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Ausbildungsbroschüre Klinikum Leer

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  • wqwww Inselkrankenhaus Borkum Für ihre Gesundheit im landkreis leer Ausbildung im Klinikum leer Ausbildungsberufe Bundesfreiwilligendienst (BFD) Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) Krankenhaus RheiderlandKlinikum Leer 0491 86 0
  • 01 KlicK - Juli 2012 2 Ausbildung im Klinikum inhalt Gesundheits- und Krankenpfleger/in 04 Vorwort 03 Kaufmann/-frau für Büromanagement 16 Freiwilliges Soziales Jahr 23 ImpreSSum operationstechnische/r Assistent/in 10 medizinische/r Fachangestellte/r 08 Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen 14 pflegeassistent/in 12 Koch/Köchin 18 Fachkraft im Gastgewerbe 20 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in 06 Bundesfreiwilligendienst 22 Inhalt
  • KlicK - Juli 2012 02 Vorwort Vorwort Sehr geehrte leserin, sehr geehrter leser, wir freuen uns, dass Sie sich für die Ausbildungsmöglichkeiten oder für Einsätze im Rahmen des Bun- desfreiwilligendienstes (BFD) oder freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) im Klinikum leer interessieren. Das Klinikum leer mit dem Kranken- haus Rheiderland, dem inselkran- kenhaus Borkum, dem Medizini- schen Versorgungszentrum und der Servicegesellschaft „SDl“ bieten im landkreis leer eine Vielzahl an Aus- bildungsmöglichkeiten. Den Schwerpunkt bilden dabei die Pflegeberufe wie die Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Pfle- geassistenz. Die Ausbildung zum medizinischen Fachangestellten und operationstechnischen Assistenten sind weitere Ausbildungsberufe im Klinikum leer. in der Klinikverwaltung wer- den regelmäßig Ausbildungsplät- ze wie Bürokaufmann/-frau oder Kaufmann/-frau im Gesundheitswe- sen neu besetzt. in der Großküche des Klinikums und im Bistro bilden wir für die Berufe des Kochs/Köchin und der Fachkraft im Gastgewerbe aus. Mit dieser Broschüre möchten wir Sie umfassend über die Ausbil- dungsmöglichkeiten sowie die frei- willigen, sozialen Dienste FSJ und BFD in unseren Kliniken informieren. Wir hoffen, dass Sie einen interes- santen Einblick in unser Dienstleis- tungsunternehmen rund um das Gesundheitswesen erhalten und wünschen viel Freude beim lesen dieser lektüre. Ausbildung im Klinikum 3 Holger Glienke Geschäftsführer der Klinikum Leer gGmbH
  • 4 Qualitätsbericht 20134 Ausbildung im Klinikum Gesundheits- und Krankenpfleger/in Voraussetzungen: Wer sich für eine Ausbildung zum Gesundheits– und Krankenpfleger oder zur Gesundheits– und Kran- kenpflegerin entscheidet, sollte min- destens einen Sekundarabschluss i haben. Für den Start der Ausbildung benötigt man außerdem eine ge- sundheitliche Eignung. Erste Erfahrungen im Pflegebereich sind wünschenswert. Dies können Praktika oder Arbeitseinsätze in Al- tenheimen, Krankenhäusern oder anderen Pflege– oder Sozialreinrich- tungen sein. Der Gesundheits- und Krankenpfle- ger oder die Gesundheits– und Kran- kenpflegerin versorgt nicht nur kran- ke oder pflegebedürftige Menschen. Er oder Sie assistiert bei Behandlun- gen und untersuchungen und do- kumentiert die Daten der Patienten. Er oder Sie sollte gut mit Menschen umgehen können, kommunikativ, hilfsbereit, freundlich und teamfähig sein und keine Angst vor Patienten- kontakten oder Notfallsituationen haben. Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger oder zur Ge- sundheits– und Krankenpflegerin im Klinikum leer dauert drei Jahre. Den Abschluss erlangt man durch prakti- sche Prüfungen im Ausbildungsbe- trieb, dem Klinikum, mündliche und schriftliche Prüfungen in der zustän- digen Bildungseinrichtung, dem Bil- dungsinstitut Gesundheit. Während des praktischen Teils der Ausbildung im Klinikum leer wird man in verschiedenen Bereichen der Krankenpflege eingesetzt, wie zum Beispiel in der inneren Medizin oder der chirurgie. Auch Arbeitseinsätze in der Sozialstation oder bei externen Ausbildungspartnern wie in der Psy- chiatrie stehen auf dem Programm. Durch die praktischen Einsätze und den theoretischen unterricht wird eine umfassende Ausbildung ge- währleistet. Zum schulischen Teil der Ausbildung gehören unter anderem das Beobachten von Patienten und Dokumentieren der Befunde, sowie die Assistenz von Ärzten während der Behandlung oder die Vorberei- tung, Begleitung und Nachbereitung einer Visite. Die theoretische Ausbildung fin- det im Blockunterricht statt. Zwi- schen den Blockphasen wird man in der Praxis auf den Stationen in den Krankenhäusern und externen Ein- richtungen eingesetzt. Wer eine erfolgreiche Ausbildung zum Gesundheits- und Kranken- pfleger oder zur Gesundheits– und Krankenpflegerin im Klinikum leer absolviert hat, hat eine breit gefä- cherte, fundierte Berufsausbildung. Nach der Ausbildung kann man so- wohl als examinierte Pflegekraft im Krankenhaus als auch in Alten– und Pflegeheimen oder anderen Sozial- einrichtungen arbeiten. Außerdem gibt es noch viele Mög- lichkeiten, sich weiterzubilden und zu spezialisieren. So gibt es die un- terschiedlichsten Weiterbildungen zur Fachkrankenschwester oder zum Fachkrankenpfleger. Auch Spezia- lisierungen in Bereichen wie Sta- tions– und intensivpflege oder im Operationsdienst sind möglich. Wer eine Hochschulzugangsberechtigung hat, kann zum Beispiel Pflegewissen- schaften, Pflegepädagogik oder Pfle- gemanagement studieren. Ausbildungsablauf: Perspektiven:
  • Qualitätsbericht 2013 5Ausbildung im Klinikum 5 „in diesen Beruf darf man nicht auf den Mund gefallen sein.“ christopher Hermes* „Man erlebt allerhand und hat stän- dig mit neuen, interessanten Men- schen zu tun“, sagt christopher Hermes. Dem 20-Jährigen aus Neu- börger im Emsland liegt der Kontakt zu den Patienten besonders am Her- zen. „Wir pflegen die hilfebedürf- tigen Menschen nicht nur, sondern sind auch Ansprechpartner, wenn ihnen mal was unter den Nägeln brennt oder sie sich einfach einmal unterhalten wollen.“ Darum dürfe man auch nicht auf den Mund gefal- len sein, meint christopher Hermes. „Einfühlungsvermögen und Kommu- nikationsfähigkeit sind in diesem Job schon sehr wichtig.“ „Es dürfen aber auch die theoreti- schen Grundlagen nicht fehlen“, sagt Monika Wiegel. Sie leitet das Bil- dungsinstitut Gesundheit und sorgt mit ihren Kollegen dafür, dass die angehenden Gesundheits- und Kran- kenpflegerinnen und –pfleger sich auch in Berei- chen wie Anato- mie, Pflege und unterstützung sowie Sofort- maßnahmen bei Notfällen aus- kennen. „Ange- wendet wird das Gelernte auf der Station im Kran- kenhaus oder in externen Pfle- geeinrichtungen wie in der Psych- iatrie.“ um die unter- schiedlichen und anspruchsvollen Aufgaben im Berufsalltag gut zu meistern, helfen christopher Her- mes die Erfahrungen, die er schon vor seiner Ausbildung im Pflegebe- reich gemacht hat. „ich wusste früh, dass dieser Beruf etwas für mich ist. Durch Prak- tika im Al- tenheim und bei einem Pflegedienst wurde meine Entscheidung b e s t ä t i g t . “ Damit konn- te er auch bei der Bewerbung glänzen. Zusammen mit einem Realschulabschluss stand so einer Ausbildung nichts mehr im Wege. „Die Ausbildung im Klinikum ist für mich jetzt der nächste Schritt in meiner beruflichen Entwicklung“, sagt christopher Hermes. Denn nach dem Abschluss hat er noch die Mög- lichkeit sich in vielen Bereichen zu spezialisieren, zum Beispiel durch ein Studium im Pflegemanagement, in der Pflegepädagogik oder durch Spezialisierungen in der OP-, An- ästhesie– und intensivpflege . „Bis es soweit ist, konzentriere ich mich aber erst einmal auf meine Ausbil- dung. Denn in diesem Job muss man immer 100 Prozent geben.“ Ansprechpartnerin: Monika Wiegel, Telefon: 0491 86 2410; Mail: monika.wiegel@klinikum-leer.de *Christopher Hermes hat 2011 im Klinikum Leer eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger absolviert.
