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Nucleinsäuren und Wachstum der Placenta

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  • Jg. 34, tteft 45/46 G. STARK und H. KLINKHART: Nucleinsiuren und Wachstum der Placenta 125][ 1. Dezember 1956 seiner Ansicht wirkt das Capi l largebiet der Lungen aueh ffir Neutra l fet t als Auffangorgan. Babel h£lt er einen physikal ischen Mechanismus ffir am meisten wahrscheinl ich. Unseren Versuchsergebnissen ist zu entnehmen, dab darf iber hinaus innerha.lb der Lungen L ip ide die Capi l laren verlassen mid im Lungengewebe selbst chemische Umsetzungen auslSsen. Die Steige- rung der pulmonalen Phosphat iderneuerung wghrend der Neutra l fettresorpt ion, fiber die wir hier beriehten, di irfte als ein eindeutiger tt inweis auf derart ige Vor- ggnge anzusehen sein. Zusammen/assung. Die Lungen sind das erste Or- gan, das yon dem fiberwiegenden Tell des Nahrungs- fettes nach seiner l~esorption durchstr5mt wird. Ver- suche, durch vergleichende Untersuehungen des Blutes aus dem rechten und dem l inken Herzen fiber sine etwaige Betei l igung der Lungen am Fettstoffwechsel AufschluB zu erhalten, mfissen aus methodischen Grtin- den als unzweckm£Big angesehen werden. Es ist er- forderlieh, das Lungengewebe se]bst wghrend der Fet t resorpt ion zu analysieren. Vor der chemischen Verarbeitung muB aus dem Organ das Blur restlos entfernt werden, da die Ideinen Gef~e auf der H6he der Fettverdauung reichlich Fett enthalten, die histo- logiseh zum Teil als ,,Fettembolien" imponieren. Die blutfreie Lunge yon Ratten, die 8 Std naeh einer per- oralen Gabe yon 11/2 cm ~ OlivenS1 getStet wurden, enthg, l t doppel t soviel Fet t wie nfichterne Kontrol l - t iere. Auch der Phosphat idgehal t der Lungen steigt naeh ~ettbe lastung stark an. Gibt man Rat ten gleichzeitig mit dem 01 subeutan rad ioakt iven Phos- phor, so enthgl t der Lungenl ip idextrakt nach 8 Std nahezu ffinfmal soviel Aktivit/~t wie der Lungenl ipid- ext rakt yon Kontro l l rat ten, dis nur psi., aber kein 01 erhalten hatten. Die spezifische Aktivit/~t des Lungen- L ip idphosphors ist zu diesem Zei tpunkt bei den fett- gef i i t terten Tieren fast doppelt so hoch wie bei den nfichternen Ratten. Gesamtfett- und L ip id-Phosphor- gehalt der Lungen sinken rasch wieder ab, so dab nach 24 Std der Ausgangswert wieder erreicht ist. Der Ein- bau vonP ss in die Lungenphosphat ide ist 16 und 24 Std nach Versuehsbeginn bei den 61belasteten tgatten und den Kontro l l t ieren ungefghr gleieh groB. Wghrend man bisher im atlgemeinen den Lungen lediglich mechanische Funkt ionen bei der Vertei lung des Chylusfettes zuschrieb, zeigen die hier mitgetei l ten Untersuchungsergebnisse, da$ die Lungen wghrend der Fet t resorpt ion vort ibergehend Fet t speichern, nnd hierdureh chemisehe Umsetzungen im Lungengewebe ausgeI5st werden. Dis Versuche mit rad ioakt ivem Phosphor lassen erkennen, dab die Phosphat idsynthese in den Lungen durch die Fet t resorpt ion stark be- schleunigt wird. Literatur. ALPERN, D., E. SI~0NSON, G. SIRKONA U. L. TUTKIEWITSCtt: Pfl[~gers Arch. 235, 554 (1935). - - ARTO~, C., G. SA~ZA~A et E. S~o~: Arch. internat. Physiol. 47, 245 (1938). - - BEICKEI~T, A., U. W. BRAUN: Klin. Wschr. 1956, 246. - - BENDER, F.: Z. exper. Med. 127, 241 (1956). - - BOLT, W., K. T. ScJ~znD, H. VALE~'~ u. H. V~}~ATK: Z. Kreislaufforsch. 43, 840 (1954). - - BOST~OE~, B., u. W. LOCH- ~ER: Pfliigers Arch. 260, 511 (1955). - - B~CtIEI~L, E., u. M. Sc~wAs: Klhl. 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Organs mit einer vermehrten EiweiBsynthese zeigen eine An- reicherung yon Nucleinsgnren, was darauf schliegen ]ggt, dab der EiweiBstoffwechsel offenbar mit den Nueleins~uren eng gekoppelt ist i0,i4, 2~, ss, sT. Man unterscheidet zwei Nucleins'~uren: die Desoxyribo- nucleinsaure (DNS), die Ms Kohlenhydratanteil die 2-d-Des- oxyribose enthglt, und die Ribonucleinsiure (RNS) mit der 2-d-l~ibose als Kohlenhydratanteil. Jede diesel" beiden Pento- * Genaue Angaben der Methodik und Einzelheiten der Versuchs- ergebnisse s. tnaug.-Diss. H. ][~LINKtlART, Univ. ~ainz 1956. sen Ii~t sich mittels spezifischer Reaktion nachweisen, so dab man beide Nucle/ns~uren getrennt bestimmen kann=, 41. AuSerdem kSnnen die beiden Nucleinsa~uren mit Hilfe des PhosphorgehMts bestimmt werden, wenn man sic vorher chemisch trennt. Da der PhosphorgehMt der Nucleinsiuren ungefahr 1/1 o ihres Molekulargewichts betrigt, liBt sich dann die DNS hzw. I%NS berechnen. Die Nucleinsiuren haben bei spektroskopiseher Untersuchung eine besonders hohe Absorp- tion im UV, welehe dureh den Gehalt an absorhierenden Pyrimidi~ringen bedingt ist. Diese Absorption ist so hoeh, dag mittels Messnng in der ZeIle Konzentrationen his zu 1% in 1/~ dicken Schichten gemessen werden kSnnen. Diese Be- stimmungsmethode wurde Yon CASP:EI%SON 10 ausgearbeitet. Mittels dieser Nachweismethoden untersuchte man den Nucleinsguregehalt an zahlreichen tierischen und menschl ichen Geweben, sowohl im Gesamtgewebe als auch in den einzelnen Zellfraktionen. Es zeigte sich, da~ die DNS nut im Zel lkern lokal is iert ist, wahrend dis RNS in unterschiedl icher Konzentrat ion im Zellkern, Mitochondrien, Mikrosomen und Cyto- p lasma zu f inden ist21,s4, 3s. Der DNS-Geha l t im ZelIkern ist far jede Species und jedes Organ konstant . 87*
