Leben & Arbeiten in der Schweiz

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    19-Oct-2014

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Schweiz - Leben und Arbeiten

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Wichtige AdressenStaatssekretariat fr Wirtschaft (SECO) Direktion fr Arbeit/EURESEffi ngerstrasse 313003 Bern/Schweizinfo@eures.chwww.eures.chwww.treffpunkt-arbeit.chHotline: +41 31 323 25 25Bundesamt fr Migration (BFM)EURESQuellenweg 63003 Bern-Wabern/Schweizeuresinfo@bfm.admin.chwww.bfm.admin.chIch liebe dieses multikulturelle Land, dessen Lebensqualitt aussergewhnlich ist. Ted Smith, Ingenieur, NiederlandeLEBEN UND ARBEITEN IN DER SCHWEIZ+ ARBEITEN IN DER SCHWEIZ +WIRTSCHAFTTrotz begrenzter Bodenfl che und fehlender Rohstoffe ist die Schweiz ein bedeutender Industriestaat und Finanzdienstleister. Infolge stabiler wirtschaftlicher und politischer Ver-hltnisse haben viele weltweit ttige Unternehmen ihren Sitz in der Schweiz. Das Land ist jedoch in grossem Umfang auf die Einfuhr von Rohstoffen, Ener-gietrgern, Halbfabrikaten und Nah-rungsmitteln angewiesen.STELLENSUCHE IN DER SCHWEIZDie meisten offenen Stellen werden weder in den Zeitungen noch im Inter-net ausgeschrieben. Zahlreiche Stellen werden intern vergeben oder Personen angeboten, die das Unternehmen di-rekt kontaktieren.Um sich vom Stellenmarkt ein Bild machen zu knnen, sind persnliche Kontakte sowie die ffentliche und private Stellenvermittlung das beste Mittel. In bestimmten Bereichen wie Bau, Verkauf und Hotellerie werden Stellen oft ber mndliche Weiter-empfehlungen besetzt. Zgern Sie also nicht, Ihre persnlichen und beruf-lichen Kontakte zu nutzen. Viele Unternehmen verffentlichen ihre Stellenangebote auf der eigenen Website. Sie knnen diese ber die gngigen Jobsuchmaschinen fi nden. Whlen Sie gezielt die Unternehmen aus, die Sie interessieren, und kontak-tieren Sie jene, die erfolgreich sind. Die Adressen der meisten schweizerischen Unternehmen sind auf der Website ihres Verbands unter der Rubrik Mit-glieder aufgefhrt. So zum Beispiel: Economie Suisse (Verband der Schwei-zer Unternehmen), Swissmem (Maschi-nen, Elektro- und Metallindustrie), Ver-band der Schweizerischen Uhrenin-dustrie (FH), Schweizerische chemisch-pharmazeutische Industrie (SGCI), Gastro Suisse (Verband fr Hotellerie und Restauration) etc.STELLENANZEIGEN IN ZEITUNGEN UND IM INTERNETOffene Stellen werden auch in Bei-lagen grsserer Tageszeitungen publi-ziert. Die bekanntesten Stellenanzeiger heissen Stellefant (Basler Zeitung), Stellenmarkt (Bund und Berner Zei-tung), 24 Emplois (24 heures), Pages emploi (Le Temps), Stellen-Anzeiger, Alpha (Tages-Anzeiger und Sonn-tagsZeitung) sowie NZZexecutive (Neue Zrcher Zeitung) und Corriere del Ticino (Zeitung fr das Tessin). FFENTLICHE UND PRIVATE STELLENVERMITTLUNGDie ffentliche Arbeitsvermittlung in der Schweiz wird auf nationaler Ebene von der Direktion fr Arbeit des Staats-sekretariats fr Wirtschaft (SECO) berwacht. Sie ist jedoch kantonal organisiert: In den Kantonen sind die RAV (Regionale Arbeitsvermittlungs-zentren) fr die Stellenvermittlung zu-stndig. Diese Zentren sind dafr ver-antwortlich, Arbeitslose sowie auch Staatsangehrige der EU/EFTA bei der Suche nach einer neuen Stelle