Austauschschlers an Ihrer Schule zusammengestellt. Sie finden sie auf den folgen-den Seiten nach Stichworten sortiert.

  • 13Organisatorisches

    Einstufung in den JahrgangAustauschschler von YFU besuchen in der Regel die 10. oder 11. Klasse eines Gymnasiums, die Oberstufe einer Gesamt-schule oder eine Realschule. Die Entscheidung ber die Ein-stufung sollte am besten in Absprache zwischen der Schule und der Gastfamilie gegebenenfalls auch gemeinsam mit dem Jugendlichen selbst getroffen werden. Zum einen soll-ten die sprachlichen und fachlichen Kenntnisse, zum anderen aber auch soziale Gesichtspunkte wie Interessen, Alter und Persnlichkeit bercksichtigt werden.

    Fr die Einstufung in die Oberstufe an einem Gymnasium spricht das Kurssystem mit seinem flexibleren Stundenplan. Andererseits hat ein Klassenverband in einem jngeren Jahr-gang fr den Jugendlichen den groen Vorteil, dass sich ein-facher feste Kontakte ergeben und er sich besser an seinen Klassenkameraden und seinem Klassenlehrer orientieren kann.

    Wenn eine Gastschwester oder ein Gastbruder im gleichen Alter ebenfalls Ihre Schule besucht, empfehlen wir dringend, dass die Jugendlichen nicht in dieselbe Klasse kommen. So kann sich der Austauschschler einen eigenen Freundeskreis aufbauen und mgliche Eifersucht vermieden werden.

    StundenplanEin individuell zugeschnittener Stundenplan kann hilfreich sein, besonders dann, wenn der Austauschschler ber nur geringe Deutschkenntnisse verfgt. Zum Beispiel kann er am Deutschunterricht einer jngeren Klassenstufe teilnehmen, der seinen Sprachkenntnissen am ehesten entspricht, und ein Ersatzfach anstelle einer weiteren verpflichtenden Fremd-sprache belegen. Die meiste Unterrichtszeit sollte er aller-dings mglichst mit Gleichaltrigen verbringen.

    Hausaufgaben, Klausuren und NotenWir erwarten von unseren Austauschschlern, dass sie die Schule nicht nur besuchen und dort ihre Zeit absitzen, son-dern dass sie sich so gut wie mglich in den Lernbetrieb und die Schulgemeinschaft eingliedern. Dazu gehren selbstver-stndlich auch die aktive Teilnahme am Unterricht, Hausauf-gaben, Noten und gegebenenfalls nach einer ersten Anlauf-phase Klausuren und Prfungen.

    SchulbcherEinige der Jugendlichen kommen aus finanziell benachteilig-ten Familien und haben daher nur wenig Geld zur Verfgung. In diesen Fllen mchten wir Sie bitten, dem Austauschsch-ler bei der Anschaffung von Schulbchern entgegenzukom-men. Es wre schn, wenn Sie ihm gebrauchte Exemplare aus der Schulbcherei kostenlos ausleihen oder zu einem erm-igten Preis verkaufen knnten.

    KlassenfahrtenWir begren es sehr, wenn der Austauschschler an von Lehrern begleiteten Klassenfahrten teilnimmt und sich so-mit strker in die Gemeinschaft integrieren kann. Die Kosten trgt er in der Regel selbst. Bei Jugendlichen aus finanziell benachteiligten Familien kann YFU in Einzelfllen Mittel zur Verfgung stellen. Whrend der Fahrt unterliegt der Aus-tauschschler den gleichen Regeln wie seine Mitschler so-wie natrlich dem Jugendschutzgesetz.

    Bei YFU gefllt mir die Vielfalt an Lndern. Fr meine Schler ist es enorm wichtig, persn-liche Kontakte zu Jugendlichen aus aller Welt zu bekommen, denn viele von ihnen waren noch nie im Ausland. YFU bringt die Welt zu ihnen!

    Margit Niemann, Lehrerin fr Rus-sisch, Englisch und Geschichte an einer Sekundarschule in Sachsen-Anhalt

  • 14 Organisatorisches

    Kosten Die Schler kommen in der Regel selbst fr anstehende Kos-ten wie Fahrtkosten, Kosten fr Schulbcher oder Mittages-sen auf. Bei bedrftigen Schlern kann YFU in Einzelfllen un-tersttzen. Wenn finanzielle Frdermglichkeiten seitens der Schule bestehen, freuen wir uns, wenn diese genutzt werden erwartet wird dies aber nicht. In manchen Landkreisen ist es mglich, auch fr Austauschschler eine kostenfreie Sch-lerfahrkarte zu beantragen.