  • 1252 G. STARK und H. J~LINKt[ART: Nucleins&uren und Wachs~um der Placent~ Klinische Wochenschrift MIUSKy12, a2, tier den DNS-GehMt yon den Everte- braten bis zu deu Vertebraten untersuchte, kam zu folgenden Ergebnissen. Bei den Evertebraten hatten die am wenigsten entwiekelten Tiere aueh den nied- rigsten DNS-GehMt. Bei den Vertebraten dagegen war eher das Gegenteil der I~all. So fanden sich in der Ent- wicklungsreihe der Tiere folgende Werte (angegeben × 10 -6 je Zellkern): Lungenfische ----10032, Amphi- bien = 1512, l%eptilien = 5,0, VSgel = 2,31~, 4a, S/~uge- tiere ~ 6,4~, aa. Da die DNS ein konstanter Bestand- tell der Chromosomen ist, finder man bei Vortiegen eines nur hMben Chromosomensatzes, z. B. den Sper- matozoen - - such nut die tt/ilfte des DNS-GehMtes der Zellen mit diploiden Chromosomensatz 4,e9. Fiir die Eizelle trifft dies jedoch nicht zu, da hier ein weit- aus grSgerer Gehalt gefunden wurde ~s (angegeben in 7 X 10 -~ je Zellkern = 30--200--1000). Wie schon erw/ihnt, ist je Zellkern der DNS-Gehalt konstant. Man hat versucht, diesen experimentell durch Ver- /inderung £uBerer Bedingungen zu beeinflussen. Je- doch konnten keine Ver/~nderungen erzielt werden dureh proteinfreie Kost ~, Fasten ~,~, Behandlung mit Oestrogenen und Androgenen s~ bzw. Schitddr/isen- hormon ~1. Nur im Gewebe yon Tumoren, spontanen oder dutch Transplantation bzw. mit Gaben yon eancerogenen Substanzen erzeugt ~, some kurze Zeit nach einer partiellen tIepatektomie a~ land man erhShte DNS-Werte im Zellkern. Das Ansteigen des DNS- Gehaltes bei den eben genannten Geweben wird aut die zahlreichen Mitosen zurfickgefiihrt. Vor der Mitose kommt es zu einer Verdoppelung der DNS. Wiirde die Mitose in allen Zellen zur gleichen Zeit einsetzen, so w/ire der DNS-GehMt doppelt so hoch wie im normalen Gewebe. Da dies jedoch nicht der Fall ist, bekommt man einen Durchschnittswer~, der zwischen der nor- malen und der mitotischen Zelle liegt. So ist es auch verstgndlich, dag Gewebe mit polyploiden Kernen, wie z.B. die Rattenleber ~,~ einen hSheren Weft haben. Die Konzentration der RNS im Zellkern ist vom jeweiligen Organ und dessen Funktion abh/ingig und ist etwa gleich der der DNS bzw. wesentlich weniger (1/a--~/~0) ~a, ~% ~a, ~. Auf die Beziehungen zwisehen Nueleins/~uren und Proteinstoffwechsel ist besonders yon CAs~uso~ und IvIitarbeiter, sowie anderen Autoren hingewiesen wor- den ~°, ee. Mit seiner Methode gelang es ibm im Riesen- ehromosom yon Insekten NucMns~uren und Eiweig- sto~fe zu lokMisieren und die Ver/inderungen der Zu- sammensetzung w/~hrend der verschiedenen Teilungs- phasen der Zelle und Zellverb/inde zu beobachten. Die Autoren sind der Auffassung, dag der Zellkern ein wiehtiges Zentrum der Eiweigsynthese ist und dab die Gegenwart der Nueleins/iuren dazu notwendig ist. Diese sind offenbar dureh salzartige Bindungen an basische EiweiBkSrper angelagert. Sic iiben damit einen ordnenden EinfluB auf die neuzubildenden Peptidketten aus und dienen somit als Matrize bei der Neubildung der EiweiBe ~°. Als Syntheseort wird yon CASPEUSO~ ~° der Zellkern angenommen, der so- wohl die Proteine mit der DNS ffir die Chromosomen bildet, als auch im Nucleolus, der reich an I~NS ist, die Proteine f/ir das Cytoplasma, und zwar werden sic vom Nucleolus an dieses abgegeben. Gu~rx ~1, der mit HilIe yon pa~ die I~NS im Nucleolus bestimmt, kommt zu den gMchen Ergeb- nissen. BuAC~T v und Mitarbeiter, die sich ebenfalls mit der Lokalisierung der Proteinsynthese in der Zelle be- fagt haben, kommen auf Grund ihrer Ergebnisse zu dem SehluB, dab die Granula des Cytoplasma - - Mito- ehondrien und Mikrosomen - - bei der Synthese der Cytoplasmaproteine beteiligt sind. HAv~owrrz ~2 teilt den ProzeB der Proteinsynthese in zwei Reaktions- stufen ein: 1. Bildung yon Peptiden aus den einzelnen Aminos//uren in den Mitochondrien und Mikrosomen und 2. Aufbau der Peptide in ein dreidimensionales Proteinmolekfil im Nueleolus des Zellkerns. ~Vir haben uns in dieser Arbeit der Placenta zu- gewandt, da sic uns Ms schnellwachsendes Gewebe aus den oben angeffihrten Griinden fiir Untersuehungen des Waehstums und des Proteinstoffwechsels besonders geeignet erschien und da es das menschliche Gewebe ist, das uns stats in ausreichendem MaBe frisch fiir die ben6tigten grogen Ausgangsmengen zur Verftigung steht. Ffir uns war es dabei yon Bedeutung neben dem Nucleins/iuregehMt in der Placenta auch die anderen organischen P-Verbindungen: Lipoid-P, Protein-P, s/iurelSsliehen P - - sowie den Protein-N wii.hrend des ~Vachstums der Placenta zu untersuchen. Methodik und Material Zur Untersuchung kamen 44 frisehe Placenten aller Schwangerschaftsmonate, die bei der Geburt, Frfih- geburt bzw. Interruptio gewonnen wurden, ttierunter befanden sich 4 Placenten yon verl/~ngerter Schwanger- schaftsdauer, bei denen die Neugeborenen die yon RuN(~E angegebenen l~bertragungszeichen zeigten und eine Placenta yon einer Patientin mit einer schweren