• 1. Lyrik1LyrikAls Lyrik (griechisch λυρική (ποίησις) –die zum Spiel der Lyra gehörendeDichtung) bezeichnet man die drittepoetische Gattung neben der Epik und derDramatik.Lyrische Werke nennt man auch Gedichte.Begriffsgeschichte LyrikDie Trias Lyrik – Epik – Dramatikunterschied bereits Aristoteles in seiner„Poetik“, allerdings wird derOrdnungsbegriff ‚Lyrik‘ erst seit dem 18.Jahrhundert als Gattungsbezeichnungverwendet. Der Begriff ist heute – andersals in der antiken Literatur – relativunbestimmt und wird seit dem 19.Jahrhundert (fälschlich) oft synonym mitdem Wort ‚Poesie‘ (Dichtung) verwendet.Man kann aber sagen, dass man unterLyrik eine literarische Hauptgattungversteht, die man auch als singbareApollon mit einer LyraDichtung bezeichnen kann. Der Dichter alsquot;lyrisches ICHquot; äußert Gefühle und Gedanken unmittelbar. Beziehungen zwischen Subjektund Wirklichkeit werden ästhetisch am stärksten verallgemeinert. Lyrik ist starksinnbildlich und rhythmisch, oft gereimt und mit Musik verbunden.GedichtMit Gedicht wurde ursprünglich alles schriftlich Abgefasste bezeichnet. Auch hier fand im18. Jahrhundert eine Begriffsfestigung statt: Seitdem wird der Begriff nur noch für denpoetischen Bereich verwendet. Das Wort „Dichtung“ hat aber im volkstümlichen Gebrauchnoch etwas von seiner ursprünglichen Bedeutung erhalten.Ein umfangreiches, oft mehrteiliges oder als Zyklus angelegtes dichterisches Werk mitlyrischen und epischen Elementen ohne verbindliche metrische Struktur wird alsLanggedicht oder Poem bezeichnet.
  • 2. Lyrik 2Kriterien der sprachlichen FormLyrische Texte unterscheiden sich von der Prosa oft durch ihre äußere Form (Vers,Versmaß, Strophenbau). Im Laufe der Gattungsgeschichte, vor allem im 20. Jahrhundert,verlor dieses Kriterium allerdings weitgehend seine Bedeutung. Lyrische Texteunterscheiden sich dennoch sprachlich-formal von epischen und dramatischen vor allemdurch ihre Kürze, ihre strengere Form, ihre Dichte (Ausdruckskraft) und sprachlicheÖkonomie (Prägnanz), ihre Subjektivität und ihren Bezug auf ein „lyrisches Ich“. Oftwerden sehr viele sprachliche und formale Mittel dabei als Ausdrucksmittel nutzbargemacht (siehe beispielsweise Reim, Rhetorische Figur, Alliteration, Metapher). Auch einenichtalltägliche Anordnung von Wörtern, Wortgruppen und Sätzen spielt dabei eine Rolle.Allerdings gibt es auch Gedichte, die sich diesen Merkmalen bewusst widersetzen und imExtremfall zu „Anti-Gedichten“ werden. Neben offenen Formmerkmalen können Merkmaleeines Gedichtes auch verborgen sein. So kann eine bestimmte Silbenzahl einer Zeilefestgelegt sein, oder es können an bestimmten Positionen im Gedicht bestimmteBuchstaben gefordert werden. Eine besondere Rolle in der Lyrik spielen die lautlichenQualitäten der verwendeten Wörter. Vor allem in der neueren Lyrik (z. B. in der konkretenPoesie) wurde aber auch die graphische Gestalt immer wichtiger (s. z. B. Figurengedichte).Die moderne Lyrik verzichtet häufig auf die klassischen poetischen Mittel von Reim undVersmaß und verwendet den freien Vers, der im 19. Jahrhundert in Frankreich als vers libreentwickelt wurde. Durch den völligen Verzicht auf die Regeln der Metrik nähert sich derfreie Vers der Prosa an.Das inhaltliche Spektrum von Gedichten reicht von stark subjektiven Inhalten bis hin zuGedichten der Neuen Sachlichkeit. So gibt es Liebesgedichte, Trauergedichte genauso wieWillkommensgedichte, Ulk- und Nonsensgedichte. Viele Gedichte, insbesondere jene vonHobbyautoren, sind der Trivialliteratur zuzuordnen.Geschichte der LyrikDie Lyrik ist eine der frühen literarischen Formen. Geschriebene Lyrik gab es schon zu denZeiten der alten Chinesen, Babylonier, Perser oder Juden (z. B. Psalmen, das Hoheslied desSalomo). Mündliche Lyrik dürfte in die frühesten Zeiten der Menschheitsgeschichtezurückgehen. Unser Begriff von Lyrik wurzelt allerdings im antiken griechischenKulturkreis. Dort war die Lyrik zunächst das zur Lyra gesungene Lied, das in denChorgesängen der antiken Dramen und im religiösen Kultus seinen „Sitz im Leben“ hatte.Bis heute steht Lyrik in einer gewissen Beziehung zur Musik und zum Lied. BedeutendeLyriker des Altertums waren z. B. Sappho und Horaz.Die Lyrik wurde und wird immer wieder auch von der populären Musikkultur beeinflusst.So hat zum Beispiel die Rap/Hip-hop-Bewegung schnell eine Verbindung zum Poetry-Slamgefunden, einer Veranstaltungsform für Literatur-Performances, bei denen dieVortragenden im direkten Vergleich mit- oder nacheinander antreten und das Publikumeinen Gewinner kürt (hier finden neben Rap u. a. auch Kurzgeschichten und komische Lyrikihren Weg auf die Bühne). Auch sprachlich und formal stehen Lyrik und populäre Musik ineinem Austauschverhältnis.
  • 3. Lyrik 3Empirische Verankerung in der GegenwartAnlässlich des Welttages der Poesie am 21. März 2005 hat die Deutsche Presse-Agentureine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, die für Deutschland den Bezug zur Lyrikin der Bevölkerung messen sollte. Das Meinungsforschungsinstitut „polis“ ermittelte:•  jeder zweite Deutsche hat mit Lyrik wenig im Sinn und schon länger kein Gedicht mehrgelesen;•  58 Prozent der Männer waren lange nicht mehr mit Gedichten in Kontakt gekommen;•  43 Prozent der Frauen sind Verächterinnen, 40 Prozent geben sich als aktuelleLeserinnen von Versen;•  in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen hatten 63 Prozent schon länger keine Lyrikmehr gelesen.Unklar ist, ob die Beschäftigung mit Songtexten (englisch: lyrics), ausdrücklich in dieseErgebnisse eingeflossen ist. Denn nicht jedem Befragten ist auf Anhieb klar, dass Liedtexteeine Sonderform der Gedichte sind, deren Vertonung sie leichter zugänglich macht.Zum Vergleich der Kulturen ist auf die auch im 21. Jahrhundert ungebrocheneVorherrschaft der Lyrik im Bereich etwa der arabischen Literatur hinzuweisen.Im Laufe der Zeit hat sich die Lyrik im deutschen Sprachraum (ganz im Gegensatz zuanderen Ländern) aus den verschiedensten Gründen immer mehr in eine Nischezurückgezogen, zu der nur noch wenige Menschen Zugang finden. → Hans MagnusEnzensberger hat vor einiger Zeit die Zahl von 1354 Lyriklesern im deutschsprachigenRaum zur Diskussion gestellt und damit auf pointierte Art und Weise deutlich gemacht, wodie deutschsprachige Lyrik im Vergleich zur Prosa heute steht. Von wenigen großenVerlagen abgesehen, die noch Lyriktitel im Programm haben, sind es in erster Linie diekleinen Verlage, die für rund 3000 Neuerscheinungen pro Jahr sorgen. TypischeAuflagenzahlen für nach 2000 publizierte Gedichtbücher sind 20, 50, 100 (beimKünstlerbuch) und 250, 500 und 1000 Exemplare bei den üblichen Taschenbuch- bzw. festgebundenen Editionen.Formen der LyrikDie Gattung Lyrik ist hinsichtlich Inhalt und Form äußerst vielgestaltig. Nachfolgende Listeweist auf Einzelformen und Einzelaspekte der Lyrik hin.Akrosticha, Alkäische Strophe, Asklepiadeische Strophe, Bildreihengedicht, Chanson,Chevy-Chase-Strophe, Clerihew, Distichon, Dithyrambos, Dinggedicht, Elegie, Elfchen,Epigramm, Figurengedicht, Gelegenheitsgedichte, Ghasel, Haiku, Hymne, Jambus, LyrischeCollage, Kanzone, Kinderlyrik, Klapphornverse, Lautgedicht, Leberreime, Lied, Limerick,Madrigal, Makkaronische Dichtung, Meistersang, Minnesang, Naturlyrik, Nonarime, Ode,Prosagedicht, Rap, Rollengedicht, Rondeau, Ritornell, Sapphische Strophe, Senryu, Sestine,Siziliane, Sonett, Stadtlyrik, Stanze, Terzine, Unsinnsgedicht, Volkslied-Strophe,WirtinnenversMischformen sind Ballade, Romanze und Haibun.Gedichte, die sich keiner der oben genannten Formen anpassen, haben eine offene Form (s.auch Sturm und Drang, Moderne, Postmoderne).
  • 4. Lyrik4LyrikerIn der Antike und im Mittelalter ist Lyrik überwiegend gesungene Liedlyrik, der Lyrikeralso auch Liedkomponist und Sänger. Bereits im Altertum wurde der Person des „Sängers“höchste Wertschätzung entgegengebracht.Als prominente Lyriker lassen sich nennen:Altertum•  Echnaton (der ägyptische Aton-Hymnus) (14.Jh. v. Chr.),•  König David, (der hebräische Psalter) (1000 v. Chr),•  die Griechen Archilochos (7. Jh. v. Chr.), Terpandros (7. Jh. v. Chr.), Alkaios von Lesbos(7. Jh. v. Chr.), Sappho (7. Jh. v. Chr.) und Anakreon (6. Jh. v. Chr.),•  die Römer Catull (1. Jh. v. Chr.), Tibull (1. Jh. v. Chr.), Properz (1. Jh. v. Chr.), Ovid (1.Jh. v. Chr.), Horaz (1. Jh. v. Chr.).MittelalterIm volkssprachlichen Mittelalter treten Individualpersönlichkeiten vor allem im Minnesangund in der Spruchdichtung hervor (Trobadors) (ab Ende des 11. Jh.), Walther von derVogelweide (12. Jh.), Frauenlob (13. Jh.)).Die geistliche Lyrik (z. B. die Sequenzen) sowie die lateinische Vagantendichtung sind oftanonym in größeren Sammlungen überliefert (Carmina Burana) (11./12. Jh.).Die Meistersänger des städtisch geprägten Spätmittelalters (u. a. Hans Sachs (16. Jh.)inszenieren ihre Dichtung als lern- und abprüfbares Silben- und Töne-Handwerk.Nationalliteraturen ItalienIn Italien wirkten die Lyriker der Renaissance Dante (13. Jh.) und Petrarca (14.Jh.)bahnbrechend, weitere wichtige Lyriker Michelangelo (15.Jh.) oder Torquato Tasso (16.Jh.), und viel, viel später dann Gabriele D'Annunzio (19./20. Jh.) oder Giuseppe Ungaretti(20. Jh.). FrankreichDie Lyriker Frankreichs stehen im Schatten François Villons (15. Jh.). In der Romantiktraten Alphonse de Lamartine (19. Jh.), Alfred de Musset (19. Jh.); in der Moderne CharlesBaudelaire (19. Jh.), Arthur Rimbaud (19. Jh.) oder Paul Verlaine (19. Jh.) hervor. EnglandEnglands Lyriker, zunächst unter italienischem Einfluss, finden in William Shakespeare(16.Jh.) und John Milton (17.Jh.), dann in Alexander Pope (18.Jh.) und Thomas Gray (18.Jh.)und später in Robert Burns (18. Jh.), William Blake (18./19. Jh.) oder John Keats (18./19. Jh.)bis zur Generation des 20. Jahrhunderts T. S. Eliot (20. Jh.) oder Dylan Thomas (20. Jh.)herausragende Vertreter.
  • 5. Lyrik 5 William Shakespeare
  • 6. Lyrik 6USAAls US-amerikanische Lyriker wären Edgar Allan Poe (19. Jh.), Walt Whitman (19. Jh.),Emily Dickinson (19. Jh.) oder William Carlos Williams (20. Jh.), E. E. Cummings (20. Jh.), T.S. Eliot (20. Jh.), Ezra Pound (20. Jh.) und Gertrude Stein zu nennen.Dante Alighieri Francois Villon
  • 7. Lyrik7 Walt WhitmanExkurs: Lyrik in Deutschland GeschichtsabrissDie ältesten deutschen Gedichte verwendeten den Stabreim, die Alliteration. Zu denältesten deutschsprachigen Überlieferungen zählen die Merseburger Zaubersprüche inGedichtform mit Stabreimen.Die deutsche Lyrik des Mittelalters war zunächst geprägt vonchristlichem Gedanken- und Vorstellungsgut (Marienlyrik). Dieweltliche Lyrik des höfisch-ritterlichen Minnesangs und derSpruchdichtung drängte sich seit der Mitte des 12. Jahrhundertsstark in den Vordergrund und bildete ein variationsreichesliterarisches System von hohem Kulturprestige aus. Dabei wirktenauch Impulse aus der mittellateinischen Vagantendichtung, derRezeption klassisch-lateinischer Lyriker (v.a. Ovid) und dermozarabischen Lyrik Spaniens mit. In Deutschland treten neben die Schöpfer humanistischer Lyrik die Walther von derDichter des Kirchenlieds wie Martin Luther und Paul Gerhardt die Vogelweide religiösen Dichter Friedrich Spee hervor.Hans Sachs übte mit dem sogenannten Meistersang großen Einfluss auf die zeitgenössischeLyrik aus.Durch Martin Luther, den zunehmenden Einfluss der italienischen und französischenDichtkunst und den erneuten Rückgriff auf die lateinische Lyrik (Horaz) begann in derdeutschen Barockzeit eine neue Tradition vielfältiger und formstrenger Gesellschaftslyrik
  • 8. Lyrik8(z. B. Andreas Gryphius).Die beiden Klassiker Johann Wolfgang von Goethe und FriedrichSchiller schrieben zahlreiche Gedichte und Balladen und gehören zuden wichtigsten deutschsprachigen Lyrikern. Ein weitererbedeutender Klassiker ist Friedrich Hölderlin.Neben Vertretern der Romantiker wie Novalis oder JosephEichendorff schrieb Clemens Brentano eine bedeutende Sammlungdeutscher Gedichte „Des Knaben Wunderhorn“ In ihm sindVolkslieder und liedhafte Gedichte vereinigt.Eine Zwischenstellung zwischen Romantik und Realismus nimmtFriedrich HölderlinEduard Mörike (Dinggedicht) ein.Vertreter des poetischen Realismus sind die Lyriker Annette vonDroste-Hülshoff und Franz Grillparzer.Formkünstlerische Lyriker hingegen sind August von Platen oder Friedrich Rückert; einwichtiger sozialkritisch-politischer Lyriker war Heinrich Heine, der z. B. das bedeutendeGedicht Die schlesischen Weber schrieb.Um 1900 begann in Deutschland die moderne Dichtkunst. Heinrich HeineIm 20. Jahrhundert war der Einfluss des Ästhetizismus in der Lyrikspürbar. Bedeutsam sind hier die Gedichte von Stefan George oderRainer Maria Rilke. Im Expressionismus treten Georg Heym, GeorgTrakl sowie Gottfried Benn hervor.Eine eigene Stellung nimmt die Lyrik Bert Brechts ein.In der Digitalisierung beginnt das Zeitalter des Literaturclips in derLyrik des 21. Jahrhunderts.Eine besondere Aufmerksamkeit fanden immer lustige Formen, wiedie von Christian Morgenstern oder Ernst Jandl.Stefan GeorgeVerbreitet werden Gedichte oft in Anthologien (wörtlich: Blütenlese)von Kleinverlagen.
  • 9. Lyrik 9Bedeutende deutschsprachige Lyriker bis 1900•  Walther von der Vogelweide (Mittelalter)•  Andreas Gryphius, Martin Opitz, Simon Dach, Paul Fleming, Barthold Heinrich Brockes(Barock)•  Friedrich von Hagedorn (Rokoko)•  Christoph Martin Wieland (Aufklärung)•  Christian Fürchtegott Gellert (Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang)•  Friedrich Gottlieb Klopstock (Sturm und Drang)•  Johann Wolfgang von Goethe (Sturm und Drang, Klassik), Friedrich Schiller, FriedrichHölderlin (Klassik)•  Novalis, Friedrich Schlegel, Joseph Eichendorff (Romantik)•  Heinrich Heine (Vormärz), Ferdinand Freiligrath•  Eduard Mörike (Romantik, Realismus)•  Annette von Droste-Hülshoff (Biedermeier, Realismus), August von Platen, FriedrichRückert (Biedermeier)•  Franz Grillparzer, Gottfried Keller, Theodor Storm (Realismus) ab 1900• Stefan George, Rainer Maria Rilke (Klassische Moderne)• Georg Heym, Georg Trakl, Gottfried Benn (Expressionismus)• Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Bertolt Brecht, Peter Huchel, Erich Kästner• Thomas Bernhard, Paul Celan, Ernst Jandl, Christine Lavant• Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski, Günter Eich, Ilse Aichinger•  → Erich Fried, → Hans Magnus Enzensberger, → Friederike Mayröcker, → Oskar Pastior,→ Peter Rühmkorf, Heiner Müller•  → Johannes Kühn, → Volker Braun, Günter Kunert, → Reiner Kunze, → Rolf DieterBrinkmann, → Nicolas Born•  → Robert Gernhardt, → Durs Grünbein, → Jürgen Becker, → Thomas Kling, → SarahKirsch, → Wolfgang Hilbig, → Eva Strittmatter, → Marcel Beyer, → Oswald EggerGedicht-Beispiele• Johann Wolfgang von Goethe, Ilmenau (Gedicht)• Johann Wolfgang von Goethe, Erlkönig (Ballade)• Johann Wolfgang von Goethe, Prometheus (Ballade)• Georg Trakl, Grodek• Paul Celan, Todesfuge• Edgar Allan Poe, Der Rabe (Poe)• Henry Wadsworth Longfellow, Das Lied von Hiawatha (The Song of Hiawatha)
  • 10. Lyrik10Zitate•  Wer noch weiß, was ein Gedicht ist, wird schwerlich eine gutbezahlte Stellung als Texterfinden.(Theodor W. Adorno, Theorie der Halbbildung)•  die rache / der sprache / ist das gedicht(Ernst Jandl)Siehe auch•  Dichter, Gedichtinterpretation•  Visuelle Poesie•  Lyriker, Lautpoesie, Literaturgattung, Frankfurter Anthologie, Arabische Literatur,Koreanische LiteraturAnthologien•  Hans Bender (Hrsg.): In diesem Lande leben wir. Deutsche Gedichte der Gegenwart.Fischer, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-596-25006-4.•  Hans Bender (Hrsg.): Was sind das für Zeiten. Deutschspreachige Gedichte derachtziger Jahre. Fischer, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-596-29553-X.•  Michael Braun, Hans Thill (Hrsg.): Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik derneunziger Jahre. Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 1998, ISBN 3-88423-139-1.•  Christoph Buchwald: Jahrbuch der Lyrik. Fischer, Frankfurt/M. 1979 ff. (erscheint ca.einmal jährlich)•  Karl Otto Conrady: Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von denAnfängen bis zur Gegenwart. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008.•  Karl Otto Conrady: In höchsten Höhen. Eine Gedicht-Revue. Aufbau-Verlag, Berlin 2005,ISBN 3-351-03041-X.•  Klaus Peter Dencker: Poetische Sprachspiele. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart.Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-018238-7.•  Klaus Peter Dencker: Deutsche Unsinnspoesie. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN3-15-009890-4.•  → Hans Magnus Enzensberger: Museum der modernen Poesie. Suhrkamp, Frankfurt/M.2002, ISBN 3-518-39946-2.•  Harald Hartung (Hrsg.): Jahrhundertgedächtnis. Deutsche Layrik im zwanzigstenJahrhundert. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-009742-8.•  Harald Hartung: Luftfracht. Internationale Poesie 1940 bis 1990 (Die andere Bibliothek).Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-8218-4423-X.•  Walter Höllerer (Hrsg.): Transit. Lyrikbuch der Jahrhundertmitte. Suhrkamp Verlag,Frankfurt/M. 1956.•  → Thomas Kling: Sprachspeicher. 200 Gedichte auf deutsch vom achten bis zumzwanzigsten Jahrhundert. Dumont Verlag, Köln 2001, ISBN 3-7701-5813-X.•  Björn Kuhligk, → Jan Wagner: Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen. Köln 2003, ISBN3-8321-7852-X.•  Axel Kutsch (Hrsg.): Zeit. Wort. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Landpresse,Weilerswist 2003, ISBN 3-935221-21-5.•  → Gregor Laschen: Schönes Babylon. Gedichte aus Europa in 12 Sprachen. Dumont,Köln 1999, ISBN 3-7701-4844-4.
  • 11. Lyrik11•  Axel Marquardt (Hrsg.): 100 Jahre Lyrik. Deutsche Gedichte aus zehn Jahrzehnten.Haffmanns Verlag, Zürich 1992, ISBN 3-251-00193-0•  Ekkehart Mittelberg (Hrsg.): Kommt uns nicht mit Fertigem. Politische Lyrik aus zweiJahrhunderten. Gedichte und Materialien. Cornelsen, Berlin 2001, ISBN 3-464-60158-7.•  Ekkehart Mittelberg, Klaus Peter (Hrsg.): Deutsche politische Lyrik 1814-1970 inVergleichsreihen. Klett, Stuttgart 1974.•  Kurt Pinthus (Hrsg.): Menschheitsdämmerung. Ein Dokument des Expressionismus.Rowohlt, Reinbek 1995, ISBN 3-499-45055-0.•  Joachim Sartorius: Atlas der neuen Poesie. Rowohlt, Reinbek 1996, ISBN 3-499-13978-2.•  Wulf Segebrecht, Christian Rößner: Das Deutsche Gedicht. Vom Mittelalter bis zurGegenwart. Fischer, Frankfurt/M. 2005, ISBN 3-10-074440-3.Literatur•  Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Lyrik des 20. Jahrhunderts (Sonderband text+kritik).Edition text & kritik, München, 1999, ISBN 3-88377-613-0.•  Hans Bender (Hrsg.): Mein Gedicht ist mein Messer. Lyriker zu ihren Gedichten. List,München, 1969.•  Theo Breuer: Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000. Edition YE, Sistig/Eifel, 2005, ISBN3-87512-186-4.•  Theo Breuer: Kiesel & Kastanie. Von neuen Gedichten und Geschichten, Edition YE,Sistig/Eifel 2008, ISBN 978-3-87512-347-0.•  Dieter Burdorf: Einführung in die Gedichtanalyse (Sammlung Metzler; 284). Metzler,Stuttgart 1997, ISBN 3-476-12284-0.•  Manfred Enzensperger (Hrsg.): Die Hölderlin Ameisen. Vom Finden und Erfinden derPoesie. Köln 2005, ISBN 3-8321-7921-6.•  Hugo Friedrich: Die Struktur der modernen Lyrik. Von der Mitte des neunzehnten biszur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Rowohlt, Reinbek, 2006, ISBN 3-499-55683-9.•  Hans-Dieter Gelfert: Wie interpretiert man ein Gedicht? Für die Sekundarstufe. Reclam,Stuttgart 2004, ISBN 3-15-015018-3.•  Michael Hamburger: Wahrheit und Poesie. Spannungen in der modernen Lyrik vonBaudelaire bis zur Gegenwart. Ediotion Folio, Wien, 1995, ISBN 3-85256-022-5.•  Hermann Korte u. a.: Geschichte der deutschen Lyrik. Reclam, Stuttgart, 2005, ISBN3-15-010544-7.•  Gerhard Kaiser: Geschichte der deutschen Lyrik von Goethe bis zur Gegenwart.Insel-Verlag, Frankfurt/M., 1996, ISBN 3-458-16823-0 •  1. Von Goethe bis Heine •  2. Von Heine bis zur Gegenwart •  3. Gedichte•  Joachim Sartorius (Hrsg.): Minima Poetica. Für eine Poetik des zeitgenössischenGedichts. Suhrkamp, Frankfurt/M., 2003, ISBN 3-518-45512-5.•  Ulrich Schödlbauer: Entwurf der Lyrik. Akademie, Berlin, 1994, ISBN 3-05-002261-2•  Raoul Schrott: Die Erfindung der Poesie. Dtv, München, 2003, ISBN 3-423-13144-6.
  • 12. Lyrik12Audio•  Lauter Lyrik - Der Hör-Conrady ist das größte Radio-Lyrik-Projekt Deutschlands. Rund1100 Gedichte aus 900 Jahren wurden von Schauspielern und Sprechern für dieAudioausgabe der Sammlung auf 21 CDs gelesen.Weblinks  Wikiquote: Lyrik – Zitate•  Projekt Gutenberg [1] Großes Archiv mit Altmeistern wie auch lebenden Schreibern•  Jokers Gedichtedatenbank [2] tausende (meist klassische) Gedichte mit der Möglichkeiteigene Gedichte einzuschicken•  Interpretationszugänge zur (antiken) Lyrik. Hilfen aus dem Gymnasialunterricht [3]•  Umfrageergebnisse zum Welttag der Poesie am 21.3.05 (Deutsche Welle) [4]•  zgedichte.de [5] Umfangreiche Sammlung gemeinfreier Gedichte•  Links zum Thema Lyrik [6] im Open Directory Project•  Lyrikkritik.de [7] Essays, Rezensionen, Gedichte•  Lyrikzeitung.de [8] Rezensionen, Gedichte, Lyrik-News•  Lyrikwelt.de [9] Autorenporträts, Gedichte•  Uni-Essen [10] Literaturwissenschaft aktiv•  Deutsche Gedichtebibliothek [11] Sammlung von 30.000 Gedichten, umfangreicheRechercheExterne Links[1]  http:/ / gutenberg. spiegel. de/ info/ genres/ 25a. htm[2]  http:/ / www. jokers-lyrik. de/[3]  http:/ / www. gottwein. de/ poetik/ lyr01. php,[4]  http:/ / www. dw-world. de/ dw/ briefs/ 0,1574,1523886,00. html[5]  http:/ / www. zgedichte. de[6]  http:/ / www. dmoz. org/ World/ Deutsch/ Kultur/ Literatur/ Lyrik/[7]  http:/ / www. lyrikkritik. de/ start. htm[8]  http:/ / www. lyrikzeitung. de/[9]  http:/ / www. lyrikwelt. de/[10]  http:/ / www. uni-essen. de/ literaturwissenschaft-aktiv/ Vorlesungen/ lyrik/ main. htm[11]  http:/ / gedichte. xbib. deQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Lyrik&oldid=56239443Hauptautoren: Sechmet, Moses188, Pelz, Oinkk, Piotrek, Seewolf, YourEyesOnly, DerHexer,JD, Hydro, Stefan, HAL Neuntausend, Erschaffung, Diba, Xorbald, D, Biehs, Karl Mauch,Wst, WolfgangRieger, Ot, DasBee, Guaras10, LemiNW, Kernphysiker, Kuemmjen, Kloth,Howwi, Björn Bornhöft, Kantor.JH, Regi51, TruebadiX, Versfuchs, Pittimann, Schlesinger,Theophiltatos, ChrisHamburg, LKD, BoogieNights, Complex, Martin-vogel, Roterraecher,GrDrama, CommonsDelinker, Universaldilettant, Gerhardvalentin, Overdose, Andreas 06,EPei, Krawi, Wkrautter, Rdb, Zenit, Lesabendio, Bentri85, Ejfis, MusenMuddi, 1981,Mittelberg, Mnh, Ra'ike, Martinho91, W!B:, Chbran, Flominator, Lambada, Calculus, Gfis,Jón, Martin Bahmann, Kam Solusar, Nikkis, Sverrir Mirdsson, He3nry, Kai-Hendrik, WAH,Michael Kümmling, Tobnu, Dirty, Windharp, Sveny25, Jaelle, Monade, Tobi B.,
  • 13. Lyrik13Euphoriceyes, Mef.ellingen, Thorbjoern, Wildtierreservat, Avoided, Werwiewas, Ilka28,Lino Wirag, Binningench1, Engie, Mefu, Bipa, Port(u*o)s, Hubert22, Berliner Schildkröte,AngelN, Forkel, Janneman, Buchsucher, 132-180, Philologos, ABF, HaSee, Longoso,Steffen, Fiat jux, Stephan-lange, Avatar, Sigune, Aka, Olei, PeeCee, HaeB, Magipulus,Pitichinaccio, Komischn, Ri st Björn KuhligkBjörn Kuhligk (* 19. Februar 1975 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller.Leben und WerkBjörn Kuhligk debütierte 1995 mit dem Lyrikband „Dann ziehe ich los, Engel suchen“.Seitdem veröffentlichte er Gedichte in mehreren Einzeltiteln sowie zahlreichenAnthologien, literarischen Kalendern, Literaturzeitschriften und im Internet. Kuhligk istMitherausgeber von repräsentativen Lyriksammelbänden, die die Szene der jungen Lyrikim deutschen Sprachraum vorstellen. Darüber hinaus leitet er die Lyrikwerkstatt openpoems der literaturWERKstatt Berlin.Björn Kuhligk lebt in Berlin.Einzeltitel (Auswahl)•  Großes Kino. Gedichte (2005).•  Am Ende kommen Touristen. Gedichte (2002).•  Es gibt hier keine Küstenstraßen. Gedichte (2000/2008).Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)•  Karl Otto Conrady (Hg.), Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von denAnfängen bis zur Gegenwart, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008.•  Axel Kutsch (Hg.), Versnetze. Das große Buch der neuen deutschen Lyrik, Verlag RalfLiebe, Weilerswist 2008.•  Shafiq Naz (Hg.), Der deutsche Lyrikkalender 2008, alhambra publishing, B-Bertem2007.•  Literaturzeitschriften: Muschelhaufen, Macondo, ndl, Passauer Pegasus, PoetenladenHerausgabe•  Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen (mit → Jan Wagner), DuMont Kunst- und Literaturverlag,Köln 2003.•  Lyrik von Jetzt zwei (mit Jan Wagner), Berlin Verlag, Berlin 2008.Auszeichnungen und Förderungen•  1997: 5. open-mike LiteraturWERKstatt Berlin•  1998: Förderpreis Rheda-Wiedenbrück•  1999: Poetensitz der Edition Passagen•  2000: Preisträger der Brecht-Tage am Berliner Brecht-Haus
  • 14. Björn Kuhligk14•  2001: Steirischer HerbstWeblinks•  Literatur von Björn Kuhligk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek [1]Externe Links[1]  http:/ / dispatch. opac. d-nb. de/ DB=4. 1/ LNG=DU/ LRSET=1/ SET=1/SID=b07b6f2e-31/ TTL=1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8500& SRT=YOP&TRM=bj%C3%B6rn+ kuhligkQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Björn_ Kuhligk&oldid=52738423Hauptautoren: STBR, Versfuchs, Nepomucki, Zollernalb Durs GrünbeinDurs Grünbein (* 9. Oktober 1962 in Dresden) ist ein deutscher → Lyriker, Essayist undÜbersetzer.LebenGrünbein begann ein Studium der Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zuBerlin, das er 1987 abbrach. Danach arbeitete er als freier Mitarbeiter für verschiedeneZeitschriften. Nach der Wende 1989 unternahm er Reisen durch Europa, nach Südostasienund in die Vereinigten Staaten. Er war Gast der German Departments der New YorkUniversity, des Dartmouth College und der Villa Aurora in Los Angeles. Grünbein lebt alsfreier Schriftsteller in Berlin.Grünbein ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin), der Deutschen Akademie fürSprache und Dichtung, der Freien Akademie der Künste in Hamburg, der Freien Akademieder Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste. Seit 2005 ist er Professorfür Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und seit 2008 Mitglied des Ordens Pour lemérite für Wissenschaft und Künste in Berlin.Im Wintersemester 2007/08 ist Durs Grünbein Heine-Gastprofessor an derHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf.Werke•  Grauzone morgens, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1988 ISBN 3-518-13330-6•  Schädelbasislektion, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1991 ISBN 3-518-40375-3•  Falten und Fallen, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1994 ISBN 3-518-40570-5•  Den Teuren Toten. 33 Epitaphe, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1994 ISBN 3-518-40629-9•  Von der üblen Seite, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1994 ISBN 3-518-40616-7•  Die Schweizer Korrektur (gemeinsam mit Brigitte Oleschinski und Peter Waterhouse),Urs Engeler Editor 1995•  Den Körper zerbrechen Rede zur Entgegennahme des Georg-Büchner-Preises, SuhrkampVerlag 1995 ISBN 3-518-09178-6
  • 15. Durs Grünbein15•  Galilei vermißt Dantes Hölle und bleibt an den Maßen hängen. (Aufsätze 1989-1995),Suhrkamp Verlag 1996 ISBN 3-518-40758-9•  Nach den Satiren, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1999 ISBN 3-518-41028-8•  Gehirn und Denken. Kosmos im Kopf. 2000•  Reise, Toter. Hörspiel-CD mit Ulrike Haage 2001•  Das erste Jahr. Berliner Aufzeichnungen, Suhrkamp Verlag 2001 ISBN 3-518-41277-9•  Erklärte Nacht, Gedichte, Suhrkamp Verlag 2002•  Una Storia Vera, Ein Kinderalbum in Versen, Insel 2002 ISBN 3-458-19237-9•  Warum schriftlos leben, Aufsätze, Suhrkamp Verlag 2003 ISBN 3-518-12435-8•  Vom Schnee oder Descartes in Deutschland, Suhrkamp Verlag 2003 ISBN 3-518-41455-0•  An Seneca. Postskriptum, Suhrkamp Verlag 2004 ISBN 3-518-41609-X•  Von ganzem Herzen, Nicolaische Verlagsbuchhandlung 2004 ISBN 3-89479-185-3•  Berenice, Libretto nach Berenice von Edgar Allan Poe, Suhrkamp Verlag 2004 ISBN3-518-41642-1•  Antike Dispositionen, Aufsätze, Suhrkamp Verlag 2005 ISBN 3-518-41715-0•  Porzellan. Poem vom Untergang meiner Stadt, Gedichte, Suhrkamp Verlag 2005 ISBN3-518-41722-3•  Der Misanthrop auf Capri, Historien u. Gedichte, Suhrkamp Verlag 2005 ISBN3-518-22394-1•  Strophen für übermorgen, Gedichte, Suhrkamp Verlag 2007 ISBN 978-3-518-41908-3•  Liebesgedichte, Gedichte, Insel 2008 ISBN 978-3-458-35098-9•  Der cartesische Taucher. Drei Meditationen, Suhrkamp Verlag 2008, ISBN978-3-518-26007-4Übersetzungen•  Die Perser des Aischylos, Suhrkamp Verlag 2001 ISBN 3-518-13408-6•  Thyestes von Seneca, Insel 2002 ISBN 3-458-17114-2•  Sieben gegen Theben von Aischylos, Suhrkamp Verlag 2003 ISBN 3-518-13431-0Auszeichnungen•  1992: Bremer Literaturförderpreis•  1992: Marburger Literaturpreis•  1993: Nicolas-Born-Preis für Lyrik•  1995: Peter-Huchel-Preis•  1995: Georg-Büchner-Preis•  2001: Spycher: Literaturpreis Leuk•  2004: Friedrich-Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt•  2005: Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg•  2006: Berliner Literaturpreis•  2008: Pour le mérite für Wissenschaft und Künste
  • 16. Durs Grünbein16Literatur•  Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Text + Kritik: Durs Grünbein Edition Text und Kritik 2002ISBN 3-88377-703-X•  Henning Heske: Goethe und Grünbein. Aufsätze zur Literatur. Bernstein Verlag, Bonn2004 ISBN 3-9808198-5-X•  Alexander Joist: Der Tod als Schicksal des Körpers im Werk von Durs Grünbein, in:Alexander Joist: Auf der Suche nach dem Sinn des Todes. Todesdeutungen in der Lyrikder Gegenwart. Matthias-Grünewald Verlag, Mainz 2004, ISBN 3-7867-2521-7•  Alexander Müller: Das Gedicht als Engramm. Memoria und Imaginatio in der PoetikDurs Grünbeins, Igel Verlag, Oldenburg 2004 (zugleich Diss. Marburg 2004). ISBN3-89621-197-8•  Ron Winkler Dichtung zwischen Großstadt und Großhirn. Annäherungen an das lyrischeWerk Durs Grünbeins, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2000, ISBN 3-8300-0211-4Weblinks•  Literatur von und über Durs Grünbein [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Kommentierte Linksammlung [2]•  Dankesrede für die Verleihung des Berliner Literaturpreises [3]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119371391[2]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_fgh/ gruenbein. html[3]  http:/ / www. berlin. de/ rbmskzl/ rathausaktuell/ archiv/ 2006/ 05/ 09/ 39451/ index.htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Durs_ Grünbein&oldid=55721102Hauptautoren: Magiers, Habakuk, 217, DanielMrakic, Otets, Engie, Tobe man, Complex,AlexR, Karl-Henner, Head, Toolittle, Quoth, Jón, MFM, Nimro, Abu el mot, Asdert, Rybak,Werner Stein, Hansele, Tröte, Artmond C. Skann, Artmax, Axt, Karl Mauch, Steschke, Usw.,Albrecht1, Xocolatl, Till.niermann, PDD, Fundevogel65, APPER, Lyrik, ArtMechanic
  • 17. Erich Fried17Erich FriedErich Fried (* 6. Mai 1921 in Wien; † 22.November 1988 in Baden-Baden) war einösterreichischer Lyriker, Übersetzer undEssayist jüdischer Herkunft, dabei Atheistund Antizionist.Fried war neben → Hans MagnusEnzensberger der Hauptvertreter derpolitischen → Lyrik in Deutschland in derNachkriegszeit. Gleichzeitig gilt er vielen alsbedeutender Shakespeare-Übersetzer, dem esErich Fried (r.) im Gespräch mit (v.l.) Franzals erstem gelungen ist, die Sprachspiele desFühmann, Alfred Wellm und → Volker Braunenglischen Dramatikers ins Deutsche zuwährend der „Berliner Begegnung zurübertragen. Er übersetzte außerdem u. a. T. Friedensförderung“ vom 13. bis. 14. Dezember1981.S. Eliot, Dylan Thomas, Graham Greene undJohn Synge. Zudem verfasste er einen Roman(Ein Soldat und ein Mädchen, 1960) und Kurzprosa. Er mischte sich ein in die Politik seiner Zeit, hielt Vorträge, nahm an Demonstrationen teilund vertrat öffentlich kritische linke Positionen der Außerparlamentarische Opposition, sodass er in konservativen und rechten Kreisen einen Ruf als Störenfried erhielt. Allerdingswar er ein unabhängiger Geist, der sich nicht für eine festgelegte Ideologie vereinnahmenlassen wollte. Durch seine 1979 veröffentlichten Liebesgedichte ist er einem breitenPublikum bekannt geworden.Leben und WerkErich Fried wuchs in Wien als einziges Kind einer jüdischen Familie auf. Sein Vater Hugowar Spediteur und seine Mutter Nellie Grafikerin. Bereits als Fünfjähriger trat er mit einerKinderschauspielgruppe auf verschiedenen Bühnen Wiens auf. Bald nach dem AnschlussÖsterreichs an Deutschland starb im Mai 1938 Frieds Vater an den Folgen eines Verhörsdurch die Gestapo. Daraufhin emigrierte Erich Fried über Belgien nach London, wo er vieleJahre bleiben sollte. Er gründete dort die Selbsthilfegruppe Emigrantenjugend, der esgelang, viele Gefährdete, darunter auch seine Mutter, nach England zu bringen. Währenddes Kriegs schlug er sich mit Gelegenheitsarbeiten als Bibliothekar, Milchchemiker,Fabrikarbeiter durch, wurde anschließend Mitarbeiter bei zahlreichen neu gegründetenZeitschriften und arbeitete von 1952 bis 1968 als politischer Kommentator für den GermanService der BBC.Nach seiner Emigration trat er dem Freien Deutschen Kulturbund und Young Austria bei,später auch dem Kommunistischen Jugendverband. Diesen verließ er bereits 1943 wegenzunehmender stalinistischer Tendenzen.
  • 18. Erich Fried181944 heiratete er Maria Marburg, kurzvor der Geburt seines Sohnes Hans. Imselben Jahr erschien sein ersterGedichtband, die antifaschistischeLyriksammlung Deutschland, imExilverlag des österreichischenUnterschrift von Erich FriedPEN-Clubs. 1946 trennte er sich von Maria. Die Scheidung erfolgte 1952. Im selben Jahr heiratete erNan Spence-Eichner, mit der er zwei Kinder, Sohn David (* 1958) und Tochter Katherine (*1961), hatte. Nan verließ Erich Fried 1962, die Ehe wurde 1965 geschieden. 1962 kamErich Fried (offiziell) erstmals nach seiner Flucht wieder nach Wien. 1963 wurde erMitglied der Gruppe 47. Im Sommer 1965 heiratete er Catherine Boswell. Im Herbst kamihre gemeinsame Tochter Petra zur Welt, 1969 die Zwillinge Klaus und Tom. Dem Entschluss, seine Arbeit bei der BBC 1968 aufzugeben, folgte eine bis zu seinemLebensende anhaltende Periode verstärkten schriftstellerischen und politischenEngagements, insbesondere in Deutschland. Er trug in einer Vielzahl öffentlicher Auftritteseine Lyrik bei großen politischen Veranstaltungen, häufig im Rahmen der 68er-Bewegung,vor. Durch die ungewöhnliche Verbindung von Lyrik und Politik stellte er eine schillerndewie auch sehr umstrittene Persönlichkeit dar. So war er auf der einen Seite einangesehener und geehrter Schriftsteller, erhielt sogar 1977 einen Lehrauftrag an derUniversität Gießen, geriet aber auch oft in Konflikt mit der öffentlichen Meinung, wenn eroffen und kritisch Stellung zu politischen Themen nahm. Fried musste sich wegen seinerAussagen sogar vor Gericht verteidigen. So wurde er vom Berliner Polizeipräsidenten KlausHübner wegen Beleidigung angezeigt, weil er in einem Leserbrief, der in der ZeitschriftDer Spiegel vom 7. Februar 1972 abgedruckt wurde, die Erschießung Georg von Rauchsdurch einen Polizeibeamten als Vorbeugemord bezeichnet hatte. Der Prozess vor demAmtsgericht Hamburg, bei dem Heinrich Böll als Gutachter zu Frieds Gunsten aussagte,endete am 24. Januar 1974 mit einem Freispruch.Im Jahre 1979 überraschte Fried durch sein Buch Liebesgedichte, welches einer dererfolgreichsten Lyrikbände der deutschen Nachkriegszeit wurde und Fried einem größerenLeserkreis erschloss. Es folgten weitere Gedichtbände über Liebe, Leben, Hoffnungen undTod, wie beispielsweise quot;Was es istquot; oder quot;Als ich mich nach dir verzehrtequot;, die auch heutenoch immer neue Liebhaber finden. 1982 erlangte Erich Fried wieder die österreichischeStaatsbürgerschaft, behielt zugleich aber die britische, die er seit Oktober 1949 besaß, bei.Erich Fried starb am 22. November 1988 in Baden-Baden an Darmkrebs und wurde aufdem Londoner Friedhof quot;Kensal Greenquot; beigesetzt.
  • 19. Erich Fried 19Auszeichnungen•  1973 Überreichung des Würdigungspreises für Literatur 1972 im Palais Palffy in Wien•  1977 Verleihung des Internationalen Verlegerpreises der Sieben (Prix International desEditeurs)•  1980 Literaturpreis der Stadt Wien•  1983 Literaturpreis der Stadt Bremen•  1985 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien•  1986 Übergabe des Österreichischen Staatspreises für Verdienste um dieösterreichische Kultur im Ausland•  1986 Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille in Berlin•  1987 Übergabe des Goldenen Schlüssels der Stadt Smederevo (Jugoslawien)•  1987 Verleihung des Georg-Büchner-Preis in Darmstadt•  1988 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Osnabrück (FachbereichSprach- und Literaturwissenschaft)Wirkung1989 wurde in Wien die Internationale Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprachegegründet, welche seit 1990 den Erich-Fried-Preis verleiht, der hochdotiert vomösterreichischen Bundeskanzleramt gestiftet wird. Anlässlich seines 20.Todestages findenzahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, an denen auch Catherine Fried mit einer Lesungaus ihrem 2008 erschienenen Buch über die gemeinsamen Jahre in London beteiligt ist, soin Wien, Berlin, Freiburg, Aachen, Recklinghausen, Bad Boll und London.[1] .Werke•  Blutiger Freitag, 1929 (alsNeunjähriger gegen den Polizeieinsatzbeim WienerJustizpalastbrand/Julirevolte)•  Judas Weg, ca. 1943 (Gedicht aus demNachlass: Jesus von Nazareth alsAntipode zur Moses-Figur)•  Deutschland, 1944•  Österreich, 1945•  Drei Gebete aus London, 1945•  Nacht in London , 1946 Fried-Zitat auf einem Rest der Berliner Mauer•  Gedichte, 1958•  Ein Soldat und ein Mädchen, 1960 (sein einziger Roman)•  Izanagi und Izanami, 1960 (Hörspiel)•  Die Expedition, 1962•  Reich der Steine, 1963•  Warngedichte, 1964•  Überlegungen, 1964•  Kinder und Narren, 1965 (Novellen)•  und Vietnam und, 1966•  Indizienbeweise, 1966 (Hörspiel)
  • 20. Erich Fried 20•  Anfechtungen, 1967•  Zeitfragen, 1968•  Befreiung von der Flucht, 1968•  Die Beine der größeren Lügen, 1969•  Unter Nebenfeinden, 1970•  Die Freiheit den Mund aufzumachen, 1972•  Neue Naturdichtung, 1972•  Höre, Israel, 1974 (scharfe Kritik an Israel und am Zionismus)•  Gegengifte, 1974•  So kam ich unter die Deutschen, 1977•  100 Gedichte ohne Vaterland, 1978•  Liebesgedichte, 1979•  Lebensschatten, 1981•  Das Nahe suchen, 1982•  Es ist was es ist, 1983 (sein vermutlich bekanntestes Werk)•  Angst und Trost. Erzählungen und Gedichte über Juden und Nazis, 1983•  Beunruhigungen, 1984•  Um Klarheit, 1985•  Von Bis nach Seit, 1985•  Mitunter sogar Lachen, 1986Ausgaben•  Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte. Wagenbach, Berlin 1991,ISBN 3-8031-0124-7•  Gesammelte Werke in vier Bänden, Berlin 1993Literatur•  M. Zeller, Gedichte haben Zeit. Aufriss einer zeitgenössischen Poetik, Stuttgart 1982•  Erich Fried, hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, München 21997 (EV 1986). ISBN3-88377-223-2•  Erich Fried, in: Jüdische Portraits, hrsg. von H. Koelbl, Frankfurt am Main 1989•  Gerhard Lampe: Ich will mich erinnern an alles was man vergißt: Erich Fried -Biographie u. Werk Bund-Verlag, Köln 1989. ISBN 3-7663-3092-6•  Joseph A. Kruse (Heinrich-Heine-Institut) (Hrsg.): Einer singt aus der Zeit gegen dieZeit: Erich Fried 1921-1988: Materialien und Texte zu Leben und Werk. Häusser,Darmstadt 1991. ISBN 3-9279-0250-0•  V. Kaukoreit, Frühe Stationen des Lyrikers Erich Fried, Darmstadt 1991•  Catherine Fried-Boswell und Volker Kaukoreit (Hrsg.): Erich Fried. Ein Leben in Bildernund Geschichten. Wagenbach, Berlin 1993. ISBN 3-8031-3585-0•  S. W. Lawrie, Erich Fried. A Writer Without A Country, New York 1996•  Interpretationen. Gedichte von Erich Fried, hrsg. von V. Kaukoreit, Stuttgart 1999•  Jörg Thunecke, Erich Fried, in: Metzler-Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur,Stuttgart/Weimar 2000•  Tilman von Brand: Öffentliche Kontroversen um Erich Fried Wissenschaftlicher VerlagBerlin, Berlin 2003. ISBN 3-936846-20-0
  • 21. Erich Fried21•  Catherine Fried: Über kurz oder lang. Erinnerungen an Erich Fried. Übersetzt von EikeSchönfeldt, Fotos von Catherine Fried. Wagenbach, Berlin 2008. ISBN 3-8031-1257-5Vertonungen•  Reinhard Fehling (1993): quot;FriedFarbenquot; - ein Liederzyklus für Instrumente, Solostimmenund Vokalensemble (enthält u.a: Was es ist, Die Maßnahmen, Du liebe Zeit), CDerhältlich beim Komponisten.•  2007 vertonte der deutsche Polit-Rapper Chaoze One das Gedicht quot;Fall ins Wortquot; aufseinem Album quot;Famequot;.Weblinks Wikiquote: Erich Fried – Zitate  Commons: Erich Fried [2] – Bilder, Videos und Audiodateien•  Literatur von und über Erich Fried [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Kritische Auseinandersetzung rund um Erich Frieds Gedicht quot;Status quoquot; [4]•  www.erichfried.de [5]•  Artikel Erich Fried [6] im Österreich-Lexikon von aeiou•  Erich Fried: Ein gebrauchter Dichter - Textcollage [7]•  Nachlass Erich Frieds im Österreichischen Literaturarchiv [8]Externe Links[1]  Wien - Literaturhaus Wien, Veranstalter: Erich Fried Gesellschaft, 7. Nov. 2008Aachen - Buchhandlung Schmetz, 11. Nov. 2008Freiburg - Buchhandlung Schwanhäuser, 12. Nov. 2008Berlin - Bibliothek im Wasserturm, Veranstalter: Sebastian Haffner Institut, 14. Nov.2008Recklinghausen - Kunsthaus Recklinghausen, Veranstalter: Neue LiterarischeGesellschaft Recklinghausen, 23. Nov. 2008Bad Boll - Evangelische Akademie Bad Boll, 6. Dez. 2008London - Österreichische Botschaft London, 9. Dez. 2008[2]  http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/ Commons%3Acategory%3Aerich_fried[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118703145[4]  http:/ / www. dichtungsring. at[5]  http:/ / www. erichfried. de[6]  http:/ / aeiou. iicm. tugraz. at/ aeiou. encyclop. f/ f804741. htm[7]  http:/ / www. weberberg. de/ skool/ erich-fried. html[8]  http:/ / www. onb. ac. at/ sammlungen/ litarchiv/ bestand/ sg/ nl/ fried. htmQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Erich_ Fried&oldid=56185028Hauptautoren: Seitenschreiber, Asdfj, Jed, Michael Kühntopf, Cholo Aleman, Avenarius,Dundak, Philipendula, Konrad Lackerbeck, Eisbaer44, König Alfons der Viertelvorzwölfte,Mermer, DerHexer, Ferrari987, Mh26, Tolliver, Elya, Head, WaldiR, Negerfreund,MarkusHagenlocher, Aaaah, Reinhard Kraasch, Marc28670, Karl Gruber, Magnus,Bierdimpfl, Damonskill, Stefan64, HansCastorp, J.-H. Janßen, Adomnan, Engelbaet, Fab,Hubertl, Sicherlich, Vigala Veia, JakobMiller, Suzanne.de, Axt, Gledhill, Rybak, Stefan
  • 22. Erich Fried22Kühn, Stefanbw, Anima, Zeno Gantner, Pradatsch, Gnoerz, Addicted, Hödel, Aka, Ot,Nick-zug, Bdk, Unukorno, Uroma, Krawi, Palomino, Anton-kurt, 790, Dulciamus, Wosen,Ulitz, Mondamo, Kueppsi, J.Rohrer, Slimcase, Ralleken, ArtMechanic, Revolus Eva StrittmatterEva Strittmatter (* 8. Februar 1930 in Neuruppin; geborene Braun) ist eine deutscheDichterin und Schriftstellerin.Leben1947 legte Eva Strittmatter das Abitur ab und begann in Berlin das Studium derGermanistik, Romanistik und Pädagogik. 1950 heiratete sie und gebar einen Sohn. Die Ehewurde jedoch bald wieder geschieden. Noch vor der Scheidung lernte sie ErwinStrittmatter kennen, den sie bald darauf heiratete.Seit 1951, nach dem Abschluss ihres Studiums, arbeitete Eva Strittmatter freiberuflichbeim „Deutschen Schriftstellerverband“ der DDR als Lektorin. Ab 1952 veröffentlichte sieliteraturkritische Arbeiten in der Literaturzeitschrift ndl. Von 1953 bis 1954 war sieLektorin beim Kinderbuchverlag der DDR. Zudem wurde sie 1953 Mitglied desndl-Redaktionsbeirates. Seit 1954 ist sie freie Schriftstellerin. Sie veröffentlichte vor allemGedichte, aber auch Prosa für Kinder und Erwachsene. Von 1960 bis 1972 unternahm sie inihrer Eigenschaft als Mitglied der Auslandskommission des Schriftstellerverbandes derDDR zahlreiche Reisen in die Sowjetunion und nach Jugoslawien. 1994 starben innerhalbvon nur neun Monaten ihre Mutter, ihr Mann Erwin und ihr Sohn Matti. Sie lebt heute imbrandenburgischen Schulzenhof.Auszeichnungen•  1975 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR•  1998 Walter-Bauer-PreisWerke Lyrik•  Ich mach ein Lied aus Stille, 1973•  Mondschnee liegt auf den Wiesen, 1975•  Die eine Rose überwältigt alles, 1977•  Zwiegespräch, 1980•  Heliotrop, 1983•  Atem, 1988•  Unterm wechselnden Licht, 1990•  Der Schöne (Obsession), 1997•  Liebe und Hass. Die geheimen Gedichte. 1970-1990, 2002•  Der Winter nach der schlimmen Liebe. Gedichte 1996/1997, 2005•  Landschaft, 2005•  Bitte, 1976
  • 23. Eva Strittmatter23Prosa•  Briefe aus Schulzenhof I, 1977•  Poesie und andere Nebendinge, 1983•  Mai in Piestàny, 1986•  Briefe aus Schulzenhof II, 1990•  Briefe aus Schulzenhof III, 1995•  Du liebes Grün. Ein Garten- und Jahreszeitenbuch, 2000Kinderbücher•  Brüderchen Vierbein, 1958•  Vom Kater der ein Mensch sein wollte, 1959•  Ich schwing mich auf die Schaukel, 1975Herausgebertätigkeit•  Erwin Strittmatter: Vor der Verwandlung. Aufzeichnungen, 1995•  Erwin Strittmatter: Geschichten ohne Heimat, 2002•  Erwin Strittmatter. Eine Biographie in Bildern, 2002Weblinks•  Literatur von und über Eva Strittmatter [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Zärtlicher Regen, Erinnerung - Eva Strittmatter. Zur MDR-Sendung vom 1. Februar2004 [2]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118619330[2]  http:/ / www. mdr. de/ doku/ archiv/ 232389. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Eva_ Strittmatter&oldid=55183370Hauptautoren: Frank Schulenburg, Igelball, Beat22, Port(u*o)s, Raven, Tobias1983,Joergens.mi, Stefan, Erdal Ronahi, Sebastian Wallroth, Wahrerwattwurm, Rybak, Toolittle,Albrecht1, Keri, Joystick, Unukorno, HaeB, Lumbar, Wiegels, T.G., Abundant, ArtMechanic Frank-Wolf MatthiesFrank-Wolf Matthies (* 4. Oktober 1951 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller.Nach dem Abitur 1970 war Matthies in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Dispatcher,Taxichauffeur, Leichenwäscher und Kameraassistent. 1973 wurde er von derStaatssicherheit wegen „Beleidigung und Herabwürdigung eines Repräsentanten derPartei- und Staatsführung der DDR“ verhaftet. Ab 1975 leistete er Wehrersatzdienst alsBausoldat, in dieser Zeit gab es ein weiteres Gerichtsverfahren wegen „Meuterei“. 1975erschienen auf Vermittlung Franz Fühmanns erste Publikationen in der DDR. Seit 1977 istMatthies freier Schriftsteller.Nach Erscheinen des Prosabandes „Unbewohnter Raum mit Möbeln“ im Rowohlt Verlag1980 und Lesungen und Diskussionen in seiner Wohnung (u.a. mit Adolf Endler, Elke Erb,
  • 24. Frank-Wolf Matthies24Robert Havemann, → Wolfgang Hilbig, Günter Grass, → Uwe Kolbe, Gert Neumann, → LutzRathenow, Johano Strasser) wurde Matthies erneut verhaftet (mit Thomas Erwin und →Lutz Rathenow), jedoch nach internationalen Protesten entlassen. Anfang 1981 reisteMatthies nach Westberlin aus, wo ihn zunächst Günter Grass aufnahm. Mit den bis zuseiner Verhaftung regelmäßig durchgeführten Lesungen schuf Matthies ein wichtigesModell für die Etablierung einer nicht staatlichen Öffentlichkeit / Alternativöffentlichkeit inder Literatur- und Kunstszene des Prenzlauer Berg.In den 80er Jahren gehörte er zu den Initiatoren wichtiger Literaturdebatten zum Begriffder deutschen Kulturnation (mit Günter Grass und Johano Strasser, über dasdeutsch-deutsche Exil und über die Rolle des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS).Aufsehen erregte sein Austritt aus dem VS, den er aus Protest gegen den Umgang desVerbandes mit Dissidenten aus Osteuropa und der DDR als einer der ersten Autoren Anfangder achtziger Jahre verließ. Seinem Beispiel folgten zahlreiche Schriftsteller, u.a. HeinrichBöll und Günter Grass, was den VS in eine Krise stürzte.Matthies lebt seit 1994 in Joachimsthal.Werke•  Morgen. Rowohlt, Reinbek 1979. ISBN 3-49925-122-1•  Unbewohnter Raum mit Möbeln. Rowohlt, Reinbek 1980. ISBN 3-499-25148-5•  Für Patricia im Winter. Rowohlt, Reinbek 1981. ISBN 3-49925-160-4•  Exil. Ein Briefwechsel. mit Werner Lansburgh. Bund-Verlag, Köln 1983. ISBN376630576X•  Tagebuch Fortunes Suhrkamp 1985 ISBN 3-51811-311-9•  Die Sehn=Sucht, Reisetagebuch in Briefen. Amsterdam 1986.•  Stadt. Prosa. Wolke Verlag, Hofheim 1986. ISBN 3923997124•  Franz Lövenhertz. Märchen. Mariannenpresse, Berlin 1987. ISBN 392251037X•  Gelächter. Wolke, Hofheim 1987. ISBN 3923997167•  Inventar der Irrtümer. Prosa. Berliner Handpresse, Berlin 1988.•  Die Labyrinthe des Glücks oder Der Endzweck der Welt ist ein Buch. Kellner, Hamburg1990. ISBN 3927623075•  Poet’s Corner. 10 Gedichte. Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstrasse, Berlin1992. ISBN 3861720337•  Du bist der Ort vor dem Ende der Welt. Gedichte. John Gerard, Berlin 1992.•  Adressen aus den Heften für Patricia. Gedichte. Galrev, Berlin 1993. ISBN 3910161332•  Omerus Volkmund. Fünf Erzählungen. Galrev, Berlin 1994. ISBN 3-91016-154-5•  Aeneis. Roman. Berlin 1996. ISBN 3910161774•  Manifeste des DaDaeRismus. Sechs Manifeste. Mariannenpresse, Berlin 1998.•  Ein Lügner muß ein gutes Gedächtnis haben. Erzählung. Wekura, Berlin 1998.•  Auf der Suche nach dem verlogenen Blei oder 1 Junkie an König Ubus Hof. Berlin 2001.•  Von der Erotik des Zeiten vernichten. Galrev, Berlin 2002. ISBN 3-93314-929-0•  Geisterbahn. Bd 1-8. Wekura, Berlin 2003-2006.
  • 25. Frank-Wolf Matthies25Auszeichnungen•  1981 Berlin-Stipendium des Berliner Kultursenators•  1981/82 Stipendiat des Deutschen Literaturfonds•  1983/84 Villa-Massimo-Stipendium (Rom)•  1998 Karl-Kraus-Preis•  1998 Stipendium Schloss WiepersdorfWeblinks•  Literatur von und über Frank-Wolf Matthies [1] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Homepage von Frank-Wolf Matthies [2]•  Frank-Wolf Matthies im Poetenladen [3]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118579037[2]  http:/ / www. frankwolfmatthies. de/[3]  http:/ / www. poetenladen. de/ frank-wolf-matthies-person. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Frank- Wolf_Matthies&oldid=46426627Hauptautoren: Bosta, Toolittle, Salmi, Harro von Wuff, Kolja21, Srbauer, Aka, Ephraim33,Katharina, ArtMechanic Friederike MayröckerFriederike Mayröcker (* 20. Dezember 1924 in Wien) ist eine österreichischeSchriftstellerin.LebenVon 1946 bis 1969 war Mayröcker Englischlehrerin an verschiedenen Wiener Hauptschulenund legte dazwischen (1950) ihre Externistenmatura ab. 1969 ließ sie sich als Lehrerinkarenzieren und 1977 frühpensionieren.Ihr literarisches Schaffen begann sie als 15-Jährige (1939); 1946 veröffentlichte sie ihreersten Arbeiten in der Zeitschrift Plan.Friederike Mayröcker gilt als eine der bedeutendsten österreichischen zeitgenössischen →Lyrikerinnen. Erfolg hatte sie auch mit Hörspielen. Vier davon verfasste sie gemeinsam mitErnst Jandl, mit dem sie von 1954 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 zusammenlebte. IhreProsawerke werden der Kategorie quot;Autofiktionquot; zugerechnet. Sie bildet darin eine Gruppemit Christine Lipp, Wiesbaden.Ihre Arbeitsweise beschreibt Mayröcker folgendermaßen: quot;Ich lebe in Bildern. Ich sehealles in Bildern, meine ganze Vergangenheit, Erinnerungen sind Bilder. Ich mache dieBilder zu Sprache, indem ich ganz hineinsteige in das Bild. Ich steige solange hinein, bis esSprache wird.quot;[1]
  • 26. Friederike Mayröcker26Werke Prosa und Gedichte•  1956 Larifari: Ein konfuses Buch, Wien: Bergland•  1964 metaphorisch, Stuttgart: E. Walther•  1966 Tod durch Musen: Poetische Texte (mit einem Nachwort von Eugen Gomringer),Reinbek bei Hamburg: Rowohlt•  1967 Sägespäne für mein Herzbluten (39 Gedichte und 7 Zeichnungen), Berlin: Rainer•  1968 Minimonsters Traumlexikon: Texte in Prosa (Mit einem Nachwort von Max Bense),Reinbek bei Hamburg: Rowohlt•  1971 Fantom Fan, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. ISBN 3-498-04231-9•  1971 Sinclair Sofokles der Baby-Saurier (mit farbigen Illustrationen von AngelikaKaufmann), Wien, München: Jugend-und-Volk-Verlagsgesellschaft. ISBN 3-8113-1240-5•  1973 Blaue Erleuchtungen: erste Gedichte, Düsseldorf: Eremiten-Presse. ISBN3-87365-041-X•  1973 je ein umwölkter gipfel (Erzählung), Darmstadt, Neuwied : Luchterhand. ISBN3-472-86327-7•  1974 meine träume, ein flügelkleid, Düsseldorf: Eremiten-Presse. ISBN 3-87365-077-0•  1974 In langsamen Blitzen, Berlin: Literarisches Colloquium. ISBN 3-920392-43-4•  1974 Augen wie Schaljapin bevor er starb (Illustrationen von Peter Pongratz), Dornbirn:Vorarlberger Verlagsanstalt•  1975 Das Licht in der Landschaft, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-03626-2•  1975 schriftungen oder gerüchte aus dem jenseits (mit Zeichnungen), Pfaffenweiler:Pfaffenweiler Presse. ISBN 3-921365-01-5•  1976 Fast ein Frühling des Markus M., Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-03629-7•  1977 Heisse Hunde (Graphiken von Ernst Jandl), Pfaffenweiler: Pfaffenweiler Presse.ISBN 3-921365-10-4•  1977 Rot ist unten, Wien, München: Jugend und Volk. ISBN 3-8113-6600-9•  1978 Heiligenanstalt, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-03619-X•  1978 Schwarmgesang: Szenen für die poetische Bühne, Berlin: Rainer. ISBN3-88114-022-0•  1979 Ausgewählte Gedichte: 1944 - 1978, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-03618-1•  1979 Tochter der Bahn, Düsseldorf: Eremiten-Presse. ISBN 3-87365-123-8•  1980 Pegas, das Pferd, Basel: Schroedel. ISBN 3-507-95109-6•  1980 Die Abschiede, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-03617-3•  1981 Treppen (mit Johann Kräftner), St. Pölten: Verlag NiederösterreichischesPressehaus. ISBN 3-85326-619-3•  1981 Schwarze Romanzen (Gedichtzyklus mit Offsetlithographien von Max Weiler),Pfaffenweiler: Pfaffenweiler Presse. ISBN 3-921365-48-1•  1982 Gute Nacht, guten Morgen: Gedichte 1978 - 1981, Frankfurt am Main: Suhrkamp.ISBN 3-518-03521-5•  1982 Ich, der Rabe und der Mond, Graz: Droschl. ISBN 3-85420-020-X•  1984 Das Anheben der Arme bei Feuersglut (Gedichte u. Prosa, Auswahl und Nachwortvon Heinz F. Schafroth, Stuttgart: Reclam. ISBN 3-15-008236-6•  1984 Reise durch die Nacht, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-04700-0
  • 27. Friederike Mayröcker 27•  1984 Rosengarten (mit einer Radierung von Maria Lassnig), Pfaffenweiler: PfaffenweilerPresse. ISBN 3-921365-71-6•  1985 Das Herzzerreissende der Dinge, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-03568-1•  1985 Configurationen (mit Hubert Aratym), Wien : Sonderzahl. ISBN 3-85449-008-9•  1986 Winterglück: Gedichte 1981 - 1985, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-02574-0•  1987 Blauer Streusand, (Hrsg. u. mit einem Nachwort von Barbara Alms), Frankfurt amMain: Suhrkamp, ISBN 3-518-37932-1•  1988 Mein Herz, mein Zimmer, mein Name, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-40127-0•  1989 Zittergaul (Gedichte und 12 Zeichnungen), Ravensburg: Maier. ISBN3-473-51723-2•  1989 Dekomposition (Text zu Radierungen von Irmgard Flemming), Frankfurt am Main :Ed. Irmgard Flemming•  1989 Umbra, der Schatten: das ungewisse Garten-Werk ; zu Arbeiten von Linde Waber,Wien: Hora. ISBN 3-213-00028-0•  1990 Entfachung, Wien: D. Scherr•  1991 Stilleben, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN 3-518-40327-3•  1991 Nada, nichts: ein Konversationsstück, Frankfurt am Main: Suhrkamp•  1992 Das besessene Alter: Gedichte 1986 - 1991, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-40473-3•  1992 Blumenwerk : ländliches Journal, Deinzendorf, Weitra: Bibliothek der Provinz.ISBN 3-900878-72-2•  1992 Proëm auf den Änderungsschneider Aslan Gültekin (Holzschnitt von JohannesStrugalla), Berlin: Edition Balance.•  1992 Phobie der Wäsche, Köln: Edition Fundamental•  1992 Als es ist (Texte zu Kunst), Salzburg: Rupertinum•  1992 Verfaulbett oder die Almlunge (Offsetfarblithographie von Tone Fink), Horn:Edition Thurnhof•  1992 Der Engel ist in allen Dingen: 55 Gahara (mit Michael Touma), Leipzig: M. Touma•  1993 Veritas : Lyrik und Prosa 1950 - 1992 (hrsg. von Elke Erb), Leipzig Reclam. ISBN3-379-01474-5•  1993 Nimbus der Kappe (mit Olaf Nicolai), Rudolstadt: Burgart-Presse. ISBN3-910206-09-3•  1993 Betblumen : (ein) mein Lieblingstod (mit Tobias Raphael Pils), Weitra: Bibliothekder Provinz•  1994 Lection, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-40638-8•  1994 Das Licht in der Landschaft, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-22164-7•  1994 Bildlegende zu einem absurden Puppentheater (Gestaltung Ines v. Ketelhodt),Oberursel/Taunus: Unica T•  1995 Kabinett-Notizen nach James Joyce (mit Zeichnungen und einer Collage), Horn:Edition Thurnhof. ISBN 3-900678-22-7•  1996 Notizen auf einem Kamel: Gedichte 1991 - 1996, Frankfurt am Main: Suhrkamp.ISBN 3-518-40799-6•  1997 Das zu Sehende, das zu Hörende, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-40907-7
  • 28. Friederike Mayröcker 28•  1997 Gala des Messers auf einer Bettdecke (Abbildung Linde Waber), Wien:Bibliophilen-Gesellschaft•  1998 brütt oder Die seufzenden Gärten, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-40994-8•  2001 Gesammelte Prosa 1949-2001, hrsg. von Klaus Reichert, in 5 Bänden. Frankfurt amMain: Suhrkamp, ISBN 3-518-41299-X•  2001 Magische Blätter I-V, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-41301-5•  2001 Requiem für Ernst Jandl, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-41216-7•  2003 Mein Arbeitstirol - Gedichte 1996-2001, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-41393-7•  2003 Die kommunizierenden Gefäße, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-12444-7•  2005 Gesammelte Gedichte 1939-2003 (hrsg. von → Marcel Beyer), Frankfurt am Main:Suhrkamp, ISBN 3-518-41631-6•  2005 Und ich schüttelte einen Liebling, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-41709-6•  2008 Paloma, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN 978-3-518-41956-4Hörspiele•  Die Umarmung, nach Picasso•  Repetitionen, nach Max Ernst•  Schubertnotizen oder das unbestechliche Muster der Ekstase•  Arie auf tönernen Füßen•  Das zu Sehende, das zu Hörende (mit dem ORF-Hörspielpreis ausgezeichnet)•  DIE KANTATE oder, Gottes Augenstern bist Du, Musik: Wolfgang von Schweinitz (2003)Zusammen mit Ernst Jandl:•  Der Gigant•  Gemeinsame Kindheit•  Five Man Humanity / Fünf Mann Menschen•  SpaltungenLibretto•  Stretta, Musik: Wolfram Wagner. Uraufführung sirene Operntheater 2004Übersetzungen in andere Sprachen•  2001 flandrisch: Magisch Bladwerk (Auswahl aus Magische Blätter)•  2002 italienisch: della vita le zampe (zweisprachiger Auswahlband mit Gedichten)•  2003 polnisch: ZIELNONY MONTA? (zweisprachiger Auswahlband mit Gedichten)•  2003 französisch: MÉTAUX VOISINS (franz. Übersetzung von Benachbarte Metalle)
  • 29. Friederike Mayröcker29Auszeichnungen•  Ehrenring der Stadt Wien 2004•  Georg-Büchner-Preis 2001•  Karl-Sczuka-Preis für das Hörspiel quot;Das Couvert der Vögelquot; 2001•  Christian-Wagner-Preis 2000•  ORF-Hörspielpreis 1997•  Meersburger Droste-Preis 1997•  America Awards Prize 1997•  Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1996•  Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 1996•  Jurorin bei der Verleihung des Erich-Fried-Preises an Elke Erb 1995•  manuskripte-Preis 1994•  Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 1993•  Hans-Erich-Nossack-Preis 1989 (Hauptpreis der Deutschen Industrie)•  Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1987•  Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold 1985•  Literaturpreis des Südwestfunks Baden-Baden 1985•  Roswitha-Preis 1982•  Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 1982•  Anton-Wildgans-Preis 1981•  Georg-Trakl-Preis 1977•  Literaturpreis der Stadt Wien 1976•  Österreichischer Würdigungspreis 1975•  Hörspielpreis der Kriegsblinden 1969 (mit Ernst Jandl)Literatur•  Theo Breuer: „Friederike Mayröcker, usw.“, in: T.B., Aus dem Hinterland. Lyrik nach2000, Edition YE, Sistig/Eifel 2005. ISBN 3-87512-186-4•  Renate Kühn (Hrsg.):Friederike Mayröcker oder Das innere des Sehens, Studien zuLyrik, Hörspiel und Prosa, Bielefeld (Aisthesis) 2002. ISBN 3-89528-400-9•  Inge Arteel / Heidy M. Müller (Hrsg.):Rupfen in fremden Gärten - Intertextualität imSchreiben Friederike Mayröckers, Bielefeld (Aisthesis) 2002. ISBN 3-89528-340-1•  Gerhard Kaucic/Timothy Liegeti: Guy Debord John Zorn Friederike Mayröcker PhilippeSollers: tel quel jardins des plantes et D mots/scribble and voice. - In: Die Grüne F Abyss.Internationale polylinguale Zeitschrift für Grüne Kultur/Politik. Nr.16b/1996, S. 117ff.•  Edith A. Kunz:Verwandlungen - Zur Poetologie des Übergangs in der späten ProsaFriederike Mayröckers, Göttingen (Wallstein) 2004. ISBN 3-89244-812-4•  Ralf B. Korte / Elisabeth Hödl: FM dj [reading reise durch die nacht]. Ein elektronischerBriefroman. 2004 AISTHESIS. ISBN 3-89528-402-5.•  Martin A. Hainz: Schwarze Milch zu schreiben. Paul Celan und Friederike Mayröcker.In: Weimarer Beiträge, Nr 52·1, 2006, S.5-19•  Leo Truchlar: Wozu lese und schreibe ich? Notizen aus Anlaß meiner Lektüren vonAdrienne Rich und Friederike Mayröcker. - In: Leo Truchlar, Über Literatur und andereKünste, Wien (Böhlau) 2000, S. 17ff.•  Inge Arteel: „gefaltet, entfaltet“. Strategien der Subjektwerdung in FriederikeMayröckers Prosa 1988-1998. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2007. ISBN 3-89528-562-5.
  • 30. Friederike Mayröcker 30Weblinks•  Literatur von und über Friederike Mayröcker [2] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Mayröcker-Portal der Uni Hamburg [3]•  Mayröcker-Portal des Suhrkamp Verlags [4]•  Linksammlung [5] der Universitätsbibliothek der Freien Universität BerlinExterne Links[1]  In: Heimspiel [Programmzeitschrift des ORF-Radiokulturhauses] März 2007, S. 5[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118732404[3]  http:/ / www. stud. uni-hamburg. de/ users/ lit_page/ Mayroecker. htm[4]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=3170[5]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_lmno/ mayroe. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Friederike_Mayröcker&oldid=50986369Hauptautoren: Peter200, Adelverpflichtet, Blaubahn, A Ruprecht, Robodoc, Adbo2009,Beat22, Leonard Vertighel, Palica, Thomas Fernstein, Toolittle, Dibe, Bahnmoeller,Demonax, Sirene, Goerdten, Ulrich.fuchs, HaSee, Rybak, HenrikHolke, Albrecht1, Addicted,Aka, Leonardo, Fundevogel65, Abundant, Mundartpoet, Schaufi, Wikitoni, Regi51, Stern,Trainspotter, ArtMechanic, Christel Fallenstein Gregor LaschenGregor Laschen (* 8. Mai 1941 in Ückermünde) ist ein deutscher Schriftsteller undHerausgeber.Leben und WerkNach dem Abitur in Minden studierte Gregor Laschen in Kiel, Zürich, Berlin, Würzburg undBonn Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte. 1967 nahm er an derTagung der Gruppe 47 teil. 1970 promovierte er mit einem Thema zur DDR-Lyrik. Von 1972bis 2002 war er Dozent für Neue Deutsche Literatur an der niederländischen UniversitätUtrecht. Laschen initiierte 1988 das Übersetzungsprojekt „Poesie der Nachbarn“, dasjährlich im Künstlerhaus Edenkoben stattfindet. In der „Edition Die Horen“ gab er 17Bände einer Poesie-Reihe mit Länderschwerpunkten heraus. Er übersetzte das Werk derniederländischen Schriftstellerin Judith Herzberg. Laschen entwirft Ausstellungskonzepteund ist als Literaturkritiker tätig. Laschen ist Mitglied des deutschen sowie desniederländischen P.E.N.-Zentrums.Gregor Laschen lebte in Utrecht und im Kunst- und Kulturzentrum Bahnhof Rolandseck, biser 2008 nach Bremen übersiedelte.
