• 1. Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.© 2010 Verlagsanstalt Tyrolia, InnsbruckUmschlaggestaltung: Patricia Karg, Thaur, www.karg-patricia.comLayout und digitale Gestaltung: Sabine Penz, WienFotografie: Gerda Eichholzer, Innsbruck, München, www.gerdaeichholzer.com; Peter Jenni, ZürichPrivatfotos: Reinke Weber, Innsbruck; Herbert Gyss, Innsbruck; Monika Wittib, Innsbruck; Patricia Karg, Thaur; u. w.Bildbearbeitung: Simona Obholzer, WienDigitale Aufbereitung und Archivierung des jahrzehntealten Fotomaterials: Andreas Usel, InnsbruckLektorat: Tyrolia Verlag, InnsbruckDruck: Alpina Druck, InnsbruckBindung: Conzella, München© 2010 Tirol Werbung GmbH, Innsbruck2ISBN 978-3-7022-2788-3E-Mail: [email protected]: www.tyrolia-verlag.at
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  • 3. k a r gp a t r i c i aa u s a p e r nBildhauereiM a l e r e iG r a f i k
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  • 5. geschaffen INHALT angeordnet als Entwicklung Verwandtschaften und Prozessabfolge mir ein Anliegen 9 Vorwort beobachtend kommentiert 10 Gästetexte ausapern 20 Patricia Karg erzählt steht zu einer Verwendung bereit 21 ein leeres Blatt umdenken 23 der kreative Prozess zeichnend berichten 30 Grafik abfolgend werkvoll 50 Bildhauerei abformen 64 Gips Farbe modellieren 70 Terralitho wachsen 106 Säule hineinfließen, begehen 122 Raum rundum erleben 132 Platz vollenden 139 Kugel kreisen 144 Scheibe sich wölben 146 Schale veredeln 148 Bronze öffnen und verzweigen 170 Blech beflügeln 175 Vielfalt durchleuchtet, geschichtet und gefügt 176 Glas gekleidet 190 Fassade um uns 204 Umraum erleben in Farbe 232 Gemälde prägnant 332 Plakat gelb, orange, rot, blau, grün 334 Impressionen lebhaft 340 Biografie eingebunden 341 Mitgliedschaften exponieren 342 Ausstellungen auflisten 344 Werkverzeichnis thematisieren und suchen 348 Stichwortverzeichnis und in Buchform gebracht 350 Layoutkonzept einzutragen 352 Sammlerblatt dankbar unterstützt 354 Sponsoren
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  • 7. Allen meinen GönnernUND GÖNNERINNENist dieses Buch gewidmet.Durch ihr Vertrauen konntevieles verwirklicht werden.Mit diesem Buch möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit undFreude an meiner Arbeit mitteilen und Sie ganz herzlich in meineWerkstatt einladen.Bildhauerin und Malerin bin ich geworden – und schon seit meinerKindheit kann ich mich dieser Aufgabe nicht mehr entziehen.Dieses Buch ist ein Werk für sich. Eine Ordnung ist weder nachSparten oder Techniken noch nach vollständiger Archivierung an-gestrebt. Jede Doppelseite soll in ihrer eigenen Weise einladen.Im Buch sind meine Gedanken um das Entstehen der Arbeitenebenso wie persönliche Erzählungen und eine Vielfalt an Werkengesammelt.Die leeren Seiten in diesem Buch sollen Sie einladen, IhrenGedanken Raum zu geben. Sie sollen zu Ihrer Verwendung stehen,für Ihre Notizen, für Ihre Widmungen, für Ihr eigenes Kunstwerk.
  • 8. Prof. Norbert Siegfried Amerstorfer Ing. Lothar Bitschnau Maler, Grafiker und SchriftstellerUnternehmer und Erfinder Hall in Tirol im Sommer 1990Nenzing im August 2010 Für Patricia Karg strömt Bild, Akt und Skulptur aus Als Kinder spielten wir, einer ergiebigen Quelle aus Geist, Dynamik undarbeiteten, unbemerkt und oft ohne Anerkennung. einer sehr empfindsamen Seele. Dabei steht sie fest und unerschütterlich in der Realität des bild- Aufmerksam, konzentriert, haft natürlichen Ausdrucks. voller Motivation und Energie Gottlob – ohne Allüren. schufen wir Werke und glückliches Leben – Teil der Erinnerung. Die Spannung aus Neugier und Sehnsucht lief unserem Schöpfen voraus und zog uns Spur in junge Welten. Patricia spielt noch immer, im kleinen Kreise Auserwählter, die es nicht lassen können, Körperseelen Form zu geben und Farbenwesen einzukleiden ... unseren Augen Glanz zu schenken. ... und wir, wir atmen tiefstes Glück, ihr Werk zu kennen.10
  • 9. Brief:Dietmar HospEngelbert GitterleGaleristBildhauerNassereith/Tirol im Oktober 1992Urgen im Oktober 1992Durch die Empfehlung eines Bekannten, Univ.-Prof. Dr. Werner Lin- Lieber Dietmar, Urgen, 12.10.1992dinger, lernte ich die Künstlerin Patricia Karg im Jahr 1992 ­ ennen. kWir trafen uns in Nassereith und saßen einige „Nachtstunden“ vorich habe gestern die Galerie kurz nach dem Vortrag von ­ atricia Karg Pdem flackernden Feuer unseres Außenkamins hinter unseremverlassen. Ich wollte mich keinen Gesprächen mehr ­ ussetzen. Ich aHaus. Nach einigen Gläsern Wein entstand eine äußerst angeregte,war sehr berührt von der Ausstrahlung dieser großen, gescheiten,p­ ositive und offene Unterhaltung, und wir beschlossen, eine Aus- äußerst positiven, ja wirklich genialen Frau, von ihrer Arbeitskraft,stellung mit neuen Bildern, Skulpturen und Grafiken der Künstlerinihren Lebensanschauungen!zu organisieren und im Oktober desselben Jahres zu präsentieren.Ich sehe in ihr derzeit die größte Begabung in Tirol. Freilich, dasSalz des Lebens hat sie noch nicht gekostet. Seien wir darüberDie Ausstellung verlief sehr erfolgreich, obwohl die Künstlerin imfroh. An ihr bewundere ich vor allem, was mir seit je abgegangenTiroler Oberland mehr oder weniger noch unbekannt war. So heißt ist – ihr Selbstbewusstsein, das aber äußerst sympathisch, nie ver-es im Text einer Oberländer Lokalzeitung als Schlusssatz: „So ist klemmt, hemmungslos oder arrogant wirkt. Ich freue mich, dasses dem Galeristen Dietmar Hosp wieder einmal gelungen, Werkeder Schöpfer immer wieder solche „Mozarte“ hervorbringt.einer jungen Künstlerin der breiten Öffentlichkeit vorzustellen!“Dir gratuliere ich herzlich, freue mich auch über Deinen Erfolg undAm letzten Tag der Ausstellung lud Patricia Karg zu einem Vor-grüße Dich und Deine liebe Frau!trag in unserer Galerie ein und berichtete in überzeugender Weise Engl Gitterleüber ihre künstlerische Tätigkeit.Der Oberländer Künstler Engelbert Gitterle verließ, ohne sich zuPatricia Karg gehört inzwischen zu den führenden Künstlerpersön-verabschieden, kurz nach dem Ende des Vortrages die Galerie.lichkeiten Tirols und ihr Schaffen ist längst auch über die GrenzenNach zwei Tagen bekam ich folgenden Brief:unseres Landes hinaus geschätzt und anerkannt!
  • 10. Dr. Reinhold Stecher Altbischof Rum im Dezember 2005 Wenn ich das Werk Patricia Kargs betrachte, möchte ich nicht so tun, als wäre ich ein Kunstexperte. Ich bin es nicht. Ich vermag nicht, mit treffenden Worten kunstgeschichtliche Be­ züge und geistvolle Hintergründe aufzudecken. Dazu fehlt mir das Fachwissen. Ich muss die Dinge mit der Naivität des schlichten Betrachters und einem gewissen seelsorgerlichen Gespür ins Auge fassen. Und von daher weiß ich, dass unsere wohlorganisierte, technisch perfekte und mit tausend Wortfetzen vernetzte und trotzdem z ­ iemlich anonyme und vermasste Welt Gegengewichte braucht. Eine dieser Gegengewichte ist jene Art von Kunst, die uns ver­ stehend anspricht und ermunternd grüßt (es gibt ja auch Formen, die nur verstörend belasten und Abgrund, Düsterheit, Ausweg­ losigkeit und Ekel präsentieren). Das Werk Patricia Kargs grüßt mit Farben, Formen und Ideen den Menschen in der Welt von heute und macht damit das Leben ein wenig humaner, ohne das Schwere des Daseins wegzuschönen. Und im Bereich moderner religiöser Kunst gehört sie zu jenen, die die Brücke zu den Menschen zu schlagen verstehen. In der kirch­ lichen Kunst ist diese Fähigkeit ja immer besonders gefordert, weil Kirchenbesucher nicht einfach mit jenen identisch sind, die sach­ kundig durch Galerien wandern. Jedes Mal, wenn ich den Brunnen in der Eingangshalle unserer Privatklinik in Hochrum sehe, mit der kreisenden Kugel in den farbigen Bögen, geht ein Hauch von tröstlichem Leben durch das Krankenhausfoyer, eine ferne Erinnerung an jenen Regenbogen, den Noah nach der Sintflut als Zeichen des Bundes über dieser12 belasteten Welt gesehen hat. So ergreife ich gerne die Gelegen­ heit, hier für diese Kunst zu danken.
  • 11. Dipl.-Ing. Norbert HeltschlArchitektImst im Oktober 2006Es war gerade noch rechtzeitig, als meine architektonischenA­ ktivitäten durch den Auftrag zur Umgestaltung des inzwischen50 Jahre alten Tivolibades herausgefordert wurden.Ich habe unter der Bedingung angenommen, dass das Gesamt­So wenig man KUNST in Worte fassen kann, so sehr beeindrucktkunstwerk (BAUHAUS) als Klassische Moderne im Zusammen­mich das Bekenntnis von Patricia Karg:wirken mit Künstlern gestaltet werden kann. Dies geschah schonmit hervorragenden Künstlerinnen und Künstlern beim Neubau,„Durch meine Arbeit möchte ich den GEIST der Menschen er­ auen bdie dann auch konsequent dieses mein Vorhaben im Sinne des und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die SEELE sein.“Gesamtkunstwerkes realisiert haben.Das künstlerische Wirken von Patricia Karg als Malerin, Bild­ auerinhDie Kunst unserer Zeit muss MODERNE, von uns geschaffeneund Grafikerin war mir aus Katalogen, Ausstellungen und durchFormen widerspiegeln, die unserem Anspruch, unseren Inten­A­ rbeiten im öffentlichen Raum bekannt. Patricia Karg schien für tionen entsprechen und diese veranschaulichen. Es gilt nicht nurmich aufgrund ihrer allseits geschätzten und gelobten Gestaltungen zu erkennen, sondern es gilt zu erfühlen. Die bloße Übernahmefür die Zusammenarbeit hoch qualifiziert und geradezu ­ rädestiniert p des Sichtbaren kann nicht die Herausforderung sein. Der Inhaltzu sein. Die Vielfalt ihrer künstlerischen Zeugnisse ebenso wie ihrerschließt sich nur durch die Auseinandersetzung mit dem hochexperimentelles Werk sind Bestätigung für ihren ­ irtuosen Umgangvqualifizierten künstlerischen Werk.mit Farben und Formen. Gerade das ­ xperiment ist – in all seinen EErscheinungsformen – das eigentliche Freiwerden geistiger Mög­ Zum Schluss noch eine Bemerkung betreffend meiner Liebe zumlichkeiten aus den Klammern eines einseitigen, letztlich primitivengrafischen Werk von Patricia Karg.Intellektualismus. Anlass sind die hervorragenden Bleistiftzeichnungen aus dem Jahr 1993, die Patricia Karg mit folgenden Worten unterstreicht:Mit künstlerischen Erfahrungen solchen Ursprungs konnte sodann „Einen Strich zu ziehen bedeutet, einen Gedanken haben, eineauch völlig frei und unbeschwert ein Gestaltungskonzept ent­ ickelt w Vorstellung zu haben und diesen zu folgen ... Es gibt nur einewerden.S ­ ache, die edel ist und unserem Wirken zugrunde liegt, das ist die Zeichnung.“Und am Ende dann das überzeugende Resultat: Patricia Karg hatUnd diese ihre Erkenntnis sollte auch für die ARCHITEKTURdie Farbe gekonnt in das Erscheinungsbild der Architektur ­ntegriert. i g ­ elten, welche sich vom Gigantismus zum Minimalismus bewegenSie hat durch die relativ neutrale, aber sehr bewusst gesetzte Farb­ e­gmöge.bung eine über zeitgeistige Tendenzen hinaus­eichende Lang­­ rlebig­ Ich jedenfalls freue mich auf den Kunstkatalog und bin natürlichkeit erreicht – weder Zeitgeist noch Zeitentwicklung noch kurz­ristigefschon gespannt auf die entsprechende Würdigung der hochMode­ rscheinungen können diese Form der Eigen­ tändigkeit, esq ­ ualifizierten künstlerischen Zeugnisse von Patricia Karg. Denn­ iesen ganz persönlichen Zugang, gefährden. So ge­ ehen war fürd ses ist eine Liebeserklärung an die Schönheit.mich die Erfüllung eines Gesamtkunstwerkes ge­ eben. g
  • 12. Robert Schneider Schriftsteller Götzis im Januar 2006 Die Farbe des Fühlens – eine Note zu Patricia Kargs Arbeiten Mit beharrlicher Regelmäßigkeit verstößt die Malerin und Bild­bisher unbekannten Künstlers 2.000 Euro kostete und in drei hauerin Patricia Karg gegen den feuilletonistischen Kanon der J ­ ahren plötzlich 200.000 Euro kostet, muss an dem Bild wie an zeitgenössischen Kunst. Indem sie dem allgemein verbindlichen,dem Künstler schon was dran sein ... strukturell-reduktiven Konzept von Kunst eine geradezu explo­ dierende Fülle an nicht kongruenten Farben und Formen ent­Patricia Karg ist eine Künstlerin, die sich um den theoretischen gegenhält, wird sie zu einem „Fall“ in der österreichischen Ge­ Diskurs wenig schert, weil dieser Diskurs dem Kunstschaffenden genwartskunst. Ihre Arbeiten erregen ebenso viel Bewunderungan und für sich fremd ist. Sie kommt mit diesem Diskurs – und den wie sie Ärgernis und Kopfschütteln provozieren. Kargs Werk istVerletzungen wie den Freuden, die daraus resultieren – immer nur von einer derart wuchtigen, exaltierten Buntheit, dass es manch dann in Berührung, wenn das Bild gemalt, die Skulptur gegossen einem Sachverständigen den Atem verschlägt. Da wird schnell ist und sich also auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten behaupten soll. eine Schublade aufgetan, und auf der Schublade steht mit kalli­ Den Schaffensprozess selbst tangiert das wenig. Emil Nolde soll graphischer Schrift: Emotion ist gleich Irrationalität. einmal gesagt haben, das Entwürdigendste sei ihm stets gewe- sen, ein Aquarell erklären zu müssen, um dafür einen günstigen Der Kunst das Fühlen zu verbieten heißt aber, die Kunst überhaupt Preis zu erzielen. Und darin liegt eine sehr tiefe, schmerzliche Er- abschaffen. Das ist der theoretische Kunst- und Architekturdiskurskenntnis. Die Kunst unserer Zeit scheint ihrem ureigenen Medium der letzten sechzig Jahre. Indem man glaubt, die Kunst von dernicht mehr zu vertrauen – nämlich der Wortlosigkeit. Sie bedarf Emotion abspalten zu können – Emotivität führt angeblich in die offensichtlich der Adelung durch das Wort. Sie braucht die Krücke Barbarei –, hofft man eine Kontrollinstanz gegen alles Bedrohlicheeines theoretischen Unterbaus. Viele Geister müssen zuerst über und Angstmachende zu haben. Aber Gefühle sind nicht linear, das Kunstwerk reden, ehe es etwas gilt. Es muss durch die ­ edien M von sachlicher und struktureller Transparenz. Ganz im Gegen­gegangen sein, in provozierender oder nicht provozierender Weise, teil! Gefühle erzeugen – sofern man von theoretischen Konzep­ wie auch immer. Dann erst ist der Künstler etwas wert. ten verstellt ist – zuallererst Unbehagen. Nirgendwo sonst wird in unserem Alltagsleben so verhohlen emotional gestritten wie über In diesem Sinn ist Patricia Kargs Kunst nichts wert, behält ­ ämlich n Kunst. Freilich immer unter dem Deckmantel einer Autorität, die bei ihre Unschuld und bleibt unverdorben. Und es ist dieser unge- genauerem Hinsehen und Nachfragen ihre ästhetischen und ge­ stümen Künstlerin nur zu wünschen, dass ihr all der unerschöpf- sellschaftlichen Prämissen nicht erklären kann, geschweige denn liche Reichtum an Farben und Formen erhalten bleibt. Der eben will. Das wäre dann wie mit dem Märchen von dem Kaiser und sei­ erwähnte Emil Nolde soll auch gesagt haben, dass, als gewisse nen neuen Kleidern. Kunst kann nicht gemessen, ge­ ogen oderwKreise seine Aquarelle plötzlich zu sammeln anfingen, er unter irgendwie berechnet werden. Niemand kann empirisch beweisen,g ­ roßer Irritation gelitten habe. Ein Leben lang habe er gegen den14 was gute Kunst ist oder eben schlechte. Geadelt wird Kunst im Geschmack der Zeit gemalt und nun werde er plötzlich Geschmack schamlosesten Fall durch den Kunstmarkt. Wenn das Bild einesder Zeit. Da könne etwas nicht mehr stimmen an seiner Arbeit.
  • 13. Mag. Dipl.-Ing. Thomas HäusleDirektor der Kunsthalle WienPräsident des Vorarlberger KunstvereinesDornbirn im Februar 2006Patricia Karg wünscht sich, Menschen durch ihr Werk zu beseelen. „Kunst soll man nicht verstehen, sondern erleben und fühlen“,Dieser Mission folgend ist ihr ein besonderes Kunststück gelungen. meint Patricia Karg. Das ist der Pfad der Annäherung. Der helfendeEin Kunststück höherer Ordnung gleichsam. Sie beseelt einerseits Faden ist die Leidenschaft, die Lust und die Emotionalität. Darineine stets wachsende interessierte Gemeinde aus Kunstliebha- allein vereinen sich Material, Farbe, Form und Mensch zum Werk.bern mit ihren Werken, sie beseelt jeden, der mit ihr in Kontakt tritt Das Positive wird uns dabei nicht vorgetäuscht – es wird uns vor-persönlich und sie beseelt sich selbst, indem sie sie sich in ihremgelebt, vorgemacht. Die Harmonie und Kraft der Farben stellt sichSchaffen immer aufs Neue findet und manifestiert. Authentizitätbewusst und siegessicher in Konkurrenz zur Aggressivität der For-zwischen Mensch und Werk, stete Präsenz der Absicht und Kon- men und Materialien.gruenz zwischen emotionaler Absicht und künstlerischer Wirkungprägen das Werk und das Leben von Patricia Karg. Die Kunst der Patricia Karg fragt nicht und gibt keine ­ ntworten, A sie deutet nur und zeigt. Sie versucht voller Leidenschaft, es unsDie künstlerischen Mittel sind dabei auffallend vielfältig, denn einfach etwas angenehmer zu machen. Und weil es uns so schwer-das Talent sprengt jede feste Definition von Technik und Material. fällt, das anzunehmen, macht sie es aktiv und intensiv und des-Skulpturen, Bilder, Objekte, Zeichnungen, Installationen, Inszenie-halb wirkungsvoll und treffsicher. Emotionen sind alles, was ­ iesedrungen gefertigt auf Leinwand, Textil, Papier geschaffen aus Stein,Kunst ausdrücken will – Emotionen, Leidenschaft und Lust. EsMetall, Glas – nein, derart kommt man Patricia Karg und ihrerist kein Streben darin zu finden, außer nach Harmonie. Es ist keinKunst nicht näher, nicht an sie heran. Die Vielfältigkeit der Techni-Verständnis gefordert, außer dem gegenseitigen. Es sind keineken und Materialien, der Interessen und Aktivitäten hilft uns nicht, Worte notwendig, sondern Gefühle. Es ist keine Reflexion gefragt,die Künstlerin zu verstehen, sie hilft uns lediglich, uns zu verirren in s ­ ondern Bereitschaft. Hier wirkt das Bedürfnis eines Menschen zuder Ratio möglicher Reflexionen, welche die Künstlerin möglicher-erfreuen, zu geben, zu erweitern und zu leben – zu beseelen eben.weise provoziert, keineswegs aber beabsichtigt.
  • 14. Mag. Ilse Abka-Prandstetter akademische Malerin Aldrans im März 2007 Wo liegt die Basis eines Künstlers? Liegt sie dort, wo das Spiel mit Farben und Formen zum RauschDu stellst dich auf die Auftraggeber ein und versuchst sie in Deine wird? Oder dort, wo Farben und Formen zum AusdrucksmittelWelt zu führen – das ist eine Deiner großen Stärken. Du agierst auf menschlicher Erlebnisintensität dienen?sie zugehend, bis auch die Erfordernisse des Raumes mit Deiner Für mich findet Kunst immer auf dem schmalen Grat statt, wo Ver­ Arbeit zu einer Einheit verschmelzen. stand und Emotionen einander begegnen. Beide singen wir das Lied der Farben, das zur Musik der Augenwerden soll. Du hast die Frage in Deiner Arbeit immer wieder beantwortet – all Deine künstlerischen Aussagen stehen als ein Zeichen ­ einesD Und noch etwas: In einer Bildfigur sich zu drehen, von oben nach Kommunikationswillens. Du arbeitest, nicht um Dich zu be­riedigen,f unten, von rechts nach links, um ins Zentrum zu sehen, ist eine sondern um anderen (wie du selbst sagst) Freude zu machen. Wie deiner großartigen Bildfindungen. gerecht ist es doch, dass diese Freude auf den Erzeuger zurück­Ja, das Zentrum zu sehen. – Ist die Welt nicht durchzogen von fließt! Ich genieße Deine offene, faszinierende Ausstrahlung. WieTerror und Gewalt? Wie sehr braucht sie die Zeichen der Freude! aus ­ inem angefangenen Bild trittst Du aus Dir heraus und voll­ eMuss man sich nicht immer wieder fragen, ob es notwendig ist, endest Dich in Deinem Äußeren. dass die Kunst auf die dunklen Seiten der Welt den Finger hältund darin herumwühlt; ist doch die Tragik selbst durch kein Auf­ Wie war doch eine unserer ersten Begegnungen? Es war bei ­ inem ezeigen zu überbieten und deutlicher zu machen. Wettbewerb, der von der Jungen Industrie für Künstler gestartet wurde. Und nicht ganz ohne Dein Zutun hab ich damals einen Zeigt die Welt nicht offen ihre Wunden, wenn man spürt, Preis gemacht, obwohl Du ja selbst mit Deinen Zeichnungen ver­ wie sehr sie der Fröhlichkeit und Freude bedarf? treten warst. Damals wusste ich: Du bist neidlos. Wie selten kannHeilt man nicht auch Wunden eher mit Balsam? man das von Kollegen sagen ... Später sind wir uns dann immer wieder bei Wettbewerben begegnet, und jedes Mal lächelten wirIch hoffe, dass wir in unserer Arbeit dieser Frage nachgehen werden. uns wissend zu – kennen wir doch beide das Spiel vom Glück und In Freundschaft, Ilse Zufall der Entscheidungen. Wie oft aber konntest Du Dich erfolg­ reich durchsetzen.16
  • 15. Dr. Volkmar Käppl Baurat h. c. Prof. Hubert PrachenskyKunstsammlerArchitektWien im Juni 2007 Innsbruck im Herbst 2007Mensch sein.Was ich bei den Kunstwerken von Patricia Karg empfinde. Für die Künstlerin Patricia KargMensch sein. Ausgeliefert sein. Dem Schicksal und der Umwelt. Der Dreiklang der Bildenden KünsteSchmerzen ertragen, Zuwendung erfahren, Geborgenheit ­ e­ ießen. g nArchitektur – Malerei – BildhauereiFragen stellen, Antworten hinterfragen, den Willen durchsetzen. ist ein wichtiger Teil der Weltkulturen.Scheitern und erneut versuchen. Erfahrungen ­ achen, lernen, Ent-mwicklungen durchleben.Es ist schön, dass wir dabei sein können.Leben. Existieren. Ziele setzen. Bewusst leben. Reflektieren. Miss- Herzlicherfolge verkraften und zornig sein. Meditieren. Erfolge feiern undHubert Prachenskyglücklich sein. An etwas glauben.Allein sein. Mit mir. Mit meiner Meinung. Zusammenarbeit suchen.Miteinander. Zusammensein erleben. Ineinander. Geistig und kör-perlich.All das ist für mich aus dem künstlerischen Werk von Patricia Kargherauslesbar. Es findet Ausdruck. In ihren Bildern und in ihrenSkulpturen. Sie machen sichtbar und sie regen an. Zu Gedanken.Sie machen auch bewusst. Mensch zu sein.
  • 16. Prof. Dr. Andreas Kühne Historiker und Kunsthistoriker, Honorarprofessor an der Akademieder Bildenden Künste in München, Kunstkritiker (u. a. für die Süddeutsche Zeitungund die Antiquitäten Zeitung), AusstellungskuratorChristoph Sorger Metamorphosen der plastischen Form Autor und Übersetzer, Kunstjournalist,Anmerkungen zum Werk von Patricia Karg Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Leipzig München im Juli 2007Die Verwandlungen von Linien und organischen Gebilden, von Blütenblättern, Schriftformen und Tanzbewegungen waren es, die Künstler und Publikum um 1900 faszinierten. Werner Hofmann, einer der Theoretiker der Moderne, hat einmal als wichtiges Erbe dieser Zeit die Einsicht bezeichnet, dass alle Form Metamorpho- se ist. Seit er diese Feststellung traf, sind gut fünf Jahrzehnte ver- gangen, und manches, was damals Erbe schien, ist inzwischen aufgebraucht. Seitdem ist die Kunst in ihre „posthistorische P ­ eriode“ eingetreten und hat den Künstler aus dem Zwang ent- lassen, ­ iner „korrekten historischen Linie“ zu folgen. Patricia Karge gehört einer Generation an, für die jene Freiheit bereits eine Selbst- verständlichkeit ist. Wenn irgendein Erbe für sie noch verbindlich ist, dann diese von Hofmann formulierte Erkenntnis. Angesichts ihres ­ lastischen Werkes, das sich seit rund zwei Jahrzehnten inp einer staunenswerten Variationsbreite entfaltet, drängt sich dieser Gedanke geradezu auf. Mit großer Unbefangenheit hat Patricia Karg ein plastisches R ­ epertoire entwickelt, das Mimetisches einschließt – vorzugs­ eisew Formen des menschlichen Körpers, der Tier- und der Pflanzen- welt – und in dem das abbildhaft Organische vielfältig variiert wird. Bis hin zum fantastisch Organoiden. Der reinen Stereometrie be­ gegnen wir in diesem Repertoire nur in selten angestrebten Grenz- bereichen. Patricia Karg folgt dabei keinem Kalkül. Ihre Gebilde sind keine ­ aterialisationen abstrakter Formzusammenhänge oderM i ­ntellektueller Konstrukte. Sie entstammen einem Wirklichkeits­ bereich zwischen reinem Sinneseindruck und reiner Kognition, den Henry Corbin als „imaginal“ bezeichnet hat. Einem Bereich, dessen Bilder an unsere Vorstellungskraft appellieren. Patricia Kargs Form- findungen berühren uns häufig durch ihren emotionalen, direkten18 und unverstellten Ausdruck. Ähnlichkeitsbeziehungen zu Objekten der „realen“ Welt spielen dabei eine untergeordnete Rolle.
  • 17. Letztlich ist es der Prozess des Lebens selbst, der im mundus prozesse widerspiegeln. Bei der Betrachtung der vielen Arbeitenimaginalis bildhaft erfahren werden kann. Patricia Kargs Arbeiten Partricia Kargs in Kugelformen, in denen sich menschliche undleben alle auf die eine oder andere Weise von der Verbindungv­ egetabilische Formen verschlingen, auseinander hervorgehenmit dieser Welt der inneren Bilder und ihrer Dynamik. Um ­ iesedoder ineinander übergehen, mag man an eine frühe griechischeDynamik in sicht- und tastbare Gegenständlichkeit zu übersetzen,Kosmogonie denken, die schon ein philosophisches Gedanken-bedient sie sich einer Vielzahl von unterschiedlichen formalengebäude ist, aber in ihrer Bildhaftigkeit dem Mythos noch sehrM­ itteln. Im Ergebnis entsteht „reine Kunst“, die für sich stehen nahe­ teht. Sie stammt von Empedokles (483/82-424/23 v. Chr.),skann, oder „angewandte Kunst“, die in sakralen oder profanen, dem legendenumwobenen, griechischen Philosophen und maß-zumeist öffentlichen Räumen Akzente setzt. Holz, Bronze, Stahl, geblichen Begründer der Lehre von den vier Elementen. Empe-Marmor, Glas oder Kunststein dienen dabei als Material, und dokles hatte die Vision eines Universums, das im Wechsel vonhäufig tritt eine satte, sorgfältig abgestimmte Farbigkeit hinzu, die den beiden kosmischen Prinzipien Liebe (Philotes) und Streit bzw.Bewegung und Volumen energisch betont, aber auch zurück-Hass (Neikos) beherrscht wird. Die Liebe bewirkt, dass Feuer, Luft,nehmen und Massen ins nahezu Gewichtslose auflösen kann.Wasser und Erde sich miteinander verbinden, der Streit bedingt ihrWerden und Vergehen, Einssein und Loslösung, Glück, Schmerz Auseinanderfallen. Unter der uranfänglichen Herrschaft der ­ iebe Lund Tod, Untergang und schwereloses, selbstvergessenes Spielbildeten sie einen Sphairos, d. h. eine vollkommene, als göttlich ge-finden ­hren Ausdruck in Gebilden, die nicht nach stilistischem idachte Kugel. Der wachsende Streit verursachte einen Wirbel undPurismus fragen, sondern als bildhafte Analogien der Meta­damit ihre Separation, d. h. die Differenzierung der kosmischenmorphosen des Lebens betrachtet werden können. Strukturen und Elemente. Wenn die Krise aber ihren HöhepunktFormal strukturiert werden diese Plastiken von den beiden überschritten hatte und die Liebe sich wieder aus­ reitete und derbA­ spekten, unter denen Entwicklungsprozesse überhaupt vor­Streit sich zurückzog, „entstanden alsbald sterbliche ­ esen […].Wgestellt und erlebt werden können: von linear gerichteten AbläufenUnd aus ihnen ergossen sich, wie sie sich so mischten, un­ ählige zoder zyklisch in Spiralen zu ihrem Ausgangspunkt zurück­ ehrende kScharen sterblicher Geschöpfe, in tausenderlei Ge­ talten, einsbzw. diesen umrundenden Bewegungen. In plastische Werte über- Wunder zu schauen“. Dieser Prozess wiederholt sich von Äonsetzt heißt dies: in den Raum ragende, ausgreifende Strukturenzu Äon. Das Werden ist diesem Bild ebenso eingeschriebenoder runde Formen. Es gibt kaum eine Arbeit von Patricia Karg,wie das Zerfallen. Da unser Leben sich zwischen beiden Polenbei der nicht das eine oder andere dieser Momente dominierenb­ ewegt, können uns Bilder und Objekte wie die von Patricia Karg,würde. Letztlich sind es archetypische Bilder, die hier durchschim- die ­ iesen Prozess veranschaulichen und damit bannen, immerdmern, Bilder, die sowohl mikro- als auch makrokosmische Lebens­ w­ ieder aufs Neue berühren.
  • 18. Karg Patricia akademische Bildhauerin und Malerin ausapern soll mein erstes Buch heißen. (aprire <lat.>, öffnen, aufmachen, sichtbar machen, entblößen,Ein weiSSes Blatt Papier – Beginn für vieles. Der Liebes- aufdecken, zeigen, klarmachen, offenbaren, enthüllen; viam ­ prireabrief, der Plan für dein Haus, das zerknüllte Blatt am Boden, der – bahnen, eröffnen) Papier­ ieger, der deinen Übermut zeigt, das brennende Blatt fl mit der Faszination des Feuers. Erneuerung und Veränderung Wie eine zugeschneite Landschaft, sanft, ohne Konturb ginnen mit diesem Blatt. ­ e­­ und ohne Profil glänzend, lädt diese zur Berührung ein. Fasziniert und mit etwas Respekt zieht unsere Neugier die erste Spur in dasMit jedem meiner Werke sitze ich vor dem perfekten Nichts, und unberührte Feld. Ein Zeichen der Zeit und des Seins wird damitich lasse meine Leidenschaft ausapern. sichtbar. Ich beginne zu zeichnen, und die Hand übt sich darin, umzu­ etzen s Es ist der erste Strich am weißen Blatt Papier. und aufzuzeichnen, was dem Geist entspringt. Es ist die ausgeführte Bewegung deiner Hand, welche damit sicht- bar bleibt und einen Reiz für dein Auge darstellt. Vor dem weißen Ein Bild entsteht ... Die glatte Perfektion der weißen Lein- Blatt sitzt du, bei deinem ersten Aufsatz, alles ist möglich. Es gibt wand weicht meinem Wirken. Ich will die weiße Schneelandschaft dir die Voraussetzung für dein Ich, deine Vision, deine Klage, deinebesitzen, ich tanze darauf und markiere sie. Der Wille zur Idee baut Erinnerung, du schreitest in dein Schneefeld. Die Zeichnung teilt das Bild. Die Farben bilden Kontinente. Linien benötige ich, um das Feld, vernetzt die Gedanken zu Geweben. einzufangen, was die Geschichte des Bildes ausmachen wird. Es wird aper. Die Landschaft wird erkennbar. Man spürt denWenn mich Verliebtheit in meinem Handeln blind macht und ­ abeid C ­ harakter des Bodens. Die Linien am Blatt, die Spuren im Schneezuviel geschehen lässt, erstarrt das Werk und stirbt. Das hingegen und die Falten auf deiner Haut sind Kundwerk von dir. p ­ erfekte Ende im Bild zu finden ist ein sehr einsamer Prozess.20
  • 19. Der kreative Prozess ebenso wie die Abfolge der Werke Der Bleistift erzählt den Gedanken, das Gefühl aber verlangt nochin diesem Buch ist eine Entwicklung, bei der das eine aus dem nach der Stimmung durch die Farbe. Das ursprüngliche Materialanderen erwächst. Keine meiner Arbeiten entsteht isoliert.wie Holz, Stein oder Metall wird durch die Bearbeitung in seinerUnd so möchte ich Ihnen an dieser Stelle auch gern den WegE­ igenart sichtbar. Es wird angeschnitten, angeschliffen, ­ ezeichnetbmeines kreativen Vorgehens aufzeigen, und das vorwiegend im und bemalt und wieder bearbeitet. All die Spuren des Suchensmanuellen Sinne.nach dem Ausdruck addieren das Werk und verändern die ­ arben.F.... habe eine Sehnsucht, suche nach einer Botschaft, erfinde dichEs wird bunter, und erst durch die intensive Bearbeitung wird esselbst, denke und zeichne, begehe den Weg, ich verändere ­ einenm mehr und mehr das Meine. Diese Farben sollen nicht als ein Über-Blickwinkel. Ständig suche ich. Ich suche nach einer ­ otschaft. Ich Bzug etwas vortäuschen, vielmehr sollen sie als bewusste Materiedenke und zeichne. Ich begehe den Weg. Ich ändere meinen Blick- die Wirkung verstärken, sollen Sie in eine Stimmung mitnehmen.winkel, drehe mich oder die Zeichnung, entdecke und frage nach; Auf diese Weise werden meine Zeichnungen zu farbigen Bildern,das Bild verliert so die Richtung, wird mitunter rund und ergibtzu bunten Skulpturen; die Wahrnehmung vieler Materialien würdev­ öllig neue Betrachtungsweisen. Das flache Blatt entwickelt sich ansonsten nur an der Oberfläche verbleiben.in die dritte Dimension. Ich wölbe es auf und erfahre den Raum, Nun verlangt es mir aber nach dem Einblick in die Tiefen des Ma-entdecke darin zum Beispiel eine Schale. Ich gebe und nehme,terials. Neue Stoffe suche ich zu bearbeiten. Transparent und ingrenze ein und grenze aus, suche zu ergründen, warum die Form seiner leuchtenden wunderbaren Farbkraft bot und bietet sich miroffen ist, ­ arum sie offen sein soll. Die Form bedingt den Ausdruck. wGlas an. Licht und Schatten ebenso wie die Bewegungen als Ge-Die Fläche der offenen Form schließt sich, wird zu einer Kugelstaltungsergänzung nehmen ihre Plätze ein. So wandeln sich dieoder zu einem Würfel. Durch die Notwendigkeit meines Willens zurWerke im Laufe der Zeit durch all diese von mir gerufenen Aus-R­ ichtung wird diese Form zu einer Säule, ein tragend fester Teil.drucksmöglichkeiten in eine Vielfalt. Ein vorgeformtes Ziel ist dabeiEs drängt mich nach Einblick. Die geschlossene Fläche soll sich nicht angedacht.wieder auflösen, soll Durchdringung zulassen – somit werden dieFlächen zu Netzen; die Breite verjüngt sich zur Linie.
  • 20. Kindheit: Ich wurde am 7. Dezember 1961 in Innsbruck nachganze ­ ollektionen neuester Kleider ersann. Die abge­ issenenK r meiner Schwester Astrid als zweite Tochter von Ludwig undBlüten­ olden der ­ urfinien wurden gewendet, und in die Engstelled S G ­ ertraud Karg geboren. Mein Großvater Gebhard Karg kam ausder Blüte kam als Kopf eine geschlossene Geranien­ lüte hinein, b Lauterach und war Volksschullehrer im Lechtal. Meine Groß­ und das waren dann meine Puppen. Die erste teure ­ uppe, dieP mutter Paula, geb. Larcher, war Handarbeitslehrerin und stammteich geschenkt erhielt, hab ich sogleich verbessert, angemalt und aus Bach im Lechtal. Sie verstand es, Kleider selbst zu erwirken.die Haare ­ kreativiert“, was Mama so erschreckt hat, dass ich „ Über den Anbau von Hanf und dann über das Handwerk des das Puppen­ pielen aus Sicherheitsgründen wieder sein ließ, um s Spinnens und Webens fertigte sie aus dem gewonnenen Leinen die Konfrontation um die nun neue Schönheit der Puppe zu ver­ ihre eigenen auffälligen Modelle. Auch bemalte sie die von ihrem meiden. Mir jedenfalls gefiel meine Version besser. Eine auf der Vater ­ etischlerten Möbel mit Figuren und Ornamenten. Alle ihreg Straße ge­undene leblose Eidechse habe ich sofort in meinem f Handarbeiten trugen ihre persönliche Handschrift. Das Talent der Hosen­ ack verschwinden lassen und mir natürlich auch gleich s Großmutter konnte aber durch all die existenziellen Aufgaben, daswas ausgedacht. „Du Schwein“, riefen die anderen Kinder dabei Großziehen der vier Kinder, die Sorgen und Nöte im Zweiten Welt­ entsetzt. Daheim im ­ eller habe ich die Eidechse dann ge­ äutet, an­K h krieg, nie weiter ausgebildet werden. Nach Kriegsende konnte schließend eingesalzen und aus der dann gewonnenen Haut eine mein Großvater als Volksschullehrer erst keine Anstellung finden „Krokoleder“-Handtasche und „Krokoleder“-Schuhe für ­ eine Lieb­m und erlernte deshalb den Beruf des Stuckateurs. Er wirkte unter an­lings-Barbie-Puppe gefertigt. Diese Erwachsenen­ uppen ­ aben esph derem bei Renovierungsarbeiten der Jesuitenkirche in Innsbruck mir besonders angetan, da sie mir ein weites Betätigungsfeld für sowie der Kirche der Landwirtschaftsschule in Rotholz mit. Jahre mein kreatives Werken ermöglichten. Aus Draht habe ich ihnen später erst konnte er seinen eigentlichen Beruf wieder ergreifen,B­ rillen gefertigt, und als Ohrschmuck steckte ich ihnen Steck­ als Lehrer und Direktor der Volksschulen in Thaur und dann in Arzl nadeln mit Glasköpfen an. Haare, extra lang und in ­ ämtlichen s bei Innsbruck. Ein Jahr lang war ich sogar seine Schülerin.Farben, habe ich aus Faschingsperücken ent­ ommen und auf ndie Puppenköpfe „montiert“. Sogar eine ­ onne mit einem von mir N Das Talent, sagt man, sei von Vaters Seite gekommen. Ergenähten Nonnenkleid habe ich be­ essen. Aus einer Plastiktisch­ s ist ­ngenieur und Baumeister. Durch ihn formte sich meine Be­ Idecke habe ich ein Puppen-Camping-Zelt genäht, Klarsichthüllen geisterung zum Bauen. Aufgewachsen in Arzl, im Haus meiner verwendete ich für die Fenster und ­ peziell für die Reise­ usrüstung sa Großmutter Cilli mütterlicherseits, ließ man mich in all meinenhabe ich ­ leine Rucksäcke angefertigt. Das ­ ähen war mir durchk N selbst erfundenen Spielen werken. Meine Begabung für das meine Oma ­ illi kundig. Mit der Näh­ aschine, welche in einem C m K ­ reative ließ sich schnell entdecken. Die besondere Sorgfalt dabeiBügel­ immer Gott sei Dank auch im Keller war, konnte ich oftz lernte ich von unserer Mutter. Als Kind verweilte ich am ­iebsten inl a­ lleine für meinen Bedarf nähen. Es musste viel verschiedenes meinen ­ antasien: versteckt im Keller unter zugehängten ­ ischen,FTMaterial durch die Maschine, Karton, Plastik, Papier, oft unter Ver­ in meiner Sandkiste unter dem zugehängten Sonnenschirm, ab­brauch vieler Nähnadeln. Die vielen kreierten Puppen­ e­ änderg w gedunkelt und isoliert, nur um in meiner eigenen Welt ver­ eilen werhielten dann ihre eigenen ­ amen: ­ Spanische Nacht“ zumN „ zu können. Vielleicht aber hab ich auch zuhängen müssen, ­ amit dBeispiel, ein festliches, langes Kleid in Schwarz mit Schwalben­ keiner sehen konnte, dass ich wieder einmal Zement dazu be­schwanz-Korsage und Schleppe, die ­ änder rosa eingefasst und R nutzte, um meine Brücken und Mauern, Häuser und Figuren zu perfekt vernäht. Das benötigte Stoffzeug für meine Modelle fand festigen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sehr ich dieses ich in Caritas-Säcken. Aussortiertes und Müll war und ist vor mir Erfinden im Spiel genoss. Da waren aus Tannenzapfen gefertigte und meiner Lust am Erfinden und Gestalten ­ brigens nach wieü Puppen, in deren offene Schuppen ich immer wieder aufs Neuevor nie sicher. Weiters entstanden ein Reitkleid mit Hut und ge­24 die verschiedensten Arten von Blumenblättern steckte und damit häkeltem Schirmchen, ein Trauerkleid, wie auch ein Cocktail­ leid.k
  • 21. Fantasietrachten, ­ trümpfe inklusive Naht und Spitzenunterwäsche SHandwerke zu erlernen. Später wäre es ungleich schwieriger, sofür meine innig geliebte, einzigartige ­ arbie fertigte ich ­ msig. So- Be eine Vielfalt an Fertigkeiten erlernen und genießen zu dürfen undgar ihre ­ehlenden Schamhaare ergänzte ich. Das ge­ ignete Haarf e sich dabei entwickeln zu können. Auch war mir die handwerkliched­ afür fand ich an Omas Persianer­ antel, was sie Gott sei Dank nie mArbeit mit ihrem körperlichen Einsatz neben so viel Schultheoriebemerkt hatte. Aus einem Gefühl der Scham heraus durften meineim Alter von vierzehn bis achtzehn Jahren eine willkommene Be­Freundinnen diese Barbie dann aber nie ausziehen. Heute kannreicherung. Verschiedenste Techniken, das Arbeiten mit Stein beiman alles an Barbie-Ausstattung kaufen, aber damals als KindFachlehrer Reinhold Drugowitsch und das figurale Modellieren mitmit all meinen Barbie-Kreationen war ich der Zeit voraus. Im ­ lterA Ton bei Prof. Siegfried Hafner konnte ich nun erlernen.von zehn bis vierzehn Jahren habe ich in den Schulferien Motive– von für mich damals schon als groß­ rtig empfundenen Malern aMit der Moderne in Berührung kam ich durch Prof. Sieg­wie ­ ichelangelo und Toulouse-Lautrec – auf Malerabdeckpapier Mfried Parth. Als damals noch Halbwüchsige hatte ich natürlich ­ eineknachempfunden. Neben alten, irgendwo aufgestöberten Kunstharz-Ahnung von diesen modernen, befremdlich wirkenden Kunst­lacken habe ich mir meine Farben selbst kreiert. Zu diesem Zweckwerken, die man hier und dort sah und über die heftig ­ eschimpft ghabe ich Rost von Eisenrohren gekratzt, den Ruß aus dem Kamin wurde. Siegfried Parth aber brachte sie uns näher: Er lehrte unsgeholt und mit farblosem Lack gebunden. Damit malte ich Gott- Komposition und förderte uns im individuellen ­ estalten. Das so Gvater aus der Sixtinischen Kapelle nach. Der Heizkörperlack abergenannte Schlüsselerlebnis hatte ich bereits in einer seiner erstenrann unablässig herab – das Bild war nicht zu halten. Diese meine Entwurfsstunden. Wir sollten mit bloß zwei Linien eine quadra­Technik musste ich deshalb aber leider wieder einstellen, trotz der tische Fläche gestalten. Ich befüllte, umstrickte, beschrieb, über­großen Lust dabei, mit cremiger Konsistenz zu malen. ­ eute dankeH spannte, belegte, eroberte und kleidete die Fläche zart und stark.ich meinen Eltern und Groß­ ltern, dass sie mir in meiner Kindheit eEs war unendlich und spannend, was sich hinter dieser vorerstsoviel Raum und Freiraum zur Verfügung gestellt haben und sie einfachen Aufgabe an Lösungen anbot. Ich zeichnete und ich ent­mich in diesem meinem ­ eller werken ließen.K deckte. Nahezu sprachlos saß ich nach dieser Entwurfsstunde da,war 15 Jahre jung, war begeistert von den vor mir erstandenenDie Fachschulzeit begann, als ich fünfzehn Jahre alt war. Bildern, war außer mir – und plötzlich entdeckte ich nicht nur, ichDas Arbeits­ mt riet meiner Mutter, mich als sehr genervtes Schul-a verstand, und so war ich mir nun sicher: Die Moderne wird meinekind der Ursulinen und von den Lehrerinnen schon als kreativLeidenschaft! Die Typografie, die ich damals bei Prof. Pfeil undbegabtes Kind erkannt – an der Ferrarischule für Mode oderProf. Zelger erlernt habe, setze ich nun bei meinen Plakatgestal­der Fachschule für Kunst anzumelden. Als damals burschikosestungen ein. Bei Fachlehrer Walter Deussl entstanden TreibarbeitenMädchen hatte ich von den vorwiegend weiblichen Themen in in Metall, Schmuckstücke und Objekte aus Kupfer, Messing undder Klosterschule genug, und so besuchte ich in der Höheren Silber. Diese Fertigkeiten im Umgang mit Bunt­ etallen waren einmTechnischen Lehranstalt (HTL) Innsbruck die Abteilung für Holz- weiteres Tor zum Jonglieren mit verschiedensten Materialien, umund Steinbildhauerei. Bei der Aufnahmeprüfung hätte ich michthematische Ausdrücke im bildhaften Werken zu verstärken. Dasebenso für Architektur oder Bildhauerei anmelden können, aber waren meine ersten Begegnungen mit der Kunst, denn in ­ iesemddies verlangte noch ein ganzes Jahr mehr an Schule, und das war Unterricht haben wir gelernt, dass das Wort Kunst von ‚Können‘mir damals doch zu viel. Das besondere Interesse für Architekturstammt, dass Kunst aber auch von ‚Künden‘ kommt, von ‚Ver­ist mir aber als große persönliche Leidenschaft erhalten geblie-künden‘, dass in der Umsetzung von Kunst eben immer eine Bot­ben. Ich finde diesen Schultyp der HTL (Höhere Technische Lehr- schaft steckt.und Versuchsanstalt, gibt es für viele Fachbereiche) fantastisch,denn es wird einem schon in frühen Jahren ermöglicht, mehrere
  • 22. Akademiezeit. 1980 bestand ich die Aufnahmeprüfung füri ­hren ­ eihungen zu erfassen. Nach einigen Stunden des Zeich­ R das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München.nens übernahmen plötzlich der Lärm, die Bewegungen, das Be­ Ich war in der Klasse für Bildhauerei bei Prof. Hans Ladner, einemben des Bodens und das Flimmern der Lampen meine Hand. Ich gebürtigen Tiroler aus Zams. Professor Ladner war mir wie ein Va­ malte auf einmal akustisch bedingte Strukturen. Die Farben wurden ter. Er hat uns Studenten nicht nur fachlich, sondern auch seelisch dunkel. Helle Streifen blitzten wie schnelle Bewegungen, und es unter­ tützt, wir fühlten uns bei ihm geborgen. Was das Naturstu­sdurchdrangen die Massen der Stanzen die Farbflächen am Papier. dium, Aktzeichnen und Porträtieren betraf, hat er uns – falls not­Der ölige Boden spiegelte hell das Licht von der Decke. Die realis­ wendig – korrigiert und unterrichtet, während er uns in den freien, tischen Abbildungen der Maschinen wandelten sich zu abstrakten modernen Bestrebungen und Versuchen aber freie Hand ließ, so­ Stimmungsbildern. dass jeder Student seinen Weg für sich selbst suchen konnte. In Aus den Randprodukten der Karosserieerzeugung, den ­ eitlichen s den letzten beiden Semestern wurde ich seine Meisterschülerin Blechteilen, fertigten wir Bildhauerstudenten eigene Metall­ kulp­ s und verfügte über ein eigenes Meisterschüleratelier.turen. Mein dynamisches Gefährt „Energiebündel“ ist eine Kom­ Das Naturstudium war ein großes und wichtiges Thema. Ichposition von Blechteilen, die einem Fahrzeug ähnelt, die aber habe lebensgroße Figuren und Porträts in Ton modelliert. In der auch die Assoziation zu einem Schiff wach werden lässt, das auf haus­nternen Bronzegießerei war es mir möglich, zuvor in Wachs i dem Wasser gleitet, oder zu einem Flugzeug, das gerade in die geformte Skulpturen und Figuren selbst zu gießen. Grafische L ­ üfte abhebt. Ein Jahr später unternahmen wir eine Studienrei­ T ­ echniken, wie zum Beispiel Lithografie oder Aquatinta, konnte se ins ­ llgäu, wo wir in einer Scheune untergebracht waren. WirA ich bei Herrn Lohwasser erlernen und üben. Jeden Tag zusätz­sollten eine Kuh studieren. Bei einem dort ansässigen Bauern lich zwei Stunden Akt zu zeichnen habe ich mir als Disziplin auf­ entschieden wir uns dann für die älteste und am meisten ausge­ erlegt. Aus meiner vorerst angedachten Studiendauer von viermergelte Kuh. Sie erschien uns, mit all ihren wesentlichen charak­ Jahren sind schließlich sechseinhalb Jahre geworden. Ich habe teristischen Merkmalen am besten geeignet für unser Vorhaben. erkannt, dass nicht der schnelle Abschluss, sondern der Prozess Ich ­ odellierte das Tier lebensgroß aus Ton. Das Hinterteil reichtm der Reifung wesentlich für mein Kunststudium ist. Während eines zur Gänze aus dem Relief, die Kontur des Hauptes ragt hinter die Urlaubs­ emesters habe ich, wie in den Ferien auch, AuftragswerkesFläche. Mit „verlorener“ Form aus Gips wurde diese Arbeit dann ausgeführt, wie zum Beispiel 1985 den Dorfbrunnen und den in Beton gegossen. Das Relief befindet sich heute wieder in der Musikpavillon für die Gemeinde Brixen im Thale. Ganz am EndeNähe seiner Entstehung und ziert den Eingang der Alpenkäse­ meines Studiums erhielt ich von einem meiner ersten Sammler,erzeugung „Rupp“ im Allgäu. Herrn H. M. Strixner, den Auftrag, eine Skulptur für seinen GartenStändig waren wir auf der Suche nach Themen, die uns zum ­ inene zu erarbeiten. „Das Fabelwesen“, die erste große Zementmörtel­eine intensive Auseinandersetzung abverlangten und es uns zum skulptur entstand. ­ iese fertigte ich auf einem Bauernhof bei Mün­Danderen auch ermöglichten, uns „hinausspinnen“ zu ­ önnen.k chen, wo ich während meines gesamten Studiums wohnte. Das So besuchten wir Altersheime, um dort betagte ­ enschen zuM ein oder andere Projekt wurde auch außerhalb der Kunstak­ demie a p ­ orträtieren, bemalten für die Firma Bogner Skianzüge, die dann im durchgeführt. So erhielten wir vom BMW-Automobilwerk die Er­Wettbewerb gereiht wurden, und mit dem Künstler Daniel ­ poerriS laubnis, in den großen Stanzhallen, dort, wo die großen Blechteileveranstalteten wir Workshops und übernahmen die ­ onzeption K gefertigt werden, zu malen und zu zeichnen. Für mich war dies und Organisation für das öffentliche Fest der Sternzeichen auf ein nachhaltiges Erlebnis, aus der Akademie herauszukommen, dem Akademiegelände in München. und die Arbeiter am Fließband ihr Werk verrichten zu sehen. AmJedes zweite Wochenende fuhr ich mit dem Zug nach Hause, denn Beginn meiner Arbeit dort versuchte ich, diszipliniert die Raum­außerhalb der Akademie hatte ich in München kaum ­ ontakte K26 wirkung, die gigantischen Dimensionen der großen ­ tanzen in S g ­ eknüpft, mein Interesse galt meiner künstlerischen Arbeit.
  • 23. Ich war ein eher stiller, aber zielgerichteter Mensch. Das wenigeDie dann zum Abschluss verlangte Diplomausstellung habe ichGeld, das mir während meines Studiums zur Verfügung stand, eher einfach ausgestattet. Ich erfüllte nur mehr diese Disziplin, ichermöglichte mir nur eine bescheidene Lebensgestaltung, die mir konnte es mir leisten, denn ich war an der Akademie schon alsaber in ihrer Askese durchaus gefiel.mehrfache Preisträgerin bekannt. 1987 habe ich dann, als Meister­Von der Kollegenschaft wurde mir eine große Dynamik zuge­schülerin, mein Studium an der Münchner Akademie mit Diplomsprochen, denn ich scheute auch harte Männerarbeit nicht. Auch abgeschlossen.im Bezug auf die Benutzung der Werkstätten äußerte sich mein Danach kehrte ich nach Tirol zurück und arbeitete sogleich imWesen, denn ich arbeitete regelmäßig von morgens bis abendsA ­ telier, das ich mir in meinem Elternhaus bereits im Laufe dermit all den mir dort zur Verfügung stehenden Arbeitsgeräten. Bei J ­ ahre eingerichtet hatte, weiter.den Werkstättenleitern war ich beliebt – ich war interessiert undin der handwerklichen Auffassung diszipliniert. Der regelmäßigeDer Start als freischaffende Bildhauerin, derAblauf in den Werk- und Arbeitsstätten sagte mir sehr zu, und es Über­­gang vom Studium in die freischaffende Arbeit war fugen­gefiel mir, in meinem mir selbst auferlegten Ordnungsraster kreativlos. Ich bemühte mich um Auftragsarbeiten, machte freie Werkezu sein. und malte aus meiner Passion heraus. Die Malerei hat sich weiter­ hin verselbständigt. Die eher zarten Farben wurden zunehmendAls Person muss ich in dieser Zeit eher langweilig gewirkt ­ aben, h i ­ntensiver. Ab 1988 begann ich kleine Ölbilder zu malen, und inbesaß ich doch überhaupt keine Allüren. Meine nunmehr eher weiterer ­ olge und Entwicklung entstanden auf meinen Reisen Fe­ xtrovertierte und lustige Art hat sich erst später entwickelt, und Serien ­ ieser ­ leinen Ölbilder; und bald schon wurden die Bilder dkzwar aus der Freude heraus, durch meine erschaffenen ­ inge Dund Werke größer und anspruchsvoller.A­ nerkennung zu finden – mein Werken und Schaffen, das Auf diese Weise wurde das Atelier auch manchmal zu klein. SoI­nteressierte fand, weckte mich auf. Ich erzählte, teilte mich mit,suchte ich mir alte, zum Abbruch bestimmte Fabriken oder Frei­b­ erichtete über meine Werke und über deren Botschaft, die ich ge­ände der verschiedensten Firmen, mietete diese für ­ urzel kübermitteln wollte und will. Somit entwickelte es sich, wurde zu Zeiträume an und konnte mir so den notwendigen größeren Raumeinem sehr wichtigen Bestandteil, den Rezipienten, den Auftrag­ver­ chaffen. Die Entstehungsgeschichte des Priestergrabes in sgeber, den Ausstellungsbesucher, den Bild- oder KunstbetrachterHopfgarten zum Beispiel beginnt in den Außenanlagen einesdurch Ansprachen in das Geschehen mit einzubeziehen. Beton­ erkes. Für die Vorarbeiten zur Fassadengestaltung desw Wohnhauses Perlinger in Itter bot sich eine alte Ziegelei an. Den­Nach sechseinhalb Jahren, so sehr diese Zeit auch meine Er­noch fand ich über viele ­ ahre hindurch mit dem kleinen Atelier Jfahrung bereichert und mein Wissen vermehrt hat, fühlte ichmein Auslangen.mich dann mehr und mehr in den großen Hallen der Akademieeingeschlossen. Ich arbeitete vor mich hin, ein Dialog zwischenAuf meinen mehrfachen Reisen nach Afrika habe ich anAus­ tellungsbesuchern, Kritikern oder Auftraggebern kam für s Ort und Stelle inspirierende Erlebnisse in der Ölmalerei verar­ eitet. bmich dort nicht zustande, und so befand ich mich unweigerlichAuf den Reisen in einige Großstädte der Welt, wie zum Beispielaußer­ alb der sonst allgegenwärtigen Wirtschaftsprinzipien und h nach New York und Paris, sowie an spezielle Orte wie den GartenExistenz­ragen. Es war mir ein Bedürfnis, nach meinem abge­fder Fondation Maeght im südfranzösischen Saint-Paul de Venceschlossenen Studium meine Werke der Öffentlichkeit vorzustel­und den Tarotgarten in der Toskana, suchte und suche ich überalllen und in Form von Ausstellungen zu präsentieren. Ich brannte die verschiedensten Spuren der modernen Kunst.­ arauf, zu erfahren, wie das Publikum auf meine Werke reagiert.d
  • 24. Die Kunst und ich, der eigene Zugang und das Verständnis für Es ist eine innere Unruhe und eine ständige Suche, die mich auf den Begriff Kunst ist für mich ein Prozess, in dem ich mich selbst diese Reise schicken. Jedes einzelne Werk pflastert meine Straße, auch immer wieder in Frage stelle. erst durch diese fortwährende Arbeit wird die Richtung spürbar Die Kunstszene ist grenzenlos – und sie provoziert. Mein Bild vonund sichtbar gemacht. diesem Begriff ändert sich und wird ständig gezerrt. Ein Leben lang auf dieser Entdeckungsreise mit Überraschungen reagiere Meine künstlerische Arbeit besteht nicht darin, ab und zu ein Bild ich, empfinde ich, entscheide mich, lasse mich ein – oder gehe.zu malen, sondern in dem Bedürfnis, etwas Verborgenes und Be­sonderes und Aufregendes zu entdecken. Dieses Bedürfnis ist der Die Definition von Kunst suche ich in einer unendlich liebevollenMotor auf der Suche nach dem, was durch mich aus dem Unter­ sowie unumgänglichen wertvollen Auseinandersetzung.bewussten kommt und mich erfahren lässt. Dabei fungiere ich als Ich suche in meiner auserwählten bildenden Arbeit meiner Empfin­ Instrument, als Ventil – und ich lasse mich ein, auf das Er­ ignis mit e dung sowie einem erbauenden und berührenden Ausdruck nach. dem Neuen. Die damit entstehende Erwartung lässt mich auch Es steht dabei nicht im Vordergrund, Kunstwerke zu fertigen. oft ungeduldig, ja selbst wütend werden. Durch Übermalung undÜberarbeitung wachsen dann die Farbschichten an den Bildern. Es geht mir deshalb darum, aus meinen Beobachtungen undDieses Energiepotenzial verbleibt im Werk. Es ist nicht immer das meinem Leben heraus eine persönliche Ehrlichkeit zu wagen undgroße Heraustreten, nicht das geschickte manierierte Gesti­ ulierenk dieser mutig treu zu bleiben. Ich stelle mich in Frage, ich bilde mich mit geübter Hand. Es kann ein Scharren und Kratzen nach etwas weiter. Mich in diesem Prozess selbst zu akzeptieren ist aber ­ ötig,n sein, das du vermutest, aber selbst noch nicht erfahren hast. Es hat um den eigenen Moment zu fangen. Das ist der besondere Wertmich verlockt, dann enttäuscht, mich unzufrieden gemacht, mich darin. Nicht einem Vorbild nachlaufen will ich, einem Bild, welchesin Frage gestellt, mich verzweifeln lassen, mich wütend gemacht, dann vor einem stünde und die Sicht auf sich selbst stört. Aus­mich gelehrt, mich still auf die Suche geschickt, mich in Zauber bildung, Wissen und Handwerk habe ich mir bewusst und mit Auf­ versetzt und nicht mehr von mir abgelassen – es hat durch mich wand angeeignet. Alles Wissen liegt aber in der Vergangenheit. erzählt und mir etwas gezeigt. Es ist einer der glücklichsten Mo­ Nun steht es mir zwar zur Verfügung, aber genauso steht es mir bei mente, wenn dann plötzlich die Arbeit um die Sache nun sichtbar der kreativen Suche auch im Weg. vollendet ist, und es ist wohl eine Art Sucht, die mich dann erneut Vorerst bleiben deine eigenen Beweggründe unsichtbar, außer einbeginnen lässt. Gefühl, deine Sensorik frägt und sehnt sich nach Ausdruck? Aus dem individuellen Prozess, aus dem Einfluss der Zeit, derS­ ituation, der Ereignisse, selbst im Moment umgeben, entsteht „was-ich-jetzt“ein Werk aus einem starken inneren Bedürfnis. Es hat nicht dieO­ rdnung, welche die Wirtschaft verlangt – dass es nützt, verpackt, Durch ein Zulassen im gleichzeitigen Loslassen erklärt sich ­ eine dtransportiert, verkauft werden kann, dass es einen Wert darstellt. Empfindung, deckt auf und wird zur ablesbaren Botschaft, vielleichtDenn das Kunstwerk ist eine Eigenschaft, es kann ein Moment zu einem Kunstwerk.sein oder eine Weile, ein Geschehen, das du fixierst, belässt und Nicht jedes Werk einer schöpferischen Reise wird oder kann den platzierst. Ein Werk mit einer Kunde, ein Kunstwerk. vollen Anspruch an ein Kunstwerk erfüllen. Das ist auch nicht dieWenn ich von einem Künstler spreche, so verstehe ich unter ­ ieserd Aufgabe des Lebens, nur Kunstwerke produzieren zu müssen, einBezeichnung eine Eigenschaft, nicht einen Beruf. Jeder könnte28 solches Ansinnen wäre wohl vermessen.Künstler sein.