Gestose, die mehrere eklamptische Anf/ille gehabt hatte. Nach oberflgehlieher Reinigung yon anhaftendem Blur wurde das Gewebe durchkiihlt und durch die Nabelschnurgefgge mit 10%iger l%ohrzuckerlSsung weitgehend blutfrei gespiilt. Danach wurde das Ge- webe yon den Eihguten unter Zuriicklassung der Ge- fgge abgetrennt und in einem Tuch ausgedrtickt. Von dem Gewebe wurde eine bestimmte Menge entnom- men, mit dem Multimix zerkleinert und in Aqua dest. suspendiert. Diese Gewebsaufschwemmung ergab : Gesamt-1 (G1). Der Rest des Gewebes ~urde mit zwei Teilen einer 30%igen Rohrzucker15sung versetzt, gTob zerkleinert und die einzelnen Zetlfraktionen naeh der yon LAN(~ und SIEBEUT a angegebenen Methode auf- gearbeitet, d.h. schonende Zerkleinerung der Zellen bzw. Zellverbgnde mit Hilfe der sog. Zellkernmfih]e und anschlieBendes Auszentrifugieren bei unterschied- licher Beschleunigung. Wir erhielten folgende Frak- tionen: 1. Gesamt-2 (G2) (Suspension Mler Zellfrak- tionen vor der Trennung, ohne Bindegewebe und ohne Gefgl3e) (s. Abb. 1), 2. Zellkerne, 3. Mitochondrien, 4. Cytopl&sma und Mikrosomen. Die Kontrolle der Reinheit der Zellfraktionen geschah mit Hilfe eines gefgrbten Zellausstriches unter dem l~Iikroskop. Die Kerne waren sauber und unbeschgdigt, wie man an dem intakten Nucleo]us sehen kann (Abb. 2 und 3). Alle Arbeiten wurden bei +4 ° C durchgefiihrt. Anschliel3end wurden alle Fraktionen nach der yon SOI{N~IDnU 3s angegebenen Methode aufgearbeitet. Hierbei erhglt man folgende vier Fraktionen: 1. sgure- 15slichen-P, 2. Lipoid-P, 3. Nucleinsgure-P, 4. ,,Rest- protein"-P. Die 3. :Fraktion teilten wit in zwei gleiche Teile und benutzten den einen ffir die P-Bestimmung,
  • :rg. 34, ttef~ 45/46 G. S~K und H. KL~NK~iRT: Nucle insauren und W~chstum der P lacenta 1253 1. Dezember 1956 w~hrend wir in der anderen H~ilfte db DNS naeh der yon STUS~]~F ~ angegebenen 5iethode bestimmten. Von jeder Fraktion wurde der Gesamtstiekstoff (N) mit Hilfe des iV[ikro-Kjeldahl-Verlahrens und der P-Ge- halt nach LO~3~NN und J E~n~SS]:K ~0 bestimmt. Die I~NS erreehneten wir, indem wir den Nueleins/~ure-P- Gehalt mit 10 mu]tiplizierten und davon den ge- messenen DNS-Wert abzogen. Zur Berechnung des DNS- Gehalts j e Zellkern wurde eine gquivalente Menge der Kernsuspension in einer Blutk&~perchenz/ihl- kammer ausgezahlt und zur DNS-Konzentration der Zellkernsuspension in Beziehung gesetzt. Aus diesem DNS-Wert je Ze]lkern ]ieB sieh die Zahl der Zel]kerne und damit die Ze]lzaht je 1 g Gesamtgewebe (G1) be- reehnen. Wir erhielten so die Werte je 1 g Gesamtgewebe, sowie je Ze]le, je Zellkern und je Cytoplasma -~ Mito- ehondrien ~ 5Iikrosomen. A]le ~Verte And angegeben mit der mittleren quadratisehen Abweichung (stan- dard deviation) 4- entspreehend =: ~M. Die als signi- fikant bezeiehnete Differenz zweier Mittelwerte ist gegeben, wenn p = < 0,05 ist entsprechend = 2 ~M. In den Tabellen sind die Unterschiede der sehri~g ge- druckten Mittelwerte in den jeweiligen Sehwanger- schaltsmonaten signifikant. Ergebnisse Tabelle 1 gibt GrSge und Gewicht von Fet und P]acenta der untersuehten F~lle wieder. T~belle i . Gr6[3e und Gewichg von Fet 2¢J[ens I I - - I I I [ I I÷ IV V + VI VII VIII IX X . . . . . . Uber t ragung . . . Ek lamps ie . . . . F~lle suchi '~n F ~ille L~inge em 4 5 4 13 2 27 5 35 6 42 4 47 9 50 52 48 und Placenta der unter- Fet Placenta 1 Gewieht I g g 24 35 65 1390 265 1880 335 2410 350 3060 520 3620 535 2810 380 Die Konzentration des N, des Gesamt-P, der DNS und RNS sowie der nach SC~'EID]~R 3s erhaltenen P-Fraktionen in den einzelnen Strukturelementen der Zelle und deren prozentuale Verteilung zeigt die Ta- belle2. Genaue Bilanzen wurden an 5 Plaeenten durehgefiihrt. ~Teitere Daten erhielten wir bei der Aufarbeitung yon neun weiteren Placenten (Mens X), bei denen jedoch nur Gesamtgewebe und Zellkerne untersucht wurden. Diese dienten vorwiegend zur K]/hnmg der Frage, wie ist das Verhalten dieser Ver- bindungen im Verlaufe tier Sehwangerschaft. Der Stiekstoff (N), der hier vorwiegend als Protein- N vorliegt, findet sieh zum grSBten Tell (71,4%) in der Fraktion Cytoplasma + Mikrosomen, der Rest verteilt sieh zu etwa gleichen Teilen auf die Mito- ehondrien (16,6%) und den Ze]]kern (11,9%). Die Werte, die man in anderen Organen, racist Laborato- riumstieren bekam, waren /ihnlieh: Cytoplasma = 42--70,4 % 1,34,3~, Mitochondrien = 10,6--26,9 % 1,~, Zellkerne --~ 13,3--26 % i, ~, a~. Abb. 1. Ausstrich vom Gesamthomogena~. Zellkerne mit Cytoplasma vermischt O O Q @ S O Abb. 2. l%eine Zellkerne m~ ~ O O @ e ° Q O U ~ ~ @ r Abb. 3. Zellkerne mit intaktem Nucleolus Eine etwa gleiehe Verteilung finden wir ffir den Gesamt-P. Zellkerne : 13,5 %, Mitoehondrien 13,3 %, Cytoplasma @ Mikrosomen 66,6%. Aueh diese YVerte unterseheiden sich nieht wesentlieh yon den in der