    Schulvertrag und Unterschriften Die Gasteltern des Austauschschlers sind fr die Dauer des Austauschjahres zeichnungsberechtigt. Sie knnen den Schulvertrag wie auch Entschuldigungen oder die Teilnahme- erlaubnis fr Veranstaltungen unterschreiben.

    Versicherung Alle Austauschschler verfgen ber einen ausreichenden Haftpflicht- und Krankenversicherungsschutz. Es handelt sich dabei entweder um eine von YFU abgeschlossene Gruppen-versicherung oder um eine Versicherung der leiblichen Eltern im Heimatland. Da die Jugendlichen vollstndig in den schuli-schen Ablauf integriert sind, gilt fr sie genauso wie fr Ihre anderen Schler die gesetzliche Schlerunfallversicherung Ihrer Schule.

    Zeugnis oder TeilnahmebescheinigungKopien der letzten Schulzeugnisse aus dem Heimatland des Austauschschlers gehen Ihnen mit der schriftlichen Bitte um Anmeldung an Ihrer Schule zu. Austauschschler knnen in Deutschland kein Abitur erwerben. Wir mchten Ihre Schule aber bitten, am Ende des Schuljahres eine aussagekrftige Teilnahmebescheinigung ber den Schulbesuch auszustel-len, die alle belegten Unterrichtsfcher oder Kurse auflistet und nach Mglichkeit auch eine Beurteilung der Leistungen aus den einzelnen Unterrichtsfchern enthlt.

    Uns ist bewusst, dass eine Beurteilung von Austauschsch-lern unter Umstnden nicht oder nur teilweise mglich ist. Austauschschler haben keinen Anspruch auf ein benotetes Schulzeugnis und unterschreiben vor ihrem Austauschjahr auch eine entsprechende Erklrung von YFU. Die Schler sind selbst dafr verantwortlich, mit der Schule im Heimat-land die Anrechnungsmodalitten abzuklren. Wir erwarten nicht, dass Sie entgegen Ihrer Mglichkeiten und Kapazit-ten den Wnschen des Schlers und/oder der Heimatschule nachkommen. Selbstverstndlich freuen wir uns aber, wenn es Ihnen abhngig von der schulischen Leistung dennoch mglich ist, dem Austauschschler als Anerkennung fr sein Bemhen auch Noten zu geben.

    Im Anhang finden Sie neben einem Beispiel fr eine Teil-nahmebescheinigung mit Beurteilung der schulischen Leis-tung auch eine Vorlage, die Sie sich gern von unserer Inter-netseite herunterladen knnen: www.yfu.de/lehrer/austauschschueler-an-ihrer-schule

    ApostilleEinige Austauschschler bentigen eine Apostille als Legali-sation ihres Schulzeugnisses oder ihrer Teilnahmebescheini-gung, um das Schuljahr im Heimatland anerkennen lassen zu knnen. Da das Ausstellen dieser Beglaubigung zum Teil sehr zeitaufwndig ist, kann es unter Umstnden ntig sein, das Zeugnis oder die Bescheinigung dementsprechend frh aus-zustellen. Wir mchten Sie um Ihre Untersttzung bitten, falls unser Austauschschler Sie in dieser Sache anspricht. Mehr Informationen zu Apostillen und Legalisationen finden Sie auf dem Merkblatt im Anhang.

    YFU bietet nicht nur Austausch mit dem

    englischsprachigen Raum an, sondern mit so

    vielen unterschiedlichen Lndern. Die Jugend

    der Welt soll sich kennenlernen und erleben,

    wie man in einer anderen Kultur lebt, arbeitet

    und zur Schule geht - das finde ich klasse!

    Petra Walther, Realschullehrerin fr Sport und Erdkunde in Nordrhein-Westfalen

  • 15YFU stellt sich vor

    Zwei Richtungen ein ZielWir sind davon berzeugt, dass Schleraustausch keine Einbahnstrae sein kann. Deshalb entsenden wir nicht nur Jugendliche aus Deutschland in die Welt, sondern ermgli-chen auch Schlern aus rund 50 Lndern ein Austauschjahr in Deutschland. Wir verstehen beide Mglichkeiten des Aus-tauschs als gleichermaen gewinnbringend und wertvoll.

