Aus dem Leben eines Taugenichts

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    12-Feb-2016

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Aus dem Leben eines Taugenichts. Annemarie Biehle Paula Thrmer Tom Warnig Hannes Pplow. Mir war es wie ein ewiger Sonntag im Gemte. Und als ich endlich ins freie Feld hinauskam, da nahm ich meine liebe Geige vor und spielte und sang, auf der Landstrae fortgehend. - PowerPoint PPT Presentation

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PowerPoint-PrsentationAus dem Leben eines TaugenichtsAnnemarie BiehlePaula ThrmerTom WarnigHannes Pplow11Mir war es wie ein ewiger Sonntag im Gemte. Und als ich endlich ins freie Feld hinauskam, da nahm ich meine liebe Geige vor und spielte und sang, auf der Landstrae fortgehend.2Indem, wie ich mich so umsehe, kmmt ein kstlicher Reisewagen ganz nah an mich heran [] und zwei vornehme Damen steckten die Kpfe aus dem Wagen und hrten mir zu. Die eine ware besonders schn und jnger als die andere, aber eigentlich gefielen sie mir alle beide. [] Die andere lachte aber in einem fort und rief mir endlich zu: Spring er nur hinten mit auf, wir fahren nach wien. Wer war froher als ich!3Sodann kam eine Kammerjungfer (wie ich nachher hrte) gerade auf mich los und sagte: ich wr ein scharmanter Junge, und die gndigste Herrschaft liee mich fragen, ob ich hier als Grtnerbursche dienen wollte?45Da nun die gndige Frau schne Blumen zu ihrem Anzuge braucht []. Ich ging in mein Grtchen und ri hastig alles Unkraut von den Beeten, und warf es hoch ber meinen Kopf weg in die schimmernde Luft, als zg ich alle bel und Melancholie mit der Wurzel heraus.6Da fiel es mir auf einmal aufs Herz, da mich wohl eigentlich nur die Tante mit den Blumen bestellt hatte, da die Schne gar nicht an mich dachte und lange verheiratet ist, und da ich selber ein groer Narr war. [] Und so nahm ich meine Geige von der Wand [] und wanderte, arm wie ich gekommen war, aus meinem Huschen und auf der glnzenden Landstrae von dannen.7Und da dus weit, sagte der eine zu mir, aber du kennst uns doch nicht? Ich schttelte mit dem Kopfe. Also, da dus weit: Ich bin der Maler Leonhard, und das dort ist wieder ein Maler Guido geheien.8Ei, lustger Gesell, du singst ja wie eine Lerche beim ersten Morgenstrahl! Sagte da auf einmal ein junger Mann zu mir, der whrend meines Liedes am Brunnen herangetreten war. [] - Also ein Maler!9Da zupfte mich jemand von hinten tchtig an den Rocksten. Es war die Kammerjungfer. Sei kein Narr, sagte sie leise, du springst ja wie ein Ziegenbock! Studiere deinen Zettel ordentlich und komm bald nach, die schne junge Grfin wartet. - Und damit schlpfte sie in der Dmmerung zur Gartenpforte hinaus und war bald zwischen den Weingrten verschwunden.10Ich stand auf einem hohen Berge, wo man zum erstenmal nach sterreich hineinsehen kann, und schwenkte voller Freude noch mit dem Hufe und sang die letzte Strophe, da fiel auf einmal hinter mir im Walde eine prchtige Musik von Blasinstrumenten ein.11Ich wute nun aber gar nicht, was ich sprechen sollte vor Respekt, da ich auf einmal so allein mit ihr war. Endlich fate ich ein Herz, nahm ihr kleines weies Hndchen da zog sie mich schnell an sich und fiel mir um den Hals, und ich umschlang sie fest mit beiden Armen.12Endehttp://gutenberg.spiegel.de/buch/4285/1Aus dem Leben eines Taugenichts Joseph von EichendorffQuelle13

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