  • 1254 G. STA~K und H. KL~STKKAt~:: NucleinsSuren und Wachs~um der Placenta Ktinische Wochenschrif~ Literatur angegebenen 34. Von den untersuehten bio- togisehen P-Verbindungen war bemerkenswert, dab 63 % des ira Zellkern gefundenen Gesamt-P dutch die Nueleinsauren bedingt sind. Itiervon entfallen 55,9 % aUf die DNS und nut 7,9 % ant die I~NS. Es sei jedoch schon bemerkt, dab die Verhaltnisse sieh nur auf die Plaeenten Mens X beziehen. In der Frfihgraviditat sind die Relationen wesentlieh anders, denn hier ist die Konzentration der RNS um das Mehrfache erhSht. Damit n/ihern sieh dann die I~NS-Werte im Zellkern denen, wie sic in der Leber gefunden wurden (13 bis 28 %) 34,s5. Offenbar sind aueh die Konzentrationen der anderen P-Fraktionen im Zellkern in verschiedenen Organen reeht untersehiedlich, wie Untersuehungen an Zellkernen yon Sehweinenieren und Hiihnererythro- cyten zeigten 19,s9. Die DNS, die man im Gesamt- gewebe bestimmt, finder man zu 100% in der Zell- kernfraktion wieder. Cytoplasms + Mikrosomen und Mitoehondrien sind frei yon DNS. Dagegen ist die RNS hauptsach- lich im Cytoplasma+ Mikrosomen lokalisiert (70,5 % ), nur ganz geringe Mengen im Zellkern (4,7 %) und der t~est in den Mitoehondrien (i7,4%). - - Auffallig ist bei den Mitoehondrien der hohe Lipoid-P-Gehalt, der fast die ttalfte (49 %) yon dem in den Mitochondrien gefundenen P ausmaeht. Den I-Iauptteil des saure- 15sliehen P, der Fraktion, .die hauptsaehtlieh aus Nucleotiden und den P-Estern des KH-Stoffweehsels besteht, finden wit in der Cytoplasmafraktion (55,5 % ). Fiir die M/iuseleber gibt B~cu~ s eine ahnliche Verteilung der P-Fraktionen an. In den naehsten Tabellen geben wir die Dureh- sclmittswerte ~deder, die wit far N,P-Fraktionen, DNS und RNS in den jeweiligen Sehwangerschafts- monaten erhalten haben und zwar je 1 g Gesamt- gewebe, je Zelle, je Zellkern und je Cytoplasms ~- Mi- krosomen-~-Mitoehondrien. Zur Bereehnung des vorliegenden Sehwangersehaftsmonats diente uns die Lange des Feten. Werte ]e Gesamtgewebe Der N-Gehalt, vorwiegend als Protein-N anzu- sehen, betrug am Ende der Graviditat 23,2 mg. In der Friihsehwangersehaft belief er sieh auf nur 18,8 rag. BRODY s fund im Vergleich in der Placenta 16,0 und 9,6 rag. Die in der Literatur angegebenen Werte sehwanken zwisehen 25,8--30,1 mg 34,~5. Ein ahnliches Verhalten zeigt der Gesamt-P, der yon 1,3 mg in der Schwangerschaft ant 1,8 mg ansteigt. Dem Protein-N fast. parallel verlauft die RNS-Kon- zentration. In den friihen Stadien der Sehwanger- sehaft ist die I~NS geringer (2,0 mg) als am Ende der Graviditat (2,9 rag). Analog hierzu verhielt sieh der Nncleinsaure-P yon (0,3 ant 0,5 mg). Die bei der Le- ber und Milz erhaltenen Werte mit radioaktivem Pa~ waren ffir den Nueleinsaure-P: 0,25--0,41 mg und fiir den ,,Restprotein"-P: 0,16--4),52 mg Frisehgewieht is. Bei der RIgS wurden in anderen Organen z. T. reeht untersehiedliehe Werte gefunden (0,6--17,9 mg/g Frisehgewieht ) 85, 37. Die DNS; die im Anfang der Graviditat nur 1,8 mg betragt, weist besonders zwisehen dem 7. und 9. Monat eine deutliehe ErhShung auf (3,1 rag). Bei der Geburt (mens X) betrugen die Werte 2,2 mg und entspreehen dam it den Werten, wie sie such in der Milz und Leber yon Mausen gefunden wurden 35. Fiir andere Organe wurden ifiedrigere, z.T. abet such betrachtlich h5here Werte gefundenY. Die Konzentrationskurve der DNS stimmt mit der unsrigen fiberein, ebenso wie die Werte der DNS je Zellkern s. B~oDÂ¥ s fand bei seinen Untersuehungen mit zu- nehmender Entwicklung der Placenta einen Abfall der I~NS. Es ware hier zu diskutieren, inwieweit die versehiedene Aufarbeitung des Gewebes in die ein- zelnen Fraktionen einen Untersehied bedingt. B~oDÂ¥ hat die von Dovsc~ Is angegebene Methode mit Ci- tronensanre benutzt, die nach Angabe mehrerer Autoren ~,ls gegeniiber anderen Methodenversehiedene ~Verte ergibt. AuBerdem ist ein Vergleich zwischen Trockengewicht und Frisehgewicht nur bedingt mSg- lich. Die Veranderungen der anderen P-Fraktionen - - 1, 2 und 4 - - , die etwa 3/4 des Gesamt-P ansmachen, sind unauffallig, so dab wir hier nicht welter auf sie eingehen. Sic liegen je Gramm Gesamtgewebe in der GrSBen- ordnung, wie man sic aueh in der M£useleber land es. Das Verhalten der DNS stimmt mit den Angaben yon BLOODY s fiberein. Sie zeigt w/~hrend des 6. bis 9. ~Ionats ein dentliches Ansteigen, die bei 5lens X wieder etwas absinkt. Diese Schwankungen des DNS- Gehalts je 1 g Frischgewebe stehen in direkter Pro- portion zu der Kern- bzw. Zellzahl in den Placenten verschiedenen Alters. Das Verhaltnis I~NS/DNS nimmt kontinuierlich wahrend der Entwicklung ab (auBer)~[ens X). Andere Autoren, die Placenten yon Mensch und Tier untersuehten, fanden ein gleieh- sinniges VerhaltenS, 1~. Werte ]e Zetle Bemerkenswert ist hier die Konstanz der DNS, die nur ganz geringe Schwankungen zeigt und mit 6,4 bis 6,6 y X 10 .6 in der GrSBenordnung der ~Verte liege, die in den Organen der Saugetiere gefunden wurden und such yon BRol)Y s ffir die Placenta angegeben wurden. Nur bei den Fallen der (~bertragung kommt es wie bei der Eklampsie zu einer deut]ichen ErhShung der Werte auf 7,5 y bzw. 8,4 y x 10 -8. Der Protein-N steigt in den ersten 5 Monaten leicht an (yon 58 auf 72 y × 10-8), um zwisehen dem 7.--9. Monat einen deutliehen Abfall bis auf 48 y x 10 .8 aufzuweisen. Im 10. Monat wurden die Ausgangswerte mit 66 y X 10 .8 wieder erreieht. Wieder fast parallel dem Pro- tein-N verlaufen die Werte der RNS. Sic erreichen ebenfalls zwischen dem 6. und 9. Monat ihren Tiefst- punkt (yon 6,8 auf 4,6 y × 10-8), am Ende der Gra- vidit/~t den H6hepunkt (8,5 7 × 10-6). Der Zellver- mehrung geht offenbar erst im 6.