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Festvortrag Lucy Hillebrand

by stefan-von-den-driesch

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Am 3. Dezember 2009 wurde die Lucy-Hillebrand-Straße in Mainz in einem Festakt in der Aula auf dem neuen Campus der Fachhochschule Mainz eingeweiht. Aus diesem Anlass hielt der erste Vorsitzende des Werkbunds Rheinland-Pfalz, Prof. Emil Hädler, einen Festvortrag zu Ehren der Architektin Lucy Hillebrand. Geboren in Mainz, war sie in den 1920er Jahren jüngstes Mitglied des Deutschen Werkbunds.
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  • 1. 3. Dezember 2009 Aula der FH-Campusp
  • 2. 3. Dezember 2009 Aula der FH-Campus
  • 3. LUCY HILLEBRANDHALTUNG (1906-1997)GEIST nomen est omenRICHTUNG Lucy-Hillebrand-StrasseAuf welches Programm lässt sich die Fachhochschule Mainzmit der neuen Adresse ein?
  • 4. LUCY HILLEBRAND HALTUNG (1906-1997) GEIST nomen est omen RICHTUNG „Die Arbeit des Architekten beginnt nicht mit dem Zeichenstift, sondern mit dem , Besinnen, dem Loten nach dem Grund, auf dem das Ganze als geistig künstlerisches Gefüge ruht“
  • 5. www.dwbrlp.dep wofür steht der Deutsche Werkbund? f?
  • 6. Ein Jubiläum 2009 Der Deutsche Werkbund Rheinland-Pfalz wird 30 § §2 der Satzungg … Er will diese weitgesteckten Ziele erreichen im Zusammenwirken mit Kunst und Technik, Wissenschaft und Industrie, Handel und Handwerk sowie MedienMedien. … verwirklicht seine Ziele durch Einwirken auf Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse in Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit. Dieses Einwirken beginnt bereits bei Lehre und Ausbildung … ist Ort kritischer Auseinandersetzung für alle Fragen der sich wandelnden Umwelt des Menschen. In diesem Sinne steht er in der Nachfolge des 1907 gegründeten Deutschen Werkbunds.
  • 7. www.dwbrlp.de www dwbrlp de
  • 8. www.dwbrlp.de Kanis´Kolumne eine Botschafti B t h ft an die Adresse der Fachhochschule
  • 9. Der Großvater gründete ein Mainzer Unternehmen
  • 10. Lebensdaten Lucy Hillebrand* 1906 in Mainz + 1997 in Göttingen g Zeitzeugin des XX. Jh. Kronzeugin d K i der M d Moderne
  • 11. Ein lebenslanger Einsatz für den nicht hierarchisch bestimmten Raum
  • 12. AUSBILDUNG Mainzer Reformschule Harmonische Gymnastik 1920er JugendbewegungRaumerfahrung durch Bewegung im Raum: vom Ausdruckstanz zur Tanzschrift „Nest der Geborgenheit statt Kiste“
  • 13. Suchende Annäherung an den Raum: von der Tanzschrift zur Raumschrift Raumschrift- Raumschriftskizzen zur Bewegung im Raum
  • 14. HALTUNGGEISTRICHTUNG Soweit wir wissen war Lucy Hillebrand- programmatisch- dem Konsens im Team verpflichtet- immer auf der Suche So ist ihre Adresse Auftrag für diese Schule
  • 15. BERUFLICHES WERDEN ANREGUNGEN AUSRICHTUNG 1925 bis 1928 Studium an der Werkkunstschule Offenbach Meisterschülerin M i thül i bei Dominikus Böhm 1927 Aufnahme in den Werkbund als Studentin auf Initiative des Lehrers Dominikus Böhm 1928 eigenes Büro in Frankfurt
  • 16. Möbelentwürfe, Möbelentwürfe 1920Studienentwürfefür Möbel
  • 17. PRÄGUNG DURCH VORBILDER Piet Mondrian (1872-1944) Kurt Schwitters (1887-1948) Paul Klee (1879-1944) ( ) Einflüsse zeitgenössischer Künstler
  • 18. Bauhaus-Atelier bei Oskar Schlemmer Fortgesetzte Experimente mit Tanz und Theater
  • 19. PRÄGUNG DURCH VORBILDERChristkönigkirche, Mainz-Bischofsheim 1925 L.H. folgt Dominikus Böhm vonOffenbach nach Köln