  • 6 Qualitätsbericht 20136 Ausbildung im Klinikum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in Voraussetzungen: Wer sich für eine Ausbildung zum Gesundheits– und Kinderkranken- pfleger oder zur Gesundheits– und Kinderkrankenpflegerin entscheidet, sollte mindestens einen Sekundara- bschluss i haben. Für den Start der Ausbildung benö- tigt man außerdem eine gesundheit- liche Eignung. Erste Erfahrungen im Pflegebereich sind wünschenswert. Dies können Praktika oder Arbeits- einsätze in Altenheimen, Kranken- häusern oder anderen Pflege– oder Sozialreinrichtungen sein. Gesundheits- und Kinderkranken- pfleger oder Gesundheits– und Kin- derkrankenpflegerinnen müssen verlässlich, teamfähig, hilfsbereit, empatisch und freundlich sein. Ne- ben der Pflege verletzter oder kran- ker Kinder ist auch der professionelle umgang mit Eltern oder Erziehungs- berechtigten wichtig. Die Ausbildung zum Gesundheits– und Kinderkrankenpfleger oder zur Gesundheits– und Kinderkranken- pflegerin im Klinikum leer dauert drei Jahre. Den Abschluss erlangt man durch praktische Prüfungen im Ausbil- dungsbetrieb, dem Klinikum, mündli- che und schriftliche Prüfungen in der zuständigen Bildungseinrichtung, dem Bildungsinstitut Gesundheit. Während des praktischen Teils der Ausbildung im Klinikum leer wird man hauptsächlich auf der Kinder- station eingesetzt. Es gibt aber auch Einsätze in anderen Bereichen der Pflege, wie zum Beispiel die innere Medizin oder chirurgie. Auch die Sozialstation oder externe Ausbildungspartner wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie sind Statio- nen während der Ausbildung. Zur Ausbildung gehört unter ande- rem das Beobachten von Patienten und Dokumentieren der Befunde, sowie die Assistenz von Ärzten wäh- rend der Behandlung oder die Vorbe- reitung, Begleitung und Nachberei- tung einer Visite. Die theoretische Ausbildung fin- det im Blockunterricht statt. Zwi- schen den Blockphasen wird man in der Praxis auf den Stationen und in Funktionsbereichen im Krankenhaus eingesetzt. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Eine erfolgreiche Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkranken- pfleger oder zur Gesundheits– und Kinderkrankenpflegerin im Klinikum leer bedeutet, dass man umfassende und fundierte Kenntnisse in der Pfle- ge erworben hat. Nach der Ausbildung kann man so- wohl als examinierte Pflegekraft im Krankenhaus als auch in Pflegehei- men oder anderen Sozialeinrichtun- gen sowie in der ambulanten Kinder- krankenpflege arbeiten. Außerdem gibt es noch viele Mög- lichkeiten, sich weiterzubilden und zu spezialisieren. So gibt es die un- terschiedlichsten Weiterbildungen zur Fachkrankenschwester oder zum Fachkrankenpfleger. Auch Spezia- lisierungen in Bereichen wie Anäs- thesie– und intensivpflege oder im Operationsdienst sind möglich. Wer eine Hochschulzugangsberech- tigung hat, kann zum Beispiel Pfle- gewissenschaften, Pflegepädagogik oder Pflegemanagement studieren.
  • Qualitätsbericht 2013 7Ausbildung im Klinikum 7 „Wenn ein Kind nach einer Krankheit wieder nach Hause darf, das ist das Größte“ Maren Ackermann* „Wenn man sieht, wie es den Klei- nen besser geht, geht einem das Herz auf“, sagt Maren Ackermann. Sie arbeitet auf der Kinderstation des Klinikums leer und macht dort eine Ausbildung zur Gesundheit- und Kinderkrankenpflegerin. Wenn sie von ihren kleinen Patienten erzählt, merkt man ihr die Begeisterung für den Beruf an. „Es ist unglaublich, wie tapfer Kinder sein können. Selbst bei schweren Verletzungen oder Krank- heiten verlieren sie ihren Mut nicht.“ Die Eltern dagegen seien in solchen Situationen sehr angespannt und nervös. „Da braucht man dann viel Fingerspitzengefühl, wenn man mit ihnen spricht.“ Außerdem verlange der Beruf eine Menge Gelassenheit, sagt die 23-Jährige. Diese Einschätzung teilt auch die leiterin des Bi ldungsinst i- tuts Gesundheit (BiG), Monika Wiegel. „Man muss gerade in stressigen Situa- tionen Ruhe aus- strahlen. Denn alle anderen, Kinder, Eltern und Verwandte sind schon auf- geregt genug.“ Am BiG lernen die Auszubilden- den die theore- tischen Grund- lagen für die Berufsfelder des Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder –pflege- rin. „Wir unterrichten zum Beispiel, wie der menschliche Körper funktio- niert, welche Hygienestandards man einhalten muss oder welche Beson- derheiten es in der Pflege mit Kin- dern gibt.“ insgesamt summiert sich der unterricht am BiG in der dreijäh- rigen Ausbildung auf 2100 Stunden. im praktischen Teil der Ausbildung auf den Stationen im Krankenhaus oder bei externen Ausbildungspart- nern kommen noch einmal 2500 Stunden dazu. Maren Ackermann macht die Arbeit mit den kleinen Patienten viel Spaß. Die Krummhörnerin hatte zunächst ihr Abitur gemacht, bevor sie sich für die Ausbildung entschied. „Außer- dem habe ich noch ein paar Praktika absolviert, zum Beispiel in der Behin- dertenhilfe.“ Auch die regelmäßige, ehrenamtliche Arbeit mit Kindern in der Kirche hat ihr bei der Entschei- dung geholfen. „ich würde jedem ra- ten, erst einmal Erfahrungen in der Pflege und im umgang mit Kindern zu sammeln. Dann weiß man schon einmal, ob das was für einen ist.“ Maren Ackermann zumindest ist sich sicher, dass sie diesen Beruf ausüben will. „Wenn ein Kind dann nach lan- ger Krankheit wieder gesund nach Hause darf – das ist echt das Größ- te!“ Ansprechpartnerin: Monika Wiegel, Telefon: 0491 86 2410; Mail: monika.wiegel@klinikum-leer.de *Maren Ackermann hat 2011 im Klinikum Leer eine Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin absolviert.
