Bewährte und innovative Ansätze hormoneller und antihormoneller Therapien

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    15-Jul-2016

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  • Gynkologische Endokrinologie 2008 6:204204DOI 10.1007/s10304-008-0286-1Online publiziert: 9. November 2008 Springer Medizin Verlag 2008

    A.Schultze-MosgauK.DiedrichKlinik fr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universittsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lbeck

    Bewhrte und innovative Anstze hormoneller und antihormoneller Therapien

    Einfhrung zum Thema

    Das Einsatzspektrum von Hormonen umfasst alle 3 Sulen der Gynkologie: Onkologie, Geburtshilfe und die Reproduktionsmedizin. Viele hormonelle Therapiemodalitten sind aus der tglichen klinischen Routine nicht mehr wegzudenken. Bei fast jeder Hormonbehandlung treten neben den erwnschten Hauptwirkungen auch Nebenwirkungen auf, die zum Wirkungsbild des Hormons gehren, aber mglicherweise den Behandlungsplan stren.

    > Die Hormontherapie entwickelt sich dank neuer Substanzklassen kontinuierlich weiter

    Somit gilt es, die Konvenienz der Applikation, die Effizienz und Sicherheit der hormonellen und antihormonellen Therapien mit ihren spezifischen Wirkungen stetig zu verbessern und dabei Risiken und Nebenwirkungsprofile zu minimieren oder gnzlich zu beseitigen. Die Forschung hat sich diese Maxime bei der Entwicklung neuer hormonaler Substanzklassen zum Ziel gesetzt. Aus mittlerweile bewhrten Therapiekonzepten ergeben sich stndig neue Anstze fr neue Einsatzbereiche. Wir mchten Ihnen in diesem Heft nicht nur bewhrte, sondern auch innovative Anstze hormoneller und antihormoneller Therapien nherbringen, wobei die potenziellen Zukunftsaussichten verschiedener Pharmaka, die sich in der Entwicklung befinden, eingehend beleuchtet werden.

    Der Beitrag von Schaudig et al. widmet sich den selektiven strogenrezeptormodulatoren (SERM). An diese inhomogene Substanzgruppe mit ihren hochspezifischen, charakteristischen Wirkungen, aber auch Nebenwirkungsprofilen werden groe Hoffnungen geknpft. Professor Neulen diskutiert den aktuellen Kenntnisstand der selektiven Progesteronrezeptormodulatoren (SPRM) und erlutert die Limitierungen eines klinischen Einsatzes. Ein interessantes Forschungsgebiet ist die Anwendung von Antigestagenen nicht nur bei Myomen und Endometriose, sondern auch bei der Prvention hormonabhngiger Tumoren, wie z. B. dem Mammakarzinom und Meningeomen. Der Beitrag von Schwenkhagen et al. fasst diesen Themenkomplex kritisch zusammen. Die Gruppe um Bohlmann et al. beschreibt die OfflabelAnwendung von Aromatasehemmern in der Reproduktionsmedizin und bei weiteren nichtsenologischen Erkrankungen. SchultzeMosgau et al. erlutern den Forschungsstand, die Wirkungsweise und die Vorteile des lang wirksamen FSH (FSHCTP) in der Reproduktionsmedizin. Dieses Pharmakon steht unmittelbar vor der Zulassung. Das Heft wird durch den Beitrag von Frau Professor Rohde abgerundet. Sie erlutert die verschiedenen Substanzgruppen von Psychopharmaka und erklrt deren Anwendung in verschiedenen gynkologischen Zusammenhngen.

    Wir hoffen, Ihnen mit diesem Heft eine interessante bersicht ber etablierte

    und neuartige Einsatzmglichkeiten hormoneller und antihormoneller Therapien zu liefern, und wnschen Ihnen viel Freude beim Studium der Beitrge.

    Askan SchultzeMosgau

    Klaus Diedrich

    KorrespondenzadressePD Dr. A. Schultze-MosgauKlinik fr Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Universittsklinikum Schleswig-Holstein, Campus LbeckRatzeburger Allee 160, 23538 Lbecka.schultze-mosgau@web.de

    204 | GynkologischeEndokrinologie42008

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