zu unter-sttzen. Sie knnen sich ebenfalls bei einer der zahlreichen privaten Stellenvermitt-lungsagenturen oder Temporrbros anmelden. Unter folgendem Link kn-nen Sie die vollstndige Liste der Betrie-be einsehen, die ber eine Bewilligung fr derartige Dienste verfgen:Das EURES-Netz (European Employ-ment Services) der EU verfolgt das Ziel, die berufl iche Mobilitt innerhalb des Europischen Wirtschaftsraums zu fr-dern. Seine Online-Datenbank enthlt tausende Stellenangebote, darunter auch Stellen in der Schweiz. Legen Sie Ihren Lebenslauf einfach auf dieser Website ab, denn Sie wird von zahl-reichen Arbeitgebern besucht. www Online-Zeitungen:www.zeitung.ch und www.onlinenewspapers.comwww Verzeichnis der privaten Stellenvermittlungsagenturen:www.avg-seco.admin.chwww Regionale Arbeitsvermittlungs-zentren RAV:www.treffpunkt-arbeit.ch > ber unsBEWERBUNGIn der Schweiz enthlt ein komplettes Bewerbungsdossier in der Regel ein Be-werbungs- oder Motivationsschreiben, einen Lebenslauf und eine Kopie aller bisherigen Arbeitszeugnisse und Diplo-me. Smtliche Dokumente mssen in einer Landessprache (Deutsch, Franz-sisch oder Italienisch) abgefasst sein. Internationale Unternehmen akzeptie-ren unter Umstnden auch Bewerbun-gen in Englisch. Damit Ihre Bewerbung in der Menge der eingereichten Dos-siers positiv auffllt, sollten Sie auf eine gepfl egte, sorgfltige Ausarbeitung Ihrer Unterlagen achten.Das Bewerbungsschreiben soll den Ad-ressaten davon berzeugen, dass Sie die ideale Kandidatin oder der ideale Kandidat fr die Besetzung der aus-geschriebenen Stelle sind. Sie mssen Ihr Interesse mglichst kurz und deut-lich bekunden. Nur wenn Ihr Schreiben informativ und berzeugend ist, we-cken Sie das Interesse des Empfngers an Ihrer Person. Vergessen Sie also in Ihrem Brief auch die persnliche Note nicht. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Vor-zge hervorzuheben und Ihre Erwar-tungen an die Stelle zu nennen. Falls Sie dem Profi l der Stelle nicht ganz ent-sprechen, weisen Sie mit einer positi-ven Formulierung darauf hin.Das Schreiben sollte nicht mehr als eine gedruckte A4-Seite umfassen (ein handschriftliches Bewerbungs-schreiben ist nur auf ausdrcklichen Wunsch des Arbeitgebers einzurei-chen). Achten Sie schliesslich auch auf korrekte Grammatik und Rechtschrei-bung.LEBENSLAUFEinfach, knapp und przis! Der Lebens-lauf ist maximal zwei A4-Seiten lang und sollte in tabellarischer Form folgende Angaben enthalten: Name und Vorname, Adresse, Telefonnummer, Alter, Staatsange- hrigkeit PassfotoDie Schweiz hat neben sehr vielen verschiedenen Seiten auch Arbeitsbedingungen, die gut sind.Sandra Brandhuber, Pfl egefachfrau, sterreichwww EURES fr Arbeitssuchende:www.ec.europa.eu/eureswww.eures.chIch arbeite gerne in der Schweiz, weil die Menschen sehr nett und zuvorkommend sind.Ingrid Schbbe-Birk, Laborantin, Deutschland berufl icher Werdegang, junge Personen auch Praktika whrend der Ausbildung Ausbildung (Schule, Studium, Beruf) Sprachkenntnisse, Computer- kenntnisse, besondere Kenntnisse spezielle Interessen und HobbysWeitere Informationen und Vorlagen:VORSTELLUNGSGESPRCHBereiten Sie sich grndlich vor und machen Sie sich Gedanken zu Ihren Strken und Schwchen, denn Sie wer-den konkrete Beispiele geben mssen. Spielen