  • 25. Dinge mache ich, die keiner braucht.Arbeit tue ich, die nicht getan werden muss.Doch ich suche mir meine Aufgaben wie auch meine ThemenDas rationale Denken sucht und kennt die Grenzen – aber esdurch meine Berufung als Bildhauerin und Malerin. Mit dieser e ­ rnüchtert, entmystifiziert. Zum künstlerischen Gestalten jedochb­ ildenden Kunde habe ich Anteil am Rad der Zeit und finde Platz,gehört ein über die Grenzen des Wissens Hinausspüren.Arbeit und so auch meine Kunstliebhaber. Ich schaffe SkulpturenSind es nicht die musischen Dinge, die uns in allen Lebens­agen, lund Bilder und gestalte unseren Lebensraum. Für mich ist nicht auch in Krankheit und Alter, in physischer Enge dennoch be­der provokative Aspekt Mittelpunkt meines Schaffens, sondern ... reichern können? Sie sind uns, wenn wir es lernen oder erleben durften, einfach zur Seite gestellt. Wir dürfen uns an dem erfreuen,„... durch meine Arbeit möchte ich den Menschenund uns daraus die Kraft erneut und uneingeschränkt nehmen.erbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrungfür die Seele sein.“ So sind auch die Objekte, die ich schaffe, einfach da, sie drängen sich nicht auf. Sie existieren und warten, um jemanden, der offenDieser Anspruch zeigt sich im Dialog und in der Farbkraft der ­ ilder,Bfür sie ist, zu erfüllen. Das sichtbare Werk ist eine Botschaft, einein denen der Mensch, das Tier und die Natur jeweils ihre eigeneDokumentation, eine Erkenntnis, eine Klage, eine Vision oder einBedeutung haben. Ich lebe und erlebe, meine Werke sind erfüllt Wunsch, gewachsen mit der Reife meines Geistes und meinenmit Leidenschaft, sie ist das Geheimnis meines Agierens. Es ist dasE ­ rfahrungen.Innere, das sich durch mein Medium transformiert und sich als Bild Voraussetzung für mein Tun ist ein gebündelter innerer Wille nachoffenbart. Ein Seelenbild, das auf einmal greifbar zur Materie wird. einem neuen Fenster mit überraschender Aussicht. Wichtig sind dazu Ausdauer, Fleiß, Disziplin und die Selbstmotivation, die michJedes Bild ist somit ein Loch in der Realität. Ich durch­auf meinem dann oft körperlich mühevollen Weg begleiten.schreite diese Löcher oder Öffnungen und erfahre dadurch neueAus mir heraus tue ich mir Entsprechendes und auf diese WeiseLebensräume, in denen ich mich frei bewegen darf. Durch diegestalte ich, gedacht für mich und für die Menschen um mich – undKrea­ivität ist es möglich, unseren oft engen physischen Lebens­ t ich erlebe Höhen und Tiefen des Menschseins. Diese Auseinander­raum für jeden Einzelnen zu weiten.setzung mit mir und den Menschen lässt mich erfahren und lernen.Nicht zu vorschnell soll man diese erst unbekannten Freiräume ab­Wenn aber die Entgegnung, nach der ich suche, nicht kommt, lässtlehnen und sagen: „Ich verstehe nichts von Kunst.“ Malerei, Dich­mich das die Einsamkeit wieder und wieder spüren.tung, Musik und die mimischen Künste wie Schauspiel und Tanz Auch das Schweigen habe ich gelernt – man muss auch belassenmuss man nicht unbedingt verstehen, es bietet sich an, sie zuzu­ können, was in seiner Harmonie einzigartig ist. Aber besuchen willlassen, um sie zu erleben, zu fühlen, sich an ihnen zu erfreuen. ich es in seiner Schönheit wieder und wieder, um zu finden, was ichSchön ist, wenn man sich offen hingibt, nicht mit einem Vorurteilbegehre. Diese Sehnsucht des geistigen Suchens, das ­ ründenGagiert, die fremden Dinge für sich erfährt. Dabei soll man sich nichteiner Erfahrung, das Resignieren am Wissen, das Hoffen und Glau­krampfhaft gefangen fühlen, denn dafür ist die Kunst nicht gedacht.ben, eingebettet in Liebe ... ... beginnen muss und will ich immerzu ...
  • 26. Die Zeichnung, eine Linie beginnt von der Landschaft zu erzählen. Mein Versuch zum bildhaften Dialog mit Dir „Sich ein Bild machen“ Ich habe meine Mitmenschen eingeladen, mir Texte, Stichwörter, Briefe, Botschaften, Gedichte, Klagen und Visionen zu senden. Ich antwortete auf die zugesandten Texte mit je einem gezeichneten Bild. Mit diesem Experiment versuchte ich, eine Ebene des bildhaften Dialoges zu schaffen. Menschen, die sich textlich mitteilten, f ­anden ein Zeichen oder eine gezeichnete Antwort. Die Bilder sind Zeugnis dieser Bedürfnisse. Dann, als Bildbe­ trachter erlebt der Einzelne persönlich das Geheimnis seines Bildes dadurch, dass er es durch seinen Text und sein Thema initiiert hat. Die Möglichkeit der Annäherung vom Text zum Bild öffnet die Sichtweise des Suchens und einen neuen Raum des Selbstseins. Kunst ist nicht isoliert, sondern entsteht aus dem Zusammen­ wirken von kreativen Kräften, dem Intellekt der Menschen aus der30 Situation sowie aus Raum und Zeit heraus.
  • 27. grafische Arbeiten, 1996 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier
  • 28. „Webung“ 1996 76 x 54 cm32 Büttenpapier, Wachs
  • 29. „Leben“ 199676 x 54 cm Büttenpapier
  • 30. „Warten“ „Sein“ „Wille“ „zeitlos“ „Zeit“ „Dialog“ 1996 76 x 54 cm Bleistift, Buntstift, Wachs auf Büttenpapier34
  • 31. „Beziehung“ 1996 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier
  • 32. „bindend“ 1996 „Ängste und Sorgen sind die Faktoren, wie wir mit den Ressourcen36 76 x 54 cm der Natur, von der wir selber ein Teil sind, umgehen.“ 1996 Bleistift auf Büttenpapier 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier
  • 33. „Erdkleid“ 1996„mehr gegenseitiger Respekt und weniger Ich“ 199676 x 54 cm 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier Bleistift auf Büttenpapier
  • 34. „Brief“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier Das Bild darunter zeigt die Rückseite dieses Blattes. „Das Geben“ 1991 Tischskulptur Höhe 82 cm Bronzeguss-Unikat In dieser Gegenüberstellung sind interessante Zusammen- hänge und gleiche Ursprünge der grafischen Arbeit sowie meiner bildhauer­schen Werke zu finden. Die Zeichnungi wächst in die dritte Dimension hinein.38
  • 35. „Sehnsucht“ 199676 x 54 cmBleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 36. Illustrationen „Hiob“ 1996 für das Buch „Job and the Mystery of Suffering“ von Richard Rohr Crossroad Book, New York 25 x 20 cm Tuschestiftzeichnung „Beziehung“ 1996 25 x 25 cm Bleistift und Acryl auf Büttenpapier „Mutter“ 1996 25 x 25 cm Bleistift und Acryl auf Büttenpapier40
  • 37. „Familie“ 199676 x 54 cmBleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 38. „Ausrichtung“ 1996 „Aussaat“ 199642 76 x 54 cm 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 39. „Lebensspiel“ 199676 x 54 cmBleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 40. „Beobachten“ 1996 Ein umgrenzter Raum mit einem Zaun aus Augen schützt. 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier „Erdenmutter“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier „Kater“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier „Gruppe“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier44
  • 41. „Frau im Kreuzweg“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachsauf Büttenpapier
  • 42. „Kalenderblätter“ 1996 76 x 54 cm Bleistift, eingebranntes Wachs, Buntstift, Acryl46
  • 43. „Wesen“ 199676 x 54 cmBleistift und Buntstift auf Büttenpapier
  • 44. 48
  • 45. Spur Erzählung Öffnung BotschaftEbenen Sicht Durchdringung stillSchichtung Projektion EntfernungAuge Suche addieren KlebebandTransparenz gerastert Plan GitterFlechtwerk Differenz Brief dichtSchnitt ich Sehnsucht Weg LochGesicht Struktur Häufung VisionSilhouette Zeit Landschaft TattooKontur Stift Konstruktion AbbildSchatten Foto Wunsch Spiegelung
  • 46. „Opa Vater“ 1982 Karikatur meines Großvaters, unseres Volksschuldirektors Höhe 38 cm Zirbe Zu Beginn meiner Fachschulzeit und während meines ­ tudiumsS Erst als das freie ­ rbeiten möglich war, ­ onnte ich mich entwickeln Ak entstanden Schnitzereien wie Charakterstudien, Statuetten, ­ askenM und es begann mir das ­ chnitzen Freude zu ­­Smachen. In den ersten und Weihnachtskrippen. Bei den Figuren waren mir ­ eniger diew Ferien der Fachschulzeit durfte ich als ­ raktikantin bei BildhauerP D ­ etails, sondern die Komposition, die Bewegung und den ­ harakterC Romed Speckbacher sen. in Thaur das ­ chnitzen weiterüben. UmS ein­ u­angen wichtig. Und immer sollte ihnen eine ­ eitere Grund­ z fh mein Taschengeld aufzubessern, habe ich auch in Zusammen­ stimmung eigen sein. Durch unseren Fachlehrer, Bildhauer Josef arbeit mit ­ nderen Tischlerwerkstätten Wand­äfelungen ent­ orfen atw Zeisler, für mich einer der virtuosesten Holzschnitzer überhaupt,und gleichfalls geschnitzt. All meinen Lehrern aus dieser Zeit habe ich die Freude am Schnitzen entdeckt. Ihm beim Vor­ chnitzens möchte ich an dieser Stelle danken. Sie waren nicht nur ­ ährend w zuzusehen, war uns immer ein besonderes Vergnügen. Wie oft der Schulzeit für mich da, ich konnte und durfte mich ebenso in hätte ich ihm das Schnitzeisen aus der Hand nehmen ­ ollen, um wden Ferien und nach der Schulzeit immer wieder mit Fragen an sie an seinem handwerklichen Zauber teilzuhaben. Das ­ opieren von Kwenden. Aus dieser für mich so schönen und wichtigen Erfahrung Figuren, im Lehrplan eben vorgesehen, hat mich nie ­ onderlich sheraus sollte auch meine Werkstatt für die Schüler/-innen der HTL i ­nteressiert. Mir fehlte einfach die Disziplin, mit dem Meter­ tab seine Plattform zum Schnuppern für die Praxis sein. Und so finden F ­ ormen genau zu übertragen und nachzuahmen. Die erstensich oft den Sommer über Praktikant(inn)en bei mir im Atelier. Schnitzstücke sind dann auch entsprechend schlecht ausgefallen.50
  • 47. „Heiliger Geist“ 1986 „Erntedank“ 1989 Breite 60 cmItter ZirbelkieferHöhe ca. 60 cm lasierend weiß bemalt Linde, Kirsche und Mahagoni Holzrelief mit lebensgroßen Figuren für das Foyer eines Unternehmens zum Vertrieb von biologisch ange- bauten Nahrungsmitteln. Das Relief soll eine ideelle Brücke zum Thema gesunde Ernährung darstellen. Was wir essen, liegt in unserer Verantwortung. In diesem Sinn erzählt das Relief von einem Gebet vor der Arbeit. Danach folgt die Aussaat im linken Teil, wo die Blüten am Reliefrand den Beginn des Wachstums erklären. Brückenartig reichen die zwei großen Holzteile ineinander. Die Blüten wandeln sich zu Früchten, die von ­ iner Frau geerntet werden. Das Thema wird durch die dankende Gestalt, mit dem Gebet nach der e Arbeit und der Besinnung über die Ernte, abgerundet. Dieses sehr große Holzwerk ist in Zusammenarbeit mit meinem Bildhauerfreund Wolfgang Falkner in seinem Atelier in Axams entstanden. „Der Sturm auf dem See“ 1984 Höhe 68 cm Zirbenholz, lasierend bemalt Diese Auftragsarbeit entstand während meiner Akademiezeit. Das gewünschte religiöse Thema wurde g ­ emeinsam mit meinem Auftraggeber erstellt. In dieser Holzskulptur formte ich allegorisch die menschliche Angst und das Vertrauen zu Gott in dieser so unruhig bedrohlichen Situation. Die Schnitzerei erzählt in fi ­ guraler Gestik die Geschichte des Sturms auf dem See Genezareth. Nach meiner Fachschulzeit war es für mich eine große Herausforderung, solche für mich schwierigen Arbeiten zu konzipieren und sie dann auch52 allein und frei umzusetzen. Was einmal geschnitten ist, kann nicht mehr verrückt werden. Bei der einmal in Holz gehauenen formalen Dynamik gibt es keinen Weg mehr zurück. Man muss ein starkes Selbstbewusst- sein trainieren, bevor man es wagt, sich in einen Klotz Holz hineinzuarbeiten.
  • 48. Kapellenausgestaltung des Katholischen Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993 Die Gesamtgestaltung der Kapelle hält sich ruhig und schlicht, sie soll die Meditation unterstützen. Die Priesterstühle sind mitgestaltet, um sie in das Gesamtkonzept ­ armonisch ein-h binden zu können. Der Tisch des Wortes, der Ambo, zeigt rundum im Relief als Thema den Stamm Jesse. An seiner Oberseite, auf der das Heilige Buch liegt, sind die Pfingst- flammen als Symbol für die geistige Er­ enntnis dargestellt.k Meine sinnbildlichen Hackstöcke des Lebens, unperfekt Menschliches darstellend, bilden ein Auflager für die glatte dreieckige Altarplatte der Dreifaltigkeit und sind deshalb t ­ragender Teil für den Tisch der Gemeinschaft ­ wischen z L ­ eben und Geist.54
  • 49. Kapellenausgestaltung des Katholischen Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993 Lindenholz gesägt, geschnitzt und geschliffen, transparent bemalt und mit Zinneinlegeteilen. Die Oberfläche des Tabernakels wölbt sich wie eine Landschaft, unter der sich das Geheimnis unseres Glaubens verbirgt. Innen wechselt das Material zu Stahl und wird zum sicheren Behältnis für das Ziborium. Die aufgerissenen Linien der Schnitzerei, erzeugt durch die Anwendung von Sägen, glätten sich dann durch weitere Arbeitstechniken wieder sanft. Die weiße Lasur lässt den hölzernen Ausdruck zurückweichen. Die Zinneingüsse in der Holzoberfläche, Sinnbilder der Wundmale Christi, wirken wie eingewachsene Insignien. Oben bildet sich diese Metallzeichnung zu einer Dornenkrone, unten und in der Mitte sind die Stigmata an den Händen und das Wundmal an der Seite des Rumpfes erklärt. Zwei Balken verschränken sich bergend über dieser Landschaft des Tabernakels. Beim Öffnen begegnen sie dem Gläubigen und greifen umarmend nach ihm, nehmen ihn auf.56
  • 50. Triumphkreuz in der Pfarrkirche St. Phillippus, 1989 München Höhe ca. 230 cm Bronzeguss, Unikat gegossen in verlorener Form Ein Christuskörper hat den Tod überwunden und durchschreitet sinnbildlich die Grabmauern. „Unser tägliches Brot“ 1989 Bronzeguss Unikat Höhe 30 cm Das Kreuz, unser religiöses Symbol und Werkzeug für den Alltag, bewusst aus einem Plastikbesteck ge­ertigt, wurde im Wachsausschmelzverfahren inf Bronze gegossen. Malskizzen eines Gekreuzigten auf Papier Entwurfsarbeiten für das Wegkreuz in Innsbruck-Arzl 198458
  • 51. „Kreuzweg“ 1996 Pfarrkirche St. Phillippus München Höhe 180 cm fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt mit Zinneinlegearbeit Hergeleitet von der traditionellen Auffassung des christlichen Kreuzweges mit seinen vier­ zehn Stationen, soll diese Bearbeitung für die Menschen unserer Zeit sein. Die Inhalte der vierzehn Stationen finden sich an den fünf g ­ eschnitzten Themen­ äulen. Als räumliche s I ­nstallation stehen sie uns in Manns­ öhe ge­h genüber und sind in unserem Alltag mitten unter uns. Jede Säule trägt neben den In­ Säule 1: „unschuldig“Säule 2: „mittragen“ halten der Stationen einen Namen. Die teils r ­ealistische Schnitzerei tritt mit Wesentlichem,Angst am ÖlbergJesus nimmt sein Kreuz auf sich. wie Händen oder Gesichtern, aus der Ober­ Jesus wird verurteilt. Simon hilft Jesus das Kreuz tragen. fläche der säulenartigen Skulpturen hervor undJesus wird mit Dornen gekrönt. Jesus begegnet seiner Mutter. verschwindet wieder in die ­ bstrakte, oft rau aJesus fällt unter dem Kreuz. und unbe­ rbeitet ­ irkende Oberfläche. Damit aw bildet sie ein Wechsel­ piel ­ wischen ­ etail, sz DDiese Säule widme ich den Kindern. Ein Fäuste drücken das Kreuz in demütige ­ ände. H F ­ ragment und dem ge­ amten ­ nsemble der sEunschuldiges Kind, geboren in ein schick­Der sich symbolisch nach unten windende fünf ­ äulen. Die ­ ariabel inszenierbaren Skulp­ S v sal­ aftes Umfeld, völlig unbedarft oder aberh Kreuzesbalken und Christuskörper, der zu turen ­ ruppieren sich in einem Seitenschiff g selbst einem Leid unschuldig ausgesetzt, f­allen scheint, wird durch die ­ elfenden ­ ände hH der ­ irche, sollen aber dann und wann auchKeine kauernde Figur, hoffnungslos und ver­ des Simon gehalten. An ­ iner ­ nderen Seiteea m ­ itten ­ nter uns ­ tehen, uns hinweisen undu szweifelt, bildet nicht nur zu den Menschen hebt sich die Christusfigur zu seiner Mutter uns ein ­ is-à-vis im Leid sein. Der KreuzwegVunserer Zeit einen Bezug, sondern soll auchhoch. Diese Säule soll uns erinnern und hel-60 wird durch das ­ hema der Auferstehung, die T an die Vorausahnung von Christus am Öl­fen, am Leid der ­ nderen mitzu­ragen, Mitleid A t als lichtes, helles Glasfenster in dieser Seiten­ berg erinnern. Es ist die ­ äule der Ansprache Szu empfinden und bereit zu sein für den Hilf- kapelle versinnbildlicht ist, vollendet.für alle Unschuldigen und doch Verurteilten. losen.
  • 52. Säule 3: „entwürdigt“Säule 4: „vergeben, verlassen“Säule 5: „heimgekehrt“Die FrauensäuleKreuzsäuleJesus liegt im Schoß seiner Mutter.Veronika reicht Jesus das Schweißtuch. Jesus wird ans Kreuz geschlagen.Jesus wird ins Grab gelegt.Jesus tröstet die weinenden Frauen.Jesus stirbt am Kreuz.EntkleidungAttribute wie entwürdigt, eingeklemmt, gede­ Zwei gekreuzigte Menschen zeigen das Rin- Das Gesicht des Leichnams drückt sichmütigt, weinend und Trost suchend, ­assenl gen um das Leben. Ein aufgebäumter Kör- in den tief eingefallenen Bauch einer Frau.die Frau im Vordergrund dieser Säule ste­per steht einem von der Seele verlassenen,Ich möchte damit dem Schmerz und derhen. Die Entkleidung Christi wird durch eine r ­ uhigen Leib gegenüber. Diese Säule soll T ­ rauer Ausdruck verleihen. Die Grablegungnackte, in die Ecke gedrängte Frau darge­uns an unsere traditionelle Figur des gekreu- wird durch eine eingewickelte Figur, diestellt. Die geprüfte Frau hat hier Platz als Figur zigten Christus erinnern. s ­ ymbolisch mit dem Kopf nach unten in einerdes Leidenden. N ­ ische von unserer Welt geht, dargestellt.
  • 53. „Kreuzweg“ 1996 Pfarrkirche St. Phillippus München Höhe 180 cm fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt mit Zinneinlegearbeit Säule 1: „unschuldig“ Säule 2: „mittragen“ Säule 3: „entwürdigt“ Säule 4: „vergeben, verlassen“62 Säule 5: „heimgekehrt“62
  • 54. „Erinnerung“ 1984 100 x 70 cm Papier in Polyester einlaminiert, in Blei gerahmt Impression unseres Ateliers an der Akademie in München „Stamm“ 1984 Höhe 280 cm Gips und Tuch Anlässlich des Papstbesuches in München 1984 war in der Akademie ein Wett­ ewerb zum Thema „Kirche“ ausgeschrieben. Einzelne abgeformteb Körper­ chalen aus Gips wurden von mir zu einem Baumstamm gereiht. ­ eines M Studienkolleg(inn)en fungierten als Modell. Liegend, geschützt durch eine dünne Folie, wurden sie mit in Gipsmilch getauchten Gewebebahnen bedeckt. Das Erstarren des Materials dauerte über eine halbe Stunde, die Gespräche während dieser Zeit schafften so etwas wie innige Vertrautheit. Das Indi­ iduelle v dieser entstandenen Körperschalen, nämlich ihre Gesichter, fehlen bewusst. Der daraus geformte Baum hat keine Identitäten und scheint nicht mehr auszu- keimen. Dies lässt ihn zu einem Symbol unserer anonymen und erkrankenden Gesellschaft, einer Gesellschaft ohne religiöse Ethik, ­ erden. Diese Skulpturw errang den Preis der Akademie zum 88. Katholikentag in ­ ünchen.M „Erinnerung um ein Grab“ 1984 Höhe 400 cm Gips bemalt auf Metallkonstruktion Wie ein Trauernder fällt ein Mensch nach unten. Ein Toter, die Silhouette eines Menschen, gleitet in den Boden. Ein Faltenwurf, der sich genau über diese Kontur legen kann, trennt den Trauernden vom Toten. Die Erinnerung steht als Verbindung zu Getrenntem. In dieser Skulptur habe ich Gefühle, die mich bewegen, ausgedrückt. Es war kein Nutzen bringender Sinn im Entstehen des Werkes angedacht. Es sollte ein Experiment sein, um damit zu reflektieren, ein Gefühl umzusetzen. Sichtbar sollte es für mich sein, und dann wollte ich seine Wirkung erfahren. Dieses Werk fuhr ich von München aus auf diverse Ausstellungen, zeigte es und suchte einen Platz dafür, und nach einiger Zeit64 verabschiedete ich es dann, fuhr es in die Ordnung zurück! Die Mülldeponie- gebühr betrug 200 Schilling.
  • 55. „Maschine“ 1988 Akademiezeit Höhe 35 cm Gips, diverse Gebrauchsteile bemalt „Konsum“ 1988 Gips bemalt Höhe 40 cm „Gesellschaft“ 1988 Höhe 40 cm Gips kaschiert und zart bemalt Ein buntes Patchwork aus Gegenständen unseres Alltages: Ver­ chluss­ s kappen, Kleiderbügel, Pappkartons, Knöpfe etc. Es ist ein plastisches Experiment mit gewohntem Kleinzeug, freien Formen und mit Farbe. Eine Komposition zu erfinden und meinen bildhauerischen Anspruch an mich selbst zu begreifen, war mir der Wert dieser Arbeit. Ein Wesen sollte es werden, mit dem ich leben will, weil es mir gezeigt hat, Aufregendes im Umgang mit dem „Nichts“, dem alltäglichen Tandzeug, zu spüren. Versuche und Vorarbeiten in Gips und Polyester „Reihungen“ 198866 Höhe 60 cm eingefärbter Polyester
  • 56. „Schicksalsgemeinschaft“ 1986aus meiner Akademiezeitinstalliert mit Boden- und Wandgestaltungin einer Villa in Berg am Starnberger See/BayernLebensgroße Figuration aus gefärbtem Polyester-LaminatZwei Menschen stehen zusammen, Zeit und Boden teilen sie sich füreinen Moment ihres Daseins, das Schicksal fügt sie und lässt sie zu einerGemeinschaft im Geiste der Erinnerung vereinen.Diese Skulptur erzählt die Geschichte von meiner lieben Freundin Piaund mir. Wir waren schon seit unserer Fachschulzeit in Freundschaft ver-bunden. Tolerant haben wir uns über viele Jahre akzeptiert, uns dannaber durch individuelle Lebenswege und -ideen verloren.In der Münchner Akademie gab es eine gut ausgestattete Kunststoffwerk-stätte, in der ich einige Werkstücke aus eingefärbtem Polyester-Laminatund Polystyrol-Tiefzügen herstellen konnte und damit erste Erfahrungenim Arbeiten mit Kunststoff machte. Den Kunststudenten standen weitüber 30 Werkstätten zur Verfügung, die das Erlernen der verschiedenstenMaterial­ erarbeitungen erlaubten. So gab es zum Beispiel eine ­ ießerei,vGin der wir uns die Kunst des Bronzegusses aneignen konnten, eineBühnen­ ild­ erk­ tatt, eine Goldschmiedewerkstatt und Keramik­ erk­b w swstätten. Auch für die glasverarbeitenden Techniken, wie Glasblasen, Blei-verglasung oder Glasschleifen war eine eigene Arbeitsstätte vorhanden.Zudem gab es noch die Druckwerkstätten, in denen die Lithographie,Ätzradierung und der Siebdruck erlernt werden konnten. Ich habe michvor allem für die beiden ersteren interessiert. In der Kunststoffwerkstattbei Frau Mair-Buss, selbst eine Künstlerin, wurde ich in die Technik derPolyester-Laminierung, das schichtweise Auftragen von Kunststoff, ein-geweiht.Der Lehrkörper dazu war zum Großteil mit Künstlern besetzt, welche diekreative Verwendung des Materials förderten. Ich war ständig auf derS­ uche nach Neuem und besuchte deshalb viele dieser Werk­ tätten.sM­ eine Entscheidung, der Akademie in München den Vorzug vor derWiener Akademie zu geben, lag zum einen an dem breit gefächertenWerkstattangebot zur Weiterbildung und zum anderen daran, dass einTiroler, Professor Hans Ladner dort lehrte, in dessen Klasse ich dannauch aufgenommen worden war.
  • 57. Das zentrale Thema meines Studiums war der Mensch als unerschöpfliche Quelle seiner Einzigartigkeit, be­ or­v zugt dann in ausgewählten Situationen, in ­ orträt, Akt P und Skulptur. So habe ich meine Ge­ anken und Ideend in der Gestaltung der menschlichen Figur ­ llegorischa umgesetzt. „Das Paar“ 1985 Höhe 89 cm Bronzeguss, Original In dieser Skulptur sind Gegenwart und Zukunft alle­ gorisch dargestellt. Der Mann hat drei Arme. Eine Hand hält die Hand der Frau und eine andere Hand ragt durch die Figurengruppe hindurch auf die andere ­ eite S der Skulptur. In der Gegenwart steht der Mann also noch in Verbindung mit der Frau, mit seinen Gedanken aber, symbolisch durch den dritten Arm dargestellt, lebt er schon weit voraus in der Zukunft.68
  • 58. „Gemeinschaft“ 1981Höhe 65 cmBronzeguss, Original, eine Materialvariante dieserSkulptur, in Kunststein gegossen, erhielt beim Wett­bewerb der „art didacta“ in Innsbruck einen Preis.Zwei Menschen stehen zueinander, werden eins, umgemeinsam etwas erreichen zu können. Diese Skulp­tur wurde in der hausinternen Gießerei der Akademiein München unter der Leitung des WerkstättenleitersHerrn Wackerbauer gegossen.
  • 59. „Die Ablöse der Kinder vom Elternhaus“ 1988 Höhe 71 cm, Breite 109 cm Terralitho, durchfärbter Zementmörtel auf Stahlarmierung Diese erzählende Skulptur ist entstan- den, nachdem mir ein Freund und Vater den sukzessiven Auszug seiner Kinder aus der Familie schilderte. Im Inneren der Spirale steht die Mutter. Als „Zwiefigur“ wendet sie sich einerseits zum Mann und Vater, andererseits ist sie Mittlerin zwischen außen und innen. Vom schne- ckenartigen Zentrum aus umfasst der Va- ter die ganze Forma­ion und begleitet die t nach außen sich ­ ffnende und sich ver- ö jüngende Mauer, aus der sich die Kinder bewegen, sich selbständig ablösen, um sich frei entfalten zu können.70
  • 60. „Zweisamkeit“ Höhe 40 cm Reliefs aus Kunststein Dorfbrunnen Brixen im Thale, 1986 während meiner Studienzeit gefertigt Durchmesser ca. 350 cm Betonguss Eine Wand löst sich durch tanzende Figuren zur Mitte hin auf – ein Quell ent­ springt. Die Figuration ist von mir zuerst in Ton modelliert worden, die dann ­ araus d gefertigte Negativform wurde zur zweimaligen Verwendung konzipiert; so ­ onntek ich den zweiten gleichen Teil als symmetrisches Gegenstück erstellen. Für das Brunnenbecken habe ich mir, um mir einen aufwändigen Formenbau zu ­ paren, s etwas Ungewöhnliches ausgedacht: In der Lehmgrube in meinem Heimat­ orfd Arzl und mit der fachmännischen Hilfe meines Vaters haben wir ­ emeinsam dasg Negativprofil der Brunnenschale direkt in den Tonerdeboden gegraben und an­ schließend die Betonstahlarmierung hineingehängt. Ein Mischwagen hat den Beton eingebracht. Mit einem riesigen Kranwagen musste dann die nun stahl­ armierte Betonschale aus dem Boden gehoben, oder besser umschrieben, ge­ rissen werden. Als Tochter eines Baumeisters sind mir all diese Gerätschaften schon seit meiner Kindheit vertraut. Auch Zement war für mich immer zugänglich, und bereits als kleines Mädchen habe ich das nützliche Pulver zur Stabilisierung meiner ­ rücken B und Mauern, Häuser und Figuren im Sandkasten genutzt. Verboten hat mir mein Vater das Zementieren zwar nie, aber er hat mich nachdrücklich auf die ätzende und gefährliche Wirkung dieses Materials aufmerksam gemacht. Ich „betoniere“ auch heute noch leidenschaftlich gern – ich liebe den Geruch von erhärtetem und frisch ausgeschaltem Beton. In meiner Fantasie habe ich bereits ein Konzept für mein Parfum dazu entwickelt. Der Duft sollte das Gefühl vom Maskulinen hin zum Femininen ausdrücken – gleich wie am Bau der Augen­ blick, in dem die Wände ausgeschalt, das logistische Konzept real steht, das ­ ännliche Prinzip zum weiblichen wechselt, das Rationale sich mit dem Emo­ m tionalen verbindet, nun die Oberflächen und Farben das Gefühl, den Ausdruck im Raum erfüllen – so spinnt sich mein kreativer Prozess in viele Ecken.72 Strukturdetail der Betongussoberfläche
  • 61. „Verzückter“ 1994 „Ikarus“ 1997 Länge ca. 50 cm Höhe 30 cm BronzeoriginalBronzeunikat variabel aufstellbar und mit einer dazu passenden weiblichen Figur arrangierbar Skizzen zum Thema Ikarus„Ikarus und Daidalos“ 1987 Höhe 25 cmHöhe 35 cm Bleistift Bronzeoriginal74
  • 62. „Fabelwesen“ 1987 Berg am Starnberger See Höhe 380 cm Terralitho Diese Skulptur fertigte ich am Ende meines Studiums in einem gemieteten Schuppen in München Ost. Farbe und Form gemeinsam zu sehen war Aufgabe meiner bildhauerischen Auffassung geworden.76
  • 63. 78
  • 64. Skizzen und Modellein Wachs geformt und bemalt„Tanz um den Maibaum“ 1988Höhe ca. 110 cmKleinplastik, bemaltes Wachs auf Drahtausgezeichnet bei der InternationalenArt Competition in New York„Club“ 1988Café in St. Johann in TirolHöhe 150 cmTerralithoskulptur
  • 65. „Der Reigen“ 1989 260 x 170 cm Weymouthskiefer bemalt Mit der Führung des Hohleisens, bewusst quer zu den Formen, habe ich die Wellen und die plastische Wirkung am Relief verstärkt. Lasierende Farbigkeit ergänzt das Schnitzwerk. Ein Schnitzeisensatz ist etwas ganz Persönliches. Schon in jungen Jahren habe ich mir die einzelnen Werkzeuge nach und nach bei der Genossenschaft im Stubaital selbst gekauft. Man kennt jedes Eisen auswendig. Die Hefte (so nennt man die Griffe) habe ich ­ twase aufgeraut, damit sie in meiner Hand nicht rutschen und ich so Kraft spare. Beim Arbeiten liegen all die 75 Eisen, nach den verschiedenen Formen wie aufgefädelt, auf der Hobelbank bereit. Jedes hat seinen Platz und wird somit auch gleich gefunden. Zur Zeit sind diese mir so wertvollen Werkzeuge in einem speziellen Koffer verwahrt – sie warten wieder auf ihren Einsatz. Impression vom ersten Atelier im Wohnhaus meiner Eltern in Arzl80
  • 66. „Richtung“ 2001 Foyer des Internationalen Studentenhauses Innsbruck Kiefernholz bemalt Fünf überlebensgroße Holzfiguren hängen stufenförmig frei im Luftraum über dem Foyer, als würden sie über eine unsichtbare Treppe schreiten. Die Skulpturen werden zum Sinnbild für die Situation der Studierenden, die in ihrem Lebensabschnitt vor einer ungewissen Zukunft stehen und ihre Entscheidung treffen müssen: ein Ver­ eilen, ein Kommen und Gehen, das Auf und w Ab des Lebens, der Weg nach oben und nach unten.82
  • 67. „Najade“ 1992 Höhe 100 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Die Najaden stammen aus der griechischen Mythologie. Die Sage berichtet von einer Nymphe, die sich in einen Jüngling verliebte und diesen zu sich in die Tiefen des Meeres nahm. Die Skulptur erzählt nun von dieser Sehnsucht und dem Verlangen. Das Dra- ma des Eintauchens verstärkt sich durch die Formen der nach oben ragenden Paddel. Durch die plastische Wirkung und den veränderbaren Betrachtungswinkel schließen sich die Formen, Fi- guren verschwinden, nichts ist mehr zu erkennen, die Plastik wird abstrakt. Die Figuration verbirgt sich dann ähnlich einer Perle zwi-84 schen zwei Muschelhälften.
  • 68. Wendeskulptur, 1992 Durchmesser 80 cm Terralitho Die abstrakte Skulptur kann durch gedrehte Varianten der ­ ufstellungA immer wieder neu erfasst werden. Der Betrachter ist Bestandteil die- ses Eindruckes, er bringt sich selbst ein und bestimmt durch seine individuelle Positionierung der Skulptur dann deren Ausdruck. „Kommunikation“ 1992 diagonal ca. 90 cm Terralitho auf Stahlkonstruktion Wendeskulptur Kommunikation bedeutet für mich zum Beispiel, mehrere Ansichten durch Gespräche zu verbinden. Deshalb musste diese dem Thema Kommunikation gewidmete Skulptur einer besonderen, an mich selbst gestellten Anforderung, nämlich den Dialog in allen Richtungen zu führen, entsprechen. Das Werk muss und kann im Gleichgewicht auf allen vier Seiten­ rmena frei stehen, es gibt kein oben und kein unten und es ist in alle Rich- tungen frei positionierbar. Handwerklich ist dies ein ­ u­ erst schwie- ä ß riges Unterfangen, da man sich ständig und bei jedem Arbeits­ angg mit allen Teilen der Skulptur im Gleich­ ewicht halten und in Bezie-g hung treten muss.86
  • 69. „Daphne“ spiegelt sich im Schaufensterglas Hängebuche im Garten des Atelierhauses verzaubert im Winterkleid beim Schweißen des Stahlgeästes im Atelier „Daphne“ 1992 Höhe 70 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter Stahlkonstruktion 1. Preis der Fa. Datacom, Innsbruck Diese Skulptur wurde an einer Rezeption für einen Freund als Geschenk deponiert und ging dann in Wien verloren. Daphne ist das griechische Wort für Lorbeer. Daphne ist aber auch eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Als junges Mädchen wurde Daphne von Apollo bedrängt und verfolgt. Damit er sie aber nicht finden konnte, verwandelte ihr Vater sie in einen Lorbeer­ aum. b Auch heute noch ist die Verwandlung in den verschiedensten Wissen­ schaften ein vielfaches Phänomen. Strukturen verwandeln sich, w ­ erden nicht mehr erkannt, verändern sich oder verschwinden ganz. Diese im Bild dargestellte Plastik zeigt eine Gestalt, die sich ­ pielerisch s in einen Baum oder in ein Instrument verzaubern kann. Dahinter ver­ suchen Hände nach ihr zu greifen. Sie erreichen sie aber nicht, ­ uchen s88 vergebens nach ihr. Zwischen starken Körpern wechselt die Struktur in zart anmutende Elemente.
  • 70. „Die vier Jahreszeiten“ 1985 Brixen im Thale Länge 11 m Weymouthskiefer bemalt, mit gesammeltem Holzbeiwerk Meine Aufgabe war es, den neuen Musikpavillon mit seiner von Architekt Markus Moritz bereits erarbeiteten Wand­ liederung zu g gestalten. Die künstlerische Arbeit sollte sich dabei in ­hrer ge­i danklichen wie auch in ihrer formalen Aussage mit der Architek­ tur vereinen. Bei meiner Ideenfindung streifte ich Themen, die Bezüge zur Situation des Ortes und des Zwecks her­ tellten. Dies Idee mit den Jahreszeitenbäumen schließlich hat sich dann als Dorfplatz­ estaltung zum Treffpunkt für das ­ anze Jahr durchge­gg setzt. Die Abfolge der Jahreszeiten, die sich an zwei Bäumen er­ klärt, zeigt sich teils ornamental und teils realistisch. Die gitter­ rtige a S ­ chnitzerei verwebt sich kunstvoll mit Ästen aus der freien Natur. Die Suche nach Ästen, die vor allem eine Besonderheit im Wachs­ tum aufweisen mussten, hat mich bei den Buchen im Halltal fün­ dig werden lassen. Dort lässt sich durch das so ­ räftig gewundenek Wachstum der Äste in gleichem Maße auch die Knechtschaft des Klimas erahnen. Die wirklich großen Schnitzstücke habe ich in meinem ersten Atelier in meinem Eltern­ aus gefertigt. h90
  • 71. 92
  • 72. „Das Werben“ 1993Höhe 40 cmKleinplastik aus durchgefärbtem Zementmörtel auf StahlkonstruktionDie Skulptur erzählt die Geschichte von einem Fräulein, das sich schöngemacht hat, sich ein getupftes Kleid anzog und sich eine Locke ­ achte.mDas Weiblein kokettiert mit dem Männchen und lässt ihr Leiterchen zuihm. Er schnuppert und rüsselt zu ihr hin, indessen sie schnell ­ ieder wetwas zurückweicht.„Schwestern“ 1993Höhe 70 cmTerralithoWie aus einem Stamm wachsen die Figurenim Netz und Klang der Familie.
  • 73. „Rekordia“ 1998 Höhe 80 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Diese Skulptur dient gleich einer Standarte für eine Werbe­ gentur.a Mein Ansinnen war es, eine Figur zu schaffen, mit der sich ­ erbung W erklärt. Sie soll anmutig sein. Sie soll reizen. Sie soll kommunizieren. So verwandeln sich die Arme dieser Skulptur, werden zum Instrument für eine Melodie, die schwebt und verzaubert. Mit vielen Skizzen taste ich mich an die mögliche Form und Kom­ position heran, bevor ich beginne, das dann formgebende Stahl­ erüstg selbst zu schweißen. Die Skulptur besteht aus komplett durchgefärbtem Kunststein. Ich nenne dieses Material auch Terralitho, entsprechend den Worten „ ­Terra“ für Erde und „Lithos“ für Stein, also für die zementgebundene und in meiner speziellen Technik eingefärbte Mörtelmasse. Die Skizzen zur kompositionalen und formalen Entwicklung e standen vor Beginn der Fertigung. ­ nt­­­94
  • 74. „Lebensfreude“ 2006 Brunnenskulptur mit Schale in privatem Garten im Fuchsloch, Thaur Höhe 300 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion96 Brunnenskulptur und Schale
  • 75. 98 „Leidenschaft“ 2008 ø 50 cm Terralitho auf Stahlkonstruktion
  • 76. „Beziehung“ 2008Länge 110 cmTerralitho auf Stahlkonstruktion
  • 77. „Verführung” 2008Höhe 260 cmdurchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter StahlarmierungNach einer Vision im Kopf, ein paar Skizzen am Papier, arbeite ichdann gleich dreidimensional weiter. Ich zeichne und ­ chweiße,sjeder Stahlstab ist wie ein Bleistiftstrich. Ich erfinde die Formund konstruiere zugleich die Armierung. Ein Metallgitter, danachdarauf angebracht, dient zum Halt für den Auftrag der weichenZement­ asse. Die rohe Haut der Plastik wird aufgebaut. Dann mkleide ich die Skulptur in ihr buntes Gewand. Die feuchte, mitF­ asern ver­ ehene Masse binde ich an, und aus dem vorerst un­ sförmigen ­arbigen Auftrag schäle ich dann die gewünschte Form fheraus. Die hervortretenden Fasern lassen die Oberflächenh­ aarig erscheinen.100
  • 78. 102
  • 79. „Verführung” 2008Höhe 260 cmdurchgefärbter Zementmörtelauf verzinkter Stahlarmierungeines meiner Lieblingswerke
  • 80. „Schlittenhunde im Gespann“ 1996privater Garten am Mieminger PlateauBrunnenskulptur mit an der Oberfläche veränderbarem,leuchtendem, punktartigem GlasfaserlichtLänge ca. 8 MeterGewicht ca. 4.000 kgselbst gemischter, bunt durchgefärbterZementmörtel auf StahlarmierungDie Fertigung dieser Skulptur nahm die gesamte Raum­diagonale des Ateliers in Anspruch. Nach Entwürfen undeinem kleinen dreidimensionalen Drahtmodell warendie formalen Beziehungen der Formen ablesbar. Da diein Original­ röße ­ ötigen Stahlträger nicht frei gebogen g nw­ erden können, ­ usste ich vorher entscheiden, wie undmwohin eine solche Eisen­raverse ragen soll. Ebenso ­ usstetmdie Teilbarkeit der Skulptur berücksichtigt werden, umi­hren Transport mit Lastwagen und Kran zu sichern. DieKonturen formte ich mit Stahlstäben und fügte ­ pannungSin die Flächen der Formen. Zum Auftragen der erstenZement­ örtelschicht habe ich Eisengitter be­estigt, die mfletzte Mörtel­ chicht ist ca. 2 cm stark und durch­ e­ärbt.sg fSo lässt sich dann die Farbigkeit schon während der Be­arbeitung des aufge­ rachten kristallinen Materials durchbBekratzten und Schleifen spüren. Mir ist es wichtig, dassdie Farbe mit in die Skulptur wächst und nicht hinterherverziert. Bei solchen großen und aufwändigen Arbeits­abschnitten unterstützen mich manchmal Praktikanten,Freunde und Familienmitglieder.104
  • 81. 106
  • 82. Brunnensäule im Gartendes Atelierhauses in Thaur1999Höhe 440 cmTerralitho, durchgefärbterZementmörtel auf Stahlarmierungbunt gewölbte Fläche mit farbigwechselnder Faserlichtanimation1993Höhe 70 cmTerralitho„Windung“ 1997Höhe 100 cmTerralitho
  • 83. „Eine Vision“ zur Gestaltung der Inntalbrücke, 1991bemaltes ModellAls Künstlerin, die sich nicht nur im isolierten Klima des Galerie­wesens bewegen will, befasse ich mich auch sehr viel mit unserenLebensräumen. So entstanden verschiedenste Vorschläge zur Ge­staltung der Inntalbrücke. Eine Idee war das Konzept „VerkehrteWelt“, bei dem ich nach unten hängende Fahrzeuge an der Außen­fläche des Troges montiert sah, so als würde die Straße oberhalbder Köpfe verlaufen.Dieses neue Bauwerk sollte aber auch einen technisch bedingtenund schützenden Anstrich erhalten, um die offenporige Beton­ober­ äche vor dem Frost-Tausalz-Nebel im Autobahnbereich und flvor dem Flugrost der Eisenbahn zu schützen. Ich machte mir Ge­danken, diesen notwendigen Anstrich auch als gestalterische Auf­gabe zu erarbeiten. Zu den Präsentationen meiner Idee trug ich eineeigens von mir dafür gestaltete Gilet-Jacke, worauf Fotomontagender Brücken­ estaltung zu sehen waren. gDas beschriebene Projekt wurde leider nicht realisiert. Das ­ auwerkBbei Volders zeigt sich nach wie vor in Sichtbeton.108
  • 84. Brunnen in Hart im Zillertal, 2004Höhe 180 cmeingefärbter Betonguss geschliffen mit Nirosta-GewerkDieser Brunnen steht vor einem Geschäftszentrum mit seinemKommen und Gehen. Die sich bewegenden Rohre wippen rastlosauf und ab, halten also mit der Geschäftigkeit mit, und befüllensich mit Wasser, das rhythmisch wieder herauskippt.110
  • 85. Foyergestaltung eines gewerblichen Betriebes in Stans, 2004Über die Brunnensäule, Höhe 400 cm, aus durchgefärbten ­ erralitho mitTleuchtenden Glasfaserpunkten, welche sich farblich ändern und be-wegen, fließt leise das Wasser herunter. Akustisch durch das ­ asser Wund optisch durch Farben und Licht wird die Eingangshalle belebt.Durch das Modellieren mit farbigem Material verschmilzt die Malereimit der Plastik, das Bild wölbt sich zur Skulptur.Zwei Holztafelbilder zum Thema Technik ergänzen das Foyer.Ateliersimpressionen„Wasserigel“ 2001InnsbruckBrunnengestaltung mit zweiteiliger Skulpturengruppe,ein Männchen und ein WeibchenLänge eines Skulpturenteils ca. 200 cmgefertigt aus durchgefärbtem Terralitho112
  • 86. „Wasserhahn“ 1996Brunnenskulptur FügenHöhe ca. 250 cmTerralithoEin sprudelnd großer und an der Oberfläche ­euchtender lW­ asser­­hahn am Eingang eines Firmengebäudes alsBrunnen­­­anlage konzipiert, wurde zum Wahrzeichen für114das Installations­ nternehmen. u
  • 87. „Steinerner Regenbogen“ 1996Veranstaltungszentrum Blaike, VölsHöhe ca. 5 MeterTerralitho, durchgefärbter Zementmörtelaufgebracht auf eine vor Ort gefertigte StahlarmierungDiese Plastik wurde im Sommer 1996 an Ort und Stelle zusammen mitmeinem Vater und zwei meiner Praktikanten gebaut, in meinem Bauch warTöchterchen Stella mit dabei.Die Farbigkeit der Skulptur ist eine von mir entwickelte Technik der „Zement-mörtel-Einlegearbeit“ mit durch und durch gefärbten, selbst gemischtenZementmörteln, die auf eine gitterartige Torstahlarmierung aufgebrachtwerden. Man spürt an der Oberfläche, dass es sich dabei nicht um eineBemalung handelt, sondern dass die Oberfläche durchgefärbt, offenporigist, was den besonderen Reiz dieser Skulptur ausmacht.116
  • 88. „Seinen Teil dazu beitragen“ 1995Vogtareuth in BayernHöhe ca. 300 bis 400 cmTerralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf StahlkonstruktionEin großer Auftrag steht an. Für einen derartigen Auftrag wird das den kreativen Part der individuellen Erarbeitung. Ich als Künstlerinneue Atelier in Thaur in allen Funktionen voll genützt. Der im Atelier forsche nach und arbeite an dem unentdeckten Bild und Lebens­installierte Kran, der für 1,6 Tonnen ausgerichtet wurde, ist dabeiraum. Die Einbindung der Menschen in dieses Konzept ist für michunverzichtbar. Die großen, 4 m hohen Flügeltüren in den Garten unabdingbare Voraussetzung. Das Werk soll unsere Wünsche letzt­sind für den Abtransport der fertig gestellten Werke ebenso unent- endlich berühren.behrlich.Beim Planen des Atelierhauses stand noch nicht fest, welche Auf- In der Vorbereitungszeit für große Skulpturen muss zuerst dasträge und Aufgaben in Zukunft zu erfüllen sein werden, und so istM ­ aterial berechnet werden. Viele hundert ­ ilogramm Zement und Kes für mich immer wieder ein Fest, dieses Gewerk nun in seiner Quarzsand müssen dafür angeliefert und über eine extra angelegteWidmung umfassend nutzen zu können.Rampe ­ inunter ins Atelier gefahren werden. Der Raum wird zurh Baustelle ...Neben all dem Rüstzeug und Material, das zum Fertigen solcherIch organisiere mich so gut wie möglich, indem ich mir ein Zeit­Skulpturen zu besorgen ist, ist mein inneres Feuer der wichtigstefenster ausschließlich für die anstehende Arbeit schaffe. Es ist mirBestandteil für diese Arbeiten. Bevor ich nicht ein Drängen und dieauch immer wichtig, bei guter körperlicher Verfassung zu sein,Bereitschaft spüre, kann ich nicht beginnen. Also muss ich so langedenn die handwerkliche Arbeit stößt oft an die Grenzen der körper­an meinen Konzepten und Ideen gedanklich spinnen, bis ich mich lichen Belastbarkeit.entzündet habe. Es muss reifen, aber der Prozess ist zeitlich oftnicht absehbar. Mein Werk soll für meinen Anspruch keine Deko- Wenn dann das Werk fertig geliefert, montiert und gefeiert ist undration sein, sondern muss neben all den gestalterischen Gesetzen ich wieder ins ­ telier zurückkehre, wird erst einmal alles wiederAund Lehren auch die erarbeitete oder empfundene Botschaft be-auf „Hochglanz“ gebracht – anschließend kann wieder „gezündelt“inhalten. Dieser Wille, ein inhaltliches Ziel zu ergründen, befruchtet und mit Neuem begonnen werden.118
  • 89. drei Säulen für den Haupteingang desBehandlungszentrums Vogtareuth in Bayern1995Höhe der Säulen ohne die beweglichenWindblätter ca. 300 bis 400 cmTerralitho, durchgefärbter Zementmörtelauf StahlkonstruktionDie Säulen flankieren den Weg zum Eingang.Jede von ihnen trägt ein Segment aus dem drei­teiligen Logo der Anstalt als Segel, die sich imWind drehen.Die erste Säule steht symbolisch für eine Kanne,„das Geben“. Sie versinnbildlicht Anteilnahmeund Zubringen von Hilfe und Stärkung durch dieBesucher. Die zweite Säule, „das Joch“, ist dieS­ tandarte für den Patienten selbst, der durch seina­ ktives ­ it­­ M wirken seinen Teil zur Be­ andlung bei­ htragen soll.Die dritte Säule, „das Helfen“, ist zu einer Handgeformt und steht für das Hand anlegen und das120direkte Helfen am Menschen.
  • 90. 122
  • 91. Farbkreis am Boden desLandeskrankenhauses Natters, 1991Größe des Mosaiks ca. 40 m2FliesensegmenteDie drei Grundfarben Rot, Blau, Gelbverbinden kreisförmig die Räume.„Welt“ 1991Innsbruck anlässlich einer Ausstellungin der Galerie Hausbergertemporäre öffentliche Installation mit freiem Zugangø 400 cmselbst gefertigte Terralithoplattenund Bruchsegmente davonDas Farbfeld wurde kosmisch in eine Ordnung ge­legt. Jede Farbe und jeder Stein erfüllte somit seineBestimmung im Kreis. Aufgrund des freien Zugangszur Öffentlichkeit aber wurde das Werk stark ver­ändert und gestört. Teils wurde es neu gelegt, oderes verlor sich, selbst ganze Felder verschwanden.Das Bild wandelte sich, gleich den Bildern, wie wirmit unserer Welt umgehen.
  • 92. „Steinerner Teppich“ 1991ein Bild am BodenGestaltung durch das gesamte Hauptfoyerdes Bezirkskrankenhauses St. Johann in TirolEpoxidharz mit Zement als Gussbelag durchgefärbtund versiegelt, MessingDurch die starke architektonische Gliederung desF­ oyers des damals neu erbauten Bezirkskranken­hauses entstand die Idee mit einem Bild am ­ oden.BIch wollte die einzelnen Bereiche ge­ talterisch zu­ ssammen führen. Farbigkeit, Zeichen und philo­ o­sphische Texte, z. B. der Eid des Hippokrates ­ ünden min weich geformten Konturen in die ­ truktur desSF­ oyers.Der 160 m2 große und rund 14 mm starke, bunteStein­eppich wurde aus einem speziellen Kunstharz­tzementestrich hergestellt. Das Material des ­ odens, Bder Säulen sowie der Liftwand ist durchgehend ein­gefärbt.5.000 kg buntes Material wurde mit einem kleinenTeam verarbeitet. Die Messingeinlagearbeiten, be­stehend aus ca. 6.000 Messingteilchen, lassen denBetrachter Schriften, Symbole, Zeichen und ­ ignaleSentdecken. Die freien Formen des Steinbildes ­ tellen seinen Gegensatz zur technisch klaren Fliese dar, dieflammende Liftwandgestaltung bildet einen Kontrastzu den kühl wirkenden Lifttüren aus Nirosta – Prä­zision und Klarheit in Kooperation mit Gefühl sollenden Wirkungsbereich im Krankenhaus erfolgreich124gestalten.
  • 93. Brunnenskulptur im Foyer des Sanatoriumsder Kreuzschwestern in Hochrum, 1995Höhe 180 cmTerralitho, Nirosta, Marmorkugel„Lobgesang an die Schöpfung“ 1998Höhe 190 cmTerralitho, durchgefärbter Zementmörtelauf StahlkonstruktionBrunnen für den Innenraum126
  • 94. Brunnenskulptur im Foyer des Sanatoriumsder Kreuzschwestern in Hochrum, 1995Höhe 180 cmTerralitho, Nirosta, MarmorkugelDie abstrakten Formen der Brunnenskulptur umfangen einesich auf dem sprudelnden Wasser bewegende Marmor­ ugel. kWie helfende, fürsorgliche Hände umfassen und ­ üten diehFormen die Kugel, ohne ihre Bewegung zu stören.Die bunte Brunnenplastik bildet mit dem gelben, abgestimmtenBoden­ egment und dem dazu gestalteten, geschweiften Para- s128vent ein Gesamtkonzept.
  • 95. 130
  • 96. Künstlerische Installation, 2009errichtet anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums der Papierfabrik WattensHadernkocher ø 300 cmBrücke aus bemaltem Glas und Nirosta, Bodengestaltung mit eingefärbtem Kies,Sitzskulptur im Inneren der Kugel aus Schaumgummi und reißfestem FliesDer handgeschmiedete Hadernkocher, welcher lange zur Papiererzeugung ge-dient hat, soll, inspiriert durch MitarbeiterInnen der Papierfabrik, neu belebtw­ erden. So entstand ein Treffpunkt und ein Kunstwerk.Einzelne Komponenten, welche für die Papiererzeugung nötig sind, werden sym-bolisch arrangiert. Ein Werkzeug, der Hadernkocher, der Rohstoff, die Fasern, dashelle Innenleben mit der Papierskulptur, Wasser, als blaues Kiesfeld und Energie,werden durch ein farblich sich wandelndes Licht im Innenbereich dargestellt.Wie ein hauchdünnes Papierband, in Anlehnung an das Spezialprodukt derF­ abrik, führt eine Glasbrücke mit textlich angeführten Meilensteinen aus der Ge-schichte der Papierfabrik, von der Vergangenheit in die Zukunft. Im Inneren derKugel lädt ein Sitzobjekt aus Papier, als Geste des Willkommen-Seins, zum Ver-weilen ein.132
  • 97. Dorfplatz Murg, Schweiz 2009Gesamtkonzept des Platzes und persönliche Ausführung der zweiteiligenSchalenobjekte, der Raumskulptur und der Blatt-Treppe mit dem BodenblattStahl bemalt, Nirosta, Glas, Kunststein und HolzMeine Gestaltungselemente wurden durch die Murger Einzigartigkeiten inspi-riert, durch die Einbindung der in Murg vorkommenden Edelkastanie, die örtlicheSituation am See, das besondere Steinvorkommen und durch die ­ prudelnde sEnergie in Form von Wasserkraft.Mit vielen Eigenschaften stehen die unterschiedlichen künstlerisch gestaltetenElemente dem Besucher bereit. Eine nach oben offene Skulpturen­ ruppe hebtgsich vom Platz und andererseits taucht ein skulpturenartiger Raum aus demBoden. Schon beim Entwurf habe ich auf eine möglichst vielfältige ­ utzung Nfür die Bürger besonderen Wert gelegt. Treppen und Aussichts­ benen, Licht,ee­ rdige Farben und Wasserszenarien sind für viele ver­ chiedene ­ mpfindungen s Es­ peziell erarbeitet. Ein großes sinnbildliches Schiff, ausgebaut zur über­ achten dTribüne, dient einerseits als Einfriedung des Platzes sowie als Schallschutz ge-gen den Bahnbetrieb und andererseits auch als Aussichtsplattform. Hoch obenund vorne am Bug des Schiffes spürt man das Reise­ efühl und blickt in die gW­ eite der Bahngeleise, welche eine Asso­ iation von der Ferne vermitteln. Nebenzder Brunnenanlage liegen Skulpturen wie zwei Kastanienschalen, ­ eren glatte dInnenseite interaktiv erfahren werden kann. Man kann sich hineinlegen, hinein-rutschen, Kinder können spielen und kommu­ izieren. Das große Blatt in Form neiner Treppe bindet die verschiedenen Niveaus des Platzes zusammen, dientauch als Treppe mit Aussicht, als Verweilplatz, um das Geschehen am Platzzu beobachten. Ein umschlossener Raum ergänzt sich mit einer transparentenGlas-Nirosta-Konstruktion sinnbildlich wie eine Kastanie mit ihrem Stachelkleid.Die schon vorhandenen ­ trukturen der Turnhalle wurden durch die SchaffungS­einer angebauten Theater­ ebebühne erweitert. h134
  • 98. 136
  • 99. 138
  • 100. Dorfplatz Murg, Schweiz 2009Gesamtkonzept undpersönliche AusführungStahl bemalt, Nirosta, Glas,Kunststein und Holz
  • 101. „Korb“ 2002ø 15 cmGlasguss„Kosmos“ 2008ø 45 cmGlas und Kunststein„Entwicklung” 2010ø 30 cm140Acrylglas
  • 102. 142
  • 103. „Das Sein“ 2008ø 50 cmdurchgefärbter ZementmörtelEinem Freund gewidmet.Verwebt ist eine Struktur wie ein Teppichdes eigenen Seins. Zwei Hände fügen sichzur Endlichkeit und vollenden das Leben.Schalenobjekte, 2001ø 38 cmGlas kombiniert mit Kunststein
  • 104. „Gefühl und Vernunft“ 1987Scheibeø 80 cmBetonguss bemalt mit kleiner KupfertreibarbeitWie „die Zeit messend“ steht eine Figur im Scheitelbereich derFläche. Die Beine werden zu Zeigern, der Körper wird zum tech­nischen Teil. Es erklärt sich die Vernunft als Richter zwischenden Gefühlen. Eine schwangere Frau und eine Tiergestalt, flachwie der gemalte Brief der Erinnerung, füllen das Feld des Uhren­blattes.„Das Verwalten und das Vertrauen“ 1989ø ca. 100 cmKunststeinrelief für die Raiffeisenbank Kitzbühelin der ursprünglichen GestaltungDie allegorischen Figurationen versinnbildlichen das ­ ertrauenVund das Verwalten. Eine Gestalt übergibt, reicht weiter und weistan. An der Rückseite der kreisrunden ursprünglichen Gestaltungsteht eine Figur gestikulierend und schützend vor einer abwar­tend sitzenden Figur, welche vertraut.Beim Umbau 2006 wurde ein Skulpturenteil neu in ein recht­144eckiges Feld integriert.
