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Auftreten und Verlauf der derzeitigen Massenvermehrung der KiefernbuschhornblattwespeDiprion pini L. in der DDR (Überblick)

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  • 158 Nach den schweren Schaden 1957 trat die Sitkalaus be- reits 1961 im Weser-Ems-Raum wieder in Massenvermeh- rung auf. Durch die inzwischen von O h n e s o r g e ent- wickelte Prognose auf Grund der Witterungskonstellation waren 1961 jedoch rechtzeitige Kontrollen and Abwehr- maBnahmen moglich. Die Entwicklung der Massenvermeh- rung wird beschrieben. Wahrend ein etwa 30 km breiter Kustenstreifen weitgehend verschont blieb, zeigten sich be- reits Anfang April starke Populationsanstiege in einem etwa 100 km breiten, nach Siiden anschlieBenden Raum, die zu friihzeitigen BekampfungsmaBnahmen zwangen . In Kulturen bis 3 m Hohe brachte der Einsat3 von Metasystox mit Riicken-Motorgeraten eine nahezu 100 °/oige Abtotung . In Bestanden fiber 3 m Hohe wurde dagegen mit Hexa- Nebel, mit Schwingfeuergeraten ausgebracht, wegen un- giinstiger Witterungslage kein voller Erfolg erzielt, so dal Mitte Mai e,in Verspruhen von Metasystox mit Hub- schraubern uber ortlichen Schadgebieten notwendig wurde . Der vollige Zusammenbruch der Gradation erfolgte erst Ende Juni. Gegeniiber 1957 hatte somit 1961 der Befall wesentlich fruher (Anfang April) eingeset3t and der Zu- sammenbruch sich um einen Monat verzogert (20 .-25 . 6 .61 gegenuber 20 .-25.5.57) . Abschlielend wird die Recht- fertigung eines weiteren Sitka-Anbaues in den weiterhin durch Gradationen der Sitkalaus gefahrdeten Gebieten des nordwestlichen and westlichen Niedersachsens eingehend diskutiert . Auf Boden, auf denen die Leistung der Sitka- fichte die aller anderen Baumarten wesentlich ubertrifft, halt Verf. ihren Reinanbau trot3 der durch die Laus dro- henden Gefahren weiterhin fur gerechtfertigt, wenn stan- dige Kontrollen durch geschultes Personal durchgefuhrt and notwendige AbwehrmaBnahmen rechtzeitig ergriffen werden . E. Priesner Richter, D., 1961 : Neue Wege zur Ermittlung von Ge- fahrdungsziffern Fur Kiefernbestiinde . - Vortrag . Arch . Forstwes. Berlin . 10, 4-6, S. 496-504, 5 Tab . 6 Lit .- Ang., russ . and engl . Zsfsg . Verfasser untersuchte das Wellenstein'sche, fur Fichten- bestande entwickelte Falterzahlverfahren auf seine Eig. nung zur Vberwachung der Nonne (Lymantria monacha L.) in Kiefernbestanden. Falterzahlungen an einer groleren Zahl von Stammen, deren variation sstatistischeAuswertung and die praktische Handhabung der Zahlergebnisse (Ein- tragung in eine Prognosekarte) lassen den SchIuB zu, daB 4-5 Baume pro Zahlgruppe gegenuber 2 Stammen bei Fichte ausreichend genaue Ergebnisse liefern . Unter Her- anziehung von kritischen Raupenzahlen pro kg Nadelmasse and der durch Sektion ermittelten mittleren Eizahl der Weibehen lassen sick kritische Falterzahlen pro kg Nadel- masse berechnen. Auf die Ableitung der kritischen Ran- penzahlen pro kg Nadelmasse wird in einer anderen Ver- offentlichung des Verfassers naher eingegangen . Die Nadel- masse der gefahrdeten Bestande kann nach Messung von Hohe and Brusthohendurchmesser der Mittelstamme aus Nomogrammen abgelesen werden. Diese Methode hat sick bei der Uberwachung eines etwa 2000 ha grolen von der Nonne befallenen Waldgebietes bewahrt . Der „Totenfall" nark der Bekampfung von etwa 600 ha der Befallsfiachen hell erkenuen, dal die mit Hilfe des Falterzahlverfahrens, der mittleren Eizahl usw. ermittelten Raupenzahlen sick den tatsachlich vorhandenen hefriedigend annahern . Niemann Urban, S., 1961 : Auftreten and Verlauf der derzeitigen Massenvermehrung der Kiefernbuschhornblattwespe Di- prion pini L. in der DDR (Uberblick) . Forst and Jagd . Berlin . 11, Sonderbeilage z . H . 11, S . 1-7, 6 Abb ., 4 Tab ., 11 Lit .