  • 31. Gregor Laschen31Jammerbugt NotateFür den Gedichtband Jammerbugt Notate, erhielt Laschen 1996 den „Peter-Huchel-Preis“.Die FAZ vermerkte, dass die Jury ein „Außenseiterwerk“ würdige, das bisher „noch keineeinzige Rezension erhalten habe“.[1] Die Entscheidung stelle „eine veritable Entdeckungdar, die auf ein Werk von verstörender Intensität voller Momente der Widerständigkeit“[2]aufmerksam mache. Die Gedichte wirken befremdend und dunkel, haben Beziehung zurmodernen Malerei, indem sie sich mit Bildern und Objekten auseinandersetzen. Diesenbitteren Fragmenten stand „die Kritik weitgehend sprachlos gegenüber, auf dem knappenRaum einer Rezension scheinen sie nicht zu bändigen.“[3] Stefan Wieczorek schreibt weiter:„Gelesen werden können die „Jammerbugt-Notate” auch als Relektüre des eigenen Werks.Keines der Hauptwörter der Dichtung Laschens fehlt und allesamt scheinen sie in dasFragment zu münden.“[4]Poesie der NachbarnLaschen ist der Begründer und Leiter des vom Künstlerhaus Edenkoben und der StiftungArp Museum veranstalteten europäischen Lyrik-Übersetzungsprojekts „Poesie derNachbarn – Dichter übersetzen Dichter“. Bei der „Edition Die Horen“ gab er dazuzahlreiche Gedichtanthologien heraus, in denen jeweils dem Originaltext die deutscheNachdichtung gegenüber gestellt ist. Jeder Band ist das Ergebnis eines europäischenLyrikertreffens. Als sein Nachfolger leitet → Hans Thill nun das Projekt. In Laschens 2004erschienenen Gedichtband Die Leuchttürme tun was sie können greift der Autor nocheinmal auf seine Projekttätigkeit zurück, für die er im Laufe der Jahre einKorrespondentennetzwerk mit Lyrikern und über Lyrik geschaffen hatte. Er hatBeobachtungen und Reflexionen verarbeitet und die Leitmotive seiner Arbeit sichtbargemacht. Es ist ein Buch „mit bewegenden Gedichten, die von den existenziellenZerreißproben jener Künstler handeln“, schreibt Michael Braun und fährt fort: „Was diesesneue Gedichtbuch Gregor Laschens so ergreifend macht, ist die emphatische Innigkeit, mitder dieser Autor an dem Wahrheitsanspruch einer sprachmagischen Dichtkunst festhält.“[5]Zitat•  Naturgedicht 7„Ab und aus- / geschrieben epochenlang / die sechs anderen Wälder vorher, / deutsche /Metapher von Kindesbeinen an, Gattung / aus Gründen. Das Naturgedicht / ist der letzteText über die / Naturgedichte lange vor uns, hölzerne Suche / nach Bäumen in Gedichten/ über was man / für ein Verbrechen hielt, als / es / noch / Bäume / gab.“ [6]
  • 32. Gregor Laschen 32Einzeltitel•  Die Leuchttürme tun was sie können. Gedichte, Zu Klampen, Springe 2004. ISBN3-933156-80-7•  Im Fremdwort zuhaus. Eine Anthologie für Gregor Laschen zum 60. Geburtstag, hg. von→ Hans Thill, Wunderhorn, Heidelberg 2001. ISBN 3-88423-180-4•  Jammerbugt-Notate. Gedichte. Wunderhorn, Heidelberg 1995. ISBN 3-88423-098-0•  Bruno Goller. Bilder, Zeichnungen (Mitverfasser), Stiftung Bahnhof Rolandseck 1991.ISBN 3-927473-08-1•  Anrufung des Horizonts. Skagen-Zeit, Gedichte, mit Bildern von Stefan Schwerdtfeger,Edition Die Horen, Bremerhaven 1987. ISBN 3-88314-675-7•  Zerstreuung des Alphabets. Hommage à Arp. Hans/Jean Arp zum 100. Geburtstag 1986,Edition Die Horen, Bremerhaven 1998. ISBN 3-88314-517-3•  Die andere Geschichte der Wolken, Gedichte, Hanser, München und Wien 1983. ISBN3-446-13801-3•  Der zerstückte Traum. Für Erich Arendt zum 75. Geburtstag, Agora, Berlin undDarmstadt 1978. ISBN 3-87008-082-5•  Lyrik in der DDR. Anmerkungen zur Sprachverfassung des modernen Gedichts,Athenäum-Verlag, Frankfurt/M 1971.•  Ankündigung der Hochzeitsnächte, Suhrkamp, Frankfurt/M 1967.Herausgabe•  Vom Ohrenbeben zu Edenkoben, Texte, Wunderhorn, Heidelberg 2007. ISBN978-3-88423-279-8•  Leb wohl lila Sommer. Gedichte aus Russland, Edition Die Horen, Bremerhaven 2004.ISBN 3-88423-219-3•  Königs Schiffe vor Eden. Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzen Dichter, Edition DieHoren, Bremerhaven 2003. ISBN 3-89701-986-8•  Atmen lang von Babel her. Poesie aus Griechenland, Bremerhaven 2003. ISBN3-89701-985-X•  Die Heimkehr in den Kristall. Poesie aus Finnland, Edition Die Horen, Bremerhaven2002. ISBN 3-89701-887-X•  An die sieben Himmel. Sieben Lyriker und Erzähler besuchen sieben Landschaften,Wunderhorn, Heidelberg 2002. ISBN 3-88423-192-8•  Die Bogenform der Erinnerung. Poesie aus Portugal, Bremerhaven 2001. ISBN3-89701-729-6•  Ich ist ein andrer ist bang. Poesie aus Rumänien, Bremerhaven 2000. ISBN3-89701-571-4•  Die Freiheit der Kartoffelkeime. Poesie aus Estland, Bremerhaven 1999. ISBN3-89701-381-9•  Schönes Babylon. Gedichte aus Europa in 12 Sprachen, DuMont, Köln 1999. ISBN3-7701-4844-4•  Das Zweimaleins des Steins. Poesie aus Irland, Bremerhaven 1998. ISBN 3-89701-198-0•  Das erste Paradies. Poesie aus Norwegen, Bremerhaven 1997. ISBN 3-89701-025-9•  Der Finger Hölderlins. Poesie aus Frankreich, Bremerhaven 1996. ISBN 3-89429-731-X•  Die Mühle des Schlafs. Poesie aus Italien, Bremerhaven 1995. ISBN 3-89429-930-4
  • 33. Gregor Laschen 33•  Hör den Weg der Erde. Poesie aus Bulgarien, Edition Die Horen, Bremerhaven 1994.ISBN 3-89429-490-6•  Eine Jacke aus Sand. Poesie aus den Niederlanden, Edition Die Horen, Bremerhaven1993. ISBN 3-89429-290-3•  Ich bin der König aus Rauch. Poesie aus Spanien, Edition Die Horen, Bremerhaven 1991.ISBN 3-89429-121-4•  Inzwischen fallen die Reiche, Edition Die Horen, Bremerhaven 1990. ISBN3-89429-036-6•  Mein Gedicht ist mein Körper. Neue Poesie aus Dänemark, Edition Die Horen,Bremerhaven 1989. ISBN 3-88314-914-4•  Jahrbuch der Lyrik (mit Christoph Buchwald), Luchterhand, Darmstadt und Neuwied1984.•  Lyrik aus der DDR. Anthologie, Benziger, Zürich und Köln 1973. ISBN 3-545-36207-8Auszeichnungen•  1996 Peter-Huchel-Preis•  2004 Ehrengabe der Deutschen SchillerstiftungLiteratur•  Michael Braun: Die Leuchttürme tun was sie können. In: Die Rheinpfalz vom 20. Oktober2004•  Guido Graf: An die sieben Himmel. Forellenstimmen. In: Frankfurter Rundschau vom 23,November 2002•  Johann P. Tammen: „Das Eigne / zu haben im Andren.“ Gregor Laschen zum 60.Geburtstag. In: „die horen. Nr. 2/2001. ISSN 0018-4942 [7]•  → Hans Thill, Stefan Wieczorek, Ingo Wilhelm (Herausgeber): Im Fremdwort zuhaus.Eine Anthologie für Gregor Laschen zum 60. Geburtstag. Wunderhorn, Heidelberg 2001.ISBN 3-88423-180-4.•  Stefan Wieczorek: Gregor Laschen. In: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigenGegenwartsliteratur KLG. ISBN 978-3-88377-927-0.Weblinks•  Literatur von und über Gregor Laschen [8] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Lyrikübersetzungsprojekt „Poesie der Nachbarn“ [9]Externe Links[1]  Ausgabe vom 17. Januar 1996[2]  ebenda[3]  Stefan Wieczorek im „Kritischen Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“[4]  ebenda“[5]  Michael Braun in „Die Rheinpfalz“ vom 30. Oktober 2004[6]  Zitiert aus: Die andere Geschichte der Wolken. Hanser, München 1983[7]  http:/ / dispatch. opac. ddb. de/ DB=1. 1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8& TRM=0018-4942[8]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 123682290[9]  http:/ / www. poesie-der-nachbarn. de/
  • 34. Gregor Laschen34 Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Gregor_ Laschen&oldid=53900639Hauptautoren: STBR, Sverrir Mirdsson, Versfuchs, Jannof, Derdeh Hans Magnus EnzensbergerHans Magnus Enzensberger (* 11. November1929 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Dichter,Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer undRedakteur. Er publizierte einzelne Bücher unterden Pseudonymen Andreas Thalmayr, LindaQuilt, Elisabeth Ambras sowie Serenus M.Brezengang. Enzensberger lebt inMünchen-Schwabing.LebenHans Magnus Enzensberger ist in einerbürgerlichen Familie in Nürnberg aufgewachsen.Der Vater war Oberpostdirektor in Nürnberg,zuvor arbeitete er als Ingenieur fürFernmeldetechnik (er war der ersteRadiosprecher Bayerns). Enzensberger hat bzw.hatte drei jüngere Brüder, ChristianHans Magnus EnzensbergerEnzensberger war Anglist, Ulrich EnzensbergerWarschau, 20. Mai 2006war ein Gründungsmitglied der legendärenBerliner Wohngemeinschaft Kommune I undspäter als Autor tätig. Der Bruder Martin verstarb schon Mitte der 1980er Jahre anLungenkrebs. Mutter Elionore arbeitete anfänglich als Kindergärtnerin. Wie alle Kinder war Enzensberger zur Teilnahme bei der Hitlerjugend verpflichtet, wurdeaber wegen Trotz und Querulantentums wieder ausgeschlossen. Während des Luftkriegesevakuierte man seine Familie und ihn in die mittelfränkische Kleinstadt Wassertrüdingen,was eine seltene Ausnahme im Naziregime war und nur der hohen Stellung seines Vaterszu verdanken. Hier wird auch sein jüngster Bruder Ulrich geboren. Die letzten Tage desZweiten Weltkriegs erlebte Hans Magnus Enzensberger als Volkssturm-Angehöriger,entzog sich aber seinem Dienst und konnte sich bis nach Hause durchschlagen.Nach dem Krieg machte er an der Oberschule in Nördlingen das Abitur, seine Familieernährte er als Schwarzhändler, Dolmetscher und Barmann bei der Royal Air Force. Erstudierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau,Hamburg und an der Sorbonne in Paris. Während seines Studiums war er Stipendiat derStudienstiftung des deutschen Volkes.1955 promovierte er mit einer Arbeit über Clemens Brentanos Poetik. (Sein Biograf JörgLau vergleicht Enzensberger mit Brentano, insbesondere die Methode von „Rückgriff undZerstörung“ der Traditionen in der Lyrik.[1] ) Bis 1957 arbeitete Enzensberger alsHörfunkredakteur in Stuttgart. Er nahm an mehreren Tagungen der Gruppe 47 teil. Ab
  • 35. Hans Magnus Enzensberger 351957 arbeitete Enzensberger als freier Schriftsteller in Stranda (West-Norwegen), gingdann 1959 für ein Jahr nach Lanuvio bei Rom, arbeitete 1960 als Lektor beim SuhrkampVerlag in Frankfurt am Main und zog sich 1961 auf Tjøme, eine Insel im Oslofjord, zurück.Von 1965 bis 1975 gab Enzensberger die Zeitschrift Kursbuch heraus. Enzensberger hatteinsbesondere mit dem Kursbuch, aber auch mit seinen Werken großen Einfluss auf dieStudentenbewegung. 1980 gründete er mit Gaston Salvatore das KulturmagazinTransAtlantik, das er 1982 wieder verließ. Von 1985 bis 2007 gab er zusammen mit FranzGreno die Buchreihe Die Andere Bibliothek heraus.Mit dem Filmemacher Peter Sehr arbeitet Enzensberger an einer Verfilmung des Lebensvon Georg Christoph Lichtenberg.Politische StellungnahmenSeine bekannteste Auseinandersetzung mit den Medien, vor allem mit dem Fernsehen, istsein Text „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ (1970). Er bezeichnet darin dieelektronischen Medien als Hauptinstrumente der „Bewusstseins-Industrie“ im SinneAdornos und Horkheimers, der er weitgehende Steuerungs- und Kontrollmacht über diespätindustrielle Gesellschaft zuschreibt. Enzensberger fordert in dem Text einesozialistische Medientheorie, d.h. einen emanzipatorischen und emanzipativen Umgang mitden Medien. Probleme sieht er im „repressiven Mediengebrauch“ (ein zentral gesteuertesProgramm mit einem Sender und vielen Empfängern, der die Konsumenten passiv machtund entpolitisiert). Spezialisten produzieren den Inhalt, werden dabei jedoch durchEigentümer oder Bürokratie kontrolliert. Ein „emanzipatorischer Mediengebrauch“dagegen würde jeden Empfänger zum Sender machen. Durch die Aufhebung dertechnischen Barrieren würden die Massen mobilisiert und politisch eingebunden. In seinen1988 veröffentlichten Gesammelten Zerstreuungen bezeichnete Enzensberger dasFernsehen als „Nullmedium“.Im Jahr 1987 verwendete er die Begriffe Ossie und Wessie in dem Prosaband Ach, Europa!Wahrnehmungen aus sieben Ländern. In einem fiktiven Reisebericht durch das Europa imJahr 2006 beschreibt er in einem Kapitel ein friedlich wiedervereinigtes Deutschland, indem sich aber Ossies und Wessies weiterhin feindlich gegenüberstehen.In seinem Buch Schreckens Männer (2006) beschäftigt er sich mit dem islamistischenTerror. Er beschreibt islamistische Selbstmordattentäter, die sich wie Sieger gebärdeten,aber tatsächlich radikale Verlierer seien. Er beschreibt die arabische Welt als eineZivilisation, die im 12./13. Jahrhundert den Europäern weit überlegen gewesen sei, heuteaber eine relativ unproduktive Zivilisation darstelle. Das produziereMinderwertigkeitskomplexe, die ihrerseits Wut erzeugten. Die Ursache für ihre Problemewürden die Selbstmordattentäter nicht bei sich, sondern in der westlichen Welt, den USA,bei den Juden oder in Verschwörungstheorien suchen.[2]Enzensberger ist ein Kritiker der Rechtschreibreform und unterzeichnete auf der Basis derFrankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform von 1996 u.a. im Jahr 2004 den FrankfurterAppell zur Rechtschreibreform, was einen Widerspruch zu früher von ihm publiziertenPolemiken darstellt.[3]
  • 36. Hans Magnus Enzensberger36Preise•  1962 Deutscher Kritikerpreis•  1963 Georg-Büchner-Preis•  1978 Deutscher Kritikerpreis•  1980 Goldener Kranz-Preis - Die Abende der Poesie in Struga•  1985 Heinrich-Böll-Preis•  1993 Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis•  1994 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München•  1998 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf•  2002 Prinz-von-Asturien-PreisPremio d’Annunzio für sein Gesamtwerk [4]•  2006•  2006 Medienpreis 2006 von der Berlin-Brandenburgischen Akademie derWissenschaften und Verleihung des Enzensberger-SternsWerke•  verteidigung der wölfe, Gedichte, 1957•  Bildzeitung, Gedicht, 1957•  Clemens Brentano: Gedichte, Erzählungen, Briefe (als Hrsg.), 1958•  Die Denunziation des Tourismus, (als Hrsg.) 1959•  Museum der modernen Poesie (als Hrsg.), 1960•  landessprache, Gedichte, 1960•  An alle Fernsprechteilnehmer, Gedicht, 1960•  Brentanos Poetik, 1961 (Druckfassung der Diss. Erlangen 1955)•  Allerleirauh. Viele schöne Kinderreime (als Hrsg.) 1961•  Einzelheiten, Essays, 1962•  Gedichte. Die Entstehung eines Gedichts, 1962•  Vorzeichen. Fünf neue deutsche Autoren (als Hrsg.), 1962•  Politik und Verbrechen, Essays, 1964•  blindenschrift, Gedichte, 1964•  Georg Büchner, Ludwig Weidig: Der Hessische Landbote. Texte, Briefe, Prozeßakten (alsHrsg.), 1965•  Bartolomé de las Casas: Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der WestindischenLänder (als Hrsg.), 1966•  Deutschland, Deutschland unter anderm. Äußerungen zur Politik, 1967•  Staatsgefährdende Umtriebe, Rede zur Verleihung des Nürnberger Literaturpreises,1968•  El Cimarrón. Rezital. Musik (1969/70): Hans Werner Henze. UA 1970•  Freisprüche. Revolutionäre vor Gericht, 1970•  Das Verhör von Habana, Prosa, 1970•  Der kurze Sommer der Anarchie. Buenaventura Durrutis Leben und Tod, Roman, 1972•  Klassenbuch. Ein Lesebuch zu den Klassenkämpfen in Deutschland (als Mithrsg.), 1972•  Gespräche mit Marx und Engels, 1973•  Palaver. Politische Überlegungen 1967–1973, Essays, 1974•  Mausoleum. 37 Balladen aus der Geschichte des Fortschritts, 1975•  Der Weg ins Freie. Fünf Lebensläufe, 1975•  Der Untergang der Titanic. Eine Komödie, Versepos, 1978
  • 37. Hans Magnus Enzensberger 37•  Unsere Landessprache und ihre Leibwächter, 1979•  Die Furie des Verschwindens. Gedichte, 1980•  Politische Brosamen, Essays, 1982•  Das Wasserzeichen der Poesie oder Die Kunst und das Vergnügen, Gedichte zu lesen(unter dem Pseudonym Andreas Thalmayr), 1985•  Auferstanden über alles. Fünf Untersuchungen, 1986•  Ach, Europa! Wahrnehmungen aus sieben Ländern, Prosa, 1987•  Heiss & Kalt, Erotische Erzählungen, 1987 (unter dem Pseudonym Elisabeth Ambras)•  Mittelmaß und Wahn. Gesammelte Zerstreuungen, 1988•  Der Fliegende Robert. Gedichte, Szenen, Essays, 1989•  Diderot und das dunkle Ei. Ein Interview, 1990•  Zukunftsmusik, Gedichte, 1991•  Die Tochter der Luft, Drama, 1992•  Die Große Wanderung, Essays, 1992•  Aussichten auf den Bürgerkrieg, 1993•  Das Brot und die Schrift, 1993•  Diderots Schatten. Unterhaltungen, Szenen, Essays, 1994•  Kiosk. Neue Gedichte, 1995•  Altes Medium, Gedicht, 1995•  Voltaires Neffe. Eine Fälschung in Diderots Manier, 1996•  Zickzack, Aufsätze, 1997•  Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor der Mathematik haben,1997•  Wo warst du, Robert?, Roman, 1998•  Drawbridge Up: Mathematics – A Cultural Anathema / Zugbrücke außer Betrieb: DieMathematik im Jenseits der Kultur (dt., engl.) Natick, Mass., Peters, 1999•  Leichter als Luft. Moralische Gedichte, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1999•  Die Elixiere der Wissenschaft. Seitenblicke in Poesie und Prosa, 2002•  Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen, 2003•  Nomaden im Regal. Essays, 2003•  Lyrik nervt! Erste Hilfe für gestresste Leser, 2004 (unter dem Pseudonym AndreasThalmayr)•  Dialoge zwischen Unsterblichen, Lebendigen und Toten, 2004•  Heraus mit der Sprache. Ein bisschen Deutsch für Deutsche, Österreicher, Schweizerund andere Aus- und Inländer, 2005 (unter dem Pseudonym Andreas Thalmayr)•  Josefine und ich - Eine Erzählung, 2006•  Schauderhafte Wunderkinder, 2006 (unter dem Pseudonym Linda Quilt)•  Schreckens Männer – Versuch über den radikalen Verlierer, 2006, Suhrkamp Verlag•  Hammerstein oder der Eigensinn, Biographie, 2008 Suhrkamp Verlag•  Heraus mit der Sprache – Ein bißchen Deutsch für Deutsche, Österreicher, Schweizerund andere Aus- und Inländer, 2008 dtv
  • 38. Hans Magnus Enzensberger 38Literatur•  Reinhold Grimm (Hrsg.): Hans Magnus Enzensberger. Suhrkamp Verlag, Frankfurt1984, 437 S., Besprechung [5]•  Martin Fritsche: Hans Magnus Enzensbergers produktionsorientierte Moral. Konstantenin der Ästhetik eines Widersachers der Gleichheit. Peter Lang, Bern u.a. 1997,Technische Universität Berlin, Dissertation, 264 S., gebunden, ISBN 3-906757-91-9. (Zurpolitischen Haltung, politischen Polemik und Provokation im Werk Enzensbergers.)•  Jörg Lau: Hans Magnus Enzensberger. Ein öffentliches Leben. Fest, Berlin 1999, ISBN3-8286-0049-2, Besprechung [6]•  Tae-Ho Kang: Poesie und Gesellschaftskritik. Hans Magnus Enzensbergers negativePoetik. Universität Wuppertal, 2002, Dissertation, 256 S., online [7]•  Rainer Barbey: Unheimliche Fortschritte. Natur, Technik und Mechanisierung im Werkvon Hans Magnus Enzensberger. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007,Dissertation, Universität Regensburg, 248 S., gebunden, ISBN 978-3-89971-345-9,Inhaltsverzeichnis [8], Einleitung [9]Weblinks Wikiquote: Hans Magnus Enzensberger – Zitate•  Literatur von und über Hans Magnus Enzensberger [10] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Linksammlung [11] bei der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin•  Hans-Magnus-Enzensberger-Projekt [12] am Institut für Germanistische und AllgemeineLiteraturwissenschaft [13] der RWTH Aachen [14]: laufend aktualisierte Sichtung,Dokumentation, Materialienbereitstellung und Rezensionen zu sämtlichen Werken undHerausgeberschaften Enzensbergers•  „Porträt zum 70. Geburtstag“ [15], Justus-Liebig-Universität Gießen•  Verweis auf einen Abstract [16] zu Enzensbergers Aufsatz «Baukasten zu einer Theorieder Medien»•  „Hans Magnus Enzensberger: Im Schlafrock der Geschichte“ [17], FAZ, 27. September2007Biographien Biographie beim Suhrkamp-Verlag [18]• Kurz-Bio [19], Universität Duisburg-Essen• Who's Who [20]• tabellarisch [21], 3sat•Beiträge von Enzensberger•  „Zur Situation der Mathematik in der Gesellschaft“ [22], FAZ, 29. August 1998•  „Im Irrgarten der Intelligenz. Über den getesteten Verstand und den Unverstand desTestens“ [23], Neue Zürcher Zeitung, 11. November 2006Rezensionen•  ub.fu-berlin.de [24] Kommentierte Linksammlung der Universitätsbibliothek der FreienUniversität Berlin•  Berliner Zeitung [25] zu Hammerstein oder der Eigensinn von Harald JähnerKommentar
  • 39. Hans Magnus Enzensberger39•  Probekommentar zum «Untergang der Titanic» (25. Gesang) [26]Externe Links[1]  „Leichte Schläge mit der linken Hand“ (http:/ / www. falter. at/ web/ shop/ detail.php?id=1473), Falter, 10. November 1999, Nr. 45, S. 72[2]  Hessischer Rundfunk: Hans Magnus Enzensberger „Schreckens Männer“ (http:/ / www.hr-online. de/ website/ specials/ buchmesse/ index. jsp?rubrik=18588&key=standard_document_25665982) 6. September 2006[3]  „Unsere Landessprache und ihre Leibwächter“ (http:/ / images. zeit. de/ text/ 1979/ 35/Leibwaechter), Die Zeit, 24. August 1979, Nr. 35[4]  „Hans Magnus Enzensberger erhält den »Premio d’Annunzio«“ (http:/ /kritische-ausgabe. de/ index. php/ archiv/ 791), kritische-ausgabe.de, 18. Oktober 2006[5]  http:/ / www. zeit. de/ 1985/ 14/ Geist-des-Widerspruchs[6]  http:/ / www. falter. at/ web/ shop/ detail. php?id=1473[7]  http:/ / deposit. ddb. de/ cgi-bin/ dokserv?idn=969224575& dok_var=d1& dok_ext=pdf&filename=969224575. pdf[8]  http:/ / www. vandenhoeck-ruprecht. de/ data/ files/ 389971345/ Inhalt. pdf[9]  http:/ / www. vandenhoeck-ruprecht. de/ data/ files/ 389971345/ Einleitung. pdf[10]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118530534[11]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_cde/ enzens. html[12]  http:/ / www. germlit. rwth-aachen. de/ enzensberger[13]  http:/ / www. germlit. rwth-aachen. de/[14]  http:/ / www. rwth-aachen. de[15]  http:/ / web. archive. org/ web/ 20040223085848/ http:/ / www. bildung. hessen. de/mversuch/ tv-weiser/ enz/ enz_bio. htm[16]  http:/ / www. alext. de/ 2006/ 09/ 18/ abstract-on-enzensberger/[17]  http:/ / www. faz. net/ s/ RubA5D2D6FBDDF441DC904B6BAD9133F933/Doc~E313634D2098F40B78986C5F492EE0D7D~ATpl~Ecommon~Scontent. html[18]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=1134[19]  http:/ / www. uni-essen. de/ literaturwissenschaft-aktiv/ Vorlesungen/ hermeneutik/enzensberger. htm[20]  http:/ / www. rasscass. com/ templ/ te_bio. php?PID=509& RID=1[21]  http:/ / www. 3sat. de/ bookmark/ 67286/ index. html[22]  http:/ / www. math. uni-wuppertal. de/ guide/ StInfo/ Zugbruecke. html[23]  http:/ / www. nzz. ch/ 2006/ 11/ 11/ li/ articleEN2QA. print. html[24]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_cde/ enzens. html[25]  http:/ / www. berlinonline. de/ berliner-zeitung/ print/ feuilleton/ 716170. html[26]  http:/ / enzensberger. germlit. rwth-aachen. de/Kommentar_Untergang%20der%20Titanic/ titanickommentar_g25_msw. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Hans_ Magnus_Enzensberger&oldid=56233902Hauptautoren: Uwe Gille, Albrecht Conz, NewPapillon, Kurt Jansson, YourEyesOnly,Septembermorgen, Hydro, Timekeeper, TMFS, Schubbay, Stefan64, Sinn, Penta, Shaun72,
  • 40. Hans Magnus Enzensberger 40DasBee, Yorg, Hubertl, Hansele, Diba, Abundant, KaJin, Tönjes, Sommerkom,WolfgangRieger, Str1977, Ot, Bernhard55, Erkabo, Libelle63, Cholewa, Wiegels, Zinnmann,Sebesta, ArtMechanic, VanGore, LKD, Bonzo*, Anathema, Bdk, Ningi, Querverplänkler,Achates, Pm, Kai U. Jürgens, LA2, Leppus, Arnewpunkt, Stefan Kühn, Anima, Rainbowfish,Bernardoni, Unukorno, HCass, Pismire, GDK, Tsor, Sajonara, Emes, Sulpiz Delhaye,Magnus, Dundak, Fabian Haidekker, Publius, Jed, Jesusfreund, 08-15, DER UNFASSBARE,Jan-Paul81, Pinkerton, Furukama, Sebastian35, Robertpetersgehrke, Udm, WAH,DerDoktor, Merlissimo, Mockabüffel, Ruestz, Albrecht1, Langec, Matthiasf,DoktorHeinrichFaust, Justus Nussbaum, Tobi B., Michail, APPER, Vreekz, Cottbus, Heinte,Eisbaer44, Srvban, Entlinkt, Chrisqwq, Leonard Vertighel, Gavilán, CosmicAvenger,Blaufisch, Hostelli, Rybak, Goerdten, Daniel FR, Kibert, Merderein, Bene16, AndreasJohann Lücke, Leipnizkeks, M. Meder, Lipstar, Mario1924, Esmerálda, Buchsucher, Fietje,AndreasPraefcke, Stern, Lyrik Hans ThillHans Thill (* 1. Oktober 1954 in Baden-Baden) ist ein deutscher Autor. Er lebt inHeidelberg.Thill wuchs in Bühl auf. Er studierte Sprachen in Heidelberg sowie Jura, Germanistik undGeschichte. 1978 gründete er zusammen mit Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner,Ulla Tripp und Dorothea Lang den Verlag Das Wunderhorn. Er hat zahlreiche Bücher ausdem Französischen übersetzt. Seit den 1995 lebt er zunehmend von den Veröffentlichungeneigener Texte. Seit 2000 ist er Leiter der Reihe Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzenDichter.Er erhielt im Jahr 1985 für Gelächter Sirenen die Auszeichnung »Hungertuch« und im Jahre2004 für Kühle Religionen den Peter-Huchel-Preis.Veröffentlichungen•  Gelächter Sirenen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1985.•  Zivile Ziele. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1995.•  Kopfsteinperspektive. Post aus Plovdiv und Sofia. Heidelberg (Wunderhorn), 2000.•  Wetterseite. Gedichte. In: Gregor Laschen (Hg.): An die sieben Himmel. Sieben Dichterbesuchen sieben Landschaften. Heidelberg (Wunderhorn), 2002.•  Kühle Religionen. Gedichte, Heidelberg (Wunderhorn) 2003.Herausgeberschaften (Auswahl)(zusammen mit Michael Braun) die Anthologien:•  Punktzeit. Deutschsprachige Lyrik der achtziger Jahre. Heidelberg (Wunderhorn), 1987.•  Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre. Heidelberg(Wunderhorn), 1998.•  Raymond Queneau, Unwahrscheinliche Flausen bekehrter Sodomiten. Die schönstenTexte. Berlin (Wagenbach) 2003.(zusammen mit → Gregor Laschen)•  Leb wohl lila Sommer. Poesie aus Rußland. Heidelberg (Wunderhorn) 2004.
  • 41. Hans Thill41•  Wozu Vögel, Bücher, Jazz. Poesie aus England. Heidelberg (Wunderhorn) 2005.•  Vorwärts ihr Kampfschildkröten! Poesie aus der Ukraine. Heidelberg (Wunderhorn)2006.•  Das verborgene Licht der Jahreszeiten. Poesie aus der Schweiz. Heidelberg(Wunderhorn) 2007.Übersetzungen (Auswahl)•  Yvan Goll, Berlin Sodom. Berlin (Rotbuch), 1985.•  Guillaume Apollinaire, Erzketzer & Co. Heidelberg (Wunderhorn), 1986.•  Fawzi Mellah, Die Irrfahrt der Königin Elissa. Frankfurt a. M. (Eichborn), 1989.•  Fawzi Mellah, Konklave der Klageweiber. Frankfurt a. M. (Eichborn) 1990.•  Philippe Soupault, Geschichte eines Weißen. Heidelberg (Wunderhorn), 1990.•  Jean Giono, Der Deserteur. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1992.•  Philippe Soupault, Der schöne Heilige. Heidelberg (Wunderhorn) 1992.•  Philippe Sollers, Portrait des Spielers. Heidelberg (Wunderhorn) 1992.•  Félix Fénéon, 1111 wahre Geschichten. Frankfurt a. M. (Die Andere Bibliothek hrsg. v.H. M. Enzensberger) 1993.•  Abdelwahab Meddeb, Talismano. Heidelberg (Wunderhorn) 1993.•  Assia Djebar, Fern von Medina. Zürich (Unionsverlag) 1994.•  Assia Djebar, Weißes Algerien. Zürich (Unionsverlag) 1996.•  Mona Ozouf, Das Pantheon / Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Berlin (Wagenbach)1996•  Sélim Nassib, Stern des Orients. Heidelberg (Wunderhorn) 1997.•  Assia Djebar, Weit ist mein Gefängnis. Zürich (Unionsverlag) 1997.•  Abdelwahab Meddeb, Aya. Heidelberg (Wunderhorn) 1998.•  Maurice Joly, Das Handbuch des Aufsteigers. Frankfurt a. M. (Die Andere Bibliothekhrsg. v. H. M. Enzensberger) 2001.•  Raymond Queneau, Vom Nutzen und Nachteil der Beruhigungsmittel. Berlin(Wagenbach) 2002.(Zusammen mit Beate Thill)•  Abelwahab Medded, Die Krankheit des Islam. Heidelberg (Wunderhorn) 2002.•  Francis Carco, Jesus Schnepfe. Heidelberg (Wunderhorn) 2002.•  Abdelwahab Meddeb, Ibn Arabis Grab, Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn) 2004.Weblinks•  Literatur von und über Hans Thill [1] im Katalog der Deutschen NationalbibliothekExterne Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 122489438Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Hans_ Thill&oldid=53941633Hauptautoren: Sverrir Mirdsson, Pelz, Andim, NeD, Majaeger, Alinea, YourEyesOnly, Trg,Ebcdic, Nichtbesserwisser, Cecil
  • 42. Jan Wagner 42Jan WagnerJan Wagner (* 18. Oktober 1971 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller undÜbersetzer.Leben und WerkJan Wagner studierte Anglistik an der Universität Hamburg, am Trinity College in Dublinund an der Humboldt Universität Berlin, wo er mit einer Magisterarbeit über die jüngsteGeneration angloirischer Lyriker abschloss. 1995 begann er zusammen mit Thomas Girstmit der Herausgabe der internationalen Lyrikschachtel Die Außenseite des Elementes. Seitdem Erscheinen des ersten Gedichtbands im Jahr 2001 ist er als freier Schriftsteller,Herausgeber und Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen tätig. Gedichtewurden in zahlreichen Anthologien (u.a. Der Große Conrady) und Literaturzeitschriften(Akzente, BELLA triste, Zwischen den Zeilen) veröffentlicht. Als Kritiker verfasst WagnerRezensionen für die Frankfurter Rundschau und andere Zeitungen sowie für den Rundfunk.Jan Wagner lebt in Berlin.Einzeltitel•  Achtzehn Pasteten. Gedichte, Berlin-Verlag, Berlin 2007. ISBN 978-3-8270-0721-6•  Guerickes Sperling. Gedichte, Berlin-Verlag, Berlin 2004. ISBN 3-8270-0091-2•  Probebohrung im Himmel. Gedichte, Berlin-Verlag, Berlin 2001. ISBN 3-8270-0071-8Herausgabe•  Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen (mit → Björn Kuhligk), DuMont Literatur und Kunstverlag,Köln 2003. ISBN 3-8321-7852-X•  Lyrik von Jetzt 2 (mit Björn Kuhligk), Berlin Verlag, Berlin 2008.•  Die Außenseite des ElementesÜbersetzung•  James Tate: Der falsche Weg nach Hause, Gedichte, Berlin: Berlin Verlag, 2004 [alsÜbersetzer und Herausgeber]. ISBN 3-8270-0492-6•  Charles Simic, Grübelei im Rinnstein, München: Hanser Verlag, 2000 [als Übersetzer,mit Hans Magnus Enzensberger, Michael Krüger, Rainer G. Schmidt]. ISBN3-4461-9928-4•  Matthew Sweeney: Rosa Milch, Gedichte, Berlin: Berlin-Verlag 2008, [als Übersetzerund Herausgeber]. ISBN 3-8270-0744-5
  • 43. Jan Wagner43Auszeichnungen•  1999: Förderpreis für literarische Übersetzungen der Stadt Hamburg•  2000: Arbeitsstipendium des Berliner Senats•  2001: Hamburger Förderpreis für Literatur•  2001: Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis•  2001/2002: Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds•  2002: Stipendiat im Künstlerhaus Edenkoben•  2003: Amsterdam-Stipendium der Stichting Culturele Uitwisseling Nederland Duitslandund des Berliner Senats•  2003: Christine-Lavant-Publikumspreis•  2004: Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg•  2004: Alfred-Gruber-Preis•  2004: Anna-Seghers-Preis•  2004: Mondseer Lyrikpreis•  2005: Ernst-Meister-Preis für Lyrik•  2006: Arno-Reinfrank-Literaturpreis der Stadt Speyer•  2006: Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung•  2007: Casa Baldi-Stipendium der Deutschen Akademie Rom•  2008: Max Kade Writer-in-Residence am Department of German Language andLiteratures in Oberlin, Ohio (USA)Weblinks Literatur von und über Jan Wagner [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Kurz-Biographie [2]• Pressemitteilung zum Arno-Reinfrank-Preis [3]• Zu Guerickes Sperling [4]•Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 122751493[2]  http:/ / www. lauter-niemand. de/ seite_jan_wagner. htm[3]  http:/ / www. marktplatz-Bergstrasse. de/ insite/ baum/ index/ kultur/kultur_rhein_neckar/ kultur_rhein_neckar000. html[4]  http:/ / www. lyrikwelt. de/ rezensionen/ guerickes-r. htmQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Jan_ Wagner&oldid=54258516Hauptautoren: Generalstu, Sverrir Mirdsson, Heinte, Lino Wirag, Nfl, Carol.Christiansen,Diba, PeterGuhl, Wst, Versfuchs, Abundant, Albrecht1
  • 44. Johannes Kühn 44Johannes KühnJohannes Kühn (* 3. Februar 1934 inBergweiler - Gemeinde Tholey, Saarland)ist ein deutscher Schriftsteller.LebenAls Sohn einer Bergarbeiterfamilie wuchsKühn mit acht Geschwistern in Hasborn(ebenfalls Gemeinde Tholey) auf, wo erheute noch lebt. Ab 1948 besuchte er dieMissionsschule der Steyler Missionare inSt. Wendel, die er 1953 aufgrund einerlangwierigen Krankheit ohne AbiturJohannes Kühnverließ. Da die finanziellen Mittel fehlten,den Abschluss auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen, hörte er von 1956 bis 1961Germanistik als Gasthörer an den Universitäten von Saarbrücken und Freiburg imBreisgau. Daneben besuchte er von 1955 bis 1958 die Schauspielschule in Saarbrücken. Von 1963 bis 1973 arbeitete er als Hilfsarbeiter in der Tiefbaufirma seines Bruders;nebenbei schrieb er Dramen, Gedichte und Märchen, denen größerer Erfolg jedochzunächst verwehrt blieb.In den folgenden Jahren wanderte Kühn durch seine Heimat und hielt seine Eindrücke inArbeiter- und Naturgedichten fest, die erste überregionale Beachtung fanden. Dennochstellte er zu Beginn der 80er Jahre seine schriftstellerische Tätigkeit nach und nach ein,was er bis zu Beginn der 90er beibehielt. Dem hartnäckigen Bemühen des befreundetenEhepaares Irmgard und Benno Rech und des saarländischen Schriftstellers Ludwig Harigist es zu verdanken, dass in dieser Zeit das dichterische Werk Kühns aufgearbeitet undzumindest stückweise herausgegeben wird.Die Ausgaben der Gedichte in den späten 1980er Jahren erregen ein breites positives Echo.Seit 1992 schreibt er wieder regelmäßig Gedichte.Werke•  Johannes Kühn u.a.: Saarländische Anthologie, (1958, (West-Ost-Verlag, Saarbrücken)•  Die Totengruft, Theaterstück (1966)•  Kampf um die Möbel, Theaterstück (1968 in Neipel, Winterbach, Quierschied undHasborn-Dautweiler aufgeführt)•  Stimmen der Stille, Gedichte (1970, Verlag quot;Die Mittequot;, Saarbrücken)•  Salzgeschmack, Gedichte (1984, Verlag quot;Die Mittequot;, Saarbrücken)•  Zugvögel haben mir berichtet, Märchen (1988, Joachim Hempel Verlag, Lebach)•  Ich Winkelgast, Gedichte (1989, Hanser Verlag)•  Am Fenster der Verheißungen, Gedichte (1989/1992, Hanser Verlag)•  Meine Wanderkreise, Gedichte (1990, Verlag quot;Die Mittequot;, Saarbrücken)•  Blas aus die Sterne, Gedichte (2. Auflage 1991, Verlag U. Keicher, Warmbronn)•  Gelehnt an Luft, Gedichte (1992, Hanser Verlag)
  • 45. Johannes Kühn 45•  Wenn die Hexe Flöte spielt, Gedichte (1994, Verlag U. Keicher)•  Leuchtspur, Gedichte (1995, Hanser Verlag)•  Lerchenaufstieg, Gedichte (1996, Verlag U. Keicher)•  Wasser genügt nicht, Gedichte (1997, Hanser Verlag)•  Hab ein Aug mit mir, Gedichte (1998, Krüger Verlag)•  Em Guguck lauschdre, Gesamtausgabe der Mundartgedichte mit Holzschnitten vonHeinrich Popp (1999, Gollenstein-Verlag, Blieskastel)•  Mit den Raben am Tisch, Gedichte (2000, Hanser Verlag)•  Johannes Kühn - Gedichte; Markus Gramer - Lithographien (2001, Staden Verlag)•  Nie verließ ich den Hügelring, Gedichte (2002, Gollenstein-Verlag, Blieskastel)•  Ein Ende zur rechten Zeit, Erzählung (2004, Hanser Verlag, Nachwort von WilhelmGenazino).•  Ich muß nicht reisen, Gedichte, (2004, Verlag U. Keicher, Warmbronn)•  Ganz ungetröstet bin ich nicht, Gedichte, (2007, Hanser, München)Auszeichnungen•  Kunstpreis des Saarlandes (1988)•  Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (1991)•  Horst-Bienek-Preis für Lyrik (1995)•  Christian-Wagner-Preis (1996)•  Stefan-Andres-Preis (1998)•  Hermann-Lenz-Preis (2000)•  Ehrenbürger von Tholey (2002)•  Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2004)•  Verleihung des Professoren-Titels ehrenhalber durch die saarländische LandesregierungLiteratur•  Irmgard und Benno Rech: Johannes Kühn. In: Muschelhaufen. Jahresschrift für Literaturund Grafik. Nr. 42. Viersen 2002. ISSN 0085-3593 [1]•  Elss-Seringhaus, Cathrin: Viel Freund - viel Ehr. Die literarische Geburtstagsfeier vonJohannes Kühn. In: Saarbrüker Zeitung (Kultur) v. 5.2.2009, S. B4•  Johannes Kühn - der Dichter aus dem Dorf. [Festschrift für Johannes Kühn zum 75.Geburtstag]. Marpingen-Alsweiler: Edition Schaumberg, 2009.Weblinks•  Literatur von und über Johannes Kühn [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Johannes Kühn [3] auf der Webseite der Gemeinde Tholey•  Nachdruck eines Artikels [4] von Oliver Ruf (erschienen in der taz vom 6./7. März 2004)Externe Links[1]  http:/ / dispatch. opac. ddb. de/ DB=1. 1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8& TRM=0085-3593[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119353377[3]  http:/ / www. tholey. de/ johannes-kuehn/ index. php[4]  http:/ / www. deutscheautoren. de/ textzu. asp?TZID=18& ID=69
  • 46. Johannes Kühn 46Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Johannes_ Kühn&oldid=56316388Hauptautoren: Fullhouse, Neismark, Sverrir Mirdsson, Hutch, EPei, Rybak, Stefan Kühn,Bananeweizen, Kihosa, Mink95, Ephraim33, Thomasmuentzer, He3nry, Albrecht1, MonteSchlacko, Orchi, ChristophDemmer, Moses Leck, Popie, ArtMechanic, Wst Jörg FauserJörg Christian Fauser (* 16. Juli 1944 in Bad Schwalbach/Taunus; † 17. Juli 1987zwischen Feldkirchen und München-Riem) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist.Fauser war in seinen frühen Jahren ein Underground-Autor, der stark von deramerikanischen Beat-Literatur beeinflusst war und in seinen Texten eigeneDrogenerfahrungen verarbeitete. Unter dem Einfluss der amerikanischenHard-boiled-Autoren Dashiell Hammett und Raymond Chandler wandelte er sich in den1980er Jahren zu einem Autor von Kriminalromanen aus der bundesrepublikanischenWirklichkeit. Sein letzter Roman Die Tournee blieb unvollendet und erschien erst imSeptember 2007.LebenFauser wurde als Sohn des Künstlers Arthur Fauser und der Schauspielerin Maria Razumgeboren. Bereits um 1960 begann er, journalistische Arbeiten zu verfassen. Nach seinemAbitur in Frankfurt am Main im Jahr 1965 studierte er an der dortigen Goethe-UniversitätEthnologie und Anglistik. Dieses Studium brach er 1966 ab. Während des anschließendenZivildienstes in Heidelberg geriet er in Abhängigkeit von harten Drogen, von denen er sicherst 1972 zu lösen vermochte. Er verbrachte 1967/68 ein Jahr im Istanbuler DrogenviertelTophane.Um 1971 hatte er Kontakt zur Hausbesetzerszene in Frankfurt-Westend, u.a. zur Gruppevon Joschka Fischer.Von 1968 bis 1974 lebte Jörg Fauser in Berlin und Frankfurt und arbeitete anverschiedenen literarischen Zeitschriften mit, unter anderem bei den Alternativzeitschriften„Gasolin 23“, „Ufo“ und Ulcus Molle Info. Über seine Reisen, die ihn u.a. 1975 nachMarokko und 1976 in die Vereinigten Staaten führten, berichtete er in Reportagen für dieBasler Nationalzeitung. In den 1970er Jahren veröffentlichte er mehrere Gedichtbände undbegann die Zusammenarbeit als Texter mit dem Rockmusiker Achim Reichel. Ein großerPopulär-Erfolg gelang Fauser/Reichel mit der Single „Der Spieler“ aus dem Konzeptalbum„blues in blond“, durch die ein Fauser-Text sogar in die ZDF-Hitparade gelangte.In den 1980er Jahren zog Fauser nach Berlin, verfasste drei erfolgreiche Romane und warals Journalist für den Berliner tip und die Zeitschriften Lui und TransAtlantik tätig. Seit1985 lebte er in München. Er starb am 17. Juli 1987 unter ungeklärten Umständen in derNacht nach seinem 43. Geburtstag, als er als Fußgänger auf der Autobahn A94 beiMünchen von einem Lkw erfasst wurde.Postum erhielt er auf der Criminale 1988 den Friedrich Glauser-Preis verliehen. DerFilmemacher Christoph Rüter stellte im Jahr 2006 einen Dokumentarfilm über Fausernamens Rohstoff. Der Schriftsteller Jörg Fauser. zusammen. Erstausstrahlung war am 17.Juli 2006 auf 3sat.[1]
  • 47. Jörg Fauser 47Zitate„Schreiben war gut. Besser als die Gemeinschaft mit Menschen war, über sie zu schreiben,und dann nicht an ihnen haften zu bleiben, sondern weiterzuhüpfen wie die Kugel imRoulettekessel.“ („Die Tournee“, letzte Seite; 1987)Veröffentlichungen Bücher•  Aqualunge, Göttingen 1971•  Tophane, Gersthofen 1972•  Die Harry-Gelb-Story, Gersthofen 1973•  Open end, München 1977•  Marlon Brando - der versilberte Rebell, München 1978•  Der Strand der Städte, Berlin 1978•  Alles wird gut, München 1979•  Requiem für einen Goldfisch, Basel 1979•  Trotzki, Goethe und das Glück, München 1979•  Der Schneemann, München 1981•  Mann und Maus, München 1982•  Blues für Blondinen, Frankfurt/M. [u. a.] 1984•  Rohstoff, Frankfurt/M. 1984•  Das Schlangenmaul, Frankfurt/M. [u. a.] 1985•  Kant, München 1987•  Jörg-Fauser-Edition, Hamburg [u. a.]•  Bd. 1. Romane I, 1990•  Bd. 2. Romane II, 1990•  Bd. 3. Erzählungen I, 1990•  Bd. 4. Erzählungen II, 1990•  Bd. 5. Gedichte, 1990•  Bd. 6. Essays, Reportagen, Kolumnen I, 1990•  Bd. 7. Essays, Reportagen, Kolumnen II, 1990•  Bd. 8. Marlon-Brando-Biographie, 1990•  Beiheft. Informationen und Bilder, 1990•  Erg.-Bd. Das leise lächelnde Nein und andere Texte, 1994•  Blues in Blond, Hamburg 1992 (mit Achim Reichel und Elfi Küster)•  quot;Ich habe eine Mordswutquot;, Frankfurt/M. 1993•  Lese-Stoff, Frankfurt/M. 2003Die neue Jörg-Fauser-Edition. Berlin, 2004-2007•  Band I: Marlon-Brando. Der versilberte Rebell. Biographischer Essay. Mit einemNachwort von Michael Althen und einem Gespräch mit der ehemaligen VerlegerinMonika Nüchtern. Berlin 2004•  Band II: Rohstoff. Roman. Mit einem Nachwort von Benjamin von Stuckrad-Barre undeinem Gespräch mit der Lektorin Hanna Siehr. Berlin, 2004•  Band III: Der Schneemann. Roman. Mit einem Nachwort von Feridun Zaimoglu undeinem Gespräch mit dem ehemaligen Verleger Thomas Landshoff. Berlin, 2004
  • 48. Jörg Fauser48•  Band IV: Trotzki, Goethe und das Glück. Gesammelte Gedichte und Songtexte. Miteinem Nachwort von Franz Dobler und Gesprächen mit den Musikern Achim Reichelund Veronika Fischer. Berlin, 2005•  Band V: Alles wird gut. Gesammelte Erzählungen 1. Mit einem Vorwort von HelmutKrausser und einem Nachwort von Jürgen Ploog. Berlin, 2005•  Band VI: Mann und Maus. Gesammelte Erzählungen 2. Anstelle eines Nachworts: DerTequila kommt heute gut - Eine Zechtour mit Jörg Fauser von Martin Compart, Berlin2006.•  Band VII: Das Schlangenmaul. Roman. Mit einem Nachwort von Martin Compart,Berlin 2006.•  Band VIII: Auf der Suche der verborgenen Wahrheit. Essays, Reportagen, Kolumnen.Mit einem Nachwort von Wiglaf Droste. Erscheint im Herbst 2007.•  Band IX: Die Tournee. Romanfragment. Berlin 2007.Biografie•  Matthias Penzel, Ambros Waibel: Rebell im Cola-Hinterland, Berlin 2004, ISBN3-89320-076-2Filmografie•  1976 - C'est la vie Rrose - Regie: Hans-Christof Stenzel, Drehbuch Jörg Fauser (mit Y SaLo)•  1984 - Der Schneemann - Regie: Peter F. Bringmann (mit Marius Müller-Westernhagenund Polly Eltes)•  1998 - Das Frankfurter Kreuz - Regie: Romuald Karmakar (mit Michael Degen undManfred Zapatka)•  2006 - Rohstoff – Der Schriftsteller Jörg Fauser (Dokumentarfilm) - Regie: ChristophRüterDiskografie•  1980 - Ungeschminkt - LP von Achim Reichel, drei Texte von Fauser•  1981 - Blues in Blond - LP von Achim Reichel, alle Texte von Fauser•  1983 - Nachtexpress - LP von Achim Reichel, sechs Texte von Fauser•  1984 - Sehnsucht nach Wärme - LP von Veronika Fischer, ein Text von Fauser•  1987 - Eine Ewigkeit unterwegs - LP von Achim Reichel, sieben Texte von Fauser•  1987 - Spiegelbilder - LP von Veronika Fischer, ein Text von Fauser•  1984 - Veronika Fischer - LP von Veronika Fischer, drei Texte von Fauser•  1997 - Fauser O-Ton - Doppel-CD mit vornehmlich von Fauser gelesenen Texten, Hrsg.:Christian Lyra•  2004 - Rohstoff - 2-CD-Audiobook, gelesen von Benjamin von Stuckrad-Barre•  2005 - Cut City Blues - Franz Dobler liest Gedichte Fausers•  2005 - Fausertracks - Mash-up mit Fausers Stimme zu Musik von lebenDigital•  2007 - Der Schneemann - 6-CD-Audiobook, gelesen von Heikko Deutschmann
  • 49. Jörg Fauser49Übersetzungen•  John Howlett: James Dean, München 1977•  The Rolling Stones songbook, Frankfurt/M. 1977 (zusammen mit Teja Schwaner, CarlWeissner und Helmut Salzinger)•  Joan Baez: Tagesanbruch, Frankfurt/M. 1978•  James Taylor: Songbook, Frankfurt/M. 1978Weblinks•  Wikiquote: Jörg Fauser – Zitate•  Literatur von und über Jörg Fauser [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Jörg Fauser [3] in der Internet Movie Database ( deutsch [4])•  Die offizielle Jörg Fauser Website [5]•  Matthias Penzel: „Es ist wie im Rausch...J.F. - sein Leben und Werk, Tod undNachwirken“ [6] (2005)•  Mann auf Durchreise [7] - über Jörg Fausers literarische Aufsätze (Artikel in der „Zeit“,vom 23.10.2003)•  Trivial ist besser [8] - Rezension von Andreas Hartmann in der „taz“ (10.01.2004)•  Die Legende vom Heiligen Jörg [9] - umfangreiches Porträt des Schriftstellers von PeterApfl im Magazin Datum•  „Diven, Dealer, Drahtseiltänzer“ [10] „Die Tournee“ – Rezension von Christian Buß aufSpiegel Online, 22. September 2007Externe Links[1]  Gerrit Bartels: Rohstoff Leben (http:/ / www. taz. de/ pt/ 2006/ 07/ 17/ a0162. 1/ text)auf taz.de[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119101211[3]  http:/ / www. imdb. com/ name/ nm0269225/[4]  http:/ / www. imdb. de/ name/ nm0269225/[5]  http:/ / www. xn--jrg-fauser-ecb. de/[6]  http:/ / www. kritische-ausgabe. de/ hefte/ rausch/ penzel. pdf[7]  http:/ / www. zeit. de/ 2003/ 44/ L-Fauser[8]  http:/ / www. taz. de/ pt/ 2004/ 01/ 10/ a0298. 1/ text[9]  http:/ / www. datum. at/ 0506/ stories/ 2096365/[10]  http:/ / www. spiegel. de/ kultur/ literatur/ 0,1518,506825,00. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Jörg_ Fauser&oldid=55004047Hauptautoren: FWHS, Joachim14, Kristjan, Diderot76, WL, Albrecht Conz, FabianHaidekker, Eisbaer44, FelixReimann, Piba, Raven, Der kleine grüne Schornstein, Zaphiro,Sadie, Kollek, F2hg.amsterdam, Kurt Jansson, Mbdortmund, Macador, FEXX, ABF,Humphrey20020, Dontworry, MarcoBorn, Triebtäter, Creepy, Addicted, PDD, Bernhard55,WernerE, Mogelzahn, Andreas k, Harmstorf, ThoR, Hardenacke, 24-online, AlterVista,MrPipe, Juesch, Bambusbärchen, Tillmannas, ArtMechanic
  • 50. Jürgen Becker (Schriftsteller)50 Jürgen Becker (Schriftsteller) Jürgen Becker (* 10. Juli 1932 in Köln) ist ein deutscher → Lyriker, Prosaist und Hörspielautor. Leben und Werk Jürgen Beckers Familie zog 1939 von Köln nach Erfurt und kehrte erst 1950 in seine Heimatstadt Köln zurück. Von 1950 bis 1953 besuchte Becker ein Gymnasium in Köln, an dem er auch sein Abitur ablegte. Anschließend begann er ein Studium der Germanistik, das er jedoch bereits 1954 abbrach. In den folgenden Jahren übte er verschiedene Tätigkeiten aus. Von 1959 bis 1964 war er Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks und von 1964 bis 1966 Lektor im Rowohlt-Verlag. Von 1965 bis 1967 hielt er sich mit einem Villa-Massimo-Stipendium in Rom auf. Seit 1968 ist er freier Schriftsteller. Ab 1973 war er Leiter des Suhrkamp-Theaterverlags und von 1974 bis 1993 Leiter der Hörspielabteilung im Deutschlandfunk. Becker ist seit 1965 mit der Künstlerin Rango Bohne verheiratet und lebt in der Nähe von Köln. Jürgen Becker trat in den Sechzigerjahren mit einer stark experimentellen Art von Literatur hervor, die vor allem aus Opposition zum herkömmlichen Erzählen auf die offene Form setzte. In späteren Texten ist dieser Impuls zurückgenommen, während die Landschaft nach wie vor in Beckers → Lyrik eine wichtige Rolle spielt. Neben den Gedichten, die sein Hauptwerk bilden, verfasst Becker auch Erzählungen und Hörspiele. Jürgen Becker ist seit 1969 Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und der Akademie der Künste (Berlin), seit 1974 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und seit 1984 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Er erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: 1964 den Niedersächsischen Förderungspreis für Junge Künstler in der Sparte Literatur, 1967 den Preis der Gruppe 47, 1968 den Literaturpreis der Stadt Köln, 1980 den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und den Deutschen Kritikerpreis, 1987 den Bremer Literaturpreis, 1994 den Peter-Huchel-Preis und den Berliner Literaturpreis, 1995 den Heinrich-Böll-Preis, 1998 den Rheinischen Literaturpreis Siegburg, 2001 den Uwe-Johnson-Preis, 2006 den Hermann-Lenz-Preis sowie 2009 den Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung. Zitat „Die Erinnerung gibt es nicht, man muss sie herstellen.“ (1964) Einzeltitel •  mit Wolf Vostell: Phasen. Galerie Der Spiegel, Köln 1960 •  Felder. Suhrkamp, Frankfurt 1964; Neuausgabe ebd. 1988, ISBN 3-518-01978-3 •  mit K. P. Brehmer: Ideale Landschaft. Text und Bilderfolge. Edition Galerie René Block, Berlin 1968 •  Ränder. Suhrkamp, Frankfurt 1968 •  Bilder, Häuser, Hausfreunde. Drei Hörspiele. Suhrkamp, Frankfurt 1969; Teilausgabe mit einem Nachwort des Autors: Häuser. Hörspiel. Reclam, Stuttgart 1972, ISBN 3-15-009331-7 •  Umgebungen. Suhrkamp, Frankfurt 1970, ISBN 3-518-00722-X
  • 51. Jürgen Becker (Schriftsteller) 51 •  Schnee. Gedichte. Literarisches Colloquium, Berlin 1971 •  Eine Zeit ohne Wörter. Suhrkamp, Frankfurt 1971, ISBN 3-518-06520-3 •  Die Zeit nach Harrimann. 29 Szenen für Nora, Helen, Jenny und den stummen Diener Moltke. Als Bühnenmanuskript gedruckt. Suhrkamp, Frankfurt 1971 •  Das Ende der Landschaftsmalerei. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1974 •  Erzähl mir nichts vom Krieg. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1977, ISBN 3-518-02114-1 •  In der verbleibenden Zeit. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1979, ISBN 3-518-02111-7 •  Erzählen bis Ostende. Suhrkamp, Frankfurt 1981, ISBN 3-518-02117-6 •  Gedichte 1965–1980. Suhrkamp, Frankfurt 1981, ISBN 3-518-37190-8 •  mit Rango Bohne: Fenster und Stimmen. Suhrkamp, Frankfurt 1982, ISBN 3-518-02118-4 •  Felder, Ränder, Umgebungen. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 3-518-04468-0 •  Die Abwesenden. Drei Hörspiele. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 3-518-37382-X •  Die Türe zum Meer. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 3-518-04506-7 •  Odenthals Küste. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1986, ISBN 3-518-02572-4 •  Das Gedicht von der wiedervereinigten Landschaft. Suhrkamp, Frankfurt 1988, ISBN 3-518-40122-X •  mit Rango Bohne: Frauen mit dem Rücken zum Betrachter. Suhrkamp, Frankfurt 1989, ISBN 3-518-40183-1 •  Das englische Fenster. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1990, ISBN 3-518-40284-6 •  Beispielsweise am Wannsee. Ausgewählte Gedichte Suhrkamp, Frankfurt 1992, ISBN 3-518-22112-4 •  Foxtrott im Erfurter Stadion. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1993, ISBN 3-518-40545-4 •  Die Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1995, ISBN 3-518-39096-1 •  mit Boris Becker: Geräumtes Gelände. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 1995, ISBN 3-88375-228-2 •  mit Rango Bohne: Korrespondenzen mit Landschaft. Suhrkamp, Frankfurt 1996, ISBN 3-518-40801-1 •  Gegend mit Spuren. Hörspiel. Akademie der Künste, Berlin 1996, ISBN 3-88331-008-5 •  Der fehlende Rest. Erzählung., Frankfurt 1997, ISBN 3-518-40857-7 •  Kaleidoskop der Stimmen. Ein Gespräch mit Leo Kreutzer und das Hörspiel „Bahnhof am Meer“. Wehrhahn, Hannover 1998, ISBN 3-932324-55-2 •  Journal der Wiederholungen. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1999, ISBN 3-518-41026-1 •  Aus der Geschichte der Trennungen. Roman. Suhrkamp, Frankfurt 1999, ISBN 3-518-39762-1 •  [http:/ / www. freitag. de/ 1999/ 49/ 99491602. htm Eine Art schattenloser Existenz], Rezension von Lothar Baier im Freitag, 3. Dezember 1999 •  mit Rango Bohne: Häuser und Häuser. Fünfunddreißig Prosatexte. Suhrkamp, Frankfurt 2002, ISBN 3-518-41307-4 •  Schnee in den Ardennen. Journalroman. Suhrkamp, Frankfurt 2003, ISBN 3-518-41458-5•  [http:/ / www. fr-online. de/ in_und_ausland/ kultur_und_medien/ literatur/?em_cnt=333893& Nicht alles wissen], Rezension von Martin Krumbholz,Frankfurter Rundschau, 5. November 2003•  Die folgenden Seiten. Journalgeschichten. Suhrkamp, Frankfurt 2006, ISBN3-518-41820-3
  • 52. Jürgen Becker (Schriftsteller) 52•  [http:/ / www. dradio. de/ dkultur/ sendungen/ kritik/ 554534/ 200 Blätter für200 Notizen], Rezension von Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur, 19.Oktober 2006 •  [http:/ / www. dradio. de/ dlf/ sendungen/ buechermarkt/ 568297/ 200 Texte. Jürgen Becker und seine Journalgeschichten] von Joachim Büthe, Deutschlandfunk, 27. November 2006•  Dorfrand mit Tankstelle. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 2007, ISBN978-3-518-22420-5•  [http:/ / www. dradio. de/ dkultur/ sendungen/ kritik/ 647617/Gedichte über die Stille], Rezension von Michael Opitz,Deutschlandradio Kultur, 18. Juli 2007 Herausgabe •  mit Wolf Vostell: Happenings. Fluxus – Pop Art – Nouveau Réalisme. Eine Dokumentation. Rowohlt, Reinbek 1965 •  Elisabeth Borchers: Gedichte. Ausgewählt von Jürgen Becker. Suhrkamp, Frankfurt 1976, ISBN 3-518-01509-5 •  Jahrbuch der Lyrik 1987 (mit Christoph Buchwald), Darmstadt 1987 Übersetzung •  Rudyard Kipling: Und das war so… Middelhauve, Köln 1973, ISBN 3-7876-9430-7 Literatur •  Leo Kreutzer (Hrsg.): Über Jürgen Becker. Suhrkamp, Frankfurt 1972 •  Doris Janshen: Opfer und Subjekt des Alltäglichen. Denkstruktur und Sprachform in den Prosatexten Jürgen Beckers. Böhlau, Köln/Wien 1976, ISBN 3-412-02375-2 •  Hans-Ulrich Müller-Schwefe: Schreib’ alles. Zu Jürgen Beckers „Rändern“, „Feldern“, „Umgebungen“, anhand einer Theorie simuliert präsentativer Texte. Fink, München 1977, ISBN 3-7705-1424-6 •  Jürgen Becker. Texte, Dokumente, Materialien. Elster-Verlag, Baden-Baden 1998, ISBN 3-89151-251-1 •  Jörn Laakmann: „Jede Zeile verbirgt einen anderen Text.“ Eine Studie zum Werk von Jürgen Becker. Dissertation an der Universität Konstanz. 1999 ( PDF [1]; 1,19 MB) •  Andreas Wirthensohn: Annäherungen an einen vorläufigen Zusammenhang. Zum Werk Jürgen Beckers. Königshausen und Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1873-7 •  Jürgen Becker. text + kritik, Heft 159. Richard-Boorberg-Verlag, München 2003, ISBN 3-88377-733-1
  • 53. Jürgen Becker (Schriftsteller)53 Weblinks •  Literatur von und über Jürgen Becker (Schriftsteller) [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek •  Website von Jürgen Becker [3] •  Jürgen Becker [4] auf der Website des Suhrkamp-Verlags •  Mitgliedseintrag [5] auf der Website der Akademie der Künste in Berlin •  Jürgen Becker [6] im Perlentaucher Externe Links [1]  http:/ / w3. ub. uni-konstanz. de/ v13/ volltexte/ 1999/ 332/ pdf/ 332_1. pdf [2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118508091 [3]  http:/ / www. juergen-becker. com/ [4]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=263 [5]  http:/ / www. adk. de/ de/ akademie/ mitglieder/ mitglieder-datenbank. htm?we_objectID=22018& show=kurzbiographie [6]  http:/ / www. perlentaucher. de/ autoren/ 10103. html Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Jürgen_ Becker_ (Schriftsteller)&oldid=54463368 Hauptautoren: Factumquintus, Ninjamask, Hansele, Rybak, WiseWoman, Kolja21, Zedsoy, ThoR, Michael82, MFM, Jonathan Groß, Xarax, Albrecht1, Alexander Z., VanGore, Versfuchs, Bentri85, Lyrik, N. Zyklop, ArtMechanic, Sol1Lutz Rathenow Lutz Rathenow (* 22. September 1952 in Jena, DDR) ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor. Leben und Werk Nach dem Wehrdienst in der NVA begann Rathenow an der Universität Jena ein Studium als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Dort gründete und leitete er den oppositionellen Arbeitskreis Literatur und Lyrik Jena. Dieser wurde 1975 von den Kulturfunktionären und im Hintergrund vom Ministerium für Staatssicherheit („OV Pegasus“) verboten. Nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 wurde er verhaftet und Anfang 1977, drei Monate vor dem Examen, wegen „Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme“ exmatrikuliert. Danach arbeitete er als Beifahrer und Transportarbeiter beim VEB Carl Zeiss Jena. Ende 1977 folgte er seiner Frau Bettina nach Ostberlin, wo er beim Theater arbeitete und als freier Schriftsteller lebte. Nach der Veröffentlichung seines Buches „Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet“ in der Bundesrepublik Deutschland 1980 wurde Rathenow einer Hausdurchsuchung unterworfen, erneut verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit verbracht. Aufgrund von Protesten - unter anderen hatte sich der Schriftsteller Günter Grass für ihn eingesetzt - wurde er 10 Tage später wieder aus der
  • 54. Lutz Rathenow 54Haft entlassen. Er blieb in der DDR, konnte jedoch weiterhin nur im Westen Deutschlandspublizieren; Ausreiseangebote der DDR-Behörden lehnte er trotzdem ab. Er war aktiv inder unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, u.a. mit Bärbel Bohley und GerdPoppe in der „Initiative Frieden und Menschenrechte“. Er hielt engen, oft konspirativenKontakt zu Jürgen Fuchs im Westteil der Stadt. Dies machte es dem MfS schwer, ihn erneutzu verhaften.Nach der friedlichen Revolution in der DDR wurde ihm im Januar 1992 zusammen mit derformellen Rehabilitierung von der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität nachträglich dasAbschlussdiplom verliehen.Seit dem Ende der DDR beschäftigt sich Lutz Rathenow freiberuflich mit demStaatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR. Daneben arbeitet er als Rundfunkkolumnist,Kinderbuchautor, Essayist, auch zu literaturfernen Themen. Speziell dieFriedrich-Naumann-Stiftung organisiert zahlreiche Lesungen mit Lutz Rathenow. Für dieStiftung arbeitet er auch als Redakteur der Zeitschrift „liberal“. Meist halbjährlichorganisiert er das Seminar „Schreiben, was im Kopf steckt“.Lutz Rathenow ist verheiratet und hat zwei Söhne.Auszeichnungen•  Jörg-Mauthe-Preis für Prosa 1989•  Förderpreis zum Marburger Literaturpreis 1990•  Konrad-Adenauer-Preis für Literatur der Deutschlandstiftung München 1996•  Karl-Hermann-Flach-Preis 1998.•  Dulzinea-Lyrikpreis 2006.Zitat• „Die Mauer wird immer normaler. Und immer anmaßender, unerträglicher. EineDiskussion über sie findet kaum mehr statt. Wer heute aufwächst, akzeptiert siewiderstandslos oder lehnt sie rigoros ab. Letzterer zeigt sich auch nicht bereit,über einige handfeste Gründe ihrer Entstehung nachzudenken. ...Repräsentation unseres Staates durch diesen quot;antifaschistischen Schutzwallquot;sollte nicht seine Aufgabe sein. Das wird sich ändern. Die Zeichen der Zeit stehenauf Verschönerung mindestens der Statistik. Bald rasen gut verriegelteDDR-Busse zu Vier-Stunden-Fahrten durch Berlin/West. Vielleicht gibt es beieinem Freundschaftstreff mit einer SEW-Ortsgruppe sogar eineVerschnaufpause.“ – Lutz Rathenow im Jahre 1988: Die Zukunft der Mauer [1]
  • 55. Lutz Rathenow55Werke•  Zangengeburt. Gedichte. 1982 ISBN 3-492-02805-5•  Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet. Prosa. Frankfurt am Main: Berlin, Wien:Ullstein, 1980, 199 S., ISBN 3-550-06453-5•  Boden 411. Stücke zum Lesen und Texte zum Spielen. Piper 1984 ISBN 3-492-02891-8•  Jeder verschwindet so gut er kann. 1984 ISBN 3-922510-21-3•  Ostberlin, die andere Seite einer Stadt in Texten und Bildern. von Lutz Rathenow,Harald Hauswald, Piper 1986 ISBN 3-492-02983-3•  quot;Der Tiger im Hochhausquot; von Lutz Rathenow, Rüdiger A Westphal, 1986 ISBN3-924695-16-4•  quot;Floh Dickbauch – Grobidonquot; 1988 ISBN 3-925944-71-0•  quot;Zärtlich kreist die Faust. Gedichtequot;, 1989 ISBN 3-921365-95-3•  quot;Sterne Jonglierenquot; Ravensburger Buchverlag 1990 ISBN 3-473-51722-4•  quot;Eine Ameise spaziertquot; 1990 ISBN 3-7421-0333-4•  quot;Tag der Wunderquot; von Lutz Rathenow, Frank Ruprecht, Nord-Süd-Verlag 1992 ISBN3-314-00576-8•  quot;Verirrte Sterne oder Wenn alles wieder mal ganz anders kommt.quot; Merlin,Vastorf/Lüneburg 1994 ISBN 3-926112-42-5•  quot;Sisyphosquot; Berlin Verlag 1995 ISBN 3-8270-0135-8•  quot;Wende gut, alles gut?quot; von Wolfgang Korall, Lutz Rathenow, Kindler 1995 ISBN3-463-40264-5•  quot;Die lautere Bosheitquot; Maulwurf Verlagsges. 1997 ISBN 3-929007-11-8•  quot;Jahrhundert der Blickequot; Landpresse Verlag 1997 ISBN 3-930137-56-9•  quot;Der Wettlauf mit dem Lichtquot; Landpresse Verlag 1999 ISBN 3-930137-82-8•  quot;Sterben will gelernt seinquot; Landpresse Verlag 2000 ISBN 3-930137-94-1•  quot;Der Himmel ist heut blauquot; von Lutz Rathenow, Egbert Herfurth, KinderbuchverlagBerlin 2000 ISBN 3-358-02222-6•  quot;Das RR Projekt. Texte Töne Trash. Heinz Ratz singt liest spielt Lutz Rathenowquot;, CD -Hörzeichen, 2002 ISBN 3-934492-15-0•  quot;Die Fünfzig. Gedichtequot; Verlag Landpresse 2002 ISBN 3-935221-10-X•  quot;Frau K. läuft Amok mit Herrn Grell und dem Wolfquot;, auf 2 Klopapierrollen von RainerWürth, Lutz Rathenow Der Klo Verlag 2002 ISBN 3-936664-04-8•  quot;Die Zeit danachquot;, Hohenheim Verlag 2003 ISBN 3-89850-071-3•  quot;Fortsetzung folgtquot; Landpresse 2004 ISBN 3-935221-28-2•  quot;Es war einmal ein Wolf – Rathenow: skurril, reizvoll, andersquot; Burgverlag zu Weißenseein Thüringen ISBN 3-931303-09-8•  Vom DDR-Grenzsoldaten zum Bürgerrechtlerquot; Edition Temmen ISBN 3-86108-023-0•  quot;Oder was schwimmt da im Augequot; ISBN 3-930137-03-8•  quot;Vom DDR-Bürger zum EU-Bürger – Spezifische Integrationsschübe undIntegrationshemmnisse aus der Sicht eines ostdeutschen Schriftstellersquot; RheinischeFriedrich-Wilhelms-Universität Bonn ISBN 3-933307-65-1•  quot;Ein Eisbär aus Apoldaquot; von Lutz Rathenow, Egbert Herfurth, Leiv Buchhandels- undVerlagsanstalt 1. Auflage März 2006 ISBN 3-89603-257-7•  quot;Gewendet. Vor und nach dem Mauerfall: Fotos und Texte aus dem Ostenquot;, von HaraldHauswald, Lutz Rathenow, Jaron-Verlag 1. Auflage März 2006 ISBN 3-89773-532-6
  • 56. Lutz Rathenow56Weblinks Literatur von und über Lutz Rathenow [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Hintergrund seiner Verhaftung [3]• Lutz Rathenow im Poetenladen [4]• Lutz Rathenow bei der Einweihung des DDR-Museums (aktuelles Bild des Autors) [5]•Externe Links[1]  In: Junge Freiheit, 1/1988[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118903993[3]  http:/ / www. mdr. de/ Drucken/ 102985-hintergrund-3716013. html[4]  http:/ / www. poetenladen. de/ lutz-rathenow. html[5]  http:/ / www. ddr-museum. de/ fileadmin/ team/ pressebilder/ Rathenow. jpgQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Lutz_ Rathenow&oldid=53365934Hauptautoren: Siegfried Reiprich, Nocturne, Heimerod, Unscheinbar, Rhaessner, Antgila,SpreeTom, Islandfee, Toolittle, Godewind, MFM, Srbauer, Murray Bosinsky, He3nry,Rita2008, PatriceNeff, Lley, Zeno Gantner, S.R.M., Anima, Lofor, Aka, Jello, Literat222,Arno Matthias, Primus von Quack, Gamma9, ThoR, Hardenacke, Lektor leipzig, Mischka,Spa, Southpark
  • 57. Marcel Beyer57Marcel BeyerMarcel Beyer (* 23. November 1965 in Tailfingen, Baden-Württemberg) ist ein deutscherSchriftsteller.Leben und WerkMarcel Beyer wuchs in Kiel und Neussauf. Von 1987 bis 1991 studierte erGermanistik, Anglistik undLiteraturwissenschaft an der UniversitätSiegen; 1992 erlangte er dort denMagistergrad mit einer Arbeit über →Friederike Mayröcker. Seit 1987entstanden Performance-Arbeiten. Ab1989 gab er an der Universität Siegen mitKarl Riha die Reihe Vergessene Autorender Moderne heraus. Von 1990 bis 1993arbeitete er als Lektor an derLiteraturzeitschrift Konzepte mit; von1992 bis 1998 lieferte er Beiträge für dieMusikzeitschrift Spex. 1996 und 1998 warer Writer in residence am UniversityCollege London und an der University ofWarwick in Coventry. Im Frühjahr 2008war er für einige Monate „Writer inResidence“ am Max-Planck-Institut fürWissenschaftsgeschichte inBerlin-Dahlem. Beyer ist Mitglied des Marcel Beyer vor dem Literaturhaus Köln (Juni 2008)P.E.N.-Zentrums Deutschland. Marcel Beyer, der zunächst stark beeinflusst war von → Friederike Mayröcker und denAutoren des französischen Nouveau Roman, ist Verfasser von → Lyrik, Essays undRomanen, die sich immer wieder auf eigenwillige Weise mit der deutschen Geschichte –insbesondere des Dritten Reiches – auseinandersetzen.Seit 1996 lebt Marcel Beyer in Dresden.Einzeltitel•  1990 Walkmännin Gedichte 1988/1989, Neu-Isenburg: Patio 1990.•  1991 Das Menschenfleisch, Roman, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1991. ISBN3-518-40329-X•  1992 Friederike Mayröcker: eine Bibliographie 1946 - 1990 . Frankfurt am Main 1992.ISBN 3-631-45400-7•  1994 Brauwolke, Gedichte (mit Papiergüssen von Klaus Zylla), Berlin: Warnke 1994.•  1995 Flughunde, Roman, Frankfurt am Main, Suhrkamp 1995. ISBN 3-518-40684-1•  1995 HNO-Theater im Unterhemd, Berlin: Warnke 1995.
  • 58. Marcel Beyer58•  1997 Falsches Futter, Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1997. ISBN3-518-12005-0•  2000 Spione, Roman, Köln: DuMont 2000. ISBN 3-7701-5417-7•  2001 Zur See (mit Kaltnadelradierungen von Andreas Zahlaus), Berlin: Warnke 2001.•  2002 Erdkunde, Gedichte, Köln: DuMont 2002. ISBN 3-8321-6007-8•  2003 Nonfiction, Essays, Köln: DuMont 2003. ISBN 3-8321-7835-X•  2006 Vergeßt mich, Erzählung, Köln: DuMont 2006. ISBN 3-8321-7968-2•  2008 Kaltenburg, Roman, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2008. ISBN 3-518-41920-X(Inhaltsangabe)•  2008 Arbeit Nahrung Wohnung. Bühnenmusik für vierzehn Herren, Opernlibretto(Komposition von Enno Poppe) (2008).Herausgabe•  Rudolf Blümner: Der Stuhl, die Ohrfeige und anderes literarisches Kasperletheater,Vergessene Autoren der Moderne, Heft 35, Siegen 1988. ISSN 0177-9869 [1]•  Ernst Jandl: Gemeinschaftsarbeit (gemeinsam verfasst mit → Friederike Mayröcker undAndreas Okopenko), Siegen 1989.•  Rudolf Blümner: Ango laina und andere Texte (mit Karl Riha), München 1993.•  George Grosz: Grosz-Berlin (mit Karl Riha), Hamburg 1993.•  William S. Burroughs (mit Andreas Kramer), Eggingen 1995.•  Jahrbuch der Lyrik 1998/99. Ausreichend lichte Erklärung (mit Christoph Buchwald),München 1998.•  → Friederike Mayröcker: Gesammelte Prosa (mit Klaus Reichert und Klaus Kastberger),Frankfurt am Main 2001.•  Bd. 1. 1949 - 1977 (2001)•  Bd. 2. 1978 - 1986 (2001)•  Bd. 3. 1987 - 1991 (2001)•  Bd. 4. 1991 - 1995 (2001)•  Bd. 5. 1996 - 2001 (2001)•  Friederike Mayröcker: Gesammelte Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004. ISBN978-3-518-41631-0Übersetzung•  Gertrude Stein: Spinnwebzeit, bee time vine und andere Gedichte, hg. und mit einemNachwort von Marcel Beyer, Zürich: Arche, 1993. ISBN 3-7160-2158-X•  Michael Hofmann: Feineinstellungen, zweisprachige Ausgabe, Köln: DuMont 2001. ISBN3-7701-4758-8Anthologien (Auswahl)•  Karl Otto Conrady, Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von denAnfängen bis zur Gegenwart, Düsseldorf 2008•  → Björn Kuhligk und → Jan Wagner (Hg.), Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen, Köln 2003.•  Junge Lyrik, Neuß 1983 (Neue Neußer Reihe)
  • 59. Marcel Beyer59Auszeichnungen•  1991 Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium•  1991 Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt•  1992 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen•  1995 Deutscher Kritikerpreis•  1996 Berliner Literaturpreis•  1996 Johannes-Bobrowski-Medaille•  1997 Uwe-Johnson-Preis•  1999 Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen•  2001 Heinrich-Böll-Preis•  2003 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen•  2004 Spycher: Literaturpreis Leuk•  2006 Erich-Fried-Preis•  2008 Joseph-Breitbach-Preis•  2008 Longlist zum Deutschen Buchpreis für Kaltenburg•  2008 Liliencron-Dozentur KielWeblinks Literatur von und über Marcel Beyer [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek••  http:/ / www. textfindling. de/ Beyer/ Beyer. html Interview [3]• Interview F.A.Z. [4]••  Literaturport.de: Hörproben der unveröffentlichten quot;Balladen I-Vquot; (von Marcel Beyerselbst gelesen) und von Marcel Beyers Roman quot;Kaltenburgquot; [5]Externe Links[1]  http:/ / dispatch. opac. ddb. de/ DB=1. 1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8& TRM=0177-9869[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11548048X[3]  http:/ / www. berlinerzimmer. de/ eliteratur/ marcel_beyer_inteview. htm[4]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EDCDDDD5C22204AA287A03BF25A29B9E1~ATpl~Ecommon~Scontent. html[5]  http:/ / www. literaturport. de/ index. php?suche=beyer& id=28& no_cache=1Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Marcel_ Beyer&oldid=56039942Hauptautoren: Gerbil, Cholo Aleman, N. Zyklop, Eisbaer44, Ehrensenf, Adbo2009,Drehdichnichtumder, Flacus, Pizzatonno, Don Magnifico, Jpetersen, Nornepygge, Mh26,Omerzu, Goerdten, Krawi, Wesener, Albrecht1, Bernardoni, Hps-poll, Bentri85, Propag,ThoR, Rbreen, Blah, Lantash, Versfuchs, Ri st, Lyrik, Happolati, ArtMechanic
  • 60. Michael Krüger (Schriftsteller)60Michael Krüger (Schriftsteller)Michael Krüger (* 9. Dezember 1943 in Wittgendorf) ist ein deutscher Schriftsteller,Dichter, Verleger und Übersetzer.Leben und WerkMichael Krüger ist in Berlin aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte er eine Lehre alsVerlagsbuchhändler beim Herbig-Verlag. Nebenher war er Gasthörer in Philosophie an derFreien Universität Berlin. Von 1962 bis 1965 arbeitete er als Buchhändler in London.Ab 1968 war Krüger als Verlagslektor beim Carl Hanser Verlag tätig. Er wurde 1986literarischer Leiter des Verlages und ist seit 1995 Geschäftsführer.Seine eigene literarische Arbeit beschränkte sich zunächst auf Vor- und Nachworte zuAnthologien und Sammelbänden, die er herausgab. Erst 1976 erschien sein Erstling, derGedichtband Reginapoly. Seine erste Erzählung mit dem Titel Was tun? erschien 1984.1991 erschien – ein Jahr nach seiner Novelle Das Ende des Romans – sein erster von bisherdrei Romanen, Der Mann im Turm.Michael Krüger lebt in München.Werke (Auswahl)•  Reginapoly. Gedichte, Hanser, München/Wien 1976•  Diderots Katze. Gedichte, Hanser, München/Wien 1978•  Nekrologe. Mit einem Vorwort von Ludwig Harig, Harlekin-Presse (in 250 num. Ex.), Pforzheim 1979•  Lidas Taschenmuseum. Gedichte. Mit Zeichnungen des Autors, Pfaffenweiler Presse (200 Ex.), Pfaffenweiler 1981•  Wiederholungen, Klaus Wagenbach, Berlin 1983•  Was tun? Eine altmodische Geschichte, KlausWagenbach (Quartheft 131), Berlin 1984•  Die Dronte. Gedichte, Hanser, München 1985•  Zoo. Gedichte, Pfaffenweiler Presse (300 Ex.),Pfaffenweiler 1986•  Warum Peking? Eine chinesische Geschichte, KlausWagenbach (Quartheft 145), Berlin 1986•  Wieso ich? Eine deutsche Geschichte, Klaus Wagenbach(Quartheft 152), Berlin 1987Autogramm •  Warum Peking? Wieso ich? Zwei Erzählungen, Volk und Welt, Berlin 1989 •  Wieso ich? Drei haarsträubende Geschichten (Was tun? Warum Peking? Wieso ich?), Wagenbach, Berlin 2000•  Idyllen und Illusionen. Tagebuchgedichte, Klaus Wagenbach (Quartheft 165), Berlin1989•  Hinter der Grenze. Gedichte, Pfaffenweiler Presse (400 Ex.), Pfaffenweiler 1990•  Das Ende des Romans. Eine Novelle, Residenz, Salzburg 1990
  • 61. Michael Krüger (Schriftsteller) 61•  Der Mann im Turm. Roman, Residenz, Salzburg 1991•  Himmelfarb. Roman, Residenz, Salzburg 1993•  Brief nach Hause. Gedichte, Residenz, Salzburg 1993•  Nachts, unter Bäumen. Gedichte, Residenz, Salzburg 1996•  Wettervorhersage. Gedichte, Residenz, Salzburg 1998•  Aus dem Leben eines Erfolgsschriftstellers. Geschichten, Sanssouci, Zürich 1998•  Das Schaf im Schafspelz und andere Satiren aus der Bücherwelt, Sanssouci, Zürich 2000•  Die Cellospielerin. Roman, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000•  Keiner weiß es besser als der Mond. Gedichte (zu Bildern von Quint Buchholz), Hanser,München 2001•  Wer das Mondlicht fängt. Bilder und Gedichte, Sanssouci, Zürich 2001•  Vom Licht ins Dunkel. Neun Gedichte zu neun Radierungen von Erika Hegewisch,Merlin, Gifkendorf 2001•  Das falsche Haus. Eine Novelle, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002•  Kurz vor dem Gewitter. Gedichte, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003•  Vorworte, Zwischenbemerkungen, Nachrufe. Ein (lückenhaftes) ABC, Sanssouci,München/Wien 2003•  Literatur & Alkohol. Liquide Grundlagen des Buchstaben-Rausches (mit EkkehardFaude), Libelle, Lengwil 2004•  Die Turiner Komödie. Bericht eines Nachlaßverwalters, Suhrkamp, Frankfurt am Main2005•  Unter freiem Himmel. Gedichte, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007Zitat„»Mein Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, dass ein Tag ohne die Lektüre einesGedichts ein verlorener Tag ist.« (1999) [1] “Herausgabe•  Literatur-Jahrbuch Tintenfisch (mit Klaus Wagenbach) seit 1968•  Literaturzeitschrift Akzente (zusammen mit Hans Bender)seit 1976 (Seit 1981 alleinigerHerausgeber)•  Edition Akzente bei Hanser (seit 1983)•  Jahrbuch der Lyrik (mit Christoph Buchwald), München 2003Auszeichnungen•  1983 Tukan-Preis•  1986 Peter-Huchel-Preis•  1994 Ernst-Meister-Preis für Lyrik der Stadt Hagen•  1996 Prix Medicis Etranger•  2000 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München•  2004 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste•  2006 Mörike-Preis•  2006 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Fakultät für Linguistik undLiteraturwissenschaft der Universität Bielefeld
  • 62. Michael Krüger (Schriftsteller) 62•  2007 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Neuphilologischen Fakultät der UniversitätTübingenMitgliedschaften•  Bayerische Akademie der Schönen Künste, München•  Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt•  Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz•  Akademie der Künste, Berlin•  Académie européenne de Poésie Mersch, Luxemburg•  Mitglied im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen BuchhandelsWeblinks•  Literatur von und über Michael Krüger (Schriftsteller) [2] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Portrait des Suhrkamp-Verlags [3]•  „Kein Tag ohne Gedicht“ [4], Die Welt, 24. Juli 1999•  Gespräch mit Michael Krüger: quot;Wozu denn noch lesen, Herr Krüger?quot; [5], 3sat 14.November 2007•  Bücher zum Trost. Können Bücher trösten? [6], Die Zeit, 23. Dezember 2008Externe Links[1]  „Kein Tag ohne Gedicht“ (http:/ / www. welt. de/ print-welt/ article578190/Kein_Tag_ohne_Gedicht. html), Die Welt, 24. Juli 1999[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118869612[3]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=2687[4]  http:/ / www. welt. de/ print-welt/ article578190/ Kein_Tag_ohne_Gedicht. html[5]  http:/ / www. 3sat. de/ ard/ buehler/ 114956/ index. html[6]  http:/ / www. zeit. de/ 2009/ 01/ DOS-01-Krueger?page=allQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Michael_ Krüger_(Schriftsteller)&oldid=54700264Hauptautoren: Sir, Zeuke, Tobster, Bdk, Magnus Manske, M.L, Hejkal, Leonard Vertighel,D, Reinhard Kraasch, Dontworry, Vlado, Gunnar Hendrich, Rybak, Bonzo*, Xarax,Albrecht1, Sommerkom, Bentri85, Bosta, Geisslr, Limasign, ChristianBier, ArtMechanic,Jonathan Groß
  • 63. Nicolas Born63Nicolas BornNicolas Born (geboren unter demNamen Klaus Jürgen Born) (* 31.Dezember 1937 in Duisburg; † 7.Dezember 1979 in Breese in der Marschbei Dannenberg im LandkreisLüchow-Dannenberg) war ein deutscherSchriftsteller.LebenBorn wuchs am Niederrhein naheEmmerich und in Essen auf, wo erzunächst eine Lehre als Chemigrafmachte. Nach ersten Veröffentlichungenin Zeitungen und Zeitschriften wurde ermit Unterstützung Ernst Meisters1964/65 ins Literarische Colloquiumgeladen, wo er, unter anderem an demGemeinschaftsroman Das Gästehausmitschrieb und für Zeitungen Literaturrezensierte. Im sogenannten LehrgangProsaschreiben von Walter Höllerer undHans Werner Richter wollten sich junge, Nicolas Born ca. 1972 in Berlin-Friedenau, Foto:bisher unbekannte Autoren wie u.a. Hans privat/I.Born Christoph Buch, Hermann Peter Piwittund Peter Bichsel vor allem von der chiffrierten, metaphernreichen Sprache der 50er Jahreabwenden. Born veröffentlichte 1965 mit quot;Der Zweite Tagquot; seinen ersten Roman bei Kiepenheuer undWitsch. 1967 erschien der erste Gedichtband quot;Marktlagequot;. Er nahm am InternationalWriting Program (IWP) der University of Iowa teil und kehrte nach dem Erscheinen seineszweiten Gedichtbandes quot;Wo mir der Kopf stehtquot; mit neuen Einflüssen der Pop und Beatlyrikaus Amerika zurück. 1972 erschien bei Rowohlt sein bekanntester Gedichtband quot;Das Augedes Entdeckersquot; in dem er dem quot;Wahnsystem Realitätquot; utopische Glücksmomentegegenüberstellt.Nach seinem Rückzug in das niedersächsische Wendland, wo er sich gegen ein geplantesatomares Endlager und eine Wiederaufarbeitungsanlage engagierte, schrieb Born denRoman quot;Die erdabgewandte Seite der Geschichtequot;, der von der Kritik weitgehend alsquot;Ereignisquot; begrüßt wurde. Borns bekanntester Roman Die Fälschung, der kurz vor seinemTod 1979 erschien, wurde 1981 von Volker Schlöndorff verfilmt.Fünfundzwanzig Jahre nach Borns frühen Tod gab seine Tochter Katharina Born im Herbst2004 die Gedichte aus dem Nachlass im Wallstein Verlag neu heraus, die in der von derMainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur herausgegebenen quot;Mainzer Reihe,N.F.quot; erschienen . Der Band gelangte umgehend auf Platz 1 der SWR-Bestenliste. ImFolgejahr wurde der Band als interessanteste Neuerscheinung im Bereich der Lyrik mit
  • 64. Nicolas Born 64dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet.Im Juni 2007 ist ebenfalls in der quot;Mainzer Reihe, N.F.quot; im Wallstein Verlag die Ausgabe derBriefe Nicolas Borns erschienen. Sie enthält neben einzelnen Briefen an Günter Grass, UweJohnson, → Rolf Dieter Brinkmann, Ernst Meister, Alfred Kolleritsch und Dieter Wellershoffauch den bereits in der Literaturzeitschrift quot;Schreibheftquot; erschienenen Briefwechsel mitPeter Handke, den Briefwechsel mit Günter Kunert, Hermann Peter Piwitt, JürgenTheobaldy und Friedrich Christian Delius. Herausgeberin ist wieder Borns jüngste TochterKatharina Born, die sich im Namen der Erbengemeinschaft um die Pflege des Nachlassesdes Autors kümmert.Borns Romane und Lyrik wurden der Kölner Schule, der Naturlyrik und der NeuenInnerlichkeit zugeordnet. Durch den ganz eigenen Ton und die starke Entwicklung, entziehtsich das Werk aber letztlich jeder Einordnung.Axel Kahrs legte 1999 zusammen mit Christiane Beyer das Gedenkbuch „DerLandvermesser“ vor, mit dem an den zwanzigsten Todestag des Autors erinnert wurde. Dievon Kahrs maßgeblich geleitete „Nicolas-Born-Stiftung“ fördert im wendländischenSchreyahn Literatur und Literaturwissenschaft.Zum Gedächtnis an Nicolas Born wurden zwei Nicolas Born-Preise gestiftet. Sein Grabbefindet sich in Damnatz (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Sein Grab ziert ein Grabsteindes Bildhauers Klaus Müller-Klug.Ehrungen und Auszeichnungen•  1964 Stipendium quot;Prosaschreibenquot; des Literarischen Colloquiums Berlin•  1965 Förderpreis Nordrhein-Westfalen•  1969/1970 Fellow des International Writers Workshop der University of Iowa City, USA•  Mehrfach Stipendiat des Senats der Berliner Künste•  1972 das Förderstipendium des Berliner Kunstpreises•  1972-1973 Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom•  1977 Bremer Literaturpreis•  1978/1979 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim•  1979 Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik•  2005 Peter-Huchel-Preis•  2007 Literaturpreis Ruhr (posthum)Born war Mitglied des Deutschen P.E.N.-Zentrums, der Akademie der Wissenschaften undder Literatur in Mainz (die u. a. maßgeblich an der Finanzierung des 2004 erschienenenGedichtbandes und des 2007 erschienenen Briefbandes beteiligt war), der DeutschenAkademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und ab 1975 Mitglied der Jury desPetrarca-Preises.