  • 105. „Sehnsucht“ 1996ø ca. 30 cmzweiteiliges BronzeoriginalEine Gestalt steckt sich hin und lehnt sich an, suchtund sehnt. Diese Sehnsucht als Form dargestellt,taucht auf und entgleitet auch, ein Gefühl des Er­füllens oder des Verlassens bleibt offen.„Auferstehung“ 198560 x 50 cmBronzeunikatChristus durchbricht einen geschlossenen Raumund schreitet voran. Andere wachsen aus der Formheraus und folgen ihm nach.„miteinander“ 1991ø 38 cmzwei Tonschalen,von Hand aufgebaut und gebrannt„Das Erbe“ 1991Höhe ca. 40 cmBronzeunikat146
  • 106. Beim Modellieren mit WachsIch forme die Plastiken in ihrer wahren Größe direkt in Wachs. Zum Verformen be-strahle ich das Material mit Wärme. Warmes Wasser, Rotlicht und Gasflamme sinddazu dienlich. Ein großer Bottich mit kaltem Wasser zum Erstarren der weichenForm steht dabei immer in meiner Nähe.Ein Bronzeunikat wird von einem direkt aus Wachs modellierten Werk gegossen.Mein Bronzegießermeister Walter Rom aus Kundl/Tirol erhält das von mir ­ odellierte mtemperaturempfindliche Wachswerk, das er mit Angüssen und Entlüftungs­ täben,sebenfalls aus Wachs, versieht und dann in einen Behälter, gefüllt mit ­ üssiger Gips-flformmasse, taucht. Die Masse erstarrt zu einem Block, der dann bei ca. 800 Gradin einem Ofen tagelang gebrannt wird. Das Wachs schmilzt heraus, es entsteht einHohlraum. Diese weiche, kreideartige Form wird rundum mit Holzplatten befestigt,damit sie beim Eingießen der flüssigen und gewichtigen Bronze nicht aufplatzenkann. Nach dem Eingießen des Metalles und deren Abkühlung wird die Formmas-se abgetragen und zerschlagen. Der staubig und matt wirkende Rohguss wirddann gebürstet, Angüsse und Entlüftungsstäbe werden abgeschnitten. Die Ober-fläche wird ziseliert. Mit Spezialwerkzeugen werden kleine Gussunebenheiten zise-liert, und anschließend wird das Werk patiniert. Das Bronzewerk wird erhitzt, undmit speziellen Chemikalien wird die gewünschte farbliche Oxidation erwirkt. Farb-gebungen von Schwarz, Braun, Rötlich bis zu einem Türkisgrün können erreichtwerden. Das Werk ist nun nach großen manuellen und technischen Fertigkeitensowie einem großen Aufwand an Energie vollendet. Durch das Gussverfahren „inverlorener Form“ ist der Guss nicht mehr wiederholbar, das entstandene Werk ist148und bleibt ein Unikat. Der Bronzeguss veredelt das Werk für die Ewigkeit.
  • 107. Hand Wachs Wärme Holz PinselLötkolben Kolophonium ErfahrungKarton Luftballon Form Kerze FettKälte Messer Kupfer Energie weichSilikon Schmelzen verloren flüssigGummi elastisch Gips Schutz edelRuß Feuer spröde hart dünn festverbrennen flüssig schleifen StaubLegierung Paraffin Zinn Gas ZinkHitze schweißen gießen formenBronze kostspielig Patina ewig150
  • 108. Grabstätte für drei Urnen, 2006Schweizø ca. 55 cmBronzeunikatDiese mobile Grabstätte, das Bronzewerk als letzterphysischer Ort des irdischen Verweilens, hält in ihrerkundhaften Gestaltung den Dialog mit den Seinigenaufrecht. Die im Zentrum befindlichen drei Behältnissefür die Asche formen sich wie ein Baumstamm. Die Ver­schlussstellen der Urnen versinnbildlichen die Früchtedieses Lebensbaumes und tragen eine unauffälligeund dezente Inschrift. Die einzelnen Motive erzählenvom Leben und vom Hoffen. An der Basis mit Erde,Wurzeln und Wasser entsteht Leben und es wächstKorn, das durch unserer Hände Arbeit zur Nahrungwird. Im Wasser findet sich der Fisch als Urzeichen desChristentums. Über den wogenden Wellen schwankenzwei Waagschalen wie Boote, die von einer Christus­figur gehalten werden. In der gegenüberliegendenWaagschale hält eine Mutter schützend ihr Kind. DieMutter selbst befindet sich in der schützenden HandGottes. Von der Demut berichtet eine Figur wie die desChristophorus. Er trägt ein Kind durch die Fluten, ererzählt uns vom Mut zu dienen. Über den Kornährenerheben sich eine Taube und eine Flamme als ­ ymbolSdes Feuers, und wir erinnern uns an die Gebetsbitte„Unser täglich Brot gib uns heute“. – Die Feuer­ unge zsoll die Nahrung für unseren Geist darstellen. In denVerschlusskappen der Urnen werden nach dem Ein­bringen der Asche die bronzenen Zweige durchB­ eugen verschlossen, sodass dann das Astwerk wiezugewachsen wirkt.Eine experimentelle Magnetresonanztomographie hatdie händisch modellierte Wachsplastik vor dem Guss152in verlorener Form noch erfasst und zeigt grafischdas Innere dieser Plastik. Man erkennt die drei Grab­kammern für die Asche.
  • 109. „Erfolgsglobus“ 1993ø 38 cmBronzeunikatgestaltet für die Bank für Tirol und VorarlbergDiese Skulptur wurde als Wanderpokal für hervor­ragende Kundenbetreuung des Personals ent­ ickelt.wDer gedankliche Inhalt dieses Bronzewerkes ist dersorg­ältige Umgang mit unseren Mitmenschen. Die viel­ffältig dargestellte Symbolik lässt sich durch ­ en­ en W dund Drehen der Kugel deuten und entdecken. So ver­weist das Ineinandergreifen menschlicher Arme auf dieGemeinschaft und das Vertrauen gemeinsamer Unter­nehmungen; verbindend schließen sich Hände zu­sammen. Das Auge als Symbol für Aufrichtigkeit stehtin Verbindung mit dem aufmerksamen Hin- und Zu­hören, das auf das Interesse am Gespräch mit seinemGegenüber verweist. Das Herz steht als Auf­orderung fzu Feingefühl und Herzlichkeit. Emotional gelöst öffnetsich eine Gestalt und entwaffnet durch ein Lächeln.Hinter ihr liegt eine Sonnenscheibe, über die die Zeitstreicht. Diese Figurationen stehen und be­ egen diewRäder mit den Beinen als Zeichen für Dynamik, Wirt­schaft und Vorwärtskommen. Die Beine ­ erden zuweinem Zirkel der Genauigkeit und zu ­ eigern der Uhr. ZSie stehen als Ausdruck für Pünktlichkeit.
  • 110. „Das Nest“ 1994ø 18 cmBronzeunikat 24 Karat vergoldetAus einem Geäst entwickeln sich Mannund Frau. Beide zusammen ergeben eineÖffnung und bilden so das Nest.Impression aus meinemersten Atelier im Elternhaus„Keimzelle“ø 18 cmBronzeunikat 24 Karat vergoldet154
  • 111. „Erbe einer Frau“ 1990ø 40 cm, Gewicht 30 kgBronzeguss UnikatIn meinen Händen halteich meine erste gefertigteBronzekugel.„Verbundenheit“ø 18 cm156Bronzeunikat poliert
  • 112. „Um die Zeit“ 1996ø 50 cmBronzekugel-Originalgegossen im italienischen Wachsausschmelzverfahrenvon Gießermeister Walter Rom aus KundlDie künstlerische Gestaltung zeigt in ihren allegorischen Figurenverschiedene Gedanken zum Thema Zeit.„Die Sanduhr“ oder „Ein Leben“ „Ungeduld um die Zeit“Die vier Figuren stellen eine Familie dar. Wie ein Ungestümer drängt ein Kobold einenWie in einer Sanduhr wird die Dauer desMinutenzeiger und einen Stundenzeiger aus-L­ ebens angezeigt. Durch eine Einschnürung einander. Diese Figur verweist auf die Unge-in der Sanduhr endet das körperliche, irdische duld von so manch einem, dem alles zu lang-L­ eben, ein Fragment der Endlichkeit, ein To-sam geht, der es nicht erwarten kann.tenbildnis, zeugt von diesem Ende. Der ­ weitezTeil des Sanduhrglases mündet ins sinnbild-„Der Stundenfischer“liche Jenseits und in das Unendliche; derEin Mann legt sein Netz aus, um die StundenSand wandelt sich zu Wasser, aus dem der des Tages einzufangen. So manche Stunde,Mensch und mein symbolischer Stunden-durch Zahlen symbolisiert, bleibt in seinemfischer Hoffnung und Glaube schöpfen.Netz hängen, manch eine entgeht ihm. Das Bild wird zum Sinnbild für unsere täglichen„Vergangenheit und Zukunft“Bemühungen, den Tag und die Stunden fürEin Stier mit einem Menschengesicht stehtsich zu gewinnen.e­ inem Frauenkörper mit einem Schwanen-kopf gegenüber. Sie beobachten sich. Sie „Der Schlaf“können einander nur erahnen, so wie vieles inNeben dem Stundenfischer liegt eine schla-unserer Vergangenheit verborgen bleibt und fende Frau. Ihre Beine sind wie zu einerdie Zukunft sich nur vermuten lässt. Dane- F ­ losse zusammengewachsen. Ihre physischeben finden sich ornamentale Fragmente vonFortbewegung ist damit zwar eingeschränkt,Sternenkonstellationen als Einbindung in das trotzdem kann sie sich in dieser Zeit in dieUniversum. Welt des Traumes begeben.„Das Pendel“ „Das Maß“Gehalten wird das Pendel von einer Figur,Ein Rückenakt spannt sich mit seinen hochdie in strenger Haltung Macht und Gesetz gestreckten Armen zu einer Einheit. Es istverkörpert. An diesem Pendel schaukelt eineein Maß, mit dem man vergleichen und da-Menschengestalt, die durch ihre willentliche durch gemessen werden kann. „Mene meneBewegung versucht, den Lauf des Pendelstekel u-pharsin“, nach des Propheten Daniels158zu beeinflussen. Sie wird damit zum Sinnbild Deutung aus dem alten Testament: „Gezählt,der Vermessenheit des Menschen, der immergewogen und zerteilt“ wird das Ansehen deswieder die Naturgesetze zu beeinträchtigen Menschen.oder zu verändern versucht.
  • 113. 160
  • 114. „Philemon & Baucis“ 2004ø 45 cmgeformt zuerst in dünner Weise in Wachs,dann im Wachsausschmelzverfahren in Bronzeals Unikat gegossenIm Inneren der Kugel stehen zwei Figuren wie Baumstämme zueinanderund bilden die Verbindung vom Wurzelwerk hin zur Baumkrone. Im Blatt-werk finden sich die Gesichter der Figuren. Jede der Gestalten hat eineHälfte vom Gesicht des anderen erhalten – sie bilden damit eine Einheit.Zarte Berührungen ihrer Hände, die mit Ästen und Blättern umkleidet162sind, lassen diese tiefe Liebe erfahren.
  • 115. Familie Vertrauen Krippe HeimatGemeinschaft Eltern Haus NestSchnecke Mutter ErfolgsglobusUnendlichkeit Geburt Stella Radhandeln Hilfe Baby GynäkologieHand Kind Laetizia zusammenSternbild Begegnung Verbindunghalten Helfer ins Leben hinausFreundschaft sich ansehen Kugelzuhören in die Augen schauenGeschenk vergoldet Film Unikat164
  • 116. Philosophischer Zyklus, 2000Zyklus aus sechs Bronzeunikaten, die sich alle in ihrerindividuellen Art in einem gedachten würfelartigenRaum von je 25 x 25 cm erstrecken„Ich“Den variablen Raum, verschließbar oder offen einla-dend, bestimmt das Ich. Die zwei losen Werkzeuge,wie Hände, wie ein Besteck, wie Ruder oder Krücken,gestalten das Handeln des Einzelnen, stehen ihm freizur Verfügung, seine Fähigkeiten zu entfalten. Das Per-sönlichste eines jeden findet sich in diesem Raum, miteingefangen das Fragment des Todes.„Du“Das Ur-Nest ist die Familie, die als Gemeinschaft in ih-rer Vernetzung mit Zukunft und Vergangenheit darge-stellt und mit der durchschreitenden Figur an der Au-ßenseite des Raumes versinnbildlicht wird.„Das Leben“Nicht als einzelnes Element denkbar, sondern als Ketteverschweißt sind die Gestalten, die für die Arbeit, dieHingabe und die Verzückung stehen. Die glatte Schei-be steht für Glaube und Hoffnung. Die Gestaltung passtin das System der würfelartigen Begrenzung, kannaber durch die variable Beweglichkeit diesen Rahmensprengen – so wie das Leben selbst.166
  • 117. „Die Erde“Wie eine Mutter bietet das sinnbildlich im-mer wachsende Schneckenhaus einenschützenden Raum, in dem Leben ent-steht, aus dem Leben herausströmt undselbstlos eine Heimat bereitet wird.„Die Schönheit“Mythologische Gestalten umschließenden Kubus: Der Tanz, die Musik, eineNixe, der Engel, die Muse, die Fantasie,ein Pferd und ein Schwan stehen allego-risch für die Kunst und alles Erhebendeund Schöne.„Die Liebe“Wie Hülsen geöffnet, schweben, begeg-nen und schmiegen sich die Körper vonMann und Frau. Die drei Skulpturteilesind lose und können einzeln frei bewegt,auseinander genommen und wieder ar-rangiert werden.
  • 118. „Muse“ 2004130 cm langBronzeunikatWie eine Decke breitet sie sich aus, du legst dich hinein, sie nimmtdich auf, birgt dich in ihr, umhüllt dich in Geborgenheit. Die Plastikzeigt kein Gesicht, bleibt anonym und verführt und verzaubert gefühl-voll ohne zu verlangen.Bei einer Projektbesprechung fragte mich eine junge Frau, was denneine Muse sei. Ich versuchte ihr eine Muse zu beschreiben, was mirnicht einfach schien, und so ist diese Skulptur als ein optischer Ein-druck eines Gefühles entstanden.1. Preis für Skulptur „Muse“ beim Syrliner Kunstpreis 2009,168 168Sindelfingen
  • 119. „Liebesnest“ 2004mit Laser geschnittenes und gebogenes Blechin gerostetem Eisen ø 80 cm und 24 Karat vergoldetem Messing ø 50 cmOvids „Metamorphosen“ haben diese Werke inspiriert. Zwei Menschen,Philemon und Baucis, lebten in einer besonderen Harmonie zu­ ammen.sSie hatten die Gunst, miteinander glücklich zu leben und über den Todhinaus vereint zu bleiben. Sie wurden in eine Eiche und in eine Lindeverwandelt und bleiben auf ewig vereint.Durch die rostige Farbe wird der vegetative Ausdruck des Werkes ver­stärkt – es wird Teil der Natur. Wird die Skulptur von unten her be­euchtet, lsetzt sich die Blattkrone als Schattengeäst an den Wänden im Raumfort und erweitert den Wirkungskreis.„Gloria“ 2002Höhe 40 cmMessingblech mit Laser geschnitten und 24 Karat vergoldetGloria ist ein Pokal, womit Personen, welche sich um Menschen mit Be­hinderung und um Hilfsbedürftige bemühen, ausgezeichnet werden.Besonders diese selbstlose und stille Tätigkeit mit einem Pokal auszu­zeichnen war mir eine besondere Herausforderung. Es konnte keineschwere Bronzeskulptur sein, sondern die Art des Werkes sollte leichtund weich sein. Die zeichnerischen Linien erzählen. Die Kontur be­schreibt Wesen, Menschen, Gefühle. Man entdeckt einen Minotaurus,halb Mensch halb Stier und eine Nixe. Sie ist eine Frauengestalt mit zu­sammengewachsenen Beinen. Sie ist anders, abartig, aber jedem Kindbekannt und gesellschaftlich akzeptiert, wie der Engel mit ­ lügeln gleich Fneben dem Kopf aber ohne Rumpf, der in Kirchen, ­ chlössern undSmancher Wohnstube hängt. Die Menschen in diesem Bildwerk ­ elfenheinander, lassen sich gegenseitig tragen und leben in gegen­ eitigersAchtung, Hände, Finger greifen schließend ineinander. Das Werk istvergoldet und hat edlen Ausdruck. Es ist dennoch zerbrechlich undzerstörbar, wenn sich die Achtung nicht findet, ähnlich wie die Sorgeum all ­ iese medial unspektakulären und menschlichen, persönlichen dP­ robleme. Das Licht im Sockel der Skulptur signalisiert Lebendig­ eit kund Präsenz dieser Idee.170„Rose von Jericho“ 2004ø ca. 25 cmpoliertes Aluminiumblech mit vergoldetem Messingblechdas immerwährende Erblühen einer Liebe
  • 120. „Liebesbaum“ 2010Höhe 220 cmmit Laser geschnittenesund gerostetes Stahlblech
  • 121. 172
  • 122. Skizzen zum Vogelflug, 1990interaktive Erlebnisskulptur, 2010320 x 200 cmNirostadurch Einlegen einer Folie alsSitzobjekt oder als Wanne erlebbarBrunnengestaltung, 1999Höhe ca. 250 cmNirosta-Schnitt„Windwege“ 1999Fassade des Kindergartens in ThaurGröße der Teile ca. 200 bis 300 cmgefaltetes Nirosta-Blech„Vogelhimmel“ 1990Höhe 40 cmBronzeunikat„Wiedehopf“ 1995Höhe 50 cmBronzeunikat auf Steinsäule
  • 123. Windsegel Lichtflügel ZwieschaleNautilus Sitzskulptur-Trophäe ÖBBSchießscheibe Drache VogeltischWasserigel Stacheln GedenkstätteKoi-Fisch Radpokal PalindrombildLuster Justizia Gams PferdehutGlaschichtwände VerkehrsschildKinderzeichnung Modell SpiraleFotogeschäftsentrée HimmelsleiterThron Sonne Marzipan BallerinasGlasnest Steckwerk Glasbauch174
  • 124. „Fisch“ 2006Höhe 110 cmGefustes Glas in Nirosta gefasst„Poseidon“ 2009im Wellnessbereich des Amathus Hotel, RhodosHöhe 90 cmGlas und Nirosta176
  • 125. 178
  • 126. „Torso“ 2006Höhe 75 cm8 mm Floatglasschichten verklebtWenn man die Skulpturen aus Glas rundum betrachtet, wirken sie anihrer Schnittseite abstrakt, beinahe wie vereist. Dieser Betrachtungs­moment wandelt sich dann an der glatten, transparenten Seite. Hierwirken die Torsi wie ein leichtes, dreidimensionales Gitter. Das Schat­tenbild zeichnet sich, je nach Beleuchtung, einmal kräftig, ein ander­mal verschwommen und zart.
  • 127. Ein Portrait im Ensemble, 2008Höhe des Glassegmentes 45 cmGlas und BronzeFür einen greifbaren, lebensnahen und lebensfrohen Menschenund andererseits einen visionären Denker wird die Idee von zweisich ergänzenden Teilen erdacht.Materialien wie Bronze und Glas versinnbildlichen physische Personund Intellekt.Mit einer aufwändigen dreidimensionalen Aufnahmetechnik wirddie plastische Form des Gesichtes des Menschen erfasst. Zu demdaraus erstellten Datensatz des Gesichtes werden die ­ ormen Fdes Hauptes am Computer plastisch komplettiert. Es werdenS­ chich­ungen erstellt, welche einerseits für die Umsetzung zu den tGlasschnitten, andererseits für ein Holzmodell als Ausgangspunktfür einen Bronzeguss dienen.180
  • 128. „Windzeichen“ 201032 x 32 cmacht Glasplatten hintereinanderDie Glasebenen können wahlweise gestellt undgedreht werden und so ändert sich die Wirkung.Eine wahlweise wechselnde Lichtanimation stärktdie räumliche Wirkung.„Nest“ 200932 x 32 cmacht Glasschichten hintereinanderWie in einem stark eingeschliffenen Gewebe,welches ein Nest versinnbildlicht, schweben ­ leinekzarte Kindergestalten. Die Diskrepanz zwischene­ iner gewollten Struktur und dem fragilen Lebenwird so spürbar dargestellt.„Erde“ 200932 x 32 cmGlasschichtwerk, Licht animiertEin Weg auf das Schneckenhaus lässt dich ­ inauf hgeführt sein.„Weg“52 x 52 cmacht GlastafelnDurch Drehen der einzeln gesteckten Glastafelnkann interaktiv aus der Treppe ein Weg, ein Kreuzgestaltet werden.182
  • 129. „Auferstehungstor“ 2002Kirche St. Philippus in MünchenHöhe 180 cmGlasgestaltung aus gefustem GlasDieses Glastor, Sinnbild für die Auferstehung, ergänzt den von mirgeschnitzten Kreuzweg mit den fünf Holzpfosten. Im gleichen Modulbildet sich das Fenster. In der gläsernen dreidimensionalen Schale istdie Silhouette einer menschlichen Figur zu erkennen. Diese Gestaltaber hat ihre irdischen Hüllen verlassen, was uns an die zurückge­bliebenen Grabbinden von Christus erinnern soll. Das Licht als Bot­schaft für die Auferstehung erhellt das Geschehen.Glas entspricht den Anforderungen nach Transparenz und Licht. Sosoll die Vorstellung von der Auferstehung durch das von mir ge­ ähltewMaterial verstärkt zum Ausdruck gebracht werden.Um die Glasschalen zu fertigen, modellierte ich zuerst keramischeFormen­eile, über welche dann das Glas im eigenen Glasofen ge­ t184schmolzen wurde.
  • 130. Kapelle im Seniorenhaus St. Raphael, 2007, Innsbruckgefustes reliefartiges Glas mit sanft farbig wechselndem Licht inszeniertLicht bedeutet Anwesenheit. Dieser besonders erhellte Raum soll durchdie Nacht geleiten und von der spirituellen Anwesenheit, dem Gebetsortals Kapelle zeugen.186
  • 131. Kirchenfensterder Pfarrkirche Lechaschau2005 und 2006350 x 350 cmeingebrannte Glasmalerei188auf mehreren Glasscheiben
  • 132. „Karghaus“ 1991MayrhofenWohn- und GeschäftshausAcrylat und DispersionsfarbenKosmos und Chaos, die Ordnung der Komplementärfarben und die Unordnungder belebten Farbfelder ließen laute Kritiken bis hoch hinauf auf mein Gerüstdringen. Kommentare wie: „Ne! Das bleibt nicht so! Das ist doch nur die Grun‑­d­erung!“ Oder: „Das ist ja der pure Schock! Wenn das so bleibt, komm ich nieimehr hierher!“ Oder: „Da g’hört doch was draufg’malt ..., halt was, was da herg’hört! So was wie ’ne Seilbahn, ’n Jägersmann oder ’n Wappen!“Sogar eine Ohrfeige wurde mir angetragen. Aber mir war es völlig ernst. Kosmos,die Ordnung, findet sich durch die architektonisch vorgegebenen Linien der Säu-len und Fenster. In diesem linearen Gerüst wechseln die lebendigen Farb­elder,fdas Chaos. Sie sind in der Ordnung der Komplementärfarben Orange-Blau,Grün-Rot gehalten. Am Dach dreht sich der Gockelhahn im Wind – mein ganzpersönliches Geschenk an das Haus.190
  • 133. „Spiegelturm“ 1992St. GertraudiFür die schon bestandene Fassade des Bürogebäudes einer Mineral­wasser­­ firma habe ich das Material Spiegel zum Ausdruck für Wassergewählt. Das Mosaik selbst ist durch seine gestalterische Linienführungd­ ynamisch und wellenartig wie Wasser, wirkt kristallin und spiegelt unsereUmwelt wider.„Druse“ 1988Spiegelzimmer mit Glasfaserbeleuchtungin einer Villa am Starnberger SeeMeine Aufgabe war es, ein kleines Durchgangszimmer mit einem riesen­großen Tresor zu gestalten. So verwandelte ich die „inhaltliche Schatz­kammer“ des Hauses im Ganzen in eine Glaskristalldruse. Alles ist nun der192Schatz: Die Spiegel blenden und vervielfältigen den Raum. Durchgang,Tresor und Tür verschwinden völlig.
  • 134. Fassade des Internationalen Studentenhauses, 2002Innsbruckgefuste Glasfliesen auf Nirosta-GlaskonstruktionDas Kreissegment an der Fassade ist ein vorspringender Teil einer ideo-logischen Kubatur, die durch das Haus dringt. Transparent wirkt diesesScheibensegment durch die milchig gläserne Haut mit im ­ nteren Teiluflachreliefartig farbig gestalteten Fliesen aus geschmolzenem Glas,welche vom Gehsteig aus unmittelbar entdeckt und erreichbar wahr-zunehmen sind. Die Verbindung zwischen dem Innen und Außen, demUnten und Oben stellt das Werk mit den Tauben dar. Diese sollen dieUnabhängigkeit unseres Geistes symbolisieren, der weit und frei istund alles durchdringen kann.Zur Fusingtechnik, dem „Glass-Fusing“:Das Glasverschmelzen ist eine über 4.000 Jahre alte Form der Glas­bearbeitung. Um die Jahrhundertwende und in den frühen ­ 0er-Jahren4unseres Jahrhunderts wurde diese Technik relativ häufig angewandt,später aber wieder vernachlässigt. Erst in den 80er-Jahren, als derAmerikaner Schwörer ein Handbuch über „Glass-Fusing“ heraus­ e­ ggeben hatte, erlebte diese Technik wieder einen neuen Aufschwung.194
  • 135. 196
  • 136. Tagesklinik St. Anton am Arlberg, 2002Fassadengestaltungmit einem Hinterglasbildzum Thema Heilen
  • 137. 198
  • 138. Freie Modelle für Wohnhäuser und Anlagenbaue ich experimentell und mit besondererHingabe in Papier.ModellbautenSt. Philipp Neri, München und St. Paul, SalzburgFassade, 2004Stansvorgesetztes AluminiumgitterEine abgeklärte, schlichte Form gestaltet das Entréefür den baulichen Altbestand des Firmengebäudesneu. Mit der Materialwahl des Metallgitters habe icheine Beziehung zum Produkt des Unternehmens her-gestellt, das sich mit Lufttechnik und Filteranlagen aus-einandersetzt. Die vorgebaute, schlichte Form ­ ietet bPlatz für Terrassen. Die bauliche Umsetzung wurdedurch die Mitarbeiter des Betriebes selbst verwirklicht.
  • 139. Freizeitanlage Tivoli Innsbruck, 1996mittels Pinsel aufgebrachte Fassadenmalerei, AcrylfarbenNach der Sanierung der von Architekt Norbert Heltschl geplanten Anlagewurden die Fassaden durch seine Initiative farblich angedacht. Ich wurdebeauftragt, Ideen dafür zu kreieren und auszuführen.Ein Sommerthema: Die Kühle des Wassers (blau) löst sich in der Hitze (rot).Die von mir mit dem Pinsel ausgeführte Malerei zeigt, wie sich der blaueFarbblock in kleinen Quadraten zur roten Farbinsel verändert. Struktu­ ell rsoll dies an ein stark vergrößertes Computerbild erinnern, das sich abstraktin Felder auflöst oder auspixelt – genauso wie sich Wasser in warmer Luft200verflüchtigt.
  • 140. „Gesellschaft“ 2008Höhe 350 cmeingefärbte BetonsegmenteFassadengestaltung für die Wohnanlage der Neuen Heimat Tirol in Absammehrfarbige Gruppierungen stehen in ZusammenhangDie Idee wurde zuerst durch Modelle und Fotomontagen visualisiert.202
  • 141. „Einblick in einen Prozess“ 2008Wandgestaltung im Seminarraumdes Veranstaltungszentrums Forum in Rum, Tirol204Länge 12 mHolz und Schaumstoff
  • 142. „Kühe“ 1998Höhe ca. 140 cmSperrholzplatten gebeizt und lackiertmobile Garderoben – Skulpturen als Kleiderablagefür die Kinder der Volksschule BaumkirchenJede Klasse hat seine eigene Kuh mit Futterkorb,der als Schirmständer zu benützen ist.„Wolfshund“ 2006Höhe 27 cmMaterial: SperrholzschichtenEin von mir aus Ton modellierter Hund wurde als dreidimensionalerScan kopiert. Mit diesen Daten konnten wir horizontale und verti­ ale kS­ chichtungen ermitteln, die dann Grundlage für Laserschnitte in Holzw­ aren. Die ein­ elnen Teile wurden zusammengeleimt und bei der hori- zzontal ge­ chichteten Figur mit einer Achse versehen. Dadurch kann man sdann die ein­ elnen Scheiben interaktiv drehen und neu gestalten. z206
  • 143. 208
  • 144. Modellstudien mit Schichtglaswänden„Wald“ 2005Lounge der Raiffeisenbank WattensVielschichtige Gläser lösen die geschlossene Wirkung einer Wandauf. Transparenzen lassen Tageslicht spürbar durchscheinen, durchkleine Aussparungen in der Gestaltung können Einblicke gewährtwerden. Diese Gestaltung ist geplanter und mitwirkender Bestand-teil der Architektur.„Stadtszenen“ 2004Foyer im Hotel am Stephansplatz, WienWandmalereiPortal, 2004Schmuckgeschäft Ellert vis-à-vis vom Stephansdom, Wienmehrschichtige GlasmalereiModellstudien mit Schichtglaswänden und Schichtskulpturen
  • 145. Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005Pertisau am AchenseeAcrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegelt210
  • 146. Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005Pertisau am AchenseeAcrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegeltNach Anfertigungen von vielen kleinen Modellen, wobei ich mit Aus-sagen und Materialien spiele, werden die entstandenen Konzepte mitdem zuständigen Architekten und den Bauherren besprochen und aufdie Machbarkeit hin überprüft. Die Umsetzung vom Modell in das Bau-werk wird in den meisten Fällen von mir selbst ausgeführt. Direkt vorOrt erarbeite ich die Idee aus dem Modell heraus in Farbe und im Aus-druck – spontan und frei entsteht das Bild in mehreren Schichten.212
  • 147. „Das gelbe Schlauchboot“ 2005Pertisau am Achensee, Poolbereich im FürstenhausBreite ca. 600 cmdreiteiliges HolztafelgemäldeZur Größenerarbeitung eines Wandbildesskizziere ich in den Plänen.„Bausteine des Lebens“ 2003ca. 100 x 300 cmAcryl auf HolztafelnPuzzlebild im Entbindungszimmer desBezirkskrankenhauses St. Johann in TirolDie weichen Formen des Puzzlebildes sind für mich ein passendesformales Ausdrucksmittel für die Gestaltung des Entbindungs­zimmers. Die Formen greifen ineinander über und fügen sich zueinem Ganzen, ohne ein begrenztes Bild zu sein. Es bleiben Bau­steine, die von der Zeugung über die Schwangerschaft bis hin zumStillen erzählen. Ein Bild, das in jede Richtung weitergeführt werdenkönnte, wie das Leben selbst mit seinem Kommen und Gehen.Farbkonzept für das Logistikzentrum Handl Tyrol,Erzeuger von Nordtiroler Speck, 1996Fliesen und eingefärbte GussbelägeIn der Lebensmittelerzeugung ändern sich die hygienischen Be­dingungen von Raum zu Raum. Um die einzelnen Bereiche nochbesser erkennbar zu machen, wechseln in meiner Konzeptions­idee auch die Farben zwischen diesen verschiedenen hygienischzu ­ ichernden Bereichen. Neben der Funktionalität gestaltet das sRaumkleid den Industriebereich auch ansprechend als Lebens­raum.Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005Pertisau am Achensee214Wandmalereien aus Acryl und Lack
  • 148. „Marktplatz“ 2005Gestaltung der Glastrennelemente im Foyer der Raiffeisenbank WattensSpritzarbeit mit 2-Komponenten-LackIn dieser künstlerischen Gestaltung habe ich den wirtschaftlichen Aspekt desBankwesens berücksichtigt. Jeder kleinste Beitrag, jeder Punkt im Bild derGestaltung, gesammelt und formatiert, wird zur Struktur und zum mensch­lichen Umriss. Zusammen bilden sie sich zu einer Gesellschaft, wie formaleKontinente zu einer Landkarte.216
  • 149. „Das Erwartungsland an der Landratswand“ 2006100 x 270 cmGlasbild in drei Schichten mit LichtanimationEin von Ferry Strassl eigens zum Werk komponiertes Lied trägt den selben Titel.Inspiriert wurde das Werk durch den Wunsch eines Freundes, die In­ altehs­ einer Tätigkeit künstlerisch darstellen zu lassen. Seine Arbeit ist die ­ olitische pAuf­ rbeitung und Umsetzung von Gesetzen, Verordnungen und Reformen unteraEin­ indung der Bevölkerung im Dialog.bJede der drei übereinander geschichteten Glastafeln ist teilweise ge­ taltet, und sdurch deren Voreinanderhängen addiert sich das Gesamtbild zum Thema. ZweiKraftfelder sind durch sich wechselnde Lichtflächen, pulsierend in ihrem Rhyth-mus, veranschaulicht. Adern und zueinander gestikulierende Figuren binden dasGefüge zu einer Einheit.218
  • 150. „Veranstaltung“ 2009Diese Thema wählte ich als Inspiration für das abstrakte Gemälde aufAcrylglas, ein Lichtband für das Foyer im VeranstaltungszentrumForum in Rum, Tirol155 cm x 110 cmDie Vorfreude, das Zusammenkommen, das Planen und vitale Wirkenwird im linken gelben Teil des Bildbandes abstrakt erzählt. Zart fügensich die Linien und vernetzen sich zunehmend, das Gemälde steigertseinen dynamischen Ausdruck.Ein Fest beginnt, kräftig mischt sich alle Farbigkeit, wie im Tanz wirbeln220Linie und Farbe zum Höhepunkt und versiegen dann in der Nacht.
  • 151. Gestaltung einer Ordination für einen Internisten, 2000FulpmesHinterglasmalerei in zwei EbenenDie Aura zu erfassen war das Ansinnen bei meiner künstlerischenGestaltung. Die Aura, das Schwingungsfeld, das in und um uns ist,hat maßgeblichen Anteil an unserem Wohlempfinden. Nicht nur dieorganische Behandlung, sondern die ganzheitliche Erfassung des222Individuums soll durch diese Gestaltung erinnern und beflügeln.
  • 152. 224
  • 153. Friesbild mit Themen der politischen Arbeit, 2007Besprechungszimmer im Landhaus InnsbruckHöhe 70 cmÖl und Acryl auf HolztafelDas Gemälde im Raum umrahmt die Besprechungssituation und stärktso die Anordnung der Tische als gemeinschaftliches Zentrum. Das hori-zontal erzählende Band wird vom einem sinnbildlichen Bildteil überbrücktund durchquert. Politik bildet Brücken, schafft Kommunikation, kämpftum Ausgleich, regelt Einflüsse und steuert.Die kräftig gelben Farbfelder umströmen die einzelnen Kernthemen, ­ elche wdie Werte der politischen Auffassung darstellen.Tradition ist durch in Trachten gekleidete Figuren und die Kirche präsent.Das Heimatgefühl wird durch den Baum mit den tragenden Händen ver-sinnbildlicht. In dem Geäst liegen aufgenommen und wie behütet Kinder-symbole, unsere Vergangenheit und Zukunft, als Gefühl des Schutzes unddes Zuhauses, eben Heimat.Vision, Forschung und Weitblick werden durch Segelboote ange­ eutet, dBoote, welche gebaut sind, nicht um im Hafen zu liegen, sondern zumHinaus­ahren, zum Aufbruch in Neues. Familie und Soziales werdenfdurch die Tischgemeinschaft dargestellt. Der Tisch findet eine Verlänge-rung und somit Platz für sozial Bedürftige und Ausgegrenzte.Hände wirken zusammen, dieses Geben und Nehmen und die Korn­ hren ästehen für wirtschaftliches Bestreben. Zwei große Hände führen von jederSeite zum Bildteil, welcher die horizontale Erzählung quert, und deutenum die Bemühung zur Konfliktlösung. Der fliegende Adler ist Symbol fürdie Freiheit. Eine abstrakt gleichförmige Struktur ragt über alle Bildfelderund macht die Themen zeitlos, gewohnt und modern zugleich.Gelber Salon, 2004Hotel am Stephansplatz, WienÖl und Acryl auf Holztafel
  • 154. „Mutter-Wirtschaft“ 2006beidseitig mit 2-Komponenten-Farbe bemalte raumhohe GlaswandHände wirken und handeln im Radwerk der Wirtschaft. Diese sinnbildlichdargestellte Geschäftigkeit von Menschen im Berufsleben versorgt einer-seits den Tisch der Kinder sowie den der Alten. Die doppelte Hand stehtsymbolisch als ein Zeichen für das Geben und Nehmen zugleich.In einem Brief aus Muzot schreibt Rainer Maria Rilke: „Nichts ist beglückender,als wenn man sich in Gebrauch nehmen kann zugunsten von Plänen oderEr­nnerungen ...“ (Briefe aus Muzot 1921–1926). i226
  • 155. Foyer im Behandlungszentrum Vogtareuth/Bayern, 1993Auftrag aus einem Wettbewerbbemaltes BlechZwei große, aus Blech gefaltete Hände dienen als Tür­flügel. Die Hände fahren begegnend ineinander, wennsich die Tür schließt. Die Malerei setzt sich im Raum fortund stärkt dadurch den farblichen Gesamteindruck.Fassadenbilder der Wohnanlage der Neuen Heimat,1992Breitenbach am InnAcrylFarbflächen wechseln, die dadurch entstehenden Kon­turen lassen das Motiv erkennen. Diese bunten Schatten­bilder zeigen Szenen aus dem Alltag und geben jedemHaus seine Individualität.„Lebenskreis“ 1992Farbauffrischungsarbeit am Gemälde, 2008Fassadengemälde Altenpflegeheim St. Johann in TirolMalerei mit Pinsel und AcrylfarbenMenschen jeden Alters geben sich die Hände. Sie ­ ildenbeinen Kreis. Die hineinreichenden Hände einer weiterenfür uns unsichtbaren Figur bilden das Bindeglied von An­fang und Ende unseres Lebenskreises.228
  • 156. „Aufbruch“ 1995Behandlungszentrum Vogtareuth, BayernSeccomalerei mit AcrylDie Geschichte, die von „Hoffnung“ erzählt, ersann ich mir speziell fürden Ort, an dem Therapie zur Heilung führen soll.Fluchtartig stürmt eine Herde von Rehen aus der Dunkelheit und derTiefe der Farbe Blau heraus. Ein dynamischer Moment wird damit er-klärt. Eine weibliche Figur schwebt über einer blauen Schlucht. Durchihre Gestik wird sie zur Botschafterin der Gefühle all der Menschen,die sich in einer bewegten Aufbruchstimmung befinden. Sie wird be-schützt und begleitet – sie ist unter Menschen.Das helfende Miteinander löst das Chaos auf.„Erinnerung an die Schulzeit“ 1998Fassadenbild an der Volksschule ThaurSeccomalerei mit AcrylMalerei mit dem Pinsel auf fertig verputzte und trockene FassadeFrüher hat man in den noch feuchten Putz gemalt, um der Farbe einegute Eintiefung und Haltbarkeit zu ermöglichen. Heutzutage arbeiteich auf modernen, thermisch gedämmten Fassaden. Die Farbe wirdalso auf eine trockene Schicht aufgebracht – Seccomalerei.230
  • 157. „Vor dem Start“ 1996Höhe ca. 60 cmBleistift und AcrylVor dem Start drückt die Herausforderung undErwartung des sich selbst gesteckten Zieles denMenschen, was durch die tiefblaue Fläche versinn-bildlicht wird. Es erfordert Kraft und Konzentration,um über die Linie zu gelangen.„Ostern“ 1989Höhe 70 cmÖl auf Papier232
  • 158. „Abfolge“ 1987Höhe ca. 50 cmÖl und BleistiftDie Bleistiftzeichnung verlangte plötzlich nach Farbe. Ich begann,meine Zeichnungen leicht zu kolorieren, und mit der Zeit sehnteich mich immer mehr nach Farbigkeit. Daraus entstanden dann dieZeichnungen in zarten Aquarelltönen. Es sind Bilder, die über denRahmen hinausgehen und das Ringen mit der Dreidimensionalität234verdeutlichen.
  • 159. „Gefühl“ 1988133 x 133 cmAcryl auf Leinen und HolztafelPreis für Malerei der Stadt InnsbruckGewaltige Kräfte wirken auf ein Tier ein unddrücken es nieder. Gefühle kommen zumAusdruck. Die weiße Hintergrundfarbe lässt236das Bild kühl erscheinen.
  • 160. „Jugend“ 1980Höhe ca. 35 cmÖl auf Papier„Versuchung“ 1980Höhe ca. 30 cmÖl auf Papier238
  • 161. „Der Neophyt“198029 x 36 cmÖl auf Papier
  • 162. 240
  • 163. „In Erwartung und Voraussicht“ 1992Höhe 120 cmAcryl auf HolztafelDie im Vordergrund in sich geschlosseneFigur bleibt unbeeindruckt vom Ver­angenlund Fordern der hinteren Gestalt. Der ­ ille,WVeränderung herbeizuführen, ist die Aus­sage dieses Werkes.„Drei“ 1991Höhe ca. 150 cmAcryl auf Holztafel„Vor der Mauer“ 1992Höhe ca. 100 cmAcryl auf Holztafel
  • 164. „Sehnsucht“ 1991100 x 80 cmAcryl auf HolztafelDiese beiden symbolischdargestellten „Farbinseln“drücken ein Verlangen aus.„Lauf des Lebens“ 1992170 cm hochAcryl auf HolztafelMenschen in ihrerur­ prüng­ichen körperlichenslWürde, völlig unberührt vonmodischen Trends, bewegensich aus dem Bild her­ us. a242
  • 165. „Vor meiner Vergangenheit“ 1994130 x 130 cmÖl und Acyrl auf HolztafelMit den nach oben hin geöffneten Händen, die nicht mehr fassenwollen, sondern loslassen, sich nach oben hin öffnen, kniet eine Frauvor ihrem Spiegelbild, das wie auf einer Wasseroberfläche zu sehenist. Das Nachsinnen über sich selbst ist die Idee zu diesem Gemälde.„Das kleine Glück“ 200098 x 170 cmHolztafelgemälde244
  • 166. „Frosch“ 2006Länge ca. 50 cmTerralitho auf Stahlarmierungin meiner ersten Wohnung in Innsbruck, 1988„Wenn sich ein Schlaf der Gedanken und Ideen wie Neuschnee überdeinen Körper legt und du wie ein alt gewordener Eskimo in der Kältebleibst und dein Körper nach der Ewigkeit lächelt, das Drängen desGeistes die Hoffnung erfriert, wachsen dir Borsten, und du bist jetztund bleibst jetzt wie ein Tier.“ 1993Höhe 170 cmAcryl auf Holztafel246
  • 167. „Sommer“ 1996162 x 172 mAcryl auf Holztafel... aus den Bewegungen mit Farbe tauchteplötzlich dieses Tanzpaar auf. Ich betrachtetees als ein Geschenk und wollte es bei mir be-halten ­ und so legte ich den Pinsel aus der–Hand ...Das Gemälde ziert den Wohnraum des Atelier-hauses.248
  • 168. „Elias“ 1995100 x 100 cmAcryl auf HolztafelZu diesem Bild inspirierte mich 1995 die Hauptfigur des Eliasaus „Schlafes Bruder“, dem Roman von Robert Schneider.Wir lernten uns bei seiner Premiere und meiner Ausstellungim „Kleinen Theater“ in Salzburg kennen. Später, bei seinemBesuch in meinem Atelier „wettwerkten“ wir beide im Malen.„Julia“ 1994100 x 100 cmAcryl auf Holztafel„Geliebter“ 1995100 x 95 cmAcryl auf HolztafelTöchterlein im AtelierFigurmotive begrenze ich absichtlich.Die Körper spanne ich als gewollten Ausschnitt ins Bildformat.250
  • 169. „Wendebild“ 1999100 x 110 cmAcryl und Öl auf Holztafeleinige meiner BilderFoto für eine Ausstellung1991„Die neue Zeit hat keine Zeitzum Erlösen eines Menschenaus seinem Schweigen“1994170 x 175 cmAcryl auf Holztafel252
  • 170. Gemälde zum Thema „Aufbruch“1992Höhe 130 cmAcryl auf HolztafelEin Neubeginn setzt ein Ziel vo-raus, einen Willen. Mein Bild er-zählt vom physischen Start, vomÜberwinden – es beschreibt meineEmpfindung vor dem Aufbruch zu254einer neuen Arbeit.
  • 171. „Sein“ 1997170 x 175 cmAcryl auf Holztafel„Auf der gelben Bank“ 199180 x 100 cmAcryl auf HolztafelSo sitzt man da und wartet, bis man abgeholtwird oder bis irgendetwas kommt. Jedes Bildhat eine Geschichte, einmal ist sie tiefgründig,ein anderes Mal trivial. Das Betrachten desGemäldes ist immer frei und darf es sein.Der Titel meiner Werke ist ein Wort, welchesdie Geschichte kurz beschreibt. Dieser Bild­iteltist als ein Bereitstellen meiner persönlichenGedanken und als ein kleines Türöffnen inmeine Erzählungen zu sehen. Es ist wie einAbholen und ein Mitnehmen des Betrachtersauf meine Reise und keineswegs zwingend,den ­ itel des Bildes wahrnehmen zu müssen. T„Selbst“ 1996Höhe ca. 100 cm256Acryl auf Holztafel
  • 172. „Der Tanz“ 1992Höhe 50 cmAcryl auf HolztafelDieser Mensch tanzt mit sichselbst, mit seiner Eigenschaftund mit seinem Schicksal.„Das Helfen“ 199340 x 30 cm258Acryl und Öl auf Holztafel
  • 173. „Wahrheit“ 1990Höhe ca. 35 cmÖl auf PapierDie allegorische Gestalt der Wahr-heit sitzt, in kühler Farbigkeit gehal-ten, vor einer aufgeregt wirkendenFigur. Sie will auf die Figur Einflussnehmen und eine Änderung in ih-rem Verhalten bewirken.„Bei dir“ 1992Höhe ca. 120 cmAcryl auf Holztafel„Beziehung“ 1991130 x 130 cmAcryl auf HolztafelEine Figur wirkt wie mit Problemenbelastet. Es ist einerseits das starkeVerlangen nach dem Anderen undandererseits das Wegstoßen, dasauf Distanz gehen, was in diesemGemälde beschrieben wird. DasBild kann richtungslos aufgehängtwerden. Es gibt kein oben und keinunten.„Begehren“ 1993Höhe ca. 35 cmÖl auf Papier„Die Läuterung“ 1991260Höhe ca. 40 cmÖl auf PapierEin sinnbildlicher Stier zwingt einemenschliche Gestalt zu Boden.
  • 174. „Hände“ 200030 x 30 cmÖl auf Leinwand„Stier“ 200030 x 30 cmÖl auf Leinwand„Ich glaube“ 1993100 x 100 cmAcryl auf HolztafelWie Statements stellen die reduzierten Farbfelder ihrePosition dar. Die eingezeichneten Linien einer Handgreifen ins Zentrum des gemalten Stammes und legenwie beschwörend das Bekenntnis ab.262
  • 175. Das Atelierhaus in ThaurNach einer langen Suche nach einem Haus, in dem Arbeiten undWie Möbelstücke liegen unsere vielen Karthäuserkatzen überall imWohnen möglich ist, gab ich schließlich entmutigt auf. Keine der so Haus herum. Sie alle tragen Namen von Künstlern, und wenn ichzahlreichen Besichtigungen von alten Häusern konnte mir das Ge­ sie nachts nach Hause locke, hört es sich an, als würde ich nachfühl vermitteln, mich dort einmal wohl zu fühlen. Deshalb machten den großen Meistern Picasso, Vincent van Gogh, Brancusi, Mirówir uns auf die Suche nach einem Grundstück. Das Bauen einesoder Matisse rufen.eigenen Ateliers, eine zuvor sehr weit entfernte Variante, konntenun doch, insbesondere durch die Hilfestellung meines Vaters, Ums Haus verändere ich gerne, Lichtinstallationen, große Skulp­reali­ iert werden. Sein fachmännischer Rat, sein Können und sein sturen, Fahnen und textile Gebilde, exotische Pflanzen, Schau­enster­fZuspruch haben mich immer bestärkt. puppen und freistehende Badewannen im Außenbereich lenkenFür die Bebauung entstanden viele verschiedene von mir ge­die Aufmerksamkeit auf sich.fertigte Modelle. Mit jedem zusätzlichen Modell wurden weitereEine große Kranschiene ragt aus dem Atelier und ermöglicht denA­ spekte und Bedürfnisse berücksichtigt. In meiner PlanungTransport von großen Gebilden aus der Werkstatt.strebte ich nahezu nach Vollkommenheit und habe mich mit allmeinen Ent­ ürfen dem Architekten Wolfgang Martin Miess an­w 1997 übernahm dann der Kran einen ganz besonderen Dienst.vertraut. So ist aus all meinen Vorstellungen und Wünschen, Unser Töchterlein Stella Patrizia durfte darin geschaukelt werden.den ­ogistischen Bedürfnissen und aus seiner architektonischenl Ich stillte mein Kind, es war immer um mich, sogar während meinerFormen­ prache dieses Atelierhaus entstanden.s Arbeit trug ich es in einem Tuch an mir. Einerseits genoss ich essehr, für mein Kind unentbehrlich zu sein, andererseits ­ usste ichmVor unserem Einzug ins Atelierhaus habe ich eine der Öffentlichkeit auch sehr viel Energie aufwenden, um meine Projekte nun termin­zugängliche Ausstellung veranstaltet und habe sämtliche ­ äume mitR gerecht fertig stellen zu können. Es war für mich eine große Auf­meinen Skulpturen, Gemälden und Pflanzen ausgestattet. Ein wun­ gabe, beiden Anforderungen gerecht zu werden. Erst nach dreiderschönes Gefühl war es für mich, das Atelierhaus ohne all den Jahren wagte ich mich erneut an eine Mutterschaft, an ein Ge­praktischen Tand, nur mit meinen Kunstwerken so sehen zu können.schwisterchen für Stella. Laetizia Philippa wurde geboren.Die Kinder wachsen in der Werkstatt heran, jedes hat seinenIm Eingangsbereich ist ein großes schwarzes Granitdreieck ime­ igenen Bereich, und mit großer Freude wird dort gebastelt, ge­B­ oden eingelassen. Seine Oberfläche spiegelt sich wie dunklesklebt, gemalt, organisiert und gebaut. Dort lernen sie auch, sichtiefes Wasser. Die drei Ecken verbinden den Eingang mit dem mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich selbst zu entdecken.A­ telier und dem Ausstellungsraum. Jeder Besucher wird über So ist aus unserem Lebensraum Atelier ein lebendiges Nest ge­d­ iesen sinnbildlich dargestellten See geführt. worden.Im Garten findet sich ein großes Wasserbecken mit einer ausbuntem Kunststein gefertigten Brunnensäule, still rinnt das Wasserüber die glatte Skulptur. Im Laufe der Jahre hat sich der Garten264auch wirkungsvoll geformt und fügt Haus und Natur zusammen.
  • 176. 266
  • 177. „Die Kürbisernte“ 1992„Weinberg“ 1992„Die Alte und ihr Sohn“ 1992„Die Malerin“ 1992Diese kleinen Bilder mit Ölfarben aufKarton gemalen, Höhe ca. 40 cm, ent­standen auf einer Reise zu einem Maler­freund in die Südsteiermark.Die Fahrt durch die Landschaft inspi­rierte mich zu diesen freien und ganzpersön­ichen Interpretationen. Es sind ldie Ein­ rücke von Einsamkeit und Ver­ dlassenheit, die ich in diesen Bildern fest­gehalten habe.
  • 178. 268
  • 179. „Der Dank“ 1990Höhe ca. 40 cmÖl auf PapierImpressionenHöhe ca. 40 cmkleine Bilder mit Ölfarben auf Kartonoder Papier in Kenia gemalt
  • 180. 270
  • 181. Auf meinen Reisen habe ich immer ger­ne den Farbkasten ausgepackt. Mehr­mals war ich in Tunesien, 1992 in Ma­rokko, 1990 und 1994 in Kenia. MeineEin­ rücke habe ich dann symbolisch indF­ arbe verwandelt.Die Energie und die Konzentration derAntilopen gerade dann, wenn diese Ge­fahr witterten, sind durch ein starkes Rotim Bild emotionalisiert.2006 ließ mich der Anblick von getötetenTieren auf einer Jagdlodge in Namibia inGedanken über Sinnhaftigkeit und Exis­tenz des Lebens als auch über dessenEvolution eintauchen. So werkte ich dannin meiner Sprache: Mit namibischer Erdef­ertigte ich Farbe, und mit dem ab­ e­ gronnenen Blut der Jagdbeute bemalte ichdie Wände der Lodge – als Totem solltendie Tiere anwesend bleiben. Themen,wie ein von einem Leoparden erlegtesZebra, eine Kuduherde und Flamingosbilden ein Friesgemälde.
  • 182. „Das Kind“ 1988Höhe ca. 30 cmAcryl und Öl auf Papier„Der Rabbi und das Baby“ 1989Illustration aus dem Buch „Ein Platz im Paradies.Chassidische Geschichten“, Tyrolia VerlagHöhe ca. 40 cmAcryl und Öl auf Papier„Die Gabe“ 1990in Kenia gemalt50 x 35 cmÖl auf PapierDie weiße Frau nimmt eine unnahbare Haltung ein. DieSchale, die sie in der Hand hält, und das Rind an ihrerSeite sind Sinnbilder von Besitz und Verfügbarkeit. DerAfrikaner lehnt sich an sie, in der Erwartung, dass ereine Gabe erhält.272
  • 183. „Die Familie“ 2002Höhe ca. 170 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Das Nest“ 199775 x 73 cmAcryl und Öl auf HolztafelWie in einem Korb, von Händen aufgefangen undbeschützt, weilt das Kind durch das Miteinander274vieler Menschen.
  • 184. „Das Werden“ 1997Höhe ca. 35 cmAcryl und Öl auf HolztafelDas Gemälde zeigt die Entwicklung desK­ indes auf: An der Brust der Mutter hates noch eine starke Bindung, bald abermacht es sich frei – durch seinen eigenenWillen.„Familie“ 1997Höhe 50 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Die Erdenmutter“ 1998Höhe 70 cmÖl auf HolztafelDiese Komposition lässt die Abfolge derZeit erkennen. Der Betrachter entdeckt einKind im Schoß der Mutter; später hält siees hoch, und mit ausgebreiteter Hand ent-276lässt sie es in die Zukunft. Unten am Bild-rand laufen Gestalten und bilden Wurzelnzum Zeitgeschehen.
  • 185. Wandbilder für den Ambulanzbereichdes Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol, 1998farbige Wandgestaltung und Wandgemälde auf raumhohen,vorgebauten Wandelementen zu vier Bereichen und ThemenAcryl und ÖlOrthopädieEine geradlinige Figur spannt sich als Idealbild für Gesundheit in dieAchsen eines Kreises. Die rote Gestalt links daneben weicht ab und wirdsomit Sinnbild für die Erkrankung.Der Kreis, der sich durch alle vier Wandbilder in diesem Ambulanz­ real azieht, beleuchtet die jeweiligen medizinischen Bereiche. Aus der ­ zenerie Sder statisch-analytisch blauen Gestalt wandeln die menschlichen Figurenin ein neues Feld hinaus. In meiner bildhaften Erzählung wird die neueMobilität des Körpers durch eine Behandlung be­ chrieben.sFrauenheilkundeZwei Aspekte des „Frauseins“ sind gedanklicher Inhalt des Gemäldes.Einerseits ist die Frau auf dem Stier Sinnbild für den Umgang mit Sexua­lität und Emotionalität, andererseits ist sie Mutter und trägt in einem sinn-bildlichen eigenen Haus ein Individuum, ihr Kind, in sich. Die Be­ e­ ung w gdes Kindes mit seinem ausgestreckten Bein kündigt die eigenständigeEntwicklung an. Kindergestalten beleben das obere Feld des Kreises.Da das Frausein für mich kein isoliertes Thema ist, ist auch der männ-liche Part im Bild präsent.EndoskopieDer Patient liegt entlang der Kreislinie, Helfende führen zielgerichteteLinien wie Instrumente und binden den Körper in den Kreis. Vergleicheum Bemessung wird durch die konstruktive Zeichnung im Gemälde be-schrieben.ChirurgieIm Zentrum liegen schlafende Menschen – stellvertretend für die Pa­tienten. Der Kreis des Geschehens wird von Händen geführt. Es sinddie Hände des Arztes, des Chirurgen. Die linsenartigen Zeichnungen anden Körpern fokussieren die zu behandelnde Erkrankung. Die ­ eitern Lwerden zum ­ rklärenden bildhaften Werkzeug für ein Hineinsteigene278und Einschlafen.
  • 186. Ausschnitt aus der Hinterglasmalereider Fassade Tagesklinik St. Anton am ArlbergHöhe 250 cm„Das Heilen“ 1999110 x 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelEin Körper befindet sich im Zentrum des Gemäldes; in Blau gehaltensteht er für Gesundheit und Geradlinigkeit. Er ist aufrecht und in ­ einer sAchse. Durch eine Erkrankung gerät der Mensch außerhalb dieserAchse. Die Farbe wechselt, das kühle Blau wird zum entzündlich wir-kenden Orange. Der Prozess der Heilung wird nun durch einen Kreisbeschrieben, der fokussierend über dem Bild liegt und die Beweglich-keit zum Ideal offen lässt.„Heilen“ 2002Höhe ca. 120 cmKreide und Acryl auf Holztafel„Heilen“ 2002Höhe ca. 170 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Heilen“ 2002Höhe ca. 100 cm280Acryl und Öl auf Holztafel
  • 187. „Bergstimmung“ 2002Höhe ca. 100 cmStimmungssequenzen reihen sich.282
  • 188. „Eine Geschichte von einer Liebe“ 200292 x 180 cmAcryl und Öl auf HolztafelEine Unsichtbare umarmt dich,im Abendkleid eilt sie schwebend zu dir.
  • 189. „Zeitscheitel“ 2000130 x 130 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Ernten“ 2002160 x 240 cmAcryl auf HolztafelIm Bild sieht man eine Frau. Sie bücktsich, um etwas aufzusammeln. Überihr ragen Äste empor, und ein Vogelschwingt sich in die Lüfte. Im rechtenTeil des Gemäldes sind satte Farben zueinem Feld gebaut, sie schlichten sichund das Wachstum drängt sich hinein.Flächen wie Schalen gleich Fischenschieben sich aus dieser Formationh­ eraus. Eine ansehnliche Ernte findetsich in allen Elementen.284
  • 190. 286
  • 191. „Initiative“ 2001Höhe ca. 160 cmAcryl und Öl auf HolztafelVor dem Start ins Unbekannte scheint manwie in der Dunkelheit die Orientierung zu ver­lieren. Das symbolische Blau der Farbe umspültdie Figuren, die Richtung ist wie unter Wassernicht auszu­ achen. Die Körper wirken teils mtrans­­parent, im Kopfbereich aber entzündetsich die Farbe Orange – Idee und Kraft solleng­ ebündelt, die Grenzen überwunden werden.„Licht als Werkzeug“ 1996Augenklinik Innsbruck130 x 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelUniv.-Prof. Dr. Wolfgang Göttinger, ehemaligerVorstand der Augenklinik Innsbruck, stellte mirdie Aufgabe, ein Bild mit dem Thema „Augen­behandlung durch Einsatz von Laser“ zu malen.Uns beide inspirierte der Mythos von Prome­theus, dem Lichtbringer.In meinem Bild sieht man Figuren, die exakt ge­richtete Lichtstrahlen halten. Die Helligkeit ver­deutlicht die Wirkung. Das Geflecht der Linientrennt Handlungsräume. Ein nicht behandelterMensch, wie in der Mitte des Gemäldes, ver­liert sein Augenlicht und sinkt ins Dunkel derErblindung.
  • 192. „Netzwerk“102 x 102 cmAcryl und Öl auf HolztafelHände reichen in der Mitte zusammen, linearangedeutete Grenzen werden überbrückt unddamit Aufgaben bewältigt. Im Handeln wird allesmiteinander zu einem Geflecht durchwoben.„Ich hebe dich von der Bühne“ 2005Höhe ca. 130 cmAcryl und Öl auf Holztafel288
  • 193. „Tanz“ 200490 x 180 cmAcryl und Öl auf Holztafel290
  • 194. „Netzwerk“ 2002Breite ca. 180 cmAcryl und Öl auf HolztafelHände reichen einander und bilden ein tragfähiges Geflecht,in dem man sich aufgefangen fühlt.
  • 195. „Gottvertrauen“ 2003Werktagskapelle im Haus St. Josef am Inn, Innsbruck195 x 240 cmAcryl auf HolztafelHände reichen sanft über das Kreuz. Diese halten nicht fest, sondern bergen und beschützenund formen sich zu einer Wiege, sind zugleich bereit aufzunehmen oder loszulassen. DerTabernakel als schwebende Säule im Inneren mit dem Allerheiligsten macht diesen Raum zueinem heiligen Raum. Die Präsenz des Ziboriums ist durch das milchige Glas des von innenbeleuchteten Tabernakels durch die Schattenbildung zu ahnen. Im oberen Bereich leuchtetdie gelblich warme und lebendige Flamme des ewigen Lichts.„Getragen sein“ 2007Altenwohnheim Innere Stadt Innsbruckdreiteiliges Holztafelgemälde170 x 520 cmAcryl und Öl auf HolztafelUrnengrabstätte, 2008Wandgrabplatte mit Laterne und Glassegmenten50 x 60 cmGlas und Bronze vergoldetEin letzter irdischer Verweilplatz mit einem Licht, welches nie erlischt im Funkeln des Glases,ewige Farben, ein Blühen, welches nie verwelkt, zuerst Geborenwerden und Gehaltensein.Ein Ring umfasst dich, schützt dich, hält dich, und bekennt sich zu dir. Es entwickelt sich freidein Wesen, formt sich zur Hand, hebt und trägt, ohne festzu­ alten, öffnet sich und gibt sich hhin. Die Hand, das Werk, ein Tal, ein Spalt, die Schale wird zur ­ cheibe, die Arbeit zur Bot-Sschaft. Die Frucht des Lebens wächst und ergibt sich in die Ebene einer Landschaft. EineHeimat birgt dich in sich wie eine Sonne für dich.292
  • 196. „Umarmung“ 2005Wellnessbereich Hotel Olympia, ObergurglHöhe ca. 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelAteliersimpressionen„Goldenes Füllhorn“ 20058 m lang als Rauminstallationkegelförmige Stoffbespannung auf Stahlrahmen genäht294
  • 197. „Geschichte“ 2004150 x 120 cmAcryl auf HolztafelZwei Zeitebenen stehen wie geschichtet voreinander.dreiteiliges Holztafelbild im Entstehen fürdas Hotel „Fürstenhaus“ am AchenseeBreite ca. 750 cmMalerei mit Acrylfarbe auf drei Holztafeln versiegelt296
  • 198. „Sonnenlauf durchs Leben“ 1993Foyer des Pflegeheimes St. Johann in TirolHöhe ca. 200 cmAcryl auf HolztafelZwei starke Menschengestalten laufen aus dem Bild auf dich zu. Es sind nicht diehübschen und modisch propagierten Körper, sondern die Leiber von ­ enschen, Mwelche lebten, arbeiteten, erkrankten und gesundeten sowie Kinder geboren ­ aben.hEs sind Menschen, welche in der Gegenwart handeln, durch die Jung und Alt Platz,Schutz und Begegnung finden.In einem abstrakten, künstlichen Lebensraum voller Licht und Energie (gelb), einergerasterten und geplanten Ebene, finden auch die Altgewordenen ihren Platz.Sie werden durch die beiden ehrlichen Figuren am oberen Bildrand mit ihrem un-geschminkten Ausdruck sowie ihren verarbeiteten und müde gewordenen ­ ändenHdargestellt.Im Lebenslauf, auf dem kleineren abgesetzten Bildsegment, tritt als das neue ­ eben Lein Kind hervor. Unten schließt eine Herde von Tieren den Lebenskreis als Symbolfür Existenz, Ernährung und Symbiose mit der Natur.„Mädchen“ 2004Höhe 90 cmAcryl auf Holztafel„Landschaft“ 2004Wellnessresort Hotel Schwarz, Mieminger Plateau170 x 175 cmAcryl auf Holztafel298
  • 199. „Daheim“ 2003100 x 100 cmAcryl und Öl auf HolztafelTöchterlein mit ihrem Karthäuser-Baby300
  • 200. „Windflügel“ 2002Höhe ca. 100 cm302Acryl und Öl auf Holztafel
  • 201. mehrteilige Bilder, ab 1991Höhe ca. 170 cmAcryl und Öl auf HolztafelnDie einzelnen Bildtafeln sind variabel beweglich.Durch diese Möglichkeit der Veränderung kann304man neu gestalten und erleben.