    Engagement und begeisterungGetragen und gelebt wird unsere Arbeit von ber 2.000 eh-renamtlichen Mitarbeitern, die sich deutschlandweit mit gro-em Einsatz in allen Bereichen unseres Vereins engagieren. Zu den Aufgaben gehren zum Beispiel die Auswahl und Vorbereitung der deutschen Austauschschler und die Be-gleitung und Betreuung unserer Gastfamilien und Schler in Deutschland. Fast alle Ehrenamtlichen sind ehemalige Aus-tauschschler oder Gasteltern, die ihre Erfahrungen und ihre Begeisterung weitergeben mchten. Fr ihre Aufgaben wer-den die Ehrenamtlichen umfassend geschult und kontinuier-lich weitergebildet.

    In unserer Geschftsstelle in Hamburg sorgen darber hin-aus rund 50 hauptamtliche Mitarbeiter fr die professionelle Organisation der Programme und die Koordination der eh-renamtlichen Arbeit. Sowohl haupt- als auch ehrenamtlichen YFU-Mitarbeitern liegt die Arbeit fr und mit den Schlern und Gastfamilien am Herzen. Deswegen sehen wir eine unserer Hauptaufgaben darin, mit umfassender Vorbereitung und persnlicher Betreuung zu einem guten Gelingen des Aus-tauschjahres beizutragen.

    Qualitt und TransparenzWir legen an unsere Arbeit hohe Mastbe an, die wir transpa-rent und berprfbar machen wollen. Deshalb haben wir uns feste Qualittsziele gesetzt und diese auf unserer Internetsei-te verffentlicht (www.yfu.de/qualitaet). Als Grndungsmit-glied im Arbeitskreis gemeinntziger Jugendaustauschorgani-sationen (AJA) sind wir auerdem dessen Qualittsstandards verpflichtet.

    Das internationale Yfu-NetzwerkIn unseren Partnerlndern arbeiten wir hauptschlich mit selbststndigen YFU-Organisationen zusammen, die sich zu einem internationalen Netzwerk mit gemeinsamen Qualitts-standards zusammengeschlossen haben. bergeordnete internationale Gremien leisten einen Teil der Koordinations-arbeit. Alle unsere Partner teilen unser Verstndnis von Sch-leraustausch und sind denselben Zielen verpflichtet. Durch die oft bereits jahrzehntelangen Kooperationen haben wir feste und kontinuierliche Partnerschaften, auf die Verlass ist. Auch in unseren Partnerorganisationen arbeiten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter Hand in Hand, so dass das groe YFU-Netzwerk unseren Austauschschlern in aller Welt zur Seite steht.

    YFU stellt sich vorDas Deutsche Youth For Understanding Komitee e.V. (YFU) ist ein gemeinntziger Verein, der seit ber 50 Jahren Aus-tauschprogramme in alle Welt organisiert. Seit der Grndung im Jahr 1957 haben ber 50.000 Jugendliche mit uns ein Austauschjahr im Ausland erlebt. Schleraustausch bedeutet fr uns, interkulturelle Verstndigung persnlich erfahrbar zu machen und mit jedem Austauschschler ein Stck mehr To-leranz zwischen den Kulturen zu schaffen.

  • 16

    Colored Glasses Toleranz -workshops fr SchulklassenAkzeptanz und Toleranz sind die Grundlagen fr das Funktio-nieren einer multikulturellen Gesellschaft und fr interkultu-relle Kommunikation. Das Projekt Colored Glasses ermg-licht es Schlern, die Bedeutung dieser Werte zu erkunden. Durch Methoden wie Rollenspiele, Simulationen, Gruppen-arbeit und Brainstorming wird die Auseinandersetzung mit grundstzlichen Wertvorstellungen unserer Gesellschaft ge-frdert.

    Die Toleranz-Workshops werden fr die Jahrgangsstufen 5 bis 13 angeboten und finden fr Schulen kostenfrei vor Ort statt. Sie werden von ehrenamtlichen YFU-Mitarbeitern gelei-tet, die ber eigene interkulturelle Erfahrungen verfgen und zustzlich fr das Projekt geschult werden.