Sie das erste Gesprch vorher durch, denn der erste Eindruck zhlt. Auch Ihre Kleidung ist wichtig, zeigt sie doch, wie Sie sich auf der Arbeit prsen-tieren werden. Tragen Sie Kleider, die in der Branche des Unternehmens und in Ihrem Beruf blich sind. Wenn Sie die entsprechenden Gewohnheiten nicht kennen, kleiden Sie sich eher klassisch. Informieren Sie sich ber das Unter-nehmen (Markt, aktuelle Lage, Konkur-renten usw.): Sie mssen treffende Fragen stellen knnen. Sie werden auch Fragen zu Ihrer Sozialkompetenz und zu Ihren persnlichen Fhigkeiten beantwor-ten mssen. Informieren Sie sich ber die Lohnbedingungen der Branche oder der Berufsgattung (siehe nchste Seite).ANERKENNUNG VON DIPLOMENIn der Schweiz legen die Arbeitgeber grossen Wert auf Diplome und Arbeits-zeugnisse. Das Staatssekretariat fr Bil-dung, Forschung und Innovation (SBFI) beurteilt Berufsdiplome und stellt Gleichwertigkeits-Bescheinigungen aus.www Wie bewerbe ich mich richtig:www.treffpunkt-arbeit.ch > Publikationen > Broschren > Bewerbungwww Europass:europass.cedefop.europa.euEs ist wichtig zu wissen, dass nur Diplo-me von reglementierten Berufen aner-kannt werden knnen. Als reglemen-tierte Berufe gelten namentlich solche, fr deren Ausbung ein Diplom, ein Zeugnis oder ein Fhigkeitsausweis verlangt wird.ARBEITSBEDINGUNGENDie Schweiz ist fr ihre guten Arbeits-bedingungen bekannt. Dies gilt jedoch nicht fr alle Branchen und Berufe. In-formieren Sie sich. In bestimmten Branchen bestehen Gesamtarbeitsvertrge (GAV). Ein GAV ist eine schriftliche Vereinbarung zwi-schen einzelnen oder mehreren Ar-beitgebern oder ihren Berufsverbn-den und Gewerkschaften. Er enthlt Bestimmungen ber das Verhltnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitneh-menden sowie Bestimmungen, die sich an die Vertragsparteien des GAV rich-ten.ARBEITSVERTRAG Durch den Einzelarbeitsvertrag ver-pfl ichten sich die Arbeitnehmenden auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit im Dienst des Arbeitgebers und dieser zur Entrich-tung eines Lohnes, der nach Zeitab-schnitten (Zeitlohn) oder nach der ge-leisteten Arbeit (Akkordlohn) bemessen wird. Als Einzelarbeitsvertrag gilt auch der Vertrag, durch den sich Arbeitneh-mende zu regelmssigen Leistungen von stunden-, halbtage- oder tagewei-ser Arbeit (Teilzeitarbeit) im Dienst des Arbeitgebers verpfl ichten. Vom Gesetz her bedarf der Einzelarbeitsvertrag kei-ner besonderen Form. Es ist demnach www Rektorenkonferenz derSchweizer Universitt CRUS:www.crus.chwww Diplomanerkennung Pfl egeberufe:www.redcross.ch > SRK in Aktion > Gesundheit > Gesundheitsberufe > Ausbildungs-abschlsse Auslandwww Staatssekretariat fr Bildung, Forschung und Innovation SBFIwww.sbfi .admin.chinfo@sbfi .admin.chBei Angaben, die nicht im Vertrag geregelt sind, gilt die gesetzliche Grundlage.Ein Arbeitsvertrag sollte folgende Angaben enthalten: Namen der beiden Vertragsparteien Datum des Vertragsbeginns Art der zu leistenden Arbeit (evtl. ergnzendes Pfl ichtenheft, Funktionsbeschreibung usw.) Arbeitszeit (Sollarbeitszeit/Hchstarbeitszeit und gegebenenfalls Besonderheiten wie Nachtarbeit, Sonntagsarbeit usw.) Probezeit (maximal drei Monate) Kndigungsfrist Ferien Lohn (Lohnsumme, Abzge, gegebenenfalls Zulagen, 