  • 20. PRÄGUNG DURCH VORBILDERStella Maris, Norderney 1931 - Dominikus Boehm (1880 1955) Maris (1880-1955) Böhms Einflüsse im Sakralbau wirken auf Lucy Hillebrand
  • 21. DAS SAKRALE - DAS ÖFFENTLICHE – DAS PRIVATE Anwendung der Raumschriftim EntwurfNikolauskirchein Langeoog 1960
  • 22. DAS SAKRALE– DAS ÖFFENTLICHE – DAS PRIVATE SAKRALEDAPOLIN-Tankstelle, Frankfurt 1928-29Bauen im Stil der Klassischen Moderne
  • 23. DAS SAKRALE – DAS ÖFFENTLICHE – DAS PRIVATE Wohnhaus mit Notarspraxis, Sprendlingen bei Mainz 1929Bauen im Stil der KlassischenModerne
  • 24. DAS SAKRALE– DAS ÖFFENTLICHE – DAS PRIVATE SAKRALE Glaspavillon, Leipziger Messe 1929-30Pavillon Leipziger Messe 1929/30 Bauen im Stil der Klassischen Moderne
  • 25. PROGRAMMATIK im STÄDTEBAUMitwirkung am zweiten Werkbundprojekt 1932/33 „Deutsches Holz für Hausbau und Wohnung Wohnung“ Kochenhofsiedlung in Stuttgart, Rudolf Döcker Historischer Bruch im Werkbund 1933 Paul Schmitthennner übernimmt das Projekt
  • 26. LEBEN UND ARBEITEN IN DER NISCHE 1933 bis 1945: wenig ist bekannt Kleinere Aufträge im Wohnungsbau Umgestaltungen und Ut ltd Einrichtungsentwürfe Patent für Lichtspielhäuser Kriegsverluste der Büros in Frankfurt und Göttingen
  • 27. LEBEN UND ARBEITEN IN DER NISCHE 1933 19451933-1945 Private Aufträge Umgestaltung einer Reihenhausdiele, 1935
  • 28. LEBEN UND ARBEITEN IN DER NISCHE 1933 19451933-1945 Private AufträgeWohnhaus Dr. Bensen, Göttingen 1936
  • 29. LEBEN UND ARBEITEN IN DER NISCHE 1933 19451933-1945 Kleinaufträge Gestaltung eines Ladeneingangs mit umgehbarer Glasvitrine, Göttingen 1939
  • 30. LEBEN UND ARBEITEN IN DER NISCHE 1933 19451933-1945 Fortentwicklung der Raumschrift
  • 31. ARCHITEKTUR UND PÄDAGOGIK NACH 1945Ä Beruflicher Neubeginn in Göttingen Öffentliche Aufträge im Wohnungs- und Schulbau Pädagogisches Bauen Transformatorenstation Architekt
  • 32. ARCHITEKTUR UND PÄDAGOGIK Ideenskizzen für Schulbau 1947Schulbau,Schulbau ohne Schema
  • 33. ARCHITEKTUR UND PÄDAGOGIK Vorentwurf für Schulbau, 1947Schulbau ohne Schema
  • 34. ARCHITEKTUR UND PÄDAGOGIK Volkshochschule Osterholz-Scharmbeck, 1947-48Bauen für die Schule mit der Topographie p g p mit dem Licht
  • 35. ARCHITEKTUR UND PÄDAGOGIK Systematik im großen Ensemble Sekundarstufenzentrum Bogenfelde
  • 36. DER PRIVATE HAUSBAU Raumschrift im Hausbau
  • 37. DER PRIVATE HAUSBAU Der freie Grundriss
  • 38. DER PRIVATE HAUSBAUGrundriss aus der Raumschrift
  • 39. DER PRIVATE HAUSBAU
  • 40. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME Großer Experimentierraum für die Hörerziehung im Musikunterricht, 1971
  • 41. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME Lernraumkonzepte, 1971 Experimentelle Hör-Erziehung
  • 42. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME Lageplan einer Studentenwohnanlage in Bleiverglasung, 1960-65 Eingangstür mit Hotelgrundriss in Schmiedearbeit, 1955 Eigendidaktik des Entwurfs
  • 43. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUMEEntwürfe für ein dezentrales Auditorium, 1981 ,Dezentrales Lernen
  • 44. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME Flexible Nutzformen Der imaginäre Dialog
  • 45. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME Seminarraum in herkömmlicher Nutzung Neue NutzformFlexible Nutzformen – Dialog und Rückzug
  • 46. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME: DAS LERNSTUDIO Studentische Arbeitsplätze - p aber wie?
