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Lebenserwartung steigt in den Industrieländern weiter an

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  • Eine formelle Schulbildung wurde zur Einschreibung in diesem Universit~tskursnicht gefordert. Die Interessenten haben durch ihre Lebenserfahrungen und vormaligen Beschaftigungen genugende Qualifikationen erreichtum von dem Lehrgang profitieren zu kennen. Obwohl die Gruppe gewohnlich zusammen studiert, werden auch Klassen mit jungeren Universitatsstudenten besucht um nicht den Eindruck einer Alters- segregierung zu erwecken. (Quellen: Altenhilfe, November 1981; Rojin no fukushi to hoken, Februar 1982; Verstehen, Anknupfen, Entwickeln: Animatorische Bildungsarbeit mit sozial- und bildungsbenachteiligten alteren Menschen, Unterrichtsministerium, Bonn, 1981) Lebenserwartung steigt in den Industrielandern weiter an Mit e1n1gen Ausnahmen ist die Lebenerwartung bei Geburt in den Industrie- landern wahrend der vergangenen 60 Jahre weiter gestiegen doch es besteht ein Unterschied von acht bis zehn Jahren unter den Landern in dieser Gruppe mit den hochsten und niedrigsten Lebenserwartungn fur ihre Einwohner. Gegenwartig hat Island mit 79,2 Jahren die hochste Lebenserwartung fur Frauen, Jugoslawien mit 71 Jahren die niedrigste dieser Gruppe. Unter den Mannern hat Japan mit 73,5 Jahren die hochste Lebenserwartung wahrend die UdSSR mit 63 Jahren den niedrigesten Platz einnimmt (siehe Tabelle 3). Doch hat sich die Wachstumsrate als nicht gleichmassig erwiesen. Sie ist in einigen Landern 1m Jahrzehnt 1960-70 scharf zuruckgegangen, insbesondere bei Mannern wo sie in einigen Fallen, z.B. UdSSR sogar zuruckgegangen ist. (Die Lebenserwartung bei Mannern fiel um drei Jahre seit 1965 in der UdSSR.) Die Wachstumsrate beschleunigte sich jedoch wieder wahrend der 70iger Jahre in den meisten Industrielandern ausserhalb der UdSSR und den anderen osteuropaischen Landern. In Osteuropa halt das Absinken der Wachstumsrate weiter an. Worauf ist diese Entwicklung zuruckzufuhren? Grosstenteils ist die Erhehung der Lebenserwartung ein Resultat des dramatischen Absinkens von Sterbefallen durch Epidemien und Infektionskrankheiten. Das trifft besonders fur ~ie Zeit- periode bis 1960 zu. Bis zu diesem Zeitpunkt gelang es die Sterblichkeit durch gewisse Infektionskrankheiten und Epidemien praktisch zu beseitigen, doch begann die Sterblichkeit bei Mannern von Kreislaufkrankheiten und Krebs in die Hohe zu schnallen. (Die Frauensterblichkeit von diesen Krankheiten sind jedoch seit 1950 stetig abgesunken.) Das erklart das Absinken in der Wachstumsrate, das sich in den 60iger Jahren in vielen Industrielandern manifestierte. Die nicht durch Kreislauferkrankungen bedingten Sterbefalle fielen nicht so scharf als in den vorhergegangenen Jahren. 36
  • Tabe11e 3, Lebenserwartung bei Geburt in Europa, der UdSSR, Japan und den USA im 1etzten erha1t1ichen Berichtsjahr, (Nach der Lebenserwartung bei Frauen in absinkender Richtung geordnet,) Land und Zeitperiode Island (1975-76) Japan (1979) Nieder1ande (1979) Schweden (1979) Norwegen (1978-79) Schweiz (1978-79) Frankreich (1978) Vereinigte Staaten (1979) Danemark (1978-79) Finn1and (1978) Bundesrepub1ik Deutschland (1977-79) Osterreich (1979) England (1976-78) Ita1ien (1974-77) Spanien (1976) Griechen1and (1976) Be1gien (1976) Polen (1976) Ir1and (1976) DDR (1976) Tschechos1owakei (1978) UdSSR (1976) Schott1and (1976-78) Nordir1and (1976-78) Ungarn (1979) Bu1garien (1976) Portugal (1976) Rumanien (1976-78) Jugos1awien (1976) Mannlich 73,0 73,5 72,4 72,5 72 ,3 72 ,1 68,9 70,0 71,3 68,5 69,4 68,9 69,9 69,7 69,0 70,6 68,9 67,0 69,0 68,8 67,1 63,0 67,6 