  • 65. Nicolas Born 65Zitat„Ich gebe zu, daß ich schöne Gedichte schreiben wollte, und einige sind zu meiner größtenÜberraschung schön geworden.“„Literatur hat die Realität mit Hilfe von Gegenbildern, von Utopien erst einmal als diegräßliche Bescherung sichtbar zu machen, die sie tatsächlich ist“ (Das Auge desEntdeckers)Aus einem Brief an Peter Handke:Langendorf 4. 4. 75„Also, ich schreibe das auch, könnte es aber nie so schreiben, wie es war und ist sondernmuß gewalttätige Änderungen, Umstellungen vornehmen und es mit Erfindungendurchsetzen, so daß ich glauben kann, das Geschriebene habe nicht mehr mit demErfahrenen zu tun. Ich habe nicht etwa zu Dir gesagt, es ginge mir schlecht; es geht mirgar nicht schlecht. Heimlich genieße ich auch diese Erfahrung, weil sie mich auf einediffuse, betäubende Art verändert, die nicht so unangenehm ist.“Aus einem Brief an Jürgen Theobaldy:Dannenberg, 6. 2. 77„Ich werde immer nervöser, weil mir kein Neuanfang so recht gelingen will. Vielleicht fehltauch nur die Kraft, tief genug hinunter zu gehen und an den eigenen Fundamenten zurütteln. Ansonsten versuche ich immer weiter, mich aller Grundeinverständnisse zuentledigen. Ich habe wirklich das deutliche Gefühl, daß, bevor etwas neu losgehen kann,erst mal kein Stein mehr auf dem anderen stehen darf, weil das alles eine derartige Ruheund Selbst-Verständlichkeit hat bis tief in die Sprache hinein, daß ich sofort ein Gefühl derVergeblichkeit habe, derart, daß mir davon schlecht werden kann.“„Wir müssen nicht nur ärmer werden, wir müssen ärmer werden wollen. Die Not muß auchumverteilt werden, damit jeder weiß, was Notwendigkeit ist, denn jeglicher Sinn, den wir inunserem Leben kennen, kommt aus der Erfahrung der Not...“ (Rede anlässlich derVerleihung des Bremer Literaturpreises)Werke•  Der zweite Tag. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1965.•  Marktlage. Gedichte. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1967.•  Wo mir der Kopf steht. Gedichte. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1970.•  Das Auge des Entdeckers. Gedichte, mit Zeichnungen von Dieter Masuhr. Reinbek:Rowohlt, 1972.•  Oton und Iton. Abenteuer in der vierten Dimension. Kinderbuch mit Zeichnungen vonDieter Masuhr. Reinbek: Rowohlt, 1973.•  Die erdabgewandte Seite der Geschichte. Roman. Reinbek: Rowohlt, 1976. ISBN3-499-14370-4.•  Gedichte 1967-1978. Reinbek: Rowohlt, 1978.•  Die Fälschung. Roman. Reinbek: Rowohlt, 1979. ISBN 3-499-15291-6.•  Die Welt der Maschine. Aufsätze und Reden, hrsg. von Rolf Haufs. Reinbek: Rowohlt,1980. ISBN 3-498-00462-X.•  Nicolas Born. Poesiealbum 167, Berlin (Ost): Verlag Neues Leben, 1981.•  Täterskizzen. Erzählungen. Reinbek: Rowohlt, 1982. ISBN 3-498-00481-6.
  • 66. Nicolas Born 66•  Ein Lied das jeder kennt. Gedichte. Berlin (Ost): Verlag Volk und Welt, 1989. ISBN3-353-00533-1.•  Gedichte, hrsg. von Peter Handke. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1990. ISBN3-518-22042-X.•  Gedichte. Kritische Ausgabe, hrsg. von Katharina Born. Göttingen: Wallstein, 2004.ISBN 3-89244-824-8.•  Briefe 1959-1979. Kritische Ausgabe, hrsg. von Katharina Born. Göttingen: Wallstein,2007. ISBN 978-3-8353-0106-1.•  Selbstbildnis (1967)als Übersetzer•  Wong May: Wannsee-Gedichte. Aus dem Englischen von Nicolas Born. Berlin:LCB-Editionen, 1975.•  Kenneth Koch: Vielen Dank. Gedichte und Spiele. Deutsch von Nicolas Born. Reinbek:Rowohlt, 1976.als Herausgeber•  Rowohlt Literaturmagazin 3: Die Phantasie an die Macht – Literatur als Utopie (1975)•  Rowohlt Literaturmagazin 6: Die Literatur und die Wissenschaften (1976; zusammen mitHeinz Schlaffer)•  Rowohlt Literaturmagazin 7: Nachkriegsliteratur (1977; zusammen mit Jürgen Manthey)•  Rowohlt Literaturmagazin 8: Die Sprache des großen Bruders (1977; zusammen mitJürgen Manthey)•  Rowohlt Literaturmagazin 9: Der neue Irrationalismus (1978; zusammen mit JürgenManthey und Delf Schmidt)•  Rowohlt Literaturmagzin 10: Vorbilder (1979; zusammen mit Jürgen Manthey und DelfSchmidt)•  Rowohlt Literaturmagazin 11: Schreiben oder Literatur (1979; zusammen mit JürgenManthey und Delf Schmidt)•  Rowohlt Literaturmagazin 12, Sonderband: Nietzsche (1980; zusammen mit JürgenManthey und Delf Schmidt)Literatur•  Alo Allkemper: Warum sollte ich mich nicht in Widersprüche verwickeln? Nicolas BornsProblem mit der Utopie, In: Zeitschrift für Deutsche Philologie Bd. 103 (1984),S.576-603.•  Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Text und Kritik Sonderband: Nicolas Born, April 2006.•  Christiane Beyer und Axel Kahrs (Hrsg.): Der Landvermesser. Gedenkbuch für NicolasBorn, Zu Klampen Verlag, Lüneburg 1999, ISBN 3933156459•  Katharina Born: Flucht aufs Land. Nicolas Borns Jahr in Nürtingen. Marbacher ReiheSpuren (Hg. Thomas Scheufelen).•  Jörg Eggerts: Langsam kehrten die Farben zurück. Zur Subjektivität im Romanwerk, imlyrischen und literaturtheoretischen Werk Nicolas Borns, Peter Lang Verlag,Frankfurt/Main 2002, ISBN 3-631-38262-6•  Matthias Gawlick: Lebensstationen, Schreibanlässe: Zu Nicolas Born, In:Literaturlandschaft Ruhrgebiet. Eine Ausstellung, Hrsg. Ruhr-Universität Bochum.
  • 67. Nicolas Born 67Germanistisches Institut. Bochum 1993, S.61-72.•  Harald Hartung: Lyrik zwischen Paul Celan und Nicolas Born. Skizze einer Poetik desGedichts in den 70er Jahren, In: Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht,Sonderheft 'Arbeitsbuch Lyrik' (1981), S. 4-7.•  Wolfgang Herles: Die (doppelte) Fälschung. Anmerkungen zum Verhältnis zwischenLiteratur und Journalismus am Beispiel des Romans von Nicolas Born, In: ErichHuber-Thoma, Ghemela Adler, Fritz Fenzl (Hrsg.): Romantik und Moderne. NeueBeiträge aus Forschung und Lehre. Festschrift für Helmut Motekat, Verlag Peter Lang,Frankfurt am Main 1986, S.213-223•  Axel Kahrs: Wendland literarisch. Von Herzog August bis Nicolas Born. Ein Streifzugdurch die Literaturgeschichte des Landkreises Lüchow-Dannenberg, Verlag davidsdrucke, Göttingen 1985•  Jörg-Werner Kremp: Inmitten gehen wir nebenher. Nicolas Born: Biographie,Bibliographie, Interpretationen, Verlag für Wissenschaft und Forschung, Stuttgart 1994•  Jürgen Lieskounig: Der Kampf um die bedrohte Körperlichkeit. Zur Körperwahrnehmungin Werken von Peter Schneider, Verena Stefan und Nicolas Born, In: Diskussion Deutsch,19. Jg. (1988). H.101, S.279-291.•  Ton Naaijkens: Lyrik und Subjekt. Pluralisierung des lyrischen Subjekts bei NicolasBorn, Rolf Dieter Brinkmann, Paul Celan, Ernst Meister und Peter Rühmkorf, VerlagElinkwijk. Utrecht 1986.•  Ton Naaijkens: Nicolas Born. Als wäre er alle auf einmal, In: Peter K. Kirchhof (Hrsg.):Literarische Porträts. 163 Autoren aus Nordrhein-Westfalen, Patmos Verlag, Düsseldorf1991, S.88-91.•  Dieter Saalmann: Affinitäten und Diskrepanzen zwischen Rainer Maria Rilke und NicolasBorn. Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge und Die erdabgewandte Seite derGeschichte. Prolegomena zu Rilkes Nachwirkung, In: Orbis Litterarum, Vol.40 (1985),S.125-144.•  Anja Saupe: Die erdabgewandte Seite der Geschichte. Die Prosa Nicolas Borns, VerlagKönigshausen und Neumann, Würzburg 1996, ISBN 3-8260-1044-2•  Klaus R. Scherpe, Hans-Ulrich Treichel: Vom Überdruß leben: Sensibilität undIntellektualität als Ereignis bei Handke, Born und Strauß, In: Monatshefte für deutschenUnterricht, Deutsche Sprache und Literatur, Vol. 73. No. 2 (1981), S.187-206.•  Volker Schlöndorff, Nicolas Born, Bernd Lepel: Die Fälschung als Film und der Krieg imLibanon, Zweitausendeins, Frankfurt a.M. 1981. - (Kommentar von Schlöndorff: „DasBuch zum Film ist als Ergänzung des Filmes gedacht, nicht als Nacherzählung. Es enthältMaterialien, die wir zur Erarbeitung des Hintergrundes zusammengetragen haben.“•  Irmela Schneider: Zerrissenheit als Geschichtserfahrung. Überlegungen zu GeorgBüchners Lenz, einer Erzählung von Peter Schneider und einem Roman von NicolasBorn, In: Text und Kontext, H.1. Jg. 12 (1984), S. 43-63•  Stadtbibliothek Duisburg: Nicolas Born 1937-1979, Eine Bibliographie
  • 68. Nicolas Born68Weblinks•  Literatur von und über Nicolas Born [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Homepage Nicolas Born [2]•  Das Dorf Schreyahn [3]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11851363X[2]  http:/ / www. nicolasborn. de[3]  http:/ / www. schreyahn. deQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Nicolas_ Born&oldid=56007426Hauptautoren: Peter200, Rauenstein, Aglarech, Benny R., Graphikus, Loanna, AlbrechtConz, Sandra76, Complex, Yorg, Michael Ober, Teiresias, Raymond, Kborn, Colin, Anwiha,Baumfreund-FFM, Docmo, Flominator, Ulsimitsuki, Dinala, Euku, Hansele, Stefan Kühn,TomK32, HaSee, Lyzzy, Jonathan Groß, Nicolasborn.de, Xqt, Mijobe, Wasserseele, Kai3k,Lemmie, Abundant, Lyrik, ArtMechanic, Albrecht1 Oskar PastiorOskar Pastior (* 20. Oktober 1927 in Hermannstadt, Siebenbürgen; † 4. Oktober 2006 inFrankfurt am Main) war ein rumäniendeutscher Schriftsteller und Übersetzer.LebenOskar Pastior wurde in Hermannstadt alsAngehöriger der deutschen Minderheitder Siebenbürger Sachsen geboren. SeinVater war Zeichenlehrer. Von 1938 bis1944 besuchte er in seiner Geburtsstadtdas Gymnasium. Im Januar 1945deportierte man den 17-Jährigen in dieSowjetunion, wo er in Arbeitslagern alsZwangsarbeiter eingesetzt wurde. Erst1949 gestattete man ihm die Rückkehrnach Rumänien. Dort lebte er in den folgenden Jahren vonHilfs- und Gelegenheitsarbeiten. Währenddes anschließenden dreijährigenWehrdienstes in der rumänischen Armeeholte er in Fernkursen seine Reifeprüfung Oskar Pastior: Urologe kuesst Nabelstrang, 1.,nach. Danach arbeitete er alsAugsburg 1991. Signatur Oskar PastiorBetontechniker in einer Baufirma. Von1955 bis 1960 studierte er Germanistik an der Universität Bukarest und legte dort sein
  • 69. Oskar Pastior69Staatsexamen ab. Ab 1960 war er Redakteur bei der deutschsprachigen Inlandsabteilungdes Rumänischen Staatsrundfunks. Seine ersten Lyrikveröffentlichungen (erster LyrikbandOffene Worte, 1964) im Rumänien der 60er Jahre erregten Aufsehen und brachten ihm zweibedeutende rumänische Literaturpreise ein. 1968 nutzte Pastior einen Studienaufenthalt inWien zur Flucht in den Westen. Er ging weiter nach München und anschließend nachWest-Berlin, wo er seit 1969 als freier Schriftsteller und Übersetzer lebte. Er arbeitete u. a.an den Übersetzungen der Werke von Welimir Chlebnikow und Tristan Tzara.[1]Oskar Pastior starb am 4. Oktober 2006 während der Buchmesse in Frankfurt am Main. Am21. Oktober wurde ihm posthum der Georg-Büchner-Preis für 2006 verliehen. Die vonPastior noch selbst verfasste Dankesrede wurde von dem Verleger → Michael Krügerverlesen.Künstlerisches SchaffenOskar Pastior war in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts einüberragender Vertreter einer Dichtung, zu deren Hauptanliegen Sprachspiel undWortartistik zählen, wobei die Grenzen zur Nonsense-Dichtung häufig fließend sind. SeinWerk war stark beeinflusst von der Lautpoesie des Dadaismus, aber auch von derextremem Kunstfertigkeit der Autoren der Gruppe OULIPO.Pastior war seit 1977 Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie, seit 1984 derAkademie der Künste (Berlin), seit 1989 der Deutschen Akademie für Sprache undDichtung in Darmstadt und seit 1993 der Vereinigung OULIPO. Außerdem gehörte er derKünstlergilde Esslingen und der Europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ an.Auszeichnungen und Ehrungen•  1965 Literaturpreis der Zeitschrift Neue Literatur in Bukarest•  1967 Lyrikpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes•  1969 Förderpreis zum Andreas-Gryphius-Preis•  1978 Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie•  1980 Literaturpreis der Universitätsstadt Marburg und des LandkreisesMarburg-Biedenkopf•  1981 Villa-Massimo-Stipendium•  1983 Preis des SWF-Literaturmagazins•  1988 Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie•  1988 Hörspiel des Monats (März: Mordnilapsuspalindrom)•  1990 Hugo-Ball-Preis•  1993 Ernst-Meister-Preis für Lyrik•  1997 Horst-Bienek-Preis für Lyrik•  1998 Siebenbürgisch-Sächsischer Kulturpreis•  1999 Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie zusammen mit Gellu Naum•  2000 Walter-Hasenclever-Literaturpreis•  2001 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik•  2001 Ehrendoktorwürde der Universität Lucian Blaga Sibiu•  2002 Erich-Fried-Preis•  2006 Georg-Büchner-Preis (posthum)
  • 70. Oskar Pastior70Werke•  Fludribusch im Pflanzenheim, Bukarest 1960•  Offne Worte, Bukarest 1964•  Ralph in Bukarest, Bukarest 1964•  Gedichte, Bukarest 1965•  Vom Sichersten ins Tausendste, Frankfurt am Main 1969•  Gedichtgedichte, Darmstadt u. a. 1973•  Höricht, Lichtenberg 1975•  An die neue Aubergine, Berlin 1976•  Fleischeslust, Lichtenberg 1976•  Der krimgotische Fächer, Erlangen 1978•  Ein Tangopoem und andere Texte, Berlin 1978•  Wechselbalg, Spenge 1980•  33 Gedichte, München u. a. 1983 (Bearbeitungen von Gedichten von FrancescoPetrarca)•  Sonetburger, Berlin 1983•  Anagrammgedichte, München 1985•  Ingwer und Jedoch, Göttingen 1985•  Lesungen mit Tinnitus, München u. a. 1986•  Römischer Zeichenblock, Berlin 1986•  Teure Eier, Paris 1986•  Jalousien aufgemacht, München u. a. 1987•  Modeheft des Oskar Pastior, München 1987•  Anagramme, Berlin 1988 (zusammen mit Galli)•  Kopfnuß, Januskopf, München u. a. 1990•  Neununddreißig Gimpelstifte, Berlin 1990•  Eine Scheibe Dingsbums, Ravensburg 1990•  Feiggehege, Berlin 1991•  Urologe küßt Nabelstrang, Augsburg 1991•  Vokalisen & Gimpelstifte, München u. a. 1992•  Eine kleine Kunstmaschine, München u. a. 1994•  Das Unding an sich, Frankfurt am Main 1994•  Gimpelschneise in die Winterreise-Texte von Wilhelm Müller, Weil am Rhein u. a. 1997•  Das Hören des Genitivs, München u. a. 1997•  Come in to frower, Tokyo u. a. 1998 (zusammen mit Veronika Schäpers und SilkeSchimpf)•  Der Janitscharen zehn, Berlin 1998•  Standort mit Lambda, Berlin 1998•  Pan-tum tam-bur, Frankfurt am Main 1999 (zusammen mit Uta Schneider)•  Saa uum, Frankfurt am Main 1999•  O du roher Iasmin, Weil am Rhein u. a. 2000•  Villanella & Pantum, München u. a. 2000•  Ein Molekül Tinnitus, Berlin 2002 (zusammen mit Gerhild Ebel)•  Werkausgabe, München u. a.•  Bd. 2. „Jetzt kann man schreiben was man will!“, 2003•  Bd. 3. „Minze Minze flaumiran Schpektrum“, 2004•  Bd. 1. „...sage, du habest es rauschen gehört“, 2006
  • 71. Oskar Pastior 71•  Gewichtete Gedichte. Chronologie der Materialien, Hombroich 2006•  Speckturm. 12 x 5 Intonationen zu Gedichten von Charles Baudelaire, Basel 2007Ausstellungskataloge•  Anselm Glück, Oskar Pastior, Essen 1986Übersetzungen•  Tudor Arghezi: Im Bienengrund, Bukarest 1963•  Tudor Arghezi: Schreibe, Feder ..., Bukarest 1964•  Tudor Arghezi: Von großen und kleinen Tieren, Bukarest 1966•  Ştefan Bånulescu: Verspätetes Echo, Berlin 1984 (übersetzt zusammen mit ErnestWichner)•  Lucian Blaga: Ausgewählte Gedichte, Bukarest 1967•  Lucian Blaga: Chronik und Lied der Lebenszeiten, Bukarest 1968•  George Coşbuc: Die Geschichte von den Gänsen, Bukarest 1958•  Radu Dumitru: Das letzte Lächeln, Frankfurt am Main 1991•  Mihail Eminescu: Der Prinz aus der Träne, Bukarest 1963•  Panaït Istrati: Kyra Kyralina. Die Disteln des Bărăgan, Bukarest 1963•  Wiel Kusters: Ein berühmter Trommler, München u. a. 1998 (verfasst zusammen mitJoep Bertrams)•  Wiel Kusters: Carbone notata, Berlin 1988•  Gellu Naum: Oskar Pastior entdeckt Gellu Naum, Hamburg u. a. 2001•  Gellu Naum: Rede auf dem Bahndamm an die Steine, Zürich 1998•  Tudor Opriş: Wunderwelt, Bukarest 1963•  Marin Sorescu: Abendrot Nr. 15, München u. a. 1985•  Marin Sorescu: Aberglaube, Berlin 1974•  Marin Sorescu: Der Fakir als Anfänger, München u. a. 1992•  Marin Sorescu: Noah, ich will dir was sagen, Frankfurt am Main 1975•  Gertrude Stein: Ein Buch mit Da hat der Topf ein Loch am Ende, Berlin 1987•  Gertrude Stein: Reread another, Basel u. a. 2004•  Petre Stoica: Und nirgends ein Schiff aus Attika, Berlin 1977•  Tristan Tzara: Die frühen Gedichte, München 1984•  Urmuz: Das gesamte Werk, München 1976Übersetzungen der Werke Oskar PastiorsEnglisch•  Poempoems, London 1998, ISBN 0-947757-37-6•  Many glove compartments : selected poems, 2001, ISBN 1-886224-44-7Französisch•  Pétrarque, 33 poèmes, 1990, ISBN 2-905271-37-XRumänisch•  Versuri, 1968
  • 72. Oskar Pastior 72Literatur•  Theo Breuer, »Die Nacht als Oskar Pastior starb«, in: T.B., Kiesel & Kastanie. Von neuenGedichten und Geschichten [2], Monographie zur zeitgenössischen Lyrik und Prosa nach2000, Edition YE, Sistig/Eifel 2008. ISBN 978-3-87512-347-0.•  Jürgen H. Koepp: Die Wörter und das Lesen - zur Hermeneutik Oskar Pastiors. Über dieKonstruktion von Sinn und Bedeutung in Poetik und Hermeneutik, Bielefeld:Aisthesis-Verl. 1990, ISBN 3-925670-27-0•  Auskünfte von und über Oskar Pastior, Bamberg: Arbeitsbereich d. Neueren deutschenLiteraturwissenschaft an d. Univ. Bamberg 1985.•  Festschrift für Oskar Pastior, München: Rohr 1987, ISBN 3-926602-02-3•  Grazziella Predoiu: Sinn-Freiheit und Sinn-Anarchie. Zum Werk Oskar Pastiors,Frankfurt am Main u. a.: Lang 2004, ISBN 3-631-51864-1 - Kritische Auseinandersetzungmit dieser Veröffentlichung im Periodikum Spiegelungen•  Burkhard Tewes: Namenaufgeben. Das Wort in zeitgenössischer Lyrik am Beispiel vonTexten Oskar Pastiors , Essen: Verl. Die Blaue Eule 1994. (= Literaturwissenschaft in derBlauen Eule; 12) ISBN 3-89206-595-0Weblinks Literatur von und über Oskar Pastior [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Oskar Pastior im Verlag Urs Engeler Editor [4]• Laudatio zum Erich-Fried-Preis [5]• Pastior-Essay von Franz Josef Czernin [6]• Pastior-Essay von Gerhard Mahlberg [7]• ub.fu-berlin.de [8] Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin•Externe Links[1]  Nachruf; in: Der Spiegel, 41/2006, S. 230.[2]  http:/ / www. kiesel-und-kastanie. blogspot. com[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11891118X[4]  http:/ / www. engeler. de/ pastior. html[5]  http:/ / www. bundesregierung. de/ dokumente/ -,413. 451627/ Rede. htm[6]  http:/ / ezines. onb. ac. at:8080/ ejournal/ pub/ ejour-98/ litprim/ czernin/ pastior. html[7]  http:/ / www. dradio. de/ dlf/ sendungen/ buechermarkt/ 164396/[8]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_pqrs/ pastior. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Oskar_ Pastior&oldid=55166508Hauptautoren: Sevens, Sir, Asthma, 0ulip0, Pelz, Gigger, N. Zyklop, Herrick, Amberg,Magareier bub, EvaK, Tschäfer, PDCA, Grimmi59 rade, Michael l, Reinhard Kraasch,Lienhard Schulz, Dietrich, Sebastian Mehlmacher, Dontworry, Tfox, John Eff, Goerdten,David Wintzer, Thosch66, Bildungsbürger, MarcoBorn, Ephraim33, Wikix, Albrecht1,Marcl1984, Mink95, Addicted, Aka, Ot, EUBürger, Enslin, H-stt, Fundevogel65, Zornfalke,Phrood, Olahus, Nicar, Shivonne, Wiegels, Idler, DaB., Araba, Abundant, ArtMechanic, Wst
  • 73. Oswald Egger73Oswald EggerOswald Egger (* 7. März 1963 in Tscherms, Südtirol) ist ein deutschsprachigerSchriftsteller.Leben und Werk1992 schloss Oswald Egger sein Studium der Literatur und Philosophie in Wien [1] ab. Inden Jahren 1986–1995 war er Veranstalter der von ihm mitinitiierten Kulturtage Lana(Südtirol). 1989 bis 1998 gab er die Zeitschrift Der Prokurist in der edition per procuraheraus. Egger verfasst in erster Linie Lyrik, die in zahlreichen Anthologien (u.a. Der GroßeConrady) und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurde. Gedichte von Egger wurden insFranzösische, Amerikanische und andere Sprachen übersetzt.Oswald Egger lebt in Wien und auf der Raketenstation in Hombroich bei Neuss, wo auch →Thomas Kling bis zu seinem Tod lebte.Einzeltitel (Auswahl)•  Die Erde der Rede. Gedicht (Kleinheinrich Verlag 1993)•  Gleich und Gleich (Edition Howeg 1995)•  Blaubarts Treue (Edition Howeg 1997)•  Juli, September, August (Edition Solitude 1997)•  Herde der Rede. Poem (Suhrkamp Verlag 1999)•  Nichts, das ist. Gedichte (Suhrkamp 2001)•  -broich. Homotopien eines Gedichts (Edition Korrespondenzen 2003)•  Prosa, Proserpina, Prosa (Suhrkamp 2005)•  Tag und Nacht sind zwei Jahre. Kalendergedichte (Verlag Ulrich Keicher 2006)•  nihilium album. Lieder & Gedichte (Suhrkamp 2007)•  Lustrationen. Vom poetischen Tun (Suhrkamp 2008)Auszeichnungen (Auswahl)•  2000 Clemens-Brentano-Preis•  2001 Christine-Lavant-Förderpreis•  2002 Lyrikpreis Meran•  2006 Christian-Wagner-Preis•  2007 Peter-Huchel-PreisH.C. Artmann-Preis [2]•  2008
  • 74. Oswald Egger 74Weblinks•  Literatur von und über Oswald Egger [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Brenner-Archiv, Innsbruck [4]Externe Links[1]  Oswald Egger (http:/ / www. villa-aurora. org/ index. php?page=en_oswald-egger) aufder Seite von Villa Aurora[2]  Stadt Wien (http:/ / www. wien. gv. at/ vtx/ rk?DATUM=20090121&SEITE=020090121009) Überreichung H.C. Artmann-Preis 2008 an Oswald Egger, RK 21.Jänner 2009.[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 128501685[4]  http:/ / webapp. uibk. ac. at/ brennerarchiv/ tirlit. xsql?zeitraum=& region=&geschlecht=& id_in=116#116Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Oswald_ Egger&oldid=55986292Hauptautoren: Magiers, Heschoe, Pelz, Anton-kurt, Wissens-helfer, Harro von Wuff, Chleo,Albrecht1, Versfuchs, Lyrik, 08-15 Peter RühmkorfPeter Rühmkorf (* 25. Oktober 1929 inDortmund; † 8. Juni 2008 in Roseburg imKreis Herzogtum Lauenburg(Schleswig-Holstein); Pseudonyme: LeoDoletzki, Leslie Meier, Johannes Fontara,John Frieder, Hans-Werner Weber, HarryFlieder, Hans Hingst; Übername: Lyngi)war einer der bedeutendsten deutschenLyriker, Essayisten und Pamphletistennach 1945.LebenPeter Rühmkorf wuchs als unehelicherSohn der Lehrerin Elisabeth Rühmkorf, einer Otterndorfer Pastorentochter, in Warstade(heute Ortsteil der Stadt Hemmoor) bei Stade auf und machte am Athenaeum Stade 1951sein Abitur. Er war ein Patenkind von Karl Barth. Von 1951 bis 1956/57 studierte erzunächst Pädagogik und Kunstgeschichte, später Germanistik und Psychologie in Hamburg.Sein ursprüngliches Studienziel, Volksschullehrer zu werden, gab Rühmkorf nach einigenSemestern auf; das Studium brach er ab, offenbar nach einem Konflikt mit seinenProfessoren. Zusammen mit dem Lyriker und Essayisten Werner Riegel gab er von 1951 biszu dessen Tod 1956 die hektographierte Literaturzeitschrift Zwischen den Kriegen imEigenverlag heraus, als zugleich lyrische und politische Plattform des „Finismus“; in der
  • 75. Peter Rühmkorf 75Rückschau eine bedeutende Heftreihe jener Jahre. Er war auch einer der Gründer des undHauptschreiber im – für die junge widerständische Intelligenz der 1950er-Jahre sehrbedeutsamen – Studentenkurier, später in dessen Folge-Zeitschrift konkret.Von 1958 bis 1964 arbeitete Rühmkorf als Verlagslektor im Rowohlt Verlag. Seither war erfreier Schriftsteller und Dichter in Hamburg. Er erhielt zahlreiche literarische Preise undwar häufig Gastdozent an deutschen und internationalen Universitäten (u.a. Austin, Texas1969/70, Essen 1977, Warwick 1978, Frankfurt am Main 1980 Hanover, New Hampshire1983 und Paderborn 1985/86). Immer wieder trug Rühmkorf seine eigenen Gedichteöffentlich vor (z.T. mit der Jazz-Begleitung von Michael Naura und Wolfgang Schlüter; vgl.Kein Apollo-Programm für Lyrik u. a. m.). 1966 nahm er an einer Open-Air-VeranstaltungJazz und Lyrik auf dem Adolphsplatz in Hamburg teil.In den 1960er-Jahren arbeitete Rühmkorf auch als Dramatiker, die drei damalsentstandenen Theaterstücke waren jedoch – zumal wegen tagespolitischer Konstellationenin beiden Teilen Deutschlands – wenig erfolgreich.Er war Mitglied der Gruppe 47, des P.E.N. sowie der Akademie der Künste (Berlin), derDeutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und der Freien Akademie derKünste, Hamburg.1964 heiratete er die Psychologin Eva-Marie Titze (* 1935), die unter ihrem Ehenamen EvaRühmkorf als Leiterin einer Strafanstalt, Gender- und Kultuspolitikerin und als Ministerinin Schleswig-Holstein arbeitete.Zu seinem 75. Geburtstag (2004) zeigte das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbeeine Ausstellung zu Werk und Leben (Rühmkorf Revue – Ein Bilderbogen zum 75sten) mitetwa 850 Exponaten, die eine bedeutende zeitgeschichtliche Einsicht in das umfangreichePrivatarchiv des Dichters gaben.Peter Rühmkorf starb am 8. Juni 2008 im Alter von 78 Jahren an Krebs. Sein Urnengrabbefindet sich auf dem Hauptfriedhof in Hamburg-Altona.Zitate„Er war ein feinsinniger Ästhet, ein raffinierter Schöngeist, ein exquisiterIroniker. Nur war er zugleich ein plebejischer Poet, ein handfester Spaßmacher,ein Verwalter des literarischen Untergrunds, ein Dichter der Gasse und derMasse, einer, der die Lyrik auf den Markt gebracht hat. Er schämte sich nicht,das Drastische, das Vulgäre zu schätzen. Und er zögerte nicht, das Distinguierte,das Elitäre zu bewundern. In seinen Versen finden Schlager, Gassenhauer undKinderreime ein unmittelbares Echo, aber auch die Oden Klopstocks und dieLieder von Matthias Claudius, die Hymnen Hölderlins. Dieser Rühmkorf ist nieganz seriös - und immer sehr ernst.“ – Marcel Reich-Ranicki, Juni 2008 [1]„Muß ich etwa allein übern Fluß?Was mauscheln die stygischen Schilfe?Herr Charon, zwei Lethe !eine kleine Übersetzhilfe,aber Lethe mit Schuß!Und nicht zu knapp bemessen:Welt, wie du im Rückblick dich wölbst.
  • 76. Peter Rühmkorf 76Doch mein Stundenglas,meine Einweguhr,meine Smith & Wesson entsichre ich selbst.Oder was oder wann oder wie?Nein, lieber jetzt mitten im Klaren.Und ihr spielt mir nochmal - diese alteda! -Mistmelodievon den Leuten, die strudelwärts fahren.“ – Peter Rühmkorf, aus: „Jetzt mitten im Klaren“Auszeichnungen•  1958 Hugo-Jacobi-Preis•  1964 Stipendiat der Villa Massimo in Rom•  1976 Stadtschreiber von Bergen•  1976 Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay•  1979 Erich Kästner Preis für Literatur der Erich Kästner Gesellschaft•  1979 Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis•  1980 Alexander-Zinn-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg•  1980 Literaturpreis der Stadt Bremen•  1984 Ehrengabe der Heinrich Heine Gesellschaft der Stadt Düsseldorf•  1986 Arno Schmidt Preis•  1987 Preis der Kasseler Kunstausstellung: documenta-Schreiber•  1988 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR•  1989 Ehrenpromotion durch die Justus-Liebig-Universität Gießen•  1993 Georg-Büchner-Preis•  1993 Justinus-Kerner-Preis der Stadt Weinsberg•  1994 Medaille für Kunst und Wissenschaft der Freien und Hansestadt Hamburg•  1994 Plakette für das Jahr 1993 der Freien Akademie der Künste Hamburg•  1996 Preis der Bestenliste des Südwestfunks(SWF)•  1996 Walter-Hasenclever-Literaturpreis•  1999 Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen•  2000 Carl-Zuckmayer-Medaille in Anerkennung der Verdienste um die deutsche Sprache•  2000 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur•  2000 Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur•  2002 Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik•  2003 Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen•  2005 Erik-Reger-Preis der „Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz“•  2008 Kasseler Literaturpreis (postum)
  • 77. Peter Rühmkorf77Schriften•  (gemeinsam mit Werner Riegel): HeißeLyrik. Wiesbaden: Limes. 1956,•  Irdisches Vergnügen in g. FünfzigGedichte. Hamburg: Rowohlt. 1959•  Wolfgang Borchert. Biographie. Hamburg:Rowohlt. 1961•  Kunststücke. Fünfzig Gedichte nebsteiner Anleitung zum Widerspruch.Hamburg: Rowohlt. 1962•  Über das Volksvermögen. Exkurse in denliterarischen Untergrund. Reinbek:Rowohlt. 1967 (Kinder- und Abzählverse,Trivialtravestien aus hundert Jahren)•  Was heißt hier Volsinii? Bewegte Szenenaus dem klassischen Wirtschaftsleben.Reinbek: Rowohlt. 1969 (Bühnenstück)•  Die Jahre die ihr kennt. Anfälle undErinnerungen. Reinbek: Rowohlt. 1972•  Lombard gibt den Letzten. EinSchauspiel. Berlin: Wagenbach. 1972•  Die Handwerker kommen. EinFamiliendrama. Berlin: Wagenbach. 1974•  Walther von der Vogelweide, Klopstock Autogrammund ich. Reinbek: Rowohlt. 1975•  Phoenix – voran! Gedichte. Dreieich:pawel pan. 1977•  Strömungslehre I. Poesie. Reinbek: Rowohlt. 1978•  Haltbar bis Ende 1999. Gedichte. Reinbek: Rowohlt 1979•  Auf Wiedersehen in Kenilworth. Ein Märchen in dreizehn Kapiteln. Frankfurt am Main:Fischer. 1980•  Im Fahrtwind. Gedichte und Geschichte. Berlin (u.a.): Bertelsmann. 1980•  agar agar – zaurzaurim. Zur Naturgeschichte des Reims und der menschlichenAnklangsnerven. Reinbek: Rowohlt. 1981•  Kleine Fleckenkunde. Zürich: Haffmans. 1982•  Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen. Reinbek: Rowohlt. 1983•  Blaubarts letzte Reise. Ein Märchen. Dreieich: pawel pan. 1983•  Bleib erschütterbar und widersteh. Aufsätze – Reden – Selbstgespräche. Reinbek:Rowohlt. 1984•  Mein Lesebuch. Frankfurt am Main: Fischer. 1986•  Außer der Liebe nichts. Liebesgedichte. Reinbek: Rowohlt. 1986•  Dintemann und Schindemann. Aufgeklärte Märchen. Leipzig: Reclam. 1986•  Selbstredend und selbstreimend. Gedichte – Gedanken – Lichtblicke. Stuttgart: Reclam.1987•  Werner Riegel. „ … beladen mit Sendung. Dichter und armes Schwein“. Stuttgart:Reclam. 1988
  • 78. Peter Rühmkorf78•  Einmalig wie wir alle. Reinbek: Rowohlt. 1989•  Dreizehn deutsche Dichter. Reinbek: Rowohlt. 1989•  Selbst III/88. Aus der Fassung. Zürich: Hafmanns. 1989•  Komm raus! Gesänge, Märchen, Kunststücke. Berlin: Wagenbach. 1992•  Deutschland, ein Lügenmärchen. Göttingen: Wallstein. 1993•  Lass leuchten! Memos, Märchen, TaBu, Gedichte, Selbstporträt mit und ohne Hut.Reinbek: Rowohlt. 1993•  Tabu I. Tagebücher 1989–1991. Reinbek: Rowohlt. 1995•  Gedichte. Reinbek: Rowohlt. 1996•  Ich habe Lust, im weiten Feld… Betrachtungen einer abgeräumten Schachfigur.Göttingen: Wallstein. 1996•  Die Last, die Lust und die List. Aufgeklärte Märchen. Reinbek: Rowohlt. 1996•  Ein Buch der Freundschaft. Remagen-Rolandseck: Rommerskirchen. 1996•  Lethe mit Schuß. Gedichte. Frankfurt am Main: Suhrkamp. 1998•  wenn – aber dann. Vorletzte Gedichte. Reinbek: Rowohlt. 1999•  Von mir zu Euch für uns. Göttingen: Steidl. 1999•  Wo ich gelernt habe. Göttingen: Wallstein. 1999•  (mit Horst Janssen): Mein lieber Freund und Kompanjung. Hamburg: Jud. 1999•  (mit → Robert Gernhardt): In gemeinsamer Sache. Gedichte über Liebe und Tod, Naturund Kunst. Zürich: Haffmans. 2000,•  Das Lied der Deutschen. Göttingen: Wallstein. 2001 (über Hofmann von Fallersleben)•  Funken fliegen zwischen Hut und Schuh. Lichtblicke, Schweifsterne, Donnerkeile. Hgg.von Stefan Ulrich Meyer. München: Deutsche Verlagsanstalt. 2003•  Tabu II. Tagebücher 1971–1972. Reinbek: Rowohlt. 2004•  Wenn ich mal richtig ICH sag … . Ein Lese-Bilderbuch. Göttingen: Steidl. 2004•  Aufwachen und Wiederfinden. Gedichte. Frankfurt am Main: Insel. 2007•  Paradiesvogelschiß. Gedichte. Reinbek: Rowohlt. 2008Gesamtausgabe•  Die Jahre die Ihr kennt. Anfälle und Erinnerungen. Werke 2. Hrsg. von Wolfgang Rasch,1999•  Gedichte. Werke 1. Hrsg. von Bernd Rauschenbach, 2000•  Schachtelhalme. Schriften zur Poetik und Literatur. Werke 3. Hrsg. von HartmutSteinecke, 2001•  Die Märchen. Werke 4. Hrsg. von H.Detering und S.Kerschbaumer, 2007Herausgeberschaft•  Werner Riegel: Gedichte und Prosa. Wiesbaden: Limes. 1961•  Wolfgang Borchert: Die traurigen Geranien und andere Geschichten aus dem Nachlass.Reinbek: Reowohlt. 1962•  Primanerlyrik, Primanerprosa. Eine Anthologie. Reinbek: Rowohlt. 1965•  131 expressionistische Gedichte. Berlin: Wagenbach. 1976•  Das Mädchen aus der Volkskommune. Chinesische Comics. Reinbek: Rowohlt. 1976•  Ein Buch der Freundschaft. Remagen-Rolandseck: Rommerskirchen. 1996, mit TheoRommerskirchen
  • 79. Peter Rühmkorf 79•  Arno Schmidt: Lesen ist schrecklich! Das Arno-Schmidt-Lesebuch. Zurüch: Haffmans.1997•  Die Geschichte vom Lastkran, der eine Schiffssirene sein wollte. Prosa, Lyrik, Szene &Essays. Künzelsau: Swiridoff. 2002.Schallplatten, CDs•  Im Vollbesitz meiner Zweifel – Lyrik und Jazz. Schallplatte. 1963•  Warum ist die Banane krumm? Schallplatte für Kinder. 1971, mit Peter Bichsel u. a.•  Der Ziegenbock im Unterrock. Kinderverse und –geschichten, gesammelt von PeterRühmkorf. Schallplatte. 1973•  Kein Apolloprogramm für Lyrik. Schallplatte (mit Michael Naura, Wolfgang Schlüter,Eberhard Weber). 1976 [ECM 2305801 SP]•  Phönix voran!. Schallplatte (mit Michael Naura, Wolfgang Schlüter, Leszek Zadlo). 1978[ECM 2305802 SP]•  Außer der Liebe nichts. Liebesgedichte. Gelesen von Peter Rühmkorf. München: DerHörverlag, 1999. 1 CD. (Audio Books.)•  → Robert Gernhardt & Peter Rühmkorf lesen: In gemeinsamer Sache. München:Raben-Records im Heyne Hörbuch 2000. 1 MC.•  Peter Rühmkorf liest Lyrik und Prosa. Hrsg. von Harro Zimmermann und Walter Weber.Göttingen: Wallstein-Verl.; Bremen: Radio Bremen, 1999. 2 CDs.•  Rühmkorf, → Enzensberger: Jahrgang 1929: Zwei Lyriker im Doppelbild. Hamburg:Hoffmann und Campe Hörbücher, NDR Audio 2002. 2 CDs.•  Günter Grass und Peter Rühmkorf lesen: Komm, Trost der Nacht. Barocklyrik. München:Der Hörverlag 2004. 1 CD.•  Peter Rühmkorf, mit Dietmar Bonnen und Andreas Schilling: Früher, als wir die großenStröme noch …, Rühmkorf-Gedichte mit Musik, random house 2006. 1 CD.•  Paradiesvogelschiß. Gedichte. Von, für und mit Peter Rühmkorf. Hoffmann und CampeHörbücher. 2008 1 CDLiteratur•  Arno Schmidt Stiftung (Hrsg.): Arno Schmidt Preis 1986 für Peter Rühmkorf, Bargfeld1986 (mit Texten von Jan Philipp Reemtsma, Peter Rühmkorf und Arno Schmidt)•  Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur. Heft 97. PeterRühmkorf. edition text + kritik, München 1988.•  Sabine Brunner: Rühmkorfs Engagement für die Kunst. Verl. Die Blaue Eule, Essen1985.•  Peter Bekes, Michael Bielefeld: Peter Rühmkorf. : Beck, Verl. edition text + kritik,München 1982.•  Lars Clausen: Die Finisten. In: Mittelweg 36, 1992•  Frédérique Colombat-Didier: La situation poétique de Peter Rühmkorf. Lang, Bern (u.a.)2000.•  Manfred Durzak, Hartmut Steinecke (Hrsg.): Zwischen Freund Hein und Freund Heine:Peter Rühmkorf. Studien zu seinem Werk. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1989.•  Dieter Lamping, Stephan Speicher (Hrsg.): Peter Rühmkorf. Seine Lyrik im Urteil derKritik. Bouvier, Bonn 1987.
  • 80. Peter Rühmkorf80•  Wolfgang Rasch: Blumen-, Frucht- und Dornenstücke aus dem Archiv von PeterRühmkorf in Hamburg. In: Zeitdiskurse. Reflexionen zum 19. und 20. Jahrhunderts alsFestschrift für Wulf Wülfing. Hg. von Roland Berbig, Martina Lauster und Rolf Parr.Synchron Verlag, Heidelberg 2004 (Darin u.a. über Rühmkorfs Studienzeit in Hamburg.)ISBN 3-935025-55-6, S. 425–442.•  Ders.: Bibliographie Peter Rühmkorf. Aisthesis, Bielefeld 2004. 2 Bände, zusammen 814Seiten (Band 1: Primärliteratur; Band 2: Sekundärliteratur). (Bibliographien zurdeutschen Literaturgeschichte Band 13) ISBN 3-89528-476-9.•  Herbert Uerlings: Die Gedichte Peter Rühmkorfs. Subjektivität undWirklichkeitserfahrung in deutschen Lyrik.. Bouvier, Bonn 1984.•  Theodor Verweyen: Eine Theorie der Parodie. Am Beispiel Peter Rühmkorfs. Fink,München 1973.Filme•  Kleine Anweisung zum glücklichen Leben. 1963•  Schwarz-Weiß-Rot. 1964•  Abends wenn der Mond scheint. 1964•  Zurück zur Kultur. 1968•  Ein Mann ohne Ufer. Auf den Spuren von Hans Henny Jahnn. 1980, zusammen mit PaulKersten•  Wortwechsel. Peter Rühmkorf im Gespräch mit Gabriele von Arnim, Produktion:Südwestfunk, 1996, 30 Min.•  „Das Literarische Quartett. Zum 50. Todestag von Bertolt Brecht“, mit MarcelReich-Ranicki, Hellmuth Karasek, Iris Radisch und Peter Rühmkorf als Gast, Produktion:ZDF, Erstausstrahlung: 11. August 2006, ( Besprechung [2] der FAZ)Interviews•  [http:/ / www. kaindlstorfer. at/ interviews/ ruehmkorf. html „Die Pariser Philosophen sindbanal“], Arbeiter-Zeitung, 1989, Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Peter Rühmkorf•  [http:/ / www. sueddeutsche. de/ ,tt2m4/ kultur/ artikel/ 422/ 111311/ „Wir alle spieltengern mit Waffen“], Süddeutsche Zeitung, 24. April 2007•  [http:/ / www. zeit. de/ 2008/ 14/ L-Ruehmkorf-Interview „Ich bin einGlücksprophet“], Die Zeit, 27. März 2008Weblinks Wikiquote: Peter Rühmkorf – Zitate Literatur von und über Peter Rühmkorf [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• ub-fu-berlin.de [4] Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin• Rühmkorf-Gedichte [5] im Kanon von Marcel Reich-Ranicki• „Der Verfassungspoet aus Övelgönne“ [6], FAZ, 10. Juni 2008, mit Rühmkorf-Dossier••  „Im Vollbesitz seiner Zweifel“ [7], SZ, 9. Juni 2008, von Franziska Augstein, mit weiterenlinks•  „Wünsch’ mir im Himmel einen Platz“ [8], Der Tagesspiegel, 9. Juni 2008•  Peter Rühmkorf [9] in der Internet Movie Database ( deutsch [10])•  Radio Bremen: Nachruf; Rühmkorf im Gespräch; Gedichte [11]
  • 81. Peter Rühmkorf 81Externe Links[1]  Marcel Reich-Ranicki: „Nie seriös, immer ernst“ (http:/ / www. faz. net/ s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E1B479C8FF7F440E998A4BF6D7F606B3C~ATpl~Ecommon~Scontent. html), FAZ,10. Juni 2008[2]  http:/ / www. faz. net/ s/ RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E98C9C6A008E34C8F82C9CDCF028CB893~ATpl~Ecommon~Scontent. html[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118603957[4]  http:/ / www. ub. fu-Berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_pqrs/ ruehmkorf. html[5]  http:/ / www. derkanon. de/ lyrik/ band_7. html[6]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E17922A4CEA104D8A8A6EDF547F1CEDBE~ATpl~Ecommon~Sspezial. html[7]  http:/ / www. sueddeutsche. de/ kultur/ artikel/ 791/ 179242/[8]  http:/ / www. tagesspiegel. de/ kultur/ Peter-Ruehmkorf;art772,2547759[9]  http:/ / www. imdb. com/ name/ nm0749167/[10]  http:/ / www. imdb. de/ name/ nm0749167/[11]  http:/ / www. radiobremen. de/ nordwestradio/ aktuell/ 00004345. phpQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Peter_ Rühmkorf&oldid=55389979Hauptautoren: Peter200, 217, TheK, CrazyForce, Wetter1976, Michael Kühntopf, Akeuk,Cymothoa exigua, Rybak, Bonzo*, Goerdten, Ottoerich, Beat22, Euphoriceyes, Hecht,StillesGrinsen, Feba, ChristophDemmer, Generator, Unukorno, Reinhard Kraasch,Odradek08, Atamari, Miastko, Andrsvoss, Penta, USt, Hunding, Dontworry, Elbe1,AndreasPraefcke, Hubertl, Jo Atmon, €pa, Walkee, He3nry, Blaufisch, Axt, JCS, StefanKühn, Austriaboss, Merlissimo, Rosenzweig, Joachim Pöhls, Alinea, Ephraim33, Geher,Anima, Engelbaet, Terabyte, Albrecht1, Bernardoni, Aka, Stachelbeere, Kubrick, Zenit,Keichwa, Velten, Peng, Mogelzahn, Svencb, HaeB, ThoR, MichaelDiederich, Wiegels,Marcus Cyron, Darldarl, Bwag, Hus0070, Fg68at, Rmw73, Thorbjoern, Abundant,Germgraz18, ArtMechanic Reiner KunzeReiner Kunze (* 16. August 1933 in Oelsnitz/Erzgeb.) ist ein deutscher Schriftsteller,literarischer Übersetzer und DDR-Dissident.LebenReiner Kunze wurde als Sohn eines Bergarbeiters und einer Kettlerin geboren. In seinerKindheit litt er häufig an Allergien. Ab 1947 besuchte er eine Aufbauklasse, dieArbeiterkindern eine höhere Schulbildung ermöglichte. Zwei Jahre später wurde er vomRektor seiner Schule als Kandidat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)vorgeschlagen. 1951 legte er sein Abitur in Stollberg ab.Kunze studierte danach Philosophie und Journalistik an der Karl-Marx-Universität inLeipzig. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1953 in der Zeitschrift neue deutscheliteratur. Zunächst orientierte sich Kunze am sozialistischen Realismus, später begann er
  • 82. Reiner Kunze 82sich zunehmend von den Vorstellungen der SED zu distanzieren. Nach dem Staatsexamen1955 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Journalistischen Fakultät derKarl-Marx-Universität in Leipzig. Sein erster Lyrikband erschien unter dem Titel Vögel überdem Tau.1959 wurde er beschuldigt, die Studenten zu entpolitisieren und musste die Universitätverlassen, ohne seine Promotion zu beenden. Er arbeitete vorübergehend als Hilfsschlosserim Schwermaschinenbau.1961 lernte er die Deutsch-Tschechin Elisabeth Littnerova kennen, nach langer Zeit desBriefeschreibens auch persönlich. Sie heirateten, und 1962 zog Elisabeth in die DDR, nachGreiz/Thüringen, wo sie als Kieferorthopädin arbeitete. Reiner Kunze arbeitete in dieserZeit als freier Schriftsteller in Greiz, ab und zu in einem Bauernhaus in Leiningen, 15 kmvon Greiz entfernt. 1968 trat Kunze aus Protest gegen die Invasion derWarschauer-Pakt-Staaten in der Tschechoslowakei aus der SED aus.Die Herausgabe des Gedichtbandes Sensible Wege – Achtundvierzig Gedichte und einZyklus stieß 1969 auf Widerstand in der DDR-Kulturbürokratie. Für Kunze wurde eszunehmend schwieriger, seine Werke zu veröffentlichen. Sein Freund Heinz Knoblochkonnte ihm – nicht ohne persönliches Risiko – bis 1974 kleine Aufträge für Rezensionen inder Wochenpost verschaffen. Dort erschienen von 1969 bis 1974 Rezensionen unter denPseudonymen Jan Kunz und Alexander Ludwig. Als 1970 im Westen Deutschlands dasKinderbuch Der Löwe Leopold: Fast Märchen, fast Geschichte erschien, wurde Kunze wieauch nach dem Buch Sensible Wege mit einem Ordnungsstrafverfahren belegt, und dieAutorenexemplare wurden beschlagnahmt.1976 wurde sein Prosaband Die wunderbaren Jahre in der Bundesrepublik veröffentlicht, indem Kunze das DDR-System scharf kritisierte. Das Manuskript war heimlich in dieBundesrepublik gebracht worden. Wegen seiner dissidierenden Haltung wurde Kunze ausdem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkam. EineDDR-Version des Buches Der Löwe Leopold, die im gleichen Jahr erscheinen sollte, wurdezurückgenommen, 15.000 bereits gedruckte Exemplare eingestampft.Am 7. April 1977 stellte Kunze wegen zunehmender staatlicher Repressalien gegen ihn undseine Familie einen Antrag auf Ausbürgerung aus der DDR. Der Antrag wurde innerhalbvon drei Tagen genehmigt und Kunze siedelte am 13. April mit seinen Angehörigen in dieBundesrepublik über.1978 schrieb er das Drehbuch zum Film Die wunderbaren Jahre, den er 1979 selberinszenierte. 1981 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband nach Übersiedlung in denWesten Deutschlands, Auf eigene Hoffnung.1990 bekam Kunze Einblick in seine Stasi-Akte. Auszüge aus dem umfangreichen Dokumentveröffentlichte er in der Dokumentation Deckname Lyrik. Aus den Dokumenten ging hervor,dass der Vorsitzende der DDR-SPD, Ibrahim Böhme, langjähriger Mitarbeiter desMinisteriums für Staatssicherheit war.Reiner Kunze ist ein Kritiker der Rechtschreibreform von 1996. Er unterzeichnete auf derBasis der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform von 1996 u.a. im Jahre 2004 denFrankfurter Appell zur Rechtschreibreform. So wandte er sich in vielen Einzelbeiträgen(Lit.: u. a. FAZ) und in seiner Denkschrift Die Aura der Wörter gegen dieRechtschreibreform.Er lebt als freier Schriftsteller in Erlau (Gemeinde Obernzell) bei Passau.
  • 83. Reiner Kunze83MitgliedschaftenReiner Kunze ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der DeutschenAkademie für Sprache und Dichtung, der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar undder Sächsischen Akademie der Künste, des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren imAusland. Von 1975 bis 1992 war er Mitglied der Akademie der Künste (Berlin), aus der ergemeinsam mit vielen Kollegen aus Protest gegen die En-bloc-Übernahme der Mitgliederder Ost-Berliner Akademie der Künste austrat. Kunze ist Ehrenmitglied des Collegiumeuropaeum Jenense der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Sächsischen Literaturrates,des Freien Deutschen Autorenverbandes, des Ungarischen Schriftstellerverbandes, desTschechischen PEN-Zentrums und der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zuKöthen/Anhalt - Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache.Auszeichnungen und Ehrungen•  1968 Übersetzerpreis des Tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes•  1971 Deutscher Jugendbuchpreis•  1973 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste•  1973 Mölle-Literatur-Preis•  1977 Georg-Büchner-Preis•  1977 Andreas-Gryphius-Preis•  1977 Georg-Trakl-Preis•  1979 Bayerischer Filmpreis für das Drehbuch zum Film Die wunderbaren Jahre•  1981 Geschwister-Scholl-Preis für Auf eigene Hoffnung•  1984 Eichendorff-Literaturpreis•  1993 Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden•  1993 Großes Bundesverdienstkreuz•  1993 Kulturpreis der deutschen Freimaurer•  1995 Ehrenbürgerschaft der Stadt Greiz•  1997 Weilheimer Literaturpreis•  1999 Friedrich-Hölderlin-Preis•  2000 Christian-Ferber-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung•  2001 Hans-Sahl-Preis•  2001 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst•  2002 Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung•  2002 Sprachwahrer des Jahres der Deutschen Sprachwelt•  2003 Ján-Smrek-Preis•  2003 Ehrenbürgerschaft der Stadt Oelsnitz/Erzgebirge•  2004 Preis der Stiftung für Abendländische Besinnung•  2004 Premia Bohemica•  2006 Ehrengast des Heinrich-Heine-Hauses Lüneburg•  2007 Ehrenmitglied der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft•  2008 Thüringer Verdienstordens für sein LebenswerkZu seinen Ehren stiftete Kunzes Vaterstadt Oelsnitz einen Reiner-Kunze-Preis, der 2007erstmals verliehen wurde.
  • 84. Reiner Kunze84Werke•  Die Zukunft sitzt am Tische. Gedichte, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 1955(zusammen mit Egon Günther)•  Vögel über dem Tau. Liebesgedichte und Lieder. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale),1959•  Fragen des lyrischen Schaffens, Halle an der Saale, VEB Verlag Sprache und Literatur1960, (Beiträge zur Gegenwartsliteratur Heft 18).•  Widmungen. Gedichte, Bad Godesberg, Hohwacht Verlag 1963•  Die guten Sitten. . Mitteldeutscher Verlag, Halle Saale, 1964, Feuilletons (zusammen mitHeinz Knobloch)•  sensible wege, 1969•  Der Löwe Leopold, fast Märchen, fast Geschichten, 1970•  zimmerlautstärke, 1972•  Brief mit blauem Siegel, 1973•  Die wunderbaren Jahre. Prosa. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1976, 127 S., ISBN3-10-042003-9; 432.-437. Tausend. Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1994, 124 S., ISBN3-596-22074-2 (Fischer; 2074)•  auf eigene hoffnung, Gedichte, 1981•  Wundklee, 1982. Übersetzung der Gedichte Jan Skácels•  aus: einundzwanzg variationen über das thema quot;die postquot;. Mit Holzschnitten von AlfredPohl. Hauzenberg 1983•  gespräch mit der amsel, frühe Gedichte, 1984•  eines jeden einziges leben, Gedichte, 1986•  Das weiße Gedicht, Essays, 1989•  Deckname »Lyrik«. Eine Dokumentation. Frankfurt am Main:Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1990, 124 S., ISBN 3-596-10854-3 (Fischer; 10854:Sachbuch); 3. Auflage, 2003•  Wohin der Schlaf sich schlafen legt, Gedichte für Kinder, 1991•  Am Sonnenhang. Tagebuch eines Jahres, Frankfurt am Main: S. Fischer, 1993, 207 S.,ISBN 3-10-042014-4 (autobiographische Prosa)•  Wo Freiheit ist ... . Gespräche 1977 - 1993. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1994, 237 S.,ISBN 3-10-042015-2•  Begehrte, unbequeme Freiheit. Interviews zu Fragen von Torsten Büker ... ; 1989 - 1992.Hauzenberg: Edition Pongratz, 1993, 61 S., ISBN 3-923313-79-9 (Edition Toni Pongratz;48)•  ein tag auf dieser erde, Gedichte, 1998•  Die Intellektuellen als Gefahr für die Menschheit oder Macht und Ohnmacht derLiteratur. Gespräch zwischen Günter Kunert und Reiner Kunze. Kiel: Kunststiftung derLandesbank SH. 1999 (ohne ISBN).•  Steine und Lieder, Namibische Notizen und Fotos, 1996•  Der Kuß der Koi, Prosa und Fotos, 2002•  Die Aura der Wörter. Denkschrift zur Rechtschreibreform. Neuausgabe mitZwischenbilanz. Stuttgart: Radius, 2004, 78 S., ISBN 3-87173-303-2 (1. Auflage 2002)•  Wo wir zu Hause das Salz haben, Nachdichtungen, 2003•  Die Chausseen der Dichter, Gespräch über Peter Huchel und die Poesie (gemeinsam mitMireille Gansel), 2004
  • 85. Reiner Kunze 85•  Bleibt nur die eigene Stirn. Ausgewählte Reden, Stuttgart: Radius Verlag, 2005, 199Seiten•  lindennacht, Gedichte, 2007Von Reiner Kunzes Lyrik und Prosa erschienen im europäischen und außereuropäischenAusland (u.a. in Argentinien, Brasilien, Japan, Korea und den USA) über 50 Einzelausgabenin 30 Sprachen.Literatur•  Christian Eger: Böhmische Dörfer., Sieben Variationen über den Dichter Reiner Kunze.•  Heiner Feldkamp: Poesie als Dialog. Grundlinien im Werk Reiner Kunzes. Roderer,Regensburg 1994, (= Theorie und Forschung, Literaturwissenschaften, 25, Theorie undForschung, 308) ISBN 3-89073-740-4•  Herlinde Koelbl: Reiner Kunze in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werkegehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN3-89660-041-9; S.42-47; Fotodokumentation Kunzes, die den Autor an seinem Arbeitsplatz und impersönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage seiner Berufung als auchRahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung seiner Werke darstellt.•  Michael Maier / Janko Ferk (Hrsg.): Die Geographie des Menschen. Gespräche mitReiner Kunze u. a. Edition Atelier, Wien 1993.•  Ohne Traumata kein Leben, ein Gespräch mit Reiner Kunze, Sonderdruck der Zeitschrift„die horen“, Nr. 210/2003•  Volker Strebel: Reiner Kunzes Rezeption tschechischer Literatur. Verl. die Blaue Eule2000, Essen (= Literaturwissenschaft in der Blauen Eule, 25) ISBN 3-89206-942-5•  Jürgen P. Wallmann (Hrsg.): Reiner Kunze. Materialien und Dokumente. Fischer,Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-10-042004-7•  Rudolf Wolff (Hrsg.): Reiner Kunze. Werk und Wirkung. Bouvier, Bonn 1983, (=Sammlung Profile, 2) ISBN 3-416-01722-6•  Edwin Kratschmer / Ulrich Zwiener (Hrsg.): Das blaue Komma. Zu Reiner Kunzes Lebenund Werk. Thür. Verl. und Datenbank für Geisteswissenschaften Dr. Bettina Preiss,Weimar 2003. (= Kulturwissenschaftliche Reihe/Collegium Europaeum Jenense, 4) ISBN3-89739-361-1•  Marek Zybura (Hrsg.): Mit dem Wort am Leben hängen … Reiner Kunze zum 65.Geburtstag. Winter, Heidelberg 1998, (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte, F.3,162) ISBN 3-8253-0775-1Weblinks Wikiquote: Reiner Kunze – Zitate•  Literatur von und über Reiner Kunze [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Tabellarische Kurzbiografie zu Reiner Kunze (bis 1999) [2]•  Petra Meyenburg: [http:/ / www. mdr. de/ mdr-figaro/ hoerspiel/ 875068. htmlWunderbare Jahre von Reiner Kunze – Ein Porträt des Schriftstellers], MDR vom 26.Dezember 2003•  Internetseite der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung [3]•  Thüringer Verdienstorden für Dr. h. c. Reiner Kunze [4]
  • 86. Reiner Kunze86Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118568124[2]  http:/ / www. dhm. de/ lemo/ html/ biografien/ KunzeReiner/[3]  http:/ / www. reiner-kunze. com/[4]  http:/ / www. thueringen. de/ de/ tsk/ aktuell/ veranstaltungen/ 35452/ index. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Reiner_ Kunze&oldid=54710030Hauptautoren: Esse-est-percipi, Schlesinger, BLueFiSH.as, Wohlgemut, CdaMVvWgS,Emanuil Tolev, Nodutschke, Publius, Frog, Engie, Androl, Complex, Louis Bafrance, Beat22,Mahatma, Eigentlich, Joystick, Leppus, MichaelDiederich, MarkusHagenlocher, DaJobo,Martin Bahmann, 217, Penta, Peter200, Corradox, Blaufisch, Yorg, Hubertl, ChrisM, Nb,Kramlinger, Vernher, Stefan Kühn, Rosa Lux, WAH, Michael Sander, Rybak, SuperFLoh,Bodo Kamp, Albrecht1, Zibaldone, Aka, PDD, Steffen Löwe Gera, MatthiasKabel, André Huf,Wilhans, IgorPodolskiy, Willibaldus II., Wolfgang H., Koehler markus13, Schnargel,Loveless, Carol.Christiansen, Chrisfrenzel, Wst, Hardenacke, Heldburg, Onkel Sam, Le petitprince, Peacemaker, H.Albatros, Dr.peter, ArtMechanic, Habakuk8 Robert GernhardtRobert Gernhardt (* 13. Dezember 1937 in Reval, Estland; † 30. Juni 2006 in Frankfurt amMain) war ein deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler.LebenRobert Gernhardt wurde als Sohn einesRichters in Reval (dem heutigen Tallinn)geboren. Die Familie Gernhardt gehörtein Estland zur Minderheit derDeutsch-Balten und musste 1939 nachPosen übersiedeln. [1] 1945 fiel der Vater.Nach Kriegsende wurde die Familievertrieben, und die Mutter floh mit denSöhnen Robert, Per und Andreas überThüringen nach Bissendorf. 1946 kam dieFamilie nach Göttingen. Nach AbschlussRobert Gernhardt bei einer Lesung im Evangelischenseiner Schulausbildung 1956 studierte Stift Tübingen (2001)Gernhardt an der Staatlichen Akademieder Bildenden Künste in Stuttgart und der Akademie der Künste in Berlin Malerei sowieGermanistik an der FU Berlin.[2] Seit 1964 lebte er als freiberuflicher Maler, Zeichner,Karikaturist und Schriftsteller in Frankfurt am Main. 1965 heiratete er die Malerin AlmutUllrich, die 1989 starb. 1990 ging Gernhardt eine zweite Ehe mit Almut Gehebe ein.Gernhardt war 1999/2000 Stipendiat am Wissenschaftskolleg Berlin und verbrachte 2006eine Zeit als residenter Autor an der University of Warwick in England. Am 30. Juni 2006erlag er in Frankfurt am Main einer Darmkrebserkrankung, von der er seit Juli 2002Kenntnis hatte.[3] Er wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.