  • 47. PÄDAGOGISCHE EXPERIMENTALRÄUME: DAS LERNSTUDIO Studentische Arbeitsplätze - aber wie?
  • 48. DER LERNORT STADT 1981 Ausloten des Grunds im Lernstudio
  • 49. LUCY HILLEBRAND im Alter von 80 Jahren i Alt J hDie Baustelle war immer meine große Liebe Wo steht die „Baustelle Fachhochschule“?
  • 50. Die Baustelle als Lernstudio
  • 51. > zehn Jahre Lernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen> zehn Jahre experimentelle Lernerfahrung
  • 52. Der nicht-hierarchische Raum als Einladung Lernstudio Zollhafen
  • 53. Der nicht-hierarchische Raum als Einladung Lernstudio Zollhafen
  • 54. Der nicht-hierarchische Raum als EinladungLernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen
  • 55. Stegreif im HafenbeckenLernstudio ZollhafenLernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen
  • 56. Stegreif im Hafenbecken Dachlatten, Folien und Tacker Lernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen
  • 57. In jedem Aufbruch liegt ein ZauberLernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen
  • 58. „Guter Rat“ - Dampfer Lernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen Lernstudio Zollhafen
  • 59. „Besser Scheitern“ lernen! Lernstudio ZollhafenDie Übung im Schiffbruch Lernstudio Zollhafen
  • 60. Jury mit Max BächerLernstudio ZollhafenLernstudio ZollhafenLernstudio Zollhafen
  • 61. Hand Anlegen nach Denken! Lernstudio Caritashaus
  • 62. Das Provisorische ist das DauerhafteLernstudio Caritashaus
  • 63. Hoch-Schule ist Werk-StattLernstudio C it hLt di Caritashaus
  • 64. Keine Angst vor dem Chaos! Lernstudio Caritashaus
  • 65. Wo steht die „Baustelle Fachhochschule“? Für die neue Fachhochschule wird ein neues Haus am Campus gebaut Erspürt und erdacht wird das neue Haus anderswo!
  • 66. Wo steht die „Baustelle Fachhochschule“? Die suchende Annäherung an den Raum, Das Besinnen, das „Loten nach dem Grund , Grund“, findet nicht am Campus statt, sondern an den Standorten der Fachbereiche Technik und Gestaltung
  • 67. Wo steht die „Baustelle Fachhochschule“? Worauf lässt sich die Fachhochschule mit Lucy Hillebrand als Adresse ein?
  • 68. Die Baustelle war immer meine große Liebe (Lucy Hillebrand) Das Programm der Lucy Hillebrand an die Adresse der neuen FH istdas Kreative Chaos der nie vollendeten Baustelle an d ll d tB t ll der nächsten Generation Wer Baustelle nicht mag sollte sich nicht auf Hochschule i l H h h l einlassen!!
  • 69. Literatur zu Lucy Hillebrand Ute Maasberg, Regine Prinz: Die Neuen kommen! Weibliche Avantgarde in der Architektur der zwanziger Jahre. Junius Verlag, Berlin 2004 ISBN 3-88506-550-9 Ulrich Krempe: Lucy Hillebrand Th. Schäfer Th Schäfer, Hannover 1996 ISBN 3-88746351-X Christian Grohn (Hrsg.): Lucy Hillebrand – Bauen als Impuls und Dialog. Gebrüder Mann Verlag 1990 ISBN 3-7861-1601-6S86 60 6 Gottfried Borrmann: Der bewußt wahrgenommene Raum. Die Mainzer Architektin Lucy Hillebrand und die Reformbewegung, in: Mainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte 8 (1988), H.1, S. 66-70 Klaus Hoffmann: Lucy Hillebrand. Wege zum Raum Göttingen 1985 ISBN 3-921907-09-83 921907 09 8 Dieter Boeminghaus: Zeit-Räume der Architektin Lucy Hillbrand. Karl Krämer Verlag, Stuttgart 1983 ISBN 3 7828 1110 03-7828-1110-0
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