67,3 66,7 69,0 65,0 67,4 65,6 Weiblich 79,2 78,9 78,9 78,7 78,7 78,7 78,0 77 ,7 77 ,4 77 ,1 76,1 76,1 76,0 75,9 75,9 75,2 75,2 75,0 74,9 74,4 74,1 74,0 73,8 73,8 73 ,6 73,3 72 ,6 72 ,2 71,0 Que11e: Aus "Recent Domographic Developments in the Member States of the Council of Europe", Strassburg, 1981. Wahrend der 70iger Jahre jedoch nahmen nur die durch Krebskrankheiten be- dingten Sterbefa11e bei Mannern zu, Diese Zunahme wurde jedoch mehr a1s ausge- glichen durch die Abnahme von Sterbefa11en die auf andere Erkrankungsarten (wie Infektionskrankheiten) zuruckzufuhren waren. Das ste11t eine neue Entwick1ung dar die sich bisher noch nicht in Osteuropa abgespiege1t hat was das 1angsamere Wachsen der Lebenserwartung in den osteuropaischen Landern bei Geburt zum Tei1 erkUiren kdnn t e , 37
  • Der Sterblichkeitsunterschied zwischen Mannern und Frauen der nicht vollends erklarbar ist stellt ein besonders interessantes Phanomen dar. Die Frauensterblichkeit fie1 stetig seit 1950 bei allen drei. Hauptsterb- lichkeitsgrunde - d.h. Kreislaufkrankheiten, Krebskrankheiten und "andere Grjind e" (Infektionskranheiten, Atemkrankheiten, Unfa l Le , usw.) verglichen mit Mannern. Es kann teilweise durch die gefahrlichere mannliche Arbeits- umwelt erklart werden, sowie die mannliche Tendenz grassere Risiken auf sich zu nehmen was bei vielen Gesellschaften das tadliche Unfallsrisiko erhoht. Die Entwicklung in den UdSSR zeigt an, dass eine Anderung in der Lebens- erwartungsstatistik nicht immer positiv aussehen muss. Die Lebenserwartung fur Manner ist dort abgesunken wahrend sie bei Frauen stabil blieb. Auch hier scheint es nicht als ob ungenugende Gesundheitseinrichtungen fur diese Lage verantwortlich waren obwohl eine befriedigende Erklarung schwer zu finden ist. Die amerikanischen Forscher Christopher Davis und Marray Feshbach stellen die Hypothese auf, dass drei Faktoren hauptsachlich fur dieses Absinken der Lebens- erwartung verantwortlich waren: (1) die steigende Kindersterblichkeit die wiederum auf die steigende Anzahl sehr junger Mutter und illegitimer Geburten zuruckzufuhren ist; (2) der hohe Alkoholismus und das schnellere Arbeitstempo welches zu einer hoheren Auto- und Industrieunfallsstatistik gefuhrt hat, sowie (3) eine hahere Sterblichkeit unter der heutigen alteren Generation die im zweiten Weltkrieg besonders harten Bedingungen ausgesetzt war und nun in ihren alteren Jahren die gesundheitlichen Auswirkungen dieser fruheren Entbehrungen ver s t arkt; fiihlt. Nach der Ansicht von Davis und Feshbach "zeigt die sowjetische Erfahrung, dass nicht nur die Qualitat der individuellen Gesundheitspflege sondern auch gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche Faktoren und der personliche Lebensstil auf die Gesundheit eines Volkes erhebliche Einwirkungen haben kann". Das trifft genau so fur andere Lander wie auf die UdSSR zu. Es bleibt dahin- gestellt inwieweit diese nichtmedizinischen Faktoren die Erhohung der Lebens- erwartung zukunftig beeinflussen wird. Quellen: Christopher Davis und Murray Feshbach, "Life Expectancy in the Soviet Union" (Die Lebenserwartung in der Sowjetunion), The Wall Street Journal, 20. Juni 1978, sowie Recent Demographic Developments in the Member States of the Council of Europe, Strassburg, 1981. IFA Nachrichten Hobman zum IFA Prasident gewahlt David Hobman, der Direktor des Age Concern England, ~Jrde zu Prasidenten der International Federation on Ageing (IFA) von der aIle zwei Jahre tagenden Vollversammlung der IFA in Wien gewahlt zu einem Zeitpunkt als die Geschafts- fuhrung deL IFA nach London ubersiedelt. Der Umzug wird im Januar 1983 38
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