  • 87. Robert Gernhardt87WerkVon April 1964 bis Dezember 1965 war Gernhardt Redakteur der Satirezeitschrift Pardon,wo er 1964 einer der Mitbegründer der Nonsensbeilage Welt im Spiegel war, die bis 1976erschien und die neuere humoristische Literatur erheblich und maßgeblich beeinflusste.Gernhardt hatte eine Reihe von Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in Berlin,Frankfurt a. M., Basel und Regensburg. Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.Zusammen mit F. W. Bernstein, F. K. Waechter, Chlodwig Poth, Eckhard Henscheid, BerndEilert, Peter Knorr und Hans Traxler war er Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule,deren Publikationsorgan nach der Zeitschrift Pardon das Satiremagazin Titanic wurde.1974 liefen im Hessischen Rundfunk 6 Folgen der Sendung HELP, ein satirischesAushilfsmagazin, das in Zusammenarbeit mit Peter Knorr entstand. In den 1980er Jahrenwar Gernhardt gemeinsam mit Bernd Eilert und Peter Knorr als Co-Autor diverserOtto-Shows tätig. Er gab auch Bücher von Otto Waalkes heraus und war am Drehbuch vonvier Otto-Filmen beteiligt.Im Laufe der 1990er Jahre wurde Gernhardt zunehmend auch von der Kritik alsbedeutender Lyriker anerkannt. Er gilt heute als einer der wichtigsten zeitgenössischenDichter deutscher Sprache. Sein Werk hat sich dabei von den Nonsens-Versen und denhumoristischen Formen der 1960er und 1970er Jahre zu einer vielseitigen Lyrikweiterentwickelt, die Gernhardt auch stets um neue Töne erweiterte. Gernhardtverarbeitete die Erfahrungen einer Herzoperation, der er sich im Jahr 1996 unterziehenmusste, in dem aus 100 reimlosen Siebenzeilern bestehenden Gedichtszyklus Herz in Not.Auch über seinen Kampf mit dem Krebs ab 2002 verfasste er mehrere Gedichte, die denersten Teil der K-Gedichte darstellen. Seit 2003 las er in der Sendung Druckfrisch in derARD regelmäßig ein zeitkritisches Sonett. Im Wintersemester 2005/2006 hielt er alsHeine-Gastprofessor dieselben Vorlesungen über → Lyrik an der Heinrich-Heine-UniversitätDüsseldorf, die er fünf Jahre zuvor auch im Rahmen der Frankfurter Poetik-Vorlesungengehalten hatte.PseudonymeRobert Gernhardt kommentierte später seine Verwendung von Pseudonymen während derArbeit an Welt im Spiegel (WimS): [4]„Gruppensitzungen in Gasthäusern, außerhalb der Arbeitszeit, anfangs ohneVerwertungsgedanken; während der Arbeitszeit machten wir jede Art vonRedaktionsarbeit, außerdem geißelten wir die Missstände, Weigle als HermannRabe, F. W. Bernstein oder Bernhard Schuster, ich als Lützel Jeman, Paul H.Burg, Arthur Klett oder Alfred Karch … Ein wichtiges Datum ist dann derFebruar 1970. Von da ab haben wir WimS in eigener Regie gemacht … 1971 istwieder ein entscheidendes Datum. Lützel Jeman gibt sein Pseudonym auf … Ichhabe das dann in einem langen, strategisch breitangelegten Überleitungsprozessähnlich wie von Coca Cola zu Coke von Lützel Jeman über Robert JemanGernhardt zu Robert Gernhardt gebracht“Der gelegentlich als Pseudonym bezeichnete Norbert Gamsbart ist eine Kunstfigur inGernhardts Werken. Klaus Cäsar Zehrer (siehe Literatur) schreibt dazu:„Die Erzähler in seinen Geschichten haben oft Namen wie ‚G‘ oder ‚NorbertGamsbart‘ und sind augenscheinlich eng an den Autor angelehnt. Mit ihrer Hilfe
  • 88. Robert Gernhardt 88kann Gernhardt Ansichten verbreiten, die im Wesentlichen die eigenen sind, abervon denen er sich jederzeit distanzieren kann mit dem Hinweis, nicht er, sondernseine Kunstfigur habe sie geäußert.“Hans Mentz ist ein Sammelpseudonym, unter dem im Titanic-Magazin bis heute (2008)verschiedene Autoren die Rubrik Humorkritik verfassen. Als Hans Mentz sollen unteranderem Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid und Bernd Eilert geschrieben haben.Robert-Gernhardt-FörderpreisIm Dezember 2008 stiftete die Landesbank Hessen-Thüringen im Andenken an RobertGernhardt den beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst angesiedelten, mitjeweils 12.000 Euro dotierten Robert-Gernhardt-Förderpreis. Er soll ab 2009 jährlich an jezwei hessische Autoren vergeben werden, um ihnen die Realisierung eines besonderenliteratischen Projekts zu ermöglichen.[5]Einzeltitel•  Die Wahrheit über Arnold Hau (mit F. W. Bernstein und F. K. Waechter), Frankfurt a. M.1966.•  Besternte Ernte. Gedichte aus fünfzehn Jahren. (mit F. W. Bernstein), Frankfurt am Main1976.•  Die Blusen des Böhmen, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1977; darin u.a. auch dieErzählung Die Falle, Haffmans Verlag, Zürich 1993. ISBN 3-251-30029-6•  Was für ein Tag (Gedicht, bebildert von Almut Gernhardt), Frankfurt am Main 1978.•  Die Magadaskar-Reise. Ein Bericht, Frankfurt am Main 1980.•  Wörtersee (Gedichte), Frankfurt am Main 1981.•  Die Drei (mit F.W. Bernstein und F.W. Waechter), Zweitausendeins, Frankfurt am Main1981.•  Ich Ich Ich, Roman, Zürich 1982.•  Glück Glanz Ruhm. Erzählung Betrachtung Bericht. Haffmanns Verlag Zürich, 1983;Fischer (TB), Frankfurt am Main 1997 ISBN 978-3-596-13399-4•  Gernhardts Erzählungen, Bildgeschichten (1983).•  Letzte Ölung. Ausgesuchte Satiren 1962–1984. Haffmanns Verlag, Zürich 1984; Fischer(TB), Frankfurt am Main 2008 ISBN 978-3-596-17913-8•  Hier spricht der Dichter. 120 Bildgedichte, Zürich 1985.•  Was bleibt. Gedanken zur Literatur (1985).•  Hier spricht der Dichter, Bildgedichte (1985).•  Schnuffis sämtliche Abenteuer, Bildgeschichten (1986).•  Die Toscana-Therapie, Schauspiel (1986).•  Kippfigur, Erzählungen (1986).•  Es gibt kein richtiges Leben im valschen, Humoresken (1987).•  Körper in Cafés, Gedichte (1987).•  Innen und außen. Bilder, Zeichnungen, Über Malerei, Haffmans Verlag 1988. ISBN3-251-00114-0•  Was gibt's denn da zu lachen? - Kritik der Komiker, Kritik der Kritiker, Kritik der Komik,Essay (1988).•  Hört, hört! - Das WimS-Vorlesebuch (mit F. W. Bernstein) 1989 / Hörbuch AUDIOBUCHVerlag 2004. ISBN 3-89964-077-2
  • 89. Robert Gernhardt 89•  Die Toscana-Therapie, Hörspiel, DeutschlandRadio 1989.•  Reim und Zeit, Gedichte, Stuttgart 1990.•  Lug und Trug, Erzählungen (1991).•  Weiche Ziele, Gedichte (1994).•  Über alles. Ein Lese- und Bilderbuch. Haffmanns Verlag, Zürich 1994; Fischer (TB),Frankfurt am Main 1996 ISBN 978-3-596-12985-0•  Ostergeschichte, Zürich, Haffmans 1995. ISBN 3-251-00274-0•  Wege zum Ruhm. Haffmanns Verlag, Zürich 1995; Fischer (TB), Frankfurt am Main1999. ISBN 978-3-596-13400-7•  Gedichte 1954 – 94, Zürich 1996.•  Lichte Gedichte, Haffmanns 1997. ISBN 3-251-00366-6•  Vom Schönen, Guten, Baren. Bildergeschichten und Bildgedichte, Haffmanns Verlag,Zürich 1997. ISBN 3-251-00356-9•  Der letzte Zeichner. Aufsätze zu Kunst und Karikatur. Haffmanns Verlag, Zürich 1999;Fischer (TB), Frankfurt am Main 2001. ISBN 3-596-14987-8•  In Zungen reden. Stimmimitationen von Gott bis Jandl, Frankfurt am Main 2000.•  Was deine Katze wirklich denkt, Heyne 2000.•  Berliner Zehner. Hauptstadtgedichte, Zürich, Haffmans 2001.•  Septemberbuch. Zwanzig Bilder zu zehn Gedichten, Haffmans Verlag 2002. ISBN3-251-00375-5•  Im Glück und anderswo. Gedichte, Frankfurt am Main, S. Fischer 2002. ISBN3-596-15751-X•  Herz in Not. Gedichte, Frankfurt am Main, S. Fischer 2004. ISBN 3-596-16072-3•  Die K-Gedichte. Gedichte. Frankfurt am Main, S. Fischer 2004. ISBN 3-10-025507-0.•  Das Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann. Barbara Hoffmeister + RobertGernhardt, Frankfurt am Main, S. Fischer 2005.•  Gesammelte Gedichte. Frankfurt am Main, S. Fischer 2005. ISBN 3-10-025506-2•  Später Spagat. Gedichte, Frankfurt am Main, S. Fischer 2006. ISBN 3-10-025509-7 (Rezension [6] von Dieter Hildebrandt in DIE ZEIT, Nr. 33 v. 10. August 2006)•  Denken wir uns. (Erzählungen), Frankfurt am Main, S. Fischer 2007. ISBN3-10-025510-0Übersetzung der Werke Englisch•  One more makes four, 1978•  William Shakespeares Sonett Nr. 18, 2003Japanisch•  0ß0¹0¿0ü・P0n0u0W0N0jQ…–z (Misutā-P-no-fushigi-na-bōken), 1993, ISBN 4-87576-754-4Niederländisch•  Wie dit leest is het vierde beest, 1976•  Wat een dag! Een verhaal, 1978•  Het goedhartige varken. En andere geschiedenissen, 1981
  • 90. Robert Gernhardt 90Schwedisch•  Resan till Amerika, 2001Herausgabe•  Halbritters Buch der Entdeckungen, aus dem Nachlass herausgegeben von RobertGernhardt, Carl Hanser Verlag, München 1980. ISBN 3-446-13115-9•  Otto Waalkes: Das Buch Otto, Hamburg 1980.•  Otto Waalkes: Das zweite Buch Otto, Hamburg 1984.•  Jahrbuch der Lyrik (mit Christoph Buchwald), Darmstadt 1993.•  Günter Nehm: Verspektiven, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt 2006. ISBN3-596-17231-4•  Hell und Schnell. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten: Klaus C. Zehrer, RobertGernhardt, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt 2006. ISBN 978-3-596-15934-5Filme Drehbücher•  Otto – Der Film, 1985, Drehbuch•  Otto – Der neue Film, 1987, Drehbuch•  Otto – Der Außerfriesische, 1989, Drehbuch•  Otto – Der Liebesfilm, 1992, DrehbuchFilme mit und über Robert Gernhardt•  »Wortwechsel.« Gabriele von Arnim im Gespräch mit Robert Gernhardt. 30 Min.,Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 30. März 2003.•  Ars Poetica - Robert Gernhardt - Der Reim ist eine komische Fessel. 30 Min., Produktion:Universität Regensburg in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk,Erstausstrahlung: 22. August 2003, 18:00 Uhr.•  »Das Literarische Quartett«. Zu Ehren Thomas Manns. Produktion: ZDF,Erstausstrahlung: 17. August 2005 [7]•  Richtige Gedichte. Robert Gernhardt präsentiert sein Lebenswerk. 48 Min., Produktion:SWR, Erstausstrahlung: 15. Februar 2006, Dichterlesung und anschließend »Literatur imFoyer«. Diskussion mit dem Autor und Heinrich Detering, Kurt Flasch, Martin Lüdke,Rolf Stephan, 60 Min. mit Interview [8]Auszeichnungen und Ehrungen•  1977 Zilveren Griffel (Jugendliteraturpreis im Niederländischen Sprachgebiet)•  1983 Deutscher Jugendliteraturpreis für Der Weg durch die Wand, zusammen mit AlmutGernhardt•  1987 Deutscher Kritikerpreis•  1988 Kulinarischer Literaturpreis der Stadt Schwäbisch Gmünd•  1991 Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor•  1991/1992 Stadtschreiber von Bergen•  1996 Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire•  1997 Preis der LiteraTour Nord
  • 91. Robert Gernhardt91•  1998 Bertolt-Brecht-Literaturpreis•  1999 Göttinger Elch für das Lebenswerk•  1999 Erich Kästner Preis für Literatur der Erich Kästner Gesellschaft•  2001 Dr. h.c. der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland,Schweiz•  2001 Schubart-Literaturpreis•  2002 e.o.plauen Preis•  2002 Poet in Residence der Universität-Gesamthochschule Essen im Wintersemester2001/2002•  2002 Rheingau Literatur Preis•  2002 Friedrich-Stoltze-Preis•  2002 Gernhardt-Eschen an derWörthspitze in Frankfurt am Main•  2003 Deutscher Kleinkunstpreis in derKategorie quot;Kleinkunstquot;•  2003 Binding-Kulturpreis•  2003 Ehrenmitglied des Art DirectorsClubs für Deutschland (ADC)•  2003 Robert-Gernhardt-Linde in derLichtenau im Hafenlohrtal im Spessart•  2004 Heinrich-Heine-Preis der StadtGernhardt-Eschen in Frankfurt am MainDüsseldorf•  2004 Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik der Stadt Cuxhaven•  2006 Wilhelm-Busch-PreisLiteratur•  Oliver Maria Schmitt: Die schärfsten Kritiker der Elche. Die Neue Frankfurter Schule inWort und Strich und Bild. Berlin, Alexander Fest 2001.•  Klaus Cäsar Zehrer: Dialektik der Satire. Zur Komik von Robert Gernhardt und der„Neuen Frankfurter Schule“. Dissertation Universität Bremen, 2002. (PDF-Dokument 9,5MB) [9]•  Robert Gernhardt. Edition Text und Kritik, Zeitschrift für Literatur, Heft 136, München1997. ISBN 3-88377-563-0 (Aufsatzsammlung)WeblinksBeiträge zu Gernhardt Wikiquote: Robert Gernhardt – Zitate•  Aktuelle Ausstellungen [10] von Robert Gernhardt•  Literatur von und über Robert Gernhardt [11] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  ub.fu-berlin.de [12] Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien UniversitätBerlin•  Materialien [13] zu Robert Gernhardt (u.a. eine Bibliografie) von Lutz Hagestedt•  170 Artikel zu Gernhardt [14], Innsbrucker Zeitungsarchiv (pdf-Dateien sind kostenfrei)
  • 92. Robert Gernhardt 92Beiträge von Gernhardt•  „Zur Heiterkeit bereit“ [15], FAZ, 12. Februar 2004, Gernhardt präsentiert „Zehn Thesenzum komischen Gedicht“•  Dankesrede Gernhardts [16] anlässlich der Verleihung des Heinrich-Heine-Preises am 13.Dezember 2004Interviews•  Medien [17], Radio Bremen,•  „Satire hat nur eine einzige Grenze“ [18], tagesschau, 9. Februar 2006, Interview•  „Heine, Heino und ein Entertainer“ [19], WDR, 14. Februar 2006, „Interview mit RobertGernhardt über Heinrich Heine“•  „Mein Sechser im Lotto war Otto“ [20], karriere (Magazin), 2006, Interview mitGernhardt über Geld, Literatur und KarriereNachrufe•  Harry Rowohlt in Die Zeit [21] | FAZ [22] | FAZ.NET-Spezial [23] | SZ [24] | Netzeitung [25] |Tagesspiegel [26] | ZDF [27] | Hessischer Rundfunk [28] | Titanic-Nachrufkritik [29]Externe Links[1]  [http:/ / www. isoplan. de/ aid/ index. htm?http:/ / www. isoplan. de/ aid/ 2001-1/portraits. htm#Robert%20Gernhardt Robert Gernhardt], AiD, Ausländer in Deutschland1/2001, 17. Jg., 30. März 2001 (nach unten scrollen)[2]  [http:/ / www. zdf. de/ ZDFheute/ inhalt/ 6/ 0,3672,3951206,00. html Robert Gernhardtist tot], ZDF, Heute, 30. Juni 2006[3]  Robert Gernhardt: „Ich litt nicht am Krebs, nur unter der Therapie“ (http:/ / www. welt.de/ data/ 2006/ 07/ 03/ 941960. html?prx=1), Die Welt, 3. Juli 2006[4]  [http:/ / www. wienerzeitung. at/ DesktopDefault. aspx?TabID=3946& Alias=wzo&cob=239205 Jahre der großen Lockerung], Wiener Zeitung, Extra-Lexikon, 8. Juli 2006,Nachruf[5]  http:/ / bildungsklick. de/ pm/ 64912/robert-gernhardt-foerderpreis-fuer-hessische-autorinnen-und-autoren/[6]  http:/ / zeus. zeit. de/ text/ 2006/ 33/ L-Gernhardt[7]  [http:/ / www. zdf. de/ ZDFde/ inhalt/ 1/ 0,1872,2351553,00. html Das LiterarischeQuartett], ZDF, 17. August 2005[8]  http:/ / www. swr. de/ kultur/ buch/ -/ id=3260/ nid=3260/ did=1072302/ 1qsleb1/ index.html[9]  http:/ / elib. suub. uni-bremen. de/ publications/ dissertations/ E-Diss259_zehrer. pdf[10]  http:/ / ausstellungsbuero. de[11]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11884556X[12]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_fgh/ gernhardt. html[13]  http:/ / www. litfasz. de/ gernhardt/ index_gernhardt. html[14]  http:/ / iza. uibk. ac. at/ lis-cgi/ laus/ laus_list. cgi?pgm_status=search&cnc_id=IZA000031290& laus_lang=de& uid=TG44XY42ND06ST22LK92VX15QU06[15]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E3F9DD94E0D0D4C87A4C5343A9FD7FE4D~ATpl~Ecommon~Scontent. html[16]  http:/ / www. duesseldorf. de/ themen/ heine_preis/ reden/ preistraeger. shtml[17]  http:/ / www. radiobremen. de/ magazin/ kultur/ literatur/ gernhardt/
  • 93. Robert Gernhardt 93[18]  http:/ / www. tagesschau. de/ aktuell/ meldungen/ 0,1185,OID5220160_REF1,00. html[19]  http:/ / www. wdr. de/ themen/ kultur/ literatur/ heine_heinrich/ gernhardt_interview.jhtml[20]  http:/ / www. karriere. de/ psjuka/ fn/ juka/ SH/ 0/ sfn/ cn_artikel_print/ bt/ 1/ page1/PAGE_7/ page2/ PAGE_2203/ aktelem/ DOCUMENT_2204/ oaobjid/ 21733/ index. html[21]  http:/ / www. zeit. de/ 2006/ 28/ L-Pooh_Gernhardt[22]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E4CB72491A2FE416BB621E5A5F85D6AFD~ATpl~Ecommon~Scontent. html[23]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E5F2B7475749446C3AC8AE13A35A3007D~ATpl~Ecommon~Scontent. html[24]  http:/ / www. sueddeutsche. de/ kultur/ artikel/ 545/ 79466/ print. html[25]  http:/ / www. netzeitung. de/ kultur/ 416721. html[26]  http:/ / www. tagesspiegel. de/ zeitung/ Die-Dritte-Seite;art705,1900752[27]  http:/ / www. heute. de/ ZDFheute/ inhalt/ 6/ 0,3672,3951206,00. html[28]  http:/ / www. hr-online. de/ website/ rubriken/ kultur/ index. jsp?rubrik=5982&key=standard_document_23836390[29]  http:/ / www. titanic-magazin. de/ heftarchiv00-06. html?& f=0806%2Fhumorkritik10&cHash=1f8889cc1aQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Robert_ Gernhardt&oldid=56281027Hauptautoren: 217, Albrecht Conz, Seewolf, EvaK, Karl-Henner, Tilla, Wolfgang1018, Chrkl,Philipp Wetzlar, Joystick, Naatsiilid, Stefan64, Sinn, J budissin, Mps, Yorg, Micham6, Diba,Edelseider, Tönjes, Horsi, Nescio*, WolfgangRieger, Stefan Volk, Heinte, LIU, Physikas,ThoR, TheWolf, Versfuchs, Qpaly, ErikDunsing, Gerbil, JakobVoss, Fb78, Vanellus, Tinz,Bdk, Khen, Koerpertraining, Flibbertigibbet, Stroehli, Robb, Franz Richter, Gnu1742,Robinhood, Logograph, °, Nikai, Andrest, Seeteufel, Stefan Kühn, Diebu, Axt,Malefizschenk, Orwlska, Gesichts;-)kontrolle, Buckie, Matschmann, Ciciban, Eilmeldung,Bentri85, Arno Matthias, Wdelaet, Tsor, Wiegels, Sa-se, Scherben, I Like Their Waters,ArtMechanic, Nicor, Scooter, Squire, Fabian Haidekker, 08-15, Hhc2, Snahlemmuh,Toolittle, Till.niermann, MarkusHagenlocher, Xqt, Waelder, Wolter der Ordensmeister, Fell,Diftong, Chatter, €pa, Capaci34, Darkone, DelSarto, Amurtiger, Merlissimo, ChristopheWatier, Albrecht1, Rainer Lewalter, ArthurMcGill, Der Wolf im Wald, Muck31, PDD,AgnesCD, Olaf Studt, Schnargel, Matt1971, Chalco, Cproesser, Felistoria, Talaris,Abundant, Joachimwolf, Christoph Wagener, Peng, Dachhase, OliverNagel, SchwartzKS,Gerhard51, Duderer, UliR, Uwaga budowa, Mac, DieAlraune, Smurf, Goerdten, JCS, Eikesauer, Sipalius, Bonzo*, Magadan, Hauner, Zerohund, Hans Werder, MichaelDiederich,AndreasPraefcke, Daydreamer90, OttoK, BeatePaland, Lyrik, Nerd
  • 94. Rolf Dieter Brinkmann94Rolf Dieter BrinkmannRolf-Dieter Brinkmann (* 16. April 1940 in Vechta; † 23. April 1975 in London) war eindeutscher Schriftsteller und Herausgeber.Leben und WerkNach Schule und Buchhandelslehre lebte Rolf Dieter Brinkmann seit 1962 in Köln, wo erzunächst Pädagogik studierte, sich aber bald für ein Leben als freier Schriftstellerentschied. Zahlreiche kürzere Aufenthalte in London während der 1960er Jahre brachtenihm die anglo-amerikanische → Lyrik und Popmusik jener Zeit nahe. In den Jahren 1972 bis1974 war er Gast der Villa Massimo in Rom sowie Gastdozent in Austin (Texas).Brinkmanns frühe Prosa orientiert sich an der Ästhetik des nouveau roman. Brinkmannmachte die amerikanische Underground-Lyrik in Deutschland bekannt und wurde selbst derführende Underground-Lyriker Deutschlands in den 60er Jahren. Lyrik war für ihnSpiegelbild und direkter Reflex des Faktischen. Auf die kurzzeiligen Gedichte der frühenGedichtbände folgten nach 1970 weit ausgreifende Gedichte von enormer Vitalität undBildkraft. Die Beschäftigung mit der US-Avantgarde (Frank O’Hara, William CarlosWilliams) ab Mitte der 1960er Jahre beeinflusste Brinkmann stark. Die zusammen mitRalf-Rainer Rygulla 1969 herausgegebene Anthologie »Acid. Neue amerikanische Szene«zählt bis heute zu den wesentlichen Zeugnissen der literarischen Beat Generation. Derimmer wieder als provozierender Rebell auftretende Brinkmann zog sich nach 1970 vomdeutschen Literaturbetrieb zurück und widmete sich ausschließlich dem Schreiben undCollagieren der sogenannten »Materialienbände«. Außerdem entstand in den letzten Jahrensein lyrisches opus magnum »Westwärts 1 & 2«, das ihm 1975 posthum den Petrarca-Preiseinbrachte und bis heute als einer der wuchtigsten Gedichtbände des 20. Jahrhundertsgelten darf. Als weiteres Hauptwerk gilt »Rom, Blicke«, ein mit wilder Unerbittlichkeit aufVerfallenes, obszönes fixiertes Konvolut aus Briefen, Notizen, Zeitungsausschnitten, Fotos,das von Brinkmann ursprünglich als »Materialienband« für künftige Projekte gedacht war.Das Gesamtwerk Brinkmanns erscheint bei Rowohlt.Brinkmann starb am 23. April 1975 bei einem Autounfall in London. Als radikalerliterarischer Erneuerer hat Brinkmann Einfluss auf nachfolgende Lyrikergenerationen imdeutschen Sprachraum. Die Stadt Köln vergibt in Erinnerung an den Dichter seit 1990 dasRolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. In seiner Geburtsstadt Vechta würdigt dieRolf-Dieter-Brinkmann-Gesellschaft das Schaffen und Wirken Brinkmanns.2005 wurden Originaltonaufnahmen des Autors aus dem Jahr 1973 unter dem Titel »WörterSex Schnitt« veröffentlicht. Harald Bergmanns 2006 in die Kinos gekommener Film»Brinkmanns Zorn« basiert auf den originalen Tonaufnahmen.
  • 95. Rolf Dieter Brinkmann 95Einzeltitel•  Ihr nennt es Sprache. Achtzehn Gedichte (1962)•  Le Chant du Monde. Gedichte (1964)•  Die Umarmung. Erzählungen (1965)•  Ohne Neger. Gedichte (1966)•  &-Gedichte (1966)•  Raupenbahn. Erzählungen (1966)•  Was fraglich ist wofür. Gedichte (1967)•  Godzilla. Gedichte (1968)•  Die Piloten. Neue Gedichte (1968)•  Keiner weiß mehr. Roman (1968)•  Standphotos. Gedichte (1969)•  Gras. Gedichte (1970)•  Westwärts 1 & 2. Gedichte (1975, 1999)•  Rom, Blicke (1979)•  Standphotos. Gedichte 1962–1970 (1980)•  Der Film in Worten. Prosa. Erzählungen. Essays. Hörspiele. Fotos. Collagen. 1965–1974(1982)•  Eiswasser an der Guadelupe Str. Langgedicht (1985)•  Erzählungen (1985)•  Rolltreppen im August. Gedichte (1986)•  Erkundungen für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand: Reise Zeit MagazinTagebuch (1987)•  Schnitte (1988)•  Künstliches Licht. Lyrik und Prosa (1994)•  Guten Tag wie geht es so. Erzählungen (1996)•  Briefe an Hartmut (1999)•  Keiner weiß mehr. Roman (Neuausgabe 2005)•  Westwärts 1 & 2. Gedichte. Erweiterte Neuausgabe (2005)Herausgabe /Übersetzung•  Acid. Neue amerikanische Szene, hg. mit Ralf-Rainer Rygulla (1969, 1983)•  Frank O’Hara, Lunch Poems und andere Gedichte, übersetzt von Rolf Dieter Brinkmann(1969)•  Silverscreen. Neue amerikanische Lyrik (1969)•  Ted Berrigan, Guillaume Apollinaire ist tot. Gedichte, Prosa, Kollaborationen (1970)Literatur•  Theo Breuer: „Was Neues im Westen oder Brinkmann macht weiter“, in: ders., Aus demHinterland. Lyrik nach 2000, Edition YE, Sistig 2005.•  Karl-Eckhard Carius (Hrsg.): Brinkmann – Schnitte im Atemschutz, mit Beiträgen vonBazon Brock, Peter Handke, Elfriede Jelinek, Marcel Reich-Ranicki, Klaus Theweleit,Michael Töteberg, Dieter Wellershoff u.a., edition text + kritik, München 2008.•  Andreas Moll: Text und Bild bei Rolf Dieter Brinkmann. Intermedialität im Spätwerk,Hamburger Beiträge zur Germanistik 43, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main u.a.2006.
  • 96. Rolf Dieter Brinkmann96•  Hansjürgen Richter: Ästhetik der Ambivalenz. Studien zur Struktur „postmoderner“Lyrik – exemplarisch dargestellt an Rolf Dieter Brinkmanns Poetik und dem Gedichtband„Westwärts 1 & 2“, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main u.a. 1983.•  Jörgen Schäfer: Pop-Literatur. Rolf Dieter Brinkmann und das Verhältnis zurPopulärkultur in der Literatur der sechziger Jahre, M & P Verlag für Wissenschaft undForschung, Stuttgart 1998.•  Ingo Sundmacher: „Brinkmann meets Burroughs. Literatur und intermedialePostmoderne“, in: Z. Zeitschrift für Kultur- und Geisteswissenschaften, 16. Ausgabe1989.Film•  Brinkmanns Zorn. Ein Film von Harald Bergmann [1]Weblinks•  Literatur von und über Rolf Dieter Brinkmann [2] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  ausführliche Werkübersicht [3] bei www.brinkmann-literatur.de•  Seite der Rolf-Dieter-Brinkmann-Gesellschaft in Vechta [4]•  ub.fu-berlin.de [5] Kommentierte Linksammlung bei der Universitätsbibliothek der FreienUniversität Berlin•  Rolf Dieter Brinkmann [6] (Porträt und Rezensionen)•  Wörter Sex Schnitt. Rolf Dieter Brinkmann [7] - Ausstellung der Gesellschaft für aktuelleKunst Bremen•  Rolf Dieter Brinkmann. Zum 30. Todestag am 23.4.2005 [8]•  Ingo Sundmacher: Brinkmann meets Burroughs [9] (zur Intertextualität des spätenR.D.Brinkmann)•  Projekt Rolf Dieter Brinkmann – Zeichen für einen Grenzgänger [10], Prof. Karl EckhardCarius, Hochschule VechtaExterne Links[1]   (http:/ / www. brinkmannszorn. de/ de/ start. html)[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118515470[3]  http:/ / www. brinkmann-literatur. de/ Werk. html[4]  http:/ / www. rolf-dieter-brinkmann-gesellschaft. de[5]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_ab/ brinkm. html[6]  http:/ / members. aon. at/ andreas. weigel/ Brinkmann01[7]  http:/ / www. gak-bremen. de/ archiv/ _2005/ rolf_dieter_brinkmann_wOerter_sex_schnitt[8]  http:/ / www. titel-forum. de/ modules. php?op=modload& name=News& file=article&sid=3511[9]  http:/ / www. smoc. net/ mymindseye/ convergence/ cutup-blue. html[10]  http:/ / www. projekt-brinkmann. de/ index. php?id=79Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Rolf_ Dieter_Brinkmann&oldid=54655909
  • 97. Rolf Dieter Brinkmann 97Hauptautoren: Peter200, 217, Textezurkunst, Leo kapuzki, Tschäfer, WernerPopken,Chigliak, Arnowaschk, Bötsy, Kubrick, MFM, SemiKondukator, Marietta, Corradox,Liberatus, Leonard Vertighel, Raven, Collector1805, Smalltown Boy, Goerdten, Perthes,Rybak, Stefan Kühn, Wesener, Wst, Aka, Nick-zug, Bentri85, Fundevogel65, HansKoberger, Jergen, HaeB, Kerbel, Salmi, MichaelDiederich, Electrocat, Vipa, AHZ,Versfuchs, Abundant, Ontogenese, ArtMechanic Sarah KirschSarah Kirsch (* 16. April 1935 inLimlingerode, Kreis Nordhausen;eigentlich: Ingrid Hella Irmelinde Kirsch,geb. Bernstein), ist eine deutscheSchriftstellerin.LebenSarah Kirsch verbrachte ihre Kindheitund Jugend ab 1937/38 in Halberstadt.Ihr Vater war Fernmeldemechaniker. Ihrstarkes Interesse an der Natur äußertesich unter anderem darin, dass sie nachdem Abitur eine Forstarbeiterlehrebegann, die sie aber bald abbrach. Von1954 bis 1958 studierte sie Biologie inHalle (Saale) und erlangte den Titel einerDiplom-Biologin. 1958 lernte sie denLyriker Rainer Kirsch kennen, mit dem sievon 1960 bis 1968 verheiratet war. Ab 1960 veröffentlichte sie lyrische Texte Sarah Kirschin Anthologien und Zeitschriften unterdem Vornamen-Pseudonym Sarah, das sieaus Protest gegen den Holocaust im Dritten Reich gewählt hatte. In den Jahren 1963 bis1965 studierte sie gemeinsam mit ihrem Mann am Literaturinstitut Johannes R. Becher inLeipzig. Ab 1965 lebten beide als freischaffende Schriftsteller in Halle (Saale) und SarahKirsch wurde Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR. 1965 veröffentlichte siegemeinsam mit ihrem Mann den Lyrikband Gespräch mit dem Saurier, für den sie beide die
  • 98. Sarah Kirsch 98Erich-Weinert-Medaille, den Kunstpreisder FDJ, erhielten. Zwei Jahre später,1967, veröffentlichte sie dann ihrenersten eigenen Gedichtband unter demTitel Landaufenthalt.Nach ihrer Scheidung von Rainer Kirsch1968 zog sie nach Ost-Berlin, wo sie 1969ihren Sohn Moritz (Vater: Karl Mickel)gebar. Dort war sie als Journalistin,Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerintätig. 1973 veröffentlichte sie denLyrikband Zaubersprüche sowie dieProsabände Die Pantherfrau und Die Sarah und Rainer Kirsch, 1964ungeheuren bergehohen Wellen auf See.Im gleichen Jahr wurde sie Vorstandsmitglied im Schriftstellerverband der DDR. Im WestenDeutschlands erschien ein Jahr später eine Gedichtauswahl unter dem Titel Es war diesermerkwürdige Sommer. Da sie Erstunterzeichnerin der Protesterklärung gegen dieAusbürgerung Wolf Biermanns war, wurde sie 1976 aus der SED und demSchriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Im Jahr darauf, 1977, zog Sarah Kirsch mitihrem Sohn nach West-Berlin. 1978 war sie Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, sowieStipendiatin der Villa Massimo in Rom. 1980 verfasste Sarah Kirsch zusammen mit GünterGrass, Thomas Brasch und Peter Schneider einen offenen Brief an Bundeskanzler HelmutSchmidt, in dem zu einem kritischen Umgang mit der USA-Außenpolitik aufgerufen wurde.1992 lehnte sie eine Berufung an die Berliner Akademie der Künste ab, da dieseehemaligen Mitarbeitern der Staatssicherheit Unterschlupf böte. 1996 übernahm sie dieBrüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel und war außerdem 1996/97Gastdozentin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Nachihrem Wegzug von Westberlin lebte die Lyrikerin zunächst mit Ihrem Sohn Moritz von 1981bis Mai 1983 in Bothel/Kreis Rotenburg/Wümme. Dort entstand ihre GedichtsammlungKatzenleben, herausgegeben 1984.Seit 1983 wohnt Sarah Kirsch in Tielenhemme, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein.2006 wurde ihr vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein der EhrentitelProfessorin verliehen. Seit 1992 ist Sarah Kirsch Mitglied der Freien Akademie der KünsteHamburg.Dichterstätte Sarah KirschIn ihrem Heimatort Limlingerode, heute Ortsteil von Hohenstein, gründete sich 1998 einFörderverein quot;Dichterstätte Sarah Kirsch e.V.quot;, der seit 2000 Kirschs Geburtshaus, dasehemalige Pfarrhaus, mit Mitteln das Landes Thüringen, der Deutschen DenkmalstiftungBonn und des Denkmalvereins Thüringen rekonstruiert hat und 2002 als quot;Dichterstättequot;eröffnete. Sarah Kirsch war seit 1997 mehrmals zu Lesungen anwesend.
  • 99. Sarah Kirsch 99Auszeichnungen•  1965 Erich-Weinert-Medaille (Kunstpreis der FDJ), gemeinsam mit Rainer Kirsch•  1973 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR•  1976 Petrarca-Preis, zusammen mit Ernst Meister•  1978 Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, Stipendium•  1980 Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur•  1981 Deutscher Kritikerpreis•  1984 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg•  1988 Mainzer Stadtschreiber•  1988 Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein•  1992 Ida-Dehmel-Literaturpreis der GEDOK e.V.•  1993 Peter-Huchel-Preis•  1993 Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung•  1996 Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung•  1997 Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe•  2000 Kulturpreis des Kreises Dithmarschen•  2005 Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern•  2006 Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur der Stadt Otterndorf•  2007 Samuel-Bogumil-Linde-PreisWerke•  Die betrunkene Sonne (1962), Kinderhörspiel, zusammen mit Rainer Kirsch•  Berlin -- Sonnenseite. Deutschlandtreffen der Jugend in der Hauptstadt der DDR (1964),Bildreportage, zusammen mit Thomas Billhardt und Rainer Kirsch•  Gespräch mit dem Saurier (1965), Gedichtband, gemeinsam mit Rainer Kirsch•  Landaufenthalt (1967), Gedichtband•  Zaubersprüche (1973), Gedichtband•  Trauriger Tag•  Die Pantherfrau. Fünf unfrisierte Erzählungen aus dem Kassettenrecorder (1973),Prosaband•  Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See (1973), Prosaband•  Es war dieser merkwürdige Sommer (1974), Gedichtauswahl•  Caroline im Wassertropfen (1975), Kinderbuch, mit Illustrationen von ErdmutOelschläger•  Zwischen Herbst und Winter (1975), Kinderbuch, zusammen mit Ingrid Schuppan•  Rückenwind. Gedichte (1976), dieser Gedichtband ist geprägt von den Motiven derLiebe, Trennung und Einsamkeit, aufgrund der Trennung von Kirschs GeliebtenChristoph Meckel, der durch die Mauer von ihr getrennt in Westberlin lebte.•  Im Sommer (1977)•  Musik auf dem Wasser (1977), Auswahlband•  Wintergedichte (1978)•  Katzenkopfpflaster (1978), Gedichtauswahl•  Sieben Häute. Gedichte 1962-1979 (1979)•  Drachensteigen (1979), Gedichte•  Wind und Schatten, zusammen mit dem Künstler Kota Tamiuchi•  La Pagerie (1980), Prosagedichte
  • 100. Sarah Kirsch 100•  Geschlechtertausch (1980), zusammen mit Irmtraut Morgner und Christa Wolf•  Hans mein Igel (1980), Kinderbuch nach den Kinder- und Hausmärchen der BrüderGrimm, mit Illustrationen von Paula Schmidt•  Papiersterne (1981), vertont von Wolfgang von Schweinitz•  Erdreich (1982), Gedichte•  Katzenleben (1984), Gedichte•  Landwege. Eine Auswahl 1980-1985 (1985), mit einem Nachwort von Günter Kunert•  Reisezehrung (1986), Prosa•  Irrstern (1987), Prosaband•  Buch mit Gedichten von Sarah Kirsch und Zeichnungen von A. R. Penck in der Berlinerquot;Edition Malerbücherquot; (1987)•  Allerlei-Rauh. Eine Chronik (1988), Prosaband•  Luft und Wasser. Gedichte (1988), mit Bildern von Ingo Kühl•  Schneewärme. Gedichte (1989)•  Wintermusik (1989)•  Die Flut (1990), Auswahl, zusammengestellt von Gerhard Wolf•  Schwingrasen (1991), Prosa•  Spreu (1991), Bilder-Tagebuch•  Erlkönigs Tochter (1992), Gedichte•  Das simple Leben (1994), Prosaminiaturen und Gedichte•  Bodenlos (1996)•  Gesamtausgabe, 5 Bände im Schuber. (1999), gleichzeitig in der DeutschenVerlags-Anstalt München/Stuttgart (DVA) und im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv)•  Sarah Kirsch. Beim Malen bin ich weggetreten (2000), Kunstband•  Schwanenliebe. Zeilen und Wunder (2001), lyrische Miniaturen•  Islandhoch, Tagebruchstücke (2002), Prosa•  Kommt der Schnee im Sturm geflogen (2005), Prosa•  Kuckuckslichtnelken (2006), Prosa•  Regenkatze (2007), Prosaband (Lyrisches Tagebuch)•  Sommerhütchen (2008)Dokumentation•  Herlinde Koelbl: Sarah Kirsch in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werkegehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN3-89660-041-9; S.22-27; Fotodokumentation Kirschs, die die Autorin an ihrem Arbeitsplatz und impersönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage ihrer Berufung als auchRahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung ihrer Werke darstellt.
  • 101. Sarah Kirsch 101Weblinks  Commons: Sarah Kirsch [1] – Bilder, Videos und Audiodateien•  Literatur von und über Sarah Kirsch [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Dichterstätte Sarah Kirsch, Limlingerode [3]; Bild der Dichterstätte [4]•  Veröffentlichung des Vassar College [5]Externe Links[1]  http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/ Commons%3Acategory%3Asarah_kirsch[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118562487[3]  http:/ / www. dichterstaette-sarah-kirsch-online. de/[4]  http:/ / www. limlingerode. de/ fotos/ limlingerode/ dorfbilder/ DSC00527. JPG[5]  http:/ / faculty. vassar. edu/ vonderem/ g301/ project/ Kirsch/ index. htmQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Sarah_ Kirsch&oldid=55480996Hauptautoren: Peter200, Lucarelli, Kandschwar, Ninjamask, Pelz, Unikram, Cholo Aleman,Chesk, Frog, YourEyesOnly, Zaxx, H.Albatros, Anwiha, Toffel, AlexR, Leonard Vertighel,HeBB, Bojan, Septembermorgen, Anathema, MichaelDiederich, Toolittle, Unukorno, Popie,Jens Rusch, Sf67, Dr. Shaggeman, Zollernalb, Sinn, Tsor, Tresckow, Blaufisch, Yorg, SimonTrautmann, Katharina, Ahellwig, Rybak, Stefan Kühn, Traumboyhase, Triebtäter,Ephraim33, Toothtools, Johnny Controletti, Albrecht1, Aka, PDD, Nick-zug, MurrayBosinsky, Bdk, Hubertl, Jergen, SaroEngels, Mnh, Manecke, Southpark, Kolja21, Abundant,ArtMechanic Thomas KlingThomas Kling (* 5. Juni 1957 in Bingen; † 1. April 2005 in Dormagen) war ein deutscherSchriftsteller.LebenThomas Kling wuchs in Hilden auf und besuchte in Düsseldorf ein humanistischesGymnasium. Er studierte Philologie in Köln, Düsseldorf und Wien und hielt sich längere Zeitin Finnland auf. Seit 1983 präsentierte er - zuerst in Wien, dann im Rheinland - seineGedichte bei öffentlichen Lesungen, die häufig Performancecharakter hatten. Später trat erauch gemeinsam mit dem Jazzschlagzeuger Frank Köllges auf.Er lebte mit seiner Frau, der Malerin Ute Langanky, bis zu seinem Tod 2005 durchLungenkrebs auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation in Hombroich bei Neuss. Erwurde in Neuss-Holzheim beerdigt.
  • 102. Thomas Kling102BedeutungThomas Kling war ein bedeutender, von Autoren wie → Mayröcker, Jandl und Celan sowieder Wiener Gruppe um Artmann und Bayer beeinflusster Lyriker der jüngeren deutschenLiteratur. Klings Texte sind in ihrer Kompositionsform durch performative Elementebestimmt, Wortklang und -melodie spielen eine wichtige Rolle. Doch wäre es falsch, KlingsGedichte als reine Vortragstexte zu charakterisieren, ihnen ist eine sinnliche undsemantische Vieldimensionalität konstitutiv. Kling veröffentlichte seine ersten Texte in derZeitschrift quot;Zwiebelzwerg - Zeitung für Kunst und Sozialesquot;. Sein erstes Buchveröffentlichte er 1977 im Zwiebelzwerg Verlag.Thomas Kling war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und derDeutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.Auszeichnungen•  1986: 1. Preis beim Nordrhein-Westfälischen Dichtertreffen in Düsseldorf•  1989: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen•  1990: Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln•  1991: Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie•  1993: Else-Lasker-Schüler-Preis für Lyrik•  1997: Peter-Huchel-Preis•  1999: Deutscher Kritikerpreis•  2001: Ernst-Jandl-Preis•  2005 Literaturpreis der Stadtsparkasse DüsseldorfWerke•  der zustand vor dem untergang, Düsseldorf 1977•  BUSLADUNGEN, aus Geschmacksverstärker Gedichte Frankfurt am Main 1985-1993•  erprobung herzstärkender mittel, Düsseldorf 1986•  geschmacksverstärker, Frankfurt am Main 1989•  verkehrsfunk, 1989•  brennstabm, Frankfurt am Main 1991•  nacht.sicht.gerät, Frankfurt am Main 1993•  wände machn, Münster 1994•  morsch, Frankfurt am Main 1996•  Itinerar, Frankfurt am Main 1997•  Wolkenstein. Mobilisierun', Münster 1997•  GELÄNDE camouflage, Münster 1997 (zusammen mit Ute Langanky)•  Fernhandel, Köln 1999•  Botenstoffe, Köln 2001•  Sondagen, Köln 2002•  Auswertung der Flugdaten, Köln 2005•  Gesammelte Gedichte, Köln 2006
  • 103. Thomas Kling103Herausgeberschaft•  → Friederike Mayröcker: Benachbarte Metalle, Frankfurt am Main 1998•  Sabine Scho: Thomas Kling entdeckt Sabine Scho, Hamburg [u.a.] 2001•  Sprachspeicher. 200 Gedichte auf deutsch vom achten bis zum zwanzigsten Jahrhundert,Köln 2001Übersetzungen•  Gaius Valerius Catullus: Das Haar der Berenice, Ostfildern vor Stuttgart 1997Literatur•  Thomas Kling, München 2000.•  Thomas Kling – Karl-Heinrich Müller, Köln 2004.•  Thomas Kling ist tot. Notizen zu einem deutschen Dichter (In: Theo Breuer, Aus demHinterland. Lyrik nach 2000, Sistig/Eifel 2005, S. 101-114).•  Hubert Winkels: Der Stimmen Ordnung. Über Thomas Kling, Köln 2005.Weblinks Literatur von und über Thomas Kling [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Verlagsseite [2]• Thomas Kling zum Gedächtnis - ein Essay von Gabriele Weingartner [3]• Thomas Kling in der Kritik [4]•Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 121401030[2]  http:/ / www. dumontliteratur. de/ index. php?page=getauthor. php& id=26[3]  http:/ / www. perlentaucher. de/ artikel/ 2286. html[4]  http:/ / www. perlentaucher. de/ autoren/ 160. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Thomas_ Kling&oldid=50044638Hauptautoren: N. Zyklop, Adbo2009, Ilion, Karl-Henner, Wolfgang1018, Calculus, DonMagnifico, Popie, Drahreg01, Bahnmoeller, Digo, Sonnenblumen, Merderein, Albrecht1,Zwiebelzwerg, Mundartpoet, Dbenzhuser, Mal, Tsor, Regi51, USt, Sommerkom
  • 104. Uli Becker 104Uli BeckerUli Becker (* 14. September 1953 in Hagen; Pseudonym: Erwin Kliffert) ist ein deutscherSchriftsteller.LebenUli Becker studierte nach dem Abitur Germanistik und Amerikanistik. Seit 1979 lebt er alsfreier Schriftsteller in Berlin.Beckers erste Texte erschienen in kleineren Alternativzeitschriften. Mit seinen Gedichten,vorwiegend in kurzen Formen, setzt er die undogmatische und libertäre Tradition der Pop-und Alltagsliteratur fort; zuletzt ist bei ihm eine weitere Tendenz zur Verknappung bis hinzum Haiku festzustellen.Uli Becker erhielt 1979 den Hungertuch-Preis, 1985 ein Villa-Massimo-Stipendium und1991 ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds.Werke•  Meine Fresse!, Hamburg 1977•  Menschen! Tiere! Sensationen!, Horn 1978•  April, April, Hamburg [u.a.] 1980•  Der letzte Schrei, Reinbek bei Hamburg 1980•  Daß ich nicht lache, Reinbek bei Hamburg 1982•  Frollein Butterfly, Augsburg 1983•  So gut wie nichts, Reinbek bei Hamburg 1984•  Das blaue Wunder, Reinbek bei Hamburg 1985•  Das höchste der Gefühle, Augsburg 1987•  Das Wetter von morgen, Zürich 1988•  Sechs Richtige oder How to make sense, Hamburg 1989•  Alles kurz und klein, Zürich 1990•  Das nackte Leben, Augsburg 1991•  Fallende Groschen, Augsburg 1993•  United colors of Buxtehude, Leipzig 1996 (zusammen mit Michael Buselmeier, KerstinHensel und Helga M. Novak)•  Mit dem Shinkansen nach Jottweedee, Eschede 1998 (zusammen mit Hugo Dittbernerund Günter Herburger)•  Dr. Dolittles Dolcefarniente, Augsburg 2000•  Licht verborgen im Dunkel, Hannover 2000 (zusammen mit → Durs Grünbein, MakotoOoka, Junko Takahashi und Shuntaro Tanikawa)Übersetzungen•  Mark Beyer: Agony, Augsburg 1992•  Joseph Moncure March: Das wilde Fest, Reinbek bei Hamburg 1995•  Harry Matthews: Der Obstgarten, Berlin 1991Herausgeberschaft•  Ich mal wieder, Reinbek bei Hamburg 1987 (unter dem Namen Erwin Kliffert)
  • 105. Uli Becker105Literatur•  Herlinde Koelbl: Uli Becker in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werkegehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN3-89660-041-9; S.54-57; Fotodokumentation Beckers, die den Autor an seinem Arbeitsplatz und impersönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage seiner Berufung als auchRahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung seiner Werke darstellt. Weblinks•  Literatur von und über Uli Becker [1] im Katalog der Deutschen NationalbibliothekExterne Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 108971821Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Uli_ Becker&oldid=53931951Hauptautoren: Rybak, F2hg.amsterdam, Bdk, Diderot76, N. Zyklop, H.Albatros, Wst,NiTenIchiRyu, Omerzu, Pixelfire, ArtMechanic, Mdangers Uwe KolbeUwe Kolbe (* 17. Oktober 1957 in Berlin) ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor.Leben1976 wurden auf Vermittlung von Franz Fühmann erste Texte von Kolbe in derLiteraturzeitschrift Sinn und Form veröffentlicht, ab 1979 war Kolbe freier Schriftsteller.1980/81 absolvierte er ein Sonderstudium am Literatur-Institut „Johannes R. Becher“.Nach Auseinandersetzungen mit der Kulturpolitik der DDR hatte Kolbe in den1980er-Jahren ein faktisches Publikationsverbot und arbeitete für verschiedeneUntergrundzeitschriften. Mit Bernd Wagner und Lothar Trolle gab Kolbe 1984 bis 1987 dienicht offizielle Literaturzeitschrift Mikado heraus.1986 erhielt Kolbe ein Dauervisum und übersiedelte im darauffolgenden Jahr nachHamburg. 1989 erhielt er eine Gastdozentur in Austin/Texas.1996 trat er aus Protest gegen die Vereinigung mit dem Deutschen P.E.N.-Zentrum (Ost)aus dem P.E.N.-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland aus. 1997 bis 2003 war er Leiterdes Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen.Heute lebt Uwe Kolbe wieder als freier Schriftsteller in Berlin. Kolbe ist Mitglied der FreienAkademie der Künste zu Leipzig. Sein 1979 geborener Sohn ist unter dem KünstlernamenMach One als Rapper in der Berliner Hip-Hop-Szene aktiv.
  • 106. Uwe Kolbe 106Werke•  Hineingeboren 1980 ISBN 3-518-11110-8•  Abschiede und andere Liebesgedichte 1981 ISBN 3-518-11178-7•  Texte am Ende der Zeit. Graphik Helge Leiberg. 1985•  Bornholm II, Gedichte, 1986 ISBN 3-351-00179-7 (1987 bei Suhrkamp: ISBN3-518-11402-6)•  Mikado oder Der Kaiser ist nackt. Selbstverlegte Literatur in der DDR (Herausgabe mitLothar Trolle und Bernd Wagner) 1988 ISBN 3-630-61809-X•  Vaterlandkanal. Ein Fahrtenbuch. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1990. ISBN3-518-40286-2•  Vineta. Gedichte 1991 ISBN 3-518-40990-5•  Nicht wirklich platonisch 1994 ISBN 3-518-40571-3•  Die Situation 1994 ISBN 3-89244-077-8•  Renegatentermine. 30 Versuche die eigene Erfahrung zu behaupten 1998 ISBN3-518-40962-X•  Die Farben des Wassers. Gedichte. 2001 ISBN 3-518-41262-0•  Der Tote von Belintasch. Kriminalerzählung. 2002 ISBN 3-88423-199-5•  Thrakische Spiele. Kriminalroman. 2005 ISBN 3-485-01040-5•  Ortvoll. Gedichte. 2005 ISBN 3-9808479-2-6•  Rübezahl in der Garage. Franz Fühmann in Märkisch-Buchholz und Fürstenwalde1958–1984. Kleist-Museum, Frankfurt/Oder 2006, ISBN 3-938008-12-1•  Diese Frau. Liebesgedichte. Mit Farbholzschnitten von Hans Scheib. Insel, Frankfurt2007, ISBN 978-3-458-19297-8•  Heimliche Feste. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 2008, ISBN 978-3-518-41953-3•  Storiella - Das Märchen von der Unruhe. Wolbern Verlagsgesellschaft, 2008, ISBN978-3-981-11283-2Auszeichnungen•  1987 Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin•  1987 Förderpreis zum Hölderlinpreis Bad Homburg•  1988 Nicolas-Born-Preis für Lyrik der Hubert-Burda-Stiftung•  1988 Übersetzerpreis des Henschelverlags•  1992 Villa-Massimo-Stipendium•  1993 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen•  2005 Stadtschreiber in Rheinsberg•  2006 Preis der Literaturhäuser•  2007 Max Kade Writer-in-Residence am Department of German Language andLiteratures in Oberlin, Ohio (USA)
  • 107. Uwe Kolbe 107Weblinks•  Literatur von und über Uwe Kolbe [1] im Katalog der Deutschen NationalbibliothekExterne Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118885324Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Uwe_ Kolbe&oldid=53305260Hauptautoren: Schreibkraft, Magiers, Bastasippe, Toolittle, Willibaldus II., Unukorno,Fusslkopp, Jón, HaeB, Kolja21, Batrox, MFM, Christopher Lorenz, Sommerkom, Srbauer,Fredou, PDD, Katharina, Rybak, ArtMechanic, Albrecht1 Volker BraunVolker Braun (* 7. Mai 1939 in Dresden)ist ein deutscher Schriftsteller.LebenVolker Braun, der nach dem Abitur einigeJahre im Bergbau und Tiefbau arbeitet,bevor er in Leipzig Philosophie studiert,beschäftigt sich mit den Widersprüchenund Hoffnungen in einem sozialistischenStaat. Seit 1960 Mitglied der SED, gelingtes ihm nur unter Einsatz seinesVolker Braun (links) 1981 bei der Berliner Begegnungtaktischen Geschicks, seine Prosa oderzur FriedensförderungGedichte zu veröffentlichen. Seine Arbeit umfasst Sprechgedichte, Theaterstücke, Romane und Erzählungen.Anfangs spiegelt sein Werk einen kritischen Enthusiasmus für den Aufbau des Sozialismuswider. Von 1965 bis 1967 arbeitet Braun auf Einladung Helene Weigels als Dramaturg amBerliner Ensemble. Nach den Ereignissen des Prager Frühlings beschäftigt er sichzunehmend kritisch mit dem Leben im Sozialismus und den Möglichkeiten der Reform.Danach wird er verstärkt von der Stasi überwacht. Seit 1972 arbeitet Braun am DeutschenTheater Berlin, 1976 gehört er zu den Mitunterzeichnern der Petition gegen dieAusbürgerung Biermanns. Ab 1979 wieder am Berliner Ensemble tätig, 1982 verlässt erden Schriftstellerverband der DDR. Während der Existenz der DDR entstandene Werkegeben das Bild eines zunehmend deprimierenden Lebens wieder. Die Akteure seiner Stückebewegen sich resigniert in einem unbeweglichen Umfeld. Dennoch erhält er 1981 denLessing-Preis der DDR und 1988 den Nationalpreis der DDR.Während der Wende gehört Braun zu den Befürwortern eines eigenständigen „drittenWeges“ für die DDR. Nach der Wiedervereinigung beschäftigt sich Braun kritisch mit denGründen für das Scheitern der DDR. In diesem Zusammenhang steht auch seineZusammenarbeit mit der von Wolfgang Fritz Haug herausgegebenenwestlich-marxistischen Zeitschrift „Das Argument“.
  • 108. Volker Braun1081986 wird Braun der Bremer Literaturpreis verliehen, 1992 wird er mit demSchiller-Gedächtnispreis ausgezeichnet. 1993 erhält er ein Stipendium der Villa Massimound ist 1994 Gast der Universität Wales. 1996 erhält er den Deutschen Kritikerpreis, wirdMitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Sächsischen Akademieder Künste und hält Poetik-Vorlesungen an der Universität Heidelberg. Er erhält 1998 denErwin-Strittmatter-Preis und 2000 den Büchner-Preis. Von 1999 bis 2000 hat er die BrüderGrimm-Professur an der Universität Kassel inne. 2006 wird er zum Direktor der SektionLiteratur der Akademie der Künste (Berlin) gewählt. 2008 erhält er denver.di-Literaturpreis 2007 für seine Erzählung Das Mittagsmahl.Volker Braun lebt in Berlin.Werke (Auswahl) •  Die Kipper, Drama (1965)•  Provokation für mich, Lyrik (1965)•  Vorläufiges, Lyrik (1966)•  KriegsErklärung (1967)•  Lenins Tod, Drama (1970)•  Wir und nicht sie, Lyrik (1970)•  Die Kipper, Drama (1972)•  Gedichte (1972)•  Gegen die symmetrische Welt, Halle-Leipzig: Mitteldeutscher Verlag, 1975, ohne ISBN•  Es genügt nicht die einfache Wahrheit (1975)•  Unvollendete Geschichte (1977)•  Training des aufrechten Gangs, Halle-Leipzig: Mitteldeutscher Verlag, 1979, ohne ISBN•  Das ungezwungene Leben Kasts, Berlin-Weimar: Aufbau-Verlag, 1979, ISBN3-351-00925-9•  Stücke, Berlin: Henschelverlag, 1983, ohne ISBN•  Hinze-Kunze-Roman, Roman (1985)•  Verheerende Folgen mangelnden Anscheins innerbetrieblicher Demokratie. Schriften(1988)•  Der große Frieden•  Iphigenie in Freiheit, Frankfurt/M.: Suhrkamp,1992, ISBN 3-518-40440-7•  Der Wendehals (1995)•  Lustgarten Preußen (1996)•  Wir befinden uns soweit wohl. Wir sind erst einmal am Ende (1998)•  Tumulus, Gedichtband (1999)•  Das Wirklichgewollte (2000)•  Das unbesetzte Gebiet, historische Erzählung (2004)•  Das Mittagsmahl, Erzählung (2007)•  Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer (2008)
  • 109. Volker Braun 109Verfilmungen•  1991: Der Verdacht - Regie: Frank Beyer, nach der Erzählung quot;Unvollendete Geschichtequot;Literatur•  Edition Text und Kritik: Volker Braun, 1977•  Christine Cosentino, Wolfgang Ertl: Zur Lyrik Volker Brauns, 1984•  Katrin Bothe: Die imaginierte Natur des Sozialismus. Eine Biographie des Schreibensund der Texte Volker Brauns 1959-1974, Würzburg 1997•  Fritz J. Raddatz: Entzweites Leben [1]. Die Zeit, 44/2000•  Rolf Jucker (Hg.): Volker Braun in perspective, Amsterdam/New York, 2004Film über den Autor•  „Zur Person: Volker Braun“, Reportage, 50 Min., Autor: Günter Gaus (1991)Weblinks Wikiquote: Volker Braun – Zitate  Commons: Volker Braun [2] – Bilder, Videos und Audiodateien•  Literatur von und über Volker Braun [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Volker Braun [4] in der Internet Movie Database ( deutsch [5])•  komm. Linkliste der FU Berlin zu Volker Braun [6]Externe Links[1]  http:/ / zeus. zeit. de/ text/ 2000/ 44/ Entzweites_Leben[2]  http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/ Commons%3Acategory%3Avolker_braun[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118514644[4]  http:/ / www. imdb. com/ name/ nm0105875/[5]  http:/ / www. imdb. de/ name/ nm0105875/[6]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_ab/ braun. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Volker_ Braun&oldid=56259697Hauptautoren: Uwe Gille, Robert01, Cholo Aleman, Schillij, Anathema, Leonard Vertighel,SpreeTom, Querverplänkler, Barka, Albrecht 2, Tilla, Unukorno, Zaungast, Schubbay,Tafkas, Tiontai, Houty, J.-H. Janßen, Melaauswien, WIKImaniac, Collector1805, Bettenburg,Rita2008, Darkone, Rybak, Kolja21, S.lukas, Toolittle, Sommerkom, Tobe man, Aka, PDD,Twinkoenig, Malula, Kommerzgandalf, Friedrich Marx, ThoR, Schwarze Feder,ArtMechanic, Albrecht1
  • 110. Wolfgang Hilbig 110Wolfgang HilbigWolfgang Hilbig (* 31. August 1941 in Meuselwitz; † 2. Juni 2007 in Berlin) war eindeutscher Schriftsteller.Leben und WerkHilbigs Vater fiel im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad. Er wuchs danach bei seinemGroßvater, einem Bergmann, auf. Nach einer Lehre als Bohrwerkdreher und demWehrdienst bei der Nationalen Volksarmee arbeitete er unter anderem alsWerkzeugmacher, Monteur, Hilfsschlosser und Heizer.Hilbigs erste Versuche als Schriftsteller – seine bevorzugte Gattung war zu dieser Zeit die→ Lyrik – blieben in der DDR ungedruckt. In der Bundesrepublik wurde man durch einigeseiner Gedichte in der Anthologie Hilferufe von drüben (1978) auf ihn aufmerksam. Seinerster Lyrikband Abwesenheit (1979) erschien im S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main,was Hilbig eine Geldstrafe wegen „Devisenvergehens“ einbrachte.[1] Ende der 1970er Jahregab Hilbig seine Tätigkeit als Heizer auf und arbeitete nur noch als Schriftsteller. Mit derUnterstützung Franz Fühmanns wurden 1980 erstmals einige seiner Gedichte in einerDDR-Zeitschrift gedruckt.[2] Sein Prosaband Unterm Neomond (1982) wurde bei S. Fischerveröffentlicht. Die Lyrik- und Prosasammlung Stimme Stimme erschien 1983 bei Reclam inLeipzig, wenn auch mit sichtbaren Eingriffen der Zensur (quot;das meer in sachsenquot;).1985 erhielt Hilbig ein Visum für die Bundesrepublik, das bis 1990 gültig war. Währenddieser Zeit publizierte er nicht nur weitere Erzählungen und Gedichte, sondern auch seinRomandebüt Eine Übertragung (1989), das von der Literaturkritik mehrheitlich gelobtwurde. Thema seiner Arbeiten blieb, auch über die Wende hinaus, die Doppelexistenz alsArbeiter und Schriftsteller in der DDR sowie die Suche nach Individualität. Im Mittelpunktvon „Ich“ (1993), seinem zweiten Roman, der ebenfalls günstige Aufnahme imLiteraturbetrieb fand, steht ein erfolgloser Lyriker, der für die Staatssicherheit der DDRarbeitet. Auch seine Erzählbände Die Arbeit an den Öfen (1994) und Die Kunde von denBäumen (1996) drehen sich um Leben und Arbeiten in seiner Heimat in Mitteldeutschland.Hilbigs dritter Roman Das Provisorium (2000), auch dieser wohlwollend kritisiert, weistdeutlich autobiografische Züge auf.[3]Hilbig lebte seit Anfang der 1990er Jahre in Berlin; er hatte eine Tochter. Von 1994 bis2002 war er mit Natascha Wodin verheiratet. 2007 erlag Hilbig einem Krebsleiden.[4]Er ist auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beerdigt.
  • 111. Wolfgang Hilbig 111MitgliedschaftenEr war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Freien Akademieder Künste zu Leipzig, der Sächsischen Akademie der Künste[5] und der BayerischenAkademie der Schönen Künste[6] .Auszeichnungen•  1983: Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau•  1989: Kranichsteiner Literaturpreis•  1989: Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin•  1989: Ingeborg-Bachmann-Preis•  1992: Berliner Literaturpreis Stiftung Preußische Seehandlung•  1993: Brandenburgischer Literaturpreis•  1994: Bremer Literaturpreis•  1996: Stadtschreiber von Rheinsberg•  1996: Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung Weimar•  1997: Lessing-Preis des Freistaates Sachsen•  1997: Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste•  1997: Hans-Erich-Nossack-Preis•  2001/02: Stadtschreiber von Bergen-Enkheim•  2002: Peter-Huchel-Preis für Lyrik•  2002: Walter-Bauer-Literaturpreis der Stadt Merseburg•  2002: Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung inDarmstadt•  2007: Erwin-Strittmatter-Preis[7]WerkeDie Bücher erschienen, sofern nicht anders angegeben, im S. Fischer Verlag, Frankfurt amMain.Lyrik•  Abwesenheit. Gedichte. 1979, ISBN 3-596-22308-3•  Die Versprengung. Gedichte. 1986, ISBN 3-596-22350-4•  Bilder vom Erzählen. Mit Radierungen von Horst Hussel. 2001, ISBN 3-10-033625-9•  Gedichte. (Gesamtausgabe) 2008, ISBN 3100336410Erzählungen und Romane•  Unterm Neomond. Erzählungen. 1982, ISBN 3-596-22322-9•  Der Brief. 3 Erzählungen. 1985, ISBN 3-596-22342-3•  Die Territorien der Seele. 5 Prosastücke. Friedenauer Presse, Berlin 1986, ISBN3-921592-31-3•  Die Weiber. 1987, ISBN 3-596-22355-5•  Eine Übertragung. Roman. 1989, ISBN 3-10-033604-6•  Über den Tonfall. 3 Prosastücke. Friedenauer Presse, Berlin 1990, ISBN 3-921592-56-9•  Die Angst vor Beethoven. Erzählung. 1990, ISBN 3-10-033607-0•  Alte Abdeckerei. Erzählung. 1990, ISBN 3-10-033608-9
  • 112. Wolfgang Hilbig112•  Die Kunde von den Bäumen. Mit Lithografien von Olaf Nicolai. Sisyphos-Presse, Berlin1992, ISBN 3-928660-07-1•  Grünes grünes Grab. Erzählungen. 1993, ISBN 3-10-033616-X•  „Ich“. Roman. 1993, ISBN 3-10-033617-8•  Die Arbeit an den Öfen. Friedenauer Presse, Berlin 1994, ISBN 3-921592-85-2•  Das Provisorium. Roman. 2000, ISBN 3-10-033623-2•  Der Schlaf der Gerechten. Erzählungen. 2002, ISBN 3-10-033624-0Sammelbände und Sonstiges•  Die Arbeiter. 1976.•  Stimme Stimme. Reclam, Leipzig 1983.•  Das Meer in Sachsen. Prosa und Gedichte. Nachwort von Hans-Jürgen Schmitt.Frankfurt/M: Büchergilde Gutenberg, 1991,ISBN 3-7632-3846-8•  Zwischen den Paradiesen. Lyrik, Prosa. Mit einem Essay von Adolf Endler. Leipzig:Reclam, 1992, ISBN 3-379-01419-2•  Abriß der Kritik. Frankfurter Poetikvorlesungen. 1995, ISBN 3-596-22383-0•  Erzählungen. 2002, ISBN 3-596-15809-5•  Der Geruch der Bücher. Prosa und Gedichte. Gelesen vom Autor. Audio-Verlag, Berlin2002, ISBN 3-89813-223-4 ( Hörprobe [8])Literatur•  Karen Lohse: Wolfgang Hilbig - Eine motivische Biografie, Plöttner Verlag, Leipzig 2008,ISBN 978-3-938442-44-9, www.wolfgang-hilbig.de [9]•  Franz Fühmann: Praxis und Dialektik der Abwesenheit. Eine imaginäre Rede, In: FranzFühmann: Essays, Gespräche, Aufsätze 1964-1981, Rostock: Hinstorff, 1983•  Frauke Meyer-Gosau (Red.): Wolfgang Hilbig. Text + Kritik, Heft 123, München 1994,ISBN 3-88377-470-7•  Markus Symmank: Karnevaleske Konfigurationen in der deutschen Gegenwartsliteratur.Untersuchungen anhand ausgewählter Texte von Wolfgang Hilbig, Stephan Krawczyk,Katja Lange-Müller, Ingo Schulze und Stefan Schütz, Würzburg: Königshausen &Neumann, 2002•  Uwe Wittstock (Hrsg.): Wolfgang Hilbig. Materialien zu Leben und Werk.Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-12253-8•  Michael Buselmeier (Hrsg.): Erinnerungen an Wolfgang Hilbig. Mit Beiträgen vonMichael Buselmeier, Karl Corino, Jürgen Hosemann, Jayne-Ann Igel, Wulf Kirsten, UweKolbe, Ingo Schulze und Natascha Wodin. Heidelberg: Verlag Das Wunderhorn, 2008,ISBN 978-3-88423-308-5
  • 113. Wolfgang Hilbig113Weblinks•  Literatur von und über Wolfgang Hilbig [10] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  [http:/ / www. zeit. de/ 2000/ 24/ 200024. c-seriehilbig_. xml?page=all Meine Lehrjahre,aufgezeichnet von Wenke Heß, Die Zeit] 2000•  [http:/ / www. deutscheakademie. de/ druckversionen/ buechner_2002. html Literaturist Monolog, Dankrede für den Büchnerpreis] 2002 •  [http:/ / www. lose-blaetter. de/ 35_pali. html Gedicht Palimpsest in der Literaturzeitschrift Lose Blätter, Nr. 35/2005]Rezensionen•  [http:/ / www. zeit. de/ 2000/ 09/ 200009. hilbig_. xml Rezension des Romans DasProvisorium] in Die Zeit Nr. 9/2000•  [http:/ / www. freitag. de/ 2000/ 13l/ 00132101. htm#_devon_0_ Rezension des RomansDas Provisorium] in Freitag 24. März 2000 •  [http:/ / www. lyrikwelt. de/ rezensionen/ derschlafdergerechten-r. htm Rezension des Erzählungsbandes Der Schlaf der Gerechten]Nachrufe•  quot;Ich habe immer heimlich geschriebenquot;: Der Büchner-Preisträger Wolfgang Hilbig ist tot[11] von Michael Opitz. Deutschlandradio Kultur, 2. Juni 2007.•  Zum Tod des Schriftstellers Wolfgang Hilbig [12]. Ingo Schulze im Gespräch mit DorisSchäfer-Noske. Deutschlandfunk, 3. Juni 2007.•  Nachruf auf Wolfgang Hilbig [13] in Die Zeit, 3. Juni 2007•  Nachruf auf Wolfgang Hilbig [14] in Frankfurter Allgemeine Zeitung 3. Juni 2007•  Nachruf auf Wolfgang Hilbig [15] in WELT online 3. Juni 2007Externe Links[1]  Frankfurter Allgemeine Zeitung: Literaturkalender: Wolfgang Hilbig (http:/ /literaturkalender. faz. net/ autorenportraits. php?autor=291)[2]  Die Zeit: „Luchs 185 – Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt vor: Franz Fühmannund Jacky Gleich, ‚Anna, genannt Humpelhexe‘“, (http:/ / www. zeit. de/ 2002/ 29/200229_kj-lux_xml) 29. Februar 2002[3]  Berliner Zeitung: „Der Unbehauste – Wolfgang Hilbig ist mit seinem neuen Roman imWesten angekommen“, (http:/ / www. berlinonline. de/ berliner-zeitung/ archiv/ . bin/dump. fcgi/ 2000/ 0219/ feuilleton/ 0011/ index. html) 19. Februar 2000[4]  Die Welt: „Büchner-Preisträger Wolfgang Hilbig gestorben“, (http:/ / www. welt. de/kultur/ article915857/ Buechner-Preistraeger_Wolfgang_Hilbig_gestorben_. html) 2. Juni2007[5]  Sächsische Akademie der Künste: Die Mitglieder (http:/ / www. sadk. de/ mitglieder.html)[6]  Bayerische Akademie der Schönen Künste: Mitglieder (http:/ / www. badsk. de/ mitl.html)[7]  Rundfunk Berlin-Brandenburg: „Erwin-Strittmatter-Preis für Wolfgang Hilbig“, (http:/ /www. rbb-online. de/ _/ nachrichten/ kultur/ beitrag_jsp/ key=news5874049. html) 25. Mai2007[8]  http:/ / www. der-audio-verlag. de/ index. php4?page=10161&[9]  http:/ / www. wolfgang-hilbig. de
  • 114. Wolfgang Hilbig 114[10]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119076993[11]  http:/ / ondemand-mp3. dradio. de/ file/ dradio/ 2007/ 06/ 02/ dkultur_200706022309.mp3[12]  http:/ / ondemand-mp3. dradio. de/ file/ dradio/ 2007/ 06/ 03/ dlf_200706031732. mp3[13]  http:/ / www. zeit. de/ online/ 2007/ 23/ hilbig-nachruf[14]  http:/ / www. faz. net/ s/ RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E60D0F346FFC14C61B57063606B1ECBA7~ATpl~Ecommon~Scontent. html[15]  http:/ / www. welt. de/ kultur/ article917376/Seine_Heimat_konnte_er_nie_hinter_sich_lassen. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Wolfgang_ Hilbig&oldid=55515210Hauptautoren: Magiers, Albrecht Conz, Dietrich, Otets, McB, Horsi, Jossi, ThoR, Achates,Wolfgang1018, Aka, Galenus, TW, Jungejunge, John Red, Sinn, Mac, Gynth, Vigilius,Ludovik, Skriptor, Dontworry, Rybak, Stefan Kühn, Gancho, Kolja21, Dirk Bindmann, Wikix,Wesener, Albrecht1, Joystick, PDD, HenrikHolke, Micwil, Wst, Alvaro, Wiegels,Wellano18143, Oeschti, ArtMechanic, Musik-chris, Lyrik, Happolati, Oxymoron83, Sol1
  • 115. Lizenz 115Lizenz Abkürzung: WP:GFDLVersion 1.2, November 2002Copyright (C) 2000,2001,2002 Free Software Foundation, Inc. 51 Franklin St, Fifth Floor, Boston, MA 02110-1301 USA Everyone is permitted to copyand distribute verbatim copies of this license document, but changing it is not allowed. 0. PREAMBLEThe purpose of this License is to make a manual, textbook, or other functional and useful document quot;freequot; in the sense of freedom: to assure everyonethe effective freedom to copy and redistribute it, with or without modifying it, either commercially or noncommercially. Secondarily, this Licensepreserves for the author and publisher a way to get credit for their work, while not being considered responsible for modifications made by others.This License is a kind of quot;copyleftquot;, which means that derivative works of the document must themselves be free in the same sense. It complements theGNU General Public License, which is a copyleft license designed for free software.We have designed this License in order to use it for manuals for free software, because free software needs free documentation: a free program shouldcome with manuals providing the same freedoms that the software does. But this License is not limited to software manuals; it can be used for anytextual work, regardless of subject matter or whether it is published as a printed book. We recommend this License principally for works whose purposeis instruction or reference. 1. APPLICABILITY AND DEFINITIONSThis License applies to any manual or other work, in any medium, that contains a notice placed by the copyright holder saying it can be distributed underthe terms of this License. Such a notice grants a world-wide, royalty-free license, unlimited in duration, to use that work under the conditions statedherein. The quot;Documentquot;, below, refers to any such manual or work. 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The relationship could be a matterof historical connection with the subject or with related matters, or of legal, commercial, philosophical, ethical or political position regarding them.The quot;Invariant Sectionsquot; are certain Secondary Sections whose titles are designated, as being those of Invariant Sections, in the notice that says that theDocument is released under this License. If a section does not fit the above definition of Secondary then it is not allowed to be designated as Invariant.The Document may contain zero Invariant Sections. If the Document does not identify any Invariant Sections then there are none.The quot;Cover Textsquot; are certain short passages of text that are listed, as Front-Cover Texts or Back-Cover Texts, in the notice that says that the Documentis released under this License. A Front-Cover Text may be at most 5 words, and a Back-Cover Text may be at most 25 words.A quot;Transparentquot; copy of the Document means a machine-readable copy, represented in a format whose specification is available to the general public,that is suitable for revising the document straightforwardly with generic text editors or (for images composed of pixels) generic paint programs or (fordrawings) some widely available drawing editor, and that is suitable for input to text formatters or for automatic translation to a variety of formatssuitable for input to text formatters. A copy made in an otherwise Transparent file format whose markup, or absence of markup, has been arranged tothwart or discourage subsequent modification by readers is not Transparent. An image format is not Transparent if used for any substantial amount oftext. 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For works in formats which do not have any title page as such, quot;Title Pagequot; means the text near the most prominentappearance of the work's title, preceding the beginning of the body of the text.A section quot;Entitled XYZquot; means a named subunit of the Document whose title either is precisely XYZ or contains XYZ in parentheses following text thattranslates XYZ in another language. (Here XYZ stands for a specific section name mentioned below, such as quot;Acknowledgementsquot;, quot;Dedicationsquot;,quot;Endorsementsquot;, or quot;Historyquot;.) To quot;Preserve the Titlequot; of such a section when you modify the Document means that it remains a section quot;Entitled XYZquot;according to this definition.The Document may include Warranty Disclaimers next to the notice which states that this License applies to the Document. These Warranty Disclaimersare considered to be included by reference in this License, but only as regards disclaiming warranties: any other implication that these WarrantyDisclaimers may have is void and has no effect on the meaning of this License. 2. VERBATIM COPYINGYou may copy and distribute the Document in any medium, either commercially or noncommercially, provided that this License, the copyright notices,and the license notice saying this License applies to the Document are reproduced in all copies, and that you add no other conditions whatsoever tothose of this License. You may not use technical measures to obstruct or control the reading or further copying of the copies you make or distribute.However, you may accept compensation in exchange for copies. If you distribute a large enough number of copies you must also follow the conditions insection 3.You may also lend copies, under the same conditions stated above, and you may publicly display copies. 3. COPYING IN QUANTITYIf you publish printed copies (or copies in media that commonly have printed covers) of the Document, numbering more than 100, and the Document'slicense notice requires Cover Texts, you must enclose the copies in covers that carry, clearly and legibly, all these Cover Texts: Front-Cover Texts on thefront cover, and Back-Cover Texts on the back cover. Both covers must also clearly and legibly identify you as the publisher of these copies. The frontcover must present the full title with all words of the title equally prominent and visible. You may add other material on the covers in addition. Copyingwith changes limited to the covers, as long as they preserve the title of the Document and satisfy these conditions, can be treated as verbatim copying inother respects.If the required texts for either cover are too voluminous to fit legibly, you should put the first ones listed (as many as fit reasonably) on the actual cover,and continue the rest onto adjacent pages.If you publish or distribute Opaque copies of the Document numbering more than 100, you must either include a machine-readable Transparent copyalong with each Opaque copy, or state in or with each Opaque copy a computer-network location from which the general network-using public hasaccess to download using public-standard network protocols a complete Transparent copy of the Document, free of added material. If you use the latteroption, you must take reasonably prudent steps, when you begin distribution of Opaque copies in quantity, to ensure that this Transparent copy willremain thus accessible at the stated location until at least one year after the last time you distribute an Opaque copy (directly or through your agents orretailers) of that edition to the public.It is requested, but not required, that you contact the authors of the Document well before redistributing any large number of copies, to give them achance to provide you with an updated version of the Document. 4. MODIFICATIONSYou may copy and distribute a Modified Version of the Document under the conditions of sections 2 and 3 above, provided that you release the ModifiedVersion under precisely this License, with the Modified Version filling the role of the Document, thus licensing distribution and modification of theModified Version to whoever possesses a copy of it. In addition, you must do these things in the Modified Version:A.  B.  Use in the Title Page (and on the covers, if any) a title distinct from that of the Document, and from those of previous versions (which should, if there were any, be listed in the History section of the Document). You may use the same title as a previous version if the original publisher of that version gives permission.C.  D.  List on the Title Page, as authors, one or more persons or entities responsible for authorship of the modifications in the Modified Version, together with at least five of the principal authors of the Document (all of its principal authors, if it has fewer than five), unless they release you from this requirement.E.  F.  State on the Title page the name of the publisher of the Modified Version, as the publisher.G.  H.  Preserve all the copyright notices of the Document.I.  J.  Add an appropriate copyright notice for your modifications adjacent to the other copyright notices.
  • 116. Lizenz 116 K.  L.  Include, immediately after the copyright notices, a license notice giving the public permission to use the Modified Version under the terms of this License, in the form shown in the Addendum below.M.  N.  Preserve in that license notice the full lists of Invariant Sections and required Cover Texts given in the Document's license notice.O.  P.  Include an unaltered copy of this License.Q.  R.  Preserve the section Entitled quot;Historyquot;, Preserve its Title, and add to it an item stating at least the title, year, new authors, and publisher of the Modified Version as given on the Title Page. If there is no section Entitled quot;Historyquot; in the Document, create one stating the title, year, authors, and publisher of the Document as given on its Title Page, then add an item describing the Modified Version as stated in the previous sentence.S.  T.  Preserve the network location, if any, given in the Document for public access to a Transparent copy of the Document, and likewise the network locations given in the Document for previous versions it was based on. These may be placed in the quot;Historyquot; section. You may omit a network location for a work that was published at least four years before the Document itself, or if the original publisher of the version it refers to gives permission.U.  V.  For any section Entitled quot;Acknowledgementsquot; or quot;Dedicationsquot;, Preserve the Title of the section, and preserve in the section all the substance and tone of each of the contributor acknowledgements and/or dedications given therein.W.  X.  Preserve all the Invariant Sections of the Document, unaltered in their text and in their titles. Section numbers or the equivalent are not considered part of the section titles.Y.  Z.  Delete any section Entitled quot;Endorsementsquot;. Such a section may not be included in the Modified Version.A.  B.  Do not retitle any existing section to be Entitled quot;Endorsementsquot; or to conflict in title with any Invariant Section.C.  D.  Preserve any Warranty Disclaimers.E.  If the Modified Version includes new front-matter sections or appendices that qualify as Secondary Sections and contain no material copied from theDocument, you may at your option designate some or all of these sections as invariant. To do this, add their titles to the list of Invariant Sections in theModified Version's license notice. These titles must be distinct from any other section titles.You may add a section Entitled quot;Endorsementsquot;, provided it contains nothing but endorsements of your Modified Version by various parties--for example,statements of peer review or that the text has been approved by an organization as the authoritative definition of a standard.You may add a passage of up to five words as a Front-Cover Text, and a passage of up to 25 words as a Back-Cover Text, to the end of the list of CoverTexts in the Modified Version. Only one passage of Front-Cover Text and one of Back-Cover Text may be added by (or through arrangements made by)any one entity. If the Document already includes a cover text for the same cover, previously added by you or by arrangement made by the same entityyou are acting on behalf of, you may not add another; but you may replace the old one, on explicit permission from the previous publisher that added theold one.The author(s) and publisher(s) of the Document do not by this License give permission to use their names for publicity for or to assert or implyendorsement of any Modified Version. 5. COMBINING DOCUMENTSYou may combine the Document with other documents released under this License, under the terms defined in section 4 above for modified versions,provided that you include in the combination all of the Invariant Sections of all of the original documents, unmodified, and list them all as InvariantSections of your combined work in its license notice, and that you preserve all their Warranty Disclaimers.The combined work need only contain one copy of this License, and multiple identical Invariant Sections may be replaced with a single copy. If there aremultiple Invariant Sections with the same name but different contents, make the title of each such section unique by adding at the end of it, inparentheses, the name of the original author or publisher of that section if known, or else a unique number. Make the same adjustment to the sectiontitles in the list of Invariant Sections in the license notice of the combined work.In the combination, you must combine any sections Entitled quot;Historyquot; in the various original documents, forming one section Entitled quot;Historyquot;; likewisecombine any sections Entitled quot;Acknowledgementsquot;, and any sections Entitled quot;Dedicationsquot;. You must delete all sections Entitled quot;Endorsements.quot; 6. COLLECTIONS OF DOCUMENTSYou may make a collection consisting of the Document and other documents released under this License, and replace the individual copies of thisLicense in the various documents with a single copy that is included in the collection, provided that you follow the rules of this License for verbatimcopying of each of the documents in all other respects.You may extract a single document from such a collection, and distribute it individually under this License, provided you insert a copy of this License intothe extracted document, and follow this License in all other respects regarding verbatim copying of that document. 7. AGGREGATION WITH INDEPENDENT WORKSA compilation of the Document or its derivatives with other separate and independent documents or works, in or on a volume of a storage or distributionmedium, is called an quot;aggregatequot; if the copyright resulting from the compilation is not used to limit the legal rights of the compilation's users beyondwhat the individual works permit. When the Document is included in an aggregate, this License does not apply to the other works in the aggregate whichare not themselves derivative works of the Document.If the Cover Text requirement of section 3 is applicable to these copies of the Document, then if the Document is less than one half of the entireaggregate, the Document's Cover Texts may be placed on covers that bracket the Document within the aggregate, or the electronic equivalent of coversif the Document is in electronic form. Otherwise they must appear on printed covers that bracket the whole aggregate. 8. TRANSLATIONTranslation is considered a kind of modification, so you may distribute translations of the Document under the terms of section 4. Replacing InvariantSections with translations requires special permission from their copyright holders, but you may include translations of some or all Invariant Sections inaddition to the original versions of these Invariant Sections. You may include a translation of this License, and all the license notices in the Document,and any Warranty Disclaimers, provided that you also include the original English version of this License and the original versions of those notices anddisclaimers. In case of a disagreement between the translation and the original version of this License or a notice or disclaimer, the original version willprevail.If a section in the Document is Entitled quot;Acknowledgementsquot;, quot;Dedicationsquot;, or quot;Historyquot;, the requirement (section 4) to Preserve its Title (section 1) willtypically require changing the actual title. 9. TERMINATIONYou may not copy, modify, sublicense, or distribute the Document except as expressly provided for under this License. Any other attempt to copy, modify,sublicense or distribute the Document is void, and will automatically terminate your rights under this License. However, parties who have receivedcopies, or rights, from you under this License will not have their licenses terminated so long as such parties remain in full compliance. 10. FUTURE REVISIONS OF THIS LICENSEThe Free Software Foundation may publish new, revised versions of the GNU Free Documentation License from time to time. Such new versions will besimilar in spirit to the present version, but may differ in detail to address new problems or concerns. See http:/ / www. gnu. org/ copyleft/ .Each version of the License is given a distinguishing version number. If the Document specifies that a particular numbered version of this License quot;orany later versionquot; applies to it, you have the option of following the terms and conditions either of that specified version or of any later version that hasbeen published (not as a draft) by the Free Software Foundation. If the Document does not specify a version number of this License, you may choose anyversion ever published (not as a draft) by the Free Software Foundation. How to use this License for your documentsTo use this License in a document you have written, include a copy of the License in the document and put the following copyright and license noticesjust after the title page:Copyright (c) YEAR YOUR NAME. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU FreeDocumentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts,and no Back-Cover Texts. A copy of the license is included in the section entitled quot;GNU Free Documentation Licensequot;.If you have Invariant Sections, Front-Cover Texts and Back-Cover Texts, replace the quot;with...Texts.quot; line with this:with the Invariant Sections being LIST THEIR TITLES, with the Front-Cover Texts being LIST, and with the Back-Cover Texts being LIST.If you have Invariant Sections without Cover Texts, or some other combination of the three, merge those two alternatives to suit the situation.If your document contains nontrivial examples of program code, we recommend releasing these examples in parallel under your choice of free softwarelicense, such as the GNU General Public License, to permit their use in free software.
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    30 Lyriker

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    • 1. Lyrik1LyrikAls Lyrik (griechisch λυρική (ποίησις) –die zum Spiel der Lyra gehörendeDichtung) bezeichnet man die drittepoetische Gattung neben der Epik und derDramatik.Lyrische Werke nennt man auch Gedichte.Begriffsgeschichte LyrikDie Trias Lyrik – Epik – Dramatikunterschied bereits Aristoteles in seiner„Poetik“, allerdings wird derOrdnungsbegriff ‚Lyrik‘ erst seit dem 18.Jahrhundert als Gattungsbezeichnungverwendet. Der Begriff ist heute – andersals in der antiken Literatur – relativunbestimmt und wird seit dem 19.Jahrhundert (fälschlich) oft synonym mitdem Wort ‚Poesie‘ (Dichtung) verwendet.Man kann aber sagen, dass man unterLyrik eine literarische Hauptgattungversteht, die man auch als singbareApollon mit einer LyraDichtung bezeichnen kann. Der Dichter alsquot;lyrisches ICHquot; äußert Gefühle und Gedanken unmittelbar. Beziehungen zwischen Subjektund Wirklichkeit werden ästhetisch am stärksten verallgemeinert. Lyrik ist starksinnbildlich und rhythmisch, oft gereimt und mit Musik verbunden.GedichtMit Gedicht wurde ursprünglich alles schriftlich Abgefasste bezeichnet. Auch hier fand im18. Jahrhundert eine Begriffsfestigung statt: Seitdem wird der Begriff nur noch für denpoetischen Bereich verwendet. Das Wort „Dichtung“ hat aber im volkstümlichen Gebrauchnoch etwas von seiner ursprünglichen Bedeutung erhalten.Ein umfangreiches, oft mehrteiliges oder als Zyklus angelegtes dichterisches Werk mitlyrischen und epischen Elementen ohne verbindliche metrische Struktur wird alsLanggedicht oder Poem bezeichnet.