  • 202. „Der Pantokrator“„Lichtbegegnung“ 1993Höhe ca. 260 cmdreiteiliges Holztafelbildraumhohe, zweiseitig bemalteTrennwand für den Speisesaalim BehandlungszentrumVogtareuth, Bayern
  • 203. „Staffellauf“ 2000„Erntedank“ 2000Breite ca. 6 mHolztafelbilddreiteiliges Holztafelbild, gefertigt für die Raiffeisenbank Kleinwalsertal Höhe ca. 130 cmTeamgeist, Geschwindigkeit, Vertrauen, ungehinderter Austausch undgemeinsames Training führen zum Gewinn.306
  • 204. Atelierhaus-Impressionen„Zeitfenster“ 2004142 x 204 cmAcryl und Öl auf HolztafelGetrieben jeden Tag – fremdbestimmt ist das Tempo.Der Fluss reißt uns mit.Ein rotes Feld, der formulierte Wille nach dem Platz deseigenen Seins schiebt sich in diese Strömung, hält ent-gegen und schafft Raum, sich selbst zu finden.Mein Farbmalwagen mit allem Zubehör befindet sichin meiner Werkstatt wie vieles auch auf Rädern. Aufdiese Weise lässt sich mein Atelier immer schnell um-wandeln.Meine „Farborgel“ mit den Registern, die Farbkistenmit den geordneten Farbbechern bestimmen bereits308vom Mischen an die Farbmelodie in den Bildern.
  • 205. 310
  • 206. Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werk entstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter und fach zustande – oder auch nicht.suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.Ateliersimpression, 2010Sehr viele Werke entstehen auf Anfrage von Inter­ Wenn man am Anfang mit dem Malen ­ xperimentiert, eessenten. Ich versuche auch bei Anfragen in meinerwenn man all die Zufälle entdeckt und dem gerade­Auffassung frei zu bleiben. Deshalb will ich meine Auf­ Gefundenen huldigt, ist alles Entstandene neu undträge auch nicht Auftragsarbeit, sondern Ver­rauens­t interessant. Aber vielleicht schon nach fünf oderarbeit nennen. Meine Auseinandersetzung mit dem auch erst nach 500 Bildern stellt sich wohl ­ llenaindividuellen Lebensraum des einzelnen Menschen,die ­ rage nach dem Sinn des Handelns. Fder Dialog und meine entstehenden AusführungenDie Suche, etwas Unerwartetes zu entdecken, in diedazu, sind für mich eine wichtige Herausforderung.Weite zu fühlen, machte für mich Sinn, all die vielenWerke anzugehen. Mein Wissen, was mir möglichÜber all die Zeit meines künstlerischen Daseins ­ telle sist, mein Unwissen vor den Grenzen, der hohe An­ich mir selbst immer mehr Fragen, meine Verantwor­spruch an mich sowie das mir ent­ egen­ ebrachte g gtung, ein Werk für den Interessenten zu ­ chaffen unds Vertrauen bereiten mir oft ­ opf­ er­ rechen. Die K z bdie Anforderungen an mich selbst wurden immer Freiheit, sich selbst zurückzunehmen, wird zu einergrößer. ständigen Herausforderung. Ich will vielseitig seinund das neue Gebiet mit dem noch ursprünglichenIm Gegensatz dazu werkte ich als Schülerin aus Neu­ Zittern ergründen. Ich will weiterhin bedacht er­gier, völlig unbedarft. Ich habe gezeichnet, mit Strich forschen und mit Ehrgeiz suchen, weil ich „hinein­und Raum experimentiert, zuweilen so ­ anchermschauen“ möchte, weil ich es entdecken und wis­Linien­­ führung historischer Zeichnung nach­ e­ pürt,g s sen will.versucht, den großen spätgotischen Bildhauer undBildschnitzer Tilmann Riemenschneider nachzu­ In „Die fröhliche Wissenschaft“ äußert sich ­ ietzscheNempfinden und in Nachahmung seiner Skulpturen zu Werk und Künstler wie folgt: „Dieser Künstler istdie Lust am Schnitzen zu spüren. Alles, was michehrgeizig und nichts weiter: Zuletzt ist sein Werkbegeistert hat, wollte ich auch begreifen und insbe­nur ein Vergrößerungsglas, welches er jedermannsondere „angreifen“.a­ nbietet, der nach ihm hinblickt.“Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werkentstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter undfach zustande – oder auch nicht.suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.
  • 207. Diese beide Gemälde sind vomThema Vermählung inspiriert:„Bündnis“ 2010132 x 122 cmAcryl und Öl auf HolztafelHände fügen, flechten und ­binden sich, formen sich wie zuW z­ erk­ eugen. Kreise und ­ entrenZv­ erschmelzen ineinander undw­ andeln sich. Das Bildwerkist richtungsfrei ­ onzipiert undkkann so von jeder Seite rundumbetrachtet sein.312
  • 208. „Quelle“ 2010132 x 122 cmAcryl und Öl auf HolztafelZwei Menschen wollen zueinander. Wiebei einem Baum aus Wurzelstock undBaumkrone verschmelzen die Körper zueinem kräftigen Stamm. Diese Fusionzeige ich in diesem Werk als energievollund mächtig bewegend. Ein Kraftfeldwächst und konzentriert sich mit Be­deutung.
  • 209. „Chancement“ 2003150 x 150 cmAcryl auf HolztafelEin starker Wille, eine Strömung und ein Scheitel dominieren inder abstrakten Auffassung dieses Bildes. Der Zufluss des starkenBlau verwandelt sich durch Impulse, Linien, rote ­ inbringungen, Edie inspirieren und entzünden sollen. Das Management im Bildwird zum „Chancement“ oder auch zum „Changement“, zurChance und zum Wechsel zugleich.„Aus den Häusern“ 2003Höhe 140 cmAcryl und Öl auf HolztafelDas Kunstwerk ist ein Reisebericht einer zielgesetzten Fahrtdurch die Einsamkeit. Eine Bildtafel oder Leinwand ist wie einGrundstück. Der Maler bestimmt, ob es rational beplant wird,ob es zuwächst oder bebaut wird zur Freude, zum wirtschaft-lichen Nutzen oder zum Chaos. Es ist kein Zufall. Der Umgangmit sich und seinen Gedanken zum Leben definiert den Grundund wird das Bild ergeben.„Transform“ 2000102 x 100 cmAcryl und Öl auf Holztafel314Sich verändern, sich herausdrehen und eine neue Richtungeinschlagen ist der Gedanke zu diesem Gemälde.
  • 210. „Ausgleiche schaffen“ 2000170 x 200 cmAcryl und Öl auf HolztafelDieses Gemälde erarbeitete ich für eine Steuerberatungskanzlei. In der Mitte teilt eine Gestalt als Sinnbild für dasGesetz mit Waagschalen das Bild. Ein dynamisches Wirken, die Räder der Wirtschaft, werden zu Tischen der Zu-316sammenarbeit. Eine gebende Geste teilt und wirkt auf einen weiteren Tisch hin, an welchem eine Gestalt mit nachoben hin offenen Händen sitzt. Der Tisch der Wirtschaft bedient den Tisch der Kinder und der alten Menschen.Das Gesetz als richtungsweisende Gestalt steuert in der Mitte diese Ausgleiche. Jeder kommt an diesen bestelltenTischen vorbei, nimmt und gibt.
  • 211. „Brückenschlag“ 1999Höhe 220 cmlasierende Farbe und Ölkreide auf PapierAus einem großen gezeichneten und bemalten Papierbildwurden 336 Teile als Cover für einzelne Kunstsparbüchergebildet. Auf jedem dieser Fragmente befindet sich ein Motiv.
  • 212. „Dialog“ 2009 „ich bin – aus mir heraus“ 2009Wendebild zur richtungsfreien Ansicht 170 x 100 cm170 x 90 cm Acryl und Öl auf Holztafel318Acryl und Öl auf Holztafel
  • 213. „Natur“ 2010Höhe ca. 100 cmAcryl auf Holztafel
  • 214. „Stutenmutter“ 2008100 x 100 cmAcryl auf Holztafeldiverse PferdebilderÖl und Acrylbilder auf Holztafel oder PapierDie Dynamik und Ästhetik sowie der Charakter dieserwunderbaren Tiere begeistern mich und werden in allden Jahren immer wieder von mir gewählt, um Bilder320zu malen, gleichsam als Lobgesang an diese Wesen.
  • 215. „Frau Hitt“, 2003Höhe ca. 100 cm322Acryl auf Holztafel
  • 216. „Frühlingserwachen“ 2003Höhe 100 cmAcryl auf HolztafelHinter den Säulen des Winterpalastes schläft eine Frau. Der Geliebtebringt die ersten Frühlingsboten. Es beginnt zu tauen. UnerwartetesZitronengelb – Wärmendes durchbricht die kühl gehaltene Farbigkeitdes Bildes.„Sommerfrau“ 200382 x 84 cmAcryl und Öl auf HolztafelEine Sage der „Ergobanda“ Barbara Weber inspirierte mich zu ­ iesem dBild. Zu jeder Jahreszeit, in den eisigen Bergen, in der herbstlichenHügel­andschaft, im frühlingshaften Grün, am sommerlichen See, lkommt die Sehnsucht nach einer Frau wie in einem Traum in das Land.324
  • 217. „Heimat“ 2005ca. 100 x 100 cmÖl und Acryl auf HolztafelHeimat findet man in der Zweisamkeit, in der Berührung undSehn­ ucht nach dem Land, in der Mutterschaft und in sich selbst.s326„Wandkleider“
  • 218. „Bambus“ 2002Lochbild120 x 145 cmAcryl auf Holztafel„Erinnerung an einen Sommer“ 2002Lochbild145 x 155 cmAcryl und Öl auf Holztafel328
  • 219. „Verlauf der Jahreszeiten“ 1994Breite ca. 270 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Regentag“ 1994 „Spätsommer“ 1995Breite ca. 200 cm 130 x 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelAcryl und Öl auf Holztafel330Mein erstes Blumenbild habe ich auf Wunsch meiner Mutter gemalt.Es ist dann nicht bei diesem einen geblieben. Meine Blumensträußeaus Farbe sind ausschließlich der Freude gewidmet.
  • 220. In der Plakatgestaltung versuche ich, eingemaltes Schriftbild typo­ rafisch ­ assendgpzu erarbeiten, um einen ­ armonischenhGe­ amt­ indruck und eine unverwechsel- s ebare Identität herzustellen. Die Plakatvor-lagen sind Originalgemälde in Acryl undÖl. Sie entstehen in einem meist größerenFormat als im Plakat selbst dargestellt,z­ umal ich dem Malen in großen Formatenstets den Vorzug gebe.332
  • 221. 334
  • 222. 336
  • 223. 338
  • 224. Patricia Kargakademische Bildhauerin und Malerine-mail: [email protected]: www.karg-patricia.com„Durch meine Arbeit möchte ich den Geist der Menschenerbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für dieSeele sein.“ 1961 am 7. Dezember in Innsbruck geboren Vater Ing. Ludwig Karg, Baumeister Mutter Gertraud Karg, geb. Baumann1 976–1980 Besuch der Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in Innsbruck, Gesellenprüfung1 980–1987 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, Meisterschülerin von Prof. Hans Ladner, Diplom seit 1985 Lebensgemeinschaft mit Univ.- Prof. Dr. Anton H. Schwabegger, Plastischer Chirurg seit 1987 freischaffend selbständig tätig 1995 Bezug des Atelierhauses in Thaur 1997 Geburt von Stella Patricia340 2000 Geburt von Laetizia Philippa
  • 225. MitgliedschaftenBerufsverband Bildender Künstler (BBK) OberbayernsGruppe Factum, Haus der Kunst MünchenBerufsverband Bildender Künstler (BKÖ) ÖsterreichsTiroler KünstlerschaftLionsclub „Victoria“ InnsbruckAlpha Club InnsbruckSyrlin Kunstverein e.V. Stuttgart International Ehrungen, Auszeichnungen & Preise1981 Preis der Stadt Innsbruck1981 Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck1983 Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck1984 Preis des 88. Katholikentages, München1985 1. Preis, Neugestaltung der Kirche St. Philipp Neri, München1987 1. Preis für Malerei Stadt Innsbruck, Ankauf Land Tirol 2. Preis, Friedhofskapellengestaltung, Friedhof Pradl1988 Förderungspreis für Malerei der Stadt Innsbruck1988 Auszeichnung für Kleinplastik durch die International Art Competition, New York1992 1. Preis, Datacom Kunstpreis Tirol1992 1. Preis für das Hahnenkammplakat Kitzbühel1993 3. Preis, Gestaltung der Barbarabrücke, Schwaz1993 Ankauf zum 23. Österreichischen Grafikwettbewerb1995 Belobigung Wettbewerb „Neues Wohnen in Tirol“, WE Wohnungseigentum1997 2. Preis, Plakatwettbewerb Alpenzoo Innsbruck2002 Anerkennungspreis für Malerei, Milser Kulturtage2004 1. Preis, Schienenbolidenwettbewerb, Gestalten mit Kindern2005 Palm Award, Art Domain Gallery, Leipzig2007 2. Platz, Wettbewerb Kunst für Wohn- und Geschäftshaus der Neuen Heimat Tirol, Projekt Schwaz2008 Internationaler Syrlin Kunstpreis, 7. Rang für Skulptur „Liebesnest“, Stuttgart2009 Internationaler Syrlin Kunstpreis, 1. Platz für Skulptur „Muse“, Stuttgart
  • 226. Nationale und internationale AusstellungenEinzelausstellung 1982 Johannesgalerie im Heimatdorf ArzlGrupppenausstellung 1984 Galerie im Fürstenhaus, Hall in Tirol1985 Textilhof, Innsbruck1986 BMW-Galerie, München Stadtturmgalerie, Innsbruck Innsbrucker Kunstverein Internationales Pressezentrum, Wien Haus der Kunst, Kunst ’86, München Deutsche Gesellschaft für Christliche Kunst, München Martin-Philipp-Galerie, München Bonifaziuzshaus Fulda1987 Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck Alter Lahntalerhof, Matrei am Brenner Bank für Tirol und Vorarlberg, Innsbruck1988 Merkur Versicherung, Innsbruck Katholisches Bildungshaus, Lienz Bawag, Innsbruck Inngalerie, Kufstein1989 Reith im Alpbachtal, Tirol Haus der Kunst, Kunst ’89, München1990 Theodor Hörmann Galerie, Imst Kleine Galerie, Galerie Augustin, Innsbruck Galerie Zöhrer, Schwaz Galerie Dida, Graz Raiffeisenbank, Wattens Karg-Haus, Mayrhofen Salzburger Sparkasse, Hallein Bank für Tirol und Vorarlberg, Wien Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England Chateau Jarez, Saint-Chamond, Frankreich Chateau de la Bertrandiere, L’Étrat, Frankreich Galerie im Fischerhuus am Zürichsee, Schweiz1991 Galerie in der Stille, Natters Galerie Villa Mutter, Feldkirch Licht-Design-Ambiente Hausberger, Innsbruck Raiffeisenbank Wattens1992 Bau Art, Ingenieurkammer für Wien, NÖ und Burgenland, Wien Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel Kunstraum Kirche, Osterfestival Katholischer Akademikerverband, Innsbruck Gerätewerk Matrei, Völs342 Galerie Hosp, Nassereith Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England Galerie Kass, Villa Falk, Innsbruck Firma Troppmair, St. Johann in Tirol Studia, Innsbruck
  • 227. 1993 Kunstzaun Innsbruck 2002 ART Innsbruck Galerie Branz, Bregenz Galerie Krupan, München Ikarus Consulting, Wien Am Gaisberg, Salzburg Interunfall Schwaz Galerie Ainberger, Hopfgarten und Kufstein Azoth Art Connexion, Galerie Weinblatt, Wien Cercle Munster, Luxemburg Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel Milser Kulturtage, Mils Ärztekammer für Tirol Bergbilder – Gruppenausstellung, Fulpmes Haus St. Michael, Pfons 2003 ART Innsbruck1994 Stiegl Braukunstfest, Salzburg MART Roveretto Haus der Senioren, Innsbruck Salzlager Hall in Tirol Mal-Happening, Porsche Innsbruck Galerie Renu, Glasarbeiten, Silz Städtische Galerie, Lienz Österreichische Künstler in China, Peking Galerie Branz, Bregenz2004 ART Innsbruck Diagonale Salzburg Floral – Gemeinschaftsausstellung Tiroler Künstlerschaft Kurhaus, Garmisch-Partenkirchen, Bayern Galerie Kass, Schmuck, Innsbruck Marktgemeinde Kundl „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen1995 Galerie Renu, Silz Galeria Corte Filippini, Verona Atelierhaus, Thaur2005 ART Innsbruck Kleines Theater, Salzburg ART Bodensee, Dornbirn Galerie Jacques Coeur, L’Arbresle, Frankreich „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen Raiffeisenbank Vomp Art Domain, Leipzig Galerie Gschösser, Schloss Lipperheide, Münster Tiroler Hof, Niederndorf Kunst im Weinkeller, Schwaz Eplit, München H & H Immobilien, Innsbruck 2006 Galerie Hosp, Wein am Berg, Sölden Sanatorium der Kreuzschwestern, Rum ART Innsbruck1996 Interunfall, Schwaz Biwak, SOS-Kinderdorf in Hall in Tirol Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck Wirtschaftskammer Reutte Krankenhaus Kitzbühel Galerie Augustin, Wien1997 Galerie Bertrand Kass, Innsbruck Raiffeisenbank Wattens1998 Galeria Giacobbe Spazio, Mailand2007 Messe Frankfurt aki – Katholisches Akademikerhaus, Zürich ART Innsbruck Cercle Munster, Luxemburg 2008 ART Innsbruck, Personale, Galerie Hosp1999 ART Innsbruck Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen2000 ART Innsbruck Tiroler Gartentage, Congress Igls Schloss Melans, Absam Stift Wilten2001 Cercle Munster, Luxemburg 2009 ART Innsbruck ART Innsbruck Tag der offenen Gartentür, Atelier Thaur CapitalLeben Liechtenstein Galerie Bertrand Kass, Innsbruck Art Vienna Galerie Manzl Ainberger, Kulturkeller Hopfgarten Igler Kulturtage Innsbruck2010 ART Innsbruck Interni, Innsbruck Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol Innsbrucker Herbstmesse
  • 228. Öffentlich ausgeführte Werke1984 Wegkreuz, Holz geschnitzt, Innsbruck-Arzl Türblattgestaltung, Holz, Bronze und Glas unter den Lauben in der Altstadt Innsbruck1985 Musikpavillon, Holz, Brixen im Thale1986 Dorfbrunnen, Kunststein, Brixen im Thale Kreuzweg, bemalte Holztafeln, Brixen im Thale1987 Fabelwesen, bunter Kunststein, Berg am Starnberger See1988 Spiegelzimmer, Glas, Berg am Starnberger See Priestergrabstätte, Kunststein, Hopfgarten1989 Wandgestaltung, Holz, Fa. Perlinger, Itter Fassadengestaltung, Kunststein, Villa Itter Farbillustration des Buches „Ein Platz im Paradies“, Tyrolia Verlag, Innsbruck Brunnensäule, Kunststein, am Weerberger Friedhof Bühnenbild und Masken „IO“, Innsbrucker Kellertheater Eingang, Kunststein, Raiffeisenbank Kitzbühel Bronzekreuz, Pfarrkirche St. Philippus, München1990 Bühnenbild und Kostüm „Witwe Rousseau“, Innsbrucker Kellertheater Fassade „Karg-Haus“, Mayrhofen Ortseinfahrt – Zunftstange, Bronze, Angath1991 Lüftungsskulptur, Blechfaltungen, Café Moments of Art, Innsbruck Bühnenbild und Kostüm „Kassandra“, Innsbrucker Kellertheater Boden-, Wand- und Säulengestaltung, bunter Kunststein, Foyer Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol Brunnen, Bronze, im Innenhof der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Rauminstallation, Eisendraht, Cineplexx-Kino, Innsbruck Bodenmosaik, Landeskrankenhaus Natters bemalte Kreuzwegtafeln, Wanderweg, Brixen im Thale1992 Spiegelturmfassade, Fa. Alpquell, Münster Fassadengemälde Pfarrheim Ried im Zillertal Saalgestaltung, bunter Kunststein, Truppenübungsplatz Hochfilzen Ziborium und Patene aus Bronze und Kupfer vergoldet,344 Pfarrkirche St. Philippus, München Illustration zum Buch „Hiob“, Tyrolia Verlag, Innsbruck Fassadengemälde Feuerwehrhaus, Kufstein Ideen zur künstlerischen Gestaltung der Inntalbrücke Fassadengemälde Neue Heimat, Wohnanlage Breitenbach am Inn grafische Gestaltung der Zeitschrift „Entschluss“, 47. Ausgabe
  • 229. 1993 Kunstzaungestaltung, bemalte drehbare Scheibe, 1996 Brunnenskulptur, bunter Kunststein, Fa. Opbacher, Fügen Fennerareal, Innsbruck Farbgestaltungen Tivoli Freizeitzentrum, Innsbruck Fassadengemälde Altenpflegeheim, St. Johann in Tirol Plakat, Schlossbergspiele Rattenberg Fassadengemälde Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol Steinerner Regenbogen, bunter Kunststein, Blaike Völs Skulptur, Kunststein, und Säulengemälde Café Platzl, Farbkonzeption Logistikzentrum, Fa. Handl Tyrol St. Johann in Tirol Kreuzweg, Holz, Pfarrkirche St. Philippus, München Brunnen, Kunststein, Festungsapotheke, Kufstein Illustration „Job and the Mystery of Suffering“, Richard Rohr, Kapellenausstattung, Holz und Zinn, Crossroad Book, New York Katholisches Hochschulhaus aki, Zürich Titelbild zum Buch „Christsein als Beruf“, Christian Friesl (Hrsg.), Holztafelbilder als Trennwände, Speisesaal und Foyer Tyrolia Verlag, Innsbruck des Behandlungszentrums Vogtareuth, Bayern Ausstattung, Bronzeskulpturen des Schmuckgeschäftes Schieferer,1997 Plakat und Programmheft zur 35. Jahrestagung Landeck der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische Fassadensegment, Kunststoffplatten, Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol und Rekonstruktive Chirurgie, Innsbruck Gestaltung Familiengrab, Bronze, Arzler Friedhof 17. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms ’97, Gemälde Ambulanz Universitätsklinik für Augenheilkunde, Innsbruck Bronze, Innsbruck 1998 Fassadengemälde Volksschule Thaur1994 Etikett Stiegl-Braukunst-Flasche Salzburg Bautafelgestaltung für Bauconsulting Weinberg, Sillhof Innsbruck Volksaltar, gerosteter Stahl, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl Wandbilder im neuen Ambulanzbereich des Bezirkskrankenhauses Bronzekreuz, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl St. Johann in Tirol Fassadengemälde „Der Zeitscheitel“ an der Pension Wieser, Fassadengestaltung, Blechvorbauten, Fa. Rieder, Ried im Zillertal Sölden Fassadenmalerei mit Glasfaserlicht, Sporthotel Penz, Innsbruck Plakat Schlossbergspiele Rattenberg Plakat Weltmeisterschaft der Einspänner, Ebbs Titelbild zum Roman „Wie ein Stein aus Glas“ von Helga Reichart Plakat Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck architektonische Gestaltung Atelierhaus, Thaur Plakat Internationales Schlittenhunderennen Galtür Grabgestaltung, Nirosta, Westfriedhof Innsbruck1995 Brunnen, bunter Kunststein, Sanatorium der Kreuzschwestern, Medaillen Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck Hochrum Gestaltung der Anschlagtafel, Biochemische Pharmakologie Wandmalerei Stieglitz Klosterhof, Linz Universität Innsbruck Bemalung und Folierung, Dorfbus TATI, Seefeld Garderobenskulpturen, Holz, Volksschule Baumkirchen Wandgemälde Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern Holztafelbild, Plastische Chirurgie, Landeskrankenhaus Feldkirch Säulen, bunter Kunststein, Eingangsgelände Behandlungszentrum 18. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Vogtareuth, Bayern Bregenz Logo der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie Farbgestaltung Stiegenaufgang der Bundesländer-Versicherung, Skulptur, Kunststein mit Faserlicht, Ambulanz Universitätsklinik Innsbruck für Strahlentherapie, Innsbruck Gemälde Ambulanz für Plastische Chirurgie, Innsbruck 1999 Fassadenskulpturen, gefaltetes Nirosta, Kindergarten Thaur Priesterkleidgestaltung, Seidenmalerei, Pfarre Ried im Zillertal 336 Sparbüchercovers, Sparkasse Innsbruck Gestaltung der Vorzugsausgabe „Gegengebete“ von Gestaltung mit Malerei, Liftwände, Internationales Studentenhaus Robert Schneider, Verlag Bibliothek der Provinz Innsbruck Jahreszeitenbilder im Tiroler Bauernkalender Renovierung mithilfe meiner ganzen Familie, altes Lahnhäusl, Zillertal Uhrblattdesign für die Tiroler Röhren- und Metallwerke, Hall in Tirol Tuchbilder, The Penz Hotel, Innsbruck Familiengrabstätte, Bronze und Stein, Ebbs
  • 230. 2000 Plakat Mullerlaufen in Thaur 2003 Gedenktafel am Umspannwerk, Glas, Innsbruck Plakat Haflinger Weltausstellung Ebbs/Tirol „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreis der Tiroler Sparkasse Grabgestaltung, Bronze, Familiengrab Ebbs Gestaltung der Edition Tiroler Single Malt, Zinnguss, Gedenkpreis Ilse Benedetto, Bronzekugel mit Kleinskulptur, Fa. Tiroler Bier, Innsbruck 19. Grand Prix für den deutschsprachigen Wirtschaftsfilm, Holztafelgemälde, Kongresshaus Innsbruck Bronze, Wien Plakat, Sommerball-Lions, Innsbruck Wandgestaltung Logo, Holz, Erlebnissennerei Mayrhofen Grabstätte mit Glaskreuz, Friedhof Natters Wandgestaltung, Beton mit Malerei, Eingang Miederer Badl Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck Holztafelbilder Raiffeisenbank Kleinwalsertal Puzzlebild, bemaltes Holz, Entbindungszimmer Bemalung der Österreichischen „Bundesbahn-Gams“, Kitzbühel Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol Gestaltung Wohnhaus Arzl bei Innsbruck2001 Foyer des Internationalen Studentenhauses mit Holzskulpturen, Andachtsraum mit Gemälde und Tabernakel, Glas, Innsbruck Altenheim St. Josef, Innsbruck Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck Gestaltung der Glaswände, Ordination der Internen Medizin Eingang mit großer gebauter Kamera, Foto Lamprechter, Innsbruck Dr. Gritsch, Fulpmes Kuhfries, Malerei, Haus in Helfenstein, Zillertal Foyergestaltung mit Brunnen, Kunststein und Holztafelgemälden, Verdienstmedaille der Caritas der Diözese Innsbruck, Lufttechnik Kröll, Stans Zinnguss vergoldet Gemälde für das Café Triolaa, Wien, 1. Bezirk Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Logo für die Araberzucht, Leimgruber, Absam Statuetten, Zinnguss, Tiroler Tierschutzverein, Innsbruck Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Farbkonzeption des Logistikzentrums Handl Tyrol, Schönwies Glasscheibe, gefustes Glas, Ordination Dr. Furtschegger, Innsbruck Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol Gestaltung Holztafelgemälde, Ordination Dr. Seiwald, Hall in Tirol2002 Ausstattung mit Einzelmöbeln, Mozartsuiten im Hotel Wolf-Dietrich, Salzburg 2004 Portal, Glas, Juwelier Ellert gegenüber dem Stephansdom, Wien 20. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Wien Gemälde-Ausstattung im Wellnessresort Schwarz, Mieming Malworkshop mit Mitarbeitern der Fa. Siemens, Innsbruck Gemälde in der Fa. Beton- und Monierbau, Innsbruck Glasfassade, gefustes Glas, Internationales Studentenhaus, Innsbruck Gemälde, Vorstandsbüro Siemens, Wien Auferstehungstor, gefustes Glas, Pfarrkirche St. Philippus, München Plakat Thaurer Mullerlaufen Tuchgemälde, Designhotel The Penz, Innsbruck Plakat 200 Jahre Musikkapelle Scharnitz Preise für das Alpentrail Schlittenhunderennen Südtirol, Zinnguss Fassadengestaltung, Alu, Lufttechnik Kröll, Stans Farbkonzeption, Foyer des Internationalen Studentenhauses, Innsbruck dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreisgestaltung, Brunnen, Kunststein und Nirosta, Raiffeisenbank Hart, Zillertal Sparkasse Innsbruck Leinwandgemälde Raiffeisenbank Hart, Zillertal Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Quellennymphe, gefustes Glas, für den Aqua Dome Längenfeld Verschlussdesign für Flaschen, Zinnguss, Tiroler Whisky, Innsbruck Glasgestaltung Rasulbad im Wellnessresort Schwarz, Mieming Farbkonzeption, Kinderarztordination Dr. Gasser, Hall in Tirol Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Glasfassadenmalerei und Gemälde im Foyer Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol der Arlberger Tagesklinik, St. Anton am Arlberg Wegkreuzglaskonstruktion Fachmarktzentrum Kufstein Alpentrail-Trophys in Zinnguss für Schlittenhunderennen, Südtirol Gemälde im Wellnessbereich Hotel Olympia, Obergurgl346 Weihnachtstuchgemälde für das Designhotel The Penz, Innsbruck Familiengrabstätte, Glas und Stein, Natters
  • 231. 2005 Bild Physikalische Medizin Universitätsklinik Innsbruck 2008 Plakat, Thaurer Mullerlaufen Mobiles Grab, Bronze, Schweiz Weinkellergestaltung der Ferrarischule Innsbruck Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs Glastorso, Douglas Drogerien, Düsseldorf Plakat Biathlon-Weltmeisterschaft Hochfilzen Grabstätte, Glas und Edelstahl, Hötting dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien „Gloria“ Sozialpreis der Tiroler Sparkasse, Innsbruck Foyer und gelber Salon im Hotel am Stephansplatz, Malerei, Wien Leidens- und Lichtweg, Glastafelbilder, Pfarrkirche Lechaschau Spitzbogenkirchenfenster, eingebrannte Glasmalerei, Lechaschau Wandgestaltung in Holz, Veranstaltungszentrum Forum, Rum Neuinszenierung des Reliefs, Kunststein und Stahl, durch Acrylglasgemälde, Veranstaltungszentrum Forum, Rum Umbau Raiba Kitzbühel Urnengrab, Glas und Bronze, Hall Skulptur und Glasdrache Hotel Alpenrose, Maurach Kunst Edition für das Stift Wilten, Innsbruck Design für Whiskyverschlüsse mit Zinnskulpturen, Tiroler Bier Restaurierung des Wandgemäldes Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol am Altenpflegeheim St. Johann in Tirol Parfum-Etikettengestaltung mit Rosenstoffdesign, Glasgemälde, Feinkost Fürbass, DEZ Innsbruck Fa. Bipa, Wiener Neudorf Skulpturenwand, Betonguss, Wohnanlage, Neues Ambiente für altes Wegkreuz, Glas, Neue Heimat, Im Tal, Absam Fachmarktzentrum Kufstein Glasdrache Salzburger Hof, Zell am See2009 Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs Foyer und Lounge, Glas, Raiffeisenbank Wattens Urnengrabstätte, Glas und Stein, Mühlau Wellnessbereich, Wandmalerei, Fürstenhaus Pertisau Familiengrabstätte, Glas, Edelstahl und Stein, Mieders Grabstätte, Glas und Stein, Fiecht2006 Kreuzfenster, Glasmalerei, Pfarrkirche Lechaschau „Kreuz“-Schmuckedition für die Ritter zum Heiligen Grab in Jerusalem Glasschichtbild im Landhaus Innsbruck Poseidonhaupt in Glas und Edelstahl, Hotel Amathus, Rhodos Brunnen, bunter Kunststein, Fuchsloch, Thaur Glastorsi, Hotel Amathus, Zypern Glasskulptur Hotel Schweizerhof, Saas-Fee Installation mit Hadernkocher, Papierfabrik Wattens Glasskulpturen für die Bernsteinsuite im Hotel „... liebes Rot-Flüh“, Glasfenster, Aussegnungskapelle Kelchsau Tannheimer Tal Dorfplatz, Gesamtkonzept und künstlerische Ausführung, Glasskulpturen im Hotel Schwarz, Mieming Murg, Schweiz Bild für die Plastische Chirurgie Krankenhaus Bogenhausen, München Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Südtirol Glaswandbild Steuerberatungskanzlei Stauder/Kempf, Innsbruck Medaille Handball Europameisterschaft, Innsbruck2010 Neugestaltung der Ehrenzeichen für die Caritas, Innsbruck Verkehrstafel für Kinderarzt Dr. Gasser, Hall in Tirol Lithographie-Zyklus, bei Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol Plakat, Dreiländer-Kongress, Plastische Chirurgie, Innsbruck Grabstätte, Glas, Mils Skulptur Medienpreis der Österreichischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie2007 Glasreliefwand, Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck Ideenpreis für die Wirtschaftskammer Tirol Glaswand und Gemälde im Wellnessbereich Schwarzalm, Zwettl Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs dreiteiliges Holztafelbild, Kapelle Wohnheim Innere Stadt, Innsbruck Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Bronze, Südtirol Braukunst Edition von Bierdeckeln, Zwettler Bier, Zwettl Glaswand für Wellnesshotel in Oberlech Erscheinen dieses Buches Glaswandgestaltung der Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck Gemälde im Landtagsclub, Landhaus Innsbruck
  • 232. Stichwortverzeichnis zu den AbbildungenA Boden, 64, 67, 123-125, 131-137F glassfusing, 143, 175-177, Kapelle, 54, 57, 60-63, 187, 293ausapern, 20Boot, 53, 152, 215, 225, 303 Fabelwesen, 77, 85, 89, 97, 47 184-187, 195Karikatur, 50Abfolge, 34, 46-48, 60-74, 90,Brief, 31, 38, 49Familie, 41, 48, 71, 93, 158, 161,Glasmalerei, 189, 196, 209, 221, Kastanie, 135 234, 276 Bronze, 38, 58f., 68f., 74f., 146,165f., 225, 274-277223, 280 Kater, 44Ablöse, 70f. 148, 151, 153-159, 161-163, Farbkonzept, 109, 191, 201, 214 Glaube, 158, 166, 263, 318 Katze, 48, 265, 335, 337Abschied, 34, 45, 61, 64, 68, 71,165-169, 172, 181, 292Farbkreis, 123Gloria, 170Keimzelle, 154 85, 142, 151f., 185, 245, 259, 331 Brücke, 35, 52, 73, 109, 133, 219Farborgel, 308Glück, 244 Kelch, 151Achse, 38, 206, 278, 280f.Brückenschlag, 317 Fassade, 173, 191, 193, 196, 199, Gottvertrauen, 293 Keramik, 147Acrylglas, 140, 220, 265Brunnen, 72f., 96f., 105-107, 201, 203, 228, 230, 280Grab, 59, 63f., 151f., 175, 184, Kette, 151, 166Affen, 269 110-115, 126-131, 134-139,Fenster, 175, 185, 189, 265, 309, 292Kies, 133Afrika, 268f., 271, 273 172, 265 325Grabkammer, 152Kind, 43, 60, 71, 151, 165, 170,allein, 34, 39f., 53Bühne, 67, 166, 289, 239 Fest, 221 Grand Prix, 165 225, 265, 272, 275, 277, 298,Alltag, 58, 60, 66, 228 Bündnis, 312 Film, 165 Gregor, 175, 334316, 334Altar, 54 CFisch, 152, 158, 175, 177, 189, Grenze, 287f.Kindergarten, 173Ambo, 54f.Chance, 314 285Gruppe, 44, 64-73, 78, 203, 244, Kirche, 54, 60-63, 189, 208Apostel, 53 Chaos, 191, 231Flammen, 55, 152252Klinik, 118-131, 196, 214, 229,Arbeit, 38, 52, 166, 218, 225, 227Chirurgie, 151, 278fliegen, 75, 173, 225 Gynäkologie, 165, 278 279f.,Arbeitseindrücke, 100, 112, 119,Christophorus, 152 Fliese, 123, 195, 214 Hkokettieren, 92 137, 149 DFloatglas, 178-187, 219, 223, 227 Haflinger, 321, 333Kommunikation, 86, 95Arzt, 50, 278, 287daheim, 301Fohlen, 321 Handball, 151, 333 Konsum, 66Astwerk, 91, 152, 154, 163, 171 Daidalos, 74f. Foyer, 52, 83, 125, 127, 131, 209,Hände, 52, 61, 89, 112, 120, 142,Kontinent, 217Atelier, 76, 154, 248, 265, 294,Dank, 52, 268, 307216, 223, 227, 229, 279148, 151, 162, 165f., 170, 189,Konzentration, 233, 286 308, 311 Daphne, 89 Frau Hitt, 323225-227, 229, 245, 262, 275, Konzeptarbeit, 124-139, 202-205,Aufbruch, 255, 230f., 233, 254f.Dialog, 34, 86, 153, 219, 318Fräulein, 51, 93288, 291-293, 312, 316208-217, 223, 293Auferstehung, 60, 146, 185, 232 Distanz, 261, 306Freiheit, 40, 74, 195, 263, 303,Häuser, 199, 265, 314Korb, 140, 165, 275Auferstehungstor, 185 Dorfplatz, 73, 90, 135-139309, 315, 318heilen, 196, 279f., 287Kornähren, 42, 152, 330Auge, 44, 48, 153, 165, 287 Dornenkrone, 57Freizeitanlage, 201, 211, 215, 296Heimat, 71, 151, 155, 165f., 225,Kosmos, 123, 141, 191Aura, 222f. Drache, 175Freundschaft, 35, 37, 43, 61, 67, 274-277, 282, 292, 301, 325, Kraftfeld, 219, 313Ausgleich, 225f., 298, 316f.drei, 54, 68, 102, 121, 152, 241, 249, 289, 301327Kranich, 151, 172Ausrichtung, 42, 281 293, 296f., 305f. Fries, 205, 221, 225heimgekehrt, 61f.Kreativität, 48, 175Aussaat, 42, 52 Dreifaltigkeit, 54 Frosch, 247 helfen, 60, 120, 170, 258, 273,Kreuz, 45, 48, 58-60, 151f., 183,B Druse, 192 Frühling, 325 275, 289, 301, 334-339186-189, 293Baby, 41, 48, 165f., 272, 334, 338Du, 166Füllhorn, 294 Herz, 153, 222 Kreuzweg, 45, 60f., 63, 184Bad, 215, 265 Dunkelheit, 231, 287 Fusion, 313 Hexe, 50, 332Krippenfigur, 50Ballon, 337 EFuß, 52 Hiob, 40 Kugel, 126f., 131, 135, 137f.,Bambus, 328 Eidechse, 48 Fußball, 338f.Hirte, 50, 334, 336f. 141f., 148-165, 170Bank, 144, 208f., 216f., 257, 306 Einfluss, 253, 259-261, 273, 281,G Hl. Geist, 52, 318 Kuh, 271, 334, 336f.Baucis, 162f., 170 309, 313Gabe, 273 Hoffnung, 158, 166, 231, 247 Kupfer, 145, 151Baum, 36, 64f., 79, 88f., 91, 152,Einsamkeit, 31, 34, 39f., 48, 61, 146, Gams, 175 Holz, 51, 53, 57, 63, 81, 83, 91,L 162f., 170f., 208, 224, 335 151, 166, 247, 267, 297, 324f.Garderobe, 207204-207Laetizia, 250, 265, 300, 334, 356Bausteine, 203, 214 Einspänner, 333geben, 38, 212, 227, 229Hülle, 64, 184 Landschaft, 56, 267, 282, 299,Begegnung, 35, 71, 83, 85f., 92,Elias, 250 Geborgenheit, 168 Hund, 105, 206, 335f. 319, 324 165f., 229, 258-260, 273, 277, Elternhaus, 71, 154, 274 gebunden, 48, 94Hut, 175 Larissa, 175, 334 298, 305, 317Endoskopie, 278Gedanken, 34, 39, 64, 68, 71, ILäuterung, 260Begehren, 260, 297Engel, 166, 170 152, 158, 163, 241f., 245, 247,ich, 31, 50, 67f., 76, 97, 100,Leben, 33, 43, 96, 142, 152, 158,bei dir, 48, 67-69, 85, 99, 155,Entbindung, 165f., 214256103f., 108, 115, 118, 149, 166, 165f., 182, 214, 228, 243 167, 241, 249, 260 Entscheidung, 83 gefangen, 40, 44f., 48, 61, 65, 85, 246, 266, 311Lebensabschnitt, 71, 83Bekenntnis, 259, 263, 318 Entwicklung, 94, 140, 276 260, 309 Ikarus, 74f., 151, 338 Lebensende, 64, 142, 161beobachten, 44, 158 entwürdigt, 63 Geflecht, 32, 91, 163, 170, 288,Illustration, 40, 272Lebensfreude, 97Berg, 282, 323f.entzünden, 314291Impressionen, 48, 112, 137, 151, Lebenskreis, 228, 298Bergsteiger, 50 Erbe, 146, 156 Gefühl, 64, 145, 153, 168, 170, 175, 265, 269, 294, 308, 311,Lebensspiel, 43beschützen, 53, 71, 163, 165f., Erblindung, 287 231, 237 332-339LED, 105f., 113-115, 135, 141, 170, 231, 244, 273-277, 281, Erde, 43, 48, 166, 182 Gegenwart, 68, 298Industriebereich, 214 183, 265 291, 293, 301Erdenmutter, 44, 277 Gehrock, 108Initiative, 286Lehrer, 51Besitz, 273 Erfolgsglobus, 153, 165Geige, 335Inntalbrücke, 109Leidenschaft, 85, 98f.Besteck, 58, 166Erinnerung, 64, 230, 329 Geliebte, 283, 289, 324f. Insignien, 56, 125 Leidensweg, 45, 61Beton, 72f., 110f., 136-139, 175, Erlösung, 53, 57-64, 146, 152, Geliebter, 251Installation, 60-65, 67, 121f., 132- Leiter, 87, 92f., 278, 317 202f.,163, 185, 231f., 239, 253, 289, Gemeinschaft, 54, 60-73, 153- 139, 203, 207Licht animiert, 106, 141, 183, 209,beweglich, 111, 121, 127, 131292f., 325 155, 165-167, 225Instrument, 89, 95, 335 219-223Beziehung, 35, 40, 64-73, 85f., Ernte, 52, 151, 267, 285 Geschichte, 67, 92, 133, 230, 283,JLichtbegegnung, 305348 92f., 99-133, 144, 147, 151-157, Erntedank, 52, 307297, 325 Jahreszeit, 91, 324f., 330 Lichtstrahl, 75, 185, 287 160-167, 170f., 219, 227, 253, Erotik, 99, 102, 163, 165, Gesellschaft, 64, 66, 203, 216Janus, 50Liebe, 48, 163, 167, 171, 283, 258-261, 283, 289, 295, 297, 167-169, 179, 251 Gespann, 105, 333 Joch, 120 301 301, 313 Erwachen, 324f.gießen, 148 Jugend, 238Liebesbaum, 48, 171Biathlon, 333 Erwartung, 232, 241, 260f., 273Gips, 64-66 Julia, 250 Liebesnest, 163, 165, 170Blatt, 20f., 137, 162, 170Erwartungsland, 219Glas, 132-141, 143, 174-189, 192, KLobgesang, 126, 285Blech, 170-175, 198f., 229Etikett, 332195f., 209, 216-223, 227, 280, 292 Kalenderblatt, 46Lochbild, 328f.Blumen, 170, 325, 329, 330f., Ewigkeit, 148, 152, 159, 170,glasscasting, 140, 175Kamera, 175Lot, 159 334-336, 338f. 187-189, 247, 285, 292Glasfaserlicht, 105f., 112-116, Kanne, 120 Löwe, 151
  • 233. M Philemon, 162f., 165, 170f. See Genezareth, 53Treppe, 83, 134, 136-139, 181,Wasser, 85, 97, 106f., 111-115,Macht, 158, 305 Pieta, 61 Seerose, 339 183,126-131, 135-139, 158, 175,Maibaum, 79 Pixel, 201Segel, 121, 175, 225, 303 Tür, 56, 121, 166, 229 187, 192f., 201, 215, 303Maler, 50 Plakat, 175, 333segeln, 303 Typografie, 333 Wasserhahn, 115, 151Malerin, 266Pokal, 151, 153, 170, 175 Sehnsucht, 39, 85, 146, 242, 324U Wasserigel, 112Marktplatz, 216 Politik, 219, 225, 316Sein, 34, 142, 256, 293, 309Überwindung, 233, 254, 286Wasserstuhl, 151Marmor, 126f., 144Polyester, 64, 66f. selbst, 60, 166, 233, 245, 256, Uhrzeiger, 145, 159 Webung, 32Marokko, 271Portal, 121, 193, 196, 203, 209259, 263, 309Umarmung, 72, 274, 283, 295,Weg, 48, 60-63, 83, 121, 173, 183Maschine, 66Portrait, 51, 181 selbstständig, 71301, 327, 334-339Wegkreuz, 58Maske, 50 Posaidon, 176 Seniorenhaus, 187, 293unbekannt, 286f.Weinberg, 266Maß, 158-160Priesterkleid, 175Sitzskulptur, 112, 133, 137, 175, Ungeduld, 159 Welle, 81, 187, 193, 210-213Mauer, 70, 73, 240Prozess, 205 209unschuldig, 62Wellness, 176, 179, 201, 210-213,Max, 337Puzzle, 214 Sommer, 105, 249, 324, 329f.unser tägliches Brot, 58 215, 265, 294, 296, 298Medaillen, 151R Sommerfrau, 324 Urne, 152, 292Welt, 123, 158Meer, 85, 303 Rabe, 245 Sonne, 152, 175, 292, 335 Urnengrab, 292Wendebild, 252, 304, 312, 318mehrteilig, 47, 61, 65, 121, 135, Rabi, 272 Sonnenblume, 329, 334, 339Urteil, 40, 61Wendeskulptur, 87, 166 146, 167, 183, 203, 207, 293,Rad, 165, 175, 227, 316 Sozialpreis, 170V werben, 92, 95 304-306Regenbogen, 117 Spätsommer, 330f. Vater, 51, 71, 166Werbung, 95Messing, 124f., 170 Regentag, 330 Sperrholz, 205f.veränderbar, 60, 86, 104, 166f.,Werden, 276miteinander, 146, 170, 230, 274,Reh, 231, 237, 332, 336 Spiegel, 193, 245183, 206, 219, 304, 312Werkzeug, 58, 80, 132, 148, 166, 288, 334-339 Reigen, 81, 338 Spiegelbild, 245Veranstaltung, 116, 205, 221 287Mitte, 56, 72, 196, 316 Reihungen, 60-73, 94, 121, 203, Spiegelzimmer, 192Verbindung, 64, 67, 69, 147, 153, Werte, 225mittragen, 60205, 207 Stacheln, 112, 135, 175163, 165f., 194, 313 Wesen, 47, 66, 77, 93, 319Modell, 79, 104, 109, 175, 180, reizen, 95Stadt, 209Verbundenheit, 157Wetterhahn, 190 199, 202, 209, 212 Richter, 145, 305 Staffellauf, 306verflochten, 91, 98, 140, 147, 151, Widehopf, 172Mosaik, 123, 193, 214 Richtungen, 83, 86, 202-221, 287, Stahl, 56, 111, 131-139, 170-177 155, 162f., 165-167, 170f. Wille, 34, 241, 254, 309, 314Muller, 333315Stamm, 54, 64, 93, 152, 162, 313, Verführung, 95, 100-103, 169, 171 Windflügel, 121, 175, 303Mund, 48, 153 richtungsfrei, 48, 87, 166, 252, 334f., 338 Vergangenheit, 132, 158 Windsegel, 175Mündung, 125, 158261, 304, 312, 318 Stamm Jesse, 54 vergeben, 61Windung, 106Muse, 166, 169Rose, 170, 336Standarte, 59, 95, 121vergessen, 64 Windwege, 173Musik, 166, 332, 335S Start, 233, 254, 286f.vergoldet, 151, 154f., 157, 165,Windzeichen, 182Musikpavillon, 91 Sage, 74, 85, 89, 151, 165, Steiermark, 267170, 292 Wirtschaft, 153, 227, 316Mutter, 40, 44, 60f., 70, 152, 165f., 323-325Stella, 165, 265, 275, 334, 356 Verkehrszeichen, 175Wundmal, 55-57, 59 226, 272, 274-277, 326f., 334, Sakral, 53-65, 142, 146, 151f., steuern, 226, 316 Verlangen, 85, 242, 260f., 273, Würde, 243 337-339 166, 170, 175, 183-189 Stiege, 83, 137, 175 283, 289 Würfel, 166Mythologie, 85, 89Sanatorium, 127f. Stier, 158, 260, 262, 271, 273, verlassen, 61, 146, 185, 256Wurzeln, 44, 48, 152, 155, 163,N Sanduhr, 159 278, 336 Vermählung, 312276f.Naiade, 85Säule, 60-62, 107, 113, 118-121,Stoffmalerei, 175, 265Vernunft, 144f. ZNatur, 36, 81, 91, 265, 319125, 293, 325Strömung, 309, 314verschmelzen, 68, 194 Zeichner, 31Nautilus 175Schachspiel, 43 Student, 83 Versuchung, 238 Zeit, 30, 34, 145, 159, 230, 253,nehmen, 56, 226f., 229, 260 Schafe, 44Stuhl, 54, 175Vertrauen, 144, 153, 165, 306, 277, 284, 309Neophyt, 239Schale, 64, 72, 96, 127, 134, Stundenfischer, 158311Zeitebenen, 297Nest, 154f., 163, 165f., 170, 182, 136-138, 143, 147, 175, 184, Sturm, 53 verurteilt, 61Zeitfenster, 309 209, 274f.273, 285, 292, 316 Stute, 321Verwalten, 144zeitlos, 34Netzwerk, 288, 291Schattenbilder, 179, 228T Verwandlung, 89, 95 Zeitscheitel, 284Nirosta, 111, 129, 133, 135, 139, Scheibe, 145, 151, 166, 175, 206Tabernakel, 54, 57, 293 verwurzelt, 44, 48, 155, 163Zentrum, 70-73, 123, 281, 305 172f., 175-177 Schichtung, 48, 141, 179, 181f.,Tagebuchseite, 48 Verzückter, 74Zerstörung, 123Nixe, 158, 166, 170, 338f. 185, 189, 205f., 213, 219, 223 Tanz, 73, 79, 81, 166, 175, 249,Vielfalt, 48, 175, 265, 333-339 Ziege, 50Nomanden, 271 Schicksal, 67, 258f. 259, 269, 290, 334f., 338f.Vision, 48, 108f. Zinn, 55-57, 63, 151O Schicksalsgemeinschaft, 67Taube, 52, 152, 175, 189, 195,Vogel, 151, 173, 175, 284f. zueinander, 69, 163, 219, 313,Öffnung, 48, 56f., 59, 146, 154 Schifahren, 333, 339 318, 336f. Vogelflug, 151, 173334-339Ohr, 165Schiff, 53, 134, 136-139Teller, 175 Vogelhimmel, 172f.Zufluss, 314Opa, 51 Schild, 175 Tempo, 255, 306, 309Volksschule, 207f., 230 Zukunft, 68, 82, 132, 158, 166,Ordination, 223 Schlaf, 158, 246, 325 Teppich, 125, 143 Voraussicht, 241 225, 276Orientierung, 278, 286f.Schlauchboot, 215 Terralitho, 71, 76-78, 84-89, 92- W zusammen, 67, 147, 151-155,Orthopädie, 278 Schlittenhund, 105, 333107, 112-121, 124-131, 142-145,Waagschale, 152, 175, 316157, 162f., 165-167, 170f., 216,Oskar, 334Schnecke, 33, 165f., 182 170, 175, 246, Wachs, 32, 35, 38, 41f., 45f., 79, 288, 312Ostern, 59, 185, 232Schneckenhaus, 165f., 182 Tiefe, 84, 231, 286149, 151f., 175zwei, 50, 52, 67-69, 84f., 92,P Schnittbild, 48, 98 Tier, 145, 237, 247, 271, 298,Wachstum, 48, 52, 91, 285 99-103, 137, 146, 162f., 167,Paar, 59, 68, 72, 85, 99, 102, 151, Schnitzeisen, 80 320, 334-339 Wahrheit, 260170f., 181, 219, 229, 242f., 249f., 154, 163, 167, 248, 334-339Schönheit, 166Tisch, 38, 54, 151, 175, 225f., Wald, 209256, 258-261, 273, 289, 299,Pantogrator, 59, 146, 305 Schöpfung, 48, 126 248, 316 wandeln, 132 301, 313,Papier, 48, 64, 98, 132, 175, 199 Schulzeit, 50, 230Tod, 58, 64, 85, 152, 158, 166Wandgestaltung, 67, 81, 91, 124,Zweisamkeit, 40, 43, 69, 72, 85,Papierfabrik, 132 Schwan, 158, 166, 244, 334Torso, 151, 179131, 144, 205, 209-231, 279 92, 99, 101, 155, 163, 167, 171,Paravent, 128, 131Schwangere, 50, 145 Torte, 175Wandlung, 101249, 283, 295, 297, 301, 313,Patchwork, 66 Schweigen, 253Tradition, 50, 225, 332 Wandmalerei, 67, 191, 201, 209,325Pendel, 159 Schwertlilien, 330, 336, 338Tragödie, 332213f., 228f., 231, 279 Zyklus, 166Pferd, 48, 151, 174f., 270, 320f.,Schwester, 93 transform, 314Wanne, 172 335-337, 339 Schwimmer, 215, 338f. Traum, 158, 324 warten, 34, 233, 241f., 245, 257f. = nächstfolgende Seite
  • 234. 350
  • 235. Sabine Penz, GrafikdesignMatura in Grafik und Kommunikationsdesign,Studium der Kunst (Malerei) an der Universität für Angewandte Kunst WienLehramtsstudium (Bildnerische Erziehung, Technisches Werken) an der Akademie der bildenden Künste WienÜber die Entstehung dieser mONOgrafieNeugierige, welche diesen Band zur Hand nehmen, dürfen sich zu Rechthaben wir den informativen Aspekt vorgezogen, obgleich dezenter Unschärfee­ rhoffen, viel über die Künstlerin Patricia Karg zu erfahren. Eine Stellung­ oder irreparabler Bildschäden. Aber auch bei manchen zyklischen Arbeiten,nahme der Grafikerin mag dabei überraschen. speziell bei den einleitenden Grafiken, war trotz Mängel weder Ersatz nochDoch hier geht es nicht um das Buch eines außen stehenden Editors. DasVerzicht möglich. Die Technik ändert sich rasend schnell, und so sind auchSchöne dieser Monografie ist dessen Entstehung aus direkter Quelle: Die Ideebei den Abbildungen der Werke Patricias, deren Schaffen bis in die 80er-­ ahreJund Finanzierung, die Dokumentation der Werke, der Vertrieb und nicht ­ uletztz zurückreicht, unterschiedliche Bildqualitäten nachzuvollziehen.die Kontakte und Beziehungen der Mitwirkenden entsprangen der Initiativeder Künstlerin. Sie selbst erzählt, erlaubt Einblicke und Querver­ indungen, bDie Anordnung der Inhalte unterliegt mit Absicht keiner Chronologie, sondernsetzt Werke in Zusammenhänge und in mutige Farbigkeit. Dieser Text ist so folgt einem von Patricia geformten thematischen Bogen. Die Farbe der Groß-zweifelsohne auch eine Geschichte über Patricia, die ich zehn Jahre langplastiken schwappt auf die Innenarchitektur über. Die Form der Kugeln zahl-b­ egleiten konnte.reicher Gussarbeiten ergibt sich intuitiv aus der vorangestellten künstlerischenIn den Schulferien Sommer 2000 absolvierte ich ein Praktikum im Atelier Karg. Installation. Das Material Glas vereint Skulpturen mit Raum- und Fassaden­Hier entsprang eine fruchtbare Zusammenarbeit. Wohl auch deshalb trat Pa­ gestaltungen. Wie in einem Prozess fließt ein Thema in das nächste über.tricia mit ihrem Vorhaben an mich heran. Etliche Werke waren bereits fotogra­ Auch die Haptik des Papiers wechselt, blütenweiß, samtrau, gestrichen farb­fiert und digitalisiert. Mehrere Kisten mit hunderten von sortierten ­ ollagen Cintensiv. Wie Paukenschläge in einem Musikstück zeigen sich ab und andefinierten die Seiteninhalte. Strukturiert, kreativ, produktiv – so arbeitet Patri­f­ulminante Seiten mit einer Bündelung an Abbildungen. Für persönlichecia. Und dennoch war es ein langer Weg und meine Freude über diese umfas­ E­ inträge stehen spezielle Seiten zur Verfügung. Das Stichwortverzeichnissende Aufgabe wich ab und zu der Überforderung. Müsste dieser Band all ihrgegen Buch­ nde ermöglicht interaktives Finden.eSchaffen beherbergen, wäre das großzügige Design in Kompression erstickt.Es braucht ein klares, flexibles Layoutkonzept, um die große Vielfalt ihresDie Selektion des Materials forderte unzählige Arbeitsstunden, viel ­ ngagementE Schaffens, die individuellen Themenbereiche und variierenden Abbildungs-und vernünftige Kompromisse. Jede einzelne Fotografie und Datei wurde auf formate in eine einheitliche Struktur zusammen zu führen. Offene BuchseitenRelevanz und Brauchbarkeit gesichtet. Neben teils ausgezeichnetem ­ aterialM sind in eine stimmungsvolle Farbigkeit getaucht. Die Typografie ist passendgalt es von qualitativ mangelhaften Bilddaten Neuscans der analogen Vor­agen labgetönt. Der farblose Seitenrand mit Paginierung bleibt als kontinuierlichesanzufertigen. Waren selbst Negative oder Dias unzureichend, ­ urde eine Foto­ wElement. Ein Hauptthema wird durch Skizzen, Arbeitsfotos und Eindrücke ausgrafin zu dem entsprechenden Kunstwerk gesandt. Doch viele, meist frühere der jeweiligen Zeit ergänzt. Sie begleiten erzählerisch die Werke und ­ rlaubeneWerke – damals mit dürftigen Mitteln dokumentiert – sind nicht mehr erreich­persönliche Einblicke, Patricia lässt Sie in ihre Welt. Sie wollte ein Buch zumbar oder deren Aufenthalt ist nicht mehr nachvollziehbar. Speziell für Patricia Entdecken, Informieren, Anfassen und Unterhalten, ein Medium das zeitlosund sicher auch für den einen oder die andere SammlerIn bleibt das Fehlen und lebendig bleibt.dieser meist sehr schönen und durchaus künstlerisch relevanten ­ rbeitenAeine untröstliche Tatsache. Nicht selten verhandelten Patricia und ich wieauf einem orientalischen Bazar um die qualitativen An­orderungen ­ inzelner f ePatricia ließ mir reichlich freie Hand. Die Entscheidungen fielen jedoch ­mmer iWerksabbildungen. Mein Bestreben nach hochwertigem, druckfähigem Bild­in Absprache von uns Beiden während der zahlreichen Treffen, bei denenmaterial wurde wesentlich von meiner Kollegin Simona Obholzer mitge­ragen, tes keine ­ ergeudete Minute, doch stets frische Jause gab. Über die Monate vdie in digitaler Überarbeitung das Beste aus jeder Datei lockte, ohne an ­ eren dhinweg entwickelte sich das Layoutieren zu einem Wettlauf mit der Zeit, dennA­ uthentizität zu kratzen. Vor allem im Bereich der­­ okumentarischen ­ otografiend F Patricias Schaffen ist pausenlos.Simona Obholzer, BildbearbeitungMatura in Grafik und Kommunikationsdesign,Studium der bildenden Kunst (Video und Videoinstallation) an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • 236. Dieses Blatt steht Ihnen fürIhre persönlichen Eintragungen352Ihrer Kunstsammlung zur Verfügung.
  • 237. Werkstitel Jahr Maß Bemerkung
  • 238. 354
  • 239. HERZl i c he nDANK
  • 240. 356
  • 241. Die alltäglichen Dinge kleben oft an mir, binden mich,deshalb müssen mir Flügel wachsen, zumindest im Kopf.Beginnen will ich immerzu ...
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    Art Patricia Karg

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    Patricia Karg: Ausapern.
    Bildhauerei. Malerei. Grafik. Thaur 2010.

    Mit dieseM Buch möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit und Freude an meiner Arbeit mitteilen und Sie ganz herzlich in meine Werkstatt einladen.