-Ang. Obwohl im Winter 1959/60 durchgefuhrte Kokonsuchen noch keine bemerkenswerten Kokonzahlen ergaben, kam es bereits im Herbst 1960 zu starken Frallschiiden durch D. pini . Besonders stark waren Altbestande der Betriebe Salzwedel, Gardelegen, Colbitzer Heide, Genthin ; Rathe- now and Perleberg befallen, dock wurden auch 5-20jah- rige Aufwiichse nicht verschont . Der Nadelverlust betrug an Bestandesrandern . vor allem am Si drand, 75% and mehr. Im Bestandesinnern waren lichtstehende Kiefern and uber das Bestandesdach hinausragende Kronen bevor- zugt befallen . Aulerdem war der Frail auf sandigen, trodcenen and hoher gelegenen Standorten starker . Probe- Berichte fillungen ergaben im Durchschnitt 3-4000 gesundeLarven pro Krone. Am Frail waren auger Diprion pini auch D . /rutetorum F ., D . simile Htg ., D . socium Klug and D. nemo- ralis L. beteiligt . Der Fra8 dauerte in manchen Gebieten bis Ende November an . Die Verpuppung erfolgte nicht nur in and unter der Bodenstreu, sondern auch auf dean Boden, am Stammfuh and bis zu 41n Hohe am Stamm . Die durchschnittliche Schliipfbereitschaft lag bei Dipini zwischen 80 and 85 1/o, bei D. /rutetorum dagegen nur zwischen 10 and 15 °/o . Die Wespen sehliipften uberwiegend in der Zeit Yom 13. bis 24 . April (1961) . Die ermittelten Eizahlen betrugen maximal 110 Eier pro Weibehen . Nach- dem Ende April die Eiablage beendet war, wurde in der ersten Maihalfte eine Parasitierung durch Achrysocharella rulorum Krausse (Chalcididae) festgestellt, die etwa 3 °/° betrug and bis Mitte Mai ortlich auf 20 bis 30°/o ange- stiegen war . Durch Flugzeugeinsat3 (+ Bodengerate) wur- den 35000ha prophylaktisch and 25000ha wahrend des Massenschlupfens (2. bis 5. Juni) begiftet . Die Bekamp- fung fiihrte zu einem nahezu 100 °/oigen Abtotungserfolg ; arch der weitaus griillte Teil der im Herbst 1960 stark befressenen Bestande begriinte sick wieder . Niemann Fankhiinel, H., 1961 : Vber die Massenvermehrung des Griinen Eichenwicklers (Tortrix viridana L .) in der DDR in den Jahren 1957-1959 and uber Mainahmen zur Vberwachung des Schadlings . - Vortrag Arch. Forstw. Berlin . 10, 4-6, S. 512-530, 9 Abb ., 3 Tab ., 28 Lit .-Ang ., engl . u. russ . Zusfssg . In den Jahren 1957 and 1958 erreichte die Eichenwickler- gradation in den Bezirken Magdeburg, Halle and Cottbus ihren Hohepunkt, wahrend die Eichenbestande im Bereich des Ostseekiisten- and Mittelgebirgsklimas weitgehend verschont blieben . Im Bereich des ostdeutschen Binnen- klimas and im Gebiet des mecklenburgisch-brandenbur- gischen Ubergangsklimas nahm der Befall im Jahre 1959 writer zu. An einzelnen Orten verlief die Massenvermeh- rung sehr unterschiedlich. So war die Populationsdichte z. B . in Bestanden der Elbaue von 1953 bis 1959 fast un- verandert hock, wahrend in der Umgebung von Dresden erst 1958 die Schiidlingsdichte sprunghaft anstieg, Kahl- frail eintrat and der Schadling bereits im nachsten Jahr fast vollig verschwunden war. Der aus 17210 T. viridana- Puppen ermittelte durchschnittliche Weibchenanteil betrug 1958= 52,6, 1959=51,6 0/o . Die ermittelte durchschnitt- liche Eizahl betrug 1958 (beginnende Retrogradation) 29, 1959 = 28 Stuck pro Weibchen. Dabei schwankten die Ein- zelwerte zwischen 3 and 68 Eiern . Aus Puppen sowie ails Raupen konnten im Laufe der mehrjahrigen Untersuchun- gen an Parasiten and Hyperparasiten insgesamt 18 Ich- neumoniden-, 5 Braconiden-, 8 Chalcididen- and 6 Tachi- niden-Arten gezogen werden. Die am haufigsten vertre- tenen Schlupfwespen Phaeogenes stimulator Grav and Itoplectis maculator F . batten vor allem weibliche Eichen- wicklerpuppen parasitiert . Bei beiden Parasitenarten war der Weibehenanteil bei den aus weiblichen Eichenwickler- puppen geschlupften Wespen wesentlich holier . Eiparasiten wurden nur in einzelnen Exemplaren aus den Photoeklek- toren erhalten . Im Worlit3er Park konnte 1958 Eichen- wicklerfraB an 22 Eichenarten and -formen festgestellt werden; nur Quercus pyrenaica Willd. blieb verschont . Am starksten waren Qu. robur L. Qu. pubescens Willd . and Qu . robur var. pendula A. DC befallen . Zur Befalls- ermittlung and Prognosestellung wurden jeweils im De- zember im Rahmen des planmalligen Eicheneinschlages 50 cm lange Probezweige aus den oberen and unteren Kronenteilen entnommen . die in den Photoeklektoren ge- schliipften Eichenwickler-Raupchen zur Anzahl der Knos- pen in Beziehung geset3t and folgende kritische Werte ermittelt : 10-30 Raupchen pro 100 Knospen = starker Lichtfral, 40-50 Raupchen = Kahlfrall im oberen Kronen- teil, 60 and mehr Raupchen pro 100 Knospen=KahlfraB in der gesamten Krone . Niemann Pally, Ch., 1961: Zur Kenntnis der Larven and Puppen forstlich wichtiger Bodtkaferarten aus Kiefernholz . Arch . Forstwes. Berlin 10, 7, S . 792-808, 11 Abb ., 32 Lit .-Ang., engl. and russ. Zusfsg . Es werden die Larven and Puppen von fiinf bei Ebers- walde in Kiefernstubben haufigen Bockkaferarten (Er- gates laber L ., Leptura rubra L ., Spondylis buprestoi-
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