13. Monatslohn, Gratifikation, Boni, Lohnfortzahlung bei Krankheit) Mutterschaftsurlaub Berufshaftpfl ichtversicherung Pensionskassedestdauer betrgt: fnf Wochen fr Arbeitnehmende und Lehrlinge bis zum vollendeten 20. Altersjahr; danach vier Wochen, ab dem 50. Altersjahr 5 Wochen und ab dem 60. Altersjahr 6 Wochen Ferien pro Jahr. LHNEDas Lohnniveau ist je nach Wirtschafts-branche und Region sehr verschieden. In der Schweiz gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn. Aller-dings sind bei gewissen GAV in einzel-nen Branchen Mindestlhne festgelegt worden, zum Beispiel in der Hotellerie, Gastronomie und in der Baubranche.Bestimmte GAV knnen hhere Lhne, tiefere Wochenarbeitszeiten, mehr Fe-rientage oder einen hheren Beitrag des Arbeitgebers an die berufl iche Vorsorge vorsehen. Manche GAV sind nur in bestimmten Kantonen gltig. Sie knnen sich vor dem ersten Vorstel-lungsgesprch bei den Gewerkschaften Ihrer Branche ber die geltenden Lohn-bedingungen informieren.Achtung: Der Lohn wird meistens auf ein Konto berwiesen. Sie mssen da-fr ber ein Bank- oder Postkonto in der Schweiz verfgen. SOZIALABGABENWenn im Arbeitsvertrag ein bestimm-ter Lohn vereinbart wird, versteht sich dieser als Bruttobetrag, von dem noch die Abgaben an Sozialversicherungen abgezogen werden. Diese Abzge be-stehen aus Beitrgen an: die Alters- und Hinterlassenenver- sicherung (AHV), Invalidenversiche- rung (IV) und Erwerbsersatzver- sicherung (EO): 5,05% des Lohnes (ohne Obergrenze) auch mglich, einen Arbeitsvertrag in mndlicher Form abzuschliessen. Aus praktischen Grnden ist jedoch zu empfehlen, das Arbeitsverhltnis schriftlich zu regeln.ARBEITSZEITENDie gesetzliche Hchstarbeitszeit fr Angestellte in Industriebetrieben, fr Bropersonal, technisches Personal und die brigen Angestellten inklusive des Verkaufspersonals in grossen De-tailhandels- sowie Einzelhandelsunter-nehmen betrgt 45 Stunden pro Wo-che. Fr alle anderen unselbststndig Beschftigten liegt die Obergrenze bei 50 Stunden. Achtung: Fr Temporrarbeit whrend der Nacht sowie an Sonn- und Feierta-gen besteht ein Anrecht auf spezielle Entschdigung.FERIENDas Recht auf Ferien ist ein Grund-recht, das der Arbeitgeber jeder Arbeit-nehmerin und jedem Arbeitnehmer in jedem Dienstjahr gewhren muss. Die gesetzlich festgelegte jhrliche Min- die Arbeitslosenversicherung (ALV): 1,1% des Lohnes (Stand 2013). Auf Einkommensanteilen zwischen CHF 126000. und CHF 315000. wird zudem ein Solidarittsprozent erhoben die berufl iche Vorsorge (BVG): je nach Versicherung und Alter der versicherten Person ca. 7,5% des versicherten Lohnes die Nichtberufsunfallversicherung (NBUV): je nach Branche zwischen 0,7 und 3,4% des Lohnes (bis max. CHF 126000. pro Jahr) Dabei sei darauf hingewiesen, dass die Arbeitgeber an die obengenannten So-zialversicherungseinrichtungen mit Ausnahme der Nichtberufsunfallver-sicherung Beitrge in der gleichen Hhe wie Sie einzahlen. Achtung: Die Beitrge an die obligato-rische Krankenversicherung sind in der Schweiz nicht Teil der Sozialabzge.www SECO-Broschren:www.seco.admin.ch> Dokumentation > Publikationenund Formulare > Broschrenwww Lohnrechner:www.lohnrechner.bfs.admin.chwww.entsendung.ch > Lohn und Arbeitwww.lohnrechner.ch

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