--9. Monat eine Bereitstellung der t~NS und des Protein-N in der Zelle voraus, ein Befund, den man bei der Vermehrung yon Zellkulturen her kennt 1~. Bei den Ubertra- gungen und der Eklampsie kommt es zu einem rapiden Absinken der Werte bis auf 1,2 y × 10 -6. Werte ]e Zellkern Da die DIgS in der Zelle nur im Zellkern in den Chromosomen lokalisiert ist (s. Tabelle 1), beziehen sieh die bei den Werten je Zelle gemachten Aus- ffihrungen entspreehend bier nur auf den Zellkern. Interessant ist das Verhalten der RIGS, die sich im Nucleo]us befindet. Wir haben schon bei der Tabelle 1 darauf hingewiesen, da2 sich das Verhaltnis RNS : DNS
  • Jg. 34, Heft 45/46 G. STARK und H. KLINKHART: Nucleins~uren und Wachstum der Placenta 1255 1. Dezember 1956 Tabelle 2. Verteilung yon N-, P.Fra]ctionen, DNS und RNS in der Placentazelle (Mens X) Fraktion, ~fenge in cm ~ Gesamt (G2) 25O Kerne 25,5 Mitochondrien 24,5 Oytoplasma @ Mikrosomen 991 Stickstoff (N) mg in mg/cm a Gesamt OI I l a 10516 379,0 1,771 45,I 2,553 62,5 0,266 263,6 100 11,9 I6,6 71,4 v/era ~ 158 203 214 25 3' irt Oesamt e rFts 39500 5176 5243 24775 Wieder - gefunden 371,2 Phosphor (P) 99,9 35194 % V/cm~ Nxtrakt* G = 158 1= 64 2= 33 **3= 46 4= 11 "W = 154 13,5 G =203 1= 26 2= 31 **3 = 130 4= 15 W = 202 13,3 G = 214 1= 35 2~ 105 * '3= 58 4= 15 W=213 66,6 G= 25 1----- 13 2= 3 * '3= 6 4= 1 W= 23 93,4 1O0 10O 40,4 20,6 29,4 7,2 97,6 i 100 112,7 15,4 63,8 7,5 99,4 100 16,4 49,0 27,1 7,2 99,7 100 55,5 11,2 24,8 3,2 94,7 DNS V in Gesamt e I I l 3 29030 29030 0 % 100 7,2 100 55.9 100 29030 7 in Gesamt o I I l a 87100 4093 15155 61405 80653 * G = Gesamt~P; 1 = sEnrelSslicher P; 2 = Lipoid-P; 3 = lgucleinsi~ure-P; 4 = ,,tl~s~protein"-P; W = Wiedergefunden. ** Verteitung yon DNS and RNS in Prozent in der Nucleinsi4urefraktion. RNS % F 11oo ! i 22,2 4,7 7,9 17,4 27,1 i 70,5 I 24,8 t l 92,6 in der Schwangerschaft deutl ich verschiebt. Das gilt besonders ftir das Verhalten im Zellkern. Es n immt kont inuier l ieh ab. Die RNS, die im Zel lkern zu An- fang der Gravidit/~t in der gleiehen Konzentrat ion vor- l iegt wie die DNS, hat am Ende der Schwangerschaft nur noeh 1/~ dieser Konzentrat ion. Para lM zur RNS lguft die Konzentrat ion des Protein-N. Sie weist eine gleichm/igige Abnahme yon 54 auf 15,9 ~ × 10 -6 auf. In Leber, Thymus, Spermien yon Tieren fand man Werte yon 14- -20 ,87 × 10 -6 29 __ Die anderen P- Verbindungen zeigen alle fal lende Tendenz, nnd zwar betr/~gt die Abnahme etwa die H/flfte der Konzen- t rat ion wie zu Beginn der Sehwangersehaft (s/iure- 15sliches-P, Nucleinsgure-P und , ,Restp iote in"-P) , beim L ipo id-P auf etwa 1/4 (yon 0,67 auf 0,18 y × 10-6). Die Werte ffir L ipo id-P im Zel lkern werden in der Literatur. mit 0,19--0,70 y × 10 -s ftir normales Ge- webe nnd mi t 2,14--10,3 y × 10 -6 fl it Tumoren an- gegeben 2a. Werte ]e Cytoplasma ~ Mikrosomen -~ Mitochondrien Entsprechcnd der Tabe]le 1 f inden wit im Cyto- plasma, den )/[ikrosomen und Mitochondrien keine DNS mehr, sondern nur noch I~NS. Bei Benrte i lung der Befunde scheint es so, dab sich die Werte al]er nntersuchten P-Frakt ionen, sowie des Prote in -N zu denen des Zellkerns umgekehrt proport ional ver- halten. Die im Anfang der Schwangerschaft ernied- r igten Werte nehmen mit fortschreitendem Waehs- tam der P lacenta kontinuier l ieh zu: Prote in-N yon 6 anf 50)~ × 10 -6, RNS yon 0,4 auf 7,6), × 10 -6. Diskussion Aus obengenannten Gr/ inden interessieren uns be- sonders die Vergnderungen der RNS, DNS und des Prote in-N w/ihrend des Wachstums der Placenta. Wi t haben deshalb die Werte dieser drei Verbindungen zur besseren Ubersicht zusammengefaBt and ihr Ver- hal ten w/ihrend der Schwangerschaft in zwei Ab- bi ldnngen graphisch dargestel lt . In Abb. 4 kommt dentl ich die DNS-ErhShung im Gesamtgewebe je 1 g Fr ischgewebe vom 6.- -9. Monat zum Ausdruck. Da jedoch der DNS-Wert je Zelle zu diesem Zei tpunkt gleich bleibt, resu]t iert hieraus, dab es zu einer Ver- mehrung der Zellzahl kommt, wie auch ans der Kurve der Zellzahl zu entnehmen ist, die dem DNS-Geha l t in etwa paral lel 1/iuft. Diese Zel lvermehrnng je 1 g Fr ischgewebe dfirfte abet mit einer Verkleinerung des Zet]volumens einhergehen. Da die RNS und der Prote in-N im Gesamtgewebe zu der Zeit der Zell- vermehrung keine wesentl ichen Ver/ inderungen durch- machen, kommt es je Zelle zu einem Absinken dicser Verbindungen. Offenbar werden I~NS nnd Prote in-N erst in der Zelle in znnehmendem ~Ial3e w/ihrend der Irfihen Schwangerschaftsmonate gebi ldet und bereit- gestellt, bis dann im 6.- -9. Monat eine [email protected] Ze]l- vermehrung einsetzt. Der ]etzte Monat der Schwanger- schaft ist dann wieder dutch eine starke Zunahme yon Prote in-N und RNS in der Zelle charakter is iert . MSglicherweise ist die ErhShung der DNS dutch hormonale Faktoren bedingt, da man in der Schw~n- ~erscha~t auch in der Leber, l~ lz , Nitre, D i inndarm 2~ und Mamma 25 eine Zunahme der DNS beobachtet hat.