  • 8 Qualitätsbericht 20138 Ausbildung im Klinikum Medizinische/r Fachangestellte/r Voraussetzungen: Die Vorraussetzungen für eine Aus- bildung zum oder zur medizinischen Fachangestellten sind mindestens ein Sekundarabschluss i, gute Noten in Deutsch, Mathematik und Biologie sowie ein Mindestalter von 16 Jah- ren. Ein Praktikum oder erste Erfahrun- gen im umgang mit Patienten oder mit Verwaltungsabläufen in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis sind wünschenswert. Als medizinischer Fachangestellter oder medizinische Fachangestellte ist man für die Verwaltungsabläufe, die zwischen Arzt und Patient ab- laufen, zuständig. Dabei sind Fähig- keiten wie Hilfsbereitschaft, Freund- lichkeit und Teamfähigkeit besonders wichtig. Außerdem sollte man gut mit Men- schen umgehen können und keine Angst vor Patientenkontakt oder Notfallsituationen haben. Die Ausbildung zum oder zur medi- zinischen Fachangestellten im Kli- nikum leer dauert drei Jahre. Dabei ist eine Verkürzung der Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Den Abschluss erlangt man durch mündliche und schriftliche Prü- fungen der Ärztekammer und der zuständigen Berufsschule, der Be- rufsbildenden Schule in Emden oder Papenburg. Der praktische Teil der Ausbildung konzentriert sich zu großen Teilen auf die Einsätze in den verschiedenen Ambulanzen der Fachabteilungen chirurgie, Kardiologie, Pädiatrie, En- doskopie, Zentrale Patientenaufnah- me, Gynäkologie und innere Medizin. Durch die vielen unterschiedlichen Einsatzgebiete wird eine umfassende Ausbildung gewährleistet. Zu den lerninhalten, die während der Ausbildung vermittelt werden, gehö- ren unter anderem die Patientenauf- nahme und –begleitung, der umgang mit Notfallsituationen und die Assis- tenz von Ärzten bei der Behandlung sowie der umgang mit medizinisch- technischen Geräten. Die Arbeitswoche unterteilt sich im ersten Ausbildungsjahr in drei Ar- beits– und zwei Berufsschultage. im zweiten und dritten Ausbildungsjahr arbeitet man vier Tage im Betrieb und ist einen Tag in der Schule. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Durch eine erfolgreiche Ausbil- dung zum oder zur medizinischen Fachangestellten im Klinikum leer kann man auf eine breit gefächerte und fundierte Berufsgrundlage zu- rückgreifen. Vor allem der Einsatz in den zahlreichen Ambulanzen eines Krankenhauses vermittelt ein sehr breites Spektrum an Fähigkeiten. Wer sich über den Einsatz in einer Krankenhausambulanz oder einer Arztpraxis hinaus weiterbilden oder spezialisieren möchte, hat zahlreiche Möglichkeiten. So ist eine Ausbil- dung zur Praxismanagerin oder zum Praxismanager möglich. Auch der Beruf Fachwirt oder Fachwirtin für ambulante, medizinische Versorgung oder der Einsatz als Stations– oder chefarztsekretärin, beziehungsweise Sekretär, sind möglich. Außerdem kann man sich zum Wundmanager oder zur Wundmanagerin ausbilden lassen.
  • Qualitätsbericht 2013 9Ausbildung im Klinikum 9 „Die Einsätze in den Ambulanzen im Klinikum sind total spannend.“ Katrin Nadine Harms* „Wir übernehmen auch Behand- lungsaufgaben, in vorheriger Abspra- che mit den Ärzten natürlich.“ Dabei muss man als Medizinische Fachan- gestellte (MFA) auch schon mal zur Spritze greifen, sagt Katrin Nadine Harms. „Wer kein Blut sehen kann, der ist hier falsch“, sagt die 19-Jäh- rige. Wer sich aber für die Arbeit am Patienten und die Verwaltungsabläu- fe in den Ambulanzen interessiert, der ist im Klinikum genau richtig. „Als Medizinische Fachangestellte hat man im Klinikum die Möglichkeit viele Fachrichtungen kennen zu ler- nen.“ in der dreijährigen Ausbildung wird sie unter anderem in den Am- bulanzen der Gynäkologie, der chir- urgie, Kardiologie, inneren Medizin oder der Kinder– und Jugendmedizin arbeiten. „Total abwechslungsreich.“ Dabei ist nicht nur die Arbeit in den einzelnen Fachabteilungen anders, es gibt auch jeden Tag neue Situationen, auf die man sich einstellen muss. „Gute Nerven sollte man schon haben. und Fle- xibilität ist auch sehr wichtig“, sagt cornelia Rothe. Die chef- arztsekretärin ist Ansprechpart- nerin für viele M F A - A u s z u - bildende. „Man sollte einen Re- alschulabschluss haben und gute Noten in Mathe- matik, Deutsch und Biologie.“ Denn im Verlauf der Ausbildung lernt man als MFA nicht nur, wie der menschli- che Körper funk- tioniert und wie man Behandlun- gen ausführt. Auch Pat ientenbr ie fe schreiben, Akten anlegen und die ärztliche Korres- pondenz bearbei- ten sind wichtige Aufgaben. Katrin Nadine Harms hat zunächst ein Praktikum geholfen, sich für den Beruf zu entscheiden. „ich habe in einem Altenheim gear- beitet und gleich gemerkt, dass ein Job im Gesundheitswesen etwas für mich ist.“ Eine Ausbildung im Klini- kum leer lag da für sie auf der Hand. „ich habe Einblicke in unterschiedli- che Bereiche des Klinikums bekom- men und freue mich, dass ich nach Ende meiner Ausbildung in der chi- rurgischen Ambulanz übernommen werde“. Ansprechpartnerin: Elke Balschun, Telefon: 0491 86 21 13; Mail: elke.balschun@klinikum-leer.de *Katrin Nadine Harms ist nach ihrer Ausbildung vom Klinikum Leer übernommen worden.
  • 10 Qualitätsbericht 201310 Ausbildung im Klinikum Operationstechnische/r Assistent/in (OTA) Voraussetzungen: Wer sich für eine Ausbildung zum operationstechnischen Assistenten oder zur Assistentin entscheidet, sollte mindestens einen Sekundar- abschluss i oder einen Hauptschul- abschluss in Verbindung mit einer zweijährigen Ausbildung oder einer Ausbildung zur Pflegeassistentin oder Pflegeassistent haben. Für den Start der Ausbildung ist die gesundheitliche Eignung Vorraus- setzung. Als operationstechnische Assistentin oder operationstechnischer Assis- tent muss man sorgfältig, gründlich und konzentriert arbeiten. Nur so funktioniert das Operationsteam in der Durchführung und der Vor– und Nachbereitung einer OP. Der OTA sollte mit Stresssituationen umgehen können und Verwaltungs– und Organisationsgeschick haben. Die Ausbildung zum OTA im Klinikum leer dauert drei Jahre. Den Abschluss erlangt man durch eine praktische Prüfung im Operationssaal, sowie einer mündlichen und schriftlichen Prüfung bei der zuständigen Berufs- schule, dem Bildungsinstitut Ge- sundheit. Während des praktischen Teils der Ausbildung im Klinikum leer wird man in unterschiedlichen Bereichen des OP-Dienstes und der Pflege ein- gesetzt. So gehören die Abteilungen Visceralchirurgie, Traumatologie, Gefäßchirurgie und Orthopädie so- wie Gynäkologie und Geburtshilfe dazu. Auch Einsätze in der Gefäß- chirurgie, der Zentralen Patienten- aufnahme, Zentralsterilisation, En- doskopie und auf Station stehen auf dem Programm. Zu den theore- tischen lerninhalten der Ausbildung gehören Fächer wie allgemeine und spezielle Operationslehre, Anatomie und Physiologie sowie hygienische und medizinische Mikrobiologie.Die Arbeits- und unterrichtszeit ist wäh- rend der Ausbildung jeweils in unter- schiedlich lange, mehrwöchentliche Blöcke eingeteilt. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Durch eine erfolgreiche Ausbil- dung zur operationstechnischen Assistentin oder zum operations- technischen Assistenten in der Kli- nikum leer gemeinnützigen GmbH wird man zu einer medizinischen Fachkraft, die auf dem Arbeits- markt stark nachgefragt sind. Man kann sich entscheiden, ob man mit der abgeschlossenen Ausbildung direkt im Beruf weiter arbeitet oder ob man sich noch eingehen- der spezialisieren möchte. Weiterbildungsangebote gibt es zum Beispiel in den Bereichen Operationsdienst oder Endoskopie. Außerdem kann man zum Beispiel eine Ausbildung zum Fachwirt oder zur Fachwirtin in diesem Be- reich abschließen. Wenn man über eine Hochschulzugangsberechti- gung verfügt, ist die OTA-Ausbil- dung zum Beispiel auch eine gute Grundlage für ein Medizinstudium.