  • 2. Lyrik 2Kriterien der sprachlichen FormLyrische Texte unterscheiden sich von der Prosa oft durch ihre äußere Form (Vers,Versmaß, Strophenbau). Im Laufe der Gattungsgeschichte, vor allem im 20. Jahrhundert,verlor dieses Kriterium allerdings weitgehend seine Bedeutung. Lyrische Texteunterscheiden sich dennoch sprachlich-formal von epischen und dramatischen vor allemdurch ihre Kürze, ihre strengere Form, ihre Dichte (Ausdruckskraft) und sprachlicheÖkonomie (Prägnanz), ihre Subjektivität und ihren Bezug auf ein „lyrisches Ich“. Oftwerden sehr viele sprachliche und formale Mittel dabei als Ausdrucksmittel nutzbargemacht (siehe beispielsweise Reim, Rhetorische Figur, Alliteration, Metapher). Auch einenichtalltägliche Anordnung von Wörtern, Wortgruppen und Sätzen spielt dabei eine Rolle.Allerdings gibt es auch Gedichte, die sich diesen Merkmalen bewusst widersetzen und imExtremfall zu „Anti-Gedichten“ werden. Neben offenen Formmerkmalen können Merkmaleeines Gedichtes auch verborgen sein. So kann eine bestimmte Silbenzahl einer Zeilefestgelegt sein, oder es können an bestimmten Positionen im Gedicht bestimmteBuchstaben gefordert werden. Eine besondere Rolle in der Lyrik spielen die lautlichenQualitäten der verwendeten Wörter. Vor allem in der neueren Lyrik (z. B. in der konkretenPoesie) wurde aber auch die graphische Gestalt immer wichtiger (s. z. B. Figurengedichte).Die moderne Lyrik verzichtet häufig auf die klassischen poetischen Mittel von Reim undVersmaß und verwendet den freien Vers, der im 19. Jahrhundert in Frankreich als vers libreentwickelt wurde. Durch den völligen Verzicht auf die Regeln der Metrik nähert sich derfreie Vers der Prosa an.Das inhaltliche Spektrum von Gedichten reicht von stark subjektiven Inhalten bis hin zuGedichten der Neuen Sachlichkeit. So gibt es Liebesgedichte, Trauergedichte genauso wieWillkommensgedichte, Ulk- und Nonsensgedichte. Viele Gedichte, insbesondere jene vonHobbyautoren, sind der Trivialliteratur zuzuordnen.Geschichte der LyrikDie Lyrik ist eine der frühen literarischen Formen. Geschriebene Lyrik gab es schon zu denZeiten der alten Chinesen, Babylonier, Perser oder Juden (z. B. Psalmen, das Hoheslied desSalomo). Mündliche Lyrik dürfte in die frühesten Zeiten der Menschheitsgeschichtezurückgehen. Unser Begriff von Lyrik wurzelt allerdings im antiken griechischenKulturkreis. Dort war die Lyrik zunächst das zur Lyra gesungene Lied, das in denChorgesängen der antiken Dramen und im religiösen Kultus seinen „Sitz im Leben“ hatte.Bis heute steht Lyrik in einer gewissen Beziehung zur Musik und zum Lied. BedeutendeLyriker des Altertums waren z. B. Sappho und Horaz.Die Lyrik wurde und wird immer wieder auch von der populären Musikkultur beeinflusst.So hat zum Beispiel die Rap/Hip-hop-Bewegung schnell eine Verbindung zum Poetry-Slamgefunden, einer Veranstaltungsform für Literatur-Performances, bei denen dieVortragenden im direkten Vergleich mit- oder nacheinander antreten und das Publikumeinen Gewinner kürt (hier finden neben Rap u. a. auch Kurzgeschichten und komische Lyrikihren Weg auf die Bühne). Auch sprachlich und formal stehen Lyrik und populäre Musik ineinem Austauschverhältnis.
  • 3. Lyrik 3Empirische Verankerung in der GegenwartAnlässlich des Welttages der Poesie am 21. März 2005 hat die Deutsche Presse-Agentureine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, die für Deutschland den Bezug zur Lyrikin der Bevölkerung messen sollte. Das Meinungsforschungsinstitut „polis“ ermittelte:•  jeder zweite Deutsche hat mit Lyrik wenig im Sinn und schon länger kein Gedicht mehrgelesen;•  58 Prozent der Männer waren lange nicht mehr mit Gedichten in Kontakt gekommen;•  43 Prozent der Frauen sind Verächterinnen, 40 Prozent geben sich als aktuelleLeserinnen von Versen;•  in der Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen hatten 63 Prozent schon länger keine Lyrikmehr gelesen.Unklar ist, ob die Beschäftigung mit Songtexten (englisch: lyrics), ausdrücklich in dieseErgebnisse eingeflossen ist. Denn nicht jedem Befragten ist auf Anhieb klar, dass Liedtexteeine Sonderform der Gedichte sind, deren Vertonung sie leichter zugänglich macht.Zum Vergleich der Kulturen ist auf die auch im 21. Jahrhundert ungebrocheneVorherrschaft der Lyrik im Bereich etwa der arabischen Literatur hinzuweisen.Im Laufe der Zeit hat sich die Lyrik im deutschen Sprachraum (ganz im Gegensatz zuanderen Ländern) aus den verschiedensten Gründen immer mehr in eine Nischezurückgezogen, zu der nur noch wenige Menschen Zugang finden. → Hans MagnusEnzensberger hat vor einiger Zeit die Zahl von 1354 Lyriklesern im deutschsprachigenRaum zur Diskussion gestellt und damit auf pointierte Art und Weise deutlich gemacht, wodie deutschsprachige Lyrik im Vergleich zur Prosa heute steht. Von wenigen großenVerlagen abgesehen, die noch Lyriktitel im Programm haben, sind es in erster Linie diekleinen Verlage, die für rund 3000 Neuerscheinungen pro Jahr sorgen. TypischeAuflagenzahlen für nach 2000 publizierte Gedichtbücher sind 20, 50, 100 (beimKünstlerbuch) und 250, 500 und 1000 Exemplare bei den üblichen Taschenbuch- bzw. festgebundenen Editionen.Formen der LyrikDie Gattung Lyrik ist hinsichtlich Inhalt und Form äußerst vielgestaltig. Nachfolgende Listeweist auf Einzelformen und Einzelaspekte der Lyrik hin.Akrosticha, Alkäische Strophe, Asklepiadeische Strophe, Bildreihengedicht, Chanson,Chevy-Chase-Strophe, Clerihew, Distichon, Dithyrambos, Dinggedicht, Elegie, Elfchen,Epigramm, Figurengedicht, Gelegenheitsgedichte, Ghasel, Haiku, Hymne, Jambus, LyrischeCollage, Kanzone, Kinderlyrik, Klapphornverse, Lautgedicht, Leberreime, Lied, Limerick,Madrigal, Makkaronische Dichtung, Meistersang, Minnesang, Naturlyrik, Nonarime, Ode,Prosagedicht, Rap, Rollengedicht, Rondeau, Ritornell, Sapphische Strophe, Senryu, Sestine,Siziliane, Sonett, Stadtlyrik, Stanze, Terzine, Unsinnsgedicht, Volkslied-Strophe,WirtinnenversMischformen sind Ballade, Romanze und Haibun.Gedichte, die sich keiner der oben genannten Formen anpassen, haben eine offene Form (s.auch Sturm und Drang, Moderne, Postmoderne).
  • 4. Lyrik4LyrikerIn der Antike und im Mittelalter ist Lyrik überwiegend gesungene Liedlyrik, der Lyrikeralso auch Liedkomponist und Sänger. Bereits im Altertum wurde der Person des „Sängers“höchste Wertschätzung entgegengebracht.Als prominente Lyriker lassen sich nennen:Altertum•  Echnaton (der ägyptische Aton-Hymnus) (14.Jh. v. Chr.),•  König David, (der hebräische Psalter) (1000 v. Chr),•  die Griechen Archilochos (7. Jh. v. Chr.), Terpandros (7. Jh. v. Chr.), Alkaios von Lesbos(7. Jh. v. Chr.), Sappho (7. Jh. v. Chr.) und Anakreon (6. Jh. v. Chr.),•  die Römer Catull (1. Jh. v. Chr.), Tibull (1. Jh. v. Chr.), Properz (1. Jh. v. Chr.), Ovid (1.Jh. v. Chr.), Horaz (1. Jh. v. Chr.).MittelalterIm volkssprachlichen Mittelalter treten Individualpersönlichkeiten vor allem im Minnesangund in der Spruchdichtung hervor (Trobadors) (ab Ende des 11. Jh.), Walther von derVogelweide (12. Jh.), Frauenlob (13. Jh.)).Die geistliche Lyrik (z. B. die Sequenzen) sowie die lateinische Vagantendichtung sind oftanonym in größeren Sammlungen überliefert (Carmina Burana) (11./12. Jh.).Die Meistersänger des städtisch geprägten Spätmittelalters (u. a. Hans Sachs (16. Jh.)inszenieren ihre Dichtung als lern- und abprüfbares Silben- und Töne-Handwerk.Nationalliteraturen ItalienIn Italien wirkten die Lyriker der Renaissance Dante (13. Jh.) und Petrarca (14.Jh.)bahnbrechend, weitere wichtige Lyriker Michelangelo (15.Jh.) oder Torquato Tasso (16.Jh.), und viel, viel später dann Gabriele D'Annunzio (19./20. Jh.) oder Giuseppe Ungaretti(20. Jh.). FrankreichDie Lyriker Frankreichs stehen im Schatten François Villons (15. Jh.). In der Romantiktraten Alphonse de Lamartine (19. Jh.), Alfred de Musset (19. Jh.); in der Moderne CharlesBaudelaire (19. Jh.), Arthur Rimbaud (19. Jh.) oder Paul Verlaine (19. Jh.) hervor. EnglandEnglands Lyriker, zunächst unter italienischem Einfluss, finden in William Shakespeare(16.Jh.) und John Milton (17.Jh.), dann in Alexander Pope (18.Jh.) und Thomas Gray (18.Jh.)und später in Robert Burns (18. Jh.), William Blake (18./19. Jh.) oder John Keats (18./19. Jh.)bis zur Generation des 20. Jahrhunderts T. S. Eliot (20. Jh.) oder Dylan Thomas (20. Jh.)herausragende Vertreter.
  • 5. Lyrik 5 William Shakespeare
  • 6. Lyrik 6USAAls US-amerikanische Lyriker wären Edgar Allan Poe (19. Jh.), Walt Whitman (19. Jh.),Emily Dickinson (19. Jh.) oder William Carlos Williams (20. Jh.), E. E. Cummings (20. Jh.), T.S. Eliot (20. Jh.), Ezra Pound (20. Jh.) und Gertrude Stein zu nennen.Dante Alighieri Francois Villon
  • 7. Lyrik7 Walt WhitmanExkurs: Lyrik in Deutschland GeschichtsabrissDie ältesten deutschen Gedichte verwendeten den Stabreim, die Alliteration. Zu denältesten deutschsprachigen Überlieferungen zählen die Merseburger Zaubersprüche inGedichtform mit Stabreimen.Die deutsche Lyrik des Mittelalters war zunächst geprägt vonchristlichem Gedanken- und Vorstellungsgut (Marienlyrik). Dieweltliche Lyrik des höfisch-ritterlichen Minnesangs und derSpruchdichtung drängte sich seit der Mitte des 12. Jahrhundertsstark in den Vordergrund und bildete ein variationsreichesliterarisches System von hohem Kulturprestige aus. Dabei wirktenauch Impulse aus der mittellateinischen Vagantendichtung, derRezeption klassisch-lateinischer Lyriker (v.a. Ovid) und dermozarabischen Lyrik Spaniens mit. In Deutschland treten neben die Schöpfer humanistischer Lyrik die Walther von derDichter des Kirchenlieds wie Martin Luther und Paul Gerhardt die Vogelweide religiösen Dichter Friedrich Spee hervor.Hans Sachs übte mit dem sogenannten Meistersang großen Einfluss auf die zeitgenössischeLyrik aus.Durch Martin Luther, den zunehmenden Einfluss der italienischen und französischenDichtkunst und den erneuten Rückgriff auf die lateinische Lyrik (Horaz) begann in derdeutschen Barockzeit eine neue Tradition vielfältiger und formstrenger Gesellschaftslyrik
  • 8. Lyrik8(z. B. Andreas Gryphius).Die beiden Klassiker Johann Wolfgang von Goethe und FriedrichSchiller schrieben zahlreiche Gedichte und Balladen und gehören zuden wichtigsten deutschsprachigen Lyrikern. Ein weitererbedeutender Klassiker ist Friedrich Hölderlin.Neben Vertretern der Romantiker wie Novalis oder JosephEichendorff schrieb Clemens Brentano eine bedeutende Sammlungdeutscher Gedichte „Des Knaben Wunderhorn“ In ihm sindVolkslieder und liedhafte Gedichte vereinigt.Eine Zwischenstellung zwischen Romantik und Realismus nimmtFriedrich HölderlinEduard Mörike (Dinggedicht) ein.Vertreter des poetischen Realismus sind die Lyriker Annette vonDroste-Hülshoff und Franz Grillparzer.Formkünstlerische Lyriker hingegen sind August von Platen oder Friedrich Rückert; einwichtiger sozialkritisch-politischer Lyriker war Heinrich Heine, der z. B. das bedeutendeGedicht Die schlesischen Weber schrieb.Um 1900 begann in Deutschland die moderne Dichtkunst. Heinrich HeineIm 20. Jahrhundert war der Einfluss des Ästhetizismus in der Lyrikspürbar. Bedeutsam sind hier die Gedichte von Stefan George oderRainer Maria Rilke. Im Expressionismus treten Georg Heym, GeorgTrakl sowie Gottfried Benn hervor.Eine eigene Stellung nimmt die Lyrik Bert Brechts ein.In der Digitalisierung beginnt das Zeitalter des Literaturclips in derLyrik des 21. Jahrhunderts.Eine besondere Aufmerksamkeit fanden immer lustige Formen, wiedie von Christian Morgenstern oder Ernst Jandl.Stefan GeorgeVerbreitet werden Gedichte oft in Anthologien (wörtlich: Blütenlese)von Kleinverlagen.
  • 9. Lyrik 9Bedeutende deutschsprachige Lyriker bis 1900•  Walther von der Vogelweide (Mittelalter)•  Andreas Gryphius, Martin Opitz, Simon Dach, Paul Fleming, Barthold Heinrich Brockes(Barock)•  Friedrich von Hagedorn (Rokoko)•  Christoph Martin Wieland (Aufklärung)•  Christian Fürchtegott Gellert (Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang)•  Friedrich Gottlieb Klopstock (Sturm und Drang)•  Johann Wolfgang von Goethe (Sturm und Drang, Klassik), Friedrich Schiller, FriedrichHölderlin (Klassik)•  Novalis, Friedrich Schlegel, Joseph Eichendorff (Romantik)•  Heinrich Heine (Vormärz), Ferdinand Freiligrath•  Eduard Mörike (Romantik, Realismus)•  Annette von Droste-Hülshoff (Biedermeier, Realismus), August von Platen, FriedrichRückert (Biedermeier)•  Franz Grillparzer, Gottfried Keller, Theodor Storm (Realismus) ab 1900• Stefan George, Rainer Maria Rilke (Klassische Moderne)• Georg Heym, Georg Trakl, Gottfried Benn (Expressionismus)• Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Bertolt Brecht, Peter Huchel, Erich Kästner• Thomas Bernhard, Paul Celan, Ernst Jandl, Christine Lavant• Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski, Günter Eich, Ilse Aichinger•  → Erich Fried, → Hans Magnus Enzensberger, → Friederike Mayröcker, → Oskar Pastior,→ Peter Rühmkorf, Heiner Müller•  → Johannes Kühn, → Volker Braun, Günter Kunert, → Reiner Kunze, → Rolf DieterBrinkmann, → Nicolas Born•  → Robert Gernhardt, → Durs Grünbein, → Jürgen Becker, → Thomas Kling, → SarahKirsch, → Wolfgang Hilbig, → Eva Strittmatter, → Marcel Beyer, → Oswald EggerGedicht-Beispiele• Johann Wolfgang von Goethe, Ilmenau (Gedicht)• Johann Wolfgang von Goethe, Erlkönig (Ballade)• Johann Wolfgang von Goethe, Prometheus (Ballade)• Georg Trakl, Grodek• Paul Celan, Todesfuge• Edgar Allan Poe, Der Rabe (Poe)• Henry Wadsworth Longfellow, Das Lied von Hiawatha (The Song of Hiawatha)
  • 10. Lyrik10Zitate•  Wer noch weiß, was ein Gedicht ist, wird schwerlich eine gutbezahlte Stellung als Texterfinden.(Theodor W. Adorno, Theorie der Halbbildung)•  die rache / der sprache / ist das gedicht(Ernst Jandl)Siehe auch•  Dichter, Gedichtinterpretation•  Visuelle Poesie•  Lyriker, Lautpoesie, Literaturgattung, Frankfurter Anthologie, Arabische Literatur,Koreanische LiteraturAnthologien•  Hans Bender (Hrsg.): In diesem Lande leben wir. Deutsche Gedichte der Gegenwart.Fischer, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-596-25006-4.•  Hans Bender (Hrsg.): Was sind das für Zeiten. Deutschspreachige Gedichte derachtziger Jahre. Fischer, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-596-29553-X.•  Michael Braun, Hans Thill (Hrsg.): Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik derneunziger Jahre. Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 1998, ISBN 3-88423-139-1.•  Christoph Buchwald: Jahrbuch der Lyrik. Fischer, Frankfurt/M. 1979 ff. (erscheint ca.einmal jährlich)•  Karl Otto Conrady: Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von denAnfängen bis zur Gegenwart. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008.•  Karl Otto Conrady: In höchsten Höhen. Eine Gedicht-Revue. Aufbau-Verlag, Berlin 2005,ISBN 3-351-03041-X.•  Klaus Peter Dencker: Poetische Sprachspiele. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart.Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-018238-7.•  Klaus Peter Dencker: Deutsche Unsinnspoesie. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN3-15-009890-4.•  → Hans Magnus Enzensberger: Museum der modernen Poesie. Suhrkamp, Frankfurt/M.2002, ISBN 3-518-39946-2.•  Harald Hartung (Hrsg.): Jahrhundertgedächtnis. Deutsche Layrik im zwanzigstenJahrhundert. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-009742-8.•  Harald Hartung: Luftfracht. Internationale Poesie 1940 bis 1990 (Die andere Bibliothek).Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-8218-4423-X.•  Walter Höllerer (Hrsg.): Transit. Lyrikbuch der Jahrhundertmitte. Suhrkamp Verlag,Frankfurt/M. 1956.•  → Thomas Kling: Sprachspeicher. 200 Gedichte auf deutsch vom achten bis zumzwanzigsten Jahrhundert. Dumont Verlag, Köln 2001, ISBN 3-7701-5813-X.•  Björn Kuhligk, → Jan Wagner: Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen. Köln 2003, ISBN3-8321-7852-X.•  Axel Kutsch (Hrsg.): Zeit. Wort. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart. Landpresse,Weilerswist 2003, ISBN 3-935221-21-5.•  → Gregor Laschen: Schönes Babylon. Gedichte aus Europa in 12 Sprachen. Dumont,Köln 1999, ISBN 3-7701-4844-4.
  • 11. Lyrik11•  Axel Marquardt (Hrsg.): 100 Jahre Lyrik. Deutsche Gedichte aus zehn Jahrzehnten.Haffmanns Verlag, Zürich 1992, ISBN 3-251-00193-0•  Ekkehart Mittelberg (Hrsg.): Kommt uns nicht mit Fertigem. Politische Lyrik aus zweiJahrhunderten. Gedichte und Materialien. Cornelsen, Berlin 2001, ISBN 3-464-60158-7.•  Ekkehart Mittelberg, Klaus Peter (Hrsg.): Deutsche politische Lyrik 1814-1970 inVergleichsreihen. Klett, Stuttgart 1974.•  Kurt Pinthus (Hrsg.): Menschheitsdämmerung. Ein Dokument des Expressionismus.Rowohlt, Reinbek 1995, ISBN 3-499-45055-0.•  Joachim Sartorius: Atlas der neuen Poesie. Rowohlt, Reinbek 1996, ISBN 3-499-13978-2.•  Wulf Segebrecht, Christian Rößner: Das Deutsche Gedicht. Vom Mittelalter bis zurGegenwart. Fischer, Frankfurt/M. 2005, ISBN 3-10-074440-3.Literatur•  Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Lyrik des 20. Jahrhunderts (Sonderband text+kritik).Edition text & kritik, München, 1999, ISBN 3-88377-613-0.•  Hans Bender (Hrsg.): Mein Gedicht ist mein Messer. Lyriker zu ihren Gedichten. List,München, 1969.•  Theo Breuer: Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000. Edition YE, Sistig/Eifel, 2005, ISBN3-87512-186-4.•  Theo Breuer: Kiesel & Kastanie. Von neuen Gedichten und Geschichten, Edition YE,Sistig/Eifel 2008, ISBN 978-3-87512-347-0.•  Dieter Burdorf: Einführung in die Gedichtanalyse (Sammlung Metzler; 284). Metzler,Stuttgart 1997, ISBN 3-476-12284-0.•  Manfred Enzensperger (Hrsg.): Die Hölderlin Ameisen. Vom Finden und Erfinden derPoesie. Köln 2005, ISBN 3-8321-7921-6.•  Hugo Friedrich: Die Struktur der modernen Lyrik. Von der Mitte des neunzehnten biszur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Rowohlt, Reinbek, 2006, ISBN 3-499-55683-9.•  Hans-Dieter Gelfert: Wie interpretiert man ein Gedicht? Für die Sekundarstufe. Reclam,Stuttgart 2004, ISBN 3-15-015018-3.•  Michael Hamburger: Wahrheit und Poesie. Spannungen in der modernen Lyrik vonBaudelaire bis zur Gegenwart. Ediotion Folio, Wien, 1995, ISBN 3-85256-022-5.•  Hermann Korte u. a.: Geschichte der deutschen Lyrik. Reclam, Stuttgart, 2005, ISBN3-15-010544-7.•  Gerhard Kaiser: Geschichte der deutschen Lyrik von Goethe bis zur Gegenwart.Insel-Verlag, Frankfurt/M., 1996, ISBN 3-458-16823-0 •  1. Von Goethe bis Heine •  2. Von Heine bis zur Gegenwart •  3. Gedichte•  Joachim Sartorius (Hrsg.): Minima Poetica. Für eine Poetik des zeitgenössischenGedichts. Suhrkamp, Frankfurt/M., 2003, ISBN 3-518-45512-5.•  Ulrich Schödlbauer: Entwurf der Lyrik. Akademie, Berlin, 1994, ISBN 3-05-002261-2•  Raoul Schrott: Die Erfindung der Poesie. Dtv, München, 2003, ISBN 3-423-13144-6.
  • 12. Lyrik12Audio•  Lauter Lyrik - Der Hör-Conrady ist das größte Radio-Lyrik-Projekt Deutschlands. Rund1100 Gedichte aus 900 Jahren wurden von Schauspielern und Sprechern für dieAudioausgabe der Sammlung auf 21 CDs gelesen.Weblinks  Wikiquote: Lyrik – Zitate•  Projekt Gutenberg [1] Großes Archiv mit Altmeistern wie auch lebenden Schreibern•  Jokers Gedichtedatenbank [2] tausende (meist klassische) Gedichte mit der Möglichkeiteigene Gedichte einzuschicken•  Interpretationszugänge zur (antiken) Lyrik. Hilfen aus dem Gymnasialunterricht [3]•  Umfrageergebnisse zum Welttag der Poesie am 21.3.05 (Deutsche Welle) [4]•  zgedichte.de [5] Umfangreiche Sammlung gemeinfreier Gedichte•  Links zum Thema Lyrik [6] im Open Directory Project•  Lyrikkritik.de [7] Essays, Rezensionen, Gedichte•  Lyrikzeitung.de [8] Rezensionen, Gedichte, Lyrik-News•  Lyrikwelt.de [9] Autorenporträts, Gedichte•  Uni-Essen [10] Literaturwissenschaft aktiv•  Deutsche Gedichtebibliothek [11] Sammlung von 30.000 Gedichten, umfangreicheRechercheExterne Links[1]  http:/ / gutenberg. spiegel. de/ info/ genres/ 25a. htm[2]  http:/ / www. jokers-lyrik. de/[3]  http:/ / www. gottwein. de/ poetik/ lyr01. php,[4]  http:/ / www. dw-world. de/ dw/ briefs/ 0,1574,1523886,00. html[5]  http:/ / www. zgedichte. de[6]  http:/ / www. dmoz. org/ World/ Deutsch/ Kultur/ Literatur/ Lyrik/[7]  http:/ / www. lyrikkritik. de/ start. htm[8]  http:/ / www. lyrikzeitung. de/[9]  http:/ / www. lyrikwelt. de/[10]  http:/ / www. uni-essen. de/ literaturwissenschaft-aktiv/ Vorlesungen/ lyrik/ main. htm[11]  http:/ / gedichte. xbib. deQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Lyrik&oldid=56239443Hauptautoren: Sechmet, Moses188, Pelz, Oinkk, Piotrek, Seewolf, YourEyesOnly, DerHexer,JD, Hydro, Stefan, HAL Neuntausend, Erschaffung, Diba, Xorbald, D, Biehs, Karl Mauch,Wst, WolfgangRieger, Ot, DasBee, Guaras10, LemiNW, Kernphysiker, Kuemmjen, Kloth,Howwi, Björn Bornhöft, Kantor.JH, Regi51, TruebadiX, Versfuchs, Pittimann, Schlesinger,Theophiltatos, ChrisHamburg, LKD, BoogieNights, Complex, Martin-vogel, Roterraecher,GrDrama, CommonsDelinker, Universaldilettant, Gerhardvalentin, Overdose, Andreas 06,EPei, Krawi, Wkrautter, Rdb, Zenit, Lesabendio, Bentri85, Ejfis, MusenMuddi, 1981,Mittelberg, Mnh, Ra'ike, Martinho91, W!B:, Chbran, Flominator, Lambada, Calculus, Gfis,Jón, Martin Bahmann, Kam Solusar, Nikkis, Sverrir Mirdsson, He3nry, Kai-Hendrik, WAH,Michael Kümmling, Tobnu, Dirty, Windharp, Sveny25, Jaelle, Monade, Tobi B.,
  • 13. Lyrik13Euphoriceyes, Mef.ellingen, Thorbjoern, Wildtierreservat, Avoided, Werwiewas, Ilka28,Lino Wirag, Binningench1, Engie, Mefu, Bipa, Port(u*o)s, Hubert22, Berliner Schildkröte,AngelN, Forkel, Janneman, Buchsucher, 132-180, Philologos, ABF, HaSee, Longoso,Steffen, Fiat jux, Stephan-lange, Avatar, Sigune, Aka, Olei, PeeCee, HaeB, Magipulus,Pitichinaccio, Komischn, Ri st Björn KuhligkBjörn Kuhligk (* 19. Februar 1975 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller.Leben und WerkBjörn Kuhligk debütierte 1995 mit dem Lyrikband „Dann ziehe ich los, Engel suchen“.Seitdem veröffentlichte er Gedichte in mehreren Einzeltiteln sowie zahlreichenAnthologien, literarischen Kalendern, Literaturzeitschriften und im Internet. Kuhligk istMitherausgeber von repräsentativen Lyriksammelbänden, die die Szene der jungen Lyrikim deutschen Sprachraum vorstellen. Darüber hinaus leitet er die Lyrikwerkstatt openpoems der literaturWERKstatt Berlin.Björn Kuhligk lebt in Berlin.Einzeltitel (Auswahl)•  Großes Kino. Gedichte (2005).•  Am Ende kommen Touristen. Gedichte (2002).•  Es gibt hier keine Küstenstraßen. Gedichte (2000/2008).Anthologien und Literaturzeitschriften (Auswahl)•  Karl Otto Conrady (Hg.), Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von denAnfängen bis zur Gegenwart, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008.•  Axel Kutsch (Hg.), Versnetze. Das große Buch der neuen deutschen Lyrik, Verlag RalfLiebe, Weilerswist 2008.•  Shafiq Naz (Hg.), Der deutsche Lyrikkalender 2008, alhambra publishing, B-Bertem2007.•  Literaturzeitschriften: Muschelhaufen, Macondo, ndl, Passauer Pegasus, PoetenladenHerausgabe•  Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen (mit → Jan Wagner), DuMont Kunst- und Literaturverlag,Köln 2003.•  Lyrik von Jetzt zwei (mit Jan Wagner), Berlin Verlag, Berlin 2008.Auszeichnungen und Förderungen•  1997: 5. open-mike LiteraturWERKstatt Berlin•  1998: Förderpreis Rheda-Wiedenbrück•  1999: Poetensitz der Edition Passagen•  2000: Preisträger der Brecht-Tage am Berliner Brecht-Haus
  • 14. Björn Kuhligk14•  2001: Steirischer HerbstWeblinks•  Literatur von Björn Kuhligk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek [1]Externe Links[1]  http:/ / dispatch. opac. d-nb. de/ DB=4. 1/ LNG=DU/ LRSET=1/ SET=1/SID=b07b6f2e-31/ TTL=1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8500& SRT=YOP&TRM=bj%C3%B6rn+ kuhligkQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Björn_ Kuhligk&oldid=52738423Hauptautoren: STBR, Versfuchs, Nepomucki, Zollernalb Durs GrünbeinDurs Grünbein (* 9. Oktober 1962 in Dresden) ist ein deutscher → Lyriker, Essayist undÜbersetzer.LebenGrünbein begann ein Studium der Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität zuBerlin, das er 1987 abbrach. Danach arbeitete er als freier Mitarbeiter für verschiedeneZeitschriften. Nach der Wende 1989 unternahm er Reisen durch Europa, nach Südostasienund in die Vereinigten Staaten. Er war Gast der German Departments der New YorkUniversity, des Dartmouth College und der Villa Aurora in Los Angeles. Grünbein lebt alsfreier Schriftsteller in Berlin.Grünbein ist Mitglied der Akademie der Künste (Berlin), der Deutschen Akademie fürSprache und Dichtung, der Freien Akademie der Künste in Hamburg, der Freien Akademieder Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste. Seit 2005 ist er Professorfür Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und seit 2008 Mitglied des Ordens Pour lemérite für Wissenschaft und Künste in Berlin.Im Wintersemester 2007/08 ist Durs Grünbein Heine-Gastprofessor an derHeinrich-Heine-Universität Düsseldorf.Werke•  Grauzone morgens, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1988 ISBN 3-518-13330-6•  Schädelbasislektion, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1991 ISBN 3-518-40375-3•  Falten und Fallen, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1994 ISBN 3-518-40570-5•  Den Teuren Toten. 33 Epitaphe, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1994 ISBN 3-518-40629-9•  Von der üblen Seite, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1994 ISBN 3-518-40616-7•  Die Schweizer Korrektur (gemeinsam mit Brigitte Oleschinski und Peter Waterhouse),Urs Engeler Editor 1995•  Den Körper zerbrechen Rede zur Entgegennahme des Georg-Büchner-Preises, SuhrkampVerlag 1995 ISBN 3-518-09178-6
  • 15. Durs Grünbein15•  Galilei vermißt Dantes Hölle und bleibt an den Maßen hängen. (Aufsätze 1989-1995),Suhrkamp Verlag 1996 ISBN 3-518-40758-9•  Nach den Satiren, Gedichte, Suhrkamp Verlag 1999 ISBN 3-518-41028-8•  Gehirn und Denken. Kosmos im Kopf. 2000•  Reise, Toter. Hörspiel-CD mit Ulrike Haage 2001•  Das erste Jahr. Berliner Aufzeichnungen, Suhrkamp Verlag 2001 ISBN 3-518-41277-9•  Erklärte Nacht, Gedichte, Suhrkamp Verlag 2002•  Una Storia Vera, Ein Kinderalbum in Versen, Insel 2002 ISBN 3-458-19237-9•  Warum schriftlos leben, Aufsätze, Suhrkamp Verlag 2003 ISBN 3-518-12435-8•  Vom Schnee oder Descartes in Deutschland, Suhrkamp Verlag 2003 ISBN 3-518-41455-0•  An Seneca. Postskriptum, Suhrkamp Verlag 2004 ISBN 3-518-41609-X•  Von ganzem Herzen, Nicolaische Verlagsbuchhandlung 2004 ISBN 3-89479-185-3•  Berenice, Libretto nach Berenice von Edgar Allan Poe, Suhrkamp Verlag 2004 ISBN3-518-41642-1•  Antike Dispositionen, Aufsätze, Suhrkamp Verlag 2005 ISBN 3-518-41715-0•  Porzellan. Poem vom Untergang meiner Stadt, Gedichte, Suhrkamp Verlag 2005 ISBN3-518-41722-3•  Der Misanthrop auf Capri, Historien u. Gedichte, Suhrkamp Verlag 2005 ISBN3-518-22394-1•  Strophen für übermorgen, Gedichte, Suhrkamp Verlag 2007 ISBN 978-3-518-41908-3•  Liebesgedichte, Gedichte, Insel 2008 ISBN 978-3-458-35098-9•  Der cartesische Taucher. Drei Meditationen, Suhrkamp Verlag 2008, ISBN978-3-518-26007-4Übersetzungen•  Die Perser des Aischylos, Suhrkamp Verlag 2001 ISBN 3-518-13408-6•  Thyestes von Seneca, Insel 2002 ISBN 3-458-17114-2•  Sieben gegen Theben von Aischylos, Suhrkamp Verlag 2003 ISBN 3-518-13431-0Auszeichnungen•  1992: Bremer Literaturförderpreis•  1992: Marburger Literaturpreis•  1993: Nicolas-Born-Preis für Lyrik•  1995: Peter-Huchel-Preis•  1995: Georg-Büchner-Preis•  2001: Spycher: Literaturpreis Leuk•  2004: Friedrich-Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt•  2005: Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg•  2006: Berliner Literaturpreis•  2008: Pour le mérite für Wissenschaft und Künste
  • 16. Durs Grünbein16Literatur•  Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Text + Kritik: Durs Grünbein Edition Text und Kritik 2002ISBN 3-88377-703-X•  Henning Heske: Goethe und Grünbein. Aufsätze zur Literatur. Bernstein Verlag, Bonn2004 ISBN 3-9808198-5-X•  Alexander Joist: Der Tod als Schicksal des Körpers im Werk von Durs Grünbein, in:Alexander Joist: Auf der Suche nach dem Sinn des Todes. Todesdeutungen in der Lyrikder Gegenwart. Matthias-Grünewald Verlag, Mainz 2004, ISBN 3-7867-2521-7•  Alexander Müller: Das Gedicht als Engramm. Memoria und Imaginatio in der PoetikDurs Grünbeins, Igel Verlag, Oldenburg 2004 (zugleich Diss. Marburg 2004). ISBN3-89621-197-8•  Ron Winkler Dichtung zwischen Großstadt und Großhirn. Annäherungen an das lyrischeWerk Durs Grünbeins, Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2000, ISBN 3-8300-0211-4Weblinks•  Literatur von und über Durs Grünbein [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Kommentierte Linksammlung [2]•  Dankesrede für die Verleihung des Berliner Literaturpreises [3]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119371391[2]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_fgh/ gruenbein. html[3]  http:/ / www. berlin. de/ rbmskzl/ rathausaktuell/ archiv/ 2006/ 05/ 09/ 39451/ index.htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Durs_ Grünbein&oldid=55721102Hauptautoren: Magiers, Habakuk, 217, DanielMrakic, Otets, Engie, Tobe man, Complex,AlexR, Karl-Henner, Head, Toolittle, Quoth, Jón, MFM, Nimro, Abu el mot, Asdert, Rybak,Werner Stein, Hansele, Tröte, Artmond C. Skann, Artmax, Axt, Karl Mauch, Steschke, Usw.,Albrecht1, Xocolatl, Till.niermann, PDD, Fundevogel65, APPER, Lyrik, ArtMechanic
  • 17. Erich Fried17Erich FriedErich Fried (* 6. Mai 1921 in Wien; † 22.November 1988 in Baden-Baden) war einösterreichischer Lyriker, Übersetzer undEssayist jüdischer Herkunft, dabei Atheistund Antizionist.Fried war neben → Hans MagnusEnzensberger der Hauptvertreter derpolitischen → Lyrik in Deutschland in derNachkriegszeit. Gleichzeitig gilt er vielen alsbedeutender Shakespeare-Übersetzer, dem esErich Fried (r.) im Gespräch mit (v.l.) Franzals erstem gelungen ist, die Sprachspiele desFühmann, Alfred Wellm und → Volker Braunenglischen Dramatikers ins Deutsche zuwährend der „Berliner Begegnung zurübertragen. Er übersetzte außerdem u. a. T. Friedensförderung“ vom 13. bis. 14. Dezember1981.S. Eliot, Dylan Thomas, Graham Greene undJohn Synge. Zudem verfasste er einen Roman(Ein Soldat und ein Mädchen, 1960) und Kurzprosa. Er mischte sich ein in die Politik seiner Zeit, hielt Vorträge, nahm an Demonstrationen teilund vertrat öffentlich kritische linke Positionen der Außerparlamentarische Opposition, sodass er in konservativen und rechten Kreisen einen Ruf als Störenfried erhielt. Allerdingswar er ein unabhängiger Geist, der sich nicht für eine festgelegte Ideologie vereinnahmenlassen wollte. Durch seine 1979 veröffentlichten Liebesgedichte ist er einem breitenPublikum bekannt geworden.Leben und WerkErich Fried wuchs in Wien als einziges Kind einer jüdischen Familie auf. Sein Vater Hugowar Spediteur und seine Mutter Nellie Grafikerin. Bereits als Fünfjähriger trat er mit einerKinderschauspielgruppe auf verschiedenen Bühnen Wiens auf. Bald nach dem AnschlussÖsterreichs an Deutschland starb im Mai 1938 Frieds Vater an den Folgen eines Verhörsdurch die Gestapo. Daraufhin emigrierte Erich Fried über Belgien nach London, wo er vieleJahre bleiben sollte. Er gründete dort die Selbsthilfegruppe Emigrantenjugend, der esgelang, viele Gefährdete, darunter auch seine Mutter, nach England zu bringen. Währenddes Kriegs schlug er sich mit Gelegenheitsarbeiten als Bibliothekar, Milchchemiker,Fabrikarbeiter durch, wurde anschließend Mitarbeiter bei zahlreichen neu gegründetenZeitschriften und arbeitete von 1952 bis 1968 als politischer Kommentator für den GermanService der BBC.Nach seiner Emigration trat er dem Freien Deutschen Kulturbund und Young Austria bei,später auch dem Kommunistischen Jugendverband. Diesen verließ er bereits 1943 wegenzunehmender stalinistischer Tendenzen.
  • 18. Erich Fried181944 heiratete er Maria Marburg, kurzvor der Geburt seines Sohnes Hans. Imselben Jahr erschien sein ersterGedichtband, die antifaschistischeLyriksammlung Deutschland, imExilverlag des österreichischenUnterschrift von Erich FriedPEN-Clubs. 1946 trennte er sich von Maria. Die Scheidung erfolgte 1952. Im selben Jahr heiratete erNan Spence-Eichner, mit der er zwei Kinder, Sohn David (* 1958) und Tochter Katherine (*1961), hatte. Nan verließ Erich Fried 1962, die Ehe wurde 1965 geschieden. 1962 kamErich Fried (offiziell) erstmals nach seiner Flucht wieder nach Wien. 1963 wurde erMitglied der Gruppe 47. Im Sommer 1965 heiratete er Catherine Boswell. Im Herbst kamihre gemeinsame Tochter Petra zur Welt, 1969 die Zwillinge Klaus und Tom. Dem Entschluss, seine Arbeit bei der BBC 1968 aufzugeben, folgte eine bis zu seinemLebensende anhaltende Periode verstärkten schriftstellerischen und politischenEngagements, insbesondere in Deutschland. Er trug in einer Vielzahl öffentlicher Auftritteseine Lyrik bei großen politischen Veranstaltungen, häufig im Rahmen der 68er-Bewegung,vor. Durch die ungewöhnliche Verbindung von Lyrik und Politik stellte er eine schillerndewie auch sehr umstrittene Persönlichkeit dar. So war er auf der einen Seite einangesehener und geehrter Schriftsteller, erhielt sogar 1977 einen Lehrauftrag an derUniversität Gießen, geriet aber auch oft in Konflikt mit der öffentlichen Meinung, wenn eroffen und kritisch Stellung zu politischen Themen nahm. Fried musste sich wegen seinerAussagen sogar vor Gericht verteidigen. So wurde er vom Berliner Polizeipräsidenten KlausHübner wegen Beleidigung angezeigt, weil er in einem Leserbrief, der in der ZeitschriftDer Spiegel vom 7. Februar 1972 abgedruckt wurde, die Erschießung Georg von Rauchsdurch einen Polizeibeamten als Vorbeugemord bezeichnet hatte. Der Prozess vor demAmtsgericht Hamburg, bei dem Heinrich Böll als Gutachter zu Frieds Gunsten aussagte,endete am 24. Januar 1974 mit einem Freispruch.Im Jahre 1979 überraschte Fried durch sein Buch Liebesgedichte, welches einer dererfolgreichsten Lyrikbände der deutschen Nachkriegszeit wurde und Fried einem größerenLeserkreis erschloss. Es folgten weitere Gedichtbände über Liebe, Leben, Hoffnungen undTod, wie beispielsweise quot;Was es istquot; oder quot;Als ich mich nach dir verzehrtequot;, die auch heutenoch immer neue Liebhaber finden. 1982 erlangte Erich Fried wieder die österreichischeStaatsbürgerschaft, behielt zugleich aber die britische, die er seit Oktober 1949 besaß, bei.Erich Fried starb am 22. November 1988 in Baden-Baden an Darmkrebs und wurde aufdem Londoner Friedhof quot;Kensal Greenquot; beigesetzt.
  • 19. Erich Fried 19Auszeichnungen•  1973 Überreichung des Würdigungspreises für Literatur 1972 im Palais Palffy in Wien•  1977 Verleihung des Internationalen Verlegerpreises der Sieben (Prix International desEditeurs)•  1980 Literaturpreis der Stadt Wien•  1983 Literaturpreis der Stadt Bremen•  1985 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien•  1986 Übergabe des Österreichischen Staatspreises für Verdienste um dieösterreichische Kultur im Ausland•  1986 Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille in Berlin•  1987 Übergabe des Goldenen Schlüssels der Stadt Smederevo (Jugoslawien)•  1987 Verleihung des Georg-Büchner-Preis in Darmstadt•  1988 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Osnabrück (FachbereichSprach- und Literaturwissenschaft)Wirkung1989 wurde in Wien die Internationale Erich Fried Gesellschaft für Literatur und Sprachegegründet, welche seit 1990 den Erich-Fried-Preis verleiht, der hochdotiert vomösterreichischen Bundeskanzleramt gestiftet wird. Anlässlich seines 20.Todestages findenzahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, an denen auch Catherine Fried mit einer Lesungaus ihrem 2008 erschienenen Buch über die gemeinsamen Jahre in London beteiligt ist, soin Wien, Berlin, Freiburg, Aachen, Recklinghausen, Bad Boll und London.[1] .Werke•  Blutiger Freitag, 1929 (alsNeunjähriger gegen den Polizeieinsatzbeim WienerJustizpalastbrand/Julirevolte)•  Judas Weg, ca. 1943 (Gedicht aus demNachlass: Jesus von Nazareth alsAntipode zur Moses-Figur)•  Deutschland, 1944•  Österreich, 1945•  Drei Gebete aus London, 1945•  Nacht in London , 1946 Fried-Zitat auf einem Rest der Berliner Mauer•  Gedichte, 1958•  Ein Soldat und ein Mädchen, 1960 (sein einziger Roman)•  Izanagi und Izanami, 1960 (Hörspiel)•  Die Expedition, 1962•  Reich der Steine, 1963•  Warngedichte, 1964•  Überlegungen, 1964•  Kinder und Narren, 1965 (Novellen)•  und Vietnam und, 1966•  Indizienbeweise, 1966 (Hörspiel)
  • 20. Erich Fried 20•  Anfechtungen, 1967•  Zeitfragen, 1968•  Befreiung von der Flucht, 1968•  Die Beine der größeren Lügen, 1969•  Unter Nebenfeinden, 1970•  Die Freiheit den Mund aufzumachen, 1972•  Neue Naturdichtung, 1972•  Höre, Israel, 1974 (scharfe Kritik an Israel und am Zionismus)•  Gegengifte, 1974•  So kam ich unter die Deutschen, 1977•  100 Gedichte ohne Vaterland, 1978•  Liebesgedichte, 1979•  Lebensschatten, 1981•  Das Nahe suchen, 1982•  Es ist was es ist, 1983 (sein vermutlich bekanntestes Werk)•  Angst und Trost. Erzählungen und Gedichte über Juden und Nazis, 1983•  Beunruhigungen, 1984•  Um Klarheit, 1985•  Von Bis nach Seit, 1985•  Mitunter sogar Lachen, 1986Ausgaben•  Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte. Wagenbach, Berlin 1991,ISBN 3-8031-0124-7•  Gesammelte Werke in vier Bänden, Berlin 1993Literatur•  M. Zeller, Gedichte haben Zeit. Aufriss einer zeitgenössischen Poetik, Stuttgart 1982•  Erich Fried, hrsg. von Heinz Ludwig Arnold, München 21997 (EV 1986). ISBN3-88377-223-2•  Erich Fried, in: Jüdische Portraits, hrsg. von H. Koelbl, Frankfurt am Main 1989•  Gerhard Lampe: Ich will mich erinnern an alles was man vergißt: Erich Fried -Biographie u. Werk Bund-Verlag, Köln 1989. ISBN 3-7663-3092-6•  Joseph A. Kruse (Heinrich-Heine-Institut) (Hrsg.): Einer singt aus der Zeit gegen dieZeit: Erich Fried 1921-1988: Materialien und Texte zu Leben und Werk. Häusser,Darmstadt 1991. ISBN 3-9279-0250-0•  V. Kaukoreit, Frühe Stationen des Lyrikers Erich Fried, Darmstadt 1991•  Catherine Fried-Boswell und Volker Kaukoreit (Hrsg.): Erich Fried. Ein Leben in Bildernund Geschichten. Wagenbach, Berlin 1993. ISBN 3-8031-3585-0•  S. W. Lawrie, Erich Fried. A Writer Without A Country, New York 1996•  Interpretationen. Gedichte von Erich Fried, hrsg. von V. Kaukoreit, Stuttgart 1999•  Jörg Thunecke, Erich Fried, in: Metzler-Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur,Stuttgart/Weimar 2000•  Tilman von Brand: Öffentliche Kontroversen um Erich Fried Wissenschaftlicher VerlagBerlin, Berlin 2003. ISBN 3-936846-20-0
  • 21. Erich Fried21•  Catherine Fried: Über kurz oder lang. Erinnerungen an Erich Fried. Übersetzt von EikeSchönfeldt, Fotos von Catherine Fried. Wagenbach, Berlin 2008. ISBN 3-8031-1257-5Vertonungen•  Reinhard Fehling (1993): quot;FriedFarbenquot; - ein Liederzyklus für Instrumente, Solostimmenund Vokalensemble (enthält u.a: Was es ist, Die Maßnahmen, Du liebe Zeit), CDerhältlich beim Komponisten.•  2007 vertonte der deutsche Polit-Rapper Chaoze One das Gedicht quot;Fall ins Wortquot; aufseinem Album quot;Famequot;.Weblinks Wikiquote: Erich Fried – Zitate  Commons: Erich Fried [2] – Bilder, Videos und Audiodateien•  Literatur von und über Erich Fried [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Kritische Auseinandersetzung rund um Erich Frieds Gedicht quot;Status quoquot; [4]•  www.erichfried.de [5]•  Artikel Erich Fried [6] im Österreich-Lexikon von aeiou•  Erich Fried: Ein gebrauchter Dichter - Textcollage [7]•  Nachlass Erich Frieds im Österreichischen Literaturarchiv [8]Externe Links[1]  Wien - Literaturhaus Wien, Veranstalter: Erich Fried Gesellschaft, 7. Nov. 2008Aachen - Buchhandlung Schmetz, 11. Nov. 2008Freiburg - Buchhandlung Schwanhäuser, 12. Nov. 2008Berlin - Bibliothek im Wasserturm, Veranstalter: Sebastian Haffner Institut, 14. Nov.2008Recklinghausen - Kunsthaus Recklinghausen, Veranstalter: Neue LiterarischeGesellschaft Recklinghausen, 23. Nov. 2008Bad Boll - Evangelische Akademie Bad Boll, 6. Dez. 2008London - Österreichische Botschaft London, 9. Dez. 2008[2]  http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/ Commons%3Acategory%3Aerich_fried[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118703145[4]  http:/ / www. dichtungsring. at[5]  http:/ / www. erichfried. de[6]  http:/ / aeiou. iicm. tugraz. at/ aeiou. encyclop. f/ f804741. htm[7]  http:/ / www. weberberg. de/ skool/ erich-fried. html[8]  http:/ / www. onb. ac. at/ sammlungen/ litarchiv/ bestand/ sg/ nl/ fried. htmQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Erich_ Fried&oldid=56185028Hauptautoren: Seitenschreiber, Asdfj, Jed, Michael Kühntopf, Cholo Aleman, Avenarius,Dundak, Philipendula, Konrad Lackerbeck, Eisbaer44, König Alfons der Viertelvorzwölfte,Mermer, DerHexer, Ferrari987, Mh26, Tolliver, Elya, Head, WaldiR, Negerfreund,MarkusHagenlocher, Aaaah, Reinhard Kraasch, Marc28670, Karl Gruber, Magnus,Bierdimpfl, Damonskill, Stefan64, HansCastorp, J.-H. Janßen, Adomnan, Engelbaet, Fab,Hubertl, Sicherlich, Vigala Veia, JakobMiller, Suzanne.de, Axt, Gledhill, Rybak, Stefan
  • 22. Erich Fried22Kühn, Stefanbw, Anima, Zeno Gantner, Pradatsch, Gnoerz, Addicted, Hödel, Aka, Ot,Nick-zug, Bdk, Unukorno, Uroma, Krawi, Palomino, Anton-kurt, 790, Dulciamus, Wosen,Ulitz, Mondamo, Kueppsi, J.Rohrer, Slimcase, Ralleken, ArtMechanic, Revolus Eva StrittmatterEva Strittmatter (* 8. Februar 1930 in Neuruppin; geborene Braun) ist eine deutscheDichterin und Schriftstellerin.Leben1947 legte Eva Strittmatter das Abitur ab und begann in Berlin das Studium derGermanistik, Romanistik und Pädagogik. 1950 heiratete sie und gebar einen Sohn. Die Ehewurde jedoch bald wieder geschieden. Noch vor der Scheidung lernte sie ErwinStrittmatter kennen, den sie bald darauf heiratete.Seit 1951, nach dem Abschluss ihres Studiums, arbeitete Eva Strittmatter freiberuflichbeim „Deutschen Schriftstellerverband“ der DDR als Lektorin. Ab 1952 veröffentlichte sieliteraturkritische Arbeiten in der Literaturzeitschrift ndl. Von 1953 bis 1954 war sieLektorin beim Kinderbuchverlag der DDR. Zudem wurde sie 1953 Mitglied desndl-Redaktionsbeirates. Seit 1954 ist sie freie Schriftstellerin. Sie veröffentlichte vor allemGedichte, aber auch Prosa für Kinder und Erwachsene. Von 1960 bis 1972 unternahm sie inihrer Eigenschaft als Mitglied der Auslandskommission des Schriftstellerverbandes derDDR zahlreiche Reisen in die Sowjetunion und nach Jugoslawien. 1994 starben innerhalbvon nur neun Monaten ihre Mutter, ihr Mann Erwin und ihr Sohn Matti. Sie lebt heute imbrandenburgischen Schulzenhof.Auszeichnungen•  1975 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR•  1998 Walter-Bauer-PreisWerke Lyrik•  Ich mach ein Lied aus Stille, 1973•  Mondschnee liegt auf den Wiesen, 1975•  Die eine Rose überwältigt alles, 1977•  Zwiegespräch, 1980•  Heliotrop, 1983•  Atem, 1988•  Unterm wechselnden Licht, 1990•  Der Schöne (Obsession), 1997•  Liebe und Hass. Die geheimen Gedichte. 1970-1990, 2002•  Der Winter nach der schlimmen Liebe. Gedichte 1996/1997, 2005•  Landschaft, 2005•  Bitte, 1976
  • 23. Eva Strittmatter23Prosa•  Briefe aus Schulzenhof I, 1977•  Poesie und andere Nebendinge, 1983•  Mai in Piestàny, 1986•  Briefe aus Schulzenhof II, 1990•  Briefe aus Schulzenhof III, 1995•  Du liebes Grün. Ein Garten- und Jahreszeitenbuch, 2000Kinderbücher•  Brüderchen Vierbein, 1958•  Vom Kater der ein Mensch sein wollte, 1959•  Ich schwing mich auf die Schaukel, 1975Herausgebertätigkeit•  Erwin Strittmatter: Vor der Verwandlung. Aufzeichnungen, 1995•  Erwin Strittmatter: Geschichten ohne Heimat, 2002•  Erwin Strittmatter. Eine Biographie in Bildern, 2002Weblinks•  Literatur von und über Eva Strittmatter [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Zärtlicher Regen, Erinnerung - Eva Strittmatter. Zur MDR-Sendung vom 1. Februar2004 [2]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118619330[2]  http:/ / www. mdr. de/ doku/ archiv/ 232389. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Eva_ Strittmatter&oldid=55183370Hauptautoren: Frank Schulenburg, Igelball, Beat22, Port(u*o)s, Raven, Tobias1983,Joergens.mi, Stefan, Erdal Ronahi, Sebastian Wallroth, Wahrerwattwurm, Rybak, Toolittle,Albrecht1, Keri, Joystick, Unukorno, HaeB, Lumbar, Wiegels, T.G., Abundant, ArtMechanic Frank-Wolf MatthiesFrank-Wolf Matthies (* 4. Oktober 1951 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller.Nach dem Abitur 1970 war Matthies in verschiedenen Berufen tätig, u.a. als Dispatcher,Taxichauffeur, Leichenwäscher und Kameraassistent. 1973 wurde er von derStaatssicherheit wegen „Beleidigung und Herabwürdigung eines Repräsentanten derPartei- und Staatsführung der DDR“ verhaftet. Ab 1975 leistete er Wehrersatzdienst alsBausoldat, in dieser Zeit gab es ein weiteres Gerichtsverfahren wegen „Meuterei“. 1975erschienen auf Vermittlung Franz Fühmanns erste Publikationen in der DDR. Seit 1977 istMatthies freier Schriftsteller.Nach Erscheinen des Prosabandes „Unbewohnter Raum mit Möbeln“ im Rowohlt Verlag1980 und Lesungen und Diskussionen in seiner Wohnung (u.a. mit Adolf Endler, Elke Erb,
  • 24. Frank-Wolf Matthies24Robert Havemann, → Wolfgang Hilbig, Günter Grass, → Uwe Kolbe, Gert Neumann, → LutzRathenow, Johano Strasser) wurde Matthies erneut verhaftet (mit Thomas Erwin und →Lutz Rathenow), jedoch nach internationalen Protesten entlassen. Anfang 1981 reisteMatthies nach Westberlin aus, wo ihn zunächst Günter Grass aufnahm. Mit den bis zuseiner Verhaftung regelmäßig durchgeführten Lesungen schuf Matthies ein wichtigesModell für die Etablierung einer nicht staatlichen Öffentlichkeit / Alternativöffentlichkeit inder Literatur- und Kunstszene des Prenzlauer Berg.In den 80er Jahren gehörte er zu den Initiatoren wichtiger Literaturdebatten zum Begriffder deutschen Kulturnation (mit Günter Grass und Johano Strasser, über dasdeutsch-deutsche Exil und über die Rolle des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS).Aufsehen erregte sein Austritt aus dem VS, den er aus Protest gegen den Umgang desVerbandes mit Dissidenten aus Osteuropa und der DDR als einer der ersten Autoren Anfangder achtziger Jahre verließ. Seinem Beispiel folgten zahlreiche Schriftsteller, u.a. HeinrichBöll und Günter Grass, was den VS in eine Krise stürzte.Matthies lebt seit 1994 in Joachimsthal.Werke•  Morgen. Rowohlt, Reinbek 1979. ISBN 3-49925-122-1•  Unbewohnter Raum mit Möbeln. Rowohlt, Reinbek 1980. ISBN 3-499-25148-5•  Für Patricia im Winter. Rowohlt, Reinbek 1981. ISBN 3-49925-160-4•  Exil. Ein Briefwechsel. mit Werner Lansburgh. Bund-Verlag, Köln 1983. ISBN376630576X•  Tagebuch Fortunes Suhrkamp 1985 ISBN 3-51811-311-9•  Die Sehn=Sucht, Reisetagebuch in Briefen. Amsterdam 1986.•  Stadt. Prosa. Wolke Verlag, Hofheim 1986. ISBN 3923997124•  Franz Lövenhertz. Märchen. Mariannenpresse, Berlin 1987. ISBN 392251037X•  Gelächter. Wolke, Hofheim 1987. ISBN 3923997167•  Inventar der Irrtümer. Prosa. Berliner Handpresse, Berlin 1988.•  Die Labyrinthe des Glücks oder Der Endzweck der Welt ist ein Buch. Kellner, Hamburg1990. ISBN 3927623075•  Poet’s Corner. 10 Gedichte. Unabhängige Verlagsbuchhandlung Ackerstrasse, Berlin1992. ISBN 3861720337•  Du bist der Ort vor dem Ende der Welt. Gedichte. John Gerard, Berlin 1992.•  Adressen aus den Heften für Patricia. Gedichte. Galrev, Berlin 1993. ISBN 3910161332•  Omerus Volkmund. Fünf Erzählungen. Galrev, Berlin 1994. ISBN 3-91016-154-5•  Aeneis. Roman. Berlin 1996. ISBN 3910161774•  Manifeste des DaDaeRismus. Sechs Manifeste. Mariannenpresse, Berlin 1998.•  Ein Lügner muß ein gutes Gedächtnis haben. Erzählung. Wekura, Berlin 1998.•  Auf der Suche nach dem verlogenen Blei oder 1 Junkie an König Ubus Hof. Berlin 2001.•  Von der Erotik des Zeiten vernichten. Galrev, Berlin 2002. ISBN 3-93314-929-0•  Geisterbahn. Bd 1-8. Wekura, Berlin 2003-2006.
  • 25. Frank-Wolf Matthies25Auszeichnungen•  1981 Berlin-Stipendium des Berliner Kultursenators•  1981/82 Stipendiat des Deutschen Literaturfonds•  1983/84 Villa-Massimo-Stipendium (Rom)•  1998 Karl-Kraus-Preis•  1998 Stipendium Schloss WiepersdorfWeblinks•  Literatur von und über Frank-Wolf Matthies [1] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Homepage von Frank-Wolf Matthies [2]•  Frank-Wolf Matthies im Poetenladen [3]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118579037[2]  http:/ / www. frankwolfmatthies. de/[3]  http:/ / www. poetenladen. de/ frank-wolf-matthies-person. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Frank- Wolf_Matthies&oldid=46426627Hauptautoren: Bosta, Toolittle, Salmi, Harro von Wuff, Kolja21, Srbauer, Aka, Ephraim33,Katharina, ArtMechanic Friederike MayröckerFriederike Mayröcker (* 20. Dezember 1924 in Wien) ist eine österreichischeSchriftstellerin.LebenVon 1946 bis 1969 war Mayröcker Englischlehrerin an verschiedenen Wiener Hauptschulenund legte dazwischen (1950) ihre Externistenmatura ab. 1969 ließ sie sich als Lehrerinkarenzieren und 1977 frühpensionieren.Ihr literarisches Schaffen begann sie als 15-Jährige (1939); 1946 veröffentlichte sie ihreersten Arbeiten in der Zeitschrift Plan.Friederike Mayröcker gilt als eine der bedeutendsten österreichischen zeitgenössischen →Lyrikerinnen. Erfolg hatte sie auch mit Hörspielen. Vier davon verfasste sie gemeinsam mitErnst Jandl, mit dem sie von 1954 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 zusammenlebte. IhreProsawerke werden der Kategorie quot;Autofiktionquot; zugerechnet. Sie bildet darin eine Gruppemit Christine Lipp, Wiesbaden.Ihre Arbeitsweise beschreibt Mayröcker folgendermaßen: quot;Ich lebe in Bildern. Ich sehealles in Bildern, meine ganze Vergangenheit, Erinnerungen sind Bilder. Ich mache dieBilder zu Sprache, indem ich ganz hineinsteige in das Bild. Ich steige solange hinein, bis esSprache wird.quot;[1]
  • 26. Friederike Mayröcker26Werke Prosa und Gedichte•  1956 Larifari: Ein konfuses Buch, Wien: Bergland•  1964 metaphorisch, Stuttgart: E. Walther•  1966 Tod durch Musen: Poetische Texte (mit einem Nachwort von Eugen Gomringer),Reinbek bei Hamburg: Rowohlt•  1967 Sägespäne für mein Herzbluten (39 Gedichte und 7 Zeichnungen), Berlin: Rainer•  1968 Minimonsters Traumlexikon: Texte in Prosa (Mit einem Nachwort von Max Bense),Reinbek bei Hamburg: Rowohlt•  1971 Fantom Fan, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. ISBN 3-498-04231-9•  1971 Sinclair Sofokles der Baby-Saurier (mit farbigen Illustrationen von AngelikaKaufmann), Wien, München: Jugend-und-Volk-Verlagsgesellschaft. ISBN 3-8113-1240-5•  1973 Blaue Erleuchtungen: erste Gedichte, Düsseldorf: Eremiten-Presse. ISBN3-87365-041-X•  1973 je ein umwölkter gipfel (Erzählung), Darmstadt, Neuwied : Luchterhand. ISBN3-472-86327-7•  1974 meine träume, ein flügelkleid, Düsseldorf: Eremiten-Presse. ISBN 3-87365-077-0•  1974 In langsamen Blitzen, Berlin: Literarisches Colloquium. ISBN 3-920392-43-4•  1974 Augen wie Schaljapin bevor er starb (Illustrationen von Peter Pongratz), Dornbirn:Vorarlberger Verlagsanstalt•  1975 Das Licht in der Landschaft, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-03626-2•  1975 schriftungen oder gerüchte aus dem jenseits (mit Zeichnungen), Pfaffenweiler:Pfaffenweiler Presse. ISBN 3-921365-01-5•  1976 Fast ein Frühling des Markus M., Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-03629-7•  1977 Heisse Hunde (Graphiken von Ernst Jandl), Pfaffenweiler: Pfaffenweiler Presse.ISBN 3-921365-10-4•  1977 Rot ist unten, Wien, München: Jugend und Volk. ISBN 3-8113-6600-9•  1978 Heiligenanstalt, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-03619-X•  1978 Schwarmgesang: Szenen für die poetische Bühne, Berlin: Rainer. ISBN3-88114-022-0•  1979 Ausgewählte Gedichte: 1944 - 1978, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-03618-1•  1979 Tochter der Bahn, Düsseldorf: Eremiten-Presse. ISBN 3-87365-123-8•  1980 Pegas, das Pferd, Basel: Schroedel. ISBN 3-507-95109-6•  1980 Die Abschiede, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-03617-3•  1981 Treppen (mit Johann Kräftner), St. Pölten: Verlag NiederösterreichischesPressehaus. ISBN 3-85326-619-3•  1981 Schwarze Romanzen (Gedichtzyklus mit Offsetlithographien von Max Weiler),Pfaffenweiler: Pfaffenweiler Presse. ISBN 3-921365-48-1•  1982 Gute Nacht, guten Morgen: Gedichte 1978 - 1981, Frankfurt am Main: Suhrkamp.ISBN 3-518-03521-5•  1982 Ich, der Rabe und der Mond, Graz: Droschl. ISBN 3-85420-020-X•  1984 Das Anheben der Arme bei Feuersglut (Gedichte u. Prosa, Auswahl und Nachwortvon Heinz F. Schafroth, Stuttgart: Reclam. ISBN 3-15-008236-6•  1984 Reise durch die Nacht, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-04700-0
  • 27. Friederike Mayröcker 27•  1984 Rosengarten (mit einer Radierung von Maria Lassnig), Pfaffenweiler: PfaffenweilerPresse. ISBN 3-921365-71-6•  1985 Das Herzzerreissende der Dinge, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-03568-1•  1985 Configurationen (mit Hubert Aratym), Wien : Sonderzahl. ISBN 3-85449-008-9•  1986 Winterglück: Gedichte 1981 - 1985, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-02574-0•  1987 Blauer Streusand, (Hrsg. u. mit einem Nachwort von Barbara Alms), Frankfurt amMain: Suhrkamp, ISBN 3-518-37932-1•  1988 Mein Herz, mein Zimmer, mein Name, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-40127-0•  1989 Zittergaul (Gedichte und 12 Zeichnungen), Ravensburg: Maier. ISBN3-473-51723-2•  1989 Dekomposition (Text zu Radierungen von Irmgard Flemming), Frankfurt am Main :Ed. Irmgard Flemming•  1989 Umbra, der Schatten: das ungewisse Garten-Werk ; zu Arbeiten von Linde Waber,Wien: Hora. ISBN 3-213-00028-0•  1990 Entfachung, Wien: D. Scherr•  1991 Stilleben, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN 3-518-40327-3•  1991 Nada, nichts: ein Konversationsstück, Frankfurt am Main: Suhrkamp•  1992 Das besessene Alter: Gedichte 1986 - 1991, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-40473-3•  1992 Blumenwerk : ländliches Journal, Deinzendorf, Weitra: Bibliothek der Provinz.ISBN 3-900878-72-2•  1992 Proëm auf den Änderungsschneider Aslan Gültekin (Holzschnitt von JohannesStrugalla), Berlin: Edition Balance.•  1992 Phobie der Wäsche, Köln: Edition Fundamental•  1992 Als es ist (Texte zu Kunst), Salzburg: Rupertinum•  1992 Verfaulbett oder die Almlunge (Offsetfarblithographie von Tone Fink), Horn:Edition Thurnhof•  1992 Der Engel ist in allen Dingen: 55 Gahara (mit Michael Touma), Leipzig: M. Touma•  1993 Veritas : Lyrik und Prosa 1950 - 1992 (hrsg. von Elke Erb), Leipzig Reclam. ISBN3-379-01474-5•  1993 Nimbus der Kappe (mit Olaf Nicolai), Rudolstadt: Burgart-Presse. ISBN3-910206-09-3•  1993 Betblumen : (ein) mein Lieblingstod (mit Tobias Raphael Pils), Weitra: Bibliothekder Provinz•  1994 Lection, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-40638-8•  1994 Das Licht in der Landschaft, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-22164-7•  1994 Bildlegende zu einem absurden Puppentheater (Gestaltung Ines v. Ketelhodt),Oberursel/Taunus: Unica T•  1995 Kabinett-Notizen nach James Joyce (mit Zeichnungen und einer Collage), Horn:Edition Thurnhof. ISBN 3-900678-22-7•  1996 Notizen auf einem Kamel: Gedichte 1991 - 1996, Frankfurt am Main: Suhrkamp.ISBN 3-518-40799-6•  1997 Das zu Sehende, das zu Hörende, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-40907-7
  • 28. Friederike Mayröcker 28•  1997 Gala des Messers auf einer Bettdecke (Abbildung Linde Waber), Wien:Bibliophilen-Gesellschaft•  1998 brütt oder Die seufzenden Gärten, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN3-518-40994-8•  2001 Gesammelte Prosa 1949-2001, hrsg. von Klaus Reichert, in 5 Bänden. Frankfurt amMain: Suhrkamp, ISBN 3-518-41299-X•  2001 Magische Blätter I-V, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-41301-5•  2001 Requiem für Ernst Jandl, Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-41216-7•  2003 Mein Arbeitstirol - Gedichte 1996-2001, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-41393-7•  2003 Die kommunizierenden Gefäße, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-12444-7•  2005 Gesammelte Gedichte 1939-2003 (hrsg. von → Marcel Beyer), Frankfurt am Main:Suhrkamp, ISBN 3-518-41631-6•  2005 Und ich schüttelte einen Liebling, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN3-518-41709-6•  2008 Paloma, Frankfurt am Main: Suhrkamp, ISBN 978-3-518-41956-4Hörspiele•  Die Umarmung, nach Picasso•  Repetitionen, nach Max Ernst•  Schubertnotizen oder das unbestechliche Muster der Ekstase•  Arie auf tönernen Füßen•  Das zu Sehende, das zu Hörende (mit dem ORF-Hörspielpreis ausgezeichnet)•  DIE KANTATE oder, Gottes Augenstern bist Du, Musik: Wolfgang von Schweinitz (2003)Zusammen mit Ernst Jandl:•  Der Gigant•  Gemeinsame Kindheit•  Five Man Humanity / Fünf Mann Menschen•  SpaltungenLibretto•  Stretta, Musik: Wolfram Wagner. Uraufführung sirene Operntheater 2004Übersetzungen in andere Sprachen•  2001 flandrisch: Magisch Bladwerk (Auswahl aus Magische Blätter)•  2002 italienisch: della vita le zampe (zweisprachiger Auswahlband mit Gedichten)•  2003 polnisch: ZIELNONY MONTA? (zweisprachiger Auswahlband mit Gedichten)•  2003 französisch: MÉTAUX VOISINS (franz. Übersetzung von Benachbarte Metalle)
  • 29. Friederike Mayröcker29Auszeichnungen•  Ehrenring der Stadt Wien 2004•  Georg-Büchner-Preis 2001•  Karl-Sczuka-Preis für das Hörspiel quot;Das Couvert der Vögelquot; 2001•  Christian-Wagner-Preis 2000•  ORF-Hörspielpreis 1997•  Meersburger Droste-Preis 1997•  America Awards Prize 1997•  Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 1996•  Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 1996•  Jurorin bei der Verleihung des Erich-Fried-Preises an Elke Erb 1995•  manuskripte-Preis 1994•  Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg 1993•  Hans-Erich-Nossack-Preis 1989 (Hauptpreis der Deutschen Industrie)•  Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1987•  Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold 1985•  Literaturpreis des Südwestfunks Baden-Baden 1985•  Roswitha-Preis 1982•  Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 1982•  Anton-Wildgans-Preis 1981•  Georg-Trakl-Preis 1977•  Literaturpreis der Stadt Wien 1976•  Österreichischer Würdigungspreis 1975•  Hörspielpreis der Kriegsblinden 1969 (mit Ernst Jandl)Literatur•  Theo Breuer: „Friederike Mayröcker, usw.“, in: T.B., Aus dem Hinterland. Lyrik nach2000, Edition YE, Sistig/Eifel 2005. ISBN 3-87512-186-4•  Renate Kühn (Hrsg.):Friederike Mayröcker oder Das innere des Sehens, Studien zuLyrik, Hörspiel und Prosa, Bielefeld (Aisthesis) 2002. ISBN 3-89528-400-9•  Inge Arteel / Heidy M. Müller (Hrsg.):Rupfen in fremden Gärten - Intertextualität imSchreiben Friederike Mayröckers, Bielefeld (Aisthesis) 2002. ISBN 3-89528-340-1•  Gerhard Kaucic/Timothy Liegeti: Guy Debord John Zorn Friederike Mayröcker PhilippeSollers: tel quel jardins des plantes et D mots/scribble and voice. - In: Die Grüne F Abyss.Internationale polylinguale Zeitschrift für Grüne Kultur/Politik. Nr.16b/1996, S. 117ff.•  Edith A. Kunz:Verwandlungen - Zur Poetologie des Übergangs in der späten ProsaFriederike Mayröckers, Göttingen (Wallstein) 2004. ISBN 3-89244-812-4•  Ralf B. Korte / Elisabeth Hödl: FM dj [reading reise durch die nacht]. Ein elektronischerBriefroman. 2004 AISTHESIS. ISBN 3-89528-402-5.•  Martin A. Hainz: Schwarze Milch zu schreiben. Paul Celan und Friederike Mayröcker.In: Weimarer Beiträge, Nr 52·1, 2006, S.5-19•  Leo Truchlar: Wozu lese und schreibe ich? Notizen aus Anlaß meiner Lektüren vonAdrienne Rich und Friederike Mayröcker. - In: Leo Truchlar, Über Literatur und andereKünste, Wien (Böhlau) 2000, S. 17ff.•  Inge Arteel: „gefaltet, entfaltet“. Strategien der Subjektwerdung in FriederikeMayröckers Prosa 1988-1998. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2007. ISBN 3-89528-562-5.
  • 30. Friederike Mayröcker 30Weblinks•  Literatur von und über Friederike Mayröcker [2] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Mayröcker-Portal der Uni Hamburg [3]•  Mayröcker-Portal des Suhrkamp Verlags [4]•  Linksammlung [5] der Universitätsbibliothek der Freien Universität BerlinExterne Links[1]  In: Heimspiel [Programmzeitschrift des ORF-Radiokulturhauses] März 2007, S. 5[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118732404[3]  http:/ / www. stud. uni-hamburg. de/ users/ lit_page/ Mayroecker. htm[4]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=3170[5]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_lmno/ mayroe. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Friederike_Mayröcker&oldid=50986369Hauptautoren: Peter200, Adelverpflichtet, Blaubahn, A Ruprecht, Robodoc, Adbo2009,Beat22, Leonard Vertighel, Palica, Thomas Fernstein, Toolittle, Dibe, Bahnmoeller,Demonax, Sirene, Goerdten, Ulrich.fuchs, HaSee, Rybak, HenrikHolke, Albrecht1, Addicted,Aka, Leonardo, Fundevogel65, Abundant, Mundartpoet, Schaufi, Wikitoni, Regi51, Stern,Trainspotter, ArtMechanic, Christel Fallenstein Gregor LaschenGregor Laschen (* 8. Mai 1941 in Ückermünde) ist ein deutscher Schriftsteller undHerausgeber.Leben und WerkNach dem Abitur in Minden studierte Gregor Laschen in Kiel, Zürich, Berlin, Würzburg undBonn Neuere Deutsche Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte. 1967 nahm er an derTagung der Gruppe 47 teil. 1970 promovierte er mit einem Thema zur DDR-Lyrik. Von 1972bis 2002 war er Dozent für Neue Deutsche Literatur an der niederländischen UniversitätUtrecht. Laschen initiierte 1988 das Übersetzungsprojekt „Poesie der Nachbarn“, dasjährlich im Künstlerhaus Edenkoben stattfindet. In der „Edition Die Horen“ gab er 17Bände einer Poesie-Reihe mit Länderschwerpunkten heraus. Er übersetzte das Werk derniederländischen Schriftstellerin Judith Herzberg. Laschen entwirft Ausstellungskonzepteund ist als Literaturkritiker tätig. Laschen ist Mitglied des deutschen sowie desniederländischen P.E.N.-Zentrums.Gregor Laschen lebte in Utrecht und im Kunst- und Kulturzentrum Bahnhof Rolandseck, biser 2008 nach Bremen übersiedelte.