  • 1256 G. STARK und H. KLINKHART : Nucleinsauren und Wachstum der Placenta Klinische Wochenschrift Tabelle 3. Mittelwerte ]e I g Gesamtgewebe (G~) in y I I I---I I I 111+ 1V V+VI VII VII I IX X Obertragung Eklampsie . 18340-~2780 18886~3150 25284±2280 23864~2000 22797~2820 26523±3020 23212±1570 23562~ 850 27468 i1371~206 1397:~146 1347~262 1588--132 19164-351 i1616~ 75 i1833~381 1575=t=140 1620 13,8 434~187 13,9 410:~143 19,0 357 4-173 15,1 459 4-136 12,217124-292 16,5 461 4-128 13,1 691 4- 285 15,1 495 ~ 155 16,7 450 ', 418 ± !3704- I 396 4- 419 ± 468 4- 436 I 409 425 ± 401 3 38 393~ 116 44 413:~ 91 76 4344- 63 108 551 4- 33 98 5394-110 144 540 4-184 1.44 523 4- 91 130 504± 56 594 I I 4 DNS !120+52 1889±148 i 176 4- 84 2015 ± 102 ] 138±17 2289+156 1464-36 3067~: 80 ~ 154~40 3166 ~250 164~ 42 3078 ~473 1524-38 22524-196 139 4- 16 2743 ~ 225 148 5184 RNS i Zellzahl ~NS ,i DNS i x i 0 ~ 2043~124 1,12 i317:j:35 21174- 87 1,06 !309~=25 2046± 49 0,90 347 4- 24 24414-155 0,77 460:~33 22214- 86 0,69 4764-52 2322 4-139 0,70 480 4- 60 2978 ± 484 1,30 I 351 -j= 34 2297 -4- 452 [ 0,80 364 ~ 26 756 10,15 , 617 Tabelle 4. Mittelwerte je Zelle in y X 10 -s ~ens 11- -111 11I + IV V+V1 VII VII1 IX X 58,3 ~ 10,2 61,4~ 7,6 72,8 ~ 4,5 51,84- 0 48,4 4- 4,2 55,9~ 5,8 66,6 :~: 7,8 P 4,4o ± 1,o5 4,53 ~: 0,88 3,87 ~ 0,10 3,47 :~0,40 4,08 ~ 0,95 3,384-0 5,23 4- 1,10 Ubertragung 65,3 ~: 6,6 Eklampsie . 44,5 P = Gesamt-P; 1 = siiurelbslicher-P; 4,37 ~ 0,61 2,63 ~NIP 13,8 13,9 19,0 15,1 12,1 16,5 13,1 15,1 16,7 1 1,41 4- 0,68 1,32 4- 0,41 1,01 ~ 0,42 1,01 4- 0,25 1,53 ± 0,76 1,00 4- 0,38 1,96 ~ 0,80 1,38 :~ 0,53 0,73 2 3 i 4 I 1,334-0,22 1,28±0,50 0,37 ~0,13 1,20±0,19 1,34~:0,29 0,56 ~ 0,26 1,14±0,10 1,24±0,07 0,40 ~ 0,02 0,92 4- 0,27 1,20 :i: 0,22 0,32 ~ 0,04 1,00 4- 0,25 :~ 1,13 :k0,14 0,33 ~ 0,09 0,93 ~0,19 1,10±0,25 0,35 ~ 0,09 1,26~0,19 1,50~0,26 0,43 7~ 0,11 1,17 ~:0,10 1,38 ~0,07 0,39=[=0,06 0,65 0,96 0,24 DNS 6,00 ~0,40 6,56 4- 0,47 6,60 ± 0 6,66 ~: 0,32 6,66 ± 0,26 • 6,42 4- 0,20 6,~3 4- o,24 7,50 4- 0,31 8,40 ttNS i i 6,804-4,8 6,90 ~ 2,9 5,85 ~: 1,3 5,33 4- 0,9 4,62 4-1,5 I 4,67 4- 2,5 i 8,55 ± 2,5 6,31 4-0,9 1,20 RNS , DNS 1,12 1,06 0,90 1o,77 0,69 0,70 1,30 0,80 0,15 = Lipoid-P; 3 = Nucleinsiiure-P; 4 = ,,Restprotein"-P. Schr~gdruck = nifferenz der Mittelwerte signifikant. Tabelle 5. Mittelwerte ]e Zellkern in y x 10 -~ N 11--111 11I + IV V+ Vl VII VI I I 1X X Obertragung Eklampsie . P 35,9 ~ 8,1 54,6 4-12,0 32,7 ~ 0 35,3 4- 15,2 21,5 ~ 10,3 19,8 :j: 10,7 15,9 4- 5,3 20,1 =t= 3,2 16,7 ~ens 2,45 :~:0 2,17±0,52 2,12 ± 0,63 1,81 4- 0,26 1,57 ~ 0,33 t 1,47 4- 0,09 1,22:J:0,20 1,81 ~ 0,25 1,31 ~I:P 15,3 25,8 17,7 19,2 13,6 13,3 12,7 11,1 12,7 0,24 :h_ 0,10 0,26 ± 0,06 0,31 4- 0,12 0,18 4- 0,04 0,2O ~ 0,05 0,09 ± 0,03 0,12 4- 0,05 0,13 ± 0,02 0,04 [ 2 0,67 i 0,27 0,43 ~ 0,07 0,40 :J: 0,15 0,33 ~ 0 0,28 i 0,13 0,26 ~ 0,04 , 0,18 :j: 0,05 0,35 :j: 0,09 0,20 1,24 ~= 0,22 1,25 -j= 0,01 1,06:.[=0 1,04 4- 0,12 0,92 4- 0,06 0,86~0,11 0,73 ~= 0,04 1,13:h0,13 0,93 I 4 0,36 ~: 0,06 0,27 ~ 0,09 0,33 :~: 0,22 0,22 4- 0,04 0,18 ± 0,06 0,22 ~ 0,03 0,16 ~ 0,07 0,23 :~ 0,02 0,14 D:NS L 6,00 :~ 0,40 6,56 =L 0,47 6,60::=0 6,66 4- 0,32 6,66 4- 0,26 6,42 4-0,20 6,43 ~ 0,24 7,50 ± 0,'31 8,40 Tabelle 6. Mittdwerte yon Cytoplasma + Mikrosomen + Mitochondrieu in y X 10 -6 Mens ! RNS 6,gO ~= 1,9 5,90 i 1,2 4,00 =[= 0 3,754- 1,1 2,59 :j=0,9 2,21 4- 0,5 0,94 ± 0,2 3,80 ~ 1,6 0,85 RNS DNS 1,07 0,90 0,60 0,55 0,39 0,34 0,15 0,50 0,10 I I I I I HI + IV V+V1 VII VI I I 1X X ~'bertragung Eldampsie . P = Gesamt-P; 4 ] DNS I ~NS P 1 2 3 i r '! 22,4:j::13,2 1,954-0,74 I 1,18:j:0,58 0,664-0,20 [ 0,04:[:0 0,014-0 0 0,404-0,1 I 6,84- 2,8 2,374-0,39 1,074-0,41 0,77~_0,12 ! 0,10~0,07 0,29~0,02 0 1,004-0,8 i 42,9q- 2,4 1,754-0,10 0,70:4:: 0,15 0,75 ~0,01 0,184-0,09 0,074-0 0 1,844-0,9 16,54-15,1 1,66~0,12 0,84~0,21 0,59~0,25 0,164-4-0,09 0,094-0,04 0 , 1,58~0,9 26,9± 8,0 2,51=[:0,77 1,34~0,62 0,72:E0,20 0,21±0,15 0,15-4-0,09 0 ] 2,064-1,6 36,14- 5,6 1,91 ~ 0,27 0,91 :~: 0,34 0,67 :J: 0,16 0,244-0,07 0,134-0,06 0 2,504-1,1 i 50,24- 5,7 4,094-0,86 1,844-0,74 1,08:J:0,18 0,774-0,23 0,26:[:0,09 0 7,65~2,3 45,2± 7,2 2,56 ~ 0,86 1,253=0,54 0,83 ~ 0,19 0,25 :j: 0,16 G16 :L0,03 2,51±1,8 27,8 1,32 0,69 0,45 0,03 0,10 0,34 1 = siiurel~slicher P; 2 = Lipoid-P; 3 = ~ucleins/iure-P; 4 = ,,:Restprotein"-P. Schr~gdruck = Differenz der l~iittelwerte signifikant. Hierftir spr~chen auch Befunde yon BOl~ELL s, der nach Gaben von Oestrogenen, mehr noch naeh Pro- gesteron einen erhShten Umsatz der Nucleins~uren ge- funden hat. Naeh Untersuchungen am Endometr ium und den Vaginalzellen zu urteilen, w/~re die Beein- flussung durch Oestrogene grSSer als dureh das Progesteron 4~. Die gleiehzeitige Erh6hung der DNS- Konzentrat ion in tier Leber bei einem parabioti- schen Tier, bei dessen Partner eine Hepatektom~e durchgefiihrt wurde, li~f~t annehmen, dab vielleieht auch noch eine humorale