  • Qualitätsbericht 2013 11Ausbildung im Klinikum 11 „Bei Operationen muss man immer zu hundert Prozent konzentriert sein.“ Kerstin Bents „Jede neue Krankheit, die man ken- nenlernt, ist eine berufliche Heraus- forderung“, sagt Kerstin Bents wäh- rend sie das neue Operationsbesteck bereitlegt. Die 23-Jährige macht eine Ausbildung zur operationstech- nischen Assistentin (OTA) und arbei- tet derzeit im Operationssaal des Kli- nikum leer. „ich arbeite ja nicht nur am OP-Tisch selbst mit, sondern habe auch viele Aufgaben in der Vor- und Nachbereitung einer OP“, sagt sie. Allerdings mache ihr das instrumen- tieren bei einer Operation am meis- ten Spaß. „Das ist immer eine neue Herausforderung und jeder muss sein Bestes geben. Fehler dürfen bei der Assistenz des Operateurs nicht pas- sieren“, fügt sie ernsthaft hinzu. Das sieht auch der Verantwortliche für die Ausbildung der OTAs, Tho- mas Breier, so. „Professionalität ist bei einem solchen Beruf das oberste Gebot. Man muss immer zu hundert Prozent konzen- triert sein und auch in Notfall- situationen die Ruhe bewahren.“ Kerstin Bents hat solche Situatio- nen auch schon erlebt. „Das ist sehr anstren- gend, da kommt man schon an seine Grenzen.“ Allerdings sei es auch jedes Mal ein Erfolgserleb- nis, wenn das OP-Team einen Notfall meistert. „Aber solche Adrenalinschübe brau- che ich nicht. Wer ,Action’ sucht, für den ist dieser Beruf nichts.“ Eigentlich wollte die 23-Jährige aus Berumbur schon direkt nach ihrem Realschul- abschluss eine OTA-Ausbildung machen. „Aber da war ich mit 17 Jah- ren noch zu jung und aufgedreht.“ Darum machte sie zunächst eine Ausbildung im Einzelhandel und bewarb sich drei Jahre später noch einmal. „Wenn man etwas älter ist, steht man auch schon mehr im le- ben.“ Diese Entscheidung habe sie nicht bereut. Während ihrer Ausbil- dung wird Kerstin Bents nicht nur im OP eingesetzt. Auch die Zent- ralsterilisation, die Pflegestation oder die Endoskopie stehen auf dem Ausbildungsplan. Dazu kommt noch der theoretischen unterricht. Hier lernt sie für Fächer wie Anatomie und Physiologie oder hygienische Mikrobiologie. „Gerade Hygiene ist in unserem Beruf ja super-wichtig“, sagt sie und guckt beim Operations- besteck noch einmal ganz genau auf die Packungen. „Aber hier ist alles in Ordnung.“ Ansprechpartner: Thomas Breier, Telefon: 0491 86 2422; Mail: thomas.breier@klinikum-leer.de Kerstin Bents hat ihre Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin 2013 am Klinikum Leer mit Erfolg absolviert und ist seitdem Mitarbeiterin des Klinikums.
  • 12 Qualitätsbericht 201312 Ausbildung im Klinikum Pflegeassistent/in Voraussetzungen: um den Beruf der Pflegeassistentin oder des Pflegeassistenten zu erler- nen, muss man einen Hauptschulab- schluss haben und bei Ausbildungs- beginn mindestens 16 Jahre alt sein. Gute Noten in Deutsch, Mathematik und Biologie sind von Vorteil. in der Ausbildung erlernt man die Tätigkeiten, die für die Grundpflege und unterstützung von kranken oder hilfebedürftigen Menschen notwen- dig sind. Erste Erfahrungen im Be- reich der Pflege, zum Beispiel in ei- nem Altenheim, einem Krankenhaus oder einer anderen Pflege– oder So- zialeinrichtung sind wünschenswert. Wichtig für die erfolgreiche Ausbil- dung, die zum großen Teil schulisch geprägt ist, sind Gründlichkeit, Enga- gement, Aufmerksamkeit und Team- fähigkeit. Die Ausbildung zum Pflegeassisten- ten oder zur Pflegeassistentin im Klinikum leer dauert zwei Jahre. Die theoretische Ausbildung findet in der Berufsfachschule Pflegeassistenz im Bildungsinstitut Gesundheit statt. Den Abschluss erlangt man durch praktische Prüfungen im Klinikum leer und im Krankenhaus Rheider- land und durch schriftliche Prüfun- gen in der Berufsfachschule, dem Bildungsinstitut Gesundheit. Mit Ab- schluss der Ausbildung erlangt man den Sekundarabschluss i. Rund 1800 Stunden der Ausbildung befassen sich im schulischen unterricht mit den theoretischen Grundlagen der Pflege. Dabei stehen inhalte auf dem Pro- gramm wie die individuelle Betreu- ung von Personen, wie man zum Beispiel kranke oder behinderte Menschen während der Pflege un- terstützt. Auch Hygienestandards und deren Einhaltung stehen auf dem lehrplan, genauso wie die am- bulante Pflege. Der praktische Teil der Ausbildung erstreckt sich über rund 1100 Stunden und baut auf den schulischen inhalten auf. Während der Arbeitseinsätze in ver- schiedenen Abteilungen des Klini- kum leer und des Krankenhauses Rheiderland und bei externen Aus- bildungspartnern setzt man pflege- risches Können um und unterstützt das Krankenpflegepersonal, die Ärzte und weitere Fachleute bei ihrer Ar- beit. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung zur Pflegeassistentin oder zum Pflegeassistentin bildet eine gute Basis für eine Weiterent- wicklung in den Berufsfeldern des Gesundheitswesens. in den meisten Fällen ist die Pflegeassistenz die Grundlage um im Anschluss eine Ausbildung in der Gesundheits– und Krankenpflege zu machen. Doch auch in anderen Bereichen der Pflege kann man aufbauend auf die Pflegeassis- tenz verschiedene Berufe erlernen. So ist ein Einstieg in das zweite Jahr einer Altenpflegeausbildung möglich oder eine Weiterbildung in der Heil- erziehungspflege. Ebenso kann man sich als staatlich geprüfte Haus– und Familienpflegerin weiterbilden oder Qualifizierungslehrgänge in den Bereichen Geriatrie/Gerontologie, Pflegediagnose und Patientenbeob- achtung oder in der Gesundheitser- ziehung machen.