    Bildhauerin und Malerin bin ich geworden – und schon seit meiner Kindheit kann ich mich dieser Aufgabe nicht mehr entziehen. Dieses Buch ist ein Werk für sich. Eine Ordnung ist weder nach Sparten oder Techniken noch nach vollständiger Archivierung an- gestrebt. Jede Doppelseite soll in ihrer eigenen Weise einladen. Im Buch sind meine Gedanken um das Entstehen der Arbeiten ebenso wie persönliche Erzählungen und eine Vielfalt an Werken gesammelt.
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    • 1. Bibliografische Information der Deutschen NationalbibliothekDie Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.© 2010 Verlagsanstalt Tyrolia, InnsbruckUmschlaggestaltung: Patricia Karg, Thaur, www.karg-patricia.comLayout und digitale Gestaltung: Sabine Penz, WienFotografie: Gerda Eichholzer, Innsbruck, München, www.gerdaeichholzer.com; Peter Jenni, ZürichPrivatfotos: Reinke Weber, Innsbruck; Herbert Gyss, Innsbruck; Monika Wittib, Innsbruck; Patricia Karg, Thaur; u. w.Bildbearbeitung: Simona Obholzer, WienDigitale Aufbereitung und Archivierung des jahrzehntealten Fotomaterials: Andreas Usel, InnsbruckLektorat: Tyrolia Verlag, InnsbruckDruck: Alpina Druck, InnsbruckBindung: Conzella, München© 2010 Tirol Werbung GmbH, Innsbruck2ISBN 978-3-7022-2788-3E-Mail: [email protected]: www.tyrolia-verlag.at
  • 2. 4
  • 3. k a r gp a t r i c i aa u s a p e r nBildhauereiM a l e r e iG r a f i k
  • 4. 6
  • 5. geschaffen INHALT angeordnet als Entwicklung Verwandtschaften und Prozessabfolge mir ein Anliegen 9 Vorwort beobachtend kommentiert 10 Gästetexte ausapern 20 Patricia Karg erzählt steht zu einer Verwendung bereit 21 ein leeres Blatt umdenken 23 der kreative Prozess zeichnend berichten 30 Grafik abfolgend werkvoll 50 Bildhauerei abformen 64 Gips Farbe modellieren 70 Terralitho wachsen 106 Säule hineinfließen, begehen 122 Raum rundum erleben 132 Platz vollenden 139 Kugel kreisen 144 Scheibe sich wölben 146 Schale veredeln 148 Bronze öffnen und verzweigen 170 Blech beflügeln 175 Vielfalt durchleuchtet, geschichtet und gefügt 176 Glas gekleidet 190 Fassade um uns 204 Umraum erleben in Farbe 232 Gemälde prägnant 332 Plakat gelb, orange, rot, blau, grün 334 Impressionen lebhaft 340 Biografie eingebunden 341 Mitgliedschaften exponieren 342 Ausstellungen auflisten 344 Werkverzeichnis thematisieren und suchen 348 Stichwortverzeichnis und in Buchform gebracht 350 Layoutkonzept einzutragen 352 Sammlerblatt dankbar unterstützt 354 Sponsoren
  • 6. 8
  • 7. Allen meinen GönnernUND GÖNNERINNENist dieses Buch gewidmet.Durch ihr Vertrauen konntevieles verwirklicht werden.Mit diesem Buch möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit undFreude an meiner Arbeit mitteilen und Sie ganz herzlich in meineWerkstatt einladen.Bildhauerin und Malerin bin ich geworden – und schon seit meinerKindheit kann ich mich dieser Aufgabe nicht mehr entziehen.Dieses Buch ist ein Werk für sich. Eine Ordnung ist weder nachSparten oder Techniken noch nach vollständiger Archivierung an-gestrebt. Jede Doppelseite soll in ihrer eigenen Weise einladen.Im Buch sind meine Gedanken um das Entstehen der Arbeitenebenso wie persönliche Erzählungen und eine Vielfalt an Werkengesammelt.Die leeren Seiten in diesem Buch sollen Sie einladen, IhrenGedanken Raum zu geben. Sie sollen zu Ihrer Verwendung stehen,für Ihre Notizen, für Ihre Widmungen, für Ihr eigenes Kunstwerk.
  • 8. Prof. Norbert Siegfried Amerstorfer Ing. Lothar Bitschnau Maler, Grafiker und SchriftstellerUnternehmer und Erfinder Hall in Tirol im Sommer 1990Nenzing im August 2010 Für Patricia Karg strömt Bild, Akt und Skulptur aus Als Kinder spielten wir, einer ergiebigen Quelle aus Geist, Dynamik undarbeiteten, unbemerkt und oft ohne Anerkennung. einer sehr empfindsamen Seele. Dabei steht sie fest und unerschütterlich in der Realität des bild- Aufmerksam, konzentriert, haft natürlichen Ausdrucks. voller Motivation und Energie Gottlob – ohne Allüren. schufen wir Werke und glückliches Leben – Teil der Erinnerung. Die Spannung aus Neugier und Sehnsucht lief unserem Schöpfen voraus und zog uns Spur in junge Welten. Patricia spielt noch immer, im kleinen Kreise Auserwählter, die es nicht lassen können, Körperseelen Form zu geben und Farbenwesen einzukleiden ... unseren Augen Glanz zu schenken. ... und wir, wir atmen tiefstes Glück, ihr Werk zu kennen.10
  • 9. Brief:Dietmar HospEngelbert GitterleGaleristBildhauerNassereith/Tirol im Oktober 1992Urgen im Oktober 1992Durch die Empfehlung eines Bekannten, Univ.-Prof. Dr. Werner Lin- Lieber Dietmar, Urgen, 12.10.1992dinger, lernte ich die Künstlerin Patricia Karg im Jahr 1992 ­ ennen. kWir trafen uns in Nassereith und saßen einige „Nachtstunden“ vorich habe gestern die Galerie kurz nach dem Vortrag von ­ atricia Karg Pdem flackernden Feuer unseres Außenkamins hinter unseremverlassen. Ich wollte mich keinen Gesprächen mehr ­ ussetzen. Ich aHaus. Nach einigen Gläsern Wein entstand eine äußerst angeregte,war sehr berührt von der Ausstrahlung dieser großen, gescheiten,p­ ositive und offene Unterhaltung, und wir beschlossen, eine Aus- äußerst positiven, ja wirklich genialen Frau, von ihrer Arbeitskraft,stellung mit neuen Bildern, Skulpturen und Grafiken der Künstlerinihren Lebensanschauungen!zu organisieren und im Oktober desselben Jahres zu präsentieren.Ich sehe in ihr derzeit die größte Begabung in Tirol. Freilich, dasSalz des Lebens hat sie noch nicht gekostet. Seien wir darüberDie Ausstellung verlief sehr erfolgreich, obwohl die Künstlerin imfroh. An ihr bewundere ich vor allem, was mir seit je abgegangenTiroler Oberland mehr oder weniger noch unbekannt war. So heißt ist – ihr Selbstbewusstsein, das aber äußerst sympathisch, nie ver-es im Text einer Oberländer Lokalzeitung als Schlusssatz: „So ist klemmt, hemmungslos oder arrogant wirkt. Ich freue mich, dasses dem Galeristen Dietmar Hosp wieder einmal gelungen, Werkeder Schöpfer immer wieder solche „Mozarte“ hervorbringt.einer jungen Künstlerin der breiten Öffentlichkeit vorzustellen!“Dir gratuliere ich herzlich, freue mich auch über Deinen Erfolg undAm letzten Tag der Ausstellung lud Patricia Karg zu einem Vor-grüße Dich und Deine liebe Frau!trag in unserer Galerie ein und berichtete in überzeugender Weise Engl Gitterleüber ihre künstlerische Tätigkeit.Der Oberländer Künstler Engelbert Gitterle verließ, ohne sich zuPatricia Karg gehört inzwischen zu den führenden Künstlerpersön-verabschieden, kurz nach dem Ende des Vortrages die Galerie.lichkeiten Tirols und ihr Schaffen ist längst auch über die GrenzenNach zwei Tagen bekam ich folgenden Brief:unseres Landes hinaus geschätzt und anerkannt!
  • 10. Dr. Reinhold Stecher Altbischof Rum im Dezember 2005 Wenn ich das Werk Patricia Kargs betrachte, möchte ich nicht so tun, als wäre ich ein Kunstexperte. Ich bin es nicht. Ich vermag nicht, mit treffenden Worten kunstgeschichtliche Be­ züge und geistvolle Hintergründe aufzudecken. Dazu fehlt mir das Fachwissen. Ich muss die Dinge mit der Naivität des schlichten Betrachters und einem gewissen seelsorgerlichen Gespür ins Auge fassen. Und von daher weiß ich, dass unsere wohlorganisierte, technisch perfekte und mit tausend Wortfetzen vernetzte und trotzdem z ­ iemlich anonyme und vermasste Welt Gegengewichte braucht. Eine dieser Gegengewichte ist jene Art von Kunst, die uns ver­ stehend anspricht und ermunternd grüßt (es gibt ja auch Formen, die nur verstörend belasten und Abgrund, Düsterheit, Ausweg­ losigkeit und Ekel präsentieren). Das Werk Patricia Kargs grüßt mit Farben, Formen und Ideen den Menschen in der Welt von heute und macht damit das Leben ein wenig humaner, ohne das Schwere des Daseins wegzuschönen. Und im Bereich moderner religiöser Kunst gehört sie zu jenen, die die Brücke zu den Menschen zu schlagen verstehen. In der kirch­ lichen Kunst ist diese Fähigkeit ja immer besonders gefordert, weil Kirchenbesucher nicht einfach mit jenen identisch sind, die sach­ kundig durch Galerien wandern. Jedes Mal, wenn ich den Brunnen in der Eingangshalle unserer Privatklinik in Hochrum sehe, mit der kreisenden Kugel in den farbigen Bögen, geht ein Hauch von tröstlichem Leben durch das Krankenhausfoyer, eine ferne Erinnerung an jenen Regenbogen, den Noah nach der Sintflut als Zeichen des Bundes über dieser12 belasteten Welt gesehen hat. So ergreife ich gerne die Gelegen­ heit, hier für diese Kunst zu danken.
  • 11. Dipl.-Ing. Norbert HeltschlArchitektImst im Oktober 2006Es war gerade noch rechtzeitig, als meine architektonischenA­ ktivitäten durch den Auftrag zur Umgestaltung des inzwischen50 Jahre alten Tivolibades herausgefordert wurden.Ich habe unter der Bedingung angenommen, dass das Gesamt­So wenig man KUNST in Worte fassen kann, so sehr beeindrucktkunstwerk (BAUHAUS) als Klassische Moderne im Zusammen­mich das Bekenntnis von Patricia Karg:wirken mit Künstlern gestaltet werden kann. Dies geschah schonmit hervorragenden Künstlerinnen und Künstlern beim Neubau,„Durch meine Arbeit möchte ich den GEIST der Menschen er­ auen bdie dann auch konsequent dieses mein Vorhaben im Sinne des und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die SEELE sein.“Gesamtkunstwerkes realisiert haben.Das künstlerische Wirken von Patricia Karg als Malerin, Bild­ auerinhDie Kunst unserer Zeit muss MODERNE, von uns geschaffeneund Grafikerin war mir aus Katalogen, Ausstellungen und durchFormen widerspiegeln, die unserem Anspruch, unseren Inten­A­ rbeiten im öffentlichen Raum bekannt. Patricia Karg schien für tionen entsprechen und diese veranschaulichen. Es gilt nicht nurmich aufgrund ihrer allseits geschätzten und gelobten Gestaltungen zu erkennen, sondern es gilt zu erfühlen. Die bloße Übernahmefür die Zusammenarbeit hoch qualifiziert und geradezu ­ rädestiniert p des Sichtbaren kann nicht die Herausforderung sein. Der Inhaltzu sein. Die Vielfalt ihrer künstlerischen Zeugnisse ebenso wie ihrerschließt sich nur durch die Auseinandersetzung mit dem hochexperimentelles Werk sind Bestätigung für ihren ­ irtuosen Umgangvqualifizierten künstlerischen Werk.mit Farben und Formen. Gerade das ­ xperiment ist – in all seinen EErscheinungsformen – das eigentliche Freiwerden geistiger Mög­ Zum Schluss noch eine Bemerkung betreffend meiner Liebe zumlichkeiten aus den Klammern eines einseitigen, letztlich primitivengrafischen Werk von Patricia Karg.Intellektualismus. Anlass sind die hervorragenden Bleistiftzeichnungen aus dem Jahr 1993, die Patricia Karg mit folgenden Worten unterstreicht:Mit künstlerischen Erfahrungen solchen Ursprungs konnte sodann „Einen Strich zu ziehen bedeutet, einen Gedanken haben, eineauch völlig frei und unbeschwert ein Gestaltungskonzept ent­ ickelt w Vorstellung zu haben und diesen zu folgen ... Es gibt nur einewerden.S ­ ache, die edel ist und unserem Wirken zugrunde liegt, das ist die Zeichnung.“Und am Ende dann das überzeugende Resultat: Patricia Karg hatUnd diese ihre Erkenntnis sollte auch für die ARCHITEKTURdie Farbe gekonnt in das Erscheinungsbild der Architektur ­ntegriert. i g ­ elten, welche sich vom Gigantismus zum Minimalismus bewegenSie hat durch die relativ neutrale, aber sehr bewusst gesetzte Farb­ e­gmöge.bung eine über zeitgeistige Tendenzen hinaus­eichende Lang­­ rlebig­ Ich jedenfalls freue mich auf den Kunstkatalog und bin natürlichkeit erreicht – weder Zeitgeist noch Zeitentwicklung noch kurz­ristigefschon gespannt auf die entsprechende Würdigung der hochMode­ rscheinungen können diese Form der Eigen­ tändigkeit, esq ­ ualifizierten künstlerischen Zeugnisse von Patricia Karg. Denn­ iesen ganz persönlichen Zugang, gefährden. So ge­ ehen war fürd ses ist eine Liebeserklärung an die Schönheit.mich die Erfüllung eines Gesamtkunstwerkes ge­ eben. g
  • 12. Robert Schneider Schriftsteller Götzis im Januar 2006 Die Farbe des Fühlens – eine Note zu Patricia Kargs Arbeiten Mit beharrlicher Regelmäßigkeit verstößt die Malerin und Bild­bisher unbekannten Künstlers 2.000 Euro kostete und in drei hauerin Patricia Karg gegen den feuilletonistischen Kanon der J ­ ahren plötzlich 200.000 Euro kostet, muss an dem Bild wie an zeitgenössischen Kunst. Indem sie dem allgemein verbindlichen,dem Künstler schon was dran sein ... strukturell-reduktiven Konzept von Kunst eine geradezu explo­ dierende Fülle an nicht kongruenten Farben und Formen ent­Patricia Karg ist eine Künstlerin, die sich um den theoretischen gegenhält, wird sie zu einem „Fall“ in der österreichischen Ge­ Diskurs wenig schert, weil dieser Diskurs dem Kunstschaffenden genwartskunst. Ihre Arbeiten erregen ebenso viel Bewunderungan und für sich fremd ist. Sie kommt mit diesem Diskurs – und den wie sie Ärgernis und Kopfschütteln provozieren. Kargs Werk istVerletzungen wie den Freuden, die daraus resultieren – immer nur von einer derart wuchtigen, exaltierten Buntheit, dass es manch dann in Berührung, wenn das Bild gemalt, die Skulptur gegossen einem Sachverständigen den Atem verschlägt. Da wird schnell ist und sich also auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten behaupten soll. eine Schublade aufgetan, und auf der Schublade steht mit kalli­ Den Schaffensprozess selbst tangiert das wenig. Emil Nolde soll graphischer Schrift: Emotion ist gleich Irrationalität. einmal gesagt haben, das Entwürdigendste sei ihm stets gewe- sen, ein Aquarell erklären zu müssen, um dafür einen günstigen Der Kunst das Fühlen zu verbieten heißt aber, die Kunst überhaupt Preis zu erzielen. Und darin liegt eine sehr tiefe, schmerzliche Er- abschaffen. Das ist der theoretische Kunst- und Architekturdiskurskenntnis. Die Kunst unserer Zeit scheint ihrem ureigenen Medium der letzten sechzig Jahre. Indem man glaubt, die Kunst von dernicht mehr zu vertrauen – nämlich der Wortlosigkeit. Sie bedarf Emotion abspalten zu können – Emotivität führt angeblich in die offensichtlich der Adelung durch das Wort. Sie braucht die Krücke Barbarei –, hofft man eine Kontrollinstanz gegen alles Bedrohlicheeines theoretischen Unterbaus. Viele Geister müssen zuerst über und Angstmachende zu haben. Aber Gefühle sind nicht linear, das Kunstwerk reden, ehe es etwas gilt. Es muss durch die ­ edien M von sachlicher und struktureller Transparenz. Ganz im Gegen­gegangen sein, in provozierender oder nicht provozierender Weise, teil! Gefühle erzeugen – sofern man von theoretischen Konzep­ wie auch immer. Dann erst ist der Künstler etwas wert. ten verstellt ist – zuallererst Unbehagen. Nirgendwo sonst wird in unserem Alltagsleben so verhohlen emotional gestritten wie über In diesem Sinn ist Patricia Kargs Kunst nichts wert, behält ­ ämlich n Kunst. Freilich immer unter dem Deckmantel einer Autorität, die bei ihre Unschuld und bleibt unverdorben. Und es ist dieser unge- genauerem Hinsehen und Nachfragen ihre ästhetischen und ge­ stümen Künstlerin nur zu wünschen, dass ihr all der unerschöpf- sellschaftlichen Prämissen nicht erklären kann, geschweige denn liche Reichtum an Farben und Formen erhalten bleibt. Der eben will. Das wäre dann wie mit dem Märchen von dem Kaiser und sei­ erwähnte Emil Nolde soll auch gesagt haben, dass, als gewisse nen neuen Kleidern. Kunst kann nicht gemessen, ge­ ogen oderwKreise seine Aquarelle plötzlich zu sammeln anfingen, er unter irgendwie berechnet werden. Niemand kann empirisch beweisen,g ­ roßer Irritation gelitten habe. Ein Leben lang habe er gegen den14 was gute Kunst ist oder eben schlechte. Geadelt wird Kunst im Geschmack der Zeit gemalt und nun werde er plötzlich Geschmack schamlosesten Fall durch den Kunstmarkt. Wenn das Bild einesder Zeit. Da könne etwas nicht mehr stimmen an seiner Arbeit.
  • 13. Mag. Dipl.-Ing. Thomas HäusleDirektor der Kunsthalle WienPräsident des Vorarlberger KunstvereinesDornbirn im Februar 2006Patricia Karg wünscht sich, Menschen durch ihr Werk zu beseelen. „Kunst soll man nicht verstehen, sondern erleben und fühlen“,Dieser Mission folgend ist ihr ein besonderes Kunststück gelungen. meint Patricia Karg. Das ist der Pfad der Annäherung. Der helfendeEin Kunststück höherer Ordnung gleichsam. Sie beseelt einerseits Faden ist die Leidenschaft, die Lust und die Emotionalität. Darineine stets wachsende interessierte Gemeinde aus Kunstliebha- allein vereinen sich Material, Farbe, Form und Mensch zum Werk.bern mit ihren Werken, sie beseelt jeden, der mit ihr in Kontakt tritt Das Positive wird uns dabei nicht vorgetäuscht – es wird uns vor-persönlich und sie beseelt sich selbst, indem sie sie sich in ihremgelebt, vorgemacht. Die Harmonie und Kraft der Farben stellt sichSchaffen immer aufs Neue findet und manifestiert. Authentizitätbewusst und siegessicher in Konkurrenz zur Aggressivität der For-zwischen Mensch und Werk, stete Präsenz der Absicht und Kon- men und Materialien.gruenz zwischen emotionaler Absicht und künstlerischer Wirkungprägen das Werk und das Leben von Patricia Karg. Die Kunst der Patricia Karg fragt nicht und gibt keine ­ ntworten, A sie deutet nur und zeigt. Sie versucht voller Leidenschaft, es unsDie künstlerischen Mittel sind dabei auffallend vielfältig, denn einfach etwas angenehmer zu machen. Und weil es uns so schwer-das Talent sprengt jede feste Definition von Technik und Material. fällt, das anzunehmen, macht sie es aktiv und intensiv und des-Skulpturen, Bilder, Objekte, Zeichnungen, Installationen, Inszenie-halb wirkungsvoll und treffsicher. Emotionen sind alles, was ­ iesedrungen gefertigt auf Leinwand, Textil, Papier geschaffen aus Stein,Kunst ausdrücken will – Emotionen, Leidenschaft und Lust. EsMetall, Glas – nein, derart kommt man Patricia Karg und ihrerist kein Streben darin zu finden, außer nach Harmonie. Es ist keinKunst nicht näher, nicht an sie heran. Die Vielfältigkeit der Techni-Verständnis gefordert, außer dem gegenseitigen. Es sind keineken und Materialien, der Interessen und Aktivitäten hilft uns nicht, Worte notwendig, sondern Gefühle. Es ist keine Reflexion gefragt,die Künstlerin zu verstehen, sie hilft uns lediglich, uns zu verirren in s ­ ondern Bereitschaft. Hier wirkt das Bedürfnis eines Menschen zuder Ratio möglicher Reflexionen, welche die Künstlerin möglicher-erfreuen, zu geben, zu erweitern und zu leben – zu beseelen eben.weise provoziert, keineswegs aber beabsichtigt.
  • 14. Mag. Ilse Abka-Prandstetter akademische Malerin Aldrans im März 2007 Wo liegt die Basis eines Künstlers? Liegt sie dort, wo das Spiel mit Farben und Formen zum RauschDu stellst dich auf die Auftraggeber ein und versuchst sie in Deine wird? Oder dort, wo Farben und Formen zum AusdrucksmittelWelt zu führen – das ist eine Deiner großen Stärken. Du agierst auf menschlicher Erlebnisintensität dienen?sie zugehend, bis auch die Erfordernisse des Raumes mit Deiner Für mich findet Kunst immer auf dem schmalen Grat statt, wo Ver­ Arbeit zu einer Einheit verschmelzen. stand und Emotionen einander begegnen. Beide singen wir das Lied der Farben, das zur Musik der Augenwerden soll. Du hast die Frage in Deiner Arbeit immer wieder beantwortet – all Deine künstlerischen Aussagen stehen als ein Zeichen ­ einesD Und noch etwas: In einer Bildfigur sich zu drehen, von oben nach Kommunikationswillens. Du arbeitest, nicht um Dich zu be­riedigen,f unten, von rechts nach links, um ins Zentrum zu sehen, ist eine sondern um anderen (wie du selbst sagst) Freude zu machen. Wie deiner großartigen Bildfindungen. gerecht ist es doch, dass diese Freude auf den Erzeuger zurück­Ja, das Zentrum zu sehen. – Ist die Welt nicht durchzogen von fließt! Ich genieße Deine offene, faszinierende Ausstrahlung. WieTerror und Gewalt? Wie sehr braucht sie die Zeichen der Freude! aus ­ inem angefangenen Bild trittst Du aus Dir heraus und voll­ eMuss man sich nicht immer wieder fragen, ob es notwendig ist, endest Dich in Deinem Äußeren. dass die Kunst auf die dunklen Seiten der Welt den Finger hältund darin herumwühlt; ist doch die Tragik selbst durch kein Auf­ Wie war doch eine unserer ersten Begegnungen? Es war bei ­ inem ezeigen zu überbieten und deutlicher zu machen. Wettbewerb, der von der Jungen Industrie für Künstler gestartet wurde. Und nicht ganz ohne Dein Zutun hab ich damals einen Zeigt die Welt nicht offen ihre Wunden, wenn man spürt, Preis gemacht, obwohl Du ja selbst mit Deinen Zeichnungen ver­ wie sehr sie der Fröhlichkeit und Freude bedarf? treten warst. Damals wusste ich: Du bist neidlos. Wie selten kannHeilt man nicht auch Wunden eher mit Balsam? man das von Kollegen sagen ... Später sind wir uns dann immer wieder bei Wettbewerben begegnet, und jedes Mal lächelten wirIch hoffe, dass wir in unserer Arbeit dieser Frage nachgehen werden. uns wissend zu – kennen wir doch beide das Spiel vom Glück und In Freundschaft, Ilse Zufall der Entscheidungen. Wie oft aber konntest Du Dich erfolg­ reich durchsetzen.16
  • 15. Dr. Volkmar Käppl Baurat h. c. Prof. Hubert PrachenskyKunstsammlerArchitektWien im Juni 2007 Innsbruck im Herbst 2007Mensch sein.Was ich bei den Kunstwerken von Patricia Karg empfinde. Für die Künstlerin Patricia KargMensch sein. Ausgeliefert sein. Dem Schicksal und der Umwelt. Der Dreiklang der Bildenden KünsteSchmerzen ertragen, Zuwendung erfahren, Geborgenheit ­ e­ ießen. g nArchitektur – Malerei – BildhauereiFragen stellen, Antworten hinterfragen, den Willen durchsetzen. ist ein wichtiger Teil der Weltkulturen.Scheitern und erneut versuchen. Erfahrungen ­ achen, lernen, Ent-mwicklungen durchleben.Es ist schön, dass wir dabei sein können.Leben. Existieren. Ziele setzen. Bewusst leben. Reflektieren. Miss- Herzlicherfolge verkraften und zornig sein. Meditieren. Erfolge feiern undHubert Prachenskyglücklich sein. An etwas glauben.Allein sein. Mit mir. Mit meiner Meinung. Zusammenarbeit suchen.Miteinander. Zusammensein erleben. Ineinander. Geistig und kör-perlich.All das ist für mich aus dem künstlerischen Werk von Patricia Kargherauslesbar. Es findet Ausdruck. In ihren Bildern und in ihrenSkulpturen. Sie machen sichtbar und sie regen an. Zu Gedanken.Sie machen auch bewusst. Mensch zu sein.
  • 16. Prof. Dr. Andreas Kühne Historiker und Kunsthistoriker, Honorarprofessor an der Akademieder Bildenden Künste in München, Kunstkritiker (u. a. für die Süddeutsche Zeitungund die Antiquitäten Zeitung), AusstellungskuratorChristoph Sorger Metamorphosen der plastischen Form Autor und Übersetzer, Kunstjournalist,Anmerkungen zum Werk von Patricia Karg Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Leipzig München im Juli 2007Die Verwandlungen von Linien und organischen Gebilden, von Blütenblättern, Schriftformen und Tanzbewegungen waren es, die Künstler und Publikum um 1900 faszinierten. Werner Hofmann, einer der Theoretiker der Moderne, hat einmal als wichtiges Erbe dieser Zeit die Einsicht bezeichnet, dass alle Form Metamorpho- se ist. Seit er diese Feststellung traf, sind gut fünf Jahrzehnte ver- gangen, und manches, was damals Erbe schien, ist inzwischen aufgebraucht. Seitdem ist die Kunst in ihre „posthistorische P ­ eriode“ eingetreten und hat den Künstler aus dem Zwang ent- lassen, ­ iner „korrekten historischen Linie“ zu folgen. Patricia Karge gehört einer Generation an, für die jene Freiheit bereits eine Selbst- verständlichkeit ist. Wenn irgendein Erbe für sie noch verbindlich ist, dann diese von Hofmann formulierte Erkenntnis. Angesichts ihres ­ lastischen Werkes, das sich seit rund zwei Jahrzehnten inp einer staunenswerten Variationsbreite entfaltet, drängt sich dieser Gedanke geradezu auf. Mit großer Unbefangenheit hat Patricia Karg ein plastisches R ­ epertoire entwickelt, das Mimetisches einschließt – vorzugs­ eisew Formen des menschlichen Körpers, der Tier- und der Pflanzen- welt – und in dem das abbildhaft Organische vielfältig variiert wird. Bis hin zum fantastisch Organoiden. Der reinen Stereometrie be­ gegnen wir in diesem Repertoire nur in selten angestrebten Grenz- bereichen. Patricia Karg folgt dabei keinem Kalkül. Ihre Gebilde sind keine ­ aterialisationen abstrakter Formzusammenhänge oderM i ­ntellektueller Konstrukte. Sie entstammen einem Wirklichkeits­ bereich zwischen reinem Sinneseindruck und reiner Kognition, den Henry Corbin als „imaginal“ bezeichnet hat. Einem Bereich, dessen Bilder an unsere Vorstellungskraft appellieren. Patricia Kargs Form- findungen berühren uns häufig durch ihren emotionalen, direkten18 und unverstellten Ausdruck. Ähnlichkeitsbeziehungen zu Objekten der „realen“ Welt spielen dabei eine untergeordnete Rolle.
  • 17. Letztlich ist es der Prozess des Lebens selbst, der im mundus prozesse widerspiegeln. Bei der Betrachtung der vielen Arbeitenimaginalis bildhaft erfahren werden kann. Patricia Kargs Arbeiten Partricia Kargs in Kugelformen, in denen sich menschliche undleben alle auf die eine oder andere Weise von der Verbindungv­ egetabilische Formen verschlingen, auseinander hervorgehenmit dieser Welt der inneren Bilder und ihrer Dynamik. Um ­ iesedoder ineinander übergehen, mag man an eine frühe griechischeDynamik in sicht- und tastbare Gegenständlichkeit zu übersetzen,Kosmogonie denken, die schon ein philosophisches Gedanken-bedient sie sich einer Vielzahl von unterschiedlichen formalengebäude ist, aber in ihrer Bildhaftigkeit dem Mythos noch sehrM­ itteln. Im Ergebnis entsteht „reine Kunst“, die für sich stehen nahe­ teht. Sie stammt von Empedokles (483/82-424/23 v. Chr.),skann, oder „angewandte Kunst“, die in sakralen oder profanen, dem legendenumwobenen, griechischen Philosophen und maß-zumeist öffentlichen Räumen Akzente setzt. Holz, Bronze, Stahl, geblichen Begründer der Lehre von den vier Elementen. Empe-Marmor, Glas oder Kunststein dienen dabei als Material, und dokles hatte die Vision eines Universums, das im Wechsel vonhäufig tritt eine satte, sorgfältig abgestimmte Farbigkeit hinzu, die den beiden kosmischen Prinzipien Liebe (Philotes) und Streit bzw.Bewegung und Volumen energisch betont, aber auch zurück-Hass (Neikos) beherrscht wird. Die Liebe bewirkt, dass Feuer, Luft,nehmen und Massen ins nahezu Gewichtslose auflösen kann.Wasser und Erde sich miteinander verbinden, der Streit bedingt ihrWerden und Vergehen, Einssein und Loslösung, Glück, Schmerz Auseinanderfallen. Unter der uranfänglichen Herrschaft der ­ iebe Lund Tod, Untergang und schwereloses, selbstvergessenes Spielbildeten sie einen Sphairos, d. h. eine vollkommene, als göttlich ge-finden ­hren Ausdruck in Gebilden, die nicht nach stilistischem idachte Kugel. Der wachsende Streit verursachte einen Wirbel undPurismus fragen, sondern als bildhafte Analogien der Meta­damit ihre Separation, d. h. die Differenzierung der kosmischenmorphosen des Lebens betrachtet werden können. Strukturen und Elemente. Wenn die Krise aber ihren HöhepunktFormal strukturiert werden diese Plastiken von den beiden überschritten hatte und die Liebe sich wieder aus­ reitete und derbA­ spekten, unter denen Entwicklungsprozesse überhaupt vor­Streit sich zurückzog, „entstanden alsbald sterbliche ­ esen […].Wgestellt und erlebt werden können: von linear gerichteten AbläufenUnd aus ihnen ergossen sich, wie sie sich so mischten, un­ ählige zoder zyklisch in Spiralen zu ihrem Ausgangspunkt zurück­ ehrende kScharen sterblicher Geschöpfe, in tausenderlei Ge­ talten, einsbzw. diesen umrundenden Bewegungen. In plastische Werte über- Wunder zu schauen“. Dieser Prozess wiederholt sich von Äonsetzt heißt dies: in den Raum ragende, ausgreifende Strukturenzu Äon. Das Werden ist diesem Bild ebenso eingeschriebenoder runde Formen. Es gibt kaum eine Arbeit von Patricia Karg,wie das Zerfallen. Da unser Leben sich zwischen beiden Polenbei der nicht das eine oder andere dieser Momente dominierenb­ ewegt, können uns Bilder und Objekte wie die von Patricia Karg,würde. Letztlich sind es archetypische Bilder, die hier durchschim- die ­ iesen Prozess veranschaulichen und damit bannen, immerdmern, Bilder, die sowohl mikro- als auch makrokosmische Lebens­ w­ ieder aufs Neue berühren.
  • 18. Karg Patricia akademische Bildhauerin und Malerin ausapern soll mein erstes Buch heißen. (aprire <lat.>, öffnen, aufmachen, sichtbar machen, entblößen,Ein weiSSes Blatt Papier – Beginn für vieles. Der Liebes- aufdecken, zeigen, klarmachen, offenbaren, enthüllen; viam ­ prireabrief, der Plan für dein Haus, das zerknüllte Blatt am Boden, der – bahnen, eröffnen) Papier­ ieger, der deinen Übermut zeigt, das brennende Blatt fl mit der Faszination des Feuers. Erneuerung und Veränderung Wie eine zugeschneite Landschaft, sanft, ohne Konturb ginnen mit diesem Blatt. ­ e­­ und ohne Profil glänzend, lädt diese zur Berührung ein. Fasziniert und mit etwas Respekt zieht unsere Neugier die erste Spur in dasMit jedem meiner Werke sitze ich vor dem perfekten Nichts, und unberührte Feld. Ein Zeichen der Zeit und des Seins wird damitich lasse meine Leidenschaft ausapern. sichtbar. Ich beginne zu zeichnen, und die Hand übt sich darin, umzu­ etzen s Es ist der erste Strich am weißen Blatt Papier. und aufzuzeichnen, was dem Geist entspringt. Es ist die ausgeführte Bewegung deiner Hand, welche damit sicht- bar bleibt und einen Reiz für dein Auge darstellt. Vor dem weißen Ein Bild entsteht ... Die glatte Perfektion der weißen Lein- Blatt sitzt du, bei deinem ersten Aufsatz, alles ist möglich. Es gibt wand weicht meinem Wirken. Ich will die weiße Schneelandschaft dir die Voraussetzung für dein Ich, deine Vision, deine Klage, deinebesitzen, ich tanze darauf und markiere sie. Der Wille zur Idee baut Erinnerung, du schreitest in dein Schneefeld. Die Zeichnung teilt das Bild. Die Farben bilden Kontinente. Linien benötige ich, um das Feld, vernetzt die Gedanken zu Geweben. einzufangen, was die Geschichte des Bildes ausmachen wird. Es wird aper. Die Landschaft wird erkennbar. Man spürt denWenn mich Verliebtheit in meinem Handeln blind macht und ­ abeid C ­ harakter des Bodens. Die Linien am Blatt, die Spuren im Schneezuviel geschehen lässt, erstarrt das Werk und stirbt. Das hingegen und die Falten auf deiner Haut sind Kundwerk von dir. p ­ erfekte Ende im Bild zu finden ist ein sehr einsamer Prozess.20
  • 19. Der kreative Prozess ebenso wie die Abfolge der Werke Der Bleistift erzählt den Gedanken, das Gefühl aber verlangt nochin diesem Buch ist eine Entwicklung, bei der das eine aus dem nach der Stimmung durch die Farbe. Das ursprüngliche Materialanderen erwächst. Keine meiner Arbeiten entsteht isoliert.wie Holz, Stein oder Metall wird durch die Bearbeitung in seinerUnd so möchte ich Ihnen an dieser Stelle auch gern den WegE­ igenart sichtbar. Es wird angeschnitten, angeschliffen, ­ ezeichnetbmeines kreativen Vorgehens aufzeigen, und das vorwiegend im und bemalt und wieder bearbeitet. All die Spuren des Suchensmanuellen Sinne.nach dem Ausdruck addieren das Werk und verändern die ­ arben.F.... habe eine Sehnsucht, suche nach einer Botschaft, erfinde dichEs wird bunter, und erst durch die intensive Bearbeitung wird esselbst, denke und zeichne, begehe den Weg, ich verändere ­ einenm mehr und mehr das Meine. Diese Farben sollen nicht als ein Über-Blickwinkel. Ständig suche ich. Ich suche nach einer ­ otschaft. Ich Bzug etwas vortäuschen, vielmehr sollen sie als bewusste Materiedenke und zeichne. Ich begehe den Weg. Ich ändere meinen Blick- die Wirkung verstärken, sollen Sie in eine Stimmung mitnehmen.winkel, drehe mich oder die Zeichnung, entdecke und frage nach; Auf diese Weise werden meine Zeichnungen zu farbigen Bildern,das Bild verliert so die Richtung, wird mitunter rund und ergibtzu bunten Skulpturen; die Wahrnehmung vieler Materialien würdev­ öllig neue Betrachtungsweisen. Das flache Blatt entwickelt sich ansonsten nur an der Oberfläche verbleiben.in die dritte Dimension. Ich wölbe es auf und erfahre den Raum, Nun verlangt es mir aber nach dem Einblick in die Tiefen des Ma-entdecke darin zum Beispiel eine Schale. Ich gebe und nehme,terials. Neue Stoffe suche ich zu bearbeiten. Transparent und ingrenze ein und grenze aus, suche zu ergründen, warum die Form seiner leuchtenden wunderbaren Farbkraft bot und bietet sich miroffen ist, ­ arum sie offen sein soll. Die Form bedingt den Ausdruck. wGlas an. Licht und Schatten ebenso wie die Bewegungen als Ge-Die Fläche der offenen Form schließt sich, wird zu einer Kugelstaltungsergänzung nehmen ihre Plätze ein. So wandeln sich dieoder zu einem Würfel. Durch die Notwendigkeit meines Willens zurWerke im Laufe der Zeit durch all diese von mir gerufenen Aus-R­ ichtung wird diese Form zu einer Säule, ein tragend fester Teil.drucksmöglichkeiten in eine Vielfalt. Ein vorgeformtes Ziel ist dabeiEs drängt mich nach Einblick. Die geschlossene Fläche soll sich nicht angedacht.wieder auflösen, soll Durchdringung zulassen – somit werden dieFlächen zu Netzen; die Breite verjüngt sich zur Linie.
  • 20. Kindheit: Ich wurde am 7. Dezember 1961 in Innsbruck nachganze ­ ollektionen neuester Kleider ersann. Die abge­ issenenK r meiner Schwester Astrid als zweite Tochter von Ludwig undBlüten­ olden der ­ urfinien wurden gewendet, und in die Engstelled S G ­ ertraud Karg geboren. Mein Großvater Gebhard Karg kam ausder Blüte kam als Kopf eine geschlossene Geranien­ lüte hinein, b Lauterach und war Volksschullehrer im Lechtal. Meine Groß­ und das waren dann meine Puppen. Die erste teure ­ uppe, dieP mutter Paula, geb. Larcher, war Handarbeitslehrerin und stammteich geschenkt erhielt, hab ich sogleich verbessert, angemalt und aus Bach im Lechtal. Sie verstand es, Kleider selbst zu erwirken.die Haare ­ kreativiert“, was Mama so erschreckt hat, dass ich „ Über den Anbau von Hanf und dann über das Handwerk des das Puppen­ pielen aus Sicherheitsgründen wieder sein ließ, um s Spinnens und Webens fertigte sie aus dem gewonnenen Leinen die Konfrontation um die nun neue Schönheit der Puppe zu ver­ ihre eigenen auffälligen Modelle. Auch bemalte sie die von ihrem meiden. Mir jedenfalls gefiel meine Version besser. Eine auf der Vater ­ etischlerten Möbel mit Figuren und Ornamenten. Alle ihreg Straße ge­undene leblose Eidechse habe ich sofort in meinem f Handarbeiten trugen ihre persönliche Handschrift. Das Talent der Hosen­ ack verschwinden lassen und mir natürlich auch gleich s Großmutter konnte aber durch all die existenziellen Aufgaben, daswas ausgedacht. „Du Schwein“, riefen die anderen Kinder dabei Großziehen der vier Kinder, die Sorgen und Nöte im Zweiten Welt­ entsetzt. Daheim im ­ eller habe ich die Eidechse dann ge­ äutet, an­K h krieg, nie weiter ausgebildet werden. Nach Kriegsende konnte schließend eingesalzen und aus der dann gewonnenen Haut eine mein Großvater als Volksschullehrer erst keine Anstellung finden „Krokoleder“-Handtasche und „Krokoleder“-Schuhe für ­ eine Lieb­m und erlernte deshalb den Beruf des Stuckateurs. Er wirkte unter an­lings-Barbie-Puppe gefertigt. Diese Erwachsenen­ uppen ­ aben esph derem bei Renovierungsarbeiten der Jesuitenkirche in Innsbruck mir besonders angetan, da sie mir ein weites Betätigungsfeld für sowie der Kirche der Landwirtschaftsschule in Rotholz mit. Jahre mein kreatives Werken ermöglichten. Aus Draht habe ich ihnen später erst konnte er seinen eigentlichen Beruf wieder ergreifen,B­ rillen gefertigt, und als Ohrschmuck steckte ich ihnen Steck­ als Lehrer und Direktor der Volksschulen in Thaur und dann in Arzl nadeln mit Glasköpfen an. Haare, extra lang und in ­ ämtlichen s bei Innsbruck. Ein Jahr lang war ich sogar seine Schülerin.Farben, habe ich aus Faschingsperücken ent­ ommen und auf ndie Puppenköpfe „montiert“. Sogar eine ­ onne mit einem von mir N Das Talent, sagt man, sei von Vaters Seite gekommen. Ergenähten Nonnenkleid habe ich be­ essen. Aus einer Plastiktisch­ s ist ­ngenieur und Baumeister. Durch ihn formte sich meine Be­ Idecke habe ich ein Puppen-Camping-Zelt genäht, Klarsichthüllen geisterung zum Bauen. Aufgewachsen in Arzl, im Haus meiner verwendete ich für die Fenster und ­ peziell für die Reise­ usrüstung sa Großmutter Cilli mütterlicherseits, ließ man mich in all meinenhabe ich ­ leine Rucksäcke angefertigt. Das ­ ähen war mir durchk N selbst erfundenen Spielen werken. Meine Begabung für das meine Oma ­ illi kundig. Mit der Näh­ aschine, welche in einem C m K ­ reative ließ sich schnell entdecken. Die besondere Sorgfalt dabeiBügel­ immer Gott sei Dank auch im Keller war, konnte ich oftz lernte ich von unserer Mutter. Als Kind verweilte ich am ­iebsten inl a­ lleine für meinen Bedarf nähen. Es musste viel verschiedenes meinen ­ antasien: versteckt im Keller unter zugehängten ­ ischen,FTMaterial durch die Maschine, Karton, Plastik, Papier, oft unter Ver­ in meiner Sandkiste unter dem zugehängten Sonnenschirm, ab­brauch vieler Nähnadeln. Die vielen kreierten Puppen­ e­ änderg w gedunkelt und isoliert, nur um in meiner eigenen Welt ver­ eilen werhielten dann ihre eigenen ­ amen: ­ Spanische Nacht“ zumN „ zu können. Vielleicht aber hab ich auch zuhängen müssen, ­ amit dBeispiel, ein festliches, langes Kleid in Schwarz mit Schwalben­ keiner sehen konnte, dass ich wieder einmal Zement dazu be­schwanz-Korsage und Schleppe, die ­ änder rosa eingefasst und R nutzte, um meine Brücken und Mauern, Häuser und Figuren zu perfekt vernäht. Das benötigte Stoffzeug für meine Modelle fand festigen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sehr ich dieses ich in Caritas-Säcken. Aussortiertes und Müll war und ist vor mir Erfinden im Spiel genoss. Da waren aus Tannenzapfen gefertigte und meiner Lust am Erfinden und Gestalten ­ brigens nach wieü Puppen, in deren offene Schuppen ich immer wieder aufs Neuevor nie sicher. Weiters entstanden ein Reitkleid mit Hut und ge­24 die verschiedensten Arten von Blumenblättern steckte und damit häkeltem Schirmchen, ein Trauerkleid, wie auch ein Cocktail­ leid.k
  • 21. Fantasietrachten, ­ trümpfe inklusive Naht und Spitzenunterwäsche SHandwerke zu erlernen. Später wäre es ungleich schwieriger, sofür meine innig geliebte, einzigartige ­ arbie fertigte ich ­ msig. So- Be eine Vielfalt an Fertigkeiten erlernen und genießen zu dürfen undgar ihre ­ehlenden Schamhaare ergänzte ich. Das ge­ ignete Haarf e sich dabei entwickeln zu können. Auch war mir die handwerkliched­ afür fand ich an Omas Persianer­ antel, was sie Gott sei Dank nie mArbeit mit ihrem körperlichen Einsatz neben so viel Schultheoriebemerkt hatte. Aus einem Gefühl der Scham heraus durften meineim Alter von vierzehn bis achtzehn Jahren eine willkommene Be­Freundinnen diese Barbie dann aber nie ausziehen. Heute kannreicherung. Verschiedenste Techniken, das Arbeiten mit Stein beiman alles an Barbie-Ausstattung kaufen, aber damals als KindFachlehrer Reinhold Drugowitsch und das figurale Modellieren mitmit all meinen Barbie-Kreationen war ich der Zeit voraus. Im ­ lterA Ton bei Prof. Siegfried Hafner konnte ich nun erlernen.von zehn bis vierzehn Jahren habe ich in den Schulferien Motive– von für mich damals schon als groß­ rtig empfundenen Malern aMit der Moderne in Berührung kam ich durch Prof. Sieg­wie ­ ichelangelo und Toulouse-Lautrec – auf Malerabdeckpapier Mfried Parth. Als damals noch Halbwüchsige hatte ich natürlich ­ eineknachempfunden. Neben alten, irgendwo aufgestöberten Kunstharz-Ahnung von diesen modernen, befremdlich wirkenden Kunst­lacken habe ich mir meine Farben selbst kreiert. Zu diesem Zweckwerken, die man hier und dort sah und über die heftig ­ eschimpft ghabe ich Rost von Eisenrohren gekratzt, den Ruß aus dem Kamin wurde. Siegfried Parth aber brachte sie uns näher: Er lehrte unsgeholt und mit farblosem Lack gebunden. Damit malte ich Gott- Komposition und förderte uns im individuellen ­ estalten. Das so Gvater aus der Sixtinischen Kapelle nach. Der Heizkörperlack abergenannte Schlüsselerlebnis hatte ich bereits in einer seiner erstenrann unablässig herab – das Bild war nicht zu halten. Diese meine Entwurfsstunden. Wir sollten mit bloß zwei Linien eine quadra­Technik musste ich deshalb aber leider wieder einstellen, trotz der tische Fläche gestalten. Ich befüllte, umstrickte, beschrieb, über­großen Lust dabei, mit cremiger Konsistenz zu malen. ­ eute dankeH spannte, belegte, eroberte und kleidete die Fläche zart und stark.ich meinen Eltern und Groß­ ltern, dass sie mir in meiner Kindheit eEs war unendlich und spannend, was sich hinter dieser vorerstsoviel Raum und Freiraum zur Verfügung gestellt haben und sie einfachen Aufgabe an Lösungen anbot. Ich zeichnete und ich ent­mich in diesem meinem ­ eller werken ließen.K deckte. Nahezu sprachlos saß ich nach dieser Entwurfsstunde da,war 15 Jahre jung, war begeistert von den vor mir erstandenenDie Fachschulzeit begann, als ich fünfzehn Jahre alt war. Bildern, war außer mir – und plötzlich entdeckte ich nicht nur, ichDas Arbeits­ mt riet meiner Mutter, mich als sehr genervtes Schul-a verstand, und so war ich mir nun sicher: Die Moderne wird meinekind der Ursulinen und von den Lehrerinnen schon als kreativLeidenschaft! Die Typografie, die ich damals bei Prof. Pfeil undbegabtes Kind erkannt – an der Ferrarischule für Mode oderProf. Zelger erlernt habe, setze ich nun bei meinen Plakatgestal­der Fachschule für Kunst anzumelden. Als damals burschikosestungen ein. Bei Fachlehrer Walter Deussl entstanden TreibarbeitenMädchen hatte ich von den vorwiegend weiblichen Themen in in Metall, Schmuckstücke und Objekte aus Kupfer, Messing undder Klosterschule genug, und so besuchte ich in der Höheren Silber. Diese Fertigkeiten im Umgang mit Bunt­ etallen waren einmTechnischen Lehranstalt (HTL) Innsbruck die Abteilung für Holz- weiteres Tor zum Jonglieren mit verschiedensten Materialien, umund Steinbildhauerei. Bei der Aufnahmeprüfung hätte ich michthematische Ausdrücke im bildhaften Werken zu verstärken. Dasebenso für Architektur oder Bildhauerei anmelden können, aber waren meine ersten Begegnungen mit der Kunst, denn in ­ iesemddies verlangte noch ein ganzes Jahr mehr an Schule, und das war Unterricht haben wir gelernt, dass das Wort Kunst von ‚Können‘mir damals doch zu viel. Das besondere Interesse für Architekturstammt, dass Kunst aber auch von ‚Künden‘ kommt, von ‚Ver­ist mir aber als große persönliche Leidenschaft erhalten geblie-künden‘, dass in der Umsetzung von Kunst eben immer eine Bot­ben. Ich finde diesen Schultyp der HTL (Höhere Technische Lehr- schaft steckt.und Versuchsanstalt, gibt es für viele Fachbereiche) fantastisch,denn es wird einem schon in frühen Jahren ermöglicht, mehrere
  • 22. Akademiezeit. 1980 bestand ich die Aufnahmeprüfung füri ­hren ­ eihungen zu erfassen. Nach einigen Stunden des Zeich­ R das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München.nens übernahmen plötzlich der Lärm, die Bewegungen, das Be­ Ich war in der Klasse für Bildhauerei bei Prof. Hans Ladner, einemben des Bodens und das Flimmern der Lampen meine Hand. Ich gebürtigen Tiroler aus Zams. Professor Ladner war mir wie ein Va­ malte auf einmal akustisch bedingte Strukturen. Die Farben wurden ter. Er hat uns Studenten nicht nur fachlich, sondern auch seelisch dunkel. Helle Streifen blitzten wie schnelle Bewegungen, und es unter­ tützt, wir fühlten uns bei ihm geborgen. Was das Naturstu­sdurchdrangen die Massen der Stanzen die Farbflächen am Papier. dium, Aktzeichnen und Porträtieren betraf, hat er uns – falls not­Der ölige Boden spiegelte hell das Licht von der Decke. Die realis­ wendig – korrigiert und unterrichtet, während er uns in den freien, tischen Abbildungen der Maschinen wandelten sich zu abstrakten modernen Bestrebungen und Versuchen aber freie Hand ließ, so­ Stimmungsbildern. dass jeder Student seinen Weg für sich selbst suchen konnte. In Aus den Randprodukten der Karosserieerzeugung, den ­ eitlichen s den letzten beiden Semestern wurde ich seine Meisterschülerin Blechteilen, fertigten wir Bildhauerstudenten eigene Metall­ kulp­ s und verfügte über ein eigenes Meisterschüleratelier.turen. Mein dynamisches Gefährt „Energiebündel“ ist eine Kom­ Das Naturstudium war ein großes und wichtiges Thema. Ichposition von Blechteilen, die einem Fahrzeug ähnelt, die aber habe lebensgroße Figuren und Porträts in Ton modelliert. In der auch die Assoziation zu einem Schiff wach werden lässt, das auf haus­nternen Bronzegießerei war es mir möglich, zuvor in Wachs i dem Wasser gleitet, oder zu einem Flugzeug, das gerade in die geformte Skulpturen und Figuren selbst zu gießen. Grafische L ­ üfte abhebt. Ein Jahr später unternahmen wir eine Studienrei­ T ­ echniken, wie zum Beispiel Lithografie oder Aquatinta, konnte se ins ­ llgäu, wo wir in einer Scheune untergebracht waren. WirA ich bei Herrn Lohwasser erlernen und üben. Jeden Tag zusätz­sollten eine Kuh studieren. Bei einem dort ansässigen Bauern lich zwei Stunden Akt zu zeichnen habe ich mir als Disziplin auf­ entschieden wir uns dann für die älteste und am meisten ausge­ erlegt. Aus meiner vorerst angedachten Studiendauer von viermergelte Kuh. Sie erschien uns, mit all ihren wesentlichen charak­ Jahren sind schließlich sechseinhalb Jahre geworden. Ich habe teristischen Merkmalen am besten geeignet für unser Vorhaben. erkannt, dass nicht der schnelle Abschluss, sondern der Prozess Ich ­ odellierte das Tier lebensgroß aus Ton. Das Hinterteil reichtm der Reifung wesentlich für mein Kunststudium ist. Während eines zur Gänze aus dem Relief, die Kontur des Hauptes ragt hinter die Urlaubs­ emesters habe ich, wie in den Ferien auch, AuftragswerkesFläche. Mit „verlorener“ Form aus Gips wurde diese Arbeit dann ausgeführt, wie zum Beispiel 1985 den Dorfbrunnen und den in Beton gegossen. Das Relief befindet sich heute wieder in der Musikpavillon für die Gemeinde Brixen im Thale. Ganz am EndeNähe seiner Entstehung und ziert den Eingang der Alpenkäse­ meines Studiums erhielt ich von einem meiner ersten Sammler,erzeugung „Rupp“ im Allgäu. Herrn H. M. Strixner, den Auftrag, eine Skulptur für seinen GartenStändig waren wir auf der Suche nach Themen, die uns zum ­ inene zu erarbeiten. „Das Fabelwesen“, die erste große Zementmörtel­eine intensive Auseinandersetzung abverlangten und es uns zum skulptur entstand. ­ iese fertigte ich auf einem Bauernhof bei Mün­Danderen auch ermöglichten, uns „hinausspinnen“ zu ­ önnen.k chen, wo ich während meines gesamten Studiums wohnte. Das So besuchten wir Altersheime, um dort betagte ­ enschen zuM ein oder andere Projekt wurde auch außerhalb der Kunstak­ demie a p ­ orträtieren, bemalten für die Firma Bogner Skianzüge, die dann im durchgeführt. So erhielten wir vom BMW-Automobilwerk die Er­Wettbewerb gereiht wurden, und mit dem Künstler Daniel ­ poerriS laubnis, in den großen Stanzhallen, dort, wo die großen Blechteileveranstalteten wir Workshops und übernahmen die ­ onzeption K gefertigt werden, zu malen und zu zeichnen. Für mich war dies und Organisation für das öffentliche Fest der Sternzeichen auf ein nachhaltiges Erlebnis, aus der Akademie herauszukommen, dem Akademiegelände in München. und die Arbeiter am Fließband ihr Werk verrichten zu sehen. AmJedes zweite Wochenende fuhr ich mit dem Zug nach Hause, denn Beginn meiner Arbeit dort versuchte ich, diszipliniert die Raum­außerhalb der Akademie hatte ich in München kaum ­ ontakte K26 wirkung, die gigantischen Dimensionen der großen ­ tanzen in S g ­ eknüpft, mein Interesse galt meiner künstlerischen Arbeit.
  • 23. Ich war ein eher stiller, aber zielgerichteter Mensch. Das wenigeDie dann zum Abschluss verlangte Diplomausstellung habe ichGeld, das mir während meines Studiums zur Verfügung stand, eher einfach ausgestattet. Ich erfüllte nur mehr diese Disziplin, ichermöglichte mir nur eine bescheidene Lebensgestaltung, die mir konnte es mir leisten, denn ich war an der Akademie schon alsaber in ihrer Askese durchaus gefiel.mehrfache Preisträgerin bekannt. 1987 habe ich dann, als Meister­Von der Kollegenschaft wurde mir eine große Dynamik zuge­schülerin, mein Studium an der Münchner Akademie mit Diplomsprochen, denn ich scheute auch harte Männerarbeit nicht. Auch abgeschlossen.im Bezug auf die Benutzung der Werkstätten äußerte sich mein Danach kehrte ich nach Tirol zurück und arbeitete sogleich imWesen, denn ich arbeitete regelmäßig von morgens bis abendsA ­ telier, das ich mir in meinem Elternhaus bereits im Laufe dermit all den mir dort zur Verfügung stehenden Arbeitsgeräten. Bei J ­ ahre eingerichtet hatte, weiter.den Werkstättenleitern war ich beliebt – ich war interessiert undin der handwerklichen Auffassung diszipliniert. Der regelmäßigeDer Start als freischaffende Bildhauerin, derAblauf in den Werk- und Arbeitsstätten sagte mir sehr zu, und es Über­­gang vom Studium in die freischaffende Arbeit war fugen­gefiel mir, in meinem mir selbst auferlegten Ordnungsraster kreativlos. Ich bemühte mich um Auftragsarbeiten, machte freie Werkezu sein. und malte aus meiner Passion heraus. Die Malerei hat sich weiter­ hin verselbständigt. Die eher zarten Farben wurden zunehmendAls Person muss ich in dieser Zeit eher langweilig gewirkt ­ aben, h i ­ntensiver. Ab 1988 begann ich kleine Ölbilder zu malen, und inbesaß ich doch überhaupt keine Allüren. Meine nunmehr eher weiterer ­ olge und Entwicklung entstanden auf meinen Reisen Fe­ xtrovertierte und lustige Art hat sich erst später entwickelt, und Serien ­ ieser ­ leinen Ölbilder; und bald schon wurden die Bilder dkzwar aus der Freude heraus, durch meine erschaffenen ­ inge Dund Werke größer und anspruchsvoller.A­ nerkennung zu finden – mein Werken und Schaffen, das Auf diese Weise wurde das Atelier auch manchmal zu klein. SoI­nteressierte fand, weckte mich auf. Ich erzählte, teilte mich mit,suchte ich mir alte, zum Abbruch bestimmte Fabriken oder Frei­b­ erichtete über meine Werke und über deren Botschaft, die ich ge­ände der verschiedensten Firmen, mietete diese für ­ urzel kübermitteln wollte und will. Somit entwickelte es sich, wurde zu Zeiträume an und konnte mir so den notwendigen größeren Raumeinem sehr wichtigen Bestandteil, den Rezipienten, den Auftrag­ver­ chaffen. Die Entstehungsgeschichte des Priestergrabes in sgeber, den Ausstellungsbesucher, den Bild- oder KunstbetrachterHopfgarten zum Beispiel beginnt in den Außenanlagen einesdurch Ansprachen in das Geschehen mit einzubeziehen. Beton­ erkes. Für die Vorarbeiten zur Fassadengestaltung desw Wohnhauses Perlinger in Itter bot sich eine alte Ziegelei an. Den­Nach sechseinhalb Jahren, so sehr diese Zeit auch meine Er­noch fand ich über viele ­ ahre hindurch mit dem kleinen Atelier Jfahrung bereichert und mein Wissen vermehrt hat, fühlte ichmein Auslangen.mich dann mehr und mehr in den großen Hallen der Akademieeingeschlossen. Ich arbeitete vor mich hin, ein Dialog zwischenAuf meinen mehrfachen Reisen nach Afrika habe ich anAus­ tellungsbesuchern, Kritikern oder Auftraggebern kam für s Ort und Stelle inspirierende Erlebnisse in der Ölmalerei verar­ eitet. bmich dort nicht zustande, und so befand ich mich unweigerlichAuf den Reisen in einige Großstädte der Welt, wie zum Beispielaußer­ alb der sonst allgegenwärtigen Wirtschaftsprinzipien und h nach New York und Paris, sowie an spezielle Orte wie den GartenExistenz­ragen. Es war mir ein Bedürfnis, nach meinem abge­fder Fondation Maeght im südfranzösischen Saint-Paul de Venceschlossenen Studium meine Werke der Öffentlichkeit vorzustel­und den Tarotgarten in der Toskana, suchte und suche ich überalllen und in Form von Ausstellungen zu präsentieren. Ich brannte die verschiedensten Spuren der modernen Kunst.­ arauf, zu erfahren, wie das Publikum auf meine Werke reagiert.d
  • 24. Die Kunst und ich, der eigene Zugang und das Verständnis für Es ist eine innere Unruhe und eine ständige Suche, die mich auf den Begriff Kunst ist für mich ein Prozess, in dem ich mich selbst diese Reise schicken. Jedes einzelne Werk pflastert meine Straße, auch immer wieder in Frage stelle. erst durch diese fortwährende Arbeit wird die Richtung spürbar Die Kunstszene ist grenzenlos – und sie provoziert. Mein Bild vonund sichtbar gemacht. diesem Begriff ändert sich und wird ständig gezerrt. Ein Leben lang auf dieser Entdeckungsreise mit Überraschungen reagiere Meine künstlerische Arbeit besteht nicht darin, ab und zu ein Bild ich, empfinde ich, entscheide mich, lasse mich ein – oder gehe.zu malen, sondern in dem Bedürfnis, etwas Verborgenes und Be­sonderes und Aufregendes zu entdecken. Dieses Bedürfnis ist der Die Definition von Kunst suche ich in einer unendlich liebevollenMotor auf der Suche nach dem, was durch mich aus dem Unter­ sowie unumgänglichen wertvollen Auseinandersetzung.bewussten kommt und mich erfahren lässt. Dabei fungiere ich als Ich suche in meiner auserwählten bildenden Arbeit meiner Empfin­ Instrument, als Ventil – und ich lasse mich ein, auf das Er­ ignis mit e dung sowie einem erbauenden und berührenden Ausdruck nach. dem Neuen. Die damit entstehende Erwartung lässt mich auch Es steht dabei nicht im Vordergrund, Kunstwerke zu fertigen. oft ungeduldig, ja selbst wütend werden. Durch Übermalung undÜberarbeitung wachsen dann die Farbschichten an den Bildern. Es geht mir deshalb darum, aus meinen Beobachtungen undDieses Energiepotenzial verbleibt im Werk. Es ist nicht immer das meinem Leben heraus eine persönliche Ehrlichkeit zu wagen undgroße Heraustreten, nicht das geschickte manierierte Gesti­ ulierenk dieser mutig treu zu bleiben. Ich stelle mich in Frage, ich bilde mich mit geübter Hand. Es kann ein Scharren und Kratzen nach etwas weiter. Mich in diesem Prozess selbst zu akzeptieren ist aber ­ ötig,n sein, das du vermutest, aber selbst noch nicht erfahren hast. Es hat um den eigenen Moment zu fangen. Das ist der besondere Wertmich verlockt, dann enttäuscht, mich unzufrieden gemacht, mich darin. Nicht einem Vorbild nachlaufen will ich, einem Bild, welchesin Frage gestellt, mich verzweifeln lassen, mich wütend gemacht, dann vor einem stünde und die Sicht auf sich selbst stört. Aus­mich gelehrt, mich still auf die Suche geschickt, mich in Zauber bildung, Wissen und Handwerk habe ich mir bewusst und mit Auf­ versetzt und nicht mehr von mir abgelassen – es hat durch mich wand angeeignet. Alles Wissen liegt aber in der Vergangenheit. erzählt und mir etwas gezeigt. Es ist einer der glücklichsten Mo­ Nun steht es mir zwar zur Verfügung, aber genauso steht es mir bei mente, wenn dann plötzlich die Arbeit um die Sache nun sichtbar der kreativen Suche auch im Weg. vollendet ist, und es ist wohl eine Art Sucht, die mich dann erneut Vorerst bleiben deine eigenen Beweggründe unsichtbar, außer einbeginnen lässt. Gefühl, deine Sensorik frägt und sehnt sich nach Ausdruck? Aus dem individuellen Prozess, aus dem Einfluss der Zeit, derS­ ituation, der Ereignisse, selbst im Moment umgeben, entsteht „was-ich-jetzt“ein Werk aus einem starken inneren Bedürfnis. Es hat nicht dieO­ rdnung, welche die Wirtschaft verlangt – dass es nützt, verpackt, Durch ein Zulassen im gleichzeitigen Loslassen erklärt sich ­ eine dtransportiert, verkauft werden kann, dass es einen Wert darstellt. Empfindung, deckt auf und wird zur ablesbaren Botschaft, vielleichtDenn das Kunstwerk ist eine Eigenschaft, es kann ein Moment zu einem Kunstwerk.sein oder eine Weile, ein Geschehen, das du fixierst, belässt und Nicht jedes Werk einer schöpferischen Reise wird oder kann den platzierst. Ein Werk mit einer Kunde, ein Kunstwerk. vollen Anspruch an ein Kunstwerk erfüllen. Das ist auch nicht dieWenn ich von einem Künstler spreche, so verstehe ich unter ­ ieserd Aufgabe des Lebens, nur Kunstwerke produzieren zu müssen, einBezeichnung eine Eigenschaft, nicht einen Beruf. Jeder könnte28 solches Ansinnen wäre wohl vermessen.Künstler sein.