Steuerung vorliegt. Um einen genauen Einblick in die Verh/~ltnisse der Pla- eentazeHe wghrend des Wachstums zu erhalten, wur- den die Werte flit den Zellkern einerseits und das Cytopla.sma + Mil~'osomen + 5fitoehondrien anderer- seits getrennt aufgezeichnet (s. Abb. 5). Hierbei zeigen die Werte der DNS im Zellkern praktisch keine Ver- /inderungen bis zum 10. Schwangersehaftsmonat. Sie liegen konstant urn 6,5 y × 10-% und entsprechen damit den Werten, die man in den meisten Organen der S/~uge- tiere gefunden hat. Bemerkenswert dagegen sind die Verlaufskurven der RNS und des Protein-N, die beide parallel verlaufen. Beide Kurven haben im Zellkern and Cytoplasma ein genau entgegengesetztes Verbal- ten. Ist in den Friihstadien der Schwangerschaft ira Zellkern eine besonders hohe Konzentrat ion vorhan- den, so finden wir im Cytoplasma eine ganz geringe. Mit zunehmendem Waehstum versehieben sich die
  • Jg. 34, I-Ieft 45/46 G. STARK und IT. KLINKKART: Nucleh~s~uren und Wachstum der Placenta 1257 1. Dezember 1956 Relationen, so dag wir im 10. Sehwangerschaftsmonat ein genau umgekehrtes Bild haben. ])er Zellkern weist nut noeh geringe Mengen yon I~NS nnd Protein-N auf, das Cytoplasma dagegen eine stark erhShte Kon- zentration. Es erhebt sieh hier die Frage, bilden Mle Strukturelemente der Zelle zur gleiehen Zeit I~NS und Protein-N nur in untersehiedlieher GrSl3e, oder ist es der Zellkern Mlein mit dem Nueleolus, der vorwiegend diese Funktion ausiibt und die gebildeten Substanzen an das Cytoplasma abgibt. Untersuehungen mit radio- aktiv markierten Aminos/~uren haben ergeben, dag M!e Strnkturelemente der Zelle zur Kniipfung yon Peptidketten and damit wahrseheinlieh aueh zur Proteinsynthese bef/ihigt sind ~s. Bilanzversuehe zeigen allerdings, dab der Einbau der l~ad:ioaktivit£t in die RNS d- Ribonueleotide des Nueleolus um etwa eine Zehnerpotenz grSBer ist als in das Cytoplasma. Da die Aktivitgt der Mitochondrien and Mikrosomen noeh unter denen des Cytoplasmas liegt, wird ange- nommen, dat~ die RNS und Proteine des Cytoplasmas vorwiegend im Nueleolus gebildet nnd yon bier an das Cytoplasma abgegeben werden, yon wo aus sie in die Mikrosomen und Mitoehondrien aufgenommen werden ~1, ~. ~o. Auf Grand dieser Befunde glauben wit deshMb, dab sieh in der Plaeentazelle der gleiehe Mechanismus abspielt, d. h. die vorwiegend in den frtiheren Schwan- gerschaftsmonaten sieh in groger Konzentration im Zellkern - - im Nueleolus - - befindende t~NS and Protein-N werden im Laufe des Waehstums der Pla- centa an das Cytoplasma abgegeben, so dag es hier zu einer Zunahme dieser Verbindungen kommt. Die h6eh- sten Werte werden dann am Ende des 10. Sehwanger- sehaftsmonats erreieht. Reeht iiberraschend sind die Ver/~nderungen in den Placenten yon verl/~ngerter Schw~ngersehaftsdauer, bei denen Kinder mit den Zeiehen der Ubertragung geboren werden. Die starke Abnahme der RNS nnd des Protein-N je Gesamtgewebe, je Zelle und auch je Cytoplasma sowie aueh aller anderen untersuchten P-Fraktionen sprieht daftir, dab die Stoffweehsel- leistungen der Zelle zu diesem Zeitpnnkt stark herab- gesetzt sind. Noeh eindrucksvoller sind die Ergebnisse bei der Placenta, die yon einer Patientin stammt, bei der seit l~ngerer Zeit eine schwere Gestose mit mehre- ren eklamptisehen Anf/~]len bestanden hatte. AuBer dem Zellkern sind alle yon uns untersuehten Verbin- dungen auf ~/z--~/~ der Werte des 10. Sehwanger- sehaftsmonats vermindert. Etwa doppelt soviel wie wir bei den Ubertragungen sahen. W//hrend man als Ursaehe der niedrigeren Konzentrationen dieser Ver- bindungen sieher einen gestSrten Zellstoffweehsel auf Grund der vorliegenden Gestose annehmen kann, ist es etwas sehwJeriger, die ErhShung eines GroBteils dieser Verbindungen im Zellkern bei der ~)bertragung und der Eklampsie erkl/iren zu kSnnen. :Besonders auffallend ist hierbei die signifikante ErhShung des DNS-Gehaltes. Die geringe RNS und Protein-N-Er- hShung kann jedoeh nieht die oben besehriebenen Konzentrationsverminderungen kompensieren. Eine Zunahme des DNS-GehMts im Zellkern sieht man sonst nut bei sehnellwaehsenden Geweben, z. B. naeh der teilweisen tIepatektomie, Leuk/~mie der Milz, Aseitestumorzellen u.a. Hier finder man ebenfalls einen geringen Anstieg der !gNS und des Protein-N im Zellkern n, w/~hrend es bei Tumoren, die dutch eareinogene Substanzen erzeugt wurden, zu einem AbIM1 der RNS und des Protein-N in den Mitochon- drien and dem Cytoplasma n kam. Unsere Fallza, hl bei Ubertragungen ist noeh zu klein, um hieraus bindende Sehliisse ziehen zu k6nnen. Wit sind z. Z. dabei, diese Frage welter zu bearbeiten. 5O 7 ~o i i 70 pro ll~ ~es ~:~/- I I pro Zvlle 0 5OO xTO ~ ........, YOg "~ ~00 I00 l t I V eNs-k...( / -V I ,", ' i i H i~ IV V )71 I~LY X Umen3 kbb. 4. Protein-N, DNS und RX~-S in der Placenta je i g Gesam~gewebe and je Zelle w~ihrend der Graviditiit I t Ppote/n-M 7vv Ze;A'ern ~! 