  • Qualitätsbericht 2013 13Ausbildung im Klinikum 13 „Das ist echt spannend, Menschen helfen zu können.“ Sonja Siemens* „ich glaube, ich habe so ein angebo- renes Helfer-Syndrom“, sagt Sonja Siemens lachend. Die 18-Jährige aus Stapelmoor absolviert eine Ausbil- dung zur Pflegeassistentin. „ich en- gagiere mich auch ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr. Für den Beruf ist so etwas natürlich super- nützlich.“ Denn als Pflegeassisten- tin müsse man immer ein offenes Auge dafür haben, wer gerade Hilfe braucht. „Dabei unterstütze ich zum Beispiel die Krankenpfleger und Ärz- te in ihrer Arbeit.“ Aber auch direkte Hilfe für die Patienten gehört zu den wichtigsten Aufgaben. „Das macht mir am meisten Spaß. Der Patienten- kontakt ist das spannendste im Job“, sagt sie. Denn jeder Patient sei an- ders und es gebe auch immer neue Situationen, auf die man sich ein- stellen müsse. „Flexibilität ist im Beruf der Pflege- assistenz schon sehr wichtig“, sagt auch Monika Wiegel. Sie leitet das Bildungsinstitut Gesundheit, wo die Auszubil- denden viel Zeit verbringen. „Die Ausbildung der Pflegeassistenz ist zu zwei Drit- teln schulisch geprägt.“ insge- samt verbringen die Schülerinnen und Schüler in der zweijährigen Ausbildung rund 1800 Stunden im unterricht. Dazu kommen dann noch 1100 Stun- den im prakti- schen Einsatz. „Diese Einsätze finden entweder bei Ausbildungspartnern statt, zum Beispiel im Altenheim, oder im Klinikum leer und im Kran- kenhaus Rheiderland.“ im Krankenhaus Rheiderland in Weener absolviert Sonja Siemens ge- rade einen prak- tischen Abschnitt ihrer Ausbildung. „ich erhalte hier den vollen Einblick in die Abläufe und Organisation einer Klinik. Das ist echt spannend, wenn man selbst bei der Heilung von Men- schen mithelfen kann.“ Dabei liege ihr vor allem das Ge- spräch mit den Patienten am Herzen. „Das Zwischenmenschliche muss stimmen. Darum bin ich immer froh, wenn sich mal ein kurzes Gespräch mit den Patienten ergibt.“ Dafür bleibt allerdings nicht immer Zeit. „Gerade wenn Notfälle passieren wird es stressig für alle. Da kommt man manchmal schon an seine Gren- zen.“ in solchen Situationen sind Ruhe und Übersicht ebenso wichtig wie die Fähigkeit, als Mannschaft ar- beiten zu können. Für Sonja Siemens ist Teamarbeit nicht neu. „So läuft das auch bei uns in der Feuerwehr.“ Ansprechpartnerin: Monika Wiegel, Telefon: 0491 86 2410; Mail: monika.wiegel@klinikum-leer.de *Sonja Siemens hat 2011 im Klinikum Leer eine Ausbildung zur Pflegeassistentin absolviert.
  • 14 Qualitätsbericht 201314 Ausbildung im Klinikum Kauffrau/-mann im Gesundheitswesen Voraussetzungen: um den Beruf der Kauffrau oder des Kaufmanns im Gesundheitswesen zu erlernen, sollte man zumindest einen Sekundarabschluss i haben. Gute Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Wirtschaft sind ebenfalls notwendig, um die vielfäl- tigen Anforderungen im Büroalltag gut meistern zu können. Nicht zwin- gend, aber auf jeden Fall von Vorteil, ist es, wenn man bereits erste Er- fahrungen mit Verwaltungsabläufen und Büroorganisation hat, zum Bei- spiel in Form eines Praktikums. Am besten ist es dabei natürlich, wenn man bereits einige Grund- kenntnisse im Bereich des Gesund- heitswesens hat. Wichtig für eine erfolgreiche Ausbil- dung sind außerdem Gründlichkeit, Engagement und eine grundlegende Neugier auf die Arbeit in der Verwal- tung. Die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Gesundheitswesen im Klinikum leer dauert drei Jahre. Dabei ist eine Verkürzung der Aus- bildung, zum Beispiel auf zwei Jahre, unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Den Abschluss erlangt man durch mündliche und schriftliche Prüfun- gen in der zuständigen Berufsschu- le, den Berufsbildenden Schulen in Oldenburg / Wechloy. Wie bei allen dualen Ausbildungsberufen wird auch bei angehenden Kaufleuten im Gesundheitswesen die Ausbildung in Praxis und Theorie geteilt. Der praktische Teil findet in verschiede- nen Abteilungen im Klinikum leer statt. Zu den Bereichen, die man als Auszubildende/r durchläuft, gehö- ren die Finanzbuchhaltung, die Pa- tientenabrechnung und Aufnahme, das controlling und das Qualitäts- management. in der Berufsschule werden grundlegende theoretische Kenntnisse vermittelt, wie zum Bei- spiel betriebliches Rechnungswesen, Steuerung von Geschäftsprozessen, das Personalwesen oder stationäre und ambulante Abrechnung. Die Arbeitswoche unterteilt sich im ersten Ausbildungsjahr in drei Ar- beits– und zwei Berufsschultage. im zweiten und dritten Ausbildungsjahr arbeitet man vier Tage im Betrieb und ist einen Tag in der Schule. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Nach einer erfolgreichen Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Gesundheitswesen hat man die erste fundierte Grundlage für die weitere berufliche Zukunft gelegt. Denn ne- ben den grundlegenden kaufmänni- schen Kenntnissen, die sich in vie- len Berufen einbringen lassen, hat man auch Fertigkeiten gelernt, die speziell auf das Gesundheitswesen ausgerichtet sind. So ergeben sich sowohl Jobperspektiven in anderen Firmen, Ämtern oder Verwaltungen, als auch besonders in Betrieben im Gesundheitswesen. Zu den Berufen, die sich im An- schluss an diese Ausbildung beson- ders anbieten, gehören zum Beispiel Fachwirt/in im Sozial– und Gesund- heitswesen, Qualitätsbeauftragte/r oder Krankenversicherungsfachfrau/ mann. Auch für ein mögliches Stu- dium im Bereich des Gesundheits- wesens oder der Betriebswirtschaft ist die Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann im Gesundheitswe- sen eine gute Basis.
  • Qualitätsbericht 2013 15Ausbildung im Klinikum 15 „Man ist immer in Aktion-im Büro oder beim Patienten.“ christina Prünie* „Eigentlich wollte ich nach meinem Abitur direkt studieren“, sagt chris- tina Prünie. Die 21-Jährige hat 2009 am Papenburger Mariengymnasi- um ihren Abschluss gemacht. „Dann habe ich aber die Stellenanzeige in der Zeitung gesehen. So bin ich zum Beruf der Kauffrau im Gesundheits- wesen gekommen.“ Die Gründe für eine Ausbildung wa- ren vielfältig. Zunächst „hat man so schon etwas in der Hand“ und au- ßerdem ist die Ausbildung eine gute Grundlage für das spätere Studium. „Mein Ziel war ein Studiengang mit dem Schwerpunkt Gesundheitswe- sen. Jetzt habe ich die Abläufe im Krankenhaus schon ,live‘ erlebt. Das ist sicher ein großer Vorteil.“ Die Abteilungen, in denen christina Prünie dabei gearbeitet hat, sind viel- fältig. „in der Buchhaltung oder im controlling würde man Kaufleute im Gesundheitswe- sen ja erwarten“, sagt sie. „ich war aber auch in der Pat ientenauf- nahme und im Sozialdienst. Da ist man dann viel näher am Pati- enten. Das finde ich gut.“ Die Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kauf- mann im Ge- sundheitswesen dauert drei Jah- re. Neben der Ar- beit im Klinikum besuchen die Auszubildenden auch die Berufs- bildenden Schu- len. Dort gibt es am Ende der Aus- bildung auch eine Abschlussprüfung. „Wer sich für die- sen Beruf ent- scheidet, sollte zu- mindest über einen guten Realschul- abschluss verfü- gen“, sagt Elke Balschun von der Personalabteilung des Klinikums. „Außerdem sind Pc- Kenntnisse sehr wichtig.“ Wichtig sei auch, sich für die tägliche Büro- arbeit zu begeistern, meint Elke Bal- schun. „Das meiste lernt man direkt am Schreibtisch. Die Auszubildenden werden bei uns voll in den Tages- ablauf integriert.“ christina Prünie hat die Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen nicht bereut. „ich begeistere mich jeden Tag aufs Neue für den Job. Das ist einfach genau das, was ich machen will!“ Ansprechpartnerin: Elke Balschun, Telefon: 0491 86 2113; Mail: elke.balschun@klinikum-leer.de * Christina Prünie hat 2011 im Klinikum Leer eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen absolviert.