  • 25. Dinge mache ich, die keiner braucht.Arbeit tue ich, die nicht getan werden muss.Doch ich suche mir meine Aufgaben wie auch meine ThemenDas rationale Denken sucht und kennt die Grenzen – aber esdurch meine Berufung als Bildhauerin und Malerin. Mit dieser e ­ rnüchtert, entmystifiziert. Zum künstlerischen Gestalten jedochb­ ildenden Kunde habe ich Anteil am Rad der Zeit und finde Platz,gehört ein über die Grenzen des Wissens Hinausspüren.Arbeit und so auch meine Kunstliebhaber. Ich schaffe SkulpturenSind es nicht die musischen Dinge, die uns in allen Lebens­agen, lund Bilder und gestalte unseren Lebensraum. Für mich ist nicht auch in Krankheit und Alter, in physischer Enge dennoch be­der provokative Aspekt Mittelpunkt meines Schaffens, sondern ... reichern können? Sie sind uns, wenn wir es lernen oder erleben durften, einfach zur Seite gestellt. Wir dürfen uns an dem erfreuen,„... durch meine Arbeit möchte ich den Menschenund uns daraus die Kraft erneut und uneingeschränkt nehmen.erbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrungfür die Seele sein.“ So sind auch die Objekte, die ich schaffe, einfach da, sie drängen sich nicht auf. Sie existieren und warten, um jemanden, der offenDieser Anspruch zeigt sich im Dialog und in der Farbkraft der ­ ilder,Bfür sie ist, zu erfüllen. Das sichtbare Werk ist eine Botschaft, einein denen der Mensch, das Tier und die Natur jeweils ihre eigeneDokumentation, eine Erkenntnis, eine Klage, eine Vision oder einBedeutung haben. Ich lebe und erlebe, meine Werke sind erfüllt Wunsch, gewachsen mit der Reife meines Geistes und meinenmit Leidenschaft, sie ist das Geheimnis meines Agierens. Es ist dasE ­ rfahrungen.Innere, das sich durch mein Medium transformiert und sich als Bild Voraussetzung für mein Tun ist ein gebündelter innerer Wille nachoffenbart. Ein Seelenbild, das auf einmal greifbar zur Materie wird. einem neuen Fenster mit überraschender Aussicht. Wichtig sind dazu Ausdauer, Fleiß, Disziplin und die Selbstmotivation, die michJedes Bild ist somit ein Loch in der Realität. Ich durch­auf meinem dann oft körperlich mühevollen Weg begleiten.schreite diese Löcher oder Öffnungen und erfahre dadurch neueAus mir heraus tue ich mir Entsprechendes und auf diese WeiseLebensräume, in denen ich mich frei bewegen darf. Durch diegestalte ich, gedacht für mich und für die Menschen um mich – undKrea­ivität ist es möglich, unseren oft engen physischen Lebens­ t ich erlebe Höhen und Tiefen des Menschseins. Diese Auseinander­raum für jeden Einzelnen zu weiten.setzung mit mir und den Menschen lässt mich erfahren und lernen.Nicht zu vorschnell soll man diese erst unbekannten Freiräume ab­Wenn aber die Entgegnung, nach der ich suche, nicht kommt, lässtlehnen und sagen: „Ich verstehe nichts von Kunst.“ Malerei, Dich­mich das die Einsamkeit wieder und wieder spüren.tung, Musik und die mimischen Künste wie Schauspiel und Tanz Auch das Schweigen habe ich gelernt – man muss auch belassenmuss man nicht unbedingt verstehen, es bietet sich an, sie zuzu­ können, was in seiner Harmonie einzigartig ist. Aber besuchen willlassen, um sie zu erleben, zu fühlen, sich an ihnen zu erfreuen. ich es in seiner Schönheit wieder und wieder, um zu finden, was ichSchön ist, wenn man sich offen hingibt, nicht mit einem Vorurteilbegehre. Diese Sehnsucht des geistigen Suchens, das ­ ründenGagiert, die fremden Dinge für sich erfährt. Dabei soll man sich nichteiner Erfahrung, das Resignieren am Wissen, das Hoffen und Glau­krampfhaft gefangen fühlen, denn dafür ist die Kunst nicht gedacht.ben, eingebettet in Liebe ... ... beginnen muss und will ich immerzu ...
  • 26. Die Zeichnung, eine Linie beginnt von der Landschaft zu erzählen. Mein Versuch zum bildhaften Dialog mit Dir „Sich ein Bild machen“ Ich habe meine Mitmenschen eingeladen, mir Texte, Stichwörter, Briefe, Botschaften, Gedichte, Klagen und Visionen zu senden. Ich antwortete auf die zugesandten Texte mit je einem gezeichneten Bild. Mit diesem Experiment versuchte ich, eine Ebene des bildhaften Dialoges zu schaffen. Menschen, die sich textlich mitteilten, f ­anden ein Zeichen oder eine gezeichnete Antwort. Die Bilder sind Zeugnis dieser Bedürfnisse. Dann, als Bildbe­ trachter erlebt der Einzelne persönlich das Geheimnis seines Bildes dadurch, dass er es durch seinen Text und sein Thema initiiert hat. Die Möglichkeit der Annäherung vom Text zum Bild öffnet die Sichtweise des Suchens und einen neuen Raum des Selbstseins. Kunst ist nicht isoliert, sondern entsteht aus dem Zusammen­ wirken von kreativen Kräften, dem Intellekt der Menschen aus der30 Situation sowie aus Raum und Zeit heraus.
  • 27. grafische Arbeiten, 1996 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier
  • 28. „Webung“ 1996 76 x 54 cm32 Büttenpapier, Wachs
  • 29. „Leben“ 199676 x 54 cm Büttenpapier
  • 30. „Warten“ „Sein“ „Wille“ „zeitlos“ „Zeit“ „Dialog“ 1996 76 x 54 cm Bleistift, Buntstift, Wachs auf Büttenpapier34
  • 31. „Beziehung“ 1996 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier
  • 32. „bindend“ 1996 „Ängste und Sorgen sind die Faktoren, wie wir mit den Ressourcen36 76 x 54 cm der Natur, von der wir selber ein Teil sind, umgehen.“ 1996 Bleistift auf Büttenpapier 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier
  • 33. „Erdkleid“ 1996„mehr gegenseitiger Respekt und weniger Ich“ 199676 x 54 cm 76 x 54 cmBleistift auf Büttenpapier Bleistift auf Büttenpapier
  • 34. „Brief“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier Das Bild darunter zeigt die Rückseite dieses Blattes. „Das Geben“ 1991 Tischskulptur Höhe 82 cm Bronzeguss-Unikat In dieser Gegenüberstellung sind interessante Zusammen- hänge und gleiche Ursprünge der grafischen Arbeit sowie meiner bildhauer­schen Werke zu finden. Die Zeichnungi wächst in die dritte Dimension hinein.38
  • 35. „Sehnsucht“ 199676 x 54 cmBleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 36. Illustrationen „Hiob“ 1996 für das Buch „Job and the Mystery of Suffering“ von Richard Rohr Crossroad Book, New York 25 x 20 cm Tuschestiftzeichnung „Beziehung“ 1996 25 x 25 cm Bleistift und Acryl auf Büttenpapier „Mutter“ 1996 25 x 25 cm Bleistift und Acryl auf Büttenpapier40
  • 37. „Familie“ 199676 x 54 cmBleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 38. „Ausrichtung“ 1996 „Aussaat“ 199642 76 x 54 cm 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 39. „Lebensspiel“ 199676 x 54 cmBleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 40. „Beobachten“ 1996 Ein umgrenzter Raum mit einem Zaun aus Augen schützt. 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier „Erdenmutter“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier „Kater“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier „Gruppe“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier44
  • 41. „Frau im Kreuzweg“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachsauf Büttenpapier
  • 42. „Kalenderblätter“ 1996 76 x 54 cm Bleistift, eingebranntes Wachs, Buntstift, Acryl46
  • 43. „Wesen“ 199676 x 54 cmBleistift und Buntstift auf Büttenpapier
  • 44. 48
  • 45. Spur Erzählung Öffnung BotschaftEbenen Sicht Durchdringung stillSchichtung Projektion EntfernungAuge Suche addieren KlebebandTransparenz gerastert Plan GitterFlechtwerk Differenz Brief dichtSchnitt ich Sehnsucht Weg LochGesicht Struktur Häufung VisionSilhouette Zeit Landschaft TattooKontur Stift Konstruktion AbbildSchatten Foto Wunsch Spiegelung
  • 46. „Opa Vater“ 1982 Karikatur meines Großvaters, unseres Volksschuldirektors Höhe 38 cm Zirbe Zu Beginn meiner Fachschulzeit und während meines ­ tudiumsS Erst als das freie ­ rbeiten möglich war, ­ onnte ich mich entwickeln Ak entstanden Schnitzereien wie Charakterstudien, Statuetten, ­ askenM und es begann mir das ­ chnitzen Freude zu ­­Smachen. In den ersten und Weihnachtskrippen. Bei den Figuren waren mir ­ eniger diew Ferien der Fachschulzeit durfte ich als ­ raktikantin bei BildhauerP D ­ etails, sondern die Komposition, die Bewegung und den ­ harakterC Romed Speckbacher sen. in Thaur das ­ chnitzen weiterüben. UmS ein­ u­angen wichtig. Und immer sollte ihnen eine ­ eitere Grund­ z fh mein Taschengeld aufzubessern, habe ich auch in Zusammen­ stimmung eigen sein. Durch unseren Fachlehrer, Bildhauer Josef arbeit mit ­ nderen Tischlerwerkstätten Wand­äfelungen ent­ orfen atw Zeisler, für mich einer der virtuosesten Holzschnitzer überhaupt,und gleichfalls geschnitzt. All meinen Lehrern aus dieser Zeit habe ich die Freude am Schnitzen entdeckt. Ihm beim Vor­ chnitzens möchte ich an dieser Stelle danken. Sie waren nicht nur ­ ährend w zuzusehen, war uns immer ein besonderes Vergnügen. Wie oft der Schulzeit für mich da, ich konnte und durfte mich ebenso in hätte ich ihm das Schnitzeisen aus der Hand nehmen ­ ollen, um wden Ferien und nach der Schulzeit immer wieder mit Fragen an sie an seinem handwerklichen Zauber teilzuhaben. Das ­ opieren von Kwenden. Aus dieser für mich so schönen und wichtigen Erfahrung Figuren, im Lehrplan eben vorgesehen, hat mich nie ­ onderlich sheraus sollte auch meine Werkstatt für die Schüler/-innen der HTL i ­nteressiert. Mir fehlte einfach die Disziplin, mit dem Meter­ tab seine Plattform zum Schnuppern für die Praxis sein. Und so finden F ­ ormen genau zu übertragen und nachzuahmen. Die erstensich oft den Sommer über Praktikant(inn)en bei mir im Atelier. Schnitzstücke sind dann auch entsprechend schlecht ausgefallen.50
  • 47. „Heiliger Geist“ 1986 „Erntedank“ 1989 Breite 60 cmItter ZirbelkieferHöhe ca. 60 cm lasierend weiß bemalt Linde, Kirsche und Mahagoni Holzrelief mit lebensgroßen Figuren für das Foyer eines Unternehmens zum Vertrieb von biologisch ange- bauten Nahrungsmitteln. Das Relief soll eine ideelle Brücke zum Thema gesunde Ernährung darstellen. Was wir essen, liegt in unserer Verantwortung. In diesem Sinn erzählt das Relief von einem Gebet vor der Arbeit. Danach folgt die Aussaat im linken Teil, wo die Blüten am Reliefrand den Beginn des Wachstums erklären. Brückenartig reichen die zwei großen Holzteile ineinander. Die Blüten wandeln sich zu Früchten, die von ­ iner Frau geerntet werden. Das Thema wird durch die dankende Gestalt, mit dem Gebet nach der e Arbeit und der Besinnung über die Ernte, abgerundet. Dieses sehr große Holzwerk ist in Zusammenarbeit mit meinem Bildhauerfreund Wolfgang Falkner in seinem Atelier in Axams entstanden. „Der Sturm auf dem See“ 1984 Höhe 68 cm Zirbenholz, lasierend bemalt Diese Auftragsarbeit entstand während meiner Akademiezeit. Das gewünschte religiöse Thema wurde g ­ emeinsam mit meinem Auftraggeber erstellt. In dieser Holzskulptur formte ich allegorisch die menschliche Angst und das Vertrauen zu Gott in dieser so unruhig bedrohlichen Situation. Die Schnitzerei erzählt in fi ­ guraler Gestik die Geschichte des Sturms auf dem See Genezareth. Nach meiner Fachschulzeit war es für mich eine große Herausforderung, solche für mich schwierigen Arbeiten zu konzipieren und sie dann auch52 allein und frei umzusetzen. Was einmal geschnitten ist, kann nicht mehr verrückt werden. Bei der einmal in Holz gehauenen formalen Dynamik gibt es keinen Weg mehr zurück. Man muss ein starkes Selbstbewusst- sein trainieren, bevor man es wagt, sich in einen Klotz Holz hineinzuarbeiten.
  • 48. Kapellenausgestaltung des Katholischen Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993 Die Gesamtgestaltung der Kapelle hält sich ruhig und schlicht, sie soll die Meditation unterstützen. Die Priesterstühle sind mitgestaltet, um sie in das Gesamtkonzept ­ armonisch ein-h binden zu können. Der Tisch des Wortes, der Ambo, zeigt rundum im Relief als Thema den Stamm Jesse. An seiner Oberseite, auf der das Heilige Buch liegt, sind die Pfingst- flammen als Symbol für die geistige Er­ enntnis dargestellt.k Meine sinnbildlichen Hackstöcke des Lebens, unperfekt Menschliches darstellend, bilden ein Auflager für die glatte dreieckige Altarplatte der Dreifaltigkeit und sind deshalb t ­ragender Teil für den Tisch der Gemeinschaft ­ wischen z L ­ eben und Geist.54
  • 49. Kapellenausgestaltung des Katholischen Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993 Lindenholz gesägt, geschnitzt und geschliffen, transparent bemalt und mit Zinneinlegeteilen. Die Oberfläche des Tabernakels wölbt sich wie eine Landschaft, unter der sich das Geheimnis unseres Glaubens verbirgt. Innen wechselt das Material zu Stahl und wird zum sicheren Behältnis für das Ziborium. Die aufgerissenen Linien der Schnitzerei, erzeugt durch die Anwendung von Sägen, glätten sich dann durch weitere Arbeitstechniken wieder sanft. Die weiße Lasur lässt den hölzernen Ausdruck zurückweichen. Die Zinneingüsse in der Holzoberfläche, Sinnbilder der Wundmale Christi, wirken wie eingewachsene Insignien. Oben bildet sich diese Metallzeichnung zu einer Dornenkrone, unten und in der Mitte sind die Stigmata an den Händen und das Wundmal an der Seite des Rumpfes erklärt. Zwei Balken verschränken sich bergend über dieser Landschaft des Tabernakels. Beim Öffnen begegnen sie dem Gläubigen und greifen umarmend nach ihm, nehmen ihn auf.56
  • 50. Triumphkreuz in der Pfarrkirche St. Phillippus, 1989 München Höhe ca. 230 cm Bronzeguss, Unikat gegossen in verlorener Form Ein Christuskörper hat den Tod überwunden und durchschreitet sinnbildlich die Grabmauern. „Unser tägliches Brot“ 1989 Bronzeguss Unikat Höhe 30 cm Das Kreuz, unser religiöses Symbol und Werkzeug für den Alltag, bewusst aus einem Plastikbesteck ge­ertigt, wurde im Wachsausschmelzverfahren inf Bronze gegossen. Malskizzen eines Gekreuzigten auf Papier Entwurfsarbeiten für das Wegkreuz in Innsbruck-Arzl 198458
  • 51. „Kreuzweg“ 1996 Pfarrkirche St. Phillippus München Höhe 180 cm fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt mit Zinneinlegearbeit Hergeleitet von der traditionellen Auffassung des christlichen Kreuzweges mit seinen vier­ zehn Stationen, soll diese Bearbeitung für die Menschen unserer Zeit sein. Die Inhalte der vierzehn Stationen finden sich an den fünf g ­ eschnitzten Themen­ äulen. Als räumliche s I ­nstallation stehen sie uns in Manns­ öhe ge­h genüber und sind in unserem Alltag mitten unter uns. Jede Säule trägt neben den In­ Säule 1: „unschuldig“Säule 2: „mittragen“ halten der Stationen einen Namen. Die teils r ­ealistische Schnitzerei tritt mit Wesentlichem,Angst am ÖlbergJesus nimmt sein Kreuz auf sich. wie Händen oder Gesichtern, aus der Ober­ Jesus wird verurteilt. Simon hilft Jesus das Kreuz tragen. fläche der säulenartigen Skulpturen hervor undJesus wird mit Dornen gekrönt. Jesus begegnet seiner Mutter. verschwindet wieder in die ­ bstrakte, oft rau aJesus fällt unter dem Kreuz. und unbe­ rbeitet ­ irkende Oberfläche. Damit aw bildet sie ein Wechsel­ piel ­ wischen ­ etail, sz DDiese Säule widme ich den Kindern. Ein Fäuste drücken das Kreuz in demütige ­ ände. H F ­ ragment und dem ge­ amten ­ nsemble der sEunschuldiges Kind, geboren in ein schick­Der sich symbolisch nach unten windende fünf ­ äulen. Die ­ ariabel inszenierbaren Skulp­ S v sal­ aftes Umfeld, völlig unbedarft oder aberh Kreuzesbalken und Christuskörper, der zu turen ­ ruppieren sich in einem Seitenschiff g selbst einem Leid unschuldig ausgesetzt, f­allen scheint, wird durch die ­ elfenden ­ ände hH der ­ irche, sollen aber dann und wann auchKeine kauernde Figur, hoffnungslos und ver­ des Simon gehalten. An ­ iner ­ nderen Seiteea m ­ itten ­ nter uns ­ tehen, uns hinweisen undu szweifelt, bildet nicht nur zu den Menschen hebt sich die Christusfigur zu seiner Mutter uns ein ­ is-à-vis im Leid sein. Der KreuzwegVunserer Zeit einen Bezug, sondern soll auchhoch. Diese Säule soll uns erinnern und hel-60 wird durch das ­ hema der Auferstehung, die T an die Vorausahnung von Christus am Öl­fen, am Leid der ­ nderen mitzu­ragen, Mitleid A t als lichtes, helles Glasfenster in dieser Seiten­ berg erinnern. Es ist die ­ äule der Ansprache Szu empfinden und bereit zu sein für den Hilf- kapelle versinnbildlicht ist, vollendet.für alle Unschuldigen und doch Verurteilten. losen.
  • 52. Säule 3: „entwürdigt“Säule 4: „vergeben, verlassen“Säule 5: „heimgekehrt“Die FrauensäuleKreuzsäuleJesus liegt im Schoß seiner Mutter.Veronika reicht Jesus das Schweißtuch. Jesus wird ans Kreuz geschlagen.Jesus wird ins Grab gelegt.Jesus tröstet die weinenden Frauen.Jesus stirbt am Kreuz.EntkleidungAttribute wie entwürdigt, eingeklemmt, gede­ Zwei gekreuzigte Menschen zeigen das Rin- Das Gesicht des Leichnams drückt sichmütigt, weinend und Trost suchend, ­assenl gen um das Leben. Ein aufgebäumter Kör- in den tief eingefallenen Bauch einer Frau.die Frau im Vordergrund dieser Säule ste­per steht einem von der Seele verlassenen,Ich möchte damit dem Schmerz und derhen. Die Entkleidung Christi wird durch eine r ­ uhigen Leib gegenüber. Diese Säule soll T ­ rauer Ausdruck verleihen. Die Grablegungnackte, in die Ecke gedrängte Frau darge­uns an unsere traditionelle Figur des gekreu- wird durch eine eingewickelte Figur, diestellt. Die geprüfte Frau hat hier Platz als Figur zigten Christus erinnern. s ­ ymbolisch mit dem Kopf nach unten in einerdes Leidenden. N ­ ische von unserer Welt geht, dargestellt.
  • 53. „Kreuzweg“ 1996 Pfarrkirche St. Phillippus München Höhe 180 cm fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt mit Zinneinlegearbeit Säule 1: „unschuldig“ Säule 2: „mittragen“ Säule 3: „entwürdigt“ Säule 4: „vergeben, verlassen“62 Säule 5: „heimgekehrt“62
  • 54. „Erinnerung“ 1984 100 x 70 cm Papier in Polyester einlaminiert, in Blei gerahmt Impression unseres Ateliers an der Akademie in München „Stamm“ 1984 Höhe 280 cm Gips und Tuch Anlässlich des Papstbesuches in München 1984 war in der Akademie ein Wett­ ewerb zum Thema „Kirche“ ausgeschrieben. Einzelne abgeformteb Körper­ chalen aus Gips wurden von mir zu einem Baumstamm gereiht. ­ eines M Studienkolleg(inn)en fungierten als Modell. Liegend, geschützt durch eine dünne Folie, wurden sie mit in Gipsmilch getauchten Gewebebahnen bedeckt. Das Erstarren des Materials dauerte über eine halbe Stunde, die Gespräche während dieser Zeit schafften so etwas wie innige Vertrautheit. Das Indi­ iduelle v dieser entstandenen Körperschalen, nämlich ihre Gesichter, fehlen bewusst. Der daraus geformte Baum hat keine Identitäten und scheint nicht mehr auszu- keimen. Dies lässt ihn zu einem Symbol unserer anonymen und erkrankenden Gesellschaft, einer Gesellschaft ohne religiöse Ethik, ­ erden. Diese Skulpturw errang den Preis der Akademie zum 88. Katholikentag in ­ ünchen.M „Erinnerung um ein Grab“ 1984 Höhe 400 cm Gips bemalt auf Metallkonstruktion Wie ein Trauernder fällt ein Mensch nach unten. Ein Toter, die Silhouette eines Menschen, gleitet in den Boden. Ein Faltenwurf, der sich genau über diese Kontur legen kann, trennt den Trauernden vom Toten. Die Erinnerung steht als Verbindung zu Getrenntem. In dieser Skulptur habe ich Gefühle, die mich bewegen, ausgedrückt. Es war kein Nutzen bringender Sinn im Entstehen des Werkes angedacht. Es sollte ein Experiment sein, um damit zu reflektieren, ein Gefühl umzusetzen. Sichtbar sollte es für mich sein, und dann wollte ich seine Wirkung erfahren. Dieses Werk fuhr ich von München aus auf diverse Ausstellungen, zeigte es und suchte einen Platz dafür, und nach einiger Zeit64 verabschiedete ich es dann, fuhr es in die Ordnung zurück! Die Mülldeponie- gebühr betrug 200 Schilling.
  • 55. „Maschine“ 1988 Akademiezeit Höhe 35 cm Gips, diverse Gebrauchsteile bemalt „Konsum“ 1988 Gips bemalt Höhe 40 cm „Gesellschaft“ 1988 Höhe 40 cm Gips kaschiert und zart bemalt Ein buntes Patchwork aus Gegenständen unseres Alltages: Ver­ chluss­ s kappen, Kleiderbügel, Pappkartons, Knöpfe etc. Es ist ein plastisches Experiment mit gewohntem Kleinzeug, freien Formen und mit Farbe. Eine Komposition zu erfinden und meinen bildhauerischen Anspruch an mich selbst zu begreifen, war mir der Wert dieser Arbeit. Ein Wesen sollte es werden, mit dem ich leben will, weil es mir gezeigt hat, Aufregendes im Umgang mit dem „Nichts“, dem alltäglichen Tandzeug, zu spüren. Versuche und Vorarbeiten in Gips und Polyester „Reihungen“ 198866 Höhe 60 cm eingefärbter Polyester
  • 56. „Schicksalsgemeinschaft“ 1986aus meiner Akademiezeitinstalliert mit Boden- und Wandgestaltungin einer Villa in Berg am Starnberger See/BayernLebensgroße Figuration aus gefärbtem Polyester-LaminatZwei Menschen stehen zusammen, Zeit und Boden teilen sie sich füreinen Moment ihres Daseins, das Schicksal fügt sie und lässt sie zu einerGemeinschaft im Geiste der Erinnerung vereinen.Diese Skulptur erzählt die Geschichte von meiner lieben Freundin Piaund mir. Wir waren schon seit unserer Fachschulzeit in Freundschaft ver-bunden. Tolerant haben wir uns über viele Jahre akzeptiert, uns dannaber durch individuelle Lebenswege und -ideen verloren.In der Münchner Akademie gab es eine gut ausgestattete Kunststoffwerk-stätte, in der ich einige Werkstücke aus eingefärbtem Polyester-Laminatund Polystyrol-Tiefzügen herstellen konnte und damit erste Erfahrungenim Arbeiten mit Kunststoff machte. Den Kunststudenten standen weitüber 30 Werkstätten zur Verfügung, die das Erlernen der verschiedenstenMaterial­ erarbeitungen erlaubten. So gab es zum Beispiel eine ­ ießerei,vGin der wir uns die Kunst des Bronzegusses aneignen konnten, eineBühnen­ ild­ erk­ tatt, eine Goldschmiedewerkstatt und Keramik­ erk­b w swstätten. Auch für die glasverarbeitenden Techniken, wie Glasblasen, Blei-verglasung oder Glasschleifen war eine eigene Arbeitsstätte vorhanden.Zudem gab es noch die Druckwerkstätten, in denen die Lithographie,Ätzradierung und der Siebdruck erlernt werden konnten. Ich habe michvor allem für die beiden ersteren interessiert. In der Kunststoffwerkstattbei Frau Mair-Buss, selbst eine Künstlerin, wurde ich in die Technik derPolyester-Laminierung, das schichtweise Auftragen von Kunststoff, ein-geweiht.Der Lehrkörper dazu war zum Großteil mit Künstlern besetzt, welche diekreative Verwendung des Materials förderten. Ich war ständig auf derS­ uche nach Neuem und besuchte deshalb viele dieser Werk­ tätten.sM­ eine Entscheidung, der Akademie in München den Vorzug vor derWiener Akademie zu geben, lag zum einen an dem breit gefächertenWerkstattangebot zur Weiterbildung und zum anderen daran, dass einTiroler, Professor Hans Ladner dort lehrte, in dessen Klasse ich dannauch aufgenommen worden war.
  • 57. Das zentrale Thema meines Studiums war der Mensch als unerschöpfliche Quelle seiner Einzigartigkeit, be­ or­v zugt dann in ausgewählten Situationen, in ­ orträt, Akt P und Skulptur. So habe ich meine Ge­ anken und Ideend in der Gestaltung der menschlichen Figur ­ llegorischa umgesetzt. „Das Paar“ 1985 Höhe 89 cm Bronzeguss, Original In dieser Skulptur sind Gegenwart und Zukunft alle­ gorisch dargestellt. Der Mann hat drei Arme. Eine Hand hält die Hand der Frau und eine andere Hand ragt durch die Figurengruppe hindurch auf die andere ­ eite S der Skulptur. In der Gegenwart steht der Mann also noch in Verbindung mit der Frau, mit seinen Gedanken aber, symbolisch durch den dritten Arm dargestellt, lebt er schon weit voraus in der Zukunft.68
  • 58. „Gemeinschaft“ 1981Höhe 65 cmBronzeguss, Original, eine Materialvariante dieserSkulptur, in Kunststein gegossen, erhielt beim Wett­bewerb der „art didacta“ in Innsbruck einen Preis.Zwei Menschen stehen zueinander, werden eins, umgemeinsam etwas erreichen zu können. Diese Skulp­tur wurde in der hausinternen Gießerei der Akademiein München unter der Leitung des WerkstättenleitersHerrn Wackerbauer gegossen.
  • 59. „Die Ablöse der Kinder vom Elternhaus“ 1988 Höhe 71 cm, Breite 109 cm Terralitho, durchfärbter Zementmörtel auf Stahlarmierung Diese erzählende Skulptur ist entstan- den, nachdem mir ein Freund und Vater den sukzessiven Auszug seiner Kinder aus der Familie schilderte. Im Inneren der Spirale steht die Mutter. Als „Zwiefigur“ wendet sie sich einerseits zum Mann und Vater, andererseits ist sie Mittlerin zwischen außen und innen. Vom schne- ckenartigen Zentrum aus umfasst der Va- ter die ganze Forma­ion und begleitet die t nach außen sich ­ ffnende und sich ver- ö jüngende Mauer, aus der sich die Kinder bewegen, sich selbständig ablösen, um sich frei entfalten zu können.70
  • 60. „Zweisamkeit“ Höhe 40 cm Reliefs aus Kunststein Dorfbrunnen Brixen im Thale, 1986 während meiner Studienzeit gefertigt Durchmesser ca. 350 cm Betonguss Eine Wand löst sich durch tanzende Figuren zur Mitte hin auf – ein Quell ent­ springt. Die Figuration ist von mir zuerst in Ton modelliert worden, die dann ­ araus d gefertigte Negativform wurde zur zweimaligen Verwendung konzipiert; so ­ onntek ich den zweiten gleichen Teil als symmetrisches Gegenstück erstellen. Für das Brunnenbecken habe ich mir, um mir einen aufwändigen Formenbau zu ­ paren, s etwas Ungewöhnliches ausgedacht: In der Lehmgrube in meinem Heimat­ orfd Arzl und mit der fachmännischen Hilfe meines Vaters haben wir ­ emeinsam dasg Negativprofil der Brunnenschale direkt in den Tonerdeboden gegraben und an­ schließend die Betonstahlarmierung hineingehängt. Ein Mischwagen hat den Beton eingebracht. Mit einem riesigen Kranwagen musste dann die nun stahl­ armierte Betonschale aus dem Boden gehoben, oder besser umschrieben, ge­ rissen werden. Als Tochter eines Baumeisters sind mir all diese Gerätschaften schon seit meiner Kindheit vertraut. Auch Zement war für mich immer zugänglich, und bereits als kleines Mädchen habe ich das nützliche Pulver zur Stabilisierung meiner ­ rücken B und Mauern, Häuser und Figuren im Sandkasten genutzt. Verboten hat mir mein Vater das Zementieren zwar nie, aber er hat mich nachdrücklich auf die ätzende und gefährliche Wirkung dieses Materials aufmerksam gemacht. Ich „betoniere“ auch heute noch leidenschaftlich gern – ich liebe den Geruch von erhärtetem und frisch ausgeschaltem Beton. In meiner Fantasie habe ich bereits ein Konzept für mein Parfum dazu entwickelt. Der Duft sollte das Gefühl vom Maskulinen hin zum Femininen ausdrücken – gleich wie am Bau der Augen­ blick, in dem die Wände ausgeschalt, das logistische Konzept real steht, das ­ ännliche Prinzip zum weiblichen wechselt, das Rationale sich mit dem Emo­ m tionalen verbindet, nun die Oberflächen und Farben das Gefühl, den Ausdruck im Raum erfüllen – so spinnt sich mein kreativer Prozess in viele Ecken.72 Strukturdetail der Betongussoberfläche
  • 61. „Verzückter“ 1994 „Ikarus“ 1997 Länge ca. 50 cm Höhe 30 cm BronzeoriginalBronzeunikat variabel aufstellbar und mit einer dazu passenden weiblichen Figur arrangierbar Skizzen zum Thema Ikarus„Ikarus und Daidalos“ 1987 Höhe 25 cmHöhe 35 cm Bleistift Bronzeoriginal74
  • 62. „Fabelwesen“ 1987 Berg am Starnberger See Höhe 380 cm Terralitho Diese Skulptur fertigte ich am Ende meines Studiums in einem gemieteten Schuppen in München Ost. Farbe und Form gemeinsam zu sehen war Aufgabe meiner bildhauerischen Auffassung geworden.76
  • 63. 78
  • 64. Skizzen und Modellein Wachs geformt und bemalt„Tanz um den Maibaum“ 1988Höhe ca. 110 cmKleinplastik, bemaltes Wachs auf Drahtausgezeichnet bei der InternationalenArt Competition in New York„Club“ 1988Café in St. Johann in TirolHöhe 150 cmTerralithoskulptur
  • 65. „Der Reigen“ 1989 260 x 170 cm Weymouthskiefer bemalt Mit der Führung des Hohleisens, bewusst quer zu den Formen, habe ich die Wellen und die plastische Wirkung am Relief verstärkt. Lasierende Farbigkeit ergänzt das Schnitzwerk. Ein Schnitzeisensatz ist etwas ganz Persönliches. Schon in jungen Jahren habe ich mir die einzelnen Werkzeuge nach und nach bei der Genossenschaft im Stubaital selbst gekauft. Man kennt jedes Eisen auswendig. Die Hefte (so nennt man die Griffe) habe ich ­ twase aufgeraut, damit sie in meiner Hand nicht rutschen und ich so Kraft spare. Beim Arbeiten liegen all die 75 Eisen, nach den verschiedenen Formen wie aufgefädelt, auf der Hobelbank bereit. Jedes hat seinen Platz und wird somit auch gleich gefunden. Zur Zeit sind diese mir so wertvollen Werkzeuge in einem speziellen Koffer verwahrt – sie warten wieder auf ihren Einsatz. Impression vom ersten Atelier im Wohnhaus meiner Eltern in Arzl80
  • 66. „Richtung“ 2001 Foyer des Internationalen Studentenhauses Innsbruck Kiefernholz bemalt Fünf überlebensgroße Holzfiguren hängen stufenförmig frei im Luftraum über dem Foyer, als würden sie über eine unsichtbare Treppe schreiten. Die Skulpturen werden zum Sinnbild für die Situation der Studierenden, die in ihrem Lebensabschnitt vor einer ungewissen Zukunft stehen und ihre Entscheidung treffen müssen: ein Ver­ eilen, ein Kommen und Gehen, das Auf und w Ab des Lebens, der Weg nach oben und nach unten.82
  • 67. „Najade“ 1992 Höhe 100 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Die Najaden stammen aus der griechischen Mythologie. Die Sage berichtet von einer Nymphe, die sich in einen Jüngling verliebte und diesen zu sich in die Tiefen des Meeres nahm. Die Skulptur erzählt nun von dieser Sehnsucht und dem Verlangen. Das Dra- ma des Eintauchens verstärkt sich durch die Formen der nach oben ragenden Paddel. Durch die plastische Wirkung und den veränderbaren Betrachtungswinkel schließen sich die Formen, Fi- guren verschwinden, nichts ist mehr zu erkennen, die Plastik wird abstrakt. Die Figuration verbirgt sich dann ähnlich einer Perle zwi-84 schen zwei Muschelhälften.
  • 68. Wendeskulptur, 1992 Durchmesser 80 cm Terralitho Die abstrakte Skulptur kann durch gedrehte Varianten der ­ ufstellungA immer wieder neu erfasst werden. Der Betrachter ist Bestandteil die- ses Eindruckes, er bringt sich selbst ein und bestimmt durch seine individuelle Positionierung der Skulptur dann deren Ausdruck. „Kommunikation“ 1992 diagonal ca. 90 cm Terralitho auf Stahlkonstruktion Wendeskulptur Kommunikation bedeutet für mich zum Beispiel, mehrere Ansichten durch Gespräche zu verbinden. Deshalb musste diese dem Thema Kommunikation gewidmete Skulptur einer besonderen, an mich selbst gestellten Anforderung, nämlich den Dialog in allen Richtungen zu führen, entsprechen. Das Werk muss und kann im Gleichgewicht auf allen vier Seiten­ rmena frei stehen, es gibt kein oben und kein unten und es ist in alle Rich- tungen frei positionierbar. Handwerklich ist dies ein ­ u­ erst schwie- ä ß riges Unterfangen, da man sich ständig und bei jedem Arbeits­ angg mit allen Teilen der Skulptur im Gleich­ ewicht halten und in Bezie-g hung treten muss.86
  • 69. „Daphne“ spiegelt sich im Schaufensterglas Hängebuche im Garten des Atelierhauses verzaubert im Winterkleid beim Schweißen des Stahlgeästes im Atelier „Daphne“ 1992 Höhe 70 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter Stahlkonstruktion 1. Preis der Fa. Datacom, Innsbruck Diese Skulptur wurde an einer Rezeption für einen Freund als Geschenk deponiert und ging dann in Wien verloren. Daphne ist das griechische Wort für Lorbeer. Daphne ist aber auch eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Als junges Mädchen wurde Daphne von Apollo bedrängt und verfolgt. Damit er sie aber nicht finden konnte, verwandelte ihr Vater sie in einen Lorbeer­ aum. b Auch heute noch ist die Verwandlung in den verschiedensten Wissen­ schaften ein vielfaches Phänomen. Strukturen verwandeln sich, w ­ erden nicht mehr erkannt, verändern sich oder verschwinden ganz. Diese im Bild dargestellte Plastik zeigt eine Gestalt, die sich ­ pielerisch s in einen Baum oder in ein Instrument verzaubern kann. Dahinter ver­ suchen Hände nach ihr zu greifen. Sie erreichen sie aber nicht, ­ uchen s88 vergebens nach ihr. Zwischen starken Körpern wechselt die Struktur in zart anmutende Elemente.
  • 70. „Die vier Jahreszeiten“ 1985 Brixen im Thale Länge 11 m Weymouthskiefer bemalt, mit gesammeltem Holzbeiwerk Meine Aufgabe war es, den neuen Musikpavillon mit seiner von Architekt Markus Moritz bereits erarbeiteten Wand­ liederung zu g gestalten. Die künstlerische Arbeit sollte sich dabei in ­hrer ge­i danklichen wie auch in ihrer formalen Aussage mit der Architek­ tur vereinen. Bei meiner Ideenfindung streifte ich Themen, die Bezüge zur Situation des Ortes und des Zwecks her­ tellten. Dies Idee mit den Jahreszeitenbäumen schließlich hat sich dann als Dorfplatz­ estaltung zum Treffpunkt für das ­ anze Jahr durchge­gg setzt. Die Abfolge der Jahreszeiten, die sich an zwei Bäumen er­ klärt, zeigt sich teils ornamental und teils realistisch. Die gitter­ rtige a S ­ chnitzerei verwebt sich kunstvoll mit Ästen aus der freien Natur. Die Suche nach Ästen, die vor allem eine Besonderheit im Wachs­ tum aufweisen mussten, hat mich bei den Buchen im Halltal fün­ dig werden lassen. Dort lässt sich durch das so ­ räftig gewundenek Wachstum der Äste in gleichem Maße auch die Knechtschaft des Klimas erahnen. Die wirklich großen Schnitzstücke habe ich in meinem ersten Atelier in meinem Eltern­ aus gefertigt. h90
  • 71. 92
  • 72. „Das Werben“ 1993Höhe 40 cmKleinplastik aus durchgefärbtem Zementmörtel auf StahlkonstruktionDie Skulptur erzählt die Geschichte von einem Fräulein, das sich schöngemacht hat, sich ein getupftes Kleid anzog und sich eine Locke ­ achte.mDas Weiblein kokettiert mit dem Männchen und lässt ihr Leiterchen zuihm. Er schnuppert und rüsselt zu ihr hin, indessen sie schnell ­ ieder wetwas zurückweicht.„Schwestern“ 1993Höhe 70 cmTerralithoWie aus einem Stamm wachsen die Figurenim Netz und Klang der Familie.
  • 73. „Rekordia“ 1998 Höhe 80 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Diese Skulptur dient gleich einer Standarte für eine Werbe­ gentur.a Mein Ansinnen war es, eine Figur zu schaffen, mit der sich ­ erbung W erklärt. Sie soll anmutig sein. Sie soll reizen. Sie soll kommunizieren. So verwandeln sich die Arme dieser Skulptur, werden zum Instrument für eine Melodie, die schwebt und verzaubert. Mit vielen Skizzen taste ich mich an die mögliche Form und Kom­ position heran, bevor ich beginne, das dann formgebende Stahl­ erüstg selbst zu schweißen. Die Skulptur besteht aus komplett durchgefärbtem Kunststein. Ich nenne dieses Material auch Terralitho, entsprechend den Worten „ ­Terra“ für Erde und „Lithos“ für Stein, also für die zementgebundene und in meiner speziellen Technik eingefärbte Mörtelmasse. Die Skizzen zur kompositionalen und formalen Entwicklung e standen vor Beginn der Fertigung. ­ nt­­­94
  • 74. „Lebensfreude“ 2006 Brunnenskulptur mit Schale in privatem Garten im Fuchsloch, Thaur Höhe 300 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion96 Brunnenskulptur und Schale
  • 75. 98 „Leidenschaft“ 2008 ø 50 cm Terralitho auf Stahlkonstruktion
  • 76. „Beziehung“ 2008Länge 110 cmTerralitho auf Stahlkonstruktion
  • 77. „Verführung” 2008Höhe 260 cmdurchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter StahlarmierungNach einer Vision im Kopf, ein paar Skizzen am Papier, arbeite ichdann gleich dreidimensional weiter. Ich zeichne und ­ chweiße,sjeder Stahlstab ist wie ein Bleistiftstrich. Ich erfinde die Formund konstruiere zugleich die Armierung. Ein Metallgitter, danachdarauf angebracht, dient zum Halt für den Auftrag der weichenZement­ asse. Die rohe Haut der Plastik wird aufgebaut. Dann mkleide ich die Skulptur in ihr buntes Gewand. Die feuchte, mitF­ asern ver­ ehene Masse binde ich an, und aus dem vorerst un­ sförmigen ­arbigen Auftrag schäle ich dann die gewünschte Form fheraus. Die hervortretenden Fasern lassen die Oberflächenh­ aarig erscheinen.100
  • 78. 102
  • 79. „Verführung” 2008Höhe 260 cmdurchgefärbter Zementmörtelauf verzinkter Stahlarmierungeines meiner Lieblingswerke
  • 80. „Schlittenhunde im Gespann“ 1996privater Garten am Mieminger PlateauBrunnenskulptur mit an der Oberfläche veränderbarem,leuchtendem, punktartigem GlasfaserlichtLänge ca. 8 MeterGewicht ca. 4.000 kgselbst gemischter, bunt durchgefärbterZementmörtel auf StahlarmierungDie Fertigung dieser Skulptur nahm die gesamte Raum­diagonale des Ateliers in Anspruch. Nach Entwürfen undeinem kleinen dreidimensionalen Drahtmodell warendie formalen Beziehungen der Formen ablesbar. Da diein Original­ röße ­ ötigen Stahlträger nicht frei gebogen g nw­ erden können, ­ usste ich vorher entscheiden, wie undmwohin eine solche Eisen­raverse ragen soll. Ebenso ­ usstetmdie Teilbarkeit der Skulptur berücksichtigt werden, umi­hren Transport mit Lastwagen und Kran zu sichern. DieKonturen formte ich mit Stahlstäben und fügte ­ pannungSin die Flächen der Formen. Zum Auftragen der erstenZement­ örtelschicht habe ich Eisengitter be­estigt, die mfletzte Mörtel­ chicht ist ca. 2 cm stark und durch­ e­ärbt.sg fSo lässt sich dann die Farbigkeit schon während der Be­arbeitung des aufge­ rachten kristallinen Materials durchbBekratzten und Schleifen spüren. Mir ist es wichtig, dassdie Farbe mit in die Skulptur wächst und nicht hinterherverziert. Bei solchen großen und aufwändigen Arbeits­abschnitten unterstützen mich manchmal Praktikanten,Freunde und Familienmitglieder.104
  • 81. 106
  • 82. Brunnensäule im Gartendes Atelierhauses in Thaur1999Höhe 440 cmTerralitho, durchgefärbterZementmörtel auf Stahlarmierungbunt gewölbte Fläche mit farbigwechselnder Faserlichtanimation1993Höhe 70 cmTerralitho„Windung“ 1997Höhe 100 cmTerralitho
  • 83. „Eine Vision“ zur Gestaltung der Inntalbrücke, 1991bemaltes ModellAls Künstlerin, die sich nicht nur im isolierten Klima des Galerie­wesens bewegen will, befasse ich mich auch sehr viel mit unserenLebensräumen. So entstanden verschiedenste Vorschläge zur Ge­staltung der Inntalbrücke. Eine Idee war das Konzept „VerkehrteWelt“, bei dem ich nach unten hängende Fahrzeuge an der Außen­fläche des Troges montiert sah, so als würde die Straße oberhalbder Köpfe verlaufen.Dieses neue Bauwerk sollte aber auch einen technisch bedingtenund schützenden Anstrich erhalten, um die offenporige Beton­ober­ äche vor dem Frost-Tausalz-Nebel im Autobahnbereich und flvor dem Flugrost der Eisenbahn zu schützen. Ich machte mir Ge­danken, diesen notwendigen Anstrich auch als gestalterische Auf­gabe zu erarbeiten. Zu den Präsentationen meiner Idee trug ich eineeigens von mir dafür gestaltete Gilet-Jacke, worauf Fotomontagender Brücken­ estaltung zu sehen waren. gDas beschriebene Projekt wurde leider nicht realisiert. Das ­ auwerkBbei Volders zeigt sich nach wie vor in Sichtbeton.108
  • 84. Brunnen in Hart im Zillertal, 2004Höhe 180 cmeingefärbter Betonguss geschliffen mit Nirosta-GewerkDieser Brunnen steht vor einem Geschäftszentrum mit seinemKommen und Gehen. Die sich bewegenden Rohre wippen rastlosauf und ab, halten also mit der Geschäftigkeit mit, und befüllensich mit Wasser, das rhythmisch wieder herauskippt.110
  • 85. Foyergestaltung eines gewerblichen Betriebes in Stans, 2004Über die Brunnensäule, Höhe 400 cm, aus durchgefärbten ­ erralitho mitTleuchtenden Glasfaserpunkten, welche sich farblich ändern und be-wegen, fließt leise das Wasser herunter. Akustisch durch das ­ asser Wund optisch durch Farben und Licht wird die Eingangshalle belebt.Durch das Modellieren mit farbigem Material verschmilzt die Malereimit der Plastik, das Bild wölbt sich zur Skulptur.Zwei Holztafelbilder zum Thema Technik ergänzen das Foyer.Ateliersimpressionen„Wasserigel“ 2001InnsbruckBrunnengestaltung mit zweiteiliger Skulpturengruppe,ein Männchen und ein WeibchenLänge eines Skulpturenteils ca. 200 cmgefertigt aus durchgefärbtem Terralitho112
  • 86. „Wasserhahn“ 1996Brunnenskulptur FügenHöhe ca. 250 cmTerralithoEin sprudelnd großer und an der Oberfläche ­euchtender lW­ asser­­hahn am Eingang eines Firmengebäudes alsBrunnen­­­anlage konzipiert, wurde zum Wahrzeichen für114das Installations­ nternehmen. u
  • 87. „Steinerner Regenbogen“ 1996Veranstaltungszentrum Blaike, VölsHöhe ca. 5 MeterTerralitho, durchgefärbter Zementmörtelaufgebracht auf eine vor Ort gefertigte StahlarmierungDiese Plastik wurde im Sommer 1996 an Ort und Stelle zusammen mitmeinem Vater und zwei meiner Praktikanten gebaut, in meinem Bauch warTöchterchen Stella mit dabei.Die Farbigkeit der Skulptur ist eine von mir entwickelte Technik der „Zement-mörtel-Einlegearbeit“ mit durch und durch gefärbten, selbst gemischtenZementmörteln, die auf eine gitterartige Torstahlarmierung aufgebrachtwerden. Man spürt an der Oberfläche, dass es sich dabei nicht um eineBemalung handelt, sondern dass die Oberfläche durchgefärbt, offenporigist, was den besonderen Reiz dieser Skulptur ausmacht.116
  • 88. „Seinen Teil dazu beitragen“ 1995Vogtareuth in BayernHöhe ca. 300 bis 400 cmTerralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf StahlkonstruktionEin großer Auftrag steht an. Für einen derartigen Auftrag wird das den kreativen Part der individuellen Erarbeitung. Ich als Künstlerinneue Atelier in Thaur in allen Funktionen voll genützt. Der im Atelier forsche nach und arbeite an dem unentdeckten Bild und Lebens­installierte Kran, der für 1,6 Tonnen ausgerichtet wurde, ist dabeiraum. Die Einbindung der Menschen in dieses Konzept ist für michunverzichtbar. Die großen, 4 m hohen Flügeltüren in den Garten unabdingbare Voraussetzung. Das Werk soll unsere Wünsche letzt­sind für den Abtransport der fertig gestellten Werke ebenso unent- endlich berühren.behrlich.Beim Planen des Atelierhauses stand noch nicht fest, welche Auf- In der Vorbereitungszeit für große Skulpturen muss zuerst dasträge und Aufgaben in Zukunft zu erfüllen sein werden, und so istM ­ aterial berechnet werden. Viele hundert ­ ilogramm Zement und Kes für mich immer wieder ein Fest, dieses Gewerk nun in seiner Quarzsand müssen dafür angeliefert und über eine extra angelegteWidmung umfassend nutzen zu können.Rampe ­ inunter ins Atelier gefahren werden. Der Raum wird zurh Baustelle ...Neben all dem Rüstzeug und Material, das zum Fertigen solcherIch organisiere mich so gut wie möglich, indem ich mir ein Zeit­Skulpturen zu besorgen ist, ist mein inneres Feuer der wichtigstefenster ausschließlich für die anstehende Arbeit schaffe. Es ist mirBestandteil für diese Arbeiten. Bevor ich nicht ein Drängen und dieauch immer wichtig, bei guter körperlicher Verfassung zu sein,Bereitschaft spüre, kann ich nicht beginnen. Also muss ich so langedenn die handwerkliche Arbeit stößt oft an die Grenzen der körper­an meinen Konzepten und Ideen gedanklich spinnen, bis ich mich lichen Belastbarkeit.entzündet habe. Es muss reifen, aber der Prozess ist zeitlich oftnicht absehbar. Mein Werk soll für meinen Anspruch keine Deko- Wenn dann das Werk fertig geliefert, montiert und gefeiert ist undration sein, sondern muss neben all den gestalterischen Gesetzen ich wieder ins ­ telier zurückkehre, wird erst einmal alles wiederAund Lehren auch die erarbeitete oder empfundene Botschaft be-auf „Hochglanz“ gebracht – anschließend kann wieder „gezündelt“inhalten. Dieser Wille, ein inhaltliches Ziel zu ergründen, befruchtet und mit Neuem begonnen werden.118
  • 89. drei Säulen für den Haupteingang desBehandlungszentrums Vogtareuth in Bayern1995Höhe der Säulen ohne die beweglichenWindblätter ca. 300 bis 400 cmTerralitho, durchgefärbter Zementmörtelauf StahlkonstruktionDie Säulen flankieren den Weg zum Eingang.Jede von ihnen trägt ein Segment aus dem drei­teiligen Logo der Anstalt als Segel, die sich imWind drehen.Die erste Säule steht symbolisch für eine Kanne,„das Geben“. Sie versinnbildlicht Anteilnahmeund Zubringen von Hilfe und Stärkung durch dieBesucher. Die zweite Säule, „das Joch“, ist dieS­ tandarte für den Patienten selbst, der durch seina­ ktives ­ it­­ M wirken seinen Teil zur Be­ andlung bei­ htragen soll.Die dritte Säule, „das Helfen“, ist zu einer Handgeformt und steht für das Hand anlegen und das120direkte Helfen am Menschen.
  • 90. 122
  • 91. Farbkreis am Boden desLandeskrankenhauses Natters, 1991Größe des Mosaiks ca. 40 m2FliesensegmenteDie drei Grundfarben Rot, Blau, Gelbverbinden kreisförmig die Räume.„Welt“ 1991Innsbruck anlässlich einer Ausstellungin der Galerie Hausbergertemporäre öffentliche Installation mit freiem Zugangø 400 cmselbst gefertigte Terralithoplattenund Bruchsegmente davonDas Farbfeld wurde kosmisch in eine Ordnung ge­legt. Jede Farbe und jeder Stein erfüllte somit seineBestimmung im Kreis. Aufgrund des freien Zugangszur Öffentlichkeit aber wurde das Werk stark ver­ändert und gestört. Teils wurde es neu gelegt, oderes verlor sich, selbst ganze Felder verschwanden.Das Bild wandelte sich, gleich den Bildern, wie wirmit unserer Welt umgehen.
  • 92. „Steinerner Teppich“ 1991ein Bild am BodenGestaltung durch das gesamte Hauptfoyerdes Bezirkskrankenhauses St. Johann in TirolEpoxidharz mit Zement als Gussbelag durchgefärbtund versiegelt, MessingDurch die starke architektonische Gliederung desF­ oyers des damals neu erbauten Bezirkskranken­hauses entstand die Idee mit einem Bild am ­ oden.BIch wollte die einzelnen Bereiche ge­ talterisch zu­ ssammen führen. Farbigkeit, Zeichen und philo­ o­sphische Texte, z. B. der Eid des Hippokrates ­ ünden min weich geformten Konturen in die ­ truktur desSF­ oyers.Der 160 m2 große und rund 14 mm starke, bunteStein­eppich wurde aus einem speziellen Kunstharz­tzementestrich hergestellt. Das Material des ­ odens, Bder Säulen sowie der Liftwand ist durchgehend ein­gefärbt.5.000 kg buntes Material wurde mit einem kleinenTeam verarbeitet. Die Messingeinlagearbeiten, be­stehend aus ca. 6.000 Messingteilchen, lassen denBetrachter Schriften, Symbole, Zeichen und ­ ignaleSentdecken. Die freien Formen des Steinbildes ­ tellen seinen Gegensatz zur technisch klaren Fliese dar, dieflammende Liftwandgestaltung bildet einen Kontrastzu den kühl wirkenden Lifttüren aus Nirosta – Prä­zision und Klarheit in Kooperation mit Gefühl sollenden Wirkungsbereich im Krankenhaus erfolgreich124gestalten.
  • 93. Brunnenskulptur im Foyer des Sanatoriumsder Kreuzschwestern in Hochrum, 1995Höhe 180 cmTerralitho, Nirosta, Marmorkugel„Lobgesang an die Schöpfung“ 1998Höhe 190 cmTerralitho, durchgefärbter Zementmörtelauf StahlkonstruktionBrunnen für den Innenraum126
  • 94. Brunnenskulptur im Foyer des Sanatoriumsder Kreuzschwestern in Hochrum, 1995Höhe 180 cmTerralitho, Nirosta, MarmorkugelDie abstrakten Formen der Brunnenskulptur umfangen einesich auf dem sprudelnden Wasser bewegende Marmor­ ugel. kWie helfende, fürsorgliche Hände umfassen und ­ üten diehFormen die Kugel, ohne ihre Bewegung zu stören.Die bunte Brunnenplastik bildet mit dem gelben, abgestimmtenBoden­ egment und dem dazu gestalteten, geschweiften Para- s128vent ein Gesamtkonzept.
  • 95. 130
  • 96. Künstlerische Installation, 2009errichtet anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums der Papierfabrik WattensHadernkocher ø 300 cmBrücke aus bemaltem Glas und Nirosta, Bodengestaltung mit eingefärbtem Kies,Sitzskulptur im Inneren der Kugel aus Schaumgummi und reißfestem FliesDer handgeschmiedete Hadernkocher, welcher lange zur Papiererzeugung ge-dient hat, soll, inspiriert durch MitarbeiterInnen der Papierfabrik, neu belebtw­ erden. So entstand ein Treffpunkt und ein Kunstwerk.Einzelne Komponenten, welche für die Papiererzeugung nötig sind, werden sym-bolisch arrangiert. Ein Werkzeug, der Hadernkocher, der Rohstoff, die Fasern, dashelle Innenleben mit der Papierskulptur, Wasser, als blaues Kiesfeld und Energie,werden durch ein farblich sich wandelndes Licht im Innenbereich dargestellt.Wie ein hauchdünnes Papierband, in Anlehnung an das Spezialprodukt derF­ abrik, führt eine Glasbrücke mit textlich angeführten Meilensteinen aus der Ge-schichte der Papierfabrik, von der Vergangenheit in die Zukunft. Im Inneren derKugel lädt ein Sitzobjekt aus Papier, als Geste des Willkommen-Seins, zum Ver-weilen ein.132
  • 97. Dorfplatz Murg, Schweiz 2009Gesamtkonzept des Platzes und persönliche Ausführung der zweiteiligenSchalenobjekte, der Raumskulptur und der Blatt-Treppe mit dem BodenblattStahl bemalt, Nirosta, Glas, Kunststein und HolzMeine Gestaltungselemente wurden durch die Murger Einzigartigkeiten inspi-riert, durch die Einbindung der in Murg vorkommenden Edelkastanie, die örtlicheSituation am See, das besondere Steinvorkommen und durch die ­ prudelnde sEnergie in Form von Wasserkraft.Mit vielen Eigenschaften stehen die unterschiedlichen künstlerisch gestaltetenElemente dem Besucher bereit. Eine nach oben offene Skulpturen­ ruppe hebtgsich vom Platz und andererseits taucht ein skulpturenartiger Raum aus demBoden. Schon beim Entwurf habe ich auf eine möglichst vielfältige ­ utzung Nfür die Bürger besonderen Wert gelegt. Treppen und Aussichts­ benen, Licht,ee­ rdige Farben und Wasserszenarien sind für viele ver­ chiedene ­ mpfindungen s Es­ peziell erarbeitet. Ein großes sinnbildliches Schiff, ausgebaut zur über­ achten dTribüne, dient einerseits als Einfriedung des Platzes sowie als Schallschutz ge-gen den Bahnbetrieb und andererseits auch als Aussichtsplattform. Hoch obenund vorne am Bug des Schiffes spürt man das Reise­ efühl und blickt in die gW­ eite der Bahngeleise, welche eine Asso­ iation von der Ferne vermitteln. Nebenzder Brunnenanlage liegen Skulpturen wie zwei Kastanienschalen, ­ eren glatte dInnenseite interaktiv erfahren werden kann. Man kann sich hineinlegen, hinein-rutschen, Kinder können spielen und kommu­ izieren. Das große Blatt in Form neiner Treppe bindet die verschiedenen Niveaus des Platzes zusammen, dientauch als Treppe mit Aussicht, als Verweilplatz, um das Geschehen am Platzzu beobachten. Ein umschlossener Raum ergänzt sich mit einer transparentenGlas-Nirosta-Konstruktion sinnbildlich wie eine Kastanie mit ihrem Stachelkleid.Die schon vorhandenen ­ trukturen der Turnhalle wurden durch die SchaffungS­einer angebauten Theater­ ebebühne erweitert. h134
  • 98. 136
  • 99. 138
  • 100. Dorfplatz Murg, Schweiz 2009Gesamtkonzept undpersönliche AusführungStahl bemalt, Nirosta, Glas,Kunststein und Holz
  • 101. „Korb“ 2002ø 15 cmGlasguss„Kosmos“ 2008ø 45 cmGlas und Kunststein„Entwicklung” 2010ø 30 cm140Acrylglas
  • 102. 142
  • 103. „Das Sein“ 2008ø 50 cmdurchgefärbter ZementmörtelEinem Freund gewidmet.Verwebt ist eine Struktur wie ein Teppichdes eigenen Seins. Zwei Hände fügen sichzur Endlichkeit und vollenden das Leben.Schalenobjekte, 2001ø 38 cmGlas kombiniert mit Kunststein
  • 104. „Gefühl und Vernunft“ 1987Scheibeø 80 cmBetonguss bemalt mit kleiner KupfertreibarbeitWie „die Zeit messend“ steht eine Figur im Scheitelbereich derFläche. Die Beine werden zu Zeigern, der Körper wird zum tech­nischen Teil. Es erklärt sich die Vernunft als Richter zwischenden Gefühlen. Eine schwangere Frau und eine Tiergestalt, flachwie der gemalte Brief der Erinnerung, füllen das Feld des Uhren­blattes.„Das Verwalten und das Vertrauen“ 1989ø ca. 100 cmKunststeinrelief für die Raiffeisenbank Kitzbühelin der ursprünglichen GestaltungDie allegorischen Figurationen versinnbildlichen das ­ ertrauenVund das Verwalten. Eine Gestalt übergibt, reicht weiter und weistan. An der Rückseite der kreisrunden ursprünglichen Gestaltungsteht eine Figur gestikulierend und schützend vor einer abwar­tend sitzenden Figur, welche vertraut.Beim Umbau 2006 wurde ein Skulpturenteil neu in ein recht­144eckiges Feld integriert.