  • 31. Gregor Laschen31Jammerbugt NotateFür den Gedichtband Jammerbugt Notate, erhielt Laschen 1996 den „Peter-Huchel-Preis“.Die FAZ vermerkte, dass die Jury ein „Außenseiterwerk“ würdige, das bisher „noch keineeinzige Rezension erhalten habe“.[1] Die Entscheidung stelle „eine veritable Entdeckungdar, die auf ein Werk von verstörender Intensität voller Momente der Widerständigkeit“[2]aufmerksam mache. Die Gedichte wirken befremdend und dunkel, haben Beziehung zurmodernen Malerei, indem sie sich mit Bildern und Objekten auseinandersetzen. Diesenbitteren Fragmenten stand „die Kritik weitgehend sprachlos gegenüber, auf dem knappenRaum einer Rezension scheinen sie nicht zu bändigen.“[3] Stefan Wieczorek schreibt weiter:„Gelesen werden können die „Jammerbugt-Notate” auch als Relektüre des eigenen Werks.Keines der Hauptwörter der Dichtung Laschens fehlt und allesamt scheinen sie in dasFragment zu münden.“[4]Poesie der NachbarnLaschen ist der Begründer und Leiter des vom Künstlerhaus Edenkoben und der StiftungArp Museum veranstalteten europäischen Lyrik-Übersetzungsprojekts „Poesie derNachbarn – Dichter übersetzen Dichter“. Bei der „Edition Die Horen“ gab er dazuzahlreiche Gedichtanthologien heraus, in denen jeweils dem Originaltext die deutscheNachdichtung gegenüber gestellt ist. Jeder Band ist das Ergebnis eines europäischenLyrikertreffens. Als sein Nachfolger leitet → Hans Thill nun das Projekt. In Laschens 2004erschienenen Gedichtband Die Leuchttürme tun was sie können greift der Autor nocheinmal auf seine Projekttätigkeit zurück, für die er im Laufe der Jahre einKorrespondentennetzwerk mit Lyrikern und über Lyrik geschaffen hatte. Er hatBeobachtungen und Reflexionen verarbeitet und die Leitmotive seiner Arbeit sichtbargemacht. Es ist ein Buch „mit bewegenden Gedichten, die von den existenziellenZerreißproben jener Künstler handeln“, schreibt Michael Braun und fährt fort: „Was diesesneue Gedichtbuch Gregor Laschens so ergreifend macht, ist die emphatische Innigkeit, mitder dieser Autor an dem Wahrheitsanspruch einer sprachmagischen Dichtkunst festhält.“[5]Zitat•  Naturgedicht 7„Ab und aus- / geschrieben epochenlang / die sechs anderen Wälder vorher, / deutsche /Metapher von Kindesbeinen an, Gattung / aus Gründen. Das Naturgedicht / ist der letzteText über die / Naturgedichte lange vor uns, hölzerne Suche / nach Bäumen in Gedichten/ über was man / für ein Verbrechen hielt, als / es / noch / Bäume / gab.“ [6]
  • 32. Gregor Laschen 32Einzeltitel•  Die Leuchttürme tun was sie können. Gedichte, Zu Klampen, Springe 2004. ISBN3-933156-80-7•  Im Fremdwort zuhaus. Eine Anthologie für Gregor Laschen zum 60. Geburtstag, hg. von→ Hans Thill, Wunderhorn, Heidelberg 2001. ISBN 3-88423-180-4•  Jammerbugt-Notate. Gedichte. Wunderhorn, Heidelberg 1995. ISBN 3-88423-098-0•  Bruno Goller. Bilder, Zeichnungen (Mitverfasser), Stiftung Bahnhof Rolandseck 1991.ISBN 3-927473-08-1•  Anrufung des Horizonts. Skagen-Zeit, Gedichte, mit Bildern von Stefan Schwerdtfeger,Edition Die Horen, Bremerhaven 1987. ISBN 3-88314-675-7•  Zerstreuung des Alphabets. Hommage à Arp. Hans/Jean Arp zum 100. Geburtstag 1986,Edition Die Horen, Bremerhaven 1998. ISBN 3-88314-517-3•  Die andere Geschichte der Wolken, Gedichte, Hanser, München und Wien 1983. ISBN3-446-13801-3•  Der zerstückte Traum. Für Erich Arendt zum 75. Geburtstag, Agora, Berlin undDarmstadt 1978. ISBN 3-87008-082-5•  Lyrik in der DDR. Anmerkungen zur Sprachverfassung des modernen Gedichts,Athenäum-Verlag, Frankfurt/M 1971.•  Ankündigung der Hochzeitsnächte, Suhrkamp, Frankfurt/M 1967.Herausgabe•  Vom Ohrenbeben zu Edenkoben, Texte, Wunderhorn, Heidelberg 2007. ISBN978-3-88423-279-8•  Leb wohl lila Sommer. Gedichte aus Russland, Edition Die Horen, Bremerhaven 2004.ISBN 3-88423-219-3•  Königs Schiffe vor Eden. Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzen Dichter, Edition DieHoren, Bremerhaven 2003. ISBN 3-89701-986-8•  Atmen lang von Babel her. Poesie aus Griechenland, Bremerhaven 2003. ISBN3-89701-985-X•  Die Heimkehr in den Kristall. Poesie aus Finnland, Edition Die Horen, Bremerhaven2002. ISBN 3-89701-887-X•  An die sieben Himmel. Sieben Lyriker und Erzähler besuchen sieben Landschaften,Wunderhorn, Heidelberg 2002. ISBN 3-88423-192-8•  Die Bogenform der Erinnerung. Poesie aus Portugal, Bremerhaven 2001. ISBN3-89701-729-6•  Ich ist ein andrer ist bang. Poesie aus Rumänien, Bremerhaven 2000. ISBN3-89701-571-4•  Die Freiheit der Kartoffelkeime. Poesie aus Estland, Bremerhaven 1999. ISBN3-89701-381-9•  Schönes Babylon. Gedichte aus Europa in 12 Sprachen, DuMont, Köln 1999. ISBN3-7701-4844-4•  Das Zweimaleins des Steins. Poesie aus Irland, Bremerhaven 1998. ISBN 3-89701-198-0•  Das erste Paradies. Poesie aus Norwegen, Bremerhaven 1997. ISBN 3-89701-025-9•  Der Finger Hölderlins. Poesie aus Frankreich, Bremerhaven 1996. ISBN 3-89429-731-X•  Die Mühle des Schlafs. Poesie aus Italien, Bremerhaven 1995. ISBN 3-89429-930-4
  • 33. Gregor Laschen 33•  Hör den Weg der Erde. Poesie aus Bulgarien, Edition Die Horen, Bremerhaven 1994.ISBN 3-89429-490-6•  Eine Jacke aus Sand. Poesie aus den Niederlanden, Edition Die Horen, Bremerhaven1993. ISBN 3-89429-290-3•  Ich bin der König aus Rauch. Poesie aus Spanien, Edition Die Horen, Bremerhaven 1991.ISBN 3-89429-121-4•  Inzwischen fallen die Reiche, Edition Die Horen, Bremerhaven 1990. ISBN3-89429-036-6•  Mein Gedicht ist mein Körper. Neue Poesie aus Dänemark, Edition Die Horen,Bremerhaven 1989. ISBN 3-88314-914-4•  Jahrbuch der Lyrik (mit Christoph Buchwald), Luchterhand, Darmstadt und Neuwied1984.•  Lyrik aus der DDR. Anthologie, Benziger, Zürich und Köln 1973. ISBN 3-545-36207-8Auszeichnungen•  1996 Peter-Huchel-Preis•  2004 Ehrengabe der Deutschen SchillerstiftungLiteratur•  Michael Braun: Die Leuchttürme tun was sie können. In: Die Rheinpfalz vom 20. Oktober2004•  Guido Graf: An die sieben Himmel. Forellenstimmen. In: Frankfurter Rundschau vom 23,November 2002•  Johann P. Tammen: „Das Eigne / zu haben im Andren.“ Gregor Laschen zum 60.Geburtstag. In: „die horen. Nr. 2/2001. ISSN 0018-4942 [7]•  → Hans Thill, Stefan Wieczorek, Ingo Wilhelm (Herausgeber): Im Fremdwort zuhaus.Eine Anthologie für Gregor Laschen zum 60. Geburtstag. Wunderhorn, Heidelberg 2001.ISBN 3-88423-180-4.•  Stefan Wieczorek: Gregor Laschen. In: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigenGegenwartsliteratur KLG. ISBN 978-3-88377-927-0.Weblinks•  Literatur von und über Gregor Laschen [8] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Lyrikübersetzungsprojekt „Poesie der Nachbarn“ [9]Externe Links[1]  Ausgabe vom 17. Januar 1996[2]  ebenda[3]  Stefan Wieczorek im „Kritischen Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“[4]  ebenda“[5]  Michael Braun in „Die Rheinpfalz“ vom 30. Oktober 2004[6]  Zitiert aus: Die andere Geschichte der Wolken. Hanser, München 1983[7]  http:/ / dispatch. opac. ddb. de/ DB=1. 1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8& TRM=0018-4942[8]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 123682290[9]  http:/ / www. poesie-der-nachbarn. de/
  • 34. Gregor Laschen34 Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Gregor_ Laschen&oldid=53900639Hauptautoren: STBR, Sverrir Mirdsson, Versfuchs, Jannof, Derdeh Hans Magnus EnzensbergerHans Magnus Enzensberger (* 11. November1929 in Kaufbeuren) ist ein deutscher Dichter,Schriftsteller, Herausgeber, Übersetzer undRedakteur. Er publizierte einzelne Bücher unterden Pseudonymen Andreas Thalmayr, LindaQuilt, Elisabeth Ambras sowie Serenus M.Brezengang. Enzensberger lebt inMünchen-Schwabing.LebenHans Magnus Enzensberger ist in einerbürgerlichen Familie in Nürnberg aufgewachsen.Der Vater war Oberpostdirektor in Nürnberg,zuvor arbeitete er als Ingenieur fürFernmeldetechnik (er war der ersteRadiosprecher Bayerns). Enzensberger hat bzw.hatte drei jüngere Brüder, ChristianHans Magnus EnzensbergerEnzensberger war Anglist, Ulrich EnzensbergerWarschau, 20. Mai 2006war ein Gründungsmitglied der legendärenBerliner Wohngemeinschaft Kommune I undspäter als Autor tätig. Der Bruder Martin verstarb schon Mitte der 1980er Jahre anLungenkrebs. Mutter Elionore arbeitete anfänglich als Kindergärtnerin. Wie alle Kinder war Enzensberger zur Teilnahme bei der Hitlerjugend verpflichtet, wurdeaber wegen Trotz und Querulantentums wieder ausgeschlossen. Während des Luftkriegesevakuierte man seine Familie und ihn in die mittelfränkische Kleinstadt Wassertrüdingen,was eine seltene Ausnahme im Naziregime war und nur der hohen Stellung seines Vaterszu verdanken. Hier wird auch sein jüngster Bruder Ulrich geboren. Die letzten Tage desZweiten Weltkriegs erlebte Hans Magnus Enzensberger als Volkssturm-Angehöriger,entzog sich aber seinem Dienst und konnte sich bis nach Hause durchschlagen.Nach dem Krieg machte er an der Oberschule in Nördlingen das Abitur, seine Familieernährte er als Schwarzhändler, Dolmetscher und Barmann bei der Royal Air Force. Erstudierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau,Hamburg und an der Sorbonne in Paris. Während seines Studiums war er Stipendiat derStudienstiftung des deutschen Volkes.1955 promovierte er mit einer Arbeit über Clemens Brentanos Poetik. (Sein Biograf JörgLau vergleicht Enzensberger mit Brentano, insbesondere die Methode von „Rückgriff undZerstörung“ der Traditionen in der Lyrik.[1] ) Bis 1957 arbeitete Enzensberger alsHörfunkredakteur in Stuttgart. Er nahm an mehreren Tagungen der Gruppe 47 teil. Ab
  • 35. Hans Magnus Enzensberger 351957 arbeitete Enzensberger als freier Schriftsteller in Stranda (West-Norwegen), gingdann 1959 für ein Jahr nach Lanuvio bei Rom, arbeitete 1960 als Lektor beim SuhrkampVerlag in Frankfurt am Main und zog sich 1961 auf Tjøme, eine Insel im Oslofjord, zurück.Von 1965 bis 1975 gab Enzensberger die Zeitschrift Kursbuch heraus. Enzensberger hatteinsbesondere mit dem Kursbuch, aber auch mit seinen Werken großen Einfluss auf dieStudentenbewegung. 1980 gründete er mit Gaston Salvatore das KulturmagazinTransAtlantik, das er 1982 wieder verließ. Von 1985 bis 2007 gab er zusammen mit FranzGreno die Buchreihe Die Andere Bibliothek heraus.Mit dem Filmemacher Peter Sehr arbeitet Enzensberger an einer Verfilmung des Lebensvon Georg Christoph Lichtenberg.Politische StellungnahmenSeine bekannteste Auseinandersetzung mit den Medien, vor allem mit dem Fernsehen, istsein Text „Baukasten zu einer Theorie der Medien“ (1970). Er bezeichnet darin dieelektronischen Medien als Hauptinstrumente der „Bewusstseins-Industrie“ im SinneAdornos und Horkheimers, der er weitgehende Steuerungs- und Kontrollmacht über diespätindustrielle Gesellschaft zuschreibt. Enzensberger fordert in dem Text einesozialistische Medientheorie, d.h. einen emanzipatorischen und emanzipativen Umgang mitden Medien. Probleme sieht er im „repressiven Mediengebrauch“ (ein zentral gesteuertesProgramm mit einem Sender und vielen Empfängern, der die Konsumenten passiv machtund entpolitisiert). Spezialisten produzieren den Inhalt, werden dabei jedoch durchEigentümer oder Bürokratie kontrolliert. Ein „emanzipatorischer Mediengebrauch“dagegen würde jeden Empfänger zum Sender machen. Durch die Aufhebung dertechnischen Barrieren würden die Massen mobilisiert und politisch eingebunden. In seinen1988 veröffentlichten Gesammelten Zerstreuungen bezeichnete Enzensberger dasFernsehen als „Nullmedium“.Im Jahr 1987 verwendete er die Begriffe Ossie und Wessie in dem Prosaband Ach, Europa!Wahrnehmungen aus sieben Ländern. In einem fiktiven Reisebericht durch das Europa imJahr 2006 beschreibt er in einem Kapitel ein friedlich wiedervereinigtes Deutschland, indem sich aber Ossies und Wessies weiterhin feindlich gegenüberstehen.In seinem Buch Schreckens Männer (2006) beschäftigt er sich mit dem islamistischenTerror. Er beschreibt islamistische Selbstmordattentäter, die sich wie Sieger gebärdeten,aber tatsächlich radikale Verlierer seien. Er beschreibt die arabische Welt als eineZivilisation, die im 12./13. Jahrhundert den Europäern weit überlegen gewesen sei, heuteaber eine relativ unproduktive Zivilisation darstelle. Das produziereMinderwertigkeitskomplexe, die ihrerseits Wut erzeugten. Die Ursache für ihre Problemewürden die Selbstmordattentäter nicht bei sich, sondern in der westlichen Welt, den USA,bei den Juden oder in Verschwörungstheorien suchen.[2]Enzensberger ist ein Kritiker der Rechtschreibreform und unterzeichnete auf der Basis derFrankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform von 1996 u.a. im Jahr 2004 den FrankfurterAppell zur Rechtschreibreform, was einen Widerspruch zu früher von ihm publiziertenPolemiken darstellt.[3]
  • 36. Hans Magnus Enzensberger36Preise•  1962 Deutscher Kritikerpreis•  1963 Georg-Büchner-Preis•  1978 Deutscher Kritikerpreis•  1980 Goldener Kranz-Preis - Die Abende der Poesie in Struga•  1985 Heinrich-Böll-Preis•  1993 Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis•  1994 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München•  1998 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf•  2002 Prinz-von-Asturien-PreisPremio d’Annunzio für sein Gesamtwerk [4]•  2006•  2006 Medienpreis 2006 von der Berlin-Brandenburgischen Akademie derWissenschaften und Verleihung des Enzensberger-SternsWerke•  verteidigung der wölfe, Gedichte, 1957•  Bildzeitung, Gedicht, 1957•  Clemens Brentano: Gedichte, Erzählungen, Briefe (als Hrsg.), 1958•  Die Denunziation des Tourismus, (als Hrsg.) 1959•  Museum der modernen Poesie (als Hrsg.), 1960•  landessprache, Gedichte, 1960•  An alle Fernsprechteilnehmer, Gedicht, 1960•  Brentanos Poetik, 1961 (Druckfassung der Diss. Erlangen 1955)•  Allerleirauh. Viele schöne Kinderreime (als Hrsg.) 1961•  Einzelheiten, Essays, 1962•  Gedichte. Die Entstehung eines Gedichts, 1962•  Vorzeichen. Fünf neue deutsche Autoren (als Hrsg.), 1962•  Politik und Verbrechen, Essays, 1964•  blindenschrift, Gedichte, 1964•  Georg Büchner, Ludwig Weidig: Der Hessische Landbote. Texte, Briefe, Prozeßakten (alsHrsg.), 1965•  Bartolomé de las Casas: Kurzgefaßter Bericht von der Verwüstung der WestindischenLänder (als Hrsg.), 1966•  Deutschland, Deutschland unter anderm. Äußerungen zur Politik, 1967•  Staatsgefährdende Umtriebe, Rede zur Verleihung des Nürnberger Literaturpreises,1968•  El Cimarrón. Rezital. Musik (1969/70): Hans Werner Henze. UA 1970•  Freisprüche. Revolutionäre vor Gericht, 1970•  Das Verhör von Habana, Prosa, 1970•  Der kurze Sommer der Anarchie. Buenaventura Durrutis Leben und Tod, Roman, 1972•  Klassenbuch. Ein Lesebuch zu den Klassenkämpfen in Deutschland (als Mithrsg.), 1972•  Gespräche mit Marx und Engels, 1973•  Palaver. Politische Überlegungen 1967–1973, Essays, 1974•  Mausoleum. 37 Balladen aus der Geschichte des Fortschritts, 1975•  Der Weg ins Freie. Fünf Lebensläufe, 1975•  Der Untergang der Titanic. Eine Komödie, Versepos, 1978
  • 37. Hans Magnus Enzensberger 37•  Unsere Landessprache und ihre Leibwächter, 1979•  Die Furie des Verschwindens. Gedichte, 1980•  Politische Brosamen, Essays, 1982•  Das Wasserzeichen der Poesie oder Die Kunst und das Vergnügen, Gedichte zu lesen(unter dem Pseudonym Andreas Thalmayr), 1985•  Auferstanden über alles. Fünf Untersuchungen, 1986•  Ach, Europa! Wahrnehmungen aus sieben Ländern, Prosa, 1987•  Heiss & Kalt, Erotische Erzählungen, 1987 (unter dem Pseudonym Elisabeth Ambras)•  Mittelmaß und Wahn. Gesammelte Zerstreuungen, 1988•  Der Fliegende Robert. Gedichte, Szenen, Essays, 1989•  Diderot und das dunkle Ei. Ein Interview, 1990•  Zukunftsmusik, Gedichte, 1991•  Die Tochter der Luft, Drama, 1992•  Die Große Wanderung, Essays, 1992•  Aussichten auf den Bürgerkrieg, 1993•  Das Brot und die Schrift, 1993•  Diderots Schatten. Unterhaltungen, Szenen, Essays, 1994•  Kiosk. Neue Gedichte, 1995•  Altes Medium, Gedicht, 1995•  Voltaires Neffe. Eine Fälschung in Diderots Manier, 1996•  Zickzack, Aufsätze, 1997•  Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor der Mathematik haben,1997•  Wo warst du, Robert?, Roman, 1998•  Drawbridge Up: Mathematics – A Cultural Anathema / Zugbrücke außer Betrieb: DieMathematik im Jenseits der Kultur (dt., engl.) Natick, Mass., Peters, 1999•  Leichter als Luft. Moralische Gedichte, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1999•  Die Elixiere der Wissenschaft. Seitenblicke in Poesie und Prosa, 2002•  Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen, 2003•  Nomaden im Regal. Essays, 2003•  Lyrik nervt! Erste Hilfe für gestresste Leser, 2004 (unter dem Pseudonym AndreasThalmayr)•  Dialoge zwischen Unsterblichen, Lebendigen und Toten, 2004•  Heraus mit der Sprache. Ein bisschen Deutsch für Deutsche, Österreicher, Schweizerund andere Aus- und Inländer, 2005 (unter dem Pseudonym Andreas Thalmayr)•  Josefine und ich - Eine Erzählung, 2006•  Schauderhafte Wunderkinder, 2006 (unter dem Pseudonym Linda Quilt)•  Schreckens Männer – Versuch über den radikalen Verlierer, 2006, Suhrkamp Verlag•  Hammerstein oder der Eigensinn, Biographie, 2008 Suhrkamp Verlag•  Heraus mit der Sprache – Ein bißchen Deutsch für Deutsche, Österreicher, Schweizerund andere Aus- und Inländer, 2008 dtv
  • 38. Hans Magnus Enzensberger 38Literatur•  Reinhold Grimm (Hrsg.): Hans Magnus Enzensberger. Suhrkamp Verlag, Frankfurt1984, 437 S., Besprechung [5]•  Martin Fritsche: Hans Magnus Enzensbergers produktionsorientierte Moral. Konstantenin der Ästhetik eines Widersachers der Gleichheit. Peter Lang, Bern u.a. 1997,Technische Universität Berlin, Dissertation, 264 S., gebunden, ISBN 3-906757-91-9. (Zurpolitischen Haltung, politischen Polemik und Provokation im Werk Enzensbergers.)•  Jörg Lau: Hans Magnus Enzensberger. Ein öffentliches Leben. Fest, Berlin 1999, ISBN3-8286-0049-2, Besprechung [6]•  Tae-Ho Kang: Poesie und Gesellschaftskritik. Hans Magnus Enzensbergers negativePoetik. Universität Wuppertal, 2002, Dissertation, 256 S., online [7]•  Rainer Barbey: Unheimliche Fortschritte. Natur, Technik und Mechanisierung im Werkvon Hans Magnus Enzensberger. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007,Dissertation, Universität Regensburg, 248 S., gebunden, ISBN 978-3-89971-345-9,Inhaltsverzeichnis [8], Einleitung [9]Weblinks Wikiquote: Hans Magnus Enzensberger – Zitate•  Literatur von und über Hans Magnus Enzensberger [10] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Linksammlung [11] bei der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin•  Hans-Magnus-Enzensberger-Projekt [12] am Institut für Germanistische und AllgemeineLiteraturwissenschaft [13] der RWTH Aachen [14]: laufend aktualisierte Sichtung,Dokumentation, Materialienbereitstellung und Rezensionen zu sämtlichen Werken undHerausgeberschaften Enzensbergers•  „Porträt zum 70. Geburtstag“ [15], Justus-Liebig-Universität Gießen•  Verweis auf einen Abstract [16] zu Enzensbergers Aufsatz «Baukasten zu einer Theorieder Medien»•  „Hans Magnus Enzensberger: Im Schlafrock der Geschichte“ [17], FAZ, 27. September2007Biographien Biographie beim Suhrkamp-Verlag [18]• Kurz-Bio [19], Universität Duisburg-Essen• Who's Who [20]• tabellarisch [21], 3sat•Beiträge von Enzensberger•  „Zur Situation der Mathematik in der Gesellschaft“ [22], FAZ, 29. August 1998•  „Im Irrgarten der Intelligenz. Über den getesteten Verstand und den Unverstand desTestens“ [23], Neue Zürcher Zeitung, 11. November 2006Rezensionen•  ub.fu-berlin.de [24] Kommentierte Linksammlung der Universitätsbibliothek der FreienUniversität Berlin•  Berliner Zeitung [25] zu Hammerstein oder der Eigensinn von Harald JähnerKommentar
  • 39. Hans Magnus Enzensberger39•  Probekommentar zum «Untergang der Titanic» (25. Gesang) [26]Externe Links[1]  „Leichte Schläge mit der linken Hand“ (http:/ / www. falter. at/ web/ shop/ detail.php?id=1473), Falter, 10. November 1999, Nr. 45, S. 72[2]  Hessischer Rundfunk: Hans Magnus Enzensberger „Schreckens Männer“ (http:/ / www.hr-online. de/ website/ specials/ buchmesse/ index. jsp?rubrik=18588&key=standard_document_25665982) 6. September 2006[3]  „Unsere Landessprache und ihre Leibwächter“ (http:/ / images. zeit. de/ text/ 1979/ 35/Leibwaechter), Die Zeit, 24. August 1979, Nr. 35[4]  „Hans Magnus Enzensberger erhält den »Premio d’Annunzio«“ (http:/ /kritische-ausgabe. de/ index. php/ archiv/ 791), kritische-ausgabe.de, 18. Oktober 2006[5]  http:/ / www. zeit. de/ 1985/ 14/ Geist-des-Widerspruchs[6]  http:/ / www. falter. at/ web/ shop/ detail. php?id=1473[7]  http:/ / deposit. ddb. de/ cgi-bin/ dokserv?idn=969224575& dok_var=d1& dok_ext=pdf&filename=969224575. pdf[8]  http:/ / www. vandenhoeck-ruprecht. de/ data/ files/ 389971345/ Inhalt. pdf[9]  http:/ / www. vandenhoeck-ruprecht. de/ data/ files/ 389971345/ Einleitung. pdf[10]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118530534[11]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_cde/ enzens. html[12]  http:/ / www. germlit. rwth-aachen. de/ enzensberger[13]  http:/ / www. germlit. rwth-aachen. de/[14]  http:/ / www. rwth-aachen. de[15]  http:/ / web. archive. org/ web/ 20040223085848/ http:/ / www. bildung. hessen. de/mversuch/ tv-weiser/ enz/ enz_bio. htm[16]  http:/ / www. alext. de/ 2006/ 09/ 18/ abstract-on-enzensberger/[17]  http:/ / www. faz. net/ s/ RubA5D2D6FBDDF441DC904B6BAD9133F933/Doc~E313634D2098F40B78986C5F492EE0D7D~ATpl~Ecommon~Scontent. html[18]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=1134[19]  http:/ / www. uni-essen. de/ literaturwissenschaft-aktiv/ Vorlesungen/ hermeneutik/enzensberger. htm[20]  http:/ / www. rasscass. com/ templ/ te_bio. php?PID=509& RID=1[21]  http:/ / www. 3sat. de/ bookmark/ 67286/ index. html[22]  http:/ / www. math. uni-wuppertal. de/ guide/ StInfo/ Zugbruecke. html[23]  http:/ / www. nzz. ch/ 2006/ 11/ 11/ li/ articleEN2QA. print. html[24]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_cde/ enzens. html[25]  http:/ / www. berlinonline. de/ berliner-zeitung/ print/ feuilleton/ 716170. html[26]  http:/ / enzensberger. germlit. rwth-aachen. de/Kommentar_Untergang%20der%20Titanic/ titanickommentar_g25_msw. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Hans_ Magnus_Enzensberger&oldid=56233902Hauptautoren: Uwe Gille, Albrecht Conz, NewPapillon, Kurt Jansson, YourEyesOnly,Septembermorgen, Hydro, Timekeeper, TMFS, Schubbay, Stefan64, Sinn, Penta, Shaun72,
  • 40. Hans Magnus Enzensberger 40DasBee, Yorg, Hubertl, Hansele, Diba, Abundant, KaJin, Tönjes, Sommerkom,WolfgangRieger, Str1977, Ot, Bernhard55, Erkabo, Libelle63, Cholewa, Wiegels, Zinnmann,Sebesta, ArtMechanic, VanGore, LKD, Bonzo*, Anathema, Bdk, Ningi, Querverplänkler,Achates, Pm, Kai U. Jürgens, LA2, Leppus, Arnewpunkt, Stefan Kühn, Anima, Rainbowfish,Bernardoni, Unukorno, HCass, Pismire, GDK, Tsor, Sajonara, Emes, Sulpiz Delhaye,Magnus, Dundak, Fabian Haidekker, Publius, Jed, Jesusfreund, 08-15, DER UNFASSBARE,Jan-Paul81, Pinkerton, Furukama, Sebastian35, Robertpetersgehrke, Udm, WAH,DerDoktor, Merlissimo, Mockabüffel, Ruestz, Albrecht1, Langec, Matthiasf,DoktorHeinrichFaust, Justus Nussbaum, Tobi B., Michail, APPER, Vreekz, Cottbus, Heinte,Eisbaer44, Srvban, Entlinkt, Chrisqwq, Leonard Vertighel, Gavilán, CosmicAvenger,Blaufisch, Hostelli, Rybak, Goerdten, Daniel FR, Kibert, Merderein, Bene16, AndreasJohann Lücke, Leipnizkeks, M. Meder, Lipstar, Mario1924, Esmerálda, Buchsucher, Fietje,AndreasPraefcke, Stern, Lyrik Hans ThillHans Thill (* 1. Oktober 1954 in Baden-Baden) ist ein deutscher Autor. Er lebt inHeidelberg.Thill wuchs in Bühl auf. Er studierte Sprachen in Heidelberg sowie Jura, Germanistik undGeschichte. 1978 gründete er zusammen mit Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner,Ulla Tripp und Dorothea Lang den Verlag Das Wunderhorn. Er hat zahlreiche Bücher ausdem Französischen übersetzt. Seit den 1995 lebt er zunehmend von den Veröffentlichungeneigener Texte. Seit 2000 ist er Leiter der Reihe Poesie der Nachbarn - Dichter übersetzenDichter.Er erhielt im Jahr 1985 für Gelächter Sirenen die Auszeichnung »Hungertuch« und im Jahre2004 für Kühle Religionen den Peter-Huchel-Preis.Veröffentlichungen•  Gelächter Sirenen. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1985.•  Zivile Ziele. Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn), 1995.•  Kopfsteinperspektive. Post aus Plovdiv und Sofia. Heidelberg (Wunderhorn), 2000.•  Wetterseite. Gedichte. In: Gregor Laschen (Hg.): An die sieben Himmel. Sieben Dichterbesuchen sieben Landschaften. Heidelberg (Wunderhorn), 2002.•  Kühle Religionen. Gedichte, Heidelberg (Wunderhorn) 2003.Herausgeberschaften (Auswahl)(zusammen mit Michael Braun) die Anthologien:•  Punktzeit. Deutschsprachige Lyrik der achtziger Jahre. Heidelberg (Wunderhorn), 1987.•  Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre. Heidelberg(Wunderhorn), 1998.•  Raymond Queneau, Unwahrscheinliche Flausen bekehrter Sodomiten. Die schönstenTexte. Berlin (Wagenbach) 2003.(zusammen mit → Gregor Laschen)•  Leb wohl lila Sommer. Poesie aus Rußland. Heidelberg (Wunderhorn) 2004.
  • 41. Hans Thill41•  Wozu Vögel, Bücher, Jazz. Poesie aus England. Heidelberg (Wunderhorn) 2005.•  Vorwärts ihr Kampfschildkröten! Poesie aus der Ukraine. Heidelberg (Wunderhorn)2006.•  Das verborgene Licht der Jahreszeiten. Poesie aus der Schweiz. Heidelberg(Wunderhorn) 2007.Übersetzungen (Auswahl)•  Yvan Goll, Berlin Sodom. Berlin (Rotbuch), 1985.•  Guillaume Apollinaire, Erzketzer & Co. Heidelberg (Wunderhorn), 1986.•  Fawzi Mellah, Die Irrfahrt der Königin Elissa. Frankfurt a. M. (Eichborn), 1989.•  Fawzi Mellah, Konklave der Klageweiber. Frankfurt a. M. (Eichborn) 1990.•  Philippe Soupault, Geschichte eines Weißen. Heidelberg (Wunderhorn), 1990.•  Jean Giono, Der Deserteur. Frankfurt a. M. (Suhrkamp) 1992.•  Philippe Soupault, Der schöne Heilige. Heidelberg (Wunderhorn) 1992.•  Philippe Sollers, Portrait des Spielers. Heidelberg (Wunderhorn) 1992.•  Félix Fénéon, 1111 wahre Geschichten. Frankfurt a. M. (Die Andere Bibliothek hrsg. v.H. M. Enzensberger) 1993.•  Abdelwahab Meddeb, Talismano. Heidelberg (Wunderhorn) 1993.•  Assia Djebar, Fern von Medina. Zürich (Unionsverlag) 1994.•  Assia Djebar, Weißes Algerien. Zürich (Unionsverlag) 1996.•  Mona Ozouf, Das Pantheon / Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Berlin (Wagenbach)1996•  Sélim Nassib, Stern des Orients. Heidelberg (Wunderhorn) 1997.•  Assia Djebar, Weit ist mein Gefängnis. Zürich (Unionsverlag) 1997.•  Abdelwahab Meddeb, Aya. Heidelberg (Wunderhorn) 1998.•  Maurice Joly, Das Handbuch des Aufsteigers. Frankfurt a. M. (Die Andere Bibliothekhrsg. v. H. M. Enzensberger) 2001.•  Raymond Queneau, Vom Nutzen und Nachteil der Beruhigungsmittel. Berlin(Wagenbach) 2002.(Zusammen mit Beate Thill)•  Abelwahab Medded, Die Krankheit des Islam. Heidelberg (Wunderhorn) 2002.•  Francis Carco, Jesus Schnepfe. Heidelberg (Wunderhorn) 2002.•  Abdelwahab Meddeb, Ibn Arabis Grab, Gedichte. Heidelberg (Wunderhorn) 2004.Weblinks•  Literatur von und über Hans Thill [1] im Katalog der Deutschen NationalbibliothekExterne Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 122489438Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Hans_ Thill&oldid=53941633Hauptautoren: Sverrir Mirdsson, Pelz, Andim, NeD, Majaeger, Alinea, YourEyesOnly, Trg,Ebcdic, Nichtbesserwisser, Cecil
  • 42. Jan Wagner 42Jan WagnerJan Wagner (* 18. Oktober 1971 in Hamburg) ist ein deutscher Schriftsteller undÜbersetzer.Leben und WerkJan Wagner studierte Anglistik an der Universität Hamburg, am Trinity College in Dublinund an der Humboldt Universität Berlin, wo er mit einer Magisterarbeit über die jüngsteGeneration angloirischer Lyriker abschloss. 1995 begann er zusammen mit Thomas Girstmit der Herausgabe der internationalen Lyrikschachtel Die Außenseite des Elementes. Seitdem Erscheinen des ersten Gedichtbands im Jahr 2001 ist er als freier Schriftsteller,Herausgeber und Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen tätig. Gedichtewurden in zahlreichen Anthologien (u.a. Der Große Conrady) und Literaturzeitschriften(Akzente, BELLA triste, Zwischen den Zeilen) veröffentlicht. Als Kritiker verfasst WagnerRezensionen für die Frankfurter Rundschau und andere Zeitungen sowie für den Rundfunk.Jan Wagner lebt in Berlin.Einzeltitel•  Achtzehn Pasteten. Gedichte, Berlin-Verlag, Berlin 2007. ISBN 978-3-8270-0721-6•  Guerickes Sperling. Gedichte, Berlin-Verlag, Berlin 2004. ISBN 3-8270-0091-2•  Probebohrung im Himmel. Gedichte, Berlin-Verlag, Berlin 2001. ISBN 3-8270-0071-8Herausgabe•  Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen (mit → Björn Kuhligk), DuMont Literatur und Kunstverlag,Köln 2003. ISBN 3-8321-7852-X•  Lyrik von Jetzt 2 (mit Björn Kuhligk), Berlin Verlag, Berlin 2008.•  Die Außenseite des ElementesÜbersetzung•  James Tate: Der falsche Weg nach Hause, Gedichte, Berlin: Berlin Verlag, 2004 [alsÜbersetzer und Herausgeber]. ISBN 3-8270-0492-6•  Charles Simic, Grübelei im Rinnstein, München: Hanser Verlag, 2000 [als Übersetzer,mit Hans Magnus Enzensberger, Michael Krüger, Rainer G. Schmidt]. ISBN3-4461-9928-4•  Matthew Sweeney: Rosa Milch, Gedichte, Berlin: Berlin-Verlag 2008, [als Übersetzerund Herausgeber]. ISBN 3-8270-0744-5
  • 43. Jan Wagner43Auszeichnungen•  1999: Förderpreis für literarische Übersetzungen der Stadt Hamburg•  2000: Arbeitsstipendium des Berliner Senats•  2001: Hamburger Förderpreis für Literatur•  2001: Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis•  2001/2002: Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds•  2002: Stipendiat im Künstlerhaus Edenkoben•  2003: Amsterdam-Stipendium der Stichting Culturele Uitwisseling Nederland Duitslandund des Berliner Senats•  2003: Christine-Lavant-Publikumspreis•  2004: Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg•  2004: Alfred-Gruber-Preis•  2004: Anna-Seghers-Preis•  2004: Mondseer Lyrikpreis•  2005: Ernst-Meister-Preis für Lyrik•  2006: Arno-Reinfrank-Literaturpreis der Stadt Speyer•  2006: Arbeitsstipendium der Stiftung Preußische Seehandlung•  2007: Casa Baldi-Stipendium der Deutschen Akademie Rom•  2008: Max Kade Writer-in-Residence am Department of German Language andLiteratures in Oberlin, Ohio (USA)Weblinks Literatur von und über Jan Wagner [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Kurz-Biographie [2]• Pressemitteilung zum Arno-Reinfrank-Preis [3]• Zu Guerickes Sperling [4]•Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 122751493[2]  http:/ / www. lauter-niemand. de/ seite_jan_wagner. htm[3]  http:/ / www. marktplatz-Bergstrasse. de/ insite/ baum/ index/ kultur/kultur_rhein_neckar/ kultur_rhein_neckar000. html[4]  http:/ / www. lyrikwelt. de/ rezensionen/ guerickes-r. htmQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Jan_ Wagner&oldid=54258516Hauptautoren: Generalstu, Sverrir Mirdsson, Heinte, Lino Wirag, Nfl, Carol.Christiansen,Diba, PeterGuhl, Wst, Versfuchs, Abundant, Albrecht1
  • 44. Johannes Kühn 44Johannes KühnJohannes Kühn (* 3. Februar 1934 inBergweiler - Gemeinde Tholey, Saarland)ist ein deutscher Schriftsteller.LebenAls Sohn einer Bergarbeiterfamilie wuchsKühn mit acht Geschwistern in Hasborn(ebenfalls Gemeinde Tholey) auf, wo erheute noch lebt. Ab 1948 besuchte er dieMissionsschule der Steyler Missionare inSt. Wendel, die er 1953 aufgrund einerlangwierigen Krankheit ohne AbiturJohannes Kühnverließ. Da die finanziellen Mittel fehlten,den Abschluss auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen, hörte er von 1956 bis 1961Germanistik als Gasthörer an den Universitäten von Saarbrücken und Freiburg imBreisgau. Daneben besuchte er von 1955 bis 1958 die Schauspielschule in Saarbrücken. Von 1963 bis 1973 arbeitete er als Hilfsarbeiter in der Tiefbaufirma seines Bruders;nebenbei schrieb er Dramen, Gedichte und Märchen, denen größerer Erfolg jedochzunächst verwehrt blieb.In den folgenden Jahren wanderte Kühn durch seine Heimat und hielt seine Eindrücke inArbeiter- und Naturgedichten fest, die erste überregionale Beachtung fanden. Dennochstellte er zu Beginn der 80er Jahre seine schriftstellerische Tätigkeit nach und nach ein,was er bis zu Beginn der 90er beibehielt. Dem hartnäckigen Bemühen des befreundetenEhepaares Irmgard und Benno Rech und des saarländischen Schriftstellers Ludwig Harigist es zu verdanken, dass in dieser Zeit das dichterische Werk Kühns aufgearbeitet undzumindest stückweise herausgegeben wird.Die Ausgaben der Gedichte in den späten 1980er Jahren erregen ein breites positives Echo.Seit 1992 schreibt er wieder regelmäßig Gedichte.Werke•  Johannes Kühn u.a.: Saarländische Anthologie, (1958, (West-Ost-Verlag, Saarbrücken)•  Die Totengruft, Theaterstück (1966)•  Kampf um die Möbel, Theaterstück (1968 in Neipel, Winterbach, Quierschied undHasborn-Dautweiler aufgeführt)•  Stimmen der Stille, Gedichte (1970, Verlag quot;Die Mittequot;, Saarbrücken)•  Salzgeschmack, Gedichte (1984, Verlag quot;Die Mittequot;, Saarbrücken)•  Zugvögel haben mir berichtet, Märchen (1988, Joachim Hempel Verlag, Lebach)•  Ich Winkelgast, Gedichte (1989, Hanser Verlag)•  Am Fenster der Verheißungen, Gedichte (1989/1992, Hanser Verlag)•  Meine Wanderkreise, Gedichte (1990, Verlag quot;Die Mittequot;, Saarbrücken)•  Blas aus die Sterne, Gedichte (2. Auflage 1991, Verlag U. Keicher, Warmbronn)•  Gelehnt an Luft, Gedichte (1992, Hanser Verlag)
  • 45. Johannes Kühn 45•  Wenn die Hexe Flöte spielt, Gedichte (1994, Verlag U. Keicher)•  Leuchtspur, Gedichte (1995, Hanser Verlag)•  Lerchenaufstieg, Gedichte (1996, Verlag U. Keicher)•  Wasser genügt nicht, Gedichte (1997, Hanser Verlag)•  Hab ein Aug mit mir, Gedichte (1998, Krüger Verlag)•  Em Guguck lauschdre, Gesamtausgabe der Mundartgedichte mit Holzschnitten vonHeinrich Popp (1999, Gollenstein-Verlag, Blieskastel)•  Mit den Raben am Tisch, Gedichte (2000, Hanser Verlag)•  Johannes Kühn - Gedichte; Markus Gramer - Lithographien (2001, Staden Verlag)•  Nie verließ ich den Hügelring, Gedichte (2002, Gollenstein-Verlag, Blieskastel)•  Ein Ende zur rechten Zeit, Erzählung (2004, Hanser Verlag, Nachwort von WilhelmGenazino).•  Ich muß nicht reisen, Gedichte, (2004, Verlag U. Keicher, Warmbronn)•  Ganz ungetröstet bin ich nicht, Gedichte, (2007, Hanser, München)Auszeichnungen•  Kunstpreis des Saarlandes (1988)•  Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (1991)•  Horst-Bienek-Preis für Lyrik (1995)•  Christian-Wagner-Preis (1996)•  Stefan-Andres-Preis (1998)•  Hermann-Lenz-Preis (2000)•  Ehrenbürger von Tholey (2002)•  Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2004)•  Verleihung des Professoren-Titels ehrenhalber durch die saarländische LandesregierungLiteratur•  Irmgard und Benno Rech: Johannes Kühn. In: Muschelhaufen. Jahresschrift für Literaturund Grafik. Nr. 42. Viersen 2002. ISSN 0085-3593 [1]•  Elss-Seringhaus, Cathrin: Viel Freund - viel Ehr. Die literarische Geburtstagsfeier vonJohannes Kühn. In: Saarbrüker Zeitung (Kultur) v. 5.2.2009, S. B4•  Johannes Kühn - der Dichter aus dem Dorf. [Festschrift für Johannes Kühn zum 75.Geburtstag]. Marpingen-Alsweiler: Edition Schaumberg, 2009.Weblinks•  Literatur von und über Johannes Kühn [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Johannes Kühn [3] auf der Webseite der Gemeinde Tholey•  Nachdruck eines Artikels [4] von Oliver Ruf (erschienen in der taz vom 6./7. März 2004)Externe Links[1]  http:/ / dispatch. opac. ddb. de/ DB=1. 1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8& TRM=0085-3593[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119353377[3]  http:/ / www. tholey. de/ johannes-kuehn/ index. php[4]  http:/ / www. deutscheautoren. de/ textzu. asp?TZID=18& ID=69
  • 46. Johannes Kühn 46Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Johannes_ Kühn&oldid=56316388Hauptautoren: Fullhouse, Neismark, Sverrir Mirdsson, Hutch, EPei, Rybak, Stefan Kühn,Bananeweizen, Kihosa, Mink95, Ephraim33, Thomasmuentzer, He3nry, Albrecht1, MonteSchlacko, Orchi, ChristophDemmer, Moses Leck, Popie, ArtMechanic, Wst Jörg FauserJörg Christian Fauser (* 16. Juli 1944 in Bad Schwalbach/Taunus; † 17. Juli 1987zwischen Feldkirchen und München-Riem) war ein deutscher Schriftsteller und Journalist.Fauser war in seinen frühen Jahren ein Underground-Autor, der stark von deramerikanischen Beat-Literatur beeinflusst war und in seinen Texten eigeneDrogenerfahrungen verarbeitete. Unter dem Einfluss der amerikanischenHard-boiled-Autoren Dashiell Hammett und Raymond Chandler wandelte er sich in den1980er Jahren zu einem Autor von Kriminalromanen aus der bundesrepublikanischenWirklichkeit. Sein letzter Roman Die Tournee blieb unvollendet und erschien erst imSeptember 2007.LebenFauser wurde als Sohn des Künstlers Arthur Fauser und der Schauspielerin Maria Razumgeboren. Bereits um 1960 begann er, journalistische Arbeiten zu verfassen. Nach seinemAbitur in Frankfurt am Main im Jahr 1965 studierte er an der dortigen Goethe-UniversitätEthnologie und Anglistik. Dieses Studium brach er 1966 ab. Während des anschließendenZivildienstes in Heidelberg geriet er in Abhängigkeit von harten Drogen, von denen er sicherst 1972 zu lösen vermochte. Er verbrachte 1967/68 ein Jahr im Istanbuler DrogenviertelTophane.Um 1971 hatte er Kontakt zur Hausbesetzerszene in Frankfurt-Westend, u.a. zur Gruppevon Joschka Fischer.Von 1968 bis 1974 lebte Jörg Fauser in Berlin und Frankfurt und arbeitete anverschiedenen literarischen Zeitschriften mit, unter anderem bei den Alternativzeitschriften„Gasolin 23“, „Ufo“ und Ulcus Molle Info. Über seine Reisen, die ihn u.a. 1975 nachMarokko und 1976 in die Vereinigten Staaten führten, berichtete er in Reportagen für dieBasler Nationalzeitung. In den 1970er Jahren veröffentlichte er mehrere Gedichtbände undbegann die Zusammenarbeit als Texter mit dem Rockmusiker Achim Reichel. Ein großerPopulär-Erfolg gelang Fauser/Reichel mit der Single „Der Spieler“ aus dem Konzeptalbum„blues in blond“, durch die ein Fauser-Text sogar in die ZDF-Hitparade gelangte.In den 1980er Jahren zog Fauser nach Berlin, verfasste drei erfolgreiche Romane und warals Journalist für den Berliner tip und die Zeitschriften Lui und TransAtlantik tätig. Seit1985 lebte er in München. Er starb am 17. Juli 1987 unter ungeklärten Umständen in derNacht nach seinem 43. Geburtstag, als er als Fußgänger auf der Autobahn A94 beiMünchen von einem Lkw erfasst wurde.Postum erhielt er auf der Criminale 1988 den Friedrich Glauser-Preis verliehen. DerFilmemacher Christoph Rüter stellte im Jahr 2006 einen Dokumentarfilm über Fausernamens Rohstoff. Der Schriftsteller Jörg Fauser. zusammen. Erstausstrahlung war am 17.Juli 2006 auf 3sat.[1]
  • 47. Jörg Fauser 47Zitate„Schreiben war gut. Besser als die Gemeinschaft mit Menschen war, über sie zu schreiben,und dann nicht an ihnen haften zu bleiben, sondern weiterzuhüpfen wie die Kugel imRoulettekessel.“ („Die Tournee“, letzte Seite; 1987)Veröffentlichungen Bücher•  Aqualunge, Göttingen 1971•  Tophane, Gersthofen 1972•  Die Harry-Gelb-Story, Gersthofen 1973•  Open end, München 1977•  Marlon Brando - der versilberte Rebell, München 1978•  Der Strand der Städte, Berlin 1978•  Alles wird gut, München 1979•  Requiem für einen Goldfisch, Basel 1979•  Trotzki, Goethe und das Glück, München 1979•  Der Schneemann, München 1981•  Mann und Maus, München 1982•  Blues für Blondinen, Frankfurt/M. [u. a.] 1984•  Rohstoff, Frankfurt/M. 1984•  Das Schlangenmaul, Frankfurt/M. [u. a.] 1985•  Kant, München 1987•  Jörg-Fauser-Edition, Hamburg [u. a.]•  Bd. 1. Romane I, 1990•  Bd. 2. Romane II, 1990•  Bd. 3. Erzählungen I, 1990•  Bd. 4. Erzählungen II, 1990•  Bd. 5. Gedichte, 1990•  Bd. 6. Essays, Reportagen, Kolumnen I, 1990•  Bd. 7. Essays, Reportagen, Kolumnen II, 1990•  Bd. 8. Marlon-Brando-Biographie, 1990•  Beiheft. Informationen und Bilder, 1990•  Erg.-Bd. Das leise lächelnde Nein und andere Texte, 1994•  Blues in Blond, Hamburg 1992 (mit Achim Reichel und Elfi Küster)•  quot;Ich habe eine Mordswutquot;, Frankfurt/M. 1993•  Lese-Stoff, Frankfurt/M. 2003Die neue Jörg-Fauser-Edition. Berlin, 2004-2007•  Band I: Marlon-Brando. Der versilberte Rebell. Biographischer Essay. Mit einemNachwort von Michael Althen und einem Gespräch mit der ehemaligen VerlegerinMonika Nüchtern. Berlin 2004•  Band II: Rohstoff. Roman. Mit einem Nachwort von Benjamin von Stuckrad-Barre undeinem Gespräch mit der Lektorin Hanna Siehr. Berlin, 2004•  Band III: Der Schneemann. Roman. Mit einem Nachwort von Feridun Zaimoglu undeinem Gespräch mit dem ehemaligen Verleger Thomas Landshoff. Berlin, 2004
  • 48. Jörg Fauser48•  Band IV: Trotzki, Goethe und das Glück. Gesammelte Gedichte und Songtexte. Miteinem Nachwort von Franz Dobler und Gesprächen mit den Musikern Achim Reichelund Veronika Fischer. Berlin, 2005•  Band V: Alles wird gut. Gesammelte Erzählungen 1. Mit einem Vorwort von HelmutKrausser und einem Nachwort von Jürgen Ploog. Berlin, 2005•  Band VI: Mann und Maus. Gesammelte Erzählungen 2. Anstelle eines Nachworts: DerTequila kommt heute gut - Eine Zechtour mit Jörg Fauser von Martin Compart, Berlin2006.•  Band VII: Das Schlangenmaul. Roman. Mit einem Nachwort von Martin Compart,Berlin 2006.•  Band VIII: Auf der Suche der verborgenen Wahrheit. Essays, Reportagen, Kolumnen.Mit einem Nachwort von Wiglaf Droste. Erscheint im Herbst 2007.•  Band IX: Die Tournee. Romanfragment. Berlin 2007.Biografie•  Matthias Penzel, Ambros Waibel: Rebell im Cola-Hinterland, Berlin 2004, ISBN3-89320-076-2Filmografie•  1976 - C'est la vie Rrose - Regie: Hans-Christof Stenzel, Drehbuch Jörg Fauser (mit Y SaLo)•  1984 - Der Schneemann - Regie: Peter F. Bringmann (mit Marius Müller-Westernhagenund Polly Eltes)•  1998 - Das Frankfurter Kreuz - Regie: Romuald Karmakar (mit Michael Degen undManfred Zapatka)•  2006 - Rohstoff – Der Schriftsteller Jörg Fauser (Dokumentarfilm) - Regie: ChristophRüterDiskografie•  1980 - Ungeschminkt - LP von Achim Reichel, drei Texte von Fauser•  1981 - Blues in Blond - LP von Achim Reichel, alle Texte von Fauser•  1983 - Nachtexpress - LP von Achim Reichel, sechs Texte von Fauser•  1984 - Sehnsucht nach Wärme - LP von Veronika Fischer, ein Text von Fauser•  1987 - Eine Ewigkeit unterwegs - LP von Achim Reichel, sieben Texte von Fauser•  1987 - Spiegelbilder - LP von Veronika Fischer, ein Text von Fauser•  1984 - Veronika Fischer - LP von Veronika Fischer, drei Texte von Fauser•  1997 - Fauser O-Ton - Doppel-CD mit vornehmlich von Fauser gelesenen Texten, Hrsg.:Christian Lyra•  2004 - Rohstoff - 2-CD-Audiobook, gelesen von Benjamin von Stuckrad-Barre•  2005 - Cut City Blues - Franz Dobler liest Gedichte Fausers•  2005 - Fausertracks - Mash-up mit Fausers Stimme zu Musik von lebenDigital•  2007 - Der Schneemann - 6-CD-Audiobook, gelesen von Heikko Deutschmann
  • 49. Jörg Fauser49Übersetzungen•  John Howlett: James Dean, München 1977•  The Rolling Stones songbook, Frankfurt/M. 1977 (zusammen mit Teja Schwaner, CarlWeissner und Helmut Salzinger)•  Joan Baez: Tagesanbruch, Frankfurt/M. 1978•  James Taylor: Songbook, Frankfurt/M. 1978Weblinks•  Wikiquote: Jörg Fauser – Zitate•  Literatur von und über Jörg Fauser [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Jörg Fauser [3] in der Internet Movie Database ( deutsch [4])•  Die offizielle Jörg Fauser Website [5]•  Matthias Penzel: „Es ist wie im Rausch...J.F. - sein Leben und Werk, Tod undNachwirken“ [6] (2005)•  Mann auf Durchreise [7] - über Jörg Fausers literarische Aufsätze (Artikel in der „Zeit“,vom 23.10.2003)•  Trivial ist besser [8] - Rezension von Andreas Hartmann in der „taz“ (10.01.2004)•  Die Legende vom Heiligen Jörg [9] - umfangreiches Porträt des Schriftstellers von PeterApfl im Magazin Datum•  „Diven, Dealer, Drahtseiltänzer“ [10] „Die Tournee“ – Rezension von Christian Buß aufSpiegel Online, 22. September 2007Externe Links[1]  Gerrit Bartels: Rohstoff Leben (http:/ / www. taz. de/ pt/ 2006/ 07/ 17/ a0162. 1/ text)auf taz.de[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119101211[3]  http:/ / www. imdb. com/ name/ nm0269225/[4]  http:/ / www. imdb. de/ name/ nm0269225/[5]  http:/ / www. xn--jrg-fauser-ecb. de/[6]  http:/ / www. kritische-ausgabe. de/ hefte/ rausch/ penzel. pdf[7]  http:/ / www. zeit. de/ 2003/ 44/ L-Fauser[8]  http:/ / www. taz. de/ pt/ 2004/ 01/ 10/ a0298. 1/ text[9]  http:/ / www. datum. at/ 0506/ stories/ 2096365/[10]  http:/ / www. spiegel. de/ kultur/ literatur/ 0,1518,506825,00. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Jörg_ Fauser&oldid=55004047Hauptautoren: FWHS, Joachim14, Kristjan, Diderot76, WL, Albrecht Conz, FabianHaidekker, Eisbaer44, FelixReimann, Piba, Raven, Der kleine grüne Schornstein, Zaphiro,Sadie, Kollek, F2hg.amsterdam, Kurt Jansson, Mbdortmund, Macador, FEXX, ABF,Humphrey20020, Dontworry, MarcoBorn, Triebtäter, Creepy, Addicted, PDD, Bernhard55,WernerE, Mogelzahn, Andreas k, Harmstorf, ThoR, Hardenacke, 24-online, AlterVista,MrPipe, Juesch, Bambusbärchen, Tillmannas, ArtMechanic
  • 50. Jürgen Becker (Schriftsteller)50 Jürgen Becker (Schriftsteller) Jürgen Becker (* 10. Juli 1932 in Köln) ist ein deutscher → Lyriker, Prosaist und Hörspielautor. Leben und Werk Jürgen Beckers Familie zog 1939 von Köln nach Erfurt und kehrte erst 1950 in seine Heimatstadt Köln zurück. Von 1950 bis 1953 besuchte Becker ein Gymnasium in Köln, an dem er auch sein Abitur ablegte. Anschließend begann er ein Studium der Germanistik, das er jedoch bereits 1954 abbrach. In den folgenden Jahren übte er verschiedene Tätigkeiten aus. Von 1959 bis 1964 war er Mitarbeiter des Westdeutschen Rundfunks und von 1964 bis 1966 Lektor im Rowohlt-Verlag. Von 1965 bis 1967 hielt er sich mit einem Villa-Massimo-Stipendium in Rom auf. Seit 1968 ist er freier Schriftsteller. Ab 1973 war er Leiter des Suhrkamp-Theaterverlags und von 1974 bis 1993 Leiter der Hörspielabteilung im Deutschlandfunk. Becker ist seit 1965 mit der Künstlerin Rango Bohne verheiratet und lebt in der Nähe von Köln. Jürgen Becker trat in den Sechzigerjahren mit einer stark experimentellen Art von Literatur hervor, die vor allem aus Opposition zum herkömmlichen Erzählen auf die offene Form setzte. In späteren Texten ist dieser Impuls zurückgenommen, während die Landschaft nach wie vor in Beckers → Lyrik eine wichtige Rolle spielt. Neben den Gedichten, die sein Hauptwerk bilden, verfasst Becker auch Erzählungen und Hörspiele. Jürgen Becker ist seit 1969 Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland und der Akademie der Künste (Berlin), seit 1974 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und seit 1984 der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Er erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: 1964 den Niedersächsischen Förderungspreis für Junge Künstler in der Sparte Literatur, 1967 den Preis der Gruppe 47, 1968 den Literaturpreis der Stadt Köln, 1980 den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und den Deutschen Kritikerpreis, 1987 den Bremer Literaturpreis, 1994 den Peter-Huchel-Preis und den Berliner Literaturpreis, 1995 den Heinrich-Böll-Preis, 1998 den Rheinischen Literaturpreis Siegburg, 2001 den Uwe-Johnson-Preis, 2006 den Hermann-Lenz-Preis sowie 2009 den Schiller-Ring der Deutschen Schillerstiftung. Zitat „Die Erinnerung gibt es nicht, man muss sie herstellen.“ (1964) Einzeltitel •  mit Wolf Vostell: Phasen. Galerie Der Spiegel, Köln 1960 •  Felder. Suhrkamp, Frankfurt 1964; Neuausgabe ebd. 1988, ISBN 3-518-01978-3 •  mit K. P. Brehmer: Ideale Landschaft. Text und Bilderfolge. Edition Galerie René Block, Berlin 1968 •  Ränder. Suhrkamp, Frankfurt 1968 •  Bilder, Häuser, Hausfreunde. Drei Hörspiele. Suhrkamp, Frankfurt 1969; Teilausgabe mit einem Nachwort des Autors: Häuser. Hörspiel. Reclam, Stuttgart 1972, ISBN 3-15-009331-7 •  Umgebungen. Suhrkamp, Frankfurt 1970, ISBN 3-518-00722-X
  • 51. Jürgen Becker (Schriftsteller) 51 •  Schnee. Gedichte. Literarisches Colloquium, Berlin 1971 •  Eine Zeit ohne Wörter. Suhrkamp, Frankfurt 1971, ISBN 3-518-06520-3 •  Die Zeit nach Harrimann. 29 Szenen für Nora, Helen, Jenny und den stummen Diener Moltke. Als Bühnenmanuskript gedruckt. Suhrkamp, Frankfurt 1971 •  Das Ende der Landschaftsmalerei. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1974 •  Erzähl mir nichts vom Krieg. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1977, ISBN 3-518-02114-1 •  In der verbleibenden Zeit. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1979, ISBN 3-518-02111-7 •  Erzählen bis Ostende. Suhrkamp, Frankfurt 1981, ISBN 3-518-02117-6 •  Gedichte 1965–1980. Suhrkamp, Frankfurt 1981, ISBN 3-518-37190-8 •  mit Rango Bohne: Fenster und Stimmen. Suhrkamp, Frankfurt 1982, ISBN 3-518-02118-4 •  Felder, Ränder, Umgebungen. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 3-518-04468-0 •  Die Abwesenden. Drei Hörspiele. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 3-518-37382-X •  Die Türe zum Meer. Suhrkamp, Frankfurt 1983, ISBN 3-518-04506-7 •  Odenthals Küste. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1986, ISBN 3-518-02572-4 •  Das Gedicht von der wiedervereinigten Landschaft. Suhrkamp, Frankfurt 1988, ISBN 3-518-40122-X •  mit Rango Bohne: Frauen mit dem Rücken zum Betrachter. Suhrkamp, Frankfurt 1989, ISBN 3-518-40183-1 •  Das englische Fenster. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1990, ISBN 3-518-40284-6 •  Beispielsweise am Wannsee. Ausgewählte Gedichte Suhrkamp, Frankfurt 1992, ISBN 3-518-22112-4 •  Foxtrott im Erfurter Stadion. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1993, ISBN 3-518-40545-4 •  Die Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1995, ISBN 3-518-39096-1 •  mit Boris Becker: Geräumtes Gelände. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 1995, ISBN 3-88375-228-2 •  mit Rango Bohne: Korrespondenzen mit Landschaft. Suhrkamp, Frankfurt 1996, ISBN 3-518-40801-1 •  Gegend mit Spuren. Hörspiel. Akademie der Künste, Berlin 1996, ISBN 3-88331-008-5 •  Der fehlende Rest. Erzählung., Frankfurt 1997, ISBN 3-518-40857-7 •  Kaleidoskop der Stimmen. Ein Gespräch mit Leo Kreutzer und das Hörspiel „Bahnhof am Meer“. Wehrhahn, Hannover 1998, ISBN 3-932324-55-2 •  Journal der Wiederholungen. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 1999, ISBN 3-518-41026-1 •  Aus der Geschichte der Trennungen. Roman. Suhrkamp, Frankfurt 1999, ISBN 3-518-39762-1 •  [http:/ / www. freitag. de/ 1999/ 49/ 99491602. htm Eine Art schattenloser Existenz], Rezension von Lothar Baier im Freitag, 3. Dezember 1999 •  mit Rango Bohne: Häuser und Häuser. Fünfunddreißig Prosatexte. Suhrkamp, Frankfurt 2002, ISBN 3-518-41307-4 •  Schnee in den Ardennen. Journalroman. Suhrkamp, Frankfurt 2003, ISBN 3-518-41458-5•  [http:/ / www. fr-online. de/ in_und_ausland/ kultur_und_medien/ literatur/?em_cnt=333893& Nicht alles wissen], Rezension von Martin Krumbholz,Frankfurter Rundschau, 5. November 2003•  Die folgenden Seiten. Journalgeschichten. Suhrkamp, Frankfurt 2006, ISBN3-518-41820-3
  • 52. Jürgen Becker (Schriftsteller) 52•  [http:/ / www. dradio. de/ dkultur/ sendungen/ kritik/ 554534/ 200 Blätter für200 Notizen], Rezension von Michael Opitz, Deutschlandradio Kultur, 19.Oktober 2006 •  [http:/ / www. dradio. de/ dlf/ sendungen/ buechermarkt/ 568297/ 200 Texte. Jürgen Becker und seine Journalgeschichten] von Joachim Büthe, Deutschlandfunk, 27. November 2006•  Dorfrand mit Tankstelle. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 2007, ISBN978-3-518-22420-5•  [http:/ / www. dradio. de/ dkultur/ sendungen/ kritik/ 647617/Gedichte über die Stille], Rezension von Michael Opitz,Deutschlandradio Kultur, 18. Juli 2007 Herausgabe •  mit Wolf Vostell: Happenings. Fluxus – Pop Art – Nouveau Réalisme. Eine Dokumentation. Rowohlt, Reinbek 1965 •  Elisabeth Borchers: Gedichte. Ausgewählt von Jürgen Becker. Suhrkamp, Frankfurt 1976, ISBN 3-518-01509-5 •  Jahrbuch der Lyrik 1987 (mit Christoph Buchwald), Darmstadt 1987 Übersetzung •  Rudyard Kipling: Und das war so… Middelhauve, Köln 1973, ISBN 3-7876-9430-7 Literatur •  Leo Kreutzer (Hrsg.): Über Jürgen Becker. Suhrkamp, Frankfurt 1972 •  Doris Janshen: Opfer und Subjekt des Alltäglichen. Denkstruktur und Sprachform in den Prosatexten Jürgen Beckers. Böhlau, Köln/Wien 1976, ISBN 3-412-02375-2 •  Hans-Ulrich Müller-Schwefe: Schreib’ alles. Zu Jürgen Beckers „Rändern“, „Feldern“, „Umgebungen“, anhand einer Theorie simuliert präsentativer Texte. Fink, München 1977, ISBN 3-7705-1424-6 •  Jürgen Becker. Texte, Dokumente, Materialien. Elster-Verlag, Baden-Baden 1998, ISBN 3-89151-251-1 •  Jörn Laakmann: „Jede Zeile verbirgt einen anderen Text.“ Eine Studie zum Werk von Jürgen Becker. Dissertation an der Universität Konstanz. 1999 ( PDF [1]; 1,19 MB) •  Andreas Wirthensohn: Annäherungen an einen vorläufigen Zusammenhang. Zum Werk Jürgen Beckers. Königshausen und Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1873-7 •  Jürgen Becker. text + kritik, Heft 159. Richard-Boorberg-Verlag, München 2003, ISBN 3-88377-733-1
  • 53. Jürgen Becker (Schriftsteller)53 Weblinks •  Literatur von und über Jürgen Becker (Schriftsteller) [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek •  Website von Jürgen Becker [3] •  Jürgen Becker [4] auf der Website des Suhrkamp-Verlags •  Mitgliedseintrag [5] auf der Website der Akademie der Künste in Berlin •  Jürgen Becker [6] im Perlentaucher Externe Links [1]  http:/ / w3. ub. uni-konstanz. de/ v13/ volltexte/ 1999/ 332/ pdf/ 332_1. pdf [2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118508091 [3]  http:/ / www. juergen-becker. com/ [4]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=263 [5]  http:/ / www. adk. de/ de/ akademie/ mitglieder/ mitglieder-datenbank. htm?we_objectID=22018& show=kurzbiographie [6]  http:/ / www. perlentaucher. de/ autoren/ 10103. html Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Jürgen_ Becker_ (Schriftsteller)&oldid=54463368 Hauptautoren: Factumquintus, Ninjamask, Hansele, Rybak, WiseWoman, Kolja21, Zedsoy, ThoR, Michael82, MFM, Jonathan Groß, Xarax, Albrecht1, Alexander Z., VanGore, Versfuchs, Bentri85, Lyrik, N. Zyklop, ArtMechanic, Sol1Lutz Rathenow Lutz Rathenow (* 22. September 1952 in Jena, DDR) ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor. Leben und Werk Nach dem Wehrdienst in der NVA begann Rathenow an der Universität Jena ein Studium als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Dort gründete und leitete er den oppositionellen Arbeitskreis Literatur und Lyrik Jena. Dieser wurde 1975 von den Kulturfunktionären und im Hintergrund vom Ministerium für Staatssicherheit („OV Pegasus“) verboten. Nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 wurde er verhaftet und Anfang 1977, drei Monate vor dem Examen, wegen „Zweifeln an Grundpositionen, Objektivismus und Intellektualisieren der Probleme“ exmatrikuliert. Danach arbeitete er als Beifahrer und Transportarbeiter beim VEB Carl Zeiss Jena. Ende 1977 folgte er seiner Frau Bettina nach Ostberlin, wo er beim Theater arbeitete und als freier Schriftsteller lebte. Nach der Veröffentlichung seines Buches „Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet“ in der Bundesrepublik Deutschland 1980 wurde Rathenow einer Hausdurchsuchung unterworfen, erneut verhaftet und in das zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit verbracht. Aufgrund von Protesten - unter anderen hatte sich der Schriftsteller Günter Grass für ihn eingesetzt - wurde er 10 Tage später wieder aus der
  • 54. Lutz Rathenow 54Haft entlassen. Er blieb in der DDR, konnte jedoch weiterhin nur im Westen Deutschlandspublizieren; Ausreiseangebote der DDR-Behörden lehnte er trotzdem ab. Er war aktiv inder unabhängigen Friedens- und Bürgerrechtsbewegung, u.a. mit Bärbel Bohley und GerdPoppe in der „Initiative Frieden und Menschenrechte“. Er hielt engen, oft konspirativenKontakt zu Jürgen Fuchs im Westteil der Stadt. Dies machte es dem MfS schwer, ihn erneutzu verhaften.Nach der friedlichen Revolution in der DDR wurde ihm im Januar 1992 zusammen mit derformellen Rehabilitierung von der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität nachträglich dasAbschlussdiplom verliehen.Seit dem Ende der DDR beschäftigt sich Lutz Rathenow freiberuflich mit demStaatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR. Daneben arbeitet er als Rundfunkkolumnist,Kinderbuchautor, Essayist, auch zu literaturfernen Themen. Speziell dieFriedrich-Naumann-Stiftung organisiert zahlreiche Lesungen mit Lutz Rathenow. Für dieStiftung arbeitet er auch als Redakteur der Zeitschrift „liberal“. Meist halbjährlichorganisiert er das Seminar „Schreiben, was im Kopf steckt“.Lutz Rathenow ist verheiratet und hat zwei Söhne.Auszeichnungen•  Jörg-Mauthe-Preis für Prosa 1989•  Förderpreis zum Marburger Literaturpreis 1990•  Konrad-Adenauer-Preis für Literatur der Deutschlandstiftung München 1996•  Karl-Hermann-Flach-Preis 1998.•  Dulzinea-Lyrikpreis 2006.Zitat• „Die Mauer wird immer normaler. Und immer anmaßender, unerträglicher. EineDiskussion über sie findet kaum mehr statt. Wer heute aufwächst, akzeptiert siewiderstandslos oder lehnt sie rigoros ab. Letzterer zeigt sich auch nicht bereit,über einige handfeste Gründe ihrer Entstehung nachzudenken. ...Repräsentation unseres Staates durch diesen quot;antifaschistischen Schutzwallquot;sollte nicht seine Aufgabe sein. Das wird sich ändern. Die Zeichen der Zeit stehenauf Verschönerung mindestens der Statistik. Bald rasen gut verriegelteDDR-Busse zu Vier-Stunden-Fahrten durch Berlin/West. Vielleicht gibt es beieinem Freundschaftstreff mit einer SEW-Ortsgruppe sogar eineVerschnaufpause.“ – Lutz Rathenow im Jahre 1988: Die Zukunft der Mauer [1]
  • 55. Lutz Rathenow55Werke•  Zangengeburt. Gedichte. 1982 ISBN 3-492-02805-5•  Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet. Prosa. Frankfurt am Main: Berlin, Wien:Ullstein, 1980, 199 S., ISBN 3-550-06453-5•  Boden 411. Stücke zum Lesen und Texte zum Spielen. Piper 1984 ISBN 3-492-02891-8•  Jeder verschwindet so gut er kann. 1984 ISBN 3-922510-21-3•  Ostberlin, die andere Seite einer Stadt in Texten und Bildern. von Lutz Rathenow,Harald Hauswald, Piper 1986 ISBN 3-492-02983-3•  quot;Der Tiger im Hochhausquot; von Lutz Rathenow, Rüdiger A Westphal, 1986 ISBN3-924695-16-4•  quot;Floh Dickbauch – Grobidonquot; 1988 ISBN 3-925944-71-0•  quot;Zärtlich kreist die Faust. Gedichtequot;, 1989 ISBN 3-921365-95-3•  quot;Sterne Jonglierenquot; Ravensburger Buchverlag 1990 ISBN 3-473-51722-4•  quot;Eine Ameise spaziertquot; 1990 ISBN 3-7421-0333-4•  quot;Tag der Wunderquot; von Lutz Rathenow, Frank Ruprecht, Nord-Süd-Verlag 1992 ISBN3-314-00576-8•  quot;Verirrte Sterne oder Wenn alles wieder mal ganz anders kommt.quot; Merlin,Vastorf/Lüneburg 1994 ISBN 3-926112-42-5•  quot;Sisyphosquot; Berlin Verlag 1995 ISBN 3-8270-0135-8•  quot;Wende gut, alles gut?quot; von Wolfgang Korall, Lutz Rathenow, Kindler 1995 ISBN3-463-40264-5•  quot;Die lautere Bosheitquot; Maulwurf Verlagsges. 1997 ISBN 3-929007-11-8•  quot;Jahrhundert der Blickequot; Landpresse Verlag 1997 ISBN 3-930137-56-9•  quot;Der Wettlauf mit dem Lichtquot; Landpresse Verlag 1999 ISBN 3-930137-82-8•  quot;Sterben will gelernt seinquot; Landpresse Verlag 2000 ISBN 3-930137-94-1•  quot;Der Himmel ist heut blauquot; von Lutz Rathenow, Egbert Herfurth, KinderbuchverlagBerlin 2000 ISBN 3-358-02222-6•  quot;Das RR Projekt. Texte Töne Trash. Heinz Ratz singt liest spielt Lutz Rathenowquot;, CD -Hörzeichen, 2002 ISBN 3-934492-15-0•  quot;Die Fünfzig. Gedichtequot; Verlag Landpresse 2002 ISBN 3-935221-10-X•  quot;Frau K. läuft Amok mit Herrn Grell und dem Wolfquot;, auf 2 Klopapierrollen von RainerWürth, Lutz Rathenow Der Klo Verlag 2002 ISBN 3-936664-04-8•  quot;Die Zeit danachquot;, Hohenheim Verlag 2003 ISBN 3-89850-071-3•  quot;Fortsetzung folgtquot; Landpresse 2004 ISBN 3-935221-28-2•  quot;Es war einmal ein Wolf – Rathenow: skurril, reizvoll, andersquot; Burgverlag zu Weißenseein Thüringen ISBN 3-931303-09-8•  Vom DDR-Grenzsoldaten zum Bürgerrechtlerquot; Edition Temmen ISBN 3-86108-023-0•  quot;Oder was schwimmt da im Augequot; ISBN 3-930137-03-8•  quot;Vom DDR-Bürger zum EU-Bürger – Spezifische Integrationsschübe undIntegrationshemmnisse aus der Sicht eines ostdeutschen Schriftstellersquot; RheinischeFriedrich-Wilhelms-Universität Bonn ISBN 3-933307-65-1•  quot;Ein Eisbär aus Apoldaquot; von Lutz Rathenow, Egbert Herfurth, Leiv Buchhandels- undVerlagsanstalt 1. Auflage März 2006 ISBN 3-89603-257-7•  quot;Gewendet. Vor und nach dem Mauerfall: Fotos und Texte aus dem Ostenquot;, von HaraldHauswald, Lutz Rathenow, Jaron-Verlag 1. Auflage März 2006 ISBN 3-89773-532-6
  • 56. Lutz Rathenow56Weblinks Literatur von und über Lutz Rathenow [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Hintergrund seiner Verhaftung [3]• Lutz Rathenow im Poetenladen [4]• Lutz Rathenow bei der Einweihung des DDR-Museums (aktuelles Bild des Autors) [5]•Externe Links[1]  In: Junge Freiheit, 1/1988[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118903993[3]  http:/ / www. mdr. de/ Drucken/ 102985-hintergrund-3716013. html[4]  http:/ / www. poetenladen. de/ lutz-rathenow. html[5]  http:/ / www. ddr-museum. de/ fileadmin/ team/ pressebilder/ Rathenow. jpgQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Lutz_ Rathenow&oldid=53365934Hauptautoren: Siegfried Reiprich, Nocturne, Heimerod, Unscheinbar, Rhaessner, Antgila,SpreeTom, Islandfee, Toolittle, Godewind, MFM, Srbauer, Murray Bosinsky, He3nry,Rita2008, PatriceNeff, Lley, Zeno Gantner, S.R.M., Anima, Lofor, Aka, Jello, Literat222,Arno Matthias, Primus von Quack, Gamma9, ThoR, Hardenacke, Lektor leipzig, Mischka,Spa, Southpark
  • 57. Marcel Beyer57Marcel BeyerMarcel Beyer (* 23. November 1965 in Tailfingen, Baden-Württemberg) ist ein deutscherSchriftsteller.Leben und WerkMarcel Beyer wuchs in Kiel und Neussauf. Von 1987 bis 1991 studierte erGermanistik, Anglistik undLiteraturwissenschaft an der UniversitätSiegen; 1992 erlangte er dort denMagistergrad mit einer Arbeit über →Friederike Mayröcker. Seit 1987entstanden Performance-Arbeiten. Ab1989 gab er an der Universität Siegen mitKarl Riha die Reihe Vergessene Autorender Moderne heraus. Von 1990 bis 1993arbeitete er als Lektor an derLiteraturzeitschrift Konzepte mit; von1992 bis 1998 lieferte er Beiträge für dieMusikzeitschrift Spex. 1996 und 1998 warer Writer in residence am UniversityCollege London und an der University ofWarwick in Coventry. Im Frühjahr 2008war er für einige Monate „Writer inResidence“ am Max-Planck-Institut fürWissenschaftsgeschichte inBerlin-Dahlem. Beyer ist Mitglied des Marcel Beyer vor dem Literaturhaus Köln (Juni 2008)P.E.N.-Zentrums Deutschland. Marcel Beyer, der zunächst stark beeinflusst war von → Friederike Mayröcker und denAutoren des französischen Nouveau Roman, ist Verfasser von → Lyrik, Essays undRomanen, die sich immer wieder auf eigenwillige Weise mit der deutschen Geschichte –insbesondere des Dritten Reiches – auseinandersetzen.Seit 1996 lebt Marcel Beyer in Dresden.Einzeltitel•  1990 Walkmännin Gedichte 1988/1989, Neu-Isenburg: Patio 1990.•  1991 Das Menschenfleisch, Roman, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1991. ISBN3-518-40329-X•  1992 Friederike Mayröcker: eine Bibliographie 1946 - 1990 . Frankfurt am Main 1992.ISBN 3-631-45400-7•  1994 Brauwolke, Gedichte (mit Papiergüssen von Klaus Zylla), Berlin: Warnke 1994.•  1995 Flughunde, Roman, Frankfurt am Main, Suhrkamp 1995. ISBN 3-518-40684-1•  1995 HNO-Theater im Unterhemd, Berlin: Warnke 1995.