80 - - . . . . . . . / [ 60 "x ' /% ~zo ' ', ~ , / 0 i L 80 @tapl~sma" + I I M/tockondl,17 n+Ni'Imo~omen , 6O ! ,I~ l fO . . H u~~ V FI gffF~f2r X {linens Abb. 5. Verteilung des Protein-N, der DNS und tt3rS i~ der Placentazelle wghrend der Gravidit~ (in ? x 10 -6) Da es bei der Eklampsie zu einer verminderten Dureh- blutung der Placenta mit wahrseheinlieh herabgesetz- ter Sauerstoffversorgung des Gewebes kommtS, s3, nehmen wit als IIypothese zur Erkl/~rnng der erh6hten Werte im Zeltkern bei diesen F/illen - - Tumor, sehnelles Waehstum, l)bertragung, Eklampsie - - an, dab mSglieherweise bei allen die Ursaehe die gleiehe ist und zwar, dab es zu einer Zellseh/kligung gekom- men ist, die vielleicht dureh eine verminderte O2-Ver- sorgung hervorgerufen ist. Die gleichen ehemisehen
  • 1258 G. STA~K und I~I. KLII~KttART: Nucleinsguren und Waohstum der Placenta Klinische Wocheuschrif$ Ver/~ndernngen an den pr£cancerLsen Leberzellen, die man nach Ff i t terung yon caneerogenen Farbstoffen erh~lt, geben uns vielleicht fiir unsere Annahme der Zellschadigung eine Bestatigung n. Zus.ammenJassung. 44 frisehe Placenten Mler Sehwangerschaftsmonate wurden nach der yon LA~o und S~:~E~T angegebenen Methode in die einzelnen Zetlfraktionen - - Zel]kern, Mitochondrien, Cyto- plasma ~- Mikrosomen - - aufgearbeitet. - - Die prozen- tuale Verteilung ffir Gesamt-N und Gesamt-P war etwa gleich. Gesamthomogenat: t00%; Zellkern: 11,9 bzw. 13,5% ; Mitochondrien: 16,6 bzw. 13,3%; Cyto- plasma -k Mikrosomen: 71,4 bzw. 66,6 %. - - Das Ver- hiiltnis P :N war 1:13. - - Bei don nach SCHNEIDE~ aufgearbeiteten P-Frakt ionen war bemerkenswert der hohe Antei l des Nucleins/~ure-P im Zellkern (63,8%), die grol~e L ipoid-P-Konzentrat ion in den Mitochon~ drien (49%), wghrend der sgureI6sliche P haupts~ch- lich im Cytoplasma d- Mikros0men war (55,5 % ). Der ,,Restprotein"-P war in allen Zellfraktionen mit etwa 7% gleich. - - Die prozentuale Verteilung yon DNS und RNS in der Zelle (iY[ens X) war folgende. Gesamt- homogenat: 100%; Zellkern: DNS = 100%, RNS = 4,7%; Mitoehondrien: DNS =0%, ]gNS = 17,4%, Cytoplasma -}- l~krosomen: DNS = 0 %, I~NS = 70,5%. W/~hrend der Sehwangersehaft ~ndert sich die Verteilung der I~NS ganz erheblich. - - RNS und Protein-N nehmen im Gesamtgewebe w/~hrend der Gravidit/ it nur gering zu. Bei der DNS kommt es zwischen dem 7.--9. Monat zu einem deutl iehen An- stieg, verbunden mit einem deutl ichen Anstieg der Zellzahl. RNS und Protein-N nehmen zu dieser Zeit je Zelle stark ab. - - Der DNS-Gehalt je Zellkern ist mit etwa 6,5 y × 10 -~ bis zum 10. Schwangersehafts- monat konstant. D ie Konzentrat ion der 1%NS und des Protein-N im Zellkern, die zu Begirm der Gr~vi- ditgt die h6chsten Werte aufweisen, nehmen kon- t inuierl ich ab, bis im 10. Monat die niedrigsten Werte erreieht sind. Die Werte der RNS und des Protein-N in Cytoplasma d- Mikrosomen d- Mitochondrien sind denen des Zel]kerns umgekehrt proportional, d. h. mit fortschreitender Schwangersehaft steigen die Werte bis zum ] 0. Gravidit~tsraonat mit der hLchsten Kon- zentrat ion an. - - Die Befunde sprechen dafiir, dab im Nueleo]us des Zellkerns w/~hrend der Graviditi~t die Synthese der RNS und des Protein-N stattf indet, die dgnn an das Cytoplasma abgegeben werden. - - Bei der t Jbertragung und Eklampsie sind die Werte der I~NS, dos Protein-N, sowie aller untersuchten anderen P-Verbindungen - - auBer der DNS - - je Gesamtgewebe, je Zelle nnd je Cytoplasmg d-Mito- chondrien ~- Mikrosomen gegenfiber denen des zehn- ten Schwangerschaftsmonats auf ~/___l/s vermindert, wahrscheinlich auf Grund einer herabgesetzten Stoff- wechselleistung der Zelle zu diesem Zeitpunkt. - - Im Zellkern kommt es bei diesen F/~tlen zu einem signif ikanten Anstieg der DNS gnf 7,5 (Ubertragung) bzw. 8,4 y × 10 -s (Ek]ampsie) bei gleichzeitiger ge- ringer ErhLhung der lgNS und des Protein-N. Als Hypothese zur Erkl/ irung der erhLhten Werte im Zellkern wird eine gestLrte Zellfunktion angenommen, m6glicherweise bedingt durch eine verminderte 0 2- Versorgung. Wit danken der Deutschen l~orschungsgemeinschaft fiir die Unters~iitzung dieser Arbeit. Liter~tur. 1 ABOOD, L. G., R. W. GERARD, J. BA:~KS and It. D. TscI-n~GI: Amer. J. Physiol. 168, 728 (1952). - - ~ ALL- ~'I~EY, V., H. STE~, A. E. MmSKY and H. SAETRE~: J. Gen. Physiol. 35, 529 (1952). - - 8 BA~UM, C. P., and 1~. A. tIusEBY: Arch. of Bioehem. 19, 17 (1948). - - a BoIvI~, A., 1%. VE~DRE- LY et C. V~NDR~LX: C. r. Acad. Sci. Paris 226, 1061 (1948). - - 5 BORELL, U.: Aeta endocrinol. (Copenh.) 9, 141 (1952). - - 6 BOUWDIJK BASTIAAlqSE, i~. A. VAI~ U. J . L. ]~ASTBOO~I: Gynaeeologia (Basel) 127, 1 (1949). - - ~ BRACKET, J., et R. JEERER: Enzymologia (Den Hang) l l , 196 (1943--1945).- s BRODY, S.: Acta obstetr, scand. (Stockh.)32, Suppl. 6. - - Expel Cell. Res. 8, 702 (1952). - - Acta chem. seand. 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