  • 16 Qualitätsbericht 201316 Ausbildung im Klinikum Kauffrau/-mann für Büromanagement Voraussetzungen: Wer sich für eine Ausbildung zur/m Kauffrau/-mann für Büromanage- ment entscheidet, sollte zumindest einen guten Sekundarabschluss i ha- ben. Dabei wird besonders Wert auf gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik gelegt. Nicht zwingend, aber auf jeden Fall von Vorteil, ist es, wenn man bereits erste Erfahrungen mit Verwaltungs- abläufen und Büroorganisation hat, zum Beispiel in Form eines Prakti- kums. Es wird ebenfalls viel Wert auf gute Kenntnisse im umgang mit Bü- rosoftware gelegt, wie zum Beispiel mit den MS Office-Programmen. Wichtig für eine erfolgreiche Ausbil- dung sind außerdem Gründlichkeit, Engagement und eine grundlegende Neugier auf die Arbeit in der Verwal- tung. Die Ausbildung zur/m Kauffrau/- mann für Büromanagement im Kli- nikum leer dauert drei Jahre. Dabei ist eine Verkürzung der Aus- bildung, zum Beispiel auf zwei Jah- re, unter bestimmten Voraussetzun- gen möglich. Den Abschluss erlangt man durch mündliche und schrift- liche Prüfungen in der zuständigen Berufsschule, den Berufsbildenden Schulen in leer. Wie bei allen dualen Ausbildungs- berufen wird auch bei angehenden Bürokaufleuten die Ausbildung in Praxis und Theorie geteilt. Der prak- tische Teil findet in verschiedenen Abteilungen im Klinikum leer statt. Zu den Bereichen, die man als Auszubildende/r durchläuft gehören die Finanzbuchhaltung, die Patien- tenabrechnung und Aufnahme, das Sekretariat der Geschäftsführung, der Einkauf und das lager. in der Berufsschule werden grundlegende theoretische Kenntnisse vermittelt, wie zum Beispiel Bürowirtschaft und Statistik, betriebliches Rechnungs- wesen, Steuerung von Geschäftspro- zessen und das Personalwesen. Die Arbeitswoche unterteilt sich im ersten Ausbildungsjahr in drei Ar- beits– und zwei Berufsschultage. im zweiten und dritten Ausbildungsjahr arbeitet man vier Tage im Betrieb und ist einen Tag in der Schule. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Die erfolgreiche Ausbildung zur/m Kauffrau/-mann für Büromanage- ment ist die erste fundierte Grundla- ge für die weitere berufliche Zukunft. Denn durch den Erwerb der grundle- genden kaufmännischen Kenntnisse ist man auch für alle Bürotätigkeiten bestens vorbereitet. So ergeben sich sowohl Jobperspektiven in anderen Firmen, Ämtern oder Verwaltungen, als auch besonders in Betrieben im Gesundheitswesen. Zu den Berufen, die sich im An- schluss an diese Ausbildung beson- ders anbieten, gehören zum Beispiel Fachkauffrau oder Fachkaufmann in den Bereichen Buchhaltung, Per- sonalwesen oder im Einkauf. Auch für ein mögliches Studium im Be- reich des Gesundheitswesens oder in betriebswirtschaftlich orientierten Studiengängen ist die Ausbildung der/des Kauffrau/-mannes für Büro- management eine gute Basis.
  • Qualitätsbericht 2013 17Ausbildung im Klinikum 17 „Man erlebt hautnah, wie ein unternehmen funktioniert.“ Sarah Schuhmann* „Besonders gespannt bin ich auf die Personalabteilung und Finanzbuch- haltung“, sagt Sarah Schumann. Die 21-jährige leeranerin macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Bü- romanagement im Klinikum leer. „Die Berufswahl war für mich nicht schwierig“, sagt sie. Denn planen und organisieren habe ihr schon immer gelegen. „So kann ich hinter die Kulissen eines mittelständischen unternehmens gucken und bekom- me Geschäftsprozesse und Entschei- dungswege hautnah mit.“ „um eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement zu beginnen, sollte man neben interesse für die Verwaltungsabläufe und die Organi- sation auch gute Noten in Deutsch und Mathematik mitbringen“, sagt Elke Balschun von der Personalabtei- lung des Klinikums. „Dazu kommen noch Anforderungen im kommuni- kativen Bereich. Man sollte immer freundlich, verbindlich und kunden- orientiert auf- treten.“ Für Sarah Schu- mann sind solche Dinge selbstverständ- lich. „Wenn ich am Telefon ei- nen Termin ent- g e g e n n e h m e , repräsentiere ich in diesem Mo- ment das Klini- kum leer. Da will man sich natür- lich von seiner besten Seite zei- gen.“ Terminko- ordinierung von K o n f e r e n z e n , Gesprächen oder Seminaren, ge- hören zu Sarah Schumanns Auf- gaben, wenn sie im Sekretariat der Geschäftsführung arbeitet. Wei- tere Stationen in der dreijährigen Ausbildung sind unter anderem die Patientenabrechnung, der Einkauf und das lager. Das theoretische Rüstzeug erhalten Auszubildende an den Berufsbilden- den Schulen in leer. „Dort behan- deln wir Themen wie Bürowirtschaft oder betriebliches Rechnungswesen. Wir lernen, wie ein unternehmen überhaupt funktioniert“, sagt Sarah Schumann. „Darauf kann ich später aufbauen, zum Beispiel mit einem Studium.“ Doch bis es soweit ist, stehen für Sarah Schumann noch die Finanz- buchhaltung, Personalabteilung und andere Bereiche auf dem Programm. „ich bin darauf gut vorbereitet“, ist sie sich sicher. „und wenn ich einmal nicht weiter weiß, dann kann ich die Kollegen fragen. Die sind immer für mich da.“ Ansprechpartnerin: Elke Balschun, Telefon: 0491 86 2113; Mail: elke.balschun@klinikum-leer.de *Sarah Schuhmann ist nach ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement übernommen worden.