  • 58. Marcel Beyer58•  1997 Falsches Futter, Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1997. ISBN3-518-12005-0•  2000 Spione, Roman, Köln: DuMont 2000. ISBN 3-7701-5417-7•  2001 Zur See (mit Kaltnadelradierungen von Andreas Zahlaus), Berlin: Warnke 2001.•  2002 Erdkunde, Gedichte, Köln: DuMont 2002. ISBN 3-8321-6007-8•  2003 Nonfiction, Essays, Köln: DuMont 2003. ISBN 3-8321-7835-X•  2006 Vergeßt mich, Erzählung, Köln: DuMont 2006. ISBN 3-8321-7968-2•  2008 Kaltenburg, Roman, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2008. ISBN 3-518-41920-X(Inhaltsangabe)•  2008 Arbeit Nahrung Wohnung. Bühnenmusik für vierzehn Herren, Opernlibretto(Komposition von Enno Poppe) (2008).Herausgabe•  Rudolf Blümner: Der Stuhl, die Ohrfeige und anderes literarisches Kasperletheater,Vergessene Autoren der Moderne, Heft 35, Siegen 1988. ISSN 0177-9869 [1]•  Ernst Jandl: Gemeinschaftsarbeit (gemeinsam verfasst mit → Friederike Mayröcker undAndreas Okopenko), Siegen 1989.•  Rudolf Blümner: Ango laina und andere Texte (mit Karl Riha), München 1993.•  George Grosz: Grosz-Berlin (mit Karl Riha), Hamburg 1993.•  William S. Burroughs (mit Andreas Kramer), Eggingen 1995.•  Jahrbuch der Lyrik 1998/99. Ausreichend lichte Erklärung (mit Christoph Buchwald),München 1998.•  → Friederike Mayröcker: Gesammelte Prosa (mit Klaus Reichert und Klaus Kastberger),Frankfurt am Main 2001.•  Bd. 1. 1949 - 1977 (2001)•  Bd. 2. 1978 - 1986 (2001)•  Bd. 3. 1987 - 1991 (2001)•  Bd. 4. 1991 - 1995 (2001)•  Bd. 5. 1996 - 2001 (2001)•  Friederike Mayröcker: Gesammelte Gedichte, Frankfurt am Main: Suhrkamp 2004. ISBN978-3-518-41631-0Übersetzung•  Gertrude Stein: Spinnwebzeit, bee time vine und andere Gedichte, hg. und mit einemNachwort von Marcel Beyer, Zürich: Arche, 1993. ISBN 3-7160-2158-X•  Michael Hofmann: Feineinstellungen, zweisprachige Ausgabe, Köln: DuMont 2001. ISBN3-7701-4758-8Anthologien (Auswahl)•  Karl Otto Conrady, Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von denAnfängen bis zur Gegenwart, Düsseldorf 2008•  → Björn Kuhligk und → Jan Wagner (Hg.), Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen, Köln 2003.•  Junge Lyrik, Neuß 1983 (Neue Neußer Reihe)
  • 59. Marcel Beyer59Auszeichnungen•  1991 Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium•  1991 Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt•  1992 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen•  1995 Deutscher Kritikerpreis•  1996 Berliner Literaturpreis•  1996 Johannes-Bobrowski-Medaille•  1997 Uwe-Johnson-Preis•  1999 Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen•  2001 Heinrich-Böll-Preis•  2003 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen•  2004 Spycher: Literaturpreis Leuk•  2006 Erich-Fried-Preis•  2008 Joseph-Breitbach-Preis•  2008 Longlist zum Deutschen Buchpreis für Kaltenburg•  2008 Liliencron-Dozentur KielWeblinks Literatur von und über Marcel Beyer [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek••  http:/ / www. textfindling. de/ Beyer/ Beyer. html Interview [3]• Interview F.A.Z. [4]••  Literaturport.de: Hörproben der unveröffentlichten quot;Balladen I-Vquot; (von Marcel Beyerselbst gelesen) und von Marcel Beyers Roman quot;Kaltenburgquot; [5]Externe Links[1]  http:/ / dispatch. opac. ddb. de/ DB=1. 1/ CMD?ACT=SRCHA& IKT=8& TRM=0177-9869[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11548048X[3]  http:/ / www. berlinerzimmer. de/ eliteratur/ marcel_beyer_inteview. htm[4]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EDCDDDD5C22204AA287A03BF25A29B9E1~ATpl~Ecommon~Scontent. html[5]  http:/ / www. literaturport. de/ index. php?suche=beyer& id=28& no_cache=1Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Marcel_ Beyer&oldid=56039942Hauptautoren: Gerbil, Cholo Aleman, N. Zyklop, Eisbaer44, Ehrensenf, Adbo2009,Drehdichnichtumder, Flacus, Pizzatonno, Don Magnifico, Jpetersen, Nornepygge, Mh26,Omerzu, Goerdten, Krawi, Wesener, Albrecht1, Bernardoni, Hps-poll, Bentri85, Propag,ThoR, Rbreen, Blah, Lantash, Versfuchs, Ri st, Lyrik, Happolati, ArtMechanic
  • 60. Michael Krüger (Schriftsteller)60Michael Krüger (Schriftsteller)Michael Krüger (* 9. Dezember 1943 in Wittgendorf) ist ein deutscher Schriftsteller,Dichter, Verleger und Übersetzer.Leben und WerkMichael Krüger ist in Berlin aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte er eine Lehre alsVerlagsbuchhändler beim Herbig-Verlag. Nebenher war er Gasthörer in Philosophie an derFreien Universität Berlin. Von 1962 bis 1965 arbeitete er als Buchhändler in London.Ab 1968 war Krüger als Verlagslektor beim Carl Hanser Verlag tätig. Er wurde 1986literarischer Leiter des Verlages und ist seit 1995 Geschäftsführer.Seine eigene literarische Arbeit beschränkte sich zunächst auf Vor- und Nachworte zuAnthologien und Sammelbänden, die er herausgab. Erst 1976 erschien sein Erstling, derGedichtband Reginapoly. Seine erste Erzählung mit dem Titel Was tun? erschien 1984.1991 erschien – ein Jahr nach seiner Novelle Das Ende des Romans – sein erster von bisherdrei Romanen, Der Mann im Turm.Michael Krüger lebt in München.Werke (Auswahl)•  Reginapoly. Gedichte, Hanser, München/Wien 1976•  Diderots Katze. Gedichte, Hanser, München/Wien 1978•  Nekrologe. Mit einem Vorwort von Ludwig Harig, Harlekin-Presse (in 250 num. Ex.), Pforzheim 1979•  Lidas Taschenmuseum. Gedichte. Mit Zeichnungen des Autors, Pfaffenweiler Presse (200 Ex.), Pfaffenweiler 1981•  Wiederholungen, Klaus Wagenbach, Berlin 1983•  Was tun? Eine altmodische Geschichte, KlausWagenbach (Quartheft 131), Berlin 1984•  Die Dronte. Gedichte, Hanser, München 1985•  Zoo. Gedichte, Pfaffenweiler Presse (300 Ex.),Pfaffenweiler 1986•  Warum Peking? Eine chinesische Geschichte, KlausWagenbach (Quartheft 145), Berlin 1986•  Wieso ich? Eine deutsche Geschichte, Klaus Wagenbach(Quartheft 152), Berlin 1987Autogramm •  Warum Peking? Wieso ich? Zwei Erzählungen, Volk und Welt, Berlin 1989 •  Wieso ich? Drei haarsträubende Geschichten (Was tun? Warum Peking? Wieso ich?), Wagenbach, Berlin 2000•  Idyllen und Illusionen. Tagebuchgedichte, Klaus Wagenbach (Quartheft 165), Berlin1989•  Hinter der Grenze. Gedichte, Pfaffenweiler Presse (400 Ex.), Pfaffenweiler 1990•  Das Ende des Romans. Eine Novelle, Residenz, Salzburg 1990
  • 61. Michael Krüger (Schriftsteller) 61•  Der Mann im Turm. Roman, Residenz, Salzburg 1991•  Himmelfarb. Roman, Residenz, Salzburg 1993•  Brief nach Hause. Gedichte, Residenz, Salzburg 1993•  Nachts, unter Bäumen. Gedichte, Residenz, Salzburg 1996•  Wettervorhersage. Gedichte, Residenz, Salzburg 1998•  Aus dem Leben eines Erfolgsschriftstellers. Geschichten, Sanssouci, Zürich 1998•  Das Schaf im Schafspelz und andere Satiren aus der Bücherwelt, Sanssouci, Zürich 2000•  Die Cellospielerin. Roman, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000•  Keiner weiß es besser als der Mond. Gedichte (zu Bildern von Quint Buchholz), Hanser,München 2001•  Wer das Mondlicht fängt. Bilder und Gedichte, Sanssouci, Zürich 2001•  Vom Licht ins Dunkel. Neun Gedichte zu neun Radierungen von Erika Hegewisch,Merlin, Gifkendorf 2001•  Das falsche Haus. Eine Novelle, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002•  Kurz vor dem Gewitter. Gedichte, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003•  Vorworte, Zwischenbemerkungen, Nachrufe. Ein (lückenhaftes) ABC, Sanssouci,München/Wien 2003•  Literatur & Alkohol. Liquide Grundlagen des Buchstaben-Rausches (mit EkkehardFaude), Libelle, Lengwil 2004•  Die Turiner Komödie. Bericht eines Nachlaßverwalters, Suhrkamp, Frankfurt am Main2005•  Unter freiem Himmel. Gedichte, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007Zitat„»Mein Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, dass ein Tag ohne die Lektüre einesGedichts ein verlorener Tag ist.« (1999) [1] “Herausgabe•  Literatur-Jahrbuch Tintenfisch (mit Klaus Wagenbach) seit 1968•  Literaturzeitschrift Akzente (zusammen mit Hans Bender)seit 1976 (Seit 1981 alleinigerHerausgeber)•  Edition Akzente bei Hanser (seit 1983)•  Jahrbuch der Lyrik (mit Christoph Buchwald), München 2003Auszeichnungen•  1983 Tukan-Preis•  1986 Peter-Huchel-Preis•  1994 Ernst-Meister-Preis für Lyrik der Stadt Hagen•  1996 Prix Medicis Etranger•  2000 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München•  2004 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste•  2006 Mörike-Preis•  2006 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Fakultät für Linguistik undLiteraturwissenschaft der Universität Bielefeld
  • 62. Michael Krüger (Schriftsteller) 62•  2007 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Neuphilologischen Fakultät der UniversitätTübingenMitgliedschaften•  Bayerische Akademie der Schönen Künste, München•  Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt•  Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz•  Akademie der Künste, Berlin•  Académie européenne de Poésie Mersch, Luxemburg•  Mitglied im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen BuchhandelsWeblinks•  Literatur von und über Michael Krüger (Schriftsteller) [2] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  Portrait des Suhrkamp-Verlags [3]•  „Kein Tag ohne Gedicht“ [4], Die Welt, 24. Juli 1999•  Gespräch mit Michael Krüger: quot;Wozu denn noch lesen, Herr Krüger?quot; [5], 3sat 14.November 2007•  Bücher zum Trost. Können Bücher trösten? [6], Die Zeit, 23. Dezember 2008Externe Links[1]  „Kein Tag ohne Gedicht“ (http:/ / www. welt. de/ print-welt/ article578190/Kein_Tag_ohne_Gedicht. html), Die Welt, 24. Juli 1999[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118869612[3]  http:/ / www. suhrkamp. de/ autoren/ autor. cfm?id=2687[4]  http:/ / www. welt. de/ print-welt/ article578190/ Kein_Tag_ohne_Gedicht. html[5]  http:/ / www. 3sat. de/ ard/ buehler/ 114956/ index. html[6]  http:/ / www. zeit. de/ 2009/ 01/ DOS-01-Krueger?page=allQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Michael_ Krüger_(Schriftsteller)&oldid=54700264Hauptautoren: Sir, Zeuke, Tobster, Bdk, Magnus Manske, M.L, Hejkal, Leonard Vertighel,D, Reinhard Kraasch, Dontworry, Vlado, Gunnar Hendrich, Rybak, Bonzo*, Xarax,Albrecht1, Sommerkom, Bentri85, Bosta, Geisslr, Limasign, ChristianBier, ArtMechanic,Jonathan Groß
  • 63. Nicolas Born63Nicolas BornNicolas Born (geboren unter demNamen Klaus Jürgen Born) (* 31.Dezember 1937 in Duisburg; † 7.Dezember 1979 in Breese in der Marschbei Dannenberg im LandkreisLüchow-Dannenberg) war ein deutscherSchriftsteller.LebenBorn wuchs am Niederrhein naheEmmerich und in Essen auf, wo erzunächst eine Lehre als Chemigrafmachte. Nach ersten Veröffentlichungenin Zeitungen und Zeitschriften wurde ermit Unterstützung Ernst Meisters1964/65 ins Literarische Colloquiumgeladen, wo er, unter anderem an demGemeinschaftsroman Das Gästehausmitschrieb und für Zeitungen Literaturrezensierte. Im sogenannten LehrgangProsaschreiben von Walter Höllerer undHans Werner Richter wollten sich junge, Nicolas Born ca. 1972 in Berlin-Friedenau, Foto:bisher unbekannte Autoren wie u.a. Hans privat/I.Born Christoph Buch, Hermann Peter Piwittund Peter Bichsel vor allem von der chiffrierten, metaphernreichen Sprache der 50er Jahreabwenden. Born veröffentlichte 1965 mit quot;Der Zweite Tagquot; seinen ersten Roman bei Kiepenheuer undWitsch. 1967 erschien der erste Gedichtband quot;Marktlagequot;. Er nahm am InternationalWriting Program (IWP) der University of Iowa teil und kehrte nach dem Erscheinen seineszweiten Gedichtbandes quot;Wo mir der Kopf stehtquot; mit neuen Einflüssen der Pop und Beatlyrikaus Amerika zurück. 1972 erschien bei Rowohlt sein bekanntester Gedichtband quot;Das Augedes Entdeckersquot; in dem er dem quot;Wahnsystem Realitätquot; utopische Glücksmomentegegenüberstellt.Nach seinem Rückzug in das niedersächsische Wendland, wo er sich gegen ein geplantesatomares Endlager und eine Wiederaufarbeitungsanlage engagierte, schrieb Born denRoman quot;Die erdabgewandte Seite der Geschichtequot;, der von der Kritik weitgehend alsquot;Ereignisquot; begrüßt wurde. Borns bekanntester Roman Die Fälschung, der kurz vor seinemTod 1979 erschien, wurde 1981 von Volker Schlöndorff verfilmt.Fünfundzwanzig Jahre nach Borns frühen Tod gab seine Tochter Katharina Born im Herbst2004 die Gedichte aus dem Nachlass im Wallstein Verlag neu heraus, die in der von derMainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur herausgegebenen quot;Mainzer Reihe,N.F.quot; erschienen . Der Band gelangte umgehend auf Platz 1 der SWR-Bestenliste. ImFolgejahr wurde der Band als interessanteste Neuerscheinung im Bereich der Lyrik mit
  • 64. Nicolas Born 64dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet.Im Juni 2007 ist ebenfalls in der quot;Mainzer Reihe, N.F.quot; im Wallstein Verlag die Ausgabe derBriefe Nicolas Borns erschienen. Sie enthält neben einzelnen Briefen an Günter Grass, UweJohnson, → Rolf Dieter Brinkmann, Ernst Meister, Alfred Kolleritsch und Dieter Wellershoffauch den bereits in der Literaturzeitschrift quot;Schreibheftquot; erschienenen Briefwechsel mitPeter Handke, den Briefwechsel mit Günter Kunert, Hermann Peter Piwitt, JürgenTheobaldy und Friedrich Christian Delius. Herausgeberin ist wieder Borns jüngste TochterKatharina Born, die sich im Namen der Erbengemeinschaft um die Pflege des Nachlassesdes Autors kümmert.Borns Romane und Lyrik wurden der Kölner Schule, der Naturlyrik und der NeuenInnerlichkeit zugeordnet. Durch den ganz eigenen Ton und die starke Entwicklung, entziehtsich das Werk aber letztlich jeder Einordnung.Axel Kahrs legte 1999 zusammen mit Christiane Beyer das Gedenkbuch „DerLandvermesser“ vor, mit dem an den zwanzigsten Todestag des Autors erinnert wurde. Dievon Kahrs maßgeblich geleitete „Nicolas-Born-Stiftung“ fördert im wendländischenSchreyahn Literatur und Literaturwissenschaft.Zum Gedächtnis an Nicolas Born wurden zwei Nicolas Born-Preise gestiftet. Sein Grabbefindet sich in Damnatz (Landkreis Lüchow-Dannenberg). Sein Grab ziert ein Grabsteindes Bildhauers Klaus Müller-Klug.Ehrungen und Auszeichnungen•  1964 Stipendium quot;Prosaschreibenquot; des Literarischen Colloquiums Berlin•  1965 Förderpreis Nordrhein-Westfalen•  1969/1970 Fellow des International Writers Workshop der University of Iowa City, USA•  Mehrfach Stipendiat des Senats der Berliner Künste•  1972 das Förderstipendium des Berliner Kunstpreises•  1972-1973 Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom•  1977 Bremer Literaturpreis•  1978/1979 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim•  1979 Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik•  2005 Peter-Huchel-Preis•  2007 Literaturpreis Ruhr (posthum)Born war Mitglied des Deutschen P.E.N.-Zentrums, der Akademie der Wissenschaften undder Literatur in Mainz (die u. a. maßgeblich an der Finanzierung des 2004 erschienenenGedichtbandes und des 2007 erschienenen Briefbandes beteiligt war), der DeutschenAkademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und ab 1975 Mitglied der Jury desPetrarca-Preises.
  • 65. Nicolas Born 65Zitat„Ich gebe zu, daß ich schöne Gedichte schreiben wollte, und einige sind zu meiner größtenÜberraschung schön geworden.“„Literatur hat die Realität mit Hilfe von Gegenbildern, von Utopien erst einmal als diegräßliche Bescherung sichtbar zu machen, die sie tatsächlich ist“ (Das Auge desEntdeckers)Aus einem Brief an Peter Handke:Langendorf 4. 4. 75„Also, ich schreibe das auch, könnte es aber nie so schreiben, wie es war und ist sondernmuß gewalttätige Änderungen, Umstellungen vornehmen und es mit Erfindungendurchsetzen, so daß ich glauben kann, das Geschriebene habe nicht mehr mit demErfahrenen zu tun. Ich habe nicht etwa zu Dir gesagt, es ginge mir schlecht; es geht mirgar nicht schlecht. Heimlich genieße ich auch diese Erfahrung, weil sie mich auf einediffuse, betäubende Art verändert, die nicht so unangenehm ist.“Aus einem Brief an Jürgen Theobaldy:Dannenberg, 6. 2. 77„Ich werde immer nervöser, weil mir kein Neuanfang so recht gelingen will. Vielleicht fehltauch nur die Kraft, tief genug hinunter zu gehen und an den eigenen Fundamenten zurütteln. Ansonsten versuche ich immer weiter, mich aller Grundeinverständnisse zuentledigen. Ich habe wirklich das deutliche Gefühl, daß, bevor etwas neu losgehen kann,erst mal kein Stein mehr auf dem anderen stehen darf, weil das alles eine derartige Ruheund Selbst-Verständlichkeit hat bis tief in die Sprache hinein, daß ich sofort ein Gefühl derVergeblichkeit habe, derart, daß mir davon schlecht werden kann.“„Wir müssen nicht nur ärmer werden, wir müssen ärmer werden wollen. Die Not muß auchumverteilt werden, damit jeder weiß, was Notwendigkeit ist, denn jeglicher Sinn, den wir inunserem Leben kennen, kommt aus der Erfahrung der Not...“ (Rede anlässlich derVerleihung des Bremer Literaturpreises)Werke•  Der zweite Tag. Roman. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1965.•  Marktlage. Gedichte. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1967.•  Wo mir der Kopf steht. Gedichte. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1970.•  Das Auge des Entdeckers. Gedichte, mit Zeichnungen von Dieter Masuhr. Reinbek:Rowohlt, 1972.•  Oton und Iton. Abenteuer in der vierten Dimension. Kinderbuch mit Zeichnungen vonDieter Masuhr. Reinbek: Rowohlt, 1973.•  Die erdabgewandte Seite der Geschichte. Roman. Reinbek: Rowohlt, 1976. ISBN3-499-14370-4.•  Gedichte 1967-1978. Reinbek: Rowohlt, 1978.•  Die Fälschung. Roman. Reinbek: Rowohlt, 1979. ISBN 3-499-15291-6.•  Die Welt der Maschine. Aufsätze und Reden, hrsg. von Rolf Haufs. Reinbek: Rowohlt,1980. ISBN 3-498-00462-X.•  Nicolas Born. Poesiealbum 167, Berlin (Ost): Verlag Neues Leben, 1981.•  Täterskizzen. Erzählungen. Reinbek: Rowohlt, 1982. ISBN 3-498-00481-6.
  • 66. Nicolas Born 66•  Ein Lied das jeder kennt. Gedichte. Berlin (Ost): Verlag Volk und Welt, 1989. ISBN3-353-00533-1.•  Gedichte, hrsg. von Peter Handke. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1990. ISBN3-518-22042-X.•  Gedichte. Kritische Ausgabe, hrsg. von Katharina Born. Göttingen: Wallstein, 2004.ISBN 3-89244-824-8.•  Briefe 1959-1979. Kritische Ausgabe, hrsg. von Katharina Born. Göttingen: Wallstein,2007. ISBN 978-3-8353-0106-1.•  Selbstbildnis (1967)als Übersetzer•  Wong May: Wannsee-Gedichte. Aus dem Englischen von Nicolas Born. Berlin:LCB-Editionen, 1975.•  Kenneth Koch: Vielen Dank. Gedichte und Spiele. Deutsch von Nicolas Born. Reinbek:Rowohlt, 1976.als Herausgeber•  Rowohlt Literaturmagazin 3: Die Phantasie an die Macht – Literatur als Utopie (1975)•  Rowohlt Literaturmagazin 6: Die Literatur und die Wissenschaften (1976; zusammen mitHeinz Schlaffer)•  Rowohlt Literaturmagazin 7: Nachkriegsliteratur (1977; zusammen mit Jürgen Manthey)•  Rowohlt Literaturmagazin 8: Die Sprache des großen Bruders (1977; zusammen mitJürgen Manthey)•  Rowohlt Literaturmagazin 9: Der neue Irrationalismus (1978; zusammen mit JürgenManthey und Delf Schmidt)•  Rowohlt Literaturmagzin 10: Vorbilder (1979; zusammen mit Jürgen Manthey und DelfSchmidt)•  Rowohlt Literaturmagazin 11: Schreiben oder Literatur (1979; zusammen mit JürgenManthey und Delf Schmidt)•  Rowohlt Literaturmagazin 12, Sonderband: Nietzsche (1980; zusammen mit JürgenManthey und Delf Schmidt)Literatur•  Alo Allkemper: Warum sollte ich mich nicht in Widersprüche verwickeln? Nicolas BornsProblem mit der Utopie, In: Zeitschrift für Deutsche Philologie Bd. 103 (1984),S.576-603.•  Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Text und Kritik Sonderband: Nicolas Born, April 2006.•  Christiane Beyer und Axel Kahrs (Hrsg.): Der Landvermesser. Gedenkbuch für NicolasBorn, Zu Klampen Verlag, Lüneburg 1999, ISBN 3933156459•  Katharina Born: Flucht aufs Land. Nicolas Borns Jahr in Nürtingen. Marbacher ReiheSpuren (Hg. Thomas Scheufelen).•  Jörg Eggerts: Langsam kehrten die Farben zurück. Zur Subjektivität im Romanwerk, imlyrischen und literaturtheoretischen Werk Nicolas Borns, Peter Lang Verlag,Frankfurt/Main 2002, ISBN 3-631-38262-6•  Matthias Gawlick: Lebensstationen, Schreibanlässe: Zu Nicolas Born, In:Literaturlandschaft Ruhrgebiet. Eine Ausstellung, Hrsg. Ruhr-Universität Bochum.
  • 67. Nicolas Born 67Germanistisches Institut. Bochum 1993, S.61-72.•  Harald Hartung: Lyrik zwischen Paul Celan und Nicolas Born. Skizze einer Poetik desGedichts in den 70er Jahren, In: Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht,Sonderheft 'Arbeitsbuch Lyrik' (1981), S. 4-7.•  Wolfgang Herles: Die (doppelte) Fälschung. Anmerkungen zum Verhältnis zwischenLiteratur und Journalismus am Beispiel des Romans von Nicolas Born, In: ErichHuber-Thoma, Ghemela Adler, Fritz Fenzl (Hrsg.): Romantik und Moderne. NeueBeiträge aus Forschung und Lehre. Festschrift für Helmut Motekat, Verlag Peter Lang,Frankfurt am Main 1986, S.213-223•  Axel Kahrs: Wendland literarisch. Von Herzog August bis Nicolas Born. Ein Streifzugdurch die Literaturgeschichte des Landkreises Lüchow-Dannenberg, Verlag davidsdrucke, Göttingen 1985•  Jörg-Werner Kremp: Inmitten gehen wir nebenher. Nicolas Born: Biographie,Bibliographie, Interpretationen, Verlag für Wissenschaft und Forschung, Stuttgart 1994•  Jürgen Lieskounig: Der Kampf um die bedrohte Körperlichkeit. Zur Körperwahrnehmungin Werken von Peter Schneider, Verena Stefan und Nicolas Born, In: Diskussion Deutsch,19. Jg. (1988). H.101, S.279-291.•  Ton Naaijkens: Lyrik und Subjekt. Pluralisierung des lyrischen Subjekts bei NicolasBorn, Rolf Dieter Brinkmann, Paul Celan, Ernst Meister und Peter Rühmkorf, VerlagElinkwijk. Utrecht 1986.•  Ton Naaijkens: Nicolas Born. Als wäre er alle auf einmal, In: Peter K. Kirchhof (Hrsg.):Literarische Porträts. 163 Autoren aus Nordrhein-Westfalen, Patmos Verlag, Düsseldorf1991, S.88-91.•  Dieter Saalmann: Affinitäten und Diskrepanzen zwischen Rainer Maria Rilke und NicolasBorn. Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge und Die erdabgewandte Seite derGeschichte. Prolegomena zu Rilkes Nachwirkung, In: Orbis Litterarum, Vol.40 (1985),S.125-144.•  Anja Saupe: Die erdabgewandte Seite der Geschichte. Die Prosa Nicolas Borns, VerlagKönigshausen und Neumann, Würzburg 1996, ISBN 3-8260-1044-2•  Klaus R. Scherpe, Hans-Ulrich Treichel: Vom Überdruß leben: Sensibilität undIntellektualität als Ereignis bei Handke, Born und Strauß, In: Monatshefte für deutschenUnterricht, Deutsche Sprache und Literatur, Vol. 73. No. 2 (1981), S.187-206.•  Volker Schlöndorff, Nicolas Born, Bernd Lepel: Die Fälschung als Film und der Krieg imLibanon, Zweitausendeins, Frankfurt a.M. 1981. - (Kommentar von Schlöndorff: „DasBuch zum Film ist als Ergänzung des Filmes gedacht, nicht als Nacherzählung. Es enthältMaterialien, die wir zur Erarbeitung des Hintergrundes zusammengetragen haben.“•  Irmela Schneider: Zerrissenheit als Geschichtserfahrung. Überlegungen zu GeorgBüchners Lenz, einer Erzählung von Peter Schneider und einem Roman von NicolasBorn, In: Text und Kontext, H.1. Jg. 12 (1984), S. 43-63•  Stadtbibliothek Duisburg: Nicolas Born 1937-1979, Eine Bibliographie
  • 68. Nicolas Born68Weblinks•  Literatur von und über Nicolas Born [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Homepage Nicolas Born [2]•  Das Dorf Schreyahn [3]Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11851363X[2]  http:/ / www. nicolasborn. de[3]  http:/ / www. schreyahn. deQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Nicolas_ Born&oldid=56007426Hauptautoren: Peter200, Rauenstein, Aglarech, Benny R., Graphikus, Loanna, AlbrechtConz, Sandra76, Complex, Yorg, Michael Ober, Teiresias, Raymond, Kborn, Colin, Anwiha,Baumfreund-FFM, Docmo, Flominator, Ulsimitsuki, Dinala, Euku, Hansele, Stefan Kühn,TomK32, HaSee, Lyzzy, Jonathan Groß, Nicolasborn.de, Xqt, Mijobe, Wasserseele, Kai3k,Lemmie, Abundant, Lyrik, ArtMechanic, Albrecht1 Oskar PastiorOskar Pastior (* 20. Oktober 1927 in Hermannstadt, Siebenbürgen; † 4. Oktober 2006 inFrankfurt am Main) war ein rumäniendeutscher Schriftsteller und Übersetzer.LebenOskar Pastior wurde in Hermannstadt alsAngehöriger der deutschen Minderheitder Siebenbürger Sachsen geboren. SeinVater war Zeichenlehrer. Von 1938 bis1944 besuchte er in seiner Geburtsstadtdas Gymnasium. Im Januar 1945deportierte man den 17-Jährigen in dieSowjetunion, wo er in Arbeitslagern alsZwangsarbeiter eingesetzt wurde. Erst1949 gestattete man ihm die Rückkehrnach Rumänien. Dort lebte er in den folgenden Jahren vonHilfs- und Gelegenheitsarbeiten. Währenddes anschließenden dreijährigenWehrdienstes in der rumänischen Armeeholte er in Fernkursen seine Reifeprüfung Oskar Pastior: Urologe kuesst Nabelstrang, 1.,nach. Danach arbeitete er alsAugsburg 1991. Signatur Oskar PastiorBetontechniker in einer Baufirma. Von1955 bis 1960 studierte er Germanistik an der Universität Bukarest und legte dort sein
  • 69. Oskar Pastior69Staatsexamen ab. Ab 1960 war er Redakteur bei der deutschsprachigen Inlandsabteilungdes Rumänischen Staatsrundfunks. Seine ersten Lyrikveröffentlichungen (erster LyrikbandOffene Worte, 1964) im Rumänien der 60er Jahre erregten Aufsehen und brachten ihm zweibedeutende rumänische Literaturpreise ein. 1968 nutzte Pastior einen Studienaufenthalt inWien zur Flucht in den Westen. Er ging weiter nach München und anschließend nachWest-Berlin, wo er seit 1969 als freier Schriftsteller und Übersetzer lebte. Er arbeitete u. a.an den Übersetzungen der Werke von Welimir Chlebnikow und Tristan Tzara.[1]Oskar Pastior starb am 4. Oktober 2006 während der Buchmesse in Frankfurt am Main. Am21. Oktober wurde ihm posthum der Georg-Büchner-Preis für 2006 verliehen. Die vonPastior noch selbst verfasste Dankesrede wurde von dem Verleger → Michael Krügerverlesen.Künstlerisches SchaffenOskar Pastior war in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts einüberragender Vertreter einer Dichtung, zu deren Hauptanliegen Sprachspiel undWortartistik zählen, wobei die Grenzen zur Nonsense-Dichtung häufig fließend sind. SeinWerk war stark beeinflusst von der Lautpoesie des Dadaismus, aber auch von derextremem Kunstfertigkeit der Autoren der Gruppe OULIPO.Pastior war seit 1977 Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie, seit 1984 derAkademie der Künste (Berlin), seit 1989 der Deutschen Akademie für Sprache undDichtung in Darmstadt und seit 1993 der Vereinigung OULIPO. Außerdem gehörte er derKünstlergilde Esslingen und der Europäischen Autorenvereinigung „Die Kogge“ an.Auszeichnungen und Ehrungen•  1965 Literaturpreis der Zeitschrift Neue Literatur in Bukarest•  1967 Lyrikpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes•  1969 Förderpreis zum Andreas-Gryphius-Preis•  1978 Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie•  1980 Literaturpreis der Universitätsstadt Marburg und des LandkreisesMarburg-Biedenkopf•  1981 Villa-Massimo-Stipendium•  1983 Preis des SWF-Literaturmagazins•  1988 Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie•  1988 Hörspiel des Monats (März: Mordnilapsuspalindrom)•  1990 Hugo-Ball-Preis•  1993 Ernst-Meister-Preis für Lyrik•  1997 Horst-Bienek-Preis für Lyrik•  1998 Siebenbürgisch-Sächsischer Kulturpreis•  1999 Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie zusammen mit Gellu Naum•  2000 Walter-Hasenclever-Literaturpreis•  2001 Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik•  2001 Ehrendoktorwürde der Universität Lucian Blaga Sibiu•  2002 Erich-Fried-Preis•  2006 Georg-Büchner-Preis (posthum)
  • 70. Oskar Pastior70Werke•  Fludribusch im Pflanzenheim, Bukarest 1960•  Offne Worte, Bukarest 1964•  Ralph in Bukarest, Bukarest 1964•  Gedichte, Bukarest 1965•  Vom Sichersten ins Tausendste, Frankfurt am Main 1969•  Gedichtgedichte, Darmstadt u. a. 1973•  Höricht, Lichtenberg 1975•  An die neue Aubergine, Berlin 1976•  Fleischeslust, Lichtenberg 1976•  Der krimgotische Fächer, Erlangen 1978•  Ein Tangopoem und andere Texte, Berlin 1978•  Wechselbalg, Spenge 1980•  33 Gedichte, München u. a. 1983 (Bearbeitungen von Gedichten von FrancescoPetrarca)•  Sonetburger, Berlin 1983•  Anagrammgedichte, München 1985•  Ingwer und Jedoch, Göttingen 1985•  Lesungen mit Tinnitus, München u. a. 1986•  Römischer Zeichenblock, Berlin 1986•  Teure Eier, Paris 1986•  Jalousien aufgemacht, München u. a. 1987•  Modeheft des Oskar Pastior, München 1987•  Anagramme, Berlin 1988 (zusammen mit Galli)•  Kopfnuß, Januskopf, München u. a. 1990•  Neununddreißig Gimpelstifte, Berlin 1990•  Eine Scheibe Dingsbums, Ravensburg 1990•  Feiggehege, Berlin 1991•  Urologe küßt Nabelstrang, Augsburg 1991•  Vokalisen & Gimpelstifte, München u. a. 1992•  Eine kleine Kunstmaschine, München u. a. 1994•  Das Unding an sich, Frankfurt am Main 1994•  Gimpelschneise in die Winterreise-Texte von Wilhelm Müller, Weil am Rhein u. a. 1997•  Das Hören des Genitivs, München u. a. 1997•  Come in to frower, Tokyo u. a. 1998 (zusammen mit Veronika Schäpers und SilkeSchimpf)•  Der Janitscharen zehn, Berlin 1998•  Standort mit Lambda, Berlin 1998•  Pan-tum tam-bur, Frankfurt am Main 1999 (zusammen mit Uta Schneider)•  Saa uum, Frankfurt am Main 1999•  O du roher Iasmin, Weil am Rhein u. a. 2000•  Villanella & Pantum, München u. a. 2000•  Ein Molekül Tinnitus, Berlin 2002 (zusammen mit Gerhild Ebel)•  Werkausgabe, München u. a.•  Bd. 2. „Jetzt kann man schreiben was man will!“, 2003•  Bd. 3. „Minze Minze flaumiran Schpektrum“, 2004•  Bd. 1. „...sage, du habest es rauschen gehört“, 2006
  • 71. Oskar Pastior 71•  Gewichtete Gedichte. Chronologie der Materialien, Hombroich 2006•  Speckturm. 12 x 5 Intonationen zu Gedichten von Charles Baudelaire, Basel 2007Ausstellungskataloge•  Anselm Glück, Oskar Pastior, Essen 1986Übersetzungen•  Tudor Arghezi: Im Bienengrund, Bukarest 1963•  Tudor Arghezi: Schreibe, Feder ..., Bukarest 1964•  Tudor Arghezi: Von großen und kleinen Tieren, Bukarest 1966•  Ştefan Bånulescu: Verspätetes Echo, Berlin 1984 (übersetzt zusammen mit ErnestWichner)•  Lucian Blaga: Ausgewählte Gedichte, Bukarest 1967•  Lucian Blaga: Chronik und Lied der Lebenszeiten, Bukarest 1968•  George Coşbuc: Die Geschichte von den Gänsen, Bukarest 1958•  Radu Dumitru: Das letzte Lächeln, Frankfurt am Main 1991•  Mihail Eminescu: Der Prinz aus der Träne, Bukarest 1963•  Panaït Istrati: Kyra Kyralina. Die Disteln des Bărăgan, Bukarest 1963•  Wiel Kusters: Ein berühmter Trommler, München u. a. 1998 (verfasst zusammen mitJoep Bertrams)•  Wiel Kusters: Carbone notata, Berlin 1988•  Gellu Naum: Oskar Pastior entdeckt Gellu Naum, Hamburg u. a. 2001•  Gellu Naum: Rede auf dem Bahndamm an die Steine, Zürich 1998•  Tudor Opriş: Wunderwelt, Bukarest 1963•  Marin Sorescu: Abendrot Nr. 15, München u. a. 1985•  Marin Sorescu: Aberglaube, Berlin 1974•  Marin Sorescu: Der Fakir als Anfänger, München u. a. 1992•  Marin Sorescu: Noah, ich will dir was sagen, Frankfurt am Main 1975•  Gertrude Stein: Ein Buch mit Da hat der Topf ein Loch am Ende, Berlin 1987•  Gertrude Stein: Reread another, Basel u. a. 2004•  Petre Stoica: Und nirgends ein Schiff aus Attika, Berlin 1977•  Tristan Tzara: Die frühen Gedichte, München 1984•  Urmuz: Das gesamte Werk, München 1976Übersetzungen der Werke Oskar PastiorsEnglisch•  Poempoems, London 1998, ISBN 0-947757-37-6•  Many glove compartments : selected poems, 2001, ISBN 1-886224-44-7Französisch•  Pétrarque, 33 poèmes, 1990, ISBN 2-905271-37-XRumänisch•  Versuri, 1968
  • 72. Oskar Pastior 72Literatur•  Theo Breuer, »Die Nacht als Oskar Pastior starb«, in: T.B., Kiesel & Kastanie. Von neuenGedichten und Geschichten [2], Monographie zur zeitgenössischen Lyrik und Prosa nach2000, Edition YE, Sistig/Eifel 2008. ISBN 978-3-87512-347-0.•  Jürgen H. Koepp: Die Wörter und das Lesen - zur Hermeneutik Oskar Pastiors. Über dieKonstruktion von Sinn und Bedeutung in Poetik und Hermeneutik, Bielefeld:Aisthesis-Verl. 1990, ISBN 3-925670-27-0•  Auskünfte von und über Oskar Pastior, Bamberg: Arbeitsbereich d. Neueren deutschenLiteraturwissenschaft an d. Univ. Bamberg 1985.•  Festschrift für Oskar Pastior, München: Rohr 1987, ISBN 3-926602-02-3•  Grazziella Predoiu: Sinn-Freiheit und Sinn-Anarchie. Zum Werk Oskar Pastiors,Frankfurt am Main u. a.: Lang 2004, ISBN 3-631-51864-1 - Kritische Auseinandersetzungmit dieser Veröffentlichung im Periodikum Spiegelungen•  Burkhard Tewes: Namenaufgeben. Das Wort in zeitgenössischer Lyrik am Beispiel vonTexten Oskar Pastiors , Essen: Verl. Die Blaue Eule 1994. (= Literaturwissenschaft in derBlauen Eule; 12) ISBN 3-89206-595-0Weblinks Literatur von und über Oskar Pastior [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Oskar Pastior im Verlag Urs Engeler Editor [4]• Laudatio zum Erich-Fried-Preis [5]• Pastior-Essay von Franz Josef Czernin [6]• Pastior-Essay von Gerhard Mahlberg [7]• ub.fu-berlin.de [8] Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin•Externe Links[1]  Nachruf; in: Der Spiegel, 41/2006, S. 230.[2]  http:/ / www. kiesel-und-kastanie. blogspot. com[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11891118X[4]  http:/ / www. engeler. de/ pastior. html[5]  http:/ / www. bundesregierung. de/ dokumente/ -,413. 451627/ Rede. htm[6]  http:/ / ezines. onb. ac. at:8080/ ejournal/ pub/ ejour-98/ litprim/ czernin/ pastior. html[7]  http:/ / www. dradio. de/ dlf/ sendungen/ buechermarkt/ 164396/[8]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_pqrs/ pastior. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Oskar_ Pastior&oldid=55166508Hauptautoren: Sevens, Sir, Asthma, 0ulip0, Pelz, Gigger, N. Zyklop, Herrick, Amberg,Magareier bub, EvaK, Tschäfer, PDCA, Grimmi59 rade, Michael l, Reinhard Kraasch,Lienhard Schulz, Dietrich, Sebastian Mehlmacher, Dontworry, Tfox, John Eff, Goerdten,David Wintzer, Thosch66, Bildungsbürger, MarcoBorn, Ephraim33, Wikix, Albrecht1,Marcl1984, Mink95, Addicted, Aka, Ot, EUBürger, Enslin, H-stt, Fundevogel65, Zornfalke,Phrood, Olahus, Nicar, Shivonne, Wiegels, Idler, DaB., Araba, Abundant, ArtMechanic, Wst
  • 73. Oswald Egger73Oswald EggerOswald Egger (* 7. März 1963 in Tscherms, Südtirol) ist ein deutschsprachigerSchriftsteller.Leben und Werk1992 schloss Oswald Egger sein Studium der Literatur und Philosophie in Wien [1] ab. Inden Jahren 1986–1995 war er Veranstalter der von ihm mitinitiierten Kulturtage Lana(Südtirol). 1989 bis 1998 gab er die Zeitschrift Der Prokurist in der edition per procuraheraus. Egger verfasst in erster Linie Lyrik, die in zahlreichen Anthologien (u.a. Der GroßeConrady) und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurde. Gedichte von Egger wurden insFranzösische, Amerikanische und andere Sprachen übersetzt.Oswald Egger lebt in Wien und auf der Raketenstation in Hombroich bei Neuss, wo auch →Thomas Kling bis zu seinem Tod lebte.Einzeltitel (Auswahl)•  Die Erde der Rede. Gedicht (Kleinheinrich Verlag 1993)•  Gleich und Gleich (Edition Howeg 1995)•  Blaubarts Treue (Edition Howeg 1997)•  Juli, September, August (Edition Solitude 1997)•  Herde der Rede. Poem (Suhrkamp Verlag 1999)•  Nichts, das ist. Gedichte (Suhrkamp 2001)•  -broich. Homotopien eines Gedichts (Edition Korrespondenzen 2003)•  Prosa, Proserpina, Prosa (Suhrkamp 2005)•  Tag und Nacht sind zwei Jahre. Kalendergedichte (Verlag Ulrich Keicher 2006)•  nihilium album. Lieder & Gedichte (Suhrkamp 2007)•  Lustrationen. Vom poetischen Tun (Suhrkamp 2008)Auszeichnungen (Auswahl)•  2000 Clemens-Brentano-Preis•  2001 Christine-Lavant-Förderpreis•  2002 Lyrikpreis Meran•  2006 Christian-Wagner-Preis•  2007 Peter-Huchel-PreisH.C. Artmann-Preis [2]•  2008
  • 74. Oswald Egger 74Weblinks•  Literatur von und über Oswald Egger [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Brenner-Archiv, Innsbruck [4]Externe Links[1]  Oswald Egger (http:/ / www. villa-aurora. org/ index. php?page=en_oswald-egger) aufder Seite von Villa Aurora[2]  Stadt Wien (http:/ / www. wien. gv. at/ vtx/ rk?DATUM=20090121&SEITE=020090121009) Überreichung H.C. Artmann-Preis 2008 an Oswald Egger, RK 21.Jänner 2009.[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 128501685[4]  http:/ / webapp. uibk. ac. at/ brennerarchiv/ tirlit. xsql?zeitraum=& region=&geschlecht=& id_in=116#116Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Oswald_ Egger&oldid=55986292Hauptautoren: Magiers, Heschoe, Pelz, Anton-kurt, Wissens-helfer, Harro von Wuff, Chleo,Albrecht1, Versfuchs, Lyrik, 08-15 Peter RühmkorfPeter Rühmkorf (* 25. Oktober 1929 inDortmund; † 8. Juni 2008 in Roseburg imKreis Herzogtum Lauenburg(Schleswig-Holstein); Pseudonyme: LeoDoletzki, Leslie Meier, Johannes Fontara,John Frieder, Hans-Werner Weber, HarryFlieder, Hans Hingst; Übername: Lyngi)war einer der bedeutendsten deutschenLyriker, Essayisten und Pamphletistennach 1945.LebenPeter Rühmkorf wuchs als unehelicherSohn der Lehrerin Elisabeth Rühmkorf, einer Otterndorfer Pastorentochter, in Warstade(heute Ortsteil der Stadt Hemmoor) bei Stade auf und machte am Athenaeum Stade 1951sein Abitur. Er war ein Patenkind von Karl Barth. Von 1951 bis 1956/57 studierte erzunächst Pädagogik und Kunstgeschichte, später Germanistik und Psychologie in Hamburg.Sein ursprüngliches Studienziel, Volksschullehrer zu werden, gab Rühmkorf nach einigenSemestern auf; das Studium brach er ab, offenbar nach einem Konflikt mit seinenProfessoren. Zusammen mit dem Lyriker und Essayisten Werner Riegel gab er von 1951 biszu dessen Tod 1956 die hektographierte Literaturzeitschrift Zwischen den Kriegen imEigenverlag heraus, als zugleich lyrische und politische Plattform des „Finismus“; in der
  • 75. Peter Rühmkorf 75Rückschau eine bedeutende Heftreihe jener Jahre. Er war auch einer der Gründer des undHauptschreiber im – für die junge widerständische Intelligenz der 1950er-Jahre sehrbedeutsamen – Studentenkurier, später in dessen Folge-Zeitschrift konkret.Von 1958 bis 1964 arbeitete Rühmkorf als Verlagslektor im Rowohlt Verlag. Seither war erfreier Schriftsteller und Dichter in Hamburg. Er erhielt zahlreiche literarische Preise undwar häufig Gastdozent an deutschen und internationalen Universitäten (u.a. Austin, Texas1969/70, Essen 1977, Warwick 1978, Frankfurt am Main 1980 Hanover, New Hampshire1983 und Paderborn 1985/86). Immer wieder trug Rühmkorf seine eigenen Gedichteöffentlich vor (z.T. mit der Jazz-Begleitung von Michael Naura und Wolfgang Schlüter; vgl.Kein Apollo-Programm für Lyrik u. a. m.). 1966 nahm er an einer Open-Air-VeranstaltungJazz und Lyrik auf dem Adolphsplatz in Hamburg teil.In den 1960er-Jahren arbeitete Rühmkorf auch als Dramatiker, die drei damalsentstandenen Theaterstücke waren jedoch – zumal wegen tagespolitischer Konstellationenin beiden Teilen Deutschlands – wenig erfolgreich.Er war Mitglied der Gruppe 47, des P.E.N. sowie der Akademie der Künste (Berlin), derDeutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, und der Freien Akademie derKünste, Hamburg.1964 heiratete er die Psychologin Eva-Marie Titze (* 1935), die unter ihrem Ehenamen EvaRühmkorf als Leiterin einer Strafanstalt, Gender- und Kultuspolitikerin und als Ministerinin Schleswig-Holstein arbeitete.Zu seinem 75. Geburtstag (2004) zeigte das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbeeine Ausstellung zu Werk und Leben (Rühmkorf Revue – Ein Bilderbogen zum 75sten) mitetwa 850 Exponaten, die eine bedeutende zeitgeschichtliche Einsicht in das umfangreichePrivatarchiv des Dichters gaben.Peter Rühmkorf starb am 8. Juni 2008 im Alter von 78 Jahren an Krebs. Sein Urnengrabbefindet sich auf dem Hauptfriedhof in Hamburg-Altona.Zitate„Er war ein feinsinniger Ästhet, ein raffinierter Schöngeist, ein exquisiterIroniker. Nur war er zugleich ein plebejischer Poet, ein handfester Spaßmacher,ein Verwalter des literarischen Untergrunds, ein Dichter der Gasse und derMasse, einer, der die Lyrik auf den Markt gebracht hat. Er schämte sich nicht,das Drastische, das Vulgäre zu schätzen. Und er zögerte nicht, das Distinguierte,das Elitäre zu bewundern. In seinen Versen finden Schlager, Gassenhauer undKinderreime ein unmittelbares Echo, aber auch die Oden Klopstocks und dieLieder von Matthias Claudius, die Hymnen Hölderlins. Dieser Rühmkorf ist nieganz seriös - und immer sehr ernst.“ – Marcel Reich-Ranicki, Juni 2008 [1]„Muß ich etwa allein übern Fluß?Was mauscheln die stygischen Schilfe?Herr Charon, zwei Lethe !eine kleine Übersetzhilfe,aber Lethe mit Schuß!Und nicht zu knapp bemessen:Welt, wie du im Rückblick dich wölbst.
  • 76. Peter Rühmkorf 76Doch mein Stundenglas,meine Einweguhr,meine Smith & Wesson entsichre ich selbst.Oder was oder wann oder wie?Nein, lieber jetzt mitten im Klaren.Und ihr spielt mir nochmal - diese alteda! -Mistmelodievon den Leuten, die strudelwärts fahren.“ – Peter Rühmkorf, aus: „Jetzt mitten im Klaren“Auszeichnungen•  1958 Hugo-Jacobi-Preis•  1964 Stipendiat der Villa Massimo in Rom•  1976 Stadtschreiber von Bergen•  1976 Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay•  1979 Erich Kästner Preis für Literatur der Erich Kästner Gesellschaft•  1979 Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis•  1980 Alexander-Zinn-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg•  1980 Literaturpreis der Stadt Bremen•  1984 Ehrengabe der Heinrich Heine Gesellschaft der Stadt Düsseldorf•  1986 Arno Schmidt Preis•  1987 Preis der Kasseler Kunstausstellung: documenta-Schreiber•  1988 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR•  1989 Ehrenpromotion durch die Justus-Liebig-Universität Gießen•  1993 Georg-Büchner-Preis•  1993 Justinus-Kerner-Preis der Stadt Weinsberg•  1994 Medaille für Kunst und Wissenschaft der Freien und Hansestadt Hamburg•  1994 Plakette für das Jahr 1993 der Freien Akademie der Künste Hamburg•  1996 Preis der Bestenliste des Südwestfunks(SWF)•  1996 Walter-Hasenclever-Literaturpreis•  1999 Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen•  2000 Carl-Zuckmayer-Medaille in Anerkennung der Verdienste um die deutsche Sprache•  2000 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur•  2000 Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur•  2002 Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik•  2003 Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen•  2005 Erik-Reger-Preis der „Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz“•  2008 Kasseler Literaturpreis (postum)
  • 77. Peter Rühmkorf77Schriften•  (gemeinsam mit Werner Riegel): HeißeLyrik. Wiesbaden: Limes. 1956,•  Irdisches Vergnügen in g. FünfzigGedichte. Hamburg: Rowohlt. 1959•  Wolfgang Borchert. Biographie. Hamburg:Rowohlt. 1961•  Kunststücke. Fünfzig Gedichte nebsteiner Anleitung zum Widerspruch.Hamburg: Rowohlt. 1962•  Über das Volksvermögen. Exkurse in denliterarischen Untergrund. Reinbek:Rowohlt. 1967 (Kinder- und Abzählverse,Trivialtravestien aus hundert Jahren)•  Was heißt hier Volsinii? Bewegte Szenenaus dem klassischen Wirtschaftsleben.Reinbek: Rowohlt. 1969 (Bühnenstück)•  Die Jahre die ihr kennt. Anfälle undErinnerungen. Reinbek: Rowohlt. 1972•  Lombard gibt den Letzten. EinSchauspiel. Berlin: Wagenbach. 1972•  Die Handwerker kommen. EinFamiliendrama. Berlin: Wagenbach. 1974•  Walther von der Vogelweide, Klopstock Autogrammund ich. Reinbek: Rowohlt. 1975•  Phoenix – voran! Gedichte. Dreieich:pawel pan. 1977•  Strömungslehre I. Poesie. Reinbek: Rowohlt. 1978•  Haltbar bis Ende 1999. Gedichte. Reinbek: Rowohlt 1979•  Auf Wiedersehen in Kenilworth. Ein Märchen in dreizehn Kapiteln. Frankfurt am Main:Fischer. 1980•  Im Fahrtwind. Gedichte und Geschichte. Berlin (u.a.): Bertelsmann. 1980•  agar agar – zaurzaurim. Zur Naturgeschichte des Reims und der menschlichenAnklangsnerven. Reinbek: Rowohlt. 1981•  Kleine Fleckenkunde. Zürich: Haffmans. 1982•  Der Hüter des Misthaufens. Aufgeklärte Märchen. Reinbek: Rowohlt. 1983•  Blaubarts letzte Reise. Ein Märchen. Dreieich: pawel pan. 1983•  Bleib erschütterbar und widersteh. Aufsätze – Reden – Selbstgespräche. Reinbek:Rowohlt. 1984•  Mein Lesebuch. Frankfurt am Main: Fischer. 1986•  Außer der Liebe nichts. Liebesgedichte. Reinbek: Rowohlt. 1986•  Dintemann und Schindemann. Aufgeklärte Märchen. Leipzig: Reclam. 1986•  Selbstredend und selbstreimend. Gedichte – Gedanken – Lichtblicke. Stuttgart: Reclam.1987•  Werner Riegel. „ … beladen mit Sendung. Dichter und armes Schwein“. Stuttgart:Reclam. 1988
  • 78. Peter Rühmkorf78•  Einmalig wie wir alle. Reinbek: Rowohlt. 1989•  Dreizehn deutsche Dichter. Reinbek: Rowohlt. 1989•  Selbst III/88. Aus der Fassung. Zürich: Hafmanns. 1989•  Komm raus! Gesänge, Märchen, Kunststücke. Berlin: Wagenbach. 1992•  Deutschland, ein Lügenmärchen. Göttingen: Wallstein. 1993•  Lass leuchten! Memos, Märchen, TaBu, Gedichte, Selbstporträt mit und ohne Hut.Reinbek: Rowohlt. 1993•  Tabu I. Tagebücher 1989–1991. Reinbek: Rowohlt. 1995•  Gedichte. Reinbek: Rowohlt. 1996•  Ich habe Lust, im weiten Feld… Betrachtungen einer abgeräumten Schachfigur.Göttingen: Wallstein. 1996•  Die Last, die Lust und die List. Aufgeklärte Märchen. Reinbek: Rowohlt. 1996•  Ein Buch der Freundschaft. Remagen-Rolandseck: Rommerskirchen. 1996•  Lethe mit Schuß. Gedichte. Frankfurt am Main: Suhrkamp. 1998•  wenn – aber dann. Vorletzte Gedichte. Reinbek: Rowohlt. 1999•  Von mir zu Euch für uns. Göttingen: Steidl. 1999•  Wo ich gelernt habe. Göttingen: Wallstein. 1999•  (mit Horst Janssen): Mein lieber Freund und Kompanjung. Hamburg: Jud. 1999•  (mit → Robert Gernhardt): In gemeinsamer Sache. Gedichte über Liebe und Tod, Naturund Kunst. Zürich: Haffmans. 2000,•  Das Lied der Deutschen. Göttingen: Wallstein. 2001 (über Hofmann von Fallersleben)•  Funken fliegen zwischen Hut und Schuh. Lichtblicke, Schweifsterne, Donnerkeile. Hgg.von Stefan Ulrich Meyer. München: Deutsche Verlagsanstalt. 2003•  Tabu II. Tagebücher 1971–1972. Reinbek: Rowohlt. 2004•  Wenn ich mal richtig ICH sag … . Ein Lese-Bilderbuch. Göttingen: Steidl. 2004•  Aufwachen und Wiederfinden. Gedichte. Frankfurt am Main: Insel. 2007•  Paradiesvogelschiß. Gedichte. Reinbek: Rowohlt. 2008Gesamtausgabe•  Die Jahre die Ihr kennt. Anfälle und Erinnerungen. Werke 2. Hrsg. von Wolfgang Rasch,1999•  Gedichte. Werke 1. Hrsg. von Bernd Rauschenbach, 2000•  Schachtelhalme. Schriften zur Poetik und Literatur. Werke 3. Hrsg. von HartmutSteinecke, 2001•  Die Märchen. Werke 4. Hrsg. von H.Detering und S.Kerschbaumer, 2007Herausgeberschaft•  Werner Riegel: Gedichte und Prosa. Wiesbaden: Limes. 1961•  Wolfgang Borchert: Die traurigen Geranien und andere Geschichten aus dem Nachlass.Reinbek: Reowohlt. 1962•  Primanerlyrik, Primanerprosa. Eine Anthologie. Reinbek: Rowohlt. 1965•  131 expressionistische Gedichte. Berlin: Wagenbach. 1976•  Das Mädchen aus der Volkskommune. Chinesische Comics. Reinbek: Rowohlt. 1976•  Ein Buch der Freundschaft. Remagen-Rolandseck: Rommerskirchen. 1996, mit TheoRommerskirchen
  • 79. Peter Rühmkorf 79•  Arno Schmidt: Lesen ist schrecklich! Das Arno-Schmidt-Lesebuch. Zurüch: Haffmans.1997•  Die Geschichte vom Lastkran, der eine Schiffssirene sein wollte. Prosa, Lyrik, Szene &Essays. Künzelsau: Swiridoff. 2002.Schallplatten, CDs•  Im Vollbesitz meiner Zweifel – Lyrik und Jazz. Schallplatte. 1963•  Warum ist die Banane krumm? Schallplatte für Kinder. 1971, mit Peter Bichsel u. a.•  Der Ziegenbock im Unterrock. Kinderverse und –geschichten, gesammelt von PeterRühmkorf. Schallplatte. 1973•  Kein Apolloprogramm für Lyrik. Schallplatte (mit Michael Naura, Wolfgang Schlüter,Eberhard Weber). 1976 [ECM 2305801 SP]•  Phönix voran!. Schallplatte (mit Michael Naura, Wolfgang Schlüter, Leszek Zadlo). 1978[ECM 2305802 SP]•  Außer der Liebe nichts. Liebesgedichte. Gelesen von Peter Rühmkorf. München: DerHörverlag, 1999. 1 CD. (Audio Books.)•  → Robert Gernhardt & Peter Rühmkorf lesen: In gemeinsamer Sache. München:Raben-Records im Heyne Hörbuch 2000. 1 MC.•  Peter Rühmkorf liest Lyrik und Prosa. Hrsg. von Harro Zimmermann und Walter Weber.Göttingen: Wallstein-Verl.; Bremen: Radio Bremen, 1999. 2 CDs.•  Rühmkorf, → Enzensberger: Jahrgang 1929: Zwei Lyriker im Doppelbild. Hamburg:Hoffmann und Campe Hörbücher, NDR Audio 2002. 2 CDs.•  Günter Grass und Peter Rühmkorf lesen: Komm, Trost der Nacht. Barocklyrik. München:Der Hörverlag 2004. 1 CD.•  Peter Rühmkorf, mit Dietmar Bonnen und Andreas Schilling: Früher, als wir die großenStröme noch …, Rühmkorf-Gedichte mit Musik, random house 2006. 1 CD.•  Paradiesvogelschiß. Gedichte. Von, für und mit Peter Rühmkorf. Hoffmann und CampeHörbücher. 2008 1 CDLiteratur•  Arno Schmidt Stiftung (Hrsg.): Arno Schmidt Preis 1986 für Peter Rühmkorf, Bargfeld1986 (mit Texten von Jan Philipp Reemtsma, Peter Rühmkorf und Arno Schmidt)•  Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Text + Kritik. Zeitschrift für Literatur. Heft 97. PeterRühmkorf. edition text + kritik, München 1988.•  Sabine Brunner: Rühmkorfs Engagement für die Kunst. Verl. Die Blaue Eule, Essen1985.•  Peter Bekes, Michael Bielefeld: Peter Rühmkorf. : Beck, Verl. edition text + kritik,München 1982.•  Lars Clausen: Die Finisten. In: Mittelweg 36, 1992•  Frédérique Colombat-Didier: La situation poétique de Peter Rühmkorf. Lang, Bern (u.a.)2000.•  Manfred Durzak, Hartmut Steinecke (Hrsg.): Zwischen Freund Hein und Freund Heine:Peter Rühmkorf. Studien zu seinem Werk. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1989.•  Dieter Lamping, Stephan Speicher (Hrsg.): Peter Rühmkorf. Seine Lyrik im Urteil derKritik. Bouvier, Bonn 1987.
  • 80. Peter Rühmkorf80•  Wolfgang Rasch: Blumen-, Frucht- und Dornenstücke aus dem Archiv von PeterRühmkorf in Hamburg. In: Zeitdiskurse. Reflexionen zum 19. und 20. Jahrhunderts alsFestschrift für Wulf Wülfing. Hg. von Roland Berbig, Martina Lauster und Rolf Parr.Synchron Verlag, Heidelberg 2004 (Darin u.a. über Rühmkorfs Studienzeit in Hamburg.)ISBN 3-935025-55-6, S. 425–442.•  Ders.: Bibliographie Peter Rühmkorf. Aisthesis, Bielefeld 2004. 2 Bände, zusammen 814Seiten (Band 1: Primärliteratur; Band 2: Sekundärliteratur). (Bibliographien zurdeutschen Literaturgeschichte Band 13) ISBN 3-89528-476-9.•  Herbert Uerlings: Die Gedichte Peter Rühmkorfs. Subjektivität undWirklichkeitserfahrung in deutschen Lyrik.. Bouvier, Bonn 1984.•  Theodor Verweyen: Eine Theorie der Parodie. Am Beispiel Peter Rühmkorfs. Fink,München 1973.Filme•  Kleine Anweisung zum glücklichen Leben. 1963•  Schwarz-Weiß-Rot. 1964•  Abends wenn der Mond scheint. 1964•  Zurück zur Kultur. 1968•  Ein Mann ohne Ufer. Auf den Spuren von Hans Henny Jahnn. 1980, zusammen mit PaulKersten•  Wortwechsel. Peter Rühmkorf im Gespräch mit Gabriele von Arnim, Produktion:Südwestfunk, 1996, 30 Min.•  „Das Literarische Quartett. Zum 50. Todestag von Bertolt Brecht“, mit MarcelReich-Ranicki, Hellmuth Karasek, Iris Radisch und Peter Rühmkorf als Gast, Produktion:ZDF, Erstausstrahlung: 11. August 2006, ( Besprechung [2] der FAZ)Interviews•  [http:/ / www. kaindlstorfer. at/ interviews/ ruehmkorf. html „Die Pariser Philosophen sindbanal“], Arbeiter-Zeitung, 1989, Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Peter Rühmkorf•  [http:/ / www. sueddeutsche. de/ ,tt2m4/ kultur/ artikel/ 422/ 111311/ „Wir alle spieltengern mit Waffen“], Süddeutsche Zeitung, 24. April 2007•  [http:/ / www. zeit. de/ 2008/ 14/ L-Ruehmkorf-Interview „Ich bin einGlücksprophet“], Die Zeit, 27. März 2008Weblinks Wikiquote: Peter Rühmkorf – Zitate Literatur von und über Peter Rühmkorf [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• ub-fu-berlin.de [4] Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin• Rühmkorf-Gedichte [5] im Kanon von Marcel Reich-Ranicki• „Der Verfassungspoet aus Övelgönne“ [6], FAZ, 10. Juni 2008, mit Rühmkorf-Dossier••  „Im Vollbesitz seiner Zweifel“ [7], SZ, 9. Juni 2008, von Franziska Augstein, mit weiterenlinks•  „Wünsch’ mir im Himmel einen Platz“ [8], Der Tagesspiegel, 9. Juni 2008•  Peter Rühmkorf [9] in der Internet Movie Database ( deutsch [10])•  Radio Bremen: Nachruf; Rühmkorf im Gespräch; Gedichte [11]
  • 81. Peter Rühmkorf 81Externe Links[1]  Marcel Reich-Ranicki: „Nie seriös, immer ernst“ (http:/ / www. faz. net/ s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E1B479C8FF7F440E998A4BF6D7F606B3C~ATpl~Ecommon~Scontent. html), FAZ,10. Juni 2008[2]  http:/ / www. faz. net/ s/ RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E98C9C6A008E34C8F82C9CDCF028CB893~ATpl~Ecommon~Scontent. html[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118603957[4]  http:/ / www. ub. fu-Berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_pqrs/ ruehmkorf. html[5]  http:/ / www. derkanon. de/ lyrik/ band_7. html[6]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub79A33397BE834406A5D2BFA87FD13913/Doc~E17922A4CEA104D8A8A6EDF547F1CEDBE~ATpl~Ecommon~Sspezial. html[7]  http:/ / www. sueddeutsche. de/ kultur/ artikel/ 791/ 179242/[8]  http:/ / www. tagesspiegel. de/ kultur/ Peter-Ruehmkorf;art772,2547759[9]  http:/ / www. imdb. com/ name/ nm0749167/[10]  http:/ / www. imdb. de/ name/ nm0749167/[11]  http:/ / www. radiobremen. de/ nordwestradio/ aktuell/ 00004345. phpQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Peter_ Rühmkorf&oldid=55389979Hauptautoren: Peter200, 217, TheK, CrazyForce, Wetter1976, Michael Kühntopf, Akeuk,Cymothoa exigua, Rybak, Bonzo*, Goerdten, Ottoerich, Beat22, Euphoriceyes, Hecht,StillesGrinsen, Feba, ChristophDemmer, Generator, Unukorno, Reinhard Kraasch,Odradek08, Atamari, Miastko, Andrsvoss, Penta, USt, Hunding, Dontworry, Elbe1,AndreasPraefcke, Hubertl, Jo Atmon, €pa, Walkee, He3nry, Blaufisch, Axt, JCS, StefanKühn, Austriaboss, Merlissimo, Rosenzweig, Joachim Pöhls, Alinea, Ephraim33, Geher,Anima, Engelbaet, Terabyte, Albrecht1, Bernardoni, Aka, Stachelbeere, Kubrick, Zenit,Keichwa, Velten, Peng, Mogelzahn, Svencb, HaeB, ThoR, MichaelDiederich, Wiegels,Marcus Cyron, Darldarl, Bwag, Hus0070, Fg68at, Rmw73, Thorbjoern, Abundant,Germgraz18, ArtMechanic Reiner KunzeReiner Kunze (* 16. August 1933 in Oelsnitz/Erzgeb.) ist ein deutscher Schriftsteller,literarischer Übersetzer und DDR-Dissident.LebenReiner Kunze wurde als Sohn eines Bergarbeiters und einer Kettlerin geboren. In seinerKindheit litt er häufig an Allergien. Ab 1947 besuchte er eine Aufbauklasse, dieArbeiterkindern eine höhere Schulbildung ermöglichte. Zwei Jahre später wurde er vomRektor seiner Schule als Kandidat der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)vorgeschlagen. 1951 legte er sein Abitur in Stollberg ab.Kunze studierte danach Philosophie und Journalistik an der Karl-Marx-Universität inLeipzig. Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1953 in der Zeitschrift neue deutscheliteratur. Zunächst orientierte sich Kunze am sozialistischen Realismus, später begann er
  • 82. Reiner Kunze 82sich zunehmend von den Vorstellungen der SED zu distanzieren. Nach dem Staatsexamen1955 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Journalistischen Fakultät derKarl-Marx-Universität in Leipzig. Sein erster Lyrikband erschien unter dem Titel Vögel überdem Tau.1959 wurde er beschuldigt, die Studenten zu entpolitisieren und musste die Universitätverlassen, ohne seine Promotion zu beenden. Er arbeitete vorübergehend als Hilfsschlosserim Schwermaschinenbau.1961 lernte er die Deutsch-Tschechin Elisabeth Littnerova kennen, nach langer Zeit desBriefeschreibens auch persönlich. Sie heirateten, und 1962 zog Elisabeth in die DDR, nachGreiz/Thüringen, wo sie als Kieferorthopädin arbeitete. Reiner Kunze arbeitete in dieserZeit als freier Schriftsteller in Greiz, ab und zu in einem Bauernhaus in Leiningen, 15 kmvon Greiz entfernt. 1968 trat Kunze aus Protest gegen die Invasion derWarschauer-Pakt-Staaten in der Tschechoslowakei aus der SED aus.Die Herausgabe des Gedichtbandes Sensible Wege – Achtundvierzig Gedichte und einZyklus stieß 1969 auf Widerstand in der DDR-Kulturbürokratie. Für Kunze wurde eszunehmend schwieriger, seine Werke zu veröffentlichen. Sein Freund Heinz Knoblochkonnte ihm – nicht ohne persönliches Risiko – bis 1974 kleine Aufträge für Rezensionen inder Wochenpost verschaffen. Dort erschienen von 1969 bis 1974 Rezensionen unter denPseudonymen Jan Kunz und Alexander Ludwig. Als 1970 im Westen Deutschlands dasKinderbuch Der Löwe Leopold: Fast Märchen, fast Geschichte erschien, wurde Kunze wieauch nach dem Buch Sensible Wege mit einem Ordnungsstrafverfahren belegt, und dieAutorenexemplare wurden beschlagnahmt.1976 wurde sein Prosaband Die wunderbaren Jahre in der Bundesrepublik veröffentlicht, indem Kunze das DDR-System scharf kritisierte. Das Manuskript war heimlich in dieBundesrepublik gebracht worden. Wegen seiner dissidierenden Haltung wurde Kunze ausdem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkam. EineDDR-Version des Buches Der Löwe Leopold, die im gleichen Jahr erscheinen sollte, wurdezurückgenommen, 15.000 bereits gedruckte Exemplare eingestampft.Am 7. April 1977 stellte Kunze wegen zunehmender staatlicher Repressalien gegen ihn undseine Familie einen Antrag auf Ausbürgerung aus der DDR. Der Antrag wurde innerhalbvon drei Tagen genehmigt und Kunze siedelte am 13. April mit seinen Angehörigen in dieBundesrepublik über.1978 schrieb er das Drehbuch zum Film Die wunderbaren Jahre, den er 1979 selberinszenierte. 1981 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband nach Übersiedlung in denWesten Deutschlands, Auf eigene Hoffnung.1990 bekam Kunze Einblick in seine Stasi-Akte. Auszüge aus dem umfangreichen Dokumentveröffentlichte er in der Dokumentation Deckname Lyrik. Aus den Dokumenten ging hervor,dass der Vorsitzende der DDR-SPD, Ibrahim Böhme, langjähriger Mitarbeiter desMinisteriums für Staatssicherheit war.Reiner Kunze ist ein Kritiker der Rechtschreibreform von 1996. Er unterzeichnete auf derBasis der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform von 1996 u.a. im Jahre 2004 denFrankfurter Appell zur Rechtschreibreform. So wandte er sich in vielen Einzelbeiträgen(Lit.: u. a. FAZ) und in seiner Denkschrift Die Aura der Wörter gegen dieRechtschreibreform.Er lebt als freier Schriftsteller in Erlau (Gemeinde Obernzell) bei Passau.
  • 83. Reiner Kunze83MitgliedschaftenReiner Kunze ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der DeutschenAkademie für Sprache und Dichtung, der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar undder Sächsischen Akademie der Künste, des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren imAusland. Von 1975 bis 1992 war er Mitglied der Akademie der Künste (Berlin), aus der ergemeinsam mit vielen Kollegen aus Protest gegen die En-bloc-Übernahme der Mitgliederder Ost-Berliner Akademie der Künste austrat. Kunze ist Ehrenmitglied des Collegiumeuropaeum Jenense der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Sächsischen Literaturrates,des Freien Deutschen Autorenverbandes, des Ungarischen Schriftstellerverbandes, desTschechischen PEN-Zentrums und der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zuKöthen/Anhalt - Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache.Auszeichnungen und Ehrungen•  1968 Übersetzerpreis des Tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes•  1971 Deutscher Jugendbuchpreis•  1973 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste•  1973 Mölle-Literatur-Preis•  1977 Georg-Büchner-Preis•  1977 Andreas-Gryphius-Preis•  1977 Georg-Trakl-Preis•  1979 Bayerischer Filmpreis für das Drehbuch zum Film Die wunderbaren Jahre•  1981 Geschwister-Scholl-Preis für Auf eigene Hoffnung•  1984 Eichendorff-Literaturpreis•  1993 Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden•  1993 Großes Bundesverdienstkreuz•  1993 Kulturpreis der deutschen Freimaurer•  1995 Ehrenbürgerschaft der Stadt Greiz•  1997 Weilheimer Literaturpreis•  1999 Friedrich-Hölderlin-Preis•  2000 Christian-Ferber-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung•  2001 Hans-Sahl-Preis•  2001 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst•  2002 Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung•  2002 Sprachwahrer des Jahres der Deutschen Sprachwelt•  2003 Ján-Smrek-Preis•  2003 Ehrenbürgerschaft der Stadt Oelsnitz/Erzgebirge•  2004 Preis der Stiftung für Abendländische Besinnung•  2004 Premia Bohemica•  2006 Ehrengast des Heinrich-Heine-Hauses Lüneburg•  2007 Ehrenmitglied der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft•  2008 Thüringer Verdienstordens für sein LebenswerkZu seinen Ehren stiftete Kunzes Vaterstadt Oelsnitz einen Reiner-Kunze-Preis, der 2007erstmals verliehen wurde.
  • 84. Reiner Kunze84Werke•  Die Zukunft sitzt am Tische. Gedichte, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 1955(zusammen mit Egon Günther)•  Vögel über dem Tau. Liebesgedichte und Lieder. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale),1959•  Fragen des lyrischen Schaffens, Halle an der Saale, VEB Verlag Sprache und Literatur1960, (Beiträge zur Gegenwartsliteratur Heft 18).•  Widmungen. Gedichte, Bad Godesberg, Hohwacht Verlag 1963•  Die guten Sitten. . Mitteldeutscher Verlag, Halle Saale, 1964, Feuilletons (zusammen mitHeinz Knobloch)•  sensible wege, 1969•  Der Löwe Leopold, fast Märchen, fast Geschichten, 1970•  zimmerlautstärke, 1972•  Brief mit blauem Siegel, 1973•  Die wunderbaren Jahre. Prosa. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1976, 127 S., ISBN3-10-042003-9; 432.-437. Tausend. Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1994, 124 S., ISBN3-596-22074-2 (Fischer; 2074)•  auf eigene hoffnung, Gedichte, 1981•  Wundklee, 1982. Übersetzung der Gedichte Jan Skácels•  aus: einundzwanzg variationen über das thema quot;die postquot;. Mit Holzschnitten von AlfredPohl. Hauzenberg 1983•  gespräch mit der amsel, frühe Gedichte, 1984•  eines jeden einziges leben, Gedichte, 1986•  Das weiße Gedicht, Essays, 1989•  Deckname »Lyrik«. Eine Dokumentation. Frankfurt am Main:Fischer-Taschenbuch-Verlag, 1990, 124 S., ISBN 3-596-10854-3 (Fischer; 10854:Sachbuch); 3. Auflage, 2003•  Wohin der Schlaf sich schlafen legt, Gedichte für Kinder, 1991•  Am Sonnenhang. Tagebuch eines Jahres, Frankfurt am Main: S. Fischer, 1993, 207 S.,ISBN 3-10-042014-4 (autobiographische Prosa)•  Wo Freiheit ist ... . Gespräche 1977 - 1993. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1994, 237 S.,ISBN 3-10-042015-2•  Begehrte, unbequeme Freiheit. Interviews zu Fragen von Torsten Büker ... ; 1989 - 1992.Hauzenberg: Edition Pongratz, 1993, 61 S., ISBN 3-923313-79-9 (Edition Toni Pongratz;48)•  ein tag auf dieser erde, Gedichte, 1998•  Die Intellektuellen als Gefahr für die Menschheit oder Macht und Ohnmacht derLiteratur. Gespräch zwischen Günter Kunert und Reiner Kunze. Kiel: Kunststiftung derLandesbank SH. 1999 (ohne ISBN).•  Steine und Lieder, Namibische Notizen und Fotos, 1996•  Der Kuß der Koi, Prosa und Fotos, 2002•  Die Aura der Wörter. Denkschrift zur Rechtschreibreform. Neuausgabe mitZwischenbilanz. Stuttgart: Radius, 2004, 78 S., ISBN 3-87173-303-2 (1. Auflage 2002)•  Wo wir zu Hause das Salz haben, Nachdichtungen, 2003•  Die Chausseen der Dichter, Gespräch über Peter Huchel und die Poesie (gemeinsam mitMireille Gansel), 2004
  • 85. Reiner Kunze 85•  Bleibt nur die eigene Stirn. Ausgewählte Reden, Stuttgart: Radius Verlag, 2005, 199Seiten•  lindennacht, Gedichte, 2007Von Reiner Kunzes Lyrik und Prosa erschienen im europäischen und außereuropäischenAusland (u.a. in Argentinien, Brasilien, Japan, Korea und den USA) über 50 Einzelausgabenin 30 Sprachen.Literatur•  Christian Eger: Böhmische Dörfer., Sieben Variationen über den Dichter Reiner Kunze.•  Heiner Feldkamp: Poesie als Dialog. Grundlinien im Werk Reiner Kunzes. Roderer,Regensburg 1994, (= Theorie und Forschung, Literaturwissenschaften, 25, Theorie undForschung, 308) ISBN 3-89073-740-4•  Herlinde Koelbl: Reiner Kunze in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werkegehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN3-89660-041-9; S.42-47; Fotodokumentation Kunzes, die den Autor an seinem Arbeitsplatz und impersönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage seiner Berufung als auchRahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung seiner Werke darstellt.•  Michael Maier / Janko Ferk (Hrsg.): Die Geographie des Menschen. Gespräche mitReiner Kunze u. a. Edition Atelier, Wien 1993.•  Ohne Traumata kein Leben, ein Gespräch mit Reiner Kunze, Sonderdruck der Zeitschrift„die horen“, Nr. 210/2003•  Volker Strebel: Reiner Kunzes Rezeption tschechischer Literatur. Verl. die Blaue Eule2000, Essen (= Literaturwissenschaft in der Blauen Eule, 25) ISBN 3-89206-942-5•  Jürgen P. Wallmann (Hrsg.): Reiner Kunze. Materialien und Dokumente. Fischer,Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-10-042004-7•  Rudolf Wolff (Hrsg.): Reiner Kunze. Werk und Wirkung. Bouvier, Bonn 1983, (=Sammlung Profile, 2) ISBN 3-416-01722-6•  Edwin Kratschmer / Ulrich Zwiener (Hrsg.): Das blaue Komma. Zu Reiner Kunzes Lebenund Werk. Thür. Verl. und Datenbank für Geisteswissenschaften Dr. Bettina Preiss,Weimar 2003. (= Kulturwissenschaftliche Reihe/Collegium Europaeum Jenense, 4) ISBN3-89739-361-1•  Marek Zybura (Hrsg.): Mit dem Wort am Leben hängen … Reiner Kunze zum 65.Geburtstag. Winter, Heidelberg 1998, (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte, F.3,162) ISBN 3-8253-0775-1Weblinks Wikiquote: Reiner Kunze – Zitate•  Literatur von und über Reiner Kunze [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Tabellarische Kurzbiografie zu Reiner Kunze (bis 1999) [2]•  Petra Meyenburg: [http:/ / www. mdr. de/ mdr-figaro/ hoerspiel/ 875068. htmlWunderbare Jahre von Reiner Kunze – Ein Porträt des Schriftstellers], MDR vom 26.Dezember 2003•  Internetseite der Reiner und Elisabeth Kunze-Stiftung [3]•  Thüringer Verdienstorden für Dr. h. c. Reiner Kunze [4]
  • 86. Reiner Kunze86Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118568124[2]  http:/ / www. dhm. de/ lemo/ html/ biografien/ KunzeReiner/[3]  http:/ / www. reiner-kunze. com/[4]  http:/ / www. thueringen. de/ de/ tsk/ aktuell/ veranstaltungen/ 35452/ index. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Reiner_ Kunze&oldid=54710030Hauptautoren: Esse-est-percipi, Schlesinger, BLueFiSH.as, Wohlgemut, CdaMVvWgS,Emanuil Tolev, Nodutschke, Publius, Frog, Engie, Androl, Complex, Louis Bafrance, Beat22,Mahatma, Eigentlich, Joystick, Leppus, MichaelDiederich, MarkusHagenlocher, DaJobo,Martin Bahmann, 217, Penta, Peter200, Corradox, Blaufisch, Yorg, Hubertl, ChrisM, Nb,Kramlinger, Vernher, Stefan Kühn, Rosa Lux, WAH, Michael Sander, Rybak, SuperFLoh,Bodo Kamp, Albrecht1, Zibaldone, Aka, PDD, Steffen Löwe Gera, MatthiasKabel, André Huf,Wilhans, IgorPodolskiy, Willibaldus II., Wolfgang H., Koehler markus13, Schnargel,Loveless, Carol.Christiansen, Chrisfrenzel, Wst, Hardenacke, Heldburg, Onkel Sam, Le petitprince, Peacemaker, H.Albatros, Dr.peter, ArtMechanic, Habakuk8 Robert GernhardtRobert Gernhardt (* 13. Dezember 1937 in Reval, Estland; † 30. Juni 2006 in Frankfurt amMain) war ein deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler.LebenRobert Gernhardt wurde als Sohn einesRichters in Reval (dem heutigen Tallinn)geboren. Die Familie Gernhardt gehörtein Estland zur Minderheit derDeutsch-Balten und musste 1939 nachPosen übersiedeln. [1] 1945 fiel der Vater.Nach Kriegsende wurde die Familievertrieben, und die Mutter floh mit denSöhnen Robert, Per und Andreas überThüringen nach Bissendorf. 1946 kam dieFamilie nach Göttingen. Nach AbschlussRobert Gernhardt bei einer Lesung im Evangelischenseiner Schulausbildung 1956 studierte Stift Tübingen (2001)Gernhardt an der Staatlichen Akademieder Bildenden Künste in Stuttgart und der Akademie der Künste in Berlin Malerei sowieGermanistik an der FU Berlin.[2] Seit 1964 lebte er als freiberuflicher Maler, Zeichner,Karikaturist und Schriftsteller in Frankfurt am Main. 1965 heiratete er die Malerin AlmutUllrich, die 1989 starb. 1990 ging Gernhardt eine zweite Ehe mit Almut Gehebe ein.Gernhardt war 1999/2000 Stipendiat am Wissenschaftskolleg Berlin und verbrachte 2006eine Zeit als residenter Autor an der University of Warwick in England. Am 30. Juni 2006erlag er in Frankfurt am Main einer Darmkrebserkrankung, von der er seit Juli 2002Kenntnis hatte.[3] Er wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.