    Weitere Informationen, einen ersten Eindruck des Bildungs-angebots sowie Kontaktdaten der Ansprechperson in Ihrer Region gibt es im Internet: www.coloredglasses.de

    Schulvortrge von ehemaligen YFU-AustauschschlernYFU gibt es auch bei Ihnen vor Ort! Gern stellen wir Kontakt zu Ehrenamtlichen her, die fr Infoveranstaltungen an Ihrer Schule zur Verfgung stehen. Die Ehrenamtlichen sind meist selbst ehemalige Austauschschler und knnen Ihre Klassen aus erster Hand informieren. Natrlich ist auch die Teilnah-me an Eltern- oder Lehrerabenden mglich. Sprechen Sie uns einfach an!

    Ein Schuljahr im Ausland fr Ihre SchlerJhrlich verbringen rund 1.200 Schler mit YFU ein Jahr im Ausland. Damit mglichst viele Jugendliche am Schleraus-tausch teilnehmen knnen, vergibt YFU jhrlich rund 300 Sti-pendien an Jungen und Mdchen, deren Familien sich sonst kein Austauschjahr leisten knnten. Wir freuen uns, wenn auch Ihre Schler sich bewerben! Gern senden wir Ihnen auf Anfrage Materialien zu unseren Programmen zu. Weitere In-formationen und ein Bestellformular finden Sie im Internet unter: www.yfu.de/lehrer

    Weitere YFU-Angebote fr Ihre SchuleNeben den einjhrigen Schleraustauschprogrammen, die im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen, engagiert sich YFU auch in anderen Projekten fr Schulen. Diese mchten wir Ihnen hier kurz vorstellen.

    Die Welt zu Hause entdeckenwir freuen uns ber Ihre mithilfe bei der gastfamiliensuche!Jhrlich verbringen rund 600 Schler aus aller Welt ein Austauschjahr in Deutschland. Fr diese Jugendlichen sucht YFU das ganze Jahr ber bundesweit nach Gastfamilien, die einen Schler ehrenamtlich bei sich aufnehmen. Wir freuen uns ber Ihre Untersttzung dabei! Vielleicht knnen Sie In-formationen zum YFU-Gastfamilienprogramm an Ihrer Schule auslegen oder gemeinsam mit dem Austauschschler Infor-mationsabende fr Eltern anbieten. Sprechen Sie uns gern an: 040 227002-0, info@yfu.de. Mehr Informationen zu unserem Gastfamilienprogramm finden Sie unter: www.yfu.de/gastfamilien

  • 17Handbuch fr Lehrer und Schulleiter Anhang

    Anhang

    Beispiel-Schulbescheinigung 18

    Vorlage Schulbescheinigung 19

    Apostille Infoblatt 20

    Beispiel-Vertrag zwischen Schule und Schler 21

  • 18 Handbuch fr Lehrer und Schulleiter Anhang

    03.02.2006

  • 19Handbuch fr Lehrer und Schulleiter Anhang

  • 20 Handbuch fr Lehrer und Schulleiter Anhang

  • 21Handbuch fr Lehrer und Schulleiter Anhang

  • 22

    Dankeschn!

    Zum Schluss mchten wir Ihnen schon jetzt

    danken, wenn Sie sich dazu bereit erklren,

    eine Austausch schlerin oder einen Austausch-

    schler an Ihrer Schule aufzunehmen.

    Wir wnschen Ihnen und Ihren Schlern

    eine ganz besondere Zeit mit unserem Aus-

    tauschschler, whrend der alle Beteiligten

    viel voneinander lernen. Wir hoffen, dass Sie am Ende des Austausch-

    jahres feststellen, dass Sie sich gegenseitig

    eine groe Bereicherung gewesen sind!

  • Geschftsstelle: Oberaltenallee 6 22081 HamburgTelefon: 040 227002-0Fax: 040 227002-27E-Mail: info@yfu.de Internet: www.yfu.de

    ImprESSum Herausgeber: Deutsches Youth For Understanding Komitee e.V. Gemeinntziger Verein Trger der freien Jugendhilfe

    Spendenkonto: Commerzbank Hamburg

    BIC: DRES DE FF 200 IBAN: DE 67 2008 0000 0908 0302 01Gestaltung: dgermer.de Lena LewarkAuflage: 2.500 Exemplare YFU Januar 2014

  • Deutsches Youth for understanding Komitee e.V.

    Oberaltenallee 6 22081 Hamburg

    info@yfu.de 040 227002 - 0 www.yfu.de

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