  • 18 Qualitätsbericht 201318 Ausbildung im Klinikum Köchin/Koch Voraussetzungen: Wer eine Ausbildung als Koch oder Köchin im Klinikum leer beginnen möchte, sollte mindestens einen Hauptschulabschluss haben. Gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik sind für den Beruf wich- tig. Erste Erfahrungen in einer Küche, ei- nem Restaurant oder in der lebens- mittelbranche, zum Beispiel in Form eines Praktikums, sind wünschens- wert. Als Koch oder Köchin ist man neben dem Kochen auch für die Hygiene in der Küche zuständig, bedient Kun- den im „Front cooking“, und kont- rolliert die Qualität der angelieferten Waren zum Herstellen von Speisen. Dafür sind Engagement, Disziplin und Freude an der Arbeit wichtige interessen und Fähigkeiten, die man als Auszubildender mitbringen sollte. Außerdem wird viel Wert auf Gründ- lichkeit und Sorgfalt gelegt. Die Ausbildung zum Koch oder zur Köchin im Klinikum leer dauert drei Jahre. Dabei ist eine Verkürzung der Ausbildung, zum Beispiel auf zwei Jahre, unter bestimmten Voraus- setzungen möglich. Den Abschluss erlangt man durch mündliche und schriftliche Prüfungen in der zustän- digen Berufsschule, den Berufsbil- denden Schulen in Emden. Der praktische Teil der Ausbildung findet in der Küche des Klinikums leer statt sowie im „Front-cooking“- Bereich des Bistros. im Verlauf der Ausbildung sollen verschiedene Fä- higkeiten vermittelt werden, wie das Kennenlernen der Betriebsorganisa- tion, das lagern und Kontrollieren von Waren, die Vor– und Zuberei- tung von kalten und warmen Speisen und á-la-carte-Gerichten. Auch der umgang mit Gästen und ihre Beratung stehen auf dem Aus- bildungsplan, genauso wie Hygiene– und umweltrichtlinien. Der theore- tische Teil der Ausbildung umfasst Bereiche wie Sicherheit und Gesund- heitsschutz, Kenntnisse in der Ernäh- rungslehre oder dem umweltschutz. Die Arbeitswoche unterteilt sich im ersten Ausbildungsjahr in drei Ar- beits– und zwei Berufsschultage. im zweiten und dritten Ausbildungsjahr arbeitet man vier Tage im Betrieb und ist einen Tag in der Schule. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Wer eine Ausbildung zur Köchin oder zum Koch im Klinikum erfolgreich abgeschlossen hat, verfügt über die praktischen und theoretischen Grundlagen, um auch bei vielen an- deren Betrieben der Gastronomie, im Hotelgewerbe oder bei weiteren Dienstleistern zu arbeiten. Außerdem kann man sich in ver- schiedenen Bereichen weiterbilden, wie zum Beispiel zum Küchenmeister oder zur Küchenmeisterin, oder zum Diätkoch oder zur Diätköchin. Auch eine Spezialisierung in Bran- chen wie der Nahrungsmittelindus- trie oder bei catering-Firmen ist möglich.
  • Qualitätsbericht 2013 19Ausbildung im Klinikum 19 „in der Küche ist es manchmal stressig, das muss man abkönnen“ *Patrick Feldmann „Kochen fand ich schon immer in- teressant. Darum war für mich eine Ausbildung in der Küche nach mei- nem Realschulabschluss auch lo- gisch“, sagt Patrick Feldmann. Der 19-Jährige aus leer macht seine Wunschausbildung in der Großkü- che des Klinikums und ist bereits im dritten Ausbildungsjahr. „Auf das Klinikum bin ich gekommen, weil es hier eine Großküche gibt“, sagt Feld- mann. „Aber vor allem, weil man hier super ausgebildet wird.“ Nachdem Patrick Feldmann seine Bewerbung abgeschickt hatte, wur- de er kurze Zeit später zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. „Danach habe ich dann auch gleich probegearbeitet. Das hat mir sofort gut gefallen.“ und in seiner ruhigen und konzentrierten Art hat er auch Remmer Huisinga, den Küchenlei- ter des Klinikums leer überzeugt. „Er hat gleich verstanden, worauf es ankommt“, sagt Huisinga. „Er bringt die nötige Qualifi- kation mit und ist zudem verlässlich und diszipliniert.“ in einer Küche gehe es hin und wieder auch hektisch zu. „Da muss man dann auch mal Stress abkönnen“, sagt Patrick Feldmann. Aber darunter darf die Sorgfalt nicht leiden. Hygiene und lebensmittel- sicherheit sind zwei zentrale Themen in der Ausbildung. Doch auch Koch- technik, Zuberei- tung oder der um- gang mit Kunden stehen auf dem Ausbildungsplan. „Am meisten Spaß macht mir die Arbeit im ,Front- cooking’“, sagt Feldmann. Dort kann man direkt vor den Augen der Kunden eine Mahl- zeit zaubern. „So lernt man alle Sei- ten des Jobs ken- nen.“ Doch auch in der Berufsschule darf der leeraner nichts anbrennen lassen und muss gut aufpassen. Denn hier werden die theoretischen Grundlagen für die Ar- beit in der Küche gelegt. Am Ende der dreijährigen Ausbildung gibt es dann sowohl praktische als auch theoretische Abschlussprüfun- gen. „Damit bin ich dann fit für jede Küche“, ist sich Patrick Feldmann si- cher. und auch Küchenleiter Remmer Huisinga sagt: „Wer in einer Großkü- che gelernt hat, hat gute Grundla- gen, um es als Koch weit zu bringen.“ Ansprechpartner: Remmer Huisinga, Telefon: 0491 86 2171, Mail: remmer.huisinga@klinikum-leer.de *Patrick Feldmann hat 2011 im Klinikum Leer eine Ausbildung zum Koch absolviert.
  • 20 Qualitätsbericht 201320 Ausbildung im Klinikum Fachkraft im Gastgewerbe Voraussetzungen: Die Voraussetzungen zur Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe sind unter anderem ein Hauptschulab- schluss und ein Mindestalter von 16 Jahren. Gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik sind wich- tig für das erfolgreiche Arbeiten im Betrieb und lernen in der Berufs- schule. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man Englisch oder eine andere Fremdsprache beherrscht. Erste Er- fahrungen in einem Restaurant, einer Küche, der lebensmittelbranche oder im Einzelhandel sind wünschens- wert, zum Beispiel in Form eines Praktikums. Wer sich für eine Ausbil- dung zur Fachkraft im Gastgewerbe entscheidet, sollte serviceorientiert und freundlich sein. Ebenso wichtig für den Beruf sind Teamfähigkeit, Ei- geninitiative und Engagement. Die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe im Klinikum leer dau- ert zwei Jahre. Den Abschluss zur Fachkraft im Gastgewerbe erlangt man durch schriftliche und prakti- sche Prüfungen in der zuständigen Berufsschule, den Berufsbildenden Schulen in Emden. Während der Ausbildung wird man hauptsächlich im Bistro des Klini- kums leer eingesetzt. Weitere Stati- onen der Ausbildung sind die Küche, das Zentrallager, der Hausservice und die Buchhaltung. Außerdem gibt es noch eine externe Ausbildungs- station in einem Restaurant oder Hotel. im praktischen Teil der Aus- bildung sollen viele Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, wie man zum Beispiel Gäste bedient und berät, einfache Gerichte zubereitet oder Warenlieferungen in Empfang nimmt. Außerdem stehen Arbeits– und umweltschutzrichtlinien auf dem Ausbildungsprogramm. Die Arbeitswoche unterteilt sich im ersten Ausbildungsjahr in einen 14-tägigen Wechsel von drei Ar- beits– und zwei Berufsschultage und einen Berufsschultag und vier Ar- beitstage. im zweiten Ausbildungs- jahr arbeitet man vier Tage im Be- trieb und ist einen Tag in der Schule. Ausbildungsablauf: Perspektiven: Nach einer erfolgreichen Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe hat man zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden und zu spezialisieren. So besteht die Möglichkeit noch ein drittes Ausbildungsjahr bei ei- nem externen Ausbildungsbetrieb anzuschließen, um die Abschlüs- se Restaurantfachfrau/-mann oder Hotelfachmann/-frau zu erwerben. im Anschluss an das dritte Ausbil- dungsjahr ist die Meisterprüfung möglich (mehrere Jahre Berufser- fahrung sind nötig), ebenso zur Ho- telmeisterin oder zum Hotelmeis- ter oder zur Barmeisterin oder zum Barmeister. Darüber hinaus bestehen noch Abschlussmöglichkeiten zum Fach– oder Betriebswirt in unter- schiedlichen Bereichen der Gastro- nomie, lebensmittelbranche oder Hotelerie.