  • 87. Robert Gernhardt87WerkVon April 1964 bis Dezember 1965 war Gernhardt Redakteur der Satirezeitschrift Pardon,wo er 1964 einer der Mitbegründer der Nonsensbeilage Welt im Spiegel war, die bis 1976erschien und die neuere humoristische Literatur erheblich und maßgeblich beeinflusste.Gernhardt hatte eine Reihe von Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in Berlin,Frankfurt a. M., Basel und Regensburg. Er war Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.Zusammen mit F. W. Bernstein, F. K. Waechter, Chlodwig Poth, Eckhard Henscheid, BerndEilert, Peter Knorr und Hans Traxler war er Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule,deren Publikationsorgan nach der Zeitschrift Pardon das Satiremagazin Titanic wurde.1974 liefen im Hessischen Rundfunk 6 Folgen der Sendung HELP, ein satirischesAushilfsmagazin, das in Zusammenarbeit mit Peter Knorr entstand. In den 1980er Jahrenwar Gernhardt gemeinsam mit Bernd Eilert und Peter Knorr als Co-Autor diverserOtto-Shows tätig. Er gab auch Bücher von Otto Waalkes heraus und war am Drehbuch vonvier Otto-Filmen beteiligt.Im Laufe der 1990er Jahre wurde Gernhardt zunehmend auch von der Kritik alsbedeutender Lyriker anerkannt. Er gilt heute als einer der wichtigsten zeitgenössischenDichter deutscher Sprache. Sein Werk hat sich dabei von den Nonsens-Versen und denhumoristischen Formen der 1960er und 1970er Jahre zu einer vielseitigen Lyrikweiterentwickelt, die Gernhardt auch stets um neue Töne erweiterte. Gernhardtverarbeitete die Erfahrungen einer Herzoperation, der er sich im Jahr 1996 unterziehenmusste, in dem aus 100 reimlosen Siebenzeilern bestehenden Gedichtszyklus Herz in Not.Auch über seinen Kampf mit dem Krebs ab 2002 verfasste er mehrere Gedichte, die denersten Teil der K-Gedichte darstellen. Seit 2003 las er in der Sendung Druckfrisch in derARD regelmäßig ein zeitkritisches Sonett. Im Wintersemester 2005/2006 hielt er alsHeine-Gastprofessor dieselben Vorlesungen über → Lyrik an der Heinrich-Heine-UniversitätDüsseldorf, die er fünf Jahre zuvor auch im Rahmen der Frankfurter Poetik-Vorlesungengehalten hatte.PseudonymeRobert Gernhardt kommentierte später seine Verwendung von Pseudonymen während derArbeit an Welt im Spiegel (WimS): [4]„Gruppensitzungen in Gasthäusern, außerhalb der Arbeitszeit, anfangs ohneVerwertungsgedanken; während der Arbeitszeit machten wir jede Art vonRedaktionsarbeit, außerdem geißelten wir die Missstände, Weigle als HermannRabe, F. W. Bernstein oder Bernhard Schuster, ich als Lützel Jeman, Paul H.Burg, Arthur Klett oder Alfred Karch … Ein wichtiges Datum ist dann derFebruar 1970. Von da ab haben wir WimS in eigener Regie gemacht … 1971 istwieder ein entscheidendes Datum. Lützel Jeman gibt sein Pseudonym auf … Ichhabe das dann in einem langen, strategisch breitangelegten Überleitungsprozessähnlich wie von Coca Cola zu Coke von Lützel Jeman über Robert JemanGernhardt zu Robert Gernhardt gebracht“Der gelegentlich als Pseudonym bezeichnete Norbert Gamsbart ist eine Kunstfigur inGernhardts Werken. Klaus Cäsar Zehrer (siehe Literatur) schreibt dazu:„Die Erzähler in seinen Geschichten haben oft Namen wie ‚G‘ oder ‚NorbertGamsbart‘ und sind augenscheinlich eng an den Autor angelehnt. Mit ihrer Hilfe
  • 88. Robert Gernhardt 88kann Gernhardt Ansichten verbreiten, die im Wesentlichen die eigenen sind, abervon denen er sich jederzeit distanzieren kann mit dem Hinweis, nicht er, sondernseine Kunstfigur habe sie geäußert.“Hans Mentz ist ein Sammelpseudonym, unter dem im Titanic-Magazin bis heute (2008)verschiedene Autoren die Rubrik Humorkritik verfassen. Als Hans Mentz sollen unteranderem Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid und Bernd Eilert geschrieben haben.Robert-Gernhardt-FörderpreisIm Dezember 2008 stiftete die Landesbank Hessen-Thüringen im Andenken an RobertGernhardt den beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst angesiedelten, mitjeweils 12.000 Euro dotierten Robert-Gernhardt-Förderpreis. Er soll ab 2009 jährlich an jezwei hessische Autoren vergeben werden, um ihnen die Realisierung eines besonderenliteratischen Projekts zu ermöglichen.[5]Einzeltitel•  Die Wahrheit über Arnold Hau (mit F. W. Bernstein und F. K. Waechter), Frankfurt a. M.1966.•  Besternte Ernte. Gedichte aus fünfzehn Jahren. (mit F. W. Bernstein), Frankfurt am Main1976.•  Die Blusen des Böhmen, Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1977; darin u.a. auch dieErzählung Die Falle, Haffmans Verlag, Zürich 1993. ISBN 3-251-30029-6•  Was für ein Tag (Gedicht, bebildert von Almut Gernhardt), Frankfurt am Main 1978.•  Die Magadaskar-Reise. Ein Bericht, Frankfurt am Main 1980.•  Wörtersee (Gedichte), Frankfurt am Main 1981.•  Die Drei (mit F.W. Bernstein und F.W. Waechter), Zweitausendeins, Frankfurt am Main1981.•  Ich Ich Ich, Roman, Zürich 1982.•  Glück Glanz Ruhm. Erzählung Betrachtung Bericht. Haffmanns Verlag Zürich, 1983;Fischer (TB), Frankfurt am Main 1997 ISBN 978-3-596-13399-4•  Gernhardts Erzählungen, Bildgeschichten (1983).•  Letzte Ölung. Ausgesuchte Satiren 1962–1984. Haffmanns Verlag, Zürich 1984; Fischer(TB), Frankfurt am Main 2008 ISBN 978-3-596-17913-8•  Hier spricht der Dichter. 120 Bildgedichte, Zürich 1985.•  Was bleibt. Gedanken zur Literatur (1985).•  Hier spricht der Dichter, Bildgedichte (1985).•  Schnuffis sämtliche Abenteuer, Bildgeschichten (1986).•  Die Toscana-Therapie, Schauspiel (1986).•  Kippfigur, Erzählungen (1986).•  Es gibt kein richtiges Leben im valschen, Humoresken (1987).•  Körper in Cafés, Gedichte (1987).•  Innen und außen. Bilder, Zeichnungen, Über Malerei, Haffmans Verlag 1988. ISBN3-251-00114-0•  Was gibt's denn da zu lachen? - Kritik der Komiker, Kritik der Kritiker, Kritik der Komik,Essay (1988).•  Hört, hört! - Das WimS-Vorlesebuch (mit F. W. Bernstein) 1989 / Hörbuch AUDIOBUCHVerlag 2004. ISBN 3-89964-077-2
  • 89. Robert Gernhardt 89•  Die Toscana-Therapie, Hörspiel, DeutschlandRadio 1989.•  Reim und Zeit, Gedichte, Stuttgart 1990.•  Lug und Trug, Erzählungen (1991).•  Weiche Ziele, Gedichte (1994).•  Über alles. Ein Lese- und Bilderbuch. Haffmanns Verlag, Zürich 1994; Fischer (TB),Frankfurt am Main 1996 ISBN 978-3-596-12985-0•  Ostergeschichte, Zürich, Haffmans 1995. ISBN 3-251-00274-0•  Wege zum Ruhm. Haffmanns Verlag, Zürich 1995; Fischer (TB), Frankfurt am Main1999. ISBN 978-3-596-13400-7•  Gedichte 1954 – 94, Zürich 1996.•  Lichte Gedichte, Haffmanns 1997. ISBN 3-251-00366-6•  Vom Schönen, Guten, Baren. Bildergeschichten und Bildgedichte, Haffmanns Verlag,Zürich 1997. ISBN 3-251-00356-9•  Der letzte Zeichner. Aufsätze zu Kunst und Karikatur. Haffmanns Verlag, Zürich 1999;Fischer (TB), Frankfurt am Main 2001. ISBN 3-596-14987-8•  In Zungen reden. Stimmimitationen von Gott bis Jandl, Frankfurt am Main 2000.•  Was deine Katze wirklich denkt, Heyne 2000.•  Berliner Zehner. Hauptstadtgedichte, Zürich, Haffmans 2001.•  Septemberbuch. Zwanzig Bilder zu zehn Gedichten, Haffmans Verlag 2002. ISBN3-251-00375-5•  Im Glück und anderswo. Gedichte, Frankfurt am Main, S. Fischer 2002. ISBN3-596-15751-X•  Herz in Not. Gedichte, Frankfurt am Main, S. Fischer 2004. ISBN 3-596-16072-3•  Die K-Gedichte. Gedichte. Frankfurt am Main, S. Fischer 2004. ISBN 3-10-025507-0.•  Das Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann. Barbara Hoffmeister + RobertGernhardt, Frankfurt am Main, S. Fischer 2005.•  Gesammelte Gedichte. Frankfurt am Main, S. Fischer 2005. ISBN 3-10-025506-2•  Später Spagat. Gedichte, Frankfurt am Main, S. Fischer 2006. ISBN 3-10-025509-7 (Rezension [6] von Dieter Hildebrandt in DIE ZEIT, Nr. 33 v. 10. August 2006)•  Denken wir uns. (Erzählungen), Frankfurt am Main, S. Fischer 2007. ISBN3-10-025510-0Übersetzung der Werke Englisch•  One more makes four, 1978•  William Shakespeares Sonett Nr. 18, 2003Japanisch•  0ß0¹0¿0ü・P0n0u0W0N0jQ…–z (Misutā-P-no-fushigi-na-bōken), 1993, ISBN 4-87576-754-4Niederländisch•  Wie dit leest is het vierde beest, 1976•  Wat een dag! Een verhaal, 1978•  Het goedhartige varken. En andere geschiedenissen, 1981
  • 90. Robert Gernhardt 90Schwedisch•  Resan till Amerika, 2001Herausgabe•  Halbritters Buch der Entdeckungen, aus dem Nachlass herausgegeben von RobertGernhardt, Carl Hanser Verlag, München 1980. ISBN 3-446-13115-9•  Otto Waalkes: Das Buch Otto, Hamburg 1980.•  Otto Waalkes: Das zweite Buch Otto, Hamburg 1984.•  Jahrbuch der Lyrik (mit Christoph Buchwald), Darmstadt 1993.•  Günter Nehm: Verspektiven, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt 2006. ISBN3-596-17231-4•  Hell und Schnell. 555 komische Gedichte aus 5 Jahrhunderten: Klaus C. Zehrer, RobertGernhardt, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt 2006. ISBN 978-3-596-15934-5Filme Drehbücher•  Otto – Der Film, 1985, Drehbuch•  Otto – Der neue Film, 1987, Drehbuch•  Otto – Der Außerfriesische, 1989, Drehbuch•  Otto – Der Liebesfilm, 1992, DrehbuchFilme mit und über Robert Gernhardt•  »Wortwechsel.« Gabriele von Arnim im Gespräch mit Robert Gernhardt. 30 Min.,Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 30. März 2003.•  Ars Poetica - Robert Gernhardt - Der Reim ist eine komische Fessel. 30 Min., Produktion:Universität Regensburg in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk,Erstausstrahlung: 22. August 2003, 18:00 Uhr.•  »Das Literarische Quartett«. Zu Ehren Thomas Manns. Produktion: ZDF,Erstausstrahlung: 17. August 2005 [7]•  Richtige Gedichte. Robert Gernhardt präsentiert sein Lebenswerk. 48 Min., Produktion:SWR, Erstausstrahlung: 15. Februar 2006, Dichterlesung und anschließend »Literatur imFoyer«. Diskussion mit dem Autor und Heinrich Detering, Kurt Flasch, Martin Lüdke,Rolf Stephan, 60 Min. mit Interview [8]Auszeichnungen und Ehrungen•  1977 Zilveren Griffel (Jugendliteraturpreis im Niederländischen Sprachgebiet)•  1983 Deutscher Jugendliteraturpreis für Der Weg durch die Wand, zusammen mit AlmutGernhardt•  1987 Deutscher Kritikerpreis•  1988 Kulinarischer Literaturpreis der Stadt Schwäbisch Gmünd•  1991 Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor•  1991/1992 Stadtschreiber von Bergen•  1996 Richard-Schönfeld-Preis für literarische Satire•  1997 Preis der LiteraTour Nord
  • 91. Robert Gernhardt91•  1998 Bertolt-Brecht-Literaturpreis•  1999 Göttinger Elch für das Lebenswerk•  1999 Erich Kästner Preis für Literatur der Erich Kästner Gesellschaft•  2001 Dr. h.c. der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland,Schweiz•  2001 Schubart-Literaturpreis•  2002 e.o.plauen Preis•  2002 Poet in Residence der Universität-Gesamthochschule Essen im Wintersemester2001/2002•  2002 Rheingau Literatur Preis•  2002 Friedrich-Stoltze-Preis•  2002 Gernhardt-Eschen an derWörthspitze in Frankfurt am Main•  2003 Deutscher Kleinkunstpreis in derKategorie quot;Kleinkunstquot;•  2003 Binding-Kulturpreis•  2003 Ehrenmitglied des Art DirectorsClubs für Deutschland (ADC)•  2003 Robert-Gernhardt-Linde in derLichtenau im Hafenlohrtal im Spessart•  2004 Heinrich-Heine-Preis der StadtGernhardt-Eschen in Frankfurt am MainDüsseldorf•  2004 Joachim-Ringelnatz-Preis für Lyrik der Stadt Cuxhaven•  2006 Wilhelm-Busch-PreisLiteratur•  Oliver Maria Schmitt: Die schärfsten Kritiker der Elche. Die Neue Frankfurter Schule inWort und Strich und Bild. Berlin, Alexander Fest 2001.•  Klaus Cäsar Zehrer: Dialektik der Satire. Zur Komik von Robert Gernhardt und der„Neuen Frankfurter Schule“. Dissertation Universität Bremen, 2002. (PDF-Dokument 9,5MB) [9]•  Robert Gernhardt. Edition Text und Kritik, Zeitschrift für Literatur, Heft 136, München1997. ISBN 3-88377-563-0 (Aufsatzsammlung)WeblinksBeiträge zu Gernhardt Wikiquote: Robert Gernhardt – Zitate•  Aktuelle Ausstellungen [10] von Robert Gernhardt•  Literatur von und über Robert Gernhardt [11] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  ub.fu-berlin.de [12] Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien UniversitätBerlin•  Materialien [13] zu Robert Gernhardt (u.a. eine Bibliografie) von Lutz Hagestedt•  170 Artikel zu Gernhardt [14], Innsbrucker Zeitungsarchiv (pdf-Dateien sind kostenfrei)
  • 92. Robert Gernhardt 92Beiträge von Gernhardt•  „Zur Heiterkeit bereit“ [15], FAZ, 12. Februar 2004, Gernhardt präsentiert „Zehn Thesenzum komischen Gedicht“•  Dankesrede Gernhardts [16] anlässlich der Verleihung des Heinrich-Heine-Preises am 13.Dezember 2004Interviews•  Medien [17], Radio Bremen,•  „Satire hat nur eine einzige Grenze“ [18], tagesschau, 9. Februar 2006, Interview•  „Heine, Heino und ein Entertainer“ [19], WDR, 14. Februar 2006, „Interview mit RobertGernhardt über Heinrich Heine“•  „Mein Sechser im Lotto war Otto“ [20], karriere (Magazin), 2006, Interview mitGernhardt über Geld, Literatur und KarriereNachrufe•  Harry Rowohlt in Die Zeit [21] | FAZ [22] | FAZ.NET-Spezial [23] | SZ [24] | Netzeitung [25] |Tagesspiegel [26] | ZDF [27] | Hessischer Rundfunk [28] | Titanic-Nachrufkritik [29]Externe Links[1]  [http:/ / www. isoplan. de/ aid/ index. htm?http:/ / www. isoplan. de/ aid/ 2001-1/portraits. htm#Robert%20Gernhardt Robert Gernhardt], AiD, Ausländer in Deutschland1/2001, 17. Jg., 30. März 2001 (nach unten scrollen)[2]  [http:/ / www. zdf. de/ ZDFheute/ inhalt/ 6/ 0,3672,3951206,00. html Robert Gernhardtist tot], ZDF, Heute, 30. Juni 2006[3]  Robert Gernhardt: „Ich litt nicht am Krebs, nur unter der Therapie“ (http:/ / www. welt.de/ data/ 2006/ 07/ 03/ 941960. html?prx=1), Die Welt, 3. Juli 2006[4]  [http:/ / www. wienerzeitung. at/ DesktopDefault. aspx?TabID=3946& Alias=wzo&cob=239205 Jahre der großen Lockerung], Wiener Zeitung, Extra-Lexikon, 8. Juli 2006,Nachruf[5]  http:/ / bildungsklick. de/ pm/ 64912/robert-gernhardt-foerderpreis-fuer-hessische-autorinnen-und-autoren/[6]  http:/ / zeus. zeit. de/ text/ 2006/ 33/ L-Gernhardt[7]  [http:/ / www. zdf. de/ ZDFde/ inhalt/ 1/ 0,1872,2351553,00. html Das LiterarischeQuartett], ZDF, 17. August 2005[8]  http:/ / www. swr. de/ kultur/ buch/ -/ id=3260/ nid=3260/ did=1072302/ 1qsleb1/ index.html[9]  http:/ / elib. suub. uni-bremen. de/ publications/ dissertations/ E-Diss259_zehrer. pdf[10]  http:/ / ausstellungsbuero. de[11]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 11884556X[12]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_fgh/ gernhardt. html[13]  http:/ / www. litfasz. de/ gernhardt/ index_gernhardt. html[14]  http:/ / iza. uibk. ac. at/ lis-cgi/ laus/ laus_list. cgi?pgm_status=search&cnc_id=IZA000031290& laus_lang=de& uid=TG44XY42ND06ST22LK92VX15QU06[15]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E3F9DD94E0D0D4C87A4C5343A9FD7FE4D~ATpl~Ecommon~Scontent. html[16]  http:/ / www. duesseldorf. de/ themen/ heine_preis/ reden/ preistraeger. shtml[17]  http:/ / www. radiobremen. de/ magazin/ kultur/ literatur/ gernhardt/
  • 93. Robert Gernhardt 93[18]  http:/ / www. tagesschau. de/ aktuell/ meldungen/ 0,1185,OID5220160_REF1,00. html[19]  http:/ / www. wdr. de/ themen/ kultur/ literatur/ heine_heinrich/ gernhardt_interview.jhtml[20]  http:/ / www. karriere. de/ psjuka/ fn/ juka/ SH/ 0/ sfn/ cn_artikel_print/ bt/ 1/ page1/PAGE_7/ page2/ PAGE_2203/ aktelem/ DOCUMENT_2204/ oaobjid/ 21733/ index. html[21]  http:/ / www. zeit. de/ 2006/ 28/ L-Pooh_Gernhardt[22]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E4CB72491A2FE416BB621E5A5F85D6AFD~ATpl~Ecommon~Scontent. html[23]  http:/ / www. faz. net/ s/ Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E5F2B7475749446C3AC8AE13A35A3007D~ATpl~Ecommon~Scontent. html[24]  http:/ / www. sueddeutsche. de/ kultur/ artikel/ 545/ 79466/ print. html[25]  http:/ / www. netzeitung. de/ kultur/ 416721. html[26]  http:/ / www. tagesspiegel. de/ zeitung/ Die-Dritte-Seite;art705,1900752[27]  http:/ / www. heute. de/ ZDFheute/ inhalt/ 6/ 0,3672,3951206,00. html[28]  http:/ / www. hr-online. de/ website/ rubriken/ kultur/ index. jsp?rubrik=5982&key=standard_document_23836390[29]  http:/ / www. titanic-magazin. de/ heftarchiv00-06. html?& f=0806%2Fhumorkritik10&cHash=1f8889cc1aQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Robert_ Gernhardt&oldid=56281027Hauptautoren: 217, Albrecht Conz, Seewolf, EvaK, Karl-Henner, Tilla, Wolfgang1018, Chrkl,Philipp Wetzlar, Joystick, Naatsiilid, Stefan64, Sinn, J budissin, Mps, Yorg, Micham6, Diba,Edelseider, Tönjes, Horsi, Nescio*, WolfgangRieger, Stefan Volk, Heinte, LIU, Physikas,ThoR, TheWolf, Versfuchs, Qpaly, ErikDunsing, Gerbil, JakobVoss, Fb78, Vanellus, Tinz,Bdk, Khen, Koerpertraining, Flibbertigibbet, Stroehli, Robb, Franz Richter, Gnu1742,Robinhood, Logograph, °, Nikai, Andrest, Seeteufel, Stefan Kühn, Diebu, Axt,Malefizschenk, Orwlska, Gesichts;-)kontrolle, Buckie, Matschmann, Ciciban, Eilmeldung,Bentri85, Arno Matthias, Wdelaet, Tsor, Wiegels, Sa-se, Scherben, I Like Their Waters,ArtMechanic, Nicor, Scooter, Squire, Fabian Haidekker, 08-15, Hhc2, Snahlemmuh,Toolittle, Till.niermann, MarkusHagenlocher, Xqt, Waelder, Wolter der Ordensmeister, Fell,Diftong, Chatter, €pa, Capaci34, Darkone, DelSarto, Amurtiger, Merlissimo, ChristopheWatier, Albrecht1, Rainer Lewalter, ArthurMcGill, Der Wolf im Wald, Muck31, PDD,AgnesCD, Olaf Studt, Schnargel, Matt1971, Chalco, Cproesser, Felistoria, Talaris,Abundant, Joachimwolf, Christoph Wagener, Peng, Dachhase, OliverNagel, SchwartzKS,Gerhard51, Duderer, UliR, Uwaga budowa, Mac, DieAlraune, Smurf, Goerdten, JCS, Eikesauer, Sipalius, Bonzo*, Magadan, Hauner, Zerohund, Hans Werder, MichaelDiederich,AndreasPraefcke, Daydreamer90, OttoK, BeatePaland, Lyrik, Nerd
  • 94. Rolf Dieter Brinkmann94Rolf Dieter BrinkmannRolf-Dieter Brinkmann (* 16. April 1940 in Vechta; † 23. April 1975 in London) war eindeutscher Schriftsteller und Herausgeber.Leben und WerkNach Schule und Buchhandelslehre lebte Rolf Dieter Brinkmann seit 1962 in Köln, wo erzunächst Pädagogik studierte, sich aber bald für ein Leben als freier Schriftstellerentschied. Zahlreiche kürzere Aufenthalte in London während der 1960er Jahre brachtenihm die anglo-amerikanische → Lyrik und Popmusik jener Zeit nahe. In den Jahren 1972 bis1974 war er Gast der Villa Massimo in Rom sowie Gastdozent in Austin (Texas).Brinkmanns frühe Prosa orientiert sich an der Ästhetik des nouveau roman. Brinkmannmachte die amerikanische Underground-Lyrik in Deutschland bekannt und wurde selbst derführende Underground-Lyriker Deutschlands in den 60er Jahren. Lyrik war für ihnSpiegelbild und direkter Reflex des Faktischen. Auf die kurzzeiligen Gedichte der frühenGedichtbände folgten nach 1970 weit ausgreifende Gedichte von enormer Vitalität undBildkraft. Die Beschäftigung mit der US-Avantgarde (Frank O’Hara, William CarlosWilliams) ab Mitte der 1960er Jahre beeinflusste Brinkmann stark. Die zusammen mitRalf-Rainer Rygulla 1969 herausgegebene Anthologie »Acid. Neue amerikanische Szene«zählt bis heute zu den wesentlichen Zeugnissen der literarischen Beat Generation. Derimmer wieder als provozierender Rebell auftretende Brinkmann zog sich nach 1970 vomdeutschen Literaturbetrieb zurück und widmete sich ausschließlich dem Schreiben undCollagieren der sogenannten »Materialienbände«. Außerdem entstand in den letzten Jahrensein lyrisches opus magnum »Westwärts 1 & 2«, das ihm 1975 posthum den Petrarca-Preiseinbrachte und bis heute als einer der wuchtigsten Gedichtbände des 20. Jahrhundertsgelten darf. Als weiteres Hauptwerk gilt »Rom, Blicke«, ein mit wilder Unerbittlichkeit aufVerfallenes, obszönes fixiertes Konvolut aus Briefen, Notizen, Zeitungsausschnitten, Fotos,das von Brinkmann ursprünglich als »Materialienband« für künftige Projekte gedacht war.Das Gesamtwerk Brinkmanns erscheint bei Rowohlt.Brinkmann starb am 23. April 1975 bei einem Autounfall in London. Als radikalerliterarischer Erneuerer hat Brinkmann Einfluss auf nachfolgende Lyrikergenerationen imdeutschen Sprachraum. Die Stadt Köln vergibt in Erinnerung an den Dichter seit 1990 dasRolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. In seiner Geburtsstadt Vechta würdigt dieRolf-Dieter-Brinkmann-Gesellschaft das Schaffen und Wirken Brinkmanns.2005 wurden Originaltonaufnahmen des Autors aus dem Jahr 1973 unter dem Titel »WörterSex Schnitt« veröffentlicht. Harald Bergmanns 2006 in die Kinos gekommener Film»Brinkmanns Zorn« basiert auf den originalen Tonaufnahmen.
  • 95. Rolf Dieter Brinkmann 95Einzeltitel•  Ihr nennt es Sprache. Achtzehn Gedichte (1962)•  Le Chant du Monde. Gedichte (1964)•  Die Umarmung. Erzählungen (1965)•  Ohne Neger. Gedichte (1966)•  &-Gedichte (1966)•  Raupenbahn. Erzählungen (1966)•  Was fraglich ist wofür. Gedichte (1967)•  Godzilla. Gedichte (1968)•  Die Piloten. Neue Gedichte (1968)•  Keiner weiß mehr. Roman (1968)•  Standphotos. Gedichte (1969)•  Gras. Gedichte (1970)•  Westwärts 1 & 2. Gedichte (1975, 1999)•  Rom, Blicke (1979)•  Standphotos. Gedichte 1962–1970 (1980)•  Der Film in Worten. Prosa. Erzählungen. Essays. Hörspiele. Fotos. Collagen. 1965–1974(1982)•  Eiswasser an der Guadelupe Str. Langgedicht (1985)•  Erzählungen (1985)•  Rolltreppen im August. Gedichte (1986)•  Erkundungen für die Präzisierung des Gefühls für einen Aufstand: Reise Zeit MagazinTagebuch (1987)•  Schnitte (1988)•  Künstliches Licht. Lyrik und Prosa (1994)•  Guten Tag wie geht es so. Erzählungen (1996)•  Briefe an Hartmut (1999)•  Keiner weiß mehr. Roman (Neuausgabe 2005)•  Westwärts 1 & 2. Gedichte. Erweiterte Neuausgabe (2005)Herausgabe /Übersetzung•  Acid. Neue amerikanische Szene, hg. mit Ralf-Rainer Rygulla (1969, 1983)•  Frank O’Hara, Lunch Poems und andere Gedichte, übersetzt von Rolf Dieter Brinkmann(1969)•  Silverscreen. Neue amerikanische Lyrik (1969)•  Ted Berrigan, Guillaume Apollinaire ist tot. Gedichte, Prosa, Kollaborationen (1970)Literatur•  Theo Breuer: „Was Neues im Westen oder Brinkmann macht weiter“, in: ders., Aus demHinterland. Lyrik nach 2000, Edition YE, Sistig 2005.•  Karl-Eckhard Carius (Hrsg.): Brinkmann – Schnitte im Atemschutz, mit Beiträgen vonBazon Brock, Peter Handke, Elfriede Jelinek, Marcel Reich-Ranicki, Klaus Theweleit,Michael Töteberg, Dieter Wellershoff u.a., edition text + kritik, München 2008.•  Andreas Moll: Text und Bild bei Rolf Dieter Brinkmann. Intermedialität im Spätwerk,Hamburger Beiträge zur Germanistik 43, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main u.a.2006.
  • 96. Rolf Dieter Brinkmann96•  Hansjürgen Richter: Ästhetik der Ambivalenz. Studien zur Struktur „postmoderner“Lyrik – exemplarisch dargestellt an Rolf Dieter Brinkmanns Poetik und dem Gedichtband„Westwärts 1 & 2“, Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main u.a. 1983.•  Jörgen Schäfer: Pop-Literatur. Rolf Dieter Brinkmann und das Verhältnis zurPopulärkultur in der Literatur der sechziger Jahre, M & P Verlag für Wissenschaft undForschung, Stuttgart 1998.•  Ingo Sundmacher: „Brinkmann meets Burroughs. Literatur und intermedialePostmoderne“, in: Z. Zeitschrift für Kultur- und Geisteswissenschaften, 16. Ausgabe1989.Film•  Brinkmanns Zorn. Ein Film von Harald Bergmann [1]Weblinks•  Literatur von und über Rolf Dieter Brinkmann [2] im Katalog der DeutschenNationalbibliothek•  ausführliche Werkübersicht [3] bei www.brinkmann-literatur.de•  Seite der Rolf-Dieter-Brinkmann-Gesellschaft in Vechta [4]•  ub.fu-berlin.de [5] Kommentierte Linksammlung bei der Universitätsbibliothek der FreienUniversität Berlin•  Rolf Dieter Brinkmann [6] (Porträt und Rezensionen)•  Wörter Sex Schnitt. Rolf Dieter Brinkmann [7] - Ausstellung der Gesellschaft für aktuelleKunst Bremen•  Rolf Dieter Brinkmann. Zum 30. Todestag am 23.4.2005 [8]•  Ingo Sundmacher: Brinkmann meets Burroughs [9] (zur Intertextualität des spätenR.D.Brinkmann)•  Projekt Rolf Dieter Brinkmann – Zeichen für einen Grenzgänger [10], Prof. Karl EckhardCarius, Hochschule VechtaExterne Links[1]   (http:/ / www. brinkmannszorn. de/ de/ start. html)[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118515470[3]  http:/ / www. brinkmann-literatur. de/ Werk. html[4]  http:/ / www. rolf-dieter-brinkmann-gesellschaft. de[5]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_ab/ brinkm. html[6]  http:/ / members. aon. at/ andreas. weigel/ Brinkmann01[7]  http:/ / www. gak-bremen. de/ archiv/ _2005/ rolf_dieter_brinkmann_wOerter_sex_schnitt[8]  http:/ / www. titel-forum. de/ modules. php?op=modload& name=News& file=article&sid=3511[9]  http:/ / www. smoc. net/ mymindseye/ convergence/ cutup-blue. html[10]  http:/ / www. projekt-brinkmann. de/ index. php?id=79Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Rolf_ Dieter_Brinkmann&oldid=54655909
  • 97. Rolf Dieter Brinkmann 97Hauptautoren: Peter200, 217, Textezurkunst, Leo kapuzki, Tschäfer, WernerPopken,Chigliak, Arnowaschk, Bötsy, Kubrick, MFM, SemiKondukator, Marietta, Corradox,Liberatus, Leonard Vertighel, Raven, Collector1805, Smalltown Boy, Goerdten, Perthes,Rybak, Stefan Kühn, Wesener, Wst, Aka, Nick-zug, Bentri85, Fundevogel65, HansKoberger, Jergen, HaeB, Kerbel, Salmi, MichaelDiederich, Electrocat, Vipa, AHZ,Versfuchs, Abundant, Ontogenese, ArtMechanic Sarah KirschSarah Kirsch (* 16. April 1935 inLimlingerode, Kreis Nordhausen;eigentlich: Ingrid Hella Irmelinde Kirsch,geb. Bernstein), ist eine deutscheSchriftstellerin.LebenSarah Kirsch verbrachte ihre Kindheitund Jugend ab 1937/38 in Halberstadt.Ihr Vater war Fernmeldemechaniker. Ihrstarkes Interesse an der Natur äußertesich unter anderem darin, dass sie nachdem Abitur eine Forstarbeiterlehrebegann, die sie aber bald abbrach. Von1954 bis 1958 studierte sie Biologie inHalle (Saale) und erlangte den Titel einerDiplom-Biologin. 1958 lernte sie denLyriker Rainer Kirsch kennen, mit dem sievon 1960 bis 1968 verheiratet war. Ab 1960 veröffentlichte sie lyrische Texte Sarah Kirschin Anthologien und Zeitschriften unterdem Vornamen-Pseudonym Sarah, das sieaus Protest gegen den Holocaust im Dritten Reich gewählt hatte. In den Jahren 1963 bis1965 studierte sie gemeinsam mit ihrem Mann am Literaturinstitut Johannes R. Becher inLeipzig. Ab 1965 lebten beide als freischaffende Schriftsteller in Halle (Saale) und SarahKirsch wurde Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR. 1965 veröffentlichte siegemeinsam mit ihrem Mann den Lyrikband Gespräch mit dem Saurier, für den sie beide die
  • 98. Sarah Kirsch 98Erich-Weinert-Medaille, den Kunstpreisder FDJ, erhielten. Zwei Jahre später,1967, veröffentlichte sie dann ihrenersten eigenen Gedichtband unter demTitel Landaufenthalt.Nach ihrer Scheidung von Rainer Kirsch1968 zog sie nach Ost-Berlin, wo sie 1969ihren Sohn Moritz (Vater: Karl Mickel)gebar. Dort war sie als Journalistin,Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerintätig. 1973 veröffentlichte sie denLyrikband Zaubersprüche sowie dieProsabände Die Pantherfrau und Die Sarah und Rainer Kirsch, 1964ungeheuren bergehohen Wellen auf See.Im gleichen Jahr wurde sie Vorstandsmitglied im Schriftstellerverband der DDR. Im WestenDeutschlands erschien ein Jahr später eine Gedichtauswahl unter dem Titel Es war diesermerkwürdige Sommer. Da sie Erstunterzeichnerin der Protesterklärung gegen dieAusbürgerung Wolf Biermanns war, wurde sie 1976 aus der SED und demSchriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Im Jahr darauf, 1977, zog Sarah Kirsch mitihrem Sohn nach West-Berlin. 1978 war sie Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, sowieStipendiatin der Villa Massimo in Rom. 1980 verfasste Sarah Kirsch zusammen mit GünterGrass, Thomas Brasch und Peter Schneider einen offenen Brief an Bundeskanzler HelmutSchmidt, in dem zu einem kritischen Umgang mit der USA-Außenpolitik aufgerufen wurde.1992 lehnte sie eine Berufung an die Berliner Akademie der Künste ab, da dieseehemaligen Mitarbeitern der Staatssicherheit Unterschlupf böte. 1996 übernahm sie dieBrüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel und war außerdem 1996/97Gastdozentin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Nachihrem Wegzug von Westberlin lebte die Lyrikerin zunächst mit Ihrem Sohn Moritz von 1981bis Mai 1983 in Bothel/Kreis Rotenburg/Wümme. Dort entstand ihre GedichtsammlungKatzenleben, herausgegeben 1984.Seit 1983 wohnt Sarah Kirsch in Tielenhemme, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein.2006 wurde ihr vom Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein der EhrentitelProfessorin verliehen. Seit 1992 ist Sarah Kirsch Mitglied der Freien Akademie der KünsteHamburg.Dichterstätte Sarah KirschIn ihrem Heimatort Limlingerode, heute Ortsteil von Hohenstein, gründete sich 1998 einFörderverein quot;Dichterstätte Sarah Kirsch e.V.quot;, der seit 2000 Kirschs Geburtshaus, dasehemalige Pfarrhaus, mit Mitteln das Landes Thüringen, der Deutschen DenkmalstiftungBonn und des Denkmalvereins Thüringen rekonstruiert hat und 2002 als quot;Dichterstättequot;eröffnete. Sarah Kirsch war seit 1997 mehrmals zu Lesungen anwesend.
  • 99. Sarah Kirsch 99Auszeichnungen•  1965 Erich-Weinert-Medaille (Kunstpreis der FDJ), gemeinsam mit Rainer Kirsch•  1973 Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR•  1976 Petrarca-Preis, zusammen mit Ernst Meister•  1978 Deutsche Akademie Rom Villa Massimo, Stipendium•  1980 Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur•  1981 Deutscher Kritikerpreis•  1984 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg•  1988 Mainzer Stadtschreiber•  1988 Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein•  1992 Ida-Dehmel-Literaturpreis der GEDOK e.V.•  1993 Peter-Huchel-Preis•  1993 Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung•  1996 Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung•  1997 Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe•  2000 Kulturpreis des Kreises Dithmarschen•  2005 Jean-Paul-Preis des Freistaates Bayern•  2006 Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur der Stadt Otterndorf•  2007 Samuel-Bogumil-Linde-PreisWerke•  Die betrunkene Sonne (1962), Kinderhörspiel, zusammen mit Rainer Kirsch•  Berlin -- Sonnenseite. Deutschlandtreffen der Jugend in der Hauptstadt der DDR (1964),Bildreportage, zusammen mit Thomas Billhardt und Rainer Kirsch•  Gespräch mit dem Saurier (1965), Gedichtband, gemeinsam mit Rainer Kirsch•  Landaufenthalt (1967), Gedichtband•  Zaubersprüche (1973), Gedichtband•  Trauriger Tag•  Die Pantherfrau. Fünf unfrisierte Erzählungen aus dem Kassettenrecorder (1973),Prosaband•  Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See (1973), Prosaband•  Es war dieser merkwürdige Sommer (1974), Gedichtauswahl•  Caroline im Wassertropfen (1975), Kinderbuch, mit Illustrationen von ErdmutOelschläger•  Zwischen Herbst und Winter (1975), Kinderbuch, zusammen mit Ingrid Schuppan•  Rückenwind. Gedichte (1976), dieser Gedichtband ist geprägt von den Motiven derLiebe, Trennung und Einsamkeit, aufgrund der Trennung von Kirschs GeliebtenChristoph Meckel, der durch die Mauer von ihr getrennt in Westberlin lebte.•  Im Sommer (1977)•  Musik auf dem Wasser (1977), Auswahlband•  Wintergedichte (1978)•  Katzenkopfpflaster (1978), Gedichtauswahl•  Sieben Häute. Gedichte 1962-1979 (1979)•  Drachensteigen (1979), Gedichte•  Wind und Schatten, zusammen mit dem Künstler Kota Tamiuchi•  La Pagerie (1980), Prosagedichte
  • 100. Sarah Kirsch 100•  Geschlechtertausch (1980), zusammen mit Irmtraut Morgner und Christa Wolf•  Hans mein Igel (1980), Kinderbuch nach den Kinder- und Hausmärchen der BrüderGrimm, mit Illustrationen von Paula Schmidt•  Papiersterne (1981), vertont von Wolfgang von Schweinitz•  Erdreich (1982), Gedichte•  Katzenleben (1984), Gedichte•  Landwege. Eine Auswahl 1980-1985 (1985), mit einem Nachwort von Günter Kunert•  Reisezehrung (1986), Prosa•  Irrstern (1987), Prosaband•  Buch mit Gedichten von Sarah Kirsch und Zeichnungen von A. R. Penck in der Berlinerquot;Edition Malerbücherquot; (1987)•  Allerlei-Rauh. Eine Chronik (1988), Prosaband•  Luft und Wasser. Gedichte (1988), mit Bildern von Ingo Kühl•  Schneewärme. Gedichte (1989)•  Wintermusik (1989)•  Die Flut (1990), Auswahl, zusammengestellt von Gerhard Wolf•  Schwingrasen (1991), Prosa•  Spreu (1991), Bilder-Tagebuch•  Erlkönigs Tochter (1992), Gedichte•  Das simple Leben (1994), Prosaminiaturen und Gedichte•  Bodenlos (1996)•  Gesamtausgabe, 5 Bände im Schuber. (1999), gleichzeitig in der DeutschenVerlags-Anstalt München/Stuttgart (DVA) und im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv)•  Sarah Kirsch. Beim Malen bin ich weggetreten (2000), Kunstband•  Schwanenliebe. Zeilen und Wunder (2001), lyrische Miniaturen•  Islandhoch, Tagebruchstücke (2002), Prosa•  Kommt der Schnee im Sturm geflogen (2005), Prosa•  Kuckuckslichtnelken (2006), Prosa•  Regenkatze (2007), Prosaband (Lyrisches Tagebuch)•  Sommerhütchen (2008)Dokumentation•  Herlinde Koelbl: Sarah Kirsch in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werkegehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN3-89660-041-9; S.22-27; Fotodokumentation Kirschs, die die Autorin an ihrem Arbeitsplatz und impersönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage ihrer Berufung als auchRahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung ihrer Werke darstellt.
  • 101. Sarah Kirsch 101Weblinks  Commons: Sarah Kirsch [1] – Bilder, Videos und Audiodateien•  Literatur von und über Sarah Kirsch [2] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Dichterstätte Sarah Kirsch, Limlingerode [3]; Bild der Dichterstätte [4]•  Veröffentlichung des Vassar College [5]Externe Links[1]  http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/ Commons%3Acategory%3Asarah_kirsch[2]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118562487[3]  http:/ / www. dichterstaette-sarah-kirsch-online. de/[4]  http:/ / www. limlingerode. de/ fotos/ limlingerode/ dorfbilder/ DSC00527. JPG[5]  http:/ / faculty. vassar. edu/ vonderem/ g301/ project/ Kirsch/ index. htmQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Sarah_ Kirsch&oldid=55480996Hauptautoren: Peter200, Lucarelli, Kandschwar, Ninjamask, Pelz, Unikram, Cholo Aleman,Chesk, Frog, YourEyesOnly, Zaxx, H.Albatros, Anwiha, Toffel, AlexR, Leonard Vertighel,HeBB, Bojan, Septembermorgen, Anathema, MichaelDiederich, Toolittle, Unukorno, Popie,Jens Rusch, Sf67, Dr. Shaggeman, Zollernalb, Sinn, Tsor, Tresckow, Blaufisch, Yorg, SimonTrautmann, Katharina, Ahellwig, Rybak, Stefan Kühn, Traumboyhase, Triebtäter,Ephraim33, Toothtools, Johnny Controletti, Albrecht1, Aka, PDD, Nick-zug, MurrayBosinsky, Bdk, Hubertl, Jergen, SaroEngels, Mnh, Manecke, Southpark, Kolja21, Abundant,ArtMechanic Thomas KlingThomas Kling (* 5. Juni 1957 in Bingen; † 1. April 2005 in Dormagen) war ein deutscherSchriftsteller.LebenThomas Kling wuchs in Hilden auf und besuchte in Düsseldorf ein humanistischesGymnasium. Er studierte Philologie in Köln, Düsseldorf und Wien und hielt sich längere Zeitin Finnland auf. Seit 1983 präsentierte er - zuerst in Wien, dann im Rheinland - seineGedichte bei öffentlichen Lesungen, die häufig Performancecharakter hatten. Später trat erauch gemeinsam mit dem Jazzschlagzeuger Frank Köllges auf.Er lebte mit seiner Frau, der Malerin Ute Langanky, bis zu seinem Tod 2005 durchLungenkrebs auf dem Gelände der ehemaligen Raketenstation in Hombroich bei Neuss. Erwurde in Neuss-Holzheim beerdigt.
  • 102. Thomas Kling102BedeutungThomas Kling war ein bedeutender, von Autoren wie → Mayröcker, Jandl und Celan sowieder Wiener Gruppe um Artmann und Bayer beeinflusster Lyriker der jüngeren deutschenLiteratur. Klings Texte sind in ihrer Kompositionsform durch performative Elementebestimmt, Wortklang und -melodie spielen eine wichtige Rolle. Doch wäre es falsch, KlingsGedichte als reine Vortragstexte zu charakterisieren, ihnen ist eine sinnliche undsemantische Vieldimensionalität konstitutiv. Kling veröffentlichte seine ersten Texte in derZeitschrift quot;Zwiebelzwerg - Zeitung für Kunst und Sozialesquot;. Sein erstes Buchveröffentlichte er 1977 im Zwiebelzwerg Verlag.Thomas Kling war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland und derDeutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.Auszeichnungen•  1986: 1. Preis beim Nordrhein-Westfälischen Dichtertreffen in Düsseldorf•  1989: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen•  1990: Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln•  1991: Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie•  1993: Else-Lasker-Schüler-Preis für Lyrik•  1997: Peter-Huchel-Preis•  1999: Deutscher Kritikerpreis•  2001: Ernst-Jandl-Preis•  2005 Literaturpreis der Stadtsparkasse DüsseldorfWerke•  der zustand vor dem untergang, Düsseldorf 1977•  BUSLADUNGEN, aus Geschmacksverstärker Gedichte Frankfurt am Main 1985-1993•  erprobung herzstärkender mittel, Düsseldorf 1986•  geschmacksverstärker, Frankfurt am Main 1989•  verkehrsfunk, 1989•  brennstabm, Frankfurt am Main 1991•  nacht.sicht.gerät, Frankfurt am Main 1993•  wände machn, Münster 1994•  morsch, Frankfurt am Main 1996•  Itinerar, Frankfurt am Main 1997•  Wolkenstein. Mobilisierun', Münster 1997•  GELÄNDE camouflage, Münster 1997 (zusammen mit Ute Langanky)•  Fernhandel, Köln 1999•  Botenstoffe, Köln 2001•  Sondagen, Köln 2002•  Auswertung der Flugdaten, Köln 2005•  Gesammelte Gedichte, Köln 2006
  • 103. Thomas Kling103Herausgeberschaft•  → Friederike Mayröcker: Benachbarte Metalle, Frankfurt am Main 1998•  Sabine Scho: Thomas Kling entdeckt Sabine Scho, Hamburg [u.a.] 2001•  Sprachspeicher. 200 Gedichte auf deutsch vom achten bis zum zwanzigsten Jahrhundert,Köln 2001Übersetzungen•  Gaius Valerius Catullus: Das Haar der Berenice, Ostfildern vor Stuttgart 1997Literatur•  Thomas Kling, München 2000.•  Thomas Kling – Karl-Heinrich Müller, Köln 2004.•  Thomas Kling ist tot. Notizen zu einem deutschen Dichter (In: Theo Breuer, Aus demHinterland. Lyrik nach 2000, Sistig/Eifel 2005, S. 101-114).•  Hubert Winkels: Der Stimmen Ordnung. Über Thomas Kling, Köln 2005.Weblinks Literatur von und über Thomas Kling [1] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek• Verlagsseite [2]• Thomas Kling zum Gedächtnis - ein Essay von Gabriele Weingartner [3]• Thomas Kling in der Kritik [4]•Externe Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 121401030[2]  http:/ / www. dumontliteratur. de/ index. php?page=getauthor. php& id=26[3]  http:/ / www. perlentaucher. de/ artikel/ 2286. html[4]  http:/ / www. perlentaucher. de/ autoren/ 160. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Thomas_ Kling&oldid=50044638Hauptautoren: N. Zyklop, Adbo2009, Ilion, Karl-Henner, Wolfgang1018, Calculus, DonMagnifico, Popie, Drahreg01, Bahnmoeller, Digo, Sonnenblumen, Merderein, Albrecht1,Zwiebelzwerg, Mundartpoet, Dbenzhuser, Mal, Tsor, Regi51, USt, Sommerkom
  • 104. Uli Becker 104Uli BeckerUli Becker (* 14. September 1953 in Hagen; Pseudonym: Erwin Kliffert) ist ein deutscherSchriftsteller.LebenUli Becker studierte nach dem Abitur Germanistik und Amerikanistik. Seit 1979 lebt er alsfreier Schriftsteller in Berlin.Beckers erste Texte erschienen in kleineren Alternativzeitschriften. Mit seinen Gedichten,vorwiegend in kurzen Formen, setzt er die undogmatische und libertäre Tradition der Pop-und Alltagsliteratur fort; zuletzt ist bei ihm eine weitere Tendenz zur Verknappung bis hinzum Haiku festzustellen.Uli Becker erhielt 1979 den Hungertuch-Preis, 1985 ein Villa-Massimo-Stipendium und1991 ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds.Werke•  Meine Fresse!, Hamburg 1977•  Menschen! Tiere! Sensationen!, Horn 1978•  April, April, Hamburg [u.a.] 1980•  Der letzte Schrei, Reinbek bei Hamburg 1980•  Daß ich nicht lache, Reinbek bei Hamburg 1982•  Frollein Butterfly, Augsburg 1983•  So gut wie nichts, Reinbek bei Hamburg 1984•  Das blaue Wunder, Reinbek bei Hamburg 1985•  Das höchste der Gefühle, Augsburg 1987•  Das Wetter von morgen, Zürich 1988•  Sechs Richtige oder How to make sense, Hamburg 1989•  Alles kurz und klein, Zürich 1990•  Das nackte Leben, Augsburg 1991•  Fallende Groschen, Augsburg 1993•  United colors of Buxtehude, Leipzig 1996 (zusammen mit Michael Buselmeier, KerstinHensel und Helga M. Novak)•  Mit dem Shinkansen nach Jottweedee, Eschede 1998 (zusammen mit Hugo Dittbernerund Günter Herburger)•  Dr. Dolittles Dolcefarniente, Augsburg 2000•  Licht verborgen im Dunkel, Hannover 2000 (zusammen mit → Durs Grünbein, MakotoOoka, Junko Takahashi und Shuntaro Tanikawa)Übersetzungen•  Mark Beyer: Agony, Augsburg 1992•  Joseph Moncure March: Das wilde Fest, Reinbek bei Hamburg 1995•  Harry Matthews: Der Obstgarten, Berlin 1991Herausgeberschaft•  Ich mal wieder, Reinbek bei Hamburg 1987 (unter dem Namen Erwin Kliffert)
  • 105. Uli Becker105Literatur•  Herlinde Koelbl: Uli Becker in: Im Schreiben zu Haus  −  Wie Schriftsteller zu Werkegehen  −  Fotografien und Gespräche, Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN3-89660-041-9; S.54-57; Fotodokumentation Beckers, die den Autor an seinem Arbeitsplatz und impersönlichen Umfeld porträtiert und im Interview sowohl Grundlage seiner Berufung als auchRahmenbedingungen und individuelle Vorgehensweise bei der Entstehung seiner Werke darstellt. Weblinks•  Literatur von und über Uli Becker [1] im Katalog der Deutschen NationalbibliothekExterne Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 108971821Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Uli_ Becker&oldid=53931951Hauptautoren: Rybak, F2hg.amsterdam, Bdk, Diderot76, N. Zyklop, H.Albatros, Wst,NiTenIchiRyu, Omerzu, Pixelfire, ArtMechanic, Mdangers Uwe KolbeUwe Kolbe (* 17. Oktober 1957 in Berlin) ist ein deutscher Lyriker und Prosaautor.Leben1976 wurden auf Vermittlung von Franz Fühmann erste Texte von Kolbe in derLiteraturzeitschrift Sinn und Form veröffentlicht, ab 1979 war Kolbe freier Schriftsteller.1980/81 absolvierte er ein Sonderstudium am Literatur-Institut „Johannes R. Becher“.Nach Auseinandersetzungen mit der Kulturpolitik der DDR hatte Kolbe in den1980er-Jahren ein faktisches Publikationsverbot und arbeitete für verschiedeneUntergrundzeitschriften. Mit Bernd Wagner und Lothar Trolle gab Kolbe 1984 bis 1987 dienicht offizielle Literaturzeitschrift Mikado heraus.1986 erhielt Kolbe ein Dauervisum und übersiedelte im darauffolgenden Jahr nachHamburg. 1989 erhielt er eine Gastdozentur in Austin/Texas.1996 trat er aus Protest gegen die Vereinigung mit dem Deutschen P.E.N.-Zentrum (Ost)aus dem P.E.N.-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland aus. 1997 bis 2003 war er Leiterdes Studios Literatur und Theater der Universität Tübingen.Heute lebt Uwe Kolbe wieder als freier Schriftsteller in Berlin. Kolbe ist Mitglied der FreienAkademie der Künste zu Leipzig. Sein 1979 geborener Sohn ist unter dem KünstlernamenMach One als Rapper in der Berliner Hip-Hop-Szene aktiv.
  • 106. Uwe Kolbe 106Werke•  Hineingeboren 1980 ISBN 3-518-11110-8•  Abschiede und andere Liebesgedichte 1981 ISBN 3-518-11178-7•  Texte am Ende der Zeit. Graphik Helge Leiberg. 1985•  Bornholm II, Gedichte, 1986 ISBN 3-351-00179-7 (1987 bei Suhrkamp: ISBN3-518-11402-6)•  Mikado oder Der Kaiser ist nackt. Selbstverlegte Literatur in der DDR (Herausgabe mitLothar Trolle und Bernd Wagner) 1988 ISBN 3-630-61809-X•  Vaterlandkanal. Ein Fahrtenbuch. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1990. ISBN3-518-40286-2•  Vineta. Gedichte 1991 ISBN 3-518-40990-5•  Nicht wirklich platonisch 1994 ISBN 3-518-40571-3•  Die Situation 1994 ISBN 3-89244-077-8•  Renegatentermine. 30 Versuche die eigene Erfahrung zu behaupten 1998 ISBN3-518-40962-X•  Die Farben des Wassers. Gedichte. 2001 ISBN 3-518-41262-0•  Der Tote von Belintasch. Kriminalerzählung. 2002 ISBN 3-88423-199-5•  Thrakische Spiele. Kriminalroman. 2005 ISBN 3-485-01040-5•  Ortvoll. Gedichte. 2005 ISBN 3-9808479-2-6•  Rübezahl in der Garage. Franz Fühmann in Märkisch-Buchholz und Fürstenwalde1958–1984. Kleist-Museum, Frankfurt/Oder 2006, ISBN 3-938008-12-1•  Diese Frau. Liebesgedichte. Mit Farbholzschnitten von Hans Scheib. Insel, Frankfurt2007, ISBN 978-3-458-19297-8•  Heimliche Feste. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt 2008, ISBN 978-3-518-41953-3•  Storiella - Das Märchen von der Unruhe. Wolbern Verlagsgesellschaft, 2008, ISBN978-3-981-11283-2Auszeichnungen•  1987 Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin•  1987 Förderpreis zum Hölderlinpreis Bad Homburg•  1988 Nicolas-Born-Preis für Lyrik der Hubert-Burda-Stiftung•  1988 Übersetzerpreis des Henschelverlags•  1992 Villa-Massimo-Stipendium•  1993 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Tübingen•  2005 Stadtschreiber in Rheinsberg•  2006 Preis der Literaturhäuser•  2007 Max Kade Writer-in-Residence am Department of German Language andLiteratures in Oberlin, Ohio (USA)
  • 107. Uwe Kolbe 107Weblinks•  Literatur von und über Uwe Kolbe [1] im Katalog der Deutschen NationalbibliothekExterne Links[1]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118885324Quelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Uwe_ Kolbe&oldid=53305260Hauptautoren: Schreibkraft, Magiers, Bastasippe, Toolittle, Willibaldus II., Unukorno,Fusslkopp, Jón, HaeB, Kolja21, Batrox, MFM, Christopher Lorenz, Sommerkom, Srbauer,Fredou, PDD, Katharina, Rybak, ArtMechanic, Albrecht1 Volker BraunVolker Braun (* 7. Mai 1939 in Dresden)ist ein deutscher Schriftsteller.LebenVolker Braun, der nach dem Abitur einigeJahre im Bergbau und Tiefbau arbeitet,bevor er in Leipzig Philosophie studiert,beschäftigt sich mit den Widersprüchenund Hoffnungen in einem sozialistischenStaat. Seit 1960 Mitglied der SED, gelingtes ihm nur unter Einsatz seinesVolker Braun (links) 1981 bei der Berliner Begegnungtaktischen Geschicks, seine Prosa oderzur FriedensförderungGedichte zu veröffentlichen. Seine Arbeit umfasst Sprechgedichte, Theaterstücke, Romane und Erzählungen.Anfangs spiegelt sein Werk einen kritischen Enthusiasmus für den Aufbau des Sozialismuswider. Von 1965 bis 1967 arbeitet Braun auf Einladung Helene Weigels als Dramaturg amBerliner Ensemble. Nach den Ereignissen des Prager Frühlings beschäftigt er sichzunehmend kritisch mit dem Leben im Sozialismus und den Möglichkeiten der Reform.Danach wird er verstärkt von der Stasi überwacht. Seit 1972 arbeitet Braun am DeutschenTheater Berlin, 1976 gehört er zu den Mitunterzeichnern der Petition gegen dieAusbürgerung Biermanns. Ab 1979 wieder am Berliner Ensemble tätig, 1982 verlässt erden Schriftstellerverband der DDR. Während der Existenz der DDR entstandene Werkegeben das Bild eines zunehmend deprimierenden Lebens wieder. Die Akteure seiner Stückebewegen sich resigniert in einem unbeweglichen Umfeld. Dennoch erhält er 1981 denLessing-Preis der DDR und 1988 den Nationalpreis der DDR.Während der Wende gehört Braun zu den Befürwortern eines eigenständigen „drittenWeges“ für die DDR. Nach der Wiedervereinigung beschäftigt sich Braun kritisch mit denGründen für das Scheitern der DDR. In diesem Zusammenhang steht auch seineZusammenarbeit mit der von Wolfgang Fritz Haug herausgegebenenwestlich-marxistischen Zeitschrift „Das Argument“.
  • 108. Volker Braun1081986 wird Braun der Bremer Literaturpreis verliehen, 1992 wird er mit demSchiller-Gedächtnispreis ausgezeichnet. 1993 erhält er ein Stipendium der Villa Massimound ist 1994 Gast der Universität Wales. 1996 erhält er den Deutschen Kritikerpreis, wirdMitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Sächsischen Akademieder Künste und hält Poetik-Vorlesungen an der Universität Heidelberg. Er erhält 1998 denErwin-Strittmatter-Preis und 2000 den Büchner-Preis. Von 1999 bis 2000 hat er die BrüderGrimm-Professur an der Universität Kassel inne. 2006 wird er zum Direktor der SektionLiteratur der Akademie der Künste (Berlin) gewählt. 2008 erhält er denver.di-Literaturpreis 2007 für seine Erzählung Das Mittagsmahl.Volker Braun lebt in Berlin.Werke (Auswahl) •  Die Kipper, Drama (1965)•  Provokation für mich, Lyrik (1965)•  Vorläufiges, Lyrik (1966)•  KriegsErklärung (1967)•  Lenins Tod, Drama (1970)•  Wir und nicht sie, Lyrik (1970)•  Die Kipper, Drama (1972)•  Gedichte (1972)•  Gegen die symmetrische Welt, Halle-Leipzig: Mitteldeutscher Verlag, 1975, ohne ISBN•  Es genügt nicht die einfache Wahrheit (1975)•  Unvollendete Geschichte (1977)•  Training des aufrechten Gangs, Halle-Leipzig: Mitteldeutscher Verlag, 1979, ohne ISBN•  Das ungezwungene Leben Kasts, Berlin-Weimar: Aufbau-Verlag, 1979, ISBN3-351-00925-9•  Stücke, Berlin: Henschelverlag, 1983, ohne ISBN•  Hinze-Kunze-Roman, Roman (1985)•  Verheerende Folgen mangelnden Anscheins innerbetrieblicher Demokratie. Schriften(1988)•  Der große Frieden•  Iphigenie in Freiheit, Frankfurt/M.: Suhrkamp,1992, ISBN 3-518-40440-7•  Der Wendehals (1995)•  Lustgarten Preußen (1996)•  Wir befinden uns soweit wohl. Wir sind erst einmal am Ende (1998)•  Tumulus, Gedichtband (1999)•  Das Wirklichgewollte (2000)•  Das unbesetzte Gebiet, historische Erzählung (2004)•  Das Mittagsmahl, Erzählung (2007)•  Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer (2008)
  • 109. Volker Braun 109Verfilmungen•  1991: Der Verdacht - Regie: Frank Beyer, nach der Erzählung quot;Unvollendete Geschichtequot;Literatur•  Edition Text und Kritik: Volker Braun, 1977•  Christine Cosentino, Wolfgang Ertl: Zur Lyrik Volker Brauns, 1984•  Katrin Bothe: Die imaginierte Natur des Sozialismus. Eine Biographie des Schreibensund der Texte Volker Brauns 1959-1974, Würzburg 1997•  Fritz J. Raddatz: Entzweites Leben [1]. Die Zeit, 44/2000•  Rolf Jucker (Hg.): Volker Braun in perspective, Amsterdam/New York, 2004Film über den Autor•  „Zur Person: Volker Braun“, Reportage, 50 Min., Autor: Günter Gaus (1991)Weblinks Wikiquote: Volker Braun – Zitate  Commons: Volker Braun [2] – Bilder, Videos und Audiodateien•  Literatur von und über Volker Braun [3] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  Volker Braun [4] in der Internet Movie Database ( deutsch [5])•  komm. Linkliste der FU Berlin zu Volker Braun [6]Externe Links[1]  http:/ / zeus. zeit. de/ text/ 2000/ 44/ Entzweites_Leben[2]  http:/ / en. wikipedia. org/ wiki/ Commons%3Acategory%3Avolker_braun[3]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 118514644[4]  http:/ / www. imdb. com/ name/ nm0105875/[5]  http:/ / www. imdb. de/ name/ nm0105875/[6]  http:/ / www. ub. fu-berlin. de/ internetquellen/ fachinformation/ germanistik/ autoren/multi_ab/ braun. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Volker_ Braun&oldid=56259697Hauptautoren: Uwe Gille, Robert01, Cholo Aleman, Schillij, Anathema, Leonard Vertighel,SpreeTom, Querverplänkler, Barka, Albrecht 2, Tilla, Unukorno, Zaungast, Schubbay,Tafkas, Tiontai, Houty, J.-H. Janßen, Melaauswien, WIKImaniac, Collector1805, Bettenburg,Rita2008, Darkone, Rybak, Kolja21, S.lukas, Toolittle, Sommerkom, Tobe man, Aka, PDD,Twinkoenig, Malula, Kommerzgandalf, Friedrich Marx, ThoR, Schwarze Feder,ArtMechanic, Albrecht1
  • 110. Wolfgang Hilbig 110Wolfgang HilbigWolfgang Hilbig (* 31. August 1941 in Meuselwitz; † 2. Juni 2007 in Berlin) war eindeutscher Schriftsteller.Leben und WerkHilbigs Vater fiel im Zweiten Weltkrieg bei Stalingrad. Er wuchs danach bei seinemGroßvater, einem Bergmann, auf. Nach einer Lehre als Bohrwerkdreher und demWehrdienst bei der Nationalen Volksarmee arbeitete er unter anderem alsWerkzeugmacher, Monteur, Hilfsschlosser und Heizer.Hilbigs erste Versuche als Schriftsteller – seine bevorzugte Gattung war zu dieser Zeit die→ Lyrik – blieben in der DDR ungedruckt. In der Bundesrepublik wurde man durch einigeseiner Gedichte in der Anthologie Hilferufe von drüben (1978) auf ihn aufmerksam. Seinerster Lyrikband Abwesenheit (1979) erschien im S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main,was Hilbig eine Geldstrafe wegen „Devisenvergehens“ einbrachte.[1] Ende der 1970er Jahregab Hilbig seine Tätigkeit als Heizer auf und arbeitete nur noch als Schriftsteller. Mit derUnterstützung Franz Fühmanns wurden 1980 erstmals einige seiner Gedichte in einerDDR-Zeitschrift gedruckt.[2] Sein Prosaband Unterm Neomond (1982) wurde bei S. Fischerveröffentlicht. Die Lyrik- und Prosasammlung Stimme Stimme erschien 1983 bei Reclam inLeipzig, wenn auch mit sichtbaren Eingriffen der Zensur (quot;das meer in sachsenquot;).1985 erhielt Hilbig ein Visum für die Bundesrepublik, das bis 1990 gültig war. Währenddieser Zeit publizierte er nicht nur weitere Erzählungen und Gedichte, sondern auch seinRomandebüt Eine Übertragung (1989), das von der Literaturkritik mehrheitlich gelobtwurde. Thema seiner Arbeiten blieb, auch über die Wende hinaus, die Doppelexistenz alsArbeiter und Schriftsteller in der DDR sowie die Suche nach Individualität. Im Mittelpunktvon „Ich“ (1993), seinem zweiten Roman, der ebenfalls günstige Aufnahme imLiteraturbetrieb fand, steht ein erfolgloser Lyriker, der für die Staatssicherheit der DDRarbeitet. Auch seine Erzählbände Die Arbeit an den Öfen (1994) und Die Kunde von denBäumen (1996) drehen sich um Leben und Arbeiten in seiner Heimat in Mitteldeutschland.Hilbigs dritter Roman Das Provisorium (2000), auch dieser wohlwollend kritisiert, weistdeutlich autobiografische Züge auf.[3]Hilbig lebte seit Anfang der 1990er Jahre in Berlin; er hatte eine Tochter. Von 1994 bis2002 war er mit Natascha Wodin verheiratet. 2007 erlag Hilbig einem Krebsleiden.[4]Er ist auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beerdigt.
  • 111. Wolfgang Hilbig 111MitgliedschaftenEr war Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Freien Akademieder Künste zu Leipzig, der Sächsischen Akademie der Künste[5] und der BayerischenAkademie der Schönen Künste[6] .Auszeichnungen•  1983: Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau•  1989: Kranichsteiner Literaturpreis•  1989: Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin•  1989: Ingeborg-Bachmann-Preis•  1992: Berliner Literaturpreis Stiftung Preußische Seehandlung•  1993: Brandenburgischer Literaturpreis•  1994: Bremer Literaturpreis•  1996: Stadtschreiber von Rheinsberg•  1996: Literaturpreis der Deutschen Schillerstiftung Weimar•  1997: Lessing-Preis des Freistaates Sachsen•  1997: Fontane-Preis der Berliner Akademie der Künste•  1997: Hans-Erich-Nossack-Preis•  2001/02: Stadtschreiber von Bergen-Enkheim•  2002: Peter-Huchel-Preis für Lyrik•  2002: Walter-Bauer-Literaturpreis der Stadt Merseburg•  2002: Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung inDarmstadt•  2007: Erwin-Strittmatter-Preis[7]WerkeDie Bücher erschienen, sofern nicht anders angegeben, im S. Fischer Verlag, Frankfurt amMain.Lyrik•  Abwesenheit. Gedichte. 1979, ISBN 3-596-22308-3•  Die Versprengung. Gedichte. 1986, ISBN 3-596-22350-4•  Bilder vom Erzählen. Mit Radierungen von Horst Hussel. 2001, ISBN 3-10-033625-9•  Gedichte. (Gesamtausgabe) 2008, ISBN 3100336410Erzählungen und Romane•  Unterm Neomond. Erzählungen. 1982, ISBN 3-596-22322-9•  Der Brief. 3 Erzählungen. 1985, ISBN 3-596-22342-3•  Die Territorien der Seele. 5 Prosastücke. Friedenauer Presse, Berlin 1986, ISBN3-921592-31-3•  Die Weiber. 1987, ISBN 3-596-22355-5•  Eine Übertragung. Roman. 1989, ISBN 3-10-033604-6•  Über den Tonfall. 3 Prosastücke. Friedenauer Presse, Berlin 1990, ISBN 3-921592-56-9•  Die Angst vor Beethoven. Erzählung. 1990, ISBN 3-10-033607-0•  Alte Abdeckerei. Erzählung. 1990, ISBN 3-10-033608-9
  • 112. Wolfgang Hilbig112•  Die Kunde von den Bäumen. Mit Lithografien von Olaf Nicolai. Sisyphos-Presse, Berlin1992, ISBN 3-928660-07-1•  Grünes grünes Grab. Erzählungen. 1993, ISBN 3-10-033616-X•  „Ich“. Roman. 1993, ISBN 3-10-033617-8•  Die Arbeit an den Öfen. Friedenauer Presse, Berlin 1994, ISBN 3-921592-85-2•  Das Provisorium. Roman. 2000, ISBN 3-10-033623-2•  Der Schlaf der Gerechten. Erzählungen. 2002, ISBN 3-10-033624-0Sammelbände und Sonstiges•  Die Arbeiter. 1976.•  Stimme Stimme. Reclam, Leipzig 1983.•  Das Meer in Sachsen. Prosa und Gedichte. Nachwort von Hans-Jürgen Schmitt.Frankfurt/M: Büchergilde Gutenberg, 1991,ISBN 3-7632-3846-8•  Zwischen den Paradiesen. Lyrik, Prosa. Mit einem Essay von Adolf Endler. Leipzig:Reclam, 1992, ISBN 3-379-01419-2•  Abriß der Kritik. Frankfurter Poetikvorlesungen. 1995, ISBN 3-596-22383-0•  Erzählungen. 2002, ISBN 3-596-15809-5•  Der Geruch der Bücher. Prosa und Gedichte. Gelesen vom Autor. Audio-Verlag, Berlin2002, ISBN 3-89813-223-4 ( Hörprobe [8])Literatur•  Karen Lohse: Wolfgang Hilbig - Eine motivische Biografie, Plöttner Verlag, Leipzig 2008,ISBN 978-3-938442-44-9, www.wolfgang-hilbig.de [9]•  Franz Fühmann: Praxis und Dialektik der Abwesenheit. Eine imaginäre Rede, In: FranzFühmann: Essays, Gespräche, Aufsätze 1964-1981, Rostock: Hinstorff, 1983•  Frauke Meyer-Gosau (Red.): Wolfgang Hilbig. Text + Kritik, Heft 123, München 1994,ISBN 3-88377-470-7•  Markus Symmank: Karnevaleske Konfigurationen in der deutschen Gegenwartsliteratur.Untersuchungen anhand ausgewählter Texte von Wolfgang Hilbig, Stephan Krawczyk,Katja Lange-Müller, Ingo Schulze und Stefan Schütz, Würzburg: Königshausen &Neumann, 2002•  Uwe Wittstock (Hrsg.): Wolfgang Hilbig. Materialien zu Leben und Werk.Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1994, ISBN 3-596-12253-8•  Michael Buselmeier (Hrsg.): Erinnerungen an Wolfgang Hilbig. Mit Beiträgen vonMichael Buselmeier, Karl Corino, Jürgen Hosemann, Jayne-Ann Igel, Wulf Kirsten, UweKolbe, Ingo Schulze und Natascha Wodin. Heidelberg: Verlag Das Wunderhorn, 2008,ISBN 978-3-88423-308-5
  • 113. Wolfgang Hilbig113Weblinks•  Literatur von und über Wolfgang Hilbig [10] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek•  [http:/ / www. zeit. de/ 2000/ 24/ 200024. c-seriehilbig_. xml?page=all Meine Lehrjahre,aufgezeichnet von Wenke Heß, Die Zeit] 2000•  [http:/ / www. deutscheakademie. de/ druckversionen/ buechner_2002. html Literaturist Monolog, Dankrede für den Büchnerpreis] 2002 •  [http:/ / www. lose-blaetter. de/ 35_pali. html Gedicht Palimpsest in der Literaturzeitschrift Lose Blätter, Nr. 35/2005]Rezensionen•  [http:/ / www. zeit. de/ 2000/ 09/ 200009. hilbig_. xml Rezension des Romans DasProvisorium] in Die Zeit Nr. 9/2000•  [http:/ / www. freitag. de/ 2000/ 13l/ 00132101. htm#_devon_0_ Rezension des RomansDas Provisorium] in Freitag 24. März 2000 •  [http:/ / www. lyrikwelt. de/ rezensionen/ derschlafdergerechten-r. htm Rezension des Erzählungsbandes Der Schlaf der Gerechten]Nachrufe•  quot;Ich habe immer heimlich geschriebenquot;: Der Büchner-Preisträger Wolfgang Hilbig ist tot[11] von Michael Opitz. Deutschlandradio Kultur, 2. Juni 2007.•  Zum Tod des Schriftstellers Wolfgang Hilbig [12]. Ingo Schulze im Gespräch mit DorisSchäfer-Noske. Deutschlandfunk, 3. Juni 2007.•  Nachruf auf Wolfgang Hilbig [13] in Die Zeit, 3. Juni 2007•  Nachruf auf Wolfgang Hilbig [14] in Frankfurter Allgemeine Zeitung 3. Juni 2007•  Nachruf auf Wolfgang Hilbig [15] in WELT online 3. Juni 2007Externe Links[1]  Frankfurter Allgemeine Zeitung: Literaturkalender: Wolfgang Hilbig (http:/ /literaturkalender. faz. net/ autorenportraits. php?autor=291)[2]  Die Zeit: „Luchs 185 – Die Jury von ZEIT und Radio Bremen stellt vor: Franz Fühmannund Jacky Gleich, ‚Anna, genannt Humpelhexe‘“, (http:/ / www. zeit. de/ 2002/ 29/200229_kj-lux_xml) 29. Februar 2002[3]  Berliner Zeitung: „Der Unbehauste – Wolfgang Hilbig ist mit seinem neuen Roman imWesten angekommen“, (http:/ / www. berlinonline. de/ berliner-zeitung/ archiv/ . bin/dump. fcgi/ 2000/ 0219/ feuilleton/ 0011/ index. html) 19. Februar 2000[4]  Die Welt: „Büchner-Preisträger Wolfgang Hilbig gestorben“, (http:/ / www. welt. de/kultur/ article915857/ Buechner-Preistraeger_Wolfgang_Hilbig_gestorben_. html) 2. Juni2007[5]  Sächsische Akademie der Künste: Die Mitglieder (http:/ / www. sadk. de/ mitglieder.html)[6]  Bayerische Akademie der Schönen Künste: Mitglieder (http:/ / www. badsk. de/ mitl.html)[7]  Rundfunk Berlin-Brandenburg: „Erwin-Strittmatter-Preis für Wolfgang Hilbig“, (http:/ /www. rbb-online. de/ _/ nachrichten/ kultur/ beitrag_jsp/ key=news5874049. html) 25. Mai2007[8]  http:/ / www. der-audio-verlag. de/ index. php4?page=10161&[9]  http:/ / www. wolfgang-hilbig. de
  • 114. Wolfgang Hilbig 114[10]  http:/ / d-nb. info/ gnd/ 119076993[11]  http:/ / ondemand-mp3. dradio. de/ file/ dradio/ 2007/ 06/ 02/ dkultur_200706022309.mp3[12]  http:/ / ondemand-mp3. dradio. de/ file/ dradio/ 2007/ 06/ 03/ dlf_200706031732. mp3[13]  http:/ / www. zeit. de/ online/ 2007/ 23/ hilbig-nachruf[14]  http:/ / www. faz. net/ s/ RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E60D0F346FFC14C61B57063606B1ECBA7~ATpl~Ecommon~Scontent. html[15]  http:/ / www. welt. de/ kultur/ article917376/Seine_Heimat_konnte_er_nie_hinter_sich_lassen. htmlQuelle: http:/ / de. wikipedia. org/ w/ index. php? title=Wolfgang_ Hilbig&oldid=55515210Hauptautoren: Magiers, Albrecht Conz, Dietrich, Otets, McB, Horsi, Jossi, ThoR, Achates,Wolfgang1018, Aka, Galenus, TW, Jungejunge, John Red, Sinn, Mac, Gynth, Vigilius,Ludovik, Skriptor, Dontworry, Rybak, Stefan Kühn, Gancho, Kolja21, Dirk Bindmann, Wikix,Wesener, Albrecht1, Joystick, PDD, HenrikHolke, Micwil, Wst, Alvaro, Wiegels,Wellano18143, Oeschti, ArtMechanic, Musik-chris, Lyrik, Happolati, Oxymoron83, Sol1
  • 115. Lizenz 115Lizenz Abkürzung: WP:GFDLVersion 1.2, November 2002Copyright (C) 2000,2001,2002 Free Software Foundation, Inc. 51 Franklin St, Fifth Floor, Boston, MA 02110-1301 USA Everyone is permitted to copyand distribute verbatim copies of this license document, but changing it is not allowed. 0. PREAMBLEThe purpose of this License is to make a manual, textbook, or other functional and useful document quot;freequot; in the sense of freedom: to assure everyonethe effective freedom to copy and redistribute it, with or without modifying it, either commercially or noncommercially. Secondarily, this Licensepreserves for the author and publisher a way to get credit for their work, while not being considered responsible for modifications made by others.This License is a kind of quot;copyleftquot;, which means that derivative works of the document must themselves be free in the same sense. It complements theGNU General Public License, which is a copyleft license designed for free software.We have designed this License in order to use it for manuals for free software, because free software needs free documentation: a free program shouldcome with manuals providing the same freedoms that the software does. But this License is not limited to software manuals; it can be used for anytextual work, regardless of subject matter or whether it is published as a printed book. We recommend this License principally for works whose purposeis instruction or reference. 1. APPLICABILITY AND DEFINITIONSThis License applies to any manual or other work, in any medium, that contains a notice placed by the copyright holder saying it can be distributed underthe terms of this License. Such a notice grants a world-wide, royalty-free license, unlimited in duration, to use that work under the conditions statedherein. The quot;Documentquot;, below, refers to any such manual or work. 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The relationship could be a matterof historical connection with the subject or with related matters, or of legal, commercial, philosophical, ethical or political position regarding them.The quot;Invariant Sectionsquot; are certain Secondary Sections whose titles are designated, as being those of Invariant Sections, in the notice that says that theDocument is released under this License. If a section does not fit the above definition of Secondary then it is not allowed to be designated as Invariant.The Document may contain zero Invariant Sections. If the Document does not identify any Invariant Sections then there are none.The quot;Cover Textsquot; are certain short passages of text that are listed, as Front-Cover Texts or Back-Cover Texts, in the notice that says that the Documentis released under this License. A Front-Cover Text may be at most 5 words, and a Back-Cover Text may be at most 25 words.A quot;Transparentquot; copy of the Document means a machine-readable copy, represented in a format whose specification is available to the general public,that is suitable for revising the document straightforwardly with generic text editors or (for images composed of pixels) generic paint programs or (fordrawings) some widely available drawing editor, and that is suitable for input to text formatters or for automatic translation to a variety of formatssuitable for input to text formatters. A copy made in an otherwise Transparent file format whose markup, or absence of markup, has been arranged tothwart or discourage subsequent modification by readers is not Transparent. An image format is not Transparent if used for any substantial amount oftext. 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For works in formats which do not have any title page as such, quot;Title Pagequot; means the text near the most prominentappearance of the work's title, preceding the beginning of the body of the text.A section quot;Entitled XYZquot; means a named subunit of the Document whose title either is precisely XYZ or contains XYZ in parentheses following text thattranslates XYZ in another language. (Here XYZ stands for a specific section name mentioned below, such as quot;Acknowledgementsquot;, quot;Dedicationsquot;,quot;Endorsementsquot;, or quot;Historyquot;.) To quot;Preserve the Titlequot; of such a section when you modify the Document means that it remains a section quot;Entitled XYZquot;according to this definition.The Document may include Warranty Disclaimers next to the notice which states that this License applies to the Document. These Warranty Disclaimersare considered to be included by reference in this License, but only as regards disclaiming warranties: any other implication that these WarrantyDisclaimers may have is void and has no effect on the meaning of this License. 2. VERBATIM COPYINGYou may copy and distribute the Document in any medium, either commercially or noncommercially, provided that this License, the copyright notices,and the license notice saying this License applies to the Document are reproduced in all copies, and that you add no other conditions whatsoever tothose of this License. You may not use technical measures to obstruct or control the reading or further copying of the copies you make or distribute.However, you may accept compensation in exchange for copies. If you distribute a large enough number of copies you must also follow the conditions insection 3.You may also lend copies, under the same conditions stated above, and you may publicly display copies. 3. COPYING IN QUANTITYIf you publish printed copies (or copies in media that commonly have printed covers) of the Document, numbering more than 100, and the Document'slicense notice requires Cover Texts, you must enclose the copies in covers that carry, clearly and legibly, all these Cover Texts: Front-Cover Texts on thefront cover, and Back-Cover Texts on the back cover. Both covers must also clearly and legibly identify you as the publisher of these copies. The frontcover must present the full title with all words of the title equally prominent and visible. You may add other material on the covers in addition. Copyingwith changes limited to the covers, as long as they preserve the title of the Document and satisfy these conditions, can be treated as verbatim copying inother respects.If the required texts for either cover are too voluminous to fit legibly, you should put the first ones listed (as many as fit reasonably) on the actual cover,and continue the rest onto adjacent pages.If you publish or distribute Opaque copies of the Document numbering more than 100, you must either include a machine-readable Transparent copyalong with each Opaque copy, or state in or with each Opaque copy a computer-network location from which the general network-using public hasaccess to download using public-standard network protocols a complete Transparent copy of the Document, free of added material. If you use the latteroption, you must take reasonably prudent steps, when you begin distribution of Opaque copies in quantity, to ensure that this Transparent copy willremain thus accessible at the stated location until at least one year after the last time you distribute an Opaque copy (directly or through your agents orretailers) of that edition to the public.It is requested, but not required, that you contact the authors of the Document well before redistributing any large number of copies, to give them achance to provide you with an updated version of the Document. 4. MODIFICATIONSYou may copy and distribute a Modified Version of the Document under the conditions of sections 2 and 3 above, provided that you release the ModifiedVersion under precisely this License, with the Modified Version filling the role of the Document, thus licensing distribution and modification of theModified Version to whoever possesses a copy of it. In addition, you must do these things in the Modified Version:A.  B.  Use in the Title Page (and on the covers, if any) a title distinct from that of the Document, and from those of previous versions (which should, if there were any, be listed in the History section of the Document). You may use the same title as a previous version if the original publisher of that version gives permission.C.  D.  List on the Title Page, as authors, one or more persons or entities responsible for authorship of the modifications in the Modified Version, together with at least five of the principal authors of the Document (all of its principal authors, if it has fewer than five), unless they release you from this requirement.E.  F.  State on the Title page the name of the publisher of the Modified Version, as the publisher.G.  H.  Preserve all the copyright notices of the Document.I.  J.  Add an appropriate copyright notice for your modifications adjacent to the other copyright notices.
  • 116. Lizenz 116 K.  L.  Include, immediately after the copyright notices, a license notice giving the public permission to use the Modified Version under the terms of this License, in the form shown in the Addendum below.M.  N.  Preserve in that license notice the full lists of Invariant Sections and required Cover Texts given in the Document's license notice.O.  P.  Include an unaltered copy of this License.Q.  R.  Preserve the section Entitled quot;Historyquot;, Preserve its Title, and add to it an item stating at least the title, year, new authors, and publisher of the Modified Version as given on the Title Page. If there is no section Entitled quot;Historyquot; in the Document, create one stating the title, year, authors, and publisher of the Document as given on its Title Page, then add an item describing the Modified Version as stated in the previous sentence.S.  T.  Preserve the network location, if any, given in the Document for public access to a Transparent copy of the Document, and likewise the network locations given in the Document for previous versions it was based on. These may be placed in the quot;Historyquot; section. You may omit a network location for a work that was published at least four years before the Document itself, or if the original publisher of the version it refers to gives permission.U.  V.  For any section Entitled quot;Acknowledgementsquot; or quot;Dedicationsquot;, Preserve the Title of the section, and preserve in the section all the substance and tone of each of the contributor acknowledgements and/or dedications given therein.W.  X.  Preserve all the Invariant Sections of the Document, unaltered in their text and in their titles. Section numbers or the equivalent are not considered part of the section titles.Y.  Z.  Delete any section Entitled quot;Endorsementsquot;. Such a section may not be included in the Modified Version.A.  B.  Do not retitle any existing section to be Entitled quot;Endorsementsquot; or to conflict in title with any Invariant Section.C.  D.  Preserve any Warranty Disclaimers.E.  If the Modified Version includes new front-matter sections or appendices that qualify as Secondary Sections and contain no material copied from theDocument, you may at your option designate some or all of these sections as invariant. To do this, add their titles to the list of Invariant Sections in theModified Version's license notice. 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If the Document already includes a cover text for the same cover, previously added by you or by arrangement made by the same entityyou are acting on behalf of, you may not add another; but you may replace the old one, on explicit permission from the previous publisher that added theold one.The author(s) and publisher(s) of the Document do not by this License give permission to use their names for publicity for or to assert or implyendorsement of any Modified Version. 5. COMBINING DOCUMENTSYou may combine the Document with other documents released under this License, under the terms defined in section 4 above for modified versions,provided that you include in the combination all of the Invariant Sections of all of the original documents, unmodified, and list them all as InvariantSections of your combined work in its license notice, and that you preserve all their Warranty Disclaimers.The combined work need only contain one copy of this License, and multiple identical Invariant Sections may be replaced with a single copy. If there aremultiple Invariant Sections with the same name but different contents, make the title of each such section unique by adding at the end of it, inparentheses, the name of the original author or publisher of that section if known, or else a unique number. Make the same adjustment to the sectiontitles in the list of Invariant Sections in the license notice of the combined work.In the combination, you must combine any sections Entitled quot;Historyquot; in the various original documents, forming one section Entitled quot;Historyquot;; likewisecombine any sections Entitled quot;Acknowledgementsquot;, and any sections Entitled quot;Dedicationsquot;. You must delete all sections Entitled quot;Endorsements.quot; 6. COLLECTIONS OF DOCUMENTSYou may make a collection consisting of the Document and other documents released under this License, and replace the individual copies of thisLicense in the various documents with a single copy that is included in the collection, provided that you follow the rules of this License for verbatimcopying of each of the documents in all other respects.You may extract a single document from such a collection, and distribute it individually under this License, provided you insert a copy of this License intothe extracted document, and follow this License in all other respects regarding verbatim copying of that document. 7. AGGREGATION WITH INDEPENDENT WORKSA compilation of the Document or its derivatives with other separate and independent documents or works, in or on a volume of a storage or distributionmedium, is called an quot;aggregatequot; if the copyright resulting from the compilation is not used to limit the legal rights of the compilation's users beyondwhat the individual works permit. When the Document is included in an aggregate, this License does not apply to the other works in the aggregate whichare not themselves derivative works of the Document.If the Cover Text requirement of section 3 is applicable to these copies of the Document, then if the Document is less than one half of the entireaggregate, the Document's Cover Texts may be placed on covers that bracket the Document within the aggregate, or the electronic equivalent of coversif the Document is in electronic form. Otherwise they must appear on printed covers that bracket the whole aggregate. 8. TRANSLATIONTranslation is considered a kind of modification, so you may distribute translations of the Document under the terms of section 4. Replacing InvariantSections with translations requires special permission from their copyright holders, but you may include translations of some or all Invariant Sections inaddition to the original versions of these Invariant Sections. You may include a translation of this License, and all the license notices in the Document,and any Warranty Disclaimers, provided that you also include the original English version of this License and the original versions of those notices anddisclaimers. In case of a disagreement between the translation and the original version of this License or a notice or disclaimer, the original version willprevail.If a section in the Document is Entitled quot;Acknowledgementsquot;, quot;Dedicationsquot;, or quot;Historyquot;, the requirement (section 4) to Preserve its Title (section 1) willtypically require changing the actual title. 9. TERMINATIONYou may not copy, modify, sublicense, or distribute the Document except as expressly provided for under this License. Any other attempt to copy, modify,sublicense or distribute the Document is void, and will automatically terminate your rights under this License. However, parties who have receivedcopies, or rights, from you under this License will not have their licenses terminated so long as such parties remain in full compliance. 10. FUTURE REVISIONS OF THIS LICENSEThe Free Software Foundation may publish new, revised versions of the GNU Free Documentation License from time to time. Such new versions will besimilar in spirit to the present version, but may differ in detail to address new problems or concerns. See http:/ / www. gnu. org/ copyleft/ .Each version of the License is given a distinguishing version number. If the Document specifies that a particular numbered version of this License quot;orany later versionquot; applies to it, you have the option of following the terms and conditions either of that specified version or of any later version that hasbeen published (not as a draft) by the Free Software Foundation. If the Document does not specify a version number of this License, you may choose anyversion ever published (not as a draft) by the Free Software Foundation. How to use this License for your documentsTo use this License in a document you have written, include a copy of the License in the document and put the following copyright and license noticesjust after the title page:Copyright (c) YEAR YOUR NAME. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU FreeDocumentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts,and no Back-Cover Texts. A copy of the license is included in the section entitled quot;GNU Free Documentation Licensequot;.If you have Invariant Sections, Front-Cover Texts and Back-Cover Texts, replace the quot;with...Texts.quot; line with this:with the Invariant Sections being LIST THEIR TITLES, with the Front-Cover Texts being LIST, and with the Back-Cover Texts being LIST.If you have Invariant Sections without Cover Texts, or some other combination of the three, merge those two alternatives to suit the situation.If your document contains nontrivial examples of program code, we recommend releasing these examples in parallel under your choice of free softwarelicense, such as the GNU General Public License, to permit their use in free software.
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