  • 105. „Sehnsucht“ 1996ø ca. 30 cmzweiteiliges BronzeoriginalEine Gestalt steckt sich hin und lehnt sich an, suchtund sehnt. Diese Sehnsucht als Form dargestellt,taucht auf und entgleitet auch, ein Gefühl des Er­füllens oder des Verlassens bleibt offen.„Auferstehung“ 198560 x 50 cmBronzeunikatChristus durchbricht einen geschlossenen Raumund schreitet voran. Andere wachsen aus der Formheraus und folgen ihm nach.„miteinander“ 1991ø 38 cmzwei Tonschalen,von Hand aufgebaut und gebrannt„Das Erbe“ 1991Höhe ca. 40 cmBronzeunikat146
  • 106. Beim Modellieren mit WachsIch forme die Plastiken in ihrer wahren Größe direkt in Wachs. Zum Verformen be-strahle ich das Material mit Wärme. Warmes Wasser, Rotlicht und Gasflamme sinddazu dienlich. Ein großer Bottich mit kaltem Wasser zum Erstarren der weichenForm steht dabei immer in meiner Nähe.Ein Bronzeunikat wird von einem direkt aus Wachs modellierten Werk gegossen.Mein Bronzegießermeister Walter Rom aus Kundl/Tirol erhält das von mir ­ odellierte mtemperaturempfindliche Wachswerk, das er mit Angüssen und Entlüftungs­ täben,sebenfalls aus Wachs, versieht und dann in einen Behälter, gefüllt mit ­ üssiger Gips-flformmasse, taucht. Die Masse erstarrt zu einem Block, der dann bei ca. 800 Gradin einem Ofen tagelang gebrannt wird. Das Wachs schmilzt heraus, es entsteht einHohlraum. Diese weiche, kreideartige Form wird rundum mit Holzplatten befestigt,damit sie beim Eingießen der flüssigen und gewichtigen Bronze nicht aufplatzenkann. Nach dem Eingießen des Metalles und deren Abkühlung wird die Formmas-se abgetragen und zerschlagen. Der staubig und matt wirkende Rohguss wirddann gebürstet, Angüsse und Entlüftungsstäbe werden abgeschnitten. Die Ober-fläche wird ziseliert. Mit Spezialwerkzeugen werden kleine Gussunebenheiten zise-liert, und anschließend wird das Werk patiniert. Das Bronzewerk wird erhitzt, undmit speziellen Chemikalien wird die gewünschte farbliche Oxidation erwirkt. Farb-gebungen von Schwarz, Braun, Rötlich bis zu einem Türkisgrün können erreichtwerden. Das Werk ist nun nach großen manuellen und technischen Fertigkeitensowie einem großen Aufwand an Energie vollendet. Durch das Gussverfahren „inverlorener Form“ ist der Guss nicht mehr wiederholbar, das entstandene Werk ist148und bleibt ein Unikat. Der Bronzeguss veredelt das Werk für die Ewigkeit.
  • 107. Hand Wachs Wärme Holz PinselLötkolben Kolophonium ErfahrungKarton Luftballon Form Kerze FettKälte Messer Kupfer Energie weichSilikon Schmelzen verloren flüssigGummi elastisch Gips Schutz edelRuß Feuer spröde hart dünn festverbrennen flüssig schleifen StaubLegierung Paraffin Zinn Gas ZinkHitze schweißen gießen formenBronze kostspielig Patina ewig150
  • 108. Grabstätte für drei Urnen, 2006Schweizø ca. 55 cmBronzeunikatDiese mobile Grabstätte, das Bronzewerk als letzterphysischer Ort des irdischen Verweilens, hält in ihrerkundhaften Gestaltung den Dialog mit den Seinigenaufrecht. Die im Zentrum befindlichen drei Behältnissefür die Asche formen sich wie ein Baumstamm. Die Ver­schlussstellen der Urnen versinnbildlichen die Früchtedieses Lebensbaumes und tragen eine unauffälligeund dezente Inschrift. Die einzelnen Motive erzählenvom Leben und vom Hoffen. An der Basis mit Erde,Wurzeln und Wasser entsteht Leben und es wächstKorn, das durch unserer Hände Arbeit zur Nahrungwird. Im Wasser findet sich der Fisch als Urzeichen desChristentums. Über den wogenden Wellen schwankenzwei Waagschalen wie Boote, die von einer Christus­figur gehalten werden. In der gegenüberliegendenWaagschale hält eine Mutter schützend ihr Kind. DieMutter selbst befindet sich in der schützenden HandGottes. Von der Demut berichtet eine Figur wie die desChristophorus. Er trägt ein Kind durch die Fluten, ererzählt uns vom Mut zu dienen. Über den Kornährenerheben sich eine Taube und eine Flamme als ­ ymbolSdes Feuers, und wir erinnern uns an die Gebetsbitte„Unser täglich Brot gib uns heute“. – Die Feuer­ unge zsoll die Nahrung für unseren Geist darstellen. In denVerschlusskappen der Urnen werden nach dem Ein­bringen der Asche die bronzenen Zweige durchB­ eugen verschlossen, sodass dann das Astwerk wiezugewachsen wirkt.Eine experimentelle Magnetresonanztomographie hatdie händisch modellierte Wachsplastik vor dem Guss152in verlorener Form noch erfasst und zeigt grafischdas Innere dieser Plastik. Man erkennt die drei Grab­kammern für die Asche.
  • 109. „Erfolgsglobus“ 1993ø 38 cmBronzeunikatgestaltet für die Bank für Tirol und VorarlbergDiese Skulptur wurde als Wanderpokal für hervor­ragende Kundenbetreuung des Personals ent­ ickelt.wDer gedankliche Inhalt dieses Bronzewerkes ist dersorg­ältige Umgang mit unseren Mitmenschen. Die viel­ffältig dargestellte Symbolik lässt sich durch ­ en­ en W dund Drehen der Kugel deuten und entdecken. So ver­weist das Ineinandergreifen menschlicher Arme auf dieGemeinschaft und das Vertrauen gemeinsamer Unter­nehmungen; verbindend schließen sich Hände zu­sammen. Das Auge als Symbol für Aufrichtigkeit stehtin Verbindung mit dem aufmerksamen Hin- und Zu­hören, das auf das Interesse am Gespräch mit seinemGegenüber verweist. Das Herz steht als Auf­orderung fzu Feingefühl und Herzlichkeit. Emotional gelöst öffnetsich eine Gestalt und entwaffnet durch ein Lächeln.Hinter ihr liegt eine Sonnenscheibe, über die die Zeitstreicht. Diese Figurationen stehen und be­ egen diewRäder mit den Beinen als Zeichen für Dynamik, Wirt­schaft und Vorwärtskommen. Die Beine ­ erden zuweinem Zirkel der Genauigkeit und zu ­ eigern der Uhr. ZSie stehen als Ausdruck für Pünktlichkeit.
  • 110. „Das Nest“ 1994ø 18 cmBronzeunikat 24 Karat vergoldetAus einem Geäst entwickeln sich Mannund Frau. Beide zusammen ergeben eineÖffnung und bilden so das Nest.Impression aus meinemersten Atelier im Elternhaus„Keimzelle“ø 18 cmBronzeunikat 24 Karat vergoldet154
  • 111. „Erbe einer Frau“ 1990ø 40 cm, Gewicht 30 kgBronzeguss UnikatIn meinen Händen halteich meine erste gefertigteBronzekugel.„Verbundenheit“ø 18 cm156Bronzeunikat poliert
  • 112. „Um die Zeit“ 1996ø 50 cmBronzekugel-Originalgegossen im italienischen Wachsausschmelzverfahrenvon Gießermeister Walter Rom aus KundlDie künstlerische Gestaltung zeigt in ihren allegorischen Figurenverschiedene Gedanken zum Thema Zeit.„Die Sanduhr“ oder „Ein Leben“ „Ungeduld um die Zeit“Die vier Figuren stellen eine Familie dar. Wie ein Ungestümer drängt ein Kobold einenWie in einer Sanduhr wird die Dauer desMinutenzeiger und einen Stundenzeiger aus-L­ ebens angezeigt. Durch eine Einschnürung einander. Diese Figur verweist auf die Unge-in der Sanduhr endet das körperliche, irdische duld von so manch einem, dem alles zu lang-L­ eben, ein Fragment der Endlichkeit, ein To-sam geht, der es nicht erwarten kann.tenbildnis, zeugt von diesem Ende. Der ­ weitezTeil des Sanduhrglases mündet ins sinnbild-„Der Stundenfischer“liche Jenseits und in das Unendliche; derEin Mann legt sein Netz aus, um die StundenSand wandelt sich zu Wasser, aus dem der des Tages einzufangen. So manche Stunde,Mensch und mein symbolischer Stunden-durch Zahlen symbolisiert, bleibt in seinemfischer Hoffnung und Glaube schöpfen.Netz hängen, manch eine entgeht ihm. Das Bild wird zum Sinnbild für unsere täglichen„Vergangenheit und Zukunft“Bemühungen, den Tag und die Stunden fürEin Stier mit einem Menschengesicht stehtsich zu gewinnen.e­ inem Frauenkörper mit einem Schwanen-kopf gegenüber. Sie beobachten sich. Sie „Der Schlaf“können einander nur erahnen, so wie vieles inNeben dem Stundenfischer liegt eine schla-unserer Vergangenheit verborgen bleibt und fende Frau. Ihre Beine sind wie zu einerdie Zukunft sich nur vermuten lässt. Dane- F ­ losse zusammengewachsen. Ihre physischeben finden sich ornamentale Fragmente vonFortbewegung ist damit zwar eingeschränkt,Sternenkonstellationen als Einbindung in das trotzdem kann sie sich in dieser Zeit in dieUniversum. Welt des Traumes begeben.„Das Pendel“ „Das Maß“Gehalten wird das Pendel von einer Figur,Ein Rückenakt spannt sich mit seinen hochdie in strenger Haltung Macht und Gesetz gestreckten Armen zu einer Einheit. Es istverkörpert. An diesem Pendel schaukelt eineein Maß, mit dem man vergleichen und da-Menschengestalt, die durch ihre willentliche durch gemessen werden kann. „Mene meneBewegung versucht, den Lauf des Pendelstekel u-pharsin“, nach des Propheten Daniels158zu beeinflussen. Sie wird damit zum Sinnbild Deutung aus dem alten Testament: „Gezählt,der Vermessenheit des Menschen, der immergewogen und zerteilt“ wird das Ansehen deswieder die Naturgesetze zu beeinträchtigen Menschen.oder zu verändern versucht.
  • 113. 160
  • 114. „Philemon & Baucis“ 2004ø 45 cmgeformt zuerst in dünner Weise in Wachs,dann im Wachsausschmelzverfahren in Bronzeals Unikat gegossenIm Inneren der Kugel stehen zwei Figuren wie Baumstämme zueinanderund bilden die Verbindung vom Wurzelwerk hin zur Baumkrone. Im Blatt-werk finden sich die Gesichter der Figuren. Jede der Gestalten hat eineHälfte vom Gesicht des anderen erhalten – sie bilden damit eine Einheit.Zarte Berührungen ihrer Hände, die mit Ästen und Blättern umkleidet162sind, lassen diese tiefe Liebe erfahren.
  • 115. Familie Vertrauen Krippe HeimatGemeinschaft Eltern Haus NestSchnecke Mutter ErfolgsglobusUnendlichkeit Geburt Stella Radhandeln Hilfe Baby GynäkologieHand Kind Laetizia zusammenSternbild Begegnung Verbindunghalten Helfer ins Leben hinausFreundschaft sich ansehen Kugelzuhören in die Augen schauenGeschenk vergoldet Film Unikat164
  • 116. Philosophischer Zyklus, 2000Zyklus aus sechs Bronzeunikaten, die sich alle in ihrerindividuellen Art in einem gedachten würfelartigenRaum von je 25 x 25 cm erstrecken„Ich“Den variablen Raum, verschließbar oder offen einla-dend, bestimmt das Ich. Die zwei losen Werkzeuge,wie Hände, wie ein Besteck, wie Ruder oder Krücken,gestalten das Handeln des Einzelnen, stehen ihm freizur Verfügung, seine Fähigkeiten zu entfalten. Das Per-sönlichste eines jeden findet sich in diesem Raum, miteingefangen das Fragment des Todes.„Du“Das Ur-Nest ist die Familie, die als Gemeinschaft in ih-rer Vernetzung mit Zukunft und Vergangenheit darge-stellt und mit der durchschreitenden Figur an der Au-ßenseite des Raumes versinnbildlicht wird.„Das Leben“Nicht als einzelnes Element denkbar, sondern als Ketteverschweißt sind die Gestalten, die für die Arbeit, dieHingabe und die Verzückung stehen. Die glatte Schei-be steht für Glaube und Hoffnung. Die Gestaltung passtin das System der würfelartigen Begrenzung, kannaber durch die variable Beweglichkeit diesen Rahmensprengen – so wie das Leben selbst.166
  • 117. „Die Erde“Wie eine Mutter bietet das sinnbildlich im-mer wachsende Schneckenhaus einenschützenden Raum, in dem Leben ent-steht, aus dem Leben herausströmt undselbstlos eine Heimat bereitet wird.„Die Schönheit“Mythologische Gestalten umschließenden Kubus: Der Tanz, die Musik, eineNixe, der Engel, die Muse, die Fantasie,ein Pferd und ein Schwan stehen allego-risch für die Kunst und alles Erhebendeund Schöne.„Die Liebe“Wie Hülsen geöffnet, schweben, begeg-nen und schmiegen sich die Körper vonMann und Frau. Die drei Skulpturteilesind lose und können einzeln frei bewegt,auseinander genommen und wieder ar-rangiert werden.
  • 118. „Muse“ 2004130 cm langBronzeunikatWie eine Decke breitet sie sich aus, du legst dich hinein, sie nimmtdich auf, birgt dich in ihr, umhüllt dich in Geborgenheit. Die Plastikzeigt kein Gesicht, bleibt anonym und verführt und verzaubert gefühl-voll ohne zu verlangen.Bei einer Projektbesprechung fragte mich eine junge Frau, was denneine Muse sei. Ich versuchte ihr eine Muse zu beschreiben, was mirnicht einfach schien, und so ist diese Skulptur als ein optischer Ein-druck eines Gefühles entstanden.1. Preis für Skulptur „Muse“ beim Syrliner Kunstpreis 2009,168 168Sindelfingen
  • 119. „Liebesnest“ 2004mit Laser geschnittenes und gebogenes Blechin gerostetem Eisen ø 80 cm und 24 Karat vergoldetem Messing ø 50 cmOvids „Metamorphosen“ haben diese Werke inspiriert. Zwei Menschen,Philemon und Baucis, lebten in einer besonderen Harmonie zu­ ammen.sSie hatten die Gunst, miteinander glücklich zu leben und über den Todhinaus vereint zu bleiben. Sie wurden in eine Eiche und in eine Lindeverwandelt und bleiben auf ewig vereint.Durch die rostige Farbe wird der vegetative Ausdruck des Werkes ver­stärkt – es wird Teil der Natur. Wird die Skulptur von unten her be­euchtet, lsetzt sich die Blattkrone als Schattengeäst an den Wänden im Raumfort und erweitert den Wirkungskreis.„Gloria“ 2002Höhe 40 cmMessingblech mit Laser geschnitten und 24 Karat vergoldetGloria ist ein Pokal, womit Personen, welche sich um Menschen mit Be­hinderung und um Hilfsbedürftige bemühen, ausgezeichnet werden.Besonders diese selbstlose und stille Tätigkeit mit einem Pokal auszu­zeichnen war mir eine besondere Herausforderung. Es konnte keineschwere Bronzeskulptur sein, sondern die Art des Werkes sollte leichtund weich sein. Die zeichnerischen Linien erzählen. Die Kontur be­schreibt Wesen, Menschen, Gefühle. Man entdeckt einen Minotaurus,halb Mensch halb Stier und eine Nixe. Sie ist eine Frauengestalt mit zu­sammengewachsenen Beinen. Sie ist anders, abartig, aber jedem Kindbekannt und gesellschaftlich akzeptiert, wie der Engel mit ­ lügeln gleich Fneben dem Kopf aber ohne Rumpf, der in Kirchen, ­ chlössern undSmancher Wohnstube hängt. Die Menschen in diesem Bildwerk ­ elfenheinander, lassen sich gegenseitig tragen und leben in gegen­ eitigersAchtung, Hände, Finger greifen schließend ineinander. Das Werk istvergoldet und hat edlen Ausdruck. Es ist dennoch zerbrechlich undzerstörbar, wenn sich die Achtung nicht findet, ähnlich wie die Sorgeum all ­ iese medial unspektakulären und menschlichen, persönlichen dP­ robleme. Das Licht im Sockel der Skulptur signalisiert Lebendig­ eit kund Präsenz dieser Idee.170„Rose von Jericho“ 2004ø ca. 25 cmpoliertes Aluminiumblech mit vergoldetem Messingblechdas immerwährende Erblühen einer Liebe
  • 120. „Liebesbaum“ 2010Höhe 220 cmmit Laser geschnittenesund gerostetes Stahlblech
  • 121. 172
  • 122. Skizzen zum Vogelflug, 1990interaktive Erlebnisskulptur, 2010320 x 200 cmNirostadurch Einlegen einer Folie alsSitzobjekt oder als Wanne erlebbarBrunnengestaltung, 1999Höhe ca. 250 cmNirosta-Schnitt„Windwege“ 1999Fassade des Kindergartens in ThaurGröße der Teile ca. 200 bis 300 cmgefaltetes Nirosta-Blech„Vogelhimmel“ 1990Höhe 40 cmBronzeunikat„Wiedehopf“ 1995Höhe 50 cmBronzeunikat auf Steinsäule
  • 123. Windsegel Lichtflügel ZwieschaleNautilus Sitzskulptur-Trophäe ÖBBSchießscheibe Drache VogeltischWasserigel Stacheln GedenkstätteKoi-Fisch Radpokal PalindrombildLuster Justizia Gams PferdehutGlaschichtwände VerkehrsschildKinderzeichnung Modell SpiraleFotogeschäftsentrée HimmelsleiterThron Sonne Marzipan BallerinasGlasnest Steckwerk Glasbauch174
  • 124. „Fisch“ 2006Höhe 110 cmGefustes Glas in Nirosta gefasst„Poseidon“ 2009im Wellnessbereich des Amathus Hotel, RhodosHöhe 90 cmGlas und Nirosta176
  • 125. 178
  • 126. „Torso“ 2006Höhe 75 cm8 mm Floatglasschichten verklebtWenn man die Skulpturen aus Glas rundum betrachtet, wirken sie anihrer Schnittseite abstrakt, beinahe wie vereist. Dieser Betrachtungs­moment wandelt sich dann an der glatten, transparenten Seite. Hierwirken die Torsi wie ein leichtes, dreidimensionales Gitter. Das Schat­tenbild zeichnet sich, je nach Beleuchtung, einmal kräftig, ein ander­mal verschwommen und zart.
  • 127. Ein Portrait im Ensemble, 2008Höhe des Glassegmentes 45 cmGlas und BronzeFür einen greifbaren, lebensnahen und lebensfrohen Menschenund andererseits einen visionären Denker wird die Idee von zweisich ergänzenden Teilen erdacht.Materialien wie Bronze und Glas versinnbildlichen physische Personund Intellekt.Mit einer aufwändigen dreidimensionalen Aufnahmetechnik wirddie plastische Form des Gesichtes des Menschen erfasst. Zu demdaraus erstellten Datensatz des Gesichtes werden die ­ ormen Fdes Hauptes am Computer plastisch komplettiert. Es werdenS­ chich­ungen erstellt, welche einerseits für die Umsetzung zu den tGlasschnitten, andererseits für ein Holzmodell als Ausgangspunktfür einen Bronzeguss dienen.180
  • 128. „Windzeichen“ 201032 x 32 cmacht Glasplatten hintereinanderDie Glasebenen können wahlweise gestellt undgedreht werden und so ändert sich die Wirkung.Eine wahlweise wechselnde Lichtanimation stärktdie räumliche Wirkung.„Nest“ 200932 x 32 cmacht Glasschichten hintereinanderWie in einem stark eingeschliffenen Gewebe,welches ein Nest versinnbildlicht, schweben ­ leinekzarte Kindergestalten. Die Diskrepanz zwischene­ iner gewollten Struktur und dem fragilen Lebenwird so spürbar dargestellt.„Erde“ 200932 x 32 cmGlasschichtwerk, Licht animiertEin Weg auf das Schneckenhaus lässt dich ­ inauf hgeführt sein.„Weg“52 x 52 cmacht GlastafelnDurch Drehen der einzeln gesteckten Glastafelnkann interaktiv aus der Treppe ein Weg, ein Kreuzgestaltet werden.182
  • 129. „Auferstehungstor“ 2002Kirche St. Philippus in MünchenHöhe 180 cmGlasgestaltung aus gefustem GlasDieses Glastor, Sinnbild für die Auferstehung, ergänzt den von mirgeschnitzten Kreuzweg mit den fünf Holzpfosten. Im gleichen Modulbildet sich das Fenster. In der gläsernen dreidimensionalen Schale istdie Silhouette einer menschlichen Figur zu erkennen. Diese Gestaltaber hat ihre irdischen Hüllen verlassen, was uns an die zurückge­bliebenen Grabbinden von Christus erinnern soll. Das Licht als Bot­schaft für die Auferstehung erhellt das Geschehen.Glas entspricht den Anforderungen nach Transparenz und Licht. Sosoll die Vorstellung von der Auferstehung durch das von mir ge­ ähltewMaterial verstärkt zum Ausdruck gebracht werden.Um die Glasschalen zu fertigen, modellierte ich zuerst keramischeFormen­eile, über welche dann das Glas im eigenen Glasofen ge­ t184schmolzen wurde.
  • 130. Kapelle im Seniorenhaus St. Raphael, 2007, Innsbruckgefustes reliefartiges Glas mit sanft farbig wechselndem Licht inszeniertLicht bedeutet Anwesenheit. Dieser besonders erhellte Raum soll durchdie Nacht geleiten und von der spirituellen Anwesenheit, dem Gebetsortals Kapelle zeugen.186
  • 131. Kirchenfensterder Pfarrkirche Lechaschau2005 und 2006350 x 350 cmeingebrannte Glasmalerei188auf mehreren Glasscheiben
  • 132. „Karghaus“ 1991MayrhofenWohn- und GeschäftshausAcrylat und DispersionsfarbenKosmos und Chaos, die Ordnung der Komplementärfarben und die Unordnungder belebten Farbfelder ließen laute Kritiken bis hoch hinauf auf mein Gerüstdringen. Kommentare wie: „Ne! Das bleibt nicht so! Das ist doch nur die Grun‑­d­erung!“ Oder: „Das ist ja der pure Schock! Wenn das so bleibt, komm ich nieimehr hierher!“ Oder: „Da g’hört doch was draufg’malt ..., halt was, was da herg’hört! So was wie ’ne Seilbahn, ’n Jägersmann oder ’n Wappen!“Sogar eine Ohrfeige wurde mir angetragen. Aber mir war es völlig ernst. Kosmos,die Ordnung, findet sich durch die architektonisch vorgegebenen Linien der Säu-len und Fenster. In diesem linearen Gerüst wechseln die lebendigen Farb­elder,fdas Chaos. Sie sind in der Ordnung der Komplementärfarben Orange-Blau,Grün-Rot gehalten. Am Dach dreht sich der Gockelhahn im Wind – mein ganzpersönliches Geschenk an das Haus.190
  • 133. „Spiegelturm“ 1992St. GertraudiFür die schon bestandene Fassade des Bürogebäudes einer Mineral­wasser­­ firma habe ich das Material Spiegel zum Ausdruck für Wassergewählt. Das Mosaik selbst ist durch seine gestalterische Linienführungd­ ynamisch und wellenartig wie Wasser, wirkt kristallin und spiegelt unsereUmwelt wider.„Druse“ 1988Spiegelzimmer mit Glasfaserbeleuchtungin einer Villa am Starnberger SeeMeine Aufgabe war es, ein kleines Durchgangszimmer mit einem riesen­großen Tresor zu gestalten. So verwandelte ich die „inhaltliche Schatz­kammer“ des Hauses im Ganzen in eine Glaskristalldruse. Alles ist nun der192Schatz: Die Spiegel blenden und vervielfältigen den Raum. Durchgang,Tresor und Tür verschwinden völlig.
  • 134. Fassade des Internationalen Studentenhauses, 2002Innsbruckgefuste Glasfliesen auf Nirosta-GlaskonstruktionDas Kreissegment an der Fassade ist ein vorspringender Teil einer ideo-logischen Kubatur, die durch das Haus dringt. Transparent wirkt diesesScheibensegment durch die milchig gläserne Haut mit im ­ nteren Teiluflachreliefartig farbig gestalteten Fliesen aus geschmolzenem Glas,welche vom Gehsteig aus unmittelbar entdeckt und erreichbar wahr-zunehmen sind. Die Verbindung zwischen dem Innen und Außen, demUnten und Oben stellt das Werk mit den Tauben dar. Diese sollen dieUnabhängigkeit unseres Geistes symbolisieren, der weit und frei istund alles durchdringen kann.Zur Fusingtechnik, dem „Glass-Fusing“:Das Glasverschmelzen ist eine über 4.000 Jahre alte Form der Glas­bearbeitung. Um die Jahrhundertwende und in den frühen ­ 0er-Jahren4unseres Jahrhunderts wurde diese Technik relativ häufig angewandt,später aber wieder vernachlässigt. Erst in den 80er-Jahren, als derAmerikaner Schwörer ein Handbuch über „Glass-Fusing“ heraus­ e­ ggeben hatte, erlebte diese Technik wieder einen neuen Aufschwung.194
  • 135. 196
  • 136. Tagesklinik St. Anton am Arlberg, 2002Fassadengestaltungmit einem Hinterglasbildzum Thema Heilen
  • 137. 198
  • 138. Freie Modelle für Wohnhäuser und Anlagenbaue ich experimentell und mit besondererHingabe in Papier.ModellbautenSt. Philipp Neri, München und St. Paul, SalzburgFassade, 2004Stansvorgesetztes AluminiumgitterEine abgeklärte, schlichte Form gestaltet das Entréefür den baulichen Altbestand des Firmengebäudesneu. Mit der Materialwahl des Metallgitters habe icheine Beziehung zum Produkt des Unternehmens her-gestellt, das sich mit Lufttechnik und Filteranlagen aus-einandersetzt. Die vorgebaute, schlichte Form ­ ietet bPlatz für Terrassen. Die bauliche Umsetzung wurdedurch die Mitarbeiter des Betriebes selbst verwirklicht.
  • 139. Freizeitanlage Tivoli Innsbruck, 1996mittels Pinsel aufgebrachte Fassadenmalerei, AcrylfarbenNach der Sanierung der von Architekt Norbert Heltschl geplanten Anlagewurden die Fassaden durch seine Initiative farblich angedacht. Ich wurdebeauftragt, Ideen dafür zu kreieren und auszuführen.Ein Sommerthema: Die Kühle des Wassers (blau) löst sich in der Hitze (rot).Die von mir mit dem Pinsel ausgeführte Malerei zeigt, wie sich der blaueFarbblock in kleinen Quadraten zur roten Farbinsel verändert. Struktu­ ell rsoll dies an ein stark vergrößertes Computerbild erinnern, das sich abstraktin Felder auflöst oder auspixelt – genauso wie sich Wasser in warmer Luft200verflüchtigt.
  • 140. „Gesellschaft“ 2008Höhe 350 cmeingefärbte BetonsegmenteFassadengestaltung für die Wohnanlage der Neuen Heimat Tirol in Absammehrfarbige Gruppierungen stehen in ZusammenhangDie Idee wurde zuerst durch Modelle und Fotomontagen visualisiert.202
  • 141. „Einblick in einen Prozess“ 2008Wandgestaltung im Seminarraumdes Veranstaltungszentrums Forum in Rum, Tirol204Länge 12 mHolz und Schaumstoff
  • 142. „Kühe“ 1998Höhe ca. 140 cmSperrholzplatten gebeizt und lackiertmobile Garderoben – Skulpturen als Kleiderablagefür die Kinder der Volksschule BaumkirchenJede Klasse hat seine eigene Kuh mit Futterkorb,der als Schirmständer zu benützen ist.„Wolfshund“ 2006Höhe 27 cmMaterial: SperrholzschichtenEin von mir aus Ton modellierter Hund wurde als dreidimensionalerScan kopiert. Mit diesen Daten konnten wir horizontale und verti­ ale kS­ chichtungen ermitteln, die dann Grundlage für Laserschnitte in Holzw­ aren. Die ein­ elnen Teile wurden zusammengeleimt und bei der hori- zzontal ge­ chichteten Figur mit einer Achse versehen. Dadurch kann man sdann die ein­ elnen Scheiben interaktiv drehen und neu gestalten. z206
  • 143. 208
  • 144. Modellstudien mit Schichtglaswänden„Wald“ 2005Lounge der Raiffeisenbank WattensVielschichtige Gläser lösen die geschlossene Wirkung einer Wandauf. Transparenzen lassen Tageslicht spürbar durchscheinen, durchkleine Aussparungen in der Gestaltung können Einblicke gewährtwerden. Diese Gestaltung ist geplanter und mitwirkender Bestand-teil der Architektur.„Stadtszenen“ 2004Foyer im Hotel am Stephansplatz, WienWandmalereiPortal, 2004Schmuckgeschäft Ellert vis-à-vis vom Stephansdom, Wienmehrschichtige GlasmalereiModellstudien mit Schichtglaswänden und Schichtskulpturen
  • 145. Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005Pertisau am AchenseeAcrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegelt210
  • 146. Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005Pertisau am AchenseeAcrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegeltNach Anfertigungen von vielen kleinen Modellen, wobei ich mit Aus-sagen und Materialien spiele, werden die entstandenen Konzepte mitdem zuständigen Architekten und den Bauherren besprochen und aufdie Machbarkeit hin überprüft. Die Umsetzung vom Modell in das Bau-werk wird in den meisten Fällen von mir selbst ausgeführt. Direkt vorOrt erarbeite ich die Idee aus dem Modell heraus in Farbe und im Aus-druck – spontan und frei entsteht das Bild in mehreren Schichten.212
  • 147. „Das gelbe Schlauchboot“ 2005Pertisau am Achensee, Poolbereich im FürstenhausBreite ca. 600 cmdreiteiliges HolztafelgemäldeZur Größenerarbeitung eines Wandbildesskizziere ich in den Plänen.„Bausteine des Lebens“ 2003ca. 100 x 300 cmAcryl auf HolztafelnPuzzlebild im Entbindungszimmer desBezirkskrankenhauses St. Johann in TirolDie weichen Formen des Puzzlebildes sind für mich ein passendesformales Ausdrucksmittel für die Gestaltung des Entbindungs­zimmers. Die Formen greifen ineinander über und fügen sich zueinem Ganzen, ohne ein begrenztes Bild zu sein. Es bleiben Bau­steine, die von der Zeugung über die Schwangerschaft bis hin zumStillen erzählen. Ein Bild, das in jede Richtung weitergeführt werdenkönnte, wie das Leben selbst mit seinem Kommen und Gehen.Farbkonzept für das Logistikzentrum Handl Tyrol,Erzeuger von Nordtiroler Speck, 1996Fliesen und eingefärbte GussbelägeIn der Lebensmittelerzeugung ändern sich die hygienischen Be­dingungen von Raum zu Raum. Um die einzelnen Bereiche nochbesser erkennbar zu machen, wechseln in meiner Konzeptions­idee auch die Farben zwischen diesen verschiedenen hygienischzu ­ ichernden Bereichen. Neben der Funktionalität gestaltet das sRaumkleid den Industriebereich auch ansprechend als Lebens­raum.Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005Pertisau am Achensee214Wandmalereien aus Acryl und Lack
  • 148. „Marktplatz“ 2005Gestaltung der Glastrennelemente im Foyer der Raiffeisenbank WattensSpritzarbeit mit 2-Komponenten-LackIn dieser künstlerischen Gestaltung habe ich den wirtschaftlichen Aspekt desBankwesens berücksichtigt. Jeder kleinste Beitrag, jeder Punkt im Bild derGestaltung, gesammelt und formatiert, wird zur Struktur und zum mensch­lichen Umriss. Zusammen bilden sie sich zu einer Gesellschaft, wie formaleKontinente zu einer Landkarte.216
  • 149. „Das Erwartungsland an der Landratswand“ 2006100 x 270 cmGlasbild in drei Schichten mit LichtanimationEin von Ferry Strassl eigens zum Werk komponiertes Lied trägt den selben Titel.Inspiriert wurde das Werk durch den Wunsch eines Freundes, die In­ altehs­ einer Tätigkeit künstlerisch darstellen zu lassen. Seine Arbeit ist die ­ olitische pAuf­ rbeitung und Umsetzung von Gesetzen, Verordnungen und Reformen unteraEin­ indung der Bevölkerung im Dialog.bJede der drei übereinander geschichteten Glastafeln ist teilweise ge­ taltet, und sdurch deren Voreinanderhängen addiert sich das Gesamtbild zum Thema. ZweiKraftfelder sind durch sich wechselnde Lichtflächen, pulsierend in ihrem Rhyth-mus, veranschaulicht. Adern und zueinander gestikulierende Figuren binden dasGefüge zu einer Einheit.218
  • 150. „Veranstaltung“ 2009Diese Thema wählte ich als Inspiration für das abstrakte Gemälde aufAcrylglas, ein Lichtband für das Foyer im VeranstaltungszentrumForum in Rum, Tirol155 cm x 110 cmDie Vorfreude, das Zusammenkommen, das Planen und vitale Wirkenwird im linken gelben Teil des Bildbandes abstrakt erzählt. Zart fügensich die Linien und vernetzen sich zunehmend, das Gemälde steigertseinen dynamischen Ausdruck.Ein Fest beginnt, kräftig mischt sich alle Farbigkeit, wie im Tanz wirbeln220Linie und Farbe zum Höhepunkt und versiegen dann in der Nacht.
  • 151. Gestaltung einer Ordination für einen Internisten, 2000FulpmesHinterglasmalerei in zwei EbenenDie Aura zu erfassen war das Ansinnen bei meiner künstlerischenGestaltung. Die Aura, das Schwingungsfeld, das in und um uns ist,hat maßgeblichen Anteil an unserem Wohlempfinden. Nicht nur dieorganische Behandlung, sondern die ganzheitliche Erfassung des222Individuums soll durch diese Gestaltung erinnern und beflügeln.
  • 152. 224
  • 153. Friesbild mit Themen der politischen Arbeit, 2007Besprechungszimmer im Landhaus InnsbruckHöhe 70 cmÖl und Acryl auf HolztafelDas Gemälde im Raum umrahmt die Besprechungssituation und stärktso die Anordnung der Tische als gemeinschaftliches Zentrum. Das hori-zontal erzählende Band wird vom einem sinnbildlichen Bildteil überbrücktund durchquert. Politik bildet Brücken, schafft Kommunikation, kämpftum Ausgleich, regelt Einflüsse und steuert.Die kräftig gelben Farbfelder umströmen die einzelnen Kernthemen, ­ elche wdie Werte der politischen Auffassung darstellen.Tradition ist durch in Trachten gekleidete Figuren und die Kirche präsent.Das Heimatgefühl wird durch den Baum mit den tragenden Händen ver-sinnbildlicht. In dem Geäst liegen aufgenommen und wie behütet Kinder-symbole, unsere Vergangenheit und Zukunft, als Gefühl des Schutzes unddes Zuhauses, eben Heimat.Vision, Forschung und Weitblick werden durch Segelboote ange­ eutet, dBoote, welche gebaut sind, nicht um im Hafen zu liegen, sondern zumHinaus­ahren, zum Aufbruch in Neues. Familie und Soziales werdenfdurch die Tischgemeinschaft dargestellt. Der Tisch findet eine Verlänge-rung und somit Platz für sozial Bedürftige und Ausgegrenzte.Hände wirken zusammen, dieses Geben und Nehmen und die Korn­ hren ästehen für wirtschaftliches Bestreben. Zwei große Hände führen von jederSeite zum Bildteil, welcher die horizontale Erzählung quert, und deutenum die Bemühung zur Konfliktlösung. Der fliegende Adler ist Symbol fürdie Freiheit. Eine abstrakt gleichförmige Struktur ragt über alle Bildfelderund macht die Themen zeitlos, gewohnt und modern zugleich.Gelber Salon, 2004Hotel am Stephansplatz, WienÖl und Acryl auf Holztafel
  • 154. „Mutter-Wirtschaft“ 2006beidseitig mit 2-Komponenten-Farbe bemalte raumhohe GlaswandHände wirken und handeln im Radwerk der Wirtschaft. Diese sinnbildlichdargestellte Geschäftigkeit von Menschen im Berufsleben versorgt einer-seits den Tisch der Kinder sowie den der Alten. Die doppelte Hand stehtsymbolisch als ein Zeichen für das Geben und Nehmen zugleich.In einem Brief aus Muzot schreibt Rainer Maria Rilke: „Nichts ist beglückender,als wenn man sich in Gebrauch nehmen kann zugunsten von Plänen oderEr­nnerungen ...“ (Briefe aus Muzot 1921–1926). i226
  • 155. Foyer im Behandlungszentrum Vogtareuth/Bayern, 1993Auftrag aus einem Wettbewerbbemaltes BlechZwei große, aus Blech gefaltete Hände dienen als Tür­flügel. Die Hände fahren begegnend ineinander, wennsich die Tür schließt. Die Malerei setzt sich im Raum fortund stärkt dadurch den farblichen Gesamteindruck.Fassadenbilder der Wohnanlage der Neuen Heimat,1992Breitenbach am InnAcrylFarbflächen wechseln, die dadurch entstehenden Kon­turen lassen das Motiv erkennen. Diese bunten Schatten­bilder zeigen Szenen aus dem Alltag und geben jedemHaus seine Individualität.„Lebenskreis“ 1992Farbauffrischungsarbeit am Gemälde, 2008Fassadengemälde Altenpflegeheim St. Johann in TirolMalerei mit Pinsel und AcrylfarbenMenschen jeden Alters geben sich die Hände. Sie ­ ildenbeinen Kreis. Die hineinreichenden Hände einer weiterenfür uns unsichtbaren Figur bilden das Bindeglied von An­fang und Ende unseres Lebenskreises.228
  • 156. „Aufbruch“ 1995Behandlungszentrum Vogtareuth, BayernSeccomalerei mit AcrylDie Geschichte, die von „Hoffnung“ erzählt, ersann ich mir speziell fürden Ort, an dem Therapie zur Heilung führen soll.Fluchtartig stürmt eine Herde von Rehen aus der Dunkelheit und derTiefe der Farbe Blau heraus. Ein dynamischer Moment wird damit er-klärt. Eine weibliche Figur schwebt über einer blauen Schlucht. Durchihre Gestik wird sie zur Botschafterin der Gefühle all der Menschen,die sich in einer bewegten Aufbruchstimmung befinden. Sie wird be-schützt und begleitet – sie ist unter Menschen.Das helfende Miteinander löst das Chaos auf.„Erinnerung an die Schulzeit“ 1998Fassadenbild an der Volksschule ThaurSeccomalerei mit AcrylMalerei mit dem Pinsel auf fertig verputzte und trockene FassadeFrüher hat man in den noch feuchten Putz gemalt, um der Farbe einegute Eintiefung und Haltbarkeit zu ermöglichen. Heutzutage arbeiteich auf modernen, thermisch gedämmten Fassaden. Die Farbe wirdalso auf eine trockene Schicht aufgebracht – Seccomalerei.230
  • 157. „Vor dem Start“ 1996Höhe ca. 60 cmBleistift und AcrylVor dem Start drückt die Herausforderung undErwartung des sich selbst gesteckten Zieles denMenschen, was durch die tiefblaue Fläche versinn-bildlicht wird. Es erfordert Kraft und Konzentration,um über die Linie zu gelangen.„Ostern“ 1989Höhe 70 cmÖl auf Papier232
  • 158. „Abfolge“ 1987Höhe ca. 50 cmÖl und BleistiftDie Bleistiftzeichnung verlangte plötzlich nach Farbe. Ich begann,meine Zeichnungen leicht zu kolorieren, und mit der Zeit sehnteich mich immer mehr nach Farbigkeit. Daraus entstanden dann dieZeichnungen in zarten Aquarelltönen. Es sind Bilder, die über denRahmen hinausgehen und das Ringen mit der Dreidimensionalität234verdeutlichen.
  • 159. „Gefühl“ 1988133 x 133 cmAcryl auf Leinen und HolztafelPreis für Malerei der Stadt InnsbruckGewaltige Kräfte wirken auf ein Tier ein unddrücken es nieder. Gefühle kommen zumAusdruck. Die weiße Hintergrundfarbe lässt236das Bild kühl erscheinen.
  • 160. „Jugend“ 1980Höhe ca. 35 cmÖl auf Papier„Versuchung“ 1980Höhe ca. 30 cmÖl auf Papier238
  • 161. „Der Neophyt“198029 x 36 cmÖl auf Papier
  • 162. 240
  • 163. „In Erwartung und Voraussicht“ 1992Höhe 120 cmAcryl auf HolztafelDie im Vordergrund in sich geschlosseneFigur bleibt unbeeindruckt vom Ver­angenlund Fordern der hinteren Gestalt. Der ­ ille,WVeränderung herbeizuführen, ist die Aus­sage dieses Werkes.„Drei“ 1991Höhe ca. 150 cmAcryl auf Holztafel„Vor der Mauer“ 1992Höhe ca. 100 cmAcryl auf Holztafel
  • 164. „Sehnsucht“ 1991100 x 80 cmAcryl auf HolztafelDiese beiden symbolischdargestellten „Farbinseln“drücken ein Verlangen aus.„Lauf des Lebens“ 1992170 cm hochAcryl auf HolztafelMenschen in ihrerur­ prüng­ichen körperlichenslWürde, völlig unberührt vonmodischen Trends, bewegensich aus dem Bild her­ us. a242
  • 165. „Vor meiner Vergangenheit“ 1994130 x 130 cmÖl und Acyrl auf HolztafelMit den nach oben hin geöffneten Händen, die nicht mehr fassenwollen, sondern loslassen, sich nach oben hin öffnen, kniet eine Frauvor ihrem Spiegelbild, das wie auf einer Wasseroberfläche zu sehenist. Das Nachsinnen über sich selbst ist die Idee zu diesem Gemälde.„Das kleine Glück“ 200098 x 170 cmHolztafelgemälde244
  • 166. „Frosch“ 2006Länge ca. 50 cmTerralitho auf Stahlarmierungin meiner ersten Wohnung in Innsbruck, 1988„Wenn sich ein Schlaf der Gedanken und Ideen wie Neuschnee überdeinen Körper legt und du wie ein alt gewordener Eskimo in der Kältebleibst und dein Körper nach der Ewigkeit lächelt, das Drängen desGeistes die Hoffnung erfriert, wachsen dir Borsten, und du bist jetztund bleibst jetzt wie ein Tier.“ 1993Höhe 170 cmAcryl auf Holztafel246
  • 167. „Sommer“ 1996162 x 172 mAcryl auf Holztafel... aus den Bewegungen mit Farbe tauchteplötzlich dieses Tanzpaar auf. Ich betrachtetees als ein Geschenk und wollte es bei mir be-halten ­ und so legte ich den Pinsel aus der–Hand ...Das Gemälde ziert den Wohnraum des Atelier-hauses.248
  • 168. „Elias“ 1995100 x 100 cmAcryl auf HolztafelZu diesem Bild inspirierte mich 1995 die Hauptfigur des Eliasaus „Schlafes Bruder“, dem Roman von Robert Schneider.Wir lernten uns bei seiner Premiere und meiner Ausstellungim „Kleinen Theater“ in Salzburg kennen. Später, bei seinemBesuch in meinem Atelier „wettwerkten“ wir beide im Malen.„Julia“ 1994100 x 100 cmAcryl auf Holztafel„Geliebter“ 1995100 x 95 cmAcryl auf HolztafelTöchterlein im AtelierFigurmotive begrenze ich absichtlich.Die Körper spanne ich als gewollten Ausschnitt ins Bildformat.250
  • 169. „Wendebild“ 1999100 x 110 cmAcryl und Öl auf Holztafeleinige meiner BilderFoto für eine Ausstellung1991„Die neue Zeit hat keine Zeitzum Erlösen eines Menschenaus seinem Schweigen“1994170 x 175 cmAcryl auf Holztafel252
  • 170. Gemälde zum Thema „Aufbruch“1992Höhe 130 cmAcryl auf HolztafelEin Neubeginn setzt ein Ziel vo-raus, einen Willen. Mein Bild er-zählt vom physischen Start, vomÜberwinden – es beschreibt meineEmpfindung vor dem Aufbruch zu254einer neuen Arbeit.
  • 171. „Sein“ 1997170 x 175 cmAcryl auf Holztafel„Auf der gelben Bank“ 199180 x 100 cmAcryl auf HolztafelSo sitzt man da und wartet, bis man abgeholtwird oder bis irgendetwas kommt. Jedes Bildhat eine Geschichte, einmal ist sie tiefgründig,ein anderes Mal trivial. Das Betrachten desGemäldes ist immer frei und darf es sein.Der Titel meiner Werke ist ein Wort, welchesdie Geschichte kurz beschreibt. Dieser Bild­iteltist als ein Bereitstellen meiner persönlichenGedanken und als ein kleines Türöffnen inmeine Erzählungen zu sehen. Es ist wie einAbholen und ein Mitnehmen des Betrachtersauf meine Reise und keineswegs zwingend,den ­ itel des Bildes wahrnehmen zu müssen. T„Selbst“ 1996Höhe ca. 100 cm256Acryl auf Holztafel
  • 172. „Der Tanz“ 1992Höhe 50 cmAcryl auf HolztafelDieser Mensch tanzt mit sichselbst, mit seiner Eigenschaftund mit seinem Schicksal.„Das Helfen“ 199340 x 30 cm258Acryl und Öl auf Holztafel
  • 173. „Wahrheit“ 1990Höhe ca. 35 cmÖl auf PapierDie allegorische Gestalt der Wahr-heit sitzt, in kühler Farbigkeit gehal-ten, vor einer aufgeregt wirkendenFigur. Sie will auf die Figur Einflussnehmen und eine Änderung in ih-rem Verhalten bewirken.„Bei dir“ 1992Höhe ca. 120 cmAcryl auf Holztafel„Beziehung“ 1991130 x 130 cmAcryl auf HolztafelEine Figur wirkt wie mit Problemenbelastet. Es ist einerseits das starkeVerlangen nach dem Anderen undandererseits das Wegstoßen, dasauf Distanz gehen, was in diesemGemälde beschrieben wird. DasBild kann richtungslos aufgehängtwerden. Es gibt kein oben und keinunten.„Begehren“ 1993Höhe ca. 35 cmÖl auf Papier„Die Läuterung“ 1991260Höhe ca. 40 cmÖl auf PapierEin sinnbildlicher Stier zwingt einemenschliche Gestalt zu Boden.
  • 174. „Hände“ 200030 x 30 cmÖl auf Leinwand„Stier“ 200030 x 30 cmÖl auf Leinwand„Ich glaube“ 1993100 x 100 cmAcryl auf HolztafelWie Statements stellen die reduzierten Farbfelder ihrePosition dar. Die eingezeichneten Linien einer Handgreifen ins Zentrum des gemalten Stammes und legenwie beschwörend das Bekenntnis ab.262
  • 175. Das Atelierhaus in ThaurNach einer langen Suche nach einem Haus, in dem Arbeiten undWie Möbelstücke liegen unsere vielen Karthäuserkatzen überall imWohnen möglich ist, gab ich schließlich entmutigt auf. Keine der so Haus herum. Sie alle tragen Namen von Künstlern, und wenn ichzahlreichen Besichtigungen von alten Häusern konnte mir das Ge­ sie nachts nach Hause locke, hört es sich an, als würde ich nachfühl vermitteln, mich dort einmal wohl zu fühlen. Deshalb machten den großen Meistern Picasso, Vincent van Gogh, Brancusi, Mirówir uns auf die Suche nach einem Grundstück. Das Bauen einesoder Matisse rufen.eigenen Ateliers, eine zuvor sehr weit entfernte Variante, konntenun doch, insbesondere durch die Hilfestellung meines Vaters, Ums Haus verändere ich gerne, Lichtinstallationen, große Skulp­reali­ iert werden. Sein fachmännischer Rat, sein Können und sein sturen, Fahnen und textile Gebilde, exotische Pflanzen, Schau­enster­fZuspruch haben mich immer bestärkt. puppen und freistehende Badewannen im Außenbereich lenkenFür die Bebauung entstanden viele verschiedene von mir ge­die Aufmerksamkeit auf sich.fertigte Modelle. Mit jedem zusätzlichen Modell wurden weitereEine große Kranschiene ragt aus dem Atelier und ermöglicht denA­ spekte und Bedürfnisse berücksichtigt. In meiner PlanungTransport von großen Gebilden aus der Werkstatt.strebte ich nahezu nach Vollkommenheit und habe mich mit allmeinen Ent­ ürfen dem Architekten Wolfgang Martin Miess an­w 1997 übernahm dann der Kran einen ganz besonderen Dienst.vertraut. So ist aus all meinen Vorstellungen und Wünschen, Unser Töchterlein Stella Patrizia durfte darin geschaukelt werden.den ­ogistischen Bedürfnissen und aus seiner architektonischenl Ich stillte mein Kind, es war immer um mich, sogar während meinerFormen­ prache dieses Atelierhaus entstanden.s Arbeit trug ich es in einem Tuch an mir. Einerseits genoss ich essehr, für mein Kind unentbehrlich zu sein, andererseits ­ usste ichmVor unserem Einzug ins Atelierhaus habe ich eine der Öffentlichkeit auch sehr viel Energie aufwenden, um meine Projekte nun termin­zugängliche Ausstellung veranstaltet und habe sämtliche ­ äume mitR gerecht fertig stellen zu können. Es war für mich eine große Auf­meinen Skulpturen, Gemälden und Pflanzen ausgestattet. Ein wun­ gabe, beiden Anforderungen gerecht zu werden. Erst nach dreiderschönes Gefühl war es für mich, das Atelierhaus ohne all den Jahren wagte ich mich erneut an eine Mutterschaft, an ein Ge­praktischen Tand, nur mit meinen Kunstwerken so sehen zu können.schwisterchen für Stella. Laetizia Philippa wurde geboren.Die Kinder wachsen in der Werkstatt heran, jedes hat seinenIm Eingangsbereich ist ein großes schwarzes Granitdreieck ime­ igenen Bereich, und mit großer Freude wird dort gebastelt, ge­B­ oden eingelassen. Seine Oberfläche spiegelt sich wie dunklesklebt, gemalt, organisiert und gebaut. Dort lernen sie auch, sichtiefes Wasser. Die drei Ecken verbinden den Eingang mit dem mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich selbst zu entdecken.A­ telier und dem Ausstellungsraum. Jeder Besucher wird über So ist aus unserem Lebensraum Atelier ein lebendiges Nest ge­d­ iesen sinnbildlich dargestellten See geführt. worden.Im Garten findet sich ein großes Wasserbecken mit einer ausbuntem Kunststein gefertigten Brunnensäule, still rinnt das Wasserüber die glatte Skulptur. Im Laufe der Jahre hat sich der Garten264auch wirkungsvoll geformt und fügt Haus und Natur zusammen.
  • 176. 266
  • 177. „Die Kürbisernte“ 1992„Weinberg“ 1992„Die Alte und ihr Sohn“ 1992„Die Malerin“ 1992Diese kleinen Bilder mit Ölfarben aufKarton gemalen, Höhe ca. 40 cm, ent­standen auf einer Reise zu einem Maler­freund in die Südsteiermark.Die Fahrt durch die Landschaft inspi­rierte mich zu diesen freien und ganzpersön­ichen Interpretationen. Es sind ldie Ein­ rücke von Einsamkeit und Ver­ dlassenheit, die ich in diesen Bildern fest­gehalten habe.
  • 178. 268
  • 179. „Der Dank“ 1990Höhe ca. 40 cmÖl auf PapierImpressionenHöhe ca. 40 cmkleine Bilder mit Ölfarben auf Kartonoder Papier in Kenia gemalt
  • 180. 270
  • 181. Auf meinen Reisen habe ich immer ger­ne den Farbkasten ausgepackt. Mehr­mals war ich in Tunesien, 1992 in Ma­rokko, 1990 und 1994 in Kenia. MeineEin­ rücke habe ich dann symbolisch indF­ arbe verwandelt.Die Energie und die Konzentration derAntilopen gerade dann, wenn diese Ge­fahr witterten, sind durch ein starkes Rotim Bild emotionalisiert.2006 ließ mich der Anblick von getötetenTieren auf einer Jagdlodge in Namibia inGedanken über Sinnhaftigkeit und Exis­tenz des Lebens als auch über dessenEvolution eintauchen. So werkte ich dannin meiner Sprache: Mit namibischer Erdef­ertigte ich Farbe, und mit dem ab­ e­ gronnenen Blut der Jagdbeute bemalte ichdie Wände der Lodge – als Totem solltendie Tiere anwesend bleiben. Themen,wie ein von einem Leoparden erlegtesZebra, eine Kuduherde und Flamingosbilden ein Friesgemälde.
  • 182. „Das Kind“ 1988Höhe ca. 30 cmAcryl und Öl auf Papier„Der Rabbi und das Baby“ 1989Illustration aus dem Buch „Ein Platz im Paradies.Chassidische Geschichten“, Tyrolia VerlagHöhe ca. 40 cmAcryl und Öl auf Papier„Die Gabe“ 1990in Kenia gemalt50 x 35 cmÖl auf PapierDie weiße Frau nimmt eine unnahbare Haltung ein. DieSchale, die sie in der Hand hält, und das Rind an ihrerSeite sind Sinnbilder von Besitz und Verfügbarkeit. DerAfrikaner lehnt sich an sie, in der Erwartung, dass ereine Gabe erhält.272
  • 183. „Die Familie“ 2002Höhe ca. 170 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Das Nest“ 199775 x 73 cmAcryl und Öl auf HolztafelWie in einem Korb, von Händen aufgefangen undbeschützt, weilt das Kind durch das Miteinander274vieler Menschen.
  • 184. „Das Werden“ 1997Höhe ca. 35 cmAcryl und Öl auf HolztafelDas Gemälde zeigt die Entwicklung desK­ indes auf: An der Brust der Mutter hates noch eine starke Bindung, bald abermacht es sich frei – durch seinen eigenenWillen.„Familie“ 1997Höhe 50 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Die Erdenmutter“ 1998Höhe 70 cmÖl auf HolztafelDiese Komposition lässt die Abfolge derZeit erkennen. Der Betrachter entdeckt einKind im Schoß der Mutter; später hält siees hoch, und mit ausgebreiteter Hand ent-276lässt sie es in die Zukunft. Unten am Bild-rand laufen Gestalten und bilden Wurzelnzum Zeitgeschehen.
  • 185. Wandbilder für den Ambulanzbereichdes Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol, 1998farbige Wandgestaltung und Wandgemälde auf raumhohen,vorgebauten Wandelementen zu vier Bereichen und ThemenAcryl und ÖlOrthopädieEine geradlinige Figur spannt sich als Idealbild für Gesundheit in dieAchsen eines Kreises. Die rote Gestalt links daneben weicht ab und wirdsomit Sinnbild für die Erkrankung.Der Kreis, der sich durch alle vier Wandbilder in diesem Ambulanz­ real azieht, beleuchtet die jeweiligen medizinischen Bereiche. Aus der ­ zenerie Sder statisch-analytisch blauen Gestalt wandeln die menschlichen Figurenin ein neues Feld hinaus. In meiner bildhaften Erzählung wird die neueMobilität des Körpers durch eine Behandlung be­ chrieben.sFrauenheilkundeZwei Aspekte des „Frauseins“ sind gedanklicher Inhalt des Gemäldes.Einerseits ist die Frau auf dem Stier Sinnbild für den Umgang mit Sexua­lität und Emotionalität, andererseits ist sie Mutter und trägt in einem sinn-bildlichen eigenen Haus ein Individuum, ihr Kind, in sich. Die Be­ e­ ung w gdes Kindes mit seinem ausgestreckten Bein kündigt die eigenständigeEntwicklung an. Kindergestalten beleben das obere Feld des Kreises.Da das Frausein für mich kein isoliertes Thema ist, ist auch der männ-liche Part im Bild präsent.EndoskopieDer Patient liegt entlang der Kreislinie, Helfende führen zielgerichteteLinien wie Instrumente und binden den Körper in den Kreis. Vergleicheum Bemessung wird durch die konstruktive Zeichnung im Gemälde be-schrieben.ChirurgieIm Zentrum liegen schlafende Menschen – stellvertretend für die Pa­tienten. Der Kreis des Geschehens wird von Händen geführt. Es sinddie Hände des Arztes, des Chirurgen. Die linsenartigen Zeichnungen anden Körpern fokussieren die zu behandelnde Erkrankung. Die ­ eitern Lwerden zum ­ rklärenden bildhaften Werkzeug für ein Hineinsteigene278und Einschlafen.
  • 186. Ausschnitt aus der Hinterglasmalereider Fassade Tagesklinik St. Anton am ArlbergHöhe 250 cm„Das Heilen“ 1999110 x 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelEin Körper befindet sich im Zentrum des Gemäldes; in Blau gehaltensteht er für Gesundheit und Geradlinigkeit. Er ist aufrecht und in ­ einer sAchse. Durch eine Erkrankung gerät der Mensch außerhalb dieserAchse. Die Farbe wechselt, das kühle Blau wird zum entzündlich wir-kenden Orange. Der Prozess der Heilung wird nun durch einen Kreisbeschrieben, der fokussierend über dem Bild liegt und die Beweglich-keit zum Ideal offen lässt.„Heilen“ 2002Höhe ca. 120 cmKreide und Acryl auf Holztafel„Heilen“ 2002Höhe ca. 170 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Heilen“ 2002Höhe ca. 100 cm280Acryl und Öl auf Holztafel
  • 187. „Bergstimmung“ 2002Höhe ca. 100 cmStimmungssequenzen reihen sich.282
  • 188. „Eine Geschichte von einer Liebe“ 200292 x 180 cmAcryl und Öl auf HolztafelEine Unsichtbare umarmt dich,im Abendkleid eilt sie schwebend zu dir.
  • 189. „Zeitscheitel“ 2000130 x 130 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Ernten“ 2002160 x 240 cmAcryl auf HolztafelIm Bild sieht man eine Frau. Sie bücktsich, um etwas aufzusammeln. Überihr ragen Äste empor, und ein Vogelschwingt sich in die Lüfte. Im rechtenTeil des Gemäldes sind satte Farben zueinem Feld gebaut, sie schlichten sichund das Wachstum drängt sich hinein.Flächen wie Schalen gleich Fischenschieben sich aus dieser Formationh­ eraus. Eine ansehnliche Ernte findetsich in allen Elementen.284
  • 190. 286
  • 191. „Initiative“ 2001Höhe ca. 160 cmAcryl und Öl auf HolztafelVor dem Start ins Unbekannte scheint manwie in der Dunkelheit die Orientierung zu ver­lieren. Das symbolische Blau der Farbe umspültdie Figuren, die Richtung ist wie unter Wassernicht auszu­ achen. Die Körper wirken teils mtrans­­parent, im Kopfbereich aber entzündetsich die Farbe Orange – Idee und Kraft solleng­ ebündelt, die Grenzen überwunden werden.„Licht als Werkzeug“ 1996Augenklinik Innsbruck130 x 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelUniv.-Prof. Dr. Wolfgang Göttinger, ehemaligerVorstand der Augenklinik Innsbruck, stellte mirdie Aufgabe, ein Bild mit dem Thema „Augen­behandlung durch Einsatz von Laser“ zu malen.Uns beide inspirierte der Mythos von Prome­theus, dem Lichtbringer.In meinem Bild sieht man Figuren, die exakt ge­richtete Lichtstrahlen halten. Die Helligkeit ver­deutlicht die Wirkung. Das Geflecht der Linientrennt Handlungsräume. Ein nicht behandelterMensch, wie in der Mitte des Gemäldes, ver­liert sein Augenlicht und sinkt ins Dunkel derErblindung.
  • 192. „Netzwerk“102 x 102 cmAcryl und Öl auf HolztafelHände reichen in der Mitte zusammen, linearangedeutete Grenzen werden überbrückt unddamit Aufgaben bewältigt. Im Handeln wird allesmiteinander zu einem Geflecht durchwoben.„Ich hebe dich von der Bühne“ 2005Höhe ca. 130 cmAcryl und Öl auf Holztafel288
  • 193. „Tanz“ 200490 x 180 cmAcryl und Öl auf Holztafel290
  • 194. „Netzwerk“ 2002Breite ca. 180 cmAcryl und Öl auf HolztafelHände reichen einander und bilden ein tragfähiges Geflecht,in dem man sich aufgefangen fühlt.
  • 195. „Gottvertrauen“ 2003Werktagskapelle im Haus St. Josef am Inn, Innsbruck195 x 240 cmAcryl auf HolztafelHände reichen sanft über das Kreuz. Diese halten nicht fest, sondern bergen und beschützenund formen sich zu einer Wiege, sind zugleich bereit aufzunehmen oder loszulassen. DerTabernakel als schwebende Säule im Inneren mit dem Allerheiligsten macht diesen Raum zueinem heiligen Raum. Die Präsenz des Ziboriums ist durch das milchige Glas des von innenbeleuchteten Tabernakels durch die Schattenbildung zu ahnen. Im oberen Bereich leuchtetdie gelblich warme und lebendige Flamme des ewigen Lichts.„Getragen sein“ 2007Altenwohnheim Innere Stadt Innsbruckdreiteiliges Holztafelgemälde170 x 520 cmAcryl und Öl auf HolztafelUrnengrabstätte, 2008Wandgrabplatte mit Laterne und Glassegmenten50 x 60 cmGlas und Bronze vergoldetEin letzter irdischer Verweilplatz mit einem Licht, welches nie erlischt im Funkeln des Glases,ewige Farben, ein Blühen, welches nie verwelkt, zuerst Geborenwerden und Gehaltensein.Ein Ring umfasst dich, schützt dich, hält dich, und bekennt sich zu dir. Es entwickelt sich freidein Wesen, formt sich zur Hand, hebt und trägt, ohne festzu­ alten, öffnet sich und gibt sich hhin. Die Hand, das Werk, ein Tal, ein Spalt, die Schale wird zur ­ cheibe, die Arbeit zur Bot-Sschaft. Die Frucht des Lebens wächst und ergibt sich in die Ebene einer Landschaft. EineHeimat birgt dich in sich wie eine Sonne für dich.292
  • 196. „Umarmung“ 2005Wellnessbereich Hotel Olympia, ObergurglHöhe ca. 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelAteliersimpressionen„Goldenes Füllhorn“ 20058 m lang als Rauminstallationkegelförmige Stoffbespannung auf Stahlrahmen genäht294
  • 197. „Geschichte“ 2004150 x 120 cmAcryl auf HolztafelZwei Zeitebenen stehen wie geschichtet voreinander.dreiteiliges Holztafelbild im Entstehen fürdas Hotel „Fürstenhaus“ am AchenseeBreite ca. 750 cmMalerei mit Acrylfarbe auf drei Holztafeln versiegelt296
  • 198. „Sonnenlauf durchs Leben“ 1993Foyer des Pflegeheimes St. Johann in TirolHöhe ca. 200 cmAcryl auf HolztafelZwei starke Menschengestalten laufen aus dem Bild auf dich zu. Es sind nicht diehübschen und modisch propagierten Körper, sondern die Leiber von ­ enschen, Mwelche lebten, arbeiteten, erkrankten und gesundeten sowie Kinder geboren ­ aben.hEs sind Menschen, welche in der Gegenwart handeln, durch die Jung und Alt Platz,Schutz und Begegnung finden.In einem abstrakten, künstlichen Lebensraum voller Licht und Energie (gelb), einergerasterten und geplanten Ebene, finden auch die Altgewordenen ihren Platz.Sie werden durch die beiden ehrlichen Figuren am oberen Bildrand mit ihrem un-geschminkten Ausdruck sowie ihren verarbeiteten und müde gewordenen ­ ändenHdargestellt.Im Lebenslauf, auf dem kleineren abgesetzten Bildsegment, tritt als das neue ­ eben Lein Kind hervor. Unten schließt eine Herde von Tieren den Lebenskreis als Symbolfür Existenz, Ernährung und Symbiose mit der Natur.„Mädchen“ 2004Höhe 90 cmAcryl auf Holztafel„Landschaft“ 2004Wellnessresort Hotel Schwarz, Mieminger Plateau170 x 175 cmAcryl auf Holztafel298
  • 199. „Daheim“ 2003100 x 100 cmAcryl und Öl auf HolztafelTöchterlein mit ihrem Karthäuser-Baby300
  • 200. „Windflügel“ 2002Höhe ca. 100 cm302Acryl und Öl auf Holztafel
  • 201. mehrteilige Bilder, ab 1991Höhe ca. 170 cmAcryl und Öl auf HolztafelnDie einzelnen Bildtafeln sind variabel beweglich.Durch diese Möglichkeit der Veränderung kann304man neu gestalten und erleben.