  • Qualitätsbericht 2013 21Ausbildung im Klinikum 21 „Der Job ist super-abwechslungsreich. Es wird einem nie langweilig“ *Yvonne Ruhnke „Sahne und Milch finden sie dort drüben“, sagt Yvonne Ruhnke und zeigt mit ihrem Finger über die The- ke im Bistro des Klinikums leer. Die 20-Jährige verkauft gerade einen Kaffee an eine ältere Dame. Nach- dem sie abkassiert hat, schnappt sie sich einen lappen und wischt den Snack-Tresen sauber. „Man muss hier immer ein Auge dafür haben, wo etwas zu tun ist. und wenn gerade kein Kunde da ist, hat man Zeit für kleinere Handgriffe“, sagt die gebür- tige Borkumerin. Sie macht eine Ausbildung zur Fach- kraft im Gastgewerbe und ist froh, dass sie die Stelle im Klinikum be- kommen hat. „Der Job ist super-ab- wechslungsreich. Es wird einem nie langweilig.“ Die Palette der Aufgaben reicht vom Vorbereiten der Snacks über die Ausgabe von Mahlzeiten am Buffet und dem Spülen des Geschirrs bis hin zur Beratung und Bedienung der Kunden und dem Kassieren an der Kasse. „ A n s t r e n g e n d ist das manch- mal schon“, sagt Ruhnke, wäh- rend sie kurz in der Küche ver- schwindet und mit neuen Tellern wieder kommt. „Aber das macht den Job aus: Dass man immer in Bewegung ist.“ Da dürfe man nicht hek- tisch werden. So sieht das auch Ruhnkes Aus- bilderin Judith Rettig. Sie leitet das Bistro im Klinikum und freut sich besonders über die zupackende Art ihrer Auszubildenden. „Dass sie dem Job hier gewachsen ist, hatte sie vor- her in einem zweimonatigen Prakti- kum schon bewiesen.“ „ich fühle mich gut aufgehoben“, sagt Yvonne Ruhnke über die zwei- jährige Ausbildung im Klinikum. Sie findet es wichtig, dass man nach dem Abschluss Möglichkeiten hat, sich weiter zu bilden. „ich werde einen Abschluss zur Restaurantfachfrau machen.“ Dafür muss sie dann in ein Restaurant wechseln. „Davor habe ich aber keine Angst. Schließlich bin ich nach zwei Jahren Ausbildung im Klinikum bestens vorbereitet.“ Ansprechpartnerin: Judith Rettig, Telefon: 0491 86 2000; Mail: judith.rettig@klinikum-leer.de *Yvonne Ruhnke hat 2011 im Klinikum Leer eine Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe absolviert.
  • 22 Qualitätsbericht 201322 Ausbildung im Klinikum Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) Was ist der Bundesfreiwilligendienst? Seit dem 1. Juli 2011 gibt es den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD). Er wurde vom Bundesfami- lienministerium ins leben gerufen, um den ausgelaufenen Zivildienst zu ersetzen. Allerdings ist der BFD nicht nur für junge Männer, sondern für alle Menschen, die sich sozial enga- gieren wollen, offen. Es gibt keine Altersbeschränkung. Der BFD ist eine gute Möglichkeit, neue Tätigkeitsfelder kennenzuler- nen oder sich durch eine sinnvolle Tätigkeit sozial zu engagieren. Das Klinikum leer bietet für viele Be- reiche ein Engagement im Rahmen des Bundesfreiwilligendienst an, zum Beispiel in der Zentralen Patienten- aufnahme, der Physiotherapie, in der Pflege, in der Technik, im Fahrdienst oder im Hausservice, der Küche, an der Pforte oder im lager. Die Einsatz- gebiete sind also sehr vielfältig. Da- bei liegt die Dauer des BFD norma- lerweise bei 12 Monaten, kann aber auch bis zu 24 Monate betragen. Alle Freiwilligen werden durch er- fahrene Fachkräfte angeleitet und erhalten kostenlose Weiterbildungs- seminare. Für die Tätigkeit gibt es ein monatliches Taschengeld, Fahrt- kostenerstattung und kostenlose Verpflegung. Der BFD wird bei den Sozialversicherungen wie ein Aus- bildungsverhältnis angesehen, die entsprechenden Beiträge für die Ar- beitslosen-, Renten-, unfall-, Kran- ken-, und Pflegeversicherung zahlt das Klinikum. Am Ende der Einsatzzeit erhält jeder Freiwillige ein qualifiziertes Zeugnis. Der Bundesfreiwilligendienst im Klinikum: Ansprechpartnerin für Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr am Klinikum leer: Elke Balschun, Telefon: 0491 86 2113; Mail: Elke.balschun@klinikum-leer.de
  • Qualitätsbericht 2013 23Ausbildung im Klinikum 23 Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein sozialer Freiwilligendienst für Jugendliche und junge Erwachsene, die die Schulpflicht erfüllt und noch nicht das 27. lebensjahr vollendet haben. Beim FSJ zählt zum einen das soziale Engagement, zum anderen ist es eine gute Gelegenheit, Tätigkeiten ken- nenzulernen, die man später auch beruflich ausüben möchte. Ansprechpartnerin für Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr am Klinikum leer: Elke Balschun, Telefon: 0491 86 2113; Mail: Elke.balschun@klinikum-leer.de Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Was ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)? Das Freiwillige Soziale Jahr im Klinikum: Ganz ähnlich wie im Bundesfreiwil- ligendienst bietet das Klinikum leer auch für das Freiwillige Soziale Jahr verschiedene Arbeitsbereiche an. Dabei sind viele der Einsatzgebiete deckungsgleich mit dem BFD, wie zum Beispiel in der Zentralen Patien- tenaufnahme, der Physiotherapie, in der Pflege, in der Technik, im Fahr- dienst oder im Hausservice, der Kü- che, an der Pforte oder im lager. Beim FSJ beträgt die Einsatzzeit in der Regel 12 Monate. Verkürzungen oder Verlängerungen der Einsatzzeit sind aber möglich. Die Arbeitsstrukturen des FSJ sind so ausgestaltet, dass erfahrene Fach- kräfte als Anleiter und Ansprechpart- ner zur Verfügung stehen. Auch beim FSJ wird ein Taschengeld gezahlt, es gibt eine Fahrtkostenerstattung und kostenlose Verpflegung. Ein umfang- reiches Weiterbildungsprogramm steht allen Teilnehmern zur Verfü- gung. Am Ende der Dienstzeit des FSJ er- hält jeder Teilnehmer ein qualifizier- tes Zeugnis.
  • Herausgeber: Klinikum Leer gGmbH Klinikum Leer Augustenstraße 35-37 26789 leer Telefon: 0491 860 Fax: 0491 86 21 49 Mail: info@klinikum-leer.de internet: www.klinikum-leer.de Krankenhaus rheiderland Neue Straße 22 26826 Weener Telefon: 04951 3010 Fax: 04951 301 100 Mail: info@krankenhaus-rheiderland.de internet: www.krankenhaus-rheiderland.de Inselkrankenhaus Borkum Gartenstraße 20 26757 Borkum Telefon: 04922 93 00 15 Fax: 04922 93 00 94 SDl-Service und Dienste leer GmbH Vita - Gesundheitstraining und Wellness Bistro im Klinikum leer MVZ-Medizinisches Versorgungszentrum leerWeener gGmbH PuR-Prävention und Rehabilitation leer e.V. Druck: Viaprinto, Münster Auflage: 1.500 Exemplare Leer, im mai 2014 Hinweis: Die in dieser Broschüre interviewten Auszubildenden haben ihre Ausbildung bereits beendet. Einige der Auszubildenden sind übernommen worden und heute im Klinikum leer be- schäftigt. Hinweis: Aus Gründen der besseren lesbarkeit verwenden wir in dieser Broschüre in eini- gen Passagen die männliche, in anderen die weibliche Schreibweise. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass in den Texten sowohl die männliche als auch die weibliche Form gemeint ist. impressum
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