  • 202. „Der Pantokrator“„Lichtbegegnung“ 1993Höhe ca. 260 cmdreiteiliges Holztafelbildraumhohe, zweiseitig bemalteTrennwand für den Speisesaalim BehandlungszentrumVogtareuth, Bayern
  • 203. „Staffellauf“ 2000„Erntedank“ 2000Breite ca. 6 mHolztafelbilddreiteiliges Holztafelbild, gefertigt für die Raiffeisenbank Kleinwalsertal Höhe ca. 130 cmTeamgeist, Geschwindigkeit, Vertrauen, ungehinderter Austausch undgemeinsames Training führen zum Gewinn.306
  • 204. Atelierhaus-Impressionen„Zeitfenster“ 2004142 x 204 cmAcryl und Öl auf HolztafelGetrieben jeden Tag – fremdbestimmt ist das Tempo.Der Fluss reißt uns mit.Ein rotes Feld, der formulierte Wille nach dem Platz deseigenen Seins schiebt sich in diese Strömung, hält ent-gegen und schafft Raum, sich selbst zu finden.Mein Farbmalwagen mit allem Zubehör befindet sichin meiner Werkstatt wie vieles auch auf Rädern. Aufdiese Weise lässt sich mein Atelier immer schnell um-wandeln.Meine „Farborgel“ mit den Registern, die Farbkistenmit den geordneten Farbbechern bestimmen bereits308vom Mischen an die Farbmelodie in den Bildern.
  • 205. 310
  • 206. Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werk entstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter und fach zustande – oder auch nicht.suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.Ateliersimpression, 2010Sehr viele Werke entstehen auf Anfrage von Inter­ Wenn man am Anfang mit dem Malen ­ xperimentiert, eessenten. Ich versuche auch bei Anfragen in meinerwenn man all die Zufälle entdeckt und dem gerade­Auffassung frei zu bleiben. Deshalb will ich meine Auf­ Gefundenen huldigt, ist alles Entstandene neu undträge auch nicht Auftragsarbeit, sondern Ver­rauens­t interessant. Aber vielleicht schon nach fünf oderarbeit nennen. Meine Auseinandersetzung mit dem auch erst nach 500 Bildern stellt sich wohl ­ llenaindividuellen Lebensraum des einzelnen Menschen,die ­ rage nach dem Sinn des Handelns. Fder Dialog und meine entstehenden AusführungenDie Suche, etwas Unerwartetes zu entdecken, in diedazu, sind für mich eine wichtige Herausforderung.Weite zu fühlen, machte für mich Sinn, all die vielenWerke anzugehen. Mein Wissen, was mir möglichÜber all die Zeit meines künstlerischen Daseins ­ telle sist, mein Unwissen vor den Grenzen, der hohe An­ich mir selbst immer mehr Fragen, meine Verantwor­spruch an mich sowie das mir ent­ egen­ ebrachte g gtung, ein Werk für den Interessenten zu ­ chaffen unds Vertrauen bereiten mir oft ­ opf­ er­ rechen. Die K z bdie Anforderungen an mich selbst wurden immer Freiheit, sich selbst zurückzunehmen, wird zu einergrößer. ständigen Herausforderung. Ich will vielseitig seinund das neue Gebiet mit dem noch ursprünglichenIm Gegensatz dazu werkte ich als Schülerin aus Neu­ Zittern ergründen. Ich will weiterhin bedacht er­gier, völlig unbedarft. Ich habe gezeichnet, mit Strich forschen und mit Ehrgeiz suchen, weil ich „hinein­und Raum experimentiert, zuweilen so ­ anchermschauen“ möchte, weil ich es entdecken und wis­Linien­­ führung historischer Zeichnung nach­ e­ pürt,g s sen will.versucht, den großen spätgotischen Bildhauer undBildschnitzer Tilmann Riemenschneider nachzu­ In „Die fröhliche Wissenschaft“ äußert sich ­ ietzscheNempfinden und in Nachahmung seiner Skulpturen zu Werk und Künstler wie folgt: „Dieser Künstler istdie Lust am Schnitzen zu spüren. Alles, was michehrgeizig und nichts weiter: Zuletzt ist sein Werkbegeistert hat, wollte ich auch begreifen und insbe­nur ein Vergrößerungsglas, welches er jedermannsondere „angreifen“.a­ nbietet, der nach ihm hinblickt.“Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werkentstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter undfach zustande – oder auch nicht.suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.
  • 207. Diese beide Gemälde sind vomThema Vermählung inspiriert:„Bündnis“ 2010132 x 122 cmAcryl und Öl auf HolztafelHände fügen, flechten und ­binden sich, formen sich wie zuW z­ erk­ eugen. Kreise und ­ entrenZv­ erschmelzen ineinander undw­ andeln sich. Das Bildwerkist richtungsfrei ­ onzipiert undkkann so von jeder Seite rundumbetrachtet sein.312
  • 208. „Quelle“ 2010132 x 122 cmAcryl und Öl auf HolztafelZwei Menschen wollen zueinander. Wiebei einem Baum aus Wurzelstock undBaumkrone verschmelzen die Körper zueinem kräftigen Stamm. Diese Fusionzeige ich in diesem Werk als energievollund mächtig bewegend. Ein Kraftfeldwächst und konzentriert sich mit Be­deutung.
  • 209. „Chancement“ 2003150 x 150 cmAcryl auf HolztafelEin starker Wille, eine Strömung und ein Scheitel dominieren inder abstrakten Auffassung dieses Bildes. Der Zufluss des starkenBlau verwandelt sich durch Impulse, Linien, rote ­ inbringungen, Edie inspirieren und entzünden sollen. Das Management im Bildwird zum „Chancement“ oder auch zum „Changement“, zurChance und zum Wechsel zugleich.„Aus den Häusern“ 2003Höhe 140 cmAcryl und Öl auf HolztafelDas Kunstwerk ist ein Reisebericht einer zielgesetzten Fahrtdurch die Einsamkeit. Eine Bildtafel oder Leinwand ist wie einGrundstück. Der Maler bestimmt, ob es rational beplant wird,ob es zuwächst oder bebaut wird zur Freude, zum wirtschaft-lichen Nutzen oder zum Chaos. Es ist kein Zufall. Der Umgangmit sich und seinen Gedanken zum Leben definiert den Grundund wird das Bild ergeben.„Transform“ 2000102 x 100 cmAcryl und Öl auf Holztafel314Sich verändern, sich herausdrehen und eine neue Richtungeinschlagen ist der Gedanke zu diesem Gemälde.
  • 210. „Ausgleiche schaffen“ 2000170 x 200 cmAcryl und Öl auf HolztafelDieses Gemälde erarbeitete ich für eine Steuerberatungskanzlei. In der Mitte teilt eine Gestalt als Sinnbild für dasGesetz mit Waagschalen das Bild. Ein dynamisches Wirken, die Räder der Wirtschaft, werden zu Tischen der Zu-316sammenarbeit. Eine gebende Geste teilt und wirkt auf einen weiteren Tisch hin, an welchem eine Gestalt mit nachoben hin offenen Händen sitzt. Der Tisch der Wirtschaft bedient den Tisch der Kinder und der alten Menschen.Das Gesetz als richtungsweisende Gestalt steuert in der Mitte diese Ausgleiche. Jeder kommt an diesen bestelltenTischen vorbei, nimmt und gibt.
  • 211. „Brückenschlag“ 1999Höhe 220 cmlasierende Farbe und Ölkreide auf PapierAus einem großen gezeichneten und bemalten Papierbildwurden 336 Teile als Cover für einzelne Kunstsparbüchergebildet. Auf jedem dieser Fragmente befindet sich ein Motiv.
  • 212. „Dialog“ 2009 „ich bin – aus mir heraus“ 2009Wendebild zur richtungsfreien Ansicht 170 x 100 cm170 x 90 cm Acryl und Öl auf Holztafel318Acryl und Öl auf Holztafel
  • 213. „Natur“ 2010Höhe ca. 100 cmAcryl auf Holztafel
  • 214. „Stutenmutter“ 2008100 x 100 cmAcryl auf Holztafeldiverse PferdebilderÖl und Acrylbilder auf Holztafel oder PapierDie Dynamik und Ästhetik sowie der Charakter dieserwunderbaren Tiere begeistern mich und werden in allden Jahren immer wieder von mir gewählt, um Bilder320zu malen, gleichsam als Lobgesang an diese Wesen.
  • 215. „Frau Hitt“, 2003Höhe ca. 100 cm322Acryl auf Holztafel
  • 216. „Frühlingserwachen“ 2003Höhe 100 cmAcryl auf HolztafelHinter den Säulen des Winterpalastes schläft eine Frau. Der Geliebtebringt die ersten Frühlingsboten. Es beginnt zu tauen. UnerwartetesZitronengelb – Wärmendes durchbricht die kühl gehaltene Farbigkeitdes Bildes.„Sommerfrau“ 200382 x 84 cmAcryl und Öl auf HolztafelEine Sage der „Ergobanda“ Barbara Weber inspirierte mich zu ­ iesem dBild. Zu jeder Jahreszeit, in den eisigen Bergen, in der herbstlichenHügel­andschaft, im frühlingshaften Grün, am sommerlichen See, lkommt die Sehnsucht nach einer Frau wie in einem Traum in das Land.324
  • 217. „Heimat“ 2005ca. 100 x 100 cmÖl und Acryl auf HolztafelHeimat findet man in der Zweisamkeit, in der Berührung undSehn­ ucht nach dem Land, in der Mutterschaft und in sich selbst.s326„Wandkleider“
  • 218. „Bambus“ 2002Lochbild120 x 145 cmAcryl auf Holztafel„Erinnerung an einen Sommer“ 2002Lochbild145 x 155 cmAcryl und Öl auf Holztafel328
  • 219. „Verlauf der Jahreszeiten“ 1994Breite ca. 270 cmAcryl und Öl auf Holztafel„Regentag“ 1994 „Spätsommer“ 1995Breite ca. 200 cm 130 x 130 cmAcryl und Öl auf HolztafelAcryl und Öl auf Holztafel330Mein erstes Blumenbild habe ich auf Wunsch meiner Mutter gemalt.Es ist dann nicht bei diesem einen geblieben. Meine Blumensträußeaus Farbe sind ausschließlich der Freude gewidmet.
  • 220. In der Plakatgestaltung versuche ich, eingemaltes Schriftbild typo­ rafisch ­ assendgpzu erarbeiten, um einen ­ armonischenhGe­ amt­ indruck und eine unverwechsel- s ebare Identität herzustellen. Die Plakatvor-lagen sind Originalgemälde in Acryl undÖl. Sie entstehen in einem meist größerenFormat als im Plakat selbst dargestellt,z­ umal ich dem Malen in großen Formatenstets den Vorzug gebe.332
  • 221. 334
  • 222. 336
  • 223. 338
  • 224. Patricia Kargakademische Bildhauerin und Malerine-mail: [email protected]: www.karg-patricia.com„Durch meine Arbeit möchte ich den Geist der Menschenerbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für dieSeele sein.“ 1961 am 7. Dezember in Innsbruck geboren Vater Ing. Ludwig Karg, Baumeister Mutter Gertraud Karg, geb. Baumann1 976–1980 Besuch der Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in Innsbruck, Gesellenprüfung1 980–1987 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, Meisterschülerin von Prof. Hans Ladner, Diplom seit 1985 Lebensgemeinschaft mit Univ.- Prof. Dr. Anton H. Schwabegger, Plastischer Chirurg seit 1987 freischaffend selbständig tätig 1995 Bezug des Atelierhauses in Thaur 1997 Geburt von Stella Patricia340 2000 Geburt von Laetizia Philippa
  • 225. MitgliedschaftenBerufsverband Bildender Künstler (BBK) OberbayernsGruppe Factum, Haus der Kunst MünchenBerufsverband Bildender Künstler (BKÖ) ÖsterreichsTiroler KünstlerschaftLionsclub „Victoria“ InnsbruckAlpha Club InnsbruckSyrlin Kunstverein e.V. Stuttgart International Ehrungen, Auszeichnungen & Preise1981 Preis der Stadt Innsbruck1981 Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck1983 Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck1984 Preis des 88. Katholikentages, München1985 1. Preis, Neugestaltung der Kirche St. Philipp Neri, München1987 1. Preis für Malerei Stadt Innsbruck, Ankauf Land Tirol 2. Preis, Friedhofskapellengestaltung, Friedhof Pradl1988 Förderungspreis für Malerei der Stadt Innsbruck1988 Auszeichnung für Kleinplastik durch die International Art Competition, New York1992 1. Preis, Datacom Kunstpreis Tirol1992 1. Preis für das Hahnenkammplakat Kitzbühel1993 3. Preis, Gestaltung der Barbarabrücke, Schwaz1993 Ankauf zum 23. Österreichischen Grafikwettbewerb1995 Belobigung Wettbewerb „Neues Wohnen in Tirol“, WE Wohnungseigentum1997 2. Preis, Plakatwettbewerb Alpenzoo Innsbruck2002 Anerkennungspreis für Malerei, Milser Kulturtage2004 1. Preis, Schienenbolidenwettbewerb, Gestalten mit Kindern2005 Palm Award, Art Domain Gallery, Leipzig2007 2. Platz, Wettbewerb Kunst für Wohn- und Geschäftshaus der Neuen Heimat Tirol, Projekt Schwaz2008 Internationaler Syrlin Kunstpreis, 7. Rang für Skulptur „Liebesnest“, Stuttgart2009 Internationaler Syrlin Kunstpreis, 1. Platz für Skulptur „Muse“, Stuttgart
  • 226. Nationale und internationale AusstellungenEinzelausstellung 1982 Johannesgalerie im Heimatdorf ArzlGrupppenausstellung 1984 Galerie im Fürstenhaus, Hall in Tirol1985 Textilhof, Innsbruck1986 BMW-Galerie, München Stadtturmgalerie, Innsbruck Innsbrucker Kunstverein Internationales Pressezentrum, Wien Haus der Kunst, Kunst ’86, München Deutsche Gesellschaft für Christliche Kunst, München Martin-Philipp-Galerie, München Bonifaziuzshaus Fulda1987 Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck Alter Lahntalerhof, Matrei am Brenner Bank für Tirol und Vorarlberg, Innsbruck1988 Merkur Versicherung, Innsbruck Katholisches Bildungshaus, Lienz Bawag, Innsbruck Inngalerie, Kufstein1989 Reith im Alpbachtal, Tirol Haus der Kunst, Kunst ’89, München1990 Theodor Hörmann Galerie, Imst Kleine Galerie, Galerie Augustin, Innsbruck Galerie Zöhrer, Schwaz Galerie Dida, Graz Raiffeisenbank, Wattens Karg-Haus, Mayrhofen Salzburger Sparkasse, Hallein Bank für Tirol und Vorarlberg, Wien Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England Chateau Jarez, Saint-Chamond, Frankreich Chateau de la Bertrandiere, L’Étrat, Frankreich Galerie im Fischerhuus am Zürichsee, Schweiz1991 Galerie in der Stille, Natters Galerie Villa Mutter, Feldkirch Licht-Design-Ambiente Hausberger, Innsbruck Raiffeisenbank Wattens1992 Bau Art, Ingenieurkammer für Wien, NÖ und Burgenland, Wien Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel Kunstraum Kirche, Osterfestival Katholischer Akademikerverband, Innsbruck Gerätewerk Matrei, Völs342 Galerie Hosp, Nassereith Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England Galerie Kass, Villa Falk, Innsbruck Firma Troppmair, St. Johann in Tirol Studia, Innsbruck
  • 227. 1993 Kunstzaun Innsbruck 2002 ART Innsbruck Galerie Branz, Bregenz Galerie Krupan, München Ikarus Consulting, Wien Am Gaisberg, Salzburg Interunfall Schwaz Galerie Ainberger, Hopfgarten und Kufstein Azoth Art Connexion, Galerie Weinblatt, Wien Cercle Munster, Luxemburg Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel Milser Kulturtage, Mils Ärztekammer für Tirol Bergbilder – Gruppenausstellung, Fulpmes Haus St. Michael, Pfons 2003 ART Innsbruck1994 Stiegl Braukunstfest, Salzburg MART Roveretto Haus der Senioren, Innsbruck Salzlager Hall in Tirol Mal-Happening, Porsche Innsbruck Galerie Renu, Glasarbeiten, Silz Städtische Galerie, Lienz Österreichische Künstler in China, Peking Galerie Branz, Bregenz2004 ART Innsbruck Diagonale Salzburg Floral – Gemeinschaftsausstellung Tiroler Künstlerschaft Kurhaus, Garmisch-Partenkirchen, Bayern Galerie Kass, Schmuck, Innsbruck Marktgemeinde Kundl „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen1995 Galerie Renu, Silz Galeria Corte Filippini, Verona Atelierhaus, Thaur2005 ART Innsbruck Kleines Theater, Salzburg ART Bodensee, Dornbirn Galerie Jacques Coeur, L’Arbresle, Frankreich „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen Raiffeisenbank Vomp Art Domain, Leipzig Galerie Gschösser, Schloss Lipperheide, Münster Tiroler Hof, Niederndorf Kunst im Weinkeller, Schwaz Eplit, München H & H Immobilien, Innsbruck 2006 Galerie Hosp, Wein am Berg, Sölden Sanatorium der Kreuzschwestern, Rum ART Innsbruck1996 Interunfall, Schwaz Biwak, SOS-Kinderdorf in Hall in Tirol Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck Wirtschaftskammer Reutte Krankenhaus Kitzbühel Galerie Augustin, Wien1997 Galerie Bertrand Kass, Innsbruck Raiffeisenbank Wattens1998 Galeria Giacobbe Spazio, Mailand2007 Messe Frankfurt aki – Katholisches Akademikerhaus, Zürich ART Innsbruck Cercle Munster, Luxemburg 2008 ART Innsbruck, Personale, Galerie Hosp1999 ART Innsbruck Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen2000 ART Innsbruck Tiroler Gartentage, Congress Igls Schloss Melans, Absam Stift Wilten2001 Cercle Munster, Luxemburg 2009 ART Innsbruck ART Innsbruck Tag der offenen Gartentür, Atelier Thaur CapitalLeben Liechtenstein Galerie Bertrand Kass, Innsbruck Art Vienna Galerie Manzl Ainberger, Kulturkeller Hopfgarten Igler Kulturtage Innsbruck2010 ART Innsbruck Interni, Innsbruck Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol Innsbrucker Herbstmesse
  • 228. Öffentlich ausgeführte Werke1984 Wegkreuz, Holz geschnitzt, Innsbruck-Arzl Türblattgestaltung, Holz, Bronze und Glas unter den Lauben in der Altstadt Innsbruck1985 Musikpavillon, Holz, Brixen im Thale1986 Dorfbrunnen, Kunststein, Brixen im Thale Kreuzweg, bemalte Holztafeln, Brixen im Thale1987 Fabelwesen, bunter Kunststein, Berg am Starnberger See1988 Spiegelzimmer, Glas, Berg am Starnberger See Priestergrabstätte, Kunststein, Hopfgarten1989 Wandgestaltung, Holz, Fa. Perlinger, Itter Fassadengestaltung, Kunststein, Villa Itter Farbillustration des Buches „Ein Platz im Paradies“, Tyrolia Verlag, Innsbruck Brunnensäule, Kunststein, am Weerberger Friedhof Bühnenbild und Masken „IO“, Innsbrucker Kellertheater Eingang, Kunststein, Raiffeisenbank Kitzbühel Bronzekreuz, Pfarrkirche St. Philippus, München1990 Bühnenbild und Kostüm „Witwe Rousseau“, Innsbrucker Kellertheater Fassade „Karg-Haus“, Mayrhofen Ortseinfahrt – Zunftstange, Bronze, Angath1991 Lüftungsskulptur, Blechfaltungen, Café Moments of Art, Innsbruck Bühnenbild und Kostüm „Kassandra“, Innsbrucker Kellertheater Boden-, Wand- und Säulengestaltung, bunter Kunststein, Foyer Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol Brunnen, Bronze, im Innenhof der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Rauminstallation, Eisendraht, Cineplexx-Kino, Innsbruck Bodenmosaik, Landeskrankenhaus Natters bemalte Kreuzwegtafeln, Wanderweg, Brixen im Thale1992 Spiegelturmfassade, Fa. Alpquell, Münster Fassadengemälde Pfarrheim Ried im Zillertal Saalgestaltung, bunter Kunststein, Truppenübungsplatz Hochfilzen Ziborium und Patene aus Bronze und Kupfer vergoldet,344 Pfarrkirche St. Philippus, München Illustration zum Buch „Hiob“, Tyrolia Verlag, Innsbruck Fassadengemälde Feuerwehrhaus, Kufstein Ideen zur künstlerischen Gestaltung der Inntalbrücke Fassadengemälde Neue Heimat, Wohnanlage Breitenbach am Inn grafische Gestaltung der Zeitschrift „Entschluss“, 47. Ausgabe
  • 229. 1993 Kunstzaungestaltung, bemalte drehbare Scheibe, 1996 Brunnenskulptur, bunter Kunststein, Fa. Opbacher, Fügen Fennerareal, Innsbruck Farbgestaltungen Tivoli Freizeitzentrum, Innsbruck Fassadengemälde Altenpflegeheim, St. Johann in Tirol Plakat, Schlossbergspiele Rattenberg Fassadengemälde Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol Steinerner Regenbogen, bunter Kunststein, Blaike Völs Skulptur, Kunststein, und Säulengemälde Café Platzl, Farbkonzeption Logistikzentrum, Fa. Handl Tyrol St. Johann in Tirol Kreuzweg, Holz, Pfarrkirche St. Philippus, München Brunnen, Kunststein, Festungsapotheke, Kufstein Illustration „Job and the Mystery of Suffering“, Richard Rohr, Kapellenausstattung, Holz und Zinn, Crossroad Book, New York Katholisches Hochschulhaus aki, Zürich Titelbild zum Buch „Christsein als Beruf“, Christian Friesl (Hrsg.), Holztafelbilder als Trennwände, Speisesaal und Foyer Tyrolia Verlag, Innsbruck des Behandlungszentrums Vogtareuth, Bayern Ausstattung, Bronzeskulpturen des Schmuckgeschäftes Schieferer,1997 Plakat und Programmheft zur 35. Jahrestagung Landeck der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische Fassadensegment, Kunststoffplatten, Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol und Rekonstruktive Chirurgie, Innsbruck Gestaltung Familiengrab, Bronze, Arzler Friedhof 17. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms ’97, Gemälde Ambulanz Universitätsklinik für Augenheilkunde, Innsbruck Bronze, Innsbruck 1998 Fassadengemälde Volksschule Thaur1994 Etikett Stiegl-Braukunst-Flasche Salzburg Bautafelgestaltung für Bauconsulting Weinberg, Sillhof Innsbruck Volksaltar, gerosteter Stahl, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl Wandbilder im neuen Ambulanzbereich des Bezirkskrankenhauses Bronzekreuz, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl St. Johann in Tirol Fassadengemälde „Der Zeitscheitel“ an der Pension Wieser, Fassadengestaltung, Blechvorbauten, Fa. Rieder, Ried im Zillertal Sölden Fassadenmalerei mit Glasfaserlicht, Sporthotel Penz, Innsbruck Plakat Schlossbergspiele Rattenberg Plakat Weltmeisterschaft der Einspänner, Ebbs Titelbild zum Roman „Wie ein Stein aus Glas“ von Helga Reichart Plakat Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck architektonische Gestaltung Atelierhaus, Thaur Plakat Internationales Schlittenhunderennen Galtür Grabgestaltung, Nirosta, Westfriedhof Innsbruck1995 Brunnen, bunter Kunststein, Sanatorium der Kreuzschwestern, Medaillen Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck Hochrum Gestaltung der Anschlagtafel, Biochemische Pharmakologie Wandmalerei Stieglitz Klosterhof, Linz Universität Innsbruck Bemalung und Folierung, Dorfbus TATI, Seefeld Garderobenskulpturen, Holz, Volksschule Baumkirchen Wandgemälde Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern Holztafelbild, Plastische Chirurgie, Landeskrankenhaus Feldkirch Säulen, bunter Kunststein, Eingangsgelände Behandlungszentrum 18. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Vogtareuth, Bayern Bregenz Logo der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie Farbgestaltung Stiegenaufgang der Bundesländer-Versicherung, Skulptur, Kunststein mit Faserlicht, Ambulanz Universitätsklinik Innsbruck für Strahlentherapie, Innsbruck Gemälde Ambulanz für Plastische Chirurgie, Innsbruck 1999 Fassadenskulpturen, gefaltetes Nirosta, Kindergarten Thaur Priesterkleidgestaltung, Seidenmalerei, Pfarre Ried im Zillertal 336 Sparbüchercovers, Sparkasse Innsbruck Gestaltung der Vorzugsausgabe „Gegengebete“ von Gestaltung mit Malerei, Liftwände, Internationales Studentenhaus Robert Schneider, Verlag Bibliothek der Provinz Innsbruck Jahreszeitenbilder im Tiroler Bauernkalender Renovierung mithilfe meiner ganzen Familie, altes Lahnhäusl, Zillertal Uhrblattdesign für die Tiroler Röhren- und Metallwerke, Hall in Tirol Tuchbilder, The Penz Hotel, Innsbruck Familiengrabstätte, Bronze und Stein, Ebbs
  • 230. 2000 Plakat Mullerlaufen in Thaur 2003 Gedenktafel am Umspannwerk, Glas, Innsbruck Plakat Haflinger Weltausstellung Ebbs/Tirol „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreis der Tiroler Sparkasse Grabgestaltung, Bronze, Familiengrab Ebbs Gestaltung der Edition Tiroler Single Malt, Zinnguss, Gedenkpreis Ilse Benedetto, Bronzekugel mit Kleinskulptur, Fa. Tiroler Bier, Innsbruck 19. Grand Prix für den deutschsprachigen Wirtschaftsfilm, Holztafelgemälde, Kongresshaus Innsbruck Bronze, Wien Plakat, Sommerball-Lions, Innsbruck Wandgestaltung Logo, Holz, Erlebnissennerei Mayrhofen Grabstätte mit Glaskreuz, Friedhof Natters Wandgestaltung, Beton mit Malerei, Eingang Miederer Badl Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck Holztafelbilder Raiffeisenbank Kleinwalsertal Puzzlebild, bemaltes Holz, Entbindungszimmer Bemalung der Österreichischen „Bundesbahn-Gams“, Kitzbühel Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol Gestaltung Wohnhaus Arzl bei Innsbruck2001 Foyer des Internationalen Studentenhauses mit Holzskulpturen, Andachtsraum mit Gemälde und Tabernakel, Glas, Innsbruck Altenheim St. Josef, Innsbruck Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck Gestaltung der Glaswände, Ordination der Internen Medizin Eingang mit großer gebauter Kamera, Foto Lamprechter, Innsbruck Dr. Gritsch, Fulpmes Kuhfries, Malerei, Haus in Helfenstein, Zillertal Foyergestaltung mit Brunnen, Kunststein und Holztafelgemälden, Verdienstmedaille der Caritas der Diözese Innsbruck, Lufttechnik Kröll, Stans Zinnguss vergoldet Gemälde für das Café Triolaa, Wien, 1. Bezirk Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Logo für die Araberzucht, Leimgruber, Absam Statuetten, Zinnguss, Tiroler Tierschutzverein, Innsbruck Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Farbkonzeption des Logistikzentrums Handl Tyrol, Schönwies Glasscheibe, gefustes Glas, Ordination Dr. Furtschegger, Innsbruck Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol Gestaltung Holztafelgemälde, Ordination Dr. Seiwald, Hall in Tirol2002 Ausstattung mit Einzelmöbeln, Mozartsuiten im Hotel Wolf-Dietrich, Salzburg 2004 Portal, Glas, Juwelier Ellert gegenüber dem Stephansdom, Wien 20. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Wien Gemälde-Ausstattung im Wellnessresort Schwarz, Mieming Malworkshop mit Mitarbeitern der Fa. Siemens, Innsbruck Gemälde in der Fa. Beton- und Monierbau, Innsbruck Glasfassade, gefustes Glas, Internationales Studentenhaus, Innsbruck Gemälde, Vorstandsbüro Siemens, Wien Auferstehungstor, gefustes Glas, Pfarrkirche St. Philippus, München Plakat Thaurer Mullerlaufen Tuchgemälde, Designhotel The Penz, Innsbruck Plakat 200 Jahre Musikkapelle Scharnitz Preise für das Alpentrail Schlittenhunderennen Südtirol, Zinnguss Fassadengestaltung, Alu, Lufttechnik Kröll, Stans Farbkonzeption, Foyer des Internationalen Studentenhauses, Innsbruck dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreisgestaltung, Brunnen, Kunststein und Nirosta, Raiffeisenbank Hart, Zillertal Sparkasse Innsbruck Leinwandgemälde Raiffeisenbank Hart, Zillertal Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Quellennymphe, gefustes Glas, für den Aqua Dome Längenfeld Verschlussdesign für Flaschen, Zinnguss, Tiroler Whisky, Innsbruck Glasgestaltung Rasulbad im Wellnessresort Schwarz, Mieming Farbkonzeption, Kinderarztordination Dr. Gasser, Hall in Tirol Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Glasfassadenmalerei und Gemälde im Foyer Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol der Arlberger Tagesklinik, St. Anton am Arlberg Wegkreuzglaskonstruktion Fachmarktzentrum Kufstein Alpentrail-Trophys in Zinnguss für Schlittenhunderennen, Südtirol Gemälde im Wellnessbereich Hotel Olympia, Obergurgl346 Weihnachtstuchgemälde für das Designhotel The Penz, Innsbruck Familiengrabstätte, Glas und Stein, Natters
  • 231. 2005 Bild Physikalische Medizin Universitätsklinik Innsbruck 2008 Plakat, Thaurer Mullerlaufen Mobiles Grab, Bronze, Schweiz Weinkellergestaltung der Ferrarischule Innsbruck Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs Glastorso, Douglas Drogerien, Düsseldorf Plakat Biathlon-Weltmeisterschaft Hochfilzen Grabstätte, Glas und Edelstahl, Hötting dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien „Gloria“ Sozialpreis der Tiroler Sparkasse, Innsbruck Foyer und gelber Salon im Hotel am Stephansplatz, Malerei, Wien Leidens- und Lichtweg, Glastafelbilder, Pfarrkirche Lechaschau Spitzbogenkirchenfenster, eingebrannte Glasmalerei, Lechaschau Wandgestaltung in Holz, Veranstaltungszentrum Forum, Rum Neuinszenierung des Reliefs, Kunststein und Stahl, durch Acrylglasgemälde, Veranstaltungszentrum Forum, Rum Umbau Raiba Kitzbühel Urnengrab, Glas und Bronze, Hall Skulptur und Glasdrache Hotel Alpenrose, Maurach Kunst Edition für das Stift Wilten, Innsbruck Design für Whiskyverschlüsse mit Zinnskulpturen, Tiroler Bier Restaurierung des Wandgemäldes Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol am Altenpflegeheim St. Johann in Tirol Parfum-Etikettengestaltung mit Rosenstoffdesign, Glasgemälde, Feinkost Fürbass, DEZ Innsbruck Fa. Bipa, Wiener Neudorf Skulpturenwand, Betonguss, Wohnanlage, Neues Ambiente für altes Wegkreuz, Glas, Neue Heimat, Im Tal, Absam Fachmarktzentrum Kufstein Glasdrache Salzburger Hof, Zell am See2009 Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs Foyer und Lounge, Glas, Raiffeisenbank Wattens Urnengrabstätte, Glas und Stein, Mühlau Wellnessbereich, Wandmalerei, Fürstenhaus Pertisau Familiengrabstätte, Glas, Edelstahl und Stein, Mieders Grabstätte, Glas und Stein, Fiecht2006 Kreuzfenster, Glasmalerei, Pfarrkirche Lechaschau „Kreuz“-Schmuckedition für die Ritter zum Heiligen Grab in Jerusalem Glasschichtbild im Landhaus Innsbruck Poseidonhaupt in Glas und Edelstahl, Hotel Amathus, Rhodos Brunnen, bunter Kunststein, Fuchsloch, Thaur Glastorsi, Hotel Amathus, Zypern Glasskulptur Hotel Schweizerhof, Saas-Fee Installation mit Hadernkocher, Papierfabrik Wattens Glasskulpturen für die Bernsteinsuite im Hotel „... liebes Rot-Flüh“, Glasfenster, Aussegnungskapelle Kelchsau Tannheimer Tal Dorfplatz, Gesamtkonzept und künstlerische Ausführung, Glasskulpturen im Hotel Schwarz, Mieming Murg, Schweiz Bild für die Plastische Chirurgie Krankenhaus Bogenhausen, München Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Südtirol Glaswandbild Steuerberatungskanzlei Stauder/Kempf, Innsbruck Medaille Handball Europameisterschaft, Innsbruck2010 Neugestaltung der Ehrenzeichen für die Caritas, Innsbruck Verkehrstafel für Kinderarzt Dr. Gasser, Hall in Tirol Lithographie-Zyklus, bei Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol Plakat, Dreiländer-Kongress, Plastische Chirurgie, Innsbruck Grabstätte, Glas, Mils Skulptur Medienpreis der Österreichischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie2007 Glasreliefwand, Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck Ideenpreis für die Wirtschaftskammer Tirol Glaswand und Gemälde im Wellnessbereich Schwarzalm, Zwettl Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs dreiteiliges Holztafelbild, Kapelle Wohnheim Innere Stadt, Innsbruck Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Bronze, Südtirol Braukunst Edition von Bierdeckeln, Zwettler Bier, Zwettl Glaswand für Wellnesshotel in Oberlech Erscheinen dieses Buches Glaswandgestaltung der Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck Gemälde im Landtagsclub, Landhaus Innsbruck
  • 232. Stichwortverzeichnis zu den AbbildungenA Boden, 64, 67, 123-125, 131-137F glassfusing, 143, 175-177, Kapelle, 54, 57, 60-63, 187, 293ausapern, 20Boot, 53, 152, 215, 225, 303 Fabelwesen, 77, 85, 89, 97, 47 184-187, 195Karikatur, 50Abfolge, 34, 46-48, 60-74, 90,Brief, 31, 38, 49Familie, 41, 48, 71, 93, 158, 161,Glasmalerei, 189, 196, 209, 221, Kastanie, 135 234, 276 Bronze, 38, 58f., 68f., 74f., 146,165f., 225, 274-277223, 280 Kater, 44Ablöse, 70f. 148, 151, 153-159, 161-163, Farbkonzept, 109, 191, 201, 214 Glaube, 158, 166, 263, 318 Katze, 48, 265, 335, 337Abschied, 34, 45, 61, 64, 68, 71,165-169, 172, 181, 292Farbkreis, 123Gloria, 170Keimzelle, 154 85, 142, 151f., 185, 245, 259, 331 Brücke, 35, 52, 73, 109, 133, 219Farborgel, 308Glück, 244 Kelch, 151Achse, 38, 206, 278, 280f.Brückenschlag, 317 Fassade, 173, 191, 193, 196, 199, Gottvertrauen, 293 Keramik, 147Acrylglas, 140, 220, 265Brunnen, 72f., 96f., 105-107, 201, 203, 228, 230, 280Grab, 59, 63f., 151f., 175, 184, Kette, 151, 166Affen, 269 110-115, 126-131, 134-139,Fenster, 175, 185, 189, 265, 309, 292Kies, 133Afrika, 268f., 271, 273 172, 265 325Grabkammer, 152Kind, 43, 60, 71, 151, 165, 170,allein, 34, 39f., 53Bühne, 67, 166, 289, 239 Fest, 221 Grand Prix, 165 225, 265, 272, 275, 277, 298,Alltag, 58, 60, 66, 228 Bündnis, 312 Film, 165 Gregor, 175, 334316, 334Altar, 54 CFisch, 152, 158, 175, 177, 189, Grenze, 287f.Kindergarten, 173Ambo, 54f.Chance, 314 285Gruppe, 44, 64-73, 78, 203, 244, Kirche, 54, 60-63, 189, 208Apostel, 53 Chaos, 191, 231Flammen, 55, 152252Klinik, 118-131, 196, 214, 229,Arbeit, 38, 52, 166, 218, 225, 227Chirurgie, 151, 278fliegen, 75, 173, 225 Gynäkologie, 165, 278 279f.,Arbeitseindrücke, 100, 112, 119,Christophorus, 152 Fliese, 123, 195, 214 Hkokettieren, 92 137, 149 DFloatglas, 178-187, 219, 223, 227 Haflinger, 321, 333Kommunikation, 86, 95Arzt, 50, 278, 287daheim, 301Fohlen, 321 Handball, 151, 333 Konsum, 66Astwerk, 91, 152, 154, 163, 171 Daidalos, 74f. Foyer, 52, 83, 125, 127, 131, 209,Hände, 52, 61, 89, 112, 120, 142,Kontinent, 217Atelier, 76, 154, 248, 265, 294,Dank, 52, 268, 307216, 223, 227, 229, 279148, 151, 162, 165f., 170, 189,Konzentration, 233, 286 308, 311 Daphne, 89 Frau Hitt, 323225-227, 229, 245, 262, 275, Konzeptarbeit, 124-139, 202-205,Aufbruch, 255, 230f., 233, 254f.Dialog, 34, 86, 153, 219, 318Fräulein, 51, 93288, 291-293, 312, 316208-217, 223, 293Auferstehung, 60, 146, 185, 232 Distanz, 261, 306Freiheit, 40, 74, 195, 263, 303,Häuser, 199, 265, 314Korb, 140, 165, 275Auferstehungstor, 185 Dorfplatz, 73, 90, 135-139309, 315, 318heilen, 196, 279f., 287Kornähren, 42, 152, 330Auge, 44, 48, 153, 165, 287 Dornenkrone, 57Freizeitanlage, 201, 211, 215, 296Heimat, 71, 151, 155, 165f., 225,Kosmos, 123, 141, 191Aura, 222f. Drache, 175Freundschaft, 35, 37, 43, 61, 67, 274-277, 282, 292, 301, 325, Kraftfeld, 219, 313Ausgleich, 225f., 298, 316f.drei, 54, 68, 102, 121, 152, 241, 249, 289, 301327Kranich, 151, 172Ausrichtung, 42, 281 293, 296f., 305f. Fries, 205, 221, 225heimgekehrt, 61f.Kreativität, 48, 175Aussaat, 42, 52 Dreifaltigkeit, 54 Frosch, 247 helfen, 60, 120, 170, 258, 273,Kreuz, 45, 48, 58-60, 151f., 183,B Druse, 192 Frühling, 325 275, 289, 301, 334-339186-189, 293Baby, 41, 48, 165f., 272, 334, 338Du, 166Füllhorn, 294 Herz, 153, 222 Kreuzweg, 45, 60f., 63, 184Bad, 215, 265 Dunkelheit, 231, 287 Fusion, 313 Hexe, 50, 332Krippenfigur, 50Ballon, 337 EFuß, 52 Hiob, 40 Kugel, 126f., 131, 135, 137f.,Bambus, 328 Eidechse, 48 Fußball, 338f.Hirte, 50, 334, 336f. 141f., 148-165, 170Bank, 144, 208f., 216f., 257, 306 Einfluss, 253, 259-261, 273, 281,G Hl. Geist, 52, 318 Kuh, 271, 334, 336f.Baucis, 162f., 170 309, 313Gabe, 273 Hoffnung, 158, 166, 231, 247 Kupfer, 145, 151Baum, 36, 64f., 79, 88f., 91, 152,Einsamkeit, 31, 34, 39f., 48, 61, 146, Gams, 175 Holz, 51, 53, 57, 63, 81, 83, 91,L 162f., 170f., 208, 224, 335 151, 166, 247, 267, 297, 324f.Garderobe, 207204-207Laetizia, 250, 265, 300, 334, 356Bausteine, 203, 214 Einspänner, 333geben, 38, 212, 227, 229Hülle, 64, 184 Landschaft, 56, 267, 282, 299,Begegnung, 35, 71, 83, 85f., 92,Elias, 250 Geborgenheit, 168 Hund, 105, 206, 335f. 319, 324 165f., 229, 258-260, 273, 277, Elternhaus, 71, 154, 274 gebunden, 48, 94Hut, 175 Larissa, 175, 334 298, 305, 317Endoskopie, 278Gedanken, 34, 39, 64, 68, 71, ILäuterung, 260Begehren, 260, 297Engel, 166, 170 152, 158, 163, 241f., 245, 247,ich, 31, 50, 67f., 76, 97, 100,Leben, 33, 43, 96, 142, 152, 158,bei dir, 48, 67-69, 85, 99, 155,Entbindung, 165f., 214256103f., 108, 115, 118, 149, 166, 165f., 182, 214, 228, 243 167, 241, 249, 260 Entscheidung, 83 gefangen, 40, 44f., 48, 61, 65, 85, 246, 266, 311Lebensabschnitt, 71, 83Bekenntnis, 259, 263, 318 Entwicklung, 94, 140, 276 260, 309 Ikarus, 74f., 151, 338 Lebensende, 64, 142, 161beobachten, 44, 158 entwürdigt, 63 Geflecht, 32, 91, 163, 170, 288,Illustration, 40, 272Lebensfreude, 97Berg, 282, 323f.entzünden, 314291Impressionen, 48, 112, 137, 151, Lebenskreis, 228, 298Bergsteiger, 50 Erbe, 146, 156 Gefühl, 64, 145, 153, 168, 170, 175, 265, 269, 294, 308, 311,Lebensspiel, 43beschützen, 53, 71, 163, 165f., Erblindung, 287 231, 237 332-339LED, 105f., 113-115, 135, 141, 170, 231, 244, 273-277, 281, Erde, 43, 48, 166, 182 Gegenwart, 68, 298Industriebereich, 214 183, 265 291, 293, 301Erdenmutter, 44, 277 Gehrock, 108Initiative, 286Lehrer, 51Besitz, 273 Erfolgsglobus, 153, 165Geige, 335Inntalbrücke, 109Leidenschaft, 85, 98f.Besteck, 58, 166Erinnerung, 64, 230, 329 Geliebte, 283, 289, 324f. Insignien, 56, 125 Leidensweg, 45, 61Beton, 72f., 110f., 136-139, 175, Erlösung, 53, 57-64, 146, 152, Geliebter, 251Installation, 60-65, 67, 121f., 132- Leiter, 87, 92f., 278, 317 202f.,163, 185, 231f., 239, 253, 289, Gemeinschaft, 54, 60-73, 153- 139, 203, 207Licht animiert, 106, 141, 183, 209,beweglich, 111, 121, 127, 131292f., 325 155, 165-167, 225Instrument, 89, 95, 335 219-223Beziehung, 35, 40, 64-73, 85f., Ernte, 52, 151, 267, 285 Geschichte, 67, 92, 133, 230, 283,JLichtbegegnung, 305348 92f., 99-133, 144, 147, 151-157, Erntedank, 52, 307297, 325 Jahreszeit, 91, 324f., 330 Lichtstrahl, 75, 185, 287 160-167, 170f., 219, 227, 253, Erotik, 99, 102, 163, 165, Gesellschaft, 64, 66, 203, 216Janus, 50Liebe, 48, 163, 167, 171, 283, 258-261, 283, 289, 295, 297, 167-169, 179, 251 Gespann, 105, 333 Joch, 120 301 301, 313 Erwachen, 324f.gießen, 148 Jugend, 238Liebesbaum, 48, 171Biathlon, 333 Erwartung, 232, 241, 260f., 273Gips, 64-66 Julia, 250 Liebesnest, 163, 165, 170Blatt, 20f., 137, 162, 170Erwartungsland, 219Glas, 132-141, 143, 174-189, 192, KLobgesang, 126, 285Blech, 170-175, 198f., 229Etikett, 332195f., 209, 216-223, 227, 280, 292 Kalenderblatt, 46Lochbild, 328f.Blumen, 170, 325, 329, 330f., Ewigkeit, 148, 152, 159, 170,glasscasting, 140, 175Kamera, 175Lot, 159 334-336, 338f. 187-189, 247, 285, 292Glasfaserlicht, 105f., 112-116, Kanne, 120 Löwe, 151
  • 233. M Philemon, 162f., 165, 170f. See Genezareth, 53Treppe, 83, 134, 136-139, 181,Wasser, 85, 97, 106f., 111-115,Macht, 158, 305 Pieta, 61 Seerose, 339 183,126-131, 135-139, 158, 175,Maibaum, 79 Pixel, 201Segel, 121, 175, 225, 303 Tür, 56, 121, 166, 229 187, 192f., 201, 215, 303Maler, 50 Plakat, 175, 333segeln, 303 Typografie, 333 Wasserhahn, 115, 151Malerin, 266Pokal, 151, 153, 170, 175 Sehnsucht, 39, 85, 146, 242, 324U Wasserigel, 112Marktplatz, 216 Politik, 219, 225, 316Sein, 34, 142, 256, 293, 309Überwindung, 233, 254, 286Wasserstuhl, 151Marmor, 126f., 144Polyester, 64, 66f. selbst, 60, 166, 233, 245, 256, Uhrzeiger, 145, 159 Webung, 32Marokko, 271Portal, 121, 193, 196, 203, 209259, 263, 309Umarmung, 72, 274, 283, 295,Weg, 48, 60-63, 83, 121, 173, 183Maschine, 66Portrait, 51, 181 selbstständig, 71301, 327, 334-339Wegkreuz, 58Maske, 50 Posaidon, 176 Seniorenhaus, 187, 293unbekannt, 286f.Weinberg, 266Maß, 158-160Priesterkleid, 175Sitzskulptur, 112, 133, 137, 175, Ungeduld, 159 Welle, 81, 187, 193, 210-213Mauer, 70, 73, 240Prozess, 205 209unschuldig, 62Wellness, 176, 179, 201, 210-213,Max, 337Puzzle, 214 Sommer, 105, 249, 324, 329f.unser tägliches Brot, 58 215, 265, 294, 296, 298Medaillen, 151R Sommerfrau, 324 Urne, 152, 292Welt, 123, 158Meer, 85, 303 Rabe, 245 Sonne, 152, 175, 292, 335 Urnengrab, 292Wendebild, 252, 304, 312, 318mehrteilig, 47, 61, 65, 121, 135, Rabi, 272 Sonnenblume, 329, 334, 339Urteil, 40, 61Wendeskulptur, 87, 166 146, 167, 183, 203, 207, 293,Rad, 165, 175, 227, 316 Sozialpreis, 170V werben, 92, 95 304-306Regenbogen, 117 Spätsommer, 330f. Vater, 51, 71, 166Werbung, 95Messing, 124f., 170 Regentag, 330 Sperrholz, 205f.veränderbar, 60, 86, 104, 166f.,Werden, 276miteinander, 146, 170, 230, 274,Reh, 231, 237, 332, 336 Spiegel, 193, 245183, 206, 219, 304, 312Werkzeug, 58, 80, 132, 148, 166, 288, 334-339 Reigen, 81, 338 Spiegelbild, 245Veranstaltung, 116, 205, 221 287Mitte, 56, 72, 196, 316 Reihungen, 60-73, 94, 121, 203, Spiegelzimmer, 192Verbindung, 64, 67, 69, 147, 153, Werte, 225mittragen, 60205, 207 Stacheln, 112, 135, 175163, 165f., 194, 313 Wesen, 47, 66, 77, 93, 319Modell, 79, 104, 109, 175, 180, reizen, 95Stadt, 209Verbundenheit, 157Wetterhahn, 190 199, 202, 209, 212 Richter, 145, 305 Staffellauf, 306verflochten, 91, 98, 140, 147, 151, Widehopf, 172Mosaik, 123, 193, 214 Richtungen, 83, 86, 202-221, 287, Stahl, 56, 111, 131-139, 170-177 155, 162f., 165-167, 170f. Wille, 34, 241, 254, 309, 314Muller, 333315Stamm, 54, 64, 93, 152, 162, 313, Verführung, 95, 100-103, 169, 171 Windflügel, 121, 175, 303Mund, 48, 153 richtungsfrei, 48, 87, 166, 252, 334f., 338 Vergangenheit, 132, 158 Windsegel, 175Mündung, 125, 158261, 304, 312, 318 Stamm Jesse, 54 vergeben, 61Windung, 106Muse, 166, 169Rose, 170, 336Standarte, 59, 95, 121vergessen, 64 Windwege, 173Musik, 166, 332, 335S Start, 233, 254, 286f.vergoldet, 151, 154f., 157, 165,Windzeichen, 182Musikpavillon, 91 Sage, 74, 85, 89, 151, 165, Steiermark, 267170, 292 Wirtschaft, 153, 227, 316Mutter, 40, 44, 60f., 70, 152, 165f., 323-325Stella, 165, 265, 275, 334, 356 Verkehrszeichen, 175Wundmal, 55-57, 59 226, 272, 274-277, 326f., 334, Sakral, 53-65, 142, 146, 151f., steuern, 226, 316 Verlangen, 85, 242, 260f., 273, Würde, 243 337-339 166, 170, 175, 183-189 Stiege, 83, 137, 175 283, 289 Würfel, 166Mythologie, 85, 89Sanatorium, 127f. Stier, 158, 260, 262, 271, 273, verlassen, 61, 146, 185, 256Wurzeln, 44, 48, 152, 155, 163,N Sanduhr, 159 278, 336 Vermählung, 312276f.Naiade, 85Säule, 60-62, 107, 113, 118-121,Stoffmalerei, 175, 265Vernunft, 144f. ZNatur, 36, 81, 91, 265, 319125, 293, 325Strömung, 309, 314verschmelzen, 68, 194 Zeichner, 31Nautilus 175Schachspiel, 43 Student, 83 Versuchung, 238 Zeit, 30, 34, 145, 159, 230, 253,nehmen, 56, 226f., 229, 260 Schafe, 44Stuhl, 54, 175Vertrauen, 144, 153, 165, 306, 277, 284, 309Neophyt, 239Schale, 64, 72, 96, 127, 134, Stundenfischer, 158311Zeitebenen, 297Nest, 154f., 163, 165f., 170, 182, 136-138, 143, 147, 175, 184, Sturm, 53 verurteilt, 61Zeitfenster, 309 209, 274f.273, 285, 292, 316 Stute, 321Verwalten, 144zeitlos, 34Netzwerk, 288, 291Schattenbilder, 179, 228T Verwandlung, 89, 95 Zeitscheitel, 284Nirosta, 111, 129, 133, 135, 139, Scheibe, 145, 151, 166, 175, 206Tabernakel, 54, 57, 293 verwurzelt, 44, 48, 155, 163Zentrum, 70-73, 123, 281, 305 172f., 175-177 Schichtung, 48, 141, 179, 181f.,Tagebuchseite, 48 Verzückter, 74Zerstörung, 123Nixe, 158, 166, 170, 338f. 185, 189, 205f., 213, 219, 223 Tanz, 73, 79, 81, 166, 175, 249,Vielfalt, 48, 175, 265, 333-339 Ziege, 50Nomanden, 271 Schicksal, 67, 258f. 259, 269, 290, 334f., 338f.Vision, 48, 108f. Zinn, 55-57, 63, 151O Schicksalsgemeinschaft, 67Taube, 52, 152, 175, 189, 195,Vogel, 151, 173, 175, 284f. zueinander, 69, 163, 219, 313,Öffnung, 48, 56f., 59, 146, 154 Schifahren, 333, 339 318, 336f. Vogelflug, 151, 173334-339Ohr, 165Schiff, 53, 134, 136-139Teller, 175 Vogelhimmel, 172f.Zufluss, 314Opa, 51 Schild, 175 Tempo, 255, 306, 309Volksschule, 207f., 230 Zukunft, 68, 82, 132, 158, 166,Ordination, 223 Schlaf, 158, 246, 325 Teppich, 125, 143 Voraussicht, 241 225, 276Orientierung, 278, 286f.Schlauchboot, 215 Terralitho, 71, 76-78, 84-89, 92- W zusammen, 67, 147, 151-155,Orthopädie, 278 Schlittenhund, 105, 333107, 112-121, 124-131, 142-145,Waagschale, 152, 175, 316157, 162f., 165-167, 170f., 216,Oskar, 334Schnecke, 33, 165f., 182 170, 175, 246, Wachs, 32, 35, 38, 41f., 45f., 79, 288, 312Ostern, 59, 185, 232Schneckenhaus, 165f., 182 Tiefe, 84, 231, 286149, 151f., 175zwei, 50, 52, 67-69, 84f., 92,P Schnittbild, 48, 98 Tier, 145, 237, 247, 271, 298,Wachstum, 48, 52, 91, 285 99-103, 137, 146, 162f., 167,Paar, 59, 68, 72, 85, 99, 102, 151, Schnitzeisen, 80 320, 334-339 Wahrheit, 260170f., 181, 219, 229, 242f., 249f., 154, 163, 167, 248, 334-339Schönheit, 166Tisch, 38, 54, 151, 175, 225f., Wald, 209256, 258-261, 273, 289, 299,Pantogrator, 59, 146, 305 Schöpfung, 48, 126 248, 316 wandeln, 132 301, 313,Papier, 48, 64, 98, 132, 175, 199 Schulzeit, 50, 230Tod, 58, 64, 85, 152, 158, 166Wandgestaltung, 67, 81, 91, 124,Zweisamkeit, 40, 43, 69, 72, 85,Papierfabrik, 132 Schwan, 158, 166, 244, 334Torso, 151, 179131, 144, 205, 209-231, 279 92, 99, 101, 155, 163, 167, 171,Paravent, 128, 131Schwangere, 50, 145 Torte, 175Wandlung, 101249, 283, 295, 297, 301, 313,Patchwork, 66 Schweigen, 253Tradition, 50, 225, 332 Wandmalerei, 67, 191, 201, 209,325Pendel, 159 Schwertlilien, 330, 336, 338Tragödie, 332213f., 228f., 231, 279 Zyklus, 166Pferd, 48, 151, 174f., 270, 320f.,Schwester, 93 transform, 314Wanne, 172 335-337, 339 Schwimmer, 215, 338f. Traum, 158, 324 warten, 34, 233, 241f., 245, 257f. = nächstfolgende Seite
  • 234. 350
  • 235. Sabine Penz, GrafikdesignMatura in Grafik und Kommunikationsdesign,Studium der Kunst (Malerei) an der Universität für Angewandte Kunst WienLehramtsstudium (Bildnerische Erziehung, Technisches Werken) an der Akademie der bildenden Künste WienÜber die Entstehung dieser mONOgrafieNeugierige, welche diesen Band zur Hand nehmen, dürfen sich zu Rechthaben wir den informativen Aspekt vorgezogen, obgleich dezenter Unschärfee­ rhoffen, viel über die Künstlerin Patricia Karg zu erfahren. Eine Stellung­ oder irreparabler Bildschäden. Aber auch bei manchen zyklischen Arbeiten,nahme der Grafikerin mag dabei überraschen. speziell bei den einleitenden Grafiken, war trotz Mängel weder Ersatz nochDoch hier geht es nicht um das Buch eines außen stehenden Editors. DasVerzicht möglich. Die Technik ändert sich rasend schnell, und so sind auchSchöne dieser Monografie ist dessen Entstehung aus direkter Quelle: Die Ideebei den Abbildungen der Werke Patricias, deren Schaffen bis in die 80er-­ ahreJund Finanzierung, die Dokumentation der Werke, der Vertrieb und nicht ­ uletztz zurückreicht, unterschiedliche Bildqualitäten nachzuvollziehen.die Kontakte und Beziehungen der Mitwirkenden entsprangen der Initiativeder Künstlerin. Sie selbst erzählt, erlaubt Einblicke und Querver­ indungen, bDie Anordnung der Inhalte unterliegt mit Absicht keiner Chronologie, sondernsetzt Werke in Zusammenhänge und in mutige Farbigkeit. Dieser Text ist so folgt einem von Patricia geformten thematischen Bogen. Die Farbe der Groß-zweifelsohne auch eine Geschichte über Patricia, die ich zehn Jahre langplastiken schwappt auf die Innenarchitektur über. Die Form der Kugeln zahl-b­ egleiten konnte.reicher Gussarbeiten ergibt sich intuitiv aus der vorangestellten künstlerischenIn den Schulferien Sommer 2000 absolvierte ich ein Praktikum im Atelier Karg. Installation. Das Material Glas vereint Skulpturen mit Raum- und Fassaden­Hier entsprang eine fruchtbare Zusammenarbeit. Wohl auch deshalb trat Pa­ gestaltungen. Wie in einem Prozess fließt ein Thema in das nächste über.tricia mit ihrem Vorhaben an mich heran. Etliche Werke waren bereits fotogra­ Auch die Haptik des Papiers wechselt, blütenweiß, samtrau, gestrichen farb­fiert und digitalisiert. Mehrere Kisten mit hunderten von sortierten ­ ollagen Cintensiv. Wie Paukenschläge in einem Musikstück zeigen sich ab und andefinierten die Seiteninhalte. Strukturiert, kreativ, produktiv – so arbeitet Patri­f­ulminante Seiten mit einer Bündelung an Abbildungen. Für persönlichecia. Und dennoch war es ein langer Weg und meine Freude über diese umfas­ E­ inträge stehen spezielle Seiten zur Verfügung. Das Stichwortverzeichnissende Aufgabe wich ab und zu der Überforderung. Müsste dieser Band all ihrgegen Buch­ nde ermöglicht interaktives Finden.eSchaffen beherbergen, wäre das großzügige Design in Kompression erstickt.Es braucht ein klares, flexibles Layoutkonzept, um die große Vielfalt ihresDie Selektion des Materials forderte unzählige Arbeitsstunden, viel ­ ngagementE Schaffens, die individuellen Themenbereiche und variierenden Abbildungs-und vernünftige Kompromisse. Jede einzelne Fotografie und Datei wurde auf formate in eine einheitliche Struktur zusammen zu führen. Offene BuchseitenRelevanz und Brauchbarkeit gesichtet. Neben teils ausgezeichnetem ­ aterialM sind in eine stimmungsvolle Farbigkeit getaucht. Die Typografie ist passendgalt es von qualitativ mangelhaften Bilddaten Neuscans der analogen Vor­agen labgetönt. Der farblose Seitenrand mit Paginierung bleibt als kontinuierlichesanzufertigen. Waren selbst Negative oder Dias unzureichend, ­ urde eine Foto­ wElement. Ein Hauptthema wird durch Skizzen, Arbeitsfotos und Eindrücke ausgrafin zu dem entsprechenden Kunstwerk gesandt. Doch viele, meist frühere der jeweiligen Zeit ergänzt. Sie begleiten erzählerisch die Werke und ­ rlaubeneWerke – damals mit dürftigen Mitteln dokumentiert – sind nicht mehr erreich­persönliche Einblicke, Patricia lässt Sie in ihre Welt. Sie wollte ein Buch zumbar oder deren Aufenthalt ist nicht mehr nachvollziehbar. Speziell für Patricia Entdecken, Informieren, Anfassen und Unterhalten, ein Medium das zeitlosund sicher auch für den einen oder die andere SammlerIn bleibt das Fehlen und lebendig bleibt.dieser meist sehr schönen und durchaus künstlerisch relevanten ­ rbeitenAeine untröstliche Tatsache. Nicht selten verhandelten Patricia und ich wieauf einem orientalischen Bazar um die qualitativen An­orderungen ­ inzelner f ePatricia ließ mir reichlich freie Hand. Die Entscheidungen fielen jedoch ­mmer iWerksabbildungen. Mein Bestreben nach hochwertigem, druckfähigem Bild­in Absprache von uns Beiden während der zahlreichen Treffen, bei denenmaterial wurde wesentlich von meiner Kollegin Simona Obholzer mitge­ragen, tes keine ­ ergeudete Minute, doch stets frische Jause gab. Über die Monate vdie in digitaler Überarbeitung das Beste aus jeder Datei lockte, ohne an ­ eren dhinweg entwickelte sich das Layoutieren zu einem Wettlauf mit der Zeit, dennA­ uthentizität zu kratzen. Vor allem im Bereich der­­ okumentarischen ­ otografiend F Patricias Schaffen ist pausenlos.Simona Obholzer, BildbearbeitungMatura in Grafik und Kommunikationsdesign,Studium der bildenden Kunst (Video und Videoinstallation) an der Akademie der bildenden Künste Wien
  • 236. Dieses Blatt steht Ihnen fürIhre persönlichen Eintragungen352Ihrer Kunstsammlung zur Verfügung.
  • 237. Werkstitel Jahr Maß Bemerkung
  • 238. 354
  • 239. HERZl i c he nDANK
  • 240. 356
  • 241. Die alltäglichen Dinge kleben oft an mir, binden mich,deshalb müssen mir Flügel wachsen, zumindest im Kopf.